Latest / neudenker - Der Podcast für den Steuerberater von morgen / 292 - Interview mit Stefan Merath - Teil 1 - So wirst du als Steuerberater zum Unternehmer
Transcript
- 0:00Einen wunderschönen guten Tag heute zu einer neuen Podcast-Folge
- 0:06des Neudenker-Podcasts.
- 0:17Und diese Folge ist nicht irgendeine Folge, sondern ehrlicherweise
- 0:21berührt mich das gerade, denn es ist ein Gast, nach langer Zeit wieder
- 0:27ein Gast zugegen und zwar kein geringerer als der Stefan Mehrath.
- 0:34Herzlich willkommen, danke für die Einladung
- 0:37Ja, Stefan, ich habe mich gefreut dass du zugesagt hast, dass du
- 0:42mit dabei bist bei dem Podcast.
- 0:44Und ich habe jetzt gerade extra diese Pause gelassen kurz, weil
- 0:48ich wollte, dass jetzt die ganzen Hörerinnen und Hörer mal überlegen.
- 0:52Stefan Mehrath, Stefan Mehrath, den Namen habe ich bestimmt schon mal gehört, ist
- 0:58aber in der steuerberatenden Branche zwar sicherlich bekannt, aber nicht auf diese
- 1:03Branche spezialisiert, fokussiert wie auch immer wir das jetzt gerade nennen wollen.
- 1:09Stefan, magst du dich einmal kurz vorstellen?
- 1:11Du kannst das viel besser als ich wahrscheinlich und dann werde
- 1:13ich ein paar Sätze zu dir sagen, warum und wie ich dich wahrnehme.
- 1:19Gut, bei der Vorstellung ist natürlich immer so, ich kann bei Adam und Eva
- 1:22anfangen oder die ganz kurze Fassung.
- 1:24Ich fange mal mit der kurzen Fassung an.
- 1:26Zu Adam und Eva kommen wir wahrscheinlich noch.
- 1:28Die kurze Fassung, ich bin von Reihe von Büchern.
- 1:33Eins ist auch im Hintergrund zu sehen.
- 1:34Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer ist das meistverkaufte Unternehmerbuch
- 1:39vom deutschen Autor in Deutschland.
- 1:42Mittlerweile, ich glaube, die 24., 25.
- 1:44Auflage oder so in der Größenordnung.
- 1:47Dann Bücher zum Thema Strategie zur Führung und jetzt das neueste
- 1:51Buch, die Schwarzgurt Unternehmer.
- 1:53Also wie man daran schon erkennt, mein Anliegen ist Unternehmer sein,
- 1:59Unternehmern zu helfen und zwar nicht nur, sicherlich auch ein bisschen,
- 2:03aber nicht nur Auf der methodischen Ebene sondern vor allen Dingen auf der
- 2:07persönlichen Ebene, weil ich glaube.
- 2:11Dass letzten Endes das Unternehmen immer die Persönlichkeit des
- 2:16Unternehmers widerspiegelt.
- 2:17Gerade wenn du jetzt als Steuerberater zuhörst, dann wirst du es bei vielen
- 2:22von deinen Mandanten sicherlich sehen.
- 2:24Du hast ein Gefühl, das ist die und die Persönlichkeit und hinterher
- 2:27siehst du es dann auch in den Zahlen.
- 2:29Okay, die einen Persönlichkeiten haben halt andere Zahlen als die anderen.
- 2:33Von daher, unser Fokus ist die Persönlichkeit des Unternehmers.
- 2:38Okay.
- 2:39Persönlichkeit des Unternehmers.
- 2:41Bleiben wir jetzt mal in der steuerberatenden Branche, beziehungsweise
- 2:45ich will noch gar nicht einsteigen.
- 2:46Ich wollte ja eigentlich noch ein paar Sätze auch zu dir sagen,
- 2:48wie ich dich wahrgenommen habe.
- 2:49Also ich bin schon sofort, ich will so viel wissen von dir, deswegen
- 2:53steige ich da so schnell mit ein.
- 2:55Stefan, du bist der Grund, warum ich mich ungefähr seit dem Jahr 2016,
- 3:01also ich bin seit 2006 Unternehmer mit 25 Jahren, damals Vollkatastrophe,
- 3:07Full-Service-Werbeagentur gegründet Full-Service heißt einfach keine Strategie
- 3:12Immer wieder gesagt, können wir auch, können wir auch, können wir noch ein
- 3:15bisschen günstiger und Das hat sich so durchgezogen und mit viel Schmerzen
- 3:19habe ich dann gelernt, was man nicht tut und durch einen anderen Unternehmer,
- 3:25der sagte, du musst dir unbedingt das Buch auf den Weg zum erfolgreichen
- 3:29Unternehmer kaufen und ich habe es verschlungen, nicht nur inhaltlich, das
- 3:34hat mir eine komplett andere Denkweise gegeben, sondern vor allen Dingen auch,
- 3:39Der Stil hat mir sehr gut gepasst.
- 3:42Und zwar ist das Buch ja wirklich wie eine Story erzählt, wie ein Roman.
- 3:46Und das hat es für mich, der sonst nicht unbedingt die Leseratte ist,
- 3:51was Sachbücher angeht, das sind viele Steuerberater ja anders, hat es mir
- 3:55deswegen didaktisch so gegeben, dass ich das alles nachvollziehen konnte und das
- 3:59halt auch bei mir hängen geblieben ist.
- 4:01Das nur mal zu dem ersten Buch.
- 4:02Ich habe alle anderen Bücher auch verschlungen, insbesondere nachher zum
- 4:05Schluss der Schwarzgurt-Unternehmer.
- 4:07Mein persönliches Highlight.
- 4:09Wobei ich sagen muss, Dein Wille geschehe.
- 4:12Der Titel den finde ich auch sehr spannend.
- 4:14Damals hab ich noch gedacht okay, mutig.
- 4:18Auf jeden Fall das geht ja um...
- 4:21Unternehmensführung und sind so viele Dinge, die ich halt auch in meiner
- 4:25Akademie, im Coaching halt auch in ähnlicher Form mit einbringe wo ich
- 4:29denke, okay, das ist so gut auf den Punkt gebracht, da brauche ich jetzt
- 4:32keine eigene Sache nochmal rausmachen und deswegen gibt es auch häufiger mal die
- 4:35Quellenangabe, das hat der Stefan Mehrath in seinem Buch gesagt oder geschrieben.
- 4:41Das mal so zu dem Kontext auch, zu dem, wie ich dich kennengelernt
- 4:45habe und ich habe mal eine Frage zum Thema Unternehmertum allgemein
- 4:50in der steuerberatenden Branche.
- 4:52Wir haben da ja immer dieses Thema, ähnlich wie bei Ärzten
- 4:55ähnlich wie bei Architekten.
- 4:57Ah, jetzt haben wir hier den Firefly den wollen wir hier nicht,
- 4:59den schmeißen wir mal kurz raus.
- 5:02einen Moment,
- 5:03denn wir wollen uns zu zweit unterhalten.
- 5:06Also das Das Unternehmertum für Freiberufe oder für den Berufsstand
- 5:13quasi Architekten, Ärzte Rechtsanwälte Steuerberater ist ja in der Regel so,
- 5:19dass der Steuerberater, bleiben wir bei diesem Kontext, weil Hauptzielgruppe
- 5:23hier, sie ja häufig auch die besten fachlichen Mitarbeiter sind.
- 5:27Die haben die höchstqualifizierte Ausbildung, sie werden sowohl von
- 5:31anderen Angestellten, Steuerberatern gefragt, sie werden aber auch von
- 5:34Steuerfachangestellten, Steuerfachwirten gefragt oder auch vom Sekretariat
- 5:38und nicht selten kommt es dann so, okay, ich mache es halt selbst.
- 5:44Und da ist manchmal ja das Thema, ja du musst ja an deiner Kanzlei arbeiten, ist
- 5:48ja so ein geflogener Spruch dann auch oder du musst ja an deinem Unternehmen arbeiten
- 5:52und das fällt denen halt tierisch schwer.
- 5:55Wie siehst du bei diesen Berufsstand Berufsbildern das Thema Unternehmertum,
- 5:59wie kann ich das praktisch auch ausleben?
- 6:02Also erstmal grundsätzlich, ich glaube, dass es in vielen
- 6:05anderen Bereichen auch so ist.
- 6:07Also in Softwareentwicklungsfirmen ist meist der Chef der
- 6:10beste Softwareentwickler.
- 6:12In Handwerksunternehmen hat der Chef meist den Meistertitel die beste
- 6:16Ausbildung ist der beste Handwerker.
- 6:18Also von daher, das ist durchaus breiter.
- 6:20Aber natürlich ist in den Freien gerufen.
- 6:22Das ist insofern nochmal anders, dass die ersten Mitarbeiter, die
- 6:25dazukommen, ich nehme mal Ärzte sind nicht andere Ärzte sondern
- 6:30erstmal Arzthelfer, Arzthelferinnen.
- 6:32Und dann ist da so ein Schwung an Mitarbeitern da, die ich führen muss.
- 6:37Aber gleichzeitig ist völlig klar, meine Fachkraftarbeit als Arzt
- 6:41muss gemacht werden, weil das ist das Einzige was Geld verdient.
- 6:44Ich kann ja dem Kunden oder der Krankenkasse gegenüber nicht die
- 6:48Leistung der Arzthelferin abrechnen Das ist bei Steuerberatern ganz oft
- 6:52auch so, dass halt nur die... Gründer sozusagen alle Prüfungen irgendwie
- 6:58gemacht haben und die anderen machen dann am Anfang erstmal eine Zuarbeit.
- 7:02Und von daher komme ich bei kleineren Steuerberatungen, so drei, vier, fünf
- 7:07Leuten, gar nicht zwingend immer raus.
- 7:11So trotzdem kann ich mir Gedanken machen, wie kann ich möglichst
- 7:16viel abgeben und das Ganze ist immer ein schrittweiser Prozess.
- 7:21Also für mich gibt es eben diese drei Rollen Fachkraft, Manager und
- 7:25Unternehmer Fachkraft ist sozusagen die Tätigkeit die ich für den Kunden mache.
- 7:30Manager ist der, der die Systeme und Strukturen schafft.
- 7:33Unternehmer ist der, der die Richtung, die Idee, die Vision
- 7:36hinter dem Ganzen liefert.
- 7:37So, und jetzt ist in keinem Unternehmen so, dass es darum geht.
- 7:40Dass ich jetzt als Gründer sage, ich mache jetzt nur 100% Fachkraftaufgaben oder
- 7:46nur 100% Unternehmeraufgaben, sondern das ist immer ein fließender Prozess.
- 7:51Das heißt, ich sollte auch, wenn ich allein bin am Anfang.
- 7:55Immer noch einen gewissen Anteil an Unternehmeraufgaben machen,
- 7:59sagen wir mal 10, 20 Prozent oder so in der Größenordnung.
- 8:03Je mehr Leute dann dazukommen, schaue ich, dass ich Richtung
- 8:0625, 30, 35 Prozent komme.
- 8:10Und wenn ich dann eine Kanzlei habe, irgendwann mal mit 15, 20 Mitarbeitern,
- 8:14dann sind mit Sicherheit auch zu diesem Zeitpunkt andere Steuerberater da,
- 8:19die eine ähnliche Qualifikation haben.
- 8:20Dann sollte ich eher Richtung 50, 60, gar 70 Prozent
- 8:25Unternehmeraufgaben langsam gehen.
- 8:28Es ist ein fließender Prozess und der geht wahrscheinlich langsamer
- 8:32als bei Programmierern, wo die ersten Leute, die kommen, in der
- 8:37Regel auch Programmierer sind.
- 8:39Das heißt, da kann ich diese Übergabe sehr viel schneller machen.
- 8:42Aber das ist nur ein gradueller Unterschied, kein konzeptioneller.
- 8:46Okay, du hattest die drei Rollen beschrieben Fachkraft,
- 8:50Manager und Unternehmer.
- 8:51In der Regel sind der Steuerkanzler, ich glaube in Deutschland,
- 8:54durchschnittlich 7,2 Mitarbeitende.
- 8:56Das ist relativ klein.
- 8:57Natürlich gibt es größere Einheiten Unsere Kunden sind
- 9:00in der Regel auch etwas größer.
- 9:02Allerdings auch nicht so, dass da jetzt über 100 Mitarbeitende sind.
- 9:06Da ist die Aufgabe des Managers... Und Unternehmer nicht so ganz trennscharf zu
- 9:12unterscheiden, insbesondere weil es wenig zweite Führungsebenen oder ähnliches gibt.
- 9:17Wie siehst du das?
- 9:18Willst du da auch diese Dreischichtigkeit nochmal unterscheiden oder führst
- 9:23du das eher gedanklich zusammen?
- 9:24Also für mich sind diese drei Rollen immer klar zu unterscheiden.
- 9:29Die Frage ist nur, vereinen sich manchmal zwei oder teilweise
- 9:34auch drei Rollen in einer Person.
- 9:37Also wenn ich Gründer bin, allein bin, dann muss ich letzten
- 9:39Endes alle drei Rollen erfüllen.
- 9:43Sagen wir mal sieben, zehn Mitarbeiter habe, dann sollte ich als Inhaber der
- 9:48Kanzlei vorrangig die Unternehmer- und die Manageraufgabe-Rolle erfüllen und
- 9:54die Fachkraftaufgaben anderen übergeben.
- 9:56Wenn ich jetzt nicht so viele Fachkraftaufgaben übergeben kann, kann
- 10:00ich mir die Frage stellen, kann ein Teil der Manageraufgaben von anderen
- 10:05Mitarbeitern übernommen werden?
- 10:06Also das Ziel ist immer, sich möglichst viel freie Zeit zu schaffen für
- 10:10möglichst viele Unternehmeraufgaben.
- 10:12Und was ich dann wie hinjustiere, das hängt immer von der konkreten Situation
- 10:16ab, von den Fähigkeiten der Menschen, die noch in der Kanzlei da sind.
- 10:21Also da würde ich jetzt nicht mit einer allgemeinen Regel kommen, sondern gucken,
- 10:24was ist möglich, um den Schritt zu gehen.
- 10:28Okay.
- 10:30Jetzt machen wir es mal ganz praktisch In meiner Welt erlebe ich es häufig,
- 10:35dass der Steuerberater erst anfängt.
- 10:37Entweder hat er eine Kanzlei gekauft, aber wir tun jetzt mal so, als
- 10:40wenn er die Kanzlei neu gründet.
- 10:42Er ist ja alleine, das heißt, er hat die Fachkraftaufgabe, die Manageraufgabe
- 10:48und die Unternehmeraufgabe für sich.
- 10:50Dann kommt die erste Fachkraft, weil er sagt, ich habe so viel zu tun,
- 10:53ich stelle jetzt jemanden ein, die Frau macht jetzt die Löhne halbtags.
- 10:57Dann kommt als nächstes, okay, jetzt habe ich jemanden gefunden, der macht schon
- 11:02mal die ersten FIBUs, übertrage ich.
- 11:04Dann geht es weiter und sage, okay, das Telefon klingelt die ganze
- 11:08Zeit, ich stelle jetzt jemanden ein für den Empfang, der dann so
- 11:11die vorbereitenden Aufgaben macht.
- 11:12Das ist in der Regel so, wie sich eine Kanzlei entwickelt.
- 11:16Das heißt, immer von außen passiv getrieben, weil ich als Steuerberater...
- 11:20...die Probleme anderer Leute löse.
- 11:22Ich bin ja gar nicht meist in der Situation, selber zu agieren, sondern
- 11:26meine Aufgabe ist es, zu reagieren.
- 11:28Was hast du, wie kann ich dir helfen?
- 11:31Jetzt sprichst du ja viel von Unternehmeraufgaben und an der
- 11:35Kanzlei oder am Unternehmen arbeiten.
- 11:37Kannst du mal ein paar exemplarische Aufgaben, die du sagen würdest, das
- 11:42ist unerlässlich als Unternehmer, sich grundsätzlich diese Fragen zu stellen?
- 11:47Also gerade am Anfang würde ich sagen, sind es zwei Themen,
- 11:52die ich mir stellen muss.
- 11:53Das erste ist die Frage nach der Strategie und das zweite ist die Frage
- 11:57nach der persönlichen Weiterentwicklung.
- 11:59Ich mache mal ganz kurz die zweite, die lässt sich schneller
- 12:02abhandeln als die erste.
- 12:05Persönliche Weiterentwicklung deshalb, weil irgendwann soll die
- 12:08Kanzlei wachsen logischerweise und dann werde ich Leute führen müssen.
- 12:13In der Regel hat man aber nirgends gelernt, Leute zu führen.
- 12:16Und das ist Das ist für mich das Thema der Weiterentwicklung, mich
- 12:19darauf vorzubereiten dass ich Leute führen muss und das dann auch können
- 12:24muss, weil Führung lässt sich lernen.
- 12:26Das ist sozusagen Der Teil, mit dem ich mich am Anfang auseinandersetzen würde,
- 12:30weil wenn die Leute dann da sind und ich fange erst dann an, das zu lernen, das
- 12:35ist echt immer ein Problem, weil dann mache ich ziemlich viel falsch zu Beginn.
- 12:39Dann wird vielleicht der neue Mitarbeiter, der super gut ist und gekommen ist, auch
- 12:44wieder gehen, weil er denkt, okay, hier werde ich so schlecht geführt, da habe
- 12:47ich keine Lust zu arbeiten und dann habe ich ganz viel Fluktuation und Probleme.
- 12:51Das heißt, das vorzubereiten wäre schon mal cool.
- 12:54So, und das andere ist die Frage der Strategie.
- 12:57Ich meine, ich kann als Steuerberater letzten Endes alles machen.
- 13:01Ich kann von Privatpersonen machen, ich kann Unternehmen machen, ich kann kleine
- 13:05Unternehmen, große Unternehmen machen.
- 13:07Ich kann anfangen mich auf Branchen spezialisieren Das heißt, sich
- 13:11dazu überlegen, okay, in welchem Bereich will ich mich denn
- 13:14hauptsächlich auseinandersetzen Was soll mein Spezialgebiet sein?
- 13:19Das können meinetwegen sein, hatte ich mal einen, der hat gesagt, okay,
- 13:22ich will eigentlich nur Unternehmen beraten und zwar vor allen Dingen
- 13:27Unternehmen, die halt auch mit Immobilien was machen, weil Immobilien ist ja
- 13:32steuerlich nochmal was Besonderes.
- 13:34Dann kann ich mich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren, werde dort
- 13:37besser und besser und weil ich dort dann besser und auch besonders bin,
- 13:41kann ich dann hinterher zumindest für den Beratungsteil ganz andere Preise
- 13:45bekommen und wahrscheinlich kommen auch die Kunden eher zu mir, wenn sie ein
- 13:50Problem mit Immobilien haben und wissen, okay, das ist der Beste in dem Bereich.
- 13:55Oder ein anderer Kunde, den wir hatten, der hatte 15 Mitarbeiter in der
- 13:58Größenordnung, der hat sich spezialisiert als Steuerberater auf E-Commerce, weil
- 14:03auch da gibt es halt ein paar Spezialisten Kunde spezialisiert als Steuerberater
- 14:08E-Commerce auch gibt halt paar Spezialisten Ja, wenn ich dann sage, okay,
- 14:13ich bin Steuerberater für E-Commerce, dann sind die ganzen E-Commerce-Leute
- 14:17denken sich, okay, genau den brauche ich.
- 14:19Und da rauszufinden, was ist für mich das Richtige, ist am Anfang
- 14:23der Schlüssel, weil dann gewinne ich leichter Kunden und als nächster
- 14:28Schritt, ich weiß auch, welche Art von Mitarbeiter ich finden muss, weil die
- 14:32müssen ja auch zu der Strategie passen.
- 14:34Wenn ich erst später mit der Strategie anfange und dann habe ich lauter
- 14:39Mitarbeiter, der eine kann mit E-Commerce, der nächste mit Immobilien der nächste
- 14:42mit Privatpersonen und so weiter, wie will ich dann jemals eine Strategie entwickeln,
- 14:46weil das heißt dann immer, okay, ich muss mich von dem einen oder anderen
- 14:49Mitarbeiter trennen weil der passt halt nicht mehr zur Strategie und dann wird
- 14:53es immer Widerstand geben im Unternehmen, weil ich brauche die ja auch irgendwo,
- 14:57also von daher die Strategie möglichst früh zu entwickeln ist eine coole Idee.
- 15:03Die zu entwickeln und natürlich auch nach außen zu zeigen und nach
- 15:05außen zu tragen und es sichtbar zu machen, dass im Inneren wirkt es
- 15:09und auch im Äußeren dann sehr stark.
- 15:12Okay, jetzt haben wir ich bleibe jetzt noch mal noch mal
- 15:16bodenständig noch mal praktischer.
- 15:18Ich mache es häufig bei den Kanzlerunternehmern, dass ich sage,
- 15:21nehmt doch dann den Freitag den Freitag wirklich als Strategie als Unternehmertag.
- 15:26Wie würdest du den strukturieren, wenn du jetzt sagen würdest, okay, ich bin
- 15:30immer passiv getrieben, ich fange da jetzt gerade mit an, irgendwie schaffe
- 15:34ich es dann jetzt mal den Freitag mit ein paar Stunden freizunehmen.
- 15:38Wie setze ich mich dann erstmal hin und denke dann, ja super, jetzt hat
- 15:41der Stefan und auch der Daniel haben mir gesagt, ich soll Unternehmerzeit
- 15:44machen und ich soll eine Strategie ausarbeiten, aber Und Mitarbeiterführung,
- 15:49wie fange ich dann da an?
- 15:50Was sind so deine Tipps aus der Praxis?
- 15:53Okay, da muss ich nochmal tatsächlich einen Schritt zurück machen,
- 15:55weil in der Fachkraftaufgabe ist der Steuerberater ja super.
- 16:00Warum?
- 16:00Weil er sich jahrelang ausgebildet fortgebildet hat, diverse
- 16:04Beratungsprüfungen und so weiter, Prüfungen gemacht hat.
- 16:07Da ist er super.
- 16:09Was man sich klar machen muss, Unternehmer sein ist auch ein Beruf.
- 16:14Und das ist ein anderer Beruf als Steuerberater sein.
- 16:17Folglich gehören da andere Fähigkeiten dazu.
- 16:20Und am Anfang habe ich halt nur die Steuerberater Fähigkeiten Genauso wie, das
- 16:25weiß wahr scheinlich jeder Steuerberater, Man hat Mandanten wie Handwerker oder
- 16:29so, die sind super im Dachdecken oder Elektrik oder so, aber sie haben halt
- 16:34keine Ahnung von ihrem Unternehmen und von ihren Zahlen und so weiter.
- 16:37Das heißt, diese Unternehmerkompetenz ist bei den meisten nicht ausgeprägt und mal
- 16:42jenseits von den Zahlen bei Steuerberatern am Anfang auch nicht ausgeprägt.
- 16:47Das heißt, am Anfang muss ich mir erstmal Gedanken machen, wie kann
- 16:51ich die Fähigkeiten, die ich als Unternehmer brauche, entwickeln.
- 16:56So, da gibt es dann Leute, die wissen, wie das geht, beispielsweise mich oder
- 17:01auch du unterstützt ja an der Stelle auch.
- 17:04So, da kann ich jetzt entweder, ich sage mal, ich mache die preiswerte Variante
- 17:08und kaufe mir ein paar von meinen Büchern.
- 17:11Die gibt es auch als Hörbücher falls ich der Hörbuchtyp bin.
- 17:14Also... Ich muss mir erst mal eine Kompetenz aneignen.
- 17:18So, und jetzt hast du gerade gefragt, wie gehe ich ran mit Strategie?
- 17:22Da gibt es ein Buch von mir, Die Kunst, seine Kunden zu lieben ist
- 17:25ein reines Strategiebuch, wo es um nichts anderes als um Strategie geht.
- 17:29Das würde ich mir erst mal anlesen Und dann gibt es noch ein paar andere Bücher
- 17:33über Strategie Ich würde aber das mit den Büchern am Anfang nicht überhand
- 17:36nehmen, weil dann ist man nach dem 5.
- 17:38oder 10.
- 17:39Buch völlig verwirrt.
- 17:40Ich würde sagen, Wähl dir ein Buch aus und dann lern mal die Strategiemethode
- 17:46da drin und meist steht in den Büchern dann drin, mach jetzt A, B, C und D
- 17:51und dann würde ich ganz stumpf mich hinsetzen an diesem Freitag oder auch das
- 17:55kann man kleiner machen, dass man sagt, okay, vielleicht nur zwei Stunden in der
- 17:59Woche, wenn es nicht anders geht und dann arbeitet man ganz stumpf dieses A, B C
- 18:05D, was man im Buch gelernt hat, runter.
- 18:07Das ist sozusagen die preiswerte Variante Die etwas teurere Variante
- 18:12ist, man sucht sich einen Coach oder geht zum Seminar etc.,
- 18:16Ja, genau.
- 18:18Und da bietest du auch mal, das darf man an dieser Stelle ja auch
- 18:21gerne sagen, du bietest da ja auch Seminare an, Vorortseminare, ich
- 18:25glaube in Mainz vorwiegend richtig?
- 18:26Ja meistens in Mainz genau.
- 18:28Das ist zentral In Deutschland kommt man gut hin, sind drei Tagesseminare zum Thema
- 18:34Strategie und zum Thema Unternehmer sein.
- 18:37Führung haben wir auch Seminare, aber jetzt sind wir am Anfang, da würde
- 18:41ich erstmal über das Thema Unternehmer sein insgesamt und Strategie sprechen.
- 18:45Genau dazu bieten wir die Seminare an.
- 18:47Genau.
- 18:48Oder bei uns halt, wir machen ja den Kanzlei-Unternehmer, der geht über
- 18:52sechs Monate, der ist halt, ich nenne es jetzt berufsbegleitend, jede Woche
- 18:56mit Stunden mit mehreren Steuerberatern zusammen, wo es halt der Fokus
- 19:02natürlich auf Kanzlei-Inhaber gelegt wird mit den täglichen Zimperlein.
- 19:06Bei dir kann man ja sagen, ist volle Dröhnung Unternehmer.
- 19:10Ja also das ist branchenneutral und vielleicht an der Stelle, ich
- 19:15spreche jetzt immer zu zwei Personen, nein, eigentlich zu drei Personen.
- 19:19Ich spreche mit dir, ich spreche mit dem Kanzlei-Inhaber und ich spreche
- 19:24gleichzeitig mit den Mandanten des Kanzlei-Inhabers Weil ich glaube, als
- 19:28Kanzlei-Inhaber da habe ich so viele Leute, wo ich mir denke, hey, der könnte
- 19:33eigentlich irgendwie vorankommen, wenn der mal irgendwie eine Strategie hätte, wenn
- 19:37der eine Klarheit hätte und so weiter.
- 19:39Also das dann weiterzugeben an der Stelle ist dann das branchenneutrale von
- 19:44uns, glaube ich der richtige Ort für.
- 19:46Ja, total.
- 19:48Also wie gesagt, das Buch selber, bei dir steht der Weg zum erfolgreichen
- 19:52Unternehmer, habe ich bestimmt schon 30, 40 Mal verschenkt sogar auch oder halt
- 19:56weiter empfohlen zu anderen Unternehmen.
- 19:59Das ist wirklich branchenneutral, also auch da mal an alle Podcast-Hörerinnen
- 20:03und Hörer oder halt die, die es jetzt hier bei YouTube sehen, checkt wirklich mal die
- 20:08Liste bei euch bei den Mandanten, wo ihr denkt, Mensch, da ist so viel Potenzial.
- 20:12Und der steht sich immer wieder im Weg, weil er meint dass er auf dem
- 20:15Dach das Geld verdienen kann und es nicht hinkriegt seine Buchhaltung
- 20:18im Griff zu haben, nicht hinbekommt, mal zahlungskräftige Kunden zu haben.
- 20:22Das sind genau die, die dann total, ich nenne das Wort auch, wenn ich es
- 20:26nicht so gerne mag, einen Mindset-Shift bekommen, um dann tatsächlich mal ganz
- 20:31andere Denkmuster auch mal anzunehmen, weil dann verändert sich vieles auch
- 20:35automatisch, muss man dazu sagen.
- 20:37Und es kostet günstigste Alternative gerade für diese Leute.
- 20:40Ist es sogar von Stefan Mehrath, die Hörbuchhörer sich anzuhören,
- 20:44für wenn der Handwerker jetzt nicht so eine Leseratte ist.
- 20:47Die sind nämlich auch sehr unterhaltsam und super viel
- 20:51Input an praktischen Geschichten.
- 20:54Genau.
- 20:55Also deswegen genau richtig, Stefan, das hatten wir im Vorfeld ja auch
- 20:59besprochen, es sind ja mehrere Leute hier in diesem Gespräch verwickelt
- 21:03an denen wir sprechen möchten.
- 21:05Der Unternehmer eher im Kontext jetzt eurer Mandanten, genauso wie ihr
- 21:10euren Mandanten auch steueroptimierten Vermögensaufbau oder ähnliches
- 21:13anbieten solltet könnt, wenn ihr das seht diesen Bedarf, geht es auch
- 21:17um das Thema Unternehmertum lernen.
- 21:19Und das ist diese Sache.
- 21:21Aber auch gerade du als Steuerberater, der sich gerne diesen Podcast anhört um
- 21:27selber Inspiration mitzubekommen, nehmen wir natürlich in den absoluten Fokus.
- 21:32Also da bleiben wir natürlich bei, bei dem Neudenker-Podcast.
- 21:34Und vielleicht eine Sache von meiner Seite, weil der Markt ist ja doch
- 21:39relativ voll von irgendwelchen so Chaka-Unternehmern oder Seminaren,
- 21:45die sagen, jetzt musst du und Power und ich weiß nicht was.
- 21:48Das ist.
- 21:490,0 das, was wir machen.
- 21:52Also uns geht es wirklich darum, den Menschen zuzuhören und zu schauen, was
- 21:57brauchen sie jetzt auf ihrem Weg und ihnen wirklich auch, obwohl ein Seminar,
- 22:02da sind immer Coaches von uns dabei, sodass praktisch jeder eine individuelle
- 22:06Ansprache für seine Situation hat.
- 22:08Und das sind nicht jetzt irgendwelche Standards, die wir halt einfach über
- 22:13alle drüber bügeln, sondern wir helfen jedem in seiner Situation und das
- 22:17unterscheidet uns schon deutlich von, ich würde mal sagen, 90 Prozent der
- 22:21anderen, die im Markt unterwegs sind.
- 22:23Mhm.
- 22:25Okay.
- 22:26An dieser Stelle Stefan, würde ich sagen, wir werden da zwei Folgen rausmachen.
- 22:31An dieser Stelle würde ich sagen, ist jetzt die erste Folge soweit erst
- 22:34mal abgeschlossen, wo es mehr oder weniger um das Thema Grundsatz, was
- 22:39ist ein Unternehmer und was ist eine Strategie, wie kann ich damit anfangen,
- 22:43deckt sich ja auch viel mit unseren Kanzlei-Flywheel, diese Bereiche.
- 22:46Und jetzt in den nächsten Minuten möchte ich gerne mit dir mal über die
- 22:50heutigen Herausforderungen sprechen und wie du sie siehst wie man sie
- 22:54gut als Unternehmer meistern kann.
- 22:57Okay.