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- Andreas: Hallo Lisa! Lisa: Hallo Andreas! Andreas: Wir sind so energetisch heute. oder? Ja, ich finde Lisa: Wahnsinn. Wahnsinn. Ja, tut's mal. Andreas: auch. Und Energie ist ja auch das passende Stichwort. Lisa: Ja. Andreas: Denn Überleitung kommt jetzt hier. Wir sind ja bei SISOSIG. Und SISOSIG steht ja für Should I Stay or Should I Go? Und wir reden einmal pro Woche in diesem entscheidenden Podcast über alle Sachen. die sich Entscheidungen drehen. Und deswegen ist es der ideale und der entscheidende Podcast für alle Leute, die zu lange vor dem Keksregal stehen, Klammer auf und sich nicht entscheiden können, Klammer zu. Und wir versuchen, Hilfestellung zu geben. Und ich freue mich ganz besonders heute über ein Thema mit dir zu sprechen, dich sehr persönlich betrifft, aber vorher, vielleicht den Hörern auch schon so bisschen Geschmack zu geben, einen Flavor sozusagen für das Thema, das wir heute sprechen. Was ist denn dein Song? Lisa: Fast Car von Tracy Chapman. Ein absoluter Classic aus dem Jahr 1988 und gutes Lied, sehr gutes Lied. Andreas: Ja, okay, das finde ich super. Und jetzt muss ich mal eben schnell gucken, von wann denn eigentlich meins ist, weil ich finde das toll, wie du sagst, von wann das Mein Lied, das wusstest du aus. Lisa: Das wusste ich natürlich aus dem Kopf. Ich habe ja mit acht Jahren mich schon total viel mit Musik beschäftigt und immer die besten Platten gehört und so. Andreas: Ja, okay, also mein Lied ist ein bisschen Mein Lied ist laut Wikipedia am 31. Oktober 1975 veröffentlicht worden. Kannst du raten, was es ist? Ja. Lisa: Äh ja, aber wahrscheinlich nicht erfolgreich. Andreas: 75, das war ja das Jahr, in wir vor den Radiosendern hingen. okay, ich spar mir jetzt mal das, was ich spannend finde an diesem Song, ist, der Song ist eigentlich eine B-Seite. Lisa: Ja? Andreas: Und sollte eigentlich, das stimmt gar nicht, es sollte eine A-Seite werden und es ist aber dann eigentlich eine inoffizielle B-Seite. Also vielleicht hole ich noch mal auf. Ja, ich, nein, Lisa: Jetzt sag schon! Sag schon! Andreas: nein, pass auf, nein, warte, lass mich doch, warte, pass auf, ich habe ja ein Funklabel und da gibt es A-Seiten und B-Seiten. Und manchmal ist es Lisa: Mhm. Andreas: so, dass eigentlich die B-Seite, eigentlich ist das der Song. den alle hören wollen. Und so war es auch hier. Es gibt eine B-Seite, die am Anfang völlig verpönt war. Die Plattenlabels wollten es nicht, die Radiostationen haben es nicht gespielt und auch die Fans fanden es eher so mau. Und dann kam Wayne's World. Lisa: Bohemian Rhapsody! Andreas: Bohemian Rhapsody ist die B-Seite und wahrscheinlich wurde der Song auch schon vorher berühmt und nicht nur Waynes World, aber durch Waynes World auf jeden Fall. Und die A-Seite heißt... Lisa: Weiß ich nicht. Andreas: wusste ich auch nicht so richtig und dann kam ja Bohemian Rhapsody der Film und... Lisa: Nein, Wayne's word. So! Andreas: und... Ja, auch. Aber... Genau, Wandsworld kam. Aber ich wusste gar nicht, was die A-Seite ist. Oder dass es eine B-Seite war. Queen-Fans werden das wissen. Bis dann der Film Bohemian Rhapsody, der quasi die Geschichte mehr oder weniger originalgetreu der Band Queen erzählt. Und da... Ich bin in mit meinem Auto. Lisa: Ja, ist jetzt können wir es ja jetzt. ist ja ziemlich offensichtlich. Es geht mein Auto. Ja, und vielleicht also du hast ja so schön gesagt, dass wir mit diesem Podcast auch versuchen, Hilfestellung zu geben. Ich glaube, heute bin ich die, die Hilfestellung braucht. Also Andreas, du bist gefordert oder auch alle, uns zuhören. Schickt mir gerne Tipps, gute Wünsche oder extrem hohe Angebote für den Kauf meines kaputten Autos unter siso-sieg.podcast.gmail.com oder über die Kommentare bei Insta und so weiter. Ja, es geht mein Auto, es ist kaputt. Andreas: Was ist passiert, Lisa? Wie kann das passieren? Lisa: Eigentlich es ist die Leuchte im Armaturenbrett das was mit dem Motor ist. Da habe ich schon gedacht, das könnte was blödes sein. Und da fing es dann schon an mit den Entscheidungen. Manchmal entscheide ich mich auch, solche Warnleuchten einfach zu ignorieren, weil ich denke, ach mein Gott leuchtet halt. Und bei dem habe ich aber gedacht, mal lieber gucken, mal lieber in die Werkstatt. Das war dann schon mal die erste Entscheidung und es ging eigentlich danach. drei Tage, vier Tage, eigentlich bis heute, also fast eine ganze Woche weiter mit ganz vielen Entscheidungen, die man treffen muss, nämlich lässt man das Auto in der Werkstatt, wenn ja, in welcher, kann man jetzt noch in den Urlaub fahren, braucht man dann einen Mietwagen, lässt man das reparieren, verkauft man das Auto, wo verkauft man das Auto, wem verkauft man das Auto, für wie viel verkauft man das Auto. Möchte man sich einfach nur auf den Boden legen und weinen, weil man das Auto so unglaublich gerne hat und wahnsinnig sauer ist, dass es jetzt einfach nicht mehr funktioniert. Andreas: Das ist wahrscheinlich die einfachste von diesen Entscheidungen, oder? Ja, das macht man Lisa: Ja, das macht man ja. Andreas: erstmal. Lisa: Ja, und es war, mal wieder hat es mir so ein bisschen geholfen, dieses ganze Drama durch die Brille von Entscheidungen zu betrachten. Einfach weil es dann gefühlt nicht mehr ganz so nah an mir dran ist, sondern man so eine Art Filter hat. Ach guck mal, jetzt musst du wieder eine Entscheidung treffen. das hat manchmal so einen ganz angenehmen Puffer gemacht. Aber es hat auch wieder gezeigt, wie schwierig Entscheidungen manchmal sein können, zudem man sie ja nicht alleine trifft. Das Auto gehört mir und meinem Mann. Und dann kann man ja auch nicht einfach für sich selbst entscheiden, ich finde dieses Auto so schön und mir ist es total egal was es kostet, ich möchte es jetzt reparieren lassen. Ganz kurz war das mein Gedanke, weil es auch einfach so schön ist und es ist unser erstes gemeinsames Auto und es ist glaube ich ziemlich sicher das Ding in meinem Leben. Ich habe noch nie in meinem Leben so etwas Teures irgendwann mal gekauft und besessen. Es ist auch einfach rein finanziell sehr wertvoll. also das Andreas: Wie alt ist denn das Auto? Lisa: ist von 2017, Erstzulassung 2018. Mittlerweile habe ich... Andreas: noch gar nicht so alt. Lisa: Nee. Mittlerweile kann ich auch all diese technischen Daten flüssig runterrattern, weil ich sie so oft erzählt und getippt und gesagt habe in letzten Tagen. Wir haben das Auto allerdings erst seit zweieinhalb Jahren gebraucht, gekauft. Es ist also auch gar nicht so alt gewesen. Es hat jetzt 80.000 Kilometer. Als wir es gekauft haben, 50.000 Wir haben es auch ordentlich benutzt. Und hatten eigentlich, als wir das gekauft haben, die Hoffnung, dass das so ein Teil ist, was uns jetzt die nächsten acht oder zehn Jahre begleitet und das es jetzt nach zweieinhalb Jahren aufgibt, ist natürlich gemein. Und ich bin auch wirklich so diese Trauerphasen habe ich durchlebt, so Verleugnung, so ne, das kann nicht sein, das ist nur die Leuchte, leuchtet und Wut Andreas: Mhm. Lisa: und jetzt dann langsam so Depression. Irgendwann kommt die Akzeptanz, da bin ich sicher. Andreas: Aber das heißt ja, wenn man über Trauer spricht, heißt ja eigentlich, die Fakten sind geklärt. Oder sind die noch gar nicht geklärt? Also weißt du, was mit dem Motor ist und ob er Lisa: Ja. Andreas: das zeitliche gesegnet hat oder ob es da noch Möglichkeiten gibt, es irgendwie zu reparieren überhaupt? Lisa: Ja, also das Gute ist, es ist nicht der Motor an sich, sondern etwas, das heißt Steuerkette. ist auch so ein Wort, das habe ich vorher noch nie gehört und in den letzten Tagen ungefähr 200 mal benutzt. Das ist irgendwie wichtig für den Antrieb aller Autofans. Ihr dürft jetzt euch gerne amüsieren, wie ich das erkläre, alle, die sich nicht für Autos interessieren. Ich halte es kurz. Das Ding muss repariert werden und das kostet 4000 Euro. Es ist aber dann auch keine Garantie, dass das Auto dann acht Jahre oder zehn Jahre hält und im Anbetracht des Einkaufspreises und des möglichen Verkaufspreises lohnt sich das für uns jetzt nicht, das zu reparieren. Andreas: Okay, also die Entscheidung ist schon getroffen. Lisa: Ja, war hart. Also wir haben auch ungefähr vier Werkstätten angerufen und bei zwei waren wir, wirklich auch mehrere Meinungen zu haben. Aber die Entscheidung, ich habe sogar BMW geschrieben. Da war ich mir ziemlich sicher, BMW Mini gehört ja zu BMW, dass die sagen, ha ha Pech gehabt. Aber es gibt tatsächlich die Möglichkeit, dass sie aus Kulanz, weil dieses Ding anscheinend bekanntermaßen früher kaputt geht als es darf. Andreas: ha! Lisa: dass sie vielleicht sogar ein bisschen irgendwie was dazu gezahlt hätten. war ich echt überrascht. Ich war bei vielen Sachen in diesem ganzen Prozess überrascht, komme ich gleich noch zu. Aber trotzdem irgendwie bin ich jetzt auch sauer und ich vertraue dem Auto nicht mehr und ich habe auch schon die schönen Aufkleber draußen abgeknibbelt die Entscheidung ist schon mal gefallen. Andreas: Okay, also für alle, eine plötzliche, teure Entscheidung treffen müssen, was sind so deine Top 3 Learnings? Gibt's da schon was? Also jetzt bis zu dem Punkt, wo du jetzt bist, weil es geht ja danach viel weiter, wie du sich alle hier erklärst. Lisa: Also es hilft total wirklich sich dann mal die Zahlen anzugucken. Mein Mann ist ja ein Glück sehr, sehr gut mit so Investitionsgeschichten und Kosten. ist ja Buchhalter. Generell Andreas: Hm. Lisa: kann ich natürlich als Datenanalystin auch ganz gut bezahlen. Und ChatGPT hat nochmal auch ein bisschen geholfen. Aber versuchen, das möglichst wenig emotional zu sehen. Das ist aber so ein schönes Blau. Ist Andreas: Mhm. Lisa: erstmal egal, sondern es kostet so und so viel. Es ist so und so viel Aufwand, dass noch zu und dann einfach wirklich ja ziemlich versuchen rational zu entscheiden. Andreas: Aber du hast gesagt, das war gar nicht so leicht, weil es auch ein Gefühl der Trauer war. Du durchläufst die 17 Stufen der, oder wie das offiziell heißt. eine Entscheidung war wahrscheinlich auch, dass du gesagt hast, ich kann das jetzt noch nicht entscheiden. Ich muss jetzt erstmal... Oder bist du andersrum? Also, das fällt mir jetzt gerade ein. Entweder kann man ja sagen, ich muss das jetzt erst mal einen Tag sacken lassen, weil ich erst mal traurig bin und sauer und das Lisa: Mhm. Mhm. Andreas: krätscht mir in meinem Leben. Ich hatte andere Pläne für die nächsten drei Tage. Oder du sagst, ich geh voll rein in Action Mode und versuch das gar nicht so an mich ranzulassen, sondern versuche gleich Fakten zu sammeln, zu gucken, wie ich meine Entscheidung treffen kann, wie es jetzt weitergeht. Lisa: Gute Frage. Ich glaube, war ein ausführliches Hin und Her. Andreas: Hm. Lisa: Es war von weg damit, nach vorne gucken, egal. dann wieder zurück zu vielleicht fragen wir noch eine Werkstatt und mein Onkel der hat doch auch einen BMW und der kennt sich doch mit Motoren aus und ja und vielleicht können wir sie auch noch einfach ein bisschen abwarten und vielleicht werden die Preise noch besser oder wir gewinnen im Lotto und kaufen uns einen ganz neuen oder lassen das reparieren oder na also es war wirklich ein hin und her aber nachdem dann zwei Werkstätten gesagt haben sehr sehr teuer und da ist auch nichts dran zu rütteln, war es dann ziemlich ziemlich klar und jetzt bin ich damit auch fein und habe das auch schon abgemeldet. Und da kommen wir zu dem Thema, wo ich sehr überrascht war. Wie du weißt, mache ich mich ja gerne über den Stand der Digitalisierung in Deutschland lustig und wie wenig man online und im Amt, also irgendwie so offizielle Sachen irgendwie ohne persönliche Termine regeln kann und das hat alles so 1a geklappt. Du musst irgendwie Andreas: Wow. Lisa: ein Code frei rubbeln und dann irgendwie im Fahrzeugschein und dann noch am Nummernschild und das funktioniert tipptopp easy. Und dann wollte ich meiner Versicherung Bescheid sagen und habe mich da eingeloggt, also wirklich eine Minute nach der Abmeldung und dann erschien Andreas: Ja. Lisa: gleich so ein Pop-Up. Sie haben ihr Auto abgemeldet, Ihre Versicherung ruht, wo ich so dachte, krass, ich hätte Andreas: Wow! Lisa: ich muss noch irgendwo hinfaxen oder so. Andreas: Ja. Lisa: Dann ist mir aber eingefallen oder wieder eingefallen, wie einfach auch die Anmeldung des Autos online war und mir ist eingefallen, wenn man sich in Deutschland etwas kümmert, das gut funktionieren muss, dann ist es alles rund ums Auto und Autofahren und kein Tempolimit und Hauptsache Verbrennerrattert und so und deswegen Deswegen ist es eigentlich auch gar nicht so überraschend, aber es hat mir so bisschen gezeigt, es geht. Also man kann tatsächlich auch relativ komplexe Prozesse, würde ich jetzt sagen, mit diesen... Man hat ja diese physischen Nummernschilder, die müssen irgendwie Andreas: Ja. Lisa: bearbeitet werden und man hat diesen Schein und man... Und es funktioniert aber trotzdem, das online zu regeln, war ich überrascht. Ja? Andreas: Es gibt noch Hoffnung. Hast du mal diesen Online-Ausweis probiert, du deinen Person an deinem Telefon hältst oder so? Ja, Lisa: ja, den brauchte man tatsächlich, ich. Mhm, ja. Andreas: das habe ich auch, ich weiß gar nicht mehr warum, ausprobiert. Da hatte ich übrigens auch ein Grüße an Hamburg, an die Behörden in Hamburg, ein grandioses Erlebnis. Natürlich musst du da persönlich hin, das verstehe ich auch, dass sie Lisa: Mhm. Andreas: nicht irgendwelche Kurz, mit denen du dann alles machen kannst, irgendwo hinschicken. Und ich habe einen Termin gebucht beim bei den Kühnehöfen. Da die hießen mal Kühne, da waren mal Kühne drin, die Senfleute und und es war Lisa: Aber es war schon ein Bezirksamt oder warst du bei den Gürkchen? Andreas: ja ja ich musste dann zwei Dosen Gurken essen und dann Lisa: Aha. Andreas: haben sie mir einen siebenstelligen es ist inzwischen ein Bezirksamt drin und es ging wunderbar. Ich hatte einen Termin und war sogar fünf Minuten vor meinem Termin dran, weil wir nicht los war. In einer halben von zwei Minuten war ich da wieder raus und fand die Gesamterfahrung erstaunlich gut. Das mit dem ich halte mein mein Perso an das Telefon mit dem so ähnlich wie man ja auch bezahlt. Das finde ich auch einfach. Hab mich aber auch schon gefragt, ob das vielleicht auch ist, weil ich mit dem Telefon schon bezahle. Also ob das vielleicht für alle die das nicht die ganze Zeit machen doch noch ein bisschen schwierig ist. Aber vielleicht muss man da mal zwei Schritte überspringen und es nicht für alle einfach machen. Gewagte These. Anyway zurück. Lisa: Ja, also ich ich jetzt auch also dicke Props an Hamburg, dass das manche Sachen dann doch sehr gut funktionieren und sogar hier aus meiner Heimat kann man das dann ja alles online regeln, wenn man Empfang hat. Hier nochmal Grüße an die Telekom. das war erstaunlich einfach und hat dann auch, weil wenn dann einfach mal was so funktioniert, hat mich dann auch wieder ein bisschen besser gestimmt. Andreas: Ja, ich wollte noch mal kurz einen Schritt zurück, wenn ich darf. Und zwar hatten Lisa: Mh. Andreas: wir auch schon mal darüber gesprochen, so und du hast es auch schon angedeutet, Entscheidungen alleine treffen und gemeinsam treffen. Jetzt ist es euer Auto und Lisa: Hm. Andreas: ihr habt sicherlich viel gemeinsam darüber gesprochen. Lisa: Mh! Andreas: Vermute ich. Oder war es irgendwann? Nee, entscheide du. Lisa: Nee, gar nicht. Also der Satz ist tatsächlich nicht gefallen, was den Verkauf angeht. Und ich glaube, wir haben darüber viel gesprochen, aber immer sehr konstruktiv. Und wir haben auch gegenseitig gesagt und gemerkt, dass wir beide halt traurig sind und daran hängen. Also ich glaube, das hat geholfen, wenn jetzt einer von uns irgendwie gesagt hätte, hey, scheiß drauf, ist doch nur ein Auto, kaufen halt ein neues. Dann wäre das, glaube ich, schwieriger gewesen. Aber ich glaube, wir waren da emotional ähnlich. Und wir haben uns auch gegenseitig ab und zu mal gesagt... wie gut wir das finden, dass das so gut klappt und dass wir uns jetzt nicht auch noch streiten deswegen, weil natürlich hätte es auch tausend Möglichkeiten gegeben, irgendwie da eine falsche Abzweigung zu nehmen und zu sagen, äh, warum ist denn die Steuerkette, du behandelst die Kupplung auch immer wie so ein derwisch und das hast du kaputt gemacht oder Andreas: ja ja ja. Lisa: mein Gott, warum hast du jetzt mit der Werkstatt, warum hast du die denn nicht noch das gefragt und wöö, wieso steht denn das Auto jetzt da und wenn wir jetzt einen Transporter bezahlen müssen und mhm, also es hätte viele Möglichkeiten gegeben, sich da auch noch gegenseitig fertig zu machen. Aber ich habe mal von einer ehemaligen Kollegin einen megaguten Ratschlag bekommen, wenn das Schicksal dir im Leben schon auf den Kopf scheißt, Andreas: Ja. Lisa: dann muss das nicht noch der Partner machen. Also dann weiß ich nicht, wenn... Du etwas kaputt machst oder irgendwie verbockst die richtigen Flüge zu buchen oder was auch immer. Dann ärgert man sich selber schon genug. Da muss nicht noch der Partner sagen, boah, das hast du jetzt aber echt scheiße gemacht, sondern so ein bisschen Verständnis. das muss ich sagen, das ist was, was mir ganz oft so hilft. Irgendwie, dass man dann auch nicht guckt, wer ist jetzt schuld oder wer hat jetzt irgendwie was Blödes entschieden, dass man irgendwie guckt, wie kommen wir da jetzt zusammen wieder raus. Also das erstaunlich gut geklappt. Andreas: Sehr gut. Lisa: Manchmal hat tatsächlich aber das Gehirn ausgesetzt. Also wir mussten dann auch so viel Logistisches machen. So das Auto steht jetzt da und das soll aber jetzt dahin. Und wer hat jetzt einen Abschwerpwagen und was kostet das? dann müssen wir noch die Katzen. so also zum Hintergrund ich gerade Andreas: Ha Lisa: ich bin gerade bei meiner meiner Mutter und meiner Schwester und hüte Katzen und die mussten aber zwischendurch noch transportiert werden. Und Irgendwann waren wir so im Logistikwahn, dass wir irgendwie dann überlegt haben, wir müssen noch die Katzentransportbox unteren da. Und dann hatte mein Mann Klaus die geniale Idee, warum lassen wir denn die Boxen nicht einfach hier? Das ist doch vom Weg viel einfacher. Und ich so, Moment, aber die Katzen sind da nicht drin. Also man ist dann auch wirklich, es war brain-technisch auch eine Herausforderung. Und manchmal hat man ja so totale Aussen. Ich glaube, es hätte nicht viel gefehlt, dass wir mit den leeren Katzentransportboxen Andreas: Mhm. Lisa: da stehen und denken, wir haben was vergessen. Andreas: Glaubst du, es klingt für mich so, du bist jetzt auf einmal so viele, also eine Entscheidung wie so oft hat viele andere mit sich gezogen. Ja, also das Auto irgendwo hinbringen lassen, also noch nicht mal selber fahren, macht dich abhängig. Lisa: Das durfte man ja nicht mehr, weißt du, da steht dann Notlauf und dann sagt die Werkstatt, Andreas: Ach so, ja ja ja. Lisa: du darfst es nicht mehr bewegen. Andreas: Ja, ja, weil dann wird's noch teurer. Aber das heißt ja, du bist auf einmal viel abhängiger von anderen Leuten und musst dann noch mal entscheiden, wer dir jetzt helfen darf und wie. Also sprich Abschleppwagen. Wie komme ich zum Auto? Wenn das Auto dann wo hingefahren wird, ich von da wieder zurück. Habt ihr noch andere Termine? Und warum der Kofferraum ist voll mit Einkaufsachen, Katzen? Glaubst du, es gibt eine ... Glaubst du, es gibt eine Zahl an Entscheidungen, die man gleichzeitig verwalten kann? Also es klingt für mich Lisa: Und Andreas: gerade so, dass du, ne, du machst eine Tür auf und guckst quasi in den Raum und du siehst schon, da sind nochmal fünf Türen und dann hast Lisa: Mh! Andreas: du einen ganz langen Arm, also du bist noch nicht mal durchgegangen durch die erste Entscheidungstür und du siehst schon, danach folgen fünf weitere und dann machst du eine von denen schon mal auf, um schon mal zu gucken und das sind dann nochmal fünf. Und irgendwann Lisa: Ja. Andreas: kriegt das Ding so eine Komplexität, dass du wahrscheinlich eine ganz andere Entscheidung triffst, nämlich zu sagen, ich setze mich jetzt hin und trinke einen Kaffee, weil Lisa: Juhu! Andreas: das... mir alles gerade über den Kopf wächst. Glaubst du es gibt eine Zahl? Frag ich mich jetzt gerade so. Du als Datenanalystin, vielleicht hast du eine intuitive Zahl, du sagst mehr als sieben Entscheidungen gleichzeitig geht gar nicht. Oder drei oder fünfzehn? Lisa: Witzig, weil wir hatten doch mal irgendwie diese wilde Zahl, ein Mensch trifft zwischen 10.000 und 40.000 Entscheidungen am Tag, wo wir dann festgestellt haben, dass es dafür überhaupt keinen richtigen wissenschaftlichen Beleg gibt, sondern dass das nur so eine Schätzung ist. Ich könnte mir vorstellen, man findet auch so eine Zahl, ein Mensch kann nicht mehr als 150 gute Entscheidungen pro Stunde treffen oder so, aber ich Andreas: Ja. Lisa: vermute, dass das ... dass man das nicht berechnen kann, weil es glaube ich auch immer von den Gegebenheiten abhängt. Wenn ich dich an unsere Andreas: Ja und Lisa: letzte Folge erinnere, da hing ja nun wirklich nichts davon ab, ob du jetzt irgendwie... Was hatten wir da? Twitter oder was? Andreas: Luke oder Han? Luke oder Han? Lisa: Genau. da hat man ja aber auch gemerkt, so nach 20 Entscheidungspaaren ist man schon mal ein bisschen müde. Aber das kann Andreas: Ja. Lisa: man wahrscheinlich auch einen ganzen Tag machen, ohne total durchzudrehen. Ich glaube, wenn man jetzt so wie bei dem Auto, wenn da halt so viel dranhängt und viel Geld dranhängt und viele Emotionen, dass es dann einfach irgendwann overwhelming ist. Und tatsächlich habe ich das mit, ich trinke jetzt einen Kaffee, ich kann jetzt mal kurz eine Stunde nicht drüber nachdenken. Andreas: Ja. Lisa: oder den Satz habe ich glaube ich zwischendurch auch ab und zu gesagt zu meinem Mann Das kann ich jetzt gerade nicht entscheiden. Lass uns morgen darüber weiter reden. Wenn es dann so was ging was kaufen wir als nächstes für ein Auto oder müssen Andreas: Ja. Lisa: wir das jetzt noch putzen oder was auch immer. Andreas: Ja, ja. Lisa: Dass man wirklich sich auch so eine Pause nimmt, weil ich glaube schon, ist ja auch irgendwie, kennt man ja aus vielen Situationen, wenn man einfach unter Druck ist und unter Stress und irgendwie emotional alles schwierig ist. dass man dann einfach nicht mehr so gut nachdenken kann. Andreas: Ich finde das übrigens ein super Tipp. Ich glaube fest daran, dass man nicht multitasken kann, unterscheiden sich die Geister auch in unserer Familie. Ich bin davon überzeugt, dass sich irgendjemand argumentiert in die eine Richtung und jemand in die andere. Ich bin bei der Argumentation zu sagen, dein Gehirn kann nicht multitasken, sondern du kannst sehr schnell umschalten von einem auf das nächste. Und besonders wenn du jung bist, also die Kinder behaupten ja immer, sie können gleichzeitig Musik hören und Hausaufgaben machen und solche Geschichten. Ich glaube, das stimmt nicht, sondern ich glaube, man kann nur eine Sache wirklich gut machen, wenn man sich darauf fokussiert. Und da muss ich dran denken. Wenn du denkst, eigentlich versuche ich mich darauf zu fokussieren, den Wagen in die Werkstatt zu bringen. Und jetzt kommen aber die Katzen mit ins Spiel. Da muss ich ja switchen. muss sagen, was ist denn das für eine Entscheidung? Wo sind die gerade und so weiter? Ich finde den Tipp, den du gerade gegeben hast, auch wenn du es vielleicht gar nicht gemerkt hast, finde ich super. Und ich glaube, das mache ich auf jeden Fall zu wenig und würde ich allen, die zuhören. raten. Man darf das sagen. Man darf sagen, ich kann das gerade nicht entscheiden. Ja, Lisa: Mhm. Andreas: also man darf sich diese Auszeit nehmen. Man muss nicht die ganze Zeit, aus welchen Gründen auch immer, aus Zeitdruck oder weil man nicht blöd da stehen will oder warum auch immer oder einfach aus der Gewohnheit sagen, ich muss jetzt immer alles schnell entscheiden. Und dann ist ist diese Entscheidung vom Tisch, sondern man kann durchaus ich ich beschließe jetzt, das ist auch eine Entscheidung. Ich beschließe jetzt diese Entscheidung nicht zu treffen. sondern ich nehme mir Lisa: Ja. Andreas: dafür Zeit und wenn ich es dann ganz konkret machen will, kann ich halt sagen, ich setze mir für morgen 12 einen Terminkalender eintrag und dann weiß ich, ich vergesse das nicht. Aber finde ich super, das nehme ich schon mal mit. Lisa: Und mir fett! dass das wahrscheinlich auch noch relevant wird, jetzt Leute kommen. Also wir versuchen das Auto wie gesagt gerade zu verkaufen. Ich pack das auch nochmal in die Show notes, vielleicht haben wir Hörer, die gerade ein Andreas: Ja, gerne, ja. Lisa: kaputtes Auto da kommen dann ja Leute gucken sich das Auto ansetzen, sich da rein, irgendwie streicheln das und natürlich ist dann so eine, das ist ja eine klassische Verhandlungssituation, irgendwie was hast du, wie viel willst du dafür und dann irgendwie dieses Spielchen. Ja also das Auto Ich heute weg, sonst schenke ich es meinen Schwiegereltern. Entweder du nimmst es jetzt für 7000 oder tschüss. Oder genauso schreibt mir dann Leute bei eBay Kleinland, dass ich jetzt gerade noch einen Transporter und das muss ich heute entscheiden. Entweder machen wir das für 6000 oder nicht. Dass man dann eben nicht sagen kann, ich hätte jetzt noch gerne einen Kaffee. Da bin ich auch nochmal gespannt. wie das abläuft. Weil das natürlich immer beim Thema Verhandlung, gerade Verhandlung beim Verkauf ein Faktor ist, irgendwie das Thema Zeit. Wir kennen das alle irgendwie bei booking.com. Es sind nur noch Andreas: Ja. Lisa: zwei Zimmer verfügbar. Oder bei Temu und solchen Schrottseiten laufen dann ja Counter runter und so weiter. Da brauche ich noch irgendwas anderes außer einen Kaffee. Vielleicht muss ich dann einfach sagen, ich atme jetzt dreimal oder irgendwie sowas. Andreas: Ja, das finde ich auch spannend. Ich musste an eine Arbeitssituation denken, es lange her, wo ich entscheiden ... I stay or should I go? Klassiker, Lisa: Mhm. Andreas: gehe ich oder gehe ich nicht und zu welchen Konditionen? Und da kommen, je nachdem, wen du gegenüber hast, und ich würde behaupten, deinen Autokäufern gibt es auch einige, die diese Spiele sehr gut spielen. Oder wie ist das? Antiques Roadshow heißt das auf Englisch, auf Deutsch heißt das ... wenn sie denn ihre Antiquitäten verkaufen. Das ist ja genau dasselbe, wo die dann hingehen und sagen, war das für Rariss? Ich gebe dir jetzt 5000 Euro und dann musst du jetzt entscheiden, ob diese 5000 Euro irgendwie angemessen sind oder nicht. Und wenn du dir vorher keinen Preis gemacht hast, wenn du vorher nicht weißt, was ungefähr so dein Preispunkt ist, dann hast du eine ziemlich schwierige Situation vor dir. Und wenn du vorher weißt, ich wollte eigentlich sechs, aber fünf ist super, wenn du aber eigentlich 20 wolltest, ist das auch super zu wissen, dass du wahrscheinlich dann nein sagst. Lisa: Mmh. Andreas: Also ich finde auch gerade in solchen Situationen, finde ich schön, dass du das erwähnst. Gerade in solchen Situationen sollte man sich merken, du hast immer die Option zu sagen, das kann ich gerade nicht entscheiden. Und manchmal verpasst man dann auch Gelegenheiten. Lisa: Dann ist die nicht schlussend. Ja, genau. Das ist aber übrigens was, das ich auch mal in einem Verhandlungstraining grüße an Anna Breit, die mit uns wirklich harte Verhandlungstraining gemacht hat Das habe ich gelernt, dass man wirklich sich vorher auch so das ist mein Minimalziel, das ist mein Andreas: Mhm. Lisa: Maximalziel. Zu diesen Kompromissen bin ich bereit und zu denen Und so ähnlich haben wir das jetzt tatsächlich auch schon gemacht. Tatsächlich habe ich eigentlich nur noch Freitag bis Freitag das Ding zu verkaufen, weil ich dann nicht mehr hier bin. Andreas: Warum? Ach so. Lisa: Und das Auto kann ja nicht mit. Also das Auto steht jetzt hier in der Natürlich kann ich theoretisch auch nochmal wieder hier hinfahren, aber im Idealfall bis Freitag. das sind halt auch, wir haben uns halt Gedanken jetzt gemacht über Preise, aber auch über das Timing. Also wenn Freitag dann die Chance ist, das noch loszuwerden und dann sind es halt irgendwie 500 oder 1000 Euro weniger als wir eigentlich wollten, dann ist das auch okay. Also das ist natürlich auch Andreas: Ja. Lisa: dass man sich so Abstufungen überlegt. die auch eben von der Zeit abhängen. Andreas: Saisonalität, hast du dir, Also ein Fahrrad verkauft man im Sommer und kauft man im Winter. Also wenn plötzlich die Sonne wieder scheint im März oder so und alle Fahrrad fahren Lisa: Ja. Andreas: wollen, dann wird natürlich, gibt es viel mehr Käufer für Fahrräder. Das heißt, du kriegst wahrscheinlich einen besseren Preis Lisa: Ja. Ciao. Andreas: nicht, Bademoden. Ja, also Bademoden kaufst du auch nicht im Winter, es sei denn, es ist wieder vor den Ferien, wo alle in den Süden fliegen oder wie auch immer. Also es gibt ja so Saisonalität. die sich auswirken. Wohnmobile willst Lisa: Hm. Andreas: du auch irgendwie am 3. Dezember kaufen, weil du da wahrscheinlich einen guten Preis kriegst, weil alle, die das Ding loswerden wollen, sind bereit, genau wie du mit dem Preis runterzugehen, weil sie wollen es jetzt loswerden. Im Frühjahr ist das viel besser, wenn alle ein Wohnmobil kaufen wollen. Gibt es das für Autos generell auch? Ist jetzt Sommerferien? Alles in den Urlaub und alle haben gerade Geld für Urlaub ausgegeben und haben weniger Geld oder gibt es da? Lisa: Also ich kann dazu raten, mach dein Auto am besten irgendwo kaputt, wo zahlungskräftige Leute wohnen und zum Zeitpunkt, wo die auch Zeit und Lust haben, Auto zu kaufen. Andreas: Wann ist der dieser Zeitpunkt? Weiß man nicht, oder? Lisa: Genau, also ich habe mir darüber Gedanken gemacht, aber die Gedanken helfen nicht, weil ich jetzt einfach auch nicht sagen kann, ich warte jetzt noch drei Monate. Das Auto steht halt bei den Schwiegereltern auf dem Hof. Das wird ja auch nicht besser, wenn es da draußen rumsteht. Da fangen jetzt die ganzen neuen Entscheidungen an, weil wir dann ja auch ein neues Auto eigentlich haben möchten, beziehungsweise vielleicht bleiben wir auch dann bei Car2go und so weiter, wenn wir ein neues Auto haben wollen, wir das alte erst veräußern, damit auch ein bisschen Geld da ist für ein neues Auto. Insofern Andreas: Ja. Lisa: ist jetzt das, das ist einfach gerade kein Faktor, damit noch abzuwarten, wann auch immer die beste Saisonalität, Saison sein könnte. Andreas: Ja, okay. Nee, ich hätte ja sagen können, dass du schon weißt, dass Sommerferien super sind oder ganz schlecht. Wenn es so ein Mittelbereich ist, dann ist er wahrscheinlich auch... Lisa: Keine Ahnung, hier sind Sommerferien. Andreas: Okay, also du hast ganz viele Entscheidungen getroffen. Eine davon, dass oder ihr gemeinsam, dass das Auto verkauft wird. Also ihr werdet nicht reparieren, sondern ihr werdet das Ding los. Die Entscheidung ist schon getroffen. Und jetzt hast du es ja schon angedeutet. Mich würde schon interessieren, wie du da rangehst. Ist das auch eine Entscheidung, die du vertagst mit dem neuen Auto? Also ist das eine Entscheidung, wo du sagst, ich befasse mich jetzt damit, aber das ist es klingt für mich so, als wäre es noch nicht entschieden. Lisa: Genau, also erst war der Gedanke, wir brauchen ganz schnell ein neues Auto, weil wir ja in zwei Wochen in den Urlaub fahren wollen Andreas: Mmh. Lisa: und an den Urlaubsort gibt es auch nicht so richtig die Möglichkeit mit dem Zug zu fahren. Insofern war dann der Gedanke, wir brauchen ganz schnell was Neues. Jetzt mittlerweile haben wir den Urlaub aber abgesagt, weil das alles, also weil dann klar war, als wir noch überlegt hatten, es zu reparieren, das hätte mindestens drei Wochen gedauert, das hätte also nicht geklappt. Und im Prinzip sind wir uns relativ sicher, dass wir ein neues kaufen wollen. Das ist aber noch viel schwerer als ein altes zu verkaufen. Allein diese ganzen Filtermöglichkeiten bei kleinanzeigen.de und so. Und ich weiß dann immer nicht, was das alles bedeutet. ich habe dann auch noch mal zurück überlegt, wie war das denn? Also ich habe ja eigentlich erst seit... Fünf Jahre überhaupt ein Auto. Wie war das denn noch mal ohne Auto? Und wie war das denn noch mal mit den Mietwagen und Carsharing und Fahrradfahren? Irgendwie kann ich da hin nicht auch zurück. Was würden wir dann sparen? Was hätten wir aber auch ein weniger an Komfort, vielleicht ein besser, ein mehr an gutem Gewissen umwelttechnisch? Andreas: Mhm. Lisa: Also es sind Gedanken, die ich mir auch mache, wo ich aber glaube ich nicht so ganz durch die Tür Das war ja Andreas: Ja, was denn? Lisa: ein Tipp von dir. Als wir vorher gesprochen hatten, war ja auch deine Frage, warum nicht Carsharing und Moja und so weiter. Und das hat mich natürlich dann auch nochmal mehr wieder daran erinnert, dass es auch ohne geht. Aber ich merke, dass ich da eher Auto tendiere. Andreas: Ich glaube, das ist auch ganz schwer. Ich habe eine Studie gefunden. Natürlich habe ich Lisa: Natürlich. Andreas: ganz ganz viele Studien gefunden und eine eine Studie, die ich gefunden habe, werde ich auch hier Simon Kucha Automotivstudie, wahrscheinlich heißt der Simon Kacher. Lisa: Simon Kaccha Automotive. Andreas: Simon Kacher Automotive Studie, hier steht aber Studie. Lisa: Ich glaube, das ist eine Kanzlei oder so, eine Wirtschaftsberatung. Andreas: Die machen ganz viel PR mit Research. Hab ich auch schon mal gemacht, das geht ganz gut. Da stehen ganz viele spannende Sachen drin. Wer kauft einen Neuwagen, wer kauft einen Gebrauchtwagen, wie ist das Lisa: Mögen. Andreas: mit Männern und Frauen und so weiter. Also da stehen Sachen drin, die einen nicht weiter überraschen. Eine spannende Sache, die ich fand, überrascht, ist, dass die meisten Leute dann doch wieder bei der Marke bleiben, wo sie vorher war. Und Lisa: Nein. Andreas: ich muss daran denken, weil du gerade gesagt hast, eigentlich wollt ihr doch wieder ein Auto haben und ich bin mir ziemlich sicher, man natürlich gerade solche Gewohnheiten mit ich kann ins Auto steigen und losfahren das geht in Hamburg zumindest mit miles und mit free now und wie diese ganzen 6 und so weiter die haben alle so Angebote wo irgendwo Autos stehen und man kann die per App buchen und einsteigen und losfahren und sie dann auch wieder da stehen lassen wo man gerade dann ist das ist schon sehr sehr komfortabel und auch wenn man yes crazy Lisa: What? Ich hab das monatelang gemacht. Die stehen nie da, wo ich sie gerade brauche, wenn ich sie gerade brauche. das... Ah, okay. Andreas: Dann musst du doch wieder nach Altunar ziehen. Da geht das erstaunlich gut. Vielleicht ist das abhängig davon, wo man wohnt. Lisa: Ja. Andreas: Ich finde, klar, natürlich steht das Ding nicht vor der Tür. Gleichzeitig ist das mit dem Parkplatz finden aber auch, finde ich, bisschen komfortabler Lisa: Ja, no. Andreas: Ich bin großer Fan davon zu sagen, wir haben ein Auto und das haben wir geerbt. Deswegen war die Entscheidung relativ geradeaus, weil das finanziell eine ganz andere Entscheidung war. Wir mussten es Lisa: Mhm. Andreas: nicht kaufen. Ich bin davon überzeugt, dass es finanziell mehr Sinn macht, sowas ständig zu nutzen, auch wenn dann über ein Wochenende so ein Auto mal 172 Euro kostet. Wenn man das alles zusammenrechnet, was man an Benzin und an Steuern und Versicherungen und ich muss mal in die Werkstatt und dann 500 Euro gibt Lisa: Mh. Andreas: es eine neue Bremse und sowas bezahlt, bin ich davon überzeugt, dass das günstiger wäre. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Ich glaube aber, was unterschätzt wird dann viel, ist genau das, was du nämlich gesagt hast. Wenn du einmal ein Auto hattest und du weißt, du kannst dich da reinsetzen und du weißt auch im Handschuhfach sind dann noch Taschentücher und im Kofferraum hast du die Einkaufstaschen gelassen, weil du beim nächsten und so weiter. Also man gewöhnt sich ja ganz viel an so Komfortgeschichten. Ich weiß, wie das fährt. Ich muss den Sitz nicht umstellen oder ich muss mir nicht muss nicht rausfinden, wie die Kupplung geht und es ist nicht jetzt mal ein Automatik und dann wieder Kupplung und all diese ganzen Geschichten. Das sind schon natürlich Komfortfaktoren, die einen dazu verleitend zu sagen, ich möchte eigentlich wieder dasselbe, was ich vorher hatte, nur ein bisschen anders. Also irgendwas Lisa: Mhm. Andreas: hat mich gestört. Ich möchte ein bisschen mehr Fußraum für die Kinder hinten oder so. Aber eigentlich will ich dasselbe wieder haben wie vorher, weil das hat mir so gut gefallen. Lisa: Ja. Andreas: Das kann ich alles verstehen. Ich frage mich dann immer, wie viel ist es dir eigentlich wert? Und ich bin nach wie vor überrascht, wie viel Kapital in so ein Stück Metall gesteckt wird. Also wenn du dir überlegst, Die Studie hat das das durchschnittlich geplante Budget für den nächsten Fahrzeugkauf liegt bei rund 44.000 Euro. Lisa: Ja, dazu muss man sagen, das ist ja zu 90 Prozent finanziert. Kein Mensch hat das ja auf dem Konto liegen oder nicht so viele Menschen. Andreas: Ja trotzdem überleg mal, du also du fährst dreimal die Woche, wir sind mal großzügig, dreimal die Woche fährst du mal eben los und machst deinen Einkauf und das kostet dich bei einem Carsharing-Anbieter im Schnitt 17,25 Und dann fährst du noch dreimal pro Jahr fährst du übers Wochenende weg, das kostet dich dann 172 Euro und dann machst du mal so was wie du bist jetzt eine Woche bei deiner Familie. Und da hättest du auch gerne ein Auto oder gibt es natürlich bessere Deals, aber da hast du quasi so ein Mietwagen-Ding. Das kostet dann 400 Euro für zwei Wochen in Memm oder Lisa: Mhm. Andreas: in Castrop-Rauxel. Und das rechnest du alles zusammen und ziehst dann aber ab. Ich muss keine Steuernversicherung, ich muss keinen Benzin bezahlen, ich muss nicht in die Werkstatt und so weiter. Es würde mich... Also für 44.000 Euro, da kommt man schon ganz schön weit, glaube ich. Und dann hast du Lisa: Das Andreas: ja noch nicht mal, also Anschaffungspreis und dann irgendwie 2500 Euro locker pro Jahr, die du in Sprit und Bremsen und Scheibenwischer und sowas investierst. Lisa: hast absolut recht. Das Gruselige ist ja, ich kenne all diese Studien auch und ich kenne auch die Studien, wie sich Leute für ein Auto entscheiden und warum und welche Faktoren und was machen Männer und Frauen und welche Marken und so. das ist halt wieder alles sehr, sehr rational und du kannst halt nicht berechnen. Wie viel kostet es in Euro, wenn ich samstags morgens verschwitzt zum Taxirene, mit dem Taxi nach Niendorf zu fahren, weil da steht gerade ein Car2go, der noch frei ist, und dann zurückfahre, meinen Hund zu Hause einsammle und meinen Mann und dann viel zu spät zum Training komme. Also das ist einfach, es ist Komfort versus Kohle. Das ist Andreas: Ja, ich will dich auch nicht missverstehen. will auch weder dich noch irgendwelche anderen Leute überzeugen, weil ich glaube auch, welches Sofa man sich ins Wohnzimmer stellt, ist vielleicht auch finanziell nicht immer eine gute Entscheidung, aber ist natürlich mein Geld. Ich will das jetzt ausgeben und habe ich ein schickes Sofa. Und also ich glaube, diese emotionale Komponente ist schon sehr, sehr wichtig. Natürlich. Lisa: Nein, und ich finde es total gut, dass wir darüber reden. Also nicht falsch verstehen. Ich will das auch gar nicht abwehren im Sinne von ich will da nicht mehr drüber nachdenken. Ich glaube, das Problem ist, weil ich ja... muss ja sagen, theoretisch, politisch, sehr dafür bin, dass wir weniger Autos haben und weniger Autos blöd in der Gegend Bei uns wurden ja auch in Einbrüttel ganz viele Parkplätze abgebaut, stehe ich Andreas: Mhm. Lisa: total dahinter. Ich zahle dann auch gerne für einen Tiefgaragenplatz und ich glaube einfach, man muss es komfortabel und einfach ja einfach einfach machen. Leute, tatsächlich dann auch einen Wechsel im Stadtverkehr durchführen zu können. Und im Moment muss ich für mich sagen, ich habe beides ausprobiert, ist das Angebot an ÖPNV und auch an deutscher Bahn und allem, was es halt gibt, außer das eigene Auto. immer noch nicht so gut, dass ich das schlägt das private Auto. Leider. Also ich würde es Andreas: Ja. Lisa: mir auch anders wünschen. Andreas: Ich glaube, ein Bereich, den ich immer wieder gerne nach vorne hole, besonders für mich selbst, insbesondere für mich selbst, ist natürlich die eigene Blase. Ja, wir dürfen auch nicht vergessen. Ich muss mal. Ähm. Nee, nee. Lisa: Ich dachte gerade ein Stein abgase. Sinne von, im Zug ist ja ein Toilette und wenn ich aber auf der Autobahn im Stau stehe... Andreas: nie wieder müssen müssen. Nee, das meine ich, ist auch wichtig, aber das meine ich tatsächlich diesmal ausnahmsweise nicht, obwohl wir schon lange reden in dem Bad Gars. Wie kriege ich das jetzt wieder eingesammelt? Ich meine natürlich, ich meine natürlich, Babbel, Lisa: Sag Babbel! Sag Babbel! Andreas: wir wohnen beide in Hamburg. Jetzt kennen wir ganz viele Leute sicherlich, die nicht in Hamburg wohnen. Lisa: Hmm. Andreas: Mein Lieblingsbeispiel ist nördlicher Feldweg 1a in Farrell. beziehungsweise noch nicht mal in... Lisa: Das darfst doch jetzt nicht verraten. Du kannst doch keine Daten hier preisgeben. Andreas: Nein, das ist total ausgedacht. Aber stell dir vor, es gäbe eine Straße, hieße nördlicher Feldweg 1a. Dann kannst du dir ungefähr vorstellen, wo das ist. Du fährst aus der Stadt raus und dann fährst du durchs Dorf und hinter dem Dorf sind noch die drei Bauernhöfe und hinter Lisa: Hm. Andreas: dem dritten Bauernhof ist ganz viel Wiese. Und dann fährst du noch ein bisschen weiter und dann biegst du rechts ab in so einen Halbschotterweg. Da sind die Silos. Also Lisa: Mhh? Andreas: die Bauern brauchen da ihren Platz und da lagern sie halt in so großen... Rundencontainern, Ding und dann fährst du da dran vorbei, dann kommt da ein kleines Schild Achtung spielende Kinder, weil da ein Haus steht mit spielenden Kindern, finde ich auch alles okay. Dann fährst du links rum, musst aufpassen, ob da gerade ein Reh über die und so weiter und so fort. Dann bist du im nördlichen Feldweg 1A und dich herum ist erst mal so gar nichts. Ja, da kannst du ja so viel dafür sein, dass man Carsharing haben muss und nicht seine eigenen zwei Tonnen Metall vor der Tür stehen. Aber es hilft ja nichts. Also es Lisa: Ja. Andreas: ist ja praktisch. dann doch unmöglich zu sagen, ja, wir fahren mal Taxi und sammeln Taxi und alle diese schönen Ideen. da sind wir also das Beispiel an das völlig fiktive Beispiel, an das ich gerade denke, ist im Norden, also ist in der Nähe von der Nordsee. Wir sind da noch nicht in Mecklenburg-Vorpommern oder so, wo es ja Gegenden gibt, wo wirklich das noch schlimmer ist im Sinne von schlimm, im Sinne von schön ruhig und viel Natur. Aber du kommst halt, also ohne Auto geht halt gar nicht. Das ist ja, also das machen wir jetzt gar nicht auf, weil da hab ich auch null Lösung. Da weiß ich gar nicht, wie das zukünftig gehen soll mit Drohnen vielleicht. nur, das mal auf Tisch zu legen hier, so diese Debatte mit Ja, ich kann aber in Alto nahe ständig irgendwie in ein K-Shank-Auto steigen. Das mag Lisa: Absolut. Absolut. Andreas: stimmen, aber das ist schon regional sehr eingegrenzt, wo das gut funktioniert. In Bremen, glaube ich, Lisa: Das ist schon... Andreas: ist das auch schon schwieriger. Lisa: Aber ich glaube, ist halt auch der Grund, warum die Gedanken eben auch habe, weil ich vielleicht die Möglichkeit hätte, wenn ich auf Konpor verzichten würde, mich eben ohne Auto auch vorzubewegen und eben weniger umweltschädlich zu leben. Es ist für mich schon, es ist jetzt nicht so eine Entscheidung, mir doch egal, ob ich ein Auto habe oder nicht. Am liebsten hätte ich halt mein altes Auto wieder. Andreas: es tut mir so leid. Lisa: Können wir jetzt aufhören? Ich glaube, ich kann doch nicht so lange über mein Auto reden. Andreas: Ja, finde, du hast sehr gut durchgehalten. wir haben ja auch schön den Bogen gespannt von emotionaler Einstieg über ... Wir sind da schon recht sachlich, haben das Thema sachlich behandelt. Wobei, ich sage wir, dann ist natürlich kudos an dich, dass du das so schön auseinandersammeln konntest. Also, die Tipps, die ich mitnehme, ist, nehmt euch Zeit zu trauern. Es gibt die 17, 38, 65, 275 Stufen der Trauer. Ich hab's wieder vergessen, sieben Lisa: Fünf. Andreas: Fünf, okay danke. Weniger, ist auch gut eine schöne ist eine Tipp, nehmt euch Zeit. Der zweite Tipp ist einfach auch mal eine Entscheidung vertagen. Das kann ich gerade nicht entscheiden. Das ist das, was ich mir mitnehme und vielleicht ist das das Tool der Woche. Einfach mal vertagen. ja. Lisa: Ja, ich würde noch einen draufsetzen, das Pool der Woche ist ein guter Kaffee oder ein Glas Wein. Da kann man dann einfach auch mal eben kurz das Gehirn durchlüften lassen und nicht weiter denken. Macht eine kleine Denkpause. Obwohl Denkpause heißt Andreas: Ja und Tour der Woche. Lisa: ja eigentlich, dass man in der Pause denkt. Oder heißt das Pause vom Denken? Andreas: Einsendung mit Vorschlägen bitte an sisocik.podcast.gmail.com Lisa, vielen die Hälfte hast du ja schon. Das Auto wird verkauft. Ich wünsche dir viel Erfolg Lisa: Mh. Mh. Andreas: mit dem Loswerden und Loslassen. Und dann bin ich gespannt in ein paar Wochen zu hören, wie du dich bezüglich Zukunft entschieden hast. Aber jetzt erst mal Fokus auf das Auto muss weg zu einem guten Preis an einen glücklichen Käufer, eine glückliche Käuferin. die damit noch jahrelang Spaß hat. Lisa: Vielen, vielen Dank. war auch für mich ein zwar nicht ganz so einfaches, aber doch sehr hilfreiches Gespräch. Und es hat auch mal wieder trotz der großen Trauer sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich aufs nächste Mal. Bis bald, ciao! Andreas: Super! Lisa, mach's gut, bis bald! Tschüss!