Latest / insights! mit Joubin Rahimi / 139 Marke ist kein Logo – warum Brand Experience das Betriebssystem deines Unternehmens sein muss
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- 0:08Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights!
- 0:12Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi und heute mit dabei Olaf Hartmann.
- 0:17Hallo Olaf. Ja, hallo Joubin.
- 0:19Ich freue mich mega, dich dabei zu haben.
- 0:21Wir durften ja schon mal bei einem Bier oder zwei oder drei in den Niederlanden
- 0:26über das Thema Brand Experience sprechen.
- 0:29Das hat mich ja mega geflasht.
- 0:31Und in der Zeit hast du auch noch ein Buch geschrieben.
- 0:34Aber bevor wir da erst mal einsteigen, vielleicht magst du zwei,
- 0:37drei Sätze zu dir sagen. Ja, gerne.
- 0:39Also ich freue mich auch hier zu sein.
- 0:41Vielen Dank für die Einladung.
- 0:42Mein Name ist Olaf Hartmann und ich bin Geschäftsführer und Gründer
- 0:46des Multisense Instituts.
- 0:48Multisense ist eine evidenzbasierte Markenberatung.
- 0:52Wir sind spezialisiert auf multisensorische Markencodierung.
- 0:55Da kommt auch die Beschäftigung mit Brand Experience her und die
- 0:59Vermessung von Brand Experience.
- 1:00Also evidenzbasiert heißt, wir basieren unsere Beratung auf Forschung.
- 1:04Und ich betreibe zusammen mit meinem Co Autor Uwe Munzinger die
- 1:08Markenkraft Plattform.
- 1:10Und die Markenkraft Plattform beschäftigt sich halt mit der Verbreitung des
- 1:15aktuellen Wissensstands zum Thema Markenforschung, weil da ist sehr viel
- 1:18passiert in den letzten 15, 20 Jahren.
- 1:21Und wir machen das in Form eines Podcasts, Markenkraft in Form von Vorträgen,
- 1:25Inhouse Workshops, Masterclasses.
- 1:28Und das ist so das, womit ich mich den ganzen Tag beschäftige.
- 1:31Und in dem Buch hast du auch unter anderem reingeschrieben, dass Brand Experience
- 1:36das Betriebssystem einer Firma, eines Unternehmens sein sollte.
- 1:41Und da dachte ich, mega Betriebssystem.
- 1:43Als Techi verstehe ich das jetzt.
- 1:45Aber warum ist das so ein unterliegender Faktor, der eigentlich allem, also aus der
- 1:50technischen Sicht, ist es ja die Basis für alles auf der Hardware.
- 1:55Ja.
- 1:56Und das erzeugt erst mal so einen intuitiven Widerspruch wie Marke.
- 1:59Das ist doch irgendwie so ein Unterbereich von Marketing.
- 2:02So verstehen es ja viele.
- 2:03Und das ist ein großes Missverständnis.
- 2:05Liegt natürlich auch in den Begrifflichkeiten Marke und Marketing.
- 2:09Aber Marke ist erstmal kein Unterbereich von Marketing, sondern es ist
- 2:14das Ergebnis von gutem Marketing.
- 2:16Im Englischen ist das ja auch anders. Ja, genau.
- 2:18Brand und Marketing sind zwei unterschiedliche Dinge.
- 2:20Und das Ziel des Marketings ist eine Brand.
- 2:23Warum ist das ein Betriebssystem?
- 2:27Weil die Menschen sich morgens aus dem Bett quälen und irgendwo hinlaufen
- 2:33und hoffentlich das Ganze mit Freude tun oder zumindest motiviert tun.
- 2:39Und das entsteht aus einer Sinnkonstruktion beginnt
- 2:43natürlich beim Gehalt, aber aber das reicht nicht, um wirklich
- 2:47gute Leistung zu bringen.
- 2:48Das heißt, unser Slogan ist More sense for stronger brands.
- 2:53Das heißt, die Stärke einer Marke hat ganz auch viel mit Sinnkonstruktion einmal nach
- 2:57außen natürlich Nutzenversprechen etc.
- 3:00zu tun, aber auch nach innen.
- 3:02Marken heute unterscheiden sich sehr gering auf der technischen Ebene,
- 3:07aber sie unterscheiden sich durch die vielen tausend kleinen Entscheidungen, die
- 3:12täglich am Arbeitsplatz getroffen werden.
- 3:15Und das Betriebssystem, so wie bei der Software, beeinflusst diese Entscheidung,
- 3:19also schafft eine Struktur, sozusagen eine mentale Struktur, in der diese
- 3:23Entscheidungen gefällt werden.
- 3:24Und das ist das, was wir damit meinen.
- 3:27Marke ist ein Ordnungsprinzip.
- 3:30Wenn ich also weiß, was das Leistungsversprechen ist, wofür ich stehe
- 3:34auf den verschiedenen Ebenen, dann fällt es mir leichter, erstmal mein eigenes
- 3:39Verhalten danach auszurichten.
- 3:40Und wenn wir aber was ganz Normales in Organisationen an einen Punkt kommen, wo
- 3:44wir entscheiden müssen, dann fragt man mal die Marke.
- 3:49Ganz spannend, ein persönliches Erlebnis ist bestimmt schon 15 Jahre her mit
- 3:54Amazon, da hatten wir einen Winter, der hart war und die Pakete kamen
- 3:59halt nicht rechtzeitig so raus.
- 4:02Und ich habe gleichzeitig für meine Mutter was bestellt bei Amazon und bei QVC.
- 4:08Treppenwitz.
- 4:09Amazon hat ein Lager auch neben dem QVC Lager in Hückelhofen bei QVC angerufen.
- 4:16Ja, kann ich nicht sagen, wann das rausgeht.
- 4:20War durch. Bei Amazon angerufen.
- 4:23Ich verstehe Ihr Problem. Total ärgerlich.
- 4:25Wisst ihr was, ich rufe beim Dienstleister an, bleiben Sie mal dran,
- 4:28wir machen eine Konferenz.
- 4:30Zack, hatten wir eine Konferenz.
- 4:32Und dann hat der Dienstleister DHL erklärt: wir haben die Ware hier, wir
- 4:38kommen nur mit den LKWs nicht raus.
- 4:40Wenn Sie aber hierher kommen, suchen wir Ihnen das raus.
- 4:44Habe ich natürlich nicht gemacht, weil das Wetter blöd war.
- 4:48Aber was bei mir hängen geblieben ist, QVC hat das nicht gut verpackt, weil
- 4:53einfach die kümmern sich nicht.
- 4:55Amazon konnte für das Problem nichts, hat den Partner reingezogen,
- 4:59haben es mir erklärt, mir eine Möglichkeit geschaffen und ich habe dann
- 5:03von mir aus Nein gesagt.
- 5:04Und das ist irgendwie dieses super, die haben es ja auch als Marke.
- 5:06Wir kümmern uns um dich als Kunde.
- 5:08Du stehst an erster Stelle, nicht der Logistiker, nicht unsere
- 5:11Prozesse, sondern du.
- 5:13Das fand ich schon ganz toll, ein ganz tolles Beispiel, was du da
- 5:17gewählt hast, weil Jeff Bezos war ja am Anfang Gegenmarke, der fand, Marke ist
- 5:23irgendwie ein unnötiger Zoll für den Kunden, das muss ja bezahlt werden, das
- 5:28kostet ja so viel Geld und so weiter.
- 5:30Und heute ist er ein großer Fan von Marke und zwar, weil er es
- 5:34anders auch begreift jetzt.
- 5:35Marke ist nicht der hübsche Fluff, die schönen Bilder obendrauf oder das schöne
- 5:41Logo, sondern am Schluss ist es genau das, was du gerade beschreibst, ein tief
- 5:45verstandenes Leistungsversprechen.
- 5:47Und das macht er in Besprechungen scheinbar so, wenn es heute noch so ist.
- 5:52Er hat es auf jeden Fall eine Weile so wurde es berichtet, dass in allen
- 5:57Meetings immer ein leerer Stuhl da steht.
- 6:00Da sitzt der Kunde.
- 6:02Und das bringt uns zum ganz wichtigen Punkt, nämlich Marke ist
- 6:06eben nicht das Logo Bilder.
- 6:08Marke passiert nur im Kopf des Kunden.
- 6:11Also das, was du gerade beschreibst, ist eine Gedächtnisspur, die entstanden ist
- 6:15durch ein Erlebnis, was du hattest als Kunde.
- 6:19Und diese Gedächtnisspuren entscheiden dann am Schluss in einem Moment, wo du
- 6:23einen Bedarf hast, wo du das nächste Mal vielleicht was bestellst,
- 6:27dass eine bestimmte Marke stärker oder schneller dir einfällt und dann auch noch
- 6:31mit Assoziationen verbunden ist, die eine höhere Kaufbereitschaft und eventuell
- 6:35sogar eine höhere Zahlungsbereitschaft erzeugen.
- 6:37Und dann hast du eine Marke und vorher hast du keine Marke.
- 6:42Wie aktiv nehmen das die Kunden denn an?
- 6:45Also denken sie da bewusst, ich kaufe jetzt Adidas oder wie ist es auch im BB?
- 6:49Also es sind nochmal zwei Punkte.
- 6:51Das sind zwei Punkte.
- 6:53Fangen wir erstmal wie aktiv machen das die Menschen und wie
- 6:57bewusst machen das die Menschen.
- 6:58Also das ist etwas, was tief erforscht ist mittlerweile, was auch der Teil ist, der
- 7:03in den letzten 20 Jahren noch mal dazugekommen ist.
- 7:05Also Daniel Kahnemann war der erste Psychologe, der den
- 7:09Wirtschaftsnobelpreis gewonnen hat.
- 7:11Und wofür hat er denn gewonnen?
- 7:13Er hat festgestellt, dass unser Gehirn zwei Systeme hat.
- 7:16Es gibt das System 1 und System 2.
- 7:18Und leichter ausgedrückt, weil man sich das immer verwechselt,
- 7:21Pilot und Autopilot.
- 7:23Und wenn du sagt, wo findet Marke statt?
- 7:25Denken die Leute bewusst darüber nach, ja, diese Marke verspricht mir mehr.
- 7:29Ne, das passiert alles unbewusst.
- 7:31Das heißt das System 1 und um zu zeigen, wie mächtig das ist,
- 7:35kann man das ganz gut fassen, wie viel...
- 7:38Systempilot, meinst du das?
- 7:40Ne, der Autopilot.
- 7:42Also wie viel Bits verarbeitet dieser Autopilot unser Gehirn?
- 7:45Also während wir miteinander sprechen, ist unser Pilot beschäftigt und kann ungefähr
- 7:49drei bis vier Worte pro Sekunde verarbeiten.
- 7:52Bewusst.
- 7:53Gleichzeitig verarbeitet dieser Autopilot 11 Millionen Bits.
- 7:57Das sind also die drei bis vier Warte sind 40 Bits ungefähr.
- 8:00Und unser Autopilot verarbeitet 11 Millionen Bits.
- 8:04Und das ist in deinem Fall hier das Tone meiner Stimme, der Geruch im Raum, die
- 8:07Akustik und all das und filtert permanent diese Reize und baut daraus Muster.
- 8:13Und eine Marke ist am Schluss ein gebautes Muster.
- 8:16Durch die Statistik von Erlebnissen habe ich am Schluss ein Muster gelernt.
- 8:19Und wenn ich das nächste Mal irgendwas bestellen möchte, dann
- 8:22fällt mir komischerweise Amazon ein.
- 8:23Aber nicht, dass ich bewusst dann jetzt denke ich an Amazon, sondern
- 8:28die Erlebnisse, die ich hatte, verdichten sich in dieses Muster und das beeinflusst
- 8:32in Zukunft meine Leitplanken für mein Denken.
- 8:35Und das ist Marke. Das ist Marke.
- 8:37Und das ist im Endeffekt auch der Grund.
- 8:38Vielleicht das noch ergänzend, wo kommt das her?
- 8:41Das kommt nicht aus PowerPoints und das kommt nicht aus irgendwelchen
- 8:44Strategiepapieren.
- 8:45Das kommt immer aus dem Erleben von Menschen.
- 8:47Das heißt, die Quelle ist immer die Brand Experience.
- 8:51Es ist nicht die Strategie, sie muss erlebbar werden
- 8:53und damit sie erlebbar wird, musst du ja die gesamte Firma mitnehmen.
- 8:58Genau.
- 8:58Und das, was du beschrieben hast von Amazon, ist irgendwas gelungen, dass
- 9:02dieser Mitarbeiter von Amazon wusste, was das Leistungsversprechen ist und wie
- 9:06er handeln muss, um das zu erfüllen?
- 9:08Wahrscheinlich noch nicht mal drüber nachgedacht, sondern ist in
- 9:10Fleisch und Blut übergegangen. Super Punkt.
- 9:13Weil nämlich die Kunden lesen keine Strategiepapiere,
- 9:17die Mitarbeiter aber auch nicht.
- 9:21Das ist korrekt.
- 9:23Blöd.
- 9:24Das heißt, man hat die gleiche Aufgabe gegenüber den Kunden
- 9:28und was man ja auch verstehen muss, das, was wir zu sagen haben, unsere
- 9:31Kommunikation und all die Dinge, ist ja alles ungewollte Kommunikation.
- 9:34Niemand wacht morgens auf und sagt, mal schauen, was synaigy mir heute
- 9:38zu erzählen hat, macht ja keiner.
- 9:41Das heißt, wir müssen trotz dieser eigentlich eher ablehnenden gedanklichen
- 9:45Haltung, so ich will davon gar nichts hören, trotzdem in die Köpfe rein.
- 9:49Und das Gleiche ist für die Mitarbeiter.
- 9:50Das heißt, wir müssen da auch eine Verdichtung hinbekommen,
- 9:53damit dieser Mitarbeiter sich am Schluss so verhält, muss der wie nach außen.
- 9:59Da, wo wir schon gelangweilt sind von unserer Botschaft,
- 10:03beginnt es gerade zu wirken da draußen und wir müssen es maximal auch
- 10:07reduzieren und vereinfachen.
- 10:08Ist es denn eigentlich schwerer, die eigenen Mitarbeitenden
- 10:12die Botschaft mitzugeben oder fremden Menschen, Kunden und Interessenten?
- 10:19Ich würde sagen, das ist ähnlich schwer.
- 10:23Leichten Vorteil, dass die Mitarbeiter teilweise gezwungen sind, einem zuzuhören,
- 10:28nicht so schnell weglaufen und man hat noch, also man bezahlt denen
- 10:32ja auch noch was, aber von den Wahrnehmungsprozessen, und das
- 10:36wird wahrscheinlich jeder bestätigen können, der mal auch so
- 10:38nach Strategieklausuren.
- 10:40Was ist denn hängengeblieben?
- 10:41Und dann spricht man mit fünf Leuten und dann sind sieben Dinge hängen geblieben,
- 10:46die aber alle unterschiedlich sind.
- 10:47Und da merkt man schon die Herausforderung.
- 10:49Das heißt dieses kontinuierlich und das ist ja das Gleiche, was nach außen gilt.
- 10:54Marken entstehen durch Erkennbarkeit und durch Wiederholung.
- 10:59Also das heißt, ich muss die Statistik der Umwelt der Menschen beeinflussen.
- 11:03Daraus entstehen Marken.
- 11:04Um das vielleicht noch ein bisschen größer zu machen.
- 11:07Die Natur produziert Marken.
- 11:09Was heißt das?
- 11:11Was heißt das? Bienen machen Honig.
- 11:14Genau, Honig, richtig.
- 11:15Weil Bienen verlassen ihren Stock und suchen nach Ressourcen, nämlich Honig.
- 11:23Und wenn die jede Pflanze anfliegen müssten
- 11:27und teilweise gibt es auch giftige Pflanzen für Bienen, dann
- 11:30ist das ziemlich gefährlich.
- 11:31Das heißt, wenn die nach einiger Zeit das Muster erkannt haben und das kommunizieren
- 11:35die auch untereinander, wie das aussieht, zum Beispiel
- 11:38schwarzer Kreis mit gelbem Kranz, da finde ich den Nektar, den ich
- 11:41brauche, dann ist das Marke.
- 11:43Also Marken sind Orientierungssysteme eigentlich für die Welt.
- 11:47Marken machen das Leben leichter, einfacher und reduzieren Komplexität.
- 11:53Und wir hatten, ich mache den Bogen nochmal nach vorne,
- 11:57Wir hatten das Thema Marke und Marketing, Brand und Marketing im Englischen,
- 12:05dass es nicht das Gleiche ist.
- 12:07Jetzt ist so die Frage.
- 12:09Wer ist denn für die Marke zuständig aus deiner Sicht?
- 12:12Das ist eine gute Frage.
- 12:14Marke ist keine Abteilung.
- 12:16Sie wird häufig als Abteilung gesehen.
- 12:18Also in den Unternehmen, die das nicht so gut hinkriegen.
- 12:23In Unternehmen wie leider muss ich das Beispiel sagen wie Apple, da ist Marke das
- 12:28Betriebssystem und das wurde repräsentiert.
- 12:30Also ein sehr starkes Markensignal war dann damals Steve Jobs,
- 12:35der auch Menschen, die so starke Signale für die Marke sind, also Marke auf zwei
- 12:41Beinen sind, auch nicht immer nur angenehm, die strahlen das einfach aus
- 12:46und davon haben wir ja jetzt eine Menge.
- 12:48Zuckerberg, Trump ist wahrscheinlich auch eine Typ Marke.
- 12:52Ja, leider ist es auch eine Marke, da hast du vollkommen recht.
- 12:55Und er versteht auch Marke sehr, sehr gut.
- 12:57Also die Signale, diese Vereinfachung, die er immer macht und diese sprachliche
- 13:01Vereinfachung, diese Codes, die er nutzt und er selber mit seinen orangen Haaren
- 13:05und seinen überlangen Schlipsen hat auch bestimmte sehr distinkte Signale,
- 13:09die er auch konsequent pflegt.
- 13:11Aber deshalb, was deine Frage war, wer ist eigentlich für Marke verantwortlich?
- 13:17Am Ende des Tages alle.
- 13:19Aber es muss natürlich jemand den Prozess organisieren, wie man diese ganzen
- 13:23Touchpoints und davon sind wir vermessen ja auch die Brand Experience, wo die
- 13:27daraus kommt, also wo die daraus entsteht.
- 13:29Da sind drei Elemente, die auf die Marke Einfluss haben.
- 13:35Und zwar das eine, was wir schon besprochen haben, ist
- 13:37Leistungsversprechen.
- 13:38Das kannst du unterschiedlich attraktiv machen, verstärken dann die Signale.
- 13:43Du musst ja in die Köpfe reinkommen und dann müssen diese Signale
- 13:48aber an Touchpoints erlebt werden.
- 13:49Und aus dieser Beschreibung siehst du schon, dass es die gesamte Organisation
- 13:52ist, also jeder Service Call, aber noch zu der Frage.
- 13:56Wer ist dafür verantwortlich?
- 13:57Es braucht einen Moderator, es braucht jemand, der also immer wieder wie dieser
- 14:01leere Stuhl bei den Besprechungen bei Amazon praktisch repräsentiert.
- 14:05Was würde jetzt die Marke dazu sagen?
- 14:07Und der ehemalige CEO von Ikea hat es auch mal sehr schön auf den Punkt gebracht, Er
- 14:11hat gesagt, die größten Fehler in unserer Unternehmensgeschichte
- 14:15haben wir immer dann gemacht, wenn die Marke nicht im Raum war.
- 14:19When the brand was not in the room. Und was heißt das?
- 14:22Das Betriebssystem war nicht da.
- 14:24Das heißt, der mentale Filter war in der Diskussion nicht präsent.
- 14:27Und dann hat man etwas aus einem anderen Zielverständnis heraus, weil man irgendwo
- 14:32Kosten sparen konnte, entschiedenber.
- 14:33Hat vergessen, die Marke ist ja immer die Kundenperspektive.
- 14:37Wie verändert das die Brand Experience für den Kunden?
- 14:40Was macht das mit dem Kunden?
- 14:41Entspricht das unserem Kernversprechen dem Kunden gegenüber?
- 14:44Oder ist es eben ein Widerspruch, der dazu?
- 14:47Deswegen haben die ja, glaube ich, auch wieder Sachen eingeführt wie du hast 90
- 14:50Tage oder 3 Monate Rückgaberecht, sowas abartig Langes und so Ersatzteilboxen,
- 14:58Greif einfach zu und musst gar nicht mehr an Schalter rangehen,
- 15:03weil die Prozesskosten wahrscheinlich viel höher sind
- 15:05Eenn du das auch noch kaufen musst oder sowas.
- 15:09Ikea ist ein sehr gutes Beispiel, weil das sind ja auch begehbare Markenräume.
- 15:14Also Ikea und die sind auch komplett aus der Wahrnehmung, nicht
- 15:18was haben die anzubieten?
- 15:19Wir packen jetzt hier das, das machen wir als Segment.
- 15:22Und hier gibt's alle Produkte X da alle Y haben die natürlich auch.
- 15:27Die haben auch eine Stuhlabteilung, wo man alle Sorten von Stühlen sehen kann.
- 15:31Aber was sie machen: Was will denn der Kunde?
- 15:34Der Kunde will eine Erlebniswelt, der will sein Haus verschönern oder
- 15:38praktischer gestalten oder Thema mit einem Raum.
- 15:40Und so präsentiert Ikea ihre Produkte als Erlebniswelten.
- 15:44Du gibst dich in einen fertig ausgestatteten Raum und da wird das alles
- 15:48konfiguriert und erzeugt ein Nutzenversprechen.
- 15:52So toll kannst auch du leben. Und das ist zum Beispiel.
- 15:55Und dann auch die Art. Das machen alle Möbelhäuser auch.
- 15:58Das machen sie auch.
- 15:59Aber Ikea waren die ersten, die so konsequent angewandt haben.
- 16:03Dann denken sie was nervt bei so einem Einkauf?
- 16:07Kinder, wann kommen wir endlich nach Hause?
- 16:10Und dann haben sie dann ihr Bällebad geschaffen etc.
- 16:14Bis hin zu verhaltensökonomischen Erkenntnissen, die sie genutzt haben.
- 16:19Wenn wir das Gesamterlebnis dieses Besuches beurteilen am Schluss,
- 16:24und das entscheidet ja dann wieder über die Marke, nämlich in zukünftigen Momenten
- 16:28des Bedarfs gehe ich wieder zu Ikea.
- 16:30Dann messe ich nicht das durchschnittliche Glücksempfinden oder Qualitätserleben von
- 16:34dem ganzen Besuch bei Ikea, sondern bestimmte Leuchtturm Erlebnisse.
- 16:41Und da kommt der Begriff Peak End Effekt her.
- 16:44Das Peak des Erlebnisses und das Ende, das sind die beiden wichtigsten Punkte,
- 16:48woraus das Urteil sich abbildet.
- 16:51Und das macht Ikea hervorragend.
- 16:52Also es schafft Peaks.
- 16:55Genau mit den Hotdogs hast du super genau richtig, richtig mit den Hotdogs ein Ende.
- 16:59Oder diese Aktionspaletten, die da sind wie so eine riesen Kekspackung
- 17:05nur für einen Euro. Das ist ja der Wahnsinn.
- 17:07Also man schafft noch ein freudiges Erlebnis und insbesondere kurz nachdem
- 17:11man Schmerz erlebt hat an der Kasse.
- 17:15Und wenn das der letzte Moment ist, nicht gut.
- 17:17Deshalb nach der Kasse nochmal so ein Erlebnis zu produzieren, was sozusagen
- 17:21Freude erzeugt, ist dann das, worüber wir hier sprechen.
- 17:24Nämlich Brand Experience.
- 17:25Die Erinnerung beeinflusst das überproportional.
- 17:28Im Endeffekt machen die ja noch was anders, dass
- 17:33du die Ware direkt mitnehmen kannst.
- 17:34Fast immer auch das. Genau.
- 17:36Und das ist ja auch nochmal, finde ich, ein Unterschied.
- 17:38Und wenn du überlegst, so die Möbelbranche jetzt, wir haben auch einige
- 17:43Möbler betreuen dürfen, die es nicht mehr gibt, die einfach insolvenz gegangen sind
- 17:47und einige, die noch da sind, finde ich mega spannend.
- 17:51Ich pick mal Segmüller raus.
- 17:54Segmüller hat in Pulheim im Norden von Köln, aber ich glaube auch unten am
- 18:00Stammheim, die haben so ein Pumuckland, dieses Thema Kinder können
- 18:05dorthin und die lieben das.
- 18:06Da gibt es Riesenschlangen und die haben ein super Essen.
- 18:11Ja, genau.
- 18:12Ganz wichtiger Faktor.
- 18:13Man denkt, was hat denn das mit Möbeln zu tun?
- 18:15Ja, es hat was mit Experience zu tun.
- 18:18Da gehst du auch hin und sagst, ich gehe was essen.
- 18:20Qualitativ super hochwertig, preislich super, nettes Personal.
- 18:27Das ist ein sehr gutes Beispiel.
- 18:28Ist das vielleicht auch schon Peak, dass sie sagen, eigentlich sind unsere Möbel
- 18:31gar nicht so geil, aber ich habe super Essen.
- 18:35Das ist Peak.
- 18:36Und am Ende kann ich noch ein Schnäppchen mitnehmen und kaufe dann das nächste Mal
- 18:39doch die Küche einfach da, weil ich nicht mehr nachdenke.
- 18:42Ja, das mag gut sein, weil der Mensch entscheidet solche
- 18:45Dinge ja nicht rational.
- 18:47Das ist der Autopilot, der diese ganzen Signale verarbeitet in Mustern und
- 18:51am Schluss entsteht ein gutes Gefühl.
- 18:53Am Schluss ist eine Marke öffentliches Vertrauen ist also ein
- 18:57positives Vorurteil.
- 18:59So kann man das eigentlich gut fassen und alles, was da prägt und da benutze ich
- 19:05immer gerne das Beispiel von Freundschaften, weil in den letzten 15
- 19:09Jahren haben wir eins falsch gemacht.
- 19:13Falsch kann man nicht sagen, weil es war ja richtig.
- 19:16Wir sind sozusagen einem Optimierungswahn erlegen.
- 19:20Alles musste immer effizienter gehen.
- 19:23Und das wäre genauso, als würde man sagen, eine Freundschaft entsteht
- 19:27hauptsächlich durch Effizienz
- 19:31eigentlich, wenn die Kacke am Dampfen ist, salopp gesagt, dass man dann da ist.
- 19:35Genau, weil das ist ein Leuchtturm Erlebnis.
- 19:38Aber zum Beispiel in der Mediaplanung, was
- 19:41natürlich auch ein Teil von Markenbildung ist.
- 19:44Natürlich, Kommunikation wurde uns in den letzten Jahren erzählt.
- 19:47Ja, Kontakt ist gleich Kontakt.
- 19:48Hauptsache, du erreichst den Richtigen, den Joubin nach Persona,
- 19:52soziodemographische Merkmale etc.
- 19:56Dem kann ich eine Capi verkaufen.
- 19:57Genau, dem kann ich eine Capi verkaufen.
- 19:59Und das heißt die Herausforderung, wie erreiche ich
- 20:03Joubin und Joubin mal 1000 möglichst günstig, weil
- 20:07Kontakt ist ja gleich Kontakt.
- 20:09Und das hört sich im ersten Moment logisch an, da spare ich Kosten effizienter, aber
- 20:13dass das nicht stimmt, merken wir auf der persönlichen Ebene, weil es ist ein
- 20:17Unterschied, ob wir beide uns jetzt in der Autobahnraststätte in Bruchsal auf der
- 20:21Autobahntoilette getroffen hätten oder wie es passiert ist, in Hamburg an einer
- 20:26tollen Bar, wo wir einen schönen Abend miteinander verbracht haben.
- 20:28Ach, was erzähl ich denn? Was habe ich Hamburg gesagt?
- 20:33Ich wollte Holland. Ich wollte Holland sagen.
- 20:35Genau, Holland.
- 20:38Ich hatte Holland im Kopf und hab Hamburg gesagt.
- 20:40Genau, in Holland an der schönen Bar und da haben wir einen schönen
- 20:43Abend zusammengebracht.
- 20:45Und diese intensiven Momente erzeugen dann für alle weiteren Kontakte, die
- 20:50meinetwegen auch von der Umgebung her qualitativ schlechter sind,
- 20:55zum Beispiel die U Bahn.
- 20:57Wir haben uns auf der Autobahntoilette in Bruchsal getroffen und dann sehe ich dich
- 21:00wieder in der U-Bahn, denke ich, da ist der schon wieder, folgt der mir?
- 21:04Vielleicht vermeide ich sogar den Kontakt, aber wir haben uns da in Holland an der
- 21:09Bar kennengelernt, tollen Abend, ich sehe dich, hey Joubi, und
- 21:13ich bin total offen dafür und so.
- 21:14Das kann man übertragen auf Markenkontakte.
- 21:17Das heißt, wenn wir systematisch solche Champagnerbar Momente erzeugen, dann
- 21:23werden auch alle qualitativ eigentlich schlechteren
- 21:26Kontakte, die man dann auch Displaywerbung, digital oder wie auch
- 21:31immer in hoher Frequenz und günstig produzieren kann, plötzlich effektiver.
- 21:36Und dafür habe ich dir hier was mitgebracht, um das zu demonstrieren.
- 21:40Ich bin schon mal gespannt, weil es steht zwischen uns.
- 21:44Ja, es steht zwischen uns, aber es soll nicht zwischen uns stehen.
- 21:46Es soll uns helfen, dieses Gespräch ein bisschen
- 21:51lebendiger zu gestalten, aufzulockern oder lebendiger zu gestalten, weil wie
- 21:57gesagt, ich spreche über Multisensorik.
- 21:59Also bei Experience ist es ja so, dass auch da es nicht einen Unterschied macht,
- 22:03ob ich nur etwas sehe oder ob ich etwas sehe und dabei noch was höre, was
- 22:07hoffentlich die Zuschauer jetzt gerade haben, wenn das Sinn macht miteinander
- 22:12oder ich dann auch noch etwas anfassen kann.
- 22:14Das können wir jetzt bei den Zuschauern nicht machen.
- 22:16Aber für alle, die zuhören, was haben wir?
- 22:19Wir haben drei Achsen.
- 22:21Genau, wir haben hier einen Pendel und dieser Pendel hat drei Achsen.
- 22:24Und was ich damit demonstrieren möchte, ist, dass Brand Experience
- 22:27ist ein komplexes System.
- 22:29Und das, was ich gerade beschrieben habe, ist, dass wir Brand Experience jetzt zu
- 22:32lange als kompliziertes System verstanden haben.
- 22:35Das heißt, bei komplizierten Systemen, da geht es um Effizienz.
- 22:39Wir müssen einfach immer effizienter werden.
- 22:41Aber komplexe Systeme und eine Freundschaft ist auch ein komplexes
- 22:44System, profitiert von diesen Leuchtturmmomenten,
- 22:48von diesen Champagnerbar Momenten.
- 22:50Und das beeinflusst die Effektivität des gesamten Systems.
- 22:54Und das zeige ich mal kurz an diesem Pendel, weil wir können hier zum Beispiel
- 22:56Leads generieren und dann packe ich hier sozusagen Impuls rein, ich investiere
- 23:01Budget und dann dreht sich das und ich bin ganz glücklich und dann packe ich noch
- 23:04mehr rein und dann kann ich das effizienter machen.
- 23:06Die Bewegung, meine Hand zu dem Pendel wird immer effizienter und ich werde immer
- 23:10besser darin, da Leads zu produzieren.
- 23:12Typisch deutsch, irgendwann ist Ende.
- 23:14Ja, und vielleicht kriege ich auch einen Tennisarm, weil ich das zu oft mache.
- 23:17Genau, dann kann ich zum Beispiel durch euch, mache ich dann diese
- 23:21Leadgenerierung einfach besser.
- 23:23Ich packe die auf eine Plattform, das heißt, ich finde einen Hebel, ich
- 23:26automatisiere das Ganze, dann packe ich den gleichen Impuls hier rein
- 23:30und wir sehen an dem Pendel, da kommt schon deutlich mehr bei raus.
- 23:34Mathematisch gesehen oder physikalisch gesehen kann man sagen, wie
- 23:37viel mehr Energie jetzt?
- 23:39Ja, die Energie wird länger erhalten und erzeugt dadurch mehr Ergebnis.
- 23:43Das heißt, die eine eigene Energie und das ist so klassisch für Promotion,
- 23:46auch in der Markenbildung.
- 23:48Ich gebe Budget rein in Promotion, dadurch steigen Absätze.
- 23:51In dem Moment, wo ich die Energie wieder rausnehme, sinken die Absätze wieder.
- 23:55So eine Sägezahnkurve.
- 23:57So, und was Marke macht.
- 23:59dieses typische wir brauchen mal wieder mehr beilegen.
- 24:01Genau, wir wohnen ja beide in Remscheid, also Bergisches Land, Wochenblatt
- 24:07aufgeschlagen, Wochenblatt, irgendwie so zwei Doppelseiten oder vier Doppelseiten
- 24:13ist eigentlich nur die Hülle für 50, 60 Seiten Werbung da drin für die Beileger.
- 24:19Genau, was auch okay ist, das erzeugt auch einen Impuls.
- 24:22Aber was halt langfristig, je mehr wir da reinpacken, wird immer ineffizienter.
- 24:27Und jetzt hast du ja zweimal gesehen, wie sich dieses System bewegt.
- 24:30Jetzt gehe ich hier oben an den Pendel dran und ich gebe die
- 24:32gleiche Energie rein.
- 24:33Du kannst ja mal schauen, ob das Ergebnis in der Bewegung des unteren Pendel
- 24:37deiner Erwartung entspricht.
- 24:41Für die, die zuhören, musst du das jetzt kommentieren, was jetzt passiert.
- 24:45Es bewegt sich viel mehr, also auch ineinander.
- 24:50Und die Achse, die wäre ganz am Anfang die dritte, die dritte, die haut richtig,
- 24:54die hört gar nicht auf und
- 24:58bewegt sich teilweise sogar überraschend.
- 25:00Also Es ist nicht 100 Prozent planbar.
- 25:02Aber was wir sagen können, dass wenn wir an diesem oberen Hebel ansetzen, dass
- 25:06dann das gesamte System effektiver wird.
- 25:09Genau das ist eigentlich die Aussage, die ich mache, dass wenn wir wieder in Marke
- 25:14stärker investieren, dass dann die Investitionen, die wir in Performance oder
- 25:18in die Prozesse packen, auch mehr Ergebnisse erzeugen im Sinne
- 25:21von der Begegnung in der U Bahn.
- 25:23Dann wird einfach alles besser.
- 25:25Und das ist so eine der ersten Aufgaben für Markenverantwortliche, dass man
- 25:29versteht, woraus entsteht eigentlich unser ganzes Markensystem,
- 25:33unsere Brand Experience.
- 25:34Und dann die zehn stärksten Touchpoints in diesem Sinne sozusagen.
- 25:39Was sind die Leuchtturm Touchpoints in diesem System, die zu identifizieren,
- 25:42weil Budgets werden nicht mehr.
- 25:43Sie also auf die entscheidenden Punkte zu konzentrieren, ist also ein ganz wichtiger
- 25:48Faktor auch für die Zeit, die jetzt kommt.
- 25:51Nehmen wir mal die Automobilbranche.
- 25:52Die ist da richtig im Umbruch.
- 25:55Und wenn man sich BMW anguckt, haben die ja ganz gute Zahlen im Vergleich
- 25:59zu Audi oder VW beispielsweise.
- 26:01Und spannend finde ich, wenn man jetzt gerade auf die
- 26:05Qualitätsanmutung der Audi Modelle, die wird ja häufig bemängelt, dass immer mehr
- 26:11Hartplastik reinkommt oder auch Porsche ist ja auch Absatzeinbruch, dass sie
- 26:15sagen, ich habe jetzt einen VW Schalter für ich zahle
- 26:19250.000 für ein 911er und habe einen VW Schalter für die Fensterscheiben.
- 26:24Genau.
- 26:2720 Cent oder 2 Euro.
- 26:28Gutes Beispiel, weil aus der Logik des Einkaufs haben sie den Erfolg maximiert.
- 26:35Sie haben günstiger eingekauft.
- 26:36Super, total wichtig.
- 26:38Bringt die Gewinne nach vorne kurzfristig, aber langfristig erodiert dadurch genau
- 26:45das, warum die Leute dieses Auto gekauft haben, weil von A nach B
- 26:49bringen uns heute alle Autos.
- 26:50Aber wenn das Thema Vorsprung durch Technik heißt, dann muss
- 26:54ich das auch spürbar machen.
- 26:55Ich muss das erlebbar machen.
- 26:57Einmal natürlich durch tatsächliche Leistung wie damals der Quattro.
- 27:02Jeder weiß doch die Sprungschanzen.
- 27:04der Sprungschanzen Spot, dann beweise ich das auch noch.
- 27:07Ich manifestiere das in dieser Kommunikation und ich
- 27:09erlebe es aber auch im Auto.
- 27:11Das Ding, das klebt halt auf der Straße wie auf Schienen
- 27:16und das muss sich aber auch in den ganzen Kleinigkeiten manifestieren.
- 27:21Und da ist es auch ein Premium Automobil.
- 27:24Plastikknöpfe, die man auch im VW findet, da merkt man oh, ist ein Widerspruch.
- 27:30Und das ist eigentlich das Ziel.
- 27:31Von diesem ganzen System kann man auf vier Faktoren runterbrechen,
- 27:36nämlich eine starke Brand Experience, die am Schluss das erzeugt,
- 27:40worüber wir sprechen. Präferenz.
- 27:42Die Leute sollen uns präferieren.
- 27:43Die ist nützlich auf verschiedenen Ebenen.
- 27:46Einmal funktional, aber auch emotional, also emotionale Motive,
- 27:50dann ist sie anders, weil wenn alle mir den gleichen Nutzen versprechen und alle
- 27:54sind gleich, was entscheidet dann Preis. Der Preis.
- 27:58Genau. Keine Marke, also anders.
- 28:00Wir müssen es anders machen, selbst wenn wir genau den gleichen Nutzen erzeugen.
- 28:03Und dann müssen wir widerspruchsfrei sein.
- 28:05Das heißt genau das, was du gerade beschrieben hast, das sind Widersprüche.
- 28:09Und der letzte Punkt Wir müssen auch noch interessant bleiben, weil die
- 28:13Menschen wollen von uns nichts hören.
- 28:14Das heißt, wir müssen interessante Dinge machen.
- 28:16Wir müssen auch solche Sachen wie Felix Baumgärtner, der aus dem All springt, um
- 28:19damit eine wachmachende Brause zu bewerben.
- 28:22Ist super interessant.
- 28:24Gucken alle hin und das erzeugt viele Gedächtnisspuren.
- 28:27Aber im Auto, um im Autobereich zu BMW ist ein sehr gutes Beispiel.
- 28:32Freude am Fahren ist seit den 70er Jahren der Leitstern.
- 28:37Das ist das Betriebssystem auch für Entscheidungen von BMW.
- 28:42Da gibt es ein schönes Beispiel von Kühnheim, der das Ganze eingeführt
- 28:47hat und die Marke sehr stark geprägt hat.
- 28:50Er hat sich immer dagegen gewehrt, Cabrios zu produzieren.
- 28:53Fand er nicht gut, meinte braucht kein Mensch.
- 28:56Brauchen tut man es nicht, ist aber geil.
- 28:59Genau und mit dieser Argumentation sind Ingenieure zu ihm gegangen.
- 29:02Die haben einfach einen Dreier abgesägt, einfach mal abgesägt und
- 29:05daraus ein Cabrio gemacht. Sind zu ihm gegangen haben.
- 29:08Ja, aber wir stehen doch für Freude am Fahren und das macht total Bock hier mit
- 29:13so einem unter freiem Himmel, mit so einem 3er BMW mit der Maschine durch die Kurve
- 29:18zu sausen und daneben meine Freundin zu haben.
- 29:21Und mit dieser Argumentation konnte sozusagen die Marke als Führungsinstrument
- 29:25sogar den Vorstand überzeugen.
- 29:27Daraus ist das BMW Cabrio entstanden.
- 29:30Einer der erfolgreichsten Produkteinführungen von BMW.
- 29:3336 war das oder E30
- 29:36da bist du tiefer drin als ich, aber ein schönes Beispiel.
- 29:41Und da ist also die Marke als Leitstern etabliert und ist in der Lage,
- 29:46Entscheidungen und das Denken und Handeln der Menschen scheinbar
- 29:50noch besser zu kanalisieren als in den anderen Firmen, wo dieser Vorsprung durch
- 29:55Technik war ja lange Zeit auch die Realität.
- 29:58Und da haben viele Audi Fahrer so das Gefühl.
- 30:00Wo ist denn jetzt hier der Vorsprung?
- 30:02Geht auch ganz banal.
- 30:03Also wenn du sagst Dienstwagenversteuerung, die haben es ja
- 30:06zigmal bei Touareg oder Q7 immer versemmelt.
- 30:10Die sind immer so kurz unter der Grenze gewesen.
- 30:12Das ist auch, wobei es ein deutsches Thema, Dienstwagenversteuerung zieht für
- 30:17den Hybrid immer so um ein, zwei Kilometer oder ein, zwei Gramm.
- 30:21Und da siehst du ganz genau, das wurde ja zum Schluss, muss es ja
- 30:24gemessen werden auf dem Prüfstand und die wollten sich so dicht wie möglich
- 30:27ranrobben, um dorthin zu kommen.
- 30:30Volvo, BMW oder Mercedes haben einfach mehr Akkus reingesetzt und dann waren sie
- 30:34drüber, aber wäre halt teurer gewesen.
- 30:37Da siehst du wirklich, woher das dann kommt.
- 30:39Da sagst du einen entscheidenden Punkt.
- 30:41Also eine Marke ist auch eine Haltung und eine Haltung ist erst dann eine
- 30:46Haltung, wenn sie mich auch mal Geld kostet, weil sonst kann ich immer schön
- 30:50schwadronieren und Ja, klar ist meine Haltung.
- 30:53Ich habe ein total totales Rückgrat und dafür stehe ich und
- 30:56dann komme ich an einen Scheideweg und da muss ich dann echt entscheiden.
- 31:00Folge ich jetzt der propagierten Haltung, also dann mache ich es erlebbar oder folge
- 31:04ich dann der Einkaufslogik und will den Quartalsgewinn zum Beispiel optimieren.
- 31:09Und Marken sind halt langfristige Investitionen, aber sie verzinsen sich
- 31:14vielfach, weil das hier, was ich hier gerade in diesem System gezeigt habe, der
- 31:19Zinseszins, weil es macht alles effektiver.
- 31:21Es schafft auch höhere Attraktivität als Arbeitgebermarke.
- 31:25Deshalb Marke als Betriebssystem zu verstehen ist auch jetzt gerade
- 31:29für die Zukunft mit KI und auch der Plattformökonomie, die ja auch Marken
- 31:34richtig unter Druck bringen, weil teilweise weiß Amazon mehr über die Kunden
- 31:42von verschiedenen Anbietern, die auf der Plattform verkaufen als sie selber.
- 31:45So und wenn die an einem bestimmten Punkt...
- 31:47Wir sprachen vorhin davon, dass dann bestimmte Positionen ausgenutzt
- 31:51werden, um die Margen Stück für Stück dann zu reduzieren.
- 31:54Und dann der Anbieter sagt ja, aber dann verdiene ich doch gar kein Geld mehr.
- 31:57Dann sagt Amazon ja, dann geh doch, weil ich habe doch alle deine Daten.
- 32:01Und dann gehe ich nach China und ich kenne sogar deine Fabriken.
- 32:04Ich weiß genau, wo du die Sachen herstellst und dann stelle ich die auch
- 32:06her und dann mache ich daraus Amazon Basic und dann ist die Sache gegessen.
- 32:09Das ist ja vielfach passiert. Exakt.
- 32:11So.
- 32:11Und das Einzige, was dagegen hilft, ist eine sehr starke Marke.
- 32:16Ein positives Vorurteil in den Köpfen der Menschen, die danach Dyson suchen
- 32:20und auch nur einen Dyson haben wollen.
- 32:24Nimmst du Warta die Batterien oder Amazon Basic?
- 32:28Ich würde wetten, Amazon Basic läuft bestimmt besser, weil so viele
- 32:32mittlerweile von Amazon gepolt sind, ohne dass ich die Zahlen jetzt kenne.
- 32:36Ich nehme die Basic, die werden schon drauf haben.
- 32:40Und Warta okay, ist ja deutsches Thema.
- 32:43Ja, ist eine Marke.
- 32:44Aber die jungen Menschen, die damit nichts mehr anfangen.
- 32:46Ja, und die Marke ist da reduziert auf: die ist bekannt.
- 32:50Aber Bekanntheit heißt nicht gleichzeitig relevant.
- 32:53Bekannt ist nicht relevant.
- 32:55Relevant ist etwas, wenn ich eine Nutzenerwartung habe, die glaubwürdig ist
- 33:02und die für mich hoch attraktiv und sich, da sind wir wieder bei Navi nützlich.
- 33:07Anders, anders in irgendeiner Weise, anders vom Gefühl her etc.
- 33:11Und da sieht man, wenn man vielleicht so. Dann sprechen wir gleich auch.
- 33:17Ist das eigentlich relevant für B2B?
- 33:20Nehmen wir mal noch eine Consumer Marke nochmal als Beispiel.
- 33:24Da kommt Red Bull auf den Markt mit einer Brause, die auch noch schlecht schmeckt.
- 33:30Geschmackssache. Geschmackssache, genau.
- 33:32Und die macht wach.
- 33:34So, und was haben die gemacht?
- 33:35Die hätten das jetzt als weitere Colaversion auf den Markt bringen können,
- 33:39aber stattdessen prägen sie erstmal einen Begriff, nämlich Energy Drink.
- 33:43Das gab es vorher nicht.
- 33:44Es gab Energy Riegel, aber es gab keinen Energy Drink.
- 33:48Plötzlich mental in einer ganz anderen Kategorie verortet.
- 33:51Und dann sind sie auch anders, nämlich sie sind schmal und kleiner als
- 33:55die ganzen anderen Dosen.
- 33:56Und das verarbeitet unser Autopilot als etwas,
- 34:01was verdichtet ist und sehr stark ist.
- 34:04Kennen wir vom Kaffee.
- 34:05Der Espresso ist stärker als der Kaffee, der ist eben auch verdichtet und kleiner.
- 34:09Und da wird plötzlich implizit das Anschlussfähige: Ach ja, die
- 34:13versprechen mir mehr Wirkung.
- 34:15Und dann sind es auch noch ähnliche Proportionen von der
- 34:17Dose wie eine Batterie. Und was will ich?
- 34:19Ich will Leistung, ich will Energie und plötzlich passt das.
- 34:22Und dann ist da drauf auch noch eine Zielflagge, die viele Leute
- 34:25noch nie wahrgenommen haben.
- 34:26Auf jeder Red Bulldose ist eine Zielflagge und Red Bull hat von Anfang
- 34:30an Formel 1 gesponsert.
- 34:34ich glaube, ich habe sie nie wahrgenommen.
- 34:35Dann schaut euch mal eine Red Bull Dose an.
- 34:39Darauf ist im Hintergrund eine Zielflagge.
- 34:42Und sie haben von Anfang an Formel 1 gesponsert und haben also ganz viele
- 34:46Assoziationen aufgebaut, die alle auf einen Punkt einzahlen.
- 34:48Leistung, Leistung, Leistung, Leistung.
- 34:51Red Bull verleiht Flügel, die ganzen anderen,
- 34:53die gesamte Codierung der Marke Sessions auch vor Ort.
- 34:57Ich war ja auch ein paar Mal vor Ort.
- 34:59Auch die Menschen ticken da so.
- 35:03und dann ist Marke, Betriebssystem.
- 35:05Das ist eine Kultur.
- 35:06Also eine Kultur ist ja auch ein Betriebssystem, ein
- 35:08unbewusstes Betriebssystem.
- 35:10Das macht man hier so.
- 35:12Und wenn ich mich anders verhalte, dann spüre ich da auch sofort
- 35:15so einen Widerstand.
- 35:16Irgendwie fühlt sich das nicht richtig an.
- 35:18Und der Mensch ist ja ein soziales Wesen auch.
- 35:20Also wir haben ja Angst davor, auch nicht gruppenkonform zu handeln.
- 35:25Und da merkst du schon, wie mächtig das wird, wenn man das einmal etabliert hat.
- 35:29Dann ist es ein Betriebssystem.
- 35:30Lass uns mal Richtung B2B gehen, aber ich mache den Sprung nicht ganz so hart.
- 35:35Hilti auch klar B2B, aber auf TikTok und Insta sieht man immer
- 35:41mehr die Videos mit Hilti Fahrzeuge, die dann halt auch
- 35:45einen Sportwagen überholen bei 250.
- 35:47Das ist natürlich AI Fake.
- 35:49Also nach dem Motto, wenn keiner mehr durchkommt, Hilti kommt noch durch.
- 35:55Da haben ja irgendwie auch was geschaffen.
- 35:58Total.
- 35:59Ich weiß jetzt nicht, ob die das, ob das jetzt passiert ist, durch Zufall,
- 36:03was ja aber auch natürlich Frage der Marke wäre oder ob es mal so influenced wurde.
- 36:09Okay, wir versuchen mal so einen Trend zu setzen, dass die Hiltis,
- 36:14wie eigentlich wird ja auch immer schnell an der Baustelle sind immer auf Achse.
- 36:21Richtig. Also mal das Wort Marke zur Seite.
- 36:24Es ist auf jeden Fall nicht durch Zufall passiert, weil Spitzenleistung
- 36:28passiert nie durch Zufall.
- 36:29Da ist immer ein Wille dahinter.
- 36:31Deshalb hinter starken Marken stehen immer starke Menschen.
- 36:35Und ob der dann das, was er da geschaffen hat, als Marke bezeichnet, ist
- 36:38dann noch ein zweites Thema.
- 36:40Aber bei Hilti und auch bei Würth sind es definitiv
- 36:45starke Menschen, die das Leistungsversprechen sehr gut
- 36:49verstanden haben, was geliefert wird.
- 36:51Und die Hilti hat selbst bei gleichen Leistungsdaten sind
- 36:55die Leute bereit, dreimal so viel für eine Hilti auszugeben gegenüber
- 36:58einer blauen BOSCH
- 37:00oder eher der chemischen Anker und so weiter.
- 37:02Das ist ja eigentlich das, wo die richtig dran verdienen, des Verbrauchsmaterials.
- 37:06Genau, genau das ist auch der Punkt, weil manchmal ist auch das Signal, womit
- 37:13die Gedächtnisspuren entstehen, gar nicht das, womit dann am Schluss am
- 37:17meisten Geld verdient wird.
- 37:18Das ist im Autobereich gut zu beobachten.
- 37:20Der Mercedes SLS ist mit Sicherheit in Summe in absoluten Zahlen nicht der große
- 37:25Ertragsbringer bei Mercedes und bei BMW, die Topmodelle auch nicht.
- 37:29Die haben aber ganz wichtige Signalfunktionen, nämlich
- 37:32Value Signals, die dann abstrahlen auf die Modelle darunter.
- 37:36Aber um nochmal zu Hilti zurückzukommen.
- 37:38Da haben wir also erstmal beginnt eine Marke immer bei einem Merkmal und dieses
- 37:44Merkmal ist bei Hilti schön auf den Punkt gebracht, kommt immer durch.
- 37:47Also in die härteste Wand kommst du mit der Hilti rein, Stahlbeton, dann
- 37:52brauchst du bestimmte Merkmale.
- 37:54Es beginnt beim Bohrer, wenn das Ding aus Blech ist, funktioniert es nicht.
- 37:57Es muss Chrom Vanadium sein.
- 37:58Das heißt ein bestimmtes Merkmal, das zahlt auf das funktionale Ziel ein.
- 38:03Das heißt, ich muss erstmal die Assoziation bilden, ach Chrom Vanadium und
- 38:07damit in jede Wand kommst du damit rein.
- 38:09Und dann da drüber ist aber noch eine Ebene, die die Marke dann wirklich der die
- 38:13Magie gibt, nämlich genauso wie bei Red Bull.
- 38:17Darüber steht sozusagen das emotionale Motiv von Leistung.
- 38:20Damit bin ich sozusagen der Leistungsstärke.
- 38:24Wenn ich mit dem Hilti Koffer auf die Baustelle komme, was bin ich dann?
- 38:28Ich bin der Profi. Genau.
- 38:31Also Hilti hat es geschafft, den Anspruch an das Selbstbild von Leuten, die
- 38:37mit Hilti arbeiten, zu verändern.
- 38:40Nicht als einzige.
- 38:41Es gibt ja auch andere, Makita hat auch so einen ziemlich guten Ruf in der Richtung,
- 38:46wo andere auf der Baustelle belächelt werden mit der grünen Bosch.
- 38:50Okay, alles klar, lass mich mal ran. Wenigstens die blaue Sache.
- 38:54Ja, wenigstens die blaue. Genau.
- 38:55Aber dann komme ich mal mit der Hilti.
- 38:57So und da sieht man, und dann daraus, daraus aufbauend entsteht dann sozusagen
- 39:01ein Bedeutungsraum, der dann auch alle anderen Leistungen einfärbt.
- 39:08Und aber auch ein Triage System ist.
- 39:10Das machen wir, das machen wir nicht.
- 39:12Bei uns geht es immer um Höchstleistung.
- 39:13Das heißt, ist das jetzt wirklich Höchstleistung oder ist
- 39:15es keine Höchstleistung?
- 39:16Und da habe ich noch ein schönes Beispiel aus dem wirklich total B2B Bereich.
- 39:22Die Firma Balzers.
- 39:24Es ist ein Chemieunternehmen, viele hundert Millionen Euro Umsatz.
- 39:30Die sind damals groß geworden mit einer Beschichtung für Bohrer, damit die
- 39:35Standzeit von Bohrern sich verlängert.
- 39:38Und das war so chemisch so knapp unter Nobelpreisniveau, was
- 39:41da so geleistet wurde.
- 39:42Also da wurden dann diese Bohrer beschichtet und dann hielten die so und so
- 39:46viel länger und das hat einen wirtschaftlich Riesenvorteil gehabt.
- 39:48Damit sind sie praktisch von null auf, glaube ich, 200 Millionen
- 39:52oder so gewachsen.
- 39:53Und dann schläft die Konkurrenz ja auch nicht.
- 39:56Das heißt, dann irgendwann gab es auch andere Beschichter, die es auch
- 39:59hinkriegten und dann ging der Umsatz so ganz langsam nach unten und damals zeigte
- 40:03mir dann der Geschäftsführer und dann ging unser Umsatz so wieder nach oben.
- 40:08Hartmann, was ist da passiert?
- 40:10Da haben Sie wahrscheinlich eine neue Schicht eingeführt.
- 40:14Ja, richtig, haben wir. Genau so ist es.
- 40:16Und die hat wahrscheinlich wahnsinnig viel Umsatz gemacht.
- 40:20Ne, genau so war es nicht, sondern wir haben eine Schicht eingeführt, die nur in
- 40:240,2 Prozent der Fälle im Markt eigentlich gebraucht wird.
- 40:28Aber es war wieder die allerbeste in der Welt und niemand hatte das, was wir damit
- 40:33gemacht hatten, je geschafft vorher.
- 40:34Und was dann Die normale Schicht hat sich wieder besser verkauft,
- 40:38weil man einfach drüber noch was hatte und dann okay, ich kaufe dir das Allerbeste,
- 40:43das Zweitbeste, ich habe ja was gespart, aber immer noch Top Ding.
- 40:47Und die Wahrnehmung von dem Anbieter, die sind einfach ganz, ganz vorne.
- 40:51Und deshalb ist auch die normale Schicht bei denen auch ganz, ganz vorne.
- 40:55Und das zeigt wieder, dass wir für Marke brauchen wir eine permanente
- 40:58Leistungsinnovation.
- 40:59Also Marke kann man nicht denken durch hübsche Kommunikation.
- 41:02Es muss immer permanente Leistungsinnovation dabei sein.
- 41:06Und Red Bull kann man ja sagen die Dose und das Getränk ist
- 41:09immer gleich geblieben.
- 41:10Aber die Leistungsinnovation bei Red Bull entstand immer
- 41:13aus einem neuen Bedeutungszusammenhang, wo sie Leistung gezeigt haben.
- 41:16Wir sponsern jetzt einen Fußballclub und dann wird der Deutscher Meister.
- 41:20Wir sponsern jetzt Formel 1 und dann sind wir am Schluss Weltmeister oder fliegen
- 41:24mit dem Flugzeug durch den Tunnel. Genau.
- 41:27Was auch immer.
- 41:27Immer diese Spitzenleistung in dieser Demonstration.
- 41:31Menschen, wir verleihen Menschen Flügel.
- 41:39Ich verorte das gerade bei zwei Kunden Cluster bei uns.
- 41:42Einmal der Großhandel, da haben wir verschiedene.
- 41:45Wir haben Sanitär, Elektro, Büroausstattung.
- 41:49Die kämpfen alle natürlich gerade mit Margen.
- 41:52Und warum die?
- 41:54Büroausstatter noch mal schwieriger als Elektro und Sanitär?
- 41:59Weil wir können ja einfach auch mal ein Jahr, zwei Jahre keine Möbel neu kaufen
- 42:04oder kaufst Gebrauchte, aber wenn du was baust, brauchst du Schalter.
- 42:08Relativ einfach.
- 42:10Wie können die denn mit ihrer Marke reinarbeiten?
- 42:15Super Frage. Ja genau.
- 42:16Gute Frage.
- 42:18Welche USPs haben Sie?
- 42:19Wo ist der USP?
- 42:21Und da ist genau diese Logik, die man jetzt anwenden muss.
- 42:25Was ist das Versprechen der Brand Experience für die Kunden dieser Marken?
- 42:30Und das speist sich, damit es relevant ist, nützlich ist aus
- 42:33den Zielen der Menschen.
- 42:35Und wollen die Leute jetzt eigentlich Büromöbel könnte man ja.
- 42:39Die wollen einen Tisch, aber eigentlich wollen sie nicht nur Büromöbel.
- 42:43Sie wollen ja Leistung bringen in diesem Büro.
- 42:47Oder sie wollen Mitarbeitern eine Umgebung bieten, wo sie attraktiv
- 42:52als Arbeitgeber sind.
- 42:54Das heißt, wenn jetzt plötzlich ein Händler, der die gleichen Sachen mir
- 42:58liefert wie die anderen Händler, aber mir das Ganze so kuratiert, ähnlich wie wir es
- 43:03vorhin mit Ikea präsentiert haben, dass es aus den Zielen der Menschen
- 43:07heraus kuratiert wird.
- 43:08Wir schaffen das ist jetzt mal eben eine Positionierung aus dem Ärmel geschüttelt.
- 43:13Wir sind der Anbieter für Leistungsumgebungen.
- 43:16Dann hat man plötzlich ein emotionales Motiv da drauf gepackt, was ermöglicht,
- 43:21was diesem Händler dann ermöglicht, erstmal Produkte auszuwählen, die durch
- 43:26Ergonomie die Leute länger konzentriert arbeiten lassen, durch eine bestimmte
- 43:30Farbgebung sie psychologisch beeinflussen, dass es ihnen besser geht,
- 43:33dass sie fröhlicher sind.
- 43:34Und du merkst schon die Logik, die dahinter steckt.
- 43:36Das heißt, man geht aus den Zielen der Menschen heraus und wir positionieren uns
- 43:43dort auf einen möglichst starken Treiber in der Kategorie.
- 43:46Und jede Kategorie wird von vielen Treibern getrieben.
- 43:49Das heißt, das Erste, was ich machen muss: ich muss analysieren, was treibt
- 43:53eigentlich diese Kategorie?
- 43:54Und der nächste Schritt ist, wenn wir sagen, Marken sind Gedächtnisspuren, dann
- 43:59sind wir ja nicht allein in diesem Markt.
- 44:01Dann gibt es ja auch noch andere Marken, die irgendeine Bedeutung haben.
- 44:03Das Nächste, was ich dann machen muss, nachdem ich weiß, das treibt den
- 44:07Markt, das sind die ganzen Treiber.
- 44:10Wofür steht denn meine Konkurrenz?
- 44:12Welche von diesen Treibern besetzt denn die Konkurrenz besonders stark?
- 44:15Und gibt es da starke Treiber, die von niemandem besetzt sind?
- 44:22Daraus entstehen dann die Innovationspotenziale.
- 44:24Und dann muss ich auch wissen, wofür stehe ich denn?
- 44:27Welche Stärken werden mir denn besonders glaubwürdig zugeschrieben?
- 44:30Und früher hat man immer differentiate or die.
- 44:33Wir müssen anders sein als die anderen.
- 44:36Das ist aber nicht richtig.
- 44:37Wir müssen distinkt sein, anders sein aber in der Formulierung von den verschiedenen
- 44:44Faktoren, die alle eine Wahrnehmung erzeugen.
- 44:46Und das macht uns schneller wahrnehmbar, leichter abspeicherbar.
- 44:50Und dann ist dieses Anderssein eher im Sinne von ich werde glaubwürdiger und
- 44:54schneller mit einem bestimmten Nutzenversprechen verbunden.
- 44:56Und wenn mir das gelingt, dann kann ich auch als Händler wunderbare, sehr
- 45:01starke Wettbewerbspositionen einnehmen.
- 45:03So wie Edeka es geschafft.
- 45:05Genuss, wir lieben Lebensmittel, also das gute Leben.
- 45:09Wenn ich gutes Leben möchte, dann gehe zu EDEKA
- 45:11Die haben sich wirklich rausgearbeitet aus dieser Crema Nische, die sie da hatten.
- 45:15Richtig.
- 45:16Und wenn ich es günstig möchte, dann gehe ich zu Aldi.
- 45:19Und dann was sagt der andere Discounter?
- 45:21Der sagt ja, ich gebe dir günstiges Sortiment mit
- 45:24Genuss und dann bist du bei Lidl.
- 45:26Und man merkt, das Tolle ist, wenn man diese emotionalen Motivkonstellationen
- 45:31nimmt, dann kann man für jede Marke eine einzigartige Kombination formulieren.
- 45:37Jetzt gibt es natürlich einige, die qualitativ oder wirtschaftlich
- 45:40interessanter sind als andere.
- 45:42Also dass Red Bull auf Leistung positioniert ist, bringt denen automatisch
- 45:46mehr Umsatz als Monster, weil Monster ist eher so auf Erregung positioniert.
- 45:52Gaming, Gaming, genau.
- 45:54Und wenn man mal schaut, wie oft im Leben gibt es Momente, wo mein Bedürfnis nach
- 45:59Erregung da ist und wie oft gibt es Momente, wo mein Bedürfnis
- 46:03nach Leistung da ist.
- 46:04Dann merkt man quantitativ haben mehr Menschen öfter das
- 46:07Bedürfnis, Leistung bringen zu wollen, als dass sie Erregung wollen.
- 46:11Erregung ist zwar auch toll, aber Freitagabends auf einem Rockkonzert, dann
- 46:15ist Monster plötzlich glaubwürdiger, attraktiver.
- 46:18Aber grundsätzlich, wenn ich Autofahren möchte, wenn ich studieren möchte, wenn
- 46:21ich Sport treiben möchte und so weiter, viel mehr Momente sind mit Leistung und
- 46:25deshalb sollte man versuchen, sich in einem Markt auf Dinge zu positionieren,
- 46:30die möglichst viele Menschen als attraktiv sehen, wo ich eine Chance habe, dass ich
- 46:34es glaubwürdig vertreten kann und die möglichst oft natürlich relevant werden.
- 46:39Und mir fällt zum Pendeln noch was ein.
- 46:41Wir haben ja jetzt drei Achsen und
- 46:43ich wollte jetzt, sollen wir noch mal laufen lassen,
- 46:45gerne produzierende Gewerbe rüber.
- 46:48Made in Germany wäre eine vierte Achse.
- 46:52Ja, genau, das ist praktisch eine Quellenmarke, die du drüber stülpst.
- 46:59Und deshalb ist das Parfüm aus Paris einfach glaubwürdiger als
- 47:02das Parfüm aus Gelsenkirchen.
- 47:03Wobei Gelsenkirchen eine wunderschöne Stadt ist, aber Parfüm aus Gelsenkirchen
- 47:09wahrscheinlich nicht an allen Stellen, zumindest in Parkhäusern, wo irgendwelche
- 47:13Bankräuber gerade ein Tresor aufgebohrt haben, da riecht es
- 47:16wahrscheinlich nicht so gut.
- 47:19Haben die es mit Hilti gemacht?
- 47:22Das wäre ein super Spot.
- 47:24Hilti kommt überall durch.
- 47:28Aber genau das ist der Punkt.
- 47:29Also die Quellenmarke färbt natürlich die Marke, die daherkommt und deshalb ist
- 47:34das Swiss Made auch nach wie vor auch extrem super stark.
- 47:39Made in Germany nimmt halt echt gerade ab.
- 47:42Und um das Beispiel auszuschmücken ist warum?
- 47:45Weil wenn man in die Schweiz kommt und da vom Flughafen in Zürich reinfährt,
- 47:50dann ist es schon ungewöhnlich, wenn der Zug 30 Sekunden zu spät abfährt.
- 47:55Alles Sauberkeit, Pünktlichkeit, tip top, alles super präzise.
- 47:59Und ich glaube, dass die Deutsche Bahn bei uns wahrscheinlich
- 48:03zur Schwächung der Marke Made in Germany in den letzten 10, 15 Jahren
- 48:08mehr beigetragen hat als jeder sonstige Skandal, Dieselskandal etc.
- 48:13Weil es so körperlich erlebbar ist.
- 48:14Das heißt, ich komme in Frankfurt an, bin angereist, um bei dem Top
- 48:18Spezialmaschinenbauer in Stuttgart mir die mega Präzisionsmaschine zu kaufen
- 48:23und der erste Zug, der kommt, der ist erstmal zu spät und ich
- 48:25verpasse meinen Anschluss.
- 48:27Und dann bleiben auch Gedächtnisspuren übrig, die dann alles weitere färben.
- 48:33Und das nur kurz.
- 48:35Das ist ein sehr interessantes Feld.
- 48:37Wenn man über Marken Brand Experience nachdenkt, dann sind die Erkenntnisse der
- 48:42Behavioral Economics, dieser Verhaltensökonomie extrem interessant.
- 48:46Und Effekt, der gut erforscht ist, ist der sogenannte Priming Effekt.
- 48:52Das heißt also, ich werde am Anfang geprimed.
- 48:55Das hat man dann in ganz vielen unterschiedlichen Kontexten probiert, zum
- 48:58Beispiel mit Bewerbungsunterlagen auf einem schweren Klemmbrett oder
- 49:01auf einem leichten Klemmbrett.
- 49:03Bewerbungsunterlagen waren identisch, Noten waren identisch, Lebenslauf war
- 49:06identisch und die auf dem schweren Klemmbrett, derjenige hat
- 49:09immer den Job gekriegt.
- 49:10Und wenn man die Leute gefragt hat, warum, dann haben die 1000 Gründe generiert.
- 49:13Keiner hat gesagt, weil das Klemmbrett so schwer ist.
- 49:16Aber das aktiviert wieder unseren Autopiloten.
- 49:19Gewicht hat was mit Kompetenz zu tun und dann plötzlich färbt das die ganze
- 49:23Wahrnehmung des Lebenslauf, der Noten und alles, was da so passiert.
- 49:28Das ist der Effekt, den wir gerade beschreiben mit Made in Germany.
- 49:31Das heißt, dieses Erlebnis von mangelnder Präzision, Unzuverlässigkeit färbt danach
- 49:36natürlich auch die Wahrnehmung der Firma, die ich in Stuttgart besuche.
- 49:39Bedeutet auch für alle Unternehmen: wir müssen noch mal eine Schippe draufpacken.
- 49:45Definitiv, ja.
- 49:47Und auch das, was euch auch sehr viel beschäftigt, ist Prozesse.
- 49:51Das heißt, die Prozesse, die kognitive Leichtigkeit,
- 49:55das Qualitätserleben, was ich in Prozessen habe, das färbt natürlich
- 49:59alles auch, was danach kommt.
- 50:02Und dann nehme ich genau das gleiche Signal halt anders wahr.
- 50:06Wir unterstützen auch gerade Kunden, die dann Bestellungen über WhatsApp einfach
- 50:10annehmen, also komplexe Bestellung über WhatsApp annehmen oder auch Bestellung von
- 50:16fleischverarbeitenden Betrieb, die sagen, ich brauche jetzt aber noch mal die
- 50:19gleichen Messer wie jetzt auch in der Stückzahl, die ich sonst auch immer habe,
- 50:22weil man einfach nicht weiß, was man sonst gerade bestellt hat.
- 50:25Sowas. Das sind ja auch so Leichtigkeit.
- 50:27Genau, die Firma, die sagt, ich will das einfach.
- 50:30Und der Kanal färbte auch die Botschaft.
- 50:33Das heißt, WhatsApp ist ja eigentlich ein Kanal, wo ich sehr
- 50:35persönlich in Kontakt bin.
- 50:36Und wenn mir die Firma jetzt einen WhatsApp Kanal anbietet oder einen anderen
- 50:39Chat Kanal, dann bin ich da auch näher dran.
- 50:42Ich komme also in eine andere Form der Beziehung.
- 50:44Und das färbt natürlich auch.
- 50:46Und diese ganzen Signale verarbeitet derjenige dann ach, die kümmern
- 50:51sich um mich, die denken mit.
- 50:53Blöd ist dann, was ich dann bei einer Bank erlebt habe, wenn ich dann über den
- 50:58Chat, der mir angeboten wird, über die App eine Nachricht abschicke und
- 51:02ich drei Monate nichts höre.
- 51:06Das sind dann nämlich auch die Leuchtturm Momente, aber im umgekehrten Sinne.
- 51:10Das heißt das färbt danach auch die Gebühren sind aber auch verdammt hoch und
- 51:14das und das haben sie auch nicht richtig gemacht.
- 51:16Spannend.
- 51:17Ich hatte einen Post zu Miles and More Kreditkarte bestimmt 20 Jahre
- 51:24immer Status gehabt, habe immer noch und jetzt wechseln sie wieder mal.
- 51:28Das ist immer mal wieder so wieder mal den Ausgeber der Kreditkarte von
- 51:33der DKB auf die Deutsche Bank.
- 51:35Ist übrigens der Post, der am meisten sich angeguckt wurde.
- 51:38Danke an Deutsche Bank nochmal.
- 51:42Und da gibt es einen Prozess, wo du die neue Karte beantragen kannst.
- 51:45War sonst bisher nie so.
- 51:47Und die wollten dann entweder du bist Postbank oder Deutsche
- 51:50Bankkunde, kannst deine Kundendaten angeben, aus erfährst du später m Prozess
- 51:54und dann sagen sie, welchen Verfügungsrahmen du hast.
- 51:57Jetzt habe ich einen Verfügungsrahmen, den habe ich 15 Jahre, 20 Jahre.
- 52:02Ich habe gar keine Lust irgendwas noch anzugeben.
- 52:06Bin raus und stell jetzt gesamt Miles More in Frage.
- 52:11Und das finde ich auch spannend.
- 52:14Relativ lange dabei gewesen und einfach weil man mir Arbeit auferlegt für etwas,
- 52:18wo ich sage, ihr verdient doch dran, nicht ich und diese eine Meile pro Euro oder
- 52:262 Euro pro Meile, wenn du dann privat machst, warum auch geschäftlich privat
- 52:29unterschiedlich ist, klar ist ein Versteuerungsthema, aber als Kunde,
- 52:36dann gehe ich doch zu Amex, bekomme ich für fünf Euro vier Meilen
- 52:42und nicht für zwei Eine.
- 52:45Schönes Beispiel, da bemühst du dich gar nicht mehr.
- 52:49Da siehst du wieder in der Ausgestaltung der Brand Experience kann man
- 52:53die klassische 3B Regel anwenden.
- 52:563B Regel steht im Buch für die Zuhörer, die steht natürlich
- 52:58auch im Buch natürlich.
- 52:59Die 3B Regel habe ich aber gar nicht erfunden, kommt aus
- 53:02der Verhaltensökonomie.
- 53:03Das steht für Behavior, Benefit und Barrier.
- 53:08Und das ist ein super schönes mentales Modell, was man immer drüberlegen kann.
- 53:12Als erstes definieren, was wollen wir, dass die Leute eigentlich tun?
- 53:16Denken, fühlen.
- 53:17Dann wissen wir, wo die Reise hingeht. Das ist das Ziel.
- 53:20Dann schauen wir, was motiviert die Leute, was sind die Benefits, die
- 53:23wir versprechen können?
- 53:25Und das, was viele übersehen, ist das, was du gerade als Beispiel
- 53:28nimmst, die Barriers.
- 53:30Was hält sie davon ab, das zu tun oder was erzeugt Friktion,
- 53:34dass sie es eben nicht tun und das, was du gerade beschrieben hast, da war der Status
- 53:39Quo Effekt, alles ist so wie immer und plötzlich
- 53:43entsteht Friktion wegen diesem Wechsel und plötzlich erzeugt
- 53:48das auch ein Behavior, nämlich da hast du dann gar keine Lust mehr mitzumachen.
- 53:53Diese Friktion abzubauen ist ein häufig unterschätzter Hebel.
- 53:57Ein schönes plakatives Beispiel.
- 53:59Es gibt eine Bar, Bob Bob Ricard in London, das ist vom ehemaligen Ogilvy
- 54:05Werbemanager und das ist die Bar mit dem höchsten Champagnerumsatz der Welt.
- 54:10Und wie hat er das geschafft?
- 54:11Indem er die Friktion abgebaut hat.
- 54:13An jedem Tisch gibt es einen Knopf.
- 54:15Press here for Champagne.
- 54:18Ich muss da nur draufdrücken und dann kommt sofort der Kellner vorbei
- 54:23und bringt die nächsten Gläser mit Champagner.
- 54:26Und da siehst du einen riesen Hebel einfach durch Abbau von Friktion.
- 54:31Und wir sprachen vorhin darüber, dass auch der Checkout Prozess oder
- 54:36ähnliches, wenn da Friktion, wie oft hat man Checkout Prozesse und dann bricht
- 54:40man einfach ab, weil man zu genervt ist.
- 54:42Und man konstruiert ja auch immer, was denken die Leute und man merkt,
- 54:48ob Unternehmen nur an sich denken.
- 54:51Wieder das Beispiel mit Automobil, jetzt ist hier auch noch der VW Knopf verbaut.
- 54:54Ja, wahrscheinlich war das günstiger.
- 54:56Oder denken Sie an mich, an mein Erlebnis.
- 54:58Und da schätze ich auch, wenn ich spüre, dass die Leute im Detail mitgedacht haben,
- 55:03um mir die Dinge leichter zu machen.
- 55:05Aber wie gesagt, die 3B Regel kann ich nur empfehlen, Barriers, Abbau von Friktion.
- 55:10Mal das ganze Touchpoint Profil sich anzugucken.
- 55:13Wo in unserer Brand Experience erzeugen wir unnötig Friktion und
- 55:17wo können wir die abbauen?
- 55:22Punkt, Punkt, Punkt.
- 55:25Noch eine ganz andere Fragestellung.
- 55:28Leben wir ja in einer überhaupt nicht wertend ist so bzw.
- 55:34Positiv wertend.
- 55:35Wir leben ja in einem westlichen System, das kapitalistisch geprägt ist.
- 55:40Soziale Marktwirtschaft.
- 55:43Würde Marketing und Brand Experience im Kommunismus funktionieren?
- 55:49hat es sogar schon.
- 55:51Was ist der Unterschied dazu?
- 55:52Und wie du hast immer Leistung gesagt.
- 55:55Ich mache ganz komischen Exkurs jetzt.
- 56:00finde ich super.
- 56:00Dafür liebe ich die Gespräche mit dir auch, weil wir von Hölzchen aufs Stöckchen
- 56:04kommen und die Dinge von verschiedenen Perspektiven betrachten.
- 56:09Und das ist eine total spannende Frage.
- 56:10Und es gab Marken in der Sowjetunion und was interessant ist,
- 56:16wer das noch mal erleben möchte, es gibt eine sehr, sehr gute
- 56:18Serie über Tschernobyl.
- 56:20Und am Anfang denkt man, was ist hier eigentlich anders?
- 56:25Und dann merkt man in den ganzen Bildern, in einem Stadtbild gibt
- 56:29es nirgendwo Werbung. Es gibt keine Marken, nichts sichtbar.
- 56:33Es gibt dann Trabant.
- 56:35Genau, aber keine Werbeplakate und so weiter.
- 56:39Und auch auf den Klamotten, da ist nichts zu sehen und so.
- 56:41Trotzdem gab es Marken.
- 56:43Zum Beispiel gab es nur eine Schokoladensorte in der Sowjetunion.
- 56:47Die hatten aber unterschiedliche Standorte, wo die produziert wurden.
- 56:51Und diese Standorte waren auf der Verpackung durch Nummern markiert.
- 56:55Also wo die herkamen, dass wenn mal irgendwas schief läuft, damit dann auch
- 56:59der richtige Apparatschik den Kopf kürzer gemacht werden konnte oder im Gulag
- 57:02landete, musste ja irgendwo eine Verantwortung musste
- 57:05ja hergeleitet werden.
- 57:06Das heißt, jede Schokolade hatte auch eine Nummer.
- 57:08Und da wurden Kinder zum Einkaufen geschickt, um solche Schokoladen zu
- 57:11kaufen, aber achte darauf, dass du die vier kaufst.
- 57:14Und was ist das? Das ist Leistungserwartung.
- 57:17Das ist Markenbildung.
- 57:18Ich esse nur Vierer Schokolade.
- 57:20Ist nicht im klassischen Sinne, aber das, worüber ich sprach.
- 57:23Menschen bilden immer Marken.
- 57:25Also im Persönlichen, also in unserem Auswahl von Freundschaft und Beziehung.
- 57:30Das sind auch Marken.
- 57:31Wir haben Leistungserwartungen und Leistungserfüllungen, die wir erleben.
- 57:35Und da kriege ich häufig Pushback, wenn Leute sagen: Ja, aber das ist doch
- 57:39für Liebesbeziehungen zum Beispiel kann das doch nicht sein.
- 57:42Also Liebe beruht doch nicht auf Leistung.
- 57:44Natürlich beruht das auf Leistung.
- 57:46Und zwar das beginnt schon, weil derjenige vielleicht gut aussieht,
- 57:50weil er charmant ist, weil er humorvoll ist, weil er sich um mich kümmert
- 57:56und bei der Ehe auch um ein Versprechen. Genau.
- 57:57Und dann gibt er mir auch noch ein Versprechen und dann sinkt die
- 58:01Leistung an bestimmten Punkten.
- 58:03Vielleicht gibt man sich nicht mehr so viel Mühe und ist auch ein bisschen
- 58:05abgelenkt, der Job ist stressig und so weiter.
- 58:08Und was passiert, wenn dann das Leistungserleben von der
- 58:12Leistungserwartung abweicht?
- 58:14Die Bindung nimmt ab, die Wertschätzung
- 58:183B zählt auch da, auch da und du musst einen Peak schaffen und
- 58:22das Ende muss gut sein. Exakt.
- 58:24Genauso.
- 58:26Ist das wirklich portierbar aus deiner Sicht?
- 58:27Ja, definitiv. Weil wir Menschen einfach gleich ticken.
- 58:29Das ist Mensch Beziehung.
- 58:32Das ist die Art, wie wir die Welt verarbeiten.
- 58:34Also wir schauen auf die Welt und wir filtern die Welt permanent
- 58:37nach Ressourcen und Gefahren.
- 58:39Das ist eingebaut in unser System.
- 58:42Und deshalb sind wir extrem sensibel auf alle Signale,
- 58:46die uns Wert versprechen und sind sensibel auf Signale, die Gefahr bedeuten
- 58:52und so funktionieren wir.
- 58:53Und jetzt nehme ich den gesamten Exkurs noch mal zurück.
- 58:56Ich lese dein Buch am besten, bzw.
- 59:03Es sollten ja die Unternehmer, Geschäftsführer lesen
- 59:07am besten alle im Unternehmen.
- 59:08Aber ja, als erstes mal diejenigen, die verantwortlich sind, diesen Prozess.
- 59:13wahrscheinlich auch keine 300 Seiten.
- 59:15Aber wie bekommst du, damit es ja Wirklichkeit wird, dann wie
- 59:19bekommst du es ins Unternehmen rein?
- 59:21Da hast du doch bestimmt was vorbereitet im Buch.
- 59:24Ja, genau. Da sind also Checklisten, ne?
- 59:28Ist nicht abgesprochen. Genau, kann ich sagen.
- 59:29Da sind Checklisten drin, da sind Modelle drin und das ist eigentlich das, was ich
- 59:33auch versucht habe, hier in dem Gespräch zu machen.
- 59:36Es gibt nichts Praktisches als ein gutes Modell.
- 59:40Ich habe mal was aufgeschrieben. Du hast was aufgeschrieben?
- 59:42Ja genau.
- 59:47Du hast BX Navigator und BX Score, Richtig, genau.
- 59:53Wir haben also das BX Navigator Modell.
- 59:56Also das ist das Erste, was wir den Leuten in den Kopf pflanzen möchten oder als
- 1:00:00Werkzeug an die Hand geben, als Denkhilfe.
- 1:00:03Und wir sind ja hier sozusagen auch sichtbar.
- 1:00:06Das musst du dann wieder kommentieren.
- 1:00:09Was ich jetzt mache, ich möchte das mal kurz in eine visuelle
- 1:00:13Metapher übersetzen und zwar nämlich Brand Experience Management ist so ein bisschen
- 1:00:17wie jonglieren, weil wir brauchen als erstes das
- 1:00:20Leistungsversprechen und das muss irgendwie attraktiv sein und das kann
- 1:00:26ich verändern auf unterschiedliche Weise.
- 1:00:28Aber du merkst, da geht mehr.
- 1:00:30Und genau das ist das, worüber wir gesprochen haben, weil das Ding
- 1:00:33kommt nicht automatisch in die Köpfe.
- 1:00:34Das heißt, ich Kunden lesen keine Strategiepapiere, Mitarbeiter auch nicht.
- 1:00:38Das heißt, ich brauche danach starke Signale.
- 1:00:41Ich muss mir überlegen, woran bin ich erkennbar?
- 1:00:43Eine starke Marke erkennt man daran, dass man sie erkennt und das muss mit diesem
- 1:00:48Leistungsversprechen zusammenpassen.
- 1:00:51Und daraus entsteht schon mehr.
- 1:00:53Und die, die jetzt zuschauen, denken applädiert noch keiner.
- 1:00:58Zwei Bällen jonglieren, da fehlt irgendwas, nämlich
- 1:01:01wir brauchen die Touchpoints.
- 1:01:02Das heißt, das Ganze muss an Touchpoints erlebbar werden.
- 1:01:04Daraus entsteht das Muster.
- 1:01:05Und hier steckt noch eine Metapher drin, nämlich ich kann nicht einen
- 1:01:09Faktor hier maximieren.
- 1:01:10Die geniale Strategie ohne die schwachen Signale erzeugt das nicht.
- 1:01:13Ich bin immer darauf angewiesen, dass das Ganze im Muster passiert und dann fällt
- 1:01:17auch mal ein Ball und dann hebt man wieder auf und dann macht man weiter.
- 1:01:20Jede Marke hat immer ein unterschiedliches Muster, aber ich komme nie darum, diese
- 1:01:25drei Faktoren miteinander zu kombinieren.
- 1:01:28Wie kommt das in die Köpfe?
- 1:01:30Indem man als erstes mal das als ganzheitlichen Prozess begreift und dann
- 1:01:34auch nicht Marke als Abteilung sieht, sondern dieses Verständnis in die Köpfe
- 1:01:40der entscheidenden Führungspersonen packt.
- 1:01:43Und sagt auch du im Bereich Service hast etwas mit unserer Marke zu tun,
- 1:01:46wahrscheinlich sogar mehr als derjenige, der die hübschen Kampagnen macht.
- 1:01:49Das wäre der erste Schritt, den ich empfehlen kann.
- 1:01:54Der nächste Schritt ist dann, wenn wir gesagt okay, wir sind alle
- 1:01:57verantwortlich, müssen wir auch ein gemeinsames Zielbild entwickeln.
- 1:01:59Und da sind wir bei Navi.
- 1:02:01Was ist unser Nutzen? Wie sind wir anders?
- 1:02:03Wie werden wir widerspruchsfrei?
- 1:02:05Und wie bleiben wir interessant?
- 1:02:07Und an dem Punkt mal abgebrochen.
- 1:02:09Zack, hört sich so leicht an.
- 1:02:11Ne, ist wahrscheinlich überhaupt nicht einfach, weil du musst ja alle Menschen
- 1:02:14mitnehmen und dann sitzt da jemand jetzt auch für uns in der Firma
- 1:02:19als Projektleiter beim Kunden und die bilden ja ganz viele Marke ab,
- 1:02:23weil sie ganz viele Touchpoints haben, weil wir ja auch einfach
- 1:02:27Menschen haben, die da Service erbringen, ist natürlich der Mensch
- 1:02:31und ganz viel die Marke.
- 1:02:33Und das ist die höchste Form der Markenführung, weil da ist
- 1:02:36das, worüber wir sprachen.
- 1:02:37Da muss Marke zur Kultur werden.
- 1:02:39Da müssen diese Erlebnisse, die du beschrieben hast mit Amazon, da
- 1:02:43ist Marke zur Kultur geworden.
- 1:02:45Und das ist erstmal kein Quick Win.
- 1:02:47Aber um das irgendwie managebar zu machen, wie isst man einen Elefanten?
- 1:02:51Stück für Stück.
- 1:02:54Das heißt, man beginnt als allererstes zum Beispiel, sich nochmal Klarheit die Marke
- 1:02:59selber zu schärfen, das Leistungsversprechen.
- 1:03:01Und wenn man das klar hat, dann kann man nämlich sehr leicht die Widersprüche
- 1:03:05erkennen und dann beginnt man einfach damit ganz in Ruhe.
- 1:03:07Man schaut okay, da erfüllen wir unser Versprechen nicht in der Art,
- 1:03:11wie wir es wollen, da nicht.
- 1:03:12Und dann beginnt man Stück für Stück an diesen Touchpoints zu arbeiten und dann
- 1:03:17Leuchtturmerlebnisse auch für die Mitarbeiter zu schaffen.
- 1:03:20Und das hat Götz Werner zum Beispiel bei dm immer sehr gut gemacht,
- 1:03:24weil im Einzelhandel ist ja Licht zum Beispiel extrem wichtig und das
- 1:03:27war ihm immer sehr, sehr wichtig.
- 1:03:29Und was macht er?
- 1:03:30Der macht dann keine internen memos und verbreitet PDFs und achten Sie bitte in
- 1:03:35jeder Filiale, dass das Licht auch richtig ist, sondern er hat dann unangemeldet
- 1:03:39Filialbesuche gemacht und hat sich dann als allererstes häufig
- 1:03:43mal eine Leiter bringen lassen und ist dann auch mit 70 Jahren dann noch auf die
- 1:03:47Leiter geklettert und hat dann angefangen, an den Lampen rumzufummeln,
- 1:03:51bis dann irgendjemand kam.
- 1:03:52Herr Werner, kommen Sie doch bitte runter, das machen wir doch und so weiter.
- 1:03:56Und diese Geschichten verbreiteten sich aber dann im Unternehmen.
- 1:03:59Und Kultur entsteht ja immer aus Geschichten.
- 1:04:02Unsere Kultur ist am Lagerfeuer entstanden.
- 1:04:04Wir haben uns gegenseitig Geschichten erzählt, um darauf zu achten, dass
- 1:04:07Markenführung schon dabei beginnt, dass man intern die richtigen
- 1:04:10Geschichten produziert.
- 1:04:11Aber man muss aufpassen, dass der Herr Werner jetzt ja nicht mehr, aber
- 1:04:16dann nicht ins Micromanagement abdriftet. Absolut.
- 1:04:20Der muss nur die symbolischen Dinge tun, also nicht ins Micromanagement, sondern
- 1:04:23der muss diese großen Leuchtturmgeschichten erzeugen.
- 1:04:27Aber dann kann man die Geschichte schön erzählen.
- 1:04:29Dann kann man die super erzählen, wenn das nicht richtig ist.
- 1:04:31Der Herr Werner wird es jetzt machen. Genau.
- 1:04:33Und selbst wenn man dann weg ist, dann ist sozusagen die geistige Leitplanke.
- 1:04:37Was würde der Herr Werner dazu sagen?
- 1:04:39Das ist auch eine Art Marke lebendig zu halten, indem man die Geschichten, aus
- 1:04:44denen das Ganze entstanden ist, lebendig hält, aber immer wieder relevant in der
- 1:04:48Manifestation, weil Technologie entwickelt sich ja schnell.
- 1:04:51Und dann immer wieder neue Ausdrucksformen zu finden, wie das eigentliche
- 1:04:55Leistungsversprechen der Marke sich heute anders manifestiert als früher.
- 1:04:59Freude am Fahren war in den er Jahren auch was anderes als heute.
- 1:05:03Ich denke noch mal an unsere B2B Hersteller und musste auch den Marc
- 1:05:08jetzt hinter der Kamera mal angucken.
- 1:05:10Den muss ich auch angucken.
- 1:05:12Ich erzähle jetzt was.
- 1:05:13Da wird Marc gleich eine Reaktion zu zeigen.
- 1:05:16Wenn man natürlich Produkte verkauft, wir haben Liebherr, Coroplast und so weiter,
- 1:05:20dann sind die Produkte auch ganz stark Teil der Marke,
- 1:05:23komme ich gleich noch drauf.
- 1:05:25Wenn man aber viel im Service ist, dann sind es ja auch die Menschen.
- 1:05:29Und wir haben einen perfekten Ort in Hamburg gefunden, wo wir Marke oder den
- 1:05:34Servicegedanken ganz anders erlebt haben.
- 1:05:37Und das war das Restaurant Parisas.
- 1:05:41Ein Lächeln.
- 1:05:42Ja, ja, ja.
- 1:05:44Es ist grandios.
- 1:05:46Ich kenne Besitzernamen, wie er uns da umsorgt hat.
- 1:05:53Jeder sagt das und ich schick jeden auch dorthin und geh da mal hin und du
- 1:05:58wirst erfahren, was Service ist.
- 1:06:00Da gibt es sicherlich auch noch andere Läden, wo man es immer
- 1:06:03noch mal gespürt hat.
- 1:06:04Aber das ist ein super Gedanke, weil den Menschen auch wieder das Erleben
- 1:06:09zu ermöglichen, also in dem tatsächlichen Erlebnis die
- 1:06:13eigentliche Botschaft zu transportieren, ist immer stärker als explizit
- 1:06:17irgendwas zu erzählen.
- 1:06:20Und Götz Werner noch mal als leuchtendes Beispiel, weil
- 1:06:25wir vermessen auch die Brand Experience von unterschiedlichen Marken.
- 1:06:28Und matchen die gegeneinander.
- 1:06:29Und DM ist ganz, ganz oben.
- 1:06:30Brand Experience, Qualität und Vertrauen in die Marke ist ganz oben.
- 1:06:33Und da kann man viel drauf gehen,
- 1:06:35sogar runter bis zu den Lieferanten, die sie haben, die sie anders behandeln,
- 1:06:40nicht den letzten Cent rausquetschen. Genau.
- 1:06:42Und wenn es darauf ankommt, zerreißen die sich dann für DM.
- 1:06:46Und was sie auch gemacht haben, ist, jeder Mitarbeiter hat immer gesagt,
- 1:06:50Einzelhandel ist Bühne.
- 1:06:52Und wenn die Menschen auf einer Bühne stehen, dann sollten sie ja mit den
- 1:06:55Fähigkeiten ausgestattet werden, um auf dieser Bühne zu performen.
- 1:06:58Wir schicken die alle in Improvisationstheater Workshops.
- 1:07:02Das heißt, jeder Mitarbeiter muss einen Improvisationstheater Workshop mitmachen.
- 1:07:06Und solche Kleinigkeiten, die prägen ja auch Kultur.
- 1:07:09Dahinter steckt ja auch ein Anspruch.
- 1:07:12Ihr müsst jeden Tag hier auf der Bühne, ihr führt ein Stück auf und ihr müsst
- 1:07:16euren Text kennen und ihr müsst gut reagieren.
- 1:07:18Und Improvisationstheater ist ja die Grundregel.
- 1:07:21Ja, und also niemals dem Kunden widersprechen, sondern einfach fortführen
- 1:07:25und worum geht es denn eigentlich?
- 1:07:27Um das gemeinsame Ziel, ihn glücklich zu machen.
- 1:07:30Hier bin ich Mensch, hier kaufe ich ein, das jeden Tag zu realisieren.
- 1:07:37Punkt.
- 1:07:39Und ich ergänze das jetzt mit dem, wenn ich Produkte verkaufe, da sind
- 1:07:43wir ganz häufig mit dabei.
- 1:07:45Und ich glaube, das kennt jeder.
- 1:07:47Spotify nutzen viele, gängige App.
- 1:07:51Da gab es ja irgendwann oder Sonos ist ja auch ein Produkt, wo die App auch ganz
- 1:07:57gut funktioniert hat als die und dann
- 1:07:59zwischendurch nicht mehr Riesenerlebnis.
- 1:08:01Plötzlich konnte ich plötzlich meine Playlists von meinem
- 1:08:03iPhone nicht mehr abspielen
- 1:08:05und dann bist du überhaupt nicht mehr happy damit.
- 1:08:07Da gibt es bose, die hatten immer eine schlechte App.
- 1:08:09Die hat auch nie performt.
- 1:08:14Und diese digitalen Service Touchpoints, das ist etwas, was wir auch feststellen,
- 1:08:19wo noch viel zu wenig reingearbeitet wird in Europa, wo ich das in anderen Ländern
- 1:08:25schon ganz anders wahrnehmee, dass sie dann halt.
- 1:08:27Also nehmen wir noch mal Lidl als Beispiel.
- 1:08:29Bei B2C kann jeder mal so total einfach arbeiten.
- 1:08:32Lidl hat ja ganz lange gesagt, ich mache gar keine App,
- 1:08:36auch Aldi nicht, aber Lidl überholt ja jetzt mal alle rechts, was das angeht.
- 1:08:40Die haben eigene App, die haben Lidl Pay dazu, die haben Rewards Punkte dazu,
- 1:08:45bestimmte Preise und die haben diesen Gedanken komplett verinnerlicht.
- 1:08:49Also dass sie auch die Flaschen selber herstellen, die PET Flaschen und Co.
- 1:08:55Also oder auch Pfand kannst du gleich spenden bei der Tafel.
- 1:09:00Das finde ich ist auch kombiniert mit den digitalen Touchpoints, auch wenn es ein
- 1:09:05Discounter ist echt ein Unterschied.
- 1:09:08Lidl lohnt sich und das manifestiert sich dann in dem Punkt in der App.
- 1:09:15Das lohnt sich, da muss die App sich auch lohnen.
- 1:09:18Das heißt also ich habe ja, es gibt ja Kosten, die ich wirtschaftlich hab Geld,
- 1:09:23aber ich habe ja Verhaltenskosten, die sind heute viel wichtiger als, also wie
- 1:09:27viel Verhaltenskosten habe ich und wie viel kriege ich raus?
- 1:09:29Und da macht ja unser Gehirn permanent diese Kalkulation zwischen
- 1:09:33Schmerz und Belohnung.
- 1:09:34Und das können tatsächlich Neurowissenschaftler mittlerweile
- 1:09:38in der Röhre voraussagen.
- 1:09:39Wenn die Leute in eine Kaufentscheidung reingeführt wird, wird der
- 1:09:42jetzt kaufen oder nicht?
- 1:09:43Indem sie einfach beobachten, wie stark wird das Belohnungszentrum
- 1:09:46aktiviert versus Schmerzzentrum.
- 1:09:48Wenn das Belohnungszentrum stärker aktiviert wird, dann wird gekauft.
- 1:09:51Das hat Uber ja auch super gemacht.
- 1:09:53Ja, richtig. Du hast nur Belohnungen gehabt.
- 1:09:55Den Schmerz hast du gar nicht gesehen, weil der kam irgendwann viel
- 1:09:57später per Mail bestätigt.
- 1:10:00Das was ich zur 3B Regel gesagt habe.
- 1:10:03In dem Abbau von Friktionen steckt unglaublicher wirtschaftlicher Hebel.
- 1:10:07Und was hat Uber gemacht?
- 1:10:09Hat die Wartezeit psychologisch angenehmer gestaltet, weil es war ja gar nicht so,
- 1:10:14dass die anderen Taxen irgendwie später kamen.
- 1:10:16Wann kommen die denn jetzt genau? Und wie viel Zeit habe ich noch?
- 1:10:19Kann ich mir noch eine Zeitung im Kiosk kaufen oder verpasse ich dann das Taxi
- 1:10:23und plötzlich mit Uber habe ich Kontrolle.
- 1:10:24Ich sehe das Ding, ach, der wird jetzt in 4 Minuten hier sein.
- 1:10:27Oh, habe ich ja noch genug Zeit, dann kaufe ich mir kurz noch die Zeitung.
- 1:10:30Und das ist extrem mächtig.
- 1:10:32Und umgekehrt muss man aber nur ein digitaler Touch, nur
- 1:10:36ein digitaler Touchpoint.
- 1:10:37Da ist ein Milliardenunternehmen daraus entstanden.
- 1:10:39Genau das ist es. Aber aus einer bestimmten Haltung heraus.
- 1:10:42Und Uber in dem Wort, uber das sagen ja die Amerikaner, wenn etwas
- 1:10:46wirklich unglaublich viel besser ist.
- 1:10:48Da haben sie gesagt, das ist einfach die Uber Experience
- 1:10:52und das macht es einfach besser.
- 1:10:54Und umgekehrt kann man aber sagen, das ist bei verhaltensökonomischen
- 1:10:58Sachen immer so.
- 1:11:00Das Umgekehrte einer guten Idee kann auch eine gute Idee sein.
- 1:11:04Das Umgekehrte einer guten Idee.
- 1:11:08das heißt Friktion abbauen, keine schlechte Idee.
- 1:11:10Wie bitte? Du meinst damit ja, keine schlechte Idee.
- 1:11:12Ne, das sind dann zwei gute Ideen, und zwar das Abbau von Friktionen, super Idee.
- 1:11:17Das Aufbau von Friktion kann aber genauso eine gute Idee sein.
- 1:11:20Hast du ein Beispiel für ?
- 1:11:25zum Beispiel Hermes, also bis ich mich überhaupt qualifiziere, um
- 1:11:27einen Birkenbag zu kaufen?
- 1:11:29Das ist ein Extrembeispiel, aber auch in anderen Bereichen, zum Beispiel
- 1:11:33eher so Massenmarktbereich, also wenn es um Beratungen geht, also wenn mir eine
- 1:11:37Bank ein Finanzdienstleister erzählt, also wir beraten total persönlich genau auf
- 1:11:42ihre Bedürfnisse und das ist wirklich, also wir verstehen
- 1:11:46sie besonders gut und so weiter.
- 1:11:47Und dann sprechen wir eine halbe Stunde miteinander und dann zieht er dann
- 1:11:50sozusagen praktisch den Finanzplan für mein Leben aus der Tasche
- 1:11:53der schon fertig war. Der schon fertig.
- 1:11:55Ist die Friktion auch stark reduziert. Ist das sinnvoll?
- 1:12:00Ich mache ein paar andere.
- 1:12:01Das heißt, da Friktion einzubauen zu sagen: Im ersten Gespräch sprechen wir nur
- 1:12:05über Ihre Ziele und Ihre Situation, danach nehme ich das mit und dann
- 1:12:10treffen wir uns in zwei Wochen wieder.
- 1:12:12Dann mache ich einen ersten Entwurf, wie das Ganze aussehen könnte.
- 1:12:15Dann werde ich Ihnen noch ein bisschen was erklären.
- 1:12:18Dann werde ich noch bestimmte Prinzipien erklären, nach der wir
- 1:12:21Anlageentscheidungen treffen und so weiter.
- 1:12:24Dann werden wir wieder schauen, welche dieser Arten von Anlagestrategien
- 1:12:28ist denn für Sie die richtige?
- 1:12:30Dann gehe ich noch mal und mache Ihnen dann den Vorschlag, wie wir
- 1:12:32Ihr Portfolios strukturieren.
- 1:12:34Wie viel Vertrauen hast du dann gegenüber der Leistung?
- 1:12:36Und da merkt man, da ist Friktion ein wichtiger Teil von der Erwartungshaltung.
- 1:12:41Wenn das alles zu easy geht, weil wir machen ja auch immer
- 1:12:45Kalkulationen, etwas, was sehr leicht ist, ist wenig Wert.
- 1:12:49Aber muss es ja gar nicht. Ne?
- 1:12:50Muss es gar nicht.
- 1:12:52Zwei Anmerkungen auch bei uns.
- 1:12:53Wir gewinnen häufig, ich glaube, das ist bei vielen unserer
- 1:12:57Kunden auch so, Deals dann, wenn wir auch schnell liefern,
- 1:13:01wenn sie sagen okay, ich will Managed Service haben und wir dann nicht bis zum
- 1:13:05Ende der Ausschreibung warten, sondern zig Fragen stellen
- 1:13:09und dann das angepasste Angebot.
- 1:13:11Natürlich haben wir Standards, aber wir passen es an.
- 1:13:14Und das sehe ich bei Kunden genauso, wenn sie es schaffen, diese digitalen
- 1:13:19und physischen Kanäle so miteinander zu verheiraten, dass sie Vertrauen
- 1:13:23durch Geschwindigkeit erzeugen.
- 1:13:25Aber das finde ich einen spannenden Punkt.
- 1:13:27Aber es muss ja nicht heißen, dass alles easy ist.
- 1:13:30Es kann auch Rückfragen und Hausaufgaben geben.
- 1:13:32und da können wir jetzt den Filter der Motive drüberlegen.
- 1:13:34Zum Beispiel bei Business to Business ist auch ein Kernbedürfnis, ist auch
- 1:13:38Effektivität und auch Geschwindigkeit, Dinge vom Tisch zu kriegen.
- 1:13:43Bei dem Beispiel, was ich vorher genannt habe, da geht es vielleicht um meine
- 1:13:46gesamte restliche Lebensplanung, da ist mein Hauptbedürfnis Sicherheit.
- 1:13:53Da bin ich dann bereit, auch höhere Friktionen in Kauf zu nehmen, ist bei
- 1:13:57euch auch sehr wichtig die Sicherheit.
- 1:13:59Aber vor allen Dingen, dass es vorangeht, dass auch Dinge sichtbar werden, dass
- 1:14:03derjenige, der auch die Entscheidung fällt gegenüber den Anspruchsgruppen in seinem
- 1:14:07Unternehmen, das ist auch ein Motiv, schnell auch was berichten kann, weil er
- 1:14:12dann sozusagen den Abstrahleffekt, weil auch jeder ist seine eigene kleine Marke,
- 1:14:15Personal Brand im Unternehmen, dann kann man sagen, der Joubin,
- 1:14:19wenn ich dem das gebe, der regelt die Sachen immer schnell, da geht es
- 1:14:23immer vorwärts, preislich fein. geht ja alles Hand in Hand.
- 1:14:25Super Mehrwert gehabt Zum Abschluss: Welche drei Punkte würdest
- 1:14:32du Geschäftsführern aus dem B2B Umfeld, egal ob Handel oder
- 1:14:36Herstellen, so mitgeben?
- 1:14:40Jeder steht natürlich woanders und das ist jetzt ein bisschen frictionless.
- 1:14:44Das ist also wieder gedankliches Modell und das ist genau das, worüber wir
- 1:14:50auch dieses Buch geschrieben haben.
- 1:14:51Nämlich seid euch bewusst, dass das Zusammenspiel zwischen der Positionierung,
- 1:14:56Leistungsversprechen, dass sich das lohnt, erstmal dahin zu gucken, müssen wir das
- 1:15:01schärfen oder sind wir beliebig, wissen wir eigentlich, wofür wir stehen?
- 1:15:05Das heißt, der erste Tipp ist: Geht auf den Flur, schnappt euch fünf Leute und
- 1:15:09fragt: was ist unser Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden?
- 1:15:14Wenn ihr fünf verschiedene Antworten habt, dann habt ihr erstmal ein Handlungsfeld.
- 1:15:18Das heißt, dann schaut ihr, was eigentlich in euren Köpfen los ist.
- 1:15:22Wenn da eine große Klarheit herrscht, dann habt ihr ein Vermittlungsproblem.
- 1:15:26Wenn aber auch in den eigenen Köpfen, selbst im Vorstand unterschiedliche
- 1:15:30Definition gibt, dann hat man ein Schärfungsproblem.
- 1:15:32Das heißt, Das erste Leistungsversprechen schärfen.
- 1:15:35Zweiter Punkt, niedrigst hängende Frucht.
- 1:15:37Die Leute da draußen sind permanent mit ihrem Leben beschäftigt.
- 1:15:40Macht es ihnen leicht, euch zu erkennen und zuzuordnen.
- 1:15:44Das heißt schärft die Aussagen, verdichtet sie und brandet sie danach sehr gut.
- 1:15:49Und das ist nicht das Gleiche.
- 1:15:51Häufig werden Markensignale den Kreativen überlassen.
- 1:15:54Mach mal ein hübsches Logo, entscheidet mal über eine Farbe usw.
- 1:15:57Aber Markensignale ist wahrscheinlich das Wertvollste, was in der
- 1:16:01Langzeitbetrachtung eines Unternehmens existiert.
- 1:16:04Am Anfang muss man sich mit seiner Leistung irgendwie profilieren,
- 1:16:07später wird, je größer man wird, desto mehr ist dieses Leistungsversprechen
- 1:16:12ähnlich dem Leistungsversprechen der anderen Player im Markt, weil
- 1:16:15man ja immer mehr bedient.
- 1:16:17Und was dann wichtig ist, und da sieht man Salesforce als Beispiel,
- 1:16:20man muss distinkt werden.
- 1:16:22Das heißt, Salesforce waren die ersten, die uns die Cloud sozusagen in den Kopf
- 1:16:27gebracht haben und alle Assoziationen, die mit der Cloud einhergingen.
- 1:16:30Die Leichtigkeit.
- 1:16:33Und jeder IT Verantwortlich sagt, da muss ich nicht mehr diese blöden Server selber
- 1:16:37warten, sondern ist ja alles ausgelagert und so weiter.
- 1:16:39Und die Cloud, die Cloud, das heißt diese Distinctiveness, die dann über diese
- 1:16:44Charakter, die geschaffen wurden, die Formensprache, all das, das ist
- 1:16:49ein extrem strategisches Invest.
- 1:16:51Und da dann auch nicht alle paar Jahre denken wir brauchen mal
- 1:16:54was Neues, was Frisches.
- 1:16:56Nivea ist seit von Anfang an mit minimaler Veränderung Nivea und hat
- 1:17:02dann irgendwann mal auch aus dem Gefühl heraus, wir müssen jetzt moderner werden,
- 1:17:05fingen die dann an diesen blauen Kreis mit weißem Nivea Schriftzug aufzuweichen.
- 1:17:09Und dann war Nivea plötzlich Silber und versuchte im Bereich dekorative
- 1:17:13Kosmetik und so weiter.
- 1:17:14Und erst als sie wieder zurückkamen und auf jedem Produkt dieses archetypische
- 1:17:18Signal blauer Kreis mit weißer Schrift wieder auftauchte, hatten sie am Shelf,
- 1:17:23aber auch insgesamt als Marke hatten sie enorme Vorteile wieder dadurch
- 1:17:28also diese Distinctiveness eurer Signale strategisch zu definieren und
- 1:17:32dann konsequent zu pflegen.
- 1:17:34Das ist der zweite Punkt.
- 1:17:35Dritter Punkt Touchpoints.
- 1:17:39Die Effektivität eures Touchpoint Mix entscheidet viel über eure Effizienz,
- 1:17:44aber auch eure Gesamteffektivität des Brand Experience Systems.
- 1:17:48Das heißt, analysiert die Touchpoints und identifiziert die zehn stärksten
- 1:17:52Touchpoints, die ihr habt und unter diesen zehn Touchpoints gibt
- 1:17:55es eventuell schon Leuchtturmerlebnisse.
- 1:17:57Und wenn ihr die identifiziert, dann maximalen Fokus darauf, dass das das
- 1:18:03Merkwürdige ist, was über euch erzählt wird.
- 1:18:06Da entstehen wieder die Geschichten draus.
- 1:18:07Wieder ein schönes Beispiel auch aus dem Buch ist ein Hotel, was die höchsten
- 1:18:11Bewertungen auf TripAdvisor und auf Instagram riesen
- 1:18:16Followerschaft aus LA hat.
- 1:18:17Und dieses Hotel ist in einem 50er Jahre Bau untergebracht.
- 1:18:21Also wirklich eigentlich architektonisch nichts Besonderes, aber die haben einen
- 1:18:25Leuchtturmmoment geschaffen, das sogenannte Popsicle Telefon.
- 1:18:30Am Pool steht ein rotes Telefon und wenn man das abhebt, dann Popsicle.
- 1:18:35Hier ist der Popsicle Bubbler oder ich weiß nicht genau wie die Formulierung,
- 1:18:38die er sagt, Coming right up.
- 1:18:40Und dann kommt ein Butler mit weißen Handschuhen und einem Silbertablett und
- 1:18:43bringt die hausgemachten Pop Popsicles, also
- 1:18:47dieses Wassereis, so dieses Fruchtwassereis auf diesem
- 1:18:50Silbertablett an die Liege.
- 1:18:52Und das ist der Instagram Knaller Moment und was alle in Erinnerung haben.
- 1:18:56Und dann machen sie bei der Verabschiedung, beim
- 1:18:58Auschecken noch was Ähnliches.
- 1:18:59Und da sind wir bei diesem Peak End Effekt.
- 1:19:01Das heißt, sucht diese Leuchtturmerlebnisse und ihr habt ein
- 1:19:04überproportionales Ergebnis in eurem System.
- 1:19:08Und da sind wir jetzt hier wieder bei unserem schönen Pendel, unsere Kunden.
- 1:19:12Ja, genau das passiert.
- 1:19:16Das sind die 3 Tipps, die ich geben kann.
- 1:19:18Leistungsversprechen schärfen, distinkte Signale verstärken und effektiven
- 1:19:24Touchpoint Mix und nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen, sondern wirklich
- 1:19:27für sich selber schauen, was für die eigene Marke der Touchpoint Mix ist, der
- 1:19:31in den Köpfen der Zielgruppe am meisten Spuren hinterlässt.
- 1:19:35Olaf, danke für die drei Tipps zum Ende hin.
- 1:19:38Aber da gibt es ja noch mehr.
- 1:19:39Also du hast ja das Buch, da könnte man sich reinfräsen, aber ihr
- 1:19:44habt noch mehr als das betreutes Lesen, richtig,
- 1:19:47wir haben betreutes Lesen im Angebot.
- 1:19:49Wir machen Masterclasses dafür in zwei Tagen, wo wir das System
- 1:19:54praktisch vermitteln.
- 1:19:55Also Next Level Brand Management über Brand Experience,
- 1:19:59all das findet man auf Markenkraft Org.
- 1:20:02Und da ist jetzt bald in Berlin die nächste Runde, 22.
- 1:20:0623.
- 1:20:06Juni und auch an einem Ort, der besondere Erlebnisse ermöglicht.
- 1:20:12Da bin ich mal gespannt. Der Er ist das Samstag, Sonntag, er
- 1:20:15ist Montag, Dienstag, Dienstag, Also schön sonntags entspannt anreisend, zwei Tage
- 1:20:19Druckbetankung und dann inspiriert nach Hause fahren.
- 1:20:23Wir haben auch Gastreferenten dabei zum Thema KI, zum Thema Markenimplementierung.
- 1:20:28Also dann hat der eine oder andere jetzt die Qual der Wahl K oder die Masterclass.
- 1:20:36Oder beides.
- 1:20:39Super, danke nochmal für die Abmoderation und vielleicht sehen wir den
- 1:20:43einen oder anderen ja dort. Ja, ich habe zu danken.
- 1:20:45Vielen, vielen Dank auch Jubin, an dich. Ich finde das ganz toll.
- 1:20:48Ich habe ein paar Podcasts hier oder Videocasts schon mir angeschaut und du
- 1:20:52hast eine wunderbare Art, die Leute ans Sprechen zu bringen und auch Mehrwert
- 1:20:55zu produzieren für die Zuhörer.
- 1:20:57Also vielen Dank auch an dich. Danke, danke.
- 1:20:59Ihr seid die Helden. Ich darf nur die Frage stellen.
- 1:21:07Super, dann haben wir das auch.