Latest / Im Bett mit Buch / Im Hotel
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- 0:03Hallo, lieber Kurt. Einen wunderschönen Guten.
- 0:07Alles wünsche ich dir, liebe Monique.
- 0:09Ah Guten alles das hat mir noch nie jemand gewünscht.
- 0:12Vielen vielen Dank lieber Kurt, denkst du dir, denkst du die
- 0:16ganzen 2 Wochen vor unserem neuen Podcast drüber nach, wie
- 0:19du mich begrüßt? Tatsächlich tue ich das, und das
- 0:22ist ein bisschen dramatisch, weil ich zu nichts anderem mehr
- 0:24komme. Ich kriege mittlerweile auch
- 0:25schon wirklich Wutanrufe von Gatten, Familienmitgliedern und
- 0:29Leuten in. Im Laden, dass ich wirklich
- 0:31einfach nicht mehr ansprechbar bin, denn es ist immer, es ist
- 0:34dieser eine Moment, alle 2 Wochen, auf denen ich hinlebe
- 0:38und damit ich das voll auskosten kann, wünsche ich nicht nur der
- 0:42lieben Monique ein fantastisches, Gutes alles,
- 0:44sondern auch euch, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, ein
- 0:48wunderschönes, Gutes alles. Ich hoffe ihr seid jetzt genauso
- 0:52verzückt wie ich und es tut euch auch kein bisschen leid, dass
- 0:55der Code eben. 2 Wochen braucht, um an dieser Begrüßung zu
- 0:59feilen. Ja, das ist manchmal wirklich
- 1:02ein bisschen langwierig. Nichtsdestoweniger heißen wir
- 1:05beide euch willkommen zu einer neuen Folge aus unserem Podcast
- 1:10im Bett mit Buch. Lieber Kurt, wie waren denn
- 1:16deine letzten 2 Wochen deine letzte Woche im Podcastleben?
- 1:20Die waren tatsächlich großartig und sehr, sehr über.
- 1:24Ich wurde wieder beschenkt, ich muss, ich muss, es muss raus,
- 1:26ich wurde wieder beschenkt und das ist so so schön und es war
- 1:31tatsächlich auch sehr, sehr zeitnah an meinem Geburtstag,
- 1:34ich dachte, hast du einfach n Geburtstagsgeschenk?
- 1:36Nein, es war ein Podcast Geschenk.
- 1:38Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich ja diese kleine
- 1:41Sammlung aufbaue, mit Übersetzungen von Meister und
- 1:44Margarita von Bulgakow, die kleine Obsession und zusätzlich
- 1:50zu der estnischen Ausgabe, die ich ja vor Kurzem geschenkt
- 1:53bekommen habe, kam diesmal jemand in den Laden mit einer
- 1:57chinesischen Ausgabe und dafür möchte ich Sibylle so sehr
- 2:03danken. Ich freue mich immer noch wie
- 2:04ein Honigkuchenpferd über diese chinesische Ausgabe.
- 2:08Und hatte lustigerweise vorher tatsächlich mal drüber
- 2:12nachgedacht, ob es überhaupt erlaubt ist, das Buch in China,
- 2:16das war ja in vielen Staaten verboten, war ja auf der Liste
- 2:19wirklich der der gestrichenen Bücher, insbesondere in den
- 2:21sozialistischen Staaten, und kam irgendwie dann bei der
- 2:24Überlegung nicht dazu, es selber mal zu ergoogeln oder bei JGPT
- 2:28mir irgendwie ne lustige Fantasie Antwort geben zu
- 2:30lassen, aber. Aber ich musste einfach nur ein
- 2:33paar Tage warten und dann kam die Antwort in Form des Buches.
- 2:36Ja, ich kann euch mitteilen, ich fragte auch, ob das aus Taiwan
- 2:39kommt oder von Festland China. Nee, es ist tatsächlich aus dem
- 2:42Festland, also es ist aus der Volksrepublik und ja, das Buch
- 2:45ist erlaubt, 1000 dank Sybille. Und aus welchem Jahr ist die
- 2:48Ausgabe? Das müsste ich noch mal
- 2:51nachgucken, das habe ich tatsächlich jetzt gar nicht
- 2:56gesehen. Es sah sehr, sehr modern aus,
- 2:57die Ausgabe, aber das will ja nichts heißen.
- 2:59Aber gute Nachfrage werde ich tatsächlich noch mal überprüfen,
- 3:03ob ich das rausfinden kann. Ich glaube, sie benutzen
- 3:06lateinische zahlen, nee, es kann auch gut sein, dass da auch die
- 3:10Zahlen in, also ihr seht, ich bin in den chinesischen
- 3:13Schriftzeichen so überhaupt nicht drin, werde aber mal
- 3:16gucken, ob ich das irgendwie rausfinden kann.
- 3:18Wir wollen dich jetzt aber auch nicht sozusagen an die
- 3:20chinesische Sprache verlieren und.
- 3:22Für den Podcast verlieren. Nee, dafür fehlt mir ja auch die
- 3:25Zeit. Ich brauche die nächsten 2
- 3:26Wochen wiederum eine Begrüßung zu überlegen.
- 3:32Hast du denn Schönes zu berichten aus deinen letzten 2
- 3:34Wochen? Ja, ich hab ich hab gestern was
- 3:37ganz ganz sweetes erfahren und zwar, dass der Physiklehrer
- 3:41meiner Nichte unseren Podcast hört.
- 3:44Und zwar nicht, weil meine Nichte ihn dazu gezwungen hätte.
- 3:47Das ist ja cool. Also er weiß glaube ich gar
- 3:49nicht, dass ich die Tante einer seiner Schülerinnen bin.
- 3:51Der hört unseren Pott in Physiklehrer.
- 3:53Fantastisch. Das würde man gar nicht
- 3:55erwarten. Aber woher weißt du das?
- 3:57Na, weil mir meine Nichte das erzählt hat und und sie weiß
- 4:01das, weil der Physiklehrer selber also einfach von der
- 4:05Mitschülerin, das ist jetzt, ich will jetzt auch nicht, die
- 4:07sollen sich jetzt auch nicht irgendwie erkannt fühlen, aber
- 4:10es ist sehr zuverlässig und wir haben ein bisschen überlegt, ob
- 4:13wir vielleicht. Mit unseren Lesezeichen und
- 4:15Autogramm da auf dem Schulhof ein bisschen was zur
- 4:19Wertschätzung des Physik Physikunterrichts beitragen
- 4:22können. Ich habe ja Physikunterricht
- 4:24sehr geliebt. Du hast es tatsächlich sehr
- 4:26geliebt. Das ist jetzt physikchemoniks
- 4:27Gesicht und es war überhaupt nicht ironisch.
- 4:29Überhaupt nicht. Also tatsächlich Mathe, Physik,
- 4:31Chemie, Beste echt, Ach. Das ist interessant.
- 4:34Also Mathe war immer mein Fach, immer eine 1 durchgehend in
- 4:38Mathe erstaunlicherweise. Die Naturwissenschaften, Physik,
- 4:42Chemie, Biologie katastrophal, also wirklich katastrophal
- 4:46irgendwie. Theoretisch fand ich es
- 4:47interessant, aber sobald es in die praktische Umsetzung ging,
- 4:50ich so, oh nee, aber das ist toll, ich war da nie richtig
- 4:54drin, aber wie schön, dann kommt doch da mal wirklich n paar
- 4:57Jahre nach dem Physikunterricht, den du selber genießen durftest,
- 5:00ist 4 Jahre her, ungefähr ne, dass jetzt sozusagen der Rahmen
- 5:05geschlossen wird. Zur Liebe zur Literatur eines
- 5:08Physiklehrers. Ja, wunderbar.
- 5:11Also an an an alle Physiklehrer da drauf.
- 5:13Ich habe mich auch gefragt, hat der vielleicht sogar Instagram
- 5:16dürfen Physiklehrer Instagram haben das.
- 5:20Das ist, glaube ich, eine Frage, die können wir mal tatsächlich
- 5:23an die an den Schulsenat. Und und, und.
- 5:26Was machen die also? Machen die selber Content,
- 5:28machen die dann irgendwie so physikexperimente oder gucken
- 5:30die weiß ich nicht low Carb Rezeptvideos wie wir alle
- 5:33anderen auch. Ich glaube, Sie stoßen auch
- 5:37darüber, wie man am besten den Blumenkohl im Ofen backen kann.
- 5:42Ich meine ganz ehrlich, das ist auch wirklich das, ich glaube
- 5:45das bislang interessanteste, was ich je bei Instagram
- 5:47rausbekommen habe, ist dieses Rezept für den Ofenblumenkohl
- 5:51vielen Dank Instagram dafür, es hat sich gelohnt.
- 5:54Bald ist ja auch wieder blumenkohlsaison.
- 5:57Also das heißt also, manchmal müssen wir tatsächlich uns auch
- 6:01selber ernähren und selber bekochen.
- 6:03Aber manchmal müssen wir das nicht tun, denn es gibt Orte in
- 6:08dieser Welt, wo genau das für einen getan wird.
- 6:10Also es wird nicht nur für einen gekocht, sondern es wird sich
- 6:13eigentlich rundum um einen gekümmert.
- 6:16Ich hatte gerade Angst. Du sprichst über die Kantine.
- 6:22Ja, welche Worte? Es gibt ja so viele.
- 6:26Ja, aber man kann auch einfach sagen, die Kantine und jeder
- 6:28weiß, was gemeint ist. Ja, das stimmt, das stimmt nie.
- 6:31Ich hatte probiert, ein. Ein, ich glaube nicht ganz so
- 6:36gelungenen Übergang irgendwie in unser heutiges Thema.
- 6:40Verdammt, ich hatte einen anderen.
- 6:42Okay warte mal an an hier, van Nein, jetzt kommt jetzt kommt
- 6:47dein Übergang, den möchte ich jetzt hören.
- 6:49Ich wollte dich fragen, ob du eher so der Typ Camper van bist.
- 6:54Oder der Typ Ferienwohnung und selber kochen.
- 6:57Da sind wir doch wieder beim Essen, weil alle anderen das
- 7:00sowieso nicht richtig, richtig gut können oder eher so der Typ
- 7:04all inclusive Anlage oder so n feines Hotel mit Pantöffelchen
- 7:08und Frühstücksservice. Am Bett.
- 7:12Also wenn das finanziell hinhaut, auf jeden Fall
- 7:15letzteres, also das das kleine, feine Boutique Hotel in der
- 7:19Stadt, Ich glaube all inclusive, das ist mir dann auch zu taff
- 7:23die Nummer und in unserer Wandernfolge habe ich dir ja
- 7:27glaube ich schon bildreich dargelegt, dass ich nie wieder
- 7:29in meinem Leben zelten werde und unter Zelten begreife ich auch
- 7:33eigentlich schon den Caravan, muss man sagen, das ist das ist
- 7:36nicht ganz richtig, ich bin früher tatsächlich eigentlich
- 7:38gerne mit mit Kumpels, auch mit dem Caravan irgendwie.
- 7:41Das ist schön, nee, aber ich bin tatsächlich dann, wenn es sich
- 7:45irgendwie bezahlen lässt, der Hotelboy oder eigentlich auch
- 7:49Ferienwohnung finde ich eigentlich auch ganz cool, weil
- 7:50man irgendwie unabhängig sich machen kann, aber es ist doch
- 7:53herrlich, wenn du irgendwie. Dein Zimmer zumachst
- 7:56irgendjemand macht es sauber, freundlicherweise und du gehst
- 7:59runter und irgendjemand hat das Frühstück schon gemacht.
- 8:01Ich find das ist so so schön. Es ist so so schön und Hotels
- 8:06haben natürlich noch den Vorteil gegenüber Ferienwohnungen.
- 8:08Es gibt einfach keine coolen Bücher über Ferienwohnungen.
- 8:13Das wäre interessant. Also mir ist glaub ich noch nie
- 8:161. Nee, mir auch nicht.
- 8:17Runtergekommen der große Airbnb Roman jetzt neu.
- 8:24Also wie ihr unschwer erkennen könnt, an meiner etwas holprigen
- 8:27Einleitung und an der viel, viel besseren von Monique.
- 8:31Es geht heute um. Hotels.
- 8:34Hotels in jeglicher Form. Ja, Bücher, die in Hotels
- 8:38spielen, Bücher, in denen es sich um Hotels dreht, Bücher,
- 8:41die Hotels im Namen haben und Hotels haben ja so ne ganz
- 8:46eigene Magie, ne? Also ich werde als Kind.
- 8:49Nie in einem Hotel gewesen. Also wenn wir Urlaub gemacht
- 8:52haben, dann waren das irgendwie immer so Ferienanlagen und es
- 8:54war waren keine Hotels und ich fand es total faszinierend, also
- 8:58dass da jemand kommt, sich um alles kümmert und dass auch die
- 9:01Leute irgendwie alle immer so apart schienen, die da drin
- 9:03waren. Ne also ich hab natürlich fast
- 9:06keine zeitgenössischen Romane gelesen da, das war ja irgendwie
- 9:09n bisschen schwierig so in der in der DDR, aber so in einer in
- 9:12einer alten englischen Literatur, das Hotel, das war
- 9:15schon phänomenal. Und ich hab tatsächlich.
- 9:18Mir gewünscht, was mir auch zum Glück niemand erfüllt hat.
- 9:22Ich habe mir eigentlich zur Jugendweihe gewünscht, damit ich
- 9:25ein 2 Nächte im Grand Hotel in der Friedrichstraße übernachten
- 9:29darf und alle haben mich angestarrt und haben gesagt,
- 9:31warum denn bitteschön ich so keine Ahnung, ich weiß nicht was
- 9:35da passiert, ich möchte dabei sein.
- 9:37Das ist ein toller Wunsch. Du kannst doch nicht mit 15 hier
- 9:40einfach 2 Nächte im Grand Hotel bleiben, warum nicht und was ich
- 9:43bekommen habe war eine Zeltausrüstung.
- 9:45Boah. Also nicht nur, aber.
- 9:48Aber das ist aber das ist ein Tiefschlag.
- 9:51Ich habe mich dann auch sehr, sehr emotional begeisternd in
- 9:55das Thema Zelten eingearbeitet, aber vorher war es tatsächlich
- 9:58so. Diese Vorstellung in so einem
- 10:00ganz teuren Hotel, wo Leute sind, die man nie auf der Straße
- 10:04treffen würde, also einfach rausfinden, was geht da
- 10:07Geheimnisvolles vor sich. Also ich hatte auch diese
- 10:10Faszination Grand Hotel, also begleitet mich glaube ich auch
- 10:14schon lange. Also es gab bei uns.
- 10:16Gar nicht. Die Frage Ferienwohnung oder
- 10:18Hotel bei uns in meiner Kindheit wurde dann einfach ehrlich
- 10:21gesagt eigentlich gar keinen Urlaub gemacht, das liegt
- 10:23natürlich ein bisschen am Bauernhof, du hast da kaum Zeit,
- 10:26insbesondere im Sommer, dafür kamen immer irgendwelche Leute
- 10:29und insbesondere viele Kinder zu uns, die haben dann die Ferien
- 10:32auf dem Bauernhof gemacht, aber das also dieses Thema Grand
- 10:36Hotel war für mich immer schon was groß, also auch in den
- 10:38Filmen oder im Fernsehen, wenn man das sah in so vielen
- 10:41Büchern, ich hatte mir mal den Spaß gemacht und habe.
- 10:45Das war am Comer See, glaube ich, im Grand Hotel angeguckt.
- 10:50Da könnte man doch mal übernachten.
- 10:52Ja, ich glaube, da war die Nacht bei 2800€ oder es war so ein
- 10:58geiler, bizarrer Preis, das finde ich ja eh, wenn man das
- 11:02ist ja so ein bisschen wie bei bei Immoscout, so ein bisschen
- 11:04immobilienporno zu machen, kann man ja auch Hotelporno machen
- 11:07bei Booking und ich liebe Hotelporno und da denkt man, ich
- 11:10bin dann immer am überlegen, das ist doch Wahnsinn, dann hast du
- 11:13jetzt eine Nacht für, sagen wir mal, 800000€ und.
- 11:16Du willst doch da eigentlich nur schlafen und einen Abend
- 11:19vielleicht in einer schönen Bar verbringen und ein Buch lesen
- 11:21oder dich unterhalten. Aber das ist einfach so
- 11:24unfassbar viel Geld, das ich beschlossen habe.
- 11:27Ist doch eigentlich schöner in in Büchern oder genau einfach in
- 11:30der Fantasie in einem Grand Hotel und ehrlich gesagt in den
- 11:33Büchern, in den Filmen und in der Fantasie sind diese Dinger
- 11:37glaube ich immer viel, viel toller als eigentlich in der
- 11:39Realität. Habe ich dir mal von meiner
- 11:41schlimmsten Hotellerfahrung erzählt.
- 11:42Nein, auf Reisen. Ja, das war auf der Reise auch
- 11:45tatsächlich das einzige Hotel, dass ich nicht gegen gecheckt
- 11:48habe, das quasi nur nur mein mein mein Partner gecheckt und
- 11:51gebucht hat und es war in Jordanien in Aman und also ich
- 11:55mein natürlich Jordanien ist es einiges günstiger, aber dieses
- 11:58Hotel war wirklich wirklich cheap und es war in in in Petra
- 12:04und es war echt nah am Eingang und es hat glaub ich irgendwie
- 12:0612€ die Nacht gekostet und. Wir dachten ja super und also da
- 12:12hätte ich einfach, da hätte ich aufpassen müssen, habe ich
- 12:14nicht. Wir kamen dann da an, wir
- 12:18mussten noch mal eine Folge über Auto fahren machen, also wir
- 12:21kamen da an und es war natürlich mega heiß und das war jetzt
- 12:24irgendwie kein schönes Gebäude, aber damit habe ich auch nicht
- 12:27gerechnet und wir sind es hatte eine Außentreppe, wir mussten
- 12:30hoch in den 5. Stock, es waren weiß ich nicht,
- 12:32es ist halt in der Wüste, es war echt heiß, es war Ende Mai,
- 12:36haben also diese Koffer da raufgeschleppt.
- 12:40Und drin war das aber eine ganz, ganz schöne Atmosphäre.
- 12:44Also war klar, es war jetzt kein Hotel, sondern eher so ein
- 12:46Hostel, wirklich super schön, so ein ganz großer Raum, überall
- 12:51standen schachspiele phänomenal. Also ganz ganz herzlich, viele
- 12:56junge Backpacker und sowas und wir so mittendrin und mit fetten
- 13:01Koffern und nicht mehr so jung und dann?
- 13:05Führte, führte uns der der, der ja der Betreiber, der derjenige,
- 13:10der, der am Empfang saß, führte eigentlich meinen meinen Partner
- 13:13sozusagen das Zimmer angucken, weil ich musste gerade noch so
- 13:16ne Partie Schach zu Ende zocken, die ich online gespielt hatte,
- 13:20und ich war am gewinnen und wollte unbedingt gewinnen und
- 13:24dann kamen beide mit so ganz betretenen Gesichtern zurück und
- 13:27ich hab nicht verstanden warum und bin dann auch mit und so.
- 13:30Und dann sind wir da lang und man musste sich so eine Tür und
- 13:33vor die Schuhe ausziehen, da war so ein ganz, ganz, ganz dicker
- 13:36weicher Teppich und da standen so komische Sachen rum und diese
- 13:40komischen Sachen waren wieso meterlange holzschränke
- 13:46übereinander gestapelt und dann habe ich das kapiert, das ist
- 13:50quasi, also du ziehst dann so diese diese.
- 13:54Wand beim Schrank auf und da hast du dahinter so 1,20 Meter,
- 13:57da liegt eine Matratze drin und das ist das Bett.
- 14:01Oh, in so einem, in so einem, in so einem Dorm, also in so einem
- 14:05Massen. Genau also wieso ein
- 14:08Schlafabteilchen im Zug? Ja, so ein bisschen.
- 14:11Wieso ein Schlafabteil im Zug halt, also über weiß ich nicht
- 14:142030 Meter 2 etagig diese Holzkisten.
- 14:19In die man dann so sich so rein und wir haben dann tatsächlich
- 14:22auch nur eine gebucht, weil wir dachten, ja, natürlich nehmen
- 14:23wir ein Zimmer zusammen und hatten dann so 1 20 und und wie
- 14:29hoch war das auch irgendwie so 1 20 oder so und und ich war
- 14:33einfach, also ich war so fassungslos, dass mir die Worte
- 14:36gefehlt haben. Ja, das ist ja jetzt weiß ich
- 14:39jetzt genau, wie diese Kapselhotels in Japan genau, oh
- 14:42mein Gott, aber ohne den Luxus da drin.
- 14:45Ohne den Luxus, so komplett, ohne den Luxus.
- 14:49Und also wirklich zutiefst erschüttert, weil ich dachte,
- 14:52wie soll ich hier schlafen, so und und und und insgesamt waren
- 14:56das ja, weiß ich nicht 60 von diesen Kapseln in dem einen
- 14:58Rauchen mit 4 Duschen oder so und das ging aber erstaunlich
- 15:04gut, aber wir haben tatsächlich noch, also ich hab am gleichen
- 15:07Abend nebenan war so ein super luxuriöses Hotel und dann haben
- 15:11wir gesagt, OK, heute halten wir das aus, aber morgen.
- 15:14Gehen wir in dieses Hotel und es war tatsächlich das beste Hotel,
- 15:16nämlich Jever und mit diesem so mit so einer super weichen
- 15:19Matratze und einem fantastischen Frühstück und aber.
- 15:24Wow, wow. Aber ich mein, Ich rede
- 15:28natürlich viel, viel mehr über dieses.
- 15:31Über dieses Hostel, als ich über dieses super Hotel rede, ja.
- 15:33Es ist lustig, oder? Ich meine aber die die schlimmen
- 15:35Geschichten sind auch meistens die Lustigeren als ich hatte n
- 15:38echt schönes ne schöne Übernachtung im echt schönen
- 15:41Hotel und alle so wow ja das ist echt interessant jetzt.
- 15:47Das ist, das ist tatsächlich hart.
- 15:48Ich habe es nur einmal geschafft, das in einem Hostel,
- 15:52weißt du, diese Backpacking Dinger die, die ja eigentlich
- 15:55toll sind, meistens sind die liebevoll eingeredet und man
- 15:57trifft immer irgendwie lustige Leute und kann ja auch alleine
- 16:00durchreisen und trifft immer irgendwelche internationalen
- 16:02Leute nur, aber ein Hostel hat mir leider ein Geschenk
- 16:04mitgebracht, dass ich plötzlich wirklich überall Ausschlag hatte
- 16:10und mich jucken musste. Und dann geh ich zum Arzt und
- 16:14der Arzt guckt sich das an und strahlt mich an und sagt, Ah OK,
- 16:18Sie haben Scabies, You good scabies und ich so OK, es gibt n
- 16:21Namen für das was ich habe. Scabies ist ja in Ordnung, gucke
- 16:24noch nach in meinem Lexikon, was ich denn jetzt habe und da steht
- 16:28englisch scabies, deutsch krätze.
- 16:32Ich so, Oh, die krätze, ich dachte, das ist sowas so aus dem
- 16:3517. Jahrhundert, was man gar nicht
- 16:39mehr kriegen kann. Ja, das war kein kein schönes
- 16:42Souvenir, was ich aus diesem Hostel mitbekommen habe, aber
- 16:45zumindest hatte ich im Bett für mich selbst schon keine Kapsel
- 16:49in der holzkapsel ich meine, du kommst dir ja vor wie Dracula,
- 16:51der in seinem Sarg schlafen muss, zu zweit vor allem.
- 16:56Okay das ist natürlich. Also wir hoffen aber, dass wir
- 16:59in den Büchern, über die wir sprechen wollen, mit besseren
- 17:02Hotels daherkommen. Ich bin mir da nicht so sicher.
- 17:05Also ich habe zwar sehr unterschiedliche Hotels dabei.
- 17:08Okay, also ich bin ganz gespannt.
- 17:11Also ich habe ja, ich glaube ja doch auch unterschiedlich, aber
- 17:15ich habe auf jeden Fall 2 Luxushotels.
- 17:19Dabei. Darf ich mit einem starten?
- 17:22Dann fangen wir mit einem Luxushotel.
- 17:23Fange ich mit einem an und ich fange an mit.
- 17:26Eigentlich dem Klassiker der Hotelliteratur was heißt
- 17:32Klassiker? Es gibt sicherlich auch noch
- 17:33klassischere, aber ich möchte vorstellen, das Buch Menschen im
- 17:38Hotel von Vicky Baum, das ist etwas, was also im Laden Vicky
- 17:43Baum geht, dann so wie Kurt Tucholsky, also eine Autorin der
- 17:4520er Jahre, sehr schöne, schnelle, moderne Sprache, guter
- 17:50schneller Berliner Witz. Das Ganze wurde auch n paar
- 17:53Jahre später. Damit wurde Vicky Baum dann auch
- 17:56weltberühmt in Hollywood verfilmt.
- 17:57Mit Greta Garbo glaube ich und anderen großen Schauspielern und
- 18:02es ist ein so wunderbarer, lustiger und gleichzeitig aber
- 18:06auch kritischer und tragischer Roman und die Vicky Baum macht
- 18:10was sehr interessantes, was es vorher noch kaum gab, also was
- 18:12sehr modernes in ihrer Zeit, sie macht ein Ensembleroman daraus,
- 18:17also es gibt nicht die eine Person, der wir folgen, sondern
- 18:20wir folgen dem Leben in einem kurzen Abschnitt verschiedener
- 18:23Leute, die in diesem Hotel sind. Es finden natürlich auch viele
- 18:27Nebenfiguren statt, also die ganze Belegschaft des Hotels,
- 18:31das Hotel selber wird also wirklich auch jetzt nicht
- 18:34langweilig oder zu breit getreten, aber sehr intensiv
- 18:37beschrieben, also man kriegt richtig mit, wieso ein Luxus
- 18:41Grand Hotel in Berlin der 20er Jahre aussah.
- 18:45Und es ist rührende Geschichten, gleichzeitig auch lustig, manche
- 18:49auch sehr, sehr tragisch, und wir folgen unter anderem dem
- 18:54einem Baron, der ist ein bisschen verarmt, ein junger,
- 18:58Lebenslustiger, unfassbar gutaussehender Baron
- 19:00anscheinend. Also Vicky Baum geht darauf also
- 19:02wirklich sehr oft ein, wie gut er aussieht, und der ist ein
- 19:06ziemlicher Lodri und Hochstapler, also er ist nicht
- 19:09ein Hochstapler in dem Sinne, dass er kein Baron ist, sondern
- 19:11er hat einfach kein Geld, aber er behauptet das.
- 19:13Und er ist halt eigentlich ein Krimineller, aber ein sehr
- 19:16eleganter. Also er nimmt Leute aus und
- 19:19beklaut Leute, und sein Ziel ist es, die Perlen einer großen,
- 19:23großen russischen Ballettänzerin, die am Ende
- 19:25ihrer Karriere steht, zu klauen, hat also alles auch vorbereitet
- 19:30und dann kommt aber das Leben in Form von Liebe in den Weg.
- 19:34Es ist natürlich zauberhafte Wendung, wir erfahren von der
- 19:37Geschichte eines Buchhalters, einer kleinen Textilfirma aus
- 19:41der sächsischen Provinz. Der nicht mehr lange zu leben
- 19:44hat, der hat also eine tödliche Erkrankung und hat diese
- 19:47Nachricht bekommen und sagt so, ich nehme jetzt alles Geld, was
- 19:50ich habe und möchte einmal das große Leben stattfinden lassen
- 19:53und zieht auch in dieses Hotel und das ist so so schön gemacht
- 19:58finde ich, das ist etwas, was gar nicht mehr möglich ist
- 20:00heutzutage. Diesen krassen Gegensatz
- 20:03zwischen Provinz und Großstadthotel.
- 20:06Zu machen, denn wir haben ja heute alle die Möglichkeit,
- 20:09einfach per Internet uns kurz anzuschauen.
- 20:11Wie sieht es eigentlich im Waldorf Astoria oder Hotel Rom
- 20:13oder wo auch immer aus, aber dieser Mann weiß es gar nicht,
- 20:17der hat nicht die geringste Ahnung und alles was er macht
- 20:20ist unvorbereitet und der wird auch von allen ignoriert, weil
- 20:23er so klar nicht dorthin gehört und wie er sich also schlägt,
- 20:27das ist ne sehr schöne Ebene, dass dieser dieser besagte
- 20:30Hochstapler Baron will ihn eigentlich auch n bisschen
- 20:33betüppern nimmt ihn aber dann unter seine Fittiche und dann
- 20:35erlebt wirklich unser Buchhalter das große Berliner leben.
- 20:39Gleichzeitig kommt auch sein Chef zufälligerweise in das
- 20:42Hotel um Geschäfte zu erledigen, die nicht ganz so gut gehen.
- 20:45Es gibt noch eine sehr Berliner Sekretärin Figur, also eine
- 20:50sehr, sehr, sehr moderne junge Frau.
- 20:52Und das Ganze ist in wunderbarer, moderner Sprache
- 20:55geschrieben, also für seine Zeit damals modern.
- 20:58Es ist interessant, dass wenn man sich das anschaut, wie die
- 21:00Kritiken reagieren, dass die deutschen Kritiken es damals
- 21:04noch als zu leicht erzählt, zu Kolportagenhaft nicht
- 21:10literarisch genug, das also haben wir wieder diese typisch
- 21:12deutsche Sache mit Unterscheidung zwischen
- 21:14Unterhaltung und. Ernster Literatur international
- 21:18wurde dieses Buch begeistert aufgenommen, natürlich
- 21:20insbesondere in der amerikanischen Presse, war es
- 21:23eine eine große Freude also die sahen sofort die Qualität dieses
- 21:27Buchs und genauso für mich ist es zumindest jetzt in meiner
- 21:31Sammlung der älteste Titel, den ich vorstellen möchte, Vicky
- 21:34Baums Menschen im Hotel, ein zauberhaftes Buch für alle
- 21:38Leute, die eben auch gerne ich, ich glaube der beste Vergleich
- 21:42ist. Kurt Tucholsky also der gleiche
- 21:44Witz. Gleichzeitig aber auch schon die
- 21:46soziale Ebene. Es wird auch auf Armut der 20er
- 21:49in Berlin eingegangen oder in Deutschland insgesamt ist es
- 21:52also kein totaler hohler Luxusroman und tja, lustig,
- 21:57traurig alles dabei, was man haben möchte, wunderbares Buch.
- 22:03Klingt sehr, sehr schön. Und hat Hotel im Titel.
- 22:05Und hat Hotel im Titel. Und wohin wirst du mit uns rein?
- 22:10Ja, ich nehme euch jetzt mit, ich nehme dich jetzt mit in ein
- 22:13Hotel, das nicht im Titel vorkommt und es ist tatsächlich
- 22:17das erste, was mir zu Hotel eingefallen ist.
- 22:19Überraschenderweise war ne, weil vorher habe ich auch erzählt was
- 22:22ich da alles gelesen habe, aber als dieses Thema feststand ist
- 22:25mir erstmal wirklich nur dieses Buch eingefallen und es hat
- 22:27alles andere überstrahlt. Es ist The Shining von Stephen
- 22:31King. Moniques dunkle Psyche ist doch
- 22:34interessant, oder? Das als allererstes beim Thema
- 22:37Hotel fällt ihr redrum Oh toll, ich kenne nur den Filmmusik
- 22:46zugeben, ich habe das Buch nie gelesen.
- 22:47Ja, also da müssen wir noch mal ein ernstes Wort miteinander
- 22:50reden, weil das geht leider gar nicht.
- 22:51Also ja, es ist ein cooler Film, aber kommt überhaupt.
- 22:54Überhaupt nicht, überhaupt nicht, überhaupt nicht in die
- 22:57Tiefe dieses Buches. Und dann ist also die, die, die
- 23:00die weibliche Hauptdarstellerin, also ich mein, die wird ja schon
- 23:03echt sehr eher misogyn dargestellt, also das aber lass
- 23:06uns davon nicht reden, lass uns über das Buch reden, ich muss
- 23:08aber erzählen, es tut mir leid, dass ich mir so viel erzählen
- 23:11muss, wie ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe, wenn
- 23:14das OK ist. Aber ihr könnt mir jetzt eh
- 23:16nicht widersprechen. Und ich werd es nicht.
- 23:19Ich war 13, das war noch vor der Wende und 7.
- 23:23King war im Osten verboten und mein mein Stiefvater musste zur
- 23:28Reserve noch mal zur Armee und hat dann irgendwie am Wochenende
- 23:31Urlaub gehabt, kam also am Samstag Mittag nach Hause späten
- 23:36Mittag. Und sagte also Nick, Du liest ja
- 23:39so gerne, ich habe ein Buch geborgt bekommen, also das habe
- 23:42ich jetzt natürlich noch nicht durch, aber ich habe es hier
- 23:44trotzdem dabei, das hat er aus dem Westen bekommen, darfst du
- 23:46keinem erzählen, das ist irgendwie also, aber das ist
- 23:50toll und da ist wirklich, also der ist eine ganz große Nummer,
- 23:52Stephen King Shining, das ist also, das ist wirklich gruselig,
- 23:56das ist auch zu gruselig für dich, aber ich habe es trotzdem
- 23:57mitgebracht, dann das Buch aus der Hand, bin in mein Zimmer
- 24:00gegangen und am nächsten Tag um 12 als er wieder los musste,
- 24:03hatte ich es fertig gelesen. Aber wahrscheinlich mit 13.
- 24:07Das war eindrücklich, wahrscheinlich, oder?
- 24:10War eindrücklich und gleichzeitig war es etwas in
- 24:13einer Sprache, wie ich noch nie etwas zuvor gelesen hatte, weil
- 24:17das ich glaube, wir brauchen noch mal eine andere Folge, wo
- 24:20ich drüber reden kann, was Stephen King für mein Leben
- 24:23getan hat, was, was ich von Stephen King gelernt habe, weil
- 24:26das ist wirklich, wirklich viel, aber springt jetzt hier diesen
- 24:29Hotelrahmen aber das ein. Phänomenales Buch und natürlich
- 24:35zu dem Zeitpunkt das Gruseligste, was ich je gelesen
- 24:39habe und gleichzeitig auch 1 der besten Sachen, die ich bis dahin
- 24:43gelesen habe. Also ne ne, ein echter Klopper
- 24:47schon schon n kleiner Ziegelstein.
- 24:50Und also ich, ich habe es ja nur rudimentär in Erinnerung, ich
- 24:53weiß nur, es ist ein leerstehendes Hotel, das soll
- 24:55über den Winter bewacht werden und ein Typ geht hin und dann
- 24:59beginnt der Horror. Ist das noch so halbwegs
- 25:01richtig, oder? Ich, ich, ich fange mal an, also
- 25:04Jack, die Hauptperson ist ein Englischlehrer, Stephen King war
- 25:07ja früher selber auch Englischlehrer, ein
- 25:09gescheiterter Schriftsteller und ein trockener Alkoholiker, der,
- 25:14um zu Geld zu kommen, als Hausmeister.
- 25:18Eine Stelle annimmt in diesem overlock Hotel in in der Nähe
- 25:22von Denver in den Rocky Mountains, das im Winter
- 25:26wirklich abgeschnitten ist von der Welt, weil es wirklich
- 25:28einschneit und er hat eine Frau Wendy und er hat einen Sohn, der
- 25:34ist 5 Danny und er macht sich und allen anderen vor, dass es
- 25:39eine gute Idee ist, auch wenn sie jetzt als Familie da noch
- 25:42mal so so eng zusammenrutschen, die haben schon ordentlich.
- 25:47History hinter sich als Familie, also in der Zeit, als er noch
- 25:51getrunken hat, hat er seinem Sohn, Ich glaube, da war der 3.
- 25:53Auch mal den Arm gebrochen, wird die Person aus so einer
- 25:56Kleinigkeit, alles andere wäre auch egal, aber ne weil der weil
- 26:01der irgendwie seine Papiere durcheinander gebracht hat und
- 26:04seine Frau ist irgendwie die ganze Zeit in so einer
- 26:07Anspannung, in so einer hab 8 Stellung ist es hier okay ist es
- 26:11nicht okay und lässt sich aber darauf ein so.
- 26:14Und sie kommen eben in dieses ja sehr eigentlich sehr, sehr
- 26:17schicke Hotel. Und es sind schon kaum noch
- 26:20Menschen da. Es ist noch ein ehemaliger Koch
- 26:24da, und das ist sehr eindrücklich, weil dieser
- 26:26ehemalige Koch, der hat eine Gabe und die Gabe wird hier eben
- 26:30mit The Shining übersetzt und oder betitelt von von Stephen
- 26:34King und Jack. Danny, der Sohn der Fünfjährige,
- 26:39hat so eine Verbindung zu diesem Koch und er fühlt irgendwie.
- 26:44Also der Junge fühlt gleich. Dieses Hotel ist böse und dieser
- 26:47Koch ist aber gut und dieser Koch versucht ihn zu warnen und
- 26:50sagt junge Nee also Pass Pass hier auf so und er sagt ihm auch
- 26:55ganz klar in dieses eine Zimmer darfst du unter gar keinen
- 26:57Umständen gehen also klar der ist 5 der kann jetzt nicht
- 27:00entscheiden, dass die Familie nicht da bleibt.
- 27:02Und ansonsten so? Für die Eltern stellt sich das
- 27:04erstmal super dar. Diese Vorratskammern sind mit
- 27:06allem möglichen gefüllt und und es gibt ich glaube auch eine
- 27:10Bibliothek, also es gibt jeweils auch viel, was sie machen können
- 27:12und so und draußen gibt es heckentiere, also die, die im
- 27:18Film ist das anders, also draußen gibt es gibt es im Film
- 27:22die heckentiere ich. Habe es wirklich nicht in
- 27:23Erinnerung. Das ist zu lange her, aber ich
- 27:25liebe heckentiere muss ich sagen.
- 27:27Oder ist es das Labyrinth? Oh, wow.
- 27:31Also das das das Wesentliche ist eigentlich, dass dieses Hotel ja
- 27:36jetzt eigentlich kein Hotel mehr ist.
- 27:38Also wir erleben ein Hotel in einem Roman ohne seine
- 27:41prinzipielle Funktion als Hotel und man könnte sagen, dass
- 27:47dieses entleerte Hotel spiegelt eben auch diese innere
- 27:52Einsamkeit von diesem gescheiterten Schriftsteller,
- 27:54von dem Jack wider der. Aber also diese innere Lehre bei
- 27:59ihm, die wird besetzt durch im Grunde das Hotel, durch diese
- 28:02Dämonen, die das Hotel beherrschen, die ihn übernehmen.
- 28:07Und es gibt eine Vielzahl von Geistern, und diese Geister sind
- 28:12eben immer also irgendwie an so einen Ort gekoppelt, es hängt
- 28:15alles mit der Geschichte des Hotels zusammen, was da wo
- 28:18passiert ist. Tragische Unfälle, Bösartigkeit
- 28:23und. Es ist so phänomenal
- 28:26geschrieben, wirklich, das kann man nicht anders sagen.
- 28:28Also wenn wenn Stephen King irgendwo als Unterhaltung
- 28:31abgetan wird, möchte ich mal gerne sagen, bitte liest die
- 28:33großen Klassiker von ihm, weil er eine unglaubliche Sprache hat
- 28:37und und dieses Buch ist wirklich umwerfend, weil es wäre es hätte
- 28:45es würde, es wäre nicht möglich so viel.
- 28:49So viel Emotionen da Vorzurufen, seien sie jetzt positiv oder in
- 28:52dem Fall eben auch, also negativ oder eben gruselig, wenn das
- 28:55jemand nicht brillant könnte. Das ist schon wirklich eine
- 28:58ganz, ganz große Kunst. Also wir sind dann in diesem
- 29:00Hotel, das ist abgeschnitten von der Öffentlichkeit, wir merken,
- 29:03wie das Zuschneit und so, und es gibt immer mal so ganz kurze,
- 29:07zauberhafte Momente, aber es ist von Anfang an klar, hier
- 29:11herrscht das grauen, und wie groß dieses Grauen wird und und
- 29:14dass es immer noch wächst, dass es immer noch schafft zu toppen.
- 29:17Und wir das ganz, ganz viel aus der Sicht eines fünfjährigen
- 29:20Jungen sehen, das ist echt hart. Es ist wirklich, wirklich hart
- 29:26und die Mutter versucht natürlich, den Sohn zu schützen,
- 29:28die ist dann aber auch in ihren Fähigkeiten echt begrenzt,
- 29:32dieser Koch spielt da noch mal ne Rolle und ja, ich will sonst
- 29:37gar nichts aus dem Inhalt verraten, es ist, es ist
- 29:40wirklich in, in, in in. N toller Hotelroman, aber ich
- 29:48für meinen Teil weiß tatsächlich nicht, ob ich jemals das
- 29:50schaffen würde. In den war in den Rockys oben in
- 29:53einem Hotel zu übernachten, also.
- 29:54Also zumindest nicht alleine vielleicht, oder also.
- 29:58Wenn ich weiß es nicht so, also dafür war es dann echt
- 30:01eindrücklich. Aber was du sagst, das ist bei
- 30:04Stephen King, das finde ich auch dieses ja klar, leichte
- 30:07Literatur, Horror Genre und so ähnlich.
- 30:09Aber um die Form von Horror beim Leser und bei der Leserin zu
- 30:14erzeugen. Musst du einfach ein guter
- 30:16Schriftsteller sein? Also das ist so bildhaft, so
- 30:19eindrücklich, aber ich hatte mit, ich glaube, es war brennen
- 30:23muss Salem gelesen, ich glaube mit 16 oder 17 Alter, also ich
- 30:29so viele Lichter konnte ich im Haus gar nicht anmachen, ich
- 30:31hatte mir, glaube ich, auch Knoblauchzehen noch zum Bett
- 30:35gelegt. Also ich kann mir das sehr
- 30:36vorstellen, dass dieses Buch vor allem mit 13 Monique, das ist
- 30:40natürlich echt ne harte Nummer. In 24 stunden.
- 30:42Ich glaube, ich hab nicht geschlafen in der Nacht und dann
- 30:44nicht viel, also einfach weil ich lesen musste, so ne wie wie
- 30:48danach die 3 Wochen waren, da reden wir jetzt nicht drüber und
- 30:52was ich noch was ich noch erzählen wollte also er hat
- 30:54dieses Buch in kürzester Zeit geschrieben, 4 Wochen 6 Wochen
- 30:59irgendwie sowas in dem Dreh zweimal 1000 Wörter hat es das
- 31:02heißt er hat 5000 Wörter am Tag geschrieben.
- 31:06Das ist echt ein riesen Output. Vielleicht kommen wir irgendwann
- 31:09noch mal dazu, über sein Buch zu sprechen, über das Schreiben,
- 31:12weil er da sehr, sehr viel darüber spricht, und ich finde
- 31:16ja, ich habe ihm den größten Respekt gezollt, dass ich ihm
- 31:18also genauso schnell gelesen habe, dieses Stück, in diesen
- 31:23sog wirklich komplett reingefallen bin, und er hat
- 31:26selber später mal über dieses Buch gesagt, dass er erst viele
- 31:28Jahre später erkannt hat, wieviel er von seiner Inneren,
- 31:32von seiner eigenen inneren Zerrissenheit und.
- 31:34Geschrieben hat, und das ist ja auch was, was uns eigentlich
- 31:37relativ häufig ne Literatur begegnet, dass im Moment des
- 31:41Schreibens der Schriftsteller die Schriftstellerin noch gar
- 31:43nicht weiß, worüber sie tatsächlich schreibt, welche
- 31:46Ebene da noch drin steckt und das dann von denjenigen selber
- 31:49erst später erkannt werden kann. Aber das?
- 31:52Das ist ja eher noch mal. Also auch die Rezeption.
- 31:55Die Eigenrezeption ist ja echt noch mal eigentlich n eigenes
- 31:57Thema für sich, das ist unglaublich spannend, also auch
- 32:00das, was machen Leser und Leserinnen aus dem Buch?
- 32:03Was macht das mit den Schriftstellern, wenn sozusagen
- 32:06die Kommentare oder das Erlebte der Leser zurückgeht an die
- 32:09Schriftsteller? Die erleben dann noch mal eine
- 32:11neue Ebene ihres Buches und genau das, was du sagst, dass du
- 32:14erst beim Schreiben eigentlich merkst, worüber du wirklich
- 32:16schreibst, also was von unten oder von tief innen sozusagen
- 32:20herauskommt, und ich kann es mir bei Stephen King sehr
- 32:23vorstellen, ich musste gerade so n bisschen lächeln, weil wenn
- 32:25ich mich richtig erinnere. Wird Jack ja tatsächlich im Film
- 32:29auch von Jack gespielt? Ne, das ist so ikonisch, also
- 32:32das ist, und das ist natürlich gemein bei so einem Buch, wenn
- 32:36der Film so ikonisch ist, dass viele dann vielleicht zu faul
- 32:40sind. Also ich hab gleich auch n Buch,
- 32:43da ist genau genau das gleiche Problem, dass der Film einfach
- 32:46dazu zu bekannt und ikonisch ist und man muss sich aber manchmal
- 32:51vielleicht einfach sagen, ja so toll auch n Film ist.
- 32:55Eigentlich in 95% der Fälle kommt es eben nicht an das Buch
- 32:58heran. Ja, und also ich mein, was ich
- 33:01dem Film zugute halte, ist, dass er sich wirklich echt Abstand
- 33:04genommen hat zum Buch. Aber wer hat wirklich wirklich
- 33:08diese diese irre Geschichte, dieses wie tief man in sich
- 33:11selber und gespiegelt in einem Haus in einem Hotel eintauchen
- 33:14kann, der muss das Buch lesen, weil das passiert nicht im im
- 33:18Film. Da da gibt es einfach viele
- 33:20Sachen, die filmisch nicht umsetzbar war.
- 33:22Wobei man fairerweise auch sagen muss, die meisten Stephen King
- 33:25Bücher sind ja leider Hölle verfilmt, das ist schon wirklich
- 33:28n sehr sehr guter Film, aber was andererseits das Buch Stephen
- 33:33King selber hat, hat auch ganz schön damit gehadert mit diesem
- 33:35Film, aber auch mit diesem Film, ja weil es halt inhaltlich dann
- 33:39schon noch mal ne andere Nummer ist, das was da passiert oder
- 33:42eben wie wie eindimensional zum Beispiel wo Wendy die Frau
- 33:46dargestellt wird. Das das ist ja auch was Tolles
- 33:49an Stephen King, aber da reden wir ein anderen Mal drüber.
- 33:51Jetzt werde ich heute nicht mehr fertig.
- 33:53Fan Girl, Das ist Stephen King. Ich kann es aber auch vollkommen
- 33:56verstehen. Also ich habe auch schon einige
- 33:57Sachen von ihnen gelesen und ich kann euch jetzt schon
- 34:00versichern, es wird nicht der letzte Stephen King sein, der
- 34:04hier in unserem Podcast im Batman Buch besprechen
- 34:07besprochen werden wird. Oh meine Güte, bevor ich mich um
- 34:11Kopf und Kragen rede, was die deutsche Grammatik angeht.
- 34:14Darf ich rüber zum nächsten Mal? Springen, bitte hol uns raus aus
- 34:17den Rockys und aus dem Overlord. Ich.
- 34:19Bringe ich bleibe auf dem Kontinent, Springe aber mit uns
- 34:23nach New England und Lande, glaube ich, mit meinem Buch bei
- 34:27dem anderen großen bestimmenden amerikanischen Autoren seiner
- 34:32Zeit neben Stephen King genauso berühmt, aber ganz anderes
- 34:35Genre, nämlich John Irving. Und John Irving?
- 34:38Ich habe eine tiefe, tiefe, tiefe, tiefe Liebe zu John
- 34:41Irving, zu der Figurenzeichnung, zu der Liebe, die er seinen
- 34:44Protagonisten entgegenbringt, und er lässt sie auch leiden, er
- 34:47lässt sie auch wirklich böse Sachen erleben, aber er ist ein
- 34:50Autor, der nicht nachtritt, wenn seine Protagonisten am Boden
- 34:54liegen, er hilft ihnen wieder auf und egal wie dramatisch und
- 34:59tragisch Geschichten sind, er hat eine so fantastisch lustige
- 35:04Art und Weise, darüber zu schreiben, dass man beim Lesen
- 35:06oftmals erst beim zweiten Nachdenken darauf kommt.
- 35:09Oh, das war jetzt echt tragisch, aber ich hab gequietscht vor
- 35:12Vergnügen und ich finde es, es gibt so viele ikonische Bücher
- 35:17von ihm, aber natürlich, ihr könnt euch denken beim Thema
- 35:20Hotel, dass ich eigentlich wahrscheinlich mit das
- 35:22berühmteste Buch von ihm meine, nämlich das Hotel New Hampshire,
- 35:26und das hat das gleiche Problem n bisschen wie The Shining mit
- 35:30dem Film, dass es eine tatsächlich sehr gute Verfilmung
- 35:33gibt. Die glaube ich, viele von euch
- 35:35auch schon gesehen haben. Also ich weiß noch, also
- 35:37tatsächlich Nastassja Kinski als als Tochter, ich glaube es Rob
- 35:41Low, der den ältesten Sohn spielt, also es hatte für die
- 35:44Zeit aus dem wirklich schöner Film, hat auch natürlich viele
- 35:49Sachen auslassen müssen, die das Buch machen kann, die im Film,
- 35:52also das kennen wir ja, das müssen wir ja nicht weiter
- 35:54besprechen, dass Filme andere Sachen machen können als Bücher.
- 35:57Und das Buch allerdings lohnt sich einfach so unfassbar, denn
- 36:02es ist tatsächlich die Quintessenz von allem, was John
- 36:05Irving macht. Es ist ein Familienroman, Es ist
- 36:09es spielt also in nicht nur einem Hotel, sondern in
- 36:12mehreren, und eigentlich erzählt es die Geschichte der Familie
- 36:15Barry, Vater, Mutter und ich meine es sind. 4 Kinder, wovon
- 36:22aber am Anfang erst mal nur die beiden älteren Kinder eine Rolle
- 36:26spielen. Aber das ganze Buch geht über
- 36:27mehrere Jahrzehnte und dementsprechend auch die
- 36:30jüngeren Geschwister werden irgendwann Erwähnung finden in
- 36:33den Büchern und diese Familie probiert auf sehr originelle Art
- 36:39und Weise ein Hotel zu betreiben und dieses Hotel auch
- 36:43gleichzeitig als Zuhause zu benutzen und wie bei Irving
- 36:47immer sind alle. Borderline bekloppt in dieser
- 36:51Familie und denkt sich, was macht ihr da?
- 36:53Es ist hochgradig unterhaltsam es, es gibt sehr, sehr viele
- 36:57Schicksalsschläge tatsächlich in diesem Buch, und ich glaube, das
- 37:02ist einer, der ich glaube, einer tatsächlich der berühmtesten
- 37:06Sätze von John Irving ist der Satz Kummer schwimmt immer oben,
- 37:10und der kommt aus eben diesem Buch.
- 37:13Denn egal, was passiert, am Anfang natürlich.
- 37:16Also wenn Todesfälle kommen, aber am Ende auch wenn irgendwas
- 37:19tragisches oder Blödes in der Familie passiert, sagt
- 37:21irgendjemand, ja, ja, Kummer schwimmt immer oben und ich muss
- 37:26es verraten, weil es ist einfach so typisch John Irving, diese
- 37:29Familie hat natürlich einen Hund, und der heißt Kummer und
- 37:33dieser Hund. Auch hat irgendwann einen
- 37:35tragischen Unfall und rettet sich also in letzter verletzter
- 37:38Sekunde in die Badewanne der Familie da die ist voller
- 37:42Wasser, er stirbt in dieser Badewanne und schwimmt natürlich
- 37:45oben auf der Wasseroberfläche und natürlich muss jemand sagen,
- 37:49ja, Kummer schwimmt immer oben und das ist das ist so.
- 37:54John Irving wirklich in in A nutshell, muss man sagen, denn
- 37:58du hast diese Tragik und die Komik auf einem, also wie auf
- 38:03einem engsten Raum zusammengefasst.
- 38:05Wunder, wunderschön, diese Familie passiert noch sehr viel
- 38:08mehr, also sie bleibt nicht nur in ihrem Hotel in in New
- 38:11Hampshire, sondern sie ziehen irgendwann auch quer durch
- 38:14Europa, sie öffnen dann auch ein Etagen Hotel in Wien, das ist
- 38:18sehr sehr, sehr skurril was sie da machen.
- 38:20Das ganze Buch wird natürlich nicht nur bevölkert durch die
- 38:23verrückte Familie, sondern auch die Gäste, die in dieses Hotel
- 38:27kommen oder in die verschiedenen Hotels.
- 38:30Aber sie kommen immer wieder zurück in ihr eigentliches Hotel
- 38:33und auch nach Jahrzehnten treffen dann die Geschwister
- 38:36auch in diesem Hotel wieder zueinander und können
- 38:39feststellen, was ihre Familiengeschichte gemacht hat
- 38:41und eigentlich ist dieses Hotel. In diesem Buch nicht so das
- 38:46Sinnbild für großes Reisen oder auch auch wie bei The Shining,
- 38:50also dieses große, beeindruckende Gebäude eines
- 38:54Grand Hotels, sondern es ist ein Familienhotel und steht eher für
- 39:00einfach den Wandel, den ein Familienleben sozusagen über
- 39:03Jahrzehnte durchmacht und ist, wie wirklich 90% aller anderen
- 39:08Bücher von John Irving. Sehr, sehr sehr, sehr lustig und
- 39:13gleichzeitig merkt man, wenn man das Buch durchgelesen hat, dass
- 39:17man unglaublich viel Inhalt mitbekommen hat.
- 39:19Also jetzt nicht nur von der Geschichte her, sondern auch
- 39:22wirklich psychologisches Gepäck mitbekommen hat.
- 39:25Und es ist immer wieder erhellend, mit mit welcher Sicht
- 39:29John Irving Katastrophen. Auflösen kann, ohne sie zu
- 39:34verneinen, ohne sie kleinzureden, ohne sie zu
- 39:36negieren, sondern er sagt, diese Katastrophen gibt es, sie werden
- 39:39allen von uns immer wieder passieren, und es gibt
- 39:42verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen, und es zieht
- 39:45sich durch seine Bücher, dass man mit Problemen so umgeht,
- 39:50dass. Man sie nicht ins Lächerliche
- 39:53zieht, das nicht, aber dass man doch vielleicht probiert n
- 39:56bisschen auch die Komik in der Tragik zu sehen, weil es einfach
- 39:59diesen Druck dieser Tragik doch etwas von einem nimmt.
- 40:03Wunderschönes Buch und für die ein Prozent unserer
- 40:07Zuhörerschaft, die weder The Shining noch John Irvings Hotel
- 40:11New Hampshire gelesen haben sollten, die Infos findet ihr
- 40:15wie immer in unseren Shownotes. Und wenn Monique erlaubt und ich
- 40:20gerade bei dem Thema Shownotes bin, kommt mein kleiner Hinweis
- 40:23wieder dahin, dass ihr in den Shownotes nicht nur rausfindet,
- 40:26wie die Bücher heißen, die wir heute besprechen.
- 40:27Und wer die Übersetzer sind und die Autoren und welchen Verlagen
- 40:30die verlegt werden, sondern es gibt auch Hinweise darauf, falls
- 40:34ihr den wirklich dringenden Wunsch verspürt, nicht eine
- 40:38Nacht im Hotel zu verbringen, sondern uns zu unterstützen.
- 40:42Macht es einfach. Informationen findet ihr
- 40:44entweder auf unserer Webseite im Bett mit Buch.
- 40:46De oder in den Shownotes. Denn wir ersparen euch ja auch
- 40:50so viel wie zum Beispiel zufällig bei Booking.
- 40:52Wow, das sieht toll aus. Ich nehme mal dieses Overlock
- 40:55Hotel zum. Buchen seht.
- 40:58Ihr in die Bucht das Zimmer bucht das Zimmer 217.
- 41:01Es ist Lebensbildung, die ihr hier bekommt.
- 41:07So, das war also jetzt ein wirklicher Sprung von von Horror
- 41:10in Colorado zu Tragik und Komik in New Hampshire.
- 41:15Ich bin sehr gespannt, in welche weltenregion du uns jetzt.
- 41:19Ich muss echt gestehen, dass ich war danach irgendwie so, so
- 41:24blind für andere Hotelbücher. Mir ist wirklich nichts mehr
- 41:26eingefallen, sodass ich kennst du das, wenn du so irgendwie so
- 41:31gedanklich an was festhängst und und nichts anderes fällt.
- 41:34Mir ein und nichts anderes passiert mehr im Kopf.
- 41:36Man kommt ja irgendwie aus diesem Raum nicht raus.
- 41:38Entschuldige. Ganz kurz, so ging mir das immer
- 41:40mit meiner Begrüßung zu dir schön zurück.
- 41:46Zu, so dass ich quasi hotelbücher gegoogelt habe.
- 41:49Aber da habe ich ganz viel, ich sag mal so Sommerliteratur
- 41:53vorgeschlagen bekommen und ich dachte weiß ich nicht das jetzt
- 41:58noch lesen hab ich irgendwie irgendwie fühl ich grad nicht so
- 42:00sehr und ich hätte gerne noch irgendwas.
- 42:03Es muss doch irgendwas geben, was ich schon kenne oder gelesen
- 42:06habe. So Hey, wo sind diese Bücher und
- 42:08habe dann etwas gemacht, was ich tatsächlich echt sehr, sehr
- 42:11selten für so ne Aufgaben nehme. Ich habe Chat GPT gefragt oder
- 42:15gebeten mir mal bitte ne Liste der wichtigsten Hotelromane
- 42:18zusammenzustellen, hat er auch gemacht und da war viel dabei wo
- 42:23ich dachte ja OK nee verstehe ich ach nee weiß ich irgendwie,
- 42:26Code bestimmt schon und hat er auf seiner Liste und dann war
- 42:29ein Buch von Agatha Christie dabei dachte ich Ach.
- 42:33Ich glaube, ich hab Bock jetzt abends noch in der Gata Christie
- 42:35Roman zu lesen und das war ich hatte das quasi auf Englisch
- 42:38bekommen und ich sag, gibt es denn dieses Bertrams Hotel, gibt
- 42:41es das auch auf Deutsch und bekam dann einfach ja natürlich
- 42:44heißt auf Deutsch die Schattenhand hab ich mir über
- 42:48die Onleihe der Bibliotheken dann nachts noch ausgeliehen,
- 42:50also ihr seht ich hatte ich hatte Druck am Anfang der Woche,
- 42:53ich musste noch schnell was lesen zum Thema Hotel und dann
- 42:56hab ich das angefangen zu lesen und war irgendwie so mit einem
- 42:59Drittel durch und ich dachte so. Das ist seltsam.
- 43:02Hier kommt einfach überhaupt kein Hotel vor und hier kommt
- 43:06auch keine Miss Marple vor. Habe also jet GP t noch mal
- 43:09geschrieben, also sag mal, ich habe dieses Buch angefangen,
- 43:11bist du dir sicher, dass da ein Hotel vorkommt, weil bis jetzt
- 43:15also auch Miss Marple ist nicht da, da ist nur so ein Jerry.
- 43:18Ja, das ist Jerry Tapper und der sieht ja das Hotel von außen und
- 43:21nachher das und das ich so hä hieß der Jerry Tapper ich weiß
- 43:25es nicht mehr, aber es war ein gutes Buch, ich habe also
- 43:27weitergelesen und. Und dann war ich weit über die
- 43:29Hälfte am nächsten Tag und dachte so, also wenn jetzt hier
- 43:34noch mal n Hotel kommt, würde mich das wirklich überraschen.
- 43:37Super Story, aber hä? Und weil ich diesen also ich
- 43:42wollte das dann auch gerne fertig diskutieren mit mit
- 43:44chachi PT. So sind unsere Para sozialen
- 43:48Beziehungen und dann hab ich gesagt also ich bin jetzt weit
- 43:51über die Hälfte da kommt auch einfach kein Hotel mehr.
- 43:56Kannst du mir das mal bitte zusammenfassen, dieses Buch?
- 43:59Und dann habe ich eine Zusammenfassung bekommen von
- 44:01etwas, was überhaupt nichts, wirklich nichts mit dem Buch zu
- 44:04tun hatte, das ich gelesen habe und ich so, hey, das stimmt doch
- 44:08gar nicht, ich lese dieses Buch, die schattenhand gerade und all
- 44:10diese Figuren kommen nicht vor, darum geht's nicht so und so,
- 44:14und dann kam so, ja, stimmt, warum machst du das denn?
- 44:19Und dann kam als Antwort. Ja, weißt du, das tut mir voll
- 44:22leid. Na, voll hat er nicht
- 44:24geschrieben, aber das tut mir leid.
- 44:26Ich habe zunächst im aus meinem Gedächtnis heraus geantwortet,
- 44:30aus meiner Erinnerung ja, aber Hase, du hast gar keine
- 44:33Erinnerung, kein Gedächtnis, du bist ne KI.
- 44:36Das Illusioniert doch nicht so. Und dann habe ich also über
- 44:42klassische, also es tat mir auch so leid, weil ich eigentlich,
- 44:45ich weiß ja, dass so was passiert und eigentlich das
- 44:48genau deshalb auch überhaupt gar nicht auf der Ebene nach
- 44:51Informationen suche, weil JPT liebe Kinder, ist keine
- 44:55Suchmaschine, es ist völlig ungeeignet dafür.
- 44:57Ich habe also noch mal normal gesucht, Hotel Bertram gibt es
- 45:00auch auf Deutsch, habe das dann vorgestern Abend angefangen zu
- 45:03lesen und rede jetzt über Hotel Bertram so.
- 45:09Das ist so gut. 1 der späteren spätesten Bücher von von Agatha
- 45:15Christie. Ihr dritt oder Viertletzter Miss
- 45:18Marple, Roman Miss Marple selber taucht hier auch nur als
- 45:21Nebenfigur auf, aber wir wollten ja auch ein Hotel als Hauptfigur
- 45:24und das haben wir. Wir haben in Hotel in London das
- 45:28Geschriebenstes Buch im Anfang der 60er Jahre das.
- 45:33Unheimlich traditionsreich ist, dass im Grunde dieses
- 45:35viktorianische Zeitalter noch mal aufleben lässt und all die
- 45:38Gäste, die dort sind, fühlen sich dort wie zu Hause in der
- 45:42guten alten Zeit. Es gibt eben auch noch, wie in
- 45:45der guten alten Zeit, den Five A Clock Tea.
- 45:49Und Menschen aus einer Welt reisen halten dieses nicht
- 45:51billige Hotel um eben noch mal so dieses britische Königreich
- 45:55zu erleben, wie man es irgendwie kennt vom Hören und sagen oder
- 45:58aus der Literatur und machen sich ordentlich Butter auf die
- 46:02Muffins. Ich glaube ja eher clotted Cream
- 46:05auf die. Scones.
- 46:06Aber das ist vielleicht n Übersetzungsfehler, weil ich es
- 46:08auf Deutsch gelesen habe und das Personal ist äußerst
- 46:12zuvorkommend und eben auch sehr anständig und altmodisch und.
- 46:17Und ich dachte am Anfang so, warum war ich eigentlich nie in
- 46:20so einem Hotel? Also nur die wissen alles über
- 46:22die Gäste, die wissen was die wollen und es geht immer super
- 46:24schnell. Der Service und die Kriegen ganz
- 46:26tolles traditionsreiches britisches Frühstück, also auch
- 46:31sowas wie Nierchen. Was man liest zum Frühstück.
- 46:36Oder eben weiß ich pochierte Eier.
- 46:38Und die müssen aber wachsweich sein und dann auf dem Toast
- 46:40schmelzen und so und auf gar keinen Fall Frühstücksflocken
- 46:43oder Orangensaft. Und Miss Marple ist da gerne
- 46:47erinnert sich so ein bisschen an ihre Kindheit, und sie war dann
- 46:49mal gewesen mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter und schwelgt so
- 46:53ein bisschen in Erinnerung. Eine vermögende Freundin hat ihr
- 46:56diese 2 Wochen in diesem Hotel geschenkt, damit sie sich mal
- 47:00erholen kann, weil immer wo sie ist, passieren ja ständig Morde
- 47:03und die gute Frau braucht irgendwie Abstand und sie ist
- 47:06erst mal so verzaubert von der Atmosphäre, aber es ist eben
- 47:09auch Miss Marple, sie merkt recht schnell.
- 47:12Die Zeit ist hier auch nicht stehen geblieben, die tut nur
- 47:14so, als ob sie stehen geblieben wäre.
- 47:18Ja, es gibt einen Haufen geistliche Adelige und die
- 47:21scheinen alle irgendwie aus einer anderen Zeit zu sein, der
- 47:24eine ist wahnsinnig verwirrt, dann gibt es eine Frau, die so
- 47:27eine Abenteurerin ist, die, die irgendwie viel in der
- 47:30Boulevardpresse ist und im Krieg, also im Zweiten
- 47:34Weltkrieg, 6 Deutsche im Rahmen ihrer Tätigkeit als Spionin
- 47:39wahrscheinlich umgebracht hat und.
- 47:41Rennfahrerin ist und Reiterin und also alles eine umwerfende
- 47:46Frau mit vielen, vielen, vielen Männergeschichten.
- 47:49Und es gibt natürlich auch ein junges Mädchen und die ist ein
- 47:54bisschen schwierig. Bei Miss Marple wird ja auf
- 47:56junge Mädchen immer sehr aufgepasst.
- 47:58Also da schreibt ja gerade Chrissie auch viel darüber, dass
- 48:01man das muss so das ist, weil die Welt nicht leicht ist für
- 48:05junge Mädchen. Alt ist das junge Mädchen, das
- 48:08Junge. Die ist. 17.
- 48:11Ach so. Jung, aber aber noch nicht 21
- 48:15und deshalb nicht volljährig. Ja, aber zumindest sollte eben
- 48:19auch auf dieses junge Mädchen aufgepasst werden.
- 48:21Miss Marple wünscht es sich sehr, ja, und dann passiert was
- 48:26eben bei Miss Marple immer passiert.
- 48:29Da geht jemand, dort nehme ich. Ja, ja, das dauert ein bisschen,
- 48:33bis tatsächlich jemand stirbt. Aber vorher ist schon klar, es
- 48:37gibt. Es gibt Ermittlungen, es werden
- 48:40am Rande irgendwelche Raubzüge erwähnt.
- 48:43Das junge Mädchen verhält sich auch nicht immer ganz koscher,
- 48:46wie sich überhaupt niemand so richtig koscher verhält von von
- 48:49diesen Hauptfiguren, und das ist ganz amüsant.
- 48:53Ich würde jetzt nicht sagen, dass es einer einer ihrer besten
- 48:56Romane ist, also der, den ich zufällig gelesen habe, den fand
- 48:59ich tatsächlich besser, aber. Aber ich fand es tatsächlich
- 49:03schön, beim Lesen in diesem Hotel zu sein.
- 49:06Das hat mir sehr gefallen. Das alleine ist es doch auch
- 49:09schon, oder dass man sich einfach so wohlfühlt in dem
- 49:11Setting und ich finde, das ist ja bei Gather, Christie oder
- 49:14auch bei anderen Krimiautorinnen aus der also Josephine Tays auch
- 49:18so jemand wo man denkt, also eigentlich der Fall war jetzt
- 49:22nicht so der Burner, aber wie es geschrieben ist und das gesamte
- 49:26Setting und es bringt einfach so, man kann so baden da drin,
- 49:28es bringt so viel Spaß. Und Agatha Christie?
- 49:32Ich glaube, du sagtest es auch vorhin, hat ja gefühlt, glaube
- 49:34ich, irgendwie 700 Bücher geschrieben, oder sie hat
- 49:36unfassbar viele. Bücher geschrieben oder die, ich
- 49:39glaube es sind 73 Krimis, die sie geschrieben hat.
- 49:44Und dann hatte sie ja noch genau 73 den ersten hat sie 1920
- 49:49veröffentlicht, dann hat sie noch Kurzgeschichten,
- 49:52Theaterstücke geschrieben, ein Gedichtband, und sie hat noch
- 49:56ein Pseudonym gehabt, Mary Wurst, mackage. 6 Romanzen hat
- 50:00sie unter diesem Pseudonym. Geschrieben, das wusste ich
- 50:02nicht und es gibt doch von ihr diese Geschichte, sie ist doch
- 50:06verschwunden. Ne, Oh, das weiß ich gar.
- 50:08Nicht das muss, da gibt es, glaube ich, auch Bücher oder
- 50:10Literatur dazu. Ich weiß nicht, ob ich jetzt
- 50:12gnadenlos in meiner hammersteinschen Art immer
- 50:13wieder übertreibend sage, es sind ein oder 2 Jahre, aber ich
- 50:16glaube, es war wirklich ne ne ne recht lange Zeit, die sie weg
- 50:19war und sie kommt wieder und sie hat nie aufgeklärt wo sie war
- 50:23und bislang weiß wirklich kein Mensch.
- 50:26Wo sie war, also wie man an seinem eigenen Mythos arbeiten
- 50:29kann. Ne, das ist vielleicht war auch
- 50:31was ganz tragisches, das weiß ja keiner, aber ich hab ich stell
- 50:34mir lieber viel lieber vor, dass Agatha Christie dachte, ich mach
- 50:39mich jetzt mysteriös, hoffentlich war es was.
- 50:43Einfach nur der Grund. Vielleicht war es aber auch eben
- 50:45einer. Liebesgeschichte, vor der man
- 50:48junge Mädchen besser beschützt. Aber sie sagte jetzt, in meinem
- 50:51Alter kann ich nichts machen. Gönn dir genau.
- 50:55Toll. Und sie schreibt so toll.
- 50:57Also das war total schön, das wiederzuentdecken, dass sie so
- 51:00eine so eine moderne, leichte Art und Weise hat zu schreiben
- 51:06und da aber irre gut mitspielen kann, wenn sie dann zum Beispiel
- 51:10eben bei Miss Marple ist, dann wird das alles natürlich ein
- 51:13bisschen. Älter und so, aber an an so, das
- 51:16hat wirklich, das hat viel Spaß. Gemacht ja, auch bei diesen
- 51:18ecylpooro Sachen ja schon aufge, also dass sie da auch wirklich,
- 51:21wie sie es schafft auch also in in ihre Figuren hineinzugehen.
- 51:25Und sie hat natürlich auch so einen tollen Humor, da muss man
- 51:28auch sagen, ich meine, da lieben wir ja unsere britischen Autoren
- 51:31dafür OK. Ich würde gerne, wenn ich darf,
- 51:37zur nächsten Autorin weiter springen und der Garther
- 51:40Christie ist perfekt dafür, denn die hat mit ihrer Lebens und
- 51:44Schreibspanne. Eigentlich verbindet sie meine
- 51:46Vicky Baum von vorhin aus den Zwanzigern zu dem Buch, was ich
- 51:50jetzt besprechen möchte, das wurde kurz nach dem Zweiten
- 51:53Weltkrieg geschrieben, ich glaube, Anfang der 50er hat sie
- 51:55es geschrieben, das Buch heißt das Fest Ich rede jetzt nicht
- 52:00von Lucy Fricke, obwohl wir eigentlich in jeder Folge von
- 52:02Lucy Fricke reden können. Ich rede auch nicht von diesem
- 52:05unfassbar traumatisierenden Film von nicht Lars von Trier, aber
- 52:09von einem von dieser dänischen Nummer, man denkt, ihr seid alle
- 52:13echt bekloppt. Nein, es gibt das Fest noch mal
- 52:16als Titel eines, ja, man möchte es fast Krimi nennen, von einer
- 52:22britischen Autorin namens Margaret Kennedy, es war in
- 52:25seiner Zeit ein riesiger Erfolg. Und es spielt an an der Küste
- 52:30Englands und man hat ein altes Herrenhaus ein bisschen runter
- 52:34gekommen, was also eine Familie übernimmt, die direkt nach dem
- 52:38Zweiten Weltkrieg mit wenigen Mitteln probiert, daraus ein
- 52:41Hotel zu machen. Und es ist geil aufgebaut, das
- 52:45muss ich echt sagen, denn das Buch fängt damit an, dass dieses
- 52:50Herrenhaus Hotel steht auf einer Klippe und das Buch fängt damit
- 52:54an, dass diese Klippe abrutscht. Mit dem Hotel druff und dass
- 52:59viele Menschen dabei sterben. Wir wissen aber nicht wer und
- 53:03dann springt das Buch eine Woche zurück und beschreibt uns, wer
- 53:07als Gäste ankommt sind einige Gäste die dort sind.
- 53:11Irgendwann stellen wir als Leser auch fest A die besetzen alle
- 53:16jeder Gast besetzt ist vielleicht manchmal n bisschen
- 53:18auffällig, aber er besetzt sozusagen eine.
- 53:20Eine schlechte oder eine gute Tugend?
- 53:23Also, es gibt wirklich so, es gibt die Eifersucht, es gibt die
- 53:25Machtgier, es gibt die Eitelkeit, es gibt aber auch die
- 53:28Liebe, die Zurückgenommenheit, also jeder, jede Figur ist schon
- 53:32fast alligorisch für eine Eigenschaft, und die Treffen
- 53:35alle zusammen, und die Kennedy baut also langsam sozusagen die
- 53:39Geschichte auf, wie die Figuren miteinander interagieren, wie
- 53:42sie auch aufeinander reagieren, wie sich Trüppchen bilden, wie
- 53:47sich manche Mannschaften bilden, wer gegen wen.
- 53:50Es gibt ein Ehepaar, was einfach unfassbar viel Luxus verlangt
- 53:54und irgendwie noch nicht begriffen hat, dass im
- 53:55Nachkriegssommer in England einfach Luxus jetzt gerade nicht
- 53:58das Thema ist. Es gibt eine sehr lieblose,
- 54:01herrschsüchtige Mutter, die also die Kinder nicht gut tut.
- 54:04Es gibt aber auch die guten Menschen und das Ganze baut sich
- 54:09also auf, natürlich zu dem großen Finale, von dem wir
- 54:12wissen, was passiert, das Hotel stürzt ab.
- 54:15Aber erst ganz am Ende erfahren wir, wie es überhaupt abstürzt
- 54:20und wer dabei umkommt und wer dabei eben nicht umkommt, weil
- 54:24durch Zufall gerade irgendwie spazieren gegangen oder so
- 54:27ähnlich. Und auch wenn die Margaret
- 54:30Kennedy eine etwas langsamere schreibe hat.
- 54:33Also ich möchte jetzt gar nicht sagen, mühselig oder langweilig,
- 54:36aber es ist manchmal lässt sie sich doch einfach n bisschen
- 54:38mehr Zeit. Was glaub ich aber auch der Zeit
- 54:40geschuldet ist, in der sie es geschrieben hat.
- 54:42Wir sind einfach so viel nervöser und schneller glaub ich
- 54:44jetzt gerade als es noch Anfang der 50er war, aber es ist
- 54:48wirklich eine große Freude am Ende zu erfahren, wen hat es
- 54:52erwischt bei dem Fest. Also das ist sozusagen hab ich
- 54:59mich jetzt einfach mal an an dein England mit Rangehängt mit
- 55:03Margaret Kennedy und genau das war.
- 55:07Für mich mein drittes Buch, glaube ich hier zu Hotels hast
- 55:12du noch irgendwo? Hin.
- 55:14Ich hatte diese beiden Bücher, du hast.
- 55:16Diese beiden, ich glaube, dann würde ich noch mal kurz frei
- 55:19drehen, denn ich habe noch ein Buch, was ich ganz zwingend
- 55:22bespreche. Ich würde gerne nur auf 2 kleine
- 55:26Bücher eingehen, nur ganz kurz sie genannt haben, einmal
- 55:29einfach nur, weil ich die Autorin so toll finde.
- 55:32Das eine ist Emily St. John Mendell Wir haben glaube
- 55:34ich, schon mal über ein Buch von ihr gesprochen.
- 55:36Sie hat auch ein Buch geschrieben, das heißt das
- 55:38Glashotel und das Glashotel selber ist ein großer
- 55:41Luxusschuppen auf Vancouver Island, und das findet, am
- 55:45Anfang, ist das auch der wichtige Hauptort dieses Hotels.
- 55:48Ich hab mich aber dagegen entschieden, es wirklich zu
- 55:50besprechen, das Buch, denn letztendlich geht es um andere
- 55:53Sachen, aber lasst es euch gesagt sein, ein super Buch und
- 55:57nur da bin ich der Buchhändler. Wer gerade noch ein lustiges und
- 56:01amüsantes und kurzweiliges Buch über ein Hotel in den 20er
- 56:04Jahren braucht. Der dürfte gerne von JPO Connell
- 56:10das Buch Hotel Portofino lesen, spielt an der Amalfiküste
- 56:14englische Familie baut in den 20er Jahren ein Hotel dort auf
- 56:18und es gibt Glamour, es gibt Krimi, Es gibt Politik, es ist
- 56:22alles sehr, sehr leichtfüßig, also es ist wirklich keine große
- 56:26Literatur, bringt aber sehr viel Spaß und Bum gehe ich gibt.
- 56:29Es auch Limoncello. Es gibt ja.
- 56:32Es gibt auch. Jemand Cello, aber das Buch,
- 56:36worüber ich eigentlich sprechen möchte, ist nämlich das
- 56:38allererste, was mir eingefallen ist, als wir auf das Thema Hotel
- 56:41kamen, ist auch über die Jahre auch im Laden jetzt 20 Jahre 1
- 56:46meiner Lieblingsbücher, die ich immer wieder verkaufe, und ich
- 56:51rede von dem Buch, ein Gentleman in Moskau.
- 56:54Ahhh hier, da haust du es ja, da musstest du reden.
- 56:59Denn dieses Buch. Beginnt im Hotel und endet im
- 57:03Hotel und wir verlassen das Hotel nicht.
- 57:04Also das ist wirklich das Hoteligste aller Bücher, ich
- 57:06würde sagen noch hoteliger als Wiki Baums Menschen im Hotel und
- 57:10wir haben einen der sympathischsten Helden der
- 57:14Literaturgeschichte in diesem Buch, den Emma Taul uns erfunden
- 57:18hat, das ist der Graf Rastov. Viktor heißt er, glaube ich, mit
- 57:23Vornamen, aber darüber möchte ich jetzt mir nicht irgendwie
- 57:26irgendwas verwetten wollen. Es ist auch nicht Viktor, es ist
- 57:30Alexander Iljitsch Rastov, und das ist ein russischer Graf, der
- 57:34lebt also schon seit einigen Jahren im besten Hotel am Platz
- 57:38in Moskau, im Hotel Metropol, und dort bewohnt er eine Suite
- 57:41und genießt eigentlich so sein Nichtsnutziges leben.
- 57:45Jetzt muss man sagen, er spielt in den 20er Jahren in Moskau,
- 57:48und wir alle wissen, die Bolschewiki haben übernommen,
- 57:50das ist für einen Grafen. Beschissenes Timing in der Zeit
- 57:54zu leben und es kommt, was kommen muss.
- 57:56Er wird irgendwann für seine pure Existenz vor ein Komitee
- 58:00für unerwünschte Person gerufen und eigentlich alle seine
- 58:03Freunde sagen auch Natücidan, den sehen wir nicht wieder, weil
- 58:06mindestens Gulag, wenn nicht auch einfach tot für seine pure
- 58:09Existenz. Da er aber in seiner
- 58:11Vergangenheit mal ein revolutionäres Gedicht
- 58:14geschrieben hat, hat er bei einem dieser Bolschewiki ein
- 58:16Steinebrett und seine Strafe wird.
- 58:19Abgemildert in lebenslange Haft, und zwar in ihm, diesem Hotel.
- 58:24Also nicht Haft, sondern er bekommt Hausarrest in diesem
- 58:27Hotel mit der Auflage, wenn du das Hotel auch nur mit einem
- 58:30Schritt verlässt, wirst du erschossen und übrigens du lebst
- 58:33nicht mehr in deiner Suite, sondern oben in der
- 58:36Dienstbotenkammer und das wunderbare was dann passiert und
- 58:39das kann man Amor towles nicht hoch genug anrechnen, ist, dass
- 58:42unser Graf Rastov. Überhaupt kein Revisionist ist,
- 58:45sondern er sagt sich, na ja, ich hatte meine gute Zeit, jetzt
- 58:49sind halt andere dran und ich mache das Beste draus und das
- 58:52gesamte Buch über macht der Rastoff, egal welche Steine ihm
- 58:57in den Weg gelegt werden, immer das Beste draus, mit einer so
- 59:01dermaßen gelungenen, heiteren Gelassenheit, dass man sich
- 59:05wirklich Scheibe für Scheibe abschneiden möchte, davon, wie
- 59:09er reagiert. Und es ist nicht, dass man
- 59:11denkt, um Gottes Willen, 40 Jahre nur im Hotel, das wird ja
- 59:14langweilig. Es ist nicht eine Minute
- 59:16langweilig, es passiert irrsinnig viel, denn dieses
- 59:19Hotel ist, einerseits ist es seine Rettung, denn draußen
- 59:23findet die wirkliche Brutalität statt, ich meine, wir reden
- 59:25wirklich von den 20er bis in den Sechzigern, wir alle wissen, was
- 59:28in der Sowjetunion, insbesondere unter Stalin passiert ist, und
- 59:31dieses Hotel rettet ihn im Endeffekt einfach, weil keiner
- 59:35auf die Idee kommt, diesem Grafen.
- 59:37Da oben in der Dienstbotenkammer zu suchen, er fängt auch
- 59:40irgendwann zu arbeiten an als Oberkellner, weil einfach keiner
- 59:42sich mit den Regeln so gut auskennt wie er, wo welche
- 59:45Messer und Gabel hingesetzt wird.
- 59:47Also sagt er sich, na ja, wenn es keiner kann, Marie ist halt,
- 59:49was soll es? Es passieren Abenteuer in Form
- 59:52von n bisschen Liebe. Es gibt eine junge Frau, die er
- 59:55kennenlernt, die kommt irgendwann als Erwachsene wieder
- 59:57und sie weiß, sie wird nach Sibirien verschickt werden.
- 59:59Sie hat aber diese kleine Tochter, könnte er bitte auf
- 1:00:01diese Tochter aufpassen, also wird er ne Zeit lang
- 1:00:04Ersatzvater, es hat rührende Ebenen, es hat sehr sehr lustige
- 1:00:07Teile, es hat sehr viele Beschreibungen auch von der
- 1:00:11russischen Politik, denn oftmals finden auch wichtige
- 1:00:14Veranstaltungen in dem Bankettsaal in diesem Hotel
- 1:00:17statt und lasst es euch gesagt sein, es ist wirr.
- 1:00:20Wirklich? 1 der wundervollsten Bücher, die
- 1:00:23es gibt jeder, der in den Laden kommt, kriegt es eigentlich von
- 1:00:27mir aufgedrückt, dass ich glaube, kaum ein Kunde oder eine
- 1:00:30Kundin geht raus, ohne das Wort, ein Gentlemanor, das Wort vor
- 1:00:33allen Dingen, also ohne das den Buchtitel ein gentlemanor Moskau
- 1:00:36gehört zu haben. Und.
- 1:00:38Das wenn ich da mal ganz kurz das stimmt und es führt dazu,
- 1:00:41dass quasi auch Stammkunden in deinem Laden dieses Buch an alle
- 1:00:45verschenken, die sie kennen. Und das ist mir als Buchhändler
- 1:00:48dann natürlich vollkommen wumpe, ob dann jeder es 3 oder viermal
- 1:00:51im Regal stehen hat. Denn als Buchhändler denke ich
- 1:00:55mehr ist mehr und damit meine ich verkauf.
- 1:00:59Aber in diesem Falle gerechtfertigt.
- 1:01:01Wie gesagt, eines der schönsten Bücher, die wirklich in den
- 1:01:05letzten 20 Jahren. Geschrieben wurden ein sehr,
- 1:01:07sehr schönes Buch. Und damit meine Liebe Monique,
- 1:01:11müssen wir, glaube ich, aus unseren jeweiligen Luxushotels
- 1:01:16und auch kleineren Hotels zurück.
- 1:01:19Zurück zurück. Nach Berlin, zurück nach Berlin,
- 1:01:21zurück in die Realität. Aber vielleicht noch einen
- 1:01:25kleinen Ausflug zu unserer Rubrik.
- 1:01:30Zu unserer Rubrik heute das Buch fürs Hotelbett, das.
- 1:01:34Buch fürs Hotelbett genau das darf auch größer sein, denn
- 1:01:39diese Hotelbetten sind ja manchmal so, wenn man denkt, Oh
- 1:01:41Gott, ich verirre mich alleine schon unter der Bettdecke, und
- 1:01:45diesmal durfte ich mir wieder etwas Kleines aussuchen für das
- 1:01:50Buch fürs Hotelbett. Und es ist ein Bilderbuch, was
- 1:01:55auch komplett in einem Hotel spielt.
- 1:01:58Das ist ein Klassiker der amerikanischen Kinder
- 1:02:01Buchliteratur, und zwar das Buch Eloise, es heißt auf Deutsch
- 1:02:07tatsächlich nur Eloise, im Original heißt es Eloise.
- 1:02:10In The Plaza und Eloise ist ein sechsjähriges Mädchen, die eine
- 1:02:16Mutter hat, die sehr, sehr, sehr, sehr reich und sehr, sehr,
- 1:02:20sehr, sehr oft abwesend ist. Und darum lebt Eloise eigentlich
- 1:02:23alleine in diesem Hotel und Eloise ist eine Art von Pippi
- 1:02:28Langstrumpf, das hat auch für kleine Kontroversen gesorgt in
- 1:02:30der Zeit als es geschrieben wurde, das Buch.
- 1:02:33Denn sie ist rotzfrech, sie ist echt ne Göre, die ärgert alle,
- 1:02:38die stört den Betrieb, die stört Gäste, die ärgert die
- 1:02:41Hotelbediensteten will aber wirklich nur Spaß haben und ist
- 1:02:46so überhaupt nicht anschmiegsam. Und das liebe Mädchen und wie
- 1:02:48man sich zu verhalten hat, sondern sie ist einfach ne wilde
- 1:02:51Göre, das ist in den Zeichnungen auch so geil dargestellt, also
- 1:02:54wirklich n unglaublich lustiges Buch und was mich so freute, das
- 1:02:59ist schon so amerikanisch. Ist ihr Lieblingssatz in diesem
- 1:03:03gesamten Buch ist Charget, also so viel wie schreiben sie es mir
- 1:03:07auf aufs Zimmer, das finde ich so gut, weil sie wirklich
- 1:03:10andauernd einfach irgendwas macht und es einfach aufs Zimmer
- 1:03:13schreiben lässt. Also wir haben hier ein äußerst
- 1:03:15verwöhntes und eigentlich unangenehmes sechsjähriges
- 1:03:18Görenmädchen, was gar nicht so viele großartige Abenteuer
- 1:03:21erlebt, sondern einfach Spaß haben will.
- 1:03:23Und das ist wirklich für alle Beteiligten, also bis auf die,
- 1:03:27die geärgert werden, aber hauptsächlich für die
- 1:03:29Vorlesenden und für die Kinder, die es vorgelesen bekommen und
- 1:03:33sich die Bilder anschauen dürfen, ein Riesenspaß.
- 1:03:35Falls man tatsächlich mal mit seinen Kindern im Hotelbett
- 1:03:39Rumlungert. Sehr schöner Tipp.
- 1:03:41Vielen Dank lieber Kurt. Und damit genau jetzt ist es
- 1:03:45tatsächlich soweit. Wir checken aus, die Rechnungen
- 1:03:48sind bezahlt, die Minibars ausgetrunken.
- 1:03:52Und wir reisen zurück. Wir reisen zurück und wie immer
- 1:03:56mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn zu Hause
- 1:03:59ist es ja auch ganz schön. Aber es war auch in diesem Hotel
- 1:04:02Podcast mit dir ganz ganz zauberhaft lieber Kurt.
- 1:04:05Und das fand ich auch. Und auch ihr, liebe
- 1:04:07Zuhörerschaft, wart besonders zauberhaft heute zu uns und wir
- 1:04:12freuen uns sehr, euch in 2 Wochen wieder zu hören bis.
- 1:04:16Dann Ciao macht's. Gut, bis dann.
- 1:04:20Im Batman Buch ist eine Produktion von was ist immer
- 1:04:23Konzept und Produktion. Götz Gring Modaimer Redaktion
- 1:04:27und Hosts Mundi Lukas und Kurt von Hammerstein.