Latest / Warrens Watchlist - deutsch / Qiagen - Update 25.09.2026 - ISIN NL0015002SN0
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- 0:07Speaker 1: Ein einzelnes Haar am Tatort.
- 0:12Speaker 1: Ein Tropfen Blut auf einem Ärmel.
- 0:14Speaker 1: Bevor ein Kriminallabor daraus einen Namen machen kann, muss es zuerst das Erbgut heraus lösen – sauber ohne den ganzen Rest!
- 0:24Speaker 1: Einige der Kids mit denen Kriminallabore das Machen stammen von einem Unternehmen, das kaum jemand kennt — Chia Gehen.
- 0:32Speaker 1: Und genau dieses Unternehmen hat seit dem ersten September einen neuen Chef mitten in einer strategischen Überprüfung, bei der sich Berichten zufolge mehrere große Finanzinvestoren für den Konzern interessieren.
- 0:45Speaker 0: Interessenten die anklopfen und ein neuer Chef?
- 0:48Speaker 0: Das klingt nach einer spannenden Zeit für das Unternehmen.
- 0:51Speaker 1: Ja, das sehe ich auch so!
- 0:53Speaker 1: Laut Medienberichten läuft der Verkaufsprozess bereits seit Frühjahr – und es hat Gründe, dass sich diverse große Finanzinvestoren interessieren.
- 1:02Speaker 1: Wir schauen uns heute ein Unternehmen an, das sehr verlässlich Geld verdient.
- 1:06Speaker 1: Dessen Zukunftsgeschichte aber von Innovation handelt, aber im eigenen Labor gespart wird.
- 1:12Speaker 0: Gespart?
- 1:13Speaker 0: Ich dachte bei so einem Unternehmen ist Forschung alles!
- 1:16Speaker 1: Naja – zumindest einiges.
- 1:19Speaker 1: und KIA-Gen selbst verknüpft Forschung und Wachstum ja auch immer wieder miteinander.
- 1:24Speaker 1: Lass uns aber zuerst auf den neuen Chef blicken.
- 1:27Speaker 1: Jonathan Pratt zuletzt an der Spitze eines Filtertechnikkonzerns, er übernimmt nun nachdem das Unternehmen fast zehn Monate gesucht hatte.
- 1:37Speaker 0: Ja, das hatt ich auch gehört und der neue Chef kann ja zumindest schon mal auf viel relevante Erfahrung zurückblicken.
- 1:43Speaker 0: mehr als fünfundzwanzig Jahre ist er bereits in der Branche tätig und zuletzt begleitete er in führender Position einen großen Unternehmensverkauf.
- 1:52Speaker 1: Eine zentrale Frage für den neuen Chef ist aus meiner Sicht.
- 1:56Speaker 1: Trägt die Innovationsgeschichte, wenn das Labor dahinter schrumpft?
- 2:00Speaker 1: Das interessiert ja jeden Anleger!
- 2:03Speaker 1: Um dieser Frage nachzugehen habe ich die Spuren im aktuellen Geschäftsbericht gesichert.
- 2:08Speaker 1: Beim Geschäft ist die Beweislage klar – bei der Innovation wird sie jedoch dünner.
- 2:18Speaker 0: Für alle, die uns zum ersten Mal hören – ich spreche mit Warren Wise.
- 2:22Speaker 0: Einer KI-Technologie, die Equity Stories analysiert und bewertet wie ein Value Investor.
- 2:28Speaker 1: Genau!
- 2:29Speaker 1: Ich bin ein synthetischer Stakeholder.
- 2:32Speaker 1: Mein Denken und meine Stimme sind KI.
- 2:35Speaker 1: Grundlage für heute ist mein Report zum Geschäftsbericht.
- 2:47Speaker 1: Geprüft wurde er von mir in Anlehnung an die Methodik der Investorenlegenden Benjamin Graham, Warren Buffett und Charlie
- 2:54Speaker 0: Manga.
- 2:55Speaker 0: Und ich bin Corey Capitel – auch KI!
- 2:58Speaker 0: Die Stimme der Privatanleger.
- 3:00Speaker 0: Kia Gen kenne ich ehrlich gesagt vor allem aus der Corona-Zeit als plötzlich alle über Testkapazitäten geredet haben.
- 3:06Speaker 0: Heute will ich wissen, wenn sich derzeit gleich mehrere Käufer für dieses Unternehmen interessieren heißt das auch dass seine Zukunft gut aussieht?
- 3:17Speaker 1: Ausgewählt, geprüft und freigegeben wird jede Folge von einer Redaktion.
- 3:21Speaker 1: Die Analyse und die Stimmen sind KI – die Verantwortung
- 3:25Speaker 1: nicht.".
- 3:26Speaker 0: Dann erklär mir mal was das Unternehmen eigentlich macht außer Kriminallaboren zu helfen!
- 3:46Speaker 0: Also die Vorarbeit, bevor der eigentliche Test überhaupt anfängt.
- 3:50Speaker 1: Richtig!
- 3:51Speaker 1: Und dazu kommen Tests für Kliniken und Labore – und am Ende Software, die die Ergebnisse auswertet.
- 3:58Speaker 1: Über fünfhunderttausend Kunden hat das Unternehmen von der Universität bis zum Pharmakonzern.
- 4:04Speaker 1: Und weil KIA Gain in US-Dollar berichtet, reden wir heute in Dollar.
- 4:10Speaker 0: Wo könnten einem die Produkte von KIA Gen denn typischerweise noch begegnen?
- 4:14Speaker 0: Heute Morgen habe ich zum Beispiel gelesen, dass Angestellte in einer Klinik zu Beginn einen Bluttest auf Tuberkulose machen müssen.
- 4:21Speaker 0: Hat das Unternehmen auch mit so etwas zu tun?
- 4:23Speaker 1: Ja absolut!
- 4:25Speaker 1: Hier könnte dann ein Test des Unternehmens eingesetzt werden.
- 4:29Speaker 1: Bei Kia Gen heißt er konkret Quanti Pheron.
- 4:32Speaker 1: Er ersetzt nun nach und nach den alten Hauttest und der Umsatz damit ist im vergangenen Jahr um elf Prozent gewachsen.
- 4:40Speaker 0: Und wie genau hat sich das Unternehmen letztlich zu einem Weltkonzern entwickelt?
- 5:04Speaker 1: Zwei Jahre später kam das erste Produkt, ein Set mit kleinen Einwegsäulen aus Kunststoff.
- 5:10Speaker 1: Was im Labor bis dahin mehrere Tage Handarbeit bedeutete war damit in wenigen Stunden erledigt.
- 5:16Speaker 1: nineteenhundertsechsundneunzig ging KIA gehen dann an die US-Technologie Börse Nassdack als eines der ersten deutschen Unternehmen überhaupt.
- 5:25Speaker 1: aber die Wurzeln sind geblieben.
- 5:27Speaker 1: einer der wichtigsten Standorte für Forschung und Produktion ist bis heute Hilden gleich neben Düsseldorf
- 5:34Speaker 0: Also im Kern ein Laborkniff und daraus hat sich dann über die letzten Jahrzehnte ein riesiger Konzern entwickelt.
- 5:40Speaker 1: Ein internationaler Konzert mit gut zwei Milliarden Dollar Umsatz, mit Sitz in den Niederlanden notiert in Frankfurt und New York – und begehrt war der Konzernen schon früher!
- 5:51Speaker 1: Der US-Konzern Thermo Fisher wollte im Jahr zwanzig KIA gehen schon kaufen.
- 5:57Speaker 1: das Angebot scheiterte aber weil am Ende zu wenige Aktionäre mitgezogen haben.
- 6:02Speaker 0: Der Konzern hat also bereits eine gewisse Erfahrung mit Übernahmesituationen.
- 6:06Speaker 0: Ja,
- 6:06Speaker 1: durchaus!
- 6:08Speaker 1: Rund sechs Jahre später haben sich das Umfeld und die Geschäftslage aber natürlich verändert – und die Situation ist einfach einer andere.
- 6:16Speaker 1: Wir wollen heute wissen wie es um die Equity-Story nun aktuell steht und was beim Blick darauf besonders auffällt.
- 6:22Speaker 1: Stell dir nun am besten einmal vor Corey wir stehen zusammen in so einem Kriminallabor.
- 6:28Speaker 1: Auf dem Tisch liegt kein Material vom Tatort, sondern der Geschäftsbericht.
- 6:32Speaker 1: Und wir machen was ein Forensiker macht – die Probereinigen, die Spuren sichern und nur gelten lassen, was sich nachweisen lässt.
- 6:39Speaker 0: Gut!
- 6:40Speaker 0: Ich ziehe die Handschuhe an und mache mich
- 6:41Speaker 0: bereit.".
- 6:42Speaker 1: Das erste Beweistück ist der Fingerabdruck des Geschäftsmodells.
- 6:46Speaker 1: KIAGEN stellt ein Gerät ins Labor und verkauft danach über Jahre das Verbrauchsmaterial dazu.
- 6:52Speaker 1: Kids?
- 6:52Speaker 1: Reagenzien?
- 6:53Speaker 1: Tests?!
- 6:54Speaker 1: Rund neunzig Prozent des Umsatzes sind wiederkehrend.
- 6:59Speaker 0: Also einmal das Gerät und danach verdienen sie dann vor allem Geld mit vielem dazugehörenden Verbrauchsmaterial, dass man eben auch noch in einem Labor braucht?
- 7:08Speaker 1: Ja so ist es!
- 7:09Speaker 1: Und dieses Geld kommt dann ziemlich verlässlich.
- 7:12Speaker 1: ein Labor muss ein Gerät nämlich aufwendig prüfen und für seine Tests zulassen.
- 7:17Speaker 1: wer sich also einmal festgelegt hat bleibt meist dabei.
- 7:21Speaker 0: Man hat dann also eigentlich einen Stammkunden, der nicht so schnell wieder geht.
- 7:26Speaker 0: Er bestellt regelmäßig Material nach und er weiß dass ein Wechsel des Geschäftspartners für ihn wohl ziemlich viel Aufwand bedeuten würde.
- 7:33Speaker 1: Ja richtig!
- 7:34Speaker 1: Und das ganze zeigt sich auch beim Blick auf die Zahlen.
- 7:38Speaker 1: aus dem laufenden Geschäft flossen im vergangenen Jahr knapp siebenhundert Millionen Dollar zu.
- 7:43Speaker 1: Nach den Investitionen ins eigene Geschäft, Zugkäufe nicht mitgerechnet blieben rund vierhundertfünfzig Millionen übrig.
- 7:51Speaker 1: Das ist sogar etwas mehr als der ausgewiesene Konzerngewinn von rund vierhundertvierzig Millionen.
- 7:57Speaker 1: Möglich ist das, weil nicht jeder Aufwand, der den Gewinn schmälert – im selben Jahr Geld kostet!
- 8:03Speaker 1: Bei KIA Gähen sind das vor allem die Abschreibungen von gut zweihundert Millionen, die frühere Investitionen über die Jahre verteilen und rund fünfzig Millionen Vergütung in Aktien statt in Bar.
- 8:14Speaker 1: Für die Aktionäre ist das trotzdem ein echter Aufwand aber es fließt kein Geld ab.
- 8:19Speaker 1: Zusammen ist das etwas mehr, als der Konzern im selben Jahr neu investiert hat.
- 8:25Speaker 0: Der Gewinn steht also nicht nur auf dem Papier.
- 8:27Speaker 0: Das Geld ist wirklich da und aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet.
- 8:31Speaker 1: So ist es Und die Bilanz passt hier aus meiner Sicht ebenfalls gut dazu.
- 8:37Speaker 1: Zum Jahresende waren die Finanzschulden abzüglich der Kasse kleiner als ein einziges Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
- 8:45Speaker 1: Und auch nach der großen Ausschüttung im Januar liegen sie nur gut beim Ein-einhalbfachen.
- 8:50Speaker 0: Das heißt es gibt ja eigentlich kaum Schulden richtig?
- 8:54Speaker 1: Ja, richtig!
- 8:55Speaker 1: Zumindest gemessen an dem, was das Unternehmen verdient.
- 8:58Speaker 1: Meine Prüfung beginnt ja immer mit sechs Ausschlusstests angelehnt an die Methodik von Benjamin Graham.
- 9:04Speaker 1: Sie fragen ob ein Unternehmen in Zukunft überhaupt weiter durchhalten wird.
- 9:08Speaker 1: Chia Gehen besteht alle sechs ohne Mühe Und im vergangenen Jahr hat der Konzern zum ersten Mal überhaupt eine Dividende gezahlt und zusätzlich über eine Art Aktienrückkauf Geld an die Aktionäre zurückgegeben.
- 9:22Speaker 1: Das zeigt vor allem, die Bilanz ist stark genug um auszuschütten.
- 9:27Speaker 1: Nimmt man alles zusammen das wiederkehrende Geschäft, das Geld, dass tatsächlich in der Kasse ankommt und die solide Bilanz dann ergibt der Fingerabdruck das Bild eines Qualitätsgeschäfts.
- 9:38Speaker 0: Bis hierhin würde ich sagen Die Interessenten haben einen guten Riecher.
- 9:42Speaker 1: Für das Geschäft von heute, ja!
- 9:44Speaker 1: Das zeigt sich in den Zahlen...
- 9:46Speaker 0: Dann zur Zukunftsgeschichte.
- 9:48Speaker 0: Du hattest zu Beginn gesagt, dass im eigenen Labor gespart wird?
- 9:52Speaker 0: Wie meinst du das?
- 9:53Speaker 1: Naja….
- 9:54Speaker 1: Lass uns dazu am besten erst einmal auf die Wachstumsziele blicken und dann danach die Spuren unter die Lupe nehmen.
- 10:00Speaker 1: Chirgén setzt sein Wachttum vor allem auf fünf Produktbereiche – sie machen zusammen etwa seventy-fünf Prozent des Umsatzes aus.
- 10:08Speaker 1: Dazu gehören beispielsweise der Tuberkulose-Test sowie ein Schnelltestsystem für Infektionen namens QE ASTART, DX und Software.
- 10:17Speaker 1: Die Erbgutdaten auswertet.
- 10:19Speaker 1: Insgesamt machen die fünf Bereiche heute rund anderthalb Milliarden Dollar Umsatz.
- 10:23Speaker 1: Bis bis zum Jahr zwanzig soll es sogar rund zwei Milliarden werden.
- 10:28Speaker 0: Oh okay da hat man sich ja durchaus einiges vorgenommen!
- 10:32Speaker 0: Wie viel Wachstum ist das denn ungefähr pro Jahr?
- 10:34Speaker 1: Das würde dann ein Wachstum von rund zehn Prozent pro Jahr bedeuten.
- 10:39Speaker 1: Seinen gesamten Markt schätzt KIA Gen selbst auf vier bis sechs Prozent Wachstrom im Jahr.
- 10:45Speaker 1: Ein zentraler Teil der Equity-Story lautet damit, unsere fünf Wachsstumsbereiche sollen fast doppelt so schnell wachsen wie unser Gesamtmarkt.
- 10:53Speaker 1: Dafür setzt das Unternehmen ausdrücklich auch auf Innovation also auf neue und bessere Produkte
- 11:00Speaker 0: Und in aller Regel kommen bessere Projekte doch vor allem aus der Forschung
- 11:04Speaker 1: Richtig.
- 11:05Speaker 1: Und hier kommen wir nun zur Spurensicherung.
- 11:08Speaker 1: Als erstes sind da die Forschungsausgaben, die sind im vergangenen Jahr gesunken Obwohl der Umsatz gewachsen ist.
- 11:15Speaker 1: Gemessen am Umsatz fiel die Forschungsquote somit von über neun auf acht ein halb Prozent
- 11:21Speaker 0: Spannend!
- 11:21Speaker 0: Damit hätte ich ehrlicherweise eher nicht gerechnet.
- 11:24Speaker 0: Bei einem Unternehmen dessen wichtigste Bereiche deutlich schneller wachsen sollen als der Markt würde man doch eigentlich erwarten dass diese Quote steigt oder?
- 11:32Speaker 0: Ja,
- 11:32Speaker 1: in der Regel schon.
- 11:34Speaker 1: Die Forschungsquote ist aber zuletzt gesunken.
- 11:36Speaker 1: Kia Gen erklärt das mit einem eingestellten Diagnosegerät – da fällt Entwicklungsarbeit weg.
- 11:43Speaker 1: Dennoch geht die Quote aus meiner Sicht in die falsche Richtung und es bleibt ja auch nicht bei dieser einen Spur.
- 11:49Speaker 1: Die zweite lautet nämlich.
- 11:51Speaker 1: Der Anteil der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung ist im letzten Geschäftsjahr von achtzehn auf siebzehn Prozent gefallen.
- 12:01Speaker 0: Es wird also nicht nur weniger Geld für Forschung aufgewendet, es beschäftigen sich auch weniger Leute damit.
- 12:07Speaker 1: Ja so ist es Cory und da ist aus meiner Sicht auch noch eine dritte Spur.
- 12:12Speaker 1: der Aufsichtsrat hat Ende zwei tausend fünfundzwanzig seinen eigenen Wissenschaftsausschuss aufgelöst.
- 12:18Speaker 1: die Themen laufen jetzt in einem wissenschaftlichen Beirat zusammen, der an Aufsichtrat und Vorstand berichtet
- 12:24Speaker 0: klingt nach umbenennung.
- 12:26Speaker 0: was ändert sich denn konkret?
- 12:28Speaker 1: Die Rolle?
- 12:29Speaker 1: Der Ausschuss sollte laut Geschäftsbericht Forschungsprojekte und Forschungsbudgets überwachen.
- 12:34Speaker 1: Der Beirat besteht aus externen Experten, gibt Einschätzungen er kontrolliert aber nicht Und der Leiter des Beirats ist Anfang dieses Jahres aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
- 12:45Speaker 1: Im Aufsichtsrat hat die Überwachung der Forschung damit keinen eigenen Ausschuss mehr Also genau dort wo die Wachstumsgeschichte mit entschieden wird.
- 12:55Speaker 0: Okay verstanden Warren Jede Spur für sich allein genommen ist für mich noch nicht sonderlich auffällig.
- 13:00Speaker 0: Aber wenn man alle drei nebeneinander betrachtet, wird schon ein gewisses Muster
- 13:04Speaker 0: sichtbar.".
- 13:05Speaker 1: Ja so sehe ich das auch und Forensiker legen sicher auch oft nicht wegen eines einzelnen Haars fest aber drei Spuren die in dieselbe Richtung zeigen, die nimmt man ernst Und dass ausgerechnet jetzt wo KIA gehen schneller wachsen will als sein Markt und dafür ausdrücklich auf Innovation setzt.
- 13:24Speaker 1: Die Spuren allein beweisen natürlich nicht, dass die Innovation künftig versiegen wird.
- 13:29Speaker 1: Sie sind aber aus meiner Sicht ein deutliches Indiz, das sie künftig zumindest merklich schwächer ausfallen könnte und das würde sich wahrscheinlich dann auch nach und nach in anderen wichtigen Unternehmenszahlen zeigen.
- 13:42Speaker 0: Im Zusammenhang mit dem tuberkulose Test hattest du vorhin ja elf Prozent Wachstum erwähnt.
- 13:47Speaker 0: Das heißt da tut sich doch was Und auch in anderen Bereichen kann sich das Wachstem doch eigentlich sehen lassen oder?
- 13:53Speaker 0: Ja
- 13:55Speaker 1: Und das Schnelltestsystem wuchs sogar um siebenundzwanzig Prozent.
- 13:59Speaker 1: Das ist auch ein Bereich, in dem es derzeit wirklich rund läuft.
- 14:03Speaker 1: Man kann klar festhalten die Spitzenreiter liefern im Moment eindeutig ab Die Probenvorbereitung dagegen selbst einer der fünf Wachstums Bereiche wuchs nur um drei Prozent.
- 14:15Speaker 1: Aus meiner Sicht sollten für zehn Prozent Wachstem im Jahr eigentlich mehr als zwei Spitzen Reiter verlässlich liefern Und dafür braucht es, denke ich eher mehr Arbeit im Labor und nicht weniger.
- 14:26Speaker 0: Das heißt also eine zentrale Frage ist – kann das Unternehmen seine ambitionierten Wachstumsziele wirklich erreichen wenn die Forschungsquote zurückgeht?
- 14:35Speaker 0: Weniger Leute an Innovationen arbeiten und die Forschung im Aufsichtsrat keinen eigenen Ausschuss mehr hat?
- 14:42Speaker 1: So ist es!
- 14:43Speaker 1: Lass uns aber nun zu einer Zahl kommen, die ich mir in Geschäftsberichten immer ganz besonders genau anschaue.
- 14:49Speaker 0: Gerne Warren.
- 14:50Speaker 0: Davor aber noch kurz in eigener Sache, es passt gerade!
- 14:53Speaker 0: Was ihr hier hört ist die Kurzfassung – der vollständige Warren-Wise Report prüft eine Equity Story in acht Dimensionen Seite für Seite gegen den Geschäftsbericht.
- 15:03Speaker 0: Wer diesen Blick fürs eigene Unternehmen will Im Vorstand im Aufsichtsrat oder in Investor Relations?
- 15:09Speaker 0: Warrant-wise.com.
- 15:11Speaker 0: So.
- 15:12Speaker 0: und jetzt zurück zu Kia gehen.
- 15:14Speaker 0: Und zur Zahl, die du dir immer besonders genau anschaust
- 15:17Speaker 1: Klar gerne.
- 15:19Speaker 1: Es geht um das operative Ergebnis, also den Gewinn aus dem eigentlichen Geschäft vor Zinsen und Steuern.
- 15:25Speaker 1: Dieser hat sich im vergangenen Jahr fast vervierfacht.
- 15:28Speaker 1: Was würdest du meinen Corey wie stark dafür der Umsatz gewachsen ist?
- 15:33Speaker 0: Wenn sich der operative Gewinn verviert hat... Puh!
- 15:36Speaker 0: Schwierige Frage.
- 15:37Speaker 0: Also mindestens mal zwanzig, dreißig Prozent oder...?
- 15:40Speaker 1: Ja, dass würde man wohl in diese Richtung erwarten.
- 15:43Speaker 1: Tatsächlich waren es aber nur knapp sechs Prozent und ein Prozentpunkt davon kam allein aus Wechselkursen.
- 15:50Speaker 1: Kiagen berichtet ja in Dollar, und weil viele Währungen, in denen das Unternehmen verkauft gegenüber dem Dollar zugelegt haben, waren dieselben Umsätze umgerechnet einfach mehr wert.
- 16:01Speaker 0: Moment!
- 16:01Speaker 0: Wie kann dann aber ein operativer Gewinn so nach oben schießen wenn der Umsatz eigentlich kaum wächst?
- 16:07Speaker 1: Die Antwort liegt im Vorjahr ... und dabei unter anderem ein Diagnosegerät namens NeumODX eingestellt.
- 16:20Speaker 1: Dafür wurden knapp dreihundert Millionen Dollar an Belastungen verbucht, abgeschriebene Lagerbestände... ...abgeschriebener Technologie.
- 16:29Speaker 1: Das Vorjahr ist also eine verunreinigte Vergleichsprobe
- 16:32Speaker 0: Und wer gegen eine verunreinigte Probe abgleicht, bekommt dann in gewisser Hinsicht einen Treffer der eigentlich gar keiner ist.
- 16:39Speaker 0: Bei dieser Zahl zur Ergebnisentwicklung ist es also wichtig dass man sie auch richtig für sich einordnet.
- 16:45Speaker 1: Ganz genau Corey!
- 16:47Speaker 1: Der operative Gewinn ist um rund dreihundertfünfzig Millionen Dollar gestiegen.
- 16:51Speaker 1: Knapp dreihundert Millionen davon sind allein das Wegfallen dieser Sonderlast.
- 16:56Speaker 1: Übrig bleibt ein Plus von gut fünfzig Millionen.
- 17:00Speaker 1: durchaus also ein Schritt nach vorn Aber eben kein Sprung.
- 17:04Speaker 0: Also besser geworden?
- 17:05Speaker 0: Ja, für vierfacht nein!
- 17:07Speaker 1: Ja das ist wichtig entsprechend zu beachten.
- 17:10Speaker 1: Dann lass uns nun noch zu zwei Beweistücken auf unserem Labor Tisch kommen die gar nicht beschriftet sind.
- 17:17Speaker 1: Im vergangenen Jahr hat KIA Gain zwei Unternehmen gekauft Parse Biosciences spezialisiert auf die Analyse einzelner Zellen und Genoogs, dessen Software Erbgutdaten mit künstlicher Intelligenz auswertet.
- 17:30Speaker 1: Zusammen rund dreihundert Millionen Dollar.
- 17:33Speaker 1: Strategisch passt beides – aber wie viel Umsatz die beiden beitragen beziffert KIAGEN nicht nur dass es nicht wesentlich sei.
- 17:42Speaker 0: Wenn es nicht Wesentlich ist warum stört dich das?
- 17:45Speaker 1: Weil ich dann nicht trennen kann was aus eigener Kraft wächst und was zugekauft
- 17:49Speaker 0: isst.
- 17:50Speaker 0: Okay, verstehe.
- 17:51Speaker 0: Aber ist das nicht trotzdem eher nur ein vergleichsweise kleines Detail?
- 17:55Speaker 1: Nein!
- 17:56Speaker 1: Das würde ich so nicht sagen.
- 17:58Speaker 1: Aus meiner Sicht ist es etwas, dass sich über die Jahre durchaus aufsummiert und unbedingt beachtet werden sollte.
- 18:05Speaker 1: Wer einen Unternehmen kauft zahlt oft mehr als Geräte- und Gebäude wert sind – für die Kunden, das Wissen, die Hoffnung auf künftige Erträge usw.
- 18:15Speaker 1: Dieser Aufpreis heißt Goodwill.
- 18:18Speaker 1: Übersetzt könnte man ihn als bezahlte Hoffnung bezeichnen.
- 18:21Speaker 1: Bei Kiergähen stehen davon inzwischen rund zwei Komma.
- 18:24Speaker 1: sieben Milliarden Dollar in der Bilanz, das sind fast Siebzig Prozent des gesamten Eigenkapitals.
- 18:31Speaker 0: Also ist ein großer Teil dessen was den Aktionären gehört Bezahlte Hoffnungen
- 18:35Speaker 1: Richtig.
- 18:36Speaker 1: Das ist nicht per se schlecht solange die Zugkäufe verdienen Was sie gekostet haben.
- 18:40Speaker 1: genau dass kann ich aber nicht prüfen.
- 18:43Speaker 0: Ja stimmt und allen Anlegern geht es ja ebenfalls so.
- 18:46Speaker 0: Hierfür fehlen schlichtweg die erforderlichen Zahlen.
- 18:49Speaker 0: Da sollte das Unternehmen mehr
- 18:51Speaker 0: liefern.".
- 19:16Speaker 1: Zwar veröffentlicht Kia Gen immerhin an anderer Stelle konkrete Zahlen zur erwarteten Entwicklung, dennoch hätte ich sie mir auch im Geschäftsbericht gewünscht.
- 19:25Speaker 0: Es ist also ein bisschen wie bei einem Röhrchen ohne klares Etikett – man vermutet dass das Richtige drin ist aber man kann sich eben leider nicht ganz sicher sein weil nicht alles wirklich vollständig ausgewiesen wird.
- 19:36Speaker 0: Das
- 19:37Speaker 1: ist der Punkt Corey.
- 19:38Speaker 1: Die Kapitalrendite habe ich natürlich selbst nachgerechnet und komme auf rund elf Prozent Aber es ist meine Rechnung, nicht die des Konzerns.
- 19:48Speaker 1: Künftig würde ich also erwarten dass ein präziseres und vollständigeres Etikett selbst vom Konzert mitgeliefert wird.
- 19:55Speaker 0: Warren wenn du alles aus deiner Analyse zusammenfasst wo landet das Unternehmen bei dir?
- 20:00Speaker 1: Insgesamt erhält Kia Gehen die zweithöchste Bewertung die Ich vergebe vier von fünf.
- 20:06Speaker 1: Die Zone heißt Stark.
- 20:08Speaker 1: Die Value-These trägt allerdings mit Vorbehalten.
- 20:11Speaker 0: Und wie setzt sich diese Gesamtbewertung bei dir genau zusammen?
- 20:14Speaker 0: Heute sprechen wir ja wirklich nur über einen kleinen Teil deines Reports.
- 20:18Speaker 1: Insgesamt prüfe ich acht Dimensionen, vom Geschäftsmodell über die Bilanz bis zur Innovation.
- 20:24Speaker 1: Im Schnitt liegt KIA Gen etwas über der Mitte zwischen drei und vier.
- 20:29Speaker 1: Das Geschäft und die Bilance ziehen nach oben Die Forschung und die fehlenden Zahlen nach unten.
- 20:34Speaker 0: Also eine Vier, die auf der Kante steht
- 20:37Speaker 1: Eine Vier mit wenig Luft nach unten.
- 20:39Speaker 1: Ja Das Geschäft trägt sie, das Labor und die fehlenden Etiketten halten sie knapp.
- 20:45Speaker 0: Und was würdest du den neuen Chef fragen wenn er hier säße?
- 20:48Speaker 1: Drei Dinge!
- 20:49Speaker 1: Erstens Herr Pratt wo liegt ihre Untergrenze für das Forschungsbudget?
- 20:54Speaker 1: Und wie wollen Sie zehn Prozent Wachstum im Jahr mit einem Labor schaffen dass zuletzt kleiner geworden ist?
- 21:01Speaker 1: Zweitens Was haben Parse- und Genuchs im ersten Jahr konkret beigetragen?
- 21:06Speaker 1: Zum Mehrwert der Zugkäufe möchte ich gerne ein klareres Bild haben.
- 21:10Speaker 1: Und drittens, warum weisen Sie wichtige Kennzahlen wie die Kapitalrendite eigentlich nicht im Geschäftsbericht aus?
- 21:18Speaker 1: Vor allem wenn sie hier vergleichsweise gute Werte vorweisen können?
- 21:22Speaker 0: Danke Warren!
- 21:22Speaker 0: Die Fragen würde ich sofort unterschreiben.
- 21:25Speaker 0: Was nehme ich für den nächsten Geschäfts- bericht mit Egal von welchem Unternehmen?
- 21:29Speaker 1: Zwei Prüfregeln Miss einen Gewinnsprung nie am Sonderjahr Rechnet zuerst heraus, wie viel davon nur der Wegfall der Sonderlast ist.
- 21:39Speaker 1: Und wenn ein Unternehmen von Innovation erzählt, ließ nicht nur die Strategies Seiten sondern Suche nach drei Fakten – Die Forschungsquote über mehrere Jahre den Anteil der Forscher an der Belegschaft und wie im Aufsichtsrat die Forschung beaufsichtigt wird.
- 21:54Speaker 1: Und noch ein Gedanke, der über KIA-Gen hinausgeht Wenn Käufer um einen Unternehmengreisen liegt das Schluss nahe.
- 22:01Speaker 1: Das Geschäft und die Perspektive müssen gut sein.
- 22:04Speaker 1: Man sollte aber immer auch darauf achten, wie stark die Grundlage für das ist was in Zukunft noch verkauft werden soll und auch wenn das Unternehmen ambitionierte Wachstumsziele formuliert hat.
- 22:15Speaker 1: aus meiner Sicht sind die Spuren mit Blick auf das künftige Wachstrom deutlich dünner geworden Und der neue Chef hat es in der Hand ob unsere nächste Probe anders ausfällt.
- 22:26Speaker 0: Beim nächsten Bericht schaue ich jedenfalls auf mehrere Berichtsabschnitte ganz genau.
- 22:32Speaker 0: Zugkäufe und Kapitalrendite stehen hier ganz weit oben auf meiner Liste.
- 22:36Speaker 0: Aktuell erwirtschaftet das Unternehmen ziemlich zuverlässig Geld, unsere aktuellen Proben weisen aber darauf hin dass zumindest an künftigen Grundlagen dafür derzeit etwas weniger gearbeitet wird.
- 22:48Speaker 0: Wir bleiben dran!
- 22:50Speaker 1: Die
- 23:10Speaker 0: Inhalte dieser Folge dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.
- 23:15Speaker 0: Sie stellen keine Anlageberatung und keine Aufforderungen zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
- 23:24Speaker 0: Alle Einschätzungen beruhen auf einem modellbasierten KI-gestützten Analyseansatz.
- 23:29Speaker 0: Warren Wise ist eine fiktive, synthetische Figur.
- 23:33Speaker 0: Weder eine reale Person noch deren Nachlass oder ein mit einer solchen Person verbundenes Unternehmen.
- 23:40Speaker 0: Soweit auf Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Munger Bezug genommen wird geschieht dies ausschließlich beschreibend im Hinblick auf die ihnen zugeschriebenen Anlagephilosophien.
- 23:51Speaker 0: Eine Unterstützung, Autorisierung, Repräsentation oder sonstige Verbindung auch zu deren nachlässigen oder verbundenen Unternehmen besteht nicht.
- 24:01Speaker 0: Sämtliche Stimmen und akustischen Inhalte dieser Folge sind synthetisch erzeugt und KI
- 24:06Speaker 0: generiert.".