Latest / Ankommen statt funktionieren / Verloren in der Jagd der Reize
Transcript
- Benjamin Palmowski: Für mich, das Leben muss dämlich sein und Spaß machen. Sonst ist es für mich nicht Urfreude: Kindlich. Benjamin Palmowski: echt. Urfreude: den Punkt wo wir sagen moin und los geht's. Hast du vorab irgendwelche Fragen oder wollen wir einfach los los tigern und quatschen? Benjamin Palmowski: Also ich hab mich absolut gar nicht vorbereitet und... Urfreude: Sehr gut. Benjamin Palmowski: Ich seh nur du hast auf jeden Fall so Kuckoo im Hintergrund. Urfreude: Ja, zwei sogar, drei sogar. Einmal als Kind, einmal als Normaler und einmal als Super Saiyan 2. Das war so ein Bild, was ich immer in meinem Kopf hatte. dachte, irgendwann werde ich Super Saiyan. Das dachte ich mir so irgendwie so. Ja, das stimmt. Benjamin Palmowski: Wer hat das nicht gedacht? Wer hat nicht heimlich probiert, eine KMHW zu schießen? Urfreude: Aber das war irgendwie meine Idee, dass es irgendwie so eine Art Bewusstseinslevel gibt oder so. Aber es ist halt voll krass, wie viel Sachen oder eigentlich was das für eine Lebens... was Dragonball für eine Lebensschule eigentlich ist. Benjamin Palmowski: Ja, die Japaner sind interessant, wie die das... Ich glaube, das passiert, weil die halt sich nicht irgendwie gesellschaftlich so ausdrücken dürfen. Dann packen die da Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: halt viel mehr Gefühle rein, Wo es halt geht, wo sie es dürfen. Urfreude: Stimmt, ist ein interessanter Ansatz. Aber dass sie dann halt auch Benjamin Palmowski: Das ist die einzige Kunst, die ist das halt, ja. Urfreude: Ja, das stimmt schon. Mit den Anime und so haben die immer ein ultra-starke Storytelling und es geht immer Werte und es geht immer irgendwie auch, also bei den meisten zumindest, sich selber zu finden und seine eigenen Dämonen irgendwie und all sowas in Richtung. Also das ist schon immer interessant. Aber als Kind guckt man es halt einfach nur an und sagt, ja cool. Und ärgert sich, dass irgendwie ein Kampf sich über 17 Folgen zieht und denkst, ja wo all das jetzt... Benjamin Palmowski: Hahaha Urfreude: Schlag doch mal zu, ich weiß es nicht. Das ist so, Benjamin Palmowski: Ja, ja. Urfreude: zwei Folgen gequatscht. Benjamin Palmowski: Mhm. Urfreude: Ja, Benni, ich freue mich unheimlich, dass wir uns zusammengefunden haben jetzt endlich. Hast mir erneut miteinander quatschen können, ich einfach dich als Person, deinen Werdegang, die Erfahrungen, die du gemacht hast, unheimlich interessant finde. Und ich ganz sicher bin, dass es einige Leute da draußen gibt, die sich da wiedererkennen und die sich da auch ganz sicher was mitnehmen können. Das heißt nicht, dass es dein Weg sein muss, weil es ja logischerweise dein Weg. Ich glaube, sind ganz viele Punkte drin, gerade vom Mindset. Und du bist auch ein Mensch, da sehr... Na, wie möchte ich mal sagen? Du bist sehr in die Tiefe gegangen, du bist sehr in die Klarheit gegangen. das sehr... Rabiat ist das falsche Wort, aber ich glaube, du weißt, was ich meine. Du bist da mit einer immensen Inbrunst reingegangen, dich selber kennenzulernen und deine eigenen Verhaltensweisen und Muster und deinen Charakter irgendwie zu verstehen. Und... Das ist so das, ich mich unheimlich auf unser Gespräch Benjamin Palmowski: Ja, ich freu mich auch. Urfreude: wie fast... Kriegst du das hin, einen Satz für deine alte Version zu finden und einen Satz, wo du jetzt bist, nur das Gefälle irgendwie wahrzunehmen? Benjamin Palmowski: Puh, das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, früher war ich ein Mensch, viel ... Ein Reizejäger, ein Mensch, der Reize gerne hat und auf der Jagd war nach möglichst vielen Reizen. Ob es in allen Ebenen ist, Essen, Trinken, was auch immer. Und heute ist es eher ein... Ein Mensch, der das dahinter wahrnehmen möchte. Der hat nicht den Reiz an sich, sondern was er in mir auslöst und wie ich auf mein Umfeld wirke und was das für eine Auswirkung hat, wenn ich meine Wahrnehmung verschiebe, sag ich mal. Also ein Lernender. Ein lernender Mensch. Urfreude: Und jetzt jagst du die Reize nicht mehr? Oder dir ist mehr bewusst, warum du sie jagst? Oder was hat sich da verändert? Benjamin Palmowski: Ich lerne von den Reizen und sobald ich halt was von dem Reiz gelernt habe, dann ist er auch nicht mehr so attraktiv. Urfreude: okay. Und wie würdest du das damals beschreiben mit dem Reizejäger? Einfach nur, auch die Leute abzuholen, die dich noch nicht kennen. Wann hat das denn angefangen für dich, dass du überhaupt... Also, wann wurde dir klar, dass du ein Reizejäger bist oder dass es zumindest nicht zwingend positiv für dein Leben ist? Benjamin Palmowski: Oh, dass es nicht positiv ist, das kam erst später. Das kam bestimmt erst so mit 20. Ich weiß auch, Urfreude: Aber ich bin 20 relativ früh. Benjamin Palmowski: betrachtungsweise. Urfreude: im Durchschnitt. Benjamin Palmowski: Das kam auch nur durch einen totalen Zufall. Ein Mensch, mich, ein Lehrer, den ich hatte, sag ich mal. Und ich habe einfach gesagt, okay, ich spiele mal ein neues Spiel. Ich probiere mal eine neue Version aus und ich mache das jetzt ein Monat, was mir ein Mensch sagt. Ich tu das einfach blind verfolgen und danach den Monat, wo ich Revue passieren lassen. Okay, ist das neue Leben schön? Was hat das alte Leben? Wo will ich jetzt hingehen? Was nehme ich mir von beiden Seiten? Urfreude: Was war das erste, was du einen Monat ausprobiert hast? Benjamin Palmowski: Also das erste, also das war ein kompletter Kurs mit einem Menschen und das hieß einfach nur mein neues Sein, hieß das. Urfreude: Okay. Benjamin Palmowski: Und da ging es, was ging es da, ja, also viel Meditation. Wir haben viel meditiert jeden Tag. Ich hatte keine Ahnung, was Meditation ist. Ich hab's dann einfach mal gemacht, so wie es gesagt wurde und sehr viel, also jeden Tag ein, zwei Stunden. Und ich hab gar nicht gemerkt, was mit mir macht. Ich hab nur gemerkt, dass ich extrem glücklich bin, extrem viel gelacht hab und die Menschen mich herum mir dann Feedback gegeben haben, was mit mir los ist. Und dann ist mir halt aufgefallen, sind da positive Veränderungen. Urfreude: Und wir hatten da schon mal drüber gesprochen, aber wie sah denn dein Leben zu dem Zeitpunkt aus, als du damit angefangen hast? Benjamin Palmowski: ja. Wo ich damit angefangen habe, da hatte ich gerade eine lange Beziehung hinter mir und die erste lange Beziehung, die fünf Jahre ging und war für mich schmerzhafte Erfahrung, sage ich mal, dass das zu Ende ging. Selber war ich noch voll im Alkohol-Abhängigkeit drinne. War normal, was heißt normal? Von außen haben alle gedacht, mir geht's gut, ich bin glücklich. Also so ein Otto-Normal-Mensch, der seine Ausbildung fertig hat und normal arbeiten geht. Ja, aber halt jeden Tag irgendwie seine drei, vier Bier trinkt und am Wochenende noch mehr. Und dann auch regelmäßig ein bisschen kifft und viel Computerspiele spielt und eigentlich ja den ganzen Tag sich mit irgendwas beschäftigt. sich ablenkt. Aber so im Inneren kein Antrieb, keine Idee, wo es mal hingeht. Einfach von heute auf morgen leben. Gar keine Ideen, was das Leben noch bereithält oder wo man mal hin will. Außer diese komische Idee, die wahrscheinlich viele im Kopf haben. Wenn ich Rentner bin, dann kann ich ja den ganzen Tag zocken. Dann muss ich nicht mehr arbeiten gehen. Das war irgendwie die Idee dahinter. Aber heute kann ich drüber lachen, wenn man sich nochmal durch den Kopf gehen lässt. Urfreude: Muss nur die Zeit bis zur Rente überbrücken, dann kann ich endlich zocken. Benjamin Palmowski: Dann kann ich endlich anfangen mit Leben. Genau. Urfreude: Aber das kenne ich von mir auch noch gut, ich weiß das noch. Da war ich im Praktikum oder in der Lehre oder so was in der Richtung. Und ich musste irgendwas machen, irgendwelche Akten von links nach rechts sortieren oder irgendwie so eine Art Beschäftigungstherapie. Und ich war oben unterm Dachboot, also unterm Dach von dem Gebäude. Und ich habe dann immer mal logischerweise Pausen gemacht und habe dann immer aus dem Dachfenster raus geschaut, wie so Erdmännchen. Und dann sind die ganzen Autos da unten rumgefahren und Leute gelaufen und so. ich dachte mir so, was machen die, dass die da draußen rumlaufen können und ich muss hier drin sein? Was machen die, dass die jetzt einfach ihr Ding machen können? Und witzigerweise, ich habe mich mit meinem Vater mal darüber unterhalten und er hat sich genau dasselbe in der Lehre gefragt. Er hat aus dem Fenster geschaut und gesagt, was machen die, dass die jetzt Freizeit haben und ich nicht? Und da waren das so ähnliche Gedanken. Was muss ich eigentlich tun, so einfach wie möglich meinen Reizen zu folgen, weil ich erkenne mich da selbst ganz stark wieder. Das ist bei mir, bei mir, boah, aber bis in die... Also stark bis in die 30er reingegangen und logischerweise hat man immer irgendwelche Reize, man irgendwo am Jagen ist, solange man sich noch nicht bewusst gemacht hat. Und das war immer so dieses Ding. Ich habe versucht eigentlich mein Leben auf Sparflamme zu leben, dann ganz schnell wieder zurückzukommen, meine Reize irgendwie zu befriedigen. Was auch immer das dann war, das dann Fressen, Kiffen, Wichsen oder irgendwas zocken oder sonst was in Richtung. Alles im Endeffekt mich selber zu beruhigen. Aber zurück zu dir. Du hast dann angefangen zu meditieren und das hast du einen Monat lang probiert. Und dann hast du also du hast nicht meditieren angefangen und gesagt ja das ist gut und irgendwann wird man da erleuchtet und deswegen mache ich das sondern du hast meditieren angefangen einfach aus Neugier und hast gesagt mal gucken was da passiert. Benjamin Palmowski: Ja, du, ich hatte gar keinen Plan. ist so? Ich habe mich überhaupt nicht mit Buddhismus oder Religion beschäftigt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich in meinem Leben ein Buch gelesen und das war in der Schule, was ich lesen musste. Ansonsten war mein Mindset sehr begrenzt, ich mal so. Es gab halt Arbeit und dann gab es halt spielen oder Bier trinken oder so und Pflanzen. Ja, Pflanzen war schon ein Thema, aber ansonsten. Und ich hatte auch hinter der Idee von diesem Kurs, da war er so, selbstständig machen. Also, weil das war so angepriesen wie, finde deine Passion und wie kann man die dann leben? Ja, und dieses Meditieren, das war gar nicht so im Vordergrund, sondern es wurde einfach gesagt, wir müssen jetzt mal gucken, dass dein Körper mehr Energie kriegt, dass du halt deine wahre Passion erst mal in dir entdeckst. Genau, und da habe ich das Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: einfach nur gedacht, das ist halt eine Übung, die man macht. Die macht man jetzt eine Weile und dann ist das wie freigeschalten. So Level-up irgendwie und dann hat man das. Urfreude: Ja. Benjamin Palmowski: Und ich fand es halt interessant, weil das war nicht so eintönig, sondern es war ein sehr herzlicher Mensch. Der war auch, der hat das sehr, ich glaube, ich war mit einer der ersten Gruppen, die da das durchgeführt haben. Und ich habe überhaupt nicht drüber nachgedacht. Ich hatte das Angebot und das waren auch damals für mich, ich glaube, 4000 Euro, das war viel Geld auf jeden Fall für mich. Mein Umfeld hat alle gesagt, na du spinnst, wieso sollst du sowas machen? ich hab dann, das war mein Game-Change allgemein ab 17, wo es sehr bergab ging, Musik hören, Rap. Da kann ich nur, ja, CR7Z hab ich extrem viel gehört und Abstrakt. Oder dann hab Urfreude: Mmh. Benjamin Palmowski: ich mich einfach hingesetzt, random aus meiner Liste ein Lied angemacht und dann kam irgendwas von Abstrakt mit, ja, du kannst gerne versuchen, dich in der Welt so recht zu finden, ohne Lehrer, aber es wird halt ziemlich schwer sein. Und dann habe ich gedacht, gut, jetzt kommt genau dieses Lied, das ist meine Antwort, die ich wollte und mehr habe ich dann nicht drüber nachgedacht. Dann habe ich das einfach gemacht und in dem Kurs ging es natürlich Meditation, aber auch viel Ernährung. Also da haben wir eine Woche das Chakra gemacht, eine Woche das. Ich weiß noch die erste Woche Erdchakra, da habe ich nur Möhren gegessen. Eine Woche habe ich nur Möhren gegessen. War für mich ganz anders und Wie war mein Leben vorher? Irgendwie so du liegst im Bett, der Wecker klingelt. fünf Minuten hab ich noch. Schlummertaste, Schlummertaste. Und dann auf einmal so, naja, du solltest schon zwei Stunden früher aufstehen, weil du musst ja eine halbe Stunde eiskalt duschen gehen, eine halbe Stunde Sport machen, eine Stunde meditieren. Dann rechne ich so aus, dann müsste ich 3.30 Uhr aufstehen. Und normalerweise bin ich so 12 ins Bett. Das habe ich dann auch noch weiter gemacht mit 12 ins Bett. Das habe ich nicht sofort umgeändert. Aber ich bin halt 3.30 Uhr aufgestanden. und hab dann einfach blind die Sachen verfolgt und gemacht. Und dann merkt man natürlich nach dem dritten, vierten Tag, okay, dann will der Körper auch früher ins Bett gehen, wenn man so früh aufsteht. Und... ja. Urfreude: Aber das klingt jetzt relativ, das klingt ziemlich radikal. Also mit jedem Chakra, also war das so vorgegeben, dass du eine Woche lang Möhren isst oder hast du dir das einfach noch mal so als Ding oben drauf gelegt? Benjamin Palmowski: Es ging einfach nur, versuch so viele Sachen wie möglich zu essen, die aus dem Boden kommen und die rot sind. So und da Urfreude: ja, okay, na gut dann. Benjamin Palmowski: war nicht viel übrig, so rote Beete mag ich nicht so und ja, ich mag Urfreude: Nöööö Benjamin Palmowski: Möhren sehr und da hab ich halt sehr viel Möhren gegessen. Ja, ich hab halt, wie gesagt, Urfreude: stark. Benjamin Palmowski: das war für mich wie ein Spiel. Das war ein Spiel und halt die Regeln ein und guck mal, was für ein, was dadurch passiert. Urfreude: Wahnsinn. Und was waren dann so die ersten Änderungen, die du so mitbekommen hast durch die Meditation? Oder durch den, durch im Allgemeinen durch den Kuss? Das ist, Benjamin Palmowski: Also ich glaube die Wechseltusche war das geilste beim Leben, einfach dieses Warm und Kalt. Und mein Nachbar hat, glaube ich, die Transformation miterlebt, da ich halt früh vier irgendwie Mario, also so Super Mario oder so solche Konzerte, also Orchester abgespielt habe und dabei übelst abgegangen bin unter der Tursche. Und irgendwann kam er natürlich nach einer Woche früh fünf oder so hat geklingelt. Ey, kannst du vielleicht nicht ein bisschen leiser die Zeit sein? Urfreude: Scheiße. Benjamin Palmowski: Ja Aber ja ich bin dann halt auf arbeit gejoggt nach der ganzen sache so ich komm frühstab auf arbeit an ich sag so na moin heute ist ein guter tag und die gucken mich an was ist mit dir los und so ich so hey guck mal geiler tag und Ja das war das war für meine mit arbeitenden glaube ich auch eine große herausforderung dass ich dann da auf einmal mit so einer bluetooth box mein chef hat es mir zum glück erlaubt bluetooth box an und habe da irgendwelche klassische musik gehört und dann kam die Arbeitskollegen im Grunde ich kriege Kopfschmerzen von dem Klavier und das und dies und ja, genau. Urfreude: völlig einmal aus der Norm ausgebrochen. Benjamin Palmowski: Ja, aber da ich das ja kannte von meinem exzessiven, vorigen Alkoholismus, ich mal, war mir das nicht groß betroffen. Ich hab halt gedacht, gut, jetzt bist du halt nicht der, rumsäuft, jetzt bist du halt der, der klassische Musik hört und bisschen Yoga in der Pause macht. Urfreude: Aber da hat es nicht lange gedauert, bis es jemand aufgefallen ist und der sagt, Mensch ist alles in Ordnung mit dir? Ist krass, Benjamin Palmowski: Doch, doch, da kamen viele her. Meine Mama hat auch gesagt, der hat ihr das Gehirn gewaschen und ähm, wer doch mal bitte so wieder wie vorher. Weil das natürlich auch eine große Herausforderung war, da ich auf einmal sehr die Leute drauf angesprochen habe, was sie mit mir, was sie mir auslösen. Ja, Urfreude: Mh. Benjamin Palmowski: so, weil ich ja sehr, sehr mich wahrgenommen hab, meinen Körper und ich hab dann gesagt, Mama, irgendwie der Satz jetzt, der macht mich, ich hab Angst. Du hast den Satz gesagt und ich spüre innerlich irgendwie, will weg. So und ich habe dann nie gesagt, du musst jetzt was anderes machen. Ich habe nur gesagt, was mit mir passiert. Oder habe es bestmöglich probiert. Und das war natürlich überfordert, weil die meisten Menschen, habe ich dann ziemlich früh gelernt, nächsten zwei, drei Jahre, die wollen eine Lösung. Wenn die konfrontiert werden, dann wollen die halt eine Lösung haben und die können das nicht halten. sind okay. Ich sag jetzt was, das macht das und das mit dir. Und das einfach nur im Raum stehen zu lassen, ohne jetzt zu wissen, wie ich es beim nächsten Mal anders mache. Das macht ganz viel Angst in den Menschen halt. Urfreude: Vor allen Dingen, hast halt dann in der Situation auch keine Lösung parat. Also kannst du ja auch gar nicht haben, weil du nimmst ja erst mal nur wahr, es bei dir macht. Benjamin Palmowski: Schon, ich hatte das vor meinem Lehrer ziemlich früh, der hat schöne Bilder gemacht. Ich mag den sehr, der Yves Becker heißt der übrigens. weiß nicht, Urfreude: Yves Becker. Benjamin Palmowski: ob der noch so was macht. Und Urfreude: Hm. Benjamin Palmowski: auf jeden Fall hat er gesagt, du bist ein Licht. Stell dir das vor, du bist wie eine Taschenlampe. Und die Taschenlampe, geht jetzt... Wir erlauben uns meistens nur, was anzuleuchten, wenn wir eine Lösung haben. Und er hat halt gesagt, wenn du ein Problem hast und du kannst es selber, musst du es erstmal beleuchten, das heißt irgendwie in der Innenschau wahrnehmen. Und wenn dir das noch keine Lösung gibt oder keine Zufriedenheit und du dann eine Enge spürst oder das unangenehm ist, dann solltest du das einfach äußern und somit... gibst du diesen dunklen Fleck den anderen Taschenlampen in deiner Umgebung frei, du schaltest das für die wie frei, dann können die mit ihrer Taschenlampe drauf leuchten und die Lösung ist, dass Licht dorthin kommt. Also im Endeffekt Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: übersetzt, dass meine Mutter dann in dem Moment wahrnimmt, was mit mir ist. Also das einfach nur hört und versteht. Das ist die Lösung an sich. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Das habe ich bis heute so die Idee. Ich hatte das ganz viel mit meinem Dad, der immer ganz viel richtig machen wollte und auch sehr großen Lebenswandel hatte. Und ich habe dann immer gesagt, Dad, du musst nichts beim nächsten Mal anders machen. Du musst nur jetzt, wenn ich es dir sage, zuhören und nicht schon wieder in der Zukunft sein und eine Lösung, eine Idee kreieren, sondern jetzt hier dir das anhören, das fühlen. Und das ist für mich den größte, also das größte Wertschätzung, die du geben kannst. Mehr kannst du glaube ich nicht machen. Also das ist für mich das höchste Gut an Energie, die mir jemand geben kann, wenn er einfach nur mir wirklich zuhört, ohne im Kopf schon wieder darüber nachzudenken, Sophia. Urfreude: Das ist aber schwierig, weil ich es gerade selber merke. ist es so und so. Klar, ist auch der Aufbau von dem Gespräch. Präsenz am Ende vom Tag. Benjamin Palmowski: Ja. Urfreude: Und aus der Sicht der Eltern, versucht als ein Elternteil natürlich seinen Kindern immer alles irgendwie aus dem Weg zu räumen. Man hat aber halt nur die Brille auf für die Probleme, die man selber kennt und vor denen man irgendwie, die man selber irgendwie bisschen erlebt hat. Das eigene Kind ist ja... immer in einer anderen Welt und hat völlig andere Herausforderungen. Und deswegen krass von deinen Eltern, dass sie das wahrgenommen haben, vergutgeheißen haben und dann sagen, okay gut, wie kann ich dich unterstützen? das ist ja, so wie du es jetzt beschreibst, stelle ich mir vor, dass deine Veränderung ja einen Kaskadeneffekt auch auf deinem deinem Familiensystem, deine Eltern und alle hatten, dass jeder, jeder irgendwo gesagt hat, okay, so gesehen kann ich da was Neues mit rausnehmen. Benjamin Palmowski: Ja, also ich muss sagen, woran ich es am meisten gesehen habe, vorher war ich immer der Mensch, mein Chef hat mir gesagt, du Benjamin, du bist der Einzigste hier in dem Laden, den jeder mag. So irgendwie, so war ich immer, weil ich konnte mich extrem gut anpassen. bin extrem auf, also ich kann extrem gut wahrnehmen und dann verstehen, was wollen die Menschen und so handeln, dass alle zufrieden sind. Das habe ich sehr früh perfektioniert. Und wo ich dann aber nur noch so diese Wahrheit wollte, dann hat es halt Menschen, die dich noch mehr geliebt haben und dich richtig viel gefragt haben. Und dann waren auf einmal Menschen da, die dann nicht gegen dich waren, aber dann über dich geredet haben oder so. Also es haben sich so zwischen diesen Einheitsbrei, alle mögen dich, ist eine Diversität entstanden. Manche haben dich sehr gemocht, sehr geschätzt. Und manche wollten halt Abstand oder haben dich als Spinner deklariert. Das ist so das, was ich wahrgenommen habe und was ich heute auch immer noch sage in der Selbstständigkeit oder irgendwo, wenn du immer alles zufrieden machst, dann geht es nicht lange gut. du kannst, Menschen sind unterschiedlich Urfreude: Hehehehehe Benjamin Palmowski: und wenn du ein Konzept fährst, du nur alle zufrieden machen willst, dann lebst du dich nicht. Und das Urfreude: Hmm. Benjamin Palmowski: verliert den Reiz irgendwann, dann wirst du langweilig. Urfreude: Ja, vor allen Dingen lebst du nicht das, wofür du da bist. Oder du lebst es dann nicht so innenbrünstig. Das ist eine Frage, die man sich ganz oft stellt. Wenn alles möglich ist, wenn Geld keine Rolle spielt, was machst du dann hin und her? Und dann gibt es ja eine offizielle Antwort dazu. sagt, ja, dann würde ich das und das machen oder sonst wie. Und dann gibt es aber auch noch so eine interne Antwort, die man sich nicht mal selber traut, irgendwie auszusprechen, weil alles möglich macht, jagt einen schon ganz schön viel Schiss ein, weil alles ist ja alles irgendwie. Und ich finde es so faszinierend, weil die Punkte, die du beschrieben hast am Anfang, das sind ja 80 Prozent der jungen Männer, denen es so geht. Also die im Endeffekt mal einrauchen oder paar Bier trinken oder irgendeine Art von Konsum frönen. Wozu ja nicht nur Dinge, die negativ betitelt sind, wie jetzt Drogen oder Alkohol oder sonst was in der Richtung, sondern es können ja auch Dinge sein wie exzessiver Sport oder exzessiver sexuelles Verhalten oder exzessives, was auch immer, was man jetzt macht, sich irgendwie zu beruhigen. Selbe mit dem Zocken ist ja auch nichts anderes, was einen irgendwie eine Art von Erfolg gibt. Es gibt einen Dopamin und es gibt ein bisschen das Push des Selbstbewusstsein, weil man eben in dieser Parallelwelt Erfolge verbuchen kann. Und worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist, dass das, was du beschrieben hast, leben, glaube ich, ganz, ganz viele junge Menschen und haben gar nicht auf dem Schirm, dass daran irgendwas unstimmig sein kann. Falsch möchte ich gar nicht sagen, weil es ist nicht falsch. Es ist in dem Moment genau das, was die Person, die Erfahrung, es braucht das, das andere überhaupt mitbekommen zu können. Und dann auch noch der Satz von deiner Mom, so kannst du nicht wieder so werden, wie du vorher warst. Und alle mögen dich. Also eigentlich auf dem Papier haut ja alles hin. Du hast deinen Job, du machst dein Ding. Du warst auch in der Schule erfolgreich. Du hattest da deine Noten und warst in deiner Ausbildung, in deinem Job warst du erfolgreich. Alle mögen dich. Du bringst deine Zeit auch irgendwie rum. Also erstmal ja gar keinen. von außen betrachtet hat kein punkt wo man sagt ja hier muss eine veränderung ran weil viele menschen mit denen ich mich unterhalte die sind vor irgendeine wand gefahren wo sie irgendwie einen krebs bekommen haben oder wo sie wo eine scheidung war die firma in die bürden sind gegangen ist das sind immer solche lebens verändernden punkte Aber das sind meistens auch Menschen, dann in ihren 30ern, 40ern und 50ern waren. die einfach schon dieses, es ist ja alles okay und alle mögen dich, einfach mal für eine Dekade oder so was gelebt haben und sich da sehr, sich sehr muckelig gemacht haben. Und jetzt habe ich einen sehr langen Monolog gehalten und weiß gar nicht mehr, auf was ich eigentlich hinaus wollte. Aber es ist angefangen haben wir mit dem, wenn alles möglich ist. Und dann bin ich drüber gekommen zu dem, ja ist ja alles okay. Und Welchen Blick gibt dir das heute aufs Leben, wenn du sagst, du versuchst dich selber zu betrachten, du kommunizierst klar, was andere Menschen in dir auslösen, du hast einen schärferen Blick, welche Rolle du spielst, was du eingibst in das Umfeld und was da wieder rauskommt? Gibt es dann irgendetwas, wo du sagst, das ist mein Ziel oder da möchte ich hin oder verfolgst du deine alte Strategie und sagst, ich probiere einfach mal? Benjamin Palmowski: Das ist eine interessante Frage. Also ich würde sagen, mein jetziges Ziel ist, den Geist, wie menschliches Bewusstsein funktioniert, zu erkunden. Zu erkunden, zu erkünden, wie verschiedene Organismen aufeinander wirken. Urfreude: Hm? Benjamin Palmowski: damit zu spielen, also ganz viel zu lernen einfach. Was passiert denn, wenn ich eine Sprache auf die Methode lerne oder wenn ich das so mache? Was ist ein Nahrungsmittel, Urfreude: Bis Benjamin Palmowski: wenn ich das länger nicht konsumiere oder mal lange gar nichts esse und dann ein bestimmtes Nahrungsmittel konsumiere? Was macht das mit mir? Was ist, wenn ich jetzt eine ganz lange mit niemandem spreche und dann auf einmal eine Menschenmasse gehe und eine Rede halte? Also solche Extreme auch. Wenn ich so was dann mache, dann ist einfach für mich spannend, was passiert in meinem Geist. Was denkt das dann auf einmal oder wie reagiert mein Körper? Und da kann man, das ist im Endeffekt, glaube ich, jetzt wo du das so sagst, wird mir das bewusst, diese Erfahrung von dem, ich mache jetzt mal von heute auf morgen anderes Leben. Das habe ich zu meinem Lebensstil gemacht. Ich finde das absolut geil. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: sich selber herauszufordern. Wenn ich merke, es wird zu gemütlich, dann suche ich mir irgendwas, wo ich denke, wäre schon geil, wenn du da bist, aber da hinzugehen, da habe ich mega Schiss. Und dann mache ich es einfach so, melde mich da an oder so und im Inneren sagt natürlich der Kopf, das geht doch nicht. Man kennt diese Gespräche, die da ablaufen. Aber die Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: sind schon viel ruhiger geworden irgendwie, weil die genau wissen, der macht es Kannst du nicht viel machen. Urfreude: Hahaha Benjamin Palmowski: Kannst zwar mal einwerfen, ich das nicht so, dass ich Angst habe oder irgendwas, aber der wird sein Ding machen, weil das irgendwie so ein kleines Kind ist, der einfach nur erleben will. Und mein Dad hat das auch oft zu mir gesagt, dass ich viel Extreme lebe. Mittlerweile sind die Extreme in eine andere Ebene geschwappt, nicht mehr so ins körperliche, sondern eher so in die geistige Bewusstseinsebene. Aber immer noch ist es dieses, dieses... Ja beobachten, ist das so, wie meine innere Welt, die erschaffe ich ja irgendwie. Und ich mag das nicht, wenn man immer nur sagt, man muss viel meditieren, man muss das machen, man muss das machen und man sagt, man hat eine Technik und nur mit der Technik kann ich das Ziel erreichen, sondern eher denkt dir selber Techniken aus. Du kannst gerne alte Techniken aus alten Religionen und Spiritualität oder so nutzen, zu verstehen. Okay, hat sich jemand eine Technik ausgedacht, die hat eine ganz schön starke Wirkung. Und jetzt denkt euch bitte selber, ich glaube wir sind an der Zeit selber uns wieder Techniken auszudenken und den Geist zu erforschen und Lernende zu sein, weil die Techniken, wir benutzen, sind sehr alt und die sind nicht zeitgemäß. Die haben immer noch eine große Wirkung, glaube ich auch. Aber wir leben in einer Zeit, die sehr schnelllebig ist gerade und sehr viel Veränderung. Und... Ja, wenn da jemand ist, sich mit rein nur KI beschäftigt, finde ich geil. Wenn da jemand ist, der sich rein nur damit beschäftigt und ich merke richtig einen inneren Widerstand, dann denke ich mir, geil, weil da muss ich hingehen. Da kann ich irgendwas lernen, da kann ich irgendwas in mir erkunden, was einen Widerstand hat. Und diese Widerstände, sind halt einfach nur, das ist ja wie eine Blockade. Ich stelle mir das vor, jetzt mal auf den Körper runtergebrochen. mit Ernährung zum Beispiel. Da habe ich irgendwann mir gedacht, der Körper ist einfach nur wie so ein Rohrsystem, wo halt Wasser durchfließt. Also in unserem Falle Blut. Und Urfreude: Hm? Benjamin Palmowski: je nachdem, wie dick das Blut ist, umso mehr Widerstand gibt es. Also wenn ich viel Fett esse, viel Öl esse, auch ich find Proteine nicht so gut oder nicht in den Massen halt auf jeden Fall, dann wird mein Blut dicker. Und ich merke das ja richtig, wenn ich dann was esse, und mir richtig heiß wird. Oder wenn ich mich viel bewege und ich extrem heiß werde. Und der Körper muss immer runterkühlen. Also da ist ein Widerstand da. Und ich glaube, der Geist, oder die Erfahrung habe ich gemacht, der Geist fühlt sich am angenehmsten an, wenn keine Widerstände da sind. Und deswegen ist jeder Widerstand für mich eine Möglichkeit, irgendwie energiefrei zu schalten. Dass ich irgendwo einen klareren Geist bekomme, die Sachen wirklich so zu sehen, wie sie sind. Also diesen Filter, den wir die ganze Zeit haben, denen ein bisschen abzulegen. Weil der Geist macht die Filter ja nur weg, wenn du bereit bist. Und dafür brauchst du eine bestimmte Energiemenge. Und die Energiemenge hast du, glaube ich, in dem Moment nicht, weil du zu unbewusst bist. Weil wenn du jetzt auf einmal alle Chakren freischaltest mit irgendwelchen Meditationen oder so, und du bist im Geiste nicht bereit dafür, dann kann das ganz schön große Folgen haben, dass du halt wirklich geisteskrank wirst oder extreme lebst, wieder so extreme und das kann auch körperliche Schäden verursachen oder geistig erheben. Und deswegen finde ich, ja, diese Widerstände, die sind einfach sehr ansprechend für mich. Urfreude: Nur in dem Absatz waren jetzt vier oder fünf Themen dabei, ich gesagt habe, da würde ich gerne mehr drüber reden. Das muss ich wirklich sortieren, sonst ballere ich dich Benjamin Palmowski: Ja. Urfreude: damit zu. Das erste, mir, ich muss das mal ganz kurz aufschreiben. Einmal das Thema Sicherheit. Also wie gibst du dir denn dann Sicherheit, wenn du quasi immer mit einer Axt versuchst Sicherheit nieder zu knüppeln. Also sobald du merkst, ja, hier fühle ich mich sicher, bumm, weg oder dann machst du was Neues. Du gehst in die Dinge rein, die dich herausfordern, sei es jetzt eine Ernährung, sei es Techniken, sei es irgendwelche anderen Herausforderungen oder physische Herausforderungen. Also wie oder welche Empfehlung würdest du geben? Menschen geben, wie sie mehr Sicherheit in ihrem Leben empfinden können. Gerade wenn Veränderungen kommen. Das sind ja nicht immer selbst gewählte Veränderungen wie bei dir, Benjamin Palmowski: Hm? Urfreude: aber das wäre so Thema, würde ich mich fragen. Wie schaffst du es da, dich in diesem Spiel, in diesem ständigen Neuerfinden sicher zu fühlen? Weil das kann ja auch ein Potential dafür geben, dass man irgendwie bisschen kürrer wird, immer nur noch alles A, alles nur noch verändert wird. Benjamin Palmowski: Da habe ich mehrere Anger, ich mal. Einerseits ist die Natur der größte Anger für mich, weil in der Natur, wenn der Baum die Blätter die ganze Zeit behalten wollen würde, dann würde er sterben. Also im Endeffekt Urfreude: Hm. Benjamin Palmowski: ist dieses sich nicht bewegen, das ist Lebensgefahr. Also das hab ich für mich so übersetzt irgendwann und ich hab das auch gesehen. Was hab ich gemacht? Ich hab das gemacht, hab dies gemacht, ich hab lange gezockt, ich hab viel getrunken, hab das alles eine Weile gelebt und immer wenn es sich zu stark einfährt, ist es so geworden, dass es sehr unangenehm ist. Und immer im Leben, wenn Sachen passiert sind, sei es die Polizei, die auf einmal bei dir steht und in dir drin ist und du nicht weißt, was morgen passiert, wenn du das alles mal erlebt hast, Und dann im Rückblick der Mensch, lernt ja meistens erst im Nachgang und das nochmal betrachtet und dann nicht mehr drin ist in der Situation und dir dann wirklich aufschreibt, okay, das passiert, das ist daraus entstanden. Und das Aufschreiben, also Journey, sich aufschreiben finde ich ganz wichtig. Habe ich schon mit 20 angefangen, kleines Suchtagebuch zu schreiben. Wann habe ich Sachen gemacht, die ich weghaben will? Das war bei mir Fernsehen, Fleisch essen, trinken, zocken. kiffen. So und dann hatte ich ein paar Sachen, die ich lernen wollte, die ich implizier, also erbringen wollte im Leben. Lesen zum Beispiel oder Kreativität oder Herausforderung. Und ich habe einfach gesehen, okay, wenn ich das weglasse, was ich gewohnt bin und das mache, was ich nicht gewohnt bin, dann treffe ich Menschen aus Zufall, die mir neue Tore öffnen und das Leben wird leicht. Deswegen diese, dass es so doll in meinem Kopf verankert, dass dieses reingehen in was Neues. stelle mir das so vor, mich rum sind ganz viele Wesen, die mich begleiten. Ich weiß nicht, wie die aussehen. Ich bin kein Mensch, der das visuell so stark macht. Ich habe da eher so ein Gefühl, sage ich mal. Aber wenn die mir zugucken und ich mache immer wieder das Gleiche, das ist langweilig, da habe ich keinen Bock drauf, sind die auch mal Abwesen. Die sind ja nicht nur bei mir. Aber wenn der die ganze Zeit neues Zeug macht und die sehen, Da fliegt er wieder auf die Fresse. Aber ja, irgendwie probiert er es ja. Und es ist schon putzig. Da schicken wir ihn mal die Person, die könnte den vielleicht helfen. Also da haben die auch was zu tun. Können sich mit anderen connecten, die vielleicht für andere Menschen da sind und können Verbindungen schaffen. Also ich schaffe denen irgendwie einen Raum auch sich zu entfalten, auch in der geistigen Ebene, indem ich mich hier in der Ebene entfalte. kann ich eine andere Ebene ansteuern, die mir hilft. Und da ist ein großes Vertrauen da. Dieses Vertrauen, dass diese Ebene mir immer hilft, weil, was habe ich in meinem Leben gemacht? Ich habe ganz oft meinen Körper so behandelt. Ein Wunder, dass der noch lebt, wer so viel getrunken hat, Alkohol und ... Also kotzen war jeden Tag eigentlich so, zu viel getrunken und brechen. dann war immer so, jetzt ist alles raus, jetzt können wir ja wieder richtig anfangen, so war damals mit ein, zwei Kumpels. Also dass die Leber überhaupt noch da ist. Und dann gehst du irgendwann mit 27 dich checken und der Arzt sagt, dann sieht du gar nicht an deiner Leber, dass du überhaupt mal was getrunken hast. Und da ist mir halt klar geworden, Urfreude: Hm. Benjamin Palmowski: da hatste so viel gemacht, was lebensbedrohlich ist und du bist noch kerngesund. Also das hat mir vollkommen die Angst genommen. wenn du, weiß ich nicht, aus dem Bus aussteigst, einen Feuerlöscher nimmst und auf den Markt damit rumschießt, da würde jeder normale Mensch sagen, das hat eine Konsequenz. Das hat es aber nicht gehabt. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Und ich habe so was sehr oft gemacht. Und irgendwie ist es trotzdem alles gut gegangen. Und da denke ich mir, da kann ich doch wohl jetzt mal wagen, vor auf einer Bühne zu stehen oder das, weil das ist ja wesentlich weniger Gefahr. Urfreude: Ja, und gesellschaftlich anerkannte. Benjamin Palmowski: Genau, das trifft es gut, das ist anerkannter. Urfreude: Das ist auch eine hilfreiche Sache, wenn du neue Angewohnheiten hast. Benjamin Palmowski: Ja. Urfreude: In was für Bereiche würdest du so grob dein Weltbild, dein Gesundheitsbild so unterteilen? Du hast die Ernährung schon angesprochen, du hast schon angesprochen, was Ernährung so in unserem Körper ändern kann. Mentale angesprochen, das Schönerling und die Widerstände und so. Was würdest du sagen, sind so die großen drei oder fünf Punkte, wo du sagst, das ist entscheidend, als Beginner an den Punkt zu kommen, dass man merkt, jetzt merke ich das, dass ich eine andere Energie habe, dass andere Menschen und Gelegenheiten in mein Leben kommen. Was denkst du, sind so die Knotenpunkte, die Stellschrauben? die wichtigsten. Benjamin Palmowski: Also ich würde das mal so zeichnen wie so ein Baum und ganz oben wo es anfängt ohne das geht das nicht und das muss in jedem Bereich drinnen sein, das ist Ehrlichkeit. So also Ehrlichkeit Urfreude: Ehrlichkeit. Benjamin Palmowski: und diese Ehrlichkeit muss ich in jedem von diesen Säulen beachten und das ist natürlich einerseits der Körper, also wir machen es mal anders Bewegung alle möglichen Bewegungen muss auf jeden Fall auch ehrlich ausgeführt sein. Wie weine ich das? Wenn ich jetzt ins Fitnessstudio gehe und ich pumpe da immer und habe jedes Mal, geht es mir danach nicht gut, ja, dann muss ich ehrlich sein und muss dann halt eben jemand zu einem Profi gehen, denen das sagen und der kann mir vielleicht helfen. Wenn ich immer nur denke, ich habe ein Ziel, da will ich hin, ich habe von dem und dem gehört, die und die Technik soll ich machen, da hinzukommen und ich mache die Technik, aber sie tut mir nicht gut und ich rede nicht drüber und bin ich ehrlich mit mir selbst, dann wird das auch wieder... Also dann geht's wieder in diese Zerstörung irgendwo rein. Urfreude: Ja, aber das ist ja gerade beim Training, sagt man, wenn es nicht wehtut, machst du es nicht richtig und wenn du irgendwie ein paar Zipperlein hast, dann musst du dann nochmal ins oben drauf und drüber trainieren und alles ignorieren und keine Gefühle und machen und tun. Und das ist echt ein Irrglaube, dem ich auch oft aufgesessen bin in meinem Leben. Wenn es nicht wehtut, dann bringt es nichts. Und das ist halt Käse. Benjamin Palmowski: Das ist totaler Quatsch. Also ich glaube, Urfreude: Wubba. Benjamin Palmowski: man kann ja anfangen mal, da kommen wir zum nächsten Punkt, dass die Kommunikation ist, glaube ich, sehr wichtig. Es fehlt mir oft bei solchen Säuren ganz stark. Und damit meine ich einmal soziale Kommunikation, also mit meiner Außenwelt, aber gleichzeitig mit meiner Innenwelt. Und da würde ich jedem, der viel Sport macht, mal raten, mach dir doch mal einen, oder jeden Menschen eigentlich, mach dir ein Zeitfenster aus von zehn Minuten. von 20 Uhr bis 20 Uhr 10. Da gehe ich in die Kommunikation. Entweder nach außen, ich rufe meine Mama an oder nach innen. Mit mir selber. Und dann kann ich ja mal meine Mitochontrin, also, wer das jetzt, ich denke, die meisten wissen das, das sind so die Energiezellen in unseren Zellen. Und dann frage ich doch einfach mal die Mitochontrin, ist dieses Training, was ich mache, förderlich für mich? Und dann gucke ich mal, was der Körper sagt. Und nicht immer denken, der sagt jetzt ja, okay, oder nein, nicht, weil der redet halt anders, jetzt eine andere Sprache, die muss ich erst mal lernen. Aber was ich gemerkt habe, wenn ich mich das immer mal frage, dann wird beim nächsten, dritten, vierten Mal Training kommt dann auf einmal die Antwort. So da kommt einfach eine Person, wenn ich es nicht selber wahrnehme, kommt eine Person zu mir und spricht mich darauf bei zum Beispiel an und ich merke, ich kriege ein innerliches, komisches Gefühl dabei. Und dann könnte das ja die Antwort sein von der Frage, ich gestern meinen Mithoron drin gestellt habe. Und die haben quasi eine andere Kommunikationsart gefunden, mir das zu spiegeln irgendwo. Und diese Ehrlichkeit, ich glaube, das ist der springende Punkt, sich selber ehrlich wahrzunehmen. Und das ist ja auch mein Ziel, was ich gesagt habe, nicht, ich überhaupt so Ziel nennen darf. Aber diese, diese, diese einen Filter, die wir angelegt haben, zu durchbrechen. das wahre zu sehen. Und wie kann ich was Wahres sehen? Das geht nur, wenn ich selber Wahrheit spreche und Wahrheit lebe. So, und dann wird das automatisch, werde ich das im Außen auch finden. Und die Geistwelt und das Leben guckt zu. Wenn du das nicht gut kannst, das ist wie eine Mama, die sein Kind was sprechen will, wenn du das noch nicht richtig kannst, dann hilft dir das. Und so macht das auch das Leben. Wenn das Leben sieht, Du willst wirklich eine Antwort, wie es dein Metron geht bei der Sportübung, dann wird das Leben dir helfen. Und das wird auch nicht nur einmal helfen, zweimal, dreimal, sondern immer wieder so lange, wie es wirklich aus einem... Ich will das wissen. Und nicht so die Frage stellen mit, ich will ein Ja, sondern ich will einfach nur wissen, wie es wirklich ist. Ohne, ohne ich will, dass ich Recht habe. Sondern einfach nur dieses, ich mach was. Bitte sag mir, was das mit mir macht. das gut oder kann ich was anderes machen? Urfreude: Das ist ein sehr interessanter Punkt, du ansprichst, weil ich glaube bei vielen Leuten ist das, ich muss ja gar keine Zahl daran machen, aus meiner eigenen Erfahrung, oder bei Akkustand niedrig, schließen sie den Computer ans Netzwerk an. Warte ganz kurz, ich muss kurz mein Computer mit Strom versorgen. Benjamin Palmowski: Kein Problem. Der will auch Wahrheit, ja, der will Strom. Ja, wenn du denen nur sagst, dass er jetzt neuen Strom hat, das funktioniert nicht. Urfreude: Also von mir zu sprechen nicht von vielen oder den meisten oder sonst was in der Richtung. Wenn ich das vergleiche zu meiner meine Weltwahrnehmung zu früher, da hätte ich einen Vogel gezeigt für das was du gerade eben gesagt hast. Meine Weltwahrnehmung heute denke ich ja genau so ist es und darauf kann man auch vertrauen und es ist auch wirklich eine andere Art von Sprache oder von Antwort. Manchfaltige Möglichkeiten, über die ich schon irgendwelche Antworten bekommen habe, die ich zu Fragen, die ich mir selber gestellt habe. Und ich glaube, das ist das große Gap in unserer Gesellschaft, dass wir eine sehr zahlen, daten, faktenorientierte Gesellschaft sind, die sofort ein Ergebnis haben wollen, die nicht nur eine Abkürzung haben wollen, sondern sie wollen einen Knopf haben, auf den sie draufdrücken können, dass die Abkürzung bereits schon geschehen ist. Ja, es ist eine andere Form von Kommunikation, wenn man seinem Körper Fragen stellt. es gibt so viele kleine Möglichkeiten, wo man sagt, ist das jetzt so? Und sagt mir das das jetzt so? Und irgendwann habe ich halt angefangen, darauf zu vertrauen und sage, ja, es ist so, wenn ich irgendwo Das ist blödes Beispiel. Du gehst einkaufen, du gehst auf den Parkplatz lang und dann hörst du einen Fetzen von einem Satz, von einem Radio, von einem Auto, was vorbeifährt. Und der Satz ist on point genau das, was gerade zu den Gedanken passt und gibt dir eine Antwort und gibt dir was Neues dazu. Und irgendwann habe ich halt auch aufgehört, mich zu fragen, ob das jetzt so ist oder nicht. Sagst du, ja, nee, dann ist das jetzt erst mal so. Ist jetzt nicht so, dass es... dass es dann direkt einen Einfluss auf meine Welt hat. Aber auf mein Denken hat es auf jeden Fall einen Einfluss. Und ich glaube, das genau das Problem ist heutzutage, dass wir eine sehr digitale Welt sind. Wir brauchen Zahlen, Daten, Fakten. Wir wollen eine Technik haben, eine Lösung haben, wo wir einfach nur auf den Knopf drücken können und dann haben wir das Ergebnis, was wir haben wollen. Ein Satz, den ich auch immer so gesagt habe. Wir denken immer, wenn ich eine Dachterrasse habe, dann mache ich morgens Yoga auf meiner Dachterrasse. Nee. Weil die meisten Leute machen morgens Benjamin Palmowski: Ja, das ist gut. Urfreude: Yoga und irgendwann kommt eine Dachterrasse dazu und dann haben sie halt eine Dachterrasse, wo sie Yoga drauf machen können. Aber es ist so immer dieses, wenn ich das habe, dann mache ich das. Und gestern habe ich auch so einen geilen Satz gelesen. wie der? Krieg ich den denn zusammen? Dankbarkeit kommt nicht von Erfüllung, sondern Erfüllung kommt von Dankbarkeit. Benjamin Palmowski: Hmm. Urfreude: Und es ist so oft dieses Ding, dass wir sagen, wenn ich das alles habe, dann bin ich dankbar und dann ist alles toll. Du bist dankbar für das, was du jetzt schon hast und dann schenkt dir das Universum, Allah Buddha, SpongeBob, andere Wesen, was auch immer da uns herum ist, dass davon mehr für was wir dankbar sind. Und deswegen kann ich das nur unterschreiben. Du hast jetzt bei den wichtigsten Pfeilern für dich oder den Baum, den du da sind, bildlich aufgebaut hast. Du hast einmal die Ehrlichkeit, die oben drüber steht. Dann hast du den Körper, wo Bewegung, Ernährung und so was mit drin steht und dann die Kommunikation, die Kommunikation nach innen und nach außen. Hast du da noch einen Punkt weiter, den du ergänzen möchtest oder haut es erst mal so hin? Benjamin Palmowski: Ja, also zu der Kommunikation finde ich auch ganz wichtig. Was habe ich viel gemacht? Ich habe ganz viel mit meinen Kumpels gesprochen. Extrem viel und ich bin viel in den Haufen Sack gegangen, muss ich auch ehrlich sagen. Mit meinen Graben und mit meinen Philosophieren und diesen Spielen damit. ja, ich sage mal, so Übung macht doch irgendwann den Meister. Wenn man es viel praktiziert, findet man auch eine andere Wortwahl und einen wie man die Menschen berühren kann oder sich selbst auch. Weil die Menschen reden ja mit ein und wenn man mit vielen unterschiedlichen Personen spricht, dann ist man mal berührt und mal nicht berührt und daraus kann ich ja auch schließen, was brauche ich. So, welche Art der Kommunikation und dann kann man die vielleicht auch für sich selber Innen benutzen, wenn man versteht, okay, Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: der ist so, der ist so. der macht das mit mir, der macht das mit mir, dann rede ich im Inneren, habe ich dann die Idee, ich hatte zum Beispiel einen Kumpel, der Fred, der Freddy, der ist immer sehr, er mich, hat das immer berührt, was er gesagt hat und irgendwann habe ich angefangen versuchen, ein Stück weit so, ich habe mir überlegt, wie würde Freddy jetzt mit mir sprechen. So Urfreude: Mmh. Benjamin Palmowski: und das ist ja ganz spannend, auch mit mit diesen Sachen aus der Bildung. Da können wir vielleicht auch noch mal drauf eingehen, dass mein Herz dafür blüht für Bildung. Und Menschen kommen oft zu mir und fragen mich, was kann ich machen? Mein Kind kann nicht lernen oder dies oder das. Und wenn ich die Frage umdrehe und sage, ich habe ein Kind, das kann nicht richtig lernen, ist dies und das, was würdest du mir raten? Dann haben sie auf einmal konkrete Ideen. Die haben konkrete Ratschläge. Aber ich muss dir das erst umdrehen. Und das kann man ja, weil sie selber mal probieren. Dass man sich überlegt, ich bin jetzt in einer Situation, ich true das Tag und Tag täglich leben. Wie, wem würde ich, wenn das mein bester Kumpel oder die Mama, Papa, wen du auch immer gern hast, wenn die das leben würden, wie würdest du dich fühlen? Was macht das mit dir und in dir? Was würdest du denen raten? So und dann, dann kriegt man das auch schon selber hin. Das hat mir viel geholfen, auf jeden Fall. Urfreude: mega mega mega mega mega Punkt, weil es am Endeffekt da ist, worauf hast du deinen Fokus? Hast du den Fokus auf dein Kind, was nicht lernen kann? Oder hast du deinen Fokus auf eine Lösung oder auf eine Realität, die du haben möchtest oder eine Realität, du für dein Kind dir wünscht? Und Benjamin Palmowski: und Urfreude: schon fängt diese Suchmaschine an zu sagen, okay, was kann ich, was kann ich hier für Potenziale finden? Und dann Nur von dem einen Ding, du vorher noch angesprochen hast. Die Bereiche haben wir jetzt so ein bisschen. Und dann hast du angesprochen, die Widerstände und das Loslassen. Und ich glaube, das passt da gerade ganz gut rein. Wie? Nee, dann geht meine Frage wieder in so eine Richtung Technik. Wenn ich jetzt sage, was würdest du Leuten empfehlen, Widerstände loszulassen, dann ist das ja, sie sollen sich dreimal im Kreis drehen, einmal hüpfen und Auga-Aga sagen und dann ist das vorbei. Benjamin Palmowski: Na doch, das kannst du schon so fragen und ich sage zudem, lerne dir eine Technik zu machen, deine eigene. So und am besten die ist so praxisnah, also das lege ich jedem ans Herz. Die muss, wenn ich auf einem Projekt bin und ich habe nur fünf Minuten Zeit, kurz, dann muss das funktionieren. Also jetzt so zwei Stunden sich irgendwo hinzusetzen, so, das wirst du nicht immer machen können. Und dann schiebst du wieder das Problem auf die Sache an sich, weil du die Zeit dir nicht nehmen kannst. Aber das ist nicht die Sache an sich, sondern das ist deine Technik, die nur auf einen ganz kleinen Teil deiner Realität überhaupt anwendbar ist. Ja, und deswegen... Urfreude: Und was ist da deine Technik? Benjamin Palmowski: Okay, also ich hab da wäre, ich nimm viel Fantasie. Zum Beispiel, Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: wenn ich jetzt ein Problem hab mit meiner Mama oder so. ist ja Familie, das geht einem ja schon sehr an. Und da wird man sehr ernst, ich mal, und sehr eng. Und dann geh ich einfach aufs Klo im Nebenzimmer und dann stell ich mir im Geiste so vor, wenn ich in den Spiegel guck, da ist Schicki. Und ich stelle jetzt Schicky die Frage, ich habe hier ein Problem, was machen wir jetzt Schicky? Und da wird Schicky halt Antwort, Böö, Aquaklara oder irgendwas. Wird irgendwas lustiges machen in meinem Kopf? Und dann gehe ich wieder zu der Mama hin, grins die an und die fragt einfach nur, was ist mit dir jetzt los? Und dann sage ich einfach, mir geht's gut. So und schon hast du eine andere Dynamik und die Energie, hast halt, das ging ja das Loslassen. So also das ist im Endeffekt für mich viel Fantasie. Ja, also und es muss. Für mich, das Leben muss dämlich sein und Spaß machen. Sonst ist es für mich nicht Urfreude: Kindlich. Benjamin Palmowski: echt. Sonst ist es nicht echt. Also für mich ist auch Wahrheit, ist, wenn das Leben leicht geht und wenn das Leben mich erfreut. Immer wenn es anstrengend ist und ich hart arbeiten muss, dann lebe ich Unwahrheit. Das ist für mich einfach nur eine Idee, wie wenn ein Essen nicht schmeckt. So wenn das nicht schmeckt, das ist für mich ein Indiz, wenn das stinkt zum Beispiel, dass ich das nicht essen will. Und genauso ist das bei mir bei allen Sachen, die ich mache im Leben. Wenn es zu anstrengend ist und zu eng ist, dann ist es nicht meine Wahrheit jetzt zu diesem Zeitpunkt. Vielleicht später irgendwann mal oder für jemand anderes, aber jetzt für mich nicht. Urfreude: Aber da könnte ich jetzt ganz gut reinkrätschen mit dem, was jeder dir irgendwie sagen würde. Ja, gut, okay, aber du musst dich ja irgendwo anstrengen, weil ohne Fly ist kein Preis. Und Rom wird nicht in einer Nacht gebaut. Du brauchst natürlich auch irgendwie eine gewisse... einen stetigen Input von irgendetwas, was wachsen zu lassen. du jetzt sag mal, was du sich ein Muskel aufbauen willst, dann brauchst du ja das Stetige. Wenn du ein Geschäft aufbilden brauchst du das Stetige und so. Das ist halt dann das Konterargument dazu. Ja, manchmal muss Benjamin Palmowski: Öhm... Urfreude: man aber auch seine Komfortzone verlassen quasi. Benjamin Palmowski: Das stimmt ja vollkommen, aber es gibt halt solche Anstrengungen, man macht. Und manchmal kommt das Leben dann. Und wenn der Weg meine Wahrheit ist, habe ich sehr oft erfahren, dann kommt jemand, weiß ich nicht, im Einkaufen. Ich gehe hier in den Tee gut und auf einmal habe ich schönes Gespräch mit den Menschen, den ich noch nie gesehen habe. Das ist dann für mich wie eine Auflockerung. Das ist wieder eine Hilfe von außen, wo ich einfach Freude erfahre, die ich nicht geplant habe. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Wenn ich mich immer nur geplant erhole, wie ich gehe einmal die Woche Sauna, ich mache dies und außerhalb dieses geplanten nichts passiert, dann ist es mein Zeichen dafür, dass es einen anderen Weg gibt, der vielleicht besser für mich wäre. diese Anstrengung, ja diese Anstrengung brauche ich irgendwie, aber es muss für mich irgendwie... sich trotzdem gut anfühlen. weiß gar nicht, wie ich das sagen soll. Urfreude: Ich glaube, ich verstehe schon etwas, was du meinst, weil es gibt ja... Da habe ich einen schlauen Satz dazu. Der Mensch, der gern läuft, immer weiterkommen, als der Mensch, der nur gern irgendwo ankommen möchte. Und ich glaube, das beschreibt ein bisschen das, was du sagst. Weil wenn jemand... Bleib mal bei dem einfachen Beispiel laufen joggen. Wenn du gern joggst, dann gehört ja auch... zu der Freude, dass du dich mal durchbeißen musst, dass da ein Bär kommt, dass du deine Zeit verbesserst, dass du Knieschmerzen hast, wo du eine Lösung dafür finden kannst und so. Und das machst du ja alles, weil du eine Freude am Laufen hast und weil du sagst, okay, wie kann ich dieses Spiel mehr spielen? So und da gehören auch Schmerzen mit dazu und da gehört auch bisschen Leid mit dazu in dem Punkt. Wenn aber jemand zum Beispiel einfach nur irgendwo ankommen möchte, dann geht er genau einmal laufen. bis er oder so lange laufen, bis er das schafft und dann verliert er komplett die Lust, weil es einfach nur quasi, weil es etwas da war, wo er hin wollte. Ich möchte der die Person sein, die auf dem Brocken hoch joggt und dann möchte ich da oben stehen wie Rocky und sagen, war toll. Klasse. Das ist ein Weg und das ist ein Weg, kann auch mehrere Jahre dauern, bis man dahin kommt. Aber es ist eine andere Intention, eine andere Motivation. Und ich meine, dass daraus gehört zu haben, indem was du gesagt hast, sondern du willst eine Freude an denen haben, was du tust und und und es darf sich leicht anfühlen im Sinne von dass da kein Widerstand ist dass du sagst nee heißt aber nicht dass es leicht ist im Sinne von du hast überhaupt gar keine Probleme du musst überhaupt gar keine Herausforderungen überwinden oder sonst was das sind ja zweierlei Arten von Schwierigkeiten oder von Wahrnehmung Benjamin Palmowski: Ich würde es so beschreiben wie bei einem Videospiel, da gibt es Stufen, die hochläufen. Das ist der normale Entwicklungsweg, der auch Energie erfordert. Und dann gibt es aber Treppen, da sind auch so Stacheln drauf. Und das ist dann halt dieses Zeichen vom Leben. Läuft aber nicht lang. Und das ist eben dann, wenn du merkst, das Leben arbeitet irgendwie gegen dich. Das kriegt man immer schneller mit, umso mehr man das fragt, immer wieder im Inneren. Mein Hauptweiser sind die Mitochondrin oder meine Zellen. Und indem ich die einfach immer wieder frage, ist der Weg gerade korrekt, ist der Mensch, ich treffe, es tut mir das gut, das mache ich relativ regelmäßig. Und die Zellen, die antworten dann schon irgendwann. Und die Menschen, wie du das beschrieben hast, das gibt mir so ein Bild und das trifft ziemlich gut diese lineare Entwicklung. Ich bin an einem Punkt und ich möchte jetzt ja, ich möchte 3000 Euro im Monat verdienen. Also muss ich ein Studio machen, brauche einen Bachelor. Also so eine lineare Idee, die man da bekommen. Aber Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: warum willst du eigentlich zu den 3000 Euro? Du willst eigentlich Freiheit. Also beschäftige dich mit dem Begriff Freiheit. Beschäftige dich mit Menschen, die Freiheit leben. und du wirst nicht eine lineare Entwicklung haben, sondern eine kugelförmige Ausdehnung. Und die hält nie an und die ist auch nicht langweilig. Die ist auch nicht so anstrengend, weil dann du dehnst dich in eine Richtung aus und dann kommt man von der anderen Seite wieder eine Hilfe oder da macht es A und da kannst du es verbinden oder so. Und das ist, glaube ich, was wir nach meiner Meinung von dem Bildungssystem, das wir alle durchlaufen haben, sehr stark ins Hirn gebrannt bekommen haben, dieses lineare Entwickeln. So, ich brauche was, eben eine Note war es in dem Falle. Wir wollten alle unsere Ruhe haben, wenn wir mal ehrlich sind. Hätten wir alle nur einsen kriegen können und wir bezahlen dafür einen Euro im Monat als Flatrate, als 1er Flatrate, die hätte jeder genommen wahrscheinlich. So, gell? Urfreude: F**k! Benjamin Palmowski: Und wir haben nicht gelernt, wie schön Lernen eigentlich ist. Also wir haben immer nur dieses Lineare, dieses Ziel im Kopf, Ruhe zu haben, leben zu dürfen. Und eigentlich ist dieses Lernen an sich nach meiner Meinung, das ist Leben, diese kugelförmige Ausdehnung. Weil hast du die in der Schule, wie ich in Mathe und Physik in der achten Klasse, und du gehst einer Lehrerin auf den Sack mit Realitätstheorie, dann wirst du sehr schnell merken, Da sind auch selbst die Menschen, sich linear entwickeln, die können dir nicht helfen. Die haben kein ganzheitliches Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Wissen. Das ist für mich oft ein Anti-Lernort, ein Anti-Lebensort, wo du ganz lineare Sachen beibegräucht bekommst. Meistens ja auch zu Hause von den Eltern habe ich so vorgelebt bekommen. Die wollen irgendwas haben, um einmal im Jahr in Urlaub zu gehen. wollen einmal das. Da habe ich immer meine Mama gefragt, wieso machst du dir das Leben nicht eigentlich so, dass du die Zeit von deinem Urlaub auf die restliche Zeit des Jahres aufteilst? Also nimm mal jetzt mal an, jemand geht vier Wochen im Jahr in Urlaub. Dann würde ich das sogar so machen. Ich hing dann als kleines Kind da mit 13 und habe überlegt, na dann mache ich doch die Zeit und tu lieber jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten. Weil dann ist allgemein mein Leben einfacher. Dann brauch ich den Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Urlaub nicht mehr, sondern das Leben ist der Urlaub. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Das war schon ganz früh bei mir irgendwie eine Idee, dass ich nicht was mache, was zu bekommen, sondern dass es immer da ist. Was für eine Lösung gibt es, dass ich dieses Umzu, irgendwas zu machen, irgendwo hinzukommen, dass ich das nicht mehr brauche. Urfreude: Das ist ein sehr schlauer Gedanke. ist wirklich ein sehr schlauer Gedanke. Weil wir heutzutage einfach nur etwas aushalten, in dem Beispiel jetzt Arbeit, bis wir machen können, was wir wollen im Urlaub. Wobei, ist es das, was wir wollen? Oder versuchen wir den Urlaub Benjamin Palmowski: Ja, das ist nochmal ein Anfang. Urfreude: unseres Nachbarn oder unserer besten Freundin zu übertrumpfen? Und was machen wir denn dann? Weil in den meisten Urlauben Damit es ein guter Urlaub ist, sagt man irgendwie, ja, würde gerne AI am Pool liegen, in der Sonne und den ganzen Tag irgendwie was saufen und fressen und dann noch irgendwie unterhalten werden und die Kinder sollen beschäftigt sein und so. Das ist ja auch ein Abstumpfen. man konsumieren in dem Punkt. Ja, ich glaube als Gesellschaft haben wir echt ein paar Punkte drin, die einfach grundlegend überholt sind. möchte ich es vielleicht sagen. Und da ist es vielleicht wirklich Zeit für neues Denken. Und du bringst auch dieses neue Denken bzw. diese neue Art zu lernen in Schulen. Du hast ein Recyclingmobil oder du betreibst mit ein Recyclingmobil und bringst das an Schulen und vermittelt da den Schülerinnen und Schülern was genau und wie genau. Benjamin Palmowski: Ich kann ja mal den Bogen spannen, vielleicht auch wie es da hingekommen ist. Da kann man so einen ganz leichten Abriss machen, was ist mir passiert. Was ist mir passiert? Ich habe als Kind ganz viel gezockt. Bis ich irgendwann an der Schule immer alles hingekriegt, ohne was zu machen. Keine Ahnung, der eine würde sagen intelligent, ich würde sagen, ich habe einfach aufgepasst in der Zeit, wo ich in der Schule war. Dann irgendwann kam der Alkohol, die Freundin kam, die Freundin ist gegangen. Dann kam das mit dieser Meditation vor, ging es schon mit dem Alkohol los. Und irgendwie dann acht Jahre stumpf gearbeitet. Von außen war alles glücklich und blablabla. Und dann kam ja so ein großer Einschnitt mit Bodensee. Da könnte man jetzt auch noch mal lange drüber reden. Ich mach's mal kurz. Also ich war ein Jahr an Demeterhöfen und in so einer Gemeinschaft habe ich so eine Art Therapie gemacht. und habe viel gelernt, wie man sich Gemeinschaft zum Wachsen animiert. Dann kam ich wieder und hatte den Job schon gekündigt und war so schwerelos, so geschwebt. Das habe ich so ein, zwei Jahre gemacht, habe mal da geholfen, da geholfen. Mein Ziel war, kein Ziel zu haben. Das ist natürlich sehr schwierig, weil man hat das ja sein Leben lang gemacht, ein Ziel zu haben. Und irgendwie hat sich dann aber nach eineinhalb Jahren so eine Grundsicherheit eingestellt, dass ich sicher bin mit mir, wenn ich mit mir ehrlich bin eben. dann kam auf einmal dieses Projekt zu mir. kam ein Freund und hat gesagt, hier gibt es ein mobiles und soziales Projekt. Das ist vielleicht was für dich. Und ja, der stellt mir das so vor und sagt so, würdest du mal mitmachen? Und ich denke mir so im Kopf, na ja, es hört sich schon voll geil an und irgendwie in der Richtung würdest du ja gerne mal was machen. Wann ist denn der nächste Termin? Na morgen. Und ich so im Kopf gesagt und ich so und der danach so einen Monat vielleicht oder so und und dann habe ich wieder so mich ab denen dann wusste wann der Termin morgen ist und der in einem Monat und habe gesagt ich ich antworte in einer halben Stunde. Ich mich hingesetzt und meine Musik angemacht. Ihr merkt schon Musik, dafür habe random ein Lied angemacht. Ich geguckt, was das Lied mit mir macht. Dann war die Antwort, dass einfach Ich rufe ihn an und sage, ich mache es. Ich die ganze Zeit Angst, was ich da wohl Am Ende bin ich hingegangen und wollte nur zuschauen. Und ich setze mich frühst in das Auto rein mit den zwei anderen Kollegen und die so, na du musst halt die und die Station machen und die Kinder betreuen. Und ich so, was? Nein, Alter, erst mal wollte ich da nur zugucken und dann auch erst in den Monat. Und na ja, dann war es am Ende so, dass du das betreust. Und ich habe gemerkt, boah, so geil mit Kindern einfach. sind. Kinder haben halt diese Ehrlichkeit. So und deswegen fällt mir das glaube ich auch so extrem leicht, weil die die werden ja. Man wird ja ehrlich geboren. Man wird ja perfekt geboren. Und dann fängt das nur an, dass man sich das abguckt und imitiert von den Erwachsenen, weil die halt das nicht leben, diese Ehrlichkeit. Und man macht das unbewusst nach. Genau. Und dann kommt halt so eine Spirale zustande. Aber im Endeffekt, was mache ich bei dem Projekt? Ich habe das Projekt dann ziemlich schnell übernommen, so nach einem halben Jahr, wo ich dabei war. Und wir fahren an Schulen in ganz Deutschland. Vor einem Monat waren wir sogar in Italien, also ich würde mal sagen ganz Europa mittlerweile. Und wir wollen mit diesem Kunststoff Recycling Mobil den Kindern erlebendes Lernen nahebringen. Also mein Herzenswunsch ist dabei, dass die Kinder Kreisläufe verstehen. Die Welt funktioniert in Kreisläufen. Ich sage den Kindern immer, alles ist ein Kreislauf. Und da wo du denkst, das hat ein Ende, da sind wir wieder bei dieser linearen Entwicklung. Das funktioniert nicht, weil das hat immer eine Rückwirkung. Also es ist immer... passiert irgendwas, wie mit dem Plastik. Werfe ich das ins Meer, entsteht Mikroplastik und irgendwann werden meine Enkel oder noch weiter zurück, noch weiter vor, die werden das trinken. Die werden das in ihrem Wasser haben. Also ich werfe das Plastik in die Kinder der Zukunft hinein. Ja, das ist mir Urfreude: Mmh. Benjamin Palmowski: vielleicht nicht bewusst, aber dass die Kinder verstehen, okay, die Welt funktioniert in Kreisläufen und das nehme ich immer an der Natur. Ich sage, wer ist der beste Lehrmeister? Wie funktioniert Lernen? Erstmal muss ich jemanden haben, eine Beziehungsebene, ich muss den mögen. Jeder weiß das, ein Lehrer, den ich nicht leiden kann, der kann noch so schlau sein, das geht hier rein, das geht da raus, das bringt gar nichts. dann muss er viel Spaß vermitteln, also ich muss ein bisschen mit denen lachen können. So, also das Gehirn merkt sich ja alles, was spaßig und dämlich ist. Deswegen sind ja Computerspiele und TikTok auch so wahnsinnig erfolgreich, weil die genau das bedienen. Ja, Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: und ähm... Dann bräuchte ich halt dazu noch irgendwie Aufmerksamkeit und so ein paar Grundbedingungen, die man dann in der Örtlichkeit schaffen kann. Und dann lernt das Gehirn richtig, richtig schnell. Und dann die Frage ist immer den Kindern so, ja, wer lernt denn von euch gerne? Und erste bis vierte Klasse melden sich 80 Prozent und ab der fünften Klasse noch einer. Urfreude: Ach krass, ach krass. Benjamin Palmowski: Ach krass, ja. Und da habe ich so gedacht, wenn sich dann nur noch einer meldet, da sage ich zu allen, was ist für euch Lernen? Ja, Lernen mache ich nur in der Schule. ich so, Lernen tut ihr am wenigsten in der Schule und am meisten im Leben. So, weil in der Schule, da tut ihr vielleicht auswendig Lernen. Ich würde aber Lernen davon abkoppeln, weil Lernen ist, eine Kompetenz zu erwerben. Dass ich eine Fähigkeit habe, die ich auf jeden Bereich in meinem Leben anwenden kann, wie zum Beispiel Vorträge zu halten. Ein Vortrag zu halten in Physik ist nach meiner Meinung nicht dafür da, physikalisches Wissen sich anzueignen, sondern zu lernen, zu referieren. Weil wenn ich referieren kann, dann kann ich das immer in meinem Leben benutzen und das wird auch immer wichtig sein. Und deswegen, da merkst du den Kindern, da geht's auf, wenn ich denen sag, okay, wenn ich dein Lehrer bin und wir sind jetzt, wir machen jetzt Vorträge. dann darfst du dir dein Vortragsthema aussuchen. Du darfst das über Pokémon führen, über Minecraft, über Fußball, über dies, über das. Und dann siehst du, die Augen gehen auf, echt jetzt? Und ich so, ja, echt jetzt. Und dann sehen die einen Sinn dahinter. Weil da wird eine Fähigkeit erlernt und ich darf irgendwie meine Begeisterung leben und gleichzeitig mir was aneignen, was mir später für mein Leben wirklich einen Benefit hat, also wirklich einen Vorteil bringt. Irgendeine Kurve zu diskutieren in Mathe und ich liebe Mathematik, aber ganz ehrlich, welcher Mensch braucht eine Kurvendiskussion? Ich habe noch niemanden gesehen auf der Straße, gesagt hat, da wollen wir mal eine Kurve diskutieren oder so. Ne, das gibt es nicht. Urfreude: In dem Falle gibt es nicht bei dem Beispiel, man braucht es dann später auch noch weiter. ja, ist genau das, wie du sagst. Benjamin Palmowski: Das ist dieses Lineare wieder. Ich brauche das, irgendwann das auf dem Zettel durchführen zu können, meine Note zu kriegen, eine Anerkennung zu bekommen. Und die Kinder, also genau erst mal noch das Bild fertig machen. Was machen wir? Wir gehen hin. Ich versuche denen beizubringen, wie geht Lernen? Lernen zu lernen. Und das kann ich glaube ich nur so gut vermitteln, da ich selber gerade lerne. Da ich selber weiß, ich weiß noch nicht so viel darüber und mich wirklich jeden Tag damit beschäftige. und immer wieder sehe, was kann ich noch nicht, und neue Techniken und von neuen Menschen, sei es eine Vera Birkenbüro, sei es ein Ricardo Leppe und Gerhard Hüter. Ich saug das auf, ich finde das einfach geil und ich lerne, ich lerne, ich lerne und dann kann ich das ja mit einer Begeisterung rüberbringen und das merken die Kinder. Und dann, wenn ich dieses Grundgerüst geschaffen habe, weil das ist ja, mit was laufen wir unser ganzes Leben rum? Mit dem Gehirn und umso besser es funktioniert, umso leichter haben wir es im Leben. Also sollte doch mindestens 1-2 Jahre von deinem Leben oder 10, sage ich mal 10 % deine Aufmerksamkeit von deinem ganzen Lebenszeit in das Gehirn gehen. Dass ich weiß, wie dieses Werkzeug funktioniert. Wenn ich jetzt ein Kind sage, baue mir mal ein Haus, hier sind die ganzen Werkstoffe, hier sind die ganzen Werkzeuge, mach mal. So, das wird nicht funktionieren. Aber 90 Urfreude: Ne. Benjamin Palmowski: % oder 95 % der Menschen laufen genauso rum. Was haben die für Ideen? Die wollen Werkzeuge, wollen Materialien, wollen halt irgendwelches Geld, die wollen dies, die wollen das. Aber zu verstehen, wie das Erkören funktioniert, dass mein Leben leichter wird oder meine Lunge oder meine Leber oder mein Körper eben, dieses Werkzeug, mit dem wir rumlaufen, das tut... Wenn ich das verstehe, dann kann ich ja mit einem Bruchteil des Materials ein viel besseres Ergebnis schaffen, wie jemand, der richtig viel Material hat. aber seine Werkzeuge nicht nutzen kann. Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Und deswegen gibt das so für mich Sinn, den Kindern das beizubringen. Und danach gucken wir, wer recycelt denn gut, wer geht gut mit Ressourcen Und das sind alle Lebewesen außer der Mensch. Weil seitdem es einen Menschen gibt, ist der Einzige, der Müll hinterlässt. Der Einzige, der Wertstoffe liegen lässt und sagt, sind Schadstoffe, Abfallstoffe und er muss die irgendwie bekämpfen oder loswerden. Das gibt es in der Natur nicht, Prinzip. Das haben wir uns nur ausgedacht. Diese Betrachtung entsteht ja auch nur in unserem Geiste und ist gar nicht Realität. Und den Kindern das nahezulegen, okay, wie macht die Natur das denn? So mit den Bäumen, okay, und den Pilzen und im Wald. Die funktionieren alle zusammen. Da sage ich immer, hast du schon mal einen Fuchs gesehen, der einen Baum anschreit, ey, du musst mir noch da und da helfen oder du hast das nicht pünktlich abgegeben? Nee, gibt es nicht. Das machen nur wieder Menschen. Das ist auch okay, dass wir das machen. sind noch, wir sind, wir entwickeln uns noch. Ja, aber wir können immer wieder dahingucken, wer macht das hier schon sehr lange? Wen gibt es hier sehr lange? Was haben die für Techniken? Und wir können versuchen, das zu kapieren, es dann zu kopieren für uns. Und wenn du den Kindern das beibringst, grobe Sachen übers Gehirn zu zeigen, wie Kreisläufe, funktionieren. existieren und wie die sind, dann mehr brauchst du nicht machen. Den Rest lasst das Kind in Ruhe, fragt das Kind einfach noch mal nach einem Thema und das wird dir die Antworten bringen. Das wird sagen, ach, Benjamin, wenn der Pilz so schnell wächst unter der Erde, das Myzel, wieso macht man nicht aus dem Myzel Kleidung? Und ich guck das Kind an und sag mir, das ist eine geniale Idee, bitte mach's, weil ich hab keine Ahnung. Urfreude: He he. Benjamin Palmowski: So, weißt du wie? Diese Ideen sind in den Kindern noch so viel da, weil die sind ehrlich. Warum sagt das denn ein Erwachsener nicht? Weil ein Erwachsener denkt drüber nach, weiß, okay, ich habe keine Lösung, wie ich aus Myzelkleidung mache, also spreche ich es gar nicht an. Weil es könnte ja sein, die Urfreude: Hm. Benjamin Palmowski: sagen alle, ich bin bekloppt. Weil ich darf ja nur was sagen, wenn ich auch weiß, wie es geht. Und das ist, ich, ein Riesenhindernis, weil in der Natur ist das ja auch so, dass der Baum Wenn der was probiert, dann weiß der vorher, glaube ich, nicht immer, ob das klappt. Aber er probiert es und ist mit allen anderen Bäumen über die Pilze verbunden und die tauschen sich aus. Also die benutzen dieses Kunstdruck, diese Säulen ganz stark. Die sind immer ehrlich, die kommunizieren immer mit allen drum und dran. Also mit den Tieren, mit den Pilzen, mit den anderen Bäumen. Und tun eben... darauf achten, was das mit ihnen macht. Was passiert denn dadurch? Achten nicht nur auf sich, sondern okay, wenn ich das und das mache und mir geht es dadurch gut, aber allen anderen drum herum schlecht, dann entscheidet er für sich, okay, das ist nicht sinnvoll. Urfreude: Ja, beende deinen Satz ruhig gerne. Benjamin Palmowski: Und ich glaube, das fehlt uns ein bisschen in unserer Gesellschaft. Wir gucken immer nur, was hat das für mich für eine Auswirkung und nicht im Ganzen. Ja, und ich merke eben, wenn ich jetzt ein Wissen mir aneigne und ich denke selber, ich habe das gut verstanden und ich bin vor den Kindern und erzähle das, dann ist das meistens nicht so effektiv, wie wenn ich denen was erzähle, was sie selber gerade lernen und noch nicht perfekt kann. Weil das kann das Kind. mir helfen, mir Eindrücke geben und ich kann sagen, coole Idee, ich denke mal drüber nach. Also er kann sich beteiligen. Das ist nicht, dass ich mit einer fertigen Idee, wo es kein Schlupfloch mehr gibt, keine Verbesserungen oder so, damit, wenn ich mit so was auf ein Kind zugehe, dann denkt das sich halt im Inneren, warum erzählst mir das, wenn du schon alles weißt. Aber wenn da jemand ist, der offen was erlebt und offen mit mir lernen will, dann weiß ich, ich bin aufgefordert, mich einzubringen. So, und das haben wir in unserer Gesellschaft vergessen. dem, was bringt mir das, 3000 Dollar zu verdienen oder Euro halt? Ja, weil ich mir das und das kaufen will. Ja, aber am Ende ist es doch viel sinnvoller, wenn ich überlege, was hat das für einen Impact auf meine Gesellschaft? Zum Beispiel wird es einen viel größeren Impact haben, wenn ich einkaufen gehe und ich erzähle den Menschen, das ist gesund, das habe ich getestet, das hat das mit mir gemacht oder ... Einfach mal zu lächeln. Also so einfache Sachen eben. Weil das hat ja viel größeren Wirkung auf mein Umfeld als wie wenn ich 3000 Euro verdiene. Das sehen die doch gar nicht, wenn ich da lang laufe, ob ich 100 Euro verdiene oder 3000. Das hat für die keine Wirkung. Und deswegen Urfreude: Ja. Benjamin Palmowski: kann man ja immer überlegen, was hat eine Wirkung auf mein Umfeld? Was bringt unserer Gemeinschaft was? Und das dann immer mehr versuchen zu leben. Urfreude: Ja, das kann ich wirklich nur so unterschreiben. Was mir so hängen geblieben ist, ist zum einen dieses First Principle Thinking, dass du sagst, was liegt denn da drunter? Warum will ich denn 3000 Euro im Monat haben? Oder Summe X, das ist vollkommen egal, kann auch 10.000, 15.000, eine Million im Monat, das ist komplett wurscht. Aber was ist das darunterliegende? Ich möchte entweder mir etwas kaufen, also etwas haben oder etwas machen, also mir ein Gefühl holen oder einen Status, ich mir, was weiß ich, ein Auto oder sonst was in Richtung kaufe. Ich Sicherheit fühlen und so was. Sich das bewusst zu machen, ist ein Riesenpunkt. Und dann sich selber auch nicht so ernst zu nehmen, höre ich da auch ganz viel raus, weil was mir voll auch eingeschlagen hat, war dieses aus der Perspektive eines Kinds, wenn du Wenn du dem Kind beibringen möchtest, was du weißt. Man meint es ja nur gut. möchte es ja nur vermitteln und sagen, ja, hier guck, und das ist so und so. Und dann versucht man das so gut wie möglich zu erklären. Und ja, und das Kind, ja, das leuchtet ein, dass es sagt, ja, interessiert mich aber nicht, weil du weißt es ja schon, du bist ja hier, also haben wir das Wissen ja, also brauche ich das ja nicht, weil es ist ja vorhanden. Und das, das, das aus der Sicht eines Erwachsenen leucht es nicht ein, aber aus der Sicht eines Kindes, das war wirklich eine neue Perspektive. Ich dachte, ja stimmt, klar. Und umso mehr, Menschen wollen ja auch nicht gesagt bekommen, wie sie sich verändern sollen. Sie möchten sich verändern. Grundsätzlich ist jeder Mensch für Veränderung. Aber sie möchten es nicht diktiert bekommen, wie sie sich zu ändern haben, was sie zu machen haben, wie sie sich zu fühlen haben und so was in Richtung. Und da finde ich es halt sauer interessant, wie du diesen wie du dein Wissen und deine Erfahrung aus dem Recyclingmobil Projekt und aus der Erfahrung mit den Kindern und wie die anfangen quasi dann zu sagen, ja geil, ich möchte was lernen, weil du ihnen beibringst, es ein Vortrag zu machen im Endeffekt der Skill ist und es nicht darum geht, einen Vortrag über drei Felderwirtschaft zu machen, sondern im Endeffekt nur sich präsentieren zu können, sich da sicher zu fühlen. Und dann hast du auch ganz viel das angesprochen, diese wie wir heutzutage alle irgendwie am suchen sind. Und da würde es mich interessieren, ob du eine Idee hast, wie du diese zwei Welten zusammenbringen kannst. den Kindern und dann auch den Erwachsenen, zuhören, diese neuen Methodiken beizubringen oder beizubringen, wie sie sich selbst eine Methode vermitteln können, wie sie wahrnehmen können, was ihnen gut tut. Das sind gerade noch so die zwei Welten, die ich super interessant finde bei dir, dass du halt sehr, sehr viel lernst, wie du schon sagst, dass du dir sehr viele von den philosophischen und spirituellen reinziehst, weil du dann unheimlichen Wissensdurst hast, und da erkenne mich auch sehr stark wieder, und zum anderen aber auch eine absolute Fähigkeit als ein Lehrer hast, weil du aufgrund von deinem eigenen Lebensansatz, dass es bisschen verrückt und bisschen freudig sein muss, auch ein ganz anderer Herangehensweise, einen ganz anderen Kommunikationskanal mit Kindern hast. Und deswegen hast du da irgendwie eine... Kommt da irgendwas bei dir? Ich sage, ich verlange jetzt keine Lösung. Das hat man ja schon, das Thema. Benjamin Palmowski: Ja ja, ja ja. Urfreude: Aber ich finde den Ansatz voll interessant. Weil ich frage halt deswegen, weil das meiner Meinung nach genau das ist, was Kinder brauchen. Das ist genau das, was ich mir gewünscht hätte. Ich kann mir immer so vor, wie jeder sagt, was ich zu tun habe, keiner sagt mir, wie ich es machen soll. Sondern jeder erwartet nur ein Ergebnis von mir. Und das von meinen Eltern, von der Schule oder sonst was in die Richtung. Und mich hätte das als Kind extrem abgeholt zu sagen, pass auf, bist hier zum Spaß haben und zum Lernen und du musst hier noch gar nichts können, musst hier nichts, klar, du hast deine Schule und kümmere dich darum und lern das mal, das ist alles gut, aber lebe und funktioniere nicht einfach nur. Benjamin Palmowski: Ich würde mal so sagen, wir Erwachsenen nach meiner Ansicht sind alle stark traumatisiert. Obwohl, ja, das Wort ist vielleicht nicht das Richtige, was ich nach Jahren mitbekommen habe, weil das löst vielen den Menschen aus. Ich sehe das immer nicht so ernst. Urfreude: Das so ein Opferbewusstsein. Wenn dich etwas traumatisiert hat, dann bist du ja quasi betroffen. Dann bist du ja das Opfer davon. Benjamin Palmowski: Genau, Also ich würde es mal so beschreiben, wir haben ganz viel gelernt von den Erwachsenen. Und die haben ja auch immer nur das Gutmachen wollen, wollten es uns perfekt beschreiben. Lückenlos. Und wenn das Kind dann einen Fehler macht, haben sie gedacht, das liegt an meiner Beschreibung. Also der Mensch sucht immer den Fehler bei sich selbst. Und Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: hat man ja schon ganz am Anfang mit diesem, ich beschreib dir, wie es mir geht, wenn du was sagst. Dann will ich eine Lösung. Der Mensch hat nicht gelernt, dass die Erfahrung an sich die Lösung ist. Und ich glaube, dass das Kinder noch haben. Deswegen glaube ich nicht, dass du dem Kind was geben musst. Du musst eher zusehen, dass die Umgebung des Kindes, dass es sich entfalten kann, dass es eben zum Beispiel einen Werkenraum hat. Dass es zum Beispiel Bücher hat, wo es reingucken kann. Aber nicht, dass du Urfreude: ...iih... Benjamin Palmowski: dem Kind sagst, Mach jetzt mal das mit dem Raum. Mach jetzt mal das mit dem Raum. sondern die Kinder, sind, guck dir ein kleines Kind an. Ein kleines Kind steht ganz oft auf und will laufen. Du sagst nie den, welchen Kind musst du sagen, du musst jetzt laufen lernen. Ja, das brauchst du nicht, weil das Kind, und das ist sehr anstrengend, das ist eine sehr komplexe Aufgabe, die es da lernt, oder sprechen. Jedes Kind Urfreude: Hm? Benjamin Palmowski: will sprechen lernen. Jedes Kind will das lernen, was die Menschen ihn rum, die ihn umsorgen, die es mag, die Fürsorgeperson, was die tun. Deswegen ist es, glaube ich, viel wichtiger, dass wir gucken, was können wir vorleben? Leben wir die Angst vor, leben wir diese strikte lineare Ausdehnung vor oder leben wir Freude vor und Neugier und diese Leichtigkeit? Und da können wir uns mit den Kindern bedingen. Wir können den Kind mal zugucken, wenn es hinfällt und dann einfach nur heult und nach zehn Sekunden ist wieder gut. Oder wenn es sich kaputtlacht wegen irgendwas und sich im Kreis dreht und nach einer Stunde immer noch sagt Mama, Mama, guck mal, ich kann mich im Kreis drehen. Das ist ja so schön. So, dann mach doch einfach mal mit. So, dein Kopf sagt zwar nach fünf Minuten, jetzt hab ich's verstanden, ich hab's durchstrungelt. Aber mach doch einfach mal mit mit dem Kind. So, probier doch mal diese Freude in dieser Art zu empfalten. im Grunde, kann ich, das ist jetzt für das Kind gesprochen, Bei dem Erwachsenen ist es vielleicht eine andere Sache, weil der Erwachsene hat da schon was, die meisten haben da schon ... wie sagt man da, Dogma, also Dogmen in sich, wie das Leben funktioniert. Und da ist mein höchster Rat, ich geben kann, werft es weg. So, und immer wieder, wenn du nach dem Zeug leben willst, dann sag dir, okay, das war meine alte Lösung, die hab ich mit dem Gehirn getroffen, was ich nicht kenne, was ich maximal zu fünf Prozent benutze, mit einem Körper, den ich nicht kenne, mit einem Main, der total reizüberflutet ist. Mit diesen Grundeigenschaften, wenn ich jetzt eine Firma habe oder eine Maschine, mit diesem Treibstoff habe ich die Maschine gefüllt und am Ende kam die Lösung und das Verhalten dabei raus. Dann ist uns auch allen klar, das kann nichts Gutes sein. Das kann eine Brücke werden, also eine Brücke, irgendwo hinzukommen. Aber das sollte nicht unser endgültiges Ziel sein. Deswegen ist das, was mich antreibt, immer mehr den Körper, diese Werkzeuge, die wir im Leben haben, zu verstehen. Dafür brauche ich eben die Ehrlichkeit, die klare Sicht, ich sehe, wie funktioniert die Maschine. Wenn ich nur fünf Teile von 1.000 wahrnehme, wie die Maschine ineinandergreift, dann kann ich die Maschine nie verstehen. Ich brauche die Ehrlichkeit. Und irgendwann, wenn ich die Maschine immer mehr kennenlerne, dann fallen mir von alleine die Ideen ein. Das ist ja das. Das kommt von ganz alleine. Und das geht auch, wenn ich mir andere Systeme anschaue. Wenn ich mir angucke, wie ein Baum funktioniert. Der ist sehr komplex. Wie der redet mit der Umwelt und was da für Stoffe ausgeschüttet werden. Und wenn ich da drüber lerne, werde ich automatisch mit meinem Körper besser umgehen. Das ist einfach so ein Resonanzprinzip. Ich mache da was und dafür wirkt das nach außen wie nach innen. Und deswegen dürfen wir uns dessen bewusst sein, dass immer wenn wir ein wirkliches Interesse an einem Menschen haben und ihn kennenlernen wollen, dann lernen wir uns auch selber kennen. Deswegen ist die Kommunikation nach meiner Ansicht so wichtig. Und das können wir zum Beispiel viel mit Kindern machen, weil Kinder sind so ehrlich, mit denen kannst du alles sagen. Ich hatte letztens ein Kind, Ist jetzt ein halbes Jahr her oder so. Da kam der zu mir und hat gesagt, weißt du was, ich mag dich nicht. Und da habe ich gesagt, vielen Dank und habe übelst gegrinsen. Und die Lehrerin guckt mich an, was ist denn mit dir los? Und ich so, siehst du diese Ehrlichkeit? Der kommt zu mir und ist ehrlich. Das macht mich gerade so glücklich, weil ich bin eine Autorität für ihn und er ist noch frei. Diese Freiheit, die feiere ich. So, da denke ich mir, geil, die Freiheit. Und vielleicht ist es ja auch nicht die Freiheit, die ich auch lebe. die der mir gespiegelt hat irgendwo. Also das wäre jetzt wieder ein Denken oder so. Aber wir können ja diese Fähigkeit, die dieser Mensch vor uns gerade lebt, anerkennen und für ihn freuen, dass er noch so frei ist, dass er die Wahrheit sagen darf und kann, ohne sich schlecht zu fühlen. Und in dem Moment, wo ich das annehme, kann nichts auch besser wieder leben Stück für Stück. Ja, also ich sag mal so, du willst ein Sportler sein, du willst jetzt einen Sixpack haben. Dann beschäftige dich vielleicht mit Menschen, einen Sixpack haben oder red mal mit denen. Ich sage nicht, mach sinnlos denen ihre Übungen nach, sondern geh zu denen, frag denen, wie geht es dir so im Alltag? Wie kommst du mit deiner Familie? Klar. Also gar nicht in dem Bereich Sport so viel mit dem Reden, sondern erfahre den Menschen. Und dann würden die Menschen nämlich viel schneller merken. Ich sage nur Thema Geld. Ich habe das gemacht, mit Menschen geredet, die viel Geld haben und dann habe ich gemerkt, die sind alle unglücklich. Also nicht alle, aber sehr viele. Und dann habe ich gemerkt, okay, will ich dann überhaupt Geld, wenn die meisten Menschen, die Geld haben, unglücklich sind, ist dann Geld überhaupt mein höchstes Ziel? Weil es ja sehr wahrscheinlich, dass es mir dann so geht wie ihm. Urfreude: Ja, da muss ich bisschen einhaken, weil es ist, ich glaube, einfach ein Verstärker. Und gerade Benjamin Palmowski: Ich sag... Urfreude: bekannte oder berühmte Personen oder oder auch Unternehmer und so, das ist oftmals ein Streben nach Anerkennung. Also so ist meine Perspektive, hab da natürlich auch kein Ding, aber das ist so bisschen das Streben nach Anerkennung in meiner Dinge. Das ist so ein bisschen das Gefühl von Kleinsein. Und somit holt man sich halt die Anerkennung über mehr Geld. über mehr Status, den und den Job, und das, den und den Gegenstand. Und das kann ich aus eigenem Beispiel machen. Ich ich habe dann angefangen mit Studieren und all sowas in der Richtung, weil ich wollte immer einen C63 AMG von Mercedes haben. Ich habe gesagt, ich muss einen V8 haben in einem Mercedes und dann, dann kann ich glücklich sein. Also bin ich studieren gegangen und lalalala. Und das war wirklich mein Ziel, das hat mich da durchgezogen. Ganz ganz viele Erfahrungen gemacht, ganz tolle Erfahrungen gemacht, mir ganz ganz viel Wissen reingeballert, was gar nicht für mich bestimmt war, einfach nur aus der Motivation heraus, möchte so einen Mercedes haben. Und dann irgendwann war ich da mit allem durch und habe mir dann, tatsächlich nicht mal aufgrund von dessen, aber ich konnte mir dann einen gebrauchten V8 Mercedes kaufen. Und das Auto war toll. Es war alles schön, aber ich habe gemerkt so, ich bin nicht glücklich. So wie geht das denn? Und das war halt dieses Ding. Ich dachte doch, wenn ich den habe, dann ist alles gut. Und und ich glaube, dass in einer großen Skala ist es auch mit dem Geld. Also ich würde nicht per se sagen, wenn du viel Geld hast, dann wirst du auch unglücklich. würde sagen, wenn du ein unglücklicher Mensch bist, dann bist du mit oder ohne Geld unglücklich und oftmals haben Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex oder mit. Unsicherheitsgefühl oder so den großen Drang viel zu erreichen viel Geld anzuhäufen was ihnen dann gelingt aus so ein bisschen Angst getrieben sein und dann haben sie aber immer noch ihre Ängste und viel Geld und ich glaube das ist das was man dann oft wahrnehmen kann dass ihr Mangel immer noch vorhanden ist also ich kenne Leute die sind Multimillionäre und haben immer noch einen Mangel denken weil die in der Kindheit sehr arm aufgewachsen sind und die werden auch Benjamin Palmowski: Hm. Urfreude: nie genug haben. Die können noch Milliardäre werden. Aber das Mangeldenken ist da, solange sie sich nicht mit dem Mangeldenken auseinandersetzen. Wenn du dich mit dem Mangeldenken auseinandersetzt und immer noch viel Geld hast, ja cool. Aber ich glaube nicht, dass Geld der Grund ist dafür, dass die unglücklich sind. Benjamin Palmowski: Nein, der Grund ist es nicht, aber es ist immer dieses Umzu. Mache ich das Geld, mich anders zu fühlen? Oder bin ich einfach Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: reich, weil ich das mache, was ich will? Also kommt das Reichsein einfach dadurch, dass ich mich lebe. So, dann ist das wieder was anderes. Es ist nur halt, ich habe mich sehr viel mit Studien auch in der Thematik beschäftigt, mit Freude und Glück. Was ist Freude und Glück? Und da steht es halt wirklich fest so. 95 Prozent der richtig reichen Menschen sind unglücklich. Und wenn ich das halt bei Armen sehe, nicht 95 Prozent aller Menschen unglücklich. Das stimmt nicht. Es ist schon abzusehen, die Tendenz, dass die Menschen, mehr haben, eher unglücklich sind. Das liegt vielleicht daran, dass das meistens Leute sind, die das eben durch das Geld ja was wollen. Also die wollen ja das Geld nicht. Urfreude: Ne Benjamin Palmowski: Die haben das ja nicht bekommen. weil sie es nicht geplant haben, sondern die planen das ja sehr stark. Und ich glaube, das Urfreude: aus dem Mangel heraus. Benjamin Palmowski: ist keine gute Idee, dieses Planen, viel Geld zu haben. Allgemein planen, ein Mensch zu sein, der richtig krass sportlich ist oder so. Es geht eher, glaube ich, zu wahrzunehmen und eben diese Ehrlichkeit und diese Neugier. würde ich mal sagen, mich da drauf auszurichten, weil die ist immer anders. Das ist ein... Also ich lege mein Ziel auf etwas, was sich dauerhaft ändert. Und somit bin ich nie fertig. So, das ist Urfreude: Hm? Benjamin Palmowski: so ein kleiner Trick, ja. Gerald Hüther hat das auch so schön beschrieben. Ich weiß nicht mehr, Wort verwirrt. Aber versuche ein Liebenderr und Wertschätzenderr Mensch zu sein. Mach das zu deinem Lebensziel und du bist nie fertig. So, kannst du immer Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: weitermachen, ja? Weil du wirst immer wieder deinen Horizont erweitern. Aber wie du sagst, ich will ein Auto, will einen Abschluss, ich will das. Irgendwann wirst du da sein. Und dann ist dein Antrieb weg. So, also dein Antrieb, der sollte auf was ausgerichtet sein, was nicht erreichbar ist. Ja, irgendwas, Urfreude: Ja, Benjamin Palmowski: was in der Veränderung konstant ist. Und da ist ja die Natur das beste Beispiel. Weil die Natur der Baum sieht nächstes Jahr wieder bisschen anders aus wie dieses Jahr. Und der Baum hat auch nicht das Ziel, wenn ich so bin, dann gehe ich. Sondern der lebt einfach. Der guckt, der kommuniziert mit seinem Umfeld. Und wenn das Umfeld sagt, wir brauchen dich mehr, hier passt es nicht mehr, dann geht der. So, dann trifft er die Entscheidung. Das ist eine ganz andere Art der Zielsetzung, sage ich mal. Und was ich noch anstoßen wollte, was ich mit vielen Menschen habe, Was ich nie so verstanden habe, dass das so bedeutend ist, weil viele Menschen sagen mir, wenn ich denen das erkläre, das hilft denen extrem, ist der Kontrolleur. Ich sage immer der Kontrolleur. Ich habe einen Kumpel, der will sehr viel Geld verdienen. So, und dann habe ich gesagt, ja, was ist denn, wenn du viel Geld verdient hast? Der macht jetzt zum Beispiel, tradet der gerade. Ich denke mir, das schon okay, wenn ich über ihn rede. sage mal nicht den Namen. Er tradet gerade relativ viel. Und wenn er halt einen guten Trade hatte, So, dann geht er mit mir spazieren. Dann ruft er mich an und wir gehen spazieren. Und dann frag ich ihn immer, immer wenn das Telefon schon klingelt und ich seh den Namen, dann denk ich mir so, guter Trade. Weil ich ganz genau weiß, der Kontrolleur OEM, der hat eine Aufgabe gegeben, die Worte erfüllt, jetzt darf er frei sein. So, und wenn er frei ist, dann geht er halt gern mit mir spazieren. So, und dieser Kontrolleur, Urfreude: Hmm... Benjamin Palmowski: den sollten wir nicht wegmachen, den sollten wir nicht bekämpfen. den sollten wir nicht befürworten, den sollten wir nur Ehrlichkeit beibringen. Also irgendwie verstehen, ich bin irgendwo und was, was, was brauche ich jetzt? Ich brauche dieses viele Geld. Bei dir war es das Auto. Dein Kontrolleur hat gesagt, Spaß willst du, das gebe ich dir erst raus, wenn du das Auto hast. Und dann hatst du das Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: Auto. Aber weil du ja die ganzen Jahre dahin diese wahre Urfreude irgendwie nicht hattest in dir, dann weißt du auch nicht, wie es geht. Dann kann der Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: dir die Erlaubnis geben, aber du denkst dir so, das ist wie ein Kind, wo du sagst, na jetzt, nach 30 Jahren irgendwie still sitzen auf dem Poppis und sich nie amüsieren, jetzt darfst du im Freizeitpaar. Der steht in dem Freizeitpaar und denkt, wie geht denn das? So, der hat gar keine Ahnung, wie das geht. Und deswegen ist es, Urfreude: 100 % Benjamin Palmowski: glaub ich, wertvoll, zu verstehen, haben alle hier oben so ein Kontrolleur, alle. Auch der Erleuchtete, bloß der sieht den Kontrolleur als jemand anderen und kann anders mit ihnen reden, er gibt ihnen nicht so eine große Wertschätzung, beziehungsweise die alleinige Kontrolle über sein Leben. Sondern, okay, ich will heute, was will ich heute machen? Ich will heute jemanden eine Rose schenken. Dann gehe ich in den Laden, ich kaufe eine Rose und spätestens wenn ich die Rose in der Hand habe und irgendwo langlauft, krieg ich nicht hin, die große jemand zu schenken. Weil der Kontrolleur sagt, der kennt mich doch gar nicht. Oder dies oder das. Irgendwas sagt der so, warum das nicht geht. Und ich habe rausgefunden, oder für mich, sag ich mal, ich tu dann immer mal wieder probieren, doch das mir zu erlauben, auch wenn der Kontrolleur mir das nicht erlaubt. Und tu merken, wie immer mehr der Kontrolleur ja auch merkt, das ist eine innere Instanz in mir. Und der ist ja nur meine Mama. Das ist im Endeffekt meine Mama, mein Papa, was mir alles genau sagt, wie das Leben funktioniert, dass ich den besten Benefit habe. Das haben wir alle gelernt, ganz früh schon in der Kindheit von unseren Eltern, von Lehrern. Aber dass das kein... Also so funktioniert Leben nicht. Das hinterfragen wir halt nie. Und deswegen haben wir uns, glaube ich, so ein Ding, Mechanismus in unserem Geist gebaut, der lebensfeindlich, würde ich nicht sagen, aber der... der sehr begrenzt ist, der wieder sehr dieses lineare Ausdehnung hat und nicht dieses freudige, okay, ich erlaube es mir. das ist spannend. Mein Freund habe ich das erzählt und der kam dann zu mir und der hat gesagt, ja, eigentlich sind 90 Prozent meiner Handlungen sind einfach nur Sachen, dass ich mir was erlaube. Also ich mache das, dass ich das darf. Ich spiele Computer. dass ich glücklich sein kann. So, ich spiel das, ich mach das, das zu bekommen. Und nur alleine dieses Wahrnehmen, dass ich einen inneren Kontrolleur hab, und selbst wenn ich am Anfang nicht schaff, dagegen vorzugehen, nur wahrzunehmen, der ist da, und jetzt hab ich mich in meinem Studio drei Jahre auf den Pops gesetzt, nur am Ende diesen Schein zu kriegen, dass der Kontrolleur im Kopf sagt, okay, jetzt hast du einen Bachelorabschluss, jetzt darfst du dich selbstständig machen, jetzt darfst du... erfolgreich sein. Dieses Wahrnehmen alleine, das ändert fundamental viel. sagt mir jeder, den ich das sage. Die kommen irgendwann nach einer Woche und sagen, du, der ist ja immer am labern. Du, das ist ja immer so. Und ich habe meine Mama gefragt und bei der ist auch so. Und dann sage ich, ja, das ist sogar bei dem Millionär so. Das ist auch bei den richtig erfolgreichen Menschen so. Es gibt halt Menschen, die haben den. und können anders mit denen kommunizieren, stehen nicht in der Reharagie unter ihm, sondern sind bestenfalls ebenwürdig und tun sich gegenseitig ergänzen, weil dann fängt es auch an, dass ich meinem inneren Kontrolleur sagen kann, du kontrollierst jetzt seit 30 Jahren, du darfst jetzt mal eine Woche Pause haben. Da kommt so im ersten Moment... Und dann nach einer Stunde geht, ja, aber ich muss ja aufpassen. mit diesen inneren Menschen oder mit dieser inneren Persönlichkeit mal zu spielen. Und zu sagen, komm, wir wollen doch eigentlich das Gleiche und wir können doch mal die Aufgaben fair verteilen. Mal gibst du mir Hilfe, mal gebe ich dir Hilfe. Und dann fange ich an, Geist, das ist das, wo wir wieder am Anfang, was treibt mich zurzeit im Leben an, diese Gesetzmäßigkeiten des Geistes zu verstehen und mit denen spielerisch zu lernen, wie die funktionieren. Das geht nur durch ausprobieren. Indem ich mal sag, okay, ich helf dem Kontrolleur jetzt mal ein bisschen. Oder ich mach jetzt mal nicht das, was der sagt. Oder ich, was ich gesagt hab, ich geb mir einmal am Tag zehn Minuten Zeit und frag meine Mitochontrin, danach frag ich mal den Kontrolleur, was brauchst du eigentlich? Du kontrollierst mich die ganze Zeit, du sagst mir, ich muss das machen diesmal. Was kann ich denn dir geben, dass es dir besser geht? Und alle, ausschließlich alle haben mir Feedback gegeben, dass innen da geht was auf. Da geht was auf und das ist, dann brauch ich nicht mehr viel machen. Weil dann hat er einen inneren Kompass und wir können uns in unserer Begegnung und austauschen, wie war deine, wie war dein Experiment mit dem inneren Kontrollier? Na, ich hab das probiert und dann ist das passiert und ich hab mich so gefühlt und ach ja, ich hab das probiert, bei mir ist das passiert und das passiert. Ja, und dadurch... Das merken wir ja, wenn wir eine Kommunikation haben, auch wo wir im Vorfeld gesprochen haben. Das macht das, danach fühlen wir uns so glücklich. Dann denken wir so irgendwie, für das Gehörn, das sagt, na eigentlich habe ich heute nicht viel erreicht, aber ich bin glücklich. Also da ist immer noch so eine Instanz, sagt, ich habe nicht viel erreicht oder so, aber irgendwann transformiert sich das und ich kann es nur den Leuten sagen, wie es bei mir war. Bei mir war dann dieser Mechanismus entstanden, dass ich eben versuchen will, so viele Experimente im Geiste zu machen, wie es nur geht, eben was zu erfahren. Und das kann nur lustig sein und spaßig, wenn ich auch mal über diese was Verrücktes mache. Wenn ich sage, Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: ich kann das nicht und ich mache es, wie vor Menschen stehen und reden. Habe ich nie gekonnt? Und auf einmal, da war ich hier bei der Hanfparade, das weiß ich noch. Und dann steht da so ein Typ vor mir, und das sind ja echt immer 10.000 Leute, die da zuhören. Und ich stand da mit ganz vorne, hab immer mal einen schlauen Spruch gebracht. Auf einmal guckt er mich an und sagt, ey, du machst immer mal einen coolen Spruch, komm jetzt mal hier vor und red mal vor den Leuten. Und ich so, bist du wahnsinnig? Also hier sind tausende Leute. mein Herz hat angefangen. Und dann hab ich gedacht, okay, übelste Blockade. Mein Kopf sagt, das geht nicht. Das machen wir mal. So, dann bin ich da hochgegangen, hab am Anfang übelst gestottert und wo ich dann in meinem Labern drin war, dann war es wie jetzt, dann laber ich halt einfach. Und du denkst halt so, du redest über ganz plumpe Sachen und irgendwie erreicht es die Menschen. Ja, die wollen Urfreude: Ja. Benjamin Palmowski: nicht die Technik haben, die wollen diesen Erfahrungsweg. Der ist ja so interessant, weil der ist bei jedem Menschen anders. Und da kann ich jeden nur bestärken, versucht eure Erfahrungswege zu teilen. Und selbst wenn ihr zu mir kommt oder zu eurem Freund und sagt, jetzt will ich seit einer Woche mich anders ernähren und am Montag hab ich es nicht geschafft, da hab ich das über mich gedacht. Am Dienstag hab ich es nicht geschafft, da hab ich das über mich gedacht. Und ihr werdet sehen, der Gegenüber wird sagen, ach, sehr cool, das kenn ich auch. Bei mir ist das bei der Sache. Bei mir ist das bei der Sache. ihr, sobald beide, wir sind wieder bei dem Lehrer mit dem Taschenlampe. Ihr habt euch beide beleuchtet und auf einmal fällt euch eine Idee zusammen ein. Wir könnten ja uns gegenseitig koppeln und uns abfragen oder uns einmal die Woche treffen und was gesundes kochen oder so. Wie ist dann die Lösung entstanden? Nicht aus dem kognitiven Nachdenken, sondern einfach nur aus der spielerischen Ehrlichkeit mein Gegenüber zu kommunizieren, was in mir abgeht. Dadurch entstehen Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: so viele freudige Ideen und da Das kann zur Gewohnheit werden. Das kann zur Gewohnheit werden, weil diesen Dialog kannst du auch mit dir selber führen. Und dann hast du was, was du nicht hinkriegst, so ist es bei mir auch, dann schreibe ich mir einen Zettel mit einer 30-Tages-Challenge und dann mache ich immer einen Strich, wenn ich es mal nicht geschafft habe. Dann gucke ich auf diesen Zettel und nach den 30 Tagen, ich nehme mir immer so fünf Sachen vor, sind dann meistens so zehn Striche. Das heißt, ich habe von den fünf Sachen an zehn Tagen ein was nicht geschafft. Der meins sagt am Anfang, zehnmal nicht. Das ist aber nicht gut. Wenn ich es aber hochrechne, fünf Sachen am Tag mal 30 sind 150 mal. Und ich habe zehnmal von 150 nicht geschafft. Das ist eine Eins plus. Oder eine Eins auf jeden Fall. So, also du darfst mega Urfreude: Ja, auf jeden Fall ja. Benjamin Palmowski: stolz auf dich sein. Und wenn du es schaffst, diesen Ernst rauszunehmen, diese Bewertung, dann führst du mit dir innerlich diesen Dialog, wie wenn du das mit einer anderen Person führst. Und dann kommt diese freudige Idee von ganz alleine. Und dann freue ich mich schon, wenn ich was Neues lerne. Wo ist der erste Fehler? Wo ist der erste Fehler? Weil ich weiß, wenn ich den Fehler mache und mit dem ehrlich kommuniziere, wieder diese Spieler-Richtigkeit nach oben. Da kommt irgendwie aus nichts eine geile Idee. Urfreude: Was würdest du denken, wie unsere Welt aussieht, wenn wir das alle uns mehr zu Herzen nehmen? Benjamin Palmowski: Also das wird so sein, so abgefahren, wie das geilste Videospiel, der geilste Film, der lustigste Film, den du jemals gesehen hast, mal zehn. Weil wir haben ein Bewusstsein, was sich das nicht vorstellen kann. Wir sind so weit weg davon gekommen. Aber wir sehen es ja an den Kindern. Die Kinder haben das ja noch. Die stehen jeden Tag auf und die sehen in allem irgendwas Fantastisches. Die sehen den Papa und der Papa, ist perfekt. Und das werden wir dann wieder haben. können uns drauf einstellen und uns ehrlich jetzt sagen, wir können uns nicht vorstellen, weil das wird besser als wir es uns jemals vorstellen können mit unserem jetzigen Verstand. Das wird eine absolute Urfreude: Hmm. Benjamin Palmowski: Spielwiese und das wird einfach Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: nur jeden Tag wird dann in der Zeitung stehen, wenn es sowas überhaupt noch gibt oder Medien wird es noch geben. Immer wieder wird... der hat rausgefunden, man ganz viele Krankheiten hat. Der hat rausgefunden, wie man noch schneller lernt. Der hat neue Gesellschaften gegründet. Wie es ja jetzt schon der Fall ist, bloß den Menschen wird es mehr bewusst sein und es wird dieses Giern nach dieser Aufmerksamkeit, das wird abflachen. So, weil die Aufmerksamkeit, wenn wir uns die selber schenken, dann braucht auch keine Medien mehr kommen mit negativen Informationen, ihre ... ... die Aufmerksamkeit von uns zu bekommen. Urfreude: es ist am Ende da ja ganz genauso mit dem, wo unser Fokus drauf ruht, das wächst. Und ich glaube so ist es halt auch mit den Medien. Dieser ängstliche Neandertaler in uns, der konzentriert sich natürlich eher auf irgendwelche Hiobsbotschaften, auf irgendwelche schlimmen Nachrichten oder sonst was in Richtung, weil das immer wieder die Angst getriggert wird. und da ist das und und da ist das und und da ist das. Und somit werden wir da auch immer weiter drin gehalten. Und es ist ja an uns, uns da rauszunehmen und sagen, ja warte mal, möchte ich denn eigentlich diese Angst immer übermittelt bekommen? Möchte ich denn eigentlich ständig da Schiss haben und so? Und sich dann davon loszulösen. Auf einmal gibt es genau die gleichen Nachrichten auf der Welt, aber man schaut sie zum Beispiel nicht mehr. Oder man schaut sie aus einem anderen Blickwinkel. Und das beschreibt es halt sehr gut, du die Denkweise oder Lebensweise, die du beschreibst, ändert den Fokus auf, dass die Emotionen, man haben möchte, die Gefühle, die man wahrnehmen möchte und lässt das, wie diese Emotionen in unser Leben kommen, völlig offen. Und sagt, ja gut, okay, ich möchte Freude und Sicherheit und Gemeinschaft und Liebe möchte ich leben. Ja gut, habe jetzt keine Ahnung wie. Und dann kommt das so zu einem. Deswegen ist, ich finde es ein hervorragendes, Beispiel dafür, wie wir unser Leben leben können, worauf es im Leben eigentlich ankommt. Und das ist gar nicht so wichtig, dass du sagst, ich muss bei dem Lehrer in Indien und bei dem dann noch da sein und da nochmal und dann muss ich nochmal irgendwie drei Jahre irgendwie im Himalaya leben und sonst was in Richtung. Kann man alles machen, wenn du das so möchtest und das dir dienlich ist, aber es ist nicht ein, ich muss das tun, zu. Wie möchte ich Benjamin Palmowski: Genau. Urfreude: mich fühlen? Wie möchte ich leben? Deswegen. unheimlich inspirierender Input, den du da gibst und eine sehr tolle Perspektive aufs Leben. ich glaube, ganz viele Menschen erkennen sich da wieder und sagen, ja, stimmt, eigentlich haut das hin, was er sagt. Und da muss man nicht sagen, da und da da ist noch der Querverweis, sondern das ist basiert auf deiner Lebenserfahrung. Und die machst du eben in einem rapiden Try and Error Circle. Das ist, denke ich, genau das, was die Menschen brauchen, was die Leute anspricht und was auch authentisch rüberkommt. Benjamin Palmowski: Ich kann auch so sagen vor zehn Jahren, wenn ich mich jetzt vor zehn Jahren sehen würde, ich hätte nie gedacht, dass das so ist, wie es jetzt ist. Ich meine, das sagen immer Urfreude: Ja. Benjamin Palmowski: viele, aber was entscheidend ist, das sagen viele, aber wichtig ist, glaube ich, den Leuten zu sagen, ich habe keine Stelle gehabt, wo ich sage, jetzt ist es passiert. Das waren Urfreude: Hm? Benjamin Palmowski: alles so mega normale Steps, die auch alle im Leben macht. Bloß ihr betrachtet sie anders. Warum wird dann manchmal das Leben von einem hochgepriesen? Das ist nur, weil du dem einen Wert zuschreibst. Und meistens zu der anderen sich halt diesen Wert repräsentieren. wenn ich, ich gehe nachher gleich auf Baustelle, ich helfe einem Kumpel Haus bauen ein bisschen und ich komme da früh auf die Baustelle und ich sage, na Männer, heute geht es wieder richtig rund, heute lernen wir wieder was von dir. Guck mich mal, endlich mal einer mit Elan. So, im Ende machen die das Gleiche wie ich, aber ich habe eine ganz andere Einstellung dazu. Ich sage, das wird fantastisch, das wird mega geil. und schon ist es eine ganz andere Erfahrung. So diese, diese... Ich würde das gerne noch mal mitgeben, diese Information. Ich habe mich sehr viel mit Wörtern beschäftigt, wo die herkommen, was sie eigentlich bedeuten. Und Information, bringt dich in eine Form. Das ist ganz klar, wenn du dir jeden Tag irgendwas reinziehst, wie schlimm die Welt ist, dann wird deine Welt schlimm. Dann wird dein Körper schlimm. Wenn du dir Krieg anguckst, Urfreude: Mhm. Benjamin Palmowski: es kriegt in deinem Körper Information, bringt dich in Form. Ja? Und in welche Form willst du kommen? Mal dir das Bild aus, du willst reich sein. Die meisten wollen wir mal so sagen, die wollen reich sein, das muss nicht Geld sein. Wir wollen erfolgreich sein, wir wollen das machen. wo es uns richtig gut geht und bestenfalls davon leben können. Das sage ich immer den Kindern. Und die meisten Kinder sagen, ich will YouTuber werden. Dann sage ich, dann rede mit Leuten, die richtig erfolgreich sind und YouTuber sind. Dann wirst du oft, nicht immer, aber oft feststellen, das will ich gar nicht. Weil den ihr Leben, die Stellen, wir stellen uns das anders vor, wie es sich für den im Endeffekt anfühlt. Deswegen, wenn du dich mit dem Sport das Ideal hast, einen Traumkörper zu haben, dann beschäftige dich einfach nur, wie leben die Menschen? Also, wie sind die so drauf? Sind die auch familiär? Sind die das, sind die dies? Das sind immer mein Indiz, den ich mitgeben kann. Wenn du einen Menschen hast, wo du sagst, so will ich mal sein, der ist jeden Tag glücklich, der ist jeden Tag fröhlich, dann wirst du von dem alles lernen in kürzester Zeit. Wenn du aber jemanden hast und du denkst, der ist da wo du bist, aber du weißt gar nicht was das für eine Person ist, meinetwegen ich hab den Gerald Hüter oder irgendjemanden und ich hab noch nie mit dem gesprochen, ich hab den noch nie durchdrungen, ich hab den noch nie erfahren. Ich mein das ist ein Mensch der sich sehr offen gibt. Man kann da Möglichkeit zu erfahren wie er wirklich denkt. Aber wenn ich nur so ein Bild hab von so einem Typen und mich nicht mit seinem Innerwelt beschäftige, wirst du nie dahin kommen. Dann fehlt dir die Information. Du hast nur dieses flache, endgültige Bild, aber dir fehlt die Information, wie du dahin kommst. Also die Information, die er in sich trägt. Und das sind ja die Gefühle und sein Alltag. So wie lebt denn so ein erfolgreicher Mensch seinen Alltag? Und da werde ich euch sagen, die meisten Menschen, die stehen sehr früh auf, die lesen Bücher, die machen Sport. Da gibt es schon eine Regelmäßigkeit. Und wenn du nur einen Teil davon in deinem Leben implizierst, wirst du automatisch auch so ein Typ. Also Urfreude: Hm. Ja. Benjamin Palmowski: macht euch nicht in Kopf, dass ich übelst gute Reden machen muss, dass ich dies machen muss, das machen muss, sondern guckt euch an, was die Erfolgrei oder die Menschen, wo du hin willst, was machen die jeden Tag für kleine Steps und versucht die kleinen Steps langsam in dein Leben zu bringen und auf die Art umzubauen, wie es für dich richtig ist. Ich habe so viele Meditationsarten gemacht, so viele Sportarten und jetzt habe ich früh meine ganz eigene Routine. Das hat zehn Jahre gedauert, die da ist und die mache ich mit Leichtigkeit und die kann ich auch mal einen Tag nicht machen, aber ich mache die freiwillig. So und ich habe nie im Kopf, ich mache die jetzt das, sondern ist einfach meine Technik so. Ich darf meine, meine Idee jetzt mal wieder ausleben und da ist immer dabei. Mach's jeden Tag mal ein kleines Stückchen anders, weil anders ist immer besser als gestern. Urfreude: Geiler Satz. Anders ist immer besser als gestern. Benjamin Palmowski: Ja. Urfreude: Stark. Benny, vielen, vielen, Dank für deine Zeit. Vielen, vielen Dank für deine Erfahrung, deinen Input und deine Art und Weise, wie du es rüberbringst. Ich habe schon viel mitgenommen und bin sehr gespannt, was jeder einzelne Zuhörer und Zuhörerin darin erkennt. Vielen herzlichen Dank für deine Zeit. Benjamin Palmowski: Vielen Dank, dass ihr hier seid, Draufdauern. Dank. Danke, dass du das machst. Ich hätte wahrscheinlich keine Lust drauf, aber da macht wieder ein Mensch das. Und dass das mega cool ist. Ohne hättest du mich nicht gefragt, hättest das nie gesagt. Ich bestärke dich da auch weiterzumachen. Ich sehe, dass das sehr, sehr wertvoll ist, was du da tust. Urfreude: Dankeschön. Im Kern geht es genau darum, was ist deine Erfahrung? Ich habe meine Erfahrung, du hast deine Erfahrung. Wenn wir ganz viele Leute zusammensetzen, die auch ihre Erfahrungen sagen, dann kann jeder sagen, Benjamin Palmowski: Ja, yes. Urfreude: ja, okay, da lang. Dass wir einen Raum haben, in dem wir uns alle gegenseitig erkennen. Deswegen vielen Dank für deine Zeit. Benjamin Palmowski: Vielen Dank!