Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2238 Smilla und die aufgeregte Aufregung
Transcript
- Ab ins Bett mit Marco König Folge 2238 – Smilla und die aufgeregte Aufregung Montag, 12. Oktober [Hinweis: Dieses Transkript wurde automatisch aus der Audiodatei erstellt (lokale Spracherkennung, kein manuelles Gegenlesen). Einzelne Formulierungen sind an unklaren Audiostellen sinngemäß geglättet, darunter die wiederholt falsch erkannte Schreibweise des Namens Smilla.] 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Der Ab ins Bett Adventskalender 2026, Pupsi und das goldene Leuchten. Was haben ein Elefant, eine Schnecke und ein Tüftler gemeinsam? Eine Weihnachtsgeschichte, die erst beginnt, wenn die Rüsselspitze des Elefanten leuchtet. Pupsi und das goldene Leuchten ist die Ab ins Bett Weihnachtsgeschichte im Adventskalender. Hinter 24 Türchen stecken 24 Geschichten, jeden Tag ein Stück mehr, bis Heiligabend. Jetzt bestellen auf abinsbett.net, Schrägstrich Kalender. Werbung Ende. 00:42 Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett. 00:49 Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco, und ich begrüße euch heute Abend zu einer neuen Gute-Nacht-Geschichte zum Wochenanfang. Ich hoffe, ihr seid bereit. 01:00 Bevor die 2238. gute Nachtgeschichte kommt, kommt das Recken und das Strecken. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hineinplumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. 01:44 Hier ist die 2238, die gute Nachtgeschichte für Montagabend, den 12. Oktober. Smilla und die aufgeregte Aufregung. 01:59 Smilla ist ein ganz normales Mädchen, es ist ein ganz normaler Tag, es kann sogar heute sein. Smilla sitzt auf einem Stuhl, aber nicht im Kindergarten, auch nicht in der Schule, auch nicht zu Hause. Sie sitzt mit Papa im Wartezimmer beim Kinderarzt. Papa hält ihre Hand, und die Zeit will hier gar nicht vergehen. 02:22 Smilla hört die Uhr ticken, und das schon ewig lange. Der Stuhl nebenan neben Papa quietscht, als sich jemand drauf setzt. An der Wand hängt ein Poster mit bunten Fischen, sie schwimmen in alle Richtungen. Smilla zählt die Fische, verzählt sich und fängt wieder von vorne an. 02:45 Ihre Freundin hat ihr erzählt, dass sie auch beim Arzt war, sie hat einen kleinen Pikser bekommen, immer im Herbst. Smillas Bauch fühlt sich gar nicht gut an, wenn sie daran denkt. Ihre Finger drücken Papas Hand immer fester zusammen, und dann rutscht sie auf dem Stuhl mal links, mal rechts. 03:07 Eine andere Tür geht auf, ein kleiner Junge kommt heraus. Er hat ein Pflaster am Arm und läuft zu seiner Mama, die im Wartezimmer gewartet hat. Smilla beobachtet den Jungen ganz genau, sie will an seinem Gesicht erkennen, wie es war. Aber sie erkennt es nicht. 03:27 Papa fragt, ob sie eins der kleinen Bücher anschauen will, die vorne auf dem Tisch liegen, aber Smilla möchte nicht. Papa schaut sie an. Ich weiß, dass du Angst hast. Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mutig sein bedeutet, es trotzdem noch mal zu versuchen, auch wenn man Angst hat. Und was ist, wenn ich das nicht schaffe?, fragt Smilla. Dann versuchen wir es noch mal gemeinsam, sagt Papa, das musst du gar nicht alleine schaffen. 03:58 Und auf einmal öffnet sich die Tür zum Behandlungszimmer, eine Frau mit einem weißen Kittel ruft Smillas Namen. Papa steht auf, hält Smillas Hand, und gemeinsam gehen sie hinein. 04:11 Im Zimmer riecht es nach Seife. Smilla soll sich auf eine Liege setzen. Auf der Liege liegt ein Papierstreifen, der raschelt, als sie sich draufsetzt. 04:23 Und dann kommt die Ärztin. Sie setzt sich auf einen kleinen Hocker, sodass sie genauso groß ist wie Smilla. Du bist heute hier für die Impfung?, fragt sie Smillas Papa. Ach, ein kleiner Pikser nur, sagt die Ärztin zu Smilla. Weißt du, der macht den Körper stark, dann kann sich der Körper wehren, wenn mal ein Schnupfen oder ein Husten kommt, und man wird dann gar nicht richtig krank. Smilla presst die Lippen zusammen, sie will auch keinen Pikser haben. 04:54 Aber die Ärztin sagt nichts weiter. Sie wartet einfach, ohne zu drängen. Sie lässt sich alle Zeit der Welt, sie spricht mit Papa, sie schaut aus dem Fenster, sie spricht mit Smilla natürlich. Und Smilla schaut sich um. 05:11 Sie sieht im Zimmer ein Regal mit kleinen Figuren aus Holz, da steht ein Elefant, ein Bär, und Smilla denkt nach. Was könnte denn helfen, mutig zu sein? 05:25 Sie nimmt sich alle Zeit der Welt, sie denkt an Papas Hand, die sie gehalten hat. Ich drücke deine Hand, sagt sie zu Papa, und ich schaue aus dem Fenster, und ich fange an zu zählen. Papa nickt. Ja, so machen wir das, sagt er, und er hält Smilla seine Hand hin. Sag mir, wenn du so weit bist. 05:45 Smilla schaut zum Fenster. Sie sieht einen großen Baum stehen, sie fängt an, die Blätter zu zählen. Und dann sagt sie auf einmal, ich bin bereit, streckt ihren Arm aus, und die Ärztin lobt sie. Du machst das großartig. 06:06 Smilla aber schaut zum Baum, zählt eins, zwei, drei. Und als sie gerade bis vier gezählt hat, kommt der kleine Pikser. Und bei fünf ist er schon wieder vorbei. Geschafft, sagt die Ärztin. Du warst wirklich mutig heute. 06:25 Smilla schaut auf ihren Arm. Was? Das war's schon? Die ganze Aufregung vorher war viel, viel schlimmer als der kleine Pikser. 06:35 Die Ärztin holt ein buntes Pflaster aus der Schublade, mit vielen kleinen Sternen drauf, gelb und blau. Sie klebt es genau an die Stelle auf Smillas Arm, wo sie eben gepikst hat. Smilla schaut sich das Pflaster an. Das ist ein Mutpflaster, sagt sie zu Papa. Papa lächelt. Ah, das ist ein guter Name. 07:05 Smilla kann jetzt von der Liege runterrutschen. Und sie fühlt, dass ihr Bauch auf einmal viel ruhiger ist als vorhin. Sie nimmt noch einmal Papas Hand, diesmal nicht, weil sie Angst hat, sondern einfach so. 07:20 Im Wartezimmer sitzt der kleine Junge von vorhin. Smilla winkt ihm zu und zeigt ganz stolz auf ihr Pflaster. Und dann gehen sie gemeinsam zur Tür und nach draußen. 07:28 Am Nachmittag hört Smilla gar nicht mehr auf zu lächeln. Sie denkt an das Poster mit den Fischen, an Papas Hand, daran, dass sie bis vier gezählt hat, und dann hatte sie den Pikser schon überstanden. Alles zusammen hat ihr geholfen, mutig zu sein, und das wird sie nicht mehr vergessen. 07:50 Vor Smillas Fenster rauschen die Blätter im Wind, und Smilla beginnt zu zählen. Eins, zwei, drei. Und bei vier gibt es diesmal keinen Pikser. Bei vier ist sie schon eingeschlafen. 08:14 Smilla weiß genau wie du, jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. 08:27 Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, den Podcast zu folgen und zu bewerten. --- Alle Folgen und mehr: abinsbett.net Den Podcast unterstützen: abinsbett.net/support