Latest / Gin And Talk / Domagoj Dukec über Autos, Design und die Zukunft
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- 0:00Speaker 0: Das war für mich klar, dass BMW... Also wenn man sich so irgendwie was vorgestellt hat.
- 0:04Speaker 0: Vorher wäre man auf den Mond fliegen und er war so irgendwie Chef-Designer bei BMW.
- 0:09Speaker 0: Also innerhalb von sieben Stunden ist von nichts entsteht ein Auto.
- 0:12Speaker 0: Und dann sind so Blächer, die sind manchmal schon natürlich vorgepresst.
- 0:16Speaker 0: Alles kommt zusammen und da kam ein Schlüssel um drin und losfahren.
- 0:19Speaker 0: Es wird lackiert und das ist noch individuell gestaltet!
- 0:22Speaker 0: Die werden ja nicht alles schwarz gemacht sondern jedes Auto wird ein bisschen anders.
- 0:26Speaker 0: Riesen logistischer Aufwand und am Schluss muss es aber funktionieren.
- 0:30Speaker 0: Gerade wenn wir über Taste und wie der Look ist, welche Farben da auch notwendig sind, muss man natürlich auch sehen was passiert denn um uns herum?
- 0:37Speaker 0: Weil jeder Mensch, auch wenn er BMW die Mark grundsätzlich liebt wird ja von sehr vielen Sachen beeinflusst.
- 0:44Speaker 0: Und Auto ist ja – und merkt man gerade in der Pandemie – einfach ein Ort eine Möglichkeit nach Freiheit, nach Selbstbestimmung.
- 0:52Speaker 0: Die Ultimate Freedom Machine Und das wird auch bleiben.
- 0:55Speaker 0: Das sagen auch zu kurz vor, dass wir uns jetzt irgendwie selber in die Tasche
- 0:59Speaker 0: lügen.".
- 1:00Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 1:01Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürt und bevor wir gleich rüber an unseren Bar-Tresen gehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 1:07Speaker 1: Duma Goi Choukets prägt seit vielen Jahren das Straßenbild rund um den Globus.
- 1:12Speaker 1: Er ist Head of Design bei BMW und verantwortet damit seit dem Jahr zwei Tausend neunzehnt das Design der Kernmarke des Münchner Autobauers.
- 1:19Speaker 1: Er selbst bezeichnet sich als emotionalen Rationalisten und wusste schon als Kind, dass er einmal Chef-Designer bei BMW werden möchte.
- 1:26Speaker 1: Bevor es jedoch soweit war, arbeitete er für verschiedene Designstudios und Marken auf der ganzen Welt.
- 1:33Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen wie das Design für ein neues Modell entsteht, wie das Auto der Zukunft aussieht ob wir es noch selbst fahren werden und welche Rolle Nachhaltigkeit bei all dem spielt.
- 1:46Speaker 1: Wenn euch Gin & Talk gefällt, folgt uns bei Spotify, Apple-Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
- 1:51Speaker 1: So verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden!
- 1:55Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:17Speaker 1: Mach es dir gemütlich, leh'n dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:33Speaker 1: Dummergoi Choukets!
- 2:35Speaker 1: Ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können das du zu uns an die Bar gekommen bist.
- 2:40Speaker 1: Wir haben ja den großen Vorteil, wir sind hier in München Das heißt BMW ist gar nicht weit Und ich freu mich sehr, dass Du heute bei uns bist.
- 2:47Speaker 0: Ja also zwar ein bisschen früh für die bar aber In so Pandemiezeiten, da kann man ja nie genug Alkohol bekommen.
- 2:55Speaker 1: Ja das ist tatsächlich ein bisschen so einen Running Gag hier bei uns bei Gin & Talk weil die aller allermeisten Gespräche nehmen wir vormittags auf.
- 3:05Speaker 1: Das heißt es wird liebe Hörer ich muss euch leider enttäuschen es wird ganz selten was getrunken hier außer Wasser und Kaffee aber... Ja, dafür sind vielleicht dann die Gedanken auch klarer als wenn wir es irgendwie spät abends aufnehmen würden.
- 3:20Speaker 0: Genau und wie wir die arbeiten müssen können uns vor der Arbeit drücken?
- 3:26Speaker 1: Ich will heute ein bisschen über dein Leben mit dir sprechen, über Design, über BMW, über Autos... Ich habe gelesen du warst schon als als dreizehnjähriger total begeistert von Autodesign und dir war damals eigentlich schon klar, dass du in dem Bereich irgendwie was machen möchtest.
- 3:42Speaker 1: Wie wie ist diese Begeisterung so früh schon entstanden?
- 3:45Speaker 1: Ja
- 3:45Speaker 0: das steht zwar irgendwo im Lebenslauf, dass ich mit dreizehnt das grünste Auto.
- 3:49Speaker 0: Das klingt jetzt erstmal ein bisschen vielleicht banal.
- 3:52Speaker 0: Das grünster Auto stand dann auch in der Bild wird vom BMW kommen.
- 3:57Speaker 0: Aber das meinen wir wirklich.
- 3:58Speaker 0: also... Wir wollen und wir glauben eben, dass daran... ...und das ist unser Ziel, dass irgendwann so ein Auto völlig zirkulär ist.
- 4:05Speaker 0: Und dass eigentlich nicht nur nicht schädlich ist vielleicht tut sogar noch was Gutes.
- 4:10Speaker 0: Weil es einfach eine Kreislaufwirtschaft ist und das funktioniert.
- 4:14Speaker 0: Das sieht man schon in den Industrien verschiedenen Bereichen In der Modebranche selbst H&M Man sieht eigentlich keine Marke der Welt auch keine Luxusmarken kommt mehr an Nachhaltigkeit vorbei Weil Luxus ist nicht von Nachhaltigkeit mehr zu trennen.
- 4:29Speaker 0: Und dann habe ich halt gedacht, super!
- 4:31Speaker 0: Also ich kann ja eigentlich mit dem was ich gerne mache nämlich Zeichnen, Autozeichen Geld verdienen.
- 4:36Speaker 0: Ich war irgendwie eher so ein Fauler Junge also immer nur das nötigste gemacht.
- 4:42Speaker 0: Immer so dreier vierer Schnitt immer nur so viel dass sich gerade versetzt wurde und dann bin ich nach Hause gekommen hab gesagt okay Das ist dein Job.
- 4:51Speaker 0: Ich kann Geld verdienen mit Zeichnen, ne?
- 4:54Speaker 0: Aber vorher natürlich schon im Kindergarten ja... ich glaube alle zu Hause wie jeder hat hier irgendeinen Talent.
- 5:00Speaker 0: und wenn jemand gerne zeichnet Junge ist dann zeichnete er meistens gerne Flugzeuge Autos oder so sich.
- 5:06Speaker 0: Es gibt auch welche die natürlich Kleider zeichnen.
- 5:08Speaker 0: Ja es gibt's.
- 5:11Speaker 0: Und so kam das dann dazu dass ich dann sehr früh wusste, dass ich das machen muss oder möchte.
- 5:18Speaker 0: Dann vorgegeben war natürlich die vorgegebene Wahl der Eltern, weil mein Vater hat gesagt ... Weil Vorzahlen waren natürlich eine bezahlte Hochschule.
- 5:29Speaker 0: Also eine staatliche.
- 5:31Speaker 0: Das kosten so ... ... fünfzig Mark damals Studiengebühren.
- 5:35Speaker 0: Alle anderen Schulen waren Privatschulen.
- 5:38Speaker 0: Wo man pro Trimester irgendwie ... ... achttausend Mark gezahlt hätte, irgendwie Art Center of College.
- 5:44Speaker 0: Mein Vater hat dann gesagt also... Wenn du gut bist, dann spielt es keine Rolle an welcher Schule.
- 5:49Speaker 0: Da wirst du schon was, weil die haben auch gedacht ja schauen wir mal ist das nicht jetzt irgendwie nur so eine Idee von einem kleinen Jungen?
- 6:00Speaker 0: und so war ich halt in Vorzweim und jetzt bin ich hier.
- 6:04Speaker 1: Ja, dazwischen gab es ja noch ein paar mehr Stationen.
- 6:06Speaker 1: Aber bevor wir darauf eingehen... Was waren denn damals die Autos, ...die du cool fandest?
- 6:13Speaker 1: Die dich irgendwie begeistert haben?
- 6:15Speaker 1: Kannst du das so im Rückblick... kannst du das irgendwie an bestimmten Autos,... ...an bestimmten Modellen festmachen, die du toll
- 6:22Speaker 1: fandest?".
- 6:23Speaker 0: Ja kann ich eigentlich schon und da ist auch tatsächlich natürlich ein BMW dabei gewesen.
- 6:28Speaker 0: Also ich bin fünfundsebzig geboren, das heißt.... Wo man anfing so wahrscheinlich so wirklich so ästhetik oder so wahrzunehmen ist er wahrscheinlich dann so irgendwo.
- 6:39Speaker 0: Achtzig, achtziger jahre, dann Anfang achtzig gewesen und das war natürlich auch eine Zeit wo BMW gerade sehr sehr charakterstarke Autos hatte also gerade diese Scharknose nach vorne geneigte Fronten und es war damals der Sechser E-Vierundzwanzig auf Fünfer Die hatten einfach so einen sehr eigenständigen, charaktervollen Design.
- 7:05Speaker 0: Also da denkt man vielleicht als Kind so, das sieht aber so gefährlich oder ja, man assoziiert es dann eben gerade als Kind mit Charakteren und zu der Zeit gab's dann halt... Man ist also rumgelaufen zur Schule aus dem Kindergarten und dann sieht man alle möglichen Autos, Mercedes mit den großen Grills und alles waren halt so opulente Limousinen damals Oder alles so Kastik und BMW hatte einen gewissen Charakter.
- 7:35Speaker 0: Natürlich auch neuen Elfer oder Käfer, alles was irgendwie ein bisschen eigenartiger aussah... Ist nach wie vor heute das Geheimnis von Design, dass es aus der Masse hervorstechen muss.
- 7:47Speaker 0: Und da ist das etwas hängen geblieben.
- 7:50Speaker 0: Da hat man einfach gemerkt, dass man eine gewisse Emotionalität oder einen Bau hat wenn man was sieht, was irgendwie ungewöhnlich aussieht.
- 7:59Speaker 1: Weil du gerade schon ansprichst, so ein Auto muss irgendwie auch aus der Masse herausstechen und Design muss aus der masse heraus stechen.
- 8:07Speaker 1: Was macht denn eigentlich ein gutes Design zeitlos?
- 8:10Speaker 1: Gibt es da irgendwie eine Art von Erklärung die du geben kannst?
- 8:14Speaker 1: also was was Zeitloses Design eigentlich ausmacht?
- 8:17Speaker 0: Jetzt ist also zeitloses eine Qualität von Design, die Design manchmal haben muss aber nicht immer.
- 8:27Speaker 0: Also Zeitlosigkeit ist ... ein Qualitätsmerkmal nur von Design, weil es gibt natürlich etwas... ... was ikonisch ist.
- 8:35Speaker 0: Dann ist das auch zeitlos.
- 8:37Speaker 0: aber es gibt jetzt zum Beispiel in der Mode oder wenn es um Lifestyle geht dann ist halt einfach auch Geschmack oder auch Trends viel kurzlebiger.
- 8:48Speaker 0: Aber das ist auch dann abbeabsichtigt.
- 8:50Speaker 0: also in der mode hast du ja vier mal pro Jahr einfach jedes Mal Kollektion Und dann ist halt jetzt gerade total in irgendwie Blümchen auf dem Kleidern oder so wieder.
- 9:00Speaker 0: Oder es ist grün, das ist nicht zeitlos aber das ist auch nicht gewollt.
- 9:04Speaker 0: und sofern kann man jetzt auch nicht sagen nur gutes Design muss zeitlos sein.
- 9:09Speaker 0: bei Autos ist natürlich so hängt auch davon ab wer sind die Kunden?
- 9:14Speaker 0: Und was für ein Produkt ist es?
- 9:16Speaker 0: Es ist ein hochemotionaler Sportwagen ist es irgendwie ein Auto was eher Nutzfahrzeug ist.
- 9:22Speaker 0: und dann gibt es schon manchmal ... den Aspekt, dass man sagt okay hier sollte eher etwas zeitlos sein.
- 9:28Speaker 0: Weil so ein Lebenszyklus von einem Auto ist in dem Durchschnitt sieben Jahre... ... aber wir designen das schon fünf Jahre im Voraus.
- 9:37Speaker 0: Also eigentlich muss es designen wenn wir es zeichnen, ihr mindestens dreizehn Jahre halten und dann ist natürlich schon gut, dass es zumindest für dreizehn Jahre zeitlos oder so ist,... ... aber komplett zeitlos macht auch keinen Sinn weil nach sieben Jahren kommt ja ein neues Auto.
- 9:52Speaker 0: Das wird ja sonst so erneuert, weil wenn es komplett zeitlos wäre wie ein Barcelona-Chair von Mies Van der Rohe das... ...Ninzeundneunzwanzig designed wurde.
- 10:00Speaker 0: Auch heute noch genauso.
- 10:02Speaker 0: man jeder kauft zum vollen Preis und sich dass genau so in moderne Häuser steht dann ist es Zeitlos.
- 10:09Speaker 0: Es hat aber kein Nachfolger.
- 10:10Speaker 0: Das ist unikat wie ein Porsche neun achtundzwanziger.
- 10:13Speaker 0: Ist auch zeitlos, hat keinen Nachfolge.
- 10:15Speaker 0: Wenn du über Nachfolgen machst kannst du fast gar nicht so richtig zeitloses Magen, weil es kommt eh in die Jahre.
- 10:22Speaker 0: Es wird zumindest dadurch ersetzt dass irgendwann und da hat viel Status damit zu tun das Leute dann sagen ich habe den neuesten Und dann wird automatisch durch gesellschaftlichen Zwang oder durch eine Bewertung etwas älter.
- 10:36Speaker 0: Wenn etwas aber ikonisch war wie zum Beispiel einen BMW i-III der zwar vielleicht eigenartig ist sondern für manche sagt er das ja kein BMW damals Aber jetzt ist er genauso wie auch ein Käfer Ein Auto wo sich die E-Dreifahrer grüßen, weil das einfach so one and only.
- 10:53Speaker 0: Da gibt es nichts anderes was so ist.
- 10:55Speaker 0: und in London gerade in so großen Städten ist das einfach ein It-Peace Und das ist ikonisch und das wird immer so bleiben.
- 11:05Speaker 0: Insofern ist das auch zeitloses Design ... ist aber jetzt bei diesem Auto nicht, dass es besonders clean ist oder das man sagt da gibt's ja bestimmte Regeln wie zeitloses Design.
- 11:15Speaker 0: Zeitloses geworden durch verschiedene Faktoren.
- 11:18Speaker 0: Es war seinerzeit voraus und dadurch stand irgendwie... ... sah es ganz anders aus hat natürlich mehr polarisiert,... ... aber genau das hat es dann zu einer Ikone
- 11:27Speaker 0: gemacht.".
- 11:28Speaker 1: Wir haben es gerade schon kurz angesprochen, du bist natürlich nach der Ausbildung dann auch quer durch die Welt so ein Stück weit.
- 11:35Speaker 1: Du warst da in Sao Paulo oder was.
- 11:37Speaker 1: in Barcelona sind verschiedene Designstudios gearbeitet für verschiedene Marken gearbeitet.
- 11:45Speaker 1: War BMW da schon immer irgendwie in deinem Kopf zu drinnen dass das eine Station sein könnte, die dich sehr reizen würde?
- 11:53Speaker 0: Ja, also eigentlich wollte ich von Anfang an zu BMW.
- 11:56Speaker 0: Ich glaube es gab ja früher so Poesiealbums oder... Es gab ja Poesialbums wo man viel schreiben musste oder die, die vorgedruckt waren.
- 12:04Speaker 0: Lieblingsberuf, Dame und so.
- 12:07Speaker 0: Und da gab's natürlich bei Lieblungsberuf klar, da war dann immer... Habe ich entweder reingeschrieben Komiker Maler Oder später halt dann eben Chef-Designer bei BMW.
- 12:18Speaker 0: Tatsächlich!
- 12:19Speaker 0: Also dass man so dann immer gesagt hat Das war für mich klar, dass BMW – also wenn man sich so irgendwie was vorgestellt hat.
- 12:26Speaker 0: Vorher, wenn wir auf den Mond fliegen, war es so irgendwie Chef-Designer bei BMW und das war auch tatsächlich so, dass dann auch während der Studienzeit zwar BMW nach wie vor für mich immer die Herzensangelegenheit war aber es war auch eine Zeit da war vielleicht auch BMW nicht so The place to be.
- 12:49Speaker 0: In der Zeit war Volkswagen, also die Volkswangengruppe das war so zu der Zeit von Ferdinand Piech wo VW extrem aggressiv quasi auch in dieses Auto Oberhaus wo Mercedes und BMW drohnten wollte man da ja rein und da hat dann Volkswagen eben irgendwie eine Marke nach dem anderen aufgekauft Bentley Bugatti diese ganzen Lamborghini.
- 13:17Speaker 0: Und das war da einfach wirklich eine Zeit, wo VW auch in Sachen Design sehr viel gemacht haben.
- 13:23Speaker 0: Das war eine Zeit wo auch so der TT entstanden ist und war sehr modern.
- 13:28Speaker 0: Man hat ein Designstudio eben in Barcelona eröffnet um auch mal der Standort Wolfsburg in Goldstadt... Selbst die Leute, die jetzt bei Audi arbeiten, da hören vielleicht paar zu oder keine Ahnung.
- 13:41Speaker 0: Die wohnen ja meistens vielleicht dann auch in München.
- 13:43Speaker 0: Also es ist dann schon so aber Wolfsburg sagen wir mal... ...ist jetzt auch nicht das Attraktivste und gerade in der Zeit wollte man dann auch vielleicht super Top-Leute irgendwie oder namhafte Design bekommen.
- 13:56Speaker 0: Und da wusste man okay, wir brauchen ein Designstudio irgendwo an.
- 14:00Speaker 0: Das war einfach zu meiner Studienzeit einfach so... Ja, The Place To Be wo alle hin wollten und das war auch für mich irgendwie dann erstmal so will man ja wirklich Kilometer Strecke machen.
- 14:16Speaker 0: Und ich hatte zwar ein Angebot tatsächlich von BMW auch anzufangen bei BMW aber vielleicht schon derzeit mit... ...Dreinundzwanzig.
- 14:25Speaker 0: Schon soweit dass ich auch wusste, dass jetzt ich als Designer man vielleicht auch ein bisschen oberflächliche oder ... visueller ist und insofern auch schneller gesättigt.
- 14:37Speaker 0: Und ich wusste es schon zu der Zeit, weil man hat ja gemerkt so irgendwie ... ... halte ich's nie aus irgendwie länger als sechs Monate bei einem Mädchen.
- 14:44Speaker 0: Ja bis heute anders.
- 14:46Speaker 0: Aber damals war das einfach so da war man immer irgendwie so total schnell gelangweilt... ...und da wusste ich wenn ich jetzt zu BMW gehe.
- 14:55Speaker 0: Ich komm zum ersten Mal und ich hatte schon einige Praktika gemacht und gemerkt wie das so abläuft.
- 15:00Speaker 0: Auch selbst nach einem Praktikum habe ich auch schon nach sechs Monaten gedacht so Ein bisschen Öde hier oder so, will ich jetzt nicht sagen bei welchen Firmen das war.
- 15:09Speaker 0: Und insofern habe ich mir schon gedacht naja wenn ich jetzt zu BMW gehe aber ich würde ja gerne später in München leben, Familie gründen, München ist eine tolle Stadt, BMW ist meine Traumarke, aber wenn ich dazu früh hingehe dann vielleicht kündige ich nach drei Jahren und versauben also es eigentlich quasi so Perlen vor die Säue.
- 15:28Speaker 0: Ich habe gesagt jetzt mache ich mir erstmal Alles erstmal erleben, so hab auch gedacht Spanier ist doch toll.
- 15:35Speaker 0: Ich bin noch jung, neue Sprache lernen, da war man ja noch sehr, sehr erlerntfähig und Energie geladen ein bisschen am Strand Und ich war dann noch in Paris also zehn Jahre in Paris Und dann war genau die Zeit irgendwann dass das dann sich alles zusammen gefügt hat Und ich dann auch gefragt wurde vom Arte von heute nach wie vor mein jetziger direkter Chef Kruppdesign-Leiter von BMW, der mich dann auch irgendwann gefragt hat.
- 16:07Speaker 0: Ich glaube so, dass ich in dem Jahr zum BMW Lust hätte zu kommen.
- 16:13Speaker 1: Was war denn dein erster BMW, den du gefahren bist?
- 16:17Speaker 0: E-Achtundzwanzig, Fünfer, fünffünfundzwantzig Eta für die, die das gar nicht kennen.
- 16:22Speaker 0: Das war ein Modell, was eigentlich für die USA gemacht wurde.
- 16:26Speaker 0: Es war auch so, ich glaube zu dieser ganzen... Ölkrise, wo es auch um Verbräuche ging.
- 16:33Speaker 0: Und dann hat BMW die normalerweise sehr drehefreudige Motoren gemacht und so Langhuber gemacht.
- 16:40Speaker 0: Da gab's fünfundzwanzig Eta für griechischer Bust aber irgendwie für effizient.
- 16:46Speaker 0: Und der hatte ... war ein Fünfundzwanziger.
- 16:48Speaker 0: Normalerweise sind diese hinter den Zahlen immer für den Hubraum standen.
- 16:53Speaker 0: Also Fünfer, zwei Komma fünf Liter.
- 16:54Speaker 0: Der hat aber zwei Kommas acht Liter Hubraum.
- 16:59Speaker 0: Drehzeimesser ging auch nur bis viertausend Umdrehungen.
- 17:01Speaker 0: Insofern fuhr er sich eher wie so ein amerikanischer V-Acht von unten, aber war ein schöner reinen Sechstzylinder.
- 17:10Speaker 0: Eigentlich hat es mir auch egal was für ein Motor.
- 17:12Speaker 0: Ich habe einfach nur geguckt dass er nicht zu teuer ist und das in einem guten Zustand war und das ein Sechsstylinder ist und also mein erstes Auto.
- 17:18Speaker 0: Das hatte ich auch dann während meines fast ganzen Studiums Und auch die Anfängen in Barcelona, also Sieges, wo das Designstudio stand.
- 17:29Speaker 0: Aber habe dann Upgrade gemacht von meinem ersten Gehalt eben auf den SX-Fünfunddreißig CSI.
- 17:35Speaker 0: Also das Coupé aus dieser Zeit in Weiß mit schwarzem Leder was in Deutschland in dieser Ausstattung gar nicht existiert.
- 17:45Speaker 0: In Deutschland war der immer nur in Alpina weiß mit blauem Velour oder Blauem Leder Aber das war ein Exportmodell.
- 17:52Speaker 0: Es gab so paar Versionen, die es nur fürs Ausland gab und das war weiß mit schwarzen Leder... ...und dann auch so mit gelben Nebelleuchten.
- 18:01Speaker 0: Super!
- 18:01Speaker 0: Hatt ich dann auch ganze Zeit.
- 18:02Speaker 0: in Paris habe ich dann irgendwie alles verkauft bevor ich zurück nach München bin weil ich dachte ach was soll ich jetzt mit dem Ganzen?
- 18:11Speaker 0: also irgendwann muss ich jetzt auch mal mich machen.
- 18:13Speaker 0: Und den Ganzen da waren schon einige Autos dabei und hab' ich dann alle verkauft.
- 18:17Speaker 1: Du bist dann eben nach München gekommen, bis zu BMW gekommen.
- 18:21Speaker 1: Du warst dann auch im Jahr zwei tausend dreizehn Head of Exterior Design bei BMW.
- 18:28Speaker 1: Wenn wir jetzt schon gerade darüber gesprochen du hattest schon immer so eine Faszination für BMW und bist auch selber irgendwie BMW gefahren usw.
- 18:36Speaker 1: Aber wie lang braucht man denn eigentlich bis man dann auch wenn man dort anfängt?
- 18:41Speaker 1: Und auch in so einer Rolle anfängt?
- 18:43Speaker 1: Wie lange braucht man den um diese Design DNA dann wirklich auch in sich aufzusaugen von so einer Marke?
- 18:50Speaker 0: Also, so Design DNA aufzusaugen ist eigentlich noch das geringste oder kleinste Angewöhnungsphase.
- 19:01Speaker 0: Weil das Schwierigste eigentlich ist wenn man zum BMW kommt... ...ist das Ganze diese Unternehmenskultur zu verarbeiten.
- 19:11Speaker 0: Ich habe wie gesagt erstmal bei VW aber es war ein Design Studio, was quasi eine Zweigstelle war.
- 19:18Speaker 0: Das war so kein jetzt wirklich nicht im Werk oder in der Zentrale und in Paris war das auch ein Entwicklungszentrum bei Paris von PSA, also Citra & Peugeot.
- 19:31Speaker 0: Und die Franzosen sind natürlich ähnlich.
- 19:35Speaker 0: Also so deutsch-französische Kultur ist ja jetzt nicht so unterschiedlich aber trotzdem sind die Franzose doch ein bisschen südländischer noch und da ist alles noch ein bisschen lockerer.
- 19:45Speaker 0: Da gab es auch immer in der Kantine Alkohol, Wein und so.
- 19:48Speaker 0: Das ist halt einfach gehört zu französischer Lebenskultur.
- 19:51Speaker 0: dazu aber BMW hat schon als ich hier herankam und einfach nicht kam auch gleich eine Führungsposition mit Personalverantwortung.
- 20:05Speaker 0: Und wenn man dann Personal verantwortet da muss man natürlich auch gleich die ganze ... muss man ja alles wissen, wie man was steuert.
- 20:13Speaker 0: Und da muss man erst mal da reinkommen.
- 20:15Speaker 0: und dann gibt's so ein Handbuch von Abkürzung weil die haben gesagt im zweiten OG... Also das ist jetzt völlig normal, sehr klar.
- 20:23Speaker 0: Das zweite ist Obergeschoss aber das sind ja nur so Abkörzungen gewesen.
- 20:26Speaker 0: Ja ich meine ich wusste nicht mehr als wir dann das erste Mal irgendwie so einen Workshop hatten und so willst du auch eine LKS... Was ist das?
- 20:33Speaker 0: Leber KS-Sammel.
- 20:34Speaker 0: Alles hierher für zuhörer, alles klar!
- 20:36Speaker 0: Aber wenn man da so ankommt und jeder spricht eigentlich nur ... in so Abkürzungen.
- 20:41Speaker 0: Und die könnten auch gleichzeitig, wie ABS oder was weiß ich... ... klingeln.
- 20:44Speaker 0: Da gab es diesen Song von fantastischen vier, ne?
- 20:47Speaker 0: Der nur so eine Abkürdung war und genau so ist es bei BMW gewesen.
- 20:51Speaker 0: also schon allein das hat gebraucht dann sich da einzugewöhnen und dann gleichzeitig eben ja auch inhaltlich zu liefern.
- 20:59Speaker 0: Also da wird natürlich ja auch bei BMW gleich, da gibt's ja keine Verschnaufpause.
- 21:06Speaker 0: aber inhaltliche oder dass das Doing, also Design Kompetenz.
- 21:11Speaker 0: Das ist nicht das Problem.
- 21:12Speaker 0: Also das kann man von Anfang an weil man ja versteht die DNA von so eine Marke.
- 21:18Speaker 0: jeder Designer zeichnet egal wo er arbeitet jetzt mal einfach so hat er ne Idee sieht irgendwas und dann zeichnet immer vielleicht ein Maserati Zeichnemann weil er jetzt irgendwie gerade was gelesen hat... ...und hat dann einfach eine Idee dazu und zeichnt es.
- 21:31Speaker 0: Jeder beschäftigt sich grundsätzlich weil wir Autoliebhaber sind und kennt alle Marken und findet halt auch an jeder Marke irgendwas interessant.
- 21:40Speaker 0: Und wenn man sieht, irgendjemand hat irgendwie was Komisches gemacht, dann versucht man irgendwie so, denkt man so cool wäre es eigentlich, wenn's so aussieht?
- 21:46Speaker 0: Wenn man sich vielleicht nochmal ein bisschen auf die Kone aus der Historie besinnt... ...und insofern BMW war für mich schon eine intrinsische Sache, die habe ich ja eh schon gefühlt.
- 21:59Speaker 0: Die Angewöhnung war eher mehr.
- 22:02Speaker 0: Und das ist wirklich so, das merkt man auch heute noch.
- 22:03Speaker 0: Es gibt auch heute viele Dienstunternehmen kommen und entweder es passt oder das Unternehmen spuckt jemand nach sechs Monaten wieder aus.
- 22:14Speaker 0: aber wenn man sich irgendwie schafft damit zu arrangieren nicht nur zu arrangeren sondern auch wenn man versteht wie das Unternehmen funktioniert und man kann es auch bereichern und da dann auch weiter pushen dann hält es halt auch ein Leben lang.
- 22:29Speaker 0: Aber das ist genau diese Sache und BMW darf man auch nicht zu sehr jetzt irgendwie glauben, fändern zu können.
- 22:36Speaker 0: Dass man hinkommt und sagt jetzt so, ihr habt alles falsch gemacht bisher.
- 22:39Speaker 0: Jetzt zeige ich euch mal wie es geht?
- 22:40Speaker 0: Das geht natürlich nicht!
- 22:42Speaker 0: Dann fliegt man gleich wieder weg.
- 22:44Speaker 0: aber wenn man das versteht dann geht er stetig nach vorne.
- 22:47Speaker 0: und da sieht man ja auch BMW ist schon eine Marke.
- 22:50Speaker 0: Da kann man immer wieder sagen, ja ... Man hat das verschlafen oder das verschlagen.
- 22:54Speaker 0: Aber wenn man dann quasi einen Schnitt über die Jahre macht, über Jahrzehnte ist es einfach eine Marke, die nonstop nach vorne geht und progressiv ist.
- 23:02Speaker 0: Man guckt da nur zurück und denkt erste Marke die das erfunden hat, dann das... Und auch die erste Elektrifizierung.
- 23:10Speaker 0: und da muss man sich natürlich immer viel anhören.
- 23:12Speaker 0: aber es sind so viele Sachen bei BMW entstanden.
- 23:15Speaker 0: insofern einfach nur entspannen ... weitermachen und der Weg geht immer so bei BMW aber nach oben.
- 23:23Speaker 1: Du bist jetzt seit über zehn Jahren da, hast als Head of Design heute rund hundert Mitarbeiter unter dir... Wie kann man sich das vorstellen?
- 23:32Speaker 1: Also so ein Entstehungsprozess von einem neuen Design, vom neuen Fahrzeug.
- 23:38Speaker 1: wie läuft es ab?
- 23:39Speaker 1: also wie viele Leute sind an so einem Modell dann auch wirklich beteiligt?
- 23:44Speaker 1: und wie sind die Abläufe?
- 23:46Speaker 0: Ja, das ist ein relativ langwieriger und komplizierter Prozess.
- 23:53Speaker 0: Und das nicht weil wir es gerne kompliziert mögen.
- 23:56Speaker 0: eigentlich würden wir's gerne einfach und unkompliziert haben.
- 24:00Speaker 0: aber es ist einfach so wie sich die Welt entwickelt hat.
- 24:02Speaker 0: man muss ich vorstellen jetzt erstmal haben wir... muss man ja erst mal anfangen sagen wir mit einer Unternehmensstrategie also übergreifen und Unternehmen ist erstmal die BMW Group.
- 24:13Speaker 0: Da sind dann verschiedene Marken, da ist ja BMW eine Marke.
- 24:16Speaker 0: Aber es gibt auch Mini, Rolls-Royce und Motorrad.
- 24:19Speaker 0: Und das Unternehmen hat eine Strategie die langfristig vielleicht auf zehn, zwanzig Jahre ist und gewisse Klimaziele zu erreichen hat und für gewisse Sachen werte stehen möchte.
- 24:30Speaker 0: Die Marken nehmen dann unterschiedliche Rollen ein.
- 24:33Speaker 0: BMW hat andere Kunden als Rolls Royce, Mini sind nochmal andere aber man versucht quasi all die Werte mit verschiedenen Marken abzudenken.
- 24:42Speaker 0: Das sind natürlich nur drei Millionen Fahrzeuge, also ein bisschen runter pro Jahr für alle.
- 24:48Speaker 0: Das klingt viel ist aber natürlich wenn wir jetzt die Weltbevölkerung nehmen noch alles eine ganz kleine Nische.
- 24:54Speaker 0: das heißt man darf jetzt auch nicht vorstellen dass wenn man irgendwas macht ja das gefällt den oder denen ähnlich.
- 25:00Speaker 0: Wir haben so und so eine ganz spezielle Klientel.
- 25:03Speaker 0: die wird sich jetzt auch irgendwie verdoppeln sondern die bleibt relativ konstant in einem Bereich weil es einfach in so einem Preisegment ist.
- 25:10Speaker 0: Und wenn man das alles zuerst mal hat ... eine Unternehmensstrategie und was sind die Ziele?
- 25:15Speaker 0: Dann kommt halt ein Produktportfolio dazu.
- 25:18Speaker 0: Weiß wie viele Stückzahlen man hat, bei BMW sind das irgendwie... Wir haben ja auch als Grup.
- 25:23Speaker 0: Siebzehn Fabriken Werken weltweit.
- 25:27Speaker 0: In China, Südafrika, Europa, USA.
- 25:32Speaker 0: Und diese Werke müssen ja auch ausgelastet werden.
- 25:35Speaker 0: Da darf ja nie etwas stillstehen.
- 25:36Speaker 0: Wie Flugzeuge, die niemals auf dem Boden stehen müssen.
- 25:39Speaker 0: Die müssen immer in der Luft sein.
- 25:40Speaker 0: So muss ein Werk immer produzieren Damit auch die Stückzahlen, damit auch die Preise und alle die Hersteller kosten ja.
- 25:46Speaker 0: Alle genauso wie man sie berechnet.
- 25:50Speaker 0: Auch Business Cases funktionieren.
- 25:52Speaker 0: Das heißt dann kommt halt in der Produktstrategie so zusammen Welches Werk ist wann läuft ein Modell aus?
- 25:58Speaker 0: Da muss man da wieder machen Und nicht in jedem Werk kann man alles machen.
- 26:01Speaker 0: Also das ist schon erstmal ganz kompliziert In dem Werk und dann kommt daraus okay wir müssen auf jeden Fall da was nachschieben.
- 26:07Speaker 0: das kann nur so ein Produkt sein.
- 26:09Speaker 0: Und wenn es dann irgendwie sagen wir mal jetzt, wir reden von einem nächsten X-Trei oder ein Auto was hoher Volumen hat.
- 26:15Speaker 0: Das sind so die volumenstärksten Autos, Dreier und X-trei und die dann vielleicht über Laufzeit dreieinhalb Millionen also über Laufen zu über sieben Jahre dreieinhalb Millionen Mal produziert werden, die aber weltweit hergestellt werden.
- 26:28Speaker 0: Die dann vielleicht in mehreren Werken gebaut werden.
- 26:31Speaker 0: Sie laufen dann in drei vier Werken, drei Werken weltweit.
- 26:37Speaker 0: fängt es an mit erst mal Kundenanalyse.
- 26:41Speaker 0: Was funktioniert heute nicht gut?
- 26:43Speaker 0: Welche Kunden können wir nicht erreichen, haben neue Kunden, haben Bestandskunden und wie sind sie in China?
- 26:51Speaker 0: Und was muss man in sieben Jahren anbieten damit Sie überhaupt noch da dran bleiben wollen wenn man Marktführer ist oder Segmentführer umso schwieriger und das ist alles so ein Riesen Set an Informationen die man bekommt wenn man dann eine Bestellung bekommt.
- 27:04Speaker 0: bei uns im Design okay Man guckt sich so die langfristige Unternehmensplanung an und sagt nächstes Auto.
- 27:10Speaker 0: Und dann stehen Prozesse, okay?
- 27:12Speaker 0: Jetzt steht dann im November Skizzenphase für dieses Auto X-Trei sagen wir mal.
- 27:20Speaker 0: Dann müssen wir erstmal einen Charakter bestimmen also ein Charakterbegriff damit jeder ungefähr weiß was für ein Charaktor soll dieses Auto haben.
- 27:31Speaker 0: Das machen wir gemeinsam mit Marketing, mit Vertrieb ... mit Produktstrategien.
- 27:36Speaker 0: Und dann setzen wir zusammen, gucken uns an... ... wofür das Unternehmen stehen will?
- 27:41Speaker 0: Was das Produkt dafür machen soll und dann kommt irgendwie ein Charakterbegriff dazu.
- 27:45Speaker 0: Ich sage jetzt mal zum Beispiel die Charakter Begriff von bestehenden Autos damit man sich vorstellen kann was es ist so einen X-Fünf, X-Sex, Xieben typische BMW Auto sei.
- 27:54Speaker 0: eine X-fünf ist der Boss Und der Boss, weil den Namen haben wir uns erst mal gar nicht gegeben.
- 27:59Speaker 0: Sondern er ist halt entstanden in USA einfach, weil das war Segmentführter-Lieder auf its Class The Boss und das ist das was es auszeichnet nach wie vor Segment-Führter.
- 28:09Speaker 0: Wir haben so dieses Sports Activity Vehicle-Segment auch gegründet und deshalb the Boss.
- 28:14Speaker 0: Der X-Sex ist quasi so.
- 28:16Speaker 0: ja.
- 28:17Speaker 0: also entweder man liebt ihn oder man hasst ihn.
- 28:19Speaker 0: irgendwie.
- 28:20Speaker 0: die, die das klar hat.
- 28:22Speaker 0: Da denkt man so Ja, das ist doch ein Auto für Zuhälte Aber es geht einfach nur darum, dass ein Auto wo man halt wirklich viel expressiver damit ist.
- 28:30Speaker 0: Und das Auto hat auch als Charakterbegriff The Beast und das passt dann auch.
- 28:35Speaker 0: Das heißt jeder der an so einem Auto dann nicht nur zeichnet weil man muss ja auch so einen Auto entwickeln, Motorenentwicklung als Fahrwerk hat dann immer diesen Begriff vor Augen.
- 28:45Speaker 0: Das heisst das muss ich wie the beast anfühlen fahren und alles auch.
- 28:48Speaker 0: D.h.
- 28:49Speaker 0: dann auch Funktionalität ist vielleicht hier nicht so wichtig wie bei was anderen und X-Sieben dann oben drüber ist the president.
- 28:56Speaker 0: Ja, weil da es halt wieder eine ganz andere Anspruch und so haben wir für alles Charakterbegriff.
- 29:02Speaker 0: Jetzt der aktuelle Zweihe G-Aufg.
- 29:05Speaker 0: Gerade war als Charakter Begriff The Drift Machine.
- 29:10Speaker 0: Weil das einfach so ein ganz kleines Auto und so erarbeiten wir wirklich was sind Was ist die Essenz von diesem Produkt, die Cannons?
- 29:17Speaker 0: Wenn man zu wirklich reduziert auf etwas und das hilft dann.
- 29:20Speaker 0: Man könnte natürlich auch so ein Set machen sehr kompliziert umschreiben... ...und dann ist ja eine Liste, so eine Bestellis der ewig lang.
- 29:26Speaker 0: aber dann wird es so in Bayern so einen Wolpetinger also dann wird's irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch, dann hat es irgendwie eine Eier liegende Wollmitzau und das eigentlich gerade was im BMW nicht sein sollte.
- 29:39Speaker 0: Es sollte einen sehr starken Charakter haben, sollte sehr klar definiert sein für die Zielgruppe.
- 29:46Speaker 0: Dann gibt es natürlich Leute, die sagen ja das gefällt mir gar nicht aber das ist auch noch nicht die Ziel-Gruppe.
- 29:51Speaker 0: Die Zielgruppen sind relativ spitze und so fängt's erst mal an als wir einen Charakter haben und dann fangen wir an zu zeichnen.
- 29:58Speaker 0: also ich selbst zeichne nicht.
- 29:59Speaker 0: Ich habe ja dann Designer, ich muss ja letztendlich mehr die Strategie vorgeben die alle Produkte irgendwie als BMW erkennbar macht aber gleichzeitig auch unterschiedlich für diese Kunden anspricht.
- 30:12Speaker 0: Weil gerade Kunden haben unterschiedliche Bedürfnisse, aber alle müssen die gleiche Satisfaction spüren auf unterschiedlicher Basis ihrer Prioritäten und Erwartungen an Produkte.
- 30:26Speaker 0: Und dann fangen wir zwei, drei Monate wird dann gezeichnet... ...und dann wählen wir daraus vier Modelle aus.
- 30:34Speaker 0: Also sagen wir so ja das ist gut und dann versucht man eine Bandbreite zu haben.
- 30:39Speaker 0: Aber alle müssen diesen Charakterbegriff Die sind alle unterschiedlich aus, weil es gibt unterschiedliche Tastes.
- 30:45Speaker 0: So ein Beast kann ja unterschiedlich aussen und ich muss es eigentlich so gestalten dass das Unternehmen egal welches ist dann später auswählt alle ins Ziel kommen.
- 30:59Speaker 0: natürlich habe ich dann irgendwann mal bei einem gewissen Punkt eine Vorliebe aber es kann nicht so sein dass einer davon eigentlich gar nicht geht.
- 31:06Speaker 0: Es müssen alles auswebbare Produkte sein.
- 31:09Speaker 0: Dann macht man Acht Monate werden dann diese Modelle, also diese Entwürfe modelliert.
- 31:16Speaker 0: Dann entstehen daraus Eins zu Eins-Modelle die auch wir gemeinsam mit den ganzen anderen Parteien und Technologen müssen ja gucken dass das herstellbar ist.
- 31:28Speaker 0: Da gibt es Teilungen, gewisse Konzepte, Virtuordichtungen.
- 31:31Speaker 0: Viele Sachen sind ja auch Übernahme, sind auch Sachen die Industriestandards sind.
- 31:37Speaker 0: Wir können ja nicht jedes Mal bei jedem Auto alles neu machen.
- 31:39Speaker 0: Da sind ja Zulieferer dafür, Leuchten und so.
- 31:41Speaker 0: Und dann hat man da gewisse Rahmenbedingungen in denen man sich bewegen muss.
- 31:46Speaker 0: Es gibt auch Gesetze also je nachdem in welchem Markt man das Auto verkauft.
- 31:52Speaker 0: wenn man jetzt nur in Deutschland verkaufen würde müssen wir nur die deutschen Gesetzen erfüllen.
- 31:56Speaker 0: Da wir aber weltweit verkaufen gibt es dann andere Gesetzer in Kanada als in USA, in China nochmal andere... ...und dass ist dann so ein Netz und wir machen hier nicht für jedes.
- 32:05Speaker 0: Wir können es uns nicht leisten für jeden Markt ein eigenes Auto zu machen.
- 32:08Speaker 0: Also gibt es wie so eine von allen die schlimmsten Punkte und die müssen eingehalten werden.
- 32:14Speaker 0: Das kann sein, dass man dann über erfüllt und einen Nachteil hat gegenüber jemanden der nur in Deutschland verkauft oder nur in USA.
- 32:21Speaker 0: Aber so ist das Spiel für alle.
- 32:24Speaker 0: Alle haben die gleichen Regeln.
- 32:26Speaker 0: Und da sind die ganzen Sachen mit denen wir umgehen müssen Design Technik Konvergenz und nach acht Monaten zeigen wir uns zum ersten Mal wo wir mit dem Vorstand darüber reden Und wir empfehlen dann von vier auf zwei zu gehen, zum Beispiel.
- 32:40Speaker 0: Und dann machen wir nochmal mit den zwei weiter und ganz final entscheiden wir dann von zwei auf ein Modell.
- 32:47Speaker 0: Das Modell das letzte ist dann quasi das was industrialisiert wird.
- 32:51Speaker 0: Dann gibt es nochmal Schleife und da sind noch immer drei Jahre bis zur Bis zum Start of Production.
- 32:57Speaker 0: In diesen drei Jahren ist das Design gefreezt aber dann geht's darum die ganze App Pro.
- 33:03Speaker 0: also erst mal so werden Autos in dem Werk ... in kleinen Serien.
- 33:09Speaker 0: erstmal so, weil die Werke müssen ja programmiert werden.
- 33:11Speaker 0: Da muss man mir vorstellen, wenn dann alle Teile von Zulieferern zusammenkommen,... ... weil das sind ja vielleicht ... ... vierzig Prozent, fünfzig Prozent der Teile... ... sind ja nicht aus BMW-Herstellung und die kommen alle zusammen.
- 33:22Speaker 0: Und die müssen dann in einem Prozess oder ein Produktionsprozess vom Auto dauert, ich glaube so ungefähr sieben Stunden.
- 33:29Speaker 0: Also innerhalb von sieben Stunden ist vor nichts entsteht ein Auto.
- 33:33Speaker 0: So Blächer, die sind manchmal schon natürlich vorgepresst Und alles kommt zusammen, da kann man den Schlüssel umdrehen und losfahren.
- 33:39Speaker 0: Das wird lackiert und das ist auch individuell gestaltet.
- 33:42Speaker 0: Die werden ja nicht alle schwarz gemacht sondern jedes Auto wird ein bisschen anders also einen riesen logistischer Aufwand und am Schluss muss es aber funktionieren und damit müssen die Spaltenmaße klein sein.
- 33:52Speaker 0: Da hört sich... Da kann man natürlich als Kunde sagen was ist da?
- 33:56Speaker 0: Aber wenn man einfach mal überlegt was dafür ein Riesenplanungs- und Aufwand ist dass das funktioniert Und dafür sind halt die drei Jahre.
- 34:04Speaker 0: Die drei Jahre sind halt wirklich diese Anläufe zu sichern und dann auch Erprobungen zu machen in Kaltländern, in Heißländern.
- 34:11Speaker 0: weil was passiert wenn man jetzt irgendwas verklebt hat innen drin?
- 34:15Speaker 0: Man geht nach irgendwo und man verkauft das Auto nach Norwegen oder nach Sibirien da sonst an minus vierzig Grad und dann geht die Tür nicht mehr auf weil die Dichtung verklebbt oder man ist irgendwo in einem Heißland Staub rein oder die Lösungsmittel aus irgendeinem Stoff für uns zur Vergiftung, keine Ahnung.
- 34:35Speaker 0: Das sind natürlich auch Sachen, die sich vor allem BMW und wir uns ja gar nicht erstmal auch finanziell nicht leisten können.
- 34:40Speaker 0: aber auch was rufschädigend ist dass man da jetzt irgendwie solche Fobars macht.
- 34:45Speaker 0: Wir sind seit über hundert Jahren gibt es uns, wir sind jetzt kein Player wie Tesla.
- 34:50Speaker 0: Aber deshalb verzeiht man uns dann auch nicht irgendwas Wenn Tesla gegen die Wand fahren oder so, dann denkt man für eine gute Sache mehr Töte.
- 34:59Speaker 0: Der fliegt ja auch auf den Mond.
- 35:00Speaker 0: Das ist ja ein Typ der Kolumbus.
- 35:03Speaker 0: Aber bei BMW und Mercedes geht das nicht.
- 35:07Speaker 0: Man erwartet etwas aber wenn man dann das Geld ausgibt für einen BMW muss das alles funktionieren.
- 35:11Speaker 0: Ist jetzt nicht ganz fair aber wir kämpfen alle mit den gleichen Sachen.
- 35:16Speaker 0: Deshalb müssen wir da auch ein bisschen mehr immer auf Nummer sicher gehen.
- 35:19Speaker 0: Auch wenn es um autonomes Fahren geht... Da werden wir nie was auf den Markt bringen, was so einfach nur Hauptsache, wir haben es schnell da.
- 35:27Speaker 0: Sondern das muss halt funktionieren weil sonst kriegst du gleich eins auf dem Deckel wenn da etwas schief geht.
- 35:33Speaker 1: Wir hatten gerade Leila Pedayesh als Gast bei uns in der letzten Episode und die hat in Berlin das Modelabel Lala Berlin aufgebaut.
- 35:42Speaker 1: Und in der Modebranche arbeitet man im Design ja auch immer mit Mutboards, stellt sich irgendwie zusammen was man so an Inspirationsquellen usw.
- 35:52Speaker 1: Was ist es bei euch ähnlich?
- 35:55Speaker 1: Außerhalb der Automobilbranche sage ich jetzt mal Inspirationsquellen, die dann auch in so einen Design mit einfließen.
- 36:03Speaker 1: Sind das Filme?
- 36:04Speaker 1: Sind das irgendwelche Zukunftsszenarien, irgendwelchen ganz anderen Design-Items, die man aus ganz anderen Bereichen vielleicht kennt?
- 36:12Speaker 0: Also auf jeden Fall also ganz wichtig ist es so eine Outside In, das muss man immer machen und da haben wir natürlich auch... Das machen nicht unsere Designer selbst Bei BMW jetzt bei unserem Entwicklungszentrum im FITZ Forschungs- und Innovationszentrum arbeiten, was ich glaube in München irgendwie, vierzehntausend Menschen.
- 36:32Speaker 0: Und das heißt jeder von diesen Leuten hat jede eine ganz klare Tolle Aufgabe.
- 36:39Speaker 0: Die Designer sind Designer die setzen dann um haben die Sensibilität sich hinein zu versetzen in das Bedürfnis dieser bestimmten Zielpersonen die vorgegeben wird Und was es nötig ist um wahrnehmungspsychologisch, also geht's nur darum.
- 36:57Speaker 0: Was bewirkt bei ihm so ein emotionales Aha-Wau?
- 37:02Speaker 0: Das kann man... Da ist ja kein Geheimnis wie Menschen funktionieren und so ist es dann auch dass wir erstmal verstehen müssen gerade wenn wir über Taste und wie der Look ist welche Farben da auch notwendig sind muss man natürlich auch sehen was passiert denn um uns herum.
- 37:20Speaker 0: weil jeder Mensch Auch wenn der BMW die Mark grundsätzlich liebt, wird ja von sehr vielen Sachen beeinflusst.
- 37:26Speaker 0: Alles was um ihn hat rum passiert... Was passiert in Gebäuden?
- 37:30Speaker 0: Wie wenn ihr jetzt irgendwie in den Laden geht?
- 37:34Speaker 0: Er geht in eine Bar und dann sieht er irgendwie etwas... Oh das ist sehr schön!
- 37:38Speaker 0: Das für einen Ton und so.
- 37:39Speaker 0: Und da war einmal das Beeinfluss.
- 37:41Speaker 0: Wenn man es halt fünf sechs Mal sieht weil das gerade hip ist, dann hat es ein Einfluss drauf.
- 37:45Speaker 0: denkt er so Ja da kann ich jetzt ja nicht was fahren was gar nicht so ist.
- 37:50Speaker 0: Das beeinflusst die Leute und deshalb muss man immer gucken, was passiert.
- 37:54Speaker 0: Und das heißt nicht dass man das dann so machen muss.
- 37:57Speaker 0: aber man muss ungefähr wissen weil dann kann man auch bewusst sagen jetzt machen wir es bewusst genau andersrum.
- 38:01Speaker 0: Aber man muss umgefährwissen wo ist denn quasi null?
- 38:06Speaker 0: Um dann entweder bewusst drüber oder drunter zu gehen... ...und dafür macht man natürlich Mutports.
- 38:12Speaker 0: und da haben wir spezielle Leute, wir haben ein paar im Design.
- 38:16Speaker 0: Wir haben auch Paar außerhalb die uns dann immer so eine Three Sixty Degrees weltweit einfach so was ist momentan überall.
- 38:25Speaker 0: Also auch gerade China, USA, Europa das sind ganz unterschiedliche auch Kulturen.
- 38:30Speaker 0: Die ganze Unterschiede wachsen auch.
- 38:31Speaker 0: Die einen sind ein bisschen konservativer, die anderen sind viel schneller, die andern wollen grade immer so the latest shit, die Anderen grade nicht!
- 38:38Speaker 0: Die einen wollen dass sie auffallen, die andere wollen eher dass er nicht auffallend.
- 38:43Speaker 0: und da muss man halt so diesen Mittelweg finden.
- 38:45Speaker 0: und da gucken wir uns alles an.
- 38:47Speaker 0: Aber immer, da gibt es nicht so ein Mutboard für BMW.
- 38:51Speaker 0: Sondern es gibt einen Mutboard... ...für jedes Produkt.
- 38:53Speaker 0: und wir haben jetzt hier schon gesagt sehr viele.
- 38:56Speaker 0: Wir haben vielleicht jetzt so dreißig bis vierzig verschiedene Modelle.
- 39:00Speaker 0: Und da gibt's ja vom Einser bis zum Siebende.
- 39:04Speaker 0: Das sind ganz unterschiedliche Kunden.
- 39:05Speaker 0: Nicht jeder siebener Kunde hat dann komplett die Kollektion in der Garage sondern er hat halt wirklich nur dieses eine Auto und das ist der Perfektfit.
- 39:13Speaker 0: Es ist gut wenn er dann vielleicht mit der... wächst mit der und dann nachher vielleicht aufstecken, aber manche fahren auch später dann nach dem Siebenen.
- 39:22Speaker 0: Zum Beispiel in China.
- 39:23Speaker 0: In China gibt es Leute, da ist auch der Altersdurchschnitt von unseren Kunden viel jünger.
- 39:28Speaker 0: Wenn's hier so um die über fünfzig ist, den Durchschnitt aller Kunden... ...ist in China irgendwie unter dreißig oder zweintreißig Durchschnitt.
- 39:37Speaker 0: Das heißt jemand, der dort einen Führerschein gerade macht, vielleicht auch erst mit sieben zwanzig, sein erstes Auto ist ein Siebene!
- 39:45Speaker 0: In Deutschland wäre es so klassisch, so Social Climber.
- 39:50Speaker 0: Einfach so gesellschaftlich.
- 39:51Speaker 0: Man fängt klein an und steigt ein in eine Premiummarke und dann irgendwie mit der Zeit, mit Wohlstandwachsendem steigt man auf und vielleicht kurz vor der Rente fährt man dann quasi das Flaggschiff und danach in der Rnte bleibt man vielleicht der Marke treu Und fährt dann wie jetzt.
- 40:09Speaker 0: bei Mercedes hat man ja so A-Klasse, B-Klace gemacht die auch bewusst eine höhere Sitzposition haben weil man natürlich irgendwann gar nicht mehr so tief sitzen möchte oder ein kompaktes Auto mit einer Command Position und weil Status da nicht mehr wichtig ist.
- 40:24Speaker 0: So ist das quasi so einen Zyklus.
- 40:27Speaker 0: aber in China ist es so dass wenn dann ein Chineser zum Beispiel als erstes Auto, weil er denkt vielleicht auch Geld, weil viele Startups, viele Millionäre ... den wir in dem Jahr, aber erst gerade Führerschein gemacht haben.
- 40:39Speaker 0: Der kauft als erstes Auto den Siebner und danach ... ... kauft er einen Einser weil er sagt irgendwie finde ich BMW ganz cool... ... aber ich brauche gar nicht so ein großes Auto.
- 40:48Speaker 0: Und dann kauft der ein Einser erwartet aber dass der Einser genauso luxuriös ist wie der Siebne was heute nicht der Fall ist, weil wir eher geschult waren nach so einem Prinzip von Werten in der Gesellschaft Social Climber.
- 41:03Speaker 0: Ein kleines Auto ... ist auch sparsamer, es halt auch einfacher ausgestattet und dann je höher,... ... desto mehr Ausstattung kommen.
- 41:11Speaker 0: Das ist so ein Social-Climber-Denken.
- 41:14Speaker 0: Es gibt aber heutzutage oder die Werte in der Gesellschaft wandeln sich... ... Social Driver einfach so einfach Wertes werden andere Sachen relevant.
- 41:23Speaker 0: Es geht nicht mehr nur um mich, es geht halt auch darum natürlich was Gutes für die Gesellschaft.
- 41:27Speaker 0: Und da gibt's auch viele.
- 41:30Speaker 0: wir als BMW wollen ja auch als Luxusmark angesehen werden und wenn man Von Luxus spricht, da sind wir noch nicht.
- 41:37Speaker 0: Dann gibt es keinen Unterschied zwischen klein und groß.
- 41:39Speaker 0: Wenn man jetzt bei MS-Taschen anschaut, der kostet kleine Tasche genauso viel wie die große.
- 41:46Speaker 0: Also das ist kein... Ich kaufe mir die kleine weil ich mich die große nicht leisten kann.
- 41:50Speaker 0: Die kosten gleich!
- 41:51Speaker 0: Man kauft die kleine, weil die Kleine halt einfach... Die ist die ich jetzt einfach so will.
- 41:56Speaker 0: Die ist auch nicht praktischer oder funktionaler.
- 41:58Speaker 0: Die kauft man nicht, weil da bessere Taschen- oder Ablagen sind.
- 42:01Speaker 0: Sondern das ist einfach so.
- 42:02Speaker 0: Es ist aber alles die gleiche Qualität und im Luxussegmenten muss man das auch machen.
- 42:07Speaker 0: Und das ist auch etwas was unsere Kunden dann in China, weil sie eben so schneller sind.
- 42:11Speaker 0: Und jetzt gerade denken wir warum es der kleine Wagen nicht genauso luxurös wie der Siebner?
- 42:18Speaker 0: Deshalb muss man eben wenn man dann so Diese Three Sixty Degree, also diese Inspirationsquellen sucht genau verstehen.
- 42:26Speaker 0: Okay was ist denn für einen Kunden dort relevant und was ist seine Sicht auf solche Produkte?
- 42:34Speaker 0: Und dann kann man natürlich nicht irgendwas anbieten aus einer Münchner Brille wenn man denkt hier funktioniert es so da wird man dort kein Erfolg haben.
- 42:41Speaker 0: jetzt müssen wir aber ebenso kreativ sein dass wir alle unter einen Hut bekommen.
- 42:46Speaker 0: einmal unsere Kosten Weil wir müssen ja auch irgendwie Geld verdienen damit, weil sonst können wir auch keine Innovationen.
- 42:52Speaker 0: Wir können ja überhaupt keinen neuen Produkt entwickeln.
- 42:54Speaker 0: wenn wir nicht irgendwie Geldverdienen wollen dann können wir nichts investieren.
- 42:58Speaker 0: also es ist so ein Kreislauf und damit wir erfolgreich sind müssen wir unsere Herstellkosten eben in einem gewissen Rahmen halten dass auch der Verkaufspreis eben nicht irgendwie zu teuer wird damit wir auch unser Volumen bekommen Und das aber mit total unterschiedlichen Zieleanforderungen.
- 43:17Speaker 0: Jedes Produkt hat eben andere Inspirationen oder Beeinflussungen im Umfeld und das wird immer rangezogen.
- 43:27Speaker 0: für jedes neue Produkt, haben wir Mutboards und gucken uns an was ist hier relevant?
- 43:32Speaker 1: Du hast gerade schon angesprochen es sind auch... Die Themen, die auch den Kunden wichtig sind verändern sich.
- 43:39Speaker 1: Ein großes Thema was uns ja alle sehr beschäftigt ist natürlich das Thema Nachhaltigkeit.
- 43:44Speaker 1: Welche Rolle spielt dann so ein Thema im Design der Modelle?
- 43:49Speaker 0: Ja also Nachhaltigkeit.
- 43:51Speaker 0: Also jemand der sich irgendwie sagt dass es nicht wichtig ist sorry so ein Idiot weil Nachhaltigkeiten betrifft uns alle und mir ist mein Schade erst so spät angefangen hat.
- 44:02Speaker 0: aber Wenn man irgendwie nicht wirklich komplett asozial ist, dann weiß man, dass es einfach ohne das wird gar nichts geben.
- 44:11Speaker 0: Und da geht alles in Bacht runter und jetzt ist es so wie er als Automobil herstellt.
- 44:17Speaker 0: Jetzt kann man natürlich sagen ja, ich meine braucht's überhaupt ein Auto!
- 44:20Speaker 0: Dann hört er erst mal auf... ...und dann müsste man aber alles aufführen.
- 44:24Speaker 0: Dann kann man auch gleich sagen, kannst dich auch gleich begraben, dann hören wir jetzt auf zu atmen und wer leben nicht mehr?
- 44:31Speaker 0: Das ist natürlich auch nicht der Sinn der Sache, aber wir müssen dann irgendwie sinnstiftend sein und irgendwie nicht Sachen machen die unnötig sind.
- 44:37Speaker 0: Und ein Auto... Es gibt viele.
- 44:39Speaker 0: Wir haben ja natürlich gerade als Marke, als BMW wo auch viele große Autos sind mit großen Motoren und letzten IAAs in Frankfurt natürlich Demos gehabt, wo man dann halt gleich auch SAV so diese Monster die Stadt verschmutzen hat da auch erstmal gar nichts damit zu tun.
- 44:58Speaker 0: Ob die Autos, weil meistens fahren ja so und dann diese Aktivisten waren viel umweltschädlichere Autos.
- 45:07Speaker 0: Die glauben, sie fanden ein altes Auto was aber vielleicht zwanzigmal mehr CO² ausschtet als jetzt.
- 45:12Speaker 0: so ein großes Auto ist auch nicht das Größte gleich immer zusätzlich mit nachhaltigen.
- 45:18Speaker 0: Weil ein großes Haus mit tausend Quadratmeter nach neun Dingen ist wesentlich effizienter als eine Altbauwohnung in Paris.
- 45:27Speaker 0: Das heißt, man muss aber auch Autos erst mal sehen.
- 45:29Speaker 0: Dass Autos ja etwas sind ist ja eine unglaubliche quasi Errungenschaft der Menschheit weil Auto heißt ja nicht umsonst Auto das kommt ja aus dem griechischen.
- 45:42Speaker 0: also eigentlich selbst Selbstbestimmung sehr viel in sich hat autonom dass es ja eine Freiheit das ist ja ein Grundbedürfnis von Menschen so lang es uns gibt.
- 45:52Speaker 0: jeder mensch ist ein Individuum will.
- 45:55Speaker 0: Selbstbestimmung will nicht irgendwie, deshalb haben wir ja alle Angst vor Artificial Intelligence und wollen ja nicht fremdbestimmt sein.
- 46:01Speaker 0: Und Auto ist ja – und merkt man gerade in der Pandemie einfach einen Ort eine Möglichkeit nach Freiheit, nach Selbstbestimmung die Ultimate Freedom Machine.
- 46:12Speaker 0: Das wird auch bleiben das sagen auch zukunftsförderlich ist es nicht jetzt wie uns das jetzt irgendwie selber in die Tasche lügen sondern da sagen ganz viele auto bleibt immer relevant in der Zukunft.
- 46:22Speaker 0: Ihr müsst halt zusehen, dass das Auto jetzt nicht irgendwie scheitlich ist.
- 46:26Speaker 0: Aber ein Auto an sich... Das darf ja nicht gleichzeitig mit Verbrennungsmotor.
- 46:31Speaker 0: Mir auch als Designer ist es egal!
- 46:33Speaker 0: Mein Gott man kann das mit... Alles von Wasserstoff mit irgendwas, bloß die Technologie.
- 46:38Speaker 0: Da muss ja Lobby-Arbeit.
- 46:39Speaker 0: Das muss auch aus der ganzen Industrie... Wir sind nicht die, die das bestimmen was der antritt.
- 46:44Speaker 0: Es hat viel mit Politik zu tun.
- 46:46Speaker 0: Was in Regulator drücken wenn sie sagen es geht nicht anders, wenn es Autos geben soll, die so einen Zufiziat zwei ausschließen werden, wenn eine Lösung finden.
- 46:54Speaker 0: und jetzt geht's darum.
- 46:56Speaker 0: wir wollen und glauben auch daran dass eben Auto einfach ein elementarer Bestandteil ist für Menschen die selbstbestimmend sein wollen, die freiheitsliebend sind.
- 47:07Speaker 0: Die einfach mobil sein wollen weil Mobilität ist ja wichtig heutzutage.
- 47:12Speaker 0: Deshalb nehmen wir das sehr ernst und haben auch schon gesagt hat unser CEO mir schon ganz klar gesagt das grünste Auto und es klingt jetzt erstmal so ein bisschen vielleicht banal des grünster auto glaubst du stand noch in der bild wird von BMW kommen?
- 47:28Speaker 0: Das meinen wir wirklich.
- 47:29Speaker 0: also Wir wollen und wir glauben eben, dass daran – und das ist unser Ziel -, dass irgendwann so ein Auto völlig zirkulär ist.
- 47:35Speaker 0: Und dass eigentlich nicht nur nicht schädlich ist vielleicht tut sogar noch was Gutes weil es einfach eine Kreislaufwirtschaft ist und das funktioniert.
- 47:45Speaker 0: Da sieht man schon in den Industrien verschiedenen Bereichen, der Modebranche selbst H&M.
- 47:50Speaker 0: Man sieht eigentlich keine Marke der Welt auch keine Luxusmarken kommt mehr an Nachhaltigkeit vorbei weil Luxus ist nicht von Nachhaltigkeit mehr zu trennen.
- 48:00Speaker 0: Also auch Kunden, die viel Geld haben und wir leben in einer sehr wohlhabenden Zeit.
- 48:07Speaker 0: also es gibt ja mehr Wohlstand als je zuvor und natürlich sind die Leute durch den Wohlstände mehr Zeit Sachen zu reflektieren und wollen da nicht einfach nur me first sondern es ist tatsächlich so wenn ich mir was kaufe möchte ich auch irgendwie kein schlechtes Gewissen dabei habe.
- 48:25Speaker 0: Man wird dann, wenn man schon die Wahl hat und man sich das aussuchen kann.
- 48:28Speaker 0: So wie Bio essen kostet auch mehr.
- 48:30Speaker 0: Kann sich nicht jede Familie leisten.
- 48:32Speaker 0: Es ist nicht so dass es den Familien egal ist, die einkaufen und sagen nochmal Tomaten kaufen, die nur neunneinzig Cent kosten irgendwie in so einem Wasser gewinnen... Das ist einfach was sie sich nicht leisten können.
- 48:44Speaker 0: Und das kostet halt leider dann einfach mehr.
- 48:47Speaker 0: und Bio was anwächst kostet mehr und ist Luxus!
- 48:49Speaker 0: ... und genauso wird es halt auch bei Produkten sein, die... ... wenn man natürlich zirkuläre oder wenn man nachhaltige Themen bearbeiten möchte.
- 48:59Speaker 0: Und so Auto-Searchimers kann das natürlich auch nicht von der Stange sein.
- 49:02Speaker 0: Das ist klar!
- 49:03Speaker 0: Aber insofern ist auch Luxus und Nachhaltigkeit natürlich ein ideales Bild,... ... dass man etwas macht wo sich Leute belohnen, wo sie sich quasi rewarden weil sie was erreicht haben.
- 49:15Speaker 0: aber gleichzeitig ist es halt….
- 49:17Speaker 0: … auch was mehr wert tatsächlich
- 49:19Speaker 0: ist.".
- 49:19Speaker 0: Das sind nicht nur ein Mehrwert aus Status, sondern das ist mehr wert für alles.
- 49:23Speaker 0: Und deshalb ist es auch für uns im Design sehr wichtig, weil Nachhaltigkeit fängt natürlich auch beim Design-Design halt wirklich der Anfang und es gibt ja eben diese drei Grundregeln von Circularity – Reduce, Reuse, Recycle.
- 49:42Speaker 0: Wir haben einfach noch eine vierte Komponente dazu gemacht.
- 49:44Speaker 0: ... einfach am Anfang erst mal dieser Mindset sich erinnert.
- 49:49Speaker 0: Wenn man heute ein Produkt sieht, dann sind da ganz viele Spangen dran so Chrom und Zierrahmen... …und das kommt aus einer Zeit wo man sich darüber keine Gedanken gemacht hat….
- 49:58Speaker 0: …und solange es kein Bedürfnis gibt an eine Erfindersung macht man das einfach weiter.
- 50:02Speaker 0: Man modernisiert es, man macht hier trotzdem Spänchen, man gestaltet es neuer.
- 50:06Speaker 0: aber eigentlich wenn man sich heute Autos anguckt ist da genauso viel dran wie früher.
- 50:10Speaker 0: Das sieht alles zwar so ein bisschen anders aus, aber früher gab es so Stoßstangen.
- 50:14Speaker 0: Die waren Chrome, aber es gab viele andere Sachen nicht.
- 50:17Speaker 0: Chrome ist nichts anderes als ein natürliches Element mit Low-Tech Licht und irgendwie so emotionale Formen weil das gewölbte Flächen waren wo sich Licht beträgt, wo Licht und Schatten sind Reflexe und dass Auto lebendig dadurch wird.
- 50:35Speaker 0: Deshalb war's Chrome einfach so bling bling.
- 50:37Speaker 0: Menschen schon immer haben sich mit Gold, mit Schmuck gemacht weil es einfach irgendwie attraktiv ist.
- 50:42Speaker 0: Fische, die ganze Natur reagiert auf Lichtreflexe.
- 50:46Speaker 0: so sind wir einfach.
- 50:47Speaker 0: aber jetzt Chrom.
- 50:49Speaker 0: man kann ja auch dann sagen Licht ist das neue Chrom und man hat heute Möglichkeit sehr energieeffizient weil LED ist das weiß ja jeder wenn er so eine Lampe hat.
- 51:00Speaker 0: also wirklich sehr effizient und man kann eben mit Licht viel mehr noch schaffen als mit Chrom.
- 51:07Speaker 0: Chrome ist so und so giftig, es wird so verboten in der Industrie, so Chrom-Sex oder gewisse Verfahren einfach ja nicht ganz ungiftig sind.
- 51:17Speaker 0: Insofern braucht man dann auch gewisse Sachen nicht und so kann man wenn man sich dann einfach mal Gedanken macht was ist der Grund?
- 51:24Speaker 0: Oder wieso will man eine gewissen Attraktivität, die man gestalten und welche Möglichkeiten habe ich um das nachhaltig zu machen?
- 51:33Speaker 0: Und jetzt ist ganz wichtig!
- 51:34Speaker 0: Es soll nicht so sein dass Nachhaltigkeit ein Verzicht ist.
- 51:39Speaker 0: Dass jemand denkt, jetzt muss ich mit dem Jute sack irgendwie rumfahren?
- 51:42Speaker 0: Nee!
- 51:42Speaker 0: Ich will nach wie vor Luxus und ich will was aber... Und das machen auch schon viele Firmen zeigen.
- 51:48Speaker 0: Kreativität und der Mensch hat's immer war sehr kreativ.
- 51:52Speaker 0: Jetzt muss man es schaffen dass etwas nachhaltig ist und noch attraktiver und noch ästhetisch als vorher.
- 51:58Speaker 0: Dass man sozusagen auch Chinesen den das vielleicht momentan gar nicht wichtig ist Mir ist mir doch egal, ob meine Familie geht's gut.
- 52:06Speaker 0: Wenn man es dort schafft, dass man etwas gestaltet und dann der Kunde sagt, wow was ist das?
- 52:13Speaker 0: Und wir machen es eher aus unserer Verantwortung als Unternehmen... Das müsste gar nicht draufstehen!
- 52:19Speaker 0: Das muss gar nicht so sichtbar sein!
- 52:21Speaker 0: Das ist unsere Verantwortung, dass wir es herstellen als Premiumhersteller, was nachhaltig und attraktiv ist.
- 52:27Speaker 0: Die kaufen es nur weil sie ihn gefällt.
- 52:29Speaker 1: Vielleicht zum Abschluss noch ein kurzer Blick in die Zukunft, weil du ja auch wie du vorhin einen Eingang schon gesagt hast sehr viel in der Zukunft Arbeit ist.
- 52:38Speaker 1: Weil ihr ja auch diese langen Zyklen habt.
- 52:42Speaker 1: Muss ich dann das Auto der Zukunft noch selber fahren und muss es eigentlich noch mir persönlich gehören oder ist es eher so ein Schertkonzept irgendwann mal?
- 52:53Speaker 0: Ja, da gibt es auch keine richtige Wahrheit oder Antwort darauf weil auch niemand die Zukunft vorher sehen kann.
- 52:58Speaker 0: Da gibt's natürlich verschiedene Theorien oder Möglichkeiten, weil man schon sieht das jetzt dieses Cost of Ownership oder ein Auto zu besitzen gerade bei Generation Y und Z Wenn man so auch Umfragen macht, das Auto spielt keine Rolle.
- 53:14Speaker 0: Also wenn Leute jetzt... ...wenn man so Umfrage macht bei den Generationen dann kommen ganz andere Sachen.
- 53:19Speaker 0: Dann kommen Reisen, dann kommen irgendwie Bildungen, keine langen Sprachen dazu und Autos in irgendeiner ganz anderen Stelle was früher ganz oben war.
- 53:29Speaker 0: Heute hat man eben ganz andere Möglichkeiten.
- 53:31Speaker 0: Eben weil so Sharing und so ja einfach auch Leute dieses Social Driver also die Jugend hat schon ein ganz anderes Verständnis, auch das Miteinander.
- 53:44Speaker 0: Klar sie wachsen aufheuten mit noch mehr Menschen und da ist es ein ganz anderer Geist und dann muss man auch mitgehen was das ist?
- 53:54Speaker 0: Das ist jetzt eigentlich aus Designsicht unabhängig ob das geschert ist oder gekauft in beiden Sachen weil selbst wenn Sharing ist gehört sich irgendeinem Unternehmen und auch jetzt wenn man vielleicht mit Uber oder so fährt will man vielleicht doch lieber ... in dem Auto sitzen oder in dem Autositzen, weil egal wie man es macht... ... jeder Kunde hat einen gewissen Anspruch.
- 54:17Speaker 0: Und niemand ist komplett so, ist mir doch egal.
- 54:20Speaker 0: Also niemand!
- 54:21Speaker 0: Selbst bei den Grünen ist das egal, wie sie sitzen und wo sie reisen.
- 54:27Speaker 0: Ob sie im Zug und dann will man hier sitzen, will man am Fenster sitzen.
- 54:30Speaker 0: Das ist einfach Mensch sein.
- 54:32Speaker 0: Insofern bleibt das immer relevant.
- 54:35Speaker 0: ästhetik- Ja, Begehrlichkeit und das andere autonomes Fahren.
- 54:40Speaker 0: Das ist letztendlich einfach nur eine Technologie die wir alles einfach nur den Komfort erhöhen sollen.
- 54:46Speaker 0: Sonst nichts?
- 54:46Speaker 0: Also eigentlich ist dieses autonome Fahren ja eine Hilfe.
- 54:49Speaker 0: so wie irgendwann mal Sicherheitsgurte kamen Kopfstützen ABS da sind ja alle Hilfen.
- 54:54Speaker 0: man könnte auch sagen ich bremst ja viel besser.
- 54:57Speaker 0: also jetzt die Menschen sagen ja ich werde es nicht fahren lassen weil dann sagt man ja ich bremse dann halt so.
- 55:03Speaker 0: Aber das kann man nicht.
- 55:03Speaker 0: Das heißt, dass ein ABS-System ist ja auch etwas wo das System reguliert damit man in der Kurve bremsen kann.
- 55:11Speaker 0: Man kann Lenken und Bremsen für jeden heute normal.
- 55:15Speaker 0: Und so ist es halt immer wenn etwas Neues entwickelt wird.
- 55:19Speaker 0: Flugzeuge fliegen immer autonom also das ist ja nur Start und Landung Und nachher fliegt da keiner mehr selber, sonst wird's auch ziemlich wackeln.
- 55:31Speaker 0: Weil das halt komplette Systeme steuern und Autofahren.
- 55:35Speaker 0: heute diese Level zweieinhalb gibt es also diese verschiedenen Levels von autonomen fahren sind einfach, also ich merke es ja selber wenn man sich daran gewöhnt hat das ist einfach so Abstandswahne.
- 55:47Speaker 0: Wenn man heute irgendwie dann irgendwie ein Tempo bemaht hat was keinen Abstand mehr hält da fährt das Auto einfach auf jemand drauf und man denkt so oh mein Gott!
- 55:55Speaker 0: Also das ist ja... Und wie das halt weniger ermüdend ist weil diese Systeme können einfach vielmehr wir haben einfach nur zwei Augen und können immer nur nach vorne zur Seite oder nach hinten schauen.
- 56:06Speaker 0: So Systeme kann ja einfach rundum in alle Richtungen gleichzeitig schon Und es geht eigentlich nur darum, wie können wir – das ist ja wie in der Medizin.
- 56:16Speaker 0: Also wenn wir die nicht hätten, würden wir alle fünf, dreißig Jahre leben.
- 56:20Speaker 0: Weil das einfach so dann die Lebenserwartung wäre.
- 56:22Speaker 0: aber findet ja jetzt auch nicht jeder toll.
- 56:24Speaker 0: und genauso ist es mit allen Sachen Wenn man was kauft und wenn man für etwas Geld ausgibt Dann soll es ja auch für den Menschen ein Mehrwert sein Nicht nur eine leere Hülle sondern mehr Sicherheit bieten mehr Qualität mehr Komfort.
- 56:41Speaker 0: Man muss einfach das Gefühl haben, ich habe mir was Gutes getan und dadurch ist mein Leben schöner und leichter.
- 56:46Speaker 0: Und insofern wird auch autonomes Fahren irgendwann einfach auch ein Teil sein.
- 56:52Speaker 0: Da sind wir noch lange nicht da weil dafür braucht man viel mehr Infrastruktur.
- 56:56Speaker 0: Das hängt jetzt nicht an der fehlenden Technologie sondern da müssen viel mehr Rahmenbedingungen geschaffen werden.
- 57:03Speaker 0: aber es ist einfach einen ganz normalen Lauf der Dinge mehr Hilfestellung für unser tägliches sein.
- 57:16Speaker 1: Danke dir für deine Zeit und für die vielen Einblicke!
- 57:18Speaker 0: Gerne, vielen Dank!
- 57:20Speaker 0: Tschüss!
- 57:21Speaker 1: Das war es leider schon... Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 57:25Speaker 1: das Gespräch zu Ende.
- 57:27Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 57:30Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den Abonnieren-Button zu klicken.
- 57:44Speaker 1: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.