Latest / Sparkojote – Der Finanzrudel Podcast / Wie ich mit 30 Jahren finanziell frei wurde – Mein Weg und Strategien
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- 0:00Herzlich willkommen zur Finanzrudel Audio Experience, einem Podcast für alle, die sich das Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus zu Herzen nehmen. Hier lernst du wertvolle Tipps und Erfahrungen, die du in deinem Leben praktisch anwenden kannst. Mein Name ist Thomas Brandon Kovacs, auch bekannt als Thomas der Sparkojote. Ich bin Unternehmer und führe den grössten Schweizer Finanz-YouTube-Kanal und Finanzblog sparkojote.ch. Ja, du hast jetzt den schönsten Aussichtsplatz vom gesamten Börsentag, oder?
- 0:38Ja, also ich sehe den Zürichsee von hier, also sehr, sehr schön. Und du hast mir schon vorher auch erzählt, du bist schon seit dreißig Jahren hier im Börsenradio. Das ist crazy. Ich bin dieses Jahr dreißig geworden, das heißt, ich hoffe, ich lerne mehr von dir. Ja, das werden wir sehen. Ich glaube, ich könnte Jüngeren auch durchaus was weitergeben. Ja, das stimmt schon. Aber überlege mal, wo steht dein Depot jetzt? eins Komma sieben? Nee, also es wäre Anfang Woche bei eins Komma vier gewesen, jetzt ist bei eins Komma fünf.
- 1:10Das ist das öffentliche Portfolio, was ich teile, und das jetzt schon seit fast zwölf Jahren transparent jeden Monat mit Depot-Updates. Und man sieht meine Käufe, Verkäufe, Trades. Rechnet das mal hoch auf dreißig Jahre, was das dann wäre. Ich weiß es nicht, das ist dann in achtzehn Jahren, da bin ich achtundvierzig. Ich hoffe, da kommen dann noch ein paar Nullen dran. Nee, aber Es ist schon so, für mich zumindest, für meinen Teil, die letzten zwölf Jahre habe ich gesehen, wie sich natürlich der Zinseszins auch in dieser Zeit entfalten kann. Klar, keine Frage, ich habe viel investiert, weil ich auch gute Sparquoten hatte, gut verdient habe.
- 1:47Aber man muss dann auch verstehen, von diesen aktuell eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken, das sind so um die eins Komma sieben Millionen Euro, so irgendwas in dem Bereich, Davon ist halt trotzdem ein guter Chunk halt Gewinn. Also ungefähr acht hundert fünfzig tausend sind einbezahlt worden und der Rest, also die sechs hundert fünfzig tausend, das ist alles Gewinn durch Kursgewinne, Dividenden, alles akkumuliert reinvestiert. Das ist schon ein guter Batzen. Und du bist also so richtig berühmt. Also habe ich jetzt schon gemerkt hier in der Schweiz. Du kanntest Börsenradio nicht und ich kannte den Sparkojoten nicht. Jetzt kennen wir uns beide so ein bisschen.
- 2:26Seit zweitausendsechzehn eins Komma vier drei fünf Millionen Franken, eins Komma sieben Millionen Euro, davon rund dreihundertvierundachtzigtausend einbezahlt, also eingespart. Wie das funktioniert, da kommen wir gleich noch dazu. Sechshunderttausend Franken sind Gewinn, knapp sechzig Prozent Wertzuwachs. Wie groß ist deine Sparquote derzeit? Also im Moment, also ich habe mich sehr fixiert darauf, eigentlich die gleiche absolute Summe zu investieren. Das sind immer ungefähr achttausend Franken pro Monat, und das schon seit Längerem, seit einigen Jahren.
- 3:01Das heißt, das fließt zum Großteil automatisiert, sei das über Sparpläne in ETFs, in den Vanguard FTSE All-World, oder auch in Einzelaktien. Bitcoin habe ich wöchentliche Sparpläne, und das sind ungefähr achttausend Franken pro Monat. Ich habe vor vier, fünf Jahren eigentlich so mir gesagt, hey, eigentlich achttausend Franken investieren, das ist so der Sweet Spot. Ich möchte gar nicht mehr monatlich investieren, weil ich halt Unternehmer bin, selbstständig bin und mehr oder weniger halt entscheiden kann, was ist mein Gehalt. Und letzten Endes lasse ich lieber das Geld in mein Unternehmen und lasse es dort erwirtschaften und arbeiten, damit ich auch keine Einkommensteuer zahlen muss, weil ich mir ein hohes Gehalt ausschütte.
- 3:41Und da habe ich halt so einen Sweet Spot gesucht und achttausend Franken fand ich einfach relativ gut. Darum bin ich jetzt auch sehr lange auf diesem Betrag geblieben. Bist du sehr sparsam, was das Leben angeht? Also ich war extrem, also ich habe auch schon extrem gespart. Also so in meiner Anfangszeit. Mach doch mal ein Beispiel. Also die Hälfte deines Gehalts, ein Drittel oder bist du mit zweitausend Franken ausgekommen im Monat? Also so als Beispiel, also am Anfang meiner Selbstständigkeit, da habe ich es auf teilweise für dreitausend, dreihunderttausend, vierhundert Franken geschafft, hier in der Schweiz zu leben. Das ist sehr wenig. Also für die, die in der Schweiz leben, das ist wirklich hardcore wenig. Aber es hat sich gelohnt. Du hattest das Ziel, oder? Genau.
- 4:20Und da habe ich aber gemerkt, das ist mir ein bisschen zu wenig. Habe mich dann sehr lange, jahrelang, fünf, sechs Jahre auf zweitausend, zweieinhalbtausend Franken eingependelt an Lebenskosten. Also das mit Miete, Mietanteil, Krankenkasse und so weiter. Also alle Kosten, die man halt so hat, Essen, Trinken und so weiter. Und es sind so dreißigtausend im Jahr gewesen. Habe ich sehr lange gemacht. Das ist auch sehr wenig. Also für Schweizer Verhältnisse das auszugeben, wenn du ganz normal deinen eigenen Haushalt und so weiter hast, das ist wirklich sehr wenig. Und habe dann alles darüber hinaus gespart. Also das heißt, wenn ich zehntausend verdient habe, dann konnte ich halt siebzig, achtzig Prozent sparen.
- 4:58Wenn ich jetzt theoretisch zwanzigtausend verdient habe, dann habe ich eigentlich neunzig Prozent gespart. Das ist so eigentlich das. Ich meine, muss ich mal überlegen. Ich meine, du hast so viel gespart, wie manches, wie manch anderes sein ganzes Leben lang nicht zusammenkriegt, ne. Also du bist, hast ja quasi mit, mit sechzehn, siebzehn angefangen. Die Story, da gehen wir gleich noch mal durch. Jetzt bist du dreißig. Also wenn du jetzt schon, das ist ja das öffentliche Depot, mit so eben aktuell wirklich, ich habe gestern geguckt, eins Komma fünf Millionen Schweizer Franken. Ja, das ist Stand jetzt, also gestern. Ja. Okay, was hast du an Firmen?
- 5:33Also du hast mit sechzehn online gehandelt, mit siebzehn ernsthaft dich mit Geld beschäftigt, dann hattest du einen eigentlich relativ sicheren Job bei der UBS, so habe ich das verstanden, zweitausendachtzehn dann gekündigt. Was war damals mutiger, die erste Aktie zu kaufen oder den sicheren Arbeitsplatz aufzugeben? Also die erste Aktie zu kaufen war für mich eigentlich ein No-Brainer. Ja, also Tim Schäfer, falls du ihn kennst. Von ihm habe ich viel lernen dürfen durch seinen Blog. Konnte ihn auch über die Jahre auch persönlich kennenlernen und auch persönlich mit ihm mich austauschen. Von ihm habe ich sehr viel gelernt, so von dieser Langfristigkeit, Buy and Hold. Darum war für mich das irgendwie ein No-Brainer.
- 6:11Ich habe auch mit ihm Mailkontakt auch viel gehabt, da zumeist, wo ich noch also praktisch in der Lehre gewesen bin. Hat mir auch sehr viel geholfen, so auf Kurs zu bleiben. Darum war es für mich ein No-Brainer. Tatsächlich kündigen, diesen sicheren Job. Es war wirklich ein sehr sicherer Job, hat auch sehr gut gezahlt nach der Lehre und alles. Das fand ich dann schon, das hat mich auch schon Überwindung gekostet. Ich habe da auch noch damals sogar ein direkt Recap-Video gemacht, also auch diesen Moment eingefangen, wo ich halt die Kündigung gemacht habe. Es war für mich schon so ein, ich glaube, so ein Key-Changing-Moment. Jeder Mensch hat so gewisse Momente in seinem Leben, wo er sagen würde: Hey, Das ist so ein Key Moment, so ein Schlüsselmoment.
- 6:50Und das war für mich einer dieser Schlüsselmomente, weil ich würde wahrscheinlich heute nicht da stehen, wo ich stehe, wenn ich das nicht gemacht hätte, dieses Risiko blöde gesagt eingegangen wäre. Ich wusste ja nicht, dass— Das ist ja Unternehmertum. Ich habe gerade mal deine Webseite geöffnet, wir gehen dann gleich mal ins Depot rein. Aber es ist ja wie eine Aktie kaufen, oder? Ohne ein Risiko einzugehen, wird es auch keine Rendite geben. Also für mich war damals so ein bisschen auch der Punkt, ich habe mir ausgerechnet, ich möchte mit dreißig Millionär werden. Ich bin jetzt dieses Jahr dreißig geworden. Okay, bist du auch. Was ich auch total spannend finde, Nebenfun-Effekt,
- 7:28da ist ein Bild, da siehst du ganz anders aus jetzt mit langen Haaren. Ich muss das mal updaten. Und Fliege und Anzug. Hast du auch einen Imagewechsel? Vollzogen? Bist du ein bisschen ein anderer Typ geworden? Nach dem Motto, ich habe die finanzielle Freiheit erreicht, völlig egal. Ich habe vor zwei Jahren entschieden, ich möchte lange Haare, aber ich habe bisher noch keine coolen Bilder, wo ich lange Haare habe. Das ist so ein bisschen— Aber das hat jetzt nur mit Haaren zu tun, oder hast du da einen Imagewechsel? Also hat es irgendwie Klick gemacht? Du hast die finanzielle Freiheit erreicht? Schon länger.
- 8:04Das, was ich noch mal kurz erklären wollte, also Warum ich mich, also nicht der einzige Grund, aber was auch ein Entscheidungsfaktor gewesen ist, warum ich Unternehmer oder selbstständig werden wollte. Ich habe mir ausgerechnet, hey, wenn ich mit dreißig Millionär werden möchte in Schweizer Franken, dann muss ich zu dem Zeitpunkt, wo ich mir das ausgerechnet habe, mit so einundzwanzig, zweiundzwanzig, achttausendfünfhundert Schweizer Franken monatlich investieren, um mit dreißig das hinzubekommen. Okay, das hast du geschafft. Nee, aber das ist unmöglich als Angestellter, weil du musst ja netto nach Steuern achttausendfünfhundert pro Monat investieren und ich hätte in meinem Path zu dem Zeitpunkt das machen können.
- 8:42Das heißt, jedes Jahr, wo ich das nicht schaffe, muss ich in den späteren Jahren viel, viel mehr investieren. Korrekt? Ja. Weil so funktioniert man das. Und das ist, glaube ich, auch— und das war für mich ein Grund. Aber das ist ja auch eine ganz wichtige Aussage. Wenn du jung bist, fang jetzt das Sparen an, auch wenn es nur ein paar Euro sind oder ein paar Schweizer Franken in dem Fall. Der Zinseszinseffekt, das holst du nie wieder ein. Selbst wenn du jetzt nur mit hundert Euro anfangen kannst, vielleicht als Student oder wenn du dir nicht viel leisten kannst. Das ist spannend. Hast du noch weitere Investments? Also hast du schon mal über Immobilien nachgedacht oder hast du einen gewissen Teil in Gold oder wie sieht es da aus bei dir? Wie es bei mir ausschaut,
- 9:21also Immobilien habe ich im Moment noch nicht. Gold ist auch in diesem Portfolio drin, das ist auch öffentlich. Also man sieht, wie viel Gold ich in meinem Main-Portfolio drin habe. Das sind so immer um die fünf Prozent plus minus, manchmal auch nur drei oder vier, je nach Kurs gerade. Aber grundsätzlich, Immobilien habe ich hier noch nicht im Portfolio, höchstens REITs, also Real Estate Investment Trusts, zähle ich jetzt aber nicht als Immobilie. Und ansonsten ist halt viel letztendlich Private Equity, also in den eigenen Unternehmen oder Beteiligungen, wo ich stiller Teilhaber bin. Ist dann natürlich nicht liquide, aber halt natürlich von den Summen und auch von den Werten eine ganz andere Welt, oder?
- 9:59Weil du baust ja dann Valuation auf, Und wenn du möchtest, irgendwann das Ziel halt zu verkaufen zum Beispiel, also den Exit zu machen, oder du baust halt dann dir eine Maschinerie auf, die dir dann ab einem gewissen Punkt das von alleine läuft, weil du, keine Ahnung, dreißig Mitarbeiter hast. Du bist dann eigentlich nur noch, vielleicht stellst du auch noch einen Geschäftsführer ein und es läuft alles von alleine und du baust dann deine eigene Aktie im Prinzip, oder? Weil du kannst dir dann auch selber Dividende ausschütten, du kannst selber noch im Vorstand sein, also das ist natürlich dann schon noch mal eine Stufe höher. Und hat natürlich auch mit den Ambitionen zu tun. Was möchte man erreichen? Was möchte man machen? Und das mache ich gerade aktuell zum Beispiel mit Amazing Toys.
- 10:37Das ist eben der Spielwarenhandel, Trading Card Game Handel, wo auch Pokémon-Karten, Magic, Yu-Gi-Oh! Collectibles verkauft werden. Ich war auf den Shop drauf und dann dachte ich mir, lässt sich damit überhaupt Umsatz machen? Also, und es scheint ja richtig zu sein. Wir haben jetzt zwölf Mitarbeiter. Und die leben alle und arbeiten in der Schweiz. Also die verdienen dann auch entsprechend den Schweizer Lohn. Also irgendwo muss irgendwas laufen. Und jetzt kommen auch noch mal wahrscheinlich zwei Leute gegen Ende, ja, Anfang Jahr ins Team noch mal. Also wir machen nicht vierzehn, fünfzehn, je nachdem wie es läuft.
- 11:10Bist du da täglich aktiv in der Firma drin oder bist du da schon Unternehmer und du hast alles geregelt hier? Also du kannst es das Unternehmen verlassen, das würde auch— also ernsthaft, du würdest jetzt vom Fahrrad fallen und drei Wochen im Krankenhaus liegen, das funktioniert doch nicht. Also ich bin aktiv drin, aber nicht unbedingt operativ. Also was ich mache, sind Systeme, die dann meine Mitarbeiter verwenden können. Also du schaffst Systeme sozusagen, dass deine Firma funktioniert. Genau, ja.
- 11:38Also ich bin jetzt nächstes Jahr zwei Monate komplett weg in Japan und das bedeutet dann für mich, habe ich auch schon gemacht letztes Jahr, zwei Monate weg und das Geschäft läuft und das Geschäft macht, nachdem ich wieder zurückkomme, mehr Umsatz und das heißt, irgendwas mache wieder richtig.
- 12:26Was hast du für eine Beziehung zu Japan? Also alles, was ich irgendwie als Hobby habe oder als Hobby zum Beruf gemacht habe, kommt von dort. Also auch Pokémon Trading Cards, und das sind all diese Themen, es kommt alles von dort. Auch dieses, diese Pop-Culture-Sachen, die wir verkaufen, Anime, Manga. Wir sind ja mehr oder weniger ein Spielzeugladen, kann man sagen, so ein Toy Store. Und ich kann mich Und das ist halt mein Bezug dazu. Und die Kultur gefällt mir einfach. Also wenn du jetzt die Kleidung wechseln würdest, könnte ich mir auch vorstellen, dass du so eine Art Samurai wärst. Ja, danke. Ja, nee, also ich bin wirklich, also von der Kultur, alles, das Komplettpaket.
- 13:05Ich war jetzt öfters in Japan. Wir gucken auch, vielleicht kann man da eine Second Homebase aufbauen. Also ich bin nicht Japaner, aber— Hast du japanische Wurzeln? Nö, eben das nicht, aber ich habe wirklich ein Faible dafür. Ja, genau. Also wirklich auch Essen, Kultur, so wie die Leute dort sind. Sprichst du ein bisschen die Sprache? Noch nicht. Also so, was heißt auf Japanisch guten Tag oder so was? Ohayo gozaimasu. Das heißt guten Morgen. Aber das ist auch mal als Goal, so als Life Goal, Japanisch lernen. Okay. Hattest sonst nichts zu tun als Unternehmer. Genau. Okay, steigen wir dann ein in dein Depot und das,
- 13:44was vielleicht die Jungen von dir lernen können. Du sagst, die ersten hunderttausend Franken ist schwierigste. Warum? Weil du da einfach den Zinseszins nicht so spürst, weil er in absoluten Summen einfach zu klein ist. Also wenn ich jetzt die ersten zehntausend habe, das kommt alles vom Ansparen, und dann wenn ich halt fünf, sechs, sieben Prozent Rendite mache, wie viel ist das? Fünf, sechs, siebenhundert Franken zum Beispiel oder Euro. Und das ist zwar schon geil, aber ist aufs ganze Jahr gerechnet jetzt nicht wirklich irgendwie ein riesiger Es ist zwar was, aber es ist jetzt nicht irgendwie— es dauert lang, bis da mal was Gescheites draus wird. Genau, und es ist dann so meistens, ich glaube nicht mal unbedingt den Betrag an sich, allein so diese Motivation dranzubleiben.
- 14:25Viele bleiben dann nicht dran, weil sie nicht schnell genug diese Bewegung oder diesen Erfolg verspüren. Das ist halt wirklich streng. Wenn du die hunderttausend hast, dann sind halt sieben Prozent, acht Prozent dann schon sieben achttausend. Du mal vielleicht in einem guten Jahr zwölf Prozent machst, ist das schon ein Tausender pro Monat, den du theoretisch gemacht hast, wenn du es auf den Monat rechnest in dem Jahr. Und dort fängt es dann an, Klick zu machen bei vielen. Oder da macht es dann so Klick, oh shit, das ist ja schon ein Sümmchen, damit kann man mit der Frau schön ausgehen, das ist die Miete oder das ist dieses und jenes, Krankenkasse, oh shit, das funktioniert ja wirklich.
- 15:02Und ab dem Moment ist es dann einfacher auch fürs Dranbleiben. Ich glaube, das Dranbleiben ist das Schwierigste für die meisten. Also dass man wirklich über Jahrzehnte, jetzt vielleicht auch du oder jemand anderes, über Jahrzehnte investiert bleibt, weiter investiert, nachkauft, Sparpläne laufen lässt. Das ist das Schwierige, diese Konsequenz, diese Disziplin dranzubleiben. Und ab hunderttausend wird es dann auch viel einfacher, weil einfach diese absoluten Summen größer werden. Und wenn du dann blöde gesagt eine halbe Million hast, dann fängt es richtig an Spaß zu machen, weil dann sind auf einmal zehn Prozent fünfzigtausend. fünfzigtausend verdienen einige nicht mal im Jahr, je nachdem, was sie arbeiten.
- 15:42Und da macht es dann richtig Bock. Und auf jeden Fall, schlachte nie die goldene Gans. Nein, niemals. Also ich reinvestiere alles, was im Depot ist. Da wird nichts entnommen. Ich habe gerade mal dein Depot aufgemacht. Es ist öffentlich, sparkojote.ch, da kann jeder mal reinschauen. Du hast recht berühmte Aktien drin, die eigentlich jeder kennt. Eine Microsoft, eine Netflix, Coca-Cola, Meta. AMD, Apple. AMD hat übrigens gestern, glaube ich, Allzeithoch gemacht, wenn ich das richtig im Kopf habe. Nvidia ist einer deiner besten Schüsse sozusagen. Wie hoch ist die Performance bei Nvidia? Kommt drauf an, welchen Kauf du nimmst.
- 16:22Overall ist es, wie du es da sehen kannst, ich glaube, jetzt wäre es sogar irgendwie, glaube ich, dreitausendeinhundert Prozent insgesamt. Aber auf meinen ersten Kauf, das war zweitausendsiebzehn, da habe ich noch zu siebenundneunzig Dollar gekauft, und das ist splitverreinigt irgendwie zwei Dollar dreißig oder zwei Dollar vierzig, irgend sowas bei rum. Also es ist fast ein hundert Bagger auf meinen ersten Einkauf, den ich gemacht habe. Also kein zehn Bagger, sondern ein fast hundert Bagger. Also es ist ein neunzig Bagger, glaube ich, wenn man es genau— ja, neunzig Bagger. Und das ist halt schon crazy, oder? Weil ich habe immer dran— wann verkaufst du mal? Also wann verkaufst du mal? Verkauft zehn Prozent vor paar Jahren. Du ziehst ein bisschen die Gewichtung glatt, oder was?
- 17:02Ich habe komplett den Einsatz rausgeholt, plus noch ein bisschen Gewinn. Ja, das heißt eigentlich, die ganze Position, die jetzt läuft, jetzt rein psychologisch für mich, ist rein Gewinn. Also wenn alles schiefgeht, du hast gesagt, okay, mit der Aktie habe ich das, was ich hineingesteckt habe, schon gemacht. Also das heißt, die Position ist reiner Gewinn, die jetzt noch läuft, und das sind über zweihunderttausend Schweizer Franken. Ja, okay. Walt Disney ist drin, drei M, Intel sozusagen, eine Tesla, eine Amazon, also sehr berühmte Werte. Ach, da ist wieder Japan, Nintendo sozusagen. Wie gehst du mit ETFs um und was würdest du jungen Anlegern für ETFs empfehlen?
- 17:36Also ich habe selber so, also meine perfekte Asset Allocation so seit einigen Jahren für mich persönlich ist immer ungefähr fünfzig Prozent Einzelaktien. Mit denen versuche ich den Markt letztendlich outzuperformen mit meiner Strategie und mit Optionen, also Covered Calls und Cash-Secured-Puts in der Wheel-Strategie. Und etwa fünfundzwanzig Prozent ETFs. Dort ist es vor allem der Vanguard FTSE All-World. Und als Beimischung habe ich einen Covered Call ETF auch noch und den iShares Swiss Dividend, aber für Cashflow. Und dann noch mal so zehn fünfzehn Prozent Krypto, vor allem Bitcoin, und fünf Prozent dann Edelmetalle, Gold vor allem, bisschen Silber. Das ist so eigentlich meine Wunsch-Asset Allocation.
- 18:12Klar, ist es mal drüber, weniger, je nach Marktlage, aber ich orientiere mich so ein bisschen an dem. Wenn ich auch jetzt nachkaufe oder allenfalls rebalance, versuche ich auf dieses Optimum zu kommen für mich. Plus minus fünf Prozent je nach Marktlage ist für mich vollkommen okay. Und Rebalancen tue ich vor allem durch meine Sparquote und durch die Dividenden und den Cashflow. Durch die Sparquote rebalancen du? Also das heißt, du hast dann neues Geld, was du dann ein bisschen aufteilst? Genau, es ist halt aber schwierig. Das heißt, du lässt eine Position, die gut gelaufen ist, und steckst mehr Geld in die kleineren? Zum Beispiel, ja. Also in AMD oder in Intel jetzt rein statt in Nvidia? Zum Beispiel, zum Beispiel. Das bedeutet aber, jetzt auch für mich ist es sehr schwierig.
- 18:51Zum Beispiel dieses Jahr habe jetzt hier to date glaube ich einhundertneunzigtausend Franken Gewinn gemacht. Und für mich ist es dann schwierig. Ich habe ja vorhin gesagt, ich investiere achttausend Franken pro Monat. Wir haben jetzt September, das sind zweiundsiebzigtausend an Kapital, die neu reingeflossen sind, korrekt? Da wäre noch mit bisschen Cashflow, was ich halt sonst rein investieren kann. Das heißt, für mich ist es sehr schwierig, dann auch manchmal perfekt zu rebalancen, weil einfach die Kursbewegungen das Doppelte oder trotzdem das Dreifache fast sind von dem, was ich jährlich einzahle. Und das, was ich ja jährlich einzahle, ist ja schon viel.
- 19:26Oder so achttausend mal zwölf, das sind fast hunderttausend Franken, also über hunderttausend Euro. Aber auch mit dem kann ich nicht meine Kursbewegungen oder Performance gegen, also krass entgegenwirken. Es ist immer nur noch ein Drittel von der Gesamtbewegung vom Jahr. Jetzt bist du mit dreißig doch noch recht jung. Wir Älteren haben ja schon alle Fehler gemacht, die man machen kann, und schon ziemliche Krisen auch miterlebt. Die größte Krise, die ich miterlebt habe, war der Neue Markt natürlich. Also so zweitausend, zweitausendzehn.
- 20:04Ja, da hat dann Nasdaq plötzlich neunzig Prozent weniger auf der Uhr gehabt und manche Aktien existierten gar nicht mehr. Du bist aus dem Urlaub zurückgekommen und dachtest, Was ist denn da los? Gab es hier einen Aktiensplit eins zu zwanzig? Nee, das war der Aktienkurs. Und wie viele Krisen hast du schon miterlebt? Hast du die zweitausendneun— Also die erste richtige Krise, die ich miterlebt habe, die kurz und schmerzlos war, war die Pandemie. Also wo wirklich— Kurz und schmerzlos, fahr runter, fahr runter sozusagen. Das war wirklich kurz und schmerzlos. Dann hatten wir den Konflikt mit Russland und der Ukraine. Das hat sich dann etwas mehr in die Länge gezogen, aber war jetzt auch nicht irgendwie eben neunzig Prozent.
- 20:43Also sowas habe ich jetzt so in der Form jetzt auf dem Gesamtmarkt noch nie erlebt, muss ich fairerweise sagen. Ich investiere jetzt seit gut zwölf Jahren, jetzt dann bald im dreizehnten Jahr als Investor. Also selbst zweitausendneun ist schon weit, ist für mich schon, weil ich habe zweitausendfünfzehn, zweitausendvierzehn, also zweitausendvierzehn mich schon beschäftigt und in fünfzehn dann. Das heißt, du kennst eigentlich als junger Kerl sozusagen nur eine Richtung, fast nach oben, ne? Genau, ein bisschen wackeln. Und dann für mich ist halt dann so das Ding, nehmen wir mal an, es geht jetzt wirklich neunzig Prozent runter, was sehr unwahrscheinlich ist auf mein Portfolio, weil da müsste ja alles, da müsste Gold neunzig Prozent runter, da müsste Krypto neunzig Prozent runter. Das war nämlich genau die Frage, wie ist deine Absicherungsstrategie?
- 21:23Also zum einen, ich habe eben diese Asset Allocation und das Portfolio ist ja nur ein Part von meinem Vermögen. Das heißt, ich habe auch noch andere Vermögenswerte, ich habe auch noch Cash-Positionen, ich habe Private Equity. Ich meine, wenn man so ein bisschen sich auskennt, also meine Unternehmen sind ein Multiple davon wert. Oder also das heißt, das Portfolio ist für mich so eine Absicherung für das Unternehmertum, dass wenn da irgendwas nicht so gut läuft, also wenn da im Portfolio weniger was gut läuft, läuft es dafür vielleicht gut in dem Unternehmen oder in einem anderen oder in einem Unternehmen, wo ich einfach sonst beteiligt bin.
- 21:55Also ich bin da schon breit aufgestellt und auch was Cashquoten angeht, wahrscheinlich, jetzt sieht jetzt nicht so aus, aber wahrscheinlich konservativer als so manch anderer Anleger, weil die sieht man hier nicht. Die Cashquote hast du nicht? Die siehst du hier nicht. Ja, ja, klar, okay, die siehst du nicht. Ähnlich hoch, oder was? Ich lass mal im Raum stehen, aber so grundsätzlich, ich bin nicht gehedged, ich bin nicht gehedged oder so, aber in der Form, wenn ich meinen Net Worth angucke, das ist ja nur mein Portfolio, wenn ich meinen Net Worth, also Nettovermögen angucke, also alle Vermögenswerte abzüglich Schulden, dann sieht es noch mal, also dann ist noch mal ein ganz anderer Kuchen.
- 22:36Oder, und so sichere ich mich in Anführungsstrichen ab. Aber du hast was Schönes erreicht. Auf deiner Webseite steht ein Satz, ich lese mal vor: Ich arbeite nicht mehr, weil ich muss, ich arbeite, weil ich es will. Du hast vorhin die zweihundertfünfzigtausend angekündigt, gesagt, die Viertelmillion. Wann verändert Geld tatsächlich das Lebensgefühl und woran merkst du es heute persönlich? Bist du freier als vor zehn Jahren oder hast du trotzdem, je mehr Depotgröße, je mehr Mitarbeiter du hast, mehr Verantwortung? Ich glaube, Verantwortung und Freiheit muss sich nicht, sag mal, ist nicht ein Gegenpol.
- 23:11Ja, ich glaube, also die maximale Freiheit erlangst du nur, wenn du ein gewisses Grad an Verantwortung hast, weil die Verantwortung ermöglicht dir erst diese Freiheit. Mit Freiheit meine ich Entscheidungsfreiheit: Mit wem arbeite ich? Wie lange arbeite ich? Wo gehe ich hin? Wo arbeite ich? Mit wem verbringe ich privat meine Zeit? Wie verbringe ich privat meine Zeit? Ich kann persönlich selber zu einhundert Prozent bestimmen, was ich mit meinem Leben mache. Ich entscheide, dass ich hier bin, weil ich Bock habe. Oder, und das sind dann solche Sachen. Und so geht's mir jeden Tag, sieben Tage die Woche. Und ich glaube, das ist so ein Gefühl, das wünsche ich jedem.
- 23:50Und das ist ein schönes Gefühl, das kann ich bestätigen. Ich war Börsenradio— ist genau das Gleiche für dich wahrscheinlich. Ja, ich habe Börsenradio vor dreißig Jahren gegründet und habe mir eigentlich meinen eigenen Beruf erschaffen. Das gab es vorher nicht. Jetzt gibt es tausende von YouTubern. Früher haben wir das halt Interviews führen. Du bist eigentlich ein Influencer-Urgestein, wenn man das sagt. Also nicht böse, also wirklich im positiven Sinne meine ich. Im positiven, kann man das so sagen, ja. Das heißt, du bist eigentlich der Early Advantage, Early Adopter. Ja, genau. Neudeutsch nennt man das jetzt halt Podcaster oder Influencer. Wir machen eigentlich etwas sehr Ähnliches tatsächlich. Ja, so kann man sagen.
- 24:28Ich habe übrigens Börsereiter, der hat letztes Jahr eintausendachtzig Podcast-Episoden produziert. Krass. Also krass. Aber noch um deine Frage zurückzukommen, du meintest, ab wann fühlt man sich halt eben auch finanziell frei oder insgesamt frei? Ja, ich habe für mich festgestellt, über die letzten fünf, sechs Jahre vor allem hier in der Schweiz, weil ich lebe in der Schweiz, ich lebe in Zürich, das heißt, du hast auch noch trotzdem den Schweizer Lebensstandard und Ich muss auch zugeben, ich gebe jetzt natürlich auch mehr aus als jetzt vielleicht noch vor fünf Jahren. Ich bin mittlerweile auch verheiratet, Familienplanung, all diese Themen.
- 25:01Und ich muss ehrlicherweise zugestehen, so in der Schweiz, wenn du dich wirklich finanziell, finanziell frei fühlen möchtest, ist es so, als Familie, ich rede spezifisch als Familie, also wenn du Ehefrau oder Lebenspartner und dann auch Kinderwünsche hast, ab zwei bis drei Millionen Schweizer Franken Vermögen finde ich, habe ich mich sehr frei gefühlt. So jetzt rein so von den Verpflichtungen und so insgesamt. Und alles darüber hinaus ist dann eigentlich wie egal. Das hört sich jetzt mega komisch an für die, die jetzt vielleicht noch nicht auf dem Level sind.
- 25:32Kann ich vorstellen, weil es gibt ja auch in Deutschland so Statistiken und da gibt es dann den Punkt, ab wann es für die Menschen gar nicht mehr so wichtig ist, mehr zu verdienen, weil sie eigentlich dieses Gefühl schon erreicht haben. Also ich kann mir das gut vorstellen. Also das heißt, du hast dann wie, also ich mache jetzt ein Extrembeispiel, aber zum Beispiel, ich habe als Beispiel jetzt die zwei oder drei Millionen erreicht, Vermögen, Vermögen, und ob ich jetzt nachher vier, fünf, sechs habe oder dann zehn, es fühlt sich mehr oder weniger, also es fühlt sich nicht besser, also es ist einfach, es bleibt so. Naja, du fühlst dich gleich frei. Du hast glaube ich was erreicht, was viele
- 26:12Also viele haben Geldsorgen. Also du hast keine— du kannst alles dir leisten, was du theoretisch möchtest. Genau, aber ich muss mir nicht alles leisten, nur weil ich es kann. Ja, genau. Ähnlicher Spruch von mir oder von meiner Familie: Wir können uns alles leisten, weil wir uns nicht alles leisten. Und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Aber ich denke, für jeden gibt es irgendeine Zahl da draußen. Und für mich war das so bei zwischen zwei, drei, habe ich so verstanden. Für mich alles darüber hinaus ist eigentlich wie egal. Es
- 26:43verbessert nichts grundsätzlich, aber du kannst mit all deinem Geld theoretisch viele Probleme lösen, die andere nicht lösen können. Das ist so. Oder ich habe die selbst, selbst teilweise gewisse Krankheiten lassen sich mit Geld operieren, was sich vielleicht andere nicht leisten können. Ich glaube, es ist trotzdem noch, also es ist aber trotzdem Einstellungssache, oder? Weil sonst wäre ja jeder Lottomillionär super happy und nachher nicht nach sieben Jahren Also ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt und das ist jetzt fast meine Abschlussfrage. Man hat ja festgestellt, dass Lottomillionäre nach zwei Jahren ihr Geld rausgeschmissen haben, weil sie es nie gelernt haben, mit diesem Geld umzugehen, weil es einfach zu schnell zu viel ist auf einmal.
- 27:24Eine Abschlussfrage: Wenn du heute einen zwanzigjährigen vor dir stehen hast, vielleicht hast du ja nachher beim Vortrag das auch, da steht ein zwanzigjähriger, der hat sein erstes Gehalt. Was wären deine Tipps, wie er umgehen sollte? Erstes Gehalt, also ich glaube, das ist vielleicht jetzt weniger aufs Gehalt bezogen, sondern das hat mir sehr viel geholfen während meinen Anfang zwanzigern extrem zu wissen, wo möchte ich hin. Ich habe mir ja angeguckt in meinem Umfeld, da wo ich bin, wo sind die dreißig-, fünfunddreißigjährigen Leute gerade. Den Path, den ich mache, da werde ich landen.
- 28:03Und ich habe mir dann gesagt, hey, wo möchte ich eigentlich hin in zehn oder fünfzehn Jahren. Habe dann festgestellt, dass da, wo ich jetzt bin, nicht dahin führt, wo ich hin möchte. Und ich glaube, das ist eine viel, viel wichtigere Frage, die man sich in dem Alter stellen sollte, weil du hast doch keine Kinder, keine Verpflichtungen, und du kannst voll High-Risk theoretisch gehen und mit fünfundzwanzig immer noch sagen, scheiße, ist halt dumm gelaufen, aber hey, ich habe immer noch alle Zeit der Welt in Anführungsstrichen. Das hat mir extrem viel gebracht, weil ich genau in dieser Zeit mich auch selbstständig gemacht habe. Das kann auch bedeuten, einen kompletten Karrierewechsel machen oder einen anderen Bereich gehen. Und das höre ich auch von vielen.
- 28:41Irgendwann ist wie nicht der Zug abgefahren, aber du hast vielleicht, du bist jetzt Mitte dreißig oder Ende dreißig, du hast schon Kinder, du willst die Risiken nicht eingehen, du musst jetzt auf Familie gucken, du bist vielleicht auch Alleinverdiener. Das heißt, du hast so gewisse Constraints, die du halt nicht, die Ehefrau sagt oder die Freundin, verzock nicht unser Geld. Nicht unbedingt, auch du selber, weil du Verantwortungsgefühl hast und du willst ja auch, dass es worst case nicht dann, hey, ihr landet auf der Straße, in Anführungsstrichen, Worst Case.
- 29:09Aber ich glaube, das finde ich viel, viel wichtiger, weil dann weißt du, ob du auf dem richtigen Pfad bist, und dann kannst du entscheiden, hey, ich habe jetzt die Sparquote, ich investiere, fange mit ETFs zum Beispiel an. Ich habe mit Einzelaktien begonnen. Warum? Ich weiß es nicht, ich habe einfach mal losgelegt, so learning by doing. Und das empfehle ich auch vielen Leuten. Also es ist wirklich manchmal Ich hatte früher das Problem immer, ich habe gedacht, andere wissen es besser, darum machen sie es immer genauso, wie sie es machen. Aber in der Regel, jeder lebt einfach nur sein Leben und learning by doing.
- 29:42Und auch wenn dir jemand sagt, hey, mach diesen Fehler nicht, wenn du ihn selber gemacht hast und ihn sehr früh gelernt hast, auch mit kleinem Geld, dann wirst du denselben Fehler nicht mit mehreren Nullen dahinter dann mit vierzig oder so machen. Vielleicht noch eine Anekdote zum Schluss: Ich habe ja mit Krypto viel Geld gemacht, aber dann auch viel verloren. Ich war bei Celsius, die sind praktisch zeitgleich mit FTX pleite gegangen, hatte da alle meine Kryptos, irgendwie eins Komma irgendwas Bitcoin, sechs, sieben, so rückblickend über hunderttausend Franken, die ich komplett eigentlich praktisch Totalverlust verloren habe.
- 30:15Und das war einfach ein Riesen-Mistake, weil ich Krypto nicht auf meiner eigenen Wallet gehalten habe, habe ich alles verloren. Ich hatte es auf einer Plattform, Learning eigene Wallet, Hardware Wallet und so weiter, ist jetzt safe. Und für mich ist es natürlich super, dass ich diesen Fehler vor drei, vier Jahren gemacht habe, Mitte zwanzig, versus ich hätte jetzt den Fehler in zehn Jahren gemacht und dann ist es eine Million. Und dann so denke ich, andere jetzt vielleicht demotiviert, hunderttausend zu verlieren. Für mich war das einfach nur shit, das tut mega weh, weil davon kann ich locker zwei Jahre oder zum damaligen Zeitpunkt sogar drei Jahre leben.
- 30:51Scheiße, aber man lernt halt eben aus diesen Situationen und den Fehler würde ich jetzt nie mehr machen, weil ich mache Fehler genau einmal. Und das ist glaube ich auch ein sehr wichtiger Punkt. Lieber mal reinlaufen und dann hat man es gelernt und einfach dort, wo man reingelaufen ist, einfach ab sofort immer einen Bogen drumherum machen. Thomas, vielen Dank. Der Sparkojote punkt ch, schaut mal vorbei. Und ich habe eher das Gefühl, das war ein Mindset-Interview. Mindset-Kojote. Da war viel Weises dabei für dreißig Jahren. Danke dir, viel Erfolg weiterhin. War mir eine Freude. Ich danke dir. Danke.
- 31:29Lieben Dank fürs Zuhören. Neue Finanzrudel Audio Experience Episoden gibt es jeden Montag, Donnerstag und Samstag 9 Uhr vormittags. Trete ausserdem dem exklusiven Finanzrudel Community Club bei finanzrudel.ch/club und tausche dich mit Tausenden Gleichgesinnten im Finanzrudel aus. Mehr über mich und meine Reise erfährst du auf meinem Blog www.sparkojote.ch. Interessiert dich, an welchen Projekten ich aktuell arbeite? Dann findest du mich auf Instagram at Sparkojote. Auf meinem YouTube-Kanal Thomas der Sparkojote findest du aktuelle Videos zum Thema persönliche Finanzen, Unternehmertum und Minimalismus. Bis bald.