Latest / Business mit Pferd / #167 Was bewegt dich und deine Kunden? Im Gespräch mit Kati Westendorf
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- 0:03Hallo und Willkommen zurück bei Business mit Pferd.
- 0:06Ich habe heute einen Gast auf der deren dessen auf ich freue
- 0:11mich auf die Antworten, ja, weil wir gehen heute in ein Thema ein
- 0:14was rein was mir sehr nahe liegt und was ich ultra wichtig finde
- 0:18nämlich. Die die Psyche hinter dem Kunden
- 0:22Avatar beziehungsweise was bewegt eigentlich deine Kunden?
- 0:27Was bewegt die Pferdebesitzer und dafür habe ich Kati von
- 0:30Equinelity hier, die als Psychologin sich ein ganz
- 0:34besonderes Thema rausgesucht hat, nämlich.
- 0:37Was hat eigentlich der Pferdemensch oder der Tiermensch
- 0:40generell der Tierbesitzer für emotionale Themen, gerade wenn
- 0:43es um den Umgang mit chronisch kranken Tieren geht
- 0:46beziehungsweise mit sich selber, wenn man ein chronisch komisch
- 0:49krankes, auch gut ein chronisch krankes Tier hat?
- 0:52Kathi, schön, dass du da bist und dass das so kurzfristig
- 0:55geklappt hat mit uns, vielleicht magst du dich noch mal etwas
- 0:58ausführlicher vorstellen, du kannst das bestimmt noch besser
- 1:00auf den Punkt bringen, was genau ist dein Fokusthema, wem hilfst
- 1:05du? Das auf den Punkt zu bringen,
- 1:07ist ja immer die größte Herausforderung.
- 1:08Wissen wahrscheinlich alle Hörerinnen von dir auch.
- 1:11Also ich bin Kati von Actinality und genau ich bin Psychologin,
- 1:15aber auch emotionscoach und noch einige andere Dinge, weil ich
- 1:18ein kleiner fortbildungsjunkie bin.
- 1:21Und das fühlt hier schon mal einer, glaube ich.
- 1:23Ja, glaube ich auch. Und ich helfe eben einerseits
- 1:28Menschen an der Seite ihrer chronisch kranken Fellnase mit.
- 1:32Verlustängsten, Schuldgefühlen, träumen, die betrauert werden
- 1:35wollen, also alles, was da so zugehört.
- 1:37Und ich glaube, das ist super spannend, das gleich mal so ein
- 1:40bisschen aus der anderen Perspektive eben zu betrachten,
- 1:42denn ich begleite eben auch Hunde und Pferdeprofis, die
- 1:47gemerkt haben, Hoppala, eigentlich geht es ja mehr um
- 1:50den Menschen als ums Tier in dieser, ja fachexpertise ganz
- 1:53oft, das war eigentlich auch so ein bisschen mein Weg, ich bin
- 1:56ja ursprünglich tierphysio und im Belohnungsbasierten
- 1:59Pferdetraining gewesen und dachte so, ja.
- 2:01Hilft halt gar nichts, wenn ich erkläre, wie man Schulter herein
- 2:04und was weiß ich erarbeitet, wenn wir eigentlich da stehen
- 2:06und es um was ganz anderes unter der Oberfläche geht.
- 2:09Und ja, da freu ich mich jetzt. Das ist so spannend, eben weil
- 2:14diese Kundenanalyse, durch die ich ja meine Kunden gerne
- 2:17durchprügel, eben viel, viel mehr ist als nur die Demografie.
- 2:21Du hattest das gerade schon gesagt mit dieser Kundenawata
- 2:23was macht man denn damit ja erstmal gar nichts, wenn man
- 2:25nicht wirklich bis ins kleinste Detail versteht und reinführen
- 2:29kann, was den Menschen da bewegt, und dazu gehört eben
- 2:32viel mehr als alter Einkommen, wieviel Pferde, welche
- 2:36trainingsart und welche Reitweise, sondern da steckt ja
- 2:39ganz ganz viel dahinter, wenn wir uns jetzt das Ganze so.
- 2:42Thema Krankes Pferd Wir nehmen es mal in dem Fall Pferd Krankes
- 2:45Pferd anschauen, das ist ja erst so viele Therapeuten hier, aber
- 2:49natürlich auch Trainer, wir haben ja hier auch Reha Trainer
- 2:52und generell alle möglichen Sorten von Trainern, was wird da
- 2:57gerne mal ignoriert oder wo sagst du fehlt vielleicht so ein
- 3:00bisschen der Bezug dieses Erkennen aber warte mal da ist
- 3:03eigentlich ein ganz anderes Thema dahinter.
- 3:07Also ich glaube, ein richtig großer Hauptpunkt ist, dass.
- 3:11Wir ja mit der Fachexpertise drauf gucken.
- 3:13Also da kommt halt die Brille von der Therapeutin oder so und
- 3:17die haben ganz klar das Ziel, zum Beispiel Gesunderhaltung
- 3:20oder Wiederherstellung whatever die Menschen dahinter.
- 3:25Die haben das Ziel natürlich theoretisch auch, aber das ist
- 3:28ultra aufgeladen mit ich bin schuld, ich hätte es besser
- 3:31wissen müssen bla bla bla, bla bla oder auch vielleicht dieser
- 3:34Sorge was ist wenn es nicht wieder wird und was ist wenn ich
- 3:38nicht jetzt den Trainingsplan minutiös verfolge, weil ich das
- 3:42schlichtweg nicht schaffe, die trauen sich oft gar nicht zu
- 3:44sagen, dass die das eben nicht hinkriegen und die sind
- 3:48emotional so verstrickt, dass ganz viel Prokrastination
- 3:51aufkommt, ganz viel Vermeidung dessen, was eigentlich wichtig
- 3:54wäre in der. Umsetzung und die Fachmenschen
- 3:57stehen dann da und denken sich ja, wenn die Leute es nicht
- 4:01umsetzen. Wie zur Hölle soll ich denn
- 4:03helfen so ne und dann dann passiert einfach emotional etwas
- 4:08was die diese professionelle Beziehung auch total schädigen
- 4:11kann, weil wir einfach. Annahmen treffen über den
- 4:15Menschen, der uns gegenüber steht, die nicht zu dem passen,
- 4:17was eigentlich die Lebensrealität gerade ist.
- 4:19Und deshalb finde ich es so wichtig, diesen emotionalen Teil
- 4:22zumindest in der Basis auch zu verstehen und mitdenken zu
- 4:26können, weil man einfach viel besser auch seine eigenen
- 4:28Angebote dann so strukturieren kann, dass man den Leuten
- 4:31wirklich zum Erfolg hilft. Ja, was sind denn so typische
- 4:35Beispiele, die du siehst? Die Pferdeprofis
- 4:38vernachlässigen, also welche konkreten Emotionen von
- 4:43Pferdemenschen, ob jetzt mit Krankem oder vielleicht auch
- 4:46nicht mal mit Krankem, sondern einfach nur mit der Sorge, es
- 4:48könnte krank werden. Ja, was sehen Pferdeprofis da
- 4:53gerne mal nicht, was sind so die Typischsten?
- 4:58Halle, die unangenehm sind und mit denen man selber meistens
- 5:01auch nicht so gut umgehen kann. Das ist jetzt super unkonkret,
- 5:04aber genau das ist so ein bisschen der Knackpunkt, es ist
- 5:06halt individuell, die einen haben total Angst ihren
- 5:10Kundinnen auf den Schlips zu treten und irgendwas
- 5:12anzusprechen, was halt einfach ein schwieriges Gespräch ist,
- 5:15weil die nicht wollen, dass die sich schlecht fühlen, die
- 5:18nächsten haben ein super krasses Thema damit, dass ja sie
- 5:22irgendwie merken, OK, die Person hat irgendwie Angst.
- 5:25Oder sie könnte frustriert sein, worunter ja manchmal auch was
- 5:28anderes liegt. Also, ich tue mich bisschen
- 5:31schwer mit konkreten Beispielen, insofern, als dass es halt sehr
- 5:34individuell ist. Ich glaube, ganz viele merken an
- 5:38sich selber, dass sie in irgendeiner Form in die
- 5:41Vermeidung gehen, wenn ich jetzt da mal Beispiele nenne, das
- 5:44könnte so was sein, dass man sich eben.
- 5:47Also dass man gar keinen Bock mehr hat, zu dieser Person
- 5:50hinzufahren. So doof es klingt, das ist ja
- 5:52heißt ja nicht, dass man ein schlechter Mensch ist.
- 5:54Es kann manchmal bedeuten, dass da eine emotionale
- 5:56Herausforderung bei mir stattfindet, weil ich diese
- 5:59Person nicht durch den Prozess begleitet Kriege, das könnte
- 6:02aber auch sein, dass ich mich super doll rückversichern
- 6:06möchte, dass die Person auch wirklich.
- 6:10Ja, sich gut aufgehoben fühlt und ich da so ein bisschen über
- 6:13meine Grenzen eigentlich gehe, weil ich die so retten möchte.
- 6:16Vielleicht auch wenn ich das Pferd mag, ist ja auch manchmal
- 6:18ein Problem, ich finde das so nett, ich würde denen gerne
- 6:21helfen, dass man da einfach über seine Grenzen geht oder
- 6:24vielleicht so als dritte Variante, dass man merkt, dass
- 6:28man ganz viel ins Wissen reingeht, in den Kopf reingeht.
- 6:32Gefühlt voll viel Fachjargon benutzt, obwohl das den Leuten
- 6:35gar nichts hilft. Ganz viel in Studien denkt und
- 6:38solchen Konstrukten, weil man eben eigentlich gerade die
- 6:40emotionale Ebene so ein bisschen vermeidet.
- 6:43Das vielleicht sind so 3 Dinge, die man auf der Verhaltensebene
- 6:46bei sich mal beobachten kann, weiß nicht, ob das jetzt hilft
- 6:50und ob du lieber was anderes hören.
- 6:51Wollen das finde ich finde ich super spannend.
- 6:53Ich finde auch in dem Punkt noch mal.
- 6:57Interessant ist vielleicht das falsche Wort, aber ich, was ich
- 7:00schwierig finde, ist zu differenzieren, ist das jetzt
- 7:04meine Emotion oder ist es die Emotion meines, meines Kunden,
- 7:09gerade also wie, das ist wahrscheinlich, da gibt es auch
- 7:12kein, aber das ist so, das ist so eine Krux, Ich höre in der
- 7:16Praxis häufig von wegen ja, die Kunden, die sowieso nicht
- 7:19umsetzen, sind halt nicht meine Kunden und selber als
- 7:23pferdebesitzerin kenne ich das, aber nicht umzusetzen.
- 7:26Mit viel wissen, mit geilen Profis an meiner Seite, aber
- 7:29eben mit einer Vielzahl von Emotionen.
- 7:31Ob das jetzt während der Schwangerschaft war, dass den
- 7:34Plan, den ich eigentlich gemacht habe, mit dem Pferd in der Zeit
- 7:37nicht umsetzen zu können, oder während ich weiß nicht, dann
- 7:42nicht da zu sein, sich nicht zu kümmern oder zu resignieren,
- 7:45weil man denkt, ach, das kriege ich ja sowieso nicht hin, da
- 7:48sind ja so viele Sachen, die man vielleicht von sich selber
- 7:50kennt, wie oder wo würdest du die?
- 7:55Grenze ziehen als Pferdeprofi weil nicht jeder wird ja jetzt
- 7:58emotionslos oder möchte da so tief mit den Kunden reingehen,
- 8:03wo würdest du dann eine Grenze ziehen, wo kann man da
- 8:06vielleicht überhaupt nicht oder kann man es überhaupt und wenn
- 8:08ja, vielleicht wo? Wobei sollte man seine
- 8:12Pferdebesitzerverbesitzerin unterstützen und wo sagt man nee
- 8:16warte mal Stopp, das ist jetzt nicht meine Aufgabe hier den
- 8:18Psychotherapeuten zusätzlich zu geben.
- 8:21Ja, voll absolut. Das ist auch eine ganz wichtige
- 8:23Sache, dass man da die Grenze wahrt.
- 8:26Ich habe jetzt aber 2 verschiedene Themen verstanden,
- 8:29ja, sagt man ja einerseits dieses Thema, was ist mein
- 8:33Gefühl, was ist das der Kundinnen, das finde ich super
- 8:36wichtig, da können wir gerne kurz drauf eingehen,
- 8:38gleichzeitig aber eben auch, und das ist vielleicht schneller
- 8:40abgehandelt, wo ist die Grenze, die Grenze ist immer da
- 8:43erreicht, wo ich merke, ich habe eigentlich keine Expertise mehr
- 8:46und. Die ist oft sehr gering, wenn
- 8:49wir uns nicht mit diesen Themen befasst haben.
- 8:52Und dann können wir eigentlich nichts weiteres sein als so
- 8:54eine. Na ja, eigentlich nicht,
- 8:56Freundin, Freundin, die halt irgendwie zuhört und gut zuredet
- 8:59und natürlich als empathischer Mensch irgendwie auftreten, das
- 9:02ist auch wichtig, gleichzeitig verschiebt das manchmal Nähe
- 9:05Distanzgrenzen. Mhm.
- 9:08Und das kann die Arbeit für einen selber richtig anstrengend
- 9:10machen. Das kann aber auch bedeuten,
- 9:11dass wir in unseren Kundinnen Dinge auslösen, die wir
- 9:14eigentlich gar nicht begleiten können wollen, wie auch immer.
- 9:18Also entweder dass die dann so ein bisschen diese
- 9:21professionelle Distanz überschreiten und wirklich das
- 9:23Gefühl haben, wir nehmen halt so eine Freundinnenrolle ein, oder
- 9:26dass sie sich halt superkrass öffnen, weil sie sich halt
- 9:28verstanden gefühlt haben und so weiter und das sollte man schon
- 9:31mit Bedenken und es ist voll okay, wenn man für sich
- 9:34entscheidet, ich will das gar nicht so begleiten, da sage ich
- 9:38immer, dann lass doch das Ziel immer wieder auf deine
- 9:42tatsächliche Fachexpertise umframen ich kann ja.
- 9:46Meine Kundinnen in dem, was sie fühlen, was Sie mir erzählen,
- 9:50validieren, ein bisschen liebevoll ausbremsen, dadurch
- 9:54auch und dann eben ein Reframing betreiben, also von Gefühlsebene
- 9:59zurück zu und jetzt gehen wir ins Lösungskonzept, weil dabei
- 10:02kann ich dir helfen, und das braucht natürlich Übungen, da
- 10:06muss man ein bisschen wissen, welche Schritte sind da
- 10:08irgendwie wichtig, dass man den Leuten halt wirklich nicht vor
- 10:10den Kopf stößt oder so, aber wenn man es jetzt ganz simpel
- 10:13hier für die Podcast Folge aufschlüsselt, erstmal
- 10:15empathisch reingehen, validieren.
- 10:16Studieren also im Sinne von ich sehe, was du fühlst, kann ich
- 10:19auch nachvollziehen. Gleichzeitig bin ich ja jetzt
- 10:22für diese Lösung hier und da gehen wir jetzt zusammen hin und
- 10:25so ein bisschen Zuversicht einfach wieder schaffen, das
- 10:29kann schon richtig viel helfen, um einfach so ein bisschen
- 10:32emotionale Stabilität wiederherzustellen und nicht so
- 10:35in Dingen rumzustochern, wo man gar nicht so richtig weiß, was
- 10:38passiert denn dann. Ich stell mir gerade dieses Gift
- 10:40vor mit diesem Stock. Ich weiß nicht, wie man Platze
- 10:43im Kopf hat. Na ja, auf jeden Fall machen wir
- 10:45solche Dinge nicht, wenn wir nicht wissen, was wir dann mit
- 10:47dem Ergebnis tun und was natürlich für einen selber auch
- 10:50richtig hilfreich sein kann, um die eigenen Grenzen zu wahren,
- 10:53ist schlichtweg weiterverweisen zu können, also sich vielleicht
- 10:57auch Sätze zurechtzulegen, wie formuliere ich das, wenn ich
- 11:00merke, dass viel emotionale Belastung, es ist ja auch schön
- 11:03für die Leute, wenn die gesehen werden, man darf das ansprechen
- 11:07und. Kann halt gleichzeitig sagen so,
- 11:09das übersteigt halt meine Kompetenzen.
- 11:11Ich möchte aber, dass du da auch gut unterstützt bist hier und
- 11:13dort und überall kannst du dir halt Hilfe suchen, am besten
- 11:16halt irgendwie konkrete Adressen nennen, Mhm genau das so auf der
- 11:21Ebene und dann ist da eben auch die Frage.
- 11:24Was ist meins und was ist das der Kundinnen?
- 11:27Und das ist so ein wichtiges Thema, Ich habe ja zum Beispiel
- 11:32ein Angebot für wir, so ein Ja in quasi einem einer Mini
- 11:36Fortbildung, so ein Deepdive in dieses Thema machen, damit man
- 11:39halt so ein Fundament hat, um mit ja den Menschen auch
- 11:42arbeiten zu können, und da widmen wir uns eigentlich, ich
- 11:46würde sagen 50% der Zeit diesen Themen von was ist meins, was
- 11:50ist deins und was entsteht, wenn wir halt aufeinander treffen
- 11:53und. Und was ich hier mitgeben kann,
- 11:57um es runter zu brechen, ist auf jeden Fall, dass man seine
- 11:59eigenen Themen kennen sollte. Was habe ich für eine
- 12:03Geschichte, die sich mal aufschreiben, ja, was ist meine
- 12:06Geschichte mit Pferden, mit Kundinnen, was habe ich erlebt,
- 12:10was mich irgendwie wieder aufrütteln könnte, das kann
- 12:13sogar völlig komplettes Psychologinnen Klischee in der
- 12:16Kindheit beginnen. Ja, also was habe ich über
- 12:19Beziehungen gelernt, habe ich das, opfere ich mich eher auf,
- 12:23gehe ich eher in die Distanz. Tanz wenn ich merke, dass jemand
- 12:26mich braucht, was auch immer, ist da mein Konzept gleichzeitig
- 12:29aber auch so ganz konkrete Dinge.
- 12:30Wie habe ich vielleicht ein Pferd richtig krass verloren,
- 12:33habe ich irgendwelche Krankheitsprozesse begleitet,
- 12:36hatte ich irgendeinen Unfall, könnte ja auch Reitlehrerin
- 12:38sein, denke ich jetzt mal in deinem in deinem
- 12:42Zielgruppenstamm ne, genau habe ich vielleicht selber auch Dinge
- 12:46erlebt, die mich. Nachhaltig in meinem
- 12:48Nervensystem eigentlich aktivieren und wo ich dann nicht
- 12:51mehr so agieren kann, wie ich es eigentlich würde, wenn ich super
- 12:54gechillt wäre, das ist mega wichtig um zu reflektieren ist
- 12:59das jetzt gerade meins oder das der Kundin und dann eben auch
- 13:03wahrzunehmen. Das meiste was an Emotionalität
- 13:08vom gegenüber kommt, hat eigentlich gar nichts mit mir zu
- 13:11tun, was überhaupt nicht schlimm ist.
- 13:15Weil wir einfach so eine Art Projektionsfläche manchmal auch
- 13:18sind, genauso wie die Tiere es leider ja auch oft sind, weil
- 13:21einem das so unbewusst passiert. Aber mit diesem Wissen, dass es
- 13:24nicht so viel mit mir zu tun hat, kann ich in meiner Rolle in
- 13:27meiner Profession bleiben. Ich gehe nicht in irgendein
- 13:30rechtfertigen, in einen ne, so ein Konflikt so richtig offensiv
- 13:33rein, das ist kompletter Quatsch, weil die Leute sagen ja
- 13:37eigentlich nur, ich bin hilflos und habe gehofft, dass du mich
- 13:40jetzt hier retten kannst. Zum Beispiel so einen.
- 13:44Vorwurf wahnsinnig. Also mir als Profi, wenn ich das
- 13:48wenn ich als pferdeprofi sehe, dass das Mensch, ich meine gar
- 13:51nicht mich, das ist gerade ihr Thema, ich sehe das zum Beispiel
- 13:56in Einstellbetrieben häufig, dass der, dass ein Stall
- 14:01gewechselt wird aus Gründen, die eigentlich gar keine Gründe
- 14:06sind, wenn man da von außen drauf guckt, dass dass aber
- 14:09gerade dieses, dieses in welchem Stall bin ich mit Stall, ich sag
- 14:13Stall stallhof auf dem Stall Trail, was auch immer, wo bin
- 14:17ich hier gerade und was ist das eigentliche Thema und was ich
- 14:20jetzt von mehreren meiner Kundinnen.
- 14:23Unabhängig voneinander. Und die sind auch teilweise
- 14:26nicht mal im gleichen Land. Ja, da kommt häufig dieses Ah,
- 14:30ja, ich sehe immer wieder, dass die Menschen das Problem sind,
- 14:33nicht das Pferd und dass der Mensch hier gerade ein Thema hat
- 14:36und deswegen das Pferd wegziehen lässt.
- 14:39Dass dann Kritik geäußert wird, zum Beispiel einem
- 14:41Stallbetreiber gegenüber, aber. Aber am Ende des Tages geht es
- 14:45darum, dass sich vielleicht der Besitzer gerade überfordert
- 14:47fühlt mit den Aufgaben, die er eigentlich mit dem Pferd machen
- 14:50möchte, und mit dem Einreiten, mit dem mit der
- 14:53Krankheitsbegleitung oder, oder, oder.
- 14:56Jetzt ist das ein sehr brillantes Beispiel, aber wir
- 14:59sehen es ja zum Beispiel auch im Training, wenn wir jetzt sagen,
- 15:02wir haben jetzt hier eine Trainerin, fährt regelmäßig
- 15:04hinzu, Gründen und fährt, und eigentlich ist alles klar, aber
- 15:08durch die. Emotionalen Belastungen, Hürden,
- 15:12was auch immer da gerade feststeckt, kommen wir mit dem
- 15:15Thema nicht weiter. Du sagst gerade, eigentlich ist
- 15:16das ja eine Sache, die man, wenn man da keine Kompetenz
- 15:19mitbringt, nicht anpieksen sollte und gleichzeitig kann es
- 15:24ja und und wird es in vielen Fällen ja unsere Zusammenarbeit
- 15:27hart beeinflussen, wie gehe ich als Profi damit um, wenn ich,
- 15:31wenn ich zum Beispiel sehe, ey, guck mal, da ist jetzt jemand,
- 15:33will den Stall wechseln oder macht hier Wechsel aus
- 15:35irgendwelchen Gründen, der hat aber nichts mit mir nichts zu
- 15:39tun und. Oder auf der anderen Seite, ich
- 15:41habe jetzt hier jemanden zum Beispiel im Training und wir
- 15:44kommen einfach nicht voran. Ich habe das Gefühl, ich kann
- 15:46meinen Job nicht richtig machen, weil hier Hürden sind, die ich
- 15:48aber auch nicht auflösen kann. Ich liebe die Formulierung Gina,
- 15:53weil genau das könnte man einfach mal sagen.
- 15:57Also viel transparenter werden mit dem, was man selber spürt.
- 16:00Wir sind ja im auch empathische Wesen, ja, wir fühlen ja, was im
- 16:04Nervensystem vom Gegenüber stattfindet, wir können aber
- 16:07nicht, und das sollten wir auch nicht, sofort Rückschlüsse
- 16:10ziehen. Also nicht im Sinne von.
- 16:12Ich habe das Gefühl du keine Ahnung hast die Hose voll, so
- 16:15ein bisschen stumpf gesagt, sondern halt eher Fragen stellen
- 16:18statt die ganze Zeit annahmen zu treffen und in diesen
- 16:21transparenteren Austausch zu gehen.
- 16:22Ich habe das Gefühl dies und das und jenes, wie geht es denn dir
- 16:26eigentlich, damit haben wir noch dasselbe Ziel und brauchst du
- 16:30vielleicht an anderer Stelle eine andere Unterstützung, die
- 16:33ich vielleicht gar nicht geben kann, die dann aber in deiner
- 16:37Erwartung eigentlich mit meiner Aufgabe ist?
- 16:39Ne, also da müssen wir auch über Erwartungsmanagement sprechen.
- 16:42Ne und das ist eigentlich so BASIC Kundinnen durch Prozesse
- 16:46führen, was aber eben oft nicht basic ist, weil es super ja
- 16:51totgeschwiegen wird oder wie auch immer wir es nennen wollen,
- 16:54also selten steht der Fokus darauf ne.
- 16:55Aber ja, also ich würde da auf jeden Fall anraten als
- 16:59Profitransparent mit der eigenen.
- 17:03Emotionalität zu sein. Wir sollen die jetzt nicht eine
- 17:05halbe Stunde vollbrabbeln, wie sich das irgendwie anfühlt, aber
- 17:09man kann ja in einem Satz spiegeln, wie man die Situation
- 17:13gerade wahrnimmt und noch mal so ein bisschen die Idee mitnehmen,
- 17:16lass mal über das gemeinsame Ziel sprechen, wohin wollen wir
- 17:19eigentlich gerade und was brauchst du dafür?
- 17:22Ja, gerade in dem Feld, wo du viel unterwegs bist.
- 17:27Wenn eben also. Es einfach nicht rumläuft, wenn
- 17:29das Pferd wirklich krank ist, wenn es chronisch krank ist,
- 17:31wenn es immer wieder Rückfälle gibt oder dann haben wir das
- 17:35eine geschafft, dann kommt das andere.
- 17:36Wenn man spaßeshalber mit einer kleinen Träne im Auge sagt, ich
- 17:40habe halt ein montags Pferd, das ist ja wirklich leid für die
- 17:43Besitzer, wieso ist das gerade so viel mehr?
- 17:50Also wenn wir da über Begriffe wie Pferde, Burnout reden oder
- 17:53bei dir netzt es ja auch. Pet pleasing ich habe das
- 17:56Gefühl, es kommt immer mehr hoch, das kommt immer mehr auch
- 17:59bei den Pferdeprofis tatsächlich an, die sich dem gegenüber
- 18:02sehen, dass da einfach pferdemenschen nicht mehr weiter
- 18:05können warum? Warum haben wir davon so viel?
- 18:09Was was macht die Welt gerade? Dass das so vermehrt Auftritt?
- 18:13Tritts mehr auf sind wir uns dessen mehr bewusst?
- 18:15Gibt es Rahmenbedingungen, die sich dahin entwickeln?
- 18:18Was ist so deine Sicht auf diese Dinge?
- 18:20Ja, ich glaube, das Ganze ist absolut multifaktoriell.
- 18:24Wir haben einerseits eine Welt, die gerade brennt.
- 18:28Und es ist nicht möglich, das nicht mitzukriegen, dass auf
- 18:31dieser Welt im Makrokosmos ganz viel stattfindet, was unser
- 18:34Nervensystem beeinflusst, wo wir Unsicherheiten spüren, das sehen
- 18:38wir in ganz unterschiedlichen Facetten unseres Lebens, und das
- 18:42hat ja auch direkten Einfluss. Ne Dinge werden teurer, neue GOT
- 18:46blablabla, also es wird ja so viel existenzieller Druck
- 18:49gemacht, den wir halt nicht permanent bewusst haben, aber
- 18:52der halt da ist, dass unser Nervensystem sowieso schon mehr
- 18:55zu tun hat, so doof es klingt, und.
- 18:57Und wir haben ja alle nicht eine endlose Kapazität für Scheiße,
- 19:01sage ich immer. Das heißt, wenn dann noch im
- 19:03Mikrokosmos, sei es familiär, beruflich oder eben auch mit dem
- 19:09eigenen Pferd, da irgendwas weiteres Aufploppt, dann haben
- 19:13wir weniger grundkapazität, weil halt im außen so viel passiert,
- 19:16was uns direkt und indirekt beeinflusst und ins Grübeln und
- 19:20denken bringt. Ich glaube, dass das
- 19:22gesamtgesellschaftlich ein Riesenthema ist.
- 19:24Warum es mehr in die Richtung geht, dass wir einfach eine
- 19:27gewisse Belastung haben. Ich mein, gucken wir zurück, wir
- 19:30haben eine Pandemie hinter uns, das war auch nicht einfach mal
- 19:33eben so, sondern das war auch ziemlich krass für jede Person,
- 19:36irgendwie ein bisschen anders, aber auch da war ja eigentlich
- 19:40immer wieder irgendwas neues, wir hatten ja gar nicht so
- 19:43richtig Ruhe, wieder anzukommen und uns einfach so grundlegend.
- 19:47Sicher und fein zu fühlen, das ist so, dass auf der anderen
- 19:50Seite gibt es auch eine positive Entwicklung, würde ich sagen,
- 19:53nämlich dass wir offener sprechen, dass es nicht mehr
- 19:59ganz so verpönt ist, dass man sich vielleicht belastet fühlt.
- 20:05Gerade der Begriff Burnout. Zielt ja so ein bisschen in die
- 20:08Karten unseres unserer Leistungsgesellschaft.
- 20:11So, ja, ich kann halt von meiner Arbeit mal überlastet sein, aber
- 20:14einfach eine Depression wäre ja richtig, richtig verrückt das
- 20:17halt lieber nicht. Also wir haben ja irgendwie
- 20:19Mittel und Wege geschaffen, Begriffe gefunden, wie wir über
- 20:22solche Dinge sprechen können, ohne jetzt irgendwie so super
- 20:25viel schon von uns preisgeben zu müssen, genau, und ich denke,
- 20:29dass das mit Reinspielt, dass wir mehr Offenheit finden.
- 20:34Das merke ich einfach auch, zum Beispiel in meinem Mikrokosmos
- 20:36bei den Anfragen, die so kommen. Den Leuten ist einfach bewusst,
- 20:40dass das ein Riesenthema ist. Und Sie wollen da mehr darüber
- 20:43sprechen und so weiter genau gleichzeitig hat es aber eben
- 20:47auch ja glaube ich, so einen Druck dahinter, also so eine, ja
- 20:50einfach generelle hohe Belastung und dann sind wir einfach
- 20:56irgendwann im chronischen Stress und wenn wir chronisch gestresst
- 20:58sind, ist unser Gehirn nicht gut darin.
- 21:01Zum Beispiel die Emotionen zu regulieren, gute Entscheidungen
- 21:04zu treffen im Bezug zum Beispiel auf Stahlwechsel oder so und so
- 21:07weiter und sofort. Eigentlich wünschen wir uns alle
- 21:13mehr Leichtigkeit. Ja, das wäre ganz gut, ne.
- 21:16Wäre irgendwie ganz gut. Ich sehe das auch.
- 21:18Ich sehe das bei meinen Kunden, ich sehe das dann bei wiederum
- 21:21deren Gründen, ihr kriegt da ja auch sehr viel aus so
- 21:24verschiedenen Bereichen. Dieses gemeinsame Element ist
- 21:28aber immer wieder das Pferd. Nämlich die die Emotionalität,
- 21:31die ja per se schon drin steckt, weil das Halt für 99,9% gefühlt
- 21:36die absolute Leidenschaft ist. Ja, mit dem Pferd zu arbeiten,
- 21:40mit den Pferden zu sein, Pferde zu halten, Pferde zu haben,
- 21:44reiten zu dürfen, das ist ja an sich eigentlich ein, möchte man
- 21:49meinen, ein positiver Emotionskomplex, der damit
- 21:53zusammenstecken sollte. Darum bringt das auch so viel
- 21:57Negatives mit, oder? Oder bringen wir das da bringen
- 21:59wir das da mit rein, ist das da drin oder bringen wir das rein
- 22:03durch eben alles andere? Ja, ist glaube ich beides.
- 22:07Vielleicht müssen wir kurz einmal verstehen, dass wir ja
- 22:09alle Lebewesen, die uns sehr nahe stehen, in gewisser Weise
- 22:13in unsere Identität integrieren. Identität entsteht ja
- 22:17dialogisch, also weil wir Feedback von außen kriegen,
- 22:19wissen wir, wer wir sind und was unser Selbstbild ist und so
- 22:22weiter und. Unsere Tiere stehen uns meistens
- 22:25sehr nahe. Das heißt, die sind einfach in
- 22:28unsere Identität integriert. Wenn da also irgendein Kack
- 22:32stattfindet, macht es sofort was mit mir selber, wie ich mich
- 22:36sehe, welche Rolle ich einnehme im Leben, manchmal kann das
- 22:40wirklich eine Identitätskrise hervorrufen, ich finde, das
- 22:42klassischste Beispiel ist, man identifiziert sich als Reiterin,
- 22:46dann wird das Pferd krank und man weiß, reiten wird es jetzt
- 22:50halt nicht mehr. Also wenn ich jetzt nicht die
- 22:53Privilegien und Ressourcen habe, mir einfach noch ein Pferd zu
- 22:56kaufen, so sinngemäß, dann ist es vielleicht so, dass ich mich
- 22:58damit auseinandersetzen muss, dass meine Identifizierung mit
- 23:02ich bin Reiterin nicht mehr stimmig ist.
- 23:04Und das ist ein richtig krasser Prozess.
- 23:06Gleichzeitig ist es aber auch so, dass wir über die warte, ich
- 23:13muss kurz sortieren, wie ich es formuliere, dass wir über.
- 23:20Über diese ganze Situation mit der Nähe zu unseren Tieren ja
- 23:26auch eine riesige Ressource haben.
- 23:30Wenn jetzt diese Ressource zu einem Stressor wird, weil mein
- 23:33Tier zum Beispiel chronisch krank ist.
- 23:36Ja, dann habe ich ein Problem, weil es ist ja nicht nur so,
- 23:39dass ich weiteren Stress habe, sondern mir fällt auch eine
- 23:41Ressource weg. Und wenn wir uns das
- 23:44Stresssystem ganz banal vorstellen, wieso ein Fass, was
- 23:48sich füllt, dann würden Ressourcen ja als Hahn, den man
- 23:51aufschrauben kann, dafür sorgen, dass das Wasser wieder
- 23:53rausläuft. Wenn aber sowohl der Hahn nicht
- 23:56mehr richtig funktioniert, als auch weiteres Wasser reinläuft,
- 23:59dann ist das Stressfass voll und das finde ich noch wichtig, dass
- 24:02man das Mitbedenkt, dass das so eine Doppelwirkung haben kann
- 24:05und deshalb so krass. Das auch ist.
- 24:08Wenn ich jetzt als Pferdeprofi die meisten Pferdeprofis sind ja
- 24:11selber auch Pferdebesitzer, dann haben wir gerade die
- 24:14Rahmenbedingungen in der Welt. Wo fangen wir an, wo haben wir
- 24:17auf, wir haben die Rahmenbedingungen in der Welt,
- 24:19wir haben das, die Eigentität, das eigene Dasein, ich habe
- 24:23Familie, ich habe Pferd und Hund und was nicht alles, und jetzt
- 24:28arbeite ich noch mit einem Pferdemansch, der das ganze
- 24:30Programm noch mal hat. Ja.
- 24:34Ein Stück weit haben ja dann die Pferdeprofis sich wieder noch
- 24:37etwas, was eimerweise Wasser reinkippt mit reingeholt.
- 24:41Klar, ein Stück weit auch ist es vielleicht noch ein zusätzlicher
- 24:43Hahn, wo man sagt, EY, wenn ich vielleicht mit meinem Pferd
- 24:45gerade die Erfolge nicht habe, aber ich habe sie mit anderen
- 24:47Pferden, kann das natürlich auch ein absoluter Energiebringer
- 24:50sein, nur spüre ich gerade sehr viele Tendenzen, die tatsächlich
- 24:56eher dazu gehen, dass der Stress steigt.
- 25:00Dann würde ich mal das Wort Abgrenzung in den Raum werfen
- 25:03und. Was ja viel leichter gesagt ist
- 25:05als getan. Aber es könnte sein, dass das
- 25:08dann auch ein Thema ist. Wenn wir das übertragen mal auf
- 25:14meine Arbeit, ja, ich kann gar nicht jede Geschichte, die ich
- 25:18höre, mittragen in mein Leben, in meine Gefühlswelt und so
- 25:22weiter das heißt nicht, dass ich nicht mitfühle, aber als ein
- 25:25Beispiel, vielleicht gibt es den Begriff oder die Unterscheidung
- 25:28von kognitiver und affektiver Empathie, also.
- 25:32Also es ist ja ein Unterschied, ob ich ein ich sehe, was du
- 25:36fühlst, wahrnehme und helfen kann.
- 25:40Und in meiner Profession bleibe. Und ich darf dabei auch Gefühle
- 25:43fühlen und fühlen, was mein Gegenüber fühlt und so weiter
- 25:46aber ich kann es immer noch abtrennen von meiner
- 25:47Lebensrealität und meine Themen auch beiseite stellen, das ist
- 25:51super wichtig, gerade in meinem Job.
- 25:52Gleichzeitig gibt es aber auch einen, ich fühle, was du fühlst.
- 25:57Und das wird ganz schnell auch so ein.
- 25:59Ich gehe darin auf Zerfließe mit dir da drin und leise lässt es
- 26:02dich los. Ja, richtig, genau richtig.
- 26:06Das das ist ein Thema, was ich in meiner Arbeit stets und
- 26:10ständig sehe, dass die Pferdeprofis.
- 26:13Diese Abgrenzung eben nicht. Nicht will ich nicht sagen,
- 26:16sondern sehr schlecht können, weil sie sich verantwortlich
- 26:20fühlen für das Pferd, weil sie der Meinung sind, sie als Profi
- 26:24müssen das doch lösen für und mit dem Pferdemenschen und genau
- 26:29diese Abgrenzung fehlt, oder? Oder ist sehr unzureichend, was
- 26:35dann diesen Stresstank immer weiter Vollmacht, welche?
- 26:38Praktikablen Tipps hast du denn für Pferdeprofis, die jetzt
- 26:41zuhören sagen? Ja, das bin ich, ich kann mich
- 26:43schlecht lösen, ich habe dann schlaflose Nächte, weil ich an
- 26:46das kranke Pferd meiner Kunden denke und ich brauche dann erst
- 26:51mal eine Woche Zeit für mich, weil was würdest du da an an
- 26:55Tipps mitgeben, die jetzt die Zuhörer und Zuhörerinnen für
- 26:58sich in den Alltag mitnehmen können?
- 27:01Ja, ich würde mal so ganz, also eigentlich vermeintliche
- 27:04Kleinigkeiten reinbringen, die man aber super easy auch
- 27:06integrieren kann. So im Sinne der Psychohygiene,
- 27:10was auf jeden Fall hilfreich sein kann, wenn man weiß, das
- 27:13ist jetzt so ein Fall, dass ich überlege, kann ich vorher
- 27:17währenddessen oder nachher auf meine Bedürfnisse achten und was
- 27:21sind die überhaupt? Entweder kann ich vorher gut für
- 27:25mich sorgen, mich auf so einen Termin gut vorbereiten, ich geh
- 27:27da gestärkt rein und so weiter das hilft mir beim Thema
- 27:29Abgrenzung oder ich kann währenddessen gucken, wie kann
- 27:32ich mir helfen, zum Beispiel darüber, dass wir eher in die
- 27:35Lösungsorientierung gehen, dass wir noch mal gemeinsames Ziel
- 27:38absprechen, erwartungsmanagement, pipapo.
- 27:41Oder ich kann ja auch im Nachgang, meistens sollte ich
- 27:43einen und dahin setzen, gucken, was macht es eigentlich mit mir,
- 27:46wie fühlt sich mein Körper jetzt an und dann in die Regulation
- 27:50halt auch gehen. Ne, also da überschneidet sich
- 27:53meine Arbeit mit Profis genauso wie mit Halterinnen, dass es
- 27:56darum geht, die eigene Gefühlswelt dann eben auch zu
- 28:00halten, da sein zu lassen und im besten Fall halt auch dann
- 28:03nachhaltig zu regulieren. Wir können zu.
- 28:06Zum Beispiel mit Alltagstools arbeiten wie erstmal einen
- 28:10kleinen Brain Dump. Nach dieser Kundin.
- 28:13Also alles rausschreiben richtig hässlich kreuz und quer auf ein
- 28:17Papier, es muss überhaupt keine Struktur haben, alles was an
- 28:20Gedanken da ist. Und manchmal steht da plötzlich
- 28:23ein Thema auf diesem Zettel, dass es gar nichts mit dieser
- 28:25Kundin zu tun hat, woran ich mich aber erinnert habe, weil
- 28:28ich diesen emotionalen Pfad, dieses Netzwerk in meinem System
- 28:32aufgemacht habe, und dann ist auch klar, warum ich das so.
- 28:36Ah, mir fällt kein gesellschaftstaugliches Wort
- 28:38ein, warum mich das so doll beschäftigt.
- 28:40Ja, das ist super, super wichtig für die Reflexion, ich würde
- 28:44sowieso, es ist ja ein bisschen unterschiedlich, wie jetzt deine
- 28:47Zielgruppe arbeitet, ob sie eben rumfährt oder am Schreibtisch
- 28:51sitzt, denke ich mal. Ich würde sowieso mindestens
- 28:54einmal am. Abschluss des Arbeitstages
- 28:57empfehlen, einen Braindump zu machen.
- 28:59Alles Rauszuschreiben, egal ob das strategische Dinge sind, die
- 29:02können mich ja auch belasten oder ob das eben tatsächlich
- 29:05inhaltlich kundinnen Sachen sind.
- 29:07Ja, ich finde das, was du gerade sagst noch spannend.
- 29:11Es sind ja viele Förderprofis, die mobil unterwegs sind und zu
- 29:14den zu den Förderhöfen hinfahren, auf der anderen Seite
- 29:17haben wir aber die, die eben ich sag jetzt mal stationär arbeiten
- 29:20oder die einfach einen eigenen Hof haben.
- 29:23Was würdest du jemandem raten, der nicht weg kann, weil alles,
- 29:25was da stattfindet, eben eigentlich ja in meinem Haus und
- 29:28Hof, in meiner Umgebung ist? Da fällt es ja wahnsinnig schwer
- 29:32ist immer, wenn du nach Hause fährst oder du verlässt den Ort,
- 29:36dann ist es ja leichter, das auch loszulassen.
- 29:39Was ist, wenn das auf deinem Hof, in deinem erweiterten
- 29:43Zuhause stattfindet, gibt es da Strategien, dass das trotzdem
- 29:50eine Grenze wahrt? Ja, auf jeden Fall.
- 29:54Die können natürlich auch wieder sehr individuell aussehen, weil
- 29:57ich ja nicht jetzt pauschal weiß, was daran alles
- 30:00herausfordernd ist. Da würde ich also ganz
- 30:02individuell gucken, was stresst mich denn überhaupt,
- 30:05gleichzeitig ist vielleicht die die Basis wichtig, wir sind
- 30:08immer irgendwo in diesem Kosmos von Nähe und Distanz, wenn durch
- 30:13das Setting eh schon mehr Nähe da ist, brauche ich unbedingt
- 30:19ein Gegengewicht an Distanz. Mhm.
- 30:22Ich empfehle zum Beispiel mein Kundin im Ja Profi Setting, dass
- 30:28sie sowas haben wie eine Arbeitskluft.
- 30:30Mhm. Das macht voll.
- 30:32Klar, jetzt bin ich für dich ansprechbar, ich bin hier in
- 30:35meiner Profession, wenn ich in meinem Schlafanzug hier
- 30:38rumlaufe, hätte ich gerne meine Ruhe so ganz, ganz krass gesagt
- 30:42oder eben auch, wenn ich nett gemacht bin für irgendwo
- 30:44hingehen oder so, also ganz klar optisch sichtbar machen, ohne
- 30:48dass man was kommunizieren muss. Jetzt bin ich ansprechbar, dann
- 30:51nicht, das kann man natürlich auch über Zeitfenster oder was
- 30:54weiß ich machen, Regeln aufstellen, an die man sich
- 30:57selber auch hält und. Und die dazu beitragen, dass man
- 31:01sich wohlfühlt in diesem Setting.
- 31:04Ganz wichtig. Mhm, ich würde auch.
- 31:07Ja. Sag ich.
- 31:08Je nach Pferdehof finde ich mal ganz spannend.
- 31:10Es entstehen ja so Dinge. Zum Beispiel auch das Thema, wo
- 31:14wohnt derjenige? Ich habe einige Kunden, die
- 31:17haben, die haben einen Pferdehof, aber wohnen zum
- 31:20Beispiel auf der anderen Straßenseite oder wohnen da gar
- 31:24nicht vor Ort, sondern haben halt wirklich Haus und Hof
- 31:26getrennt und dann gibt es die, die Wohnen auf dem Pferdehof und
- 31:29auch da finde ich es total schwierig, wenn dann jeder ein
- 31:32und ausgeht, ich habe eine Kundin, der hat wahnsinnig
- 31:35geholfen, dass wir im Coaching Rahmen die Regel aufgestellt
- 31:38haben, es kommt niemand in ihre Wohnung, also in ihren privaten
- 31:42Bereich und. Das war also vorher war man ja,
- 31:44ich muss doch die Türen müssen doch offen stehen, wenn mit den
- 31:46Pferden was ist, dann können die genauso klingeln, da muss gar
- 31:48nichts, das finde ich wahnsinnig, das ist auch einer
- 31:51der Gründe, ich würde niemals einen Einstellbetrieb, aber
- 31:55persönlich einfach nur ich, ich würde niemals einen
- 31:57Kinderbetrieb haben, wo ich gleichzeitig wohne und die Leute
- 32:00können ein und ausgehen, das wäre für mich persönlich der
- 32:02absolute Supergau, ich weiß, dass manche auch ganz viel
- 32:04Energie draus ziehen, dass das eben ein Teil der erweiterten
- 32:07Familie ist. Auch das ist ja wieder sehr
- 32:08individuell, aber jeder, der sich jetzt hier wiedererkennt,
- 32:11darf auch gerne überlegen sein. Der Tür zu.
- 32:13Schließen und ja, auf jeden Fall noch.
- 32:16Nicht weiter. Weil ich bin da auch viel
- 32:20introvertierter und würde das auch gerne trennen.
- 32:23Ich habe eine Zeit lang hier bei uns am Hof, da hatte ich halt
- 32:27eine Räumlichkeit, die ich nutzen kann, ich habe hier
- 32:29Seminare gegeben und selbst da habe ich gemerkt, das ist mir zu
- 32:33nah, das hat natürlich auch Vorteile, also ich würde nicht
- 32:36nur sagen Work Life Balance, sondern ruhig auch Work Life
- 32:40Blending an den Stellen, an denen es gut tut, aber.
- 32:42Also in meinem Fall zum Beispiel, dass mein Büro in
- 32:44meiner Wohnung ist, weil ich ja auch chronisch krank bin und es
- 32:48für mich halt voll gut ist, wenn ich wirklich einfach nur im
- 32:51Schlafanzug in den Nebenraum poltern kann und sofort in
- 32:55Büroarbeit und so weiter gehen kann.
- 32:57Also da ist es auch ein Vorteil, man darf sich ja auch ne
- 33:00Bequemlichkeiten schaffen, man muss aber wissen, dass das Halt
- 33:03auch Nachteile hat, also so Dinge wie.
- 33:06Ich bin dann halt auch jederzeit, wenn mir langweilig
- 33:09ist, in der Lage zu sagen, Ach ich könnt ja arbeiten und das
- 33:12ist eben auch nicht das, wie es sein sollte, ne, also wirklich,
- 33:17vielleicht könnt ihr das für euch mal so aufschreiben, macht
- 33:20doch mal so ein. So ein Zettel mit Nähe und
- 33:23Distanz gegenübergestellt und überlegt euch mal, was alles in
- 33:27eurem Business Setting dazu beiträgt, dass Nähe zu also in
- 33:31der professionellen Beziehung zu den Kundinnen entsteht, sei es
- 33:34durch das Setting, durch eure Art mit denen zu sein, duzen,
- 33:37blablabla, all die Dinge und dann noch mal auf der anderen
- 33:40Seite, was habt ihr denn auch für Regeln für Strukturen und so
- 33:43weiter die Halt für Distanz sorgen.
- 33:46Denn wir können nicht, das geht nicht, zu jeder Kundin eine
- 33:50Freundschaft führen. Das würde auch absolut die
- 33:54professionelle Beziehung stören, weil wir dann einfach ständig
- 33:57eine Rollendiffusion hätten und gar nicht mehr klar ist, was ist
- 34:01die Erwartung, was muss ich eigentlich leisten und muss ich
- 34:03jetzt ständig über meine Grenzen gehen, was wir vielleicht für
- 34:06Freundinnen in Krisen ja auch machen würden.
- 34:08So ne also zum Beispiel für. Eine Erreichbarkeit.
- 34:12Ja, ja, ja, voll. Nur weil das, weil ihr ein Pferd
- 34:14behandelt habt oder weil das einer eurer Trainingskunden ist,
- 34:18hat derjenige kein recht, euch zu jeder Tages und Nachtzeit
- 34:21eine Sprachnachricht bei whatsapp zuschicken, was ja gang
- 34:24und gäbe ist. In der Pferdewelt.
- 34:26In dem Moment wo du mein Therapeuttrainer oder was auch
- 34:28immer bist, habe ich Zugriffsrecht auf dich.
- 34:31Das ist nicht, das muss nicht der Standard sein, das ist nicht
- 34:35normal. Sollte nicht normal sein.
- 34:38Ja, das darf man auf jeden Fall für sich entscheiden und noch
- 34:41mal abwägen und bewusst entscheiden, nicht einfach nur
- 34:44so. Ja, war halt so, oder?
- 34:46Das schönste ist finde ich auch das Argument, ja, aber meine
- 34:49Zielgruppe wünscht sich das so doll oder die brauchen das so
- 34:52sehr na ja, ist das wirklich so oder ist es einfach nur bequem
- 34:55weil du es halt tust? Man kommt ja mit vielen
- 34:58Strukturen zurecht. Man muss einfach nur klare
- 35:00Regeln kennen und das gibt ja auch Sicherheit.
- 35:03Ja, ich kann ja erwartungssicherheit darüber
- 35:05schaffen, dass ganz klar geregelt ist, wie kann man mit
- 35:08mir Kontakt aufnehmen, wie schnell antworte ich, vielleicht
- 35:11auch ne meine Kundinnen zum Beispiel wissen, dass ich
- 35:14manchmal zu merkwürdigen Zeiten antworte, das liegt aber einfach
- 35:17daran, dass ich mit meiner chronischen Erkrankung nicht
- 35:19planen kann, wann ich kann und wann nicht, und manchmal schlaf
- 35:21ich halt am Tag und muss dann später arbeiten.
- 35:23Die wissen aber auch, dass es nicht heißt, dass ich denen dann
- 35:26immer sofort antworte. Wenn die jetzt antworten würden.
- 35:29Also das darf man für sich wirklich gestalten und jede
- 35:32Lebensrealität ist da ja super individuell, also können wir
- 35:34auch gar nicht sagen, was da das Richtige ist.
- 35:37Trotz dessen muss man sich darüber auch erstmal Gedanken
- 35:39machen, um das Richtige zu finden und das darf auch ein
- 35:42Prozess sein, finde ich. Ja, gehe ich total mit.
- 35:45Jetzt wollen wir sehr im individuellen und in den
- 35:47persönlichen Grenzen, wenn wir noch mal ein bisschen rauszoomen
- 35:50in die Pferdewelt. Ich hatte schon mal nen Gespräch
- 35:54mit einer Psychologin hier auf dem Podcast.
- 35:57Das ist schon ne ganze Weile her, da haben wir auch so
- 35:59darüber gesprochen. Welche Tendenzen sehen wir denn
- 36:00in der Pferdewelt so dieses übereinander reden, dieses
- 36:04richtig und falsch, dass da ja ganz viel Bewertung stattfindet,
- 36:09welche sehr gesunden und sehr ungesunden Muster siehst du denn
- 36:14aus deiner Sicht als Psychologin vor allen Dingen, wenn du das in
- 36:18dem Kontext der Pferdeprofession des Pferdeprofi Daseins siehst
- 36:22und. Also was ich ganz viel sehe,
- 36:26ist, dass das Vertrauen in Fachpersonen sinkt und ganz
- 36:31viel. Dieser Gedanke kommt.
- 36:33Ohne mich geht es nicht, also so eine absolute Überbewertung der
- 36:37eigenen Relevanz für das eigene Tier, was ich voll verstehen
- 36:41kann, weil wir sind halt verantwortlich, gleichzeitig
- 36:44sind ja auch die Tierprofis oft belastet oder haben halt
- 36:47bestimmte Grenzen, die sie manchmal aber nicht klar genug
- 36:51kommunizieren im Vorhinein. Sein oder wie auch immer.
- 36:53Und dann gibt es einfach sehr schnell so Enttäuschungen oder
- 36:57Diskrepanzen in den Erwartungshaltungen und einfach
- 37:00ganz viel Misstrauen gegenüber Fachpersonal, weshalb sich
- 37:03manchmal nicht mal mehr an Fachpersonal gewandt wird, wo
- 37:05ich auch so denke. Ah, aber wir brauchen doch
- 37:08jemanden, der das für Dich übernimmt, weil du kannst ja
- 37:10jetzt nicht mal nebenbei noch keine Ahnung Tiermedizin
- 37:13studieren und was weiß ich eine ja Ausbildung für Hufe und was
- 37:19auch immer tun machen. Also das ist so etwas, wo ich
- 37:23denke, das ist tatsächlich eher dysfunktional und das entsteht
- 37:27halt auch häufig aus dysfunktionalen Quellen, also
- 37:30entweder irgendwelchen negativen Überzeugungsmustern,
- 37:33unangenehmen Erfahrungen, die ich nicht richtig verarbeitet
- 37:36habe und so weiter gleichzeitig fand ich auch spannend, was du
- 37:40gesagt hast. So dieses übereinander reden und
- 37:42so, ich bin da glaube ich so ein bisschen komisch, weil ich das
- 37:46immer gar nicht so wild finde. Also wäre natürlich schön, wenn
- 37:49alle nett miteinander sind, aber es ist halt auch einfach
- 37:52komplett psychologisch erklärbar, warum das stattfindet
- 37:55und das finde ich halt, wenn man das einmal begriffen hat, dann
- 37:58ist auch so, ja gut, also. Aber es ist ja für viele
- 38:01trotzdem eine Angst, ne, also ich bin da tatsächlich relativ
- 38:04entspannt, weil ich bin so ein bisschen die Schweiz.
- 38:07Ich stecke in sowas immer nicht drin, ne.
- 38:08Also ich kriege auch wenn das bei uns, also privater Sicht,
- 38:11wenn das irgendwie am Hof stattfindet, ich bin mit unserer
- 38:15Hofbetreiberin so mit dem Rest auch wir haben eine tolle, eine
- 38:18tolle Gemeinschaft, ohne dass ich da jetzt enge Freundschaften
- 38:22für die eine oder andere ja, aber jetzt nicht nicht in dem
- 38:23Maße, dass ich sage, das ist mein total einziger sozialer
- 38:27Kreis und ich bei manchen Sachen nicht mehr so.
- 38:30Lass doch machen, so ist doch was ist jetzt das Problem?
- 38:32Ich sehe das immer nicht so, aber ich sehe eben, dass das für
- 38:36ganz viele Pferdeprofis natürlich auch ein Thema ist,
- 38:38weil sie Angst haben, dass die Reputation versaut wird.
- 38:41Man kann ja ganz viele Sachen rumsprechen, dass dann man in
- 38:45eine Schublade gesteckt wird, wenn man sich auf diese oder
- 38:49jede Weise verhält und dieses Schubladendenken in der
- 38:52Pferdewelt macht bei den Pferdeprofis richtig viel
- 38:54Stress. Ja, verstehe okay lass da mal
- 38:58kurz hingucken. Also wie gesagt, ich bin
- 38:59insofern entspannt, als dass ich es so erklärbar finde.
- 39:02Warum denken wir Menschen in Schubladen, weil wir einfach
- 39:04Ressourcen sparen und warum denken wir so in schwarz, weiß
- 39:07ja meistens, weil wir auf einer einen Seite auch gestresst sind,
- 39:10andererseits auch wieder, weil es Ressourcen spart, ist das
- 39:12jetzt für mich richtig oder ist das falsch, dann muss ich mich
- 39:15damit nicht weiter auseinandersetzen, gleichzeitig
- 39:17schafft ja auch so was wie lästern oder so, schafft ganz
- 39:20viel Zugehörigkeitsgefühl. Deshalb findet das Halt auch
- 39:24häufig statt, so dieses Grübchen.
- 39:25Bildung und bla. Aber ich verstehe voll diese
- 39:28andere Perspektive jetzt aus Profi Sicht mit der Reputation
- 39:32und so weiter da würde ich auf jeden Fall als allererstes, das
- 39:37ist wieder so ein bisschen ja lame vielleicht kellerarbeit
- 39:41könnte man sagen, für alle denken, jetzt will ich nicht,
- 39:44aber doch setz dich mal damit auseinander, wo in deinem Leben
- 39:47du dieses Gefühl kennst. Wo?
- 39:49Woher du das kennst, aus welchen Punkten in deiner
- 39:51Lebensgeschichte? Weil wahrscheinlich ist es nicht
- 39:54nur in dieser professionellen Rolle so, ansonsten könnte man
- 39:58mal hingucken, könnte ich vielleicht mein
- 40:00Kompetenzbewusstsein stärken, könnte ich mich noch mal
- 40:03dahingehend auch ein bisschen in Richtung Souveränität, aber
- 40:09nicht im Sinne von Fake it Till you make it, sondern es wirklich
- 40:12fühlen, also eigene Werte, was will ich überhaupt vertreten,
- 40:16wo? Habe ich vielleicht wirklich
- 40:18einen Fehler gemacht, für den ich mich schlichtweg auch
- 40:20entschuldigen könnte? Das ist ja auch nichts wildes,
- 40:22man darf auch Dinge nicht wissen oder Dinge mal falsch gemacht
- 40:25haben. Wo kannst du für dich mit deinem
- 40:28Wertesystem aber eben auch vielleicht sagen, nee, hätte ich
- 40:31halt immer wieder so gemacht, das ist mir einfach genauso
- 40:34wichtig. Dass du so wirklich bei dir
- 40:37ankommst, deine Lebensgeschichte auf dem Schirm hast.
- 40:40Warum das vielleicht für dich manchmal schwierig sein könnte
- 40:42und gleichzeitig aber auch weißt, genau dafür stehe ich.
- 40:45Genau das ist mein Standing, da sind wir eigentlich ja auch fast
- 40:48wieder so ein bisschen in einer Positionierung und solche
- 40:50Prozesse drin, die ja ganz viel mit uns selber zu tun haben
- 40:53können, und gleichzeitig dürfen wir aber auch verstehen, meine
- 40:56berufliche Rolle muss nicht meine private Rolle sein, ich
- 41:00bin ganz viele soziale Rollen und ich darf Dinge davon
- 41:04abgrenzen. Und gleichzeitig würde ich da
- 41:07einspielen, dass es schwierig ist, Werte abzugrenzen, also für
- 41:12für eine Sache beruflich, also dieses Identitäten
- 41:14beziehungsweise Rollenverständnis finde ich ganz
- 41:16wichtig und trotzdem sehe ich in der Praxis, gerade weil wir viel
- 41:21mit wertetests arbeiten, und wer bin ich, irgendwie viele, dass
- 41:25manchmal der Pferdeprofi eine Rolle.
- 41:29Sein möchte und sich dann werten oder sich Werte auf die Fahne,
- 41:34auf die Business Fahne schreibt, die eigentlich nichts mit den
- 41:37persönlichen mehr zu tun haben. Und da sehe ich eine Diskrepanz,
- 41:41die eigentlich nicht eine Lücke, die nicht zu schließen ist, weil
- 41:45wir können nicht ganz aus unserer Haut, ja wir können uns
- 41:47abgrenzen und wir können uns, wir können uns unterschiedlichen
- 41:50Rollen sehen, aber ich glaube, dieses essentielle Wertethema
- 41:53ist ganz schwierig, ja voll und. Das ist richtig anstrengend.
- 42:00Ja klar, wenn du immer versuchst, jemand zu sein, der
- 42:02du gar nicht bist. Ja.
- 42:04Das ist ja unfassbar energieraubend.
- 42:08Absolut absolut. Das ist ja im Endeffekt das, was
- 42:11so in ganz anderen Kontext, aber im neurodivergenz Setting so als
- 42:15Maßging auch bezeichnet wird. Ich setze mir halt ja same, ich
- 42:19setze mir halt so eine Maske auf und tue die ganze Zeit so, als
- 42:21wäre ich halt wer anders, das ist ultra anstrengend, das hat
- 42:24ganz oft aber auch und jetzt kommen wir wieder in meinen
- 42:26Bereich und ich nerve euch ein bisschen, ganz oft hat das mit
- 42:29Schamgefühlen zu tun und das ist ja auch befeuert durch
- 42:37Reaktionen im Außen in unserer Lebensgeschichte, natürlich
- 42:40durch Lernerfahrung und so weiter aber ganz oft hat es eben
- 42:43auch so einen inneren Kern, den ich von klein auf irgendwie mit
- 42:47mir rumschleppe und der ja einfach schlichtweg nicht
- 42:51angeguckt wurde. Das heißt nicht, dass wir alle
- 42:53immer ein bisschen in die Kindheit buddeln müssen, ja,
- 42:55wenn da kein Leidensdruck ist, dann ist es ja auch fein, aber
- 42:57wenn da ein Leidensdruck ist und mich das richtig anstrengt, und
- 43:00ich merke die Ganzheit, ich verbiege mich zum Beispiel auch
- 43:02komplett für meine Kundinnen. Dann darf ich da schon schauen,
- 43:06kann ich da ja was aufarbeiten, was nachjustieren, damit ich
- 43:10mich wirklich traue, ich selber zu sein.
- 43:12Vielleicht hilft da auch noch mal so ein Beispiel, ich bin
- 43:17oder viele meiner Kundinnen würden denken, ich bin viel
- 43:19extrovertierter als ich eigentlich bin.
- 43:24Ja. Ja, und das ist halt voll fein.
- 43:27Das hat jetzt nichts mit meinem Wertesystem zu tun oder so, das
- 43:30ist einfach so ein bisschen die Rolle, die ich manchmal auch
- 43:33brauche, um bestimmte Räume zu halten oder eben auch, um ja so
- 43:38ein Sicherheitsgefühl in einem Gruppensetting zu geben, dass
- 43:40ich manchmal auch übernehmen kann, wenn ich merke, dass viel
- 43:43Unsicherheit oder so und ja, viele andere Gründe, aber das,
- 43:48was an Wertesystemen dahinter steht, da bin ich komplett bei
- 43:51dir, das bleibt halt dasselbe. Und ich darf da auch aufpassen,
- 43:54dass ich jetzt nicht zu viel, das ist vielleicht noch spannend
- 43:58für die eigene Produktplanung und das eigene Angebot, dass ich
- 44:01nicht nur Angebote mache, wo ich halt diese extrovertiertere
- 44:04Facette von mir aufleben lasse, weil das für mich auch richtig
- 44:08anstrengend, das heißt ganz viel dann eben auch gucken, dass ich
- 44:12was für mich durcharbeite und nicht im sofortigen Gruppen
- 44:16Setting oder so bin. Das kann man für sich glaube
- 44:19ich, dann auch noch mal reflektieren in Bezug auf diese
- 44:21verschiedenen Rollen. Ich meinte vorhin, und das
- 44:24wollte ich jetzt noch mal abschließend sagen, dass wenn
- 44:27wir auf der beruflichen Ebene einen Angriff verspüren, welche
- 44:32auch immer, dann ist es meistens so, dass wir das so stark
- 44:35spüren, weil das irgendwie mit in unsere persönliche Rolle,
- 44:39also in unser privat ich gerutscht ist und da
- 44:42wahrscheinlich irgendwelche Themen anstößt.
- 44:44Ja. Super schwierig abzugrenzen,
- 44:47gerade wenn man per du ist. Was jetzt nicht heißt, dass sie
- 44:50alles sitzen sollten. Pferde Leute suchen sich in der
- 44:52Regel, aber da sind so viele Parameter wie du vorhin schon
- 44:54gesagt hast, die dann eben die Distanz abbauen und die es dann
- 44:58auch schwierig machen sich da selber diese wieder zu schaffen
- 45:02und die Rollen abzugrenzen finde ich unfassbar spannend.
- 45:04Ich könnte jetzt noch 3 Stunden weitererzählen, aber ich nehme
- 45:06jetzt mal die letzte Frage, die ich noch so gerade im Kopf
- 45:08hatte, was kann man lernen? Und was nicht?
- 45:14Thema verbiegen und ich mache das gleich noch konkreter.
- 45:18Auf der einen Seite habe ich zum Beispiel Werte, die kann ich
- 45:22reflektieren, da kann ich in den Test gehen, da kann ich gucken,
- 45:24die entwickeln sich ja auch, dann werden andere Sachen
- 45:26wichtiger im Leben, das ist vollkommen fein, und dann gibt
- 45:29es Dinge, die kann ich lernen, anders zu sehen, anders zu
- 45:34reagieren, mit in meine Arbeit einzubeziehen, gerade im Umgang
- 45:38mit den mit den Pferdebesitzern, mit den Kunden.
- 45:43Wo lohnt es sich als Pferdeprofi noch mal reinzugehen?
- 45:47Mehr Verständnis und und mehr wissen vielleicht auch zu haben,
- 45:51um mit den Emotionen meiner Kunden umzugehen?
- 45:53Und wo sagst du es, da brauchst du nicht versuchen, das passt
- 45:58nicht, weißt du was ich meine, so mit diesem was was sollte ich
- 46:01lernen, wo sollte ich meinen Horizont als Pferdeprofi
- 46:03erweitern und wo sollte ich bei mir bleiben und sagen, das ist
- 46:05einfach nicht meins und das ist, da lerne ich jetzt auch in dem
- 46:08Fall mal nichts dazu, weil es auch okay ist, nicht alles zu
- 46:10wissen und. Ja, also es ist ja auch manchmal
- 46:13so ein Spagat, den man da versucht.
- 46:15Ich glaube, was halt, es gibt 2 Möglichkeiten, entweder bin ich
- 46:20weg von motiviert oder ich bin hinzu motiviert, also ja
- 46:23entweder interessiert es mich halt ein Stück weit und ich
- 46:26würde da gerne mehr wissen und mehr zu auch anbieten können,
- 46:30vielleicht auch aktiv ne, also gerade das Thema irgendwie
- 46:33Stress mit dem eigenen Pferd in verschiedenen Settings ist ja
- 46:35auch voll das Riesenthema, genau da kann man sich natürlich auch
- 46:39hin spezialisieren, das wäre. Eine Option?
- 46:42Ja, dann goford, dann saug alles auf und geh halt los.
- 46:46Auf der anderen Seite gibt es aber auch eben diese Weg von
- 46:50Motivation und das bedeutet eben Leidensdruck, Belastung ja, also
- 46:53wenn ich merke, mein Stresslevel ist im Job höher, weil da
- 46:56ständig so was auf mich zukommt, mit dem ich nicht umzugehen
- 46:59weiß, dann sollte ich mich dahingehend auch fortbilden,
- 47:02weil das schlichtweg wieder dazu beiträgt, dass ich eben nicht
- 47:04irgendwann im Burnout Lande oder gar keinen Bock mehr auf den Job
- 47:08habe, den ich mir ja eigentlich so.
- 47:09Mega cool erschaffen habt, weil ich meine, wir haben alle das.
- 47:12Ja, wenn wir hier zusammen sitzen, sozusagen das Privileg,
- 47:16dass wir ja was ultra Cooles machen und eben nicht so einen
- 47:19langweiligen Kackjob haben und dann sollte der ja langfristig
- 47:22auch weiterhin Spaß machen und uns nicht irgendwie das Leben
- 47:25aussaugen. Ja, also ich glaube das sind so
- 47:28die 2 Punkte wo man man merkt, Wissen aneignen wäre ganz gut,
- 47:32gleichzeitig aber vielleicht auch so ein bisschen bei den
- 47:34Angeboten aufzupassen. Dass das eben fundiert ist und
- 47:39das nicht so ein bisschen in die Richtung geht.
- 47:41Von, Na ja, wir können auch schon ein bisschen an den Leuten
- 47:44rumtherapieren und was weiß ich, also ne, ja du guckst genauso
- 47:48schockiert wie ich bin, aber es gibt das halt sehr viel, ne,
- 47:51dass da dann plötzlich irgendwelche Traumaarbeit und so
- 47:54angeboten wird, dann ja. Ja, das ist Oh das, das ist da,
- 47:58da triffst du bei mir wirklich ein Punkt, weil dieses
- 48:01Kompetenzüberschreiten, gerade wenn wir uns das Thema online
- 48:05Business angucken, oh, ich finde, das ist so ein schmaler
- 48:08Grad, ne auch nicht nur in der ferne Welt, sondern auch mit den
- 48:10Menschen. Business Coaching brauche ich
- 48:13nicht, brauche ich nicht anfangen, gibt es ja auch.
- 48:15Von bist. Das ist so schwierig.
- 48:18Und dann sehe ich so auf der einen Seite die, die keine
- 48:21Kompetenzen oder wenig Kompetenz in den Bereich mitbringen, aber
- 48:24sich anmaßen, dann ein Trauma therapieren zu wollen oder bei
- 48:28jemandem, der, wenn man mal richtig hinguckt, offensichtlich
- 48:31Anzeichen von Depressionen zeigt.
- 48:33Aber klar kriegen wir das mit Mindset, Coaching raus,
- 48:37furchtbar auf der anderen Seite aber natürlich auch
- 48:39Pferdeprofis, die sich dann an Themen wagen, wo man sagt, Ey,
- 48:42warte mal, das ist schon sinnvoll, wenn da jemand.
- 48:45Studiert hat, wie man so ein Pferd aufschneidet.
- 48:48Ja, da gibt es so viele Beispiele.
- 48:50Jetzt habe ich gesagt, das war schon die letzte Frage, jetzt
- 48:52habe ich da noch eine, ich sehe diese 2 Dinge, Leute, die
- 48:57absolut überbegeistert sind von dem, was sie eigentlich nicht
- 49:01können und trotzdem anbieten und dann aber den.
- 49:04Gefühlt viel größeren Teil, die genau deswegen Selbstzweifel
- 49:08haben. Dieses im Potter Syndrom und
- 49:11dieses Ich bin nicht gut genug, ich weiß nicht genug, alle
- 49:14anderen wissen mehr und das ist so schwer, weil auf der einen
- 49:17Seite sage ich okay einen Schein, welchen Schein du auch
- 49:19immer gemacht hast, heißt nicht automatisch, dass du gut bist in
- 49:23dem was du tust und gleichzeitig würde ich mal hinterfragen, ob
- 49:27es nicht sinnvoll wäre in bestimmten Bereichen einen
- 49:29Schein zu haben, das ist glaube ich eine der schwierigsten.
- 49:35Schmalen gerade, die wir so in der Pferdewelt haben.
- 49:37Wat Mama da? Wat Mama da ja, ich weiß es.
- 49:41Auch nicht. Also so ne Aussicht ich ich
- 49:43verstehe jeden Kunden, in der Regel habe ich das Gespräch.
- 49:46Ich hab, ich hab hier gerade 2 Legofiguren stehen, ich hatte
- 49:48das im Coaching, dass ich meiner Kundin auch noch mal was
- 49:50visualisiert habe mitten und das ist jetzt hier dein Imposter,
- 49:53der da aus dir spricht und dir sagt, du bist nicht gut genug
- 49:56und die kommen sowieso nur, weil sie keine Alternative hatten.
- 49:59Das sehe ich sehr, sehr häufig. Und dann sehen wir aber wie
- 50:01gesagt die Profis, die eigentlich keine sind und
- 50:03trotzdem ganz ganz laut schreien.
- 50:06Hast du da noch irgendwie einen heiligen Gral dabei, den wir
- 50:09unseren Hörerinnen hier mitgeben können, weil es sind eben gerade
- 50:12viel die Frauen, die dann in den Selbstzweifeln versinken und
- 50:16nicht ihr Potenzial nutzen können, obwohl sie eigentlich so
- 50:18so viel Wertvolles mitbringen für die Pferde und für die
- 50:21Pferdewelt warten. Wir mal ja, also vielleicht
- 50:25hilft der Satz zumindest kognitiv.
- 50:27Emotional wird das jetzt nicht helfen, wenn ich davon wirklich
- 50:29überzeugt bin, aber kognitiv könnte es helfen, das.
- 50:32Dass, wenn ich so viele Selbstzweifel habe, es relativ
- 50:36wahrscheinlich ist, dass ich eigentlich extrem viel Kompetenz
- 50:40habe, mich nur wahnsinnig viel reflektieren.
- 50:44Die Leute, die da über ihre Grenzen drüber gehen, die haben
- 50:46das selten. Dass die so an sich zweifeln,
- 50:48ne, also das ist vielleicht tatsächlich so ein soein.es,
- 50:53gibt ja auch diese typischen Prozesse im Thema lernen.
- 50:57Erst denke ich, ach ja, ich habe es verstanden, ich weiß das
- 50:59einfach alles und dann merke ich irgendwann so hm ja schade, ist
- 51:02doch recht komplex, weiß ich vielleicht doch noch nicht so
- 51:04viel von und dann ne ebnet sich das so ein ich finde deine Idee
- 51:09mit den lego Männchen super, ich arbeite ja auch ganz viel unter
- 51:13anderem mit. Anderen Anteilen, dass man für
- 51:15sich mal ganz klar versucht zu trennen, was sind meine
- 51:18Strafenden und fordernden Anteile, also Klassiker, wäre
- 51:21innere Kritikerin, innere Antreiberin die eine, du hast ja
- 51:26schon die passenden Legomente, ja schön, die eine, also die
- 51:30Kritikerin, die Haut quasi die ganze Zeit mit dem Knüppel drauf
- 51:33und die Antreiberin scheucht mit der Gerte hinterher, so würden
- 51:36wir nicht mit Tieren umgehen, so würden wir auch nicht mit
- 51:38anderen Menschen umgehen, aber mit uns selbst machen wir es
- 51:41halt oft. Da würde ich ganz klar
- 51:43versuchen, mal zu trennen, wenn ich raus zoome und drauf gucke,
- 51:50was davon ist. Tatsächlich ein Gedanke, der mit
- 51:53meiner Kognition übereinstimmt, der sich ruhig anfühlt, der sich
- 51:57souverän anfühlt und was davon sind eigentlich Gedanken, die
- 52:00mir. Weiteren Stress machen die mir
- 52:02super viel Angst machen oder die mich anderweitig irgendwie unter
- 52:06Druck setzen. Dann könnte man anfangen das für
- 52:08sich mal so ein bisschen zu sortieren.
- 52:10Das heißt nicht, dass das Problem dadurch gelöst ist.
- 52:13Das ist selten der Fall, wir können emotionale Themen selten
- 52:15kognitiv lösen, aber das hilft zumindest, um ein bisschen
- 52:19Abstand zu gewinnen und sich im Alltag so zu ertappen, so, das
- 52:22ist die Kritikerin, die kann jetzt mal kurz ihr Maul halten,
- 52:25ich kümmere mich später um die und und weiter geht's so.
- 52:29Ich fand das total cool. Ich habe das irgendwo mal
- 52:31gelesen, dass man diesen inneren stimmen, die man hat, das sind
- 52:35ja alles irgendwie Versionen von mir selber, wie auch immer, die
- 52:37geprägt wurden, dass es hilft, den Namen zu geben und dann.
- 52:41Erfolgt. Ach.
- 52:42So, da spricht jetzt Brunhilde wieder, ja, oder?
- 52:46Das ist jetzt hier Maja Maria oder wer auch immer, also ist
- 52:50das ohne jetzt daher sich Schizophrenie Gedanken
- 52:54hinzugeben, ja oder irgendwie, dass sich da selber einen
- 52:56Stempel aufzudrücken, aber es hilft einfach das zu benennen
- 52:58und zu sagen, Ach guck mal, dass jetzt die Stimme.
- 52:59Stimme von, die da aus mir herausspricht.
- 53:02Das kann manchmal hilfreich sein, finde ich total spannend,
- 53:05aber wie du sagst alleine zu wissen, dass wenn ich mich so
- 53:07stark hinterfrage, die Wahrscheinlichkeit sehr groß
- 53:10ist, dass ich eine gewisse Kompetenz mitbringe und den den
- 53:15den sehr großen Rahmen vielleicht auch des
- 53:18Kompetenzbereiches erkannt habe, ja, sehr cool.
- 53:22Möchtest du den Pferdeprofis noch abschließend zu dieser
- 53:24Folge was mitgeben? Ja, vielleicht so ein bisschen
- 53:28den Mut oder auch ja manchmal Wagemut da für sich Hinzufühlen
- 53:34und die eigene Grenze zu wahren oder eben der eigenen Motivation
- 53:39zu folgen, weil alles, was wir gesagt haben, bedeutet ja nicht,
- 53:42dass es für jede Person jetzt der Way to go ist, da irgendwie
- 53:45ein Deepdive rein zu starten, das darf eine Grenze sein, die
- 53:48du fühlst. Dann habe für dich einfach klar,
- 53:50wie du mit dieser Grenze umgehst und was du damit im Alltag
- 53:54tatsächlich tust. Und wenn du aber merkst, dass da
- 53:56Motivation ist, aber eben so n bisschen weiß ich auch nicht,
- 54:00dann eben auch ja vielleicht den Mut da für dich ja loszugehen
- 54:04und mal zu gucken, ob du sogar dein Business nicht neu denken,
- 54:08aber zumindest ein Stück weit erweitern oder vertiefen
- 54:11könntest. Wenn da auch Expertise da ist
- 54:14und. Ja, sei es, weil du merkst, ich
- 54:17habe da Leidensdruck oder weil du merkst, ich habe da Bock
- 54:19drauf. Beides valide, also ja, gofrid
- 54:22und es darf euer Business sein, es darf sich genau nach euch
- 54:25anfühlen und es darf sich verändern.
- 54:27Ich mache was komplett anderes als vor, keine Ahnung 11 Jahren,
- 54:31also voll fein, wenn ihr wächst und es ja mit euch wächst.
- 54:35Ja, so cool. Vielen, vielen Dank für deine
- 54:38Zeit. Vielen Dank für diesen super
- 54:40wertvollen Input. Ich pack deine Kontaktdaten
- 54:43hiermit unter die Folge, dass da jeder noch weiter reinschauen
- 54:46kann. Ich finde du machst so wertvolle
- 54:48Inhalte und die sind auch noch optisch, die anspringen also.
- 54:52Die sind sehr schön, naja, aber sozusagen gerade ob ich über den
- 54:54Instagram Account gucke, da ist einfach so viel Wertvolles
- 54:57dabei. Du bist schon in verschiedenen
- 54:59Podcasts oder auch Interview Settings zu hören, ich finde das
- 55:03ein super wichtiges spannendes Thema und definitiv etwas was
- 55:08meiner Meinung nach der Pferdeprofi nicht ganz außer 8
- 55:11lassen sollte, weil es hilft euch einfach da eine gewisse
- 55:15Emotionale. Einen emotionalen Teil mit auch
- 55:19in Eurer in eurem Pferdeberuf zu integrieren, für euch, für eure
- 55:23Pferdebesitzer Pferdebesitzerinnen das hilft
- 55:26wahnsinnig, sehr schön. Vielen, vielen Dank und schön,
- 55:29dass du da warst. Danke dir.