Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Podcast #131 - Das Geheimnis komplexer Rhythmen mit Wolfram Winkel
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format. Heute mit 5 über 3 oder 3 über 5. Aufklärung bekommen wir von einem Professor und zwar Professor Wolfram Winkel. Los geht's! Ihr hört Schlagabtausch, der Podcast für alle Schlagzeugbegeisterten. Wir sind Dirk Brandt und Timo Ickenroth. Mit Tipps und Hacks und dem Allerneuesten aus der Schlagzeug- und Percussion-Szene. Viel Spaß beim Hören. Liebe Hörerinnen und liebe Hörer, liebe Zuschauerinnen und liebe Zuschauer, erst einmal wünsche ich euch noch ein, oder wir besser gesagt, aber ich spreche jetzt nur mal zuerst, ein frohes neues Jahr. Und damit das jetzt hier keine Solo-Episode wird, ganz kurz, wir haben 131. Schlagabtausch-Episode. Und natürlich ist logischerweise mit mir dabei, Gründungsmikliert und Urvater Dirk Brand. Hi Dirk. Urvater. Schönen guten Morgen, ihr Lieben da draußen. Ein frohes neues Jahr natürlich auch von mir noch und ich hoffe, ihr seid gut reingekommen, habt gut gefeiert, habt vielleicht, der ein oder andere hat vielleicht einen Gig gehabt und ja, ich freue mich auf alles, was dieses Jahr da kommt. Es wird jetzt schon spannend, heute wird es ein bisschen, boah, ein bisschen mathematisch für mich. Also von daher bin ich auch ganz gespannt und ja, hier in Oelne, ey, ihr habt es geschneit, aber ich glaube, bei euch liegt bestimmt noch mehr Schnee, oder? Ja, also erstmal, es war ein holpriger Anfang irgendwie gerade. Egal, also auch frohes Neues nochmal einfach so mal allgemein die Runde. Und ja, es sind viele, glaube ich, jetzt reingeschlittert ins neue Jahr. Leider, muss man sagen, also Vorsicht. Hier liegt eine Menge Schnee, also eine Menge will ich jetzt auch nicht sagen, aber ein paar Zentimeter Schnee zumindest. Aber für euch Flachland Preußen. Flachland Preußen. Ist das ja eher ungewöhnlich. Interessantes Territorium, was wir gerade haben, wenn ich mal so sagen. Oh mein Gott, das darf geschichtlich nicht aufgearbeitet werden gerade. Wahrscheinlich totaler Blödsinn. Die Germanen da in der Region bei euch, die sind ja nicht so viel Schnee gewohnt. Wir sind ja hier in einem Mittelgebirge im Westerwald, da liegt schon ein bisschen mehr. Aber ich glaube, alle anderen, die südlich der weißen Wurstgrenze sind, lachen sich auch hierüber schlapp. Was keinen Spaß macht, ist Schneeräume, ne? Ne, aber ich meine, das hält sich jetzt wirklich im westfälischen Ölde sehr in Grenzen. Hast du überhaupt einen Schneeschieber? Ja, ja, doch tatsächlich, ja, ja, ja. Es ist schon arg kalt bei uns, aber nee, so viel mit Schneeräumen, ich glaube, das war ein oder zwei Mal. Aber jetzt auch nicht megamäßig, sondern eher, ja, ganz. Also ich fand es jetzt ganz nett, aber wie das ja so ist, zu Weihnachten hätte man keinen Schnee gehabt. Da war natürlich nichts. Und ja, jetzt sind die Ferien zu Ende, jetzt haben wir Schnee. Ja, es sieht schön aus, es sieht auf jeden Fall schön aus. Und ich frage mich immer, was machen die Leute, die uns im Sommer hören? Wenn wir übers Wetter sinnieren, oh, hier liegt Schnee oder umgekehrt, wenn die uns im Winter hören und wir sagen, wir schwitzen uns gerade einen Affen ab. Ja, aber das ist doch gerade das Gute daran, weil im Sommer, dann wird es ja ein bisschen kühler vielleicht, wenn du dann an den Schnee denkst und du bist vielleicht mit einem. Orangensaft, liegst du mit Eiswürfeln, liegst du auf der Liege und hörst dann diesen Podcast und denkst dann, boah, ja, da wird mir jetzt ein bisschen... Ja, ich kühle direkt mal 20 Grad runter. Genau. So nach dem Motto, ja. Also es ist quasi die Empfehlung, den Podcast zeitversetzt hören, immer so ein paar Monate nach hinten verschieben. Nein, natürlich immer up-to-date bleiben, man weiß ja nie, wir haben ja auch manchmal aktuelle Sachen drin, vor allem ja im Ticker. Absolut. Aber lass uns mal über die aktuelle Vergangenheit sprechen. Denn wie im letzten Podcast ja auch schon gesmalltalkt, du warst ja auf Tour mit Axis und warst nicht so ganz gesundheitlich obenauf, weil du ja von einer Tour davor irgendwie mitgenommen warst und das hat sich anscheinend auch nicht verbessert. Was ist denn da los? Du empfiehlst das ganze Jahr über so kleine Pählchen und Ingwer-Shots und was weiß ich nicht alles und dann hilft es nicht. Was ist denn da los? Ja, das stimmt. Wie gesagt, ich bin jetzt auch schon wieder ein bisschen verschnuppt. Und ich habe auch das Gefühl, ich weiß nicht, wie das euch da draußen geht, ich habe auch das Gefühl, ich bin immer noch nicht so ganz wiederhergestellt. Das stimmt. Ich habe die eine Tour ja wirklich dann noch mit Fieber spielen müssen. Dann hatte ich ja zu Weihnachten wirklich ein paar Tage auch nur Zeit, mich zu erholen. Und dann ging es direkt mit Access weiter. Und das ist aber so ein Ding, wenn du mit so einem Tross unterwegs bist oder in so einer Band, da kann man nicht. Einfach sagen, ich bin jetzt mal krank. Das ist ganz, ganz schwierig. Das ist so, weil da hängt ja doch viel dran, das zu machen. Ich weiß ja nicht, ob man das nachmachen muss. Das muss jeder wirklich für sich selber entscheiden. Wenn es wirklich nicht geht, dann sollte man es auch nicht machen. Aber ich habe, glaube ich, ich weiß nicht, du weißt das auch, ich habe, glaube ich, mit allem schon auf der Bühne gespielt. Und da ist manchmal auch Augen zu und durch. Und gerade wenn man so eine Tour hat, ja wie gesagt, ich finde es ganz, ganz schwierig dann auf einmal zu sagen, ich sag die Tour ab. Das ist dann wirklich so ein bisschen Po backen zusammenkneifen und Augen zu und durch und versuchen dann so viel Ruhe. Also ich bin dann wirklich früh immer im Hotel oder im Bus am Schlafen, versuche dann mit meinem Pilchen, wie du gerade selber gesagt hast, auf homopathischer Basis da so ein bisschen dem Körper Ruhe zuzufügen oder so ein Hustenlöser und sowas. Aber ich kann euch nur sagen, mit Fieberspielen ist echt blöd und muss man auch nicht machen. Wie gesagt, das muss jeder um Gottes Willen. Keine Anleitung für euch, das nachzumachen. Das muss jeder selber für sich entscheiden. Ich habe mich dazu entschieden, ich sage die Tour deshalb nicht ab, weil es, wie gesagt, da hängt viel zu viel dran bei einer Band. Es ist jetzt nicht vielleicht so ein Gala- oder Covergick, wo man auch jemand anders mal fragen kann. Das funktioniert nicht. Und von daher habe ich gesagt, Augen zu und durch und für euch da draußen, das sind auch so Sachen, wenn man das beruflich macht, es ist ganz schwierig jetzt einfach mal zu sagen, boah, nö, ich komme mal nicht oder wie das manchmal auch Studenten machen, nö, dann bleibt zu Hause. Obwohl ich ganz ehrlich sagen muss, als Lehrer sehe ich das wieder anders. Beim Schulunterricht oder im Schlagzeugunterricht. Wenn ihr wirklich krank seid, bleibt zu Hause und steckt den Lehrer nicht an. Weil sonst ist der danach die Woche nämlich eventuell auch krank. Also wenn ihr jetzt wirklich Fieber und total schnupfig seid oder so, dann bleibt bitte zu Hause und kuriert euch die Woche und dann geht es auch frisch wieder ans Werk. Und so langsam aber, wie gesagt, so langsam komme ich hoffentlich, fühle mich fitter wie vorher. Aber mit Gliederschmerzen spielen ist echt scheiße manchmal. Aber ich glaube, ihr da draußen, viele von euch haben das bestimmt auch schon mal gemacht. Ich glaube, fast alle wahrscheinlich. Ich gehe fest davon aus. Und das ist echt, das fühlt sich so gar nicht gut an. Und mein schönstes Erlebnis war, da ging es aber wirklich dann nicht. Ich habe als Erwachsener erst Windpocken bekommen. Wow. Und da sollte ich auch in einer Band spielen, die wir beide kennen. Also ich sollte dich vertreten bei einer Galaband. Und ich glaube, ich war montags oder dienstags beim Arzt, weil ich wusste ja nicht, was es ist. Ich bin zum Arzt und habe gesagt, hier habe ich so einen roten Punkt, der juckt. Und da sagte er, ja, Glückwunsch, Sie haben die Windpocken. Ach du lieber. Und ich habe mich auch noch gut gefühlt. Das war gerade am Anfang halt. So zwei, drei Pocken. So, ja, komm, wird schon nicht so schlimm werden. Ich dann den Bandchef informiert und gesagt, hey, ja, wie sieht's aus? Ich habe zwar Windpocken, aber ich fühle mich fit, ich kann spielen. Und er so, ja, wir haben ja Abstand zueinander. Und ich weiß, keine Sängerin ist schwanger, was ja ein Punkt dabei ist. Genau, absolut, ja. Und... Dann sagt der aber, aber wir spielen einen Ärzte-Kongress. Und ich so, okay. Das heißt, die sehen auf einen Blick schon, dass da jemand sitzt mit Windpocken und das ist nicht so cool. Dann habe ich gesagt, nee, das mache ich jetzt doch nicht. Ich habe also den Gig abgesagt und es war gut so, denn die Krankheit, also die Windpocken als Erwachsener, das ist richtig böse. Es hat sich so von krass verschlimmert innerhalb von zwei, drei Tagen. Ich wäre auch, glaube ich, körperlich gar nicht in der Lage gewesen, da irgendwie so vier, fünf, sechs, ich glaube, sechs Stunden, ist ja so ein Galakig dann auch gewesen. Sechs Stunden durchzuhalten bis tief in die Nacht. Also es war gut, dass man es so gemacht hat. Man ist am Anfang immer noch so optimistisch, aber man sollte krank, vor allem mit ansteckenden Krankheiten, definitiv zu Hause bleiben. Es war kein gutes Vorbild von mir, dass ich das machen wollte. Definitiv nicht. Und ich weiß von dir, Dirk, du hast mir auch mal eine geile Story erzählt. Da warst du krank, aber nicht mit Fieber, mit Magendarm. Jo. Ja, da war ich. Ja, ja, da war ich in Ägypten, da habe ich gesagt, ja, bei 45 Grad im Schatten mit einem weißen Anzug. Das war, ich habe gesagt, bitte lass das alles gut gehen. Du Scheiße. Ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Im wahrsten Sinne des Wortes. Also, Vorsicht, seid behutsam, achtet auf euch, das ist ganz wichtig. Und so eine Krankheit verschleppen ist ja auch dann kein Spaß. Nein, ich denke mal, ich wäre schon längst durch mit allem, hätte ich da ein bisschen ruhiger gedacht. Und auch ganz wichtig von mir, was ich da mache, ich weiß dann, viele nehmen dann zum Beispiel bei so Ibuprofen oder sowas bei Schmerzen und das mache ich zum Beispiel alles nicht und zwar aus dem Grunde, weil ich natürlich beim Spielen die Kontrolle darüber habe, weil wenn es wirklich nicht mehr geht, dann sollte man auch sagen, es geht nicht mehr. Und nicht alles mit Schmerzmitteln, sodass ich zumindest immer noch merke, wie fit bin ich denn jetzt überhaupt und nicht, dass ich das so mit Schmerzmitteln bekämpfe, dass ich eigentlich gar keine Kontrolle darüber habe. Also da sage ich dann, okay. Augens und durch, damit ich das auch wirklich selber einschätzen kann, ob es jetzt wirklich noch geht oder ob ich wirklich sagen, dann doch die Notbremse einfach ziehen muss. Achtung, wieder heikles Thema. Wir distanzieren uns ausdrücklich von jedem Ärztlichen. Erstens, dass wir ärztliche Ratschläge hier geben. Zweitens, dass wir dazu aufrufen, irgendwelche Medikamente sich einzuschmeißen, damit man irgendwas durchhält. Nein, achtet auf euch, lebt möglichst gesund. gewonnen. Das ist das Wichtigste. Und es gibt ganz viele Negativbeispiele, auch aus dem Sport, habe ich schon gehört. Ja, ja. Du bist gerade weg. Also ich müsste eigentlich da sein. Jetzt bist du wieder da. Du warst jetzt gerade, jetzt bist du weg. Nee, ich bin da. Jetzt bist du da. Wo waren wir jetzt? Wir waren bei Fußball. Es gibt Negativbeispiele aus dem Fußballbereich, aus dem Sportbereich, wo sich Fußballspielerinnen und Spieler schon vor dem Spiel Schmerzmittel reinpfeifen, damit sie im Spiel nichts merken. Und das ist natürlich ganz, ganz ungesund und sollte auf keinen Fall gemacht werden. Also wir distanzieren uns definitiv und ganz deutlich von diesen Dingen, nämlich nicht, dass da irgendwie solche Gerüchte entstehen wieder. Die zwei vor der Tankstelle würden seltsame Dinge empfehlen. Aber was für uns gut war, Dirk, oder für die Community des Schlagabtauschs, du warst ja auf Tour und hast ja dort auch einen Kollegen getroffen, der im Moment mit seiner Band ziemlich durch die Decke geht. Die Band nennt sich Kissing Dynamite. Und der Kollege, mit dem wir sprechen. Ja, aber bevor wir da weitergehen, wollen wir nicht erstmal einen Rundown machen? Ach so, brauchen wir das überhaupt noch? Ja, eigentlich weiß ich jetzt nicht. Wir können jetzt auch weiterreden. Ich bin jetzt selber gerade... Okay, Rundown. Wir verplappern uns, wie ihr schon merkt. Also unser Rundown sieht folgt aus. Wir machen etwas Smalltalk. Wir sprechen ganz kurz noch über Dierks Tour. Das ist nämlich so etwas passiert, also ein, zwei Dinge passiert, die wir gerne berichten oder von denen der Dirk gerne berichten würde. Dann haben wir noch etwas Pädagogisches am Start, kann ich sagen. Das nennt sich Stockwerk. Da haben wir was, was wir präsentieren können nämlich. Und dann natürlich unser Interviewgast, über den wir uns sehr gefreut haben, Professor Wolfram Winkel. Der wird euch mal richtig hier zeigen, wo der polyrhythmische Hammer hängt und macht das alles quasi aus der Lameng, wie man so schön bei uns sagt. Also der beherrscht das wirklich in- und auswendig und hat eine ganz tolle Karriere und das werden wir alles im Interview hören. Und danach gibt es noch die Empfehlung der Woche und damit verabschieden wir euch quasi in den Winterjanuar. Kommen wir zurück zu Dirks Tour, denn ich habe es angekündigt, Kissing Dynamite waren mit euch auf einer Bühne und der liebe Kollege Sebastian Berg hat dann mit dir etwas geplaudert und sein Set gezeigt. Genau, wir haben in Balingen gespielt und Kissing Dynamite war da selber Headliner. Wir von Axis haben Support gemacht und Kissing Dynamite ist ja wirklich im Moment oder in den letzten Jahren immer mehr durch die Decke gegangen und der liebe Sebastian Berg, den ich und du glaube ich auch schon seit vielen Jahren doch auch kennen, ist der Schlagzeuger bei Kissing Dynamite. Und der hat so ein kleines Rundown von seinem aktuellen Tour-Kit gemacht, hat so ein bisschen erzählt, was an seinem Schlagzeug so dran ist, welche Größen er spielt, welche Becken er spielt. Und ganz wichtig, das Video dauert circa acht, neun Minuten und das zeigen wir natürlich nicht hier im Podcast, sondern der Timo verlinkt das in den Shownotes. Aber ich habe jetzt mal so einen kleinen Mini-Teaser, der dauert auch nur eine Minute, für euch bereitgestellt. Das heißt, ihr an den Hörendgeräten, geiles Wort. Also wie Radio oder wenn ihr beim Autofahren seid oder am Spazierengehen seid, schaut euch unbedingt mal das Tour-Kit-Video vom Sebastian an. Und hier haben wir jetzt einfach mal einen kleinen einminütigen Teaser. Wie gesagt, am besten das Video nochmal, welches separat bei uns in unserem YouTube-Kanal ist, einfach mal anschauen. Einfach mal kleiner Film ab mit dem Sebastian. Dirk Brandt hier für den Podcast Lagerpots und neben mir ist der unglaubliche Sebastian Berg, der Schlagzeuger von Kiss & Dynamite. Wir spielen heute mit Axis bei Kiss & Dynamite als Vorgruppe und ich freue mich total, den Sebastian in Action zu sehen. Und der Sebastian erklärt euch, jetzt mach sein Tourset, sein aktuelles Tourset. Schon mal ein Teaser, der ist demnächst dann natürlich auch bei uns im Interview im Podcast. Sebastian. Hier erstmal ein kleiner Überblick über mein Drumset. Ich spiele alles, was Drums und Hardware angeht, von Tama. Ich habe einen Tama Star Classic Maple auf Tour mit dabei. Dies war natürlich nur ein kleiner Ausschnitt. Schaut euch also das komplette Video vom Sebastian Bergstour-Tipp an. Ja, vielen Dank, dass du die Zeit überhaupt dafür gefunden hast, weil so ein Tourleben ist ja dann doch anstrengender, als es von außen vielleicht aussieht. Ja, ich bin auch froh, dass es ganz ehrlich doch so gut rüberkommt, weil ich hatte, während ich das Video gefilmt habe, weil es war doch sehr chaotisch. Das heißt, Sebastian war gerade fertig mit seinem Soundtrack, wir von Axis, die Backliner, alles aufgebaut. Da wurden Reiser durch die Gegend geschoben und ich dachte, das wird jetzt sehr, sehr hibbelig und durcheinander das Video. Und dafür ist es eigentlich doch recht gut geworden. Und dann ist es wirklich spannend. Ihr habt es ja selber gesehen, wo der Sebastian auch sagt, er musste hier mal was kürzen, hat an Reckstangen rumgefummelt und gekürzt. Also wie gesagt, lohnt sich das Ganze mal anzuschauen. Sehr cool. Und noch was anderes war ja quasi ein Mini-Highlight auf dieser Tour. Du hattest nämlich Besuch bekommen. Genau. Ich habe von einem lieben Kollegen erzählt, Helmut aus Ingolstadt Besuch von seinen Schlagzeugschülern bekommen. Das heißt, beim Access Soundcheck, da waren wir Headliner in Ingolstadt. Hat er mit 15 Schülern einfach mal Access besucht und hat sich den Soundcheck angeguckt. Und die Schüler waren zwischen, würde ich mal sagen, 8, 9 bis 30 Jahre. Also es waren so 15, 16 Schüler da und Schülerinnen. Und die haben sich das Ganze angeguckt und ich habe denen dann mein Schlagzeug erklärt, Und die haben den Soundcheck zugehört. Die hatten auch alle brav Ohrenschützer mit, weil es ist dann natürlich schon eine Macht. Da habe ich auch immer gesagt, ey, setzt mal lieber auf. Es wird doch ein bisschen lauter. Aber dass die einfach mal so ein bisschen mitkriegen, wie ist das überhaupt so auf Tour? Und wie läuft so ein Soundcheck eigentlich ab? Und das war ganz, ganz toll. Ich habe hier noch ein, zwei Bilder, die lasse ich gleich mal reinfliegen. Während wir hier erzählen. Und das war echt ganz schön, dass die einfach mal geschaut haben, wie das Ganze so abläuft. Und ich finde ja so oder so, mit den Kids dann so ein bisschen zu smalltalken, finde ich immer unheimlich spannend. Wer dann da in der Band spielt, wer nicht. Was die überhaupt für Musik hören. Das fand ich eine tolle Sache und hat auch viel Spaß gemacht, dass die da waren. Ist das nicht etwas, was du dir auch für die Zukunft öfters vorstellen könntest, dass man dich auf sowas besuchen kann? Weil, wie gesagt, ich glaube schon, dass es stressig ist und wahrscheinlich auch nicht immer passt. Aber kann man, dürfte man mit dir in Kontakt treten, fragen, ey Dirk, was weiß ich, du spielst in, ich sage einfach mal, Düsseldorf. Kann ich mal mit ein paar Schülerinnen und Schülern vorbeikommen, wenn es zeitig hinhaut? Also ist das okay? Ja, auf jeden Fall. Gerne einfach machen. Das geht natürlich jetzt nicht für Einzelne. Also nicht jetzt, weil viele Leute mögen dann ja auch immer so einzeln kommen. Also zum Beispiel, damit meine ich jetzt wirklich so eine Schlagzeugschule, die kommen dann und es funktioniert, Entschuldigung, jetzt rede ich gerade von Höcksen und Stöcksen natürlich wieder, das funktioniert auch nur bei einer Headliner-Show. Das heißt, bei einem Festival wird es sehr schwierig, das geht nicht, weil da sind einfach viel zu viele Bands am Start. Da steht man dann auch wirklich manchmal im Wege rum. Und bei denen war es halt so, das war nicht so ein großer Club, Ich glaube, da passen so rein, weiß ich nicht, 700, 800, wenn es ganz voll wird. Also es ist auch keine Riesenhalle. Und die kamen dann irgendwie um drei Uhr, sage ich mal. Dann war der größte Teil vom Schlagzeug schon aufgebaut. Dann konnte ich mit denen schon reden, weil ich hatte diesmal einen eigenen Drum-Tag dabei, der Lukas. Und die konnten sich das dann alle angucken, die konnten dann mit mir mal reden, die konnten dann mit dem Lukas mal reden und dann ist auch ein bisschen Zeit da. Also wenn man als Headliner, weil dann hat man ja auch ein bisschen eine andere Stellung und darf sich das dann auch mal rausnehmen. Also es funktioniert nicht immer, aber wenn ihr als Schlagzeugschule da Interesse dran habt und es einfach passt, dann gerne einfach mal. Die sind dann zum Beispiel um drei Uhr gekommen und sind gegen fünf Uhr wieder gegangen und die Älteren sind dann zum Beispiel abends, dann sind die dann nochmal zum Teil einige gekommen und haben sich die Show angeguckt. Aber die Kids konnten dann zum Beispiel beim Merchandise nochmal schauen, haben sich dann nochmal ein T-Shirt geholt mit Unterschriften oder so. Also ich finde das immer ganz klasse. Klar, ich muss das vorher auch mit der Band. Ich mache das nicht alleine. Ich frage die Band immer vorher, ist das okay für euch? Weil es gibt natürlich manchmal auch so Soundchecks, wo man sagt, ey, man will einfach nochmal dies oder jenes mal nochmal durchsprechen. Oder auch manchmal, ihr kennt das ja auch in der Band, da gibt es auch mal Reibereien. Und man will das ja nicht unbedingt immer vor Publikum machen, diese Reibereien. Einfach, ey, da musst du Peng machen und nicht Puff. Oder der eine sagt, da sind ganz andere Töne, die du da spielst. Aber einerseits ist das auch wieder sehr spannend, sowas mal mitzubekommen. Auch wenn man sich in der Bühne, auch in der Band, es ist nicht, auch da fliegen mal die Fetzen. Das ist halt so, aber da rauft man sich zusammen und dann geht das auch alle. Also wie gesagt, gerne und ja, einfach mal, wenn Interesse da ist, einfach mal antreiben, vielleicht passt es irgendwann. Also ich finde es super cool, dass du das anbietest, weil ich glaube gerade die Jüngeren kickt man damit total. Genau. Und die kriegst du auch, die kannst du dafür begeistern, deswegen mega, dass du das machst. Wenn es Zeit nicht passt, super, also den Dirk gerne anschreiben, unverbindlich natürlich, ihr habt es gerade gehört, aber ihr wisst auch, wo ihr den Dirk erreicht. Ansonsten schreibt ihr einfach an schlagabtauschpodcast at gmail.com, weil das erreicht uns beide ja auch und dann wird der Dirk sich dann eben zurückmelden, ob es passt oder vielleicht auch leider dann nicht. Noch was anderes. Apropos Termine. Wir haben ja Trump-Camps dieses Jahr, 2026, die wir noch gar nicht so richtig promotet haben. Und da wollen wir jetzt mal die Termine raushalten, weil wir haben nämlich zwei Termine, die feststehen, wieder im Frühjahr und im Herbst. Und wir haben Frühjahr, das ist ja schon bald wieder. Ich muss gerade auf den Terminleiter gucken. Das Frühjahrscamp ist vom 28. Bis 29. März 2026. Das heißt wieder ein Samstag und ein Sonntag. Wieder das Übliche. Wir beide, also Dirk und ich, wir unterrichten, wir sind für euch da. Es gibt jeden Tag sechs Stunden Unterrichtseinheiten, wo wir auch teilweise Sachen gemeinsam machen. Jeder hat ein E-Tram-Set, das heißt, ihr spielt sehr viel. Ihr müsst nicht vor den anderen vorspielen. Das ist immer ganz wichtig auch zu sagen, weil viele haben da wirklich Hemmungen. Das heißt, keiner wird genötigt, vor einer Gruppe etwas machen zu müssen, sondern jeder ist an einem E-Schlagzeug. Und Dirk und ich, wir gehen zwar rum und können so individuell dann auch Sachen sagen, aber wir nötigen niemanden, vor einer Gruppe was zu performen. Dann gibt es zwei gemeinsame Mittagessen, die im Preis inklusive sind. Und ich sage einfach mal den Preis für das Drum Camp. Der reguläre Preis beträgt 299 Euro für beide Tage, inklusive zwei Mittagessen. Und eben diesen sechs Unterrichtseinheiten pro Tag. Also zwölf Unterrichtseinheiten sind das dann insgesamt. Maximale Teilnehmerzahl 14, das heißt in kleinen Gruppen jeweils zu 7,7 oder vielleicht auch mal 6,8. Je nachdem, wie das von den Gruppen her zusammenpasst. Da haben wir gute Erfahrungen mitgemacht. Und das wäre der erste Termin, wie gesagt, 28. und 29. März. Und der zweite Termin für das Trump-Camp ist im Herbst und zwar am 24. Und 25. Oktober. Für beide Camps gibt es auch noch freie Plätze, allerdings auch nicht mehr unbegrenzt. Das heißt, unbegrenzt ist ja sowieso nicht, aber wir haben auch schon Anmeldungen für die beiden Camps. Aber wer Interesse hat, schreibt uns einfach gerne an. Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns auch da die Fragen gerne. Wir beantworten das natürlich an die eben bereits genannte E-Mail-Adresse schlagabtauschpodcast.gmail.com. Oder wenn ihr eine Frage habt, die vielleicht alle interessieren könnte, schreibt es gerne in die Kommentare unter diesem Video, wenn ihr es auf YouTube seht oder... Kommentiert es irgendwo anders. Also wenn es eine Frage ist, die nicht zu persönlich ist, haut es einfach in die Kommentare, dann haben ja alle was davon und dann können wir es ein für allemal für alle beantworten, nämlich. Genau. So, Termine findet ihr natürlich auch in den Shownotes und auf unserer Homepage. Dort kann man sich nämlich direkt über ein Formular auch anmelden. Timo, du bist ja der neu gewählte Präsident vom Percussion Kreativ und du hast ja vor längerer Zeit schon etwas ausgearbeitet. Und zwar ist es ja so... Dass man als Lehrer natürlich auch ganz gerne so eine Art Leistungsbewertung, ich möchte das jetzt wirklich in Anführungszeichen gesetzt wissen, so eine Art Leistungsbewertung von Schülern machen möchte oder bei mir war es früher in der Musikschule das klassische Vorspiel. Aber eigentlich fand ich das auch, wenn es noch so ein bisschen natürlich auch mit Druck behaftet ist, eigentlich fand ich das immer ganz toll, weil man hat etwas gehabt, wo man drauf hinarbeitet. Das heißt, man hat nicht nur so in den luftleeren Raum hereingeübt, sondern sagt, okay, pass mal auf, da hier ist ein Schlagzeug-Solostück, in einem halben Jahr ist ein Vorspiel oder etwas, bereite dich mal doch darauf vor. Und du hast vor einiger Zeit schon dich mit einigen Kollegen zusammengesetzt und hast etwas ins Leben gerufen, was da heißt. Mittlerweile, der Name ist geändert worden, aber der zur Zeit stehende Name, den finde ich ganz spannend, heißt Stockwerke. Und darüber erzähl doch mal so ein bisschen, was ist das überhaupt und was kann man sich darunter vorstellen, weil es ist ja doch vielleicht auch für viele angehende Musiklehrer oder Musiklehrer, die manchmal und Lehrerinnen natürlich, die sowas machen, vielleicht ist das ja interessant für viele. Ja, also erstmal Credits raus gehen auch an Norbert Kronde und den Jannis Heftrich, die das gemeinsam mit mir quasi erarbeitet haben. Es ist eine Art Curriculum, kann man fast schon sagen. Bestehend aus acht Stufen. Und das nennt sich Stockwerke, weil wir uns angelehnt haben an die farbigen Gürtel im Kampfsport, wo es ja auch mehrere Stufen gibt. Und Stockwerke beziehen sich eben auf Sticks, die eine bestimmte Farbe haben. Wenn ich mich jetzt nicht vorstellen kann, wir haben da mal was vorbereitet. Und das muss ich jetzt dankenderweise auch an den Dirk erstmal so sagen, weil der Dirk hat das nämlich zugeschickt bekommen von unserem Partner, der es mit uns macht, Adoro Drums. Und ich kann es auf einmal so, sieht man das halbwegs, was das ist? Ja, perfekt. Man sieht Trommelstöcke in verschiedenen Farben, in so einer Art, ja, nicht Vitrine, wie nennt man das, wenn das so... Das ist ein Display. Ein Display, mein Gott, ich bin nicht drauf gekommen, Alter. Das ist ein Display, ich halte es mal ein bisschen näher ran. Also man sieht achtfarbige Stöcke, es beginnt dann unten, Stufe 1 ist der weiße Stock und dann geht das hoch bis Stufe 8 zu dem schwarzen Stock und... Der Ursprung des Ganzen sind die von Procution Kreativ vor vielen Jahren ins Leben gerufene Trommelpässe. Die gab es in Bronze, Silber und Gold, auch nicht nur für Schlagzeug, sondern auch für Schlagwerk und auch für Perkussion. Und es ist jetzt so, dass wir diese Trommelpass-Geschichte quasi als Ausgangsbasis hatten, überarbeitet haben, weil die Sprünge teilweise ziemlich hoch waren. Und das Ziel, was wir verfolgt haben, war, dass wir möglichst Schülerinnen und Schülern jedes Jahr oder spätestens alle zwei Jahre die Möglichkeit geben wollen, eine, ich nenne es jetzt doch auch mal doof, Prüfung abzulegen und sich einen farbigen Stock zu erspielen. Und das Display ist optional. Man würde dann halt eben einen farbigen Stock auskenntlich bekommen bei bestandener Prüfung. Das Ganze ist auch nicht so ultra, ich sag mal, streng auf ein Curriculum ausgelegt, sondern der Dozent, also die Lehrerinnen und Lehrer, die bekommen sehr viel freie Handhabe, wie sie das ausgestalten, was sie abfragen möchten. Wir geben quasi nur so einen groben Fahrplan. Wir geben quasi so ein bisschen die Peripherie dazu. Das heißt, man kann sich bei uns dann über unsere Homepage, wenn man Mitglied ist, im Mitgliederbereich direkt bei Adoro einwählen. Man könnte die Sachen aber auch über Adoro selbst beziehen. Man muss auch nicht Mitglied zwingend bei Böckerschen Kreativ sein und so weiter. Also wir nehmen die Leute schon ein bisschen an der Hand, aber es ist kein Muss. Und das ist das Ganze, was wir da so ein bisschen haben möchten. Es geht um die Motivation der Schülerinnen und Schüler, dass die immer auf etwas hinarbeiten können, wenn sie denn möchten. Und es gibt einige Kolleginnen und Kollegen, die das schon sehr erfolgreich durchgeführt haben, die alle nur Positives berichten. Dass vor allem die Kids, sage ich mal, noch im Grundschulalter und auch die jüngeren Teenager, dass die echt darauf abfahren, weil die was einfach in der Hand dann haben auch. Es ist also wirklich eine Anerkennung dessen, was man getan hat, wie eben im Kampfsport der farbige Gürtel. Und von daher soll das eine Motivation sein. Es soll jetzt nicht so eine krasse Prüfung sein wie bei Jugendmusizier zum Beispiel, was schon dann wieder eine ganz andere Baustelle ist, als das, was wir mit den Stockwerken machen möchten. Aber das ist so ein bisschen die Intention dahinter. Es geht darum, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, möglichst regelmäßig in kleinen Schritten zu motivieren. Und dann kann man sich eben dieses wunderschöne Display auch über Adoro zulegen und kann dann dort, wie wir es eben gesehen haben, die Sticks dort einklipsen. Und ganz wichtig, man muss auch nicht bei dem untersten Stick anfangen, sondern wenn jemand natürlich schon vom Niveau her, sagen wir mal bei Stufe 3, 4 ist, der kann natürlich auch dort sich den farbigen Stick direkt erspielen. Da muss er sich also nicht erst noch die Prüfung davor ablegen, sondern der fängt einfach dort an, wo er ist und könnte sich dann theoretisch, wenn er möchte, die anderen farbigen Sticks, sofern er das Display voll haben möchte, einfach auch so bei Adoro besorgen. Das ist das ganze System. Also das finde ich ziemlich spannend, besonders, da man ja als Lehrer auch ein bisschen freie Hand hat. Das heißt, ihr könnt es so ein bisschen quasi auf eure Schüler so ein bisschen, wie heißt es, so ein bisschen anpassen. Dass du selber, also ich finde es eine tolle Sache, weil, wie gesagt. So blöd ich das, ich weiß gar nicht, wie ich das sage, so blöd ich das früher auch fand mit den, mit diesen Wettbewerben, aber irgendwie habe ich es doch gerne gemacht, weil ich war natürlich immer nervös, aber auch das muss man ja so ein bisschen, lernen, finde ich, auch vor Publikum zu spielen, wenn du nie vor Publikum spielst, dann weißt du gar nicht, wie sich das anfühlt und Und von daher finde ich das eine tolle Sache. Und wenn ihr Interesse daran habt, einfach auch nochmal bei Percussion Kreativ auf der Webseite euch das Ganze mal anschauen. Oder den Timo natürlich. Oder Percussion Kreativ einfach auch mal anschreiben. Oder mich natürlich auch. Ganz wichtig. Wir sind jetzt in acht Stufen. Da gibt es quasi dieses Curriculum. Aber Dirk hat es gerade gesagt. Es ist wichtig, dass ihr das auf die Schüler und Schüler anpasst als Lehrerin oder Lehrer. Aber uns war es auch wichtig, Weil jeder lehrt ja auch anders. Und dass ihr das auch, wenn ihr es in eurer Schule bei euren Schülerinnen und Schülern machen möchtet, dass ihr das auf euer Konzept auch ummünzen könnt. Und bleiben wir mal gerade bei dem Pädagogischen, bei der Motivation nämlich. Gerade jüngere Schülerinnen und Schüler sehen ja manchmal nicht den Sinn darin, etwas zu machen. Also ich sage jetzt mal doof, etwas zu üben. Noten lesen, hört man immer, mein Gott, warum muss ich das denn können? Oder was weiß ich, wenn es um Technik geht oder Rudiments oder sonst irgendwas. Aber sobald man denen sagt, okay, du hast hier ein, du musst eine Prüfung ablegen. Wie gesagt, das klingt immer schwierig und doof, aber... Und so wird es halt kommuniziert leider. Du hast jetzt eine Prüfung und es wird erwartet, dann haben die das Ziel ja plötzlich. Das Ziel ist dann da. Und dann sehen die auch den Sinn dahinter, es zu üben, weil sie müssen es ja dann können. Und wie gesagt, auf langfristige Sicht gesehen ist das für den Lehrer oder die Lehrerin eine deutliche Erleichterung, auch die Kids zu etwas zu bringen, etwas tun zu müssen, was sie freiwillig wahrscheinlich nie in ihrem Leben dann wirklich intensivst getan hätten. Also probiert einfach mal aus. Es ist ja, wie gesagt, erst mal mit nichts Krassem verbunden. Ihr könnt es auch machen, wenn ihr nicht Percussion-Kreativ-Mitglied seid. Wir haben es bewusst offen gehalten für alle. Und wenn Fragen sind, gerne an Percussion-Kreativ oder an Dirk oder mich. Andi, schon bis dieses Mal öfteren erwähnt, die I-Mail-Adresse schlagabtauschpodcast at gmail.com Achso, und danke an Adoro, dass Sie das alles so schön gemacht haben für uns. Ich wollte schon wieder klatschen Also nicht, dass ihr euch da wundert wenn ihr den Podcast hört Wir haben ja immer so Trenner dazwischen und dann klatsche ich, damit ich die einfach schneller in der Nachbearbeitung finde und ich wollte jetzt gerade klatschen, und dann ist mir der Timo doch ins Wort gefallen Du hättest ja von Begeisterung klatschen können, Chapeau. Wie angekündigt haben wir einen tollen Gesprächspartner zum Jahresstart und das ist Professor Wolfram Winkel. Als Schlagzeuger und Rhythmiker bewegt Professor Wolfram Winkel sich seit Jahrzehnten souverän zwischen klassischer Musik und neuer Musik, orchestraler Praxis und pädagogischer Arbeit. Geboren in München, ausgebildet in Hamburg, Salzburg und München, geprägt durch die intensive Arbeit mit zeitgenössigen Komponisten wie Steve Reich, hat er sich früh darauf spezialisiert, komplexe rhythmische Strukturen nicht nur zu spielen, sondern auch für andere verständlich zu machen. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit mit renommierten Orchestern und Ensembles ist Professor Wolfram Winkel seit vielen Jahren als Dozent und Hochschullehrer tätig. Seine Arbeit in den Bereichen Pauke und Schlagzeug, Methodik und Didaktik, Rhythmikstudien und Kammermusik zeigt einen Ansatz, der Technik, Körperlichkeit, Denken und musikalische Haltung konsequent miteinander verbindet. Sein Lehrwerk, die Rhythmik der neuen Musik, gilt nicht nur für viele Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger als Schlüssel zum praktischen Zugang zu Polyrhythmik und komplexen Zeitstrukturen. In unserem Gespräch geht es um Wolframs Steckenpferd, die Polyrhythmik, ums Lehren, um Körperliches, Mentalstrategien und die Frage, wie man anspruchsvolle Musik so vermittelt, dass sie nicht abschreckt. Ein Austausch über Rhythmus als Handwerk, als Denkweise und als zentrales Element musikalischer Kommunikation. Ab geht's zum Interview. Dann wünsche ich jetzt hier an dieser Stelle nochmal ein frohes Neues, denn wir sehen uns jetzt auch, ich sehe Dirk quasi jetzt gerade das erste Mal in diesem Jahr. Wir haben heute den 5. Januar 2026 und wir haben, wie ihr in der Einleitung ja schon erfahren habt, einen besonderen Gast wieder bei uns. Und das ist, ich glaube, es ist für uns wieder eine Premiere, denn wir hatten, glaube ich, noch nie einen Professor, einen waschechten. Deswegen herzlich willkommen und ein frohes neues Jahr an Professor Wolfram Winkel. Hallo Wolfram, schön, dass du da bist. Hallo und ein frohes neues Jahr wünsche ich natürlich auch. Guten Morgen Wolfram, schön, dass du bei uns dabei bist. Man sieht ja auch anhand des Weihnachtsbaums Hintergrund von Wolfram, welche Jahreszeit wir haben. Wir sind alle etwas eingeschneit, glaube ich. Also der Winter hat uns fest im Griff und das ist eigentlich auch gut so. Aber darum soll es heute ja gar nicht gehen, das Wetter unterhalte ich uns ja schon genug, sondern wir wollen heute natürlich mit dem Wolfram über den Wolfram sprechen, der hat einiges an Themen zu bieten und an Inhalten. Und wenn ihr den Wolfram jetzt vielleicht so langsam kennenlernen werdet, werdet ihr auch wissen, wovon ich spreche, denn er hat mit einigen lebenden Legenden zusammengearbeitet, was ich wahnsinnig finde. Aber fangen wir erstmal, wie eigentlich immer, fangen wir mal im wahrsten Sinne des Wortes klein an oder als du klein warst, Wolfram. Denn ich denke mal, dass deine Schlagzeugkarriere ja auch relativ früh begonnen hat. Und vielleicht nimmst du mal mit auf deine musikalische Reise, auf deinen musikalischen Werdegang, von dem kleinen Wolfram bis zu dem heute großen Wolfram. Okay, ja gut. Der kleine Wolfram, der durfte mit sieben Jahren anfangen Schlagzeug zu spielen, weil sein Papa der Auffassung war, dass das, ich war so ein bisschen schmächtiger Junge, Ich hatte gehört, da kann man gut die Gehirnhälften ausbilden und habe mir das also angeboten und dann habe ich bei Ondra Schwalzani in München Schlagzeugunterricht bekommen. Der Ondra Schwalzani, der dann die Musikinstrumentenabteilung im Stadtmuseum geleitet hat, der für Gamelanmusik berühmt ist, also über München hinaus. Ich hatte allerdings zu dem Zeitpunkt schon Cello gespielt. Ich habe mit sechs Jahren mit Cello angefangen. Das ist ein bisschen vorbelastet meiner Familie. Also mein Vater ist leidenschaftlich allein, Cellist gewesen. Mein Großvater war Mitbegründer des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Also die Familie kommt aus Hamburg und er ist da mit Eugen Jochum, mit dem ersten Dirigenten des Sinfonieorchesters, nach München gekommen. Und war also Cellist erster Stunde in diesem Orchester. Das Cello habe ich dann nur bis 13 verfolgt, so ungefähr. Dann kam die Trompete eine Zeit lang als Zweitinstrument. Aber Schlagzeug lief immer so durch. Und als ich dann so im Abituralter war, kam ich zu Stefan Blum, zu dem Schlagzeuger. Und der hat mich dann auf Jungen musiziert, auf die Hochschulen vorbereitet, weil das war mir klar, ich möchte gerne Schlagzeuger werden. Ausgelassen habe ich, das war jetzt nur der klassische Zweig, ausgelassen habe ich, dass ich, also neben dem klassischen Instrumentarium, das klingt jetzt wieder so hochgesteckt, weil bei mir ging es los mit Bongos und irgendwann kam dann ein Thomas Swingstar dazu. Du, das habe ich noch, falls sich jemand interessiert, ähm. Und dann mal ein Xylophon und Vibraphon pauken und dann wurde das so allgemein. Aber das kann man ja erstmal gar nicht trennen, was man damit so macht. Und mit Schulbands und generell Bands und Weather Report nochmal nachgespielt auf dem Crumbset. Das war genauso dabei wie die Schulorchester mit klassischen Inhalten und solchen Dingen. Ja, und dann habe ich die Aufnahmeprüfungsrunde gemacht in Deutschland, bin dann zuerst zwei Jahre in Hamburg gewesen bei Joachim Winkler. Das war der erste Schlagzeuger der Deutschen Oper Berlin und hat Herrn Hinze. War der Nachfolger von dem Professor Hinze in Hamburg und das war eine ganz tolle Orchesterschule. Also der hat mir so Dinge beigebracht, die waren bei mir noch nicht so drin. Das, was in der klassischen Trommelei so wichtig ist, diese Schule. Da war bei mir noch nicht viel und das war eine ganz tolle Grundstudiumszeit bei ihm und zeitgleich, das war Hamburg, Anfang der 90er Jahre, da gab es natürlich schon den Kontaktstudiengang Popularmusik, wie sich das damals schimpfte. Ich glaube, jetzt heißt es Popchurs Hamburg. Und Udo Dahmel war dort und das hat mich gleich sehr fasziniert und hat mich auch sehr gereizt und bin als Gasthörer dort mal ein Semester dabei gewesen, das durfte ich zumindest bei dem, Aufwärm bei dem allgemeinen Teil und habe dann Aufnahmeprüfungen gemacht und durfte dann eben auch diesen Pop-Kurs bei Udo Dahmen absolvieren, was mich sehr geprägt hat. Ich wahrscheinlich hörte das öfters, wenn es um Udo Dahmen geht und seine Inhalte ausführen. Ich habe dann nach zwei Jahren gewechselt nach Salzburg an die Universität Mozarteum und nach München zu Peter Saadloh selig. Dort habe ich dann die Abschlüsse gemacht. Das ist schon eine ordentliche Reise. Und ich habe da jetzt natürlich wie immer, das kennst du vielleicht aus anderen Industriessen, ein paar Zwischenfragen, wie es zu Dingen gekommen ist. Gab es denn in der Jugend oder in der Kindheit schon den Schlüssel, im Moment, wo du sagtest, ich möchte das beruflich machen? oder kam es erst ziemlich spät so, du sagst das Abitur und dann steht man vor der Frage, was mache ich jetzt in meinem Leben? Also war das dann eher so eine spontane Idee oder war das eine, die schon länger in dir gereift ist? Also ich denke mal, ich war so Teenager, als ich gemerkt habe, als es auch mit dem Band so gebrannt hat und man Kumpels gefunden hat, die das auch machen wollten und die auch Musik machen wollten. Da merkte ich so, ich möchte das beruflich machen. Was ich leider nicht mitbringen kann, wie mein Sohn zum Beispiel, dass ich war nicht jemand, der seine Eltern gelöchert hat, ich möchte dies und dies spielen. Das gab es nicht, vielleicht auch deswegen, weil die nur darauf gewartet haben, dass ich irgendwas in der Richtung mache und mir so viel angeboten haben, dass ich vielleicht gar nicht die Möglichkeit hatte, das weiß ich nicht. Aber ich denke mal, als ich Teenie war, so mit 13, 14, da war mir schon klar, Aber das soll jetzt wohin führen. Und da möchte ich auch Zeit investieren. Und ich bin dann auch immer brav in der Zeit zum Üben gegangen, selber in den Überrahmen, den mir meine Mutter ermöglicht hat. Und ja, war da so täglich und habe meine Zeit genutzt. Wie viele Stunden täglich warst du denn dann da? Kannst du es noch unfair beziffern? Noch nicht viel. Also ich war jetzt kein Wilder über, aber ein Städter. Ja, also länger als zwei Stunden habe ich das sicher nicht gemacht. Wenn es eine Stunde war, war es gut. Und als es dann aber Richtung Jugendmusiziert ging, also ab 16 oder so, da waren es dann doch mehrere Stunden, allein schon wegen dem Parcours, den man da zu bewältigen hat. Das war die klassische Abteilung von Jugendmusizier. Da ging es dann um Pauke, um Setup, also irgendwelche Trommeln, die um einen herumstehen. Da ging es um kleine Trommel. Und Stabspiele natürlich, also Marimbafon, Vibraphon, Xylophon, diese Dinge. Und allein das für sich genommen, wenn man jetzt nur wenige Zeit an einem Instrument hängt, ist das einfach schon abendfühlend. Also da ging es dann schon mehr los. Hattest du denn die Möglichkeit, diese Sachen auch zu Hause zu üben? Weil du bist ja schon sehr klassisch geprägt, auch wenn du Popsachen gemacht hast. Und es ist ja dann gar nicht immer so einfach, das zu Hause auch nachzuvollziehen. Das heißt, Bongos, das geht vielleicht noch, aber auch das Instrumentarium muss man ja erstmal haben. Oder konntest du dann immer in der Musikschule auch wie Stabspiele, Marimma-Sachen oder sowas üben oder auch pauken? Also das war so ein Mix tatsächlich. Ich musste immer je nach Instrument gucken, was ich wo üben kann. Mein Vater hat mir in einer kleinen Wohnung, wo er seine Heilpraxis hatte, einen Raum ausgedämmt, was natürlich überhaupt nicht ausreichend war. Wohnviertel, Hinterhofwohnung. Wir müssen vielleicht mal kurz sagen, du bist in München groß geworden, oder? Ja, genau, ich bin Münchner. Also schon Stadtkind dann auch und dann ist es natürlich wahrscheinlich noch mal schwieriger. Sehr schwierig. In München war es damals schon schwierig. Jetzt ist es fast unmöglich. Aber ich habe dann tatsächlich in einer Mietwohnung in einem ausgedemnten Raum, da standen auch Pauken, da standen die Setups, die Stabspiele. Das ist aber cool. Der Raum kann nicht so klein gewesen sein, wenn da die Pauke standen. Ja, als klassischer Schlagzeuger ist man gewohnt, sehr gekonnt zwischen den Instrumenten so haarscharf dran vorbeizugehen. So viel Platz war dann nicht mehr in dem Raum. Aber das ist natürlich toll, dass du in der Jugend schon die Möglichkeit hattest, das darauf zu üben. Weil ich weiß noch, ich bin ein dilettantischer Paukenspieler, also ich möchte mich da mit keinem messen. Ich habe ja früher auch diese ganzen Orchestersachen gemacht und ich hatte noch diese Acrylpauken, die immer ganz lustig zu stimmen waren. Aber das ist ja klasse, dass du so unterstützt wurdest, auch von deinen Eltern, dass du die Möglichkeit hattest, quasi da hereinzuwachsen. Da bin ich sehr dankbar. Das ist wirklich toll und diese Möglichkeiten, also alles was musikalisch war, wurde extrem unterstützt und das hat mir dann auch die Möglichkeiten gegeben. Ja, das war wirklich ganz klasse. Und du hast ja dann klassisches Schlagwerk studiert. Es gab ja damals die Option, im Prinzip klassisches Schlagwerk studieren oder Jazz-Schlagwerk studieren. Du hast ja auch gesagt, du hast ja trotzdem auch schon, du hast eben Weather Report erwähnt, also die Jazz-Fusion-Band der 70er, 80er Jahre kann man fast sagen. Das heißt, du warst auch nicht nur in der klassischen Musik drin, sondern du warst auch im Jazz quasi drin und im Fusion. Du hast den Popkurs erwähnt, du warst in der Popmusik zu Hause. Wieso dann die bewusste Entscheidung, ich möchte jetzt aber klassisch zu Schlagwerk studieren und dann hast du die Aufnahmeprüfung auch eben erwähnt. Du hast wahrscheinlich an mehreren Musikhochschulen auch dich beworben quasi. Und warum ist es dann Hamburg geworden? Also vorstellig war ich tatsächlich in der ersten Runde nur in München und in Hamburg. Und in München hatte ich das Pech, das ist ja immer so einer von zehn, so ungefähr, was ich da mache. Egal, ob das der Popkurs Hamburg ist oder in der klassischen Abteilung. Und in München hatte ich das Pech, dass da einfach schon die beiden Jungen musiziert Bundespreisträger auch vorgespielt haben. Und da war einfach ein riesen Run. Und ich habe es dann in München fürs erste Semester nicht bekommen. Und in Hamburg habe ich es bekommen. Und so hatte ich diese vielen Möglichkeiten. Im Nachhinein war das ein ganz toller Weg, weil ich da eben die Basics lernen konnte. Jetzt möchte ich Joachim Winkler nicht auf diese Orchester-Basics reduzieren. Wir haben wahnsinnig viel Kammermusik gemacht, Schlagzeugensemble gespielt, getourt, in Schleswig-Holstein Musikfestival und so weiter. Ich habe dann Marimba-Tour gegründet mit Niklas Rudnig aus Bremen. Und dann eben der Kontakt zu Udo Dahmen und der Studierende. Also das war einfach dann im Nachhinein eine Riesenchance in Hamburg, das zu machen. Aber die Frage dann nochmal, warum die Orchestermusik und nicht die Jazzmusik? War das ein Spannungsfeld, in dem du dich bewegt hast, wo du dich auch schwer getan hast? Oder war die Entscheidung ganz leicht, ja klar, mache ich Orchestermusik? Stimmt, das war die Frage, genau. Mich hat das schon sehr gereizt, also auch die Stabspiele mit dabei zu haben. Und es kam dazu... Da habe ich zwar schon klassisch studiert, aber ich habe natürlich gesehen, was rechts und links von mir passiert am Drumset. Später habe ich nämlich herausgefunden, dass immer vor mir beim Udo Dahmen Olli Rubo Unterricht hatte. Und da gab es Überschneidungen und man hat mal reingespitzt und so. Und ich wusste, da geht es schon um ganz andere Themen, was der vom Udo wissen wollte. Und ich habe das Drumset nie verlassen. Ich habe vor Drumset, ich spiele es auch wahnsinnig gerne. Aber ich weiß nicht, ob ich dort jetzt die Fähigkeiten mitgebracht hätte, dass ich wirklich so allumfassend jetzt da eine Karriere drauf aufbauen kann. Und mit dem Klassik und erfolgreich bei Jungen musiziert. Also ich habe gedacht, das ist eine Sache, auch vom Interesse her, das ist was, das fasziniert mich und das ist auch eine Sache, mit der man wahnsinnig vielseitig umgehen kann. In München gab es zu der Zeit eine Band, die hieß Engel wie der Willen, am Schlagzeug Thomas Simmel, Sigi Rössert am Bass, Martin Ruhland an den Mallets, alle haben sie gesungen wie die Zeisal und ein Countertenor am Gesang. Und da wusste ich eher, wenn ich das Stabspiel, wenn ich mich da reinknie, ich kann natürlich auch in Band-Kontext Stabspiele einsetzen, was ich auch in meinem Leben oft gemacht habe. Und dann wären wir schon bei einem meiner Vorbilder, nämlich Ruth Underwood. Und Zapperhörer bin ich auch seit ich 13, 14 bin und da ist mir schon aufgefallen, dass da ja immer jemand so mitknieselt an irgendwelchen Hölzern oder Metallen und die Melodien verstärkt und das fand ich richtig stark. Ja. Ich meine, du stapelst gerade relativ, auch ziemlich tief, was deine Trumset-Fähigkeiten anbelangt, muss ich mal sagen, weil man kann dich auch Trumset spielen sehen im World Wide Web. Also es ist, liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Zuschauer, es ist sehr tief gestapelt, was der Wolfgang gerade von sich lässt. Wie kam dann noch der Schritt, dass du sagst, du hast in Hamburg ja dann einen Popkurs gemacht und auch studiert, du bist dann nach Salzburg, warum diese Wechsel nochmal von Salzburg nochmal nach München, hat das mit den Dozenten zu tun oder hat das mit den musikalischen Möglichkeiten zu tun, was hat dich dazu bewegt? Also so wie wir hier zusammenkommen, ist ja schon mal wieder vollkommen klar, wir sind alle Schlagzeuger, aber das ist ja alles vollkommen unterschiedlich definiert, was wir machen, wo unsere Spezialgebiete liegen. Und ich wusste in Hamburg, ich habe da jemanden, der bereitet mich unglaublich toll auf die Orchestersachen vor, auf die Ensemblesachen. Aber zu der Zeit, Anfang der 90er, da war einfach der Name Peter Sadlow. Er hatte einen Ruf für einen Tonnerhall als Multi-Percussionist, als Solist und er hatte eben beide Hochschulen bedient, also das Mozarteum Salzburg und die Hochschule für Musik und Theater München. Und ich wollte mit diesem Solo-Input nochmal holen und deswegen habe ich mich auch richtig ins Zeug gelegt, dass ich dann im fünften Semester eben mit den Aufnahmeprüfungen die Möglichkeit habe, noch mit ihm weiter zu studieren und dann Solo-Repertoire, sein Wissen auch über die Stabspiele, Marimbafon und so weiter. dass ich diesen Input nochmal bekomme. Und erfreulicherweise hat es dann an beiden Instituten geklappt. Dann habe ich erstmal den Stunt gebracht und ein Jahr parallel studiert. Also München und Salzburg, habe aber die Abschlüsse dann in München gemacht. Aber es war schon nochmal eine Entscheidung für meine Karriere. Was kriege ich noch mit? Also was kann ich noch bei Peter lernen und mitnehmen? Ein bisschen vielleicht auch wieder das nach Hause kommen, obwohl die Zeit in Hamburg war eine ganz, ganz tonne. Ja, ähm. Dann die Frage noch, du hast ja gesagt, du musst eine Aufnahmeprüfung machen. Das heißt, du hast schon vier Semester durchgehabt in Hamburg. Hast du wieder Semester 1 anfangen müssen bei den anderen beiden Hochschulen oder hat man dich weiter oben eingestuft? Ja, man hat mich weiter oben eingestuft. Ich habe fürs fünfte Semester vorgespielt. Manche Sachen werden einem dann erlassen in der Aufnahmeprüfung. Also Aufnahmeprüfung Musikhochschule. Das heißt, für die, die das nicht wissen, das heißt, das Instrument wird möglichst umfangreich. Das heißt, man muss auf alle Fälle trommeln, Stabspiele, Pauken in diesem klassischen Studiengang. Das heißt aber auch Gehörbildung, allgemeine Musiklehre, Musiktheorie, nebenfach Klavier und da auch schon recht happig. Also es soll was Dreistimmiges sein. Das könnte eine Fuge sein, das könnte eine Invention sein, aber man muss was Dreistimmiges auf dem Klavier auch noch vorspielen. Und ich hatte, glaube ich, was wurde mir anerkannt, ich glaube, Gehörbildung konnte ich schon ablegen oder so, ich weiß gar nicht genau. Aber ich saß da nochmal richtig mit diesen ganzen Inhalten da und da will jede Hochschule das nochmal ganz genau wissen, wie das so ist. Mittlerweile bist du ja als Professor genau auf der anderen Seite jetzt, das heißt, vom Student, vom kleinen Wolfram, sage ich mal, jetzt zum großen Professor und mal um diese institutionelle, institutionelle. Institutionelle Sache abzuschließen, vielleicht einmal dann für die Zuhörerinnen und Zuhörer, wie, Wird man denn dann Professor? Weil ich meine, man kennt das aus anderen Studienrichtungen. Man studiert, danach promoviert man in der Regel, danach habilitiert man. Das heißt, man macht seinen Professortitel, so eine Professorarbeit. In der Musik sieht das ja doch ein bisschen anders aus. Das heißt, wie ist da so der Werdegang von dem Abschluss an der Hochschule, den man ja wahrscheinlich zwingend haben muss, zumindest in der klassischen Musik, glaube ich, dann zu dem Professor? Also was du sagst, ist vollkommen richtig. Es gibt so harte Facts, die man mitbringen muss und bei Professuren gehört dazu, dass man ein Hochschulstudium, ein Musikhochschulstudium abgeschlossen haben muss. Das ist meistens eins von den harten Kriterien, da kommt man nicht dran vorbei. Die Stellen werden tatsächlich ausgeschrieben wie andere Unterrichtsstellen auch, also das unterscheidet sich dann nicht. Von den Dingen, die man mitbringt, ist es noch ein bisschen unterschiedlich. Klar muss man eine Unterrichtstätigkeit vorweisen. An der Hochschule, das ist wahrscheinlich bei den meisten Hochschulen so, da steht dann möglichst im Hochschulbereich der Unterricht, dass der langjährig stattgefunden haben soll. Das käme noch dazu, aber das ist jetzt kein richtig hartes Kriterium mehr. Und eine möglichst umfangreiche musikalische eigene Karriere, wenn es um das Instrumentalspiel oder um Gesangsunterricht geht, Gesangsprofessur. Möglichst international vielleicht auch noch. Und dann könnte man sich darauf bewerben. Dann werden meistens bis zu sechs Personen ausgewählt und dann kommt das große Vorsingen in Anführungsstrichen. Das heißt, erst mal was vorspielen, dann mehrere Lehrproben, oben, dann vielleicht noch einen Vortrag und dann noch ein Gespräch mit der Kommission und dann, kriegt man lange Zeit später, kriegt man dann Bescheid beziehungsweise da gibt es ja noch diese berühmte Liste, wo drei Personen draufstehen von eins bis drei, die geht ans Ministerium, die haken das dann ab oder sagen, nee, wir wollen doch Nummer zwei, das könnte theoretisch passieren. Ja, und dann wäre man drin, wobei ich dazu sagen muss, an der Hochschule ist es ja so ein bisschen komisch, weil es da so drei, unterschiedliche Gehaltsstufen und Abstufungen gibt vom Lehrpersonal. Es gibt Lehrbeauftragte, die pro Stunde vergütet werden auf freiberuflicher Basis. Es gibt den sogenannten Mittelbau, das sind Stellen, da ist man. In Jönschen wäre das beispielsweise dann ein Angestellter vom Freistaat Bayern. Das ist auch eine Anstellung auf Lebenszeit, aber eben jetzt nicht mit einem Professorentitel geschmückt, sage ich mal. Und dann gibt es die ordentliche Professur, wo wir schon beim Thema wären, Timo, weil du meintest, der waschechte Professor, der bin ich nämlich nicht. Ja, da muss man aufpassen, das habe ich schon mal gehört. Genau, weil die Abstufung wäre, wenn man für eine Professur, also wenn die Tätigkeit Professur genannt wird, dann handelt es sich eben auch um die Gehaltsstufe, das sind momentan W-Gehaltsstufen und dann ist man auch Professor für Schlagzeug. Bei mir war es so, ich habe die Möglichkeit gehabt, 2018 für eine Stelle eines künstlerischen Mitarbeiters vorzuspielen. Das ist also eine dieser sogenannten Mittelbaustellen. Da darf ich auch genauso, zumindest in München ist das so gewesen, darf ich genauso eine Dreiviertelstunde vorspielen. Ich habe da mehrere Lehrproben, Vortrag, Gespräche mit der Kommission etc. Und dann bin ich aber immer noch Wolfram Winkel, Dozent für, in meinem Fall, es kommen da auch Rhythmikstudien dazu, Methodik, Pauke Schlagzeug sowieso. Und Kammermusik ist auch noch dabei. Bei mir war es dann 2019 so, dass mir eine Honorarprofessur zuerkannt wurde. Das wird in einem sehr geringen Maß gemacht, also zwei Personen pro Studienjahr. Ich weiß nicht, wie viele Lehrende haben wir, 500 oder so. Es ist schon relativ sparsam, wie damit umgegangen wird. Aber auch da ist es so, es werden Gutachten eingeholt. Das hatte ich vorhin vergessen. Also andere Professoren oder Professoren schreiben was über einen. Und aufgrund dieser Gutachten wird dann darüber entschieden, wer oder ob man das bekommt. Und das war bei mir noch der Fall. Das heißt, ich bin zwar Professor Wolfram Winkel, aber nicht Professor für Schlagzeug. Okay. Das ist im Grunde Wahnsinn, weil man macht annähernd die gleiche Tätigkeit, um das vorsichtig auszudrücken. Und es kann aber sein, dass man das freiberuflich macht oder mit Option auf eine Verbeamtung, wie es bei einer Professor der Folge wäre. Das heißt, der Honorarprofessor ist auch nicht auf Lebenszeit, oder? Wird er jedes Jahr neu vergeben? Der ist auf Lebenszeit, wenn man bis zur Pensionierung die Stelle behält. Und ich könnte auch darüber hinaus den Titel führen. Ich darf ihn führen, ich tue es, aber ich tue es gerne. Ich sehe es als Auszeichnung sozusagen. Definitiv. Und wenn ich die Hochschule jetzt verlassen würde, dann müsste ich ihn wahrscheinlich abgeben. Und wenn ich bis zur Parsonierung bleibe, dann bleibt er mir. So wäre das in München geregelt. Aber da hat auch jede Hochschule ihre eigene Regelung. Es ist wieder verrückt. Aber da kriegen wir jetzt einen guten Schwenk, weil du hast ja erwähnt, was man für die Professur so mitbringen muss. Und du hast eine wahnsinnige Karriere im Vorfeld gemacht, bevor du jetzt auch Professor geworden bist. Lass uns mal darüber sprechen. Das heißt, du hast abstudiert, hast deinen Abschluss in der Tasche und du hast mit ein paar wahnsinnigen Komponisten gespielt, die Legenden sind, die in Geschichtsbüchern jetzt schon stehen. Und ja, nimm uns einfach mit auf diese Reise jetzt. Wie kam es zu diesen Kontakten? Was hast du unternommen, um... Dorthin zu gelangen oder musstest du gar nichts unternehmen und man hat dich quasi vom Markt einfach weggeschnappt? Also vom Markt weggeschnappt wäre schön. Aber wie immer im Leben braucht man jemanden, der an einen glaubt und der merkt, okay, da habe ich jemanden, der brennt für das und das und der bringt die und die Fähigkeiten mit Und der will jetzt das und das machen. Und zu der Zeit war Edgar Guckeis selig. Der hatte in München studiert, war dann bei den Münchner Philharmonikern, hat dann später eine Professur an der Hans-Einzler-Rochschule in Berlin bekommen. Ein ganz toller Schlagzeuger und bei dem hatte ich Nebenfächer, hatte Unterricht bei dem. Und später war ich bei ihm auch im Ensemble für Perkursive Kunst, ein Ensemble München, was Peter Sadlow gegründet hat, die auch mit John Cage damals gearbeitet haben vor meiner Zeit. Also da ist unglaublich viel passiert mit der sogenannten neuen Musik, so als klassischer Ableger. Was man tun kann. Und der Edgar Guggeis, der hatte Möglichkeiten durch seine Mitgliedschaft bei den Münchner Philharmonikern, hat viele Münchner Kammerorchester gespielt, Ensemble spielt. Und das war dann mein Mentor. Der hat mich dann einfach mitgenommen. Irgendwann hat er gemerkt, okay, das ist genau das, was ich brauchen kann und habe mich dann überall reingebracht. Nicht zuletzt zu Josef Anton Riedl. Ein Schärchenschüler, Komponist, der es geschafft hat, er lebt leider nicht mehr, über 40 Jahre eine neue Musikreihe in München zu gründen, die auch mit BR-Musica Viva zusammengearbeitet hat. Die hieß Klangaktionen. Und da waren also... Jeden Monat waren Konzerte, Schlagzeugkonzerte. Und da durfte ich auch viel mit Edgar zusammenspielen im Ensemble oder im Duo. Und wir sind getourt mit Josef Anton Riedl. Das war eine ganz intensive Zeit. Und Edgar habe ich unglaublich viel zu verdanken. Deswegen fällt der Name hier, weil das genau diese... Diese Energie war, die mich dann eben von dem Studium ins Profiwesen gebracht hat. Und dann hatte ich mir sozusagen einen Namen im Bereich der zeitgymnastischen Musik gemacht und andere Kollegen, mit denen ich studierte, hatten andere Möglichkeiten. Dann möchte ich David Haller nennen, der jetzt Mitglied im Ensemble Modern ist in Frankfurt, für diejenigen, die Ensemble Modern nicht kennen das ist die Band, die in den 90ern mit Frank Zapper und zwar mit Frank Zapper am Pult The Yellow Shark das Projekt gemacht haben, das ist da ist Zapper sowieso für mich die große Schnittstelle zwischen Klassik und Rock ist er ja auch. Und irgendwann hat David dann mich beim Ensemble Modern ins Spiel gebracht. Und dann kam es eben dazu, dass Steve Reich mal wieder angemeldet war beim Ensemble Modern. Und ich durfte dort als Gast eben schon mitspielen, habe mich bei anderen Projekten bewährt und siehe da, plötzlich war bei Drumming Part One, war Percussion 3 nicht besetzt und kurze Zeit später standen wir dann Steve Reich gegenüber, weil der den Part 4 hatte und da stehen vier Leute an, gestimmten Bongos und spielen wildes Zeug und plötzlich ging das los und das hielt dann auch zehn Jahre, solange wie Steve Reich beim Ensemble Modern. Persönlich zugegen war. Inzwischen er wird dieses Jahr im Oktober 90 Jahre Wahnsinn das ging los 2005 kann ich sagen. Wahnsinn. Ja, weil Steve Reich ist ja schon ein interessanter Name, der weltweit auch immer geführt wird. Seine Komposition, ich erinnere nur an Clapping Music halt. Wie war es denn, mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten? Wie hast du dich darauf vorbereitet? Und vielleicht auch, weil wir als normale Schlagzeug, wir kennen so ein Schlagzeug und gerade die zeitgenössische Musik hat ja doch sehr interessantes Instrumentarium von Händeklatschen über Waschmaschinen, Trommeln. Gibt es ja doch eine ganze, ganze... Wie ist das alles so auf dich eingeprasselt? Wie war es, damit zu arbeiten? Oder was war das schrulligste Erlebnis vielleicht in der Richtung? Fange ich mal mit den weniger schrulligen Sachen an. Aber das kommt noch. Im Fall von Steve Reich war es so, ich fand den auch schon als Teenager toll. Mein Lehrer Stefan Blum damals, der hat Steve Reich gespielt in der Hochschule. Die haben eben im Hochschulensemble Stücke von ihm gespielt. Six Marimbas, das ist ein Klangrausch. Und ich saß im großen Saal und ich konnte es nicht fassen und ich war totaler Fan. Deswegen war das für mich auch so ein Ritterschlag, damit Steve Reich selbst spielen zu können. Aber ich hatte den Vorteil, als das losging, als es ernst wurde und Herr Reich dann mir gegenüber stand. Da war ich bestens präpariert, weil ich habe das Zeug geatmet und es war einfach schon da. Also da musste ich das nicht mehr drauf schaffen, weil ich jetzt die Möglichkeit hatte, bei einem Top-Act zu machen und mir die Songs raushören sozusagen. Ich kannte die Songs schon, ich sage das jetzt vergleichend tatsächlich so, weil das auswendig gespielt wird bei Drumming Part One. Gibt es auch rhythmisch was sehr Besonderes? Das Stück bezieht sich auf den... Unter anderem auf den Aufenthalt in Accra, Ghana von Steve Reich in den 70er Jahren. Also es fließt einfach Musik der Ewe mit ein. Man hört das Ewe-Bell-Pettern auch durch, wie der Rhythmus konzipiert ist. Und es gibt viele Stellen, wo ein Spieler den anderen Spieler um eine Stelle überholen muss. Also es ist total wahnsinnig. Und da muss jemand für diese Zeit den anderen Spieler überholt haben. Jetzt nicht auf eine Zeit X oder so, aber er muss das überholen und, sowas könnte man jetzt nicht spielen, wenn man da jetzt reingeworfen wird, kannst du mal schnell das sogenannte Phasing machen, sondern das ist ein Prozess, der dauert, also mehrere Monate, wenn nicht Jahre, dass das einfach zuverlässig läuft, diese Sachen und in dem Fall war ich vorbereitet, aber jetzt kommen wir mal zu den eher crazy Sachen, die da auf einen zukommen, ich habe auch immer wieder viel Orchester gespielt in meiner Karriere, aber das klassische Orchester-Instrumentarium war mir in den meisten Fällen verwehrt, wenn sie mich geholt haben, sondern ich bin dann oft als Stuntman gekommen, das heißt Was steht da auf dem Programm? Flexatone. Man hat so ein Metallding, drückt da mit dem Daumen drauf und da hängen so zwei Kugeln an Metallstreifen dran und dann spielt man das. In den meisten Fällen im klassischen Kontext ist es aber leider so, dass man das Instrument unisono mit dem Sänger in der Oper spielt. Also man muss eben genau eine Gesangslinie dann mitdudeln oder bei anderen Werken ist es dann gemeinsam mit den ersten Geigen im Münchner Kammorchester zusammengearbeitet. Bei einem Stück wurde es als Effekt eingesetzt. Genauso singende Säge, das sind ja alles Spezialinstrumente, wo man eigentlich Jahre braucht. Okay, ich habe es halt auch gemacht. Mit der Philharmoniker, da war singende Säge unisono mit der Tuba. Was war noch dabei? Steel Drum, auch bei einem sehr viel Harmonikern, bei einem Oetwasch-Stück, Peter Oetwasch. Ligeti, ein ungarischer Komponist, ein Wahnsinnstyp, ganz tolle Musik, der hat ein schönes Stück geschrieben, ein Schlagzeugquartett mit Mezzosuprenistin, es heißt Schipol, Dobol, Nadi, Heger, Düvel, das sind Texte von Schandorf, ja, er ist Ungarn, das sind Texte von Schandorf-Würdig und da sind nicht nur alle Mellets dabei und Simtklangschalen und Röhrenglocken und weiß nicht was, sondern es gibt einen Satz, wo die vier Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger nekromatische Mundharmoniker in der Hand haben und da spielen müssen. Ocarina ist auch bis jetzt im schnellen Wechsel zum Marimba-Fohn. Ja, und irgendwann geht es immer schneller, dass man so ein Instrument in die Hand bekommt und weiß, jetzt hat man drei Wochen und dann muss der Part sitzen. Und meistens war es dann im Orchester-Kontext eher das, was ich spielen durfte und auch wollte natürlich. Es hat natürlich auch irgendeinen Spaß gemacht, Wolfgang Riem wäre eine Person zu nennen. Da gibt es ein ganz tolles Stück, kann ich sehr empfehlen, das heißt Tutoguri. Das gibt es eine Version für Schlagzeug 6 TET, dauert eine Stunde. Und es gibt auch eine Version für großes Orchester. Ich durfte es mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks zweimal machen in der Münchner Philharmonie und dann in der Philharmonie Berlin. Da gibt es einen ersten Teil mit großem Orchester, wo man schon dabei ist. Dann gehen alle raus, übrig bleiben. Sechs Schlagzeuger, bisschen Elektronik. Da gibt es noch Tam-Tam-Leute im Raum verteilt. Aber auf der Bühne sind dann diese sechs Schlagzeuger von dem Schlagzeugsextet. Und die rocken halt nochmal eine Dreiviertelstunde. Das ist eine leicht gekürzte Version. Rocken die dann noch weiter. Und ja, das... Das sind natürlich besondere Highlights und diese Sachen oder sowas wurde mir dann möglich. Da hatte ich dann schon einen gewissen Ruf, würde ich sagen. Da kommt dann eins zum anderen. Aber die Zusammenarbeit mit Steve Reich war vielleicht auch nicht ganz unschädlich. Lass uns mal kurz, ich würde mich interessieren, du warst ja dann quasi Fanboy schon von Steve Reichmann, wenn man das mal so plakativ sagen kann. Wie real war das dann für dich, als du ihm gegenüber gestanden hast? Begreift man das dann überhaupt oder ist das dann eher so ein normaler, ich sage jetzt ein normaler Gig, ein normaler Job oder war das dann doch schon im Vorfeld wahrscheinlich schon aufregend? Aber wie ist der Moment selbst? Wie hast du den wahrgenommen? Also ich hatte natürlich die Hosen voll, weil jetzt kommt der Meister und das war damals in Baden-Baden im Festspielhaus und ich war schon oben und habe mich eingetrommelt brav und dann ging die Aufzugtür auf und die Freie stand da. Ich wusste Gott sei Dank nicht, dass er sich im Aufzug erkundigt hat, Wolfram, what? Why isn't there? Why isn't Little to Playing? Das war das, was ich nicht gehört habe und hat aber dann gemerkt, dass ich das spielen kann und er hätte die Möglichkeit gehabt, mich nach oder vor oder während jedem Gig wieder auszuwechseln, was er erfreulicherweise nicht getan hat. Steve Reich kann sehr fordernd sein, wenn es um seine Musik geht oder im Allgemeinen, aber es hat dann einfach von Anfang an gut funktioniert. Und ich glaube, vorweg gab es auch in der alten Oper in Frankfurt ein Gesprächskonzert, das war auch ein bisschen Höchststrafe, Schlagzeugmusik. Steve Reich sitzt auf der Bühne, spielt aber selbst nicht mit, wird nur interviewt. Er war bestgelaunt, in Anführungsstrichen, und hat auch die ein oder andere Interviewfrage sehr missmutig damals beantwortet, gegenüber seiner Gesprächspartnerin. Und was habe ich gemacht? Music for Pieces of Wood, tolles Stück für fünf Leute mit gestimmten Klaves. Drumming war auch dabei, genau. Also man kannte sich schon ein bisschen, aber ja, dann das Zusammenspielen, es hat dann erfreulicherweise funktioniert und ich hatte dann von 14 bis Mitte, Ende 30, ich hatte schon ein bisschen Vorbereitungszeit. Wahnsinn. Ich habe mal eine Frage. Wie schafft man sich das Ganze drauf? Weil was mich immer verwundert bei der klassischen Musik, wenn ich jetzt dich sehe oder auch einige von deinen Kollegen, das sind ja unheimlich lange Partituren. Zum Teil finde ich, wenn ich sie so lese, denke ich, das ist unspielbar. Also für mich jetzt als Popmusiker, weil da gibt es Zeichen drin, die wüsste ich gar nicht, wie ich die interpretieren soll, quasi wie eine Geheimsprache und dann sind es natürlich auch ennenlange Seiten. Das heißt... Und wie, oder jemand, der da so ein bisschen hereinfirbt, ich fand da, ich habe damals nur, wie heißt das, Clapping Music, man weiß nicht, reich gemacht, das habe ich ein paar Mal gemacht und ich fand es die ersten Male, dass ich nicht rausfliege, weil es ist ja immer das Geile für mich dann, klar ist es, jetzt sag nicht einfach nur üben, gibt es eine Art und Weise, wie man sich das manchmal erleichtern kann, wo du sagst, okay, das sind jetzt so viele Saiten an Noten, oder dass man da einen einfachen Zugang, gibt es da einen Hack? Oder Dirk will den Shortcut haben. Genau, den Shortcut. Der Shortcut. Also es hilft natürlich schon, wenn man in der Komposition irgendwas entdeckt, dass man weiß, worum geht es eigentlich? Was ist der Hintergrund? What's the meaning? Das ist natürlich schon hilfreich, aber jetzt von der Räzision, wenn es jetzt wirklich um rhythmische Präzision geht und nehme ich jetzt mal nur das schon angesprochene Tutu Kuri von Wolfgang Riem, ich weiß noch, mit Anfang 20 habe ich das zum ersten Mal gespielt. Nicht im Orchester, nicht in dem Kontext, aber eben dieses Schlagzeugsexset. Und ich weiß noch, wie ich. Wie ich im Überraum saß und ich habe gedacht, so jetzt der Aufbau steht, jetzt trommel ich mal und ich bleibe wieder an dem Takt hängen. Das ist der zehnte in einer Seite von 40, 50 Seiten und ich bin wieder 10, 15 Minuten damit beschäftigt zu entwirren, wie kann ich mir das so zurechtlegen? Und vieles ist nämlich leider auch unisono in diesem Werk. Wie kann ich mir das zurechtlegen, dass ich mir das merken kann, dass ich da irgendwie hinführe? Und dann wusste ich, es ist noch 40 Minuten Musik vor mir und es werden viele Takte noch so funktionieren wie diese. Und da gab es leider nicht diesen Shortcut, da hinzukommen, sondern ich habe mich damals durchgebissen und habe es nicht bereut. Und das ist dann eins meiner Repertoire-Stücke geworden. Und ich bin am Schluss wahnsinnig gewachsen dran. Aber das war eine wirklich harte Zeit, sich da durchzusteigen. Und so ist es in der zeitgymössischen klassischen Musik leider häufig, dass man denkt, okay, ich habe jetzt dieses Stück und es ist so unglaublich schwer. Ich hoffe, dieses Stück ist es wert, da sich so durchzusteigen, dass am Schluss das Ergebnis so ist. und viel ist einfach neu geschrieben. Man weiß es noch nicht. Werde ich das einmal spielen oder ist das Repertoire? Ich wusste damals bei Tutu Guri nicht, dass ich das mal in der Berliner Philharmonie spiele und dass ich da im Digital Concert Hall dann mal auftauchen darf und so. Das Stück war es wert und beim zweiten Mal war es schon viel leichter, Und irgendwann hat es sich dann wie immer, das kennt ja jeder, dann hat sich das gesetzt, aber diese spezielle Tonsprache, die da verlangt ist, die muss tatsächlich erstmal gelernt werden. Und diese Schwierigkeiten, die uns vielleicht jetzt begleiten, wenn wir was spielen, die sind einfach anders gelagert, würde ich sagen. Also das sind bei euch, wenn ihr erzählt, wieder ganz andere Themen, aber da kann man auch nicht abkürzen oder drumherum gehen. Das wird einfach das sein. Man muss der Musik dann das geben, was sie braucht, was sie verlangt und natürlich wird es dann, wenn man zehn von diesen Stücken gearbeitet hat, wird es dann leichter, als wenn man jetzt ganz von vorne anfängt und irgendwann dreht man auch nicht komplett durch, wenn man zum ersten Mal jetzt das neue Ding in der Hand hat oder man hat eine Klangschale, die nicht angehen will. Weil man hat dann schon Ideen, wie man die Dinge zum Klingen bringt. Und auch von der Rhythmik, meistens ist es ja die komplizierte Rhythmik, die in der Partitur Schwierigkeiten macht, dann wiederholen sich doch Dinge und so und mit Erfahrung und mit dem nächsten und übernächsten Stück wird dann alles angenehmer, so würde ich sagen. Du arbeitest ja auch direkt mit Komponistinnen und Komponisten zusammen, hast es ja auch in der Vergangenheit getan. Hilft es denn, wenn du direkten Zugang zu dem Stückgeschreiber hast oder ist es sogar eher hinderlich? Das heißt, was machst du lieber, dir das selbst erarbeiten oder quasi mit so einer gewissen Doktrin, das dir aufgesetzt wird? Also ich habe es gemacht, aber dass ich mit Komponistinnen und Komponisten zusammengearbeitet habe aber selten beeinflussen die machen ja sowieso, was sie wollen das ist ja auch erfreulich so, das heißt, das war bei mir tatsächlich eher der Ausnahmefall ich habe vielleicht mal einen Vorschlag gemacht das könnte so oder so sein und die Umsetzung war dann auch in der Richtung aber natürlich dann doch anders, als man sich das gedacht hat. In den meisten Fällen war es so, dass ich die Musik vorgelegt bekommen habe und dann hieß es, okay, jetzt los. Und wie ist es jetzt heutzutage? Ich meine, heutzutage haben wir ja auch im Popmusikbereich, im Jazzbereich, wir haben ja YouTube, wo wir uns Inspiration holen können. Wie sieht es bei der neuen Musik aus? Macht man das? Oder ist es empfehlen, dass man sagt, okay, ich weiß jetzt nicht, wie das Stück klingen soll, aber ich weiß, es wurde schon mal aufgeführt von Person XY. Holt man sich auch dort Inspiration? Oder ist es, sage ich mal, ein No-Go, weil man seine eigene Interpretation da reinlegen möchte? Ich finde es eher hilfreich zu gucken, Es kann zum Beispiel sein, dass man sich unsicher ist, wie funktioniert der Aufbau. Also dazu möchte ich sagen, wenn man jetzt die Noten bekommt vom neuen Musikstück und da sind unterschiedliche Instrumente, da weiß man auch nicht gleich, was funktioniert. Jetzt ein bisschen komisch, wenn man das Drumset denkt, da würde man das nicht neu positionieren. Aber es kann sein, dass es tatsächlich Sinn macht, die große Trommel hinter sich stehen zu haben und das Telefon direkt vor sich und die anderen Sachen dann rechts und links verteilt oder so. Da ist es schon hilfreich, dass man sich Inspiration holt, wenn man weiß, es hat sich schon mal was bewährt, da ist was zur Aufführung gekommen. Dann finde ich es schon schön, dass man da gucken kann. Überhaupt mal ein neues Musikwerk, wenn man das selbst zum ersten Mal spielt, also allein schon die Möglichkeit zu haben, das sich anzuhören, ohne jetzt viel Geld ausgeben zu müssen das finde ich extrem hilfreich. Da reinzukommen und dann weiß man in der ersten Probe halt schon wesentlich besser Bescheid als wenn dann. Dass der Dirigierstaat nach unten geht und es geht los. Jetzt wollen wir mal vielleicht eine Werbung für neue Musik machen. Neue Musik wird ja immer ein bisschen so, ist ja auch im Verständnis der größten Teil der Bevölkerung, als sehr verkopft dargestellt, als sehr intellektuell, als schwer zugänglich. Wenn du eine Brücke mal für die neue Musik schlagen wolltest, mal eine Lanze brechen wolltest, was würdest du den Leuten mitgeben? Warum sollte man sich mal ein neues Musikstück anhören oder gibt es vielleicht sogar auch hier, wie bei eigentlich glaube ich auch bei vielen Musikrichtungen, gibt es so einen Einstieg, den man empfehlen kann, bevor es an die richtigen harten Sachen geht, was ja auch mit Hörgewohnheit zu tun hat? Ja, also Einstiege gibt es, glaube ich, schon. Es ist oft herausfordernd, was einem so dargeboten wird. Das nenne ich auch so wahr, weil die sogenannte neue Musik ist ja so wahnsinnig vielschichtig. Jeder Komponist, jede Komponistin hat ihre eigene Klangsprache und ich denke mal, das was die freich macht, auch wenn es teilweise Minimal Music ist. Läuft dann auch noch unter der Rubrik Neue Musik und ist aber teilweise extrem zugänglich. Also wenn man das mit reinnimmt, dann würde ich sagen, dass ein wunderbarer Einstieg sein könnte, Music for 18 Musicians, das ist ein Stück von Steve Reich, ist für mindestens 18 Personen, warum mindestens, weil es spielt sich mit 19 einfach leichter, es ist nicht dirigiert, es ist patternbasiert, es dauert eine Stunde und ist ein Klangrausch von Anfang bis Ende. Das habe ich sehr oft gemacht ich durfte es oft auch machen mit Steve Reich der dann am vierten Flügel sitzt ja, das Stück hat vier Flügel besetzt nicht nur ganz viel Mallets und. Auch Streichersängerinnen und das ist so ein Ding da würde man mal woanders, mitgenommen werden in eine andere Klangwelt die jetzt weiter weg ist von dem, was man normalerweise hört und hätte dann vielleicht einen guten Zugang in diese Richtung. So würde ich schon sagen. Die ganz neue Musik ist ja auch sehr rhythmisch jetzt, gerade wenn wir vom Schlagzeugbereich sprechen, das ist auch schon selbst gesagt sehr herausfordernd und du bezeichnest dich ja selbst ja nicht nur als Schlagzeuger, sondern auch als Rhythmiker und vielleicht kriegen wir jetzt mal da die Kurve hin, ich sag mal dein Steckenpferd, die Rhythmik, wenn man es so bezeichnen mag, gibt es für dich einen Unterschied zwischen dir als Schlagzeuger und dir als Rhythmiker oder ist es für dich alles eins? Also in mir drin ist das schon alles eins, weil das natürlich hilft mir das, was ich mir erarbeitet habe im rhythmischen Bereich und auch im polyrhythmischen Bereich, hilft mir bei dem, was ich spiele. Das ist klar, denn in der neuen Musik geht es viel um Polyrhythmik auch. Das sieht man ja auch in der Musik von Frank Zappa, da wimmelt es auch immer wieder, in den Zwischenteilen zumindest, wimmelt es davon, weil Frank Zappa sehr von Edgar Varese beeinflusst war. Und als reiner Rhythmiker, wenn ich vorstellig werde, dann ist es ja meistens in einem Unterrichtskontext, also dann redet man drüber und ich helfe anderen Menschen. Mit Rhythmus besser klarzukommen, Zusammenhänge aufzudecken, Übungen zu machen und im Workshop-Bereich ist das mein Exportschlager sozusagen, Also seit 2000 ungefähr gebe ich Kurse, das ging los an Musikhochschulen, manchmal waren das Einzelpersonen und inzwischen sind aber Orchester dabei. Die Deutsche Radiophilharmonie, wo ich öfters war, das Kürzsinnigorchester in Köln war ich auch schon zweimal und. Also das Interesse und die Bereitschaft ist da, Bereitschaft im Sinne, dass auch ein Orchester, dass Orchestermusiker und Musiker sagen, ach warum nicht mal eine Fortbildung, holen wir uns mal den Winkel und gucken, was der zu Rhythmik und Polyrhythmik zu sagen hat. Vielleicht erklärst du mal, dann haben wir es nämlich wirklich mal von gehobener Professorenstelle erklärt, Was ist überhaupt Polyrhythmik? Weil man hört den Begriff als Schlagzeug, aber wiederum vielleicht jemand, der neu in der Materie ist. Wie würdest du Polyrhythmik erklären? Also meine Definition ist ein kleines bisschen schärfer vielleicht als die, die in Büchern steht, weil Polyrhythmik würde eigentlich schon da losgehen, wo zwei Rhythmen miteinander konkurrieren oder sagen wir mal aneinander herlaufen. Das könnte schon eine Gruppierung sein. Das könnte schon sein, dass ich Viertel laufen habe, sowas, Viertel, und dann habe ich 16. Subdivision zugrunde. Und wenn ich jetzt drei gruppiere, dann wäre das im Grunde schon ein polyrhythmisches Ereignis. Ich habe einen Puls laufen auf Vierteln und habe dann drei Sechzehntel gruppiert. Das wäre im Grunde schon was polyrhythmisches und wenn ich dann gucke, wie viel mal schnippen, wie ich es gerade gemacht habe und wie viel mal sprechen geht da zusammen dann habe ich auch ein rhythmisches Verhältnis und da könnte ich auch sagen das ist ja das Verhältnis 3 zu 4 oder 4 zu 3, und dann können wir sagen, ja das ist ein Polyrhythmus, Was es für mich jetzt schwierig macht, das als solches zu bezeichnen, ist, dass ich eigentlich, wenn ich das so behandle, dass der Bezugspunkt immer der Viertelpuls noch ist und darüber gibt es eine Aktion. Ich mache das oft und es ist auch ein ganz wichtiges Tool, um tiefer in die Polyrhythmik einzusteigen. Aber für mein Verständnis wäre das noch eine Gruppierung, die da stattfindet. Und bei mir würde es losgehen, wenn tatsächlich ein Ereignis über einem Puls läuft. Also wenn ich was habe, was hier so läuft. Kann man das hören bei euch? Ja. Ja, und ich sage jetzt, hier drüber kommt jetzt, da, ka, da, ka, da, ka, da, ka. Wenn sich was aufbaut über einen Grundpuls, dann würde ich von Polyrhythmik sprechen. Und vielleicht auch, wenn man mindestens zwei Perspektiven aus angucken kann. Und wenn ich jetzt in die Polyrhythmik, so wie ich sie definiere, reingucke, dann ist das weiter unten, also da meine ich jetzt bei 3 über 2, bei 4 über 3, bei 3 über 4, ist es noch relativ gut möglich, einen Polyrhythmus von beiden Seiten, also von beiden Zahlen, von beiden Werten aus zu betrachten. Wenn ich weiter nach oben gehe, dann wird das relativ schnell so, dass man sagt, hä, wie soll das jetzt gehen? Also ich habe da eine Kleinigkeit vorbereitet. Wenn ich da mal ins Metronom gehe, ich nehme mal so ein polyrhythmisches Metronom und ich habe jetzt hier ein 5 über 3 am Start, übrigens meine Webseite 5over3.com. Ich wollte gerade sagen, wer das jetzt nicht sehen kann und wer es sieht, Der Wolfram hat hinter sich ein Banner, da steht 5 geteilt durch 3. Das ist keine Rechenanaufgabe an euch, sondern das meinten wir in dem Falle 5 gegen 3 Polyrhythmik. Und darum geht es. Soll es jetzt mit dieser App auch gehen, wenn ich es richtig verstehe. Genau, da spiele ich nämlich dieses 5 over 3. Ich spreche gerne von 5 über 3 oder 5 zu 3. Darf ich ja kurz noch mal eine Frage stellen? Unterscheidest du zwischen 5 gegen 3 und 5 über 3? Macht das für dich eine sprachliche Differenzierung? Der Kollege Magadini, da gibt es ein Buch aus den 70er Jahren. Piet Magadini, ja. Ja, da gibt es ein Buch und da gibt es eine Einführung, die ist natürlich geprägt aus dem Geist der 70er Jahre, aber ich finde das gar nicht so unschlau, was er da schreibt, dass er die Begriffe Konfliktsrhythmen, Odd-Meter ergänzt, dass er die vermeidet, weil es doch eigentlich ein zugewandtes, ein Verhältnis ist und etwas, was man dann auch mit zu- oder überbeschreiben könnte. So ungefähr habe ich ihn verstanden, wenn man das mal auf Deutsch übersetzt. Und ich fand den Gedanken eigentlich ganz schön, dass man sagt, es ist nichts, was gegeneinander läuft, sondern es ist etwas, was miteinander funktioniert, was übereinander läuft. Ist auch häufig der Fall, dass sich die fünf absetzen und drei Viertel eben überlagert werden. Das wäre der andere Begriff, den man sagt. Deswegen ist es so eine Spitzfindigkeit bei mir in der Begrifflichkeit, dass ich tatsächlich von zu oder über, deswegen ist meine Webseite eben dann auch die fiveoverthree.com, ausgeschieden. Natürlich verlinkt in den Shownotes. Ja gut. Und jetzt waren wir bei den Problemen mit der Polyrhythmik. Wie ist das, das wirklich von den zwei Werten aus zu begreifen? Angenommen, jetzt ist die Aufgabenstellung nicht mehr 3 über 2 oder 4 über 3, wo die Subdivision ziemlich schnell klar macht, da komme ich hin. Das kann ich von jedem Wert aus gut begreifen. Und jetzt habe ich hier plötzlich 5 über 3 und höre folgendes. Da geht es los. Und ihr werdet mir dann wahrscheinlich recht geben, wenn ich jetzt frage, ist es der höhere oder tiefere Ton, den ihr verfolgt, um den Rhythmus zu begreifen, dass es der höhere ist. Ich würde mich jetzt wundern, wenn einer von euch sagen würde, Hami spricht diese tiefen drei Schläge, die sprechen mich so an und daraus richte ich jetzt den ganzen Rhythmus aus und die fünf Schläge. Dieser schnellere Wert hat und so fort. Und hier beginnt das Problem, hier haben wir nämlich nicht mehr nur die Sub-Devision in drei oder vier oder so, sondern wir müssen auch irgendwo die fünf, die da vorkommt, in die drei packen. Das macht es dann so komplex. Und eine meiner Hauptaufgaben ist, das Verständnis dafür zu schaffen, wie es möglich ist, 5 über 3 aus beiden Werten wahrzunehmen. Dass ich irgendwann die Möglichkeit habe, die 3 Viertel zu empfinden, zu spielen und die 5 laufen drüber. und nicht, dass ich über die fünf Schläge diese drei Schläge ausrichte. Das wird jetzt relativ schnell nerdy, wenn wir da weitermachen, aber das wäre so die Kurzform, was da passiert. Also dieser Einstieg in ein mehr dimensionales rhythmisches Verständnis. Das heißt, in dem Fall denkst du, wenn du jetzt sagst fünf über drei, dann kannst du natürlich auch als Dreiviertel das denken, als Dreiviertelpuls. Und du hast da drüber dann eine 5er Subdivision, die entsprechend da drüber läuft, korrekt? Dann hätte ich, also Subdivision wäre in dem Falle dann über die drei Schläge. Also über die ganzen drei Viertel wären dann die fünf Schläge verteilt. Und da muss ich dann Wege finden, das so zu gestalten, dass ich in der Lage bin, weiter in einem Viertelpuls zu bleiben. Besonders bei Solostücken. Der Name Frank Zapper ist schon mal gefallen. Ich glaube, das Werk, was uns alle verbindet, uns die sich Schlagzeuger, klassische Perkationisten, bezeichnet ist wohl The Black Page. Part 1. Part 2 können wir wieder reden. Aber Number 1 ist praktisch ein klassischer Stück. Das habe ich zu meinem Diplom vorgetragen. Das war eins meiner Prüfungsstücke an Stabspielen und Setup. Nur die High-Hat lief bei mir im Fuß. Wenn ich jetzt so ein Stück nehme und ich würde in diesem Solostück plötzlich zugunsten eines Tonerhythmus in den überlagerten Wert springen, dann würde ich ja den Grundpuls verlieren. Und wenn ich als Interpret den Grundpuls verliere in einem Stück, ja, wer bitte soll den dann hören? Dann ist er nicht mehr da. Also wenn man keine Vorstellung dazu hat. Deswegen ist eine der Hauptaufgaben, da geht es nicht nur um Frank Zappa, da geht es auch um den großen Komponisten Yannis Xenakis, Ribbon, das sind diese Stücke, wo immer so ein paar Woodblocks nebenan stehen. Ach so, Leon die Kleine hat Rebon gespielt. Das kennen wir von den Teacher-Tagen. Bravourös übrigens hat sie das gemacht. Auch da sind polyrhythmische Dinge mit dabei, wo man in der Lage sein muss, diesen Grundpuls zu empfinden und gleichzeitig eine Überlagerung dazu zu spielen. Wie kann man denn dazu, sorry Timon, ist die ganze Frage, wenn man dazu einen Zugang finden will, das ist ja doch sehr schwierig, also ich finde es schon schwierig manchmal mit Schülern 3 gegen 2, 4 zu 3, 3 gegen 4, wenn ich dann doch jetzt machen, weil 7 gegen 3 oder, du hast eben gerade schon, also für mich führt der Weg immer übers Zählen, ich muss es wirklich auch mir auf, also ich mache mir viele Sachen einmal auf, dass ich es wirklich auch vom Gehirn einfach mal begreife, wo die Schläge zusammenfallen. Du hast eben gerade schon die Kanakol-Sprache gewählt oder hast in Takadimi gezählt. Wie würdest du jemanden, der ganz neu in diese Materie einsteigen möchte, was würdest du dem, außer deiner Webseite zu besuchen, was würdest du dem empfehlen, wie kann man da einen Zugang zu finden? Also es gibt mehrere Wege und die sind alle gut. Das möchte ich dazu sagen. Ich verwende auch mehrere Wege und es sind auch unterschiedliche Komponenten, die alle dazu beitragen, dass man diese Fähigkeiten erlangt. Und wenn ihr den nächsten Rhythmiker in eurem fantastischen Podcast habt, dann wird der wieder was anderes erzählen. Und das ist auch gut so, weil es gibt einfach ganz viele Möglichkeiten, das zu machen. Ähm, Gut, das wird vielleicht ein bisschen länger dauern jetzt. Ist egal. Wir haben Zeit. Die Leute sind für uns Schlimmes gewohnt. Okay, das Erste ist, wir haben es ja, da wo es polyrhythmisch interessant wird, haben wir es gern mit ungeraden Einheiten zu tun. Der Rest ist ja langweilig, der geht ja sowieso irgendwie auf. Das heißt, es stellt sich schon mal die Frage, wie gehe ich mit 5, 7, 11, 13 um? Meistens sind es ja in dem Bereich Primzahlen. Jetzt habe ich die neuen ausgelassen, die können wir aber gern mitnehmen. Das heißt, ich muss schon mal ziemlich fit sein, diese... Einheiten zu empfinden, weil die werden dann auch in meinen Subdivisions vorkommen. Ich mache ein Beispiel bei 5 über 3. Wir haben gerade festgestellt, wir hängen uns an den 5 fest. Warum? Das ist der schnellere Wert, der ist ganz schnell gedacht. Wir haben 1, 2, 3, 4, 5. Wenn ich jetzt den 3er-Wert in die 5 reinziehe, ich muss ja irgendwie eine Möglichkeit haben, die zu verbinden. Also ziehe ich die 3 Schläge in 5 rein, Dann habe ich eine Subdivision mit 3, Takita, Takita, Takita, Takita, Takita. Und dann würde ich das wieder auf 5 nehmen. 1, 2, 3, 4, 5, 1, 2, 3, 4, 5, 1, 2, 3, 4, 5. Aber dann habe ich immer noch was, was durch eine trionische Subdivision darstellbar ist. Also das ist noch nichts Schlimmes eigentlich, wenn ich es von einem 5 aussehe, weil die Subdivision 3 ist mir bekannt. Und die läuft durch, macht mir keine Schwierigkeiten. Da kann ich sogar noch einen halbwegs vernünftigen Satz währenddessen rausbringen. Wenn ich aber jetzt den umgekehrten Weg gehe und ich sage hier 1, 2, 3 und ich muss jetzt hier die 5 reinziehen. Irgendwie muss ich die 5 ja da reinbringen, die 3 Schläge, dann habe ich schon das Problem, ich habe einen Grundpuls von 3, die Subdivision ist jeweils Quintole, 5 Schläge. Und dann muss ich aber eine Gruppierung, eine Dreiergruppierung darüber stülpen. Das ist schon mal ein Riesenproblem. Das heißt, es hilft, wenn ich mich mit Quintolen auskenne. Es hilft auch dann später, wenn ich mich bei 7 über 3 mit Septholen auskenne, auch bei 7 über 4 etc. Und das heißt, ich habe jetzt von der Richtung aus anzubieten, dass ich eine Methode, ein System habe, wie ich die Reihe Primzahlen 5, 7, 11, 13 in ein und derselben Weise behandelt. Und da könnte ich jetzt näher einsteigen, wie das ist, wenn ihr das wollt, was das ist. Aber ich denke, ich lasse es mal einen Moment lang so stehen, damit wir alle Komponenten haben. Wer da weiter möchte, man kann dich ja buchen, das kann man an der Stelle auch nochmal erwähnen. Du sollst jetzt nicht dein komplettes Geschäftsmodell hier preisgeben, um Himmels Willen. Gut, also da habe ich was anzubieten, wie geht man damit um? Das ist was Pattern-basiertes. Da gibt es eine Herleitung, wie ich da schon mal klarkomme. Darf ich einmal kurz fragen? Notierst du das oder machst du das erstmal alles im Kopf auch? Ich mache viel im Kopf, aber es hilft mir auch, wenn ich mal Striche mache und es ist so. Bei mir persönlich fällt das schwierig nur im Kopf. Also ich kann etwas nachsingen, das heißt, wenn es jemand macht, ich kann das auch nachklatschen, aber ich muss das, um mir es wirklich nochmal zu verinnern, also ich muss es sehen. Ich muss wirklich einmal sehen, da fällt die drei, da fällt die fünf, da kommen sie zusammen, da klatschen sie aneinander vorbei, da klingt es fast wie ein Flem, ist ja manchmal auch so. Also ich muss das sehen, das funktioniert bei mir, aber das verinnerlicht nicht. Du machst schon auch aufschreiben, oder? Ja, das tue ich auch. In meinem Buch gibt es auch Tabellen und so weiter, wo man die genauen Verhältnisse nochmal gucken kann. Und alles von dem, das ist ja ganz wichtig, auch für den Körper zu wissen, das wird später ein Thema werden. Also rein bewegungskoordinativ ist es ein Riesenthema. Wo geht was aneinander vorbei? Und das Problem bei Polyrhythmen ist auch immer, wir haben in jedem Polyrhythmik irgendwo einen Spiegel, wo alles, was man vorher gemacht hat, wieder rückwärts läuft. Hat jeder Polyrhythmus. Drei, zwei, drei. Da ist der Spiegel, also da kommt was, das ist gewesen und dann kommt es nochmal rückwärts laufen zurück. Das ist auch, wer auf meiner Webseite oder auf meinem YouTube-Kanal vorbeiguckt, der sieht so ein Video, da habe ich so unterschiedliche Kunststoff- Woodblocks und spiele am Schluss so 8, 7, 6, 5 in Hand und in Fuß. Das Ding hat einen Spiegel. Genau in der Mitte ist was. Da darf ich alles, was ich vorher gespielt habe, darf ich dann wieder rückwärts spielen. Und jeder, der bewegungskoordinativ sich was ausgecheckt hat, weiß, wie schwer das ist, wenn man plötzlich das Ding, was man sich gerade drauf geschafft hat, eben in umgekehrter Reihenfolge wieder machen soll. Da habe ich auch noch eine Frage zu dem Arbeiten. Das heißt, wenn man das aufschreibt, so wie Dirk das jetzt macht und ich es wahrscheinlich auch machen oder ich es auch mache, ich muss es wirklich auch erstmal sehen, damit ich weiß, wo liegen die einzelnen Brustbeziehungen innerhalb des Pulses. Darum geht es mir dann. Am Anfang kann man das alles relativ gut mitzählen, weil man ist sehr langsam unterwegs. Je schneller man wird, desto schwieriger ist es natürlich auch, gerade so schnelle, also sagen wir mal, hohe Subdivisions, wie 5, 7, 9 überhaupt zu zählen. Das heißt, wo kommt für dich der Punkt, wo es noch absolut mathematisch und wo es noch um absolute mathematische Korrektheit geht und wo ist vielleicht ein Switch zu, man hört eine, ich nenne das immer Rhythmusmelodie, man spielt also quasi nur diese Melodie innerhalb dieser Polyrhythmik. Ja, also. Das System, um 5, 7, 11, 13 zu verstehen, das basiert darauf, das hilft dabei, eben nicht mehr bis 11, nicht mehr bis 7, bis 5 zählen zu müssen, sondern da ist eine entsprechende Erleichterung dabei. Das heißt, ich kann also auch in einem präzisen Bereich schnell werden. Es hilft genauso, Gruppierungen, also gut in Gruppierungen zu sein. Wenn ich gut in drei gruppieren kann, kann ich fünf über drei auch besser spielen, weil ich dann das in den Quintolen-Sechzehnteln besser runterkriege. Dann gibt es natürlich diesen Bereich der Annäherung. Dass ich erst mal mich so antaste, ja, das sind halt sieben Schläge und die will ich jetzt innerhalb von dreien unterbringen und probiere das erst mal zu machen und lasse auch zu, dass es nicht hundertprozentig genau wird. Dann gibt es das Verständnis über das Muster, was einen irgendwann anschreit. Also fünf über drei haben wir gerade gehört, das ist irgendwann drin und das kann man auch relativ präzise so singen. Und das sind alles Komponenten, die da helfen. Wenn es jetzt um den Polyrhythmus geht, wo noch irgendeine Sub-Division dazukommt. Bei Black Page gibt es ja diese Stellen, wo über zwei Situationen, aber die drei Schläge, die zwei Vierteln überlagert sind, die sind aufgeteilt Quintole, Quintole, Sextole. Da ist es schon relativ schwer dann zu sagen, naja, ich mache jetzt da drei über zwei, da brauche ich noch mehr Tools, dass ich da irgendwie hinkomme. Spätestens da sind wir schon im Bereich der Unschärfe, der Annäherung, die da läuft. Das heißt, ein wesentlicher Teil, und gerade wenn es jetzt mehrere Polyrhythme gleichzeitig sind, da muss ich das in Kauf nehmen. Wenn ich 8, 7, 6, 5 spiele, muss ich in Kauf nehmen, dass irgendwas jetzt nicht hundertprozentig läuft, weil mein Aufmerksamkeitsfokus gerade woanders gebraucht wird. Das ist auch ein Grund, und da werden wir eigentlich wieder bei Steve Reich, warum ich relativ schnell anfange in diesem Rhythmikunterricht, dass ein Grundpuls läuft, der Grundpuls wird gehört, vielleicht sogar mit einer Hand mitgespielt später, und dann versuche ich mich von dem Grundpuls zu lösen und mal Stück für Stück von einem Puls zum anderen Puls, ich muss es eigentlich in die Richtung zeigen, vom anderen Puls vom einen zum anderen durchzulaufen. Das ist das sogenannte Phasing. Ja? Und wenn ich in der Lage bin, ohne Subdivision zu denken, ohne irgendwas zu denken, mich mit einer Hand sozusagen zu überholen und die andere Hand bleibt auf dem Puls zusammen mit dem Metronom, dann habe ich Fähigkeiten, die mir dann helfen, bei Polyrhythmen eben diese Freiheit zu geben, dass ich auch von der Koordination her so aufgestellt bin, dass ich dann da eben besser durchkomme, als wenn ich noch in Mustern, in Pattern, wo auch immer verhafte, sondern dass Bewegungsabläufe dann frei fließen können. Ich will das jetzt mal zuspitzen vielleicht. Das heißt, im Prinzip ist die, würde ich fast sagen, die Kernaussage, das Zählen ist ein Hilfsmittel, aber letztendlich, um den Polyrhythmus zu verstehen und wirklich zu beherrschen, brauchst du die Körperlichkeit. Also ich würde sagen, mindestens die Hälfte von dem, was da aufgeschrieben einen Rhythmus ergibt, ist Arbeit an der Bewegungskoordination. Das würde ich schon so sagen. Und ich bin seit über zehn Jahren, bin ich auch schon auf dem Weg, Übungen zu machen, um mich selber auszubilden, Dinge, die vielleicht gar nichts mehr mit Musik oder mit Rhythmik zu tun haben, sondern Dinge, die die Bewegungskoordination steigern können. Und eine Sache davon ist, vielleicht habt ihr mal gehört von der Live-Kinetik, das ist ein Bewegungsprogramm, Horst Lutz ist der Erfinder dieses Bewegungsprogramms. Da geht es mit tausenden von Übungen, mit Hilfsmitteln, Spielzeug. Da gibt es beispielsweise kleine Sandsäcke in der Live-Kinetik. Die nimmt man so in die Hand und würde in die Luft heben. Und der Horst Lutz sagt dann, jetzt fangt die mal wieder auf, aber die Hände überkreuzt und solche Dinge. Also Dinge, die man noch nie getan hat. Und plötzlich merkt man, jetzt ist was anderes. Am Anfang funktioniert es gar nicht. Und nach einer Weile ist man in der Lage, zwei kleine Sandsirchen in die Luft zu werfen, parallel nach oben und sie aber mit überkreuzten Armen aufzufangen, sodass die rechte Hand dann den linken Sandsack, die linke Hand den rechten Sandsack wieder fängt. Und was passiert dabei? Ganz klassisch, es gibt was, das haben wir nicht gekonnt. Dann machen wir es ein paar Mal und dann können wir es. Also wir haben es gelernt. Und was im Gehirn dabei passiert, und das ist das wirklich Schlaue, was der Horst Lutz da gemacht hat, wir haben unser Gehirn feststofflich verändert, weil neue Synapsenverbindungen im Gehirn in dem Moment entstanden sind, die wir natürlich nicht nur für die Übung, die sonst für uns sinnlos ist. Hernehmen können, sondern das sind neue Verbindungen, die uns generell besser vernetzen in unserem Körper, in unserem Bewegungsmuster. Und mit dem Horst habe ich vor vielen Jahren schon Kontakt aufgenommen und gesagt, ich finde das super, was du machst, ich mache die Sachen, dann gab es ziemlich schnell ein Treffen, inzwischen entwickle ich schon längst Übungen mit für die Live-Kinetik. Horst macht auch seit, ich glaube seit der Dortmunder Zeit von Jürgen Klopp der rief da mal an, macht ja die Jungs von Jürgen Klopp fit also der ist, selber kommt der aus dem Sport, der Horst Lutz und. Als Diplom-Sportlehrer und der Jürgen Klopp fand es so toll, berechtigterweise, was da passiert in der Live-Kinetik und da müssen die Fußballer auch immer mit. Das gibt halt im Spitzensport auch das letzte Quäntchen und für uns natürlich auch, wenn wir uns da bewegungskoordinativ noch besser aufstellen können. Also das ist ein Bereich, den finde ich sehr faszinierend. Ich habe auch gemerkt, oft ist es das, wenn ich mir was Neues vorgenommen habe, es ist nicht das rhythmische Verständnis oder so, sondern es ist eben wirklich diese Barriere, dass mein Körper das noch nicht leisten kann, was ich davon nicht erwarte. Und dann nehme ich das wie bei komplizierten Drumset-Übungen. Das schenkt sich ja nichts, wenn ich jetzt mit vier Jamblocks was mache. Ich muss ja auch diese Figuren spielen und so, wenn das an sich schon mal trainiert ist. Und deswegen spreche ich auch ungern von Unabhängigkeit, weil ja eigentlich, das ist schon wieder so eine Spitzfindigkeit in der Begrifflichkeit, aber im Grunde geht es ja um eine möglichst gute Verbindung und Koordination der einzelnen Gliedmaße. Also im Grunde das Gegenteil, begrifflich, von unabhängig ist eigentlich eine besonders gute Koordination. Das ist das, was John Ryan ja als Interdependence bezeichnet in seinem Buch. Was ich auch komplett nachvollziehbar bin, weil komplette Unabhängigkeit ist es ja wirklich nicht, weil alles bedingt sich ja gegenseitig. Ich glaube, du weißt vielleicht mehr als ich, aber ich glaube, eine komplette Unabhängigkeit ist wahrscheinlich gar nicht möglich, weil es immer irgendwie, was wir in unserem Körper tun, irgendwie zusammenhängen muss. Ich denke, das Zusammenhängen ist generell die Voraussetzung. Also das üben wir ja auch so, das eine zu machen und das andere daran auszurichten und umgekehrt und plötzlich, es wirkt es unabhängig, ist aber... Eigentlich das Ergebnis von Koordinationsübungen. Und ich finde, das Spannende, was ich auch oft sage, ist, diese Verbindung von Sport zu Musik. Es gibt so viele Parallelen dazu. Es ist einfach der Wahnsinn. Um das gleich mal mit der Polyrhythmik abzuschließen. Wann würdest du denn empfehlen, wenn du jetzt eine Schülerin hast oder auch einem Lehrer, eine Lehrerin, die es auf den Weg geben würdest, wann sollte man mit Polyrhythmik anfangen? Direkt in der, ich sage auch speziell nicht, in der ersten Unterrichtseinheit oder wartet man damit bis eine gewisse, ich sage jetzt mal, Koordination steht oder ein sicherer Puls? Also wann ist für dich der perfekte Einstieg dafür? Also ich würde sagen, erste Stunde. Und zwar nicht direkt, dass man sagt, das muss schon was Polyrhythmisches sein, aber ich könnte ja sagen, wie ist denn das, wenn ich mal ein Viertel in der rechten Hand nehme, dann in die linke und dann in den linken Fuß und dann in den rechten Fuß. Da habe ich ja schon was gelegt und dann Stunde zwei oder irgendwann, wenn mal Viertel und Halbe eingeführt sind, kann ich ja machen, rechte Hand die Viertel, linke die Halbe. Und dann rutsche ich aber eins weiter und sage jetzt mal bitte die Viertel im rechten Fuß und die Viertel in der rechten Hand und wenn ich das mal so rotieren lasse, dann bilde ich ja schon die ersten Synapsen in dem Bereich aus und irgendwann kommt dann mal das 3 über 2 über 1, wenn das Muster verstanden ist und das ist eigentlich kein Problem. Meine Tochter ist neun Jahre alt, die hatte mal eine schwere Zeit, als wir beide, da war der Rest der Familie in London, in einem Schlaffass waren und ich habe mich vorbereitet auf eins meiner Videos, die ich bei der Open Music Academy reingestellt habe und von denen produziert sind. Tolle Plattformen zum Musiklernen von Professor Dr. Ulrich Kaiser initiiert an der Musikhochschule München und da habe ich so Videos, die heißen Polarhythms and Coordination da geht es nur so um Klatschen auf den Oberschenkeln oder, Tappen mit den Füßen und am Schluss rotiere ich da 5, 4, 3, 2 also das geht dann so. Geht so los und dann dreht sich das halt in die Füße, Hände. Also immer so eins weiter, wie so ein Würfel gedacht. Und meine Tochter hat sich das eine Weile angehört. Die spielt für 4 über 3 über 2. Das ist für die kein Problem. Die hat sich das angeguckt und angehört. Und dann hat sie gedacht, wenn mein Partner macht, dann scheint das normal zu sein. Und jetzt macht sie es selber. Die spielt Geige. Das ist gar keine Schlagzeuge. Ich glaube so oder so, Kinder gehen einfach ganz unbefangen da dran und machen einfach. Oder wir überlegen immer, genauso wie ich sagte, ich musste mir das vorstellen können, wo fällt das hin? Und die machen einfach. Und ich glaube, das ist so die kindliche Unschuld. Ich nenne es mal jetzt einfach so. Die wissen nicht, was sie tun, sondern die machen es einfach. Genau, das glaube ich auch. Und was man denen anbietet, das wird dann auch gemacht. Und wenn man da das Richtige findet, natürlich war die erste Übung jetzt keine Polarithmisch, das war eine rein Bewegungskoordinative. Aber die legt ja dann schon wieder so einen kleinen Grundstein, dass bei der nächsten Übung klar ist, okay, da geht es aber um Hand und Fuß und dann kann man irgendwann zwei über eins und irgendwann halt auch drei über zwei dann rotieren lassen. Deswegen würde ich sagen, je früher, desto besser. Schlagen wir mal die Brücke zu was anderem, weil du bist ja ein wahnsinnig aktiver Musiker, du bist Dozierender, du bist Professor und, und, und. Nebenbei hast du jetzt auch schon erwähnt, du hast Bücher geschrieben, du machst digitale Lerninhalte, du entwickelst Musikinstrumente zusammen mit Schlagwerk, da wird demnächst was kommen. Du hast auch, glaube ich, die App, die wir eben gehört haben, auch zumindest mitentwickelt und er geht auf deine Idee zurück. Wie wichtig ist für dich das heutzutage, das Digitale mal im Allgemeinen? Weil du bist ja digital sehr breit aufgestellt. Also ich hatte mal über zehn Jahre eine App, die hieß Polyrhythm im Apple App Store, wo man Polyrhythmen in 10er-BPM-Schritten von 3,2 bis 13 über 4 sich anhütteln konnte. Und die habe ich irgendwann dann wieder rausgenommen, weil das wird dann wie ein Haustier nach einer Weile, wenn ein Apple Retina-Display einführt, dann klingelt die 2000-Euro-Glocke, weil man alles neu programmieren lassen darf. Ich habe zwar die Files selber erstellt und so, aber die Programmierarbeit wissen wir alle, da braucht man dann Profis. Es ist für mich ein ganz tolles Mittel, also generell das Digitale. Allein schon, dass wir uns hier jetzt gerade unterhalten und ich habe mein Video mit dem Klick-Klack, was so das meistgeklickte ist, also die Freisachen auf meinem Kanal, das ist einmal gemacht und man hat dann so eine elektronische Visitenkarte. Das finde ich toll. Ich finde es auch toll, mit diesen Inhalten in der Open Music Academy Personen erreichen zu können, mit Inhalten, die jetzt funktionieren. Niederschwellig sind, man hat es sofort an einem Ort und so weiter und man vervielfältigt sich sozusagen. Bei mir ging das los, es ging eigentlich relativ spät los. Ich war in meiner Band, war ich der Letzte, der überhaupt Internet hatte, da gingen noch Faxe durch, da hat noch Pete Wirrwarr Witze gemacht, damals bei Powerpurgation, alle hatten schon irgendwie dieses neue E-Mail-Dings, Bei mir gingen noch die Faxe und deswegen gingen bei allen Faxe rein. Und Piet meinte noch, schade, dass die Bühne nicht so groß ist wie das Fax, was wir für den Job bekommen haben. Das war noch die Zeit. Und ich habe dann natürlich nachgeholt mit diesen Sachen. Und 2009, als mein Sohn geboren wurde, da habe ich dann gesagt, jetzt kann ich nicht mehr so viel fahren, weil meine Frau ist auch Musikerin. Die hatte damals einen Zeitvertrag der Staatsoper. Und da war mir klar, jetzt, was mache ich denn? Es gibt doch dieses YouTube-Dingens und so. Und dann habe ich angefangen, meinen einigermaßen Wahnsinn so in Filmchen nach und nach zu packen und habe einfach da angefangen, mich digital aufzustellen und bereue es nicht. Das ist einfach toll, auch wenn ich auf der Bühne, während ich mich bei den Teacher-Tagen gesehen habe, mit Elektronik eher vorsichtig bin. Man könnte ja meinen, dass ich teils einen Computer hinstelle und dass da eine Schnittstelle ist, ein Interface und das geht dann über einen Verstärker noch in eine Box rein. Bei mir ist das so ein kleines Gerät, das habe ich gefunden in Großbritannien. Da drückt man auf einen großen Knopf, wie bei so einem Gitarre-Effekt-Gerät und dann startet ein Pfeil. Und wenn da ein Regler auf 4 steht, dann startet das Pfeil Nummer 4. Das ist dann die Elektronik, die ich auf der Bühne verwende. Aber jetzt so für... Ja, mich zu präsentieren und aufzustellen, ich finde, ist ein ganz wunderbares Mittel. Jetzt haben wir das Jahr 2026 gerade zu Beginn. Was liegt denn dieses Jahr an? Kannst du uns mal so einen Ausblick geben? Ich habe eben auch die Instrumente erwähnt, die ja dieses Jahr wahrscheinlich noch an den Start kommen werden. Aber erzähl uns mal, was liegt bei dir dieses Jahr alles so an? Ich habe ein Jahr, in dem ein Album mit einem Trio fertig werden wird. Das ist für mich eine sehr spannende Angelegenheit, weil da zwei ganz tolle Kollegen involviert sind mit E-Gitarre und Elektronik, mit Saxophon. Das ist eine Sache, da freue ich mich sehr drauf. Das ist auch eine Arbeit, die ich neben meiner Unterrichtstätigkeit sehr gut machen kann. Ich freue mich auf Workshops. Ich bin jetzt Mitte Januar. Nächste Woche bin ich in Zürich an der Zürcher Hochschule der Künste. Da geht dann meine Workshop-Tätigkeit weiter. Und auftrittsmäßig ist bei mir auch die letzten Jahre nicht so viel erstmal geplant, weil ich irgendwann die Entscheidung auch getroffen habe, dass ich für meinen Unterricht, also dass ich meine Zeit mit Unterricht verbringe. Meine neunte Sinfonie ist sozusagen gespielt, wenn ich meine Zeit mit Steve Reich und so weiter sehe und zeitlich mit. Einem Musikerinnen- Musiker-Haushalt, meine Frau ist gerade auch wieder im Zeitvertrag, da muss man gucken, dass man die Zeit gut aufteilt und da ist es bei mir jetzt viel im Lehrbereich, was mir sehr viel Freude bereitet und, Mit den entsprechenden Ausflügen, da wird sicher auch wieder ein Erasmus-Programm dazukommen. Wir haben spannende Sachen mit der Musikhochschule, da wird ein Steve Reich-Programm mit Drumming komplett von Steve Reich auf Tour gehen. und die erwähnten, Schlagwerkinstrumente, das ist auch natürlich ein besonderes Highlight, was mich erwartet und da wollen wir aber noch nicht zu viel vorwegnehmen. Super. Alles Wichtige zu dir finden wir natürlich in den Shownotes, also deine Website, YouTube-Kanal, alles, was wir irgendwie verlinken können, wird dort verlinkt Und wer dann neugierig geworden ist, wie gesagt, man kann den Wolfram buchen für Rhythmikkurse, also für sein Orchester. Vielleicht hat da jemand mal Interesse. Vielleicht machst du es sogar im kleinen Rahmen für, ich weiß nicht, ob du auch an den Schulen gehst beispielsweise oder ob du das vorstellen kannst. Kommt immer wieder vor, ja. Also, wer da Interesse daran hat, da wirklich mal tief und wirklich sehr tief in die Materie einzutauchen, der ist hier an der absolut richtigen Adresse. Also nehmt gerne Kontakt mit dem Wolfram auf und ich denke, er wird sich auch sehr freuen, wenn ihr mit ihm Kontakt aufnehmt. Ja. Und alles, wie gesagt, ist in den Shownotes und unbedingt auch ein bisschen Liebe dem YouTube-Kanal vom Wolfram schenken und tolle Clips mit auch schönen visuellen Einlagen, muss ich sagen. Also ganz clever auch gemacht und durchdacht. Also auch da Chapeau. Ganz toll. Vielen Dank. Da muss man unbedingt vorbei schon. Dann lieber Wolfram, danke, dass du dir die Zeit genommen hast am Anfang des Jahres. Vega, es war uns eine große Freude. Absolut. Ich danke euch beiden sehr, sehr. Lieber Timo, lieber Dirk, es war mir ein großes Vergnügen und ich freue mich sehr, es ist mir eine Ehre, bei euch auftauchen zu dürfen. Ich finde, du hast eine so sympathisch ruhige Art, etwas zu vermitteln, wo ich selber sage, bei dem könnte ich auch noch Unterricht nehmen. Unbedingt. Unbedingt. Nee, ohne Scheiß. Finde ich wahnsinnig, wahnsinnig klasse. Toll. Vielen lieben Dank, Wolfram, dass du dir heute Morgen die Zeit genommen hast. Ich danke euch. Vielen Dank, alles Gute erstmal und wenn dann was Neues von dir wieder am Start ist, wie zum Beispiel mit den Schlagwehrgeschichten, dann erfahrt ihr natürlich auch hier im Podcast davon. Also, lieber Wolfram, hab erstmal eine gute Woche und wir sehen und hören uns. Danke, alles Gute. Tschüss. Tschüss. Liebe Zuschauer und liebe Hörende, so langsam neigt sich die 131 Episode, die erste Episode des Schlagabtausches Jahres 2026 dem Ende. Aber natürlich, das behalten wir dieses Jahr auch bei, gibt es unsere Empfehlungen der Woche. Und meine Empfehlung ist diesmal eine Nicht-Empfehlung. Okay. Das hat man glaube ich auch noch nie. Ich habe mir etwas gekauft, was ich mir nicht nochmal kaufen würde und ich möchte euch davor bewahren, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Es war die Adventszeit, die Zeit der Kerzen, der Adventskränze und so weiter. Und normalerweise benutze ich, um Kerzen anzumachen, immer ein Stabfeuerzeug oder ein Feuerzeug. Und ich dachte mir, ich wollte mal wieder oldschool sein und habe Streichhölzer gefunden beim Aldi. Und zwar nicht so kurze Streichhölzer, sondern lange Streichhölzer. 10 cm lange Streichhölzer. Und ich dachte mir, cool, damit kriegst du alle Adventskerzen dann am 4. Advent an, ohne Stress. Ha! Aber ich halte es jetzt mal da rein. Sorry Aldi, es tut mir echt leid. Ich hoffe, ihr verklagt mich nicht. Aber diese Streichhölzer vom Aldi rennen so schnell runter, dass es kaum möglich ist, zwei Kerzen miteinander damit anzuzünden. Weil das Ding, es bollert sowas von krass. Das ist Wahnsinn. Also diese 10 cm brennen so schnell ab, dass vier Kerzen abenteuerlich ist. Also wirklich. Deswegen, ich würde sie nicht nochmal kaufen. Da finde ich fast die kurze Variante des Streichholzes effektiver als diese lange Variante. Soll ich das einfach mal zeigen? Ich kann es einfach mal zeigen. Boah, wir machen jetzt hier Live-Experimente. So, Achtung. Das brennt wirklich. Jetzt kommt natürlich der Vorfünft. Wahrscheinlich brennt das total langsam runter. Aber. Es geht schon. Jetzt fängt es da richtig an. Ich gehe mal ein bisschen weiter vor meinem Rechner. Wenn man das dann auch so hält, weil man so eine Kerze anzünden muss, brennt das ziemlich schnell runter. Ja, brennt es noch schneller. Ja, ja, umsieht es. So, fangen wir da aus. Also ich war schockiert davon, wie schnell es runtergebrannt ist. Deswegen ist meine Empfehlung leider eine Nicht-Empfehlung. Ich glaube, der Aldi wird es auch verkraften können, wenn jetzt dieses Produkt nicht mehr massig gekauft wird. Von den tausenden und hunderttausenden Hörerinnen und Hörern des Schlagabtausch-Podcasts. Also, 10 cm Streichhölzer, lieber einen Bogen drum machen. Also ich habe tatsächlich auch schon lange keine Streichhölzer mehr benutzt und ich habe tatsächlich auch ein Stabfeuerzeug, hast du schon recht. Aber es riecht so gut. Absolut. Ich stehe auf den Duft leider, muss ich dann sagen, also dieses abgebrannte Holz, ich mag das. Ich dachte, es hat mehr Flair, aber es hat ja auch mehr Flair, aber ich musste halt immer zwei, drei Stücke. Das sollte sehr gut riechen, deshalb musstest du mehrere anmachen. Genau, im Prinzip auch wieder ein positiver Aspekt des Ganzen. Ja, man muss immer was Positives abgewinnen. So, was hast du denn für uns, Dirk? Ich habe vor kurzem auf einigen Snairs neue Fälle gemacht. Das mache ich vielleicht demnächst nochmal einen kleinen Mini-Tontest für euch. Und zwar eigentlich nimmt man ja sehr häufig bei der Snare, zumindest ich, ein ganz normal aufgerautes Ambassador-Fell oder überhaupt ein weißes aufgerautes Fell. Und jetzt habe ich auf ein Jahr Snare mal einen Pinstripe gemacht, was ich schon ewig nicht mehr gemacht habe. Und das ist eigentlich so meine Empfehlung. Ein Pinstripe ist ein zweilagiges Fell. Man denkt immer, da wäre Öl drin, das ist aber totaler Quatsch. Das kommt nur durch die Lichtreflexion. Aber es sind zweilagige Felle aus Mylar. Bei Remo jetzt zumindest, bei Evans weiß ich das nicht. und man hat sofort einen gedämmteren, plattigeren Sound, der mich so an diesen Disco-Sound erinnert und deshalb ist eigentlich meine Empfehlung, einfach mal auf der Snare, wenn ihr sonst immer ein Aufgerautes gemacht habt, oder ein Weißes, man macht nämlich in der Regel immer Weiße Aufgerautes, weil das ist so der Standard. Bei Remo ist es halt Ambassador. Bei Cold Drumheads ist es zum Beispiel, wie das Genetic, glaube ich. Ich weiß es aber auch nicht. Aber es ist auch egal. Einfach nehmt auch mal, wenn ihr zum Beispiel nicht Besen spielen müsst, auch gerne ein durchsichtiges. Es klingt wirklich ein bisschen anders. Die Snare kriegt eine ganz andere Färbung, eine ganz andere Dämpfung. Auch wir hatten das damals, vielleicht erinnerst du dich, auf der Asper-Snare, die ich mal vorgestellt habe. Da war ein Emperor drauf. Und eigentlich denkt man ja, Emperor ist eigentlich viel zu dick, weil Emperor ist ein einschichtiges Feld. aber wesentlich dickeres Fell. Auch von Remo? Auch von Remo, Entschuldigung. Ja, da kenne ich mich halt am besten mit aus. Ähm. Aber das war aufgeraut. Das war aufgeraut, aber halt Emperor, weil das nimmt man eigentlich mehr für Toms oder man kennt es hauptsächlich für Toms und das ist eigentlich meine Empfehlung. Probiert auch mal was anderes. Wenn ihr zum Beispiel sehr viel Dämpfung haben wollt und ihr nicht wischen müsst, ist zum Beispiel Pinstripe-Fälle, weil Pinstripe ist ja früher, bei mir galt das irgendwann mal so als die Lösung, wenn du ein schlechter Schlagzeug hast, mach Pinstripe-Fälle drauf, dann klingt es gut oder fett. Und dadurch sind die Pinscher-Fälle nach meiner Meinung zu Unrecht auch so ein bisschen in Verruch geraten, weil es ist ja, ja, das ist ja, wenn dein Schlagzeug nicht gut ist, macht man Pinscher. Ne, es kommt drauf ein, was du einfach für einen Sound erreichen willst und das ist so meine Empfehlung. Probiert einfach mal was anderes. Das ist echt eine interessante Sache und gerade wenn ihr nicht mit Besen spielen müsst, erstmal finde ich es schön, wenn du in die Snare hereinschauen kannst und du hast wirklich einen anderen Klangcharakter. Also der Sound sollte eigentlich immer die oberste Prämisse sein. Bei den doppellagigen Pinstripes war es auch immer so, dass es hieß immer, auch wenn du nicht stimmen kannst, kauf dir Pinstripes. Die gehen irgendwie immer. Aber du kannst mir jetzt ein 10.000 Euro, keine Ahnung was Set haben, wenn du nicht stimmen kannst, nutzt es dir ja auch nichts. Also nimm die Pinstripes, ist immer super, so nach dem Motto. Also was man sagen darf ist, einlagige Fälle sind schwerer zu stimmen als zweilagige Fälle, es hängt einfach damit zusammen, dass sie länger resonieren also länger schwingen, jetzt war aber die Frage erstmal auf welches Snares hast du das Pinstripe aufgezogen und warum hast du diese Snares gewählt für das Pinstripe-Fell so, Ganz plumpe Antwort, ich hatte kein anderes. Ehrlich, Antwort. Ich hatte keils, mir ist eins gerissen und ich habe nur noch einen 14 Zoll Pinstripe gehabt und dann habe ich gedacht, ja, dann war ich halt genau, ich musste nicht wischen, habe aber kein anderes gehabt. Klar, ich hätte jetzt von der Standtom wieder eins runternehmen, weil ich 14 Zoll Standtomspiele. Ging um eine 14 Zoll Holznäher und dann habe ich halt, ach, das Pinstripe-Fell und ich fand es mega. Also ich mache da nochmal ein Soundbeispiel. Also das schaffe ich in diesem Podcast nicht mehr. Aber damit ihr das einfach mal seht, die gleiche Snare und einfach mal vielleicht zwei verschiedene Fälle oder drei verschiedene Fälle. Und ihr habt wirklich eine neue Snare. Manchmal ist es ja immer so, wie klingt die anders oder was auch immer. Und gerade überhaupt neue Fälle, wenn euer Schlagzeug wirklich mal. Eine Frischzellenkur braucht, sage ich mal so, sind neue Fälle echt, wir wirken manchmal Wunder und ihr merkt auf einmal, was ihr auf eurem Schlagzeug herausholen könnt, wenn ihr euch dann noch ein bisschen mit dem Thema Stimmen beschäftigt. Aber jetzt nicht noch nerdiger werden, sondern indem wir ja geklärt haben, dass du ein besonderes Nerdrum ausgewählt hast dafür. Die Frage aber, ein einlagiges Fell, würde ich jetzt mal behaupten, fühlt sich ja anders an als ein doppellagiges Fell beim spielen. Wie ist das jetzt? Bei den Toms ist es vielleicht nicht ganz so extrem wichtig, da hat man ja nicht so viele technische Nuancen drin, aber wie ist es bei dem doppellagigen Fell auf der Snare mit kleinen Rolls, mit Tracks, mit Ghost Notes und sowas? Also wie fühlt sich das im Verhältnis zu einem einlagigen Fell an? Kannst du was sagen dazu? Nö, nö, nö, also ich finde, du hast ja nicht Unreht. Also erstmal, man kann die Snare, auch ein doppellagiges Fell, ein Pinzell-Fell kann ich natürlich auch hoch stimmen, dann ist es ja auch stramm. Also ist ja ganz klar, je straffer das Fell gespannt ist, desto härter das Fell und desto leichter kannst du auch zum Teil dann wieder Rolls machen oder Ghosts und so alles. Ich fand aber gerade die Alternative für mich, fühlt sich ein doppellagiges Fell wie das Pinstripe-Fell schon ein bisschen, ich sag's mal platschiger an. Aber ich wollte auch gerade diesen, so einen fetten Disco-Sound haben und zwar ohne viel abdämmen. Und das ist ja das Interessante, dass die Snare-Gang gar nicht so viel abgedämpft wird. Das fand ich echt, das hat mich fasziniert und wie gesagt, da ich ja aus der Not eine Tugend machen musste, weil ich kein anderes Fell hatte und war völlig begeistert, wo ich dann dachte, wow, das ist ja echt eine ganz neue Snare mit einem ganz neuen Klangcharakter durch dieses Pinstripe-Fell. Ich habe es bewusst nicht so hoch gestimmt, aber es wird natürlich, wenn du es wirklich krankst, dann kannst du alles ganz normal drauf spielen. Aber in der mittleren Stimmung fühlt es sich, ein Ambassador ist gleich härter. Und das Pinzell-Fail gibt schon ein bisschen mehr nach aufgrund dieser, und es fühlt sich ein bisschen ein bisschen, boah, ne, Kissen stimmt jetzt nicht, das wäre jetzt die falsche, aber es fühlt sich ein bisschen weicher an. Fühlt es sich unruhiger an? Weil du ja zwei Fälle hast, die ja dann gegenseitig, wenn du beim Spiel, wenn du Rolls spielst zum Beispiel. Ja, ja, klar. Merkt man das, dass da irgendwas auch wieder zurückkommt, weil du schlägst ja ein Fail, das zweite Fail kommt ja dann auch nach oben. Also ich glaube, wenn das platzisch stimmt, Ja, also es ist auf jeden Fall, du musst mehr arbeiten. Das würde ich auf jeden Fall sagen. Aber wie gesagt, wenn du wirklich rollst und alles damit machen willst, dann stimmt es halt ein bisschen höher. Ich fand halt interessant, dass ich keine Dämpfung mehr genommen habe. Oder so was. Oder kaum Dämpfung. Das ist so oder so. Je mehr ich aufnehme, versuche ich eigentlich relativ wenig auch die Snare zu dämpfen. Weil manchmal, wenn du die Snare natürlich vorher schon dämpft, sehr stark, dann habe ich einen Sound. Wenn ich natürlich die Snare erstmal offen lasse, dann kann ich natürlich auch in der Nachbearbeitung noch mehr Möglichkeiten, mit dem EQ zum Beispiel zu arbeiten. Ja gut, du hast ja mehr Frequenzen, die zur Verfügung stehen. Wenn du die Frequenzen vorher rausholst, sind die Frequenzen einfach grundsätzlich nicht mehr. Sind sie weg, genau. Clever. Also ich fand es total spannend. Ich habe jahrelang auf der Snare kein durchsichtiges Fell mehr gehabt. Und Pinstripe fand ich eine mega Lösung. Und Emperor nimmt sogar tatsächlich, glaube ich, auch, ich glaube, Benny Grip nimmt sogar auch auf der Snare sogar Emperor, damit er halt nicht so sehr dämpft. Aber das ist jetzt Vorsicht, das kann auch jetzt gesundes Halbwissen sein. Aber ich weiß trotzdem, Emperor-Fälle ist auch ein anderer Möglichkeit, weil die einfach dicker sind. Es ist natürlich einfach vorgedämpfter. Das muss man einfach wissen. Es gibt natürlich auch speziell für Snare-Trum vorgedämpfte Fälle von diversen Firmen. Die haben dann auch so ein Dot unterhalb des Schlagfelds und so weiter und so fort. Oder so ein kleiner Ring ist auch schon unten eingearbeitet. Genau, von Evans gibt es auch das HD-Dry, wo außenrum auch so Punkte sind, wo das auch schon ein bisschen vorgedämpft wird, weil einfach die Luft schneller entweichen kann und, und, und. Also testen wir mal was aus. Wenn ihr mehrere Snare-Trums zur Verfügung habt, umso besser. Dann kann man auch mal schauen, dass man vielleicht immer eine Snare komplett konträr zu seiner Hauptsnare macht, man wird was ganz anderem. Allerdings kann ich natürlich auch jeden verschiedenen, der sagt, boah, es ist mir so viel Arbeit dann, wenn ich jetzt nur mal zum Testen was umstimmen muss oder einen Fall wechseln muss. Und es ist auch eine Kostenfrage, wobei der Snare geht es ja noch, aber mal so ein ganzes Set neu zu befällen, ist ja mittlerweile. Eine Hausnummer, muss man wirklich sagen. Aber wer die Möglichkeit hat, probiert es einfach mal aus und wie gesagt, auf der Not heraus geboren, es sind oft ja auch keine schlechten Sachen dann. Oder auch, was ihr ja auch mal machen könnt, vielleicht, wie gesagt, Timo hat es ja gesagt, es kostet ja auch alle Geld, wenn ihr zum Beispiel auf euren Toms neue Fälle macht und ihr habt einen 14er Stammtom, macht doch einfach mal das Emperor-Fell, weil das ist ja im Moment sehr gang und gäbe. Oder wenn ein Pinstripe fällt drauf, einfach mal auf die Snare. Auch wenn es schon ein bisschen abgenudelt ist, ihr merkt aber, dass es einen anderen Klangcharakter besitzt. Zum Ausprobieren definitiv, sollte man das mal alles getan haben. Damit man auch sein Instrument besser kennenlernt. Sehr schöne Empfehlung. Also ein Fellwechsel mit doppellagigem Fell auf der Snare. Bam. Das war die 131. Episode des Schlagabtausch-Podcasts. Wenn ich das jetzt so höre, dann haben wir ja auch dieses Jahr sehr wahrscheinlich ein 150. Jubiläum, wenn wir bis dahin durchziehen, wovon ich stark ausgehe. Wenn ihr Anregungen, Fragen, Kritiken oder Sonstiges habt, schreibt uns gerne eine Mail an schlagabtauschpodcasts.gmail.com oder kommentiert unter diesem Video oder kommentiert auf Spotify oder wo auch immer ihr diesen Podcast hört und kommentieren könnt natürlich. Denkt an unsere Drum Camps im Frühjahr und im Herbst. Irgendwas wollte ich noch sagen, aber ich habe es vergessen. Dann scheint es auch nicht so wichtig zu sein. Ach so, schaut mal auf der Homepage vorbei. Dort gibt es auch natürlich noch weitere Infos. Und selbstverständlich auf dem YouTube-Kanal mit dem Ticker, mit dem Dirk seinen Gear Checks, mit unserer neuen Rupiri, die übrigens sehr gut ankommen, mit der sogenannten Lesson of the Month, die, ja, würde ich sagen, so eine kleine Lücke auch schließt in unserem Schlagabtausch-Portfolio. Also Schlagabtausch-YouTube-Kanal lohnt sich auf alle Fälle mal vorbeizuschauen. Und lasst, wie gesagt, etwas Liebe da, denn wir könnten noch ein paar Abonnenten gebrauchen. In dem Sinne, habt erstmal eine gute Zeit, kommt durch die Winterzeit ohne zu schlittern. Und das letzte Wort geht natürlich an den Urvater. Urvater, Alter. Ihr Lieben da draußen. Der Timo hat es ja gesagt, lasst ein bisschen Liebe für unseren Kanal da. Schaut in der Drumakademie mal vorbei. Bei mir startet heute auch wieder das betreute Trommeln. Wer da Interesse dran hat, mitzumachen, macht das einfach mal. Probiert es einfach mal aus. Ihr werdet sehen, ihr übt eine Stunde am Stück Schlagzeug. Und zwar, es geht wirklich ohne Noten. Auch wenn ihr geringe Kenntnisse habt, macht einfach mal mit. Es macht unheimlich viel Spaß. Und ansonsten bleibt mir nur zu sagen, es sind winterliche Zeiten da draußen, es ist eisig, falt mich auf den Popo. Wir wünschen euch eine gute Zeit und wir sagen bis bald, euer Podcast.