Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg- News: Energie-Hub, Schnee-Chaos & Kirchen-Schock
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 26. Januar. Acht Monate nach dem Messerangriff im Hauptbahnhof mit zahlreichen Verletzten muss die Täterin dauerhaft in die Psychiatrie. Im Prozess um die Entführung der Blockkinder will die Tochter der Angeklagten nicht aussagen. Die Forderung aus CDU-Reihen nach einer Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit stößt auf Kritik. Deutschland und andere Anrainerstaaten der Nordsee treiben den Ausbau von Windenergieanlagen vor den Küsten weiter voran. Dazu schlossen die Energieminister beim Nordseegipfel in Hamburg einen Investitionspakt mit der Windindustrie und den Netzbetreibern. Bedingungen für Investitionen sollen verbessert und Kosten gesenkt werden. Die Nordseestaaten einigten sich darauf, bis zu 100 Gigawatt Erzeugungsleistung grenzüberschreitend zu vernetzen. Unser Ziel ist es, den größten Energiehub der Welt zu entwickeln, sagte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, CDU. Der Industrie werden mit der Vereinbarung Ausschreibungen für Windkraftanlagen in der Nordsee über 2030 hinaus zugesichert und damit Planungs- und Investitionssicherheit hergestellt. Im Gegenzug verpflichtet sich die Branche, die Gesamtkosten für die Stromerzeugung bis 2040 um 30 Prozent zu senken. Zudem sollen bis 2030 in Europa 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten investiert und 91.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Offshore-Windparks an der Deckung des Stromverbrauchs in Deutschland nach Angaben der Energiebranche bei rund 5 Prozent. Der Anteil könnte bis 2045 Prognosen zufolge auf etwa 20 Prozent steigen. Die Gipfel der Nordsee-Anrainer waren 2022 als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine ins Leben gerufen worden. Beim ersten Treffen 2022 in Esbjerg ging es darum, Gas- und Öllieferungen aus Russland schnellstmöglich mit Hilfe erneuerbarer Energien zu ersetzen. Acht Monate nach dem Messerangriff im Hauptbahnhof mit zahlreichen Verletzten muss die 40 Jahre alte Täterin dauerhaft in die Psychiatrie. Das hat das Hamburger Landgericht entschieden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die psychisch kranke Frau am 23. Mai auf einem Bahnsteig wahllos auf Reisende eingestochen hat. Während sechs Personen ausweichen konnten, erlitten 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- oder Stichverletzungen. Rechtlich wertete das Gericht die Tat als versuchten Totschlag in 21 Fällen, davon in 15 Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Das Gericht geht davon aus, dass die Frau wegen einer psychischen Erkrankung bei der Tatschuld unfähig war. Sie leide an einer mit Realitätsverkennung einhergehenden paranoiden Schizophrenie und höre Stimmen, hieß es. Die Angeklagte sei aufgrund ihrer Krankheit eine Gefahr für die Allgemeinheit und müsse auf Dauer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Nach der Tat wurde sie dort nur vorläufig eingewiesen. Bei dem Angriff wurden drei Frauen im Alter von 24, 52 und 85 Jahren und ein 24 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt. Eine Frau musste notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt werden. Schnee in Hamburg In diesem Winter schneit es häufiger als im letzten Jahrzehnt zusammen. Auf den Straßen der Hansestadt brauchten die Auto- und Lkw-Fahrer zum Wochenstart aufgrund des Winterwetters viel Geduld. Die Rushhour dauerte heute viel länger als sonst, weil alle so langsam unterwegs waren, sagte eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale in Hamburg. Hinzu kommen liegen gebliebene Lastwagen, die den Verkehr noch zusätzlich ins Stocken bringen. Mittlerweile wird es aber besser. Wir sind auf dem Weg der Entspannung, hieß es am Mittag. Am frühen Morgen gab es wegen Schnee und Glätte Schwierigkeiten auf der A7 in beiden Richtungen und auf der B45 bei Wilhelmsburg. Dort war ein Sattelzug ins Rutschen geraten. Er kam dort nicht weiter vorwärts und blockierte für einige Zeit einen Fahrstreifen. Auf der A7 rund um den Elbtunnel waren mehrere Lastwagen entweder liegen geblieben, einer sogar im Tunnel direkt, oder ins Rutschen geraten. Ein Lastwagen bei Heimfeld in Richtung Süden stand quer. Es war nicht gesperrt, aber deshalb dauerte es eben. Es gab mehrere Unfälle, die aber glimpflich ausgingen. Wir reden hier nur von Blechunfällen. Im Prozess um die Entführung der Blockkinder will die einzige Tochter, die noch bei der angeklagten Mutter lebt, nicht als Zeugin im Prozess aussagen. Sie mache von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und sei daraufhin abgeladen worden, sagte eine Gerichtssprecherin am Rande des 32. Prozestages. Die heute 17-Jährige ist das zweitälteste der vier gemeinsamen Kinder, die die Unternehmerin Christina Block und ihr Ex-Mann Stefan Hänsel haben. Die 52-jährige Block ist angeklagt, die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder, damals 10 und 13 Jahre alt, vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark in der Silvesternacht 2023-2024 in Auftrag gegeben zu haben. Auch diese beiden Kinder haben bereits angekündigt, im Prozess nicht aussagen zu wollen. Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhouse-Kette Blockhaus, Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe der Anklage. Die israelische Sicherheitsfirma, die die Kinder gewaltsam nach Deutschland geholt haben soll, habe auf eigene Faust gehandelt, hatte Block im Prozess gesagt. Der gewaltsamen Rückholaktion vorausgegangen war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit. Erst langsam sickert in die Köpfe ein, was der Kirchenkreis Oster am Freitagnachmittag verkünden musste. Hamburgs klassisches Stadtbild wird von fünf Kirchen geprägt. Den Türmen von St. Petri, St. Jakobi, St. Katharinen, St. Nikolai und der Michel. Doch bald dürften davon nur vier übrig bleiben. Seit 1963 reckt sich der moderne Turmhelm von St. Jakobi auf dem gotischen Schaft bis zu 125,4 Meter in die Höhe. In wenigen Monaten ist dieses Bild Geschichte. Der Turmhelm muss zurückgebaut werden. Der Helm muss runter, das ist vordringlich, um den Turmschaft zu bewahren und zu entlasten, sagt Remmer Koch, Pressesprecher des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hamburg-Ost. Das ist für uns ein ziemlicher Schlag, aber es ist nötig. Anders beheben wir das Problem nicht. Das ist keine Frage des Geldes, sondern der Statik. Wie St. Jakobi nach der Sanierung aussehen wird, ist noch völlig offen. Das ist eine Jahrhundertaufgabe. Es wäre zu früh, diese Diskussion zu führen, sagt Hauptpastor Stefan Holtmann. Priorität habe, zunächst die Entlastung und Instandsetzung des Mauerwerks hinzubekommen. Der Trost ist, nun eine dauerhafte Lösung zu finden. Es hilft ja nicht, in 20 Jahren vor einem ähnlichen Problem zu stehen. Beim FC St. Pauli läuft es derzeit nicht rund. Sowohl auf dem Platz als auch daneben. Beim Flutlichtfreitag von Sky wurde aus der Kabine des Vereins gefilmt. Doch zusätzlich zum Flutlicht wurde ein Schlaglicht geworfen, das Stoff für einen Eklat bietet. Denn während Frank Buschmann locker flockig plauderte, fiel aufmerksamen Zuschauern auf, was hinter dem Moderator sichtbar war. Neben dem Konterfei von Eric Smith prangte dort gut erkennbar der gemalte Schriftzug ACAB, der für die herabwürdigende Polizistenbeleidigung All Cops are Bastards, zu Deutsch Alle Polizisten sind Bastarde oder sinngemäß Alle Bullen sind Schweine, steht. Pikant. Nach Abendblatt-Informationen ist mindestens ein St. Pauli-Spieler mit einer Polizistin liiert. Lars Osburg, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, GdP Hamburg, reagiert auf Abendblatt-Anfrage empört. Das ist keine Provokation am Rand, sondern eine gezielte Respektlosigkeit gegenüber dem Rechtsstaat und seinen Einsatzkräften. Dass Smith Urheber des Schmäh-Slogans ist, ist unwahrscheinlich. Die Spieler gestalten ihre Umkleiden nicht selbst. Die Forderung aus CDU-Reihen nach einer Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit stößt bei Dennis Thering auf Kritik. Der Rechtsanspruch auf Teilzeit ist eine wichtige Errungenschaft. Viele möchten oder können nur in Teilzeit arbeiten, sagte der Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion Dennis Thering. Der Vorschlag gehe an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei und schade dem Wirtschaftsstandort Deutschland, kritisierte Thering. Der Wirtschaftsflügel der CDU will den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken. Es soll ihn nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Dazu zählt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion, MIT, die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung. Das geht aus einem Antrag der MIT an den CDU-Bundesparteitag im Februar hervor. Der Antrag trägt den Titel Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit. Thering nannte die Wortwahl respektlos. Wer weniger Teilzeit möchte, müsse die Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege verbessern, betonte der CDU-Politiker. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat.