Latest / Kitaradio / Tiere in der Kita
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- 0:03Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen heute mit unserem Thema Tiere in der Kita.
- 0:15Speaker 1: Vom Streichel so bis zum Therapiehund, pädagogisch Nutzen und edische Verantwortung!
- 0:21Speaker 1: Was bedeutet das wenn Tiere in die Einrichtung sind für Kinder aber auch für Pädagogischen Fachkräfte?
- 0:28Speaker 1: Welchen Mehrwert?
- 0:29Speaker 1: haben Tiere in der Einrichtung im Kindergarten- und Krippenbereich.
- 0:33Speaker 1: Aber auch welche Herausforderungen sind den Kindern gestellt, aber auch den Kollegen vor Ort?
- 0:44Speaker 1: Heute als Gast habe ich Ari B., die hier in München und vielen Einrichtungen schon gearbeitet hat vom Kripen bis Kindergärtenbereich und jetzt auch im Hort.
- 0:54Speaker 1: Hallo!
- 0:55Speaker 1: Schön, dass du da bist.
- 0:56Speaker 0: Hallo schön, dass ich da sein darf.
- 0:58Speaker 0: Ja,
- 1:00Speaker 1: Tiere in Was hast du denn dafür Erfahrungen?
- 1:05Speaker 0: Ich habe da tatsächlich unterschiedlichste Erfahrungen gemacht.
- 1:08Speaker 0: Ich durfte mal zwei Jahre in einer Waldkrippe arbeiten und ich hab in einer etwas teureren Einrichtung gearbeitet, wo wir Hasen und Schnecken hatten.
- 1:20Speaker 0: Es sind sehr unterschiedliche Tierformen gewesen und es ist total lustig mit Kindern und Tieren zusammenzuarbeiten.
- 1:27Speaker 0: Das macht voll Spaß!
- 1:31Speaker 1: Privateinrichtung, teure Einrichtungen mit Schnecken und Hasen.
- 1:36Speaker 1: Okay ich glaube da setzen wir als erstes an.
- 1:39Speaker 1: Schnecken oder Hasen?
- 1:41Speaker 1: Wie funktioniert das?
- 1:42Speaker 0: Wir hatten am Außengelände wo mehrere Hasen gelebt haben Und die Kinder durften auch im Krippenalter schon Verantwortung übernehmen Das Gehege sauber machen Die Füttern So haben sie herangeführt Verantwortung zu übernehmen.
- 2:00Speaker 0: Und die Schnecken, das war ein riesengroße Weinbergschnecken.
- 2:03Speaker 0: Da hatten wir so einen Terrarium und da konnten wir den Schnecken quasi beim Fressen zuschauen.
- 2:09Speaker 0: Und einmal die Woche musste die Schnecke gebadet werden.
- 2:12Speaker 0: Das fanden die Kinder klasse!
- 2:15Speaker 1: Ich wusste gar nicht, dass Schnecken gebadet werden müssen.
- 2:18Speaker 0: Das wusste ich bis dahin auch nicht.
- 2:20Speaker 1: Wie badet man denn eine Schnecke?
- 2:23Speaker 0: Man setzt sie vorsichtig ins Waschbecken rein und lässt Wasser obendrauf laufen.
- 2:27Speaker 0: ganz... wenig so.
- 2:29Speaker 0: und das lieben die Schnecken.
- 2:30Speaker 0: Und die Kinder lieben es, sie stehen dann ums Waschbecken herum und schauen
- 2:33Speaker 0: zu.".
- 2:35Speaker 1: Okay also auch Schnecken mögen Wasser und möchten gerne gebadet werden?
- 2:41Speaker 1: Ja!
- 2:42Speaker 1: Heute haben wir einiges schon mal jetzt gelernt.
- 2:45Speaker 1: und warum hat man den Schnecken in eine Einrichtung?
- 2:49Speaker 0: Ganz ehrlich ich weiß nicht mehr wie wir zu diesen Schnecken gekommen sind.
- 2:52Speaker 0: Ich glaube dass irgendjemand die abgegeben hat oder abgeben wollte und wir haben dann gesagt, oh cool interessant nehmen wir.
- 3:01Speaker 0: Ich glaube wir hatten sogar zwei zwischendurch.
- 3:03Speaker 1: was habt ihr dafür gebraucht?
- 3:05Speaker 1: Was habt ihr da für gemacht?
- 3:07Speaker 1: wie kam es dazu dass ihr gesagt hat ja wir wollen Schnecken haben.
- 3:11Speaker 0: also bei der Entscheidungsfindung war ich jetzt nicht mit dabei aber Es war natürlich spannend, für die Kinder zu beachten wie dieses Terrarium.
- 3:19Speaker 0: Dann kam das mal so ein riesengroßer Glaskasten.
- 3:23Speaker 0: Wir haben da Gras reingetan.
- 3:26Speaker 0: Interessanten Unterboden was die Schnecke gebraucht hat.
- 3:29Speaker 0: Äste wo sie drin auch bisschen hoch klettern konnte.
- 3:34Speaker 0: So dicke Äste ist sie da immer rumgekochen.
- 3:38Speaker 0: Ja es war cool und die Kinder haben geliebt stundenlang diesen Tieren bei den Stecken auch beim Fressen zuzuschauen Und wir hatten unten auch ein großes Aquarium mit Fischenfeld mit gerade ein.
- 3:49Speaker 1: Also Schnecken, Füche, Hasen?
- 3:51Speaker 1: Ja!
- 3:51Speaker 1: Also fast ja schon in Zoo?
- 3:53Speaker 0: Ja, ein bisschen.
- 3:54Speaker 0: und das für die Kinder ist es halt toll gewesen weil sie auch beim Aquarium dann zugeguckt haben wenn es sauber gemacht wurde.
- 4:01Speaker 0: die durften die Fische füttern und ich schnecke die hat natürlich auch Gemüse gekriegt.
- 4:07Speaker 0: Dann haben Sie dieses Gemüsen mit geschnitten und reingelegt und dann zu geguckt wie sie die Gurke frisst.
- 4:13Speaker 0: Das ist spannend.
- 4:14Speaker 0: Kinder lieben das Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen, die ja verletzlich sind.
- 4:21Speaker 1: Verletzlichkeit!
- 4:23Speaker 1: Was bedeutet das denn für Kinder ein Tier oder jetzt auch bei euch Tiere in der Einrichtung zu haben?
- 4:30Speaker 1: Was hat es für einen pädagogischen Mehrwert?
- 4:33Speaker 1: aber auch welche Herausforderungen stellt sich für die Kinder?
- 4:37Speaker 0: Ich glaube eine erste Linie ist es für die interessant zu erfahren, dass es Lebewesen gibt, die eine besondere Vorsicht genießen.
- 4:46Speaker 0: Also für Tiere bist du ja verantwortlich!
- 4:49Speaker 0: Du willst das es den Gut geht?
- 4:51Speaker 0: Dass sie sich nicht
- 4:51Speaker 0: verletzen?!
- 4:52Speaker 0: Die lernen A. Eine Schnecke muss auch fressen, sonst verhungert sie und ich glaube, dass die lernen ganz schnell dieses hey okay, ich tue alles mögliche damit es diesem Wesen vor mir gutgeht.
- 5:05Speaker 0: Und das allererste mal wirklich auch die Verantwortung zu haben so oh Es geht gar nicht um mich heute, sondern es geht um die Schnecke.
- 5:13Speaker 0: Das ist für Kinder gerade im Krippenalter eine ganz neue Erfahrung weil da finden sie erstmal das ich heraus und dann zu lernen hey warte mal!
- 5:22Speaker 0: Es gibt mehr als ich.
- 5:24Speaker 1: Es gibt das mehr als Ich?
- 5:25Speaker 1: Ja.
- 5:27Speaker 1: Da nochmal anzusetzen wie wertvoll oder auch welche Ressourcen lern die Kinder denn durch ein Tier in der Einrichtung?
- 5:37Speaker 0: Sie lernen.
- 5:38Speaker 0: Also es sind verschiedene Sachen.
- 5:40Speaker 0: Die lernen nicht nur die Verantwortung, sondern auch zum Beispiel zu beobachten.
- 5:45Speaker 0: Ein Kind, was die Faszination einem Tier entdeckt kann eine Stunde lang – ja zu übertrieben gesprochen natürlich nicht eine ganze Stunde am Stück – aber beobachten.
- 5:56Speaker 0: Was macht die Schnecke jetzt?
- 5:57Speaker 0: Oh!
- 5:58Speaker 0: Man sieht da, wie sie den Mund öffnet und frisst.
- 6:02Speaker 0: das ist ja toll.
- 6:05Speaker 0: Die lernen zu beobachten.
- 6:06Speaker 0: Und die lernen auch anhand des Beobachtens, die Bedürfnisse des Tieres zu verstehen und das ist sehr, sehr wertvoll für Kinder, die lernen dann auch Rücksicht zu nehmen zum Beispiel.
- 6:18Speaker 1: Rücksichtsnehmen, Beobachten alles Wichtiges, Skills, Ressourcen, die ein Kind ja auch erst lernen muss.
- 6:23Speaker 0: Genau!
- 6:25Speaker 1: Und ihr hattet hier auch Hasen?
- 6:26Speaker 1: Ja Ganz anderes Tier sein, auch eine ganz andere Lebensraum draußen.
- 6:33Speaker 1: Wie ging das denn da anders?
- 6:35Speaker 1: Da gibt es Unterschiede zwischen den Schnecken im Terrarium und den Hasen.
- 6:40Speaker 0: Also ich glaube, dass alle Erste was die Kinder gelernt haben zu gucken.
- 6:45Speaker 0: Wo ist der Hase denn gerade?
- 6:46Speaker 0: oder das waren glaube ich drei vier.
- 6:48Speaker 0: Du kannst jetzt grad das Tor öffnen oder hauen sie mir ab!
- 6:51Speaker 0: Ich glaube, das ist allererste was wir dem beigebracht haben.
- 6:54Speaker 0: Schau erst mal bitte wo sind die denn so?
- 6:57Speaker 0: und das zweite ist bin ich laut hauen Sie ab.
- 7:02Speaker 0: Das heißt, sie wurden dann schon automatisch ganz leise.
- 7:04Speaker 0: Sie sind leiser reingeschlichen und haben immer das Tor mit abgeschlossen weil sie nicht wollten dass die abhauen.
- 7:10Speaker 0: Und abends zum Beispiel mussten oder nicht abends sondern... Na ja doch schon wir haben.
- 7:16Speaker 0: bis neunzehn Uhr hatten wir auf.
- 7:17Speaker 0: Das war eine sehr lange Zeit-Spanne und die Tiere mussten abends in den Stall.
- 7:24Speaker 0: Dann hast du mit den größeren, die haben gelernt okay wie bringe ich deinen Hase dazu jetzt ins Stall reinzugehen ohne dass es Angst bekommt?
- 7:32Speaker 0: Und da ist dann auch wieder diese Verantwortung gefühlt.
- 7:34Speaker 0: Oh, warte mal!
- 7:34Speaker 0: Ist es abends?
- 7:35Speaker 0: Wir müssen die Hasen jetzt reinholen.
- 7:37Speaker 0: Weil wir hatten am schonen Fälle das große Vögel, die kleinen Jungtiere sich gekreilt haben und das war dann deren Abendessen so.
- 7:44Speaker 0: Das mussten die Kinder dann auch lernen.
- 7:46Speaker 0: Diese Oh, Warte mal, da fehlt aber einer.
- 7:49Speaker 1: Und ist euch mein Hase abgehauen?
- 7:51Speaker 1: Klar,
- 7:51Speaker 0: es ist natürlich schon passiert.
- 7:53Speaker 0: Es war ein Eck.
- 7:54Speaker 0: Das war super schwierig den wieder einzufangen.
- 7:58Speaker 1: Natürlich, dann haben auch die Kinder was draus gelernt.
- 8:01Speaker 1: Oder wenn die Vögel kommen und wie viele Hasen habt ihr denn verloren auf eurer Reise?
- 8:07Speaker 0: Ich glaube das in der Zwischenzeit sind bestimmt zwei-drei Mal gestorben oder wurden gefressen.
- 8:14Speaker 0: Also einmal war sogar, mussten Beutet hier drin gewesen sein im Gehege Dann haben wir oben so eine zusätzliche Sicherheitsgitter oder irgendwas dran gemacht ist nicht mehr rankommen.
- 8:28Speaker 1: Und wie gehen Kinder denn auch mit diesem Verlust um?
- 8:31Speaker 0: Unterschiedlich, also manche waren sehr traurig.
- 8:35Speaker 0: Andere haben es zwar wahrgenommen aber das ist denen nicht so nahe gegangen und da bleibt uns im Endeffekt nichts anderes übrig zu sagen hey es läuft der Natur.
- 8:46Speaker 0: Da fuchs er sich den Hasen jetzt geholt hat.
- 8:49Speaker 0: Der hatte halt Hunger und es war deren Abendessen.
- 8:52Speaker 0: ja!
- 8:53Speaker 1: Wie pädagogisch isst denn die Tierhaltung im Kindergarten?
- 8:58Speaker 1: Was sagst du da dazu?
- 8:59Speaker 0: Ich finde es gut, weil meine Kinder auf eine ganz andere Art und Weise näher bringen können.
- 9:07Speaker 0: Ja wie geht man um mit Tieren?
- 9:10Speaker 0: Kinder die Haustiere haben oder halt in der Einrichtung mit Hirn gearbeitet haben, die gehen auch erstaunlicherweise anders um.
- 9:19Speaker 0: Auch mit anderen Menschen zum Beispiel, weil sie wissen ah ich muss mir aufpassen Und das auch wieder, wenn man den Bogen zum Thema Essen bringt.
- 9:30Speaker 0: Denken die ganz anders über Fleisch nach weil sie erlebt haben A. Ein Tier ist etwas Wertvolles.
- 9:37Speaker 1: Was wertvolles?
- 9:39Speaker 1: Wie wertvoll war es denn für dich oder für euer Team auch diese Tiere zu haben?
- 9:45Speaker 0: Sehr wertvoll!
- 9:46Speaker 0: Also es hat uns sehr großen Spaß gemacht, die Kinder dabei zu beachten wie sie aufgegangen sind.
- 9:51Speaker 0: Wir hatten auch ein oder zwei Autisten zum Beispiel und wenn die den Hasen auf dem Schoß hatten, konntest du nur mit einem machen aber wenn Sie den gestreichelt haben das war für die Therapie also ist ganz toll!
- 10:04Speaker 1: Und für euer Team war das eine Herausforderung?
- 10:06Speaker 1: Oder einen Gewinn oder wie kann ich mir das als Einrichtung vorstellen für die Kollegen und Kolleginnen?
- 10:13Speaker 0: Also du hattest natürlich Kollegen, die waren jetzt nicht so ein Fan.
- 10:17Speaker 0: Die hatten nicht so Bock da ins Gehege zu gehen mit den Hasen oder so?
- 10:20Speaker 0: Dann haben sie eher die gemacht, die offener dafür waren.
- 10:25Speaker 0: Wenn nun Erläckige dabei hast ist klar, den schickst ihr jetzt nicht hin nur im Notfall wenn jetzt kein anderer da ist oder so.
- 10:33Speaker 0: Aber grundsätzlich war das glaube ich schon an Gewinn für das Team.
- 10:38Speaker 1: Und eine wichtige Frage, die oft gestellt wird Was passiert mit den Tieren am Wochenende und in den Ferien, wenn ihr zu habt?
- 10:49Speaker 0: Da ist ... Wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
- 10:53Speaker 0: Die Schnecke, glaube ich wurde mitgenommen von jemanden Und die Hasen da war ... Ich glaube es waren Teammitglieder, die in der Nähe gewohnt haben und haben dann in der Ferienzeit für sie gesorgt.
- 11:05Speaker 0: Also so vier Ferien hatten wir auch gar nicht.
- 11:08Speaker 0: Na also Sommerferien hatten mir offen und hatten wirklich nur diese zwei, drei, vier Wochen im Jahr oder so geschlossen.
- 11:15Speaker 0: So Weihnachten zum Beispiel.
- 11:16Speaker 1: Also man muss da sich auch gut koordinieren, wer meditieren am Wochenende oder in den Ferien und Urlaubsphasen damit umgeht?
- 11:25Speaker 1: Richtig!
- 11:26Speaker 1: Und war das mal ein Streitthema oder war es einfach sehr klar...
- 11:30Speaker 0: Ich habe jetzt nicht mitbekommen dass das engen Problem war.
- 11:33Speaker 0: Das lief einfach irgendwie.
- 11:35Speaker 1: Was natürlich läuft ist eine zweite Story Also Waldkrippe, Waldkindergarten.
- 11:43Speaker 1: Und da hattet ihr welches Tier?
- 11:45Speaker 1: Wir
- 11:45Speaker 0: hatten ein Hund!
- 11:46Speaker 1: Ein
- 11:47Speaker 1: Hund?!
- 11:47Speaker 1: Was für einen Hund?
- 11:48Speaker 0: Das war ein Münsterländer eigentlich ein Jagdhund und die zweite Leiterin von dem von der Krippe war die Besitzerin von ihm und wir sind jeden Tag rausgegangen.
- 12:03Speaker 0: also wir hatten auch relativ in einer näheren Park Und der Hund hat uns immer begleitet.
- 12:10Speaker 0: Der ist auch manchmal in die Gruppe reingegangen, je nachdem und dieser Hund hat den Kindern beigebracht.
- 12:19Speaker 0: wie benimm ich mich denn in der Nähe von Tieren?
- 12:22Speaker 0: Also der ist ganz ruhig gewesen, er hat sich hingelegt, hat beobachtet und die Kinder haben ihn beobachtet und haben so dann gelernt, oh warte mal da drüben ist jetzt gerade ein Tier!
- 12:31Speaker 0: Der Hund wird grad frießt, wie bei Jagdhuckeln dieses Anzeilen hält hinten ist.
- 12:36Speaker 0: was Wussten sie, okay?
- 12:38Speaker 0: Jetzt sind wir ruhig und gucken.
- 12:40Speaker 0: Und auch den Umgang mit ihm.
- 12:43Speaker 0: Wenn ein Kind zu seiner Ingezogen hat ... Der war sehr geduldig übrigens ja!
- 12:47Speaker 0: Dann hat er geknurrt oder auch mal gebellt ganz friedlich eigentlich aber dann schon gesagt so ey da mag ich das jetzt gerade nicht du bist mir zu ruppig keep cool.
- 12:59Speaker 0: Das war super interessant zu beobachten.
- 13:01Speaker 1: Und der Hund war in einer Einrichtung auf Konterleitung.
- 13:07Speaker 1: Muss man dafür eine spezielle qualifizierte Ausbildung haben, muss der Hund irgendwas Qualifizierte Zertifizierung haben um in Kindergärten zu sein?
- 13:18Speaker 0: Also ich glaube ja dass ein Hund schon ein Therapiehund sein sollte weil der natürlich besonders drauf trainiert wird das er ruhiger ist.
- 13:28Speaker 0: Dass er entspannter ist wenn die Kinder um ihn herum sind ihn anfassen.
- 13:35Speaker 0: sich bedrängt führt und anfängt, um sich zu beißen oder so was beim Hund mehr Stress ist als Aggressivität.
- 13:43Speaker 0: Und er hatte seinen Ruhrort auch bei ihr im Büro.
- 13:46Speaker 0: also der war nicht permanent bei den Kindern.
- 13:49Speaker 0: aber ja ich glaube Therapie-Hund Ausbildung sollte dieses Tier definitiv haben.
- 13:53Speaker 1: Wie kann ich mir das denn vorstellen?
- 13:55Speaker 1: Also der Hund ist mal in die Einrichtung gekommen.
- 13:57Speaker 1: oder wie läuft denn die Zusammenkunft zwischen Kind oder Kinder und dem Hund ab?
- 14:03Speaker 0: Wenn wir uns anziehen zum Beispiel, um jetzt rauszugehen war der Hund immer dabei.
- 14:08Speaker 0: Der hat sich dann in den Gang gelegt und zugeguckt.
- 14:11Speaker 0: die Kinder sind zu ihm hingegangen oder erst mal rumgegangen hat alle so schnüffend begrüßt.
- 14:17Speaker 0: So kann man sich das vorstellen.
- 14:19Speaker 0: Und wenn wir dann draußen unterwegs waren ist er dann an der Leine dabei gewesen entweder bei ihr oder bei mir oder bei anderen Kollegen je nachdem.
- 14:28Speaker 1: Er hatte seine eigene Zeit auch gehabt.
- 14:30Speaker 1: also wir haben jetzt gerade herausgehört Ruhewohl im Büro.
- 14:34Speaker 1: Und wie lange war denn der Hund am Kind oder mit den Kindern auch zusammen?
- 14:39Speaker 0: Also, am Nachmittag immer wenn wir so die Stunde rausgegangen sind, war er immer dabei und ansonsten war eigentlich ein Büro!
- 14:48Speaker 1: Wie sind die Kinder damit umgegangen?
- 14:49Speaker 1: War das ein großes Thema, wenn er mal nicht da war?
- 14:53Speaker 1: Oder war es auch ein großes thema, wenner dort war?
- 14:56Speaker 0: Ja also wenn sie mal nicht dar war und eher auch nicht Da haben Sie natürlich gefragt wo ist dann Der hin und was ist mit ihm, warum ist er heute nicht da?
- 15:06Speaker 0: Das haben sie denn schon gefragt.
- 15:08Speaker 0: Wenn der da war ... Die Kinder gewöhnen sich schnell dran!
- 15:11Speaker 0: Also am Anfang glaube ich ist das schon so.
- 15:13Speaker 0: mein Gott ein großer Hund.
- 15:15Speaker 0: Aber der ist so lieb gewesen.
- 15:17Speaker 0: die Kinder haben das genossen wenn er da war Und haben es geliebt ihn zu streicheln.
- 15:22Speaker 1: Jetzt kommt natürlich gleich das nächste Thema Wie wurde dann an die Kinder mit dem Hund rangegangen?
- 15:28Speaker 1: also wie wurden die Kinder auch an den Hund angeführt?
- 15:32Speaker 1: Gab es da Herausforderungen, hatten Kinder Angst oder Respekt?
- 15:36Speaker 1: Oder auch Allergien vielleicht.
- 15:39Speaker 1: Wie kam das denn zustande?
- 15:40Speaker 0: Also Allergin ist mir jetzt nichts bekannt gewesen in den zwei Jahren wo ich da gearbeitet habe.
- 15:46Speaker 0: Herangehensweise war natürlich der Hund war am Anfang so bei der Betreuerin.
- 15:54Speaker 0: dann wurde gesagt hier guck mal hier am Kopf So oben im Gesicht, das mag ein Hund nicht.
- 15:59Speaker 0: Er wurde ihm gezeigt den Kindern wo man den Hund anfassen darf.
- 16:05Speaker 0: Der Boro hat selber gezeigt was er mag und was nicht.
- 16:07Speaker 0: Wie gesagt der hat auch mal Kinder angeknurrt weil entweder mochte er sie nicht oder die waren ihm einfach zu grob.
- 16:16Speaker 0: Das hat er relativ deutlich gezeigt.
- 16:19Speaker 0: Wir haben den Kinder natürlich dann Unterstützung geboten, um zu zeigen hey wie gehe ich denn mit dem Hund um?
- 16:25Speaker 0: Dass man einem Hund zum Beispiel nicht stürmend auf ihn zugrennt sondern langsam hingeht und so dass er dich auch sieht.
- 16:32Speaker 0: Nicht von hinten und sich erschreckt.
- 16:33Speaker 0: zb.
- 16:35Speaker 1: Und wie siehst du denn den Mehrwert aber auch die Herausforderung mit einem Hund in der Einrichtung?
- 16:44Speaker 0: Ich glaube das nicht alle Hunde geeignet sind.
- 16:49Speaker 0: Also wenn du ein Hund hast, solltest du wirklich hundertprozentig sicher sein dass der Hund diesen Alltag mit Kindern hinbekommt.
- 16:59Speaker 0: Dafür sorgen das er genug Space für sich hat.
- 17:03Speaker 0: Das ist ganz wichtig, dass sie sich zurückziehen darf weil es das braucht.
- 17:08Speaker 0: Es ist für den Hund anstrengend wenn er mit so vielen Kindern konfrontiert ist.
- 17:13Speaker 0: Ja... Für die anderen Betreuheit ist es halt insofern eine Hauchausforderung.
- 17:18Speaker 0: Du bist ja immer Du hast quasi, wenn du mit zwölf Kindern unterwegs bist, hast du ein dreizehntes Kind.
- 17:23Speaker 0: Ja, musst immer gucken wo ist der Hund?
- 17:25Speaker 0: Was macht er gerade im Parkdorf da ohne Leine rumrennen?
- 17:29Speaker 0: Da muss es natürlich den auch im Blick behalten.
- 17:32Speaker 0: aber ansonsten war's kein Problem.
- 17:35Speaker 1: Und war es ein Problem oder eine Herausforderung auch fürs Team den Hund anzunehmen?
- 17:42Speaker 1: Oder wie ging denn das Kollektiv damit um?
- 17:45Speaker 0: Nö, die lernst du ja kennen auch beim Vorstellungsgespräch bis dem Büro, dann liegt er da in der Ecke und dann begrüßtet den.
- 17:52Speaker 0: Und dann wird ja gleich gesagt hier das ist der und der und begleitet uns und war nie ein Problem.
- 18:00Speaker 1: Hat die Einrichtung damit bewusst beworben dass sie einen Hund haben oder wurde es erst herausgestellt wo man vor Ort war?
- 18:08Speaker 0: Nein, da wurde tatsächlich als Teamglied vorgestellt auf der Webseite.
- 18:13Speaker 1: Naja, ist ja auch ein wichtiges Team.
- 18:15Speaker 0: Definitiv!
- 18:16Speaker 0: Ja
- 18:17Speaker 1: Und jetzt mal so ganz allgemein.
- 18:19Speaker 1: Also du hast ja wirklich mit vielen Kindern und Tieren zu tun gehabt von Schnecken, Hasen, Fische, Hund in verschiedenen Einrichtungen auch... Was war denn so ein Highlight?
- 18:31Speaker 1: Wo du sagst das waren Highlights mit den Kindern und diesem Tier.
- 18:37Speaker 0: Boah ich glaube am so richtig krasses Highlight habe ich gar nicht!
- 18:41Speaker 0: Was mir mit dem Hund halt am meisten gefallen hat ist wir sind ja im Park auch anderen Hunden begegnet Und die Kinder haben gelernt, wie sie auch auf andere Hunde zugehen.
- 18:52Speaker 0: Durch ihn und mit ihm auch.
- 18:54Speaker 0: Also er ist ja selber sehr gechillt gewesen wenn andere Hunder auch gekommen sind.
- 18:59Speaker 0: Ich glaub das nehme ich am meisten mit.
- 19:01Speaker 0: Deswegen prägt mich die Zeit auch mit dem Hund in der Einrichtung so Weil weil ich einfach gelernt habe ok Kinder lernen von ihnen unheimlich viel.
- 19:10Speaker 1: Unheimlich viele Lernen.
- 19:12Speaker 1: Was lernend ein kinder?
- 19:14Speaker 1: Wenn Sie mit Tieren täglich in Kontakt kommen?
- 19:18Speaker 0: Auf jeden Fall Rücksicht nehmen, Verantwortung übernehmen und auch dass man ihnen Verantwortung zutraut um für Tiere zuständig zu sein.
- 19:27Speaker 0: Ich glaube das ist für ein Kind für die Entwicklung unheimlich essentiell.
- 19:31Speaker 0: Ja also ich meine viele Einrichtungen mal einen anderen Bogen zu spannen gehen ja auch einen Streichel zu zum Beispiel, dass sie überhaupt mal Kontakt haben zu Tieren.
- 19:40Speaker 0: und das finde ich wichtig weil Tiere können einem so unheimliche viel geben Das unterschätzt man sehr viel.
- 19:48Speaker 1: Die Unterschätzungen, das ist ein interessanter Punkt weil immer viele mehr Einrichtungen wo ich jetzt auch gehört habe haben keine Tiere Weil der Platz fehlt des Personal aber einfach auch die Ressourcen.
- 20:03Speaker 1: Hast du vielleicht einen Tier wo du sagst dass es in den meisten Einrichtung vielleicht auch machbar oder umsetzbar?
- 20:12Speaker 0: Ich würde jetzt mal ganz sagen, eine Schnecke ist auf jeden Fall von den Erhaltungskosten glaube ich am leichtesten.
- 20:20Speaker 0: Nein, ich glaub sowas wie Fische zum Beispiel.
- 20:23Speaker 0: Ja da auffahnt hast du vielleicht alle paar Monate Mal wenn das Wasser mal gewechselt werden muss.
- 20:29Speaker 0: aber grundsätzlich strahlen Fische unheimlich viel Ruhe aus.
- 20:35Speaker 0: die Kinder lieben es Fische zu beobachten zum Beispiel Und die Anschaffungskosten haste halt einmal vielleicht.
- 20:43Speaker 0: Ansonsten ist es schwierig, weil je nachdem welche Tiere du hast musst sie füttern.
- 20:51Speaker 0: Manche brauchen im Streu oder so wenn dann die Ressorts nicht vorhanden sind.
- 20:55Speaker 0: Da geht man doch lieber alle paar Monate mal zu?
- 21:00Speaker 1: Also Fische und Schnecken würdest du in einem Einrichtigen empfehlen!
- 21:03Speaker 1: Wenn jetzt die Schnecken ausverkauft sind wissen wir warum.
- 21:09Speaker 1: Also Schnecken und Fische geben Ruhe, Polen Kraft Energie aber auch viel für die Kinder zurück.
- 21:16Speaker 1: Jetzt nochmal zu einem Thema Hase zu kommen.
- 21:19Speaker 1: ich habe jetzt Einrichtung kennengelernt Die Hühner haben sogar Schweine gab schon in Einrichtungen.
- 21:26Speaker 1: Was sagst du denn auch zu den Einrichtingen?
- 21:29Speaker 1: Die Insekten halten also Heuschrecken oder ähnliches gibt es ja auch.
- 21:34Speaker 1: Einrichtungsspinnen sogar werden gehalten in Einrichten.
- 21:38Speaker 1: Wie stehst du denn da dazu?
- 21:39Speaker 0: Ich glaube, wir hatten auch mal Ameisen oder so.
- 21:44Speaker 0: Ich selber bin jetzt überhaupt kein Spinn-Fern – ich finde sie eklig!
- 21:48Speaker 0: Aber für Kinder ist das toll, weil die finden es so faszinierend.
- 21:53Speaker 0: Die haben so eine Gabel sich für Kleinigkeiten zu interessieren und da sind Insekten natürlich super.
- 21:58Speaker 1: Also egal welches Tier ob klein oder groß, ob dick oder schmal, ob teuer oder günstig... Hauptsache, die Kinder haben Kontakt mit Tieren.
- 22:07Speaker 1: Ja!
- 22:09Speaker 1: Und wenn du dir eine Sache wünschen könntest?
- 22:13Speaker 1: Was wäre es denn?
- 22:14Speaker 0: Ich würde mir wirklich wünscht, dass jede Einrichtung den Kindern irgendwie ermöglicht, Kontakt zu Tieren zu haben.
- 22:22Speaker 0: Einfach, weil's wichtig ist für die Entwicklung das erleben zu dürfen... was macht ein Tier mit mir?
- 22:34Speaker 0: auch allein wenn man im Streichel zu ist und die anfassen darf.
- 22:38Speaker 0: Das beruhigt ja auch um die Wärme, das Fell, die Gerüche – das sind so tolle Abenteuer, die Kinder da erleben dürfen!
- 22:46Speaker 0: Und viele machen es auch und das würde ich mir wünschen dass das beibehalten wird.
- 22:51Speaker 1: Beibehalten?
- 22:53Speaker 1: Jetzt sparen wir nochmal den Bogen zum beibe halten.
- 22:56Speaker 1: Hast du vielleicht auch einen Tipp für Azubis oder Praktikantinnen zum Thema, wenn sie in eine Richtung kommen und Tiere schon vorhanden sind oder wenn sogar Praktikantinnen oder Azubis Lust hätten sich in ihrer Ausbildung mit dem Thema zu beschäftigen.
- 23:14Speaker 0: Ich denke mal dass es immer sinnvoll ist, wenn du weißt da ist ein Tier das du dich vielleicht ein bisschen erkundigst über das Tier dich schlau machst weil Kinder fragen dich auch zigtausend Sachen und da ist es total cool wenn du ne Antwort hast.
- 23:31Speaker 0: Sinn, sich auch zu überlegen.
- 23:32Speaker 0: Okay was für tolle Aktionen könnte ich mit den Kindern dann mit den Tieren oder für die Tiere machen?
- 23:39Speaker 0: Wenn man sich da vorab schon ein bisschen mit auseinandersetzt das ist dann bist du nicht unsicher im Umgang damit.
- 23:45Speaker 0: oder du fragst bei den Kollegen nach hey wie läuft es denn bei euch?
- 23:48Speaker 0: welche Routine haben wir drin wenn man sagt okay man möchte gerne einen Bauernhof besuchen oder so dass man vorher fragt, okay auf welchem Warte denn schon?
- 23:59Speaker 0: Dass man sich da einen Ablauf überlegt.
- 24:01Speaker 0: Ein bisschen eigene Initiative ist immer gut.
- 24:04Speaker 0: Ein Konzept ist halt wichtig!
- 24:08Speaker 1: Jetzt auch noch mal Konzept es wichtig.
- 24:11Speaker 1: hast du denn ein Zukunftsgedanke oder ein zukunftsblick?
- 24:15Speaker 0: ich glaube das viele Kinder nicht mehr beigebracht bekommen das Produkte wie jetzt Fleisch zum Beispiel oder Käse Honig von Tieren produziert werden.
- 24:25Speaker 0: Für die ist es Konsummittel alltäglich und da würde ich mir wünschen, dass wir da wieder bewusst daran arbeiten hey das Steak was du gerade isst das war meine Kuh gar nicht ein schlechtes Gewissen machen sondern einfach dieses Bewusstsein.
- 24:41Speaker 0: okay ich esse grade etwas wertvolles und viele Einrichtungen schmeißen ja unheimlich viel Essen auch weg.
- 24:50Speaker 0: Und da ist es mir persönlich, in meinem Hort wo ich jetzt arbeite wichtig gerade bei Fleisch.
- 24:55Speaker 0: Das wird nicht weggeworfen und da wird auch immer kommuniziert hey bitte mach dir bewusst das war mal ein Tier.
- 25:03Speaker 0: also überlege dir möchtest du das wirklich das ganze Stück haben willst erst probieren bevor wir's wegwerfen?
- 25:08Speaker 0: dafür ist es einfach zu teuer und zu kostbar.
- 25:11Speaker 1: Kostbar?
- 25:12Speaker 1: Ich glaube mit diesem wunderbaren Wort beenden wie heute schon.
- 25:16Speaker 1: Wir haben heute wieder viele gelernt.
- 25:18Speaker 1: Tiere in der Einrichtung zwischen Hase, Schnecken, Fische und Therapiehunde durften uns heute bewegen.
- 25:25Speaker 1: Was sind Skills und Ressourcen die Kinder lernen?
- 25:28Speaker 1: Welche Herausforderungen und vielleicht auch Kosten kommen auf dich und auch die Einrichtungen darauf zu?
- 25:33Speaker 1: Wie können Azubis oder Praktikantinnen auch damit umgehen sich einzulesen sich vorzubereiten aber auch mit diesen Ressources schon mal vorabzuarbeiten?
- 25:44Speaker 1: wie können Kinder Verantwortung lernen Verantwortung zu übernehmen dass alles in Tiere im Kindergarten.
- 25:52Speaker 1: Vielen, vielen Dank, dass du heute bei uns warst!
- 25:55Speaker 1: Mein Name ist Marc Uebern und ich freue mich wenn wir uns bald wieder hören.
- 25:59Speaker 0: Auf Wiedersehen!
- 25:59Speaker 0: Danke das ich da sein
- 26:08Speaker 1: durfte.