Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Prozess um Benzin-Angriff auf Kiosk, ABB Senf stellt Produktion ein und Lola Land Neo Revue
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- Ich verrate euch jetzt mal wieder was aus meinem Privatleben, wie ja eigentlich jede Woche. Ich habe jetzt eine Katze. Ja, ich bin in meiner Cat Lady Era und ich liebe es. Wenn ihr es also im Hintergrund schnurren, miauen oder, let's be honest, auch mal krachen hört, ist nämlich ganz schön aktiv so eine Babykatze, dann wisst ihr, meine neue Mitbewohnerin ist am Start. Also werden zum Snack- und Herbstliebe-Content auch jetzt hier immer regelmäßig Katzenanekdoten kommen. Und damit das alles nicht allzu wild wird, kehren wir ab heute immerhin wieder zu unserem gewohnten Reinpegelflow zurück. Also drei Themen, drei Gespräche. Und damit legen wir jetzt auch direkt los. Philipp Zeitner war am Landgericht bei einem Prozess, bei dem sich während des Verlaufes der Angeklagte ungewöhnlich ausführlich zu seiner Seite der Geschichte äußerte. Der 41-Jährige soll einen Kioskbesitzer mit Benzin und Messer angegriffen haben und bestreitet die Tat auch gar nicht, möchte aber seine Variante gehört wissen. Die Einzelheiten erzählt uns Philipp. Dass sich in einer Stadt wie Düsseldorf immer mal Dinge ändern, auch welche, mit denen wir dann vielleicht nicht so zufrieden sind, das ist ja irgendwie klar. Trotzdem waren viele überrascht und sogar, ich zitiere, herbe enttäuscht, als die Nachricht durchsickerte, dass nach Löwensenf jetzt auch ABB die Produktion vor Ort einstellt. Maximilian Novroth weiß, warum und was die Folgen sind. Wenn's manchmal zu viel wird, dann träumen wir uns doch alle gerne an andere Orte, vielleicht sogar in andere Galaxien. Lola Lash und ihr wunderbares Ensemble machen uns das ein bisschen leichter und nehmen uns in ihrer Lola Land Neo-Revue einfach direkt mit auf ihren ganz eigenen Planeten. Klingt aufregend. Daria Penziner und Maurice Stoschek erzählen, was hinter ihrer Drag-, Akrobatik-, Tanz- und Artistik-Show steckt. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 390 und der Rhein steht bei 1,99 Meter. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf leben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tossel Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln, auf der Seele brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, dann könnt ihr das sehr gerne tun. Ihr erreicht uns at rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Am Düsseldorfer Landgericht läuft momentan ein Prozess, in dem es um den Angriff eines Mannes auf einen Kioskbesitzer geht. Der Angeklagte soll mit Benzin und Messer auf das Opfer losgegangen sein und steht nun wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Richter. Im Laufe der Verhandlung aber holte der Angeklagte weit aus und erzählte eine Geschichte, die die ganze Tat in etwas anderem Licht erscheinen lässt. Mein lieber Kollege Philipp Zeitner war vor Ort und erzählt uns die Hintergründe, wie sich der Prozess noch drehen könnte und ob damit vielleicht noch ein ganz anderes Thema aufgemacht wird. Lieber Philipp, herzlich willkommen zurück am Podcast-Mikrofon. Du warst ja letzte Woche schon hier und hast uns durch die drei Themen der Woche erzählt, die dich ganz besonders beschäftigt haben bzw. die ganz besonders präsent waren. Heute pünktlich zum irgendwie gefühlten Herbstbeginn. Es stürmt und regnet und graut da vor sich hin so draußen. Gehen wir wieder zurück in unseren guten alten Rheinpegelflow. Drei Themen, drei Gespräche und eins davon führen wir. Es geht um, ja, wir haben ja gerade schon ohne Mikros ein bisschen miteinander gesprochen und du hast mich ein bisschen da durchgeführt. Wir sind am Gericht. Das ist ja in unserer Konstellation auch was Besonderes. Wir reden ja sonst eher über andere Dinge. Und auch streift das Thema des Prozesses, dem du beigewohnt hast, eine Sache, über die wir in ganz anderer Hinsicht schon mal gesprochen haben, nämlich und zwar Bütchen. Es geht darum, dass ein Bütchenbetreiber angegriffen wurde. Und als wir überlegt haben, worüber wir sprechen können, hast du gesagt, irgendwie dieser Prozess war so anders und dieses Thema ist irgendwie viel größer, als man beim ersten Überschriftlesen oder das Gericht annonciert ja quasi, was jetzt bald passiert oder was bald verhandelt wird. Und du hast irgendwie gemerkt, dieses Thema, it's deeper, it's not that deep, but it's that deep. Ja, genau. Also ich war am Montag, war ich im Landgericht am Oberbürkermarkt und hatte so eine Prozessvorschau vor mir liegen, das gibt das Gericht, die Pressestelle vom Gericht raus an Journalisten, was für Prozesse so interessant sein können. Und da stand ein Prozess drauf, der aufgrund des Vorwurfs doch ziemlich drastisch wirkte und zwar stand da man so ungefähr, man greift Kioskbetreiber mit Benzin, Feuerzeug und Messer an. Ja, da war ich getriggert und dachte, das schaue ich mir mal an. Diese Benzingeschichte ist natürlich einfach wild, weil man stellt sich dann vor, der hat versucht, den anzuzünden. Mhm. Und genau deshalb bin ich hingegangen und dann hat sich das allerdings so ein bisschen anders noch entwickelt, als ich das erwartet hatte, denn der Angeklagte, ein 41-Jähriger, ohne festen Wohnsitz derzeit und eigentlich schon seit Jahren, kam immer bei Freunden unter, bei seiner Schwester, mal in Entzugstherapien und sowas, also mal im Gefängnis, der sagte dann aus, der ließ sich also ein zur Anklage, das heißt Einlassung. Und das ist schon außergewöhnlich, oder? Das kommt vor, das raten Rechtsanwälte in erster Linie nicht, dass die aussagen. Erst mal gucken, was die andere Seite bringt, so ungefähr. Sowas kann sich allerdings auch hinterher, weil der dann auch Teile der Tat eingeräumt hat, kann sich sowas strafmildernd auswirken. Aber der erzählte dann eben eine Geschichte und zwar eine recht lange Vorgeschichte. Der hatte da, weiß ich, zehn DIN A4 Seiten vor sich, die der dann auch vorgelesen hat. Okay. Und hat eine ganze Weile erklärt oder seine Sicht auf diese ganze Geschichte erklärt. Vielleicht kann ich kurz verfehlen. Also er hat nicht bestritten, dass er Benzin dabei hatte. Auch nicht, dass er das über diesen Kioskbetreiber gegossen hat. Der hat auch nicht bestritten, dass er den geschlagen hat. Allerdings nicht mit einem Messer, sondern mit einer Schnagelschere in der Hand, wie er gesagt hat. Das sind alles Sachen, die er nicht bestritten hat. Er erzählt allerdings eine vorgeschichte dazu und zwar mit diesem kiosk betreiber genau ich habe gerade schon über den angeklagten gesagt schon eine weile wohnungslos und festen wohnsitz haftaufenthalt und so weiter das hängt eng mit sucht problematiken bei ihm zusammen die er schon schon früh entwickelt hat fing an mit cannabis dann heroin kokain und er versucht offenbar seit jahren immer mal wieder davon loszukommen ist aber auch mehrfach rückfällig geworden und 2014, Ich schildere das jetzt so, wie es der Angeklagte gesagt hat, so ganz im Detail können wir das jetzt nicht nachweisen oder wissen. Hat er wohl das erste Mal diesen Bütchenbetreiber kennengelernt. Nämlich hat er wohl ein Handy geklaut, um sich Geld für Drogen zu organisieren, die er dann nun mal brauchte. Das ist so klassische Beschaffungskriminalität und hat das versucht, diesen Bütchenbetreiber zu verkaufen. Ist das eine gängige Praxis, also dass man quasi, also das ist, weiß man, wenn man sich im Milieu aufhält, dass man, ja, dass es da Orte gibt, die quasi eine Front sind für so. Dass Menschen mit so Problematiken auch klauen, ob es jetzt Lebensmittel oder sonst irgendwas ist, aus dem Supermarkt oder so und das irgendwo hin verkaufen, um Geld für Drogen zu bekommen, ist jetzt glaube ich keine sehr steile These, dass das vorkommt. Ja, aber ich meinte so, dass man so weiß, okay, ne, ein Bütchen oder also, weiß ich nicht, also, dass es dafür so Orte gibt. Also, ich habe das mal ein bisschen nachgehört, bei wohnungslosen Organisationen hier in der Stadt, das scheint... Schon so zu sein, dass das gang und gäbe zumindest ist, dass Leute, die bis gut an Bütchen zum Beispiel verkaufen. Woher die jetzt genau wissen, welcher das macht und so, weiß ich nicht. Ob dann auch immer alle Bütchenbetreiber wissen, woher das kommt und so, da einfach nur mal nicht nachfragen und so, ist das auch, also keine Ahnung. Ja, aber das scheint insgesamt ein Thema zu sein. Und er hat das mit diesem Handy versucht und 2014, das ist ja nun mal auch schon mittlerweile elf Jahre her, haben die sich dann wohl das erste Mal Also Schildertes Angeklagte getroffen. Ehrlich gesagt, ob dieses Handy verkauft wurde oder nicht, weiß ich gar nicht. Hat er, glaube ich, auch gar nicht gesagt. Nur dadurch ist der Kontakt entstanden. Das ist auch schon eine ganze Weile, ne? Genau. Wie du sagst, also elf Jahre. Genau. Das war insofern schon überraschend, als dass diese Vorgeschichte in der Anklage, die zumindest dann verlesen wurde von der Staatsanwaltschaft, war das jetzt kein Thema, dass es die Geschichte gab. Und deshalb war das schon mal der erste überraschende Punkt. Es gab also eine Vorgeschichte. Man kennt sich also irgendwie so. Und genau, seit 2014 zog sich im Prinzip diese Drogensucht von dem Mann immer, immer weiter. Wie gesagt, er versuchte mehrfach clean zu werden, ist rückfällig geworden immer wieder. Ist dann mal auf der Straße gelandet, ist immer mit seiner Schwester gewohnt. Und in dieser Zeit hat er offenbar, so schilderte er es zumindest, immer mal wieder, zum Beispiel Schnapsflaschen, so diese, das gibt es doch jetzt seit ein paar Jahren immer, diese Dosen, diese Mischdosen, so Whisky, Whisky mit Cola. Oder die sind super eklig. Es gibt da schöne Namen für übrigens. Zauberdöschen kenne ich und Krawallbuchse. Krawallbuchse, okay. Ich habe noch nie getrunken. Ist auch super eklig. Genau, und solche Sachen hat der dann wohl so, der ist über Jahre immer mal wieder geklaut und diesen Bütchenbetreiber vorbeigebracht. Der hat denen dann ein bisschen Geld dafür gegeben und die dann in seinem Bütchen angeboten. So, der Vorwurf. Wie gesagt, ich weiß es nicht. Ich kann es nicht nachweisen. Und der Bütchenbetreiber, da komme ich später nochmal zu, der hat das auch, der bestreitet das auch. Der Angeklagte, der hat dann wohl, wie gesagt, immer versucht, wieder clean zu werden und dann auch eben nicht mehr zu klauen. Er hätte das halt nur gemacht, um seine Sucht zu finanzieren. Das ist die Geschichte, die er erzählt. Und hatte dann eine Weile, war clean und hatte sich irgendwie dem Sport zu gewidmet, vor allem und so ein bisschen als Ausgleich scheinbar. Lief dann aber zufällig an einem Supermarkt, diesem Kioskbetreiber über dem Weg. Und der sprach ihn an und hat ihn wohl erst gesagt, ach du siehst ja super aus und so krass, wie du da weggekommen bist und sportlich und was weiß ich was, aber du schuldest mir ja noch 30 Euro. Aus irgendeinem vorherigen Geschäft, weiß ich nicht, woher diese 30 Euro kam. Jedenfalls schuldet er ihm wohl noch 30 Euro. Und der Angeklagte hat gesagt, nee, ich mach das nicht mehr, ich klau nicht mehr und so, ich guck, dass ich es dir irgendwie besorge. So, dann erstmal Cut. Das war dann erstmal wieder vorbei. Das ist auch krass, das denke ich jetzt gerade, weil ich habe ehrlich gesagt, also wenn ich ganz, ganz, ganz ehrlich bin, impulsiv jetzt gedacht, ja gut, 30 Euro, also für beide Seiten, ja, will man die jetzt wieder haben, ist ja nicht so viel, aber dann denke ich, sofort muss ich mir wortwörtlich auf die Finger hauen und denken, nee, es ist einfach, das kann sehr, sehr, sehr viel Geld sein. Es kann nicht viel Geld sein. Also wenn man wohnungslos ist, vielleicht im Gefängnis war, keinen Job hat. Wenn man immer noch keinen festen Wohnsitz hat, weiß ich gar nicht, wie genau das mit Transferleistung funktioniert. Vielleicht, er hat auch jetzt nicht erwähnt, dass er sich irgendeine Hilfsorganisation gesucht hat, die ihn unterstützt oder so. Das heißt, es kann einfach sein, dass 30 Euro ein richtig dicker Batzen waren, den er irgendwie organisieren musste. Und das, genau, hat er dem dann den Mütchenbetreiber zugesagt. Was ja vielleicht dann auch so einen Druck nochmal anders erklärt, ne? Oder eine Notwendigkeit. Genau, du hast, ja, genau. Und ja, im Prinzip ist diese ganze Geschichte eine von Druck und Sorgen, weil der braucht halt irgendwelche Drogen, das ist ja kein Spaß, das macht man nicht, weil man Lust drauf hat, sondern weil du es nicht mehr ohne kannst und dieser Druck jetzt mit diesen 30 Euro kam dann irgendwie wieder so. Jetzt haben wir einen Cut, jetzt haben wir eine Weile später, ein paar Monate oder was und dann fuhr der Angeklagte wohl mit dem Rad an dem Bütchen vorbei und der Bütchenbetreiber erkannte ihn und winkte ihn zu sich. Er hat gesagt, ja, was ist mit den 30 Euro? Er hat gesagt, ja, ich habe nicht, keine Ahnung. Zu dem Zeitpunkt, muss man dazu sagen, war er wieder einmal rückfällig geworden. Also in dem Moment, als er da vorbeikam, so hat er das geschildert, war er ein, zwei Tage wach, auf Koks und ja, kurz gesagt, nicht so ganz bei sich. Und der Bildschirmbetreiber hat ihn vom Fahrrad wohlgezehrt und ihm gesagt, ja jetzt sieh zu, wenn du nicht Ärger kriegen willst mit mir, dann musst du jetzt wieder für mich klauen gehen. Hol mir, es ging dann um irgendwie Whiskyflaschen, hol mir Whiskyflaschen, hol mir die Soße, ist mir egal was, aber hol mir was. Er hat dann erst gesagt, nein will ich nicht und so weiter und so fort. Ist dann schließlich aber losgezogen. Er ist zu einem Supermarkt nach Ella gefahren und wurde, so erklärt er es, oder erzählt er es, wurde er erwischt beim Klauen. Er kam dann zum Bütchenbetreiber und hat gesagt, ja, ich wurde erwischt und so, das ist total scheiße, jetzt verlieh ich vielleicht meinen Therapieplatz oder keine Ahnung, ich bin eh schon wieder rückfällig geworden, das ist ja alles kacke. Ich kann das nicht machen. Und der Bütchenbetreiber, so wurde es gesagt, er hätte gesagt, wieso bist du wieder hier, wenn du nichts für mich hast? Sieh zu, dass du loskommst, ich bin bis elf hier und bis dahin kannst du mir noch was holen. Er hatte dann wohl nicht mitgemacht, da kam es dann schon zum ersten Streit und er hatte sich vor das Bütchen gesetzt und irgendwie geraucht und er sagt seine Nägel gemacht, random Geschichte aber das ist, wer hat er so erzählt und der Bütchenbetreiber hätte ihn dann irgendwann weggeschickt und. Er sei aber nicht gegangen, sondern hätte gedroht, die Polizei zu rufen und würde sagen, ja, ich lasse alles auffliegen mit deiner Helerware hier und so. Und wie gesagt, wir wissen nicht, ob das so ist. Das ist nur so die Erzählung. Und er würde ihn auffliegen lassen und dann kam es weiter zu Streit. Der Bütchenbetreiber soll seinen Neffen hinzugerufen haben. Der kam dann wohl, hat mit dem Angeklagten gesprochen und versucht, ihn davon abzubringen. Und unterdessen, so erzählt er das Angeklagte, hat er plötzlich einen Schlag oder einen Tritt von dem Bütchenbetreiber in die Seite bekommen. Wurde von dem geschlagen. Der Neffe hat dann die Bündchenbetreiber wohl zurückgehalten und sowas. Aber das war die Situation. Er hat dann seinen Fahrrad gepackt, ist abgehauen. Und dann kommen wir im Prinzip zu dem, was sich jemand jetzt fragt. Bisher finde ich die Geschichte nicht so wahnsinnig. Also finde ich schon halbwegs nachvollziehbar, dass es diese Situation gibt. Und dann ist er mit dem Rad los, in irgendeine Straße gefahren, hat noch der Leinen Koks sich genehmigt, ist zu einer Tankstelle gegangen und hat da in eine 0,5 Liter PET-Flasche, wo vorher so stilles Wasser drin war, sich für, er wusste nicht mehr genau, 37 oder 47 Cent Benzin abgezapft. Schon auch, und das sagt er auch schon mit dem Ziel, die müdlichen Betreiber anzugreifen. Dieses Benzin habe er aber genommen, weil wenn der Neffe noch da gewesen wäre, wäre er gegen zwei gewesen, als Sicherheit. So sagt er das. Damit ist er dann zurückgefahren. Dann hat er wohl versucht, in diesen Kiosk reinzukommen. Der Bütchenbetreiber hat aber von ihm wohl die Tür zugehalten. Er hätte dagegen getreten und so weiter. Irgendwann sei dann der Bütchenbetreiber aber rausgekommen. Und er habe mit diesem Benzin übergossen. Jetzt heißt das in der Anklage, dann hat er versucht, den anzuzünden mit dem Feuerzeug. Da weiß ich nicht mehr genau. Ich glaube, da sagt er schon, dass er das Feuerzeug in der Hand hatte, das aber wohl recht schnell verloren habe. Denn der Bütchenbetreiber habe sich eine Werbetafel genommen, die so häufig vor so Bütchen stehen. Ich weiß nicht, was die damit für so oder so stehen. Stimmt. So eine Klapptafel, so eine Dreiecksausstellung. Ja, genau so was. Und habe mit denen auf ihn eingeschlagen. Dabei sei dann auch das Feuerzeug verloren gegangen. Und dann habe er seine Nagelschere gezogen. Mit der er sich vorher seine Nägel gemacht hat. Richtig. Und er sagt, er habe dann zwei bis drei Mal mit dieser Schere in der Hand auf den Betreiber eingeschlagen, ohne genau zu zielen. Der Betreiber hat hinterher Verletzungen an den Händen, oberflächliche Schnittverletzungen an den Händen und auch oberflächlich am Hals davongetragen. Genau, aber er schildert die Situation so, dass man das, das ist natürlich, also man darf nie vergessen, dass es ja auch Interesse hat, dass er nicht lange ins Gefängnis kommt, dass der da so ein bisschen zugenötigt wurde, um sich zu verteidigen, denn diese Werbetafel oder was soll irgendwie ein Stück weit abgebrochen sein und so, dass da spitze Kanten dran waren. Das ist schon auch massiv. Das sind schwer, die Dinger. Also der sagte auch, erst hätte der Bittimitrabadie nicht hochbekommen. Genau, die hat er aber auch auf den Kopf gekriegt, also der Angeklagte. Das hat auch die Staatsanwaltschaft so beschrieben. Und in dieser Gemengelage, genau, muss er mit der Schere in der Faust auf ihn, er sagt, zwei- oder dreimal geschlagen haben. Genau. Das ist dann der Tatvorwurf. Das war am 13. Februar, was weiß ich, 25, also dieses Jahr. Ja, okay. Das wollte ich gerade fragen, wie lange das heißt. Und genau, so ist dann diese scheinbar lange Bekanntschaft zu Ende gegangen, muss man dazu sagen. Der Kürzbetreiber hat auch ausgesagt als Zeuge, so um die 60 Jahre alt. Und erzählte auch vor allem von seinen Verletzungen und dass er jetzt nicht mehr so viel arbeiten würde und abends sich nicht mehr so lange trauen würde und was er für Folgen davon hätte. Das waren so ein bisschen die Erzählungen, die viele Gewaltopfer dann haben, dass er Schwierigkeiten hat. Und er bestreitet aber diese ganze, also er sagt, er kannte den vorher gar nicht. Genau, er sagte erst, er kannte den vorher gar nicht. Ich muss dazu sagen, in dem Gerichtssaal, der Zeuge war vor dem Gerichtssaal, als der Angeklagte ausgesagt hat. Das heißt, er hatte nicht mitbekommen, was der gesagt hat. Kam dann in den Gerichtssaal und dann saßen alle in diesem Gerichtssaal, Staatsanwalt, Richter, ich und alle anderen und hatten diese Geschichte gehört und dann kommt der Bütchenbetreiber her. Und erzählt er habe den vorher nicht gekannt da war natürlich schon so ein bisschen wo man dachte ach krass entweder hat er sich jetzt wirklich eine wilde geschichte ausgedacht also irgendwer lügt hier ja ja der richter fragte dann auch ein bisschen nach haben sie den vorher schon mal kannten nein und dann irgendwann fiel ihm doch ein ja doch vor drei jahren hätte der schon mal einen kaffee bei ihm getrunken und da habe er ihm schon mal fünf oder zehn euro geschenkt damit er sich was zu essen kaufen kann bei ihm kämen nämlich da in der gegend dass es. In der Nähe vom Hauptbahnhof, also in der Stadtmitte, hätte er viele Leute, die vorbeikämen, um irgendwie nach Geld Fragen zu essen oder was auch immer, oder nach einem Kaffee oder irgendwie sowas. Und da hätte er ihm Kaffee ausgegeben und 5 oder 10 Euro gegeben. Vor drei Jahren, das wäre das Einzige, wo die sich kennengelernt hätten. Es gab dann schon ein bisschen die Nachfragen vom Richter, auch von der Staatsanwaltschaft, wie können sie sich dann daran erinnern, dass sie den vor drei Jahren einmal gesehen haben. Und genau, er schilderte das Ganze so, dass er an dem 13. Februar, an dem Tag der Tat, dass der Angeklagte vor dem Kiosk gesessen hätte und geraucht oder was auch immer, jedenfalls da gesessen, ohne aber was zu bestellen. Er hat ihn gefragt, ja, willst du einen Kaffee haben oder irgendwas? Sonst ist das hier für Gäste, wenn du nichts kaufst oder so, dann musst du gehen. Und daraufhin sei es zu diesem Stall gekommen. Versteht, daraufhin sei er leider der Angeklagte aufgestanden und wiedergekommen mit dem Benzin. Genau, das wäre, genau, das ist so die, war die Erzählung. Mein Eindruck war, dass es ein bisschen, also es ein bisschen unglaubwürdig war, was der Betreiber erzählt hat, abgesehen von den Verletzungen und so die Art, weil das war nachgewiesen und so, das war überhaupt keine Frage. Also den Zusammenstoß, also die Tat, die gab es. Auch den Angriff und so, das ist nicht so die Frage. Die Frage ist halt nur, wie es dahin... Die Frage ist diese Vorgeschichte, wie lange wurde so eine Notsituation von jemandem ausgenutzt, um Heelerware zu kriegen. So ungefähr. Ich schätze, dass sowas strafmildernd wirken kann. Und mein Eindruck war, dass die, also selbst die Staatsanwaltschaft, die auch nochmal nachfragte, wie können sie sich daran erinnern, also dass der auch nicht so richtig als glaubhaft wahrgenommen wurde. Zumal dann auch noch, also das Gericht wollte dann gerne auch noch den Neffen als Zeugen laden, das hatten sie bisher nicht getan. Und fragen den nach, wo der denn wohnen würde, damit die den kontaktieren können oder nach der Telefonnummer. Ja, nee, wo der wohnt, wüsste er nicht. Keine Ahnung, wüsste er nicht, der sei umgezogen, hätte gerade geheiratet, keine Ahnung, wo der wohnt. Irgendwo in Düsseldorf. Und die Nummer, ja, Handy hätte er zu Hause gelassen, könnte er jetzt auch nicht sagen. Das war, das, man hatte den Eindruck, als würde der Vorsitzende Richter das so ein bisschen in Frage stellen, ob das wohl alles so stimmt. Aber wie gesagt, das ist ein Eindruck. Ja, gut, aber dafür sind ja wahrscheinlich am Ende solche Verfahren auch da. Das ist ja nicht komplett deine Rolle, aber dass man einfach verschiedene Varianten hört und verschiedene Versionen und dann halt, es geht ja auch um Menschenkenntnis am Ende oder darum, wie man das einschätzt. Das war in diesem Prozess einfach das Überraschende, wo ich gesagt habe, das ist spannend genug, um das zu erzählen, dass es diese Vorgeschichte plötzlich gab, weil man geht hin und denkt, krass, wieso kommt jemand auf die Idee, jemanden mit Benzin zu übergießen und anzuzünden, das ist ja eine richtig wilde Idee. Vielen Dank. Ja, da muss auf jeden Fall so viel hinterstecken, dass das irgendwie geht. Im Prinzip wurde die Frage nicht beantwortet, aber diese ganze Vorgeschichte ist einfach nochmal interessant, auch mit einem Blick darauf, ist das was gang und gäbe es. Ja, und darum habe ich das in meiner Anmoderation so ein bisschen rausgestellt, dass ja Bütchen, wie gesagt, in ganz anderen Zusammenhängen, sei es Bütchentag oder das Bütchen als neue Eckkneipe und so, also das ist ja ein bisschen auch dein Thema und persönlich bist du großer Bütchen-Fan und ich ja auch, da haben wir auch schon drüber gesprochen. Und wenn dann natürlich sowas, also solche Geschichten passieren wahrscheinlich noch und nöcher an verschiedensten Orten und da steckt auch eine Tragik dahinter, also darüber müssen wir jetzt überhaupt gar nicht reden und so, aber genau die Frage ist ja auch wie breit dann dieses Konzept Bütchen quasi funktioniert oder was es da alles gibt und wie, also erstaunt dich das, dass das in einem Bütchen, also dass da dieses helabare. Also dass das da in einem Bütchen stattfindet? Also ich habe persönlich ja eine sehr emotionale, freundschaftliche Verbindung zu sämtlichen Bütchen und Bütchenbetreibern. Ich finde das jetzt, man muss mal klar sagen, dass das jetzt ein Fall ist. Mir wurde gesagt, es käme mir häufiger mal vor. Das können aber auch drei Bütchen in ganz Düsseldorf sein. Da muss ich auch ein Schwert für die Bütchenbetreiber brechen, weil das ist einfach Ich weiß jetzt nicht, ich würde jetzt nicht glauben, dass das Stammbütchen um die Ecke immer Hellerware da hat. Das glaube ich einfach nicht. Aber dass die Möglichkeit da besteht, da vielleicht mal Sachen zu verkaufen, die man nicht haben sollte, wo man nicht genau nachgefragt hat, die man günstig angeboten bekommen hat und dann gerade so Schnapsflaschen und so, die sind ja gefühlt völlig willkürlich bepreist, wenn man da mal schaut. Und da steht da so eine Flasche Jack Daniels, also Whisky rum oder eine andere tolle Marke, Whisky rum und kostet dann mal 27 Euro und mal 45. Also. Kein Generalverdacht, überhaupt nicht, aber Nein, ganz im Gegenteil. Ich frage mich nur, ob man genau, ob das jetzt, ja, plötzlich was aufmacht, oder ob dann dir in den Kopf kommt, dass es Leute gibt, die quasi dieses schöne. Verbindende Konzept halt benutzen oder ein Bütchen einfach nur aufmachen als Front, um Gehelewaren zu verkaufen, um andere Sachen zu machen. Das kann es bestimmt geben. Die Leute finden immer eine Möglichkeit, irgendwas Schönes kaputt zu machen und sich mit irgendwas im Zweifel Geld zu verdienen. Ich kann mir vorstellen, dass es das gibt. Ich werde es mir auch mal anschauen, ob das irgendwie ein größeres Thema ist. Aber das, genau, das ist jetzt konkret, die Geschichte. Ja. Wie geht's da jetzt weiter? Also oder was ist das Outcome? Also wir wissen immer noch nicht, was stimmt. Gibt's noch mehr Prozestage? Was steht auf dem Spiel? Also ist es eine Gefängnisstrafe in der Luft? Was passiert, wenn sich rausstellt, dass quasi der, also steht's dann so ein bisschen 50-50, weil der oder, na, das wollte ich anders sagen, steht's dann so ein bisschen ähm, wie nennt man das ja, wie du mir, so ich dir, weil, wenn jetzt rauskommt, dass, also der Angriff ist ja passiert und so, aber wahrscheinlich, nicht, also wenn jetzt rauskommt, das ist wegen dieser Vorgeschichte und weil der Bütchenbetreiber da Heelerware verkauft, dann ist der ja direkt mit, also dann gibt es ja wahrscheinlich direkt den nächsten Prozess, also gibt es da jetzt irgendwie eine Aussicht oder? Also der Prozess geht weiter, der wird fortgesetzt, der wird jetzt auf jeden Fall noch die Befragung des Neffen beinhalten, also die werden die finden, das wird jetzt nicht so wahnsinnig schwierig sein, die wissen auch wieder heiß und so, das wird jetzt nicht ein großes Problem sein. Für den natürlich jetzt nochmal unangenehm, weil jetzt da möglicherweise einfach nochmal die Polizei vor der Tür steht und ihm sagt, sie sind als Zeuge geladen. Genau, ansonsten ist der, der ist angeklagt wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Prozess fand im Landgericht statt und allein das zeigt schon, dass das eine Mindestfreiheit, also eine Freiheitsstrafe von über zwei oder drei Jahren erwartbar wäre, wenn wie angeklagt verurteilt würde. Das ist so, am Amtsgericht kommen halt kleinere Fälle hin, die, das ist tatsächlich an der erwartbaren Strafe unterschieden, wie am Amtsgericht und ins Landgericht kommen. Und da könnte der für ein paar Jahre für, ich schätze mit so einer mit einer Waffe dann in der Form kann das ein paar Jahre in den Knast gehen für diese ganze Vorgeschichte. Wie gesagt, er bestreitet es im Großen und Ganzen nicht. Das Ganze dürfte als Teilgeständnis dann zumindest gelten, was strafmindernd wirken kann. Ob er dann an der Gefängnisstrafe vorbeikommt, weiß ich nicht. Er ist ja vorbestraft, jetzt soweit ich weiß, Also nicht einschlägig, sondern wegen so Diebstahlgeschichten, also nicht schon wegen Gewaltdelikten oder so. Aber es kann sein, dass der ins Gefängnis geht. Es kann sein, dass das Ganze ein bisschen mindernd wirkt. Auch wenn sich diese Vorgeschichte zumindest stellenweise als wahr oder zumindest als nicht komplett unglaubwürdig herausstellt, dann kann das schon... Weil man dann irgendwie sagen kann, okay, es gibt wie einen genauen Weg dahin, aber eigentlich ist er dann unabhängig von der Gefängnisstrafe für den Angeklagten. Ja, dann gibt es einfach noch auch was, also dann ist der Bütchenbetreiber halt auch dran. Er ist nicht einfach wild hingegangen und hat gesagt, ich zu. Ja, der Bütchenbetreiber, ob der jetzt da dran ist, das müsste dann extra ermittelt werden. Also die Verteidigerin hat tatsächlich auch die Staatsanwaltschaft angesprochen und gesagt, sie möge doch da bitte mal nachschauen oder mal ermitteln, was diese ganzen Sachen angeht. Genau, also das kann noch Thema werden, aber müsste dann natürlich woanders angeklärt werden. für den Prozess, und da hat der Richter auch mehrfach darauf hingewiesen, weil es auch richtig ist, dem bütigen Betreiber, dass er nicht aussagen muss, wenn er sich selbst belastet. Da ist er nicht verpflichtet, sich jetzt selbst auffliegen zu lassen, sollte denn das stimmen. Ja, du bist wahrscheinlich beim nächsten Prozesstag auch vor Ort und wirst uns... Unsere Gerichtsreporter-Kollegin Marlene Kess ist dann aus dem Urlaubsweg, deshalb weiß ich nicht, ob ich nochmal die Ehre habe. Okay, aber irgendjemand von euch wird mich und uns hier auf dem Laufenden halten. Ja, spannend. Und wie gesagt, wie du schon gesagt hast, wenn das jetzt noch ein anderes Thema auch aufmacht, um noch mal die Bütchen-Landschaft sich in einer anderen Art und Weise anzugucken, dann bin ich da auch gespannt, was du Herzenschmerzt. Mal schauen. Ich entlasse dich jetzt hoffentlich mit nicht nur Herzschmerzen, sondern bedanke mich sehr, dass du mir und uns das erzählt hast und ich freue mich schon aufs nächste Mal. Danke fürs Zuhören. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Düsseldorf hat viele Wahrzeichen und Erkennungsmerkmale, seien es Gebäude, bestimmte Traditionen oder Lebensmittel. Altbier, Schnaps und Senf. Schon am Anfang des Jahres ging ein Raunen durch die Stadt, als Löwensenf verkündete, die Produktion am Rhein einzustellen. Was viele ein wenig beschwichtigte, war die Aussicht, dass immerhin ABB-Mostert, die seit fast 300 Jahren ihre Mühlen in Düsseldorf laufen lassen, am Standort bleiben und das wohlbekannte Töpfchen als Gruß aus Düsseldorf weiter von hier aus in die Welt geliefert werden soll. Aber auch das passiert nun nicht, was bei den Verantwortlichen aus der Stadtspitze für herbe Enttäuschung sorgt. Was dahinter steckt, wie es doch wenigstens ein bisschen weiter geht mit Düsseldorf als Senfmetropole und was mit dem Löwensenfhaus in der Altstadt geplant ist, das weiß Maximilian Neffroth. Lieber Max. Liebe Tosja. Hast du heute schon eine Wurst gegessen? Leider nicht. Mir ist neulich aufgefallen, dass ich diesen Sommer viel zu wenig gegrillt habe. Jetzt haben wir Oktober. Glücklicherweise habe ich nächste Woche Geburtstag und werde einfach mal grillen, egal wie das Wetter ist. Egal wie das Wetter ist, Max. Weil es muss nachgeholt werden. Oder? Und da habe ich Bock auf eine Wurst oder zwei. Ich glaube, wir haben sogar schon mal uns diese Frage gegenseitig beantwortet. Aber bist du eher so Team Ketchup oder eher Team Senf? Ich habe auf dem Weg in die Redaktion auf dem Fahrrad über diese Frage nachgedacht, weil ich mir sicher bin, dass du mir genau diese Frage genau hier schon mal gestellt hast. Ich schätze vor sechs Monaten. Wahrscheinlich. Ich bin Team Senf, ganz klar. Ich auch, ich auch. Also ich liebe Curry-Ketchup tatsächlich, das muss ich zugeben, und zwar am allerliebsten so auf ungetoastetem Toastbrot. Ja, das ist, ich weiß, ich weiß, oder in so einem ganz, dass das Brot dann so richtig die Farbe wechselt und das so ein bisschen, also auch nur Curry-Ketchup und wenn es ganz, ganz, ganz schlimm ist, dann noch so ein Schallblättenkäse irgendwie drauf, also das ist wirklich, aber Senf bin ich auch und zwar mit allem, also ich esse ja auch immer, ich tunke sehr gerne Möhre in Senf zum Beispiel, Gurke mit Senf, alles mögliche mit Senf und natürlich, Wenn es dann was gegrillt ist, gibt es Ofengemüse mit Senf. Ach, ich könnte hier schon wieder, ich könnte schon wieder. Senf ist ja in dieser Stadt auch kein kleines Thema. Wir haben, wie du auch schon gesagt hast, darüber gesprochen. Löwensenf ist passé. Richtig. Der Löwe hat ausgebrüllt. Da wird nicht mehr produziert am Flughafen. Ja. Wie ist es eigentlich seitdem, also wir haben ja darüber gesprochen, als es quasi entschieden wurde, als es passiert ist. Wie ist das da? Um da mal ganz kurz vielleicht so, mir ist aufgefallen, wir reden ganz oft Sachen an und dann sagen wir, halten uns auf dem Laufenden und schließen das dann irgendwann mal wieder ab und dann passiert das manchmal einfach nicht, weil dann so viele andere Dinge passieren. Wie ist die Löwensend-Story? In dem Fall ging es schneller als gedacht. Wir haben im Februar, als es bekannt wurde, dass Dewelei, der Mutterkonzern aus München, dieses besagte Löwensendwerk am Flughafen, was eine 60-jährige Geschichte hat, schließen will und schließen wird. Das ist geschehen. Also Ende September, seit Ende September läuft da keine Produktion mehr. Alle 50 Beschäftigte haben ihre Kündigung bekommen und wenn überhaupt werden noch eine Handvoll Leute eventuell in Mörs beschäftigt. Warum in Mörs und womit überhaupt? Darüber sprechen wir jetzt gleich, aber das muss man erstmal festhalten, dieses Löwensenfwerk, was ja auch mit Düsseldorf verbunden ist, weil es geht um den Düsseldorfer Löwen, den man da brüllen sieht. Es gibt ja den Löwensenfladen, der auch erhalten bleibt, aber dieser Senf eben, der kommt künftig aus Thüringen, der Löwensenf, nicht mehr aus Düsseldorf. Und wird dann hierhin exportiert, importiert? Ob man von Thüringen nach NRW von Export spricht, weiß ich jetzt nicht. Also dann kommt dann hier an, wird auch hier weiter verkauft. Natürlich. Bundesweit ist der ein sehr beliebter Senf, aber Düsseldorf ist ja. Weiß nicht, so wie der Spreewald seine Gurken hat und der Schwarzwald seinen Schinken, ist Düsseldorf eigentlich Senfstadt, aber eben jetzt nicht mehr. Ja, meinen Sie jetzt hüpfen gerade kurz die Herzen aller Altbierbrauer und Brauerinnen, weil Düsseldorf ist doch auch Altbier. Das schon, aber es gibt ja diese geschützten geografischen Angaben, die bei der EU geschützt sind. Du kennst es aus dem Supermarkt mit diesen blau-gelben Siegeln. Ich kaufe schon auch danach ein, weil ich das irgendwie immer feiere, wenn es so regionale Produkte gibt. Und da war bisher eben auch Düsseldorfer Mostert eine geschützte geografische Angabe, die jetzt aber entfallen muss, weil selbst ABB-Senf, der eigentlich noch beliebtere Teil von, also es gehört zu Löwensenf seit ja auch schon Jahrzehnten, den gibt es schon seit 300 Jahren, also die feiern Jubiläum nächstes Jahr, sind aus 1726. Selbst die werden jetzt raus aus Düsseldorf verlagert, was aber eine ziemliche Überraschung, eine negative Überraschung ist. Denn eigentlich hieß es, okay, Löwensenfwerk schließt zwar am Flughafen, aber zumindest diese ABB-Senfproduktion, das sind ein paar Dutzend Tonnen pro Jahr, die soll in der Stadt gehalten werden, um eben auch dieses Kulturgut zu erhalten. Aber das ist gescheitert. Und ABB, finde ich, nur um da kurz den Bogen zu schließen, weil da denke ich nämlich auch direkt an Altbäder, das ist ja so der Brauhaus-Senf. Total, für mich auch. Aber auch diese Tontöpfchen kennen wahrscheinlich alle, diese grau-steinfarbenen mit blauer Schrift. Und da stand doch bis jetzt immer drauf. Ich hole mal gerade einen raus, weil ich habe den noch in meiner Tasche. Ich habe mich vorhin schon gewundert, warum mein Rucksack so unfassbar schwer oder schwerer ist. Groß aus Düsseldorf steht da hinten drauf. Groß aus Düsseldorf steht da drauf und Düsseldorfer Urtyp Mostert. So, und jetzt stell dir bitte mal diesen Düsseldorfer Urtyp Mostert wie folgt vor. Ältester deutscher Mostert. Das wird da künftig stehen oder eigentlich schon ab jetzt, denn die Maschinen sind schon umgezogen Ende September, die diesen Abysenf produzieren und abfüllen raus aus dem Düsseldorfer Flughafenwerk rein nach Mörst, zu einem Familienunternehmen namens Wohlfahrt. Schön für die natürlich, dass die den Senf jetzt dort weiterproduzieren und auch gut für Leute, die den Senf in der Qualität und nach Rezept behalten wollen, klar, aber dass halt diese Angabe und diese Identität wegfällt, ist schon bitter für die Stadt. Warum? Also das ist natürlich eine Frage, die ich mir und wahrscheinlich sich viele stellen. Also einfach nur warum? Weil 300 Jahre ist eine lange Zeit. Es gibt ja theoretisch ein Werk, also die Senfmühlen malen ja trotzdem, ob da jetzt Löwensenf oder was anderes draufsteht, das ist ja den Mühlen am Ende wurscht. Es gab Personal, also dass das irgendwie natürlich alles auch wirtschaftliche Entwicklungen sind, ist klar, aber warum und warum Mörs? Also warum dann nicht direkt, also kein Affront gegen Mörs? Ich habe selber mal in Mörs gearbeitet, ist ja eine ganz tolle Stadt, zuckersüß und so, aber also warum nicht dann irgendwie, dann direkt Köln, komm dann mach direkt irgendwie Also in der Wirtschaft ist ja in 99 Prozent aller Fälle die Antwort auf warum einfach Geld, ja und in dem Fall ist es halt so, auch wenn die das selber jetzt nicht so ganz dezidiert sagen, dass Dewelei, die besagte Mutter von Löwensenf und damit auch ABB kein Interesse mehr an diesem Standort Düsseldorf hat in dem Sinne, dass sie in eine Produktion investieren wollen und genau das hätten sie tun müssen. Nachdem eben das Werk am Flughafen geschlossen ist, gibt es hier keine Produktion mehr. Okay, dann war halt der Plan oder zumindest das Vorhaben, was immer geäußert wurde, wir machen eine Schaumanufaktur, also so eine Art Verkaufsraum, wo aber dann auch tatsächlich Senf produziert wird mit dem Ziel, dieses Produkt Düsseldorfer Mostert weiterhin genauso nennen zu können. Und die Wirtschaftsförderung Düsseldorf ist auch davon ausgegangen, die Die haben halt Dewelei vier Grundstücke angeboten, zum Beispiel eins am Tätelberg in Bilkner, der Völklinger Straße, um zu sagen, guck mal, ihr habt hier eine grüne Wiese, baut doch da eine kleine Manufaktur auf, dann könnt ihr den Senf hier behalten. Da hat sich aber Dewelei gegen entschieden. Die sagen, wir wollen gerne nahtlos die Produktion übergeben. Jetzt, wo Löwensenf bergzu ist, wollen wir es sofort weitermachen und das geht dann eben bei diesem Feinkost Wohlfahrt in Mörs. Warum genau da? Weiß ich nicht, die haben halt Expertise, die produzieren seit Jahrzehnten Senf, deren Produkte findet man eher im Großhandel, also jetzt nicht im Supermarkt. Aber die haben eben Leute, die das machen können, die würden vielleicht auch noch eine Handvoll Leute aus dem Löwensenfwerk übernehmen. Und da geht es eben jetzt schon im Oktober in die erste Testversion von diesem Senf und im Laufe des Monats kommt die erste Charge. Bedeutet, wenn wir beide uns nächstes Jahr Januar, Februar im Brauhaus treffen, wird da dann eben dieser neue Senf, ABB-Senf neuerdings aus Mörs schon stehen. Wie viel gibt es noch? Also wie viel Alten sind, wie viel Bestand gibt es noch, meinst du? Nicht mehr viel. Also ich glaube, das wird immer so... Bestellt kurzfristig, aber vielleicht für den Rest des Jahres, würde ich mal sagen. Und dann ist einfach, dann muss man... Dann ist es Geschichte. Ja, und dann ist ja, genau, dann ist ja spannend, wenn wir dann mal wieder ins Brauhaus gehen, ob man es auch ein bisschen schmeckt und so, das ist ja das eine. Ich frage mich gerade, aber könnte das dann nicht einfach eine Interimslösung sein? Also wenn, ich denke jetzt Wirtschaft ganz weg und Geld und Umzugskosten und hier und so, also, man kann auch sagen, okay, man lagert das jetzt nach Mörs aus, mit sehr viel Wohlwollen im Herzen, ist das ja Großraum Düsseldorf. Develay hat es mir als Regierungsbezirk Düsseldorf verkauft, was ja auch stimmt, aber trotzdem würde sich niemals jemand von hier mit Mörs und dieser Senfgeschichte in Verbindung bringen. Aber dann kann man sagen, okay, und dann wird da in Bilk oder an einem dieser angebotenen Grundstücke wird dieser Showroom. Das würde nicht passieren. Aber warum nicht? Also das ist dann einfach, wenn es einmal gemacht ist, ist es gemacht. Genau. Und ich meine, es geht ja auch ganz konkret um die Frage, wie soll das mit wem produziert werden, wenn jetzt die Anlagen einmal umgezogen sind und die sich da auf dieses Produkt einstellen, werden die jetzt nicht noch einen zweiten Standort entwickeln. Und es ist tatsächlich so, dass die Wirtschaftsförderung in Person von Christian Zaum, der ist Wirtschaftsdezernent in Düsseldorf und auch eben verantwortlicher Chef dieser Förderung, erst durch mich, durch meine Nachfrage am Montag, davon erfahren hat und dann halt auch spontan gesagt hat, boah, ich bin echt herbe enttäuscht. Dieses Zitat taucht hier auch im Artikel auf. Denn er war bis zuletzt davon ausgegangen, dass Dewelei entweder neben dem Löwensenfladen, an der Bergerstraße, der ja auch blauweig ist, diese Schaumanufaktur macht oder halt auf irgendeinem dieser Grundstücke, den die Stadt denen angeboten hat. Ich möchte darauf, auf dieses Zitat, nämlich, das habe ich mir auch hier in meine Notizen geschrieben, weil ich finde, herbe enttäuscht ist wirklich wie so eine Impulsivreaktion. Weil, also das ist schon richtig so. Und du zitierst ja auch oder führst ja auch an, dass es vielleicht sogar wirtschaftlich genau eine sinnige Entscheidung ist oder da werden schon Gründe hinterstecken, aber irgendwie ist es ja fast, ich habe das hier in Anführungszeichen gesagt, aber, persönlich ist es ja schon irgendwie so ein bisschen mh, weil es ginge ja auch anders, ne? Also Düsseldorf nimmt das auch ein bisschen persönlich dann in Form dieser verantwortlichen Personen, mit denen du dann gesprochen hast, sozusagen. Ja, die Stadt nimmt es persönlich, auch die Stadtspitze, denn Stefan Keller, der frühere und ja immer noch weiterhin bestehende Oberbürgermeister, hat schon im Februar gesagt, ja, schlimm mit Löwensenf, dass sie schließen, Aber wir wollen unbedingt diese ABB-Produktion hier vor Ort halten als Kulturgut. Das ist eben gescheitert. Und das wird auch ihn enttäuschen, bin ich mir ganz sicher. Und jemand aus dem Umfeld von Löwensenf, also aus der Belegschaft, die hier in Düsseldorf jahrzehntelang gearbeitet hat, hat auch gesagt, dass es für die wieder Verlust eines Babys ist. Und wenn Dewelei es wirklich gewollt, also auch investiert hätte, wo ein Wille da einen Weg, dann wäre es auch geschehen. Aber man muss sich halt klar machen, ich meine, das ist ein international tätiger Konzern mit Sitz in München, die da betriebswirtschaftlich drauf blicken, Die schätzen diesen Cent wahrscheinlich einfach als Produkt, was sich gut verkauft. Ob der jetzt aus deren Sicht in Düsseldorf oder in Mörs gebaut wird, ist denen Wurscht. Sinniger wären, anders zu behandeln, aber da geht es dann halt ein bisschen um Tradition, um auch, ja, eine Identifikation, um ein Erhalten von was und vielleicht um ein drüber hinwegsehen, dass das jetzt wirtschaftlich vielleicht eine komische Entscheidung war. Und deswegen, ja, so ein bisschen ist es ja schon, wenn sobald es zu weit weg geht, zu groß wird, genau, warum sollte den in München, kann ich verstehen. Und die haben auch den Vorteil, Tosja, wenn wir jetzt nochmal hier auf dieses, Steintopfglas schauen, das ABB-Logo bleibt erhalten, die blaue Anker, die Jahreszahl 1726, diese Marke, das ist ja die Marke, die auch viele kennen bleibt, nur eben diese Bezeichnung Wüsselower Mostert, die wir alle hier so toll finden, die wird es halt dann nicht mehr geben, aber ehrlich gesagt, wahrscheinlich in ein, zwei, drei Jahren hat man sich dran gewöhnt. Das ist ja auch was, womit wir oft irgendwie schließen oder was wir oft als Konklusio haben, würde ich erinnern an das Fortuna-Bütchen und so, naja, in dem Moment des Umbruchs und ist das alles natürlich tut das weh und irgendwann verheilt es dann. Was ich irgendwie, ja wehtun und verheilen unabsichtlich, ist das jetzt vielleicht ein Bild, was ich bemühen kann. Also es wird ja jetzt auch eine kleine Sache aufgerissen und zwar das Löwensenfhaus auf der Löwensenf, mein Gott. Löwensenfhaus auf der Bergerstraße. Das ist daneben. Genau, da muss man präzise sein, also die 29 ist dieser Löwensenfladen, den gibt es seit 24 Jahren, der bleibt erstmal bestehen. Unangetastet auch. Unangetastet, aber daneben das Haus, das war mal ein, ich glaube ein spanisches Restaurant, das wird abgerissen und dann neu gebaut. Und dann wird im Erdgeschoss, die Pläne sind noch nicht konkret, aber ich vermute einfach der Verkaufsraum zusammengeführt mit dem Löwensenfladen, um halt so einen neuen Senferlebnis Ort zu schaffen. Das heißt, mehr Platz für Senfmuseum, mehr Platz für ABB und Löwen extra Schafprodukte und vielleicht auch noch Probierstationen. Aber eben keine Schaumanufakturen. Genau das dachte die Stadt wird dort oder könnte dort entstehen. Ja, und ich habe nämlich dann gedacht, als ich das gelesen habe, so okay, dann wird da nämlich jetzt auch quasi was, ja, wie abgerissen und dann wird das auch irgendwann verheilen. Darum habe ich gerade versucht, diesen Bogen zu schlagen. Aber ja auch in modern und in neu gemacht und irgendwie ich weiß nicht, warum ich hatte sofort irgendwie sehr viel Glas vor Auge oder so. Ja, alles sehr modern. Und das ist ja dann aber auch wieder ein bisschen glatt gebügelter als dieses, ich meine, die Bergerstraße, das ist ja die, die von der Flingerstraße zum Karlsplatz hinführt, also nur so ein bisschen zu orientieren, dann geht da die Waldstraße ab und so. Die ist ja auch so ein bisschen, da ist ein bisschen mal hier ein kleines Schlagloch, da wackelt eine Bodenplatte und die Häuser sind ja auch einfach alt und haben deswegen Charme. Da sind ja auch andere noch, immer noch auch familiengeführte Unternehmen oder Läden drin und diese ganzen Restaurants und ich stelle mir vor, wenn da jetzt auch dann so war, also ich finde, das passt dann irgendwie gut zu diesem, die Marke wird erhalten, wie du schon gesagt hast, das Logo und so. Aber die machen, das Haus ist dann nicht mehr da. Ja, und es ist auch schon irgendwie so ein bisschen lustig, wenn man dann nach Düsseldorf kommt. Und dann diesen Löwensenfladen sieht und alles ist voll mit Düsseldorfer Geschichte, aber die Gegenwart hat mit Düsseldorf eigentlich nichts mehr zu tun, außer dass sie halt diesen Verkaufsladen haben, weil die Produktion ist entweder in Thüringen in Bezug auf Löwensenf oder in Mörs in Bezug auf ABB und Löwensenf Spezialprodukte wie der Extraschaf. Es ist fast wirklich so ein Dilemma irgendwie, was die halt damit auflösen wollen mit diesem Standort. Weil irgendwie kriegt man es ja doch nicht aus Düsseldorf raus, weil es ja auch eine attraktive Straße ist und dieser Laden gut läuft und da auch Touristen reingehen, die sich eindecken. Und Einheimische, die da ihr Senfglas auffüllen lassen mit ABB, das wollen die ja weiter erhalten. Aber es ist irgendwie schon ein bisschen schräg, gleichzeitig halt diese Produktion, auch wenn man es hätte machen können, hier nicht zu halten. Also so ganz konsequent ist es nicht. aber wahrscheinlich am Ende halt die betriebswirtschaftlich machbare Lösung für die. Ja, verstehe. Ich meine, Touristinnen, Touristen wird das eh vielleicht nicht so doll auffallen und ich gehe da mit dir, dass es vielleicht auch, dass wir da trotzdem unsere Senfgläser dann auffüllen lassen und so irgendwie. Was gibt es denn jetzt noch in Düsseldorf? Was könnte man dann jetzt noch auslagern? Die Brauereien bleiben ja wohl hier. Was ist mit Killipit? Bleibt. Aber das könnte auch noch was sein, was irgendwie, also das meine ich jetzt so ein bisschen auch locker, also was gibt's denn noch so an Düsseldorfer Traditionsunternehmen? Naja, also Persil ist ja auch Made in Düsseldorf als Weltmarke und ist ja auch in der Stadt präsent mit diesem Logo auf dem Wilhelm-Marx-Haus, was sich da immer rausfährt. Klar, könnte man irgendwann sagen, in Asien wird das günstiger produziert als in Holthausen, lass uns das auslagern. Wer weiß, was die Zukunft bringt. Aber es gibt schon noch Made in Düsseldorf Produkte, die auch weltweit bekannt sind, aber Aber man muss schon sagen, so Mannesmann, Stahlrohre, Ciao, jetzt Löwensenf und ABB weg. Und ja, das zeigt ja auch so ein bisschen, dass dieser Produktionsstandort Deutschland eben nicht mehr so leicht hat. Auch bei ZF, also das ist ein ganz anderes Thema, aber das ist ja ein Autozulieferer, einer der größten weltweit, die bundesweit über 10.000 Stellen streichen und auch in Düsseldorf streichen. Warum? Weil hier die hochbezahlten Ingenieure mehr Geld bekommen als anderswo in Asien oder in Osteuropa und da wird auch dezimiert. Also das ist jetzt nicht nur bei der Lebensmittelproduktion so. Ja, ich bin mir sicher, du bleibst dran und hältst mich und uns auf dem Laufenden, wenn das nächste hier zumacht. Aber vielleicht macht ja auch mal wieder irgendwas auf und vielleicht entsteht ja auch mal wieder irgendwas Neues. Da haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Ich tue mir jetzt erstmal eine Möhre in meinen ABB-Gleis rein. Ich kann das sehr empfehlen. Ich mache mir jetzt ein Sandwich mit Senf und Curry-Cut-Chuckle. Das ist wirklich Premium. Bis zum nächsten Mal, lieber Mann. Groß Mahlzeit. Tschüss. Ein Trip in ferne Galaxien durch verschiedene Welten kann wahrscheinlich mannigfaltige Formen annehmen. Im Falle der Lola Land Neo Revue rund um die charismatische Hauptfigur Lola Lash stehen Artistik, Tanz, Drag und Akrobatik immer mit einem Hauch von Extravaganz auf dem Programm. Die MacherInnen Daria Penziner und Maurice Stoschek erzählen, wie sie zueinander gefunden haben, was ihre Kunst auch zum Hochleistungssport macht und warum ihre Show so gut nach Düsseldorf passt. Okay, mal wieder eine besondere Situation, zumindest für mich. Ich weiß nicht, wie es bei meinen beiden GesprächspartnerInnen ist. Das digitale Podcaststudio. Normalerweise bin ich ja in der Lokalredaktion Düsseldorf im, naja, gemütlichen Konferenzraum oder in der Stadt unterwegs. Heute sitze ich ganz komfortabel zu Hause an meinem Wohnzimmerschreibtisch vor mir ein Laptop. Und in diesem Laptop strahlen mich zwei bezaubernde Gesichter an. Daria und Maurice sind digital zu Gast. Und wer ihr seid, was ihr macht und worüber wir heute sprechen, das erzählt ihr jetzt einfach mal. Wer fängt an? Daria? Du erst mal das erste Wort, aber Daria darf er anfangen. Leg los, Maurice. Okay, hallo, ich bin Maurice, ich komme aus Düsseldorf und mein Beruf ist, ich bin nebenbei Lola Lash, bedeutet, ich bin eine Drag Queen und ich mache gemeinsam mit der Daria zusammen hier in Düsseldorf die Lola Land Neo Revue, die jetzt schon seit ein paar Jahren im Kapitol spielt und auch ein Gastspiel im Apollo schon hatte. Mh, aufregend. Ja, da gehen wir gleich ein bisschen näher drauf ein. Und natürlich, dein Name ist geläufig. Dein Künstlerinnenname sozusagen ist geläufig. Und ja, da erzählst du bestimmt auch gleich nochmal viel, viel mehr dazu. Daria, wie kommst du ins Spiel hier? Du bist die Frau hinter den Kulissen. Stehst du auch mit auf der Bühne? Ich darf auch beides machen. Ich bin gern hinter den Kulissen, aber natürlich gern auf der Bühne und freue mich, dass ich beides verbinden kann in diesem Projekt, auch mit Maurice und vielen weiteren wunderschön tollen Menschen, die wir auf die Bühne von Lola Land bringen. Das war eigentlich auch der Ursprung und der Grund, warum wir das gemacht haben, weil wir so viele schöne, tolle Menschen sehen hier in Düsseldorf und auch außerhalb unserer Stadt, die uns inspirieren, die unglaubliche Dinge mit ihrem Körper, ihrer Stimme einfach vermitteln. Und dem wollten wir gerne eine entsprechende Kulisse bieten, ohne dass es irgendwie ein Wettkampf ist, ohne dass es irgendwie für die mit Hürden der Teilnahme einhergeht, sondern wir wollten gerne die Dinge, die wir schön finden, die wir machen und die auch andere Leute machen, nach außen bringen und mehr Menschen damit in Verbindung bringen. Wie viele seid ihr insgesamt? Ihr seid ja ein relativ großes Team. Ich verrate ja nicht zu viel, wenn ich sage, wir haben uns vor ein paar Wochen zufällig quasi mal privat sind wir uns über den Weg gelaufen und da wart ihr schon irgendwie eine Gang, ne? Also, ja, es gibt Daria und mich. Wir beide sind quasi so die Drahtzieher unseres Projekts. Aber wir haben ein unglaublich großes Team. Unsere Lollettes, das ist unser Tanzcast, unser Tanzensemble. Das sind, glaube ich, wenn wir Zusammen sind es jetzt schon acht Leute. Es sind mehr, es sind sogar zehn. Zehn Leute, die tanzen und ja, das ist unser festes Team. Mit uns beiden sind es dann insgesamt sogar zwölf. Und ja, das ist unsere kleine Lola Land Family. Als solche bezeichnen wir uns und füllen das auch und machen viele kleinere und größere Projekte gemeinsam. Und sehen auch den gegenseitigen Wachstum, was ich glaube, ich an dieser Stelle wirklich auch mal sagen darf. Viele sind seit der ersten Stunde dabei und das ist schon auch wichtig für uns und ein Kompliment. Wie war jetzt der Weg dahin? Also ich kann mir vorstellen, es gibt, genau, man bewegt sich in bestimmten Welten, man hat Interessen, man hat bestimmt auch Talente. Also irgendwann merkt man, ach guck mal, ich kann ja irgendwie... Ich kann singen, ich unterhalte gerne, ich entertaine gerne. Wie habt ihr euch gefunden? Und was sind vielleicht, also weil du das ja gerade Maurice schon gesagt hast, das ist ja sozusagen deine, ja, das unter anderem machst du das. Habt ihr auch noch so Daily Business Jobs, die gar nichts vielleicht damit zu tun haben? Also das finde ich ja auch immer so spannend. Geht mir ja selber auch so. Ich habe ja auch verschiedene Gesichter sozusagen. Also genau, wie ist das? Wie ist eure Geschichte vielleicht einzeln und dann zu dem Punkt, dass ihr euch getroffen habt und gesagt habt, wir machen das zusammen? Ja, das ist echt eine gute Frage. Klar, wir beide bewegen uns natürlich schon seit Jahren im Bereich des Entertainments. Besonders so im Bereich Tanz sind wir beide total angesiedelt und sind auch selber total die Fans, wenn es um den Bereich Shows geht oder Abendveranstaltungen. Und wir sind uns eigentlich in Poland-Düsseldorf über den Weg gelaufen und haben uns dann dort auch angefreundet. Könntest du einmal noch ganz kurz, für die Leute, die nicht direkt damit was anfangen können, das einmal ganz kurz beschreiben, was das Poland ist. Ich kann es mir denken. Ja, das Poland ist ein Studio in Düsseldorf, in dem man, wie der Name schon sagt, Pole Dance erlernen kann. Aber nicht nur Pole Dance, man kann ja auch andere Tanzarten machen wie Frame Up, Chair Dance. Aber auch akrobatische Disziplinen wie zum Beispiel also Pole Dance, aber auch Luftakrobatik wie Aerial Hoop und auch Aerial Silk. Das ist wo man in so ganz großen Bahnen, Stoffbahnen quasi sich im schönsten Fall sehr elegant Aerial Silk sind diese Tücher, die von der Decke hängen und in denen man sich ganz elegant einwickelt und wieder auswickelt. Wenn man das kann. Ich stelle mir gerade vor, wie ich das erste Mal mache, ich glaube mit Eleganz, das hat dann eher sowas von so... Weiß ich auch nicht. Von so einer Art. Wie helfen wir dabei? Jeder hat immer ein ganz tolles erstes Erfolgserlebnis bei uns. Das glaube ich. Ob es glamourös ist, ist was anderes. Das steckt ja dann in einem selber drin. Aber ich finde, das kann man hier an dieser Stelle auch, weil es gerade so schön passbar ist, das ist ja wirklich körperliche Höchstleistung. Auch Pole Dance. Ich gucke mir das so gerne an und ich denke wirklich die ganze Zeit neben wow, wie bezaubert Und wie schön, denke ich, diese Kraft und diese Kontrolle und dieses auf sich selber verlassen, sich selber vertrauen, auch wenn ich irgendwie in Tüchern nicht von der Decke runterschwinge und so. Also das ist ja auch einfach körperlich ganz schön anspruchsvoll. Also das ist Hochleistungssport. Wie lange macht ihr das schon? Und alle Leute, die das machen. Also wir beide sind keine Akrobaten. Wir sind Showgirls. Für Akrobaten holen wir uns Leute aus der Elite in die Show. Aber wir, also ich tanze schon und mache Bühnenarbeit schon. Oh mein Gott, man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich mache das, glaube ich, wirklich schon. Ich will das gar nicht sagen. Wir sind alle 27. Aber ich glaube schon 20 Jahre. Wir sind hier alle 27. Also ja, okay, ich verstehe. Also wir haben beide in Kindertagen angefangen mit Tanz und haben uns dann auch immer weiterentwickelt, neue Sachen dazugelernt, Dinge vermischt. Das ist etwas, was uns ganz wichtig ist. Es ist einfach Hybrid-Performance, eine Vermischung aus verschiedenen Stilen zu mixen, etwas Neues zu gestalten. Und genau, es gab dann diese eine schicksalsträchtige Begegnung in Poland und dann habt ihr euch gesehen und wusstet direkt, okay, alles klar. Wir sitzen hier. Das ging relativ schnell, genau. Und dann haben wir noch rausgefunden, wir wohnen gegenüber und dann war Schicksal. Ja, okay, fast erst. Es war besiedelt. Der Spaß sollte beginnen. Der Wahnsinn. Genau, also wir haben ein paar kleinere Sachen miteinander gemacht, haben einen wunderschönen Workshop mal organisiert für die Aids-Hilfe, weil Maurice schon sehr lange mit der Aids-Hilfe eine Verbindung hat und unterstützt dieses Projekt seit Jahren. Und ja, ich fand es einfach schön, dass ich dabei sein durfte. Daraufhin haben uns immer wieder Leute gefragt, wo man uns sehen kann, was wir so machen und wir haben gemerkt, okay, wir haben eigentlich nichts, aber wir würden gern und dadurch, dass wir ja einen ähnlichen Anspruch an unsere Arbeit haben, an uns selbst und auch die Ästhetik, die wir mögen, auch nah beieinander ist. Wir sind ja jetzt nicht eine Person, aber wir finden schon ähnliche Dinge gut Und dann haben wir uns relativ schnell entschieden, dass wir jetzt was machen. Und bevor wir das zu viel überdenken konnten, haben wir einfach angefangen und einfach gemacht. Und was war das Erste, die erste Location, das erste Ding, was ihr auf die Bühne gebracht habt? Und wie sehr ist das dann jetzt ein Sprung, ein Spagat zum Apollo, zum Capitol? Also, wir haben einen Riesenspagat direkt gemacht. Wir sind direkt vor Nutz gerannt. Wir sind direkt ins Kapitol. Wir haben gesagt, entweder ganz oder gar nicht, alles oder nichts. Und wir sind ehrlich gesagt total überwältigt gewesen von der Resonanz, von... Den vielen Leuten, die gekommen sind, die begeistert waren. Und ja, die erste Show war natürlich total holprig und es sind viele Dinge passiert. Aber das, glaube ich, hat es auch so charming gemacht und hat die Leute auch so begeistert, weil die Leute waren wirklich dabei und haben den Aufstieg gesehen, haben die Veränderung gesehen, die Verbesserung gesehen und waren richtig Teil davon. Und ich glaube, das macht es auch schön, weil wir verändern uns immer wieder und das macht uns auch Freude. Und ja, so ist das gekommen. Wir sind einfach, let's go. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das stimmt wohl. Wie kann ich mir so eine Show vorstellen? Also ihr sollt natürlich jetzt hier keine Geheimnis verraten, weil dieses Geheimnis ist gar kein Geheimnis. Das kann ich schon mal sagen. Man kann euch bald nämlich sehen. Deswegen freue ich mich da ganz besonders. Aber was kann ich erwarten? Also genau, werden meine Erwartungen wahrscheinlich eh übertroffen. Aber wie sieht so eine Show aus? Wie stelle ich mir das vor? Und wie ist die Probenphase? Das Kostüm? Macht ihr das alles selber? Also was steckt da alles so dahinter und was passiert? Oh mein Gott, ich meine, wir kennen deine Erwartungen nicht, von daher wissen wir nicht, ob wir sie übertreffen oder nicht oder treffen. Du hast ja auch sehr viele Sachen gesehen. Du arbeitest mit tollen KünstlerInnen selber immer. Von daher, das ist immer sehr inspirierend, so tolle Performances und Produktionen zu sehen, aber auch ab und zu manchmal auch beängstigend, weil man denkt, okay, oh mein Gott, das ist jetzt ein Level. Da würde ich auch gern hin, aber mir fehlt noch vielleicht hier und da das Know-how oder einfach mal ehrlicherweise das Geld oder irgendwelche anderen Ressourcen, Menschen, mit denen man arbeiten kann, Kontakte. Aber da kommen wir auch noch hin im Moment. Also möchte ich auch sagen, sehen wir eine Veränderung, ein Wachstum einfach schon bei uns in dem, was wir machen und bei den Menschen, mit denen wir arbeiten. Viele sagen, dass wir irre sind, dass wir jede Show was Neues machen und immer ein anderes Programm anbieten. Habt ihr immer so Mottos, unter denen das steht? Wir haben ein Grundkonzept, unter dem das steht. Wir fliegen auf unseren Planeten, auf den Planeten Lola Land und dabei passieren eben Dinge. Genau und wir haben diese Möglichkeit und diese Chance eben das auf die Bühne bringen zu können, was uns vorschwebt, dass wir eine gewisse Freiheit haben in dem, was wir machen und die möchten wir deshalb so stark ausleben, wie wir es uns, wie wir nur können. Das ist natürlich auch immer ein Risiko, kommen die Leute, kommen die nicht, gefällt es denen, gefällt es denen nicht, aber so ist das nun mal mit der Kunst. Ja, wenn ihr da jetzt, genau, du hast gerade schon die Ressourcen angesprochen, du hast natürlich irgendwie auch die finanziellen Nötigkeiten. Wie finanziert ihr euch, wenn ich das fragen darf? Also macht ihr das alles selber? Seid ihr gefördert? Seid ihr irgendwo angeschlossen? Leider sind wir noch nicht gefördert oder irgendwo angeschlossen. Wir haben es komplett aus unseren Mitteln gestartet und mittlerweile freuen wir uns natürlich dadurch, dass wir überhaupt da rausgegangen sind. Und wir freuen uns dessen, dass wir auch andere Anfragen und Engagements bekommen. Darüber finanzieren wir unsere eigenen Projekte. Also wir wünschen uns einfach, da eine andere Stufe und den nächsten Schritt zu gehen und eine andere Stufe. Einen anderen Support zu bekommen. Und da werden wir nochmal dran arbeiten. Im Moment ist das nicht der Fall. Wenn ich jetzt hier in meinen Bildschirm gucke, Maurice, hinter dir sehe ich Stoffe. Ich sehe was Rot-Payettiges. Ich sehe was Gelb-Seidiges. Macht ihr eure Kostüme selber? Also seid ihr auch noch handwerklich so begabt, dass ihr euch selber ausstattet? Also ich statte mich selber aus. Und das mache ich schon seit Anbeginn der Zeit, seitdem ich Lola Lesch gegründet habe. Das ist auch irgendwo meine Art des Ausdrucks. Natürlich mein Kostüm, was ich trage. Ich mache sehr, sehr viel selber. Aber natürlich habe ich auch ab und an Hilfe oder ich lasse auch manchmal was anfertigen, weil es gibt auch immer Leute, die etwas besser können oder etwas schöner machen können. Oder manchmal habe ich auch nicht so die Zeit, aber ich genieße das schon sehr, die Möglichkeit zu haben, eigene Kostüme herstellen zu können, handwerklich begabt zu sein. Und das auch umzusetzen. Ich sage immer, ich kann einen Traum nicht nur träumen, ich kann ihn sogar verwirklichen. Verstehe. Das ist natürlich eine Frage, die ist so gängig, die finde ich trotzdem auch tiefgehend. Wie findest du, wie findet ihr eure Inspiration? Also inspiriert ihr euch gegenseitig? Ist da immer eine bestimmte Sache? Du hast gerade schon erzählt, Daria, ihr fliegt auf euren Planeten. Das ist natürlich, das wirkt ja schon Bilder und Geschichten, aber also gibt es Orte vielleicht hier in der Stadt, die euch inspirieren? Gibt es Leute, die vielleicht noch nicht mit euch arbeiten, die euch inspirieren aus der Ferne? Ich glaube, dass die komplette Show ist ja in Düsseldorf entstanden und dadurch hat die Show auch einen großen Einfluss aus Düsseldorf und wir, also ich lasse mich auch gerne von der Stadt inspirieren und habe das ja auch gesehen, das Projekt und war auch voll dafür und dachte, hier sind die Leute, die das wertschätzen und es gibt ein riesen Angebot hier in Düsseldorf, aber es gab, das, was wir machen, gab es einfach noch nicht, indem wir einfach Burlesque auch nach Düsseldorf holen. Ja. Junge Leute, moderne Performances und auch ein wilder, bunter Zirkus werden. Und ja, es gibt schöne Orte hier in Düsseldorf, an denen man Inspiration der Rhein, es gibt auch den Rosengarten, finde ich total schön. Und ja, auch absolut das Flair hier in Düsseldorf, denn ich glaube, es gibt keine glamourösere Stadt als Düsseldorf. Mhm. Sehe ich genauso und ja, wir inszenieren uns ja auch als The Sexiest Show in Town und wir freuen uns, dass auch solche, In Dessau gibt es viele Museen, es gibt viele Ausstellungen. Jetzt gerade ist auch die Sex Now beispielsweise auch eine sehr mutige Ausstellung, die im NRW-Forum stattfindet. Auch dieses Haus hat uns supported, indem es uns eingeladen hat, mit denen zu arbeiten. Also solche Orte inspirieren uns natürlich auch, aber ich glaube, dass es mittlerweile sogar beruht, das schon vielleicht sogar auf Gegenseitigkeit. Verstehe. Genau, jetzt haben wir ja eben schon rausgestellt, dass man euch bald hier sehen kann. Das möchte ich auch gleich verkünden. Ich möchte noch eine Sache fragen, weil wir da jetzt gerade, weil du so schön gesagt hast, es gibt keine glamourösere Stadt, Maurice. Und Daria, du ja auch gesagt hast, es beruht langsam auf Gegenseitigkeit. Habt ihr das Gefühl, dass Düsseldorf ein guter Nährboden für eure Kunst ist, für das, was ihr anbietet und dafür, wie ihr euch auch weiterentwickeln wollt? Also habt ihr das Gefühl, es kommt schon auch, ihr könnt die Leute hier hinbringen, um das zu machen oder ist es so, dass ihr merkt, okay, langsam kommt man auch an Grenzen und wenn man weiter wachsen will, muss man vielleicht in die nächstgrößere Stadt gehen oder in eine Stadt, wo eure Kunstform schon etablierter ist oder so. Also ich würde sagen, was ich ja eben auch gesagt habe, ich finde, Düsseldorf bietet super viel, auch im Bereich Tourismus und Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten auszugehen oder Veranstaltungen zu besuchen. Es gibt natürlich immer irgendwo noch eine größere Stadt und vielleicht noch mehr Leute, aber wir wollten das ja auch für Düsseldorf schaffen und ich denke, dass das absolut hier hinpasst und dass die Leute das super toll annehmen und klar, man könnte einen Ableger machen, aber ich denke, Lola Land und Lola Lesch gehört nach Düsseldorf und ich werde Düsseldorf treu bleiben. Und don't panic, ich gehe nicht nach Köln. Ich bleibe hier in Düsseldorf. In Köln trete ich nur unter anderem Namen auf. Sehr gut. Ja, also ich glaube, wenn ich noch was dazu sagen darf, also, Ich bin auch komplett bei Maurice. Wir wollten es unbedingt in Düsseldorf machen, weil uns das hier gefehlt hat. Wir sind gern hier. Also ich mag diese Stadt auch. Ich bin hinzugezogen. Ich bin nicht hier geboren, aber ich fühle mich unglaublich wohl hier. Ich mag Düsseldorf. Ich mag die Größe der Stadt, die Erreichbarkeit und einfach die Vielfalt, die es hier auch gibt. Wir können uns einfach noch andere Ableger unserer Show oder einfach ganz andere Projekte anbieten. Anbieten können wir es auch sehr gern. Wer Fragen hat, fragt uns an. We are here for you. Aber wir können uns das auch auf jeden Fall vorstellen. Wir können uns kleinere Formate vorstellen. Wir können uns größere Formate vorstellen. Es ist alles bereit in unserem Kopf. Wir brauchen jetzt nur noch die Ressourcen, um das alles umzusetzen. Also Leute, wer mit uns arbeiten möchte, bitte, bitte, bitte, fragt uns an. Ja, ihr könnt euch über uns gerne melden. Die eingefleischten HörerInnen kennen die Kontaktwege und euch kann man sicher auch erreichen übers Internet. Aber gut, das heißt, wenn ich jetzt das Bild aufgreife, dass ihr auf euren Planeten fliegt, das Mutterschiff bleibt auf jeden Fall hier stehen und ihr sendet kleine Satelliten aus in die ganze Welt, ins ganze Universum. Aber genau so die Base ist hier so, die Base, genau die Rakete hebt ja demnächst wieder ab, gar nicht allzu lange mehr ist Zinn, da seid ihr im Kapitol auf der Bühne wieder an zwei Abenden hintereinander 17. Und 18. Unser Mutterschiff genau und nächste Woche Freitag und nächsten Samstag, beziehungsweise 17. und 18. Oktober sind wir wieder im Kapitol und ja, wir sind natürlich im Endsport. Dort ist ja auch eben gefragt, wieso unsere Proben ablaufen. Das läuft von total geregelt ab, ist total chaotisch. Jeder hat natürlich immer seine Tagesform mit dabei, aber wir bemühen uns immer und die Proben sind auch immer mega lustig und wir kreieren ja auch total viele tolle Sachen. Das entsteht gerade, so der Endsport läuft und wir freuen uns alle riesig, wieder ins Kapitol zu kommen. Ja, wir sind, glaube ich, alle total, wir kratzen schon an den Wänden, um endlich wieder rauszudürfen. Ja, sehr gut, sehr gut. Das kann ich, das Gefühl kenne ich gut und ich gehe da sehr mit. Das ist ein schönes Gefühl, weil man dann wieder darf, auf jeden Fall. Ja, die ganzen Vorbereitungen, man will das ja auch endlich rausbringen und mit den Leuten feiern und freuen. Also ihr könnt euch gerne ein Bild von uns machen auf Instagram. Dort gibt es ein paar sehr gut gemachte Videos, die wir finden. Wir lieben unseren Content, wie wir das, was wir auf die Bühne bringen, auch lieben. Von daher guckt euch das an, macht euch ein Bild und wenn es was für euch ist, kommt gerne vorbei. Genau, ich werde auch nochmal euren Instagram-Kanal verlinken bei uns in den Shownotes. Ich danke euch sehr für dieses erfrischende und sehr, sehr interessante Gespräch. Ich tauche ja gerne in andere Welten, in diesem Fall in andere Galaxien ein und freue mich schon, euch mal erleben zu können. Dann im Kostüm und auf der Bühne und bedanke mich und sage bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wir danken dir. Tschüss dir. Tschüss. All den schönen Tag. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich, wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und bewertet ihn doch gleich, wenn ihr schon dabei seid. Mit Daumen, mit Punkten, mit Sternen, mit allem, was geht. Und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt. oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Den Rheinpegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.