Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #4 Folge 82: "PO-KICK" & Booty Bumping - Die Wahrheit über das größte Drogen-Tabu
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zu unserer heutigen Besprechung.
- 0:02Schön, dass ihr wieder dabei seid.
- 0:04Wir schauen uns heute ein Thema an, das ja oft im Verborgenen
- 0:09liegt, ein echtes Tabuthema für viele, es geht um die rektale
- 0:13Applikation von Drogen, manche kennen es vielleicht unter
- 0:16Begriffen wie Booty, Bumping oder Plugging.
- 0:20Unsere Grundlage dafür ist ein sehr, sehr eindrücklicher
- 0:23Artikel, den findet ihr auf der Webseite Clean mit nelix Berlin.
- 0:27Der Autor heißt Gabriel Metz, bitte Metz aussprechen, nicht
- 0:30Metz, und er schreibt dort unter dem Namen Nilix Berlin, und das
- 0:34Besondere ist Gabriel Metz teilt da seine ganz persönlichen
- 0:38Erfahrungen, er ist selbst betroffen von Sucht, von
- 0:40psychischen Herausforderungen, das ist also keine reine Theorie
- 0:44für ihn, er steckt sozusagen selbst mitten im Prozess auf dem
- 0:48Weg raus und lässt uns auf seiner Seite daran teilhaben.
- 0:51Das finde ich sehr mutig. Absolut.
- 0:53Das gibt dem Ganzen natürlich ne ganz andere Tiefe und
- 0:56Glaubwürdigkeit. Er weiß wovon er spricht, aus
- 0:59erster Hand. Genau.
- 1:00Und deshalb wollen wir heute gemeinsam versuchen zu
- 1:02verstehen, was genau verbirgt sich hinter dieser Konsumform,
- 1:06warum wählen Menschen diesen Weg und das ist uns ganz wichtig,
- 1:09welche, ja welche erheblichen Risiken sind damit verbunden,
- 1:13Risiken, die oft übersehen oder vielleicht auch unterschätzt
- 1:16werden. OK.
- 1:18Lass uns das mal aufdröseln. Fangen wir mal ganz grundlegend
- 1:21an. Was bedeutet das eigentlich,
- 1:22rektale Drogenapplikation also im Prinzip heißt das, Drogen
- 1:26werden über den Enddarm, also das Rektum, aufgenommen.
- 1:30Meistens werden die Substanzen dafür in Flüssigkeit aufgelöst
- 1:33und dann mit einer Spritze. Aber ganz wichtig, das betont
- 1:36auch Gabriel Metz immer wieder, ohne Nadel eingeführt.
- 1:39Genau, die Nadel hat da absolut nichts verloren.
- 1:42Das wäre noch mal ein ganz anderes Risikoprofil.
- 1:46Welche Drogen sind das typischerweise?
- 1:48Im Artikel werden ja Beispiele genannt.
- 1:52Häufig geht es wohl um Substanzen wie Heroin, aber auch
- 1:55um Partydrogen wie MDMA oder Ketamin.
- 1:57Prinzipiell ist es bei vielen Substanzen möglich, die sich in
- 2:00Wasser oder einer anderen Trägerflüssigkeit lösen lassen.
- 2:04Okay und warum macht man das? Was ist der der Mechanismus
- 2:08dahinter? Der entscheidende Punkt ist die
- 2:10Anatomie des Enddarms. Die Schleimhaut dort, also die
- 2:13innere Auskleidung, die ist extrem gut durchblutet, wirklich
- 2:17sehr viele kleine Blutgefäße, aha.
- 2:20Und das bedeutet, dass Wirkstoffe, die dorthin
- 2:22gelangen, sehr, sehr schnell direkt ins Blut aufgenommen
- 2:25werden können. Schneller, als wenn man etwas
- 2:27schluckt zum Beispiel. Deutlich schneller.
- 2:30Man umgeht ja den Weg über den Magen und den Dünndarm und
- 2:33teilweise auch die erste Filterung durch die Leber, den
- 2:36sogenannten First Path Effekt, auf den wir sicher noch kommen.
- 2:40Die Wirkung tritt dadurch fast so schnell ein wie beim Spritzen
- 2:43in eine Vene, das ist wirklich ein ja ein sehr direkter Weg in
- 2:47den Blutkreislauf. Puh, OK.
- 2:50Das erklärt dann wahrscheinlich auch, warum die Wirkung oft als
- 2:53so heftig beschrieben wird. Genau.
- 2:56Schneller Wirkungseintritt bedeutet oft auch ein
- 2:58intensiveres, manchmal auch als Kick bezeichnetes Erlebnis, aber
- 3:02eben auch ein höheres Risiko. Und das führt uns zu den
- 3:05Gründen, warum Menschen das überhaupt tun.
- 3:08Gabriel Metz nennt ja im Artikel so einige vermeintliche
- 3:10Vorteile, die Konsumierende darin sehen könnten.
- 3:13Was wird da oft genannt, ich glaube, Wenen schonen war ein
- 3:16Punkt. Ja, das ist n häufiges Argument.
- 3:19Leute, deren Wehen vielleicht schon stark geschädigt sind vom
- 3:22intravenösen Konsum, suchen nach Alternativen.
- 3:26Sie denken dann, OK, soschon, ich meine Arme, meine Beine, wo
- 3:30auch immer sie gespritzt haben, keine sichtbaren
- 3:32Einstichstellen, das ist auch oft ein Motiv.
- 3:35Diskretion sozusagen. Genau.
- 3:38Und eben die Hoffnung, das Infektionsrisiko zum Beispiel
- 3:41für HIV oder Hepatitis C zu verringern, weil ja keine Nadel
- 3:45im Spiel ist, die man vielleicht teilt oder die nicht steril ist.
- 3:49Und natürlich die schnelle, intensive Wirkung, die du schon
- 3:52erwähnt hast. Richtig, diese Kombination.
- 3:55Schnelle Wirkung, keine sichtbaren Spuren, vermeintlich
- 3:59weniger Risiko als beim Spritzen, das klingt für manche
- 4:02in ihrer Situation vielleicht erst mal attraktiv.
- 4:04Aber du hast vorhin schon gesagt, und das betont ja auch
- 4:06der Artikel von Neelix, Berlin sehr stark.
- 4:09Das ist ne trügerische Sicherheit.
- 4:11Absolut trügerisch. Das ist das faszinierende oder
- 4:15besser gesagt, das Beunruhigende daran.
- 4:17Diese sogenannten Vorteile sind oft eine Illusion.
- 4:20Man tauscht ein Set von Risiken gegen ein anderes ein und die
- 4:24neuen Risiken sind keineswegs geringer, oft sind sie sogar.
- 4:27Unberechenbarer. Unberechenbarer.
- 4:30Inwiefern? Na ja.
- 4:31Die Dosierung zum Beispiel, die ist extrem schwierig zu steuern,
- 4:35wenn die Substanz so schnell ins Blut geht.
- 4:37Aber auch die Schäden vor Ort, im Darm selbst.
- 4:40OK, dann lass uns jetzt mal wirklich auf die brutare
- 4:42Wahrheit schauen, wie es im Artikel ja auch anklingt.
- 4:45Die Risiken und Gefahren, das ist ja der Kern der Sache.
- 4:48Gabriel Metz warnt da ja eindringlich, was sind die
- 4:51größten Gefahren über Dosierung steht da ganz oben, oder?
- 4:55Ja, absolut. Das Risiko einer Überdosis ist
- 4:58massiv erhöht im Vergleich zum Schlucken oder Schnupfen, eben
- 5:02weil die Droge so rasant anflutet der Körper hat kaum
- 5:06eine Chance, langsam darauf zu reagieren.
- 5:09Wenn dann die Substanz vielleicht reiner ist als
- 5:11erwartet, was ja im illegalen Markt immer ein Problem ist,
- 5:15dann kann das ganz schnell tödlich enden.
- 5:17Puh, das ist also wirklich lebensgefährlich.
- 5:20Definitiv. Lebensgefahr.
- 5:23Das muss man so klar sagen. Und dann die direkten Schäden am
- 5:26Darm, an der Schleimhaut. Du hast es angedeutet, was kann
- 5:28da passieren? Die Darmschleimhaut ist extrem
- 5:31empfindlich, die ist nicht dafür gemacht, regelmäßig mit teils
- 5:35aggressiven chemischen Substanzen in Kontakt zu kommen.
- 5:38Das kann zu Reizungen führen, zu chronischen Entzündungen.
- 5:42Man muss sich vorstellen, das Gewebe ist dann ständig wund
- 5:45entzündet. Das stell ich mir extrem
- 5:47schmerzhaft vor. Ja, und das ist es auch.
- 5:50Der Artikel beschreibt das ja sehr eindringlich.
- 5:52Chronische Schmerzen, Blutungen können auftreten, jeder
- 5:56Stuhlgang kann zur Qual werden, das beeinträchtigt die
- 6:00Lebensqualität massiv. Und dann gibt es ja noch ein
- 6:02Risiko, über das wahrscheinlich noch weniger gesprochen wird,
- 6:05das aber vielleicht mit am Einschneidendsten ist.
- 6:08Inkontinenz. Genau, ein ganz, ganz heikles
- 6:11Thema, aber extrem wichtig. Was bedeutet das genau?
- 6:15Inkontinenz in diesem Zusammenhang?
- 6:17Das bedeutet, dass der Schließmuskel, der, der für
- 6:19zuständig ist, Stuhl und Winde kontrolliert zurückzuhalten,
- 6:23dauerhaft geschädigt werden kann, entweder durch die
- 6:26Substanzen selbst, durch chronische Entzündungen oder
- 6:30auch durch Verletzungen beim Einführen der Spritze.
- 6:32Auch wenn keine Nadel dran ist. Und wenn der Schließmuskel
- 6:35dauerhaft geschädigt ist? Dann kann das zum Verlust der
- 6:38Kontrolle führen. Das heißt, man kann Stuhl oder
- 6:42Winde nicht mehr halten und das Schlimme ist, das kann
- 6:45irreversibel sein, also für den Rest des Lebens.
- 6:49Das ist ja ne Horrorvorstellung, eine lebenslange massive
- 6:52Einschränkung der Lebensqualität und auch der sozialen Teilhabe.
- 6:56Absolut. Das ist wirklich eine der
- 6:58gravierendsten möglichen Folgen. Und dazu kommt noch.
- 7:02Durch Mikroverletzungen in der Darmschleimhaut, die man
- 7:05vielleicht gar nicht bemerkt, entstehen Eintrittspforten für
- 7:08Bakterien und Viren. Das erhöht auch das Risiko für
- 7:11lokale Infektionen, Abszesse, aber eben auch für sexuell
- 7:15übertragbare Krankheiten wie HIV, Hepatitis, Chlamydien und
- 7:19so weiter. Also auch das Argument sicherer
- 7:22als Spritzen wegen Infektionen zieht nicht wirklich.
- 7:25Nein, es verlagert das Risiko nur.
- 7:28Und man darf auch die psychische Komponente nicht vergessen.
- 7:31Was meinst du damit? Diese schnelle, intensive
- 7:33Wirkung, dieser Kick kann die psychische Abhängigkeit extrem
- 7:37verstärken. Das Verlangen nach der Substanz
- 7:40wird möglicherweise noch stärker, der Teufelskreis der
- 7:43Sucht noch enger. Verstehe im Artikel von Gabriel
- 7:46Metz gibt es ja auch einen FEQ Bereich, also häufig gestellte
- 7:49Fragen. Eine davon zielt genau auf diese
- 7:52Überdosisgefahr ab. Warum ist die denn so viel
- 7:54höher? Ja, das haben wir im Grunde
- 7:56schon angerissen. Es ist diese Kombination aus
- 7:59extrem schneller Aufnahme, fast wie bei einer Injektion, und der
- 8:03Umgehung der Leber. Richtig, der First parse Effekt
- 8:06genau normalerweise, wenn du etwas schluckst, geht es erst
- 8:10durch die Leber, bevor es in den großen Blutkreislauf kommt, die
- 8:13Leber baut einen Teil des Wirkstoffs ab oder wandelt ihn
- 8:17um, das schwächt die Wirkung ab und macht sie langsamer.
- 8:21Beim rektalen Konsum hängt es davon ab, wo genau im Enddarm
- 8:25die Substanz aufgenommen wird. Ein Teil der Venen dort führt
- 8:28direkt in den großen Kreislauf, umgeht also die Leber.
- 8:32Ah OK, das heißt, es kommt mehr Wirkstoff auf einmal im Gehirn
- 8:36an. Richtig, mehr Wirkstoff,
- 8:38schneller da, das Macht die Dosierung so unglaublich heikel
- 8:42und unberechenbar. Man weiß nie genau, wieviel die
- 8:44Leber abfängt und wieviel direkt durchgeht.
- 8:47Das leuchtet ein eine andere Frage aus den FEQS von Nelix
- 8:51Böllen war. Kann sich der Darm denn wieder
- 8:54erholen, wenn man damit aufhört? Das ist eine wichtige Frage.
- 8:58Klar, die Antwort ist leider nicht ganz einfach, es kommt
- 9:02sehr stark darauf an, wie lange wurde konsumiert, wie oft,
- 9:06welche Substanzen, gab es schon schwere Entzündungen oder
- 9:09Verletzungen. Also es gibt Hoffnung, aber
- 9:12keine Garantie. So könnte man es sagen.
- 9:15Leichtere Reizungen der Schleimhaut können bei
- 9:18konsequenter Abstinenz sicher ausheilen.
- 9:20Der Körper hat ja erstaunliche Selbstheilungskräfte, aber wenn
- 9:25es zu chronischen Entzündungen gekommen ist, zu Vernarbungen im
- 9:28Gewebe oder eben zu dieser gefürchteten Schädigung des
- 9:31Schließmuskels. Mhm, dann kann das dauerhaft
- 9:34bleiben. Dann können die Schäden leider
- 9:36dauerhaft sein. Ja, Inkontinenz ist oft
- 9:39irreversibel, auch chronische Schmerzen oder
- 9:41Verdauungsprobleme können bestehen bleiben, es ist also
- 9:45definitiv kein Spiel. Man riskiert da wirklich
- 9:48langfristige Gesundheitsschäden. Deshalb ist die klare Botschaft
- 9:51des Artikels ja auch, lasst die Finger davon.
- 9:55Es ist keine gute Idee. Absolut.
- 9:58Das ist die Hauptbotschaft. Aber garmiel Metz weiß natürlich
- 10:02auch um die Realität. Und für Menschen, die es trotz
- 10:05der Risiken tun oder darüber nachdenken, nennt er im Sinne
- 10:09der Schadensminimierung Harm Reduction einige Regeln.
- 10:13Was sind das für Regeln? Ja, das ist wichtig.
- 10:16Wenn man schon dieses Risiko eingeht, dann sollte man es so
- 10:18sicher wie möglich gestalten, auch wenn sicher hier wirklich
- 10:21in Anführungszeichen steht. Dazu gehört immer nur eigene
- 10:25saubere Spritzen ohne Nadel verwenden, niemals, wirklich
- 10:30niemals Utensilien mit anderen Teilen, das Infektionsrisiko ist
- 10:35sonst enorm. OK, das ist ja auch bei anderen
- 10:38Konsumformen ne Grundregel. Genau dann.
- 10:43Immer ein Gleitgel auf Wasserbasis benutzen, das
- 10:46reduziert die Reibung und damit das Risiko von Mikroverletzungen
- 10:49der Schleimhaut. Kein ölbasiertes Gel, das kann
- 10:53die Schleimhaut angreifen oder mit Kondomen reagieren.
- 10:56Und auf den Körper hören nehm ich an.
- 10:58Unbedingt auf Schmerzen achten Schmerz ist immer ein Warnsignal
- 11:03des Körpers, dass etwas nicht stimmt.
- 11:05Wenn es wehtut beim Einführen oder danach, ist das ein klares
- 11:08Zeichen, dass man der Schleimhaut schadet.
- 11:10Und wahrscheinlich auch vorsichtig dosieren.
- 11:13Eher weniger als mehr. Extrem wichtig Start Low Go Slow
- 11:17ist hier noch wichtiger als bei anderen Konsumformen wegen der
- 11:20Unberechenbarkeit lieber mit einer sehr kleinen Dosis
- 11:23anfangen, gerade wenn man die Substanz oder deren Reinheit
- 11:26nicht kennt. Das sind wichtige Punkte zur
- 11:29Schadensminimierung. Aber was ist, wenn man merkt,
- 11:32man steckt fest? Man kommt da nicht raus oder man
- 11:34hat schon Probleme? Was rät der Artikel, was rätst
- 11:37du? Die Botschaft ist ganz klar, und
- 11:39das ist ja auch die Botschaft von Nilix Berlin und Gabriel
- 11:42Metz aus seiner eigenen Erfahrung sucht, ist eine
- 11:45Krankheit, keine moralische Schwäche, und für Krankheiten
- 11:49gibt es Hilfe. Professionelle Hilfe ist der
- 11:51Schlüssel, sich das einzugestehen und Hilfe zu
- 11:54suchen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.
- 11:57Wo findet man diese Hilfe? Es gibt viele Anlautstellen.
- 12:00Lokale Drogenberatungsstellen sind oft der erste Schritt.
- 12:04Die gibt es in fast jeder Stadt, die beraten anonym und
- 12:07kostenlos, dann gibt es Hotlines wie die Telefonseelsorge, die
- 12:12immer erreichbar ist, Tag und Nacht unter der 0 800 1110111
- 12:15oder die Sucht und Drogenhotline unter 0180 631 3031 die kostet
- 12:19zwar ein bisschen was aus dem Festnetz, aber die können auch
- 12:23gut beraten und weitervermitteln.
- 12:30Und Selbsthilfegruppen. Ja, ganz wichtig.
- 12:33Gruppen wie Nacotics, Anonymous NA oder andere
- 12:36Selbsthilfegruppen bieten einen geschützten Raum, um sich mit
- 12:39anderen Betroffenen auszutauschen, die Ähnliches
- 12:42durchmachen oder durchgemacht haben.
- 12:44Das kann unglaublich unterstützend sein.
- 12:46Gabriels Projekt Nilex Berlin ist ja quasi auch eine Form der
- 12:49digitalen Selbsthilfe und des Austausches.
- 12:52Das ist ein gutes Stichwort. Fassen wir mal zusammen, was wir
- 12:55heute besprochen haben. Die Rektale Drogenapplikation
- 13:00Booty Bumping Plugging, wie auch immer man es nennt, ist
- 13:03definitiv keine smarte oder sichere Alternative zu anderen
- 13:07Konsumformen, ganz im Gegenteil. Genau, die Risiken sind enorm.
- 13:12Von der akuten Lebensgefahr durch eine Überdosis, die hier
- 13:16besonders hoch ist. Über schwere chronische Schäden
- 13:19an Darm und Schleimhaut, die zu Schmerzen und Blutungen führen
- 13:23können. Bis hin zur Gefahr einer
- 13:25lebenslangen Inkontinenz durch Schließmuskelschädigung und
- 13:28einem erhöhten Risiko für Infektionen.
- 13:31Auch sexuell übertragbare Krankheiten.
- 13:33Diese Risiken wiegen die vermeintlichen Vorteile wie
- 13:37Venenschonung oder Diskretion bei weitem nicht auf.
- 13:40Das muss man ganz klar sagen. Ja, und vielleicht noch n.
- 13:44Abschließender Gedanke dazu, der mir wichtig erscheint und der
- 13:48auch im Kontext von Nielix Berlin mitschwingt.
- 13:51Gerade weil dieses Thema so stark tabuisiert ist, weil Scham
- 13:55eine große Rolle spielt, wird oft nicht darüber gesprochen,
- 13:59nicht unter Freunden, nicht mal unbedingt in der Drogenhilfe
- 14:02oder beim Arzt. Das stelle ich mir schwierig
- 14:04vor. Ja, und dieses Schweigen ist
- 14:06gefährlich. Es kann Betroffene davon
- 14:08abhalten, sich überhaupt über die spezifischen Gefahren dieser
- 14:11Konsumform zu informieren oder eben rechtzeitig Hilfe zu
- 14:15suchen, wenn Probleme auftreten. Weil die Hürde, das
- 14:17anzusprechen, einfach zu groß ist.
- 14:19Genau. Deshalb ist Offenheit so
- 14:21wichtig. Aufklärung, wie sie Gabriel Metz
- 14:24mit seiner Seite versucht, und die Enttabuisierung solcher
- 14:27Themen sind entscheidend, damit Menschen die Risiken kennen und
- 14:30wissen, wo sie Unterstützung finden, wenn sie sie brauchen.
- 14:33Ein sehr wichtiger Punkt zum Schluss.
- 14:36Und das bringt uns auch noch mal zurück zu Gabriel Metz und
- 14:39Nielix Berlin. Ich möchte das noch mal betonen,
- 14:42er macht das alles allein, er finanziert das Projekt, er
- 14:45erstellt die Inhalte basierend auf seinen eigenen, oft
- 14:49schmerzhaften Erfahrungen. Sein Motto ist ja aus all dem
- 14:52Schlechten, das ihm widerfahren ist, etwas Gutes zu machen, sich
- 14:56selbst zu helfen, aber eben auch anderen, deshalb die bitte, wenn
- 14:59du die Informationen aus seinem Artikel, über die wir heute
- 15:02gesprochen haben oder generell seiner Arbeit auf nielix Berlin.
- 15:06Hilfreich fandest, dann unterstütze ihn doch.
- 15:08Das geht ganz einfach, indem du den Artikel oder die Seite über
- 15:11Social Media teilst, vielleicht auf Podcast Plattformen darauf
- 15:14hinweist oder es einfach Freunden oder Bekannten
- 15:16erzählst, für die das relevant sein könnte.
- 15:18Jeder Like, jedes Teilen hilft ihm bei seiner Mission.
- 15:23Das ist eine gute Sache, die Unterstützung verdient.
- 15:26Finden wir auch. Und damit sind wir für heute am
- 15:30Ende unserer Besprechung. Wir hoffen, es waren einige
- 15:33wichtige Informationen für euch dabei.
- 15:36Danke fürs Zuhören, bleibt gesund und passt auf euch auf.