Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #20 Folge 2: Dein Notfallknopf im Gehirn: Wie du mit NLP-Ankern und Visualisierung den Suchtdruck besiegst
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- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu dieser persönlichen Vertiefung.
- 0:04Ich freue mich wirklich riesig, dass du heute wieder da bist,
- 0:06dass du dir Zeit nimmst für dich und deine Themen.
- 0:09Heute geht es um ein Gefühl, dass du vielleicht ja vielleicht
- 0:13nur zu gut kennst. Suchtdruck, dieser plötzliche,
- 0:17manchmal echt überwältigende Drang, der so aus dem Nichts zu
- 0:19kommen scheint. Wir schauen uns heute mal eine
- 0:21Technik an, eine Art, ja mental notfallknopf, der dir helfen
- 0:26kann, genau in solchen Momenten die Kontrolle zu behalten.
- 0:29Das ist der sogenannte NLP Anker, die Inspiration und auch
- 0:33die Anleitung dafür kommen aus einem, wie ich finde, sehr
- 0:36persönlichen Artikel von Gabriel auf nelix Berlin.
- 0:39Es geht darum, wie du dein Gehirn ein Stück weit selbst
- 0:43programmierst, quasi aber bevor wir da jetzt richtig einsteigen,
- 0:46ein wichtiger Hinweis, den auch Gabriel gibt.
- 0:49Wir reden hier über ziemlich intensive Gefühle und auch über
- 0:52eine psychologische Methode, das hier ersetzt natürlich keine
- 0:55Therapie oder professionelle Hilfe, das ist ganz klar.
- 0:58Aber es kann ein wirklich wertvolles Werkzeug sein, dass
- 1:01du für dich nutzen lernen kannst.
- 1:03Die Quelle für unsere heutige Erkundung ist der Artikel was
- 1:07tun bei Suchtdruck von Nilex Berlin, geschrieben eben von
- 1:11Gabriel und unsere Mission heute ist, gemeinsam zu verstehen, wie
- 1:16dieser Anker funktioniert, wie du ihn Schritt für Schritt für
- 1:19dich einrichten kannst und warum er in schwierigen Momenten
- 1:22vielleicht den echten Unterschied machen kann.
- 1:25Und hier kommt was ganz Wichtiges, dass du, glaube ich
- 1:27von Anfang an wissen solltest. Gabriel, der ja hinter Nielix
- 1:30Berlin steht, der kennt das Thema sucht und auch psychische
- 1:34Herausforderungen nicht nur aus Büchern, er lebt selbst seit 28
- 1:38Jahren mit Sucht und Recovery, und er teilt seine eigenen, sehr
- 1:42persönlichen Erfahrungen ganz offen auf seiner Webseite und
- 1:45warum? Um dir zu zeigen, Hey, du bist
- 1:48nicht allein mit diesen Kämpfen. Er beschreibt genau diese
- 1:51Momente, wenn aus heiterem Himmel, vielleicht durch einen
- 1:53Geruch, ein Lied, irgendeinen Ort, dieser Suchtdruck, wieso
- 1:57eine Welle über einen hereinbricht und das klare
- 2:00Denken blockiert, erkennt dieses Gefühl des Ausgeliefertseins von
- 2:04früher nur zu gut. Heute aber, so sagt er, hat er
- 2:07Werkzeuge dagegen, wie eben diesen mentalen Notfallknopf,
- 2:10den wir uns jetzt mal genauer anschauen.
- 2:13OK, packen wir das mal aus. Was meint Gabriel denn genau,
- 2:17wenn er von Suchtdruck spricht in dem Artikel, er beschreibt
- 2:21das ja als einen plötzlichen, ziemlich brutalen Hijack, also
- 2:24wieso eine Kaperung deines Nervensystems durch alte Muster
- 2:27und der NLP Anker? Das ist dann dein bewusst
- 2:30gesetzter Gegenschlag, sozusagen ein programmierter Kurzschluss
- 2:34gegen diese emotionale Überflutung.
- 2:36Klingt ja fast n bisschen nach Science Fiction, oder?
- 2:38Ja, das klingt erst mal mächtig. Stimmt, ist es aber eigentlich
- 2:42nicht. Also keine Science Fiction, die
- 2:44harten Fakten, wie Gabriel sie nennt, die zeigen ja, das Ganze
- 2:48basiert auf soliden psychologischen Prinzipien, das
- 2:52ist keine Esoterik. Denken wir mal an die klassische
- 2:55Konditionierung. Das kennt man ja.
- 2:57Das berühmteste Beispiel sind wohl pavlovs Hunde, ein
- 3:00eigentlich neutraler Reiz, die Glocke wird immer wieder
- 3:03zusammen mit Futter präsentiert und irgendwann löst die Glocke
- 3:07allein den Speichelfluss aus, der NLP Anker macht im Grunde
- 3:12genau das du Koppelst ganz bewusst einen neutralen Reiz,
- 3:16sagen wir mal eine bestimmte Berührung an ein starkes aber
- 3:19positives Gefühl. Ah OK, also ich erzeuge quasi
- 3:23meine eigene pawlowsche Reaktion, nur eben für ein gutes
- 3:26Gefühl statt für Speichelfluss. Genau das ist die Idee dahinter,
- 3:29und das ist wichtig. Wegen der sogenannten Q
- 3:32Activity, also der Triggerreaktivität.
- 3:35Die Suchtforschung weiß das ja schon lange, bestimmte Auslöser,
- 3:38das können Orte sein, Gerüche, Personen, sogar bestimmte
- 3:42Stimmungen, die du irgendwie mit früherem Konsum verbindest.
- 3:45Die lösen dann automatisch körperliche Reaktionen und eben
- 3:48diesen Suchtdruck aus. Das sind unbewusste Kopplungen,
- 3:51oft über Jahre antrainiert, und der Anker versucht jetzt, dem
- 3:55einem bewusst gewählten positiven Reiz
- 3:57entgegenzustellen. Verstehe.
- 4:00Dann ist da noch die Neuroassoziation dein Gehirn ist
- 4:04ja wie ne riesige Verknüpfungsmaschine, es bildet
- 4:06ständig Verbindungen zwischen Dingen.
- 4:09Ein Anker schafft ganz bewusst eine neue starke Verknüpfung,
- 4:12eben eine Neuroassoziation zwischen dem körperlichen Reiz,
- 4:17also der Berührung, und dem gewünschten Zustand, zum
- 4:20Beispiel Ruhe oder Stärke. Macht Sinn.
- 4:23Und was die Wirksamkeit angeht, während NLP als Gesamtpaket
- 4:27durchaus diskutiert wird. Sind die Kerntechniken hier also
- 4:32Konditionierung? Reizkontrolle die sind seit
- 4:35Jahrzehnten Standardwerkzeuge in der Verhaltenstherapie, gerade
- 4:39bei sucht und auch bei Angststörungen, sie
- 4:42funktionieren. Das klingt logisch, ja, aber wie
- 4:45genau passiert das denn im Gehirn, wenn Gabriel da von
- 4:48einer neuen Autobahn spricht? Wie baut man die denn auf der
- 4:51Ebene der Nervenzellen? Das finde ich wirklich
- 4:53faszinierend. Ja, das ist es auch.
- 4:56Was hier faszinierend ist, ist tatsächlich der neurobiologische
- 5:00Tanz dahinter. Man kann sich das vielleicht in
- 5:024 Schritten vorstellen, erstens Zustand erzeugen, du erinnerst
- 5:07dich ganz ganz intensiv an ein starkes positives Gefühl,
- 5:10vielleicht tiefe Ruhe am Meer oder stolz nach einer
- 5:13bestandenen Prüfung. In diesem Moment feuern in
- 5:16deinem Gehirn genau die neuronalen Netzwerke, die für
- 5:20dieses Gefühl zuständig sind, die passenden Botenstoffe,
- 5:23vielleicht Serotonin, Endorphine, die werden
- 5:26ausgeschüttet, du fühlst es jetzt wirklich.
- 5:29OK. 2. Reizkoppeln genau dann, wenn
- 5:33dieses Gefühl am Allerstärksten ist.
- 5:35Wirklich am Höhepunkt. Genau dann setzt du einen ganz
- 5:39spezifischen, einzigartigen körperlichen Reiz.
- 5:43Gabriel schlägt ja vor, zum Beispiel den Daumen fest auf den
- 5:46Nagel des kleinen Fingers zu drücken.
- 5:48Das Entscheidende ist, die Neuronen für das positive Gefühl
- 5:52und die Neuronen für diesen Tastreiz feuern exakt
- 5:55gleichzeitig. 3. Verbindung schaffen und hier
- 6:00greift die Häppsche Lernregel das ist so ein Grundprinzip des
- 6:04Lernens im Gehirn. Neurons that Fire together Wire
- 6:08together, also Nervenzellen, die gleichzeitig aktiv sind.
- 6:12Die vernetzen sich durch die Wiederholung dieses
- 6:16gleichzeitigen Feuerns entsteht eine neue, stabile Verbindung
- 6:20zwischen diesem Tastreiz und dem Gefühl des es Gabriels neuronale
- 6:24Autobahn. Ah okay. 4.
- 6:27Anker abfeuern. Löst du dann später bewusst
- 6:31diesen Tastreiz aus, also drückst auf den Punkt, sendet
- 6:34das Gehirn auf dieser neuen Bahn ein Signal und reaktiviert das
- 6:39Netzwerk für das gute Gefühl. Zack, der negative Zustand wie
- 6:43der Suchtdruck wird dadurch für einen Moment unterbrochen oder
- 6:47zumindest abgeschwächt. Das heißt, ich nutze die eigene
- 6:51Lernfähigkeit meines Gehirns ganz gezielt, um mir selbst zu
- 6:54helfen. Das ist ja echt mächtig.
- 6:56Und Gabriel betont Ja auch. Die sucht selbst ist ja
- 6:59eigentlich auch nur ein System aus Ankern, nur eben negativen,
- 7:03die sich über Jahre unbewusst eingegraben haben.
- 7:06Exakt, denk doch mal an die Beispiele der Anweg einer
- 7:10bestimmten Kneipe. Das ist ein visueller Trigger
- 7:13oder der Geruch von etwas bestimmten, ein olfaktorischer
- 7:17Trigger, ein Streit mit dem Partner, ein emotionaler
- 7:20Trigger. All das können über Jahre
- 7:23gelernte Auslöser sein, die automatisch das Verlangen oder
- 7:27den Gedanken an den Konsum wecken.
- 7:29Das sind die alten, breiten Suchtautobahnen ja, der neue
- 7:33positive Anker, dieser Druckpunkt am Finger zum
- 7:37Beispiel, das ist ja ein Kinästhetischer, also ein
- 7:41körperlicher Anker, der versucht, dem nun bewusst ein
- 7:45Gefühl von Ruhe oder Stärke oder Zuversicht entgegenzustellen.
- 7:50Es ist tatsächlich eine Art Wettstreit der neuronalen Pfade.
- 7:54Die Alten sind breit und tief ausgefahren, dein neuer Anker
- 7:58ist anfangs vielleicht nur ein schmaler Trampelpfad und deine
- 8:03Aufgabe, so sieht es Gabriel, ist es eben, diesen Pfad durch
- 8:08Übung zu einer echten Alternative auszubauen.
- 8:11Sehr anschaulich erklärt. Man muss also wirklich
- 8:13Fleißarbeit leisten, um diesen neuen Pfad zu verbreitern.
- 8:17Kommen wir doch mal zu Gabriels Schlachtplan zum Gehirnhacking,
- 8:20wie er es nennt. Wie setze ich so einen
- 8:22Nüchternheitsanker jetzt konkret um?
- 8:24Er beschreibt da ja 5 Schritte und rät auch, sich dafür
- 8:27wirklich bewusst mal 10 Minuten Zeit und Ruhe zu nehmen, also
- 8:30Schritt 1 Zustand wählen, such dir ein wirklich starkes
- 8:34positives Gefühl aus deiner Vergangenheit aus.
- 8:37Was soll der Anker denn auslösen können?
- 8:39Tiefen Frieden, unbändigen Stolz auf.
- 8:42Absolute Sicherheit, Geborgenheit wähl da etwas aus,
- 8:46das sich für dich wirklich kraftvoll und gut anfühlt.
- 8:49Schritt 2 Zustand verstärken hast du dein Gefühl gefunden,
- 8:53okay, dann Augen schließen, geh jetzt ganz tief zurück in die
- 8:56Situation, in der du das gefühlt hast.
- 8:59Mach es super lebendig, was hast du damals gesehen, gehört,
- 9:03vielleicht sogar gerochen, wo im Körper hast du das Gefühl
- 9:07gespürt, verstärke es richtig, Dreh die Regler hoch bis es
- 9:10richtig, richtig intensiv ist. Schritt 3 Anker wählen und
- 9:14setzen wähle jetzt deinen Ankerpunkt ganz wichtig, er muss
- 9:19einzigartig sein, also eine Geste oder eine Berührung, die
- 9:23du nicht ständig zufällig machst, damit das Gehirn die
- 9:26Verknüpfung klar zuordnen kann, und er sollte unauffällig sein,
- 9:31damit du ihn wirklich überall nutzen kannst.
- 9:34Gabriels Beispiel war ja Daumen auf den Nagel des kleinen
- 9:38Fingers drücken. Und wenn dein positives Gefühl
- 9:41aus Schritt 2 den absoluten Höhepunkt erreicht hat, dann
- 9:45erst dann drückst du diesen Punkt fest für etwa 5 bis 10
- 9:49Sekunden. Das Timing ist hier echt
- 9:52entscheidend, Schritt 4 unterbrechen und testen okay
- 9:56Augen wieder auf, vielleicht mal kurz schütteln an was ganz
- 9:59anderes denken, keine Ahnung was gibt's heute Abend zu essen,
- 10:02damit durchbrichst du den Zustand erstmal wieder und dann
- 10:05testet den Anker, drückt genau den Punkt wie eben.
- 10:09Was passiert, spürst du einen Hauch von dem guten Gefühl, auch
- 10:12wenn es nur ganz leicht ist? Super, das heißt, der Pfad ist
- 10:16angelegt. Schritt 5 wiederholen und
- 10:19stärken jetzt heißt es, wiederhole die Schritte 2 bis 4
- 10:24mehrmals, am besten über mehrere Tage verteilt.
- 10:27Gabriel vergleicht das ja sehr schön mit dem Aufladen einer
- 10:30Powerbank, jede Wiederholung lädt deinen Anker mehr auf, je
- 10:34öfter du das machst. Desto stärker wird die
- 10:37Verbindung, desto breiter wird dein neuer Pfad.
- 10:40Und dann gibt es ja noch diesen Bonushack mit der
- 10:42Zukunftsvisualisierung, inspiriert von The Secret.
- 10:46Gabriel sagt Ja selbst, das ist vielleicht umstritten, aber er
- 10:49findet, es kann psychologisch helfen, das Gehirn auf Erfolg zu
- 10:53primen wie siehst du das, kann so eine Zukunftsvision wirklich
- 10:56was bewirken? Psychologisch gesehen macht das
- 10:59durchaus Sinn. Ja, auch wenn die Mechanismen
- 11:02vielleicht manchmal anders dargestellt werden, als sie
- 11:04sind. Wenn du dir lebhaft vorstellst,
- 11:07wie du eine schwierige Situation erfolgreich meisterst, also wie
- 11:10du dich dabei fühlst, wie du handelst, dann aktivierst du
- 11:14ganz ähnliche neuronale Netzwerke wie bei der echten
- 11:17Erfahrung. Du spielst es quasi mental schon
- 11:20mal durch, das kann das Selbstvertrauen stärken und das
- 11:23Gehirn darauf vorbereiten, in der realen Situation dann auch
- 11:27anders zu reagieren. Es ist wie mentales Training im
- 11:30Grunde. Okay also auch hier wieder eine
- 11:32Form von Gehirntraining. Die Anleitung von Gabriel dazu
- 11:36ist ja, Augen schließen, atmen. Stell dir eine zukünftige,
- 11:41vielleicht schwierige Situation vor, eine Party, ein Treffen mit
- 11:45bestimmten Leuten, irgendwas was dich triggern könnte, dann
- 11:49visualisierst du dein stärkstes souveränstes Cleanstes zukunfts
- 11:53ich in genau dieser Situation. Wie meistert diese Version von
- 11:57dir das, wie stehst du da, wie atmest du, wie lehnst du
- 12:01vielleicht ein Angebot ab, freundlich, aber bestimmt.
- 12:04Und ganz wichtig fühle dabei den Stolz, die Freiheit, die
- 12:08Selbstachtung und der Bonustipp. Während du dieses starke
- 12:12Zukunftsgefühl spürst, drückst du gleichzeitig wieder deinen
- 12:15Ankerpunkt. So lädst du ihn quasi zusätzlich
- 12:19mit dieser positiven Zukunftsenergie auf.
- 12:21Das klingt nach einem guten Plan, aber klar, da kommen
- 12:24sicher auch Fragen auf. Lass uns doch mal die FAQS
- 12:27durchgehen, die Gabriel im Artikel auch beantwortet.
- 12:30Stell dir vor, das sind jetzt direkt deine Fragen an uns.
- 12:32Zum Beispiel? Funktioniert das wirklich oder
- 12:35bilde ich mir das nur ein? Ja, das ist ne absolut
- 12:38berechtigte Frage und die Antwort ist ja es funktioniert
- 12:43und es ist keine Einbildung, wie wir ja vorhin schon besprochen
- 12:47haben. Es basiert auf der klassischen
- 12:49Konditionierung, das ist ein fundamentales Lernprinzip des
- 12:53Gehirns, das ist wissenschaftlich gut belegt, es
- 12:56ist angewandte Neurobiologie, keine Magie oder so.
- 13:00Die Stärke des Effekts, die hängt natürlich davon ab, wie
- 13:03gut und wie oft du übst. Klar, aber das Prinzip selbst
- 13:06ist solide. OK, aber was ist, wenn ich jetzt
- 13:09übe und übe? Aber mein Anker funktioniert
- 13:12nicht richtig oder nur ganz schwach?
- 13:14Was mach ich denn da falsch? Mhm, das ist natürlich
- 13:17frustrierend, kann aber passieren.
- 13:19Gabel nennt er ja auch n Paar typische Fehlerquellen war das
- 13:23positive Gefühl, dass du gewählt hast, wirklich intensiv genug,
- 13:26such vielleicht noch mal ne Erinnerung, die dich emotional
- 13:29richtig packt. Oder hast du den Anker wirklich
- 13:32genau am Höhepunkt des Gefühls gesetzt?
- 13:34Das Timing ist echt kritisch, dritte Frage ist dein Anker
- 13:38wirklich einzigartig, wenn du zum Beispiel die Hände faltest?
- 13:41Das machst du vielleicht unbewusst ständig, dann
- 13:43funktioniert das nicht gut als Anker, wähl was spezielles und
- 13:47der häufigste Grund ist wahrscheinlich zu wenig
- 13:49Wiederholung, der Anker ist halt wie n Muskel, er braucht
- 13:52Training also. Intensiveres Gefühl suchen,
- 13:56Timing prüfen, Einzigartigkeit sicherstellen und dranbleiben.
- 13:59Mit dem Üben, wiederholen, wiederholen, wiederholen.
- 14:02Das leuchtet ein. Eine andere Sorge könnte
- 14:05vielleicht sein, kann ich mir damit nicht auch versehentlich
- 14:09negative Gefühle ankern, geht das auch?
- 14:12Oh ja, definitiv. Das passiert uns allen ständig
- 14:15unbewusst. Denk mal an das eine Lied, das
- 14:18immer lief, als du damals Liebeskummer hattest.
- 14:21Zack. Hörst du das?
- 14:22Heute ist sofort dieses miese Gefühl wieder da oder der Ort
- 14:26eines Unfalls, der löst Unbehagen aus, deine Suchtträger
- 14:30sind ja genau das über lange Zeit etablierte negative Anker,
- 14:35deshalb ist es ja so wichtig, ganz bewusst starke, positive
- 14:39Gegenanker aufzubauen. Du gibst deinem Gehirn damit
- 14:42eine echte Alternative an die Hand.
- 14:45Und wie oft muss ich denn üben? Muss ich das jetzt jeden Tag für
- 14:48den Rest meines Lebens machen? Nein, keine Sorge.
- 14:50Am Anfang empfiehlt Gabriel schon, es einige Tage lang
- 14:53täglich zu machen, um die Verbindung erst mal richtig zu
- 14:56knüpfen, die Autobahn zu bauen sozusagen.
- 14:59Danach reicht es aber völlig, den Anker immer mal wieder
- 15:02aufzufrischen. Besonders gut geht das, wenn du
- 15:04eh gerade n starkes positives Erlebnis hast.
- 15:07Nutz doch einfach diesen Moment, um deinen Anker damit wieder
- 15:10aufzuladen. Wie bei der Powerbank aufladen,
- 15:13wenn die Sonne scheint, also wenn es dir gut geht, damit du
- 15:15genug Energie hast, wenn der Sturm kommt, also die Krise oder
- 15:18der Suchtdruck. Das klingt ja fast schon ein
- 15:21bisschen zu gut, um wahr zu sein.
- 15:23Ein Druck auf den Finger gegen jahrelange Sucht, da könnte man
- 15:27ja denken. Kann so ein Anker denn eine
- 15:29Therapie oder den Besuch einer Selbsthilfegruppe ersetzen?
- 15:33Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
- 15:36Und die Antwort ist ein klares, unmissverständliches Nein,
- 15:40absolut nicht. Gabriel betont das ja auch sehr
- 15:44stark, der Anker ist ein Notfallwerkzeug, ein Skill für
- 15:48den akuten Moment. Er ist wieder Airbag im Auto.
- 15:52Er kann im Moment des Crashes vielleicht das Schlimmste
- 15:54verhindern, die eine kurze Atempause verschaffen, den
- 15:58Autopiloten unterbrechen, aber er repariert nicht die Ursache
- 16:02des Problems, den Motor, die Bremsen, also die
- 16:05tieferliegenden Muster und Gründe für die sucht, diese
- 16:09tiefere Arbeit, die braucht unbedingt Therapie, Gespräche,
- 16:13ehrlichen Austausch in Gruppen, Auseinandersetzung mit sich
- 16:16selbst. Der Anker ist eine wertvolle
- 16:18Ergänzung für den Notfall, aber niemals niemals ein Ersatz für
- 16:23die notwendige Basisarbeit. Das wäre eine gefährliche
- 16:27Illusion, das zu glauben. Gut, dass wir das so klar
- 16:30herausgestellt haben. Super wichtig also was bedeutet
- 16:34das alles, fragt Gabriel am Ende seines Artikels, fassen wir das
- 16:37doch mal zusammen, er sagt ja im Grunde.
- 16:40Die Stürme des Suchtdrucks werden kommen.
- 16:42Gerade am Anfang der Recovery Zeit, aber ein gut
- 16:46installierter, gut aufgeladener Anker kann eben verhindern, dass
- 16:50du einfach mitgerissen wirst. Er beschreibt ja auch diesen
- 16:53persönlichen aha Moment als sein erster Anker funktioniert hat.
- 16:57Wie ein kurzes Fenster öffnen in einem total stickigen Raum.
- 17:00Der Druck war vielleicht nicht sofort weg, aber die Spitze war
- 17:03gebrochen, er hatte diese eine entscheidende Sekunde Luft, um
- 17:07bewusst zu entscheiden, statt einfach nur automatisch zu
- 17:10reagieren. Ja, und wenn wir das mit einem
- 17:12größeren Bild verbinden, dann ist die Kernaussage doch, du
- 17:15bist deinen Triggern und dem Suchtdruck nicht hilflos
- 17:18ausgeliefert. Es braucht zwar bewusste
- 17:21Anstrengungen, es ist Training, ja, aber du kannst dein
- 17:25Nervensystem aktiv mitgestalten. Du nutzt die Schätze deiner
- 17:29Vergangenheit, also die positiven Erinnerungen als
- 17:32Baustoff für den Anker und die Kraft deiner Zukunftsvision als
- 17:36Kompass, um die Herausforderungen der Gegenwart
- 17:38besser zu meistern. Und die zentralen Erkenntnisse
- 17:41aus Gabriels Ansatz scheinen mir dann zu sein.
- 17:44Erstens, dein Gehirn ist Unprogrammierbar auch gegen
- 17:48Tiefsitzende Trigger. Man kann was tun.
- 17:51Zweitens, das basiert auf echter Psychologie und Neurobiologie,
- 17:56nicht auf Hokuspokus. Drittens, es ist eine praktische
- 17:59Fähigkeit, die du aufbaust wie einen Muskel mit klaren
- 18:02Schritten und gezielter Wiederholung, und viertens, das
- 18:05haben wir gerade betont, es ist ein Krisenwerkzeug, kein
- 18:08Allheilmittel und erst recht kein Therapieersatz.
- 18:11Genau, man könnte sagen, der Anker deiner positiven Erfahrung
- 18:16gibt dir halt im Sturm. Und der Leuchtturm Deiner besten
- 18:19Zukunftsvision weist dir dabei den Weg.
- 18:23Das ist doch ein starkes Bild, finde ich.
- 18:25Ein sehr starkes Bild, ja, und es stammt direkt aus Gabriels
- 18:28Engagement für dieses Thema bei Nielix Berlin.
- 18:31Und da diese Quelle ja die Basis für unsere heutige Vertiefung
- 18:35war. Wenn dir dieser Einblick hier
- 18:37und Gabriels Ansatz gefallen haben, dann solltest du wissen.
- 18:41Nilix Berlin ist wirklich ein Einmannprojekt es wird getragen
- 18:44von seiner persönlichen Erfahrung und seinem tiefen
- 18:47Wunsch, aus dem Schlechten, was er erlebt hat, etwas Gutes zu
- 18:50machen. Jede Unterstützung, sei es durch
- 18:52Teilen dieses Beitrags auf Social Media, ein Like oder eine
- 18:56positive Bewertung für seine Formate auf Spotify oder Apple
- 18:59Podcasts, vielleicht sogar eine kleine Spende, hilft ihm enorm
- 19:03dabei, diese wichtige Arbeit fortzusetzen.
- 19:06Damit hilft er nicht nur sich selbst, sondern eben auch
- 19:09anderen Betroffenen, denen er damit eine Stütze sein kann.
- 19:12Gabriels Motto ist ja aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 19:15Gutes machen, so damit sind wir dann auch am Ende unserer
- 19:18heutigen gemeinsamen Erkundung zum Thema Suchtdruck und NLP
- 19:22Anker vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und so
- 19:26aufmerksam zugehört hast. Sich mit solchen Werkzeugen zu
- 19:29beschäftigen, ist, glaube ich, wirklich wertvoll.
- 19:31Ja, absolut. Vielleicht noch ein kleiner
- 19:33Gedanke zum Mitnehmen, der direkt an Gabriels Ansatz
- 19:36anknüpft, welchen Kleinen, vielleicht ganz unscheinbaren,
- 19:40aber positiven Moment deines heutigen Tages könntest du
- 19:43vielleicht jetzt gleich mal ganz bewusst wahrnehmen, vielleicht
- 19:46nur für ein paar Sekunden innehalten und dieses gute
- 19:49Gefühl, Freude über die Sonne, die scheint Dankbarkeit für
- 19:53einen netten Menschen, stolz auf irgendetwas Kleines, was dir
- 19:56gelungen ist, kurz festhalten. Nicht mal als Formales Ankern
- 19:59unbedingt, sondern einfach nur, um deine innere gute Gefühle
- 20:03Batterie ein kleines bisschen aufzuladen.
- 20:05Einfach so für dich, bevor du die Energie vielleicht das
- 20:08nächste Mal wirklich brauchst. Das ist ein schöner Impuls zum
- 20:12Schluss. Pass gut auf dich auf und bis
- 20:14zum nächsten Mal hier bei uns. Tschüss.