Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #44 Der Weg aus der Dunkelheit ins Licht - Milan Milic
Transcript
- 0:01Dort habe ich für mich den gröbsten Mindset. Prung, Explosion. Hausliche Gewalt hat sich immer wieder geschlagen, erniedrigend. Nachher hat die Kriminalität angefangen. Mit Dealen, mit Einbrüchen, mit weiterhin Schlägen. 12, 13 bis 39 Jahre alt war ich alkoholsüchtig und von 17 bis 39 Kokain-süchtig. Berührung mit der, nennen wir es Spiritualität, habe ich gemacht, als ich meine allererste Ayahuasca-Zeremonie gemacht habe.
- 0:31Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin und mir. Unser heutiger Gast ist ein richtiger Visionär, Familienmensch und Macher. Er hat schon zig Unternehmen gegründet, vielleicht auch schon an die Wand gefahren, aber dazu erfahren wir gleich mehr. Zusätzlich hilft er ganz vielen Menschen hier draussen mit dem Thema Spiritualität, persönliche Weiterentwicklung. Und er selber hat auch schon eine mega krasse Story, Werdegang, Ups und Downs im Leben.
- 1:00erschaffen, kreiert und erfahren. Wir sind natürlich gespannt auf seine Story und freuen uns riesig, dass er die Zeit hat, um da zu sein. Darum einen fetten Applaus und ein herzliches Willkommen an Milan Milic. Wie hat man das gesagt? Jaaa! Milan Milic!
- 1:18Willkommen! Herzlich willkommen! Danke vielmals! Zu der ersten und wichtigsten Frage. Wie fühlst du dich? Ich fühle mich sehr wohl. Schön! Vor allem auch für mich mega spannend, dass ich auf Schweizerdeutsch reden darf. Ich war jenst Podcast und immer auf Hochdeutsch. Und äh...
- 1:41Jetzt auf Schweizerdeutsch zu sprechen, in meiner Muttersprache, fühlt sich richtig anders an. Wir haben ja gerade darüber gesprochen, Hochdeutsch, Schweizerdeutsch. Das ist ein anderer Grund, warum wir gesagt haben, Schweizerdeutsch, weil es ist unsere Muttersprache. Es ist die Sprache, von der wir jeden Tag sprechen. Und ich habe das Gefühl, wir können das einfach besser ausdrücken.
- 2:02Auch Hochdeutsch ist immer so ein bisschen eine Fremdsprache. Wir benutzen es nicht jeden Tag. Das ist auch eine Gewohnheitssache. Also bei mir ist es so, wenn ich Meditationen mache oder Wörter, die in die Tiefe gehen, dann fällt mir das Hochdeutsch viel leichter. Es fühlt sich anders an als auf Schweizerdeutsch. Harmonischer. Ja, genau. Harmonischer, stimmt.
- 2:24Ich bin dann wieder so... Jetzt gehst du etwas tiefer rein und sinkst tiefer. Aber weisst du, das ist ein Fun-Effekt. Ich dachte, du bist ein Deutscher. Nein, so sehe ich nicht aus. Ich sehe aus wie ein Jugo. Ja, aber ich dachte wirklich, ich habe nicht gecheckt, dass du in der Schweiz wohnhaft bist. So geil. Und übrigens, danke vielmals Canan. Welche Kamera äußere ich jetzt gerade? Oh ja, Canan. Sister. Danke dir, es war Verbindungsbruch. Ich habe dich schon immer auf megaviel Werbung im Insta gesehen.
- 2:53Und dann schreibt mir eines Abends Canan, hey, ich habe einen potenziellen Gast für euch. Wir hatten es über euch und er wäre voll dabei. Also wenn du Interesse hast, schreib ihm. Und dann bin ich eigentlich, es hat gerade resoniert. Und dann haben wir gerade Nägel mit Köpfen gemacht. Per WhatsApp. Genau, jetzt sind wir da. Genau, danke. Und wollen natürlich alles wissen. Hey, jetzt haben wir irgendwie schon viel angefangen. Come on, come on. Jetzt für die wenigen Menschen auf dieser Erde, die dich nicht kennen. Wer bist du, was machst du?
- 3:23Ich denke, ich bin ein Mensch. Aber wenn ich mich jetzt betiteln muss, was übrigens auch sehr herausfordernd ist bei mir, bei all den Sachen, die ich mache, soviel auch später zum Branding, in der Positionierung. Grundsätzlich bin ich ein sehr glücklicher Familienvater.
- 3:43Ich bin seit 24 Jahren verheiratet mit meiner Frau Olga und habe zwei wundervolle Kids. Ich liebe meine Töchter über alles, also bin ich ein glücklicher Familienvater. Und bin Unternehmer. Ich bin Unternehmer mit Leib und Seele seit über 20 Jahren. Und neben dem Unternehmertum bin ich auch Mentor.
- 4:07Dass sich Menschen begleiten, als Mentor, als Coach. Das sind die Begriffe, die mir momentan in den Sinn kommen. Wenn du sagst «Mentor, Coach», was sind das für Menschen, die du begleitest? Sind das hauptsächlich Leute, die sich finden wollen? Leute, die ein Business haben und ihr Business entwickeln wollen? Oder ist das mehr auf einer spiritueller Ebene? Du hast vorhin die Meditation angesprochen.
- 4:35Wo kann man das... Jetzt hast du gerade alles angesprochen. Alles? Ja, also... Er hat es erklärt, ich gehe wieder. Du gibst alles an deinem Handschluss. Ja, also schau... Durch das, dass ich Unternehmer bin und immer wieder ins Unbekannte springe und keine Angst davon habe,
- 4:52folgen wir den meisten Menschen. Sie wollen auch Mut, sie wollen auch so erfolgreich sein. Und das Unternehmertum fällt mir so einfach. Geschäftsideen so kreieren, umsetzen und verkaufen. Darum ist klar, das Business Mentoring, das wir haben, richtet sich an Unternehmer als Selbstständige. Vor allem aber auch an Personen, die noch gar kein Business haben, die erst starten wollen. Das heisst, wir unterstützen nicht Unternehmer, die 100'000 pro Monat Umsatz machen und sagen, «Milan, zeig mir, wie ich eine Million machen kann.»
- 5:19Die interessieren mich nicht. Ich setze mich viel mehr auf Menschen, die jetzt den ersten Schritt machen wollen und die Angst haben. Weil das sind all die Themen, die ich durchlebt habe und dadurch auch sehr authentisch bin und die Menschen richtig fühlen kann. Wir haben ein Business Mentoring, das sehr intensiv ist, das zwölf Monate dauert.
- 5:37Das mache ich nicht alleine, sondern ich habe auch interne und externe Mentoren. Experten in Social Media, Experten für Branding, Positionierung, Automatisierung. Wir sind über acht Mentoren und haben von Montag bis Freitag jeden Tag Live-Zoom-Calls. Mein Part ist Mindset, also Mindset on Sales. Das sind so meine Stärken. Love it! Love it! Genau. Dazu kommen wir vielleicht später. Unbedingt.
- 6:07Aber was ich viel mehr fühle, sind die Life Excellence. Da geht es dann eben um Spiritualität, wer bin ich, was sind Gefühle, was sind Gedanken, was sind Emotionen. Und ich habe eigentlich durch meine Geschichte, jetzt mittlerweile 45 Jahre, ich weiss, man sieht es mir nicht an, aber ja.
- 6:28Ich habe sehr viel erlebt, sehr viel Trauer, sehr viel Gewalt, sehr viele Herausforderungen in der Jugend, in der Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter. Es war überhaupt nicht einfach. Und durch das, dass ich weiss, wie es ist, auf dieser Seite des Lebens zu stehen, nämlich in Armut, in Ungewissheit, in Mangel, in Gewalt, Hass und Wut, weiss ich auch, wie es auf der rechten Seite des Lebens ist, nämlich in Freude, in Liebe, in Freiheit und Glückseligkeit zu leben und
- 6:57diesen Spagat mache ich und repräsentiere beide Seiten. Ich möchte Menschen aufzeigen, dass es absolut in Ordnung ist, Geld zu verdienen, richtig viel Geld zu verdienen, Luxus zu geniessen, aber dennoch seine Innenwelt nicht zu verlieren, sondern sich so zu lieben und so anzunehmen, wie man ist. Und in den Gefühlen von Glückseligkeit leben zu können.
- 7:22wo mein Branding auch ist, wo ich so raus gehe. Und genau so Menschen ziehe ich dann auch in mein Leben. Das ist halt sehr witzig. Ich habe über vier Agenturen, sehr namhafte Agenturen, auch gewechselt und immer wieder das Thema Branding, Branding, Branding. Und ich habe für mich festgestellt, wenn ich mein Herz öffne,
- 7:42und völlig authentisch bin und über Themen spreche, die ich erlebt habe, dann kommen genau diese Menschen in mein Leben, also kommen genau diese Menschen in diesen Mentorings, die das Gleiche oder Ähnliches erlebt haben und durchlebt haben wie ich. Ich komme jetzt noch in ganzer Haut über. Und das ist so faszinierend, mit diesen Menschen zu sprechen.
- 8:04Ich rede aus meinem Leben, ich muss mich nicht verstellen, ich muss nicht irgendwelche Weiterbildungen machen, sondern ich erzähle dir was... Aber wie grenzt es dich genau in diesen Themen davon ab, dass du sagst, hey, ich habe ja genau das gleiche erlebt, dass es dann wie, gleich nur neutral kannst du angehen und nicht zu sehr auf mein... Also weisst du, was ich meine?
- 8:22Versuche es nochmal bitte. Ich komme zu dir und habe genau ein Thema erlebt, das du vor 15 Jahren, 10 Jahren erlebt hast. Dass du dich bei diesem Thema schon identifizierst, inwiefern beeinflusst dich das?
- 8:46Sehr gute Frage. Manchmal wird es emotional. Dann beginne ich auch zu weinen. Ich lasse Tränen fliessen, die ich mich früher nie trauten konnte. Also an dieser Stelle, falls ich Tränen fliessen lasse, ist es für mich völlig normal. Ich rede sehr authentisch über diese Themen. Ich habe viele dieser Themen oder fast alle Themen hinter mir. Ich habe sie durchlebt, durchgefühlt und losgelassen. Aber dann auch, wenn ich über gewisse Themen mit dem Vater oder diese Traumatas rede,
- 9:15dann berührt mich diese Situation, aber sie berührt mich nicht, dass ich leide, sie berührt mich nicht, dass ich traurig bin, sondern sie berührt mich, weil sie einfach so emotional war und ich so glücklich und froh bin, dass ich das losgelassen habe. Darum berühre ich auch. Aber nicht so, weil ich immer noch traurig bin. Ich bin dankbar für alles, was mir widerfahren ist in meinem Leben. Für jedes Traumata, für alles, was mir der Vater angedeiht hat. Wäre das alles nicht gewesen, wäre ich nicht der, der ich jetzt bin.
- 9:43Du hast vorhin angesprochen, dass auf der linken Seite Trauer, Armut und Gewalt waren. Sind das die Verhältnisse, in denen du aufgewachsen bist? Ich bin mit sieben Jahren in die Schweiz gekommen. Ich komme aus Serbien. Du bist in Serbien aufgewachsen und geboren? Ja, Milic ist kein typischer Schweizer Name. Nein, obwohl wir es heutzutage meinen. Das Lustige ist, ich habe ja...
- 10:12Das ist gut. Ich habe immer von diesem Telemark, ich soll grüssen, der ist Milic, ja grüße, er ist Schmid. Da habe ich mich gefragt, was sagt der Schmid? Es ist immer so gewesen. Man hört immer das, was man hören mag. Ja, es war spannend. Ich bin mit Sibni in die Schweiz gekommen und
- 10:29Unsere Eltern waren noch vor dem Krieg. Also 3-4 Jahre vor dem Krieg. 1987, 86, 87. Ich kam mit meinem 3 Jahre älteren Bruder in die Schweiz. Bevor wir in die Schweiz kamen, waren sie bei den Grosseltern. Die Eltern haben uns fast 2,5-3 Jahre alleine gelassen. Damit sie... Sie wollten in die Furcht schauen. Genau. Erst in Deutschland haben sie versucht. Dort hat es nicht geklappt.
- 10:52Und das war eine Zeit, in der kein Internet, kein Handy, kein Skype, kein Whatsapp, nichts. Wir hatten nicht einmal ein richtiges Telefon. Keine Briefe. Und dann sind einfach die Eltern weg und jetzt bist du vier, fünf.
- 11:07Und die Grosseltern waren wie meine «richtigen» Eltern. Ich habe sie so sehr geliebt. Und dann kamen die Eltern auf den Flug. Das konntest du dir nicht leisten, das waren über 1000 Franken. Und damals 1000 Franken? Genau, und du hast irgendwie 2000 verdient. Und du willst jetzt wie auf die Insel fliegen. Und dann kamen sie mit dem Auto einmal und ich hatte Schock. Sie sagten «Ich bin Mami, Papi» und dann ich wieder «Mmmh».
- 11:35Und dann geht es wieder. Und meistens sind sie dann auch so gegangen, dass wir nicht den Schmerz hatten. Sie haben gedacht, auf Deutsch, es hat sich verpisst, kein Abschied und so. Und das hat bei mir... Hast du das verstanden, dass deine Eltern mit vier, fünf, die Eltern sind weg? Was hattest du für ein Gefühl, wo sind sie?
- 11:55Natürlich haben die Grossmütter gesagt, sie sind arbeiten gehen, viel Geld verdienen. Die Spielsachen sind von ihnen, die Kleider und alles. Aber ein kleines Kind kann das nicht greifen. Für mich ist Liebesentzug alleine klar. Mich interessiert nicht arbeiten. Was weiss ein Kind mit 4 oder 5, was Arbeit und was Geld verdienen ist. Das heisst Blockade alleine klar, Liebesentzug. Dann sind wir in die Schweiz gekommen.
- 12:20Und du hast gar kein Deutsch, oder? Und dann bist du noch der Jugo, der einzige Jugo, wie du damals warst. Wo sind ihr direkt geboren? Nein, in Davos. Ui. In Davos. Okay, in den 80ern. 86, 87, 80. Ohne Witz, kein einziger. Ich war der einzige, war immer noch gross. Ich konnte kein Wort Deutsch. Und kaum hat irgendetwas gefehlt. Dann haben sie mich immer angeschaut. Oder du warst immer so abgestempelt.
- 12:49Aber es war eine coole Zeit, ich vermisse nichts. Dann musste ich dich natürlich in ein neues Land anpassen. Mein Vater lebte sehr viel Gewalt aus. Er war immer unzufrieden in seinem Leben, er hat auch seine Vaterthemen. Er hat die Mutter immer vor uns geschlagen. Also häusliche Gewalt. Er hat sie immer wieder geschlagen, er erniedriget. Dann hat er uns erniedriget.
- 13:17hat mich immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich ein Nichtsnutzer bin. Dass ich nichts bin. Und dass du nichts bist, das ist ein riesen...
- 13:28Es war wie eine Erniedrigung. Ich hatte mir damals auch Blockhalen angeeignet. Ich kann mich noch erinnern, ich war 11, 12, 13 Jahre alt, da habe ich das Blinzeln angefangen. Also Blinzeln und Zuckungen. Früher konntest du auch als 5-, 6-, 7-Jähriger im Kiosk Zigaretten kaufen, in der Schweiz. Jetzt keine Chance. Dann gab es mir 5 Liber. Er hat immer dieselben Zigaretten geraucht.
- 13:54Meinst du, du warst mal rot? Cowboy. Und da wusste ich von klein auf, was er für Zigaretten raucht. Aber durch die ganze Angst, etwas falsch zu machen, ging ich in den Kiosk. Die anderen fragten, was ich für Zigaretten wollte.
- 14:12Ich wusste nicht, welche. Dann fing ich an zu weinen. Er machte mich zur Sau. Und dann nochmals. «Du Versager, du blöde See, du bist wie deine Mutter.» Das jahrelang. Und die ganze Gewalt, die er der Mutter angetan hat, die sie geschlagen hat. Uns hat er auch, aber psychisch bearbeitet. Was viel schlimmer ist.
- 14:36Bin ich dann so aufgewachsen und ausgebrochen, bin ich dann so mit 13, 14 Jahren angefangen, also mit 12, 13 Jahren angefangen zu rauchen, Zigaretten heimlich klauen und dann rauchen und dann mit 13, 14 Jahren Alkohol.
- 14:51Dann habe ich wirklich angefangen Alkohol zu trinken. Und durch das, dass man in der serbischen Kultur, wenn man Alkohol trinkt und Zigaretten trinkt, dann ist man der geilste in sich. Mein Vater hat mir mit 16 Jahren erlaubt, vor ihm zu trinken und zu rauchen. Das ist mein Sohn. Sind sie noch stolz? Das ist die Männlichkeit.
- 15:10Und dann mit 15, 16 Jahren mit Kiffen angefangen, mit Drogen in Berührung gekommen. Dann bin ich so ausgebrochen, mit 14, 15. Das heisst, all das, was ich zuhause erlebt habe, wollte ich jetzt herausbringen. Weil ich war immer das Mami-Söhnchen. Bei Mami dachte ich immer, ich sei ein Mädchen. Aber durch die ganze Wut und das, was ich in den jungen Jahren nicht konnte,
- 15:34Im Sägen oder alles. Dann bin ich ausgebrochen. Dann sind wir auf Art Gold in den Kanton Schweiz umgezogen. Das war so eine Blockgegend. Dann ist der Krieg ausgebrochen. Der Jugoslawienkrieg damals. Dann sind alle gekommen. Albaner, Kroaten, Bosnier, Serben.
- 15:53Das war deine Gang? Das war meine Gang und ich war integriert. Ich konnte Schweizerdeutsch, aber nicht Deutsch. Und dann haben wir angefangen, Untergangsgruppierungen zu machen, zu schlageln. Und das Schlageln fand ich so cool. Ich habe mich dann dort hineingefunden und habe angefangen mit Boxen, mit Kickboxen. Andere gehen zum Team und kommen runter. Ich war im Aussen-Gang noch aggressiver. Man hört dort Schwarze-Gülten-Karate, die gehen und kauen in die Fresse, weil ich immer der Stärkste bin.
- 16:22Und danach begann die Kriminalität. Mit Dealen, mit Einbrüchen, mit weiterhin Schlägen. Und ja, eigentlich mit 16 habe ich so viel Scheiss gebaut, dass ich dann drei Jahre in den Jugendknast gehen musste. Ah doch. Wusste ich es nicht.
- 16:38Das ist ein Jugendknast. Irgendwo in Aarau, Aargau oder so. Gibt es irgendetwas? Ich bin nicht reingegangen. Aber das war eigentlich Bewährung. In der Bewährung habe ich wieder Scheiss gebaut. Und dann...
- 16:54Und das war genau in der dritten Realschule. Und sie wollten mich wieder ausserühren, zum ersten Mal. Und dann kam meine Bewährungshelferin und anwahlte meine Mutter. Und dann haben sie gesagt, er ist traumatisiert, er ist so und so. Und dann haben sie gesagt, wenn du jetzt nicht eine Lehrstelle findest, dann musst du halt drei Jahre im Jugendknast. Was sagst du da? Ja.
- 17:18Keine Ahnung, wer weiss heute schon, was er will. Man nimmt die etwas und ändert sie. Ich musste dort natürlich zwangshaft etwas machen. Ich hatte keine Ahnung. Die Bewerbshelferin sagte, ich gehe zu meinem Kollegen, der war Italiener, ein Berufsberater, mit einem Schnau, mit einem Bauch. Dann sind wir hin und er sagte, ich gebe mal eine Karte auf den Tisch.
- 17:41So grosse Karten. So ähnlich. Aber es war nicht taro. Mit Bildern. Er sagte, eine Minute hast du Zeit.
- 17:52Einfach das, was dich so anspricht. Ah doch, aber auch unterbewusst. Ja, und ich natürlich überall Krawatte, Anzeige, Autos, das geile Zeug, das Bling Bling und so. Und dann war dahinter so ein Code und da hat er gesagt, du wärst gut für Finanzwesen, für Unternehmertum, für Business, für Management und so, aber schlechte Realschulnoten, vorgestraft und dann bist du noch ein Jugo. Weisst du, da hat er es auf den Punkt gebracht. Das waren aber alles perfekte Sachen für die Finanzmärkte.
- 18:20Er sagte, dass ich vergessen könne. Ich sagte, dass ich in die Knast gehe und als Kellner gehe. Sie stellten ein Servicefach an und ich fragte, was das für ein Kellner ist. «Komm, ich komme gleich mit dir.» «Das andere klingt geil.»
- 18:43Ich war immer sympathisch, konnte immer gut reden und überzeugen. Dann bin ich ins gröbste Hotel von Zug. Da haben mich fünf Sekundarschüler mit der schlechtesten Notärztin genommen. Wegen deiner Sympathie? Nach fünf Tagen hast du voll fünf Tage dort gearbeitet. Ich habe das geliebt, die Menschen mit ihnen zu reden, zu servieren. Aber so wirksam? Ich bin auch so, ich habe mich nicht verstanden.
- 19:07Hast du dort aber etwas gelernt, einen positiven Glaubenssatz in Form von «Du hast keine Chance dies, du hast keine Chance das»? Das hat dir doch sicher Selbstvertrauen gegeben. Noch nicht. Das ist später gekommen, wegen dem Sales. Aber da hatte ich einfach diese Latte.
- 19:23Der Glaubenssatz, hey, du hast jetzt einen sicheren Job. Und dort haben wir wirklich nach Mass so ein Skileck gemacht. Mega gestylt, mit Flügen, gestylt, dort habe ich noch lange Haare gekriegt, Kinder, ich bin mir vorgekommen, wie der grösste Manager. Und dann eben, glaubenssätzlich, kommt die Mutter
- 19:42Lass es nicht auf die anderen Kollegen, wenn sie kommen, das schnelle Geld. Und Geld fällt nicht von den Bäumen und vom Himmel. Und bis da und bleib immer Kellner und bleib da. Schau mal, es ist warm drin, du musst nicht draussen auf dem Bau sein. Es schafft da. Und der Vater auch, ja, wehe, du tust irgendwo... Wolltest du sicher.
- 19:59Ja, Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Und so bin ich dann mit Mühe und Not durch die Lehre. Ich war natürlich immer noch wild. Und nachher habe ich sie beendet und dann bin ich zu den Italienern geschaffen. Ich mag auch Italiener, ich habe das Gefühl, im vorherigen Leben, obwohl ich dann nicht mehr das glaube, bin ich irgendwo in Italien gewesen.
- 20:22Dann habe ich dort eineinhalb Jahre gearbeitet, in zwei sehr guten italienischen Spitzenrestaurants in Zug. Es gibt auch nur die zwei. Immer noch? Damals, jetzt gibt es sicher noch mehr. Wobei, was ist heute noch Italiener? Jetzt kennen wir es jetzt. Und dann weiss ich noch, dann kam ein Kollege.
- 20:45Ich war früher von dieser Gang. Mit Anzug, mit einer goldigen Uhr. Und er sagte, Alter, was machst du da? Du trägst Helner, du bedienst die Leute. Du bist für mich gemacht, Milan. Ich sagte, ich will nicht in den Knast. Nein, nein. Das ist Verkauf am Telefon. Man muss Menschen überzeugen, dass sie günstiger telefonieren können. Ich sagte, ich kann das nicht. Und er sagte, doch. Ich war immer risikofreudig.
- 21:13Ich habe immer das Risiko, und heute noch, ich liebe es, ins Ungewisse hineinzuspringen. Das ist eigentlich das, was alle Leute Angst haben. Das ist ja der Unternehmer, der muss das erleben können, wenn sie es nicht haben. Ja, und das ist für mich eigentlich so, dass Dopamin oder Drogen oder wie auch immer du es nennst, das sind eigentlich, mein Lehrer, der mich jetzt unterrichtet, hat gesagt, das sind deine Impulse von der Geburt. Du bist ein Schöpfer, du bist ein Erschaffer. Das habe ich aber damals alles nicht gewusst.
- 21:39Im Nachhinein... Irgendwann, als ich meine dritte Firma hatte, hat meine Frau gesagt, Schatz, hör auf. Und ich so, wieso? Ja, du bist krank. Ich so, wieso? Ja, aber bist du nicht zufrieden? Und da, und ich so, ja, aber es ist mir langweilig. Sobald ich etwas aufbaue, ist es mir langweilig.
- 21:55Genau, und dann bin ich... Das ist dein Kollege mit der goldigen Uhr, das ist ein Sales-Sales. Ja, das ist ein Sales-Sales. Und ich so, okay, fuck it, zum Italo-Gang, das ist ein Sales-Sales. Was hast du deinen Eltern damals gesagt? Ja, nichts, ich wechsle. Und die, ja, nein, das ist sicher ein Betrug. Pass auf, das ist sicher ein Betrug. Dabei ist es damals, ich meine, es ist ähnlich im Alter, als Swisscom die letzte Meile freigeben hat,
- 22:21Zuerst kam Entel, dann Tele2 und ganz weit dahin kam Sonnreis. Ah, das war immer Monopol. Genau. Und dann... Man hat die letzte Meile frei gegeben. Das heisst, jetzt hat Swisscom angefangen, alle Gesprächsminuten zu verkaufen. Und du konntest entscheiden, wo du zu welchem Volumen und wie günstig du es verkaufst.
- 22:44Und alles natürlich Marketing und Werbung. Und dann sind Callcenter wie Fliegenpilze entstanden. Und ich weiss, danach, nach etwa 6, 7, 8, 9, 10 Jahren, über 800 Carrier-Anbieter. Krass. Also, wo günstige Telefonierer anbieten. Was heute wahrscheinlich wieder ganz etwas anderes ist. Ja, ja, heute ist es ganz wieder anders. Das ist ja alles fast for free.
- 23:06Dann war in Zürich eine riesige Halle, es waren über 250 Callcenter-Agenten. Das war natürlich nicht so wie jetzt, dass jeder einen Laptop, einen PC, ein Headset hat. Nein, so Wall-Streets-Tech-Halls. Der eine ist auf einem riesigen Pult, der andere spuckt dich an beim Reden, der andere ist da, keine Abtrennung. Und du hattest das Telefon noch mit der Schnur, also es war nicht in drei Scheiben, man konnte noch...
- 23:31Und dann hattest du deine Leads-Karte, eine Excel-Liste, also ein Telefonbuch ausgedruckt, ein digitales, ein Lineal, das Werkzeug war ein Stift, fertig und das Telefon. Und du hattest die ganze Zeit telefonieren. «Ja, grüezi, mein Name ist Milić, blablabla.» «Ich habe nochmals nichts.» Und ich hatte so Schiss, Leute. Ich hatte so eine Angst. Und jetzt weiss ich auch, was es war. Angst vor Ablehnung.
- 23:56Eben, weil das war ja schon sehr mit Ablehnung. Das wusste ich damals nicht. Ich auch nicht. Ich hatte Angst vor Ablehnung, dass ich nicht abgelehnt werde. Und dann war hinter mir ein Portugieser, ein Teamleiter, der hatte einen riesen Zinkenhaken. Meistens Portugieser. Und er sagte immer so, telefoniere, telefoniere. Und wir hatten keine Einschulung. Er hat einfach hingehört und gesagt, mach, hör mal wie der, hör wie der. Das war eine Waffe.
- 24:19Ja, und der andere spricht Spanisch, der andere Portugiesisch. Ich konnte es einfach nicht greifen. Als sie mir so zuhörten, habe ich bewusst immer eine falsche Nummer gewählt. Das war ja nicht so. Damals hatte es kein Abgehörssystem. Du musst auch hinten stehen und zuhören.
- 24:37Um das abzukürzen, vom Montag bis Freitag habe ich drei Leute abgeschlossen. Mein Bruder, meine Mutter und ein Kollege. Er hat gesagt, wir müssen einfach machen, was ich sage, fertig. Am Freitag ruft er mich hin und rührt mich raus. Kündigung.
- 24:52Und ich okay, Stempel, ich kann nicht verkaufen, das ist nichts für mich. Und dann bin ich wieder zurück. Egal, welche Türe ich geklopft habe, sofort haben sie mich eingestellt. Das ist auch etwas, was ich gewusst habe, egal wo, ich halte den Kellner immer. Dann bin ich wieder rein, nach drei Monaten kommt der gleiche Kollege nochmal.
- 25:10Man sagt, ich glaube dich und ich kann Filialen jetzt in Zug eröffnen, sie ist gerade da und in der Ecke und komm und komm. Und ich wieder diese Ängste hatte, aber der innere Trief quasi so, «Ah, Milan, du scheiss Loser, du musst es dir beweisen, wie konntest du das nicht?» Das war immer so der Antrieb.
- 25:27Jetzt weiss ich, was das war. Meinen Vater beweisen, mich zu zeigen, der Beste zu sein. Darum bin ich auch in den ganzen Szenen drin. Der beste Verbrecher, der grösste Drügler, der grösste Dach. Ich wollte immer das Maximum. Nur um ihm zu beweisen.
- 25:42Ich bin dann wieder reingegangen und dann hat es angefangen. Dann habe ich bei einem zugehört und mir eine einzige Technik gezeigt. Egal was der Kunde sagt, du sagst immer das Gleiche. «Sehen Sie?» Und genau aus diesem Grund, wenn sie es machen, dann die Texte zu. Ich habe das wie ein Spiel angenommen und habe jeden abgeschlossen.
- 26:03Wir hatten in Zug, Luzern und Zürich, ein Callcenter mit über 300-400 Leuten. Und ich wurde Top Nummer 1. Krass. Alle Wettbewerbe wurden geschlagen. Irgendwie waren Rekordszahlen 15 Neukunden am Tag. Ich war bei 24, 27. Ich habe jeden, den ich angeklopft habe, abgeschlossen. Für mich war das wie ein Spiel. Und dann ist mein Selbstvertrauen gestiegen. Wow, in den Himmel.
- 26:26Alles! Ich habe angefangen Frauen zu daten, ich konnte jede Frau überreden, ich konnte gleichzeitig zwei abchecken. Ich bin überall. Und damals kam das Internet so auf. Also ich hatte mit 18, 19 meinen ersten Laptop. Und ich weiss... Und dann bin ich in diesen Blue-Win-Chats. Und dann bin ich überall. Du hast auch Sachsen in Blue-Win-Chats getroffen?
- 26:46Ich habe nie ein Zehnfingersystem gelernt. Aber dort habe ich das so gelernt. Und dann habe ich alle möglichen dated, gleichzeitig mehrere Freundinnen gehabt. Und ich war einfach der Superhero. Aber mein Mindset war da, okay, 6000 Franken, mehr geht nicht. Das ist so, okay, die Callcenter-Bubble. Und mehr ist nicht möglich, weil ich niemanden hatte, der kam und sagte, «Hey Milan, du kannst einen Ferrari fahren, einen Lambo.» Für mich war es immer noch ein Ferrari, Lambo, Drogendealer.
- 27:14Drogendealer, Drogendealer, Drogendealer, wenn man das die ganze Zeit sieht. Wir hatten kein Instagram, kein TikTok, dass ich jetzt Erfolgsmenschen sehe, die erzählen und sagen, das kannst du auch normal. Ich hatte die Vergleiche nicht. Ich hatte das alles nicht. Du hattest nur das im direkten Umfeld, mit dem hast du dich verglichen.
- 27:31Und die sind alle reich geworden. Und dann bin ich von einem Callcenter zum nächsten, habe mich dort perfektioniert, bis man mich dann wieder abgeworben hat und dann bin ich in so einer Unternehmensberatung. Und dann habe ich gesehen, oh wow, die sind alle mit Anzügen, alle mit Rolex, was ist ein Rolex?
- 27:51Ich habe mich mit Objekten identifiziert und gesehen, dass sie richtig Geld verdienen. Dann habe ich angefangen, 7'000 bis 8'000 zu verdienen. Dann habe ich gesagt, ich gehe nie wieder als Callcenter-Fuzzi. Das ist spannend, diese Steigerung. Wenn du jetzt das neue Bild hast, das hat ausgedient, jetzt bin ich der Broker.
- 28:10Und dann hat mich dann auch abgeworben, respektive die Firma ging zu. Dann habe ich angefangen vorbörsliche Aktien zu verkaufen. Also ich habe in dieser Zeit alles mögliche verkauft. Im Aussendienst. Alles mögliche. Und dann habe ich vorbörsliche Aktien. Und dort habe ich gedacht, ich bin der Motherfucker. Ich bin die krasseste Sache. Und als ich diese Jungs gesehen habe, war ich so, shit, ich bin ein Würstchen. Aber das ist geil, denn du hast immer Raum nach oben, oder? Und die haben dann 50, 30, 100'000 pro Monat verdient.
- 28:40Und ich dachte, ja, ja, ja, weisst du, Deutsch ist schnell, oder? Und dann sagte ich, zeig mir das. Und eigentlich war es ein Türke, ein deutscher Türke. Und dann ging es ums Konto. Er sagte, ich bin seit drei Monaten in der Schweiz. Er zeig mir einen Aussaugen von 80'000. Und ich so, fuck man, das ist ja wirklich real. Und ich so, wie verdient der andere? Ja, 150, der andere 40. Und ich so, ja, aber Moment, was hast du gelernt? Sagt der Elektriker. Und ich so, und der Jürgen? Ich sage, das ist nicht einmal in der Schule.
- 29:07Und ich so «Ja, Schreiner.» Und dann ist es bei mir, wie sagt der Schweizer? «Fäuferkeit.» «Der Fäuferkeit.» «Der Fäuferkeit. Und dort habe ich, dort ist für mich der gröbste Mindset. Sprung, Explosion.
- 29:22Oh fuck you Milan. Das heisst, wenn ich die Kunst des Sales beherrsche, dann fragt mich niemand, ob ich in Jugo bin, woher ich komme, ob ich überhaupt in die Schule gegangen bin. Niemand interessiert sich, welche Lehrstelle ich gemacht habe. Dann ist das alles scheissegal. Die wollen alle, dass ich für sie Umsatz mache.
- 29:44Und dann bin ich nach oben. Das war für mich das nächste Level. Diese Erkenntnis erleben zu dürfen mit 23 Jahren. Und war das dein Startschutz, das Unendliche?
- 30:04Ich habe keine Hörbücher, keinen Podcast. Jetzt kannst du ja alles wissen im Podcast holen. Du bist so wertvoll, was ihr da macht. Die Leute hören das zu und setzen sich um. Das hatte ich nicht. Umsetzen ist jetzt gut. Wenn einer oder eine umsetzt, ist ja Zeit erreicht. Der Punkt ist, dass man Sachen empfängt, aber man ist wirklich empfänglich. Das heisst, man kann ja noch so viel hören und lesen, wenn es nicht Klick macht. Weisst du, woran es liegt?
- 30:34Zu viele Informationen. Too many Podcasts. Der geht rein und hört jetzt was und denkt sich, ah, der Milan, wow, das, was er gesagt hat, geil, in zwei Minuten blinzelt er oder vibriert sein Instagram, der geht rein, das ist schon vergessen. Dann ist er bei dem, der geht auf YouTube und der Podcast.
- 30:51Aber das ist ja genau das, was Sie gesagt haben, weil man ist nicht empfänglich. Man möchte nicht bewusst. Man möchte einfach Sachen konsumieren. Und man hat das Gefühl, okay, wenn ich jetzt die nächste Info... Dann klappt es. Also muss ich nur mal das hören und dann klappt es. Anstatt einfach in die Umsetzung zu gehen.
- 31:08Und darum sage ich auch, wenn man nachher die Mentorings und Seminare macht, hey, das darf Geld kosten. Leute, das darf viel Geld kosten. Warum? Weil die Menschen entscheiden sich anhand von zwei Faktoren. Motivationsfaktor, Freude und Schmerz. Das heisst, um Freude zu erlangen, machen wir fast gar nichts.
- 31:26Nichts. Aber um Schmerz zu vermeiden... Machen wir das. Ja, das wollen wir. Wenn der Schmerz da ist, dann mache ich das. Also wenn der Preis hoch ist, dann setzt ihr ihn um. Dann macht ihr auch. Aber wenn es gratis ist oder für free Informationen, dann...
- 31:43Aber wir sind zurück zu dem Moment, wo du dachtest, krass, es ist alles möglich, 23. Egal woher ich komme, ich kann jetzt durchstarten. Und dann hast du angefangen wegen Hörbüchern. Das ist wie heute. Und dann bin ich weitergegangen und dann habe ich gemerkt, hey, shit, ich kann alles und jeden verkaufen. Also damals war mein Glaubenssatz. Ich ficke alles und jeden.
- 32:07Ich f*** alles und jeden. Und dann dachte ich mir, jetzt bist du so stark, Milla, jetzt machst du dich selbstständig. Da hatte ich immer diese Idee, aber ich wusste nicht, was. Und dann ging die Bude auch mit der Zeit zu. Und dann sass ich auf dem Balkon, als der gleiche Typ, der mich zweimal ins Telemarketing bringt, zum dritten Mal in meinem Leben.
- 32:28humpelnd. Und er war mir ja dort eine Lohnschuldig. Die Firma ist zugegangen, damals Callcenter, über 10'000. Und er kann eigentlich nichts dafür, aber ich war damals wütend auf ihn. Und dann haben wir uns nicht gesehen und ich so am Schnäpsen. Ich
- 32:44Ich war alkoholsüchtig. Ah, du hast noch konsumiert? Ja, ja, ja. Also ich war von 12.13. bis 9.30. alkoholsüchtig und von 17.00 bis 9.30. kokainsüchtig. Okay. Und dann sagte er, komm aufhören. Dann kam er auf und fragte, was ich da mache. Da sagte er,
- 33:03«Ich arbeite hier im Temporärbüro.» «Was heisst Temporär?» «Das war vor 22 Jahren.» «Ja, ja, ja, ja.» «Und er so, «Ja, weisst du, die schicken mich auf den Bau.» «Ich bin Maurer.» «Und die zahlen mir so einen 35er oder einen 30er pro Stunde.» «Kassieren aber einen 60er oder einen 70er.» «Dann ich gehe so mit mir.» «Und ich so, Alter, ist das legal?» «Dann sagt er, ja, das ist legal.» «Aber das ist ja Menschenhandel.» «Das ist doch Prostitution.» «Modernen Menschenhandel.»
- 33:33Und er sagt, nein, das ist legal. Und ich so, oh shit, geil, Mann. Das Klaverei war früher legal, oder? Ja, ja. Und ich so, fuck, Mann, was muss man dazu haben? Und er so, ja, du musst einfach eine Einzelfirma gründen und dann können wir es machen. Und ich habe mich nie beschäftigt mit Unternehmertum.
- 33:49Ah, wie das funktioniert. Und das ist aber auch meine Stärke, was ich den Leuten beibringe. Alter, hör auf, überlege, mach einfach. Spring rein und dann passiert etwas. Und dann haben wir so während dem Schnäppsel den Deal geschlossen und haben gesagt, hey, machen wir es so.
- 34:04Ich gründe eine Firma, mache das 50-50 und du besorgst mir die Mitarbeiter oder Auftraggeber. Und ich rufe an und akquiriere. Das ist das Geile. Wenn du verkaufen kannst, dann hast du keine Angst vor nichts. Egal welches Business, ich kann die Tassen nehmen, kein Problem, ich steige und verkaufe sie. Ja bitte, kannst du gut machen. Ich habe gleich mein Konto. Genau. Fuck yourself. Das ist wirklich ein geiler Name.
- 34:30Und dann bin ich einfach zum Handelsregister. Mit 500 Franken im Sack, weil ich gewiss hatte, dass es eine Einzelfirma 500 Stutz war. Und ich habe mich immer vorbereitet wegen dem Namen. Ich stehe dort und dann sagt die andere, ja, Einzelfirma, ja, aber wie ist der Name?
- 34:49«Oh shit, ein Name?» Ich so «Ja, kann ich, egal.» «Ja, aber ich bin ein Einzelfilm, muss dein Vor- und Nachnamen sein.» «Genau.» «Muss dein Name sein.» Und dann kam ein Moment, in dem wir eigentlich nur Bauarbeiter vermitteln wollten. «Was willst du dich irgendwie auf die K. fallen?» «Keine Ahnung.» «Bauarbeiter, ist einfach.» Und dann entschied ich so,
- 35:09Ich konnte gar kein Englisch, ausser «I fuck you» und so. Und dann habe ich gesagt, können Sie mir sagen, wie Akkordarbeit auf Englisch heisst? Dann hat sie gesagt «Testwork». Und ich so «Testwork, Milic». Und so habe ich eine Firma gegründet. Die erste. Und dann habe ich gedacht, okay, die haben dir immer noch nichts geschickt. Weisst du, immer bla bla bla, keine Kunden, kein nichts. Und dann habe ich gesagt, okay, komm, scheisse, du bist Verkäufer, was machst du? Kreativität. Dann habe ich gedacht, okay, gut, ich muss erst mal Leute haben.
- 35:39Ich hatte ein paar Leute, damit ich Sicherheit habe. Also bin ich in die Gratis-Annoncen, von Amtsblättern und alles, und ich habe einen Zug. Und Luzern und Zürich und Gewig. Alter, ich habe Ausschreibungen gemacht. Die Leute dachten, ich baue den ganzen Kanton. Weil du so viel Zug hast. Maurer, Schreiner, Hilfsarbeiter, Kranführer, alles Mögliche. Du hast auch noch so schwarze Blätter. Ja, ja, ja. Jeden Tag in der Briefkaste so volle Dossiers. Hast du das Gefühl, ich habe irgendjemanden angeschaut?
- 36:08Oh mein Gott, das war ja alles Paper. Ja, nicht digital. Alles so. Oh mein Gott, die Bewerbung. Ja, ja. Und dann sind die gekommen. Meine Tochter war ein Baby. Das war vor 21 Jahren fast. Ein Baby.
- 36:25Ich habe mir eine Flasche gegeben, meine Frau hat gearbeitet, ich war arbeitslos. Ich habe mir eine Flasche gegeben in einem anderen Zimmer. Und dann habe ich einen Laptop, einen PC, so weisst du, wie die Maschinen waren. Die dicken fetten. Dann bin ich auf «TelSearch» reingegangen. «TelSearch» oder «DirectWise» hat es damals genannt. «Bauzug», «Enter».
- 36:44hunderte von Baufirmen. Dann habe ich einfach die Dossiers genommen. Ich war immer kreativ. Ich konnte immer so Leitfäden aus dem Nichts zaubern. Und dann habe ich gedacht, scheissegal, was die machen. Ich habe die Leute ja nicht einmal angeläutet und gesagt, ich vorstelle ein Spruch.
- 36:59Ich habe einfach genommen und geschaut, wo es coole Namen gibt. Wie zum Beispiel Alfred Müller oder, jetzt bin ich nicht zu viel mit mehreren Firmen, aber starke Schweizer Bauunternehmungen, die einfach jeder Bauunternehmer kennt. Und dann habe ich einen Leuchtstift genommen und habe einfach das markiert. Markiert, markiert. Die anderen haben es nicht. Also all die, die bei starken Firmen gearbeitet haben, haben alle in die Wand geschlagen.
- 37:26Baschke im Durim, Lerim, Jugo, Spanier, Portugieser. Und dann sind wir... Ja, grüezi, es ist Test für die Miliz. Ich habe hier den Baschke. Nein, lass mich in Ruhe. Schick mir Unterlagen. Wie heisst deine Homepage? Hey, keine Homepage, keine Unterlagen, keine Verträge, ich habe keine Visitenkarten, nichts. Du hast gelernt, was du alles so ein bisschen brauchst, um...
- 37:47150 Absagen. Und der allerletzte am Schluss. Ich bin einer, wenn ich will. Und dann meine Frau Schatz kommt. Ich habe das Essen gekocht. Ich sage, nur noch einen. Leute, ja, Italo. Nimmt ab. Wieder die Italiener, oder? Ciao, Bella. I love Italos. Und, und, und, und, und. Ja, schickst du mir morgen zwei? Mhm.
- 38:07Und ich so, was? Ja, zwei Maler. Und ich so, fuck alles. Ich so, alles, aber kein Maler. Ich so, Mingi. Und ich so, shit. Ich so, egal, kein Problem. Zwei Maler, alles gut. Und er so, was ist Preis? Ich so, was ist bis jetzt so?
- 38:23Und er sagt irgendwie 58. Ich so, machen wir 55. Komm, ich reiche dir meine Hand durch den Hörer. Ich habe immer so Sprüche gegeben. Ich reiche dir meine Hand durch den Hörer, dann machen wir das. Er so, ja, ist gut. So, fertig. Ja, morgen um sechs Uhr am Morgen. Und ich so alles aufgelegt, happy. Und dann, ja, im Moment, ich so. Ich habe keine Maler. Ich habe keine Maler. Was machst du? Was machst du? Was machst du? Angeguckt, ich will essen. Und während dem Essen, ich so. Der Portugies, ich nenne jetzt den Namen nicht.
- 38:52Er war immer im Spielsalon, spielte nicht immer Automat, nicht immer Bier gesoffen. Und immer mit diesen weissen Malerkleidern. Ich habe meine lange Zeit, zwei Jahre, drei Jahre, in diesen Spielhöhlen verbracht. Und dann dachte ich mir, scheisse Mann, die Wahrscheinlichkeit, dass er dort ist, ist noch gross. Ich gehe ins Auto und er steht genau dort und spielt Automat. Und ich gehe hin, schleiche und er sagt, «Hey, geht's Frau, Kind? Blablabla.»
- 39:16Dann habe ich gesagt, ich suche einen. Er so, ja, aber ich arbeite schon temporär. Ich so, wie viel verdienst du jetzt? Er so, 26. Ich so, ich gebe dir 28. Und obendrauf, wenn mir noch einer springen kann, gebe ich dir noch einen Bonus obendrauf. Und er so, ja, meine Guse aus Portugal ist bei mir zu Hause. Er kifft den ganzen Tag und spielt Playstation. Er kann zwar nicht mal, aber ich zeige ihm, wie er es halten muss. Ich so, also gut, bringe.
- 39:42Ich wusste, dass sie verpeilt waren. Ich fuhr am Morgen an, als ich fuhre. So habe ich angefangen. Ich habe über 20 Mitarbeiter in drei Monaten aufgebaut. Immer noch keine Homepage, immer noch keine Unterlagen, immer noch nichts. So viel zu dem. Leute kommen zu mir, alle geben Mentoring und sagen, ich muss eine Homepage haben, ich muss Branding haben, ich muss positioniert sein. Kuretz, du brauchst gar nichts. Das ist einfach machen. Und Gas geben. Und dann...
- 40:09Durch das, dass ich die Firma eingetragen habe, hat mir das Amt für Wirtschaft und Arbeit einen Brief geschickt. Ich habe mich natürlich nie vorbereitet. Und das ist ja Arbeitsvermittlung. Das heisst, du hast damals die Auflage erfüllen müssen. Mindestens fünf Jahre Erfahrung auf diesem Beruf oder einen Hochschulabschluss.
- 40:27Strafregisterauszug, meine war Doppelkurats. Und 250'000 als Depot hinterlegen. Ich dachte mir, fuck you, dreifache Kurats geht nicht. Da war die Hürde schon etwas zu gross.
- 40:44Ich habe alles versucht. Ich habe sogar verkauft, um zu sehen, wer es ist. Dann habe ich ihn sogar am Telefon überredet, dass ich persönlich vorsprechen gehe. Ich habe ihn, weisst du... Überredet oder so? Er hat mir nicht einmal in die Augen geschaut. Er stand dort und hat die ganze Zeit so... Ich habe geredet und geredet und er schaut mir nicht in die Augen. Das war für mich so eine Ablehnung, wieder eine Ablehnung. Und dann schaut er... Ja, da habe ich voll den Jungen... Und dann schaut er mich so und sagt... «Herr Willitsch, so richtig so bünzli-schweizerisch...»
- 41:10Das ist nichts für sie, sie suchen sich etwas im Gastgewerbe. Unternehmertum ist nicht ihr Ding. Dann stand ich so, die Mutterin, die aufsteht. Und das war der Zündspin für mich. Ich sagte, du Verdammte. Und dann, ja. Ich zeig's dir.
- 41:28Dann war ich wieder zuhause, frustriert. Um die Geschichte abzukürzen, wir können stundenlang reden, ich habe mehrere Sachen gemacht. Ich habe es nochmals versucht mit einem Burgerladen. Ich wollte so Kebab und... Nach dieser temporären Geschichte? Ja, nach dieser. Das ist auch in die Hose. Das ist auch nicht gut geworden. Aber die temporäre Geschichte hat dir ja nur gezeigt, krass, ich kann aus dem Boden heraus Sachen kreieren, stampfen, machen.
- 41:51Aber sie hat mir auch gezeigt, pass auf, das ist nicht für jeden, du kannst es nicht. Die Ängste sind gekommen, du musst intelligent sein, du musst gebildet sein. Das sind wieder all die Glaubenssätze von all denen. Ja, wegen Hochschule, Hochschule. Hochschule und da und da.
- 42:06Vielleicht haben die wirklich recht. Kellner, ungebildet, die haben recht. Das kam immer wieder. Und dann bin ich immer wieder Sales und dann das zweite Business, auch in die Hose. Burgerladen. Ja, und dann bin ich wieder im Sales. Und dann habe ich wirklich Stabilität aufgebaut. Im Sales, bin Verkaufsleiter geworden, habe 15'000 jeden Monat konstant verdient. Und das ist nicht wenig. Meine Frau hat 6'000 verdient als Krankenschwester.
- 42:32Wir haben super gelebt. Schöne Wohnung, Auto, Ferien, ein Baby. Stabilität. Sicherheit. Aber diese Sicherheit. Du wurdest dazu sicher, nicht? Ja, langwierig. Und dann gaben wir innerhalb von ein paar Monaten keine Anerkennung, auf einmal nach drei Jahren. Also aus meiner Sicht keine Anerkennung.
- 42:53Sie haben mich zwei, drei Mal degradiert. Sie wollten mir keine Nachfolgeprovision geben, weil ich das Ganze geführt habe. Ich konnte nicht mehr selber verkaufen. Sie wollten mir keine Lohnerhöhung geben. Am Mittagessen sagte ein Chef, da hat er die Wunde wieder getroffen, er sagte so, «Ja, weisst du Milan, wenn das Business so einfach wäre, dann hättest du es ja damals geschafft und würdest es selber machen.»
- 43:17Das ist für mich wie... Drück den Knopf wieder. Dann bin ich zu meiner Frau nach Hause und habe gesagt, ich weiss nicht wie, aber ich versuche es nochmal. Durch diesen Prozess... Sie hat sich eine Herzkrise bekommen. Ich sagte, Schatz, wir haben 21'000. Bist doch zufrieden. Wir haben über 120'000 gespart für ein Eigenheim.
- 43:42Endlich ein Häuschen kaufen, in den jungen Jahren. Mit dem Garten. Wie alt warst du? Ich war mit 27 oder 28. Ja, stabil begonnen. Genau. Das zweite Kind ist erst 2009. Als ich mich selbstständig machte, kam das zweite Kind.
- 44:06Und dann kam die Idee, dass du eigentlich... Sie sagte die ganze Zeit, nein, nein. Und die Meinung der Kollegen, auch durch die Wurst, die Bildung. Sie sagte, nein, bist du blöd, Mann. Das Geld, das du verdienst, ist ein Zapfen. 9 to 5, Milan, um 17.30 Uhr bist du zu Hause, ein Wochenende. Und dann hatte ich immer wieder diese Ängste. Und alles und alles. Aber...
- 44:30Die Ablehnung meines Vaters war ein Wunder bei mir. Ich habe sie erst jetzt langsam durch meine Innenarbeit ausgeschlossen. Sie drückte so, das Beweisen, das Zeigen, das Ego, der Stolz, das war so gross.
- 44:51dass ich es beweisen wollte. Und dann habe ich gesagt, fuck it, ich mache es. Okay, jetzt habe ich gesagt, du hast es dort zweimal wirklich gemacht, ohne Vorbereitung. Du dich ein bisschen vorbereiten, aber nicht zu viel. Okay, hast du gelernt. Und dann habe ich einfach geschaut, braucht es da wirklich eine Lizenz. Es geht um Inkasso. Also das Inkassobüro aufzutun, Finance, Legal Part, Fortsetzung.
- 45:11Ich habe nur am Telefon verkauft. Ich konnte einen Anwalt auseinandernehmen am Telefon. Mit Wissen. Aber das war alles Theorie. Aber nicht Praxis. Manchmal ein fortsetzungsbegehren auf Französisch. Mit rechtsöffnigen Klagen. Und all das Zeug. Da habe ich aber alles gemacht danach.
- 45:28Und dann? Meine grösste Motivation war, ich wusste, es muss ein Software geben. Ich habe erfahren, es gibt ein Software, das das macht. Aber die grösste Motivation war immer noch Sales. Milan, du kannst verkaufen. Du wirst dich durch das Verkaufen überall durchboxen. Das war die Motivation. Als ich dann gesehen habe,
- 45:47Die zwei Jungs, die das im Hintergrund als White Label für uns gemacht haben, in Wädenswil, immer gekischert und so. Ich gehe in einen riesen Aschenbecher mit Joints und so. Und dann dachte ich mir, fuck man, wenn die zwei Kiefer das könnten, würde ich als Kuxer das Game revolutionieren. Mega zimmerhaft und zauberhaft. Und das war für mich der Game Changer. Ich muss den vergleichen, ich bin noch besser.
- 46:13So bin ich dann in ein Business gestürzt, wo über 250 Kassenbüros waren. Danach haben alle gesagt, dass ich blöd war. Ich wusste nicht, dass ich taub war. Was ja auch gut ist, sonst hätte ich es nie gemacht. Ja, logisch. Stell dir vor, ich wäre gebildet oder Projektleiter. Hätte ich mir alles recherchiert, hätte ich alle Informationen gewusst, hätte ich es gar nicht gemacht.
- 46:36Ich hatte 7 Jahre eine sehr schwere Zeit und verdiente 15'000 Fr. In diesen 6 Jahren konnte ich 3'500 Fr. pro Monat auszahlen.
- 46:52Und dann ging ich mit dem Mindset hinein. Und dort war ich schon mit dem Mindset. Glaubenssätze und Vision Boards und all das. Aber nicht die Innenarme, sondern mehr das Manifestieren. Und ich habe es geschafft. Ich habe es geschafft, aber ich rate niemandem, den Weg zu gehen. Das war für mich immer, wenn ich so rede, wieder eine sehr emotionale Zeit. Weil, ach, was ich da schlaflos in 16, 18 Stunden. Und die Angriffe und ...
- 47:25Burnout, Alkohol, Drogen. Es war eine harte Zeit für mich, weil ich nicht bewusst und achtsam war. Heute arbeite ich mehr als damals. Ich hatte es vorgestern mit einem. Ich arbeite mehr als damals. Aber ich bin nicht müde. Ich habe Freiheit. Ich bin leicht. Es berührt mich alles nicht. Verstehst du? Keine Drogen, kein Alkohol. Ich bin hier. Es kommt ein Thema, eine Herausforderung. Ich beobachte sie. Ich nehme sie nicht an.
- 47:52Mit der Betrachtung geht es weg. Das heisst, heute kann ich 24 Stunden arbeiten, 100'000 Probleme kommen und ich lache darüber. Milan, was haben die Drogen gegeben? Wie? Was haben die Drogen gegeben?
- 48:09War es Kokain? Halb-sächlich oder unter anderem? Ich habe alles mögliche reingeschmissen. Kokain, Crack, also Crack habe ich, das ist eines der deftigsten, Crack-süchtig, zwei, drei Jahre Crack geraucht. Durch diese Sachen war ich auch im Gefängnis, eineinhalb, zwei Jahre.
- 48:27Vor 1,5 Jahren. Nein, nicht vor. Nein, 1,5 Jahre war ich empfangen. Was würde das zählen? Die längste Zeit waren 6,5 bis 7 Monate. Sonst waren es 3 Monate, 3 Monate, 2 Monate, 3 Monate. Immer wieder rein und raus. Aber während der Inkasso-Zeit? Nein, nein, vorher. Bevor ich geheiratet wurde. Meine Frau hat mir das Wort «Leben» gerettet. Amore mia, ich liebe dich, mein Schatz.
- 48:49Sie ist aber keine Italienerin? Nein, sie ist Serbin. Okay, okay. Ähm, ich habe jung geheiratet, mit 22, mit 23, 24, Vater geworden. Dann habe ich Verantwortung übernommen. Dann habe ich mich von Kollegen getrennt und alles. Also vor dem war die ganze Knastgeschichte. Aber Drogen habe ich weiterhin genommen. Ecstasy, Speed, Amphetamin, ähm... Und was hat dir das gegeben?
- 49:11Die allergrösste Droge war bei mir Alkohol. Durch Alkohol habe ich alles andere genommen. Ich konnte nie einfach Koks nehmen und nicht Alkohol trinken. Immer Alkohol. Was hat mir das gegeben? Das hat eine Lehre gefühlt in mir. Hast du dich geborgen gefühlt? Ich habe mich...
- 49:30Ich kann nicht... Ich kann nicht... Wie soll ich es erklären? Ich weiss, was es jetzt war, aber was es damals war... Ja, klar. Damals war mir nicht bewusst, was ich damit betäube. Aber durch die Betäubung...
- 49:45Es war alles gleichgültig. Es hat sich stimmig angefühlt, es war leicht. Es war einfach nicht da in dem Moment. Natürlich, morgen mit dem Hangover, es ist wieder da. Und dann kommst du wieder und bist wieder da. Das heisst, es füllt eine Leere. Sucht, allgemein, was für eine Sucht? Sucht gleich Suchen. Suchen gleich fehlender Mangel.
- 50:11Das war ein Mangel, den ich aufgefüllt habe. Aber ich wusste nicht, ich habe schliesslich in deine Augen gegangen, in das Gefühl. Und niemand hat es gezeigt. Wann bist du dann genau auf das gekommen? Wir sind bei «Mincasso» für sieben Jahre abwärts «Silver Star». Und dann hast du das nach sieben Jahren immer noch.
- 50:31Ja, seit 15 Jahren. Aber ich bin seit 2018 nicht mehr aktiv. Ich habe einen Geschäftsführer. Ich habe das in mehreren Ländern, in mehreren Firmen, in mehreren Mitarbeitern. Ich komme sofort. Ich abschlüsse nur kurz in Spanien. Ich wollte immer die Businesses, weil ich viel Geld verdienen wollte. Bei mir war damals so, wenn ich viel Geld habe und reich bin, dann habe ich keine Probleme mehr. Dann habe ich keine Sorgen und bin glücklich. Also habe ich den ganzen Hustle gemacht.
- 51:01In dieser Zeit, als ich das mit Inkasso aufgebaut habe, habe ich ein Callcenter aufgebaut mit 200 Mitarbeitern in drei verschiedenen Ländern, Medienverlagen mit Zeitungen, sonst noch verschiedenste Businesses, Beteiligungen. 2016 bin ich dann da gestanden, von 2009 bis 2016, Vollgas gegeben, bin ich da gestanden und habe mir wirklich Summen ausgezahlt, die sich jeder da draussen wünscht. Wirklich unglaubliche Summen.
- 51:25Und dann habe ich gedacht, okay, fuck it, ich habe auch das Buch von Tim Ferriss, die 4-Stunden-Woche gelesen, Business automatisieren, alles gemacht. Und dann bin ich nur am Montag ins Büro, 2 Stunden, am Freitag 2 Stunden. Und das ist eigentlich all das, was die Leute träumen, nicht mehr arbeiten und viel Geld haben. Und ich war unglücklich.
- 51:45Und sehr unglücklich. Also noch mehr, weil irgendwie das Arbeiten war wie eine Sucht. Wie eine Sucht. Und in dieser Zeit, die ich hatte... Ich bin ins Gym gegangen, aber ich kann nicht jeden Tag 10 Stunden ins Gym sein, Massagen machen oder reisen gehen. Wir sind pro Jahr 13-15 Mal reisen gegangen. Safari-Luxus in Afrika, in Seychellen, Maldiven, Dubai. Ich habe keine Ahnung, wo ich überhaupt war, wenn ich nicht alle die Fotos...
- 52:13«Du vergisst es dann auch.» Das hat mich nicht erfüllt. Ich hatte so einen Ranzen. Und immer Alkohol, Alkoholkoks, Alkoholkoks. Auch nicht der perfekte Ehemann. Wir haben auch eine sehr toxische Beziehung geführt. Ich habe dann gemerkt, ich brauche Hilfe. Irgendetwas stimmt da nicht. Und dann bin ich auf die Suche gegangen.
- 52:36Ich habe Hilfe gesucht. Ich war Seminar-Junkie. Ich habe durch ein Branding zusammenrechnen müssen, wie viel Geld ich für Weiterbildung investiert habe. Über 350'000. Das war noch vor drei Jahren. Ich bereue nichts. Ich habe NLP, Hypnose, Trainer-Trainer, alle möglichen Verkaufsseminare gemacht.
- 53:02Ich habe Quantenheilung, ich habe Familie aufstellen, alles gemacht. Ich bin in diese Themen mit Vater, Mutter, allem. Es hat sich auch gut angefühlt, Stimmung angefühlt. Vieles konnte man wegklatschen, wegmotivieren, unterbewusst lösen. Aber nicht bewusst lösen.
- 53:22Und ich war nicht befreit, ich war nicht frei. Ich war nicht frei. Ich wusste nicht, was ist der Sinn des Lebens, was ist meine Berufung. Trotz all diesen Seminaren und Sachen, Hypnosecoach, Familienaufstellungen, die du selbst gelernt hast, um auszuführen. Ich habe es gelernt.
- 53:39Aber Anwander... Nein, nein, nein. Ich bin immer auf die Trainer gegangen, weil ich wusste, dort ist es noch intensiver. Statt wenn ich einfach als Teilnehmer gehe. Und wenn ich das Geld habe, habe ich die sogar privat gebucht in einen Zappelzahn. Ich kaufe dir. Und dann habe ich mich ausgesucht. Ich möchte gerne in der Sauna gecoacht werden. Ich möchte wandern. Ich suche übrigens noch einen Kunden.
- 54:03Ich bin frei. So geil. Und dann Meditation versucht. Und ich habe nicht geschnallt, was die mit dieser Meditation wollen. Das passiert ja nicht. Das ist ja nichts. Ich hatte damals nur YouTube-Videos und gewisse Leute, die mir das nicht richtig erklärt haben. Und dann bin ich immer wieder aus der Meditation rausgefallen. Seit zehn Jahren habe ich mich damit beschäftigt.
- 54:28Alle möglichen auch ausprobiert, hat mir nicht zugesagt. Bis ich dann, also die richtige Berührung mit der, nennen wir es Spiritualität, Mhm.
- 54:40habe ich gemacht, als ich meine allererste Ayahuasca-Zeremonie gemacht habe. Ayahuasca, vielleicht Pflanzenmedizin, die sehr stark psychodelisch ist. Ich hatte einen Kollegen dort, also eigentlich einen Mentor, und der sagte, hey Bro, ich organisiere heute in Zürich in einem Wald eine Ayahuasca-Zeremonie. Und ich habe immer darüber gelesen.
- 55:02Mein Mindset war, ich bin christlich aufgewachsen, orthodox, Jesus, alles. Immer wenn ich die Schamanen in den YouTube-Videos gesehen habe, mit «Höjja, höjja, höllalö» habe ich gedacht «Fuck man». Ich habe gesagt «Sekte, Sekte, Sekte, Sekte».
- 55:19Und er so «Fuck, Bro, nein!» Mit Sekten zu tun, das ist eine Spiritualität. Und ich so «Okay, fuck it, was habe ich nicht alles schon in mein Leben geschmissen?» «Kann ich es mehr oder weniger? Das macht auch nichts.» «Ja, das probiere ich auch.» Dann habe ich noch meinen Geschäftsführer mitgenommen, Michi. Michi begleitet mich von Anfang an. Er hat gesagt «Michi, du musst auf mich aufpassen, ich will dich so» «Doch, du musst kommen.» «Aber er hat auch genommen, ja?» «Ja, ja, doch. Das erste Mal. Wir sind dort hingegangen, eine kleine Gruppe, vier Leute.
- 55:48Das war eine einzige Nacht. In der ersten Nacht, in der ich das genommen habe, hat mir die Medizin gezeigt, dass du diese Dinge als Baby siehst und fühlst. Und all diese Emotionen sind
- 56:04Ich sah mich im Bauch meiner Mutter als zweimannatigen Fötus. Ich sah, dass sie mich abtreiben wollte. Und wie oft sie mich abtreiben wollte. Und sogar wie. Mit Schlagen, mit Trinken, sogar reingehauen, Brei gespreizt, damit der andere mich rausnimmt. Im letzten Moment entschied sie sich dagegen.
- 56:23Das wusste sie nicht. Ich sprach sie danach an. Sie war fassungslos, woher ich das weiss. Das war für mich schrecklich, das zu erfahren. Sehr schrecklich. Ich habe dort gebrüllt. Mein gewalttätiger Vater und Mutter waren der einzige Halt. Sie gaben uns alles. Sie gaben sogar in...
- 56:46Sie hat sogar ihn ausgehalten. Solange, und sie hat sich immer gesagt, solange du und dein Bruder nicht auf euren Beinen stehen, werde ich das alles aushalten. Und als ich den Kürer hatte, hat sie sich nach sieben Tagen scheiden lassen. Wow, okay. Auch glaubenswert, was die Frau sich alles angeeignet hat. Und...
- 57:05Dann habe ich das alles erlebt und ich habe geschrien. Fuck, Mann, nein. Während der Zeremonie? Ja, ja, ja. Nein, nein, nein. Und das Erbrechen ist ein Reinigungsprozess, was viele ekligen, aber die verstehen das nicht. Und dann beim Erbrechen habe ich das alles gesehen, was rauskommt. Und dann kam der Schaman und sagte, trink noch einen, gehst du noch tief? Und ich sagte, fuck dich, Mann. Das war gut. Was willst du? Nein, nein, nein. Ich sagte, scheisse drauf. Schivelli, noch einen.
- 57:32Salute! Und dann bin ich noch tiefer. Dann habe ich Vaterthemen angeschaut und gesehen, warum er das alles gemacht hat. Was ihm widerfahren ist, was seinem Vater, seinem Vater. Die ganze Linie habe ich gesehen, wie das entstanden ist. Und dass das eigentlich das grösste Sägen, das Schönste war, was ich in meinem Leben erlebt habe durch das. Das Schönste. Und da konnte ich das auflösen.
- 57:55Aber du hast mir etwas sehr Krasses gesagt, dass du beim nächsten Trink ja gesehen hast, dass deine Mutter dich geschlagen hat, nicht weil sie dich nicht wollte, sondern weil sie dich auch wollen... Die Situation vielleicht auch wollen schützen. Ich habe gesehen, ich bin beim zweiten Becher, bin ich in sie hinein, und sie wollte mich aufs pure Liebe abtreiben, weil sie nicht wollte, dass ich auf so einem Vater aufwache und all das erlebe. Das wollte sie einfach verhindern. Also es war ein Liebesakt aus ihrer Sicht. Und...
- 58:25Das ist wohl der Perspektivenwechsel. Klar. Und dann bin ich zuhause, alles super, ich bin glücklich. Meine Frau hat sich sehr Sorgen gemacht. Sie hat immer gedacht, das sei der Teufel. Und ich war so erfüllt. Ich habe immer noch die Lieder gesungen, die sie dort haben. So eine «Peaceful Music». Damals hatte ich noch einen Chauffeur mit S-Klasse und allem.
- 58:43Und er sagte, hast du eine Ecke genommen? Wo ist der Gangster-Sound? Und ich so, schick dich mit dem, Mann. Lass mir die schönen Lieder und so. Und da bin ich gefühlsvoller, emotionaler geworden, liebevoller. Aber die grösste Angst, die Leute vor iOS hatten, das war bei mir auch so, wer bin ich danach? Was ist, wenn ich all das verliere? Meine Uhren, mein Geld und meine Firmen und das Ego und das. Bullshit. Ich habe noch mehr Firmen danach aufgemacht, bin einfach viel liebevoller geworden. Und
- 59:12Nach einem Monat habe ich mich wieder getroffen. Wir haben uns bei einem guten Italo in Zug getroffen. Wir haben Mittagessen mit ein paar Unternehmerkollegen gegessen. Ich hatte gar kein Bedürfnis. Ich habe jeden Tag fast Alkohol getrunken. Ich habe immer gesagt, ich bin kein Alkoholiker. Ich bin ein Genusstrinker. Wenn ich trinke, trinke ich Tignanello, Orneleia und nicht einen billigen Fussel. Und dann hat die andere überall einen Schluck reingetan, angestoßen, einen Schluck genommen.
- 59:39Nach etwa zwei Minuten kamen mir zwei Hände und würgten mich die ganze Zeit innerlich. Ich bekam einen roten Kopf. Hast du aber Alkohol getrunken? Ja, zwei Schlucke. Mega fein war der Geruch. Der Genuss. Mit denen kann man aber nicht darüber sprechen. Dann nahm ich mein Handy aufs WC und rief den anderen auf FaceTime an.
- 1:00:05Die Situation beschrieben und er lacht und sagt, du wirst nie mehr in deinem System Alkohol aufnehmen können, das war mit deinen Traumata aus deiner Kindheit verbunden. Du hast sie ja rausgebrochen, du bist gereinigt. Da habe ich innerlich gedacht, Halleluja, ich bin geheilt. Und dann habe ich mir gedacht, oh shit, man, also fuck, man. Das ist ein bisschen...
- 1:00:29Fuck, wenn das möglich ist, in nur einer Nacht mit allen Süchten aufzuhören und nicht mehr rückfällig zu werden. Oh Milan, das will ich jetzt in der Tiefe erforschen. Ich habe Geld, ich habe Zeit.
- 1:00:45Dann packte ich meinen Rucksack und flog nach Kolumbien, Peru, Brasilien, Costa Rica. Keine Drogen, nichts mehr? Nichts. Von einem Tag auf den anderen? Ich habe mein ganzes Leben verändert. In diesen zwei Jahren habe ich über 100 Mal Ayahuasca genommen. Irgendwann habe ich bei 200 aufgehört zu zählen, weil mir das nicht mehr so interessant geworden ist.
- 1:01:07Und ich habe so viel Scheisse rausgeschissen und rausgekotzt von Traumata. Ich habe sogar gesehen, was die Grosseltern mir übergeben, was der Urgrossvater, den ich nie gekannt habe, was die alles für Sachen gemacht haben, was es in dieser Linie war.
- 1:01:23Ich wurde immer freier, immer freier. Bis ich den Ruf vor vier Jahren bekommen habe, selber die Retreats ins Leben zu rufen. So habe ich die Ahom-Retreats ins Leben gerufen und biete auch professionelle Ayahuasca-Begleitungen an mit einem 14-köpfigen Team. Wenn ich das so sage, dann ist das auch so. So etwas gibt es nicht in ganz Europa. Ich weiss nicht, weltweit gibt es so ein Setting nicht.
- 1:01:51die dich so abholt, mit einer dreimonatigen Betreuung, intensivste Betreuung. Weil durch all das, was ich erlebt habe, bei diesen Zeremonien und die Leute, die ich sehe, ich bin halt so ein Typ, ich sauge auf wie ein Schwammunternehmer, und ich sehe, was ist gut, was ist weniger gut, was...
- 1:02:07Darf ich schon etwas kritisch hinterfragen? Meine Erfahrungen mit Ayahuasca sind praktisch keine. Ich habe es noch nie genommen. Ich sehe für mich kein Bedürfnis zum Nehmen. Was mein Kopf mir sagt, ist, dass es eine Droge ist, die dich reinigt. Das ist das, was ich jetzt so kenne.
- 1:02:37Mein erster Punkt ist, es ist eine Droge. Jetzt, wie legal ist so etwas zu machen? Sehr gute Frage. In Ländern, wo die Pharmaindustrie sehr stark ist, ist es als Droge eingestuft, als DMT. Ist ja klar, man muss ja nicht mehr Medikamente nehmen, schlechter Kunde. In den Amazonas, in den Ländern, wo die...
- 1:02:59Heilige Medizin herkommt, gibt es das seit 10'000 Jahren. Also drei, vier, fünfmal älter als all die Weltreligionen. Und dort gehst du nicht zum Psychiater, sondern zum Schamanen. Also einfach mal um das abzuholen.
- 1:03:17Aber natürlich ist es nicht legal in verschiedensten Ländern. Darum haben wir uns für ein Land entschieden, wo wir das anbieten können und uns sicher fühlen. Es gibt Gesetze, auch in Spanien, wie man es machen darf. Wir sind offiziell eingetragen, dort als Firma, aber auch als ein Verein.
- 1:03:37die das offiziell auch anbieten. Das heisst, in Spanien haben sie nur ein Thema damit, weil es ist ein sehr starkes religiöses katholisches Land, dass man das nicht zu Sekten oder religiösen Zwecken nutzt. Wir bestätigen, dass es nicht so ist. Jeder Teilnehmer unterschreibt das. Also nochmal, offiziell registriert. Krass. Das sind halt wie so grosse Unterschiede zu...
- 1:04:05anderen, die es vielleicht anbieten. Das, was man in Zürich macht, ist nicht legal. Genau, eben. Es gibt viele, Kevin, es gibt viele, es gibt viele, die das anbieten in Deutschland, in einer Dreihalt-Zimmer-Wohnung, in der Schweiz, überall. Aber ich rate wirklich jedem davon ab.
- 1:04:24Das sind keine Settings. Leute, das ist eine Vorbereitung. Das ist nicht eine Party, die du machst. Wir selektieren die Menschen. Die müssen sich bewerben. Die sprechen dann mit einem, dann mit dem Zweiten, dann mit mir. Und wenn wir merken, das ist stimmig und es passt auch zu der Gruppe und es ist alles okay, dann schauen wir, hey...
- 1:04:44Hast du Herzprobleme? Ich habe eine sanitäre Betreuung. Ich weiss es nicht. Es können ja verschiedene Dinge passieren. Kannst du sagen, was passieren kann? Wenn Menschen Herzprobleme haben, sind es No-Go-Epilepsie-Anfälle. Sie sind auch nicht erwünscht. Schwanger? Schwanger geht es, nur viele Schwangere trauen sich nicht.
- 1:05:06Wenn das Kind schon im Bauch mit dem in Berührung kommt, was willst du noch mehr? Ja, das ist ein anderer Punkt. Antidepressiva ist nicht gut, ist das No-Go. Menschen, die Koks... Die machen eine Diät, eine einmonatige Diät vorher.
- 1:05:22Kein Alkohol, keine Drogen, keine Medikamente, kein Kaffee, kein Zucker, kein Salz, kein Fleisch. Das ist eine Reinigungskur. Das ist viel auch mit ihr selber verbunden. Und wir machen jeden Donnerstag um 7 oder 8 Uhr den Zoom-Call.
- 1:05:40Mit denen, die... Mit denen, die hier hinwollen. Wir bereiten dich vier Wochen vorher vor. Das heisst, die Menschen, wenn sie dort ankommen, in dieser wunderschönen Villa, wissen ganz genau, was passiert. Sie haben ihre Ängste nicht mehr. Sie sind vorbereitet. Weisst du, wenn du in ein Zimmer wohnst, hast du einen Telegram-Chat und der schickt dir ein PDF und sagt, Leute, es wäre nicht schlecht, wenn du das und das nicht machst. Und du so, ja, aber was, wenn das... Keiner betreut dich.
- 1:06:05Wir gehen auf Ängste ein. Wir haben eine Psychologin, eine psychologische Face-Readerin. Wir haben eine Zürcher Allgemeinmedizinerin, die seit 23 Jahren Ärztin ist. Natürlich nicht mehr mal eine wo. Aber das sind Menschen, die
- 1:06:21die das ernst nehmen. Die Plattform. Ich suche mir die Leute eigenhändig aus. Jeder Mensch, der dort ist, ist das Unikat. Jeder Mensch hat einen Masseur, zwei, einen Mann und eine Frau. Jeder hat seine Fähigkeiten. Der eine kann energetisch massieren, der andere ist Physiotherapeutin. Das ist alles eingespielt. Wir haben drei Köchinnen.
- 1:06:45vegan, vegetarisch kochen. Und sie machen das Essen, das ist nicht einfach so gesagt mit Liebe, sondern ich habe auch die Videos von allen Leuten, die es kennen, die wissen, jetzt kannst du auch Jana fragen, sie singen während sie kochen und sind Spannerin und sehen auch mega ratterscharf geil aus und sind die ganze Zeit dort am singen, am spielen. Das ist nicht gespielt, sie singen.
- 1:07:05Sie fühlen, sie singen zum Essen und schneiden die Tomaten und lachen und umarmen sich und knutschen sich gegenseitig ab. Und du siehst das dann auch, nachher isst sie es mega zu und sagst so «oh, love». Und sie sagt auch, ihre Brand ist «Food with Love».
- 1:07:20Das sind die Schamanen, die wir haben. Das ist das nächste Level, das wir anbieten. Und danach... Dort erlebe ich alles Mögliche. Dort kann nichts passieren. Viele sagen, ich stehre, aber bleibe hängen. Die meisten sagen, ich komme nicht mehr zurück. Was ist, wenn ich das... Das ist alles der Verstand. Weil der Verstand versteht, aha, ich will mich ändern. Okay, und jetzt kommen die Ängste. Nein, nicht ändern, nicht ändern.
- 1:07:48Und dann wird er dir alle möglichen Horrorszenarien geben. Wie ist das mit... Du bist in der Schweiz, machst aber die Retreats in Spanien. In Barcelona. Werbungen kannst du machen? Wie verbreitet sich das? Ist das Mund zu Mund? Das ist ein riesiges Thema. Ich rede ganz offen. Ich habe...
- 1:08:07Als ich angefangen habe, das Branden und das Verkaufen, wurde ich überall gesperrt. Das kann ich mir vorstellen. Also erst einmal, bevor ich mich traute, darüber zu reden, hat auch eineinhalb Jahre gedauert. Was sagt Familie, was sagt der, wie das Thema kommt. Hast du früher auch schon so offen über Drogen gesprochen? Nie, nie. Meine Verwandten, Bekannte, keine wussten, dass ich Drogen nehme.
- 1:08:29«Das darfst du ja nicht sagen! Keiner gewiss wegen Gefängnis!» «Wenn du so locker rausrätst, als wäre es etwas Normales...» «Das ist jahrelange Therapie mit dir selber.» «Das ist aber für mich auch befreiend, wenn ich darüber rede. Am Anfang ist es so... Und dann haben mich auch Leute angegriffen und verurteilt und alles. Aber jetzt bin ich...»
- 1:08:49Das fühlt sich so leicht an. Das war mein Leben. Ich sage mir oft, dass ich nicht bereue, dass ich das gemacht habe. Ich sage mir, dass ich nicht bereue, dass ich das gemacht habe. All das, was ich wieder erfahren habe, all der Schmerz, die Trauer, das ist das Schönste. Mein Vater ist verstorben, aber ich liebe ihn über alles, was er mir angetan hat. Das ist das grösste Geschenk, das der Mensch mir angetan hat. Das schönste Geschenk. Ich habe noch einen Ankel von vorher. Du hast einen dreijährigen Bruder?
- 1:09:16Darf ich noch fragen? Du stellst krasse Fragen. Darf ich noch fragen? Was macht dein Bruder? Wie geht es ihm? Mein Bruder ist das völlige Gegenteil davon. Logisch.
- 1:09:33Wir konnten nie über Gefühle sprechen, wir konnten uns nie richtig in der Tiefe verstehen. Ich nahm ihn dann auch mal ins Geschäft hinein und wir gingen dann auch auseinander, also geschäftlich, weil das nicht funktioniert hat. Ich bin völlig das Gegenteil von ihm. Ich liebe ihn noch, meinen Bruder, er mich auch. Wir treffen uns bei Familienfest, sind immer füreinander da.
- 1:09:51Aber er kann nicht über Gefühle reden, er kann nicht Gefühle zulassen, er kann nie weinen, er kann keine Tränen zulassen. Wenn er hört, was ich da mache, sagt er immer, du bist behindert, man sollte dich verhaften, du gehörst in eine Anstalt, das ist eine Droge. Also er verurteilt das aufs Übelste.
- 1:10:10Ich frage aus einem spezifischen Grund. Es gibt ja eine Theorie, sogar einen Fakt, dass man mit seinen Traumen, die man erlebt, mit seiner Kindheit, mit den Sachen, die passiert sind, entweder als Benzin für seine Entwicklung oder als Topfrolle einnehmen kann.
- 1:10:35Ich erlaube es mir nicht, aber ich kann auch sagen, dass es so etwas ist, dass du sagst, hey, das, was ich erlebt habe, das ist der Treibstoff für das, was ich jetzt alles machen darf, andere Leute auf ihrem Weg begleiten darf. Und vielleicht bei einer anderen Person in deiner Familie, deinem Bruder in diesem Fall, ist das eher so,
- 1:10:53Das ist sehr gut benannt. Ich sehe das so. Ich beschäftige mich auch sehr tief mit der Innenwelt, vor allem auch wie das Ganze seit der Kindheit entsteht. Das hat jetzt nicht mit Brüdern oder sonst was zu tun, sondern allgemein. Es gibt introvertierte und extravertierte Menschen von der Geburt her. Das ist einfach Impuls. Wir haben dieselben Trauma erlebt. Er vielleicht noch mehr als ich.
- 1:11:19Und ich gebe das weiter, indem ich ins Beweisen gehe. Ich zeige es euch jetzt allen. Ich werde da Ego, der Superhero. Und er macht sich zum Opfer. Weiss das aber rational nicht. Aber da ist ein Wunder von beleidigt sein, abgelehnt, verlassen sein, Erniedrigung. Und wenn ich aber in der Trauer bin,
- 1:11:50dann fühle ich das nicht. Trauer fühlt sich aber gut an. Die Menschen sind sich das nicht bewusst. Das heisst, ich bin traurig, weil was passiert, wenn ich traurig bin? «Oh Kevin, wie geht es dir denn heute? Geht es gut? Hey, was läuft mir an?» Dann ist sich das nicht bewusst. Darum ist es ein Problem, wenn ich die Leute in diese Themen hineinführe und er die Maske der Trauer erkennt, dann ist es so schmerzhaft, das abzulehnen, weil dann sagt er sich
- 1:12:18«Das will ich nicht erleben! Traurig, ja, aber das nicht.» Und dann das wegnehmen und das einmal wieder erleben und durchleben, das wollen die Menschen nicht. Darum baut sich jeder eine Maske auf. Und ist etwas im Leben, was er eigentlich nicht ist. Und darum lieber das Schutzschild aufnehmen, als dich ins Gefängnis zu stecken, weil was du machst, ist, um das Physik abzulenken. Aber sind wir kurz noch bei der Ayahuasca. Danke für deine mega Offenheit. Sehr gerne, danke dir für die tollen Fragen.
- 1:12:46Genau, und zwar geht es noch darum, ich meine, ich denke jetzt gross, ich denke jetzt gross, ich denke zukunftsmässig. Und wir haben ja gesehen, was Pharma, Pipapo alles gemacht hat oder eben nicht gemacht hat, das ganze Krankheitswesen, was soll das Gesundheitswesen sein, Pipapo.
- 1:13:04Und ich bin schon instinktiv, ich glaube noch an mein vorheriges Leben, als Hex wiedergeboren. Und ich glaube mega an die Pflanzen, mega an die Natur. Ich glaube an die Kräfte, die die Natur hat. Und ich nehme mal an, Ayahuasca ist eine Pflanze Natur. Oder ist das nicht gemischt, nicht zusammengesetzt, nichts chemisches? Das sind zwei Pflanzen und ein Baumrinder, also ein Lianen, also drei Pflanzen mit purem Wasser gekocht.
- 1:13:29Und die lösen das DMT, das in dir drin ist. Wenn man Drogen betiteln will, dann bist du eine Droge. Du bist die Droge. Wir können das DMT ja selbst freisetzen. Das heisst, du bist wie Pionier, das Arbeiten zu machen. Jetzt gehen wir mal 50 Jahre vor. Wie alt sind wir dann? Vielleicht knapp noch am Leben. Hast du gesagt, du wolltest bis 100 Jahren leben? Warst du das?
- 1:13:52Ja, aber ich wollte immer 120 Jahre, jetzt habe ich erfahren, dass man auch 200-300 Jahre alt werden kann. Aber dafür müssten wir einen eigenen Podcast machen. Gut. Das heisst, 50 Jahre kann ich mir vorstellen, dass ich so viel durch den Kollektivwandel bewusst sein kann.
- 1:14:09Genau, dass es in 50 Jahren wirklich ist, dass wir anstatt wirklich ins Krankhaus, aber klar, du hast Schulmedizin, die dir vielleicht etwas zusammennimmt und so, aber so zum Vorbeugen und überhaupt, dass es gar nicht so weit kommt, dass wir wieder extrem mit der Natur zusammenarbeiten. Und das so wirklich unser Versorger ist, Vorbeuger und du bist jetzt so ein bisschen in diese Richtung am Schiessen und die Pionierarbeit am Machen.
- 1:14:33Was heisst ich? Uni Zürich, alle, die arbeiten seit 10, 15 Jahren an Ayahuasca Psychodelicum. Das wird auch ab und zu publiziert, weil man es natürlich nicht pushen kann. Ich bin schon mit denen in Verbindung getreten, die suchen auch Probanden, die suchen auch nach einer Pille von Ayahuasca ohne diese Nebenwirkung mit dem Erbrechen.
- 1:14:56Das ist Teil des Prozesses. Genau, Teil des Prozesses. In der Schweiz wird ja schon mit LSD therapiert. Mit nachweisbaren Erfolgen. In Basel oder Bern gibt es einen sehr bekannten Psychiater. Der arbeitet mit Menschen, offiziell und legal. Mit Psychedelika. Und das kann man nicht mehr aufhalten.
- 1:15:24Es wird jetzt der Rahmen sprengen, aber sehr viele Pharmafirmen setzen jetzt schon Millionen und Milliarden ein in Psychedelika, damit sie in diesem Game mitwachsen können. Ist so. Ich kann durch das ganze Ayahuasca
- 1:15:37Ich dachte mir, Ayahuasca ist das Einzige, mehr gibt es nicht. Jetzt musste ich feststellen, dass es auch ohne geht. Ayahuasca ist einfach eine abgekürzte Form. Man kann jetzt zum Beispiel 10, 15 Jahre in so einer Tiefe meditieren und sich achtsam und bewusst sein, bis man in eine Tiefe kommt. Nochmal, in dem Leben, das wir hier leben, Frauen, Kinder, Arbeit, Arbeit machen, tun, braucht es Jahrzehnte Disziplin.
- 1:16:07Ayahuasca ist einfach eine Abkürzung. Du trinkst es und in einer Stunde bist du es. Jedoch danach ist es ja vorbei. Ayahuasca ist schön, es öffnet deine Schädeldecke und zeigt dir, oh, holy shit, das ist alles möglich und das bin ich und so. Aber jetzt geht es darum, das im Alltag zu integrieren und das Leben nicht in die ganze Nummer anzusecken und Ayahuasca zu trinken, weil dann ist es wieder Sucht.
- 1:16:31Schön, dass du das selbst sagst. Nein, also wir lehnen auch Leute ab, wenn ich merke, dass jemand wieder kommt, sage ich, nein, weg, weg, weg. Keine Junkies, Leute, die integrieren. Darum betreuen wir sie auch zwei Monate nach intensiv mit acht Zoom-Calls. Und ich habe für mich erfahren, durch die ganze Achtsamkeit, Meditation bin ich noch tiefer gekommen, durch Ayahuasca.
- 1:16:54Dann habe ich einen wundervollen Menschen kennengelernt vor etwa 2-2,5 Jahren. Einen erwachten Mann. Und dieser erwachte Mann begleitet mich jetzt in das erwachte Sein. Und das erwachte Sein ist nichts anderes als ein glückliches Sein. Und seit der Geburt sind wir Menschen in vier Zuständen.
- 1:17:15Freude, Freiheit, Liebe, Glückseligkeit. Und das Ganze verlieren wir so zwischen ein und zwei Jahren. Das heisst, sobald wir vor dem Spiegel stehen...
- 1:17:28«Oh, das bin ich, das ist meins.» Dann kommt Mami, Papi, «Das bist du.» Dann beginnt das Game mit dem Ego, mit dem Leiden, die Identifikation. Das ist die allererste, grösste universelle Illusion, ist es, zu denken, dass du das bist. Die zweite Illusion ist es, zu denken,
- 1:17:48dass diese Person etwas besitzt. Und die dritte, allergrösste, beängstigendste Illusion ist das Denken, dass diese Person, die du denkst zu sein, die denkt, dass sie das besitzt, dass sie alles verlieren kann. Und so ist das ganze Kartenspiel aufgebaut. Alles liegt, alles liegt. Und anhand dieser Erkenntnis betreue ich und begleite Menschen.
- 1:18:14Aber das sind dann wahrscheinlich Leute auf einem anderen Level? Nein, das sind Menschen, die auch meine Jugo's, die mir folgen, die eine Kassiererin, ein Millionär, ich auch, Milliardär, ich habe alle möglichen Schichten von Menschen. Aber mehr so die Frage ist, die eine, die vielleicht mit
- 1:18:29Struggles im Alltag kämpfen. Haben die schon das Ding, ich will mich mit nichts mehr identifizieren, weil je weniger Identifikation ich habe, desto freier ich bin. Auf das warte ich auf. Oder sind sie so, ich will einfach, dass es mir mal gut geht, dass ich mal eine Konstante habe.
- 1:18:45Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, es kommt davon ab, wie du es präsentierst, wie du bist. Schau, ich trage keine Malenketten. Was für Ketten? Keine malen buddhistischen Ketten. Keine gelockten Haare, keine luftigen Hemden. Das ist ja das, was die Menschen sich im Verstand in den Bildern aufgespeichert haben. Ich habe gehört, Spiritualität. Denkst du an einen Arbeitslosen, der die ganze Zeit meditiert? Für mich bedeutet Spiritualität, ich weiss nicht, was es für euch bedeutet, aber für mich bedeutet Spiritualität,
- 1:19:15Der Werk und der Prozess
- 1:19:19mich selber zu finden und zu erkennen. Also mein Sein. Und mein Sein ist glücklich sein. Und da gibt es nichts mehr. Und je mehr ich versuche, die Distanz, und jetzt kommt es, ich gehe nicht immer und sage, hey, du musst erwachen oder so, ich bin es ja auch noch nicht. Aber ich habe gemerkt, sobald man den Menschen beibringt, einfach eine Distanz aufzubauen. Eine Distanz zwischen dir,
- 1:19:46Oder nenn dich noch du. Zwischen dir und diesen Gedanken, dann entsteht folgendes. Leichtigkeit. Das heisst, die Wut ärgert Milan. Der darf ja da sein. Er darf den Ärger haben. Viele lernen dich wegklatschen, wegsaufen, positiv denken, Glaubenssatz verändern. Nein, Bullshit. Die Wut, der Hass, der darf da sein. Schau ihn an. Aber wenn er da ist...
- 1:20:14Dann bist du in dem Hass, in dieser Emotion. Also Emotion ist ein Zustand. Und viele sagen, jetzt fühle ich diese Emotionen. Man kann Emotionen fühlen, aber man kann nicht das Gefühl fühlen, das diese Emotion ausgelöst hat. Weil Emotion ist Starheit, das ist schon passiert. Nochmal, Gedanken erzeugen ein Gefühl. Ein Gefühl will gefühlt werden. Schau mal den Namen.
- 1:20:38Geh hin und fühle mich. Du machst es nicht, indem du kompensierst, egal mit was allem. Dann entsteht eine Emotion. Angst, Starrheit, Krankheit. Man sagt ja unbewusst Emotion, bewusst Gefühl. Eine Emotion, wenn sie bewusst wird, ist es ja dann ein Gefühl. Genau. Und das, was sich die Menschen beibringen, in unserer Gesellschaft,
- 1:21:04In unserer Mentoring-Akademie, wie auch immer du es nennen möchtest, ist es, den Prozess zu gehen. Der Prozess ist sehr schmerzhaft. Das kommunizieren wir aber auch. Wir sagen nicht, ich zeige dir, wie du erfolgreich wirst. Weil die haben das Gefühl, ich zeige ihnen, wie sie Millionär werden können. Ich zeige dir, wie du da Millionär werden kannst. Und das andere ist dann alles Pille-Palle. Übrigens auch wegen dem Business. Wir haben aufgehört, Leute ins Business zu nehmen, weil wir gemerkt haben, sie flüchtet. Sie wollen erfolgreich werden. Ja, warum?
- 1:21:33Er will es jemandem beweisen. Also warum sollen die jetzt all den Weg gehen wie ich?
- 1:21:38Wenn es auch anders geht, dann musst du dich zuerst hier wiederfinden. Und das hat Einfluss auf dein Business. Logo. 1&1 mit 2. Logo. Warum mit Ego, mit Hass und Wut ein Business aufbauen, wenn es auch mit Liebe, mit Freude, mit Leichtigkeit geht. Und dort bringe ich sie zum ersten Mal in Berührung mit den Gefühlen. Und Gefühle kannst du nicht sagen, mach einfach häufig die Augen zu, wo ist Ablehnung. Hä? Hä? Hä?
- 1:22:04Es geht ums Körpergefühl. Es klingt gut, aber es ist... Es geht darum, dein Körpergefühl zu kennen. Aber weisst du, was finde ich mega, mega schön? Nicht zu kennen. Es ist schwer, den Ort zu finden, wenn dich niemand leitet. Warum? So, dass ich dich unterbreche. Wenn die meisten sagen, schliesse mal deine Augen und sage mit geschlossenen Augen in deinem Wohnzimmer, wo ist die Toilette? Dann sagt jeder, ja, geradeaus, links, rechts, Garage, unten, Ding.
- 1:22:26Das sind Objekte im Aussen, die kennen wir. So, in- und auswendig. Aber wenn ich die Augen zu mache und sage, wo sitzt genau die Trauer? Beschreiben wir genau? Ist es unterhalb der linken Brust? Ist es in der Halsgegend? Wie gross ist es? Das können sie nicht. Aber da leiten wir sie an. Und dann kommt das. Und dann gibt es... Hinter diesem Gefühl steckt noch ein anderes Gefühl. Man sagt, wenn drei Gefühle
- 1:22:52An einer Stelle kommt man und es gibt Wunden. Das sind die Wunden, die drücken und alles erreichen wollen.
- 1:23:03Der erste Weg ist es, dass sie zum allerersten Mal mit geschlossenen Augen einfach mal den Körper anfangen zu fühlen. Hey, uff. Das ist schon mal für viele. Ich bin unruhig. Gewisse müssen erbrechen dabei. Ich habe keine Ahnung, was da passiert. Aber wir begleiten sie. Also ich begleite sie. Und wenn er dann das Gefühl gefühlt hat,
- 1:23:24Dann lässt er los. Und dann kommt es durcheinander. Bei Frauen sehr viel Scham. Frauen haben mehr Scham als wir Männer. Das heisst, Frauen, bei denen flüsst es. Eine vorzeitige Periode, also ihre Tage. Und wir reden nicht vom Ayahuasca, sondern von normalen Coaching-Sessions. Normale Gefühle. Und dann...
- 1:23:42löse ich die Gefühle auch andere Gefühle. Und dann fängt die Geschichte an. Und danach zeige ich ihnen, hey, jetzt die Distanz aufbauen. Und eigentlich, um jetzt auf deine Frage zurückzukommen, das ist kein Hokuspokus. Das ist so simpel. Darum sage ich, ich kann das einem Milliardär, einem Millionär, aber auch einer alleinerziehenden Mutter, einem Arbeitslosen, die verstehen es alle gleich, egal welche Schicht. Religiöse Menschen verstehen es, die auch gottglaubig, die auch religionistisch sind, habe ich auch bei mir. Die haben alle einen Körper.
- 1:24:12Jeder hat einen Körper, jeder hat ein Gefühl, jeder hat Gedanken. Und deswegen funktioniert das. Und ich denke, die Menschen finden das eben so cool, weil ich das natürlich auf eine andere Art und Weise erkläre. Ich benutze auch das Wort Wichser. Ich sage auch Fick dich. Ich sage, das bin ich. Ich gehe nicht hin und mache jetzt einen auf...
- 1:24:32«Hum...» Ich sage «Hab Fresse und meditiert!» So rede ich. Und darum finden sie es auch cool. Dass sie sich mit dem identifizieren können. Ja, genau. Wir haben da ein paar Parallelen. «Un-fuck-yourself-Rixer». Aber nur schnell. Hast du das Gefühlsmässige schon immer gehabt? Weil du bist ja...
- 1:24:53Männer eher rational und so, aber du bist ein mega gefühls Mensch. Und ich meine, um vielleicht auch die ganze Drogensucht zu kreieren, hast du ja schon vieles empfunden, was du ja abtöten wolltest. Das heisst, du hattest schon immer ein starkes Gespür. Oder eben etwas, was man umdrücken wollte. Emotionale Intelligenz ist bei mir sehr ausgeprägt. Ah eben, gell. Weil das ist ja auch mega spannend bei dir, dass du voll im Business, Unternehmertum, aber trotzdem das Gefühl
- 1:25:21Das beißt dich ja nicht. Nein, eben. Nicht mehr. Nicht mehr. Durch die Beobachtung nicht mehr. Okay. Nochmals, ich habe jetzt einen sehr wichtigen Geschäftsführer. Ich will das jetzt nicht, weil ich meine, das wird erst später ausgestrahlt. Er wurde gekündigt, hat alle zugänglich, hat alle passend. Wir reden von einem Millionen-Business. Und früher hatte ich schlaflose Nächte. Wie, wo, was? Es berührt mich nicht. Und wir waren in der Sitzung und er provoziert einen Fristlosen.
- 1:25:48Er provoziert, ich erkenne das. Und die alten Leute sagen mir, «Milan, früher hättest du ihm in die Fresse gehauen, du hättest ihn vor uns genommen, wie kann er so mit dir reden?» Und ich bin in so einer Leichtigkeit und Schmunzle innerlich und sage... Und du distanzierst dich davon. Ja, und ich sage, das ist nichts, das sind Wörter, die... Ich sehe bei ihm seine Ablehnung, das ist Vaterthema, Vatererniedrigung, und für ihn ist das wie eine Beleidigung, dass er gekündet wurde und jetzt will er Rache.
- 1:26:18Natürlich kann ich ihm das jetzt nicht erzählen. Er würde das gar nicht schnallen. Er würde sagen, ich bin blöd. Und durch dieses Mitgefühl kann es mich gar nicht berühren. Jeder Mensch in meiner Welt ist Freiheit, Freude, Glückseligkeit und glücklich sein. Jeder, egal Nationalität, egal wer wir sind. Sind das deine Avatare?
- 1:26:46Ich weiss nicht, was Avatar ist, aber ja. Zustand. Ich nenne es einen Zustand. Einen Zustand, in dem wir alle drin sind. Und jetzt bauen wir alle die Masken und alles drum herum, aber es ist immer noch da. Genau, aber das sind deine Avatare, die du dir in diesem Spiel kreierst. Das ist wie ein Spiel, das du spielst und wir... Jetzt ist der Verstand gekommen, Avatar ist ein Geist. Wir haben das noch nie verstanden. Aber du siehst, wie es funktioniert. Und jeder ist sich.
- 1:27:10Aber ähm, hast du noch irgendetwas? Ich glaube, der Volk könnte gerade lang sein, aber ich glaube, wir sollten langsam... Ich habe letzte 6 Stunden gemacht und jetzt 3 Folgen. Ah, das hast du gesagt, genau. Hast du eine Frage? Ja, wir haben noch eine Frage. Also, wir haben noch dieses Konzept, und zwar jeder Gast darf am nächsten Gast eine Frage stellen. Du weisst nicht, wer der nächste Gast ist, und darum... Du hast natürlich auch einen überkommen von unserem Letzten.
- 1:27:35Da ist eine Frage von unserem letzten Gast, der nicht wusste, dass du kommst. Bevor wir dir diese Frage stellen, weil wir dich nicht beeinflussen, darfst du unserem nächsten Gast eine Frage stellen. Ah, jetzt weiss ich wieder, wer der Gast ist. Eine Frage? Einfach, was der Spontinsinn kommt. Nicht zu viel nachdenken. Warum denkst du,
- 1:28:05Dass du der bist, wo du bist. Warum? Ich wiederhole noch mal. Warum denkst du, dass du der bist, wo du bist? Jetzt, liebe Milan. Warum denkst du, dass du der bist, wo du bist?
- 1:28:19Was du stellst, meine ich gleich. Ja. What the fuck? Fuck yourself. Warum denkst du, dass du der bist, der du bist? Mit dieser Frage antworte ich wie folgt. Ich wollte allen Menschen das Bewusstsein geben, dass du nicht der bist, der du bist. Ich bin nicht der, der ich bin. Ich habe einen physischen Körper.
- 1:28:46Ich habe einen Namen, einen Stempel, Milan, einen Serb, etwas, Nationalität. Ich habe die ganze Mauer, die darum aufgebaut ist. Aber das, was ich bin, ist viel mehr. Das, was ich bin, kann man nicht beschreiben. Man kann es nicht berühren, man kann es nicht fühlen, man kann es nicht riechen. Das, was ich bin, ist Bewusstsein. Bewusstsein. Und mein Sein ist Glücklichsein.
- 1:29:17Und damit möchte ich alle Menschen einladen, einfach mal sich selber kennen zu lernen. Einfach bewusst sein. Bewusst, weil wenn du bewusst und achtsam durchs Leben gehst, dann wird dir alles bewusst. Du wirst dir bewusst, was du sagst und warum du sagst. Du wirst dir bewusst, wenn jemand dir etwas sagt, wie dich das berührt und warum dich das berührt. Und wenn du dir die Bewusstheit aufbaust und die Achtsamkeit dazu,
- 1:29:44Dann wird dir alles bewusst. Dann brauchst du keinen Coach, keinen Mentor, keine Ayahuasca, nichts nach der Null. Und dann gehst du wieder zurück in das, was du schon bist und immer gewesen bist. Freude, Liebe, glücklich sein.
- 1:29:59Was ist für dich der höchste Status von glücklich sein? Der höchste Status von glücklich sein ist glücklich sein. Glücklich sein ist ein Zustand. Es beginnt so, zuerst baust du Freude auf.
- 1:30:16Darum mache ich immer das, was Freude macht. Wenn du merkst, dass es Freude gibt, geh tiefer rein. Merk keine Freude weg. Viele fragen mich, wie soll ich mich entscheiden? Wie soll ich denken? Immer Freude. Freude fühlen. Macht es Freude, weitergehen. Und wenn du in der Freude drin bist, dann kommt Freiheit. Freiheit heisst nicht, frei zu sein und mehrere Frauen zu haben, wie viele denken. Oder finanzielle Freiheit. Das ist nicht frei. Freiheit heisst, frei von all dem zu sein.
- 1:30:43Freude baut Freiheit auf. Und wenn du in der Freiheit bist, kommt Liebe. Und Liebe, Leute, das ist so etwas Schönes. Das ist so ein wärmendes Gefühl. Liebe ist nicht Frau, Kind, Mann, die perfekte Partnerin. Das ist einfach ein anhaftiges Gefühl, das man sich als Liebe verkauft. Liebe ist ein Zustand. Ein Zustand, wo du alles Schöne siehst. Auch wenn du einen Obdachlosen auf der Strasse siehst, du siehst die Schönheit in ihm.
- 1:31:12Du siehst ein kaputtes Auto, dir kommen Tränen, weil du es so schön siehst. Und wenn du in dieser Liebe verweilst, dann kommt das Höchste und mehr gibt es nicht. Und das ist Glückseligkeit. Glücklich sein. Und für mich, wie es dann Glücklich sein ist, einfach im Hier und Jetzt sein. Nicht anhaften, was morgen sein wird, vergiss Vergangenheit, sondern einfach im Hier und Jetzt sein. Und ich fahre alle Auto und ich
- 1:31:40Ich schaue auf die Strasse und nehme mich einfach wahr im Hier und Jetzt. Wenn man das immer mehr und mehr macht, einfach der Lenkrad und ich bin hier, ich bin gesund, ich bin glücklich, dann können mit mir einfach Tränen. Und ich weine durchgehend. Darum sagen viele, du siehst so gestraft aus. He, weine, das ist nicht Botox. Ich weine und weine und das sind Freudentränen. Ich berühre die ganze Zeit diese Räume.
- 1:32:04Und erwachen heisst, wenn du lange genug dort drin bist und alles aufhört. Das heisst, in dem Moment, wenn du erwachst, verbrennen alle negativen Gedanken, alle negativen Gefühle, alle Emotionen und du bist die ganze Zeit durchgehend in diesen vier Zuständen. Du kannst nie wieder Nied, Eifersucht, Scham, Angst fühlen. Und das ist so befreiend. Und auch da haben natürlich viele Menschen die Angst, und bei mir ist es auch so,
- 1:32:32Ab und zu kommt der Zweifel und ich denke mir, wie damals bei Ayahuasca, wenn ich dann durchgehe in diesen vier Zuständen, verliere ich das? Oder wird es mir langweilig? Nein, es wird einfach alles so einfach sein und so leicht. Du brauchst keinen Schlaf mehr. Danke vielmals, mega schön. Deine Frage, die du bekommen hast, ist, was ist der schlimmste Moment in deiner Karriere und was hast du gelernt?
- 1:32:58Also dann müssten wir jetzt einen Podcast auftun. Ich habe so viel. Aber poppt dir jetzt gerade etwas auf, wo du weisst, hey, das ist jetzt gerade so präsent? Der schlimmste Moment war gerade am Anfang meine Grosszügigkeit und das Gefühl, dass ich nicht jemanden verletzen kann. Am Anfang, als ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich 2009 drei, vier Mitarbeiter. 2010 waren wir schon fast 20 in der Schweiz. Da hatte ich einen Grosskund.
- 1:33:26Und die hat gekündet. Und dann haben sie etwa sieben, acht Leute nicht mehr gebraucht. Und die haben mir so das Herz gemacht. Ich habe gesagt, wie kann ich sie kündigen? Was wird aus diesen Menschen? Also habe ich sie sechs, sieben Monate lang zu Schweizer Sachbearbeiterpreisen durchgefüttert. Und das waren Verluste von knapp 300'000. In dieser Zeit wie jetzt drei Millionen.
- 1:33:48Das heisst, das hat mir fast das Genick gebrochen. Und ich habe danach vier Jahre gebraucht, um mich von dem zu erholen. Also nicht von dem Schaden, sondern von dem fast finanziellen Ruin, den Konkurs zu erholen. Das Faszinierende ist, jeder von denen hat eine super Zukunft. Ausser einem ist es so, dass er auch nie etwas hat. Aber die anderen haben top Anstellungen bekommen, sind super erfolgreich geworden und alles. Und ich hatte einfach Angst, was wird aus denen loslassen. Das heisst, in dem Moment
- 1:34:19frag dich nicht, was wird mit jemandem sein. Hör auf zu denken, was passieren kann. Hör auf zu denken, dass du etwas Schlechtes machst oder dass du irgendetwas Verbotenes machst. Es gibt nichts. Es gibt einfach nur Handlungen, Entscheidungen. Und wenn du im Fluss des Lebens bist, in dieser Ruhe, in dieser Liebe,
- 1:34:38dann gleicht sich die Natur oder das Universum oder Gott, gleicht alles aus. Und darum denke ich an mich. Ich kann mit manifestieren, bin ich der Gottkönig, ich kann alles, ich kann mir alles mit manifestieren. Heute, ich bringe das noch den Leuten bei, weil gewisse Menschen brauchen gewisse Dinge, aber ich manifestiere nicht mehr. Du manifestierst automatisch. Es passiert alles für mich. Wenn ich in diesen vier Zuständen immer wieder verweile, glücklich bin, Freude, Liebe, Freiheit,
- 1:35:04dann öffnet sich alles. Man muss sich immer ein Ziel setzen. Ich will 10'000 Menschen helfen. Ich will 100 Millionen erreichen. Dann kommen die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, die richtigen Möglichkeiten zusammen. Was wissen wir schon, wenn der beste Zeitpunkt ist? Wer die richtige Person ist? Ganz genau. Was die richtige Tat ist? So wie es genau richtig war, dass du heute in diesem Podcast sitzt. Ganz genau. Und egal, was dir passiert, bist du dankbar.
- 1:35:27Egal, Krankheit, Tod, schöne Sachen, gute Sachen. Das ist immer für dich. Das ist das Urvertrauen, immer für dich. Schön, ich glaube, das ist der Abschluss. Das war der Sonntag. Hey Milan, danke viel, viel, viel, viel, vielmals. Ich danke euch. Für deine Energie, für deine Zeit. Danke. Für dass du ein Teil unserer Erfolgsstory bist. Du entscheidest. Genau, ja.
- 1:35:55Wir sehen uns sicher wieder zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Ich freue mich, dass Sie mich eingeladen haben, dass ich hier vorsprechen durfte und dass ich euch kennenlernen durfte. Ich spüre jetzt schon in diesem Gespräch, dass hier auch Freundschaft entstehen kann. Es matcht. Es matcht, es sind wirklich gute Leute und sie machen eine super Arbeit. Danke.
- 1:36:16Vielen Dank. Mila, ich möchte mich auch bei dir herzlich bedanken. Nicht nur, dass du dir Zeit genommen hast, um hierher zu kommen, sondern auch vor allem für deine Offenheit, wie du über diese Sachen gesprochen hast. Ich glaube, das ist nicht selbstverständlich, dass man so offen über all diese Themen spricht und das eigentlich an einer Plattform zur Verfügung gibt. Ich finde das sehr beeindruckend. Vielen Dank für das.
- 1:36:41ziehe ich meinen nicht tragenden Hut, so wie du deine Hand durchs Telefon gibst. Danke vielmals. Danke vielmals für das. Und auch bei euch, danke vielmals, haben die wieder eingeschaltet, bei «Du entscheidest», euer Podcast für Businesserfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute mit Milan. Heute mit Milan Milic. Ganz, ganz wichtig, dass wir das noch gesagt haben.
- 1:37:05Und danke vielmals für euren Support, für eure Likes, Weiterleiten, Abonnieren und ja, uns fleissig folgen und verfolgen und bis zum nächsten Podcast mit dem nächsten Gast. Ciao zusammen, tschüss. Ciao. Tschüss zusammen. It's a wrap. Mila.