Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2233 Heinrich und die Kraft der Natur
Transcript
- Ab ins Bett mit Marco König Folge 2233 – Heinrich und die Kraft der Natur Mittwoch, 7. Oktober [Hinweis: Dieses Transkript wurde automatisch aus der Audiodatei erstellt (lokale Spracherkennung, kein manuelles Gegenlesen). Einzelne Formulierungen sind an unklaren Audiostellen sinngemäß geglättet.] 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Der Ab ins Bett Adventskalender ist da, 24 Geschichten. Keine Schokolade, kein Plastik, sondern pure Magie. Hinter jedem Türchen gibt es eine neue Folge der Ab ins Bett Weihnachtsgeschichte mit dem kleinen Elefanten Pupsi. Wichtig für euch: Wer diese Woche bestellt, bekommt ihn nächste Woche. Ich bringe ihn persönlich am Montag zur Post, der nächste Versand ist dann erst wieder Ende November. Also, wenn ihr sicher einen Adventskalender von Ab ins Bett haben wollt, dann bestellt ihn jetzt auf abinsbett.net. Der Ab ins Bett Adventskalender 2026, Pupsi und das goldene Leuchten. Werbung Ende. 00:49 Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett, Ab ins Bett, der Kinderpodcast. 00:55 Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett. Ich bin Marco, und ich begrüße euch heute zur 2233. gute Nachtgeschichte. 01:08 Vorher lade ich euch einmal ein, in meinen neuen Podcast hineinzuhören: Warum eigentlich – die Welt einfach erklärt. Den gibt es neu bei Spotify, sogar mit Video, und seit Kurzem auch bei YouTube. In der neunten Folge beantworte ich die Frage, warum eigentlich manche Menschen schnarchen. Die Anfolgen gibt es überall, wo es Podcasts gibt, und eben bei YouTube. 01:41 So, das Recken und das Strecken macht euch bereit. Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hinplumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. Und heute, da bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. 02:16 Hier ist die 2233, die gute Nachtgeschichte für Mittwochabend, den 7. Oktober. Heinrich und die Kraft der Natur. 02:33 Heinrich ist ein ganz normaler Junge, es ist ein ganz normaler Tag, es kann sogar heute sein. Heinrich steht im Garten. Er hält mit beiden Händen seinen Drachen fest. Rot und gelb leuchten die Flügel in der Mittagssonne. 02:55 Drei Tage lang hat er daran gebaut, zusammen mit seiner Freundin Lina. Er hat Papier zugeschnitten, Leisten verknotet und einen extra langen Schweif aus Stoffresten zusammengenäht. Gestern Abend haben sie die letzten Schnüre festgeknotet, und zusammen auf dem Teppich in seinem Zimmer haben sie alles mit Kleister überall verklebt. 03:24 Heute ist nun der Tag. Es ist der letzte schöne, sonnige Tag, ab morgen regnet es, sagt Mama. Und heute soll der Drachen endlich fliegen. 03:36 Als Lina endlich in den Garten kommt, möchte Heinrich schon loslegen. Auch Lina, jetzt sofort, bevor sie noch mal basteln müssen. Heinrich lacht, hält den Drachen hoch über den Kopf. Sie sind auf der Wiese, alles ist so weit vorbereitet, der Drachen ist fertig, sie sind fertig. 03:58 Aber es verweht nicht. Das spürt Heinrich schon, bevor er den Drachen starten lässt. Die Blätter am Apfelbaum hängen regungslos nach unten. Die Wäsche auf der Leine, Papas Hemd, Mamas Kleid, es bewegt sich nichts, auch nur ein Stückchen. Sogar die Fahne im Nachbargarten, die sonst immer flattert, klebt nun wie angeklebt am Stab. Auch die Grashalme auf der Wiese stehen alle kerzengerade, so als seien sie aus Draht. 04:35 Kein Wind, sagt Heinrich und lässt die Arme hängen. Lina schaut sich um. Vielleicht kommt noch Wind. 04:46 Und trotzdem probieren sie es. Heinrich hält die Schnur fest, rennt los über die Wiese, so schnell seine Beine ihn tragen. Hinter ihm der Drache, aber nicht in der Luft, nein, er zieht ihn durch das Gras. Lina versucht es auch, sie rennen in die andere Richtung. Aber auch da bleibt der Drachen an den Grasbüscheln liegen. Und dann tauschen sie, Heinrich in die eine, Lina in die andere Richtung, hin und her, bis beiden die Puste ausgeht. 05:26 Vielleicht müssen wir pusten, sagt Lina. Sie bläst die Backen dick auf und pustet in Richtung Drachen. Heinrich macht mit. Sie pusten so fest sie können, bis ihnen ein wenig schwindelig wird. Der Drache aber rührt sich keinen Zentimeter. 05:50 Vielleicht hilft ja winken, sagt Heinrich. Lina muss kichern, wie soll Winken einem Drachen helfen zu fliegen? Dann können wir den Wind vielleicht herbeizaubern, sagt Heinrich. 06:05 Auf einmal hört Heinrich eine vertraute Stimme, sie kommt von der Terrasse. Es ist Oma, sie hat zwei Gläser Zitronenlimonade dabei. Na, fliegt der Drachen schon, fragt sie. Nein, es gibt keinen Wind, sagt Heinrich enttäuscht. Gar nichts, nichts, nichts. 06:37 Wind kann man nicht herbeirufen, so sehr man sich es auch wünscht, sagt Oma. Aber schaut mal zu den Wolken hoch, seht ihr das? Heinrich schaut hoch, Lina schaut hoch, sie wissen aber gar nicht, warum. Man kann den Wind abwarten, sagt Heinrichs Oma. 06:53 Heinrich und Lina blicken nach oben. Die Wolken sehen aus wie Wattebäusche, einige größer, manche kleiner. Und die da, sagt Lina und zeigt mit dem Finger nach oben, die sieht aus wie ein Schiff. Und ganz da hinten, die sieht aus wie eine Katze, meint Heinrich. 07:18 Oma setzt sich zu den beiden, dann erklärt sie, wie Wind entsteht. Wenn warme und kalte Luft sich treffen, wenn die eine der anderen Platz machen muss. Das dauert eine ganz schöne Weile, aber manchmal geht es auch ganz schnell. 07:34 Woran erkennt man, dass der Wind kommt, fragt Heinrich. Oma zeigt auf die Wolken. Wenn sie anfangen, sich schneller zu bewegen, dann ist der Wind schon unterwegs, aber hier unten spürt man ihn da noch nicht. Also warten sie. 07:51 Heinrich zählt die Wolken, und Lina erzählt die Geschichte von der Wolke, die aus Zuckerwatte ist. 08:01 Nach einer Weile bemerkt Heinrich, dass sich etwas verändert hat. Die eine Wolke, die wie eine große Zuckerwatte aussah, hat sich verzogen, sie ist zu einem länglichen Streifen geworden. 08:15 Doch dann spürt Heinrich es, erst ganz schwach, dann stärker, direkt auf der Haut in seinem Gesicht. Lina, Lina, hast du das auch gespürt? Lina nickt. Sie blicken sich um, die Fahne beim Nachbarn bewegt sich, die Blätter am Apfelbaum fangen an zu zittern. 08:39 Und Heinrich springt auf, greift nach dem Drachen und rennt über die Wiese. Lina macht mit, beide sind unterwegs, die Schnur zwischen ihnen gespannt. Mit jedem Meter hebt der Drachen mehr ab, erst wackelt er ein Stück, sinkt fast wieder, doch beim nächsten Windstoß steigt er und steigt. 09:08 Heinrich lässt die Schnur durch seine Finger gleiten, immer weiter und weiter. Der Drache zieht höher und höher, immer weiter in den Himmel, während sein Schweif dabei hin und hertanzt. Oma klatscht auf dem Gartenweg. 09:31 Heinrich hält die Schnur und gibt sie dann an Lina. Es fühlt sich an, als hätte der Drachen nur darauf gewartet, endlich in den Himmel steigen zu können. 09:43 Lina und Heinrich können gar nicht glauben, wie lange der Drachen fliegt. Er macht gar keine Anstalten, wieder runterzukommen. Ich glaube, er fühlt sich im Himmel wohl, sagt Lina. 09:57 Spät am Abend, als Heinrich im Bett liegt, schaut er noch einmal zu dem Drachen. Der steht direkt neben dem Fenster. Er denkt noch mal an den Tag, denkt an die Wolken, denkt daran, wie alles schneller wurde, wie er den Wind auf seiner Haut gespürt hat. 10:15 Heinrich weiß, dass man manche Dinge einfach abwarten muss, bis sie passieren. Und bis dahin sollte man die Zeit genießen, mit offenen Augen und ein bisschen Geduld. 10:32 Heinrich weiß genau wie du. Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's: Ab ins Bett und träumt was Schönes. 10:47 Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Bitte denkt daran, den Podcast zu folgen und zu bewerten. Danke schön. --- Alle Folgen und mehr: abinsbett.net Den Podcast unterstützen: abinsbett.net/support