Latest / Gin And Talk / Peter Haller über Kunst, Passion und das Sammeln
Transcript
- 0:00Speaker 1: Wir haben nie inflationär gekauft, weil ich immer gesagt habe auch ein guter Künstler macht nicht nur gute Sachen und ich möchte versuchen von einem guten Künstlern auch gute Bilder und gute Skulpturen zu kaufen.
- 0:16Speaker 1: Und die fallen nämlich einfach in den Schoß.
- 0:18Speaker 1: da brach man Geduld und Zeit.
- 0:20Speaker 1: Ich habe in meinem ganzen Sammlerleben ein einziges Bild verkauft.
- 0:25Speaker 1: das hab' ich nur deswegen gemacht Das war ein Poliakob, weil er meiner Frau nicht gefallen hat Und dann habe ich den Halt verkauft über Ketterner.
- 0:33Speaker 1: So eine Sammlung, braucht die Individualität und die kriegt man nicht von außen.
- 0:38Speaker 1: Die hat man entweder indem man selbst eine Vorstellung hat oder mal hat es nicht.
- 0:43Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 0:45Speaker 0: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu dieser ganz besonderen Episode Gin & Talk begrüßen zu dürfen.
- 0:52Speaker 0: Besonders nicht nur wegen dem Gast, den ich heute eingeladen habe sondern auch deshalb weil das die hundertste Episode dieses Podcasts ist.
- 1:00Speaker 0: Hundert Episoden sind seit Mai-Zweitausendzwanzig erschienen, hundert inspirierende Gespräche die ich hierzu unzähligen Themen führen durfte.
- 1:08Speaker 0: Das ist eine ganze Menge und wäre ohne Euren Support überhaupt nicht möglich.
- 1:14Speaker 0: Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön fürs Zuhören für's Liken, Kommentieren und Teilen – das hilft uns wirklich sehr!
- 1:22Speaker 0: Jetzt aber zu meinem heutigen Gast.
- 1:24Speaker 0: Zusammen mit Rolf O. Stempel gründete der gebürtige Schweizer Dr.
- 1:28Speaker 0: Peter Haller im Jahr neunzehntzundersiebzig Serviceplan, die heute größte Inhaber geführte Agenturgruppe Europas.
- 1:36Speaker 0: Über die Jahrzehnte hinweg baute er nebenher eine beeindruckende Sammlung an Kunstwerken auf ,die heute an den Standorten des Unternehmens zu sehen sind.
- 1:46Speaker 0: Ich wollte von dem heute sechsunachtzigjährigen wissen was ein gutes von einem berühmten Kunstwerk unterscheidet wie sich die Kunstwelt verändert hat und wie man eigentlich ein guter Sammler wird.
- 1:58Speaker 0: Wenn ich bei euch einen Wunsch zur hundertsten Episode frei hätte, würde ich mir übrigens eine gute Bewertung für General Talk auf der Plattform wünschen, auf der ihr diese Episode gerade hört.
- 2:08Speaker 0: Vielleicht habt ihr Lust mit diesem Wunsche zu erfüllen!
- 2:11Speaker 0: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder dabei seid!
- 2:20Speaker 1: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:25Speaker 1: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:28Speaker 1: Herzlich Willkommen
- 2:29Speaker 0: zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:33Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche
- 2:37Speaker 0: ein in die verrucht düstere
- 2:40Speaker 1: Atmosphäre unserer
- 2:41Speaker 0: Studio-Bar.
- 2:50Speaker 0: Lieber Herr Dr.
- 2:50Speaker 0: Peter Haller, ich freue mich sehr dass wir uns hier heute bei Ihnen im Büro treffen können ganz nah an Ihrer beeindruckenden Kunstsammlung und etwas darüber sprechen und über Kunst im Allgemeinen sprechen können.
- 3:02Speaker 1: Gerne ja!
- 3:03Speaker 1: Worüber spricht ein Sammler lieber als über seine Sammlung?
- 3:06Speaker 0: Los ging die Sammlung damals in den späten Siebzigerjahren, als
- 3:10Speaker 1: sie
- 3:10Speaker 0: umgezogen sind
- 3:11Speaker 1: mit
- 3:11Speaker 0: der Agentur.
- 3:13Speaker 0: Und ich hab gelesen... Das ist der Grund.
- 3:16Speaker 0: eigentlich war das sie gesagt haben dieses herrschaftliche Gebäude, dass sie da gezogen sind mit all der Historie.
- 3:21Speaker 0: Da kann man jetzt nicht anfangen irgendwelche Werbekampagnen an die Wand zu hängen sondern braucht auch etwas was zu dem Räumen passt richtig?
- 3:30Speaker 1: Ja das war der Umzug von einer relativ kleinen Villa im Nymphenburg wo wir angefangen haben In die Prinzle Gettenschraße.
- 3:39Speaker 1: Fünfzig ist das Wedekindhaus.
- 3:41Speaker 1: Das ist der letzte alte Fassade, wenn man zum Friedenssänger raufwährt auf der rechten Seite.
- 3:47Speaker 1: Da hat Wedekind über zwanzig Jahre mit seiner Frau Tilly und seinen zwei Töchtern gelebt.
- 3:53Speaker 1: Und wie ich damals ... Wir hatten in unserem ersten Behaushalt auch Werbung an den Wänden- und Bildschirmen, wo unsere Arbeiten gezeigt haben.
- 4:02Speaker 1: und wie ich dann in dieses Haus gekommen bin habe ich gesagt, das kann man hier nicht machen.
- 4:08Speaker 1: Das Haus hat einen kulturhistorischen Hintergrund der es eigentlich verbietet schnöde Werbung an die Wand zu hängen.
- 4:16Speaker 1: also wir sollten hier Kunst aufhängen und nun war's ja damals so Mitte des siebzeigere Jahre.
- 4:23Speaker 1: da hatten dann noch nicht die Mittel zur Verfügung wie das heute der Fall ist sondern wir mussten mal ganz bescheiden anfangen.
- 4:29Speaker 1: Und ich bin zu Raimund Thomas gegangen Damals die größte Galerie heute immer noch in München und habe ihn um zwei Bilder gebeten, die ich kaufen wollte.
- 4:41Speaker 1: Ich hab dann einen jungen Künstler, Fiktor Miro, den kannte ich natürlich nicht aber der hörte sich mit Spanier.
- 4:49Speaker 1: Mit Spanien ist das ganz gut, weil so ist auch aus Spanian.
- 4:52Speaker 1: Um Mira hört es sich so an wie Eilern, wie Miro habe ich mir die Bilder angeschaut und fand sie ganz schön.
- 4:58Speaker 1: Habt zwei Bilder von ihm gekauft ja?
- 4:59Speaker 1: Die hängen hier immer noch her.
- 5:02Speaker 1: Also so fing das an und dann haben wir gesagt, nach jedem gewonnenen Pitch oder nach jedem Gewonnenen Wettbewerb entstehen wir ein neues Bild.
- 5:11Speaker 1: Und das haben wir durchgehalten ja!
- 5:13Speaker 1: Und so sind im Laufe der Jahre, es sind jetzt ja ungefähr zweieinfünfzig dreihundert Kunstwerke.
- 5:19Speaker 1: Wir haben nie inflationär gekauft weil ich immer gesagt habe auch ein guter Künstler macht nicht nur gute Sachen und ich möchte versuchen von einem guten Künstler auch gute Bilder und gute Skulpturen zu kaufen.
- 5:36Speaker 1: Und die vor allem nicht einfach in den Shows, da braucht man Geduld und Zeit!
- 5:40Speaker 0: Sie hatten von Anfang an eigentlich ein relativ klares Konzept für die Sammlung das heißt der Fokus war eigentlich auf abstrakte und abstrahierende Kunst.
- 5:49Speaker 0: und ab Wie kamen Sie auf genau diesen Fokus?
- 5:55Speaker 0: Und wann wurde Ihnen dieser Fokus so klar, dass die gesagt haben, genau das ist das was
- 5:59Speaker 1: wir machen.
- 5:59Speaker 1: Also unsere Sammlung beginnt nirgendsundfünfundvierzig und neunzehnt sechsundviertig.
- 6:03Speaker 1: Es sind ganz wenige Bilder bei uns aus der früheren Zeit stammt.
- 6:08Speaker 1: Der Grund ist der... Die Nazis hatten ja ab nineteenhundertdreiundreißig auch den ganzen Kulturbetrieb im Griff.
- 6:16Speaker 1: Und Hitler und seine Schergen hatten ja eine sehr simple Vorstellungen, was Kunst und Kultur sein darf in allen Bereichen.
- 6:26Speaker 1: Also bildende Kunst durfte nur gegenständlich sein genauso Skulpturen mussten nur gegenständig sein.
- 6:33Speaker 1: Hitler war ja selbst ein nicht ganz unbegabter Zeichner oder Maler Und so mussten die Bilder aussehen, die man für Guthidl alles andere mal entartet.
- 6:44Speaker 1: Das war in der Jahre deiner Art, die sich schon einige Jahrzehnte entwickelt hatte.
- 6:53Speaker 1: Und mit den bedeutendsten Künstlern von damals waren plötzlich gehindert weiterzuarbeiten und da hat sich zwölf jahrelang von neunzehn dreiundreißig bis fünfvierzig enorm kreativität aufgestaut die dann in den Fünffilm aufhört, sich zu einer richtigen Entladung geführt hat.
- 7:12Speaker 1: Dadurch sind diese sogenannten Minutenbilder entstanden.
- 7:16Speaker 1: man hat gar nicht schnell genug seine künstlerischen Ideen loswerten können und tachistische Bilder sind entstanden Und CEO Götz ist ein typisches Beispiel.
- 7:28Speaker 1: ja Die Maler haben dann ganz kurze Zeit immer nur zu drei Minuten gebraucht um ein Bild zu machen und dieser erste Kunstrichtung ist informell Und damit haben wir angefahren.
- 7:40Speaker 1: Ich fand also diese Entwicklung, dieser künstlerische Entladung eine faszinierende Zeit und die ersten Bilder, die ich gekauft habe sind alle aus dieser Zeit.
- 7:49Speaker 0: Abstrakte Kunst.
- 7:50Speaker 0: für viele Menschen ist das sehr abstrakt und sie gönnen erst mal gar nichts anfangen.
- 7:56Speaker 0: Es ist ihnen aber ja auch ne große Leidenschaft den Leuten... Ja, die Leute an diese Kunst heranzuführen.
- 8:04Speaker 0: Was fasziniert Sie so sehr an genau dieser abstrakten Art der Kunst?
- 8:09Speaker 1: Also, abstrakte Kunst ist ja Ausdruck von Emotionalität und nicht der Gestaltungswillen von Dingen die man auch fotografisch festhalten kann.
- 8:19Speaker 1: Das finde ich eine außerordentlich fasziniere Motivation, Kunst zu machen weil sie einem näher an den Künstler heranführt.
- 8:34Speaker 1: Berühmte Bilder, sehr gute Bilder unterscheiden sie von anderen guten Bildern weil Sie die bessere Geschichte haben.
- 8:41Speaker 1: Und gerade bei abstrakter Kunst ist es wichtig dass man die Geschichte hinter dem Bild kennt.
- 8:45Speaker 1: also was hat den Künstler bewegt?
- 8:47Speaker 1: Was waren die Einflüsse?
- 8:49Speaker 1: Was wollte er damit ausdrücken?
- 8:51Speaker 1: Was war der emotionale Hintergrund, der ihn veranlasst hat ein bestimmtes Bild zu machen?
- 8:56Speaker 1: und das macht einen Kunstwerk interessant und ich finde er interessanter als wenn ich einmal einen Wald abmale Forst, soviel dann und dann gemalt.
- 9:07Speaker 1: Also es
- 9:08Speaker 0: ist ein Stück weit der Ausdruck der Emotion des Künstlers und der Künstler versucht das irgendwo in seiner Art der Kunst darzustellen?
- 9:15Speaker 1: Genau ja!
- 9:18Speaker 1: Und deswegen ist es auch sehr wichtig dass man – da machen wir mal hier im Haus sehr viele Kunstführungen – dass man den Menschen erklärt was den Künstlern bewegt hat zu einem Bild zu machen weil sonst steht man vor einer roten Fläche mit einem blauen Punkt drauf Und weiß nicht, was man damit anfangen soll.
- 9:37Speaker 1: Das zu erklären und die Hintergründe deutlich zu machen – das ist eigentlich eine ganz faszinierende Aufgabe!
- 9:43Speaker 0: Wie wichtig ist denn der persönliche Kontakt zu den Künstlern um eben genau diese Beweggründe, diese Emotionen auch verstehen zu können?
- 9:50Speaker 1: Ja wird überschätzt weil die Künstler sind sehr unterschiedlich in der Fähigkeit ihrer Bilder zu erklären.
- 9:58Speaker 1: also wenn sie Leute nehmen wie beispielsweise Anselmkiefer Der kann ein Kunstwerk fantastisch erklären.
- 10:06Speaker 1: Da brauchen sie keinen Kunstführer dazu, der kann das selbst.
- 10:11Speaker 1: Aber dann gibt es andere Künstler wie z.B.
- 10:13Speaker 1: Poliakov.
- 10:13Speaker 1: Er hat immer gesagt, hör nicht hin was einen Maler sagt, schau was er malt und das war's dann!
- 10:19Speaker 1: Der hat sich nie geäußert zu seiner Kunst.
- 10:22Speaker 1: Also ist ganz unterschiedlich.
- 10:24Speaker 1: also deswegen ist der Kontakt zum Künstlern unterschiedlich zu bewerben.
- 10:28Speaker 1: Zu Herrn Kiefer ist er ganz fantastisch, zu Herrn Poliakoff amüsant weil es war ein amüsanter Mann ja sehr gewandt gesellschaftlich unglaublich engagiert war kommunikativ.
- 10:41Speaker 1: zu seiner Zeit war jede vernissage bei ihm war ein festjahr aber hergegeben künstlerisch haben treffen mit ihm überhaupt nichts.
- 10:51Speaker 1: ganz unterschiedlicher.
- 10:52Speaker 0: wo wir gerade schon bei bei Beispielen sind Gab es einen Künstler, der Sie auch im direkten Kontakt nachhaltig wirklich so beeindruckt hat, dass sie bis heute bewegt?
- 11:03Speaker 1: Ja.
- 11:03Speaker 1: Ein sehr guter Freund von mir, Hans-Jochen Vollbrach den man überhaupt nicht kennt.
- 11:09Speaker 1: Von dem habe ich eine ganze Reihe von Bildern.
- 11:11Speaker 1: Ich glaube, fünfzehnundzwanzig Bilder von ihm.
- 11:14Speaker 1: Ich bin, glaube ich, sein einziger Sammler.
- 11:16Speaker 1: Den habe ich sehr gut kennengelernt.
- 11:19Speaker 1: Er hat leider ... ist er nie als Künstlerin Aufgetreten, sondern er ist immer Kreativchef einer großen Werbeagentur gewesen.
- 11:30Speaker 1: Das war halt auch in den Sechzigerjahren.
- 11:35Speaker 1: da sage ich habe ihm immer wieder gesagt hallo du musst doch mit deiner Kunst in die Öffentlichkeit gehen und sagt wenn Du mir das Geld dafür bezahlst dann mache ich das für mein Lebensstandard.
- 11:44Speaker 1: Ich möchte gerne gut leben Und ich will nicht nur mit meiner Mappe von Galerie zu Galerie gehen und hören, dass pro Quadratmeter so unzu viel Umsatz erforderlich ist.
- 11:52Speaker 1: Und dass das mit meinen Bildern nicht erzielbar ist.
- 11:56Speaker 1: Da habe ich den Künstler wirklich sehr gut über viele Jahre kennengelernt.
- 11:59Speaker 1: Wir waren sehr gut befreundet aber es ist einer der wenigen die ich wirklich gut gekannt habe.
- 12:05Speaker 1: Die meisten anderen kannte ich wenn überhaupt ja dann nur oberflächlicher.
- 12:10Speaker 1: Das bringt mich sehr viel.
- 12:12Speaker 1: Am meisten fährt man über einen Künstlern Intensiv mit Ausstellungen beschäftigt, die sie gemacht haben.
- 12:20Speaker 1: Mit Katalogen, wo das beschrieben wird und was Sie gemacht haben... ...mit Äußerungen, die Sie getan haben in Interviews
- 12:27Speaker 1: usw.,
- 12:29Speaker 1: da kommt man einer Sache näher als durch einen oberflächlichen Kontakt.
- 12:32Speaker 1: Ich war zum Beispiel beim siebzigsten Geburtstag von Herrn Kiefer eingeladen.
- 12:37Speaker 1: Das war sehr nett aber erfahren über ihn hat man da eigentlich nichts mehr.
- 12:41Speaker 1: Meine Kenntnisse über ihn kommen ganz woanders.
- 12:43Speaker 0: Ihr Vater hatte ja auch schon einen gewissen Bezug zu Kunst?
- 12:47Speaker 0: Ja!
- 12:47Speaker 0: Wann ist denn bei Ihnen selbst dieses Verständnis auch für Kunst?
- 12:51Speaker 0: Man hat ja oft so einen Moment, wo man auf einmal... Erst kann man gar nicht wirklich was damit anfangen.
- 12:56Speaker 0: Weil man es vielleicht nicht versteht, wenn man noch sehr jung ist und irgendwann kommt dann irgendwie der Moment, in dem man versteht warum sich so viele Menschen für Kunst begeistern.
- 13:04Speaker 1: Ja also bei mir ist das kein plötzliches Aha-Erlebnis gewesen.
- 13:08Speaker 1: Mein Vater hat auch gesammelt sehr wenig, hatte auch weniger Mittel zur Verfügung Und ich habe das eigentlich immer sehr distanziert gesehen.
- 13:17Speaker 1: Mein Vater war befreundet damals mit dem Chef des Haus der Kunst und ab und zu hat er das Haus der Kurs Geld gebraucht, hat mein Vater noch ein paar Bilder gekauft.
- 13:26Speaker 1: Zufällig halt aus Impulse raus.
- 13:32Speaker 1: Daher kommt es also nicht und meine Begeisterung für die Kunst ist im Laufe der Jahre gewachsen.
- 13:37Speaker 1: Das war nicht eine Aha-Erlebnis.
- 13:40Speaker 1: wie gesagt wir da sind Prinz Regentenstraße umgezogen sind war das eigentlich mehr so eine Referenz an den Herrn Wedekind, dass ich gesagt habe.
- 13:50Speaker 1: wir hängen da Bilder auf.
- 13:52Speaker 1: Aber es war nicht die Passion!
- 13:54Speaker 1: Die entstand mit der Beschäftigung und bei der Beschäftigung muss ich sagen haben mir sehr viel geholfen.
- 14:00Speaker 1: Die Kataloge von Auktionen vom großen Auktionatoren die sind zum Teil sehr gut.
- 14:06Speaker 1: dort sind exzellente Kunsthistoriker beschäftigt Also gerade bei Satibis, bei Christie's inzwischen auch in Deutschland bei Kettler.
- 14:14Speaker 1: Und man kann jemandem der sich für Kunst interessiert nur empfehlen, deren Katalog immer anzuschauen und zu lesen was zu den einzelnen Bildern steht.
- 14:22Speaker 1: das ist zum Teil sehr gut.
- 14:24Speaker 1: Da wächst dann mit dem Interesse die Begeisterung und so ist es bei mir langsam gewachsen Und ich bin ganz froh, dass das so ist.
- 14:33Speaker 1: Dass wir also nicht den Fehler gemacht haben, inflationär zu sammeln eine große Summe Geldes hinzulegen und aber ein Rutscher eine Menge Bilder zu kaufen – das bringt nix!
- 14:42Speaker 0: Welche Maßstabe haben denn für Sie eine Rolle gespielt bei der Auswahl?
- 14:46Speaker 0: Der Werke…?
- 14:47Speaker 0: Ja.
- 14:48Speaker 0: …und wie hat sich das vielleicht auch verändert über dir?
- 14:50Speaker 1: Also, Maßstab eins ist... Ich habe immer nur Bilder von berühmten Künstlern gekauft, vom bekannten Künstler gekauft.
- 15:01Speaker 1: Maßstab Nummer zwei war, mich musste ein Bild ästhetisch ansprechen.
- 15:06Speaker 1: Also wenn ich mir zum Beispiel ältere Bilder von meinem hochgeschätzten Maler an sich im Kiefer anschaue dann waren die oft sehr düster und sehr depressiv.
- 15:18Speaker 1: Solche Bilder möchte ich nicht um mich haben.
- 15:21Speaker 1: Wenn ich jeden Tag an einem Bild vorbeimarschiere dann möchte ich negativ beeindruckt, sondern ich möchte das es mir Freude macht.
- 15:28Speaker 1: Das heißt ein Bild muss eine gewisse positive ästhetische Ausstrahlung haben und ich behaupte dass unsere Sammlung verhält ist bei sich Ästhetisches, dass sie also Freude machen.
- 15:38Speaker 1: wenn man da durch die Räume geht kann man das auch glaube ich inzwischen nachempfinden.
- 15:42Speaker 1: Also Maßstab Nummer zwei ist ohne Frage, dass ein Bild einfach eine gewissen ästhetische Brillanz haben muss um das ich jetzt kaufe.
- 15:53Speaker 1: Ja, sonst gibt es eigentlich nicht sehr viele weitere Kriterien.
- 16:01Speaker 1: Sicher ist der Wert spielt auch eine gewisse Rolle wobei wir nie gesammelt haben um damit Geld zu verdienen und ich habe in meinem ganzen Sammlerleben ein einziges Bild verkauft.
- 16:13Speaker 1: das habe ich nur deswegen gemacht Das war ein Poliakob weil er meiner Frau nicht gefallen hat ja Und dann hab' ich ihn halt verkauft über Ketterner.
- 16:23Speaker 1: Aber ansonsten kaufen wir nur.
- 16:24Speaker 1: Es kommen immer wieder Auktionatoren hier zu mir und bitten mich doch Bilder einzuliefern, die sie gerne für viel Geld versteigern möchten.
- 16:34Speaker 1: aber wie gesagt, mir geht es nicht darum mit der Sammlung Geld zu verdienen.
- 16:37Speaker 1: das machen wir hier mit unserem Unternehmen und nicht mehr in der Sammlung.
- 16:41Speaker 1: Dennoch ist es eine gewisse Bestätigung wenn man sieht dass sich Bilder gut entwickelt haben.
- 16:45Speaker 1: ja ich habe Bilder von Otto Piener für drei vier fünf tausend Euro gekauft und heute haben sie einen sechställigen Wert.
- 16:57Speaker 1: Aber das passiert nicht immer, ja?
- 16:58Speaker 1: Und vor allem – man kann es überhaupt nicht voraussagen!
- 17:01Speaker 1: Sie können fast jede Investition einigermaßen abschätzen ob sie eine positive Zukunft haben wird.
- 17:09Speaker 1: auch dass ist schwer aber bei Kunst völlig umwirklich.
- 17:12Speaker 1: Ich sage immer der Spruch von der Aktie an der Wand ist völlig daneben.
- 17:17Speaker 1: Das gibt es nicht.
- 17:18Speaker 1: Man kann nicht, die junge Künstler sich an jemanden hängen in der Spekulation dann damit eines Tages leicht zu werden.
- 17:25Speaker 1: Ja das funktioniert nicht.
- 17:27Speaker 0: Was würden Sie denn jemandem raten?
- 17:28Speaker 0: Der sagt ich möchte eine Kunst-Zammlung anfangen.
- 17:32Speaker 0: Ich begeister mich für Kunst und ich möchte loslegen wie fange ich denn an?
- 17:37Speaker 0: vielleicht auch wenn man nicht die großen Mittel hat um jetzt schon bekannte Künstlern zu investieren.
- 17:42Speaker 1: Ja, das ist ja eine gute Frage.
- 17:43Speaker 1: also das kann man aber sehr gut beantworten.
- 17:45Speaker 1: Also zunächst einmal muss man Kenntnisse haben.
- 17:50Speaker 1: Einfach nur auf Gefahren hinzukaufen, das würde ich eigentlich nicht trotz.
- 17:53Speaker 1: Kann man auch ja!
- 17:55Speaker 1: Aber darauf wird nie eine Sammlung.
- 17:57Speaker 1: Also man sollte sich erst mal Kenntnisse aneignen und dazu muss man in Ausstellung gehen der einen Kataloge anschauen Man muss sich mit Literatur beschäftigen Mit Medienberichten dann vor allem wie gesagt eben mit den Katalogen der großen Auktionatoren.
- 18:12Speaker 1: Das ist sehr hilfreich.
- 18:13Speaker 1: also erstens sehen, dass man Kenntnisse aufbaut.
- 18:18Speaker 1: Das Zweite ist wenn man wenig Geld hat würde ich empfehlen das man Drucker die hand signiert sind von berühmten Leuten entsteht.
- 18:28Speaker 1: Das kann man heute er.
- 18:30Speaker 1: Man kann auch von Herrn Baselitz, man kann von Herrn Ketz und verschiedenen anderen fast von allen Auch von Picasso kann man also sehr sehr gute Arbeiten erwerben Die gedruckt sind und wenn sie hand signieren sind Und eine begrenzte Auflage haben, die nicht über Zweihundertzweihunderdfünfzig gehen sollte.
- 18:51Speaker 1: Sollte man damit mal anfangen und da gibt es eine ganze Reihe von Künstlern wie zum Beispiel Ruprecht Geiger.
- 18:59Speaker 1: deren Werke sind im Original von einem Druck überhaupt nichts zu unterscheiden weil er sehr flächig gearbeitet hat.
- 19:06Speaker 1: also das wird selbst seinem Experten schwerfallen davor nicht zu sehen dass wir dabei Ruperecht Geiger ausnahmsweise mal Litographien aufhängen und keine Originale.
- 19:16Speaker 1: Und die Kosten hat dann pro Stück, sixteenhundert Euro und im Original kostet es fünfzig bis achtzigtausend Euro eins.
- 19:24Speaker 1: Der Eindruck ist aber genau der gleiche.
- 19:27Speaker 1: Also das sind immer so ein paar Kriterien da, die für mich wichtig sind.
- 19:33Speaker 0: Wir haben Freunde schon drüber gesprochen.
- 19:34Speaker 0: Ihnen ist es ja auch sehr wichtig dass diese Sammlung von anderen Menschen gesehen wird und nicht nur von ihnen zu Hause eingeschwert ist.
- 19:43Speaker 0: Wann ist das entstanden?
- 19:45Speaker 0: Also es war ja, glaube ich auch nicht von Anfang an so.
- 19:47Speaker 1: Ja, also unser Sammlerphilosophie ist ja die, dass sich sage, berühmter Bilder unterscheiden sich vom guten Bildern durch die bessere Geschichte und das kann man eigentlich wie in roten Fahrten durch die ganze Kunstgeschichte hindurchsehen.
- 20:06Speaker 1: Und bei unseren Kunstführungen erzählen wir Geschichten über Hintergrundgeschichten über Bilder Auch aus der Kunstgeschichte.
- 20:15Speaker 1: Ich habe oft den Eindruck, dass die Leute zu meinen Kunstführungen kommen, weil sie diese Geschichten hören wollen und gar nicht so sehr was ich die Bilder sehen wollte.
- 20:21Speaker 1: Das ist ein interessantes aperçu aber der Kern ist die interessante Geschichte dahinter.
- 20:28Speaker 1: Und unsere Kunstführung beginnen immer eine Stunde in dem ich die Bildern, die ich hinterher zeige von ihrer Geschichte her, wie sie entstammt sind und was der Künstler ausdrücken wollte, erkläre.
- 20:39Speaker 1: Und dann geht man mit einer ganz anderen Wissen an ein abstraktes Bild als wenn man das alles nicht
- 20:45Speaker 1: weiß.".
- 20:46Speaker 0: Was ist Ihnen denn heute im Rückblick ganz persönlich wertvoller?
- 20:52Speaker 0: Wenn es um Ihr Lebenswerk auch geht – die Kunstsammlung oder das Unternehmen, die Sie geschaffen haben?
- 20:59Speaker 1: Puh, das habe ich noch nicht so noch nie gefragt.
- 21:04Speaker 1: Also beides gehört hat irgendwie zusammen.
- 21:07Speaker 1: die Sammlung hängt ja zum ganz erheblichen Teil in der Firma und für mich ist es eine Einheit des Unternehmens und die Sammlung ist sehr dass eigentlich nicht getrennt wo die Tätigkeit natürlich ein ganz anderes zu sammeln als Kommunikation für Kunden zu machen.
- 21:23Speaker 1: Das Unternehmen ist mir sehr wichtig, weil das wird von meinem Sohn seit dem Jahr zwei Tausend Sieben als verantwortlicher CEO geführt.
- 21:30Speaker 1: Und ich bin natürlich mit dem Unternehmen nach wie vor verbunden und ich bin auch Aufsichtsratvorsitzender.
- 21:37Speaker 1: Ich liebe dieses Unternehmen und auch die Menschen, die hier beschäftigt sind – gar keine Frage!
- 21:42Speaker 1: Aber ich kann da eigentlich kaum eine Wertigkeit zwischen der Kunst- und dem Unternehmen vornehmen, ja?
- 21:48Speaker 1: Beides möchte ich nicht missen, deswegen verkaufe ich auch nie ein Bild.
- 21:51Speaker 1: Wenn ich so ein Bild habe oder eine Skulptur, dann gehört sie irgendwie zu mir und das Persönlichkeit dazu.
- 21:59Speaker 1: Und zum Unternehmen!
- 22:00Speaker 0: Gibt es für Sie persönlich eigentlich sowas wie Lieblingsstücke in der Sammlung?
- 22:04Speaker 1: Ja gibt es schon die Wechseln aber ja... Also es war lange Zeit.
- 22:08Speaker 1: war es ernst Wilhelm Neu.
- 22:09Speaker 1: Weiß nicht ob Sie die Bilder mal gesehen haben da vorne.
- 22:13Speaker 1: wir haben nur einige Neus hier andere haben wir nun im privaten Bereich.
- 22:18Speaker 1: Erst Willem Nei halte ich mit seinen Augenbildern für einen der bedeutendsten deutschen abstrakten Künstler aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.
- 22:29Speaker 1: Aber es gibt auch andere, die ich unerhört schätze – das ist Anseem Kiefer, da haben wir eine ganze Etage hier vorne, den ich sehr schätze weil Diese Bilder alle eine unglaubliche Substanz haben.
- 22:43Speaker 1: Man kann etwas über diese Bilder erzählen, es ist nicht nur ein Eindruck der vermittelt wird so wie zum Beispiel bei Baselitz, bei aller Respekt den ich vor seiner Leistung habe.
- 22:54Speaker 1: aber die Bilder sind durch Augenschein machen sie einen gewissen Eindruck während dem Kiefer machts den Eindruck bei seinen Werksgruppen auch durch die Geschichten die dahinter steht ganz außerordentlich, substanzielles und äußerst differenziert ist.
- 23:14Speaker 0: Wie hat sich eigentlich der Kunstmarkt aus Ihrer Sicht über all die Jahre hinweg verändert?
- 23:19Speaker 0: Was ist heute anders als damals, als Sie angefangen haben zusammen?
- 23:22Speaker 1: Die Bilder sind zunächst einmal... die großen Kunstwerke sind sehr viel teurer geworden als was erstes, was einem auffällt.
- 23:31Speaker 1: Also wenn man sich mal ein paar Jahrzehnte zurückerinnert Bekannter Mahler damals gekostet hat wie Jackson Pollock.
- 23:42Speaker 1: Die Peckiguckenheimer Jackson-Pollock Bilder für siebenhundfünfzig Dollar verkauft, große Formate heute kosten sie über hundert Millionen Dollar.
- 23:51Speaker 1: also das ist eine ganze auffallende Entwicklung die ja wirklich den Kunstmarkt völlig verändert hat.
- 24:01Speaker 1: Was sich am Kunstmarkt auch verändert hat, sind die verschiedenen Segmenten.
- 24:05Speaker 1: Es gibt dieses Segment der ganz teuren Kunst – das ist in den letzten Jahren eigentlich nicht sehr bewegt worden.
- 24:13Speaker 1: Die teuren Maler sind teuer geblieben und was großen Schwankungen an Heimfeld ist das mittlere Segment.
- 24:22Speaker 1: Das sieht man jetzt wieder.
- 24:23Speaker 1: also wenn die Konnektur anfängt zu schwächeln dann weniger bekannte Maler und Bilder fallen sofort im Preis.
- 24:32Speaker 1: Das ist aber den großen Nichten, Picasso wissen Sie heute wenn es ein guter ist.
- 24:36Speaker 1: aus der guten Zeit müssen sie immer noch sechzig-achtzig mit hundert Millionen bezahlen während dem ein Bild eines relativ unbekannten Malers kann deutlich zurückfallen.
- 24:48Speaker 1: also der Kunstmarkt ist im mittleren Segment hohen Schwankungen ausgesetzt im Topfsegment überhaupt nicht mehr.
- 24:55Speaker 0: Würden Sie sagen, dass es für junge Künstler heute einfacher geworden ist sich bekannt zu machen?
- 25:01Speaker 0: Sich selbst zu vermarkten?
- 25:02Speaker 0: oder ist es eher schwieriger geworden weil vielleicht die Masse der Künstlern versuchen auf den Markt zu kommen und all diese neuen Tools, diese neuen Kanäle die man nutzen kann auch verwenden.
- 25:14Speaker 1: Ich glaube das ist schwerer geworden ist.
- 25:16Speaker 1: Auch da einer Seite ist der Zugang zu den Medien einfacher als früher aber die Zahl der Kündner hier auf dem Markt Drängt ist halt enorm groß.
- 25:26Speaker 1: Und die Medien wissen inzwischen auch, dass von diesen vielen tausend Leuten, die jährlich neu auf den Kunstmarkt kommen, ein, zwei überhaupt nur berühmt waren und versuchen herauszufinden wer könnte denn das sein?
- 25:38Speaker 1: Insofern ist es natürlich sehr schwer sich da durchzusetzen.
- 25:41Speaker 1: ich glaube es ist schwerer geworden sich als junger Künstler heute bekannt zu machen Zumal ja auch die Möglichkeiten etwas Neues in der Kunst zu entwickeln geringer geworden sind.
- 25:53Speaker 1: Es ist nicht mehr so ganz einfach, nur ein Waldgrün rot anzumalen und umzutrehen.
- 26:01Speaker 1: Das ist was Neues!
- 26:03Speaker 0: Würden Sie sagen das in den letzten siebzig-achtzig Jahren es schwieriger geworden ist, Neues zu machen?
- 26:09Speaker 0: Oder ist es generell über die gesamte Kunsthistorie hinweg dass wir da jetzt einfach an einem Punkt sind wo... Ja irgendwie fast schon alles gemacht.
- 26:17Speaker 1: Ich glaube schon, dass es vor etwa einhundert Jahren schwerer geworden ist was Neues zu machen und deswegen haben sie ja damals auch neue Richtungen wie abstrakte Kunst entwickelt und zwar nicht nur in der bildenden Kunst aber auch in der Musik Und in allen anderen Konstrukturen, in der Literatur haben sie ja alles.
- 26:36Speaker 1: Weil man irgendwo das Gefühl hat es ist alle schon mal gemalt, alle schonmal moduliert worden was es an gegenständlichen Umsetzungen gibt.
- 26:46Speaker 1: Man muss hier unbedingt etwas Neues finden und dieser Druck Neues zu machen Der ist gerade so um die Jahrhundertwende enorm stark gestiegen und hat dann eben zu diesen neuen Konstriktionen geführt werden.
- 26:59Speaker 0: Wie stehen Sie eigentlich zu digitaler Kunst?
- 27:03Speaker 1: ist noch zu neu, um das ich dazu wirklich etwas sagen kann.
- 27:08Speaker 1: Da gibt es auch noch keine Orientierungsmöglichkeiten.
- 27:12Speaker 1: Ich könnte mir vorstellen dass die Digitalisierung auch im Kunstmarkt eine entscheidende Rolle spielt in den nächsten Jahren.
- 27:22Speaker 1: aber das ist erst in den Anfängen und das ist noch so zerfasert und wenig übersichtlich, um dass man da wirklich konkret etwas sagen.
- 27:32Speaker 1: Ich hoffe nicht, dass sich das in der Richtung entwickelt.
- 27:34Speaker 1: Dass man über künstlicher Intelligenz seine Aufträge teilt etwas Innovatives zu machen was dann nur von der Software erledigt wird und nicht mehr vom Künstler.
- 27:46Speaker 1: aber ich glaube das auch nicht.
- 27:48Speaker 1: die glaube schon dass die menschliche Kreativität und die Intuition auch wenn es digital umgesetzt wird immer wieder eine Rolle spielen würde.
- 27:58Speaker 0: Wenn man sich die Kunstwelt heute mal anschaut, dann lebt sie ja auch viel davon.
- 28:02Speaker 0: Dass es diese Communities an Sammeln gibt, an Galeristen und den Künstlern selbst.
- 28:09Speaker 0: Die versuchen in diese Runden hineinzukommen.
- 28:12Speaker 0: Welche Rolle haben denn diese Communitys sozusagen?
- 28:17Speaker 0: Diese Gruppen für Sie gespielt?
- 28:19Speaker 0: War das für Sie überhaupt interessant mit anderen Sammlern sich regelmäßig auszutauschen mit Galerissten
- 28:26Speaker 0: usw.?
- 28:27Speaker 1: offen gestanden nicht.
- 28:28Speaker 1: Also ich habe mich mal ganz alleine gesammelt und hab mich auch auf meine Meinung verlassen, weil ich der Meinung bin so eine Sammlung braucht die Individualität und die kriegt man nicht voraus.
- 28:41Speaker 1: Die hat man entweder indem man selbst eine Vorstellung hat oder man hat es nicht.
- 28:46Speaker 1: also ich hab mich da eigentlich nie beeinflussen lassen.
- 28:49Speaker 1: wie gesagt Ich habe immer wieder Angebote bekommen von Kunsthistorikern, die gesagt haben ich würde sehr gerne sie beraten und zu sich Bilder einkaufen usw.
- 28:58Speaker 1: Und ich habe immer wieder gesagt damit tun Sie genau das oder bieten wir das an was mir Spaß machte
- 29:03Speaker 0: gab es eigentlich so einen Moment, wo Leute gemerkt haben andere Leute aus der Kunstszene gemerkt habe dass sie da überhaupt aktiv sind also das Sie inzwischen eine gewisse Sammlung angehäuft haben die die durchaus respektabel ist.
- 29:17Speaker 1: Das gibt schon.
- 29:18Speaker 1: ja weil ich doch mit mehreren Galerien zusammengearbeitet habe und diese Galerie reden ja viel und treffen viele leute.
- 29:25Speaker 1: das hat sich schon ein bisschen rumgeschworen aber ich behaupte nicht Internationale Bekannte Sammlung haben sicher nicht.
- 29:32Speaker 1: Ich habe einige Bücher gemacht, die auch zum Teil von der Lagen gemacht werden sind in der Hörmutterlage.
- 29:38Speaker 1: Einige Bücher wurden mir herausgebracht aber ich behaupte nicht dass das zu einer großen Bekanntheit geführt hat.
- 29:45Speaker 1: dennoch also ich will und möchte unsere Bilder deswegen stellen wir sie hier ja auch aus eine Öffentlichkeit zugänglich machen weil wie gesagt wenn man das Glück hat sich solche Bilder und Skulpturen leisten zu können, dann sollte man sie nicht im Depot oder in seiner Villa verstecken.
- 30:05Speaker 1: Und den Menschen die daran interessiert sind vorenthalten.
- 30:08Speaker 1: Und so hatte ich gestern Abend zum Beispiel vierzig Leute aus der Villa Stuck da und die waren so angetan.
- 30:14Speaker 1: Die kommen jetzt mit einer zweiten Gruppe von Leuten vom gleichen Museum und das Linnbach Haus war schon hier ein anderer Wert folgen.
- 30:23Speaker 1: Schauen Sie sich die Sammlung auf.
- 30:24Speaker 1: Das mache ich auch ganz gerne weil es steht den Menschen zu Wenn man ein Kunstwerk als Eigentum hat, soll man das nie alleine besitzen.
- 30:32Speaker 0: Sie haben vorhin gesagt sie machen die Führungen ja auch gerne noch seltsam und führen die Menschen hier durch.
- 30:40Speaker 0: Was lernen Sie eigentlich selbst aus diesen Führungen?
- 30:42Speaker 0: Ich könnte mir vorstellen, jeder schaut ja ein Stück weit anders auf.
- 30:45Speaker 0: Ein Grundstwerk nimmt es anders wahr und sieht etwas anderes darin.
- 30:49Speaker 0: ist das etwas was sie auch dann ein Stück weiter inspiriert?
- 30:52Speaker 1: Ja also ich sehe dass die Menschen, die wir hier führen sich sehr für die Hintergründe interessieren was einen Künstler veranlasst hat ein bestimmtes Bild in einer bestimmten Form zu malen.
- 31:09Speaker 1: Und es sind diese Geschichten, die Menschen interessieren.
- 31:14Speaker 1: und unsere Kunstführungen bestehen ja aus ca.
- 31:18Speaker 1: eineinhalb Stunden.
- 31:19Speaker 1: davon ist eine Stunde meine Erzählungen bevor ich die Leute vor die Bilder stelle.
- 31:25Speaker 1: und dann sind die ganz anders informiert und fragen auch ganz anders, als wenn ich jetzt gleich mit einer Führung begehen werde.
- 31:32Speaker 1: So macht man es ja normalerweise.
- 31:33Speaker 1: Man rennt los und sagt das ist von Herrn Sohn so das Bild und das sagt er so das Haus.
- 31:40Speaker 1: Da haben sie bei abstrakten Bildern Menschen die ihn eigentlich nicht folgen können.
- 31:46Speaker 1: Und das ist bei unserer Kunstführung ganz anders.
- 31:48Speaker 1: Die Leute gehen nach Hause und haben das Gefühl Sie haben was mitbekommen.
- 31:52Speaker 0: Nehmen sie da Altersunterschiede wahr, also dass sich vielleicht jüngere Leute weniger oder mehr dafür interessieren und ältere Leute mehr oder weniger?
- 32:00Speaker 0: Man sagt ja immer die nachkommenden Generationen tun sich schwer mit Kunst aber merken sie das?
- 32:06Speaker 1: Also ich muss zugeben es sind eher Leute über fünfzig die an diesen Kunstführungen teilnehmen.
- 32:13Speaker 1: Ich weiß nicht, woran genau das liegt.
- 32:16Speaker 1: Ich könnte mir vorstellen, dass sich junge Leute genauso für Kunst und die Geschichten dahinter interessieren.
- 32:22Speaker 1: Aber diese Organisationen, die hier bei uns meldet sind oft Freunde vom Haus der Kunst, Freunde vom Lebenbach aus, Freunde von dem Villa Stuck
- 32:31Speaker 1: usw.,
- 32:33Speaker 1: da sind dann doch oft Leute, die schon eine gewisse Zahl von Jahren Erfahrung haben und deswegen sind dieser Teilnehmer sehr oft eben Fünfzig-und-Elter.
- 32:43Speaker 1: Aber ich habe auch immer Anfragen hier im Haus.
- 32:47Speaker 1: Wir haben ja hier siebzehnhundertfünfzig Leute, die im Haus sind und die Gruppen von unseren Leuten sind ein dreißig Jahre im Durchschnitt.
- 32:54Speaker 1: Ich frage immer wieder an ob ich mit ihnen mal eine Kunstführung mache?
- 32:57Speaker 1: Und da sind dann junge Leute aus Interesse.
- 32:59Speaker 1: ist er!
- 33:00Speaker 0: Welche war denn die letzte Ausstellung des letzten Museums, dass Sie selbst besucht haben das wirklich einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen hat?
- 33:08Speaker 1: Man muss sich überlegen, weil wir jetzt gar nicht heilen.
- 33:11Speaker 1: Ich war jetzt eigentlich schon einige Zeit nicht mehr im Museum.
- 33:18Speaker 1: Wie hat es im Moment schwer, mich zu erinnern und was der letzte Museumsbesuch war?
- 33:23Speaker 1: Bin ich nicht so oft von gestanden.
- 33:26Speaker 1: Meine Kenntnisse kommen worden, dass ja – ich lese sehr viel!
- 33:31Speaker 1: Aber in Ausstellung gehe ich gar nicht so often.
- 33:34Speaker 1: Es liegt auch ein bisschen an meinem Alter, das ist etwas beschwerlich.
- 33:38Speaker 1: Ich muss da hinfahren, muss einen Parkplatz tun und finde keinen.
- 33:42Speaker 1: Also, ich gehe gar nicht so oft in den Ausstellungen auch früher öfter gemacht.
- 33:46Speaker 1: Er war also sehr oft der ... In der Pinacodec der Moderne, die ich sehr gut finde.
- 33:51Speaker 1: War sehr oft im Limbach Haus.
- 33:55Speaker 1: Auch im Ausland.
- 33:56Speaker 1: Ich war sehr, sehr oft in New York, im MoMA mit dort Ausstellung und angeschaut, die meistens sehr, very gut sind.
- 34:02Speaker 1: Auch die Standardausstellung ist fantastisch ja!
- 34:06Speaker 1: Aber das hat den letzten Jahren ein bisschen nachgelassen, zugegeben.
- 34:09Speaker 0: Gibt es?
- 34:10Speaker 0: Ziele oder Wünsche, die sie für ihre Sammlung haben, die Sie gerne erreichen würden.
- 34:16Speaker 0: Gibt es noch Dinge, die sich vorgenommen haben?
- 34:20Speaker 1: Gibt das schon!
- 34:21Speaker 1: Wir haben jetzt gerade mit der Galerie Robatch besprochen und das werden wir auch umsetzen, dass wir im Eingang eine große Baselitzkultur platzieren werden.
- 34:35Speaker 1: Die muss erst noch hergestellt werden.
- 34:37Speaker 1: Die gibt es jetzt erst aus Holz, die will er noch in Bronze gießen und eine Auflage von neun Stück herstellen.
- 34:43Speaker 1: Da habe ich dreimal geschluckt wie ich den Preis gehört habe.
- 34:47Speaker 1: Aber mein Sohn wird die eine Hälfte bezahlen, nicht die andere.
- 34:51Speaker 1: Die werden wir im Eingauschbereich aufstellen.
- 34:55Speaker 1: Solche Ziele haben wir schon auch noch.
- 34:57Speaker 1: Aber die Zahl der Kunstwerke, die wir einkaufen geht stark zurück.
- 35:01Speaker 1: Wir haben zwar immer noch Platz und Fläche Weil das sind ja drei große Häuser mit twenty-fünftausend Quadratmetern und vier bis fünf Etagen.
- 35:11Speaker 1: Aber wir haben hauptsächlich in der ersten Etage die Kunstweige platziert, da wo die Menschen sind.
- 35:17Speaker 1: Es bringt nicht so viel, die Bilder in den oberen Etagen zu zeigen, dass sie ausschließlich mitarbeiten.
- 35:23Speaker 1: Das sind natürlich bei weitem nicht so viele weil Homeoffice führt dazu, dass die Leute zum Teil von Zuhause aus arbeiten gar nicht mehr im Büro sind.
- 35:33Speaker 0: Wir haben vorhin schon gesagt, es gibt unfassbar viele Künstler da draußen.
- 35:36Speaker 0: Die versuchen mit ihrem Werk Erfolg zu haben und sie haben ja sicherlich in ihrer Laufbahn auch ganz viele gesehen und kennengelernt.
- 35:44Speaker 0: was unterscheidet dann am Ende den erfolgreichen Künstlern die erfolgreiche Künstlerin von dem der vielleicht genauso gute Bilder malt genau so gute Skulpturen gestaltet aber eben nicht den Erfolg am Ende hat?
- 36:00Speaker 1: das ist sehr viel Glück dabei.
- 36:03Speaker 1: Aber es ist auch ein gutes Marketing erforderlich.
- 36:06Speaker 1: Das ist ja das, was Herr Baselitz ganz offen gesteht.
- 36:09Speaker 1: Der sagt, fünfzig Prozent des Erfolges eines Malers ist, dass er gutes Marketing macht.
- 36:14Speaker 1: Das heißt sie müssen Kontakte haben zu den richtigen Galerien.
- 36:18Speaker 1: Sie müssen Kontakte haben zu dem richtigen Medien, zu den Journalisten die bereit sind und der Lage sind über sie zu schreiben.
- 36:26Speaker 1: Sie müssen sich öffentlich sehen lassen, sie müssen sich äußern.
- 36:31Speaker 1: Also das macht den Unterschied.
- 36:33Speaker 1: Ich habe hier schon gelähnliche junge Leute gehabt, die zu mir gekommen sind und gesagt haben können sie mich nicht so einen bekannten Künstlermahn machen.
- 36:40Speaker 1: Das tut mir leid, das kann ich nicht.
- 36:43Speaker 1: Das müssen Sie selbst machen!
- 36:45Speaker 1: Sie müssen sehen dass über Galerien Distributionen bekommen und Sie müssen selbst Kontakte zum Medien aufnehmen.
- 36:52Speaker 1: Das kann ich für Sie nicht malen.
- 36:53Speaker 1: Ich kann keine Kampagne für Sie machen.
- 36:56Speaker 1: Also das ist nicht ganz einfach.
- 36:57Speaker 1: Der Künstler, der hoch begabt vor sich hin in seinem Antelie-Malt wird er nie bekannt werden.
- 37:04Speaker 0: Also braucht man auch ein gewisses wirtschaftliches Gespür um dann auch erfolgreich
- 37:10Speaker 1: zu sein?
- 37:10Speaker 1: Ja und eine kommunikative Fähigkeit und auch das Bedürfnis rauszugehen also Leute die still vor sich hinarbeiten das wird halt nichts.
- 37:18Speaker 1: ja Und das sind oft sehr talentierte Leute, sie sind oft genauso talentiert wie Große Leute, die berühmten Bilder malen.
- 37:26Speaker 1: Es gibt ganz berühmt Beispiele.
- 37:28Speaker 1: Frida Kahlo, man ist bei weitem nicht die beste Malerin, die es auf der Welt gibt.
- 37:33Speaker 1: Die hat ein mäßiges Talent zum Malen gehabt aber sie ist einer der bekanntesten Malerinnen überhaupt geworden.
- 37:38Speaker 1: Warum?
- 37:39Speaker 1: Sie hat die bessere Geschichte!
- 37:40Speaker 0: Wie viel Geduld und Durchhaltevermögen steckt da auch drin?
- 37:43Speaker 0: Also viele Künstler schlagen sich ja über Jahrzehnte mit irgendwelchen anderen Jobs durch, um
- 37:49Speaker 1: ihr Leben zu erleben.
- 37:49Speaker 1: Man muss viel Durchhalter vermögen haben – es gibt da ganz berühmte Beispiele.
- 37:53Speaker 1: also Poliakoff ist zweiundfünfzig Jahre altgemäßen wie er sein Durchbruch erzielt hat.
- 37:59Speaker 1: Und das bei sehr vielen Künstlern so dass sie nicht schon ganz jung durchschlagende Erfolge haben.
- 38:04Speaker 1: Es gibt andere Beispielen, Damien Horst zum Beispiel ganz früh Aber der läuft sich tot, meiner Meinung nach.
- 38:10Speaker 1: Oder hat sie schon tot gelaufen?
- 38:12Speaker 1: Das ist also diese Punkte die ihr da macht und immer wieder das Langmäldeinem inzwischen ja.
- 38:19Speaker 1: Also man braucht sehr viel Durchhaltevermögen gar keine Frage um Disziplin.
- 38:25Speaker 1: Und wie gesagt Man muss den Kontakt zur Öffentlichkeit suchen ohne dass geht es nicht mehr.
- 38:30Speaker 0: Wie hoch ist eigentlich genau die Gefahr Die Sie bei Hörst gerade angesprochen haben?
- 38:34Speaker 0: also dass man irgendwann mal herausfindet diese Art von Kunstwerk funktioniert auch wirtschaftlich.
- 38:41Speaker 0: Und dann mache ich die fünfunddreißigste Iteration davon und mache immer weiter, und immer das Gleiche, dass ich mich da dann auch verliere, dass sich irgendwie nicht mehr schaffe, mich selbst neu zu erfinden.
- 38:52Speaker 1: Die Gefahr ist sehr groß!
- 38:54Speaker 1: Wenn man zu sehr in Drucktechniken abrutscht, also seine Bilder in großen Auflagen hergestellt werden, dann ist natürlich die Gefahr sehr groß.
- 39:07Speaker 1: Wenn ich also dauernd auflagen mit zweieinhalb, fünfzig, dreihundert Bildern produziere und die alle schön brav signiere.
- 39:15Speaker 1: Und wenn ich das fünf Jahre mache dann hängt in jedem Schlafzimmer ein Bild von mir her.
- 39:21Speaker 1: Und damit hat er sich abgewertet.
- 39:23Speaker 1: Es gibt solche Beispiele.
- 39:24Speaker 0: Gerade in der Stadt wie München ist es natürlich für junge Künstler auch gar nicht einfach überhaupt ... überleben zu können, weil die Kosten hier auch so hoch sind.
- 39:33Speaker 0: Würden Sie sich da eigentlich mehr Unterstützung wünschen an Förderprogrammen und an ähnlichen Initiativen um jungen Künstlern hier auch ein Stück weit unter die Arme grittzugreifen?
- 39:44Speaker 0: Das
- 39:45Speaker 1: würde ich schon für gut halten.
- 39:47Speaker 1: wenn sie mich jetzt fragen wie man das machen kann müsste ich nachdenken ja aber das ist sicher sinnvoll dass man in der jungen Kunstszene Unterstützung bietet, das gibt es ja natürlich auch.
- 39:59Speaker 1: Aber ob das ausreichend ist würde ich her bezweifeln.
- 40:03Speaker 0: Gibt es eigentlich irgendein Kunstwerk egal welches ist?
- 40:09Speaker 0: wenn sie völlig freie Wahl hätten und Geld keine Rolle spielt dass die gerne hier an der Wand hätten?
- 40:14Speaker 1: Dass
- 40:16Speaker 0: sie noch nicht besitzen.
- 40:17Speaker 0: Wenn Sie vollkommen freie Wahl haben, irgendein Kunstwerk?
- 40:20Speaker 0: Das, das sie fasziniert.
- 40:22Speaker 1: Gibt es schon ja also... Es gibt einige Bilder aus Europa.
- 40:28Speaker 1: Schatte eine große Sammlung und wenn ich mir so seine Sammlungen anschaue sind da schon einige Bilder dabei die ich gerne hätte.
- 40:36Speaker 1: Die rückt aber nicht raus weil er sagt, ich verkaufe nicht nur Ich bin auch Sammler.
- 40:41Speaker 1: Da gibt's Bilder von die ganz ausgezeichnet sind, ja mit den besten Bilder von der Katzee gemacht hat.
- 40:48Speaker 1: Die sind da in seiner Sammlung und ich habe schon mal versucht eines davon zu kriegen aber sie sind nicht erwerbbar.
- 40:56Speaker 0: Wie wichtig ist es Ihnen eigentlich dass diese Sammlungen auch Ewigkeit immer so ein großes Wort aber möglichst lange auch in dieser Form bestehen bleibt?
- 41:07Speaker 0: Und was haben Sie vielleicht schon getan dafür, dass es auch so bleiben wird?
- 41:11Speaker 1: Also ich habe im Testament gemacht und in dem Testament habe ich also die Sammlung meinen beiden Kindern gemeinschaftlich übertragen.
- 41:18Speaker 1: Also nicht einzelne Bilder an meine beiden Kinder – ich habe einen Sohn oder eine Tochter – sondern ich habe aber die Sammlung komplett an beide übertragend mit dem Ziel das die Sammelung erhalten bleibt.
- 41:30Speaker 1: Und das denke ich würde auch so sein weil beide haben eine hohe Affinität zu Kunst Und gerade mein Sohn kauft ja selbst Bilder und sammelt auch, ähnlich wie ich.
- 41:42Speaker 0: Dann kann ich eigentlich jedem nur empfehlen der sich mal die Zeit nimmt und hier nach München kommt, sich für eine dieser Touren anzumelden um von ihnen selbst durchgeführt zu werden.
- 41:56Speaker 1: Kannst dich melden bei meiner Assistentin, die heißt Monika Auerbeck.
- 42:00Speaker 1: Die notiert sehr gerne Namen und lädt den Betreffenden dann wenn wir eine Kunstführung haben ein!
- 42:06Speaker 0: Wunderbar, ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit und dass wir hier ein wenig über Kunst und Ihre Sammlung sprechen konnten.
- 42:12Speaker 1: Hab' ich's ja gerne
- 42:12Speaker 1: gemacht.".
- 42:14Speaker 1: Das war es leider schon!
- 42:16Speaker 0: Die letzte Runde
- 42:17Speaker 1: ist ausgetrunken.
- 42:18Speaker 1: – das Gespräch
- 42:19Speaker 0: zu Ende.
- 42:20Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 42:23Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar vernässt aber vergiss auf keinen
- 42:29Speaker 0: Fall den
- 42:29Speaker 1: Abonnieren-Button zu
- 42:31Speaker 0: klicken.
- 42:37Speaker 0: Gin & Talk
- 42:38Speaker 1: ist ein Podcast
- 42:39Speaker 0: von Forty-Eight
- 42:40Speaker 1: Forward,
- 42:41Speaker 0: produziert in den Forty Eight
- 42:42Speaker 1: Forward Studios
- 42:43Speaker 0: in München.