Latest / Zusammener finden wir es heraus. Der WARUM Podcast / WARUM haben so viele Menschen ein Problem damit echt und mutig zu sein?
Transcript
- Sabine Osterauer: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zusammennerv finden wir es heraus, der Warum Podcast. Und heute habe ich wieder einen besonderen Gast, so wie immer, den lieben Patrick von ungepostet. Echt ist das neue mutig. Und wir haben jetzt gerade im Vorfeld darüber uns unterhalten, welche Warum-Frage wir denn heute behandeln können. Und da haben wir beschlossen, unsere Warum-Frage heute lautet, warum haben so viele Menschen ein Problem damit, und mutig zu sein. Bevor wir aber darüber plaudern, lieber Patrick, stelle ich doch einmal ganz kurz unseren Zuhörer und Ihnen vor, wer bist du, woher kommst du, was machst du? Patrick: Sabine, vielen Dank erstmal für die Einladung an einen tollen Podcast. Ich bin Patrick Minzen. Ich sitze hier in der wunderschönen niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in Deutschland und betreibe von hier aus remote meinen Podcast ungepostet. Echt ist das neuemutig und das noch gar nicht so lange. Den Podcast gibt es tatsächlich erst seit Anfang des Jahres und mit gerade einmal 27 Folgen, die ich bisher rausgebracht habe, ist es mit Sicherheit auch noch nicht das größte Format, aber spannend ist tatsächlich Das hat sich jetzt erst die Tage ergeben, dass mein Podcast jetzt für den Publikumspreis der Podfluencer für das Jahr 2026 nominiert ist. Und dieser Preis wird im Oktober in München auf dem Podfluencer Festival vergeben. Und das zeigt mir, dass das Thema, was ich hier mit meinem Podcast besetze, schon eines ist, was die Menschen bewegt und was die Menschen auch zuhören lässt und was die Menschen häufig auch in sich selbst hineinhören lässt, zu überprüfen, vielleicht habe auch ich Attribute dieses Gastes in mir, den ich da gerade höre. Und da entbrennt auch manchmal die eine oder andere Diskussion über verschiedenste charakterliche Ausprägungen, mit denen man sich so im Leben rumschlägt. Also für mich ein mega spannendes Format, funktioniert aber auch nur, wenn man echt an Menschen interessiert ist. Und das bin ich und deswegen hoffe ich, dass ich das noch sehr lange weiterverfolgen kann. Sabine Osterauer: Ich durfte ja auch schon Gast bei dir im Podcast sein und es war ein sehr angenehmes Gespräch und daraufhin folgte natürlich dann auch die Rück-Einladung sozusagen, also wir machen dort weiter, wo wir bei dir mehr oder weniger aufgehört haben. Und deswegen finde ich das Thema heute so spannend eben mit diesem Echt und Mutig zu sein. Erste Frage auch an dich, was bedeutet es eigentlich für dich, ein echter und mutiger Mensch zu sein? Was bedeutet das? Patrick: Also das echte bedeutet für mich vor allen Dingen, dass man sich immer wieder selbst dazu zwingt, sich nicht hinter einer Maske zu verstecken. Und das ist sehr, schwer, weil wir werden ja schon von Kindheitstagen an immer wieder darauf getrimmt, gewisse Masken aufzusetzen. Je nachdem, in welcher Umgebung wir uns befinden, je nachdem, mit welchem Menschen wir zusammen sind, je nachdem, was das Außen auch gerade von uns erwartet. Und wir Erwachsenen merken dann irgendwann, dass wir häufig gar nicht mehr in der Lage sind, diese Maske überhaupt loszulassen und da bildet sich dann manchmal so eine Art Vakuum in einem selbst, der einem sagt oder das einem sagt, das bin ich doch eigentlich gar nicht und eigentlich bin ich ganz anders und ich möchte eigentlich so sein, wie ich bin, schaffe es aber häufig nicht, dann aus mir herauszukommen und das ist so ein Punkt, den ich im Thema echt sehr, sehr stark sehe. Und das Mutige, was du eben angesprochen hast, das ist natürlich direkt daran angeschlossen, nämlich am Ende dann auch den Mut zu haben, zu sagen, Ich zeige mich so wie ich bin. Ich gehe offen nach außen mit all meinen Fehlern, mit all meinen Macken, Ecken und Kanten, die ich habe, aber auch mit all meinen Fähigkeiten, mit all dem, was ich kann. Auch damit halte ich nicht hinterm Berg. Diesen Mut aufzubringen, denke ich, ist im Leben etwas ganz, ganz Wichtiges. ja, aus dem Zusammenspiel dieser beiden wichtigen Attribute ist letzten Endes auch der Podcastname entstanden. Sabine Osterauer: sehr interessanter Zugang, den du da gebracht hast, mit echt und mutig. Du hast ja gesagt, dass Menschen sich Masken im Laufe ihres Lebens immer weiter aufsetzen. Es kommt aus diesen Prägungen, aus Mustern, aus dem, wir uns anlernen, wie auch immer. Du hast gesagt, dass es gut ist und günstig ist, wenn der Mensch dann irgendwann einmal zu der Erkenntnis kommt, ich habe Masken auf. Die gehören eigentlich gar nicht zu mir. Ich möchte es so sein, wie ich bin. Aber meine Frage dazu ist oder meine Feststellung dazu ist, dass ja viele Menschen ja gar nicht wissen, dass sie Masken tragen. Wie siehst du das und wie erkennst du das an anderen Menschen, dass die Masken eben aufhaben? Oder welche Menschen sagen zu dir, ich möchte jetzt gerne mal so sein, wie ich wirklich bin und meine Masken alle ablegen? Welchen Zugang hast du dazu und welche Erfahrungen? Patrick: völlig recht. ist nichts, wo man einfach so einen Hebel umlegt morgens, wenn man aufsteht und dann merkt man auf einmal, ich habe ja die letzten 30 Jahre eine Maske getragen, das mache ich jetzt nicht mehr, sondern dieses Gefühl, dass man sich hinter etwas versteckt, was man eigentlich gar nicht ist, das ist erst ziemlich diffus und kommt bei vielen Menschen im Laufe ihres Lebens dann immer stärker im Inneren durch so eine Art Unzufriedenheit mit sich selbst, Unzufriedenheit mit dem, was einen umgibt, mit dem Gefühl, falsch am Platz zu mit dem Gefühl nicht das zu machen, was einen wirklich glücklich macht. Das sind so die Auswirkungen dessen, wenn man sich häufig hinter seiner Maske versteckt, welche auch immer das sein mag. Und es gibt tatsächlich aber sehr konkrete Anhaltspunkte dafür, wo man erkennt, dass Menschen dazu neigen, Masken aufzusetzen. Du hast es vielleicht auch schon mal erlebt, vielleicht auch nicht oder bei jemand anderem gehört, dass es so Menschen gibt, die man im Privaten völlig anders erlebt als im beruflichen beispielsweise. Jetzt werden viele sagen, na ja, ich bin auch anders im beruflichen als im privaten, aber ich meine wirklich ein krasses anders. Ich meine Menschen, die im beruflichen ihren Anzug anziehen, stocksteif sind, nur nach Regel agieren, immer genau darauf achten, wie sie reden, wie sie sich bewegen, wie sie mit anderen Menschen umgehen und kaum sind sie im privaten Bereich, sind sie total gelöst, locker, humorvoll. Ganz anders als man sie im Business kennt. Und wenn du dann mal diese Situation hast, dass du vielleicht, und mir ist das passiert tatsächlich, dass du vielleicht irgendwann in die Situation kommst, dass du dich mit jemanden anfreundest, mit dem du lange nur Kollege oder Kollegin warst und erlebst den oder diejenige dann plötzlich privat, dann stellst du fest, das ist ein ganz anderer Mensch. Und da habe ich persönlich tatsächlich schon Situationen gehabt, wo ich dann auch gesagt habe, so wie ich dich jetzt hier im Privaten erlebe, habe ich dich beruflich nie kennengelernt. Du versteckst dich dermaßen hinter dieser Businessmaske, dass ich dich kaum wiedererkenne. Im positivsten Sinne aber tatsächlich. Und dann habe ich mich immer gefragt, du hast privat, wenn du gelöst bist, wenn du diese Maske absetzt, so viele positive Eigenschaften, die dich zu so einem tollen, offenen, humorvollen Mensch machen. Was hält dich davon ab, das im Beruflichen zu zeigen? Und das ist nur eines von vielen Beispielen, wo man merkt, dass Menschen sich häufig hinter so einer Maske verstecken und das dann man gerade auch das Berufliche sieht, über Jahre, viele Stunden am Tag, also eigentlich die meiste Zeit ihres Lebens. Und da muss man ja zumindest mal ein Fragezeichen dran setzen, ob das wirklich gut so ist. Sabine Osterauer: Du hast gesprochen von Menschen kommen und sagen sie sind unzufrieden. sind in den verschiedensten Bereichen einfach unzufrieden und das ist so ein Anzeichen auch dafür, dass sie möglicherweise mit einer Maske herumlaufen, die eigentlich nicht zu ihnen gehört. Ich habe die Erfahrung gemacht, zu mir kommen ja auch Menschen, die eine Unzufriedenheit haben. Da ist es aber oft so, dass am Beginn es dann, das hat mit mir jetzt nichts zu tun, ich bin unzufrieden, weil. Weil der Arbeitskollege ein Arsch ist oder weil mein Chef ein Kolleriker ist oder weil meine Partnerin sich so verändert hat und und und und. Das heißt, dieses Selbsterkenntnis zu erlangen, das ist meine Maske, die ich da trage und die mich zu dieser Unzufriedenheit bringt. Das ist ja auch noch einmal ein extra Schritt, den man gehen muss, in diese Selbstreflexion zu sagen, es liegt an mir. Und die Außenwelt macht mich nur darauf aufmerksam, dass ich eben diese Maske trage. Hast du das auch erlebt? Also dass die Leute einfach die Schuld, sage ich jetzt einmal überspitzt, woanders suchen. Patrick: Also es gibt ja diesen altbekannten Spruch, du kannst andere Menschen nicht ändern, du kannst nur dich selbst ändern. Und dieser Spruch trifft besonders dann zu, wenn du dich in Situationen befindest, wo du auf einmal das Gefühl hast, dass alles dich herum nicht mehr funktioniert, dass Freunde mit dir nicht mehr richtig klarkommen, weil du irgendwie anders bist, dass es im Beruflichen nicht richtig passt, weil du es nicht schaffst, dich da so einzufügen, wie man es von dir erwartet. Und natürlich neigen wir dann alle dazu, die Schuld im Außen zu suchen und überlegen uns, Mensch, Mein Chef ist wahrscheinlich doof, deswegen bin ich da nicht so erfolgreich. Meine Partnerin hat sich verändert in den letzten zehn Jahren, deswegen funktioniert unsere Beziehung nicht mehr. Aber dieser Blick auf sich selbst, wer bin ich denn eigentlich? Wie verhalte ich mich eigentlich? Versuche ich hier, eine Version von mir zu spielen oder bin das wirklich ich? Dieser Schritt erfordert Mut. Und das trauen sich viele auch einfach nicht. Und man muss natürlich der Vollständigkeit halber auch dazu sagen. Es bewirkt nicht immer nur zu Beginn, zumindest im Außen, Positives, wenn man man selbst ist. Man wird auch die Erfahrung machen, Menschen wenden sich von dir ab. Weil sie sagen, wenn du wirklich so bist, wie du dich jetzt gerade gibst, dann ist das nicht meins, da kann ich nicht mit. Aber das muss man aushalten. Das muss man aushalten können. Das ist der Preis, man dafür zahlt, der Mensch sein zu können, der man tatsächlich ist. was daraus Positives resultiert, und das ist meine Erfahrung, auch aus vielen Gesprächen mit Menschen, die in meinen Podcast gekommen sind. Das Positive ist, du hast am Ende meistens deutlich weniger Freunde und Bekannte als vorher, aber du hast die richtigen. Du hast die, die dich so akzeptieren, wie du bist, die tolerieren, wie du dich verhältst, die dich respektieren und du kannst mit denen tendenziell natürlich viel glücklicher werden, als mit den Kohorten an Menschen, die dich umgeben haben, weil sie deine Maske so gerne mochten, die du viele Jahre lang aufgehabt hast. Sabine Osterauer: Leuchtet mir ein, nicht gehe ich mit dir komfort. Was ich mir jetzt gerade überlegt habe ist, wenn wir uns im Laufe unseres Lebens ganz viele Masken aufsetzen. Für mich stellt sich die Frage, du wirst irgendwann einmal geboren. Du bist mehr oder weniger rein. Du bist als das Menschchen geboren, das du bist, wie du halt gezeugt worden bist und dann kommst du auf die Welt. Und dann starten eben Prägungen, das Vorleben der Eltern, wie auch immer. Und es ist ja völlig natürlich, dass wir uns gewisse Dinge aneignen und gewisse Dinge vielleicht nicht. Ich würde aber jetzt gar nicht sagen, dass alles falsch ist oder dass gar nicht alles zu uns gehört, sondern dass wir schon gewisse Prägungen vielleicht und auch vielleicht gewisse Muster, die wir uns anlernen oder mitnehmen oder die uns vorgelebt werden, für uns schon auch entsprechen. Als Kind haben wir ja jetzt nicht diese Reflexion, dass wir sagen, na das ist jetzt gut, das ist jetzt schlecht, sondern wir nehmen es und wir leben dann damit. Das heißt, also für mich klingt das jetzt so, wir sammeln am Anfang unseres Lebens, so die ersten, keine Ahnung, 20 Jahre, sammeln wir Prägungen, Muster und so weiter. Und dann wär's schlau, also in meiner Welt, dann wär's schlau, wenn ich sag, so. Und jetzt setz ich mich hin und jetzt schau ich mir an, welche Muster lebe ich? Welche Prägungen hatte ich in meiner Kindheit, Jugendzeit? Wie verhalte ich mich in gewissen Situationen und überprüfe das? Geht es mir mit dem gut oder bin ich damit unzufrieden? Ist das etwas, was sich für mich stimmig anfühlt oder etwas, sich nicht stimmig anfühlt? Gehst du da mit mir in Resonanz? Patrick: Absolut, absolut. Das ist ja genau das Thema, auf was du ansprichst. glaube, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, die eigene Persönlichkeit für sich zu finden, aus der Summe der Prägungen, der Erfahrungen, der Restriktionen, die man viele Jahrzehnte lang vom Außen bekommt, daraus eine Persönlichkeit zu bilden, ist wahrscheinlich die schwerste Aufgabe, die man in seinem Leben hat. Und diese Persönlichkeit für sich zu finden und zu sagen, das bin ich, das ist Patrick. Das ist Sabine. Das klar, reißen zu können und dann auch diese Persönlichkeit zu leben, dazu zu stehen und daran festzuhalten. Das erfordert einen riesen Kraftaufwand. Selbstverständlich, ja? Sabine Osterauer: Okay, das heißt, ist, was würdest du so gibt, kann man das überhaupt baschal sagen? Ich habe jetzt gerade überlegt, in welchem Alter oder wann ist der richtige Zeitpunkt zu sagen, ich überprüfe jetzt einmal alles, was ich so meinem Leben mitgenommen habe. Weil im Leben geht es ja darum, dass man ganz viele Sachen ausprobiert und dann aber auch den Mut und die Echtheit zu haben, dann wirklich zu sich selber zu stehen und zu sagen, das hat mich jetzt jahrelang begleitet. Und das hat mir vielleicht auch einige Türen geöffnet, das hat mir vielleicht auch einige Freunde gebracht, das hat mir möglicherweise irgendwelche Chancen eröffnet. Aber ich fühle mich damit nicht wohl und lasse sie jetzt wieder gehen. Also zu dem Gehen lassen kommen wir noch. Aber was denkst du, gibt es da irgendwie einen Richtwert, wo man sagt, na ja, so mit 20, 25 oder es ist vielleicht doch 35? Ich persönlich kann ja von mir nur sagen, also ich bin glaube ich mit 42 das erste Mal auf die Idee gekommen, stimmt was nicht. Was für Erfahrungen hast du da? Wie siehst du das? Patrick: Also ich bin natürlich kein Psychologe, sondern nur Podcast-Host. Deswegen kann ich da wahrscheinlich auch gar nicht so tief einsteigen, aber ich kann aus meiner eigenen Erfahrung berichten. ich erinnere mich sehr, sehr genau daran, dass ich in meiner Kindheit und Jugend erst mal alles angenommen habe, was von außen so kam. Ich war kein rebellisches Kind oder so. Ich war nicht ablehnend. Ich habe erst mal mich am Außen orientiert und habe erst mal alles, was ich gesehen und was ich erfahren habe, für möglich gehalten und habe das so in mich aufgenommen. Und als es dann irgendwann in Richtung der Pubertät ging, kamen so die ersten Ansätze von ich will mich jetzt finden, ich will irgendwo für mich meinen Weg finden, wie ich denn tatsächlich sein will. Und dann gab es natürlich viele verschiedene Varianten von mir, die sich ausprobiert haben. Und ich habe geschaut, womit fühle ich mich wohl, womit fühle ich mich unwohl. Und erst im, ich würde sagen, im Laufe der der Zwanziger bis hin zu den Dreißiger hat sich das erst gefestigt, dass ich dann gemerkt habe, okay, das ist die Richtung, in die ich gerne gehen möchte, mit der ich mich wohlfühle. Also es hat schon eine ganze Weile gedauert und ich kann mir gut vorstellen, dass das bei Menschen auch sehr unterschiedlich ist. Also es wird auch mit Sicherheit viele geben, die mit 40, 50 erst von ihrer Maske, bei dem Beispiel zu bleiben, loslassen können und sagen können, jetzt weiß ich, wer ich wirklich bin und jetzt möchte ich auch offen damit nach außen gehen. Ich glaube, da gibt es gar kein pauschales Alter für. Wichtig ist, dass man irgendwann gedanklich... es schafft in diesen Prozess reinzukommen, sich auch mal selbst zu fragen, ist das eigentlich die Version von mir, die ich tatsächlich bin, die ich hier darstelle? Und das ist ja auch ganz interessant, wenn wir uns heute mal so Social Media angucken. Das ist ja auch ein Thema, an das mein Podcast ganz stark anknüpft. Denn eines meiner Ziele war, den Menschen hinter dem Social Media Profil zu beleuchten und diese Menschen dazu zu bringen, sich wirklich mal so zu zeigen, wie sie sind und auch über Dinge zu sprechen, die sie nicht posten. Deswegen das Thema ungepostet. Und wenn wir uns diese Profile mal angucken, wenn wir uns diese Posts mal angucken, ich bin ja auch ganz viel auf LinkedIn unterwegs zum Beispiel, dann sieht man da immer so eine shiny Welt. geben sich sehr perfekt, sehr aalglatt. Es gibt eigentlich fast nur Erfolgsgeschichten. Du liest ganz selten was vom Scheitern. Und ich hab mich oft gefragt, warum ist das eigentlich so? Können wir wirklich so viel daraus lernen, wenn sich alle aalglatt und erfolgreich zeigen? Oder können wir nicht viel mehr daraus lernen, wenn die Menschen mal erzählen, welche Hürden sie nehmen mussten, überhaupt dahin zu kommen? Was für ein Kampf das in ihrem Leben war, das überhaupt zu schaffen? Wie oft sie auch gescheitert sind und wie sie mit diesem Scheitern umgegangen sind. Ja, es ist auch richtig mal zu erzählen, es gab Momente in meinem Leben, da war ich echt am verzweifeln. Ich wusste nicht mehr, wie es weitergehen soll. Und das ist genau das, was ich in meinem Podcast auch mal sehen will. Dass Menschen verstehen, das, was ihr da im Internet seht, auf YouTube, auf Instagram, auf LinkedIn, das ist die Oberfläche. Das ist wirklich nur die Oberfläche. Der Eisberg ist riesengroß und liegt unter Wasser. Und diesen Eisberg zu heben und die Menschen dazu zu bewegen, echt und mutig, mit ihren Erfahrungen nach vorne zu gehen. Das ist die Mission, die dieser Podcast ungepostet hat. Und das Ziel ist natürlich am Ende, dass die ganzen Zuhörenden, die da so reinhören Woche für Woche, merken, ich bin nicht allein damit. Auch der ist nicht perfekt. Auch der hatte zu kämpfen. Auch der hat es aber geschafft am Ende des Tages. Es lohnt sich also auch nicht aufzugeben. Und das will ich mit diesem Podcast erreichen. Und ich glaube, bisher gelingt mir das auch ganz gut. Sabine Osterauer: Das ist total spannend, weil diese Erfahrung habe ich jetzt auf diese Art und Weise nur ein bisschen gemacht. ich bin total bei dir, wenn du sagst, ich bin auch vermehrt auf LinkedIn unterwegs und das hast du ganz viele Erfolgsgeschichten natürlich und es geht ja meistens ums Geld, wer wieviel im Monat verdient und umsetzt und so weiter. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, also der Algorithmus ist bei mir anscheinend ein bisschen anders eingestellt. Auf jeden Fall habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass ich einige Posts schon erlebt habe, wo es wirklich ganz, ganz, ganz negativ war. Also wie schlecht es einem geht und was da nicht alles gerade auf ihm hereingebrochen ist oder sie. Also wirklich, wirklich negativ. Und da habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass Menschen, die nur die Erfolgsgeschichten posten, Die brauchen ganz viel Anerkennung und toll gemacht und super und lassen sich feiern. Und die, die was richtig, richtig negativ schreiben, die brauchen vermeintlich, glaube ich, vermeintlich immer wieder Menschen, drunter schreiben, ach komm, das schaffst du schon, du bist gut genug. Die brauchen so ein bisschen das Therapeutische, kommt mir vor, die therapeutischen Posts drunter. So kommt mir das zumindest vor. Aber ich glaube, dass was du auch meinst, dieses echt und mutig ist, sich einfach auch einmal hinzustellen oder zu posten. Ich weiß momentan nicht, wie es weitergeht. Das Geschäft läuft vielleicht jetzt gerade nicht so gut oder ich bin gerade unzufrieden, ich bin gerade am Umstrukturieren. Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps für mich? Also das wäre für mich persönlich noch viel ehrlicher als wie Das eine zu hypen und das andere dann so wirklich so fast depressiv, wo du dir denkst, Gottes willen hoffentlich passiert da jetzt nichts. Und drei Stunden später kriegst du aber von dem gleichenjenigen wieder einen Post, wo alles super ist. Und da frage ich mich dann, was passiert da jetzt? Und ich habe einen Podcast einmal gemacht mit einer Instagram Königin sozusagen, also die Content erstellt für andere auf Instagram. Und das erste, was sie gesagt hat, ist, das ist eine Scheinwelt. Das ist nicht echt, das ist nicht ehrlich, das ist eine Scheinwelt, da geht es Verkauf. Punkt. Und das finde ich so schade eigentlich, weil für mich schon Social Media eigentlich eine Möglichkeit ist, sich auszutauschen, sich ehrlich auszutauschen. Und ich frage mich immer, warum gibt es wirklich Menschen, die einfach nicht echt sein können oder wollen, sondern immer diese Maske präsentieren. Das frage ich mich wirklich ganz, ganz häufig und da tue ich mir dann oft schwer und dann brauche ich dann immer wieder eine Social Media Pause, weil ich das Gefühl habe, da bin ich wirklich in einer Scheinwelt gefangen. Hast du solche Posts auch schon gesehen? Patrick: Selbstverständlich habe ich solche Posts auch schon gesehen und da gibt es auch mehr als genug von. Und auch diese sehr negativen Posts, gerade auf Instagram ist das ziemlich krass. Da muss man auch bisschen aufpassen, ob das wirklich wahre Begebenheiten sind oder ob man dort einfach nur das sehr, sehr gut funktionierende Mittel der Empörung genommen hat, Reichweite zu generieren. Ich habe vor kurzem erst eine sehr spannende Podcast Folge mit Andreas Wollermann gehabt, der beschäftigt sich mit den Themen Generationenkonflikt. Gen Z, Gen Alpha und wie die so geprägt sind und warum die sich so verhalten. Und da hatten wir auch das Thema Empörung. Und Empörung ist halt etwas, was heutzutage in unserer Gesellschaft unglaublich gut zieht. Also die klassischen Medien haben schon vor Jahrzehnten erkannt, dass negative Nachrichten besser sind als positive Nachrichten, weil sich die Zeitung einfach besser verkauft. Und wir haben heute auch viele Menschen auf Social Media, erkannt haben, wenn ich negative Dinge pushe, dann habe ich tendenziell mehr Klicks als wenn ich nur irgendwelche glücklichen Sachen Posto oder irgendwelche Erfolgsgeschichten. Deswegen ist es aber noch lange nicht echt. Und das ist das Schwierige. Da zu erkennen, ist das jetzt echt, weil der jetzt mal was Schlimmes aus seinem Leben erzählt oder ist das jetzt einfach nur eine Strategie, Reichweite zu generieren. Also grundsätzlich bin ich dabei dir, man kann erstmal davon ausgehen, dass Social Media eine Scheinwelt ist. Und wir Podcaster versuchen ja, wir sind ja auch Teil dieser Social Media Bubble, wir versuchen ja aus dieser Scheinwelt ein bisschen auszubrechen. indem wir uns unsere Gäste natürlich vorher auch sehr genau angucken. Also ich mache das zumindest und ich glaube ich habe auch ganz gute Antennen dafür, ob das wirklich die Person ist, die sie vorgibt zu sein oder ob mir da jetzt gerade irgendein Bär aufgebunden wird. Also ich habe auch schon Terminanfragen abgelehnt, weil ich dann auf Instagram-Profilen gesehen habe, das passt alles irgendwie nicht zusammen. Das mache ich nicht. Ich setze meinen Zuhörenden nicht irgendjemanden vor, der dann irgendeinen Blödsinn erzählt. Das will ich einfach nicht. Aber ja, das ist absolut schwierig, das zu erkennen. Und da muss man wirklich vorsichtig sein, wenn man auf Social Media unterwegs ist, gar nicht davon zu sprechen, was das für unsere Kinder so bedeutet, die sich das heutzutage angucken, die noch gar nicht so die Erfahrung haben, was könnte richtig und was könnte falsch sein. Aber zu deiner Ausgangsfrage nochmal zurückzukommen, warum sind denn so viele Menschen so dass sie sich nicht echt und mutig zeigen wollen. Das hat mit Sicherheit viele Gründe. Aber ein ganz, ganz großer Grund, den ich immer wieder gehört habe, auch in meinem Podcast, ist die Angst vor Ablehnung. Die Angst vor Ablehnung. Und das muss man sich wirklich mal durch den Kopf gehen lassen, wie viele Menschen da draußen rumlaufen und nicht so sind, wie sie tatsächlich sind, weil sie Angst haben, aus der Masse ausgeschlossen zu werden. Eigentlich eine schreckliche Vorstellung, oder? Sabine Osterauer: Ja, ich sehe das wirklich ganz genau so. Der Mensch hat, wir sind ja anscheinend Rudeltiere, sagt man ja auch immer. Und ich kenne sie ja schon aus der Psychologie natürlich als psychosoziale Beraterin mit ein bisschen anderem Einblick, wahrscheinlich auch noch einen zusätzlichen Einblick. Und das stimmt, Ablehnung ist für den Menschen ja ganz, ganz, ganz, ganz furchtbar. Du hast aber natürlich auch bei den Menschen die Revoluzzer, sage ich immer, die sind im Gegenteil, die sind doch stolz darauf, wenn sie eben nicht dazugehören, sondern wenn sie allein unterwegs sind oder sagen, boah, ich gehöre da nicht zu der Masse, sondern ich hebe mich da ab. Aber auch da muss man sich ein bisschen differenzieren, weil da gibt es eben welche, wo die auch wieder die Maske aufsetzen in Wahrheit und sagen, ich bin ein Revoluzzer, aber so insgeheim wollen sie doch gerne auch dazugehören. Also ich glaube, es ist egal, welche Seite man wirklich beleuchtet. wenn eine falsche Maske aufgesetzt ist, dann ist es einfach nicht echt. Ich glaube schon, dass der Mensch per se natürlich total unterschiedlich ist. Wir sind ja alles Individuen. Und wir denken unterschiedlich, wir handeln unterschiedlich, wir fühlen unterschiedlich. Und ich glaube schon, dass es Menschen gibt, die gerne unter vielen Menschen sind, andere die sind eher für sich oder nur kleinen Gruppen unterwegs. Und das ist beides okay. Für mich stellt sich allerdings die Frage, warum wird es beurteilt? Also warum stellen sich Menschen hin und sagen, ja, der ist in der Gruppe und der fügt sich der Gruppe und der ist cool und der ist immer Außenseiter oder die ist immer Außenseiterin, der schwarze Schaf so ein bisschen. Warum werden unterschiedliche echte Charakterzüge von Menschen beurteilt? Patrick: Auch das wird ja... ohne jetzt in die Psychologie gehen zu können, denn ich bin kein Psychologe, aber aus meiner Lebenserfahrung heraus hat das ja meistens ganz viel mit der eigenen Unzulänglichkeit zu tun, wenn man anfängt andere Menschen zu bewerten. Das heißt, ich sehe ein Verhalten bei einem anderen Menschen und kritisiere das und häufig hat das was damit zu tun, dass ich unterbewusst vielleicht selbst gern so wäre. Vielleicht wäre ich selbst gern jemand, der nur wenige Freunde, aber dafür die Richtigen hat. Vielleicht wäre ich selbst gerne jemand, der selbstbewusst auf eine Bühne geht und auch mal verhaspelt und dann darüber lacht. Vielleicht wäre ich selbst auch gerne jemand, in der Lage ist ja auch mal über sich selbst lachen zu können und seine eigenen Fehler zuzugeben, aber es fällt mir vielleicht selbst schwer. Und über diese Menschen zieht man natürlich gerne her. Das ist so. Diese Ablehnung, die wir gerade zurzeit, wie ich finde, auch verstärkt in unserer Gesellschaft erleben, diese diese Grüppchenbildung, die wieder passiert, dass Menschen sich auf gewisse Seiten schlagen und sich da zusammenrotten und dann gegen die andere Seite gegensteh'n kann und intolerant werden. Das ist schon... eine bedenkliche Entwicklung. Das muss man ganz ehrlich sagen. Man fragt sich, wo endet das Ganze, wenn wir von einem Miteinander zu einem Auseinander kommen. Und das ist im Moment ganz stark mein Gefühl. Und ich hoffe, dass Formate wie die, wie wir hier bedienen, dazu beitragen können, dass man vielleicht mal darüber nachdenkt, ob es nicht andersherum besser wäre. Sabine Osterauer: Ich glaube, die, also es geht ja hier im Podcast auch unsere eigene persönliche Meinung natürlich. Ich denke, dass, weil du das vorher angesprochen hast, dass Menschen die andere kritisieren, vielleicht selber gerne so wären oder das so hätten. Ich rede ja immer von Vorstellungen. Also der Mensch hat ja auch immer eine Vorstellung von etwas. Als Beispiel, wenn ich zum Beispiel höre, jemand verreist sehr viel, ist sehr viel unterwegs und schaut sich andere Länder an und andere Kulturen und keine Ahnung, ist so ein Arbeitsnomade, digitaler Nomade nennt man das jetzt, dann stelle ich mir vor, es muss voll klasse sein. Also das muss toll sein, du reist die Welt und es ist so super, du kannst überall arbeiten und kriegst auch noch Geld dafür, voll super klasse. Und ich habe mich dann irgendwann einmal hingesetzt, auch für mich, weil es einfach für mich interessant ist und habe mal überlegt. warum das in meiner Vorstellung so super ist und ob ich das wirklich möchte. Und dann kamen diese ganzen Sachen wie Sabine, du verreist ja gar nicht gerne. Es fängt ja mal an. Du verreist eigentlich gar nicht gerne. Du bist eigentlich gerne irgendwo zu Hause. Du hast gerne deine Wurzeln, weil ich war ja auch, gesagt, bei mir als ich mit 42 dann angefangen, dass die Masken gefallen sind, der Reihe nach und ich meine Wurzeln endlich gefunden habe, wo ich zu Hause bin. Ich möchte gern zu Hause sein. Das heißt, es gibt einfach Die Klingen vielleicht ganz toll, aber die passen in Wahrheit ja gar nicht zu uns, weil wir so gar nicht sind. Und ich glaube auch das ist ganz wichtig und da ist Social Media gefährlich, weil uns das natürlich vorgaukelt, also Vorstellungen aufzeigt, die wir aber kritisch hinterfragen sollten für uns. krasst das überhaupt zu uns? Und nur weil jemand anderer jede Woche auf fünf Berge steigt und paragliding geht und tauchen geht und so weiter, nur weil sich das toll anhört, bedeutet das nicht, dass jeder Mensch auch Genau so ist es, denn es gibt einfach Menschen, bleiben lieber am Boden. Oder es gibt Menschen, die wollen nicht ins Wasser. Und das ist in Ordnung. Also ich glaube, es geht ganz viel darum, und das hast du eher angesprochen, dieses Auseinander. Ich glaube, es geht ganz stark wieder darum, dass der Mensch für sich selber erkennt, was möchte ich wirklich? Nicht, dass wird erwartet, nicht, dass wird mir vorgegaukelt, nicht, welcher Vorstellung sollte ich entsprechen damit, ... sondern was ist wirklich meine Motivation, was zu tun. Und das finde ich, ist total mutig, da drauf zu schauen und zu sagen, okay, ja, ich fahre nicht in den Urlaub, weil das interessiert mich nicht. Ich brauche keine anderen Länder bereisen, das interessiert mich nicht. Ich bin lieber zu Hause in meinem Garten und lese lieber ein Buch. Und das ist total in Ordnung. Und nur weil andere Menschen vielleicht sagen, es ist ja voll langweilig, bedeutet das nicht, dass es falsch ist. Und ich glaube dorthin, das wäre schön, wenn der Mensch wieder so ein bisschen mehr in diese Richtung tendiert zu sagen, was gefällt denn mir, was brauche ich, zufrieden und glücklich zu sein. Und nicht, sind die Ansprüche von der Scheinwelt auf Social Media. Siehst du das? Patrick: Absolut, absolut. oder nicht deswegen, sondern das passt ganz gut dazu, ist ja die Eingangsfrage in meinem Podcast auch immer, wer bist du wirklich? Du erinnerst dich daran, du warst ja Gast bei mir. Und ich kann jedem, der hier zuhört, garantieren, dass sich keiner meiner Podcastgäste bisher auf diese Frage vorbereitet hat. Und ich habe auch niemandem vorher geschrieben, diese Frage kommt. Natürlich bestünde die Gefahr, dass man schon mal eine Folge gehört hat, dann weiß man das auch. Aber bis jetzt habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass diese Frage Sie ziemlich überrumpelt hat. Und wenn Sie dann aber kurz in 30 bis 60 Sekunden schildern müssen, wer Sie denn wirklich sind, da kommen teilweise Dinge zutage, die sind selbst für den Gast mehr als überraschend. Ich finde aber, dieses Spiel kann man mit sich selbst und vielleicht mit seinem Partner, seiner Partnerin auch zu Hause mal machen, sich wirklich mal ernsthaft die Frage zu stellen, wer bin ich wirklich? Und bin ich dieses wirklich auch jeden Tag? Und da werden Gedankenschleifen entstehen. Die können sich viele wahrscheinlich jetzt an dem Punkt noch gar nicht vorstellen. Und zu dem, was du eben gesagt hast, dein Beispiel gerade war ja sehr positiv konnotiert. Du sagst, du siehst jemanden, der viel rumreißt und denkst dir dann, ach, das ist doch schön für den, dass der so viel rumreisen kann. Der sieht bestimmt ganz viel, ist doch klasse. Mal davon abgesehen, dass das vielleicht nichts für dich wäre, ist diese Art der Einstellung, das zu sehen, was der andere Mensch dort tut. aber nichts Gefährliches. Das ist positiv, du hast ein gutes Gefühl dabei. Ich möchte jetzt mal sagen, du freust dich für denjenigen, dass der das macht. Was ich oft erlebe und was ja auch hier bei uns in Deutschland immer so ein Thema ist, das muss man einfach ganz klar sagen, ist dieses Thema der Neidgesellschaft. Das heißt, wir haben ganz oft Reaktionen wie, der hat wohl nichts anderes zu tun. Der ist ja nur unterwegs. Hat der kein Zuhause oder was? Der hat wohl keine Freunde. Solche Sprüche kommen dann. Oder es fährt jemand mit einem sehr teuren Auto die Straße entlang. Da wird nicht gesagt, der muss beruflich unglaublich erfolgreich sein. Der hat bestimmt extrem viel gearbeitet in seinem Leben, sich das leisten zu können. Da wird gesagt, da stecken doch irgendwelche kriminellen Machenschaften hinter. Das kann sich doch kein Mensch einfach Und das ist das, was ich meine. Dieses, dass man dann dort steht und insgeheim selbst gerne diesen Erfolg hätte, selbst gerne dieses Auto fahren würde, mal bei diesem Beispiel zu sein, und äußert das in einer Art Neid der Person gegenüber, die das geschafft hat. Und das ist Gift für den eigenen Charakter. Das ist Gift für das eigene Wohlfühlen und hält einen auch selbst davon ab, wirklich man selbst zu sein. Weil man begibt sich damit wieder in so einen Schatten rein, der einfach langfristig nicht gut für einen sein kann. Und das sind so die Dinge, die ich auch im Podcast immer wieder sehe, wenn ich mit den Menschen rede, das beschäftigt und viele waren lange Zeit auf so einer Seite, auf dieser dunklen Seite des Denkens, ich mal sagen. für sich festgestellt, wenn ich anfange zu gönnen, wenn ich anfange zu respektieren, wenn ich anfange vielleicht auch mal zu bewundern und zu sagen, ich möchte gern wissen von dir, wie hast du das geschafft, ich möchte das gerne auch schaffen, anstatt nur zu kritisieren, zu Maßregeln, zu bewerten, dann leben diese Menschen tendenziell auch glücklicher. Das ist so. Sabine Osterauer: Ja, da gebe ich dir Recht, also diese Neidgesellschaft und da will ich mich jetzt gar nicht ausnehmen. Also da bin ich jetzt, da zeige ich jetzt echt einmal Charakter und da sage ich jetzt einmal ganz, ganz ehrlich, ich war früher auch so. Also nicht nur, aber doch immer wieder habe ich mich dabei erwischt, dass ich wirklich neidisch war auf andere Menschen, die gewisse Dinge gelebt haben. die ich nicht leben konnte, wollte, wie auch immer. Und ich mir gedacht habe, na ja, mehr Glück gehabt oder bessere Voraussetzungen, vielleicht ein besseres Elternhaus, wie auch immer. Also da gibt es ja tausend Sachen, die man dann herziehen kann. Und irgendwann einmal eben, ich dann wirklich angefangen habe, mich mit mir selber ganz extrem auseinanderzusetzen, ist mir das persönlich aufgefallen. Sabine, du bist neidisch. Und das tut dir nicht gut, weil das tut dir nicht nur im Charakter nicht gut, sondern auch körperlich nicht gut. Da schreien ja dann ganz viele Organe auf und sagen, boah, das wollen wir gar nicht. Das ist eine Vergiftung der Seele sozusagen, wenn man Neid empfindet im anderen gegenüber. Man kann andere Menschen ja als Motivation sehen. kann andere Menschen ja auch, wie du gesagt hast, jetzt schaue ich mir mal an, wie ist der oder die erfolgreich geworden oder wie lebt der oder die die Beziehung? Weil das ist immer, man sieht ja auch immer nur die positiven Seiten. Tolles Unternehmen, großes Unternehmen, gutes Einkommen, tolle Beziehung, schöne Ehe, tolle Mutterschaft. Aber wenn du mit diesen Menschen dich auseinandersetzt und Interesse zeigst und dahinter fragst und die ehrlich zu dir sind, dann wirst du draufkommen, dass was du im Außen als so positiv siehst, das ist ja nur ein kleiner Teil. Aber das, was dahinter war, Das ist eben, wie du sagst, Arbeit, Herausforderung, tausendmal gestürzt, tausendmal wieder aufgestanden, möglicherweise hundertmal etwas verloren. Das ist ja wirklich Arbeit. Und das wollen aber dann die wenigsten. Viele wollen Erfolg, eine tolle Beziehung, ein tolles Unternehmen oder ein tolles Angestelltenverhältnis, schönes Wohnungenhaus, ein Auto, blum, blum. Aber die Arbeit dahinter oder das, was man dafür auch riskieren muss oder geben muss, ausprobieren muss, loslassen muss. Ja, da sind wir dann schon wieder am Ende der Fahnenstange. boah, na das möchte ich aber jetzt nicht, das ist mir viel zu anstrengend und zu mühsam. Aber ohne dem, glaube ich, geht's halt nicht. Also es ist immer ein Tun und ein Bekommen und wieder ein Tun und ein Bekommen. Aber es dauert halt. Bei manchen geht's ein bisschen schneller, bei anderen vielleicht langsamer. Das hängt wieder von tausend anderen Sachen ab. Aber dass jemand auf die Welt schlüpft und von vornherein nur dieses Butterbrotseitenleben führt, das anders glaube ich nicht. Patrick: Ja, und Sabine, mir würde es ja auch schon ausreichen im ersten Step und nichts anderes macht mein Podcast, ja, dass man sich wenigstens mal bereit erklärt, hinter die Kulissen blicken zu wollen, dass man nicht sofort urteilt, bewertet, vielleicht sogar abwertet, sondern sich wirklich mal für den Menschen, der vor einem sitzt, interessiert und auch mal fragt, wie hast du das gemacht? Wo kommst du her? Ich würde jetzt vermuten, du hast eine mega Kindheit gehabt. War dem so oder war es vielleicht ganz anders. Diesen Schritt zu gehen, überhaupt mal auch selbst so mutig zu sein und mit Menschen tiefgründige Gespräche darüber zu führen, warum sie sind, wie sie sind, warum sie dort sind, wo sie sind, das kommt in unserer Gesellschaft viel, viel zu kurz. Wir sehen jemanden, urteilen innerhalb von Sekunden, haben vielleicht zwei Worte mit dem gewechselt, der kehrt uns den Rücken zu und geht weg und wir meinen, genau zu wissen, wo der Herr kommt, wie der seinen Erfolg erlangt hat oder auch seinen Misserfolg. je nachdem worum es geht und was das für ein Typ ist. Und ich sehe in meinem Podcast immer wieder, und das ist das Tolle, Danke an alle Gäste, die da so echt und mutig vorangegangen sind, dass das ganz oft, dass der erste Eindruck ganz oft gar nicht zutrifft. Ich habe in meiner ersten Folge jemanden dabei gehabt, den Tobias Wagemann. Der ist auf LinkedIn sehr, sehr aktiv als jemand, der ja sehr agil ist, sehr fröhlich, sehr kraftvoll, der springt auf Bühnen rum, der Das ist so ein Typ, du den triffst, hast du den Eindruck, der muss das geilste Leben von allen gehabt haben. Der ist so voller Freude und voller Energie. Und dann habe ich den in meinem Podcast und der berichtet mir davon, wie er in seiner Familie über Jahre schwerst, körperlich und seelisch missbraucht wurde, wie sein Bruder dabei sogar auf der Strecke geblieben ist, sich das Leben genommen hat, wie er selbst irgendwann aus der Familie geflüchtet ist, dass es ihm bis heute noch schwer fällt, nicht in dieses Muster zu fallen, wenn es seine eigenen Kinder geht, weil er diese Aggressionen, die ihm früher implementiert wurden, immer noch in sich trägt und immer noch in Therapie ist deswegen. Das ist eine Geschichte, die hinter diesen Menschen steht, den du im Außen ganz anders erlebst. Das würdest du nie vermuten. Und sowas erfährst du nur, wenn du echtes Interesse an Menschen hast. Und genau das will ich mit diesem Podcast erreichen. Sabine Osterauer: Es ist, da gebe ich dir total recht, hat immer ganz viel mit Interesse zu tun und die wenigsten sind halt wirklich an der Echtheit interessiert. Also man geht dann auf Social Media, man schaut sich die Posts an, dann schaut man sich vielleicht noch die Website an oder wie auch immer. Aber sich mit den Menschen wirklich auseinanderzusetzen, das macht ja keiner. Und die wenigsten haben natürlich auch ihre eigene Geschichte jetzt irgendwo gepostet oder eben auf einer Website oder so. Ich finde unsere Arbeit, ich finde Podcasts, deswegen auch so genial, weil da einfach auch die Zeit ist und das Interesse da ist, den anderen Menschen oder den Gast eben kennenzulernen. Bei dir ist es ja wirklich so, dass die Menschen sich total öffnen und bei mir sind es eben die Warum-Fragen, wo wir auch immer wieder zu solchen Themen dann spannenderweise auch kommen und auch meine Gäste dann immer wieder auch über ihre eigene Geschichte sehr viel erzählen, was total super ist und sehr mutig ist und auch echt, was es auch braucht. Aber oder und ich habe noch nie jemanden kennengelernt, also zumindest nicht Menschen, die zu mir gekommen sind, kennengelernt, der sich auf dem, was er erlebt hat, dann ausgeruht hat und gesagt hat, na es ist ja kein Wunder, dass mein Leben nicht funktioniert, weil ich habe das und das erlebt. Das heißt aber nicht, dass wir das jetzt absprechen und sagen, das war sicherlich nicht so schlimm. Also das, du jetzt zum Beispiel erzählt hast, man sagt ja, es war sicherlich nicht so schlimm und wer weiß, warum sich der Bruder umgebracht hat oder so. Sondern das sind Entscheidungen, die wir treffen. Das sind Entscheidungen, die man trifft, welchen Weg gehe ich für mich weiter. Ich komme zum Beispiel aus einer suchtbelasteten Beziehung, aber ich habe gar kein Suchtverhalt, außer Schokolade ist auch irgendwie eines. du weißt, ich meine, ich habe einfach die Entscheidung getroffen, das möchte ich nicht. Ich möchte einen anderen Weg weitergehen und das war hart und das war schwierig und das war herausfordernd und das war auf und ab und auf und ab. Aber grundsätzlich geht es immer eine Entscheidung. Das heißt, wenn ich mich immer mit der Vergangenheit beschäftige und sage, ja, weil das in der Vergangenheit passiert ist, deswegen bin ich heute immer noch so, dann ist das für mich immer eine Ausrede. Und das meine ich jetzt nicht einmal böse, sondern da war der Mut, ist noch nicht die Ecke gekommen, zu sagen, stimmt. Das hinter mir ist geschehen, das war nicht gut. Ich brauche vielleicht auch Unterstützung, Therapie, Beratung, wie auch immer. Aber meine Entscheidung ist ganz klar. Ich gehe nach vorne und nicht zurück. Ich möchte, dass mich das da hinten, was passiert ist, positiv motiviert, in ein glücklicheres, zufriedenes Leben zu gehen und mich nicht zurückhält und sagt, ja, weil du das erlebt hast, deswegen wirst du immer auch in dieser Schleife bleiben. Und ich glaube, Das macht dann auch diese echten und mutigen Menschen aus, die sagen, dahinten ist was Schreckliches passiert, aber ich habe die Entscheidung getroffen, ich möchte in ein zufriedenes Leben weitergehen. Koste es, was es wolle. Ich werde mir Unterstützung holen, ich werde mich immer wieder neu entscheiden und das ist ja kein gerader Weg. Da gehst du rauf und runter, rauf und runter und manchmal sitzt du unten und denkst dir, ich kann nicht mehr. Und dann kommt aber der Lebenswille, der dann sagt, steh auf. Und mache jetzt weiter. Und das ist für mich so echt und das ist für mich mutig. Kannst du da noch irgendwas ergänzen Patrick: Absolut, absolut. Da gehört natürlich unglaublich viel Mut dazu, aufzustehen und zu sagen, ich will den Kreislauf durchbrechen. Ich möchte nicht, dass es so weitergeht, wie ich es früher erlebt habe. Da kann ich dir absolut zustimmen und du wirst aus deiner praktischen Arbeit mit Sicherheit auch viel mehr Erfahrung drin haben als ich. Die Menschen, denen ich in meinem Podcast spreche, da sind schon viele dabei, bei denen das ein sehr, sehr langer Weg war, bis überhaupt auch diese war, ich möchte es jetzt anders. Die sind manchmal gefangen in so einer Art Nebel, der sie zurückhält, irgendetwas zu verändern. Und es sind gar nicht so wenige gewesen, wo dann irgendwann mal ein Impuls von außen kam, die dann das große Glück hatten, einen richtig guten Freund kennenzulernen oder eine richtig tolle Partnerin zu haben, die dann den letzten Anschub gegeben hat, die dann vielleicht mal zum ersten Therapieplatz, zum ersten Therapietermin begleitet hat, die vielleicht auch die Nummer rausgesucht hat im Internet, die dann vielleicht ein paar Wochen dran gearbeitet hat und gesagt hat, jetzt ruft da an, jetzt lass uns das gemeinsam machen. Hinterher sind die Menschen immer sehr, dankbar dafür, wenn sie dann den Schritt gegangen sind. Gar keine Frage. es gibt einfach auch, und ich finde, das sollten wir alle berücksichtigen, es gibt halt auch Biografien, die sind teilweise so krass, da sind so krasse Dinge in Kindheit und Jugend und jungen Erwachsenenalter vorgefallen, dass es echt schwer ist. das in Anführungsstrichen auszublenden. Ausblenden kannst du es wahrscheinlich nie, aber du kannst lernen, damit umzugehen. Und ich möchte einfach, dass das auch mal gesehen wird. Wenn jemand dann in einer Extremsituation ist, sei es im Job oder im Privatleben, und er reagiert dann mal in einer unadäquaten Art und Weise, dann bewertet doch nicht gleich und wertet ab, sondern fragt euch mal warum. Was ist denn die Historie? Was ist denn der Hintergrund dieses Menschen? Wo kommt das her? Warum entwickelt der genau in dieser Situation so eine Aggression, so eine Angst, so eine Ablehnung, läuft vielleicht weg, entzieht sich der Situation? Das hat alles Gründe. Viele mögen sich vielleicht fragen, warum soll ich mir denn darüber auch Gedanken machen? Hat er doch selber Schuld? Meine Antwort darauf ist, weil wir Menschen sind, weil sich das einfach so gehört. weil wir ein Miteinander haben Sabine Osterauer: Ja. Patrick: wollen und kein Gegeneinander. Und das, was ihr hier seht auf dem Bildschirm, das Poloshirt und die Cappy, das ist nur die äußere Erscheinung. Das ist die Spitze des Eisberges. Unter Wasser liegt noch viel, mehr, was mich am Ende des Tages auch erst hierher gebracht hat in deinem Podcast. Und das mal zu beleuchten und sich das anzuschauen bei jedem einzelnen von uns ist zumindest für mich auch extrem bereichernd, weil man lernt auch selbst sehr viel aus solchen Gesprächen. Man lernt ganz anders zu denken und ganz anders mit Herausforderungen umzugehen. Deswegen kann ich nur jeden dazu animieren, auch außerhalb von Podcasts. Wendet euch den Menschen mal zu. Macht nicht immer nur Smalltalk. sondern geht mal ein bisschen tiefer rein und bietet euer Ohr an. Es geht nicht darum Menschen auszuhören, sondern bietet euer Ohr an. Sagt ihnen, ich bin offen für dich, ich höre dir zu. Wir können auch mal über Dinge sprechen, die ein bisschen tiefer gehen. Und ihr werdet überrascht sein, wie viele Menschen dankbar dafür sind, wenn das mal jemand tut. Denn es tun immer noch zu wenige. Sabine Osterauer: Und da geht es jetzt, da werde ich gerne anschließen, weil da geht es jetzt auch gar nicht darum, dass ich dann die perfekte Lösung für diesen Menschen habe, sondern da geht es wirklich darum, einfach nur mal zuzuhören, damit der andere die Möglichkeit hat, sich einmal über andere Dinge vielleicht zu äußern, was er bis jetzt noch nie gemacht hat oder noch nie machen konnte. Und das möglicherweise dann auch der ausschlaggebende Punkt ist, dass er sagt, ich kann darüber sprechen, jetzt mache ich das vermehrt und jetzt hole ich mir doch Hilfe. eben bei einem Berater, bei einem Psychologen, auch immer. Also dafür sind wir ja auch da oder auch bei einem Energetiker. Das Schöne ist in der heutigen Zeit, und das muss man wirklich auch sagen, dass wir eine Vielfalt mittlerweile auch schon davon haben, von Menschen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise, ob das jetzt ist, eben durch Gesprächstherapie oder durch irgendwelche alternativen Methoden, Kinesologie, irgendwelche spirituellen Sachen, Aufstellungen, was auch immer, da findet ja dann jeder seins, was für ihn gut tut, auch hier wieder nicht darauf hören, was andere sagen, ja mach das, sondern reinfühlen, ist das für mich etwas oder nicht, denn das Schöne ist, die führen alle zum gleichen Ziel. Und das ist das Schöne, das heißt, es ist nie eine falsche Entscheidung, etwas zu machen, sondern es ist immer eine richtige Entscheidung. überhaupt etwas zu machen und herauszufinden, komme ich mit dieser Strategie oder komme ich mit dieser Methode für mich weiter oder nicht. Und wenn ich heute nur als Beispiel, ich bin ja auch Kinesologin und Zu mir kommen Menschen zur Kinesiologie und im Endeffekt macht man ganz was anderes. Ich sage, das passt zu dir ja gar nicht. Ja, stimmt, du hast recht. Ich habe mir schon gedacht, irgendwie, ich nicht. Aber ich wollte unbedingt zu dir sein, Aber ich kann ja Gott sei Dank auch andere Sachen. Und das ist total spannend. Also es muss nicht das oder das sein, sondern etwas. Etwas, das hilft, weiterzugehen, das hilft, dich zu öffnen, auch über Dinge zu sprechen und vor allem wieder das Vertrauen zu haben, nicht überall verurteilt oder beurteilt zu werden. Deswegen ist es ja so wichtig, dass man sich Menschen sucht, ganz bewusst, wo man auch wieder dieses Vertrauen entwickeln kann, sagen, den kann ich das jetzt sagen, ohne dass mich der jetzt belächelt oder das dann vielleicht irgendwie weiter erzählt oder sonst irgendwas. Und dazu ist es notwendig, die Menschen wieder viel intensiver Anzuschauen, zuzuhören, hinzufühlen. Also unsere Sinne wäre schön, wenn wir die alle miteinander wieder richtig auspacken, weil dann hätten wir nämlich wieder ein Miteinander und nicht ein Auseinander. So wie du es vorher so schön gesagt hast, das gefällt mir. Patrick: Genau, absolut. Hast du genau richtig beschrieben. Und wichtig ist mir halt auch, dass es auch so ein, was ich mir immer wieder sage, ist, also Menschen, gerne sprechen wollen, brauchen halt auch unbedingt Menschen, die zuhören wollen. Und ich glaube, viele von uns haben das Zuhören verlernt. Wir hören nur noch oberflächlich zu. Wir nehmen die Dinge in der Tiefe gar nicht mehr so richtig wahr. Und gerade das, was du auch gerade gesagt hast, finde ich sehr, sehr passend, dieses Reinfühlen. Dieses Wenn ich vor jemanden sitze und der erzählt mir was, auch wirklich mal reinfühlen, wie erzählt er das? Was steckt vielleicht dahinter? Erzählt er mir das jetzt vielleicht, weil da ein ganz anderes Thema vorherrschend ist, über das er vielleicht mit mir sprechen will? Und er testet jetzt gerade so leicht an. bin ich dafür empfänglich, gehe ich darauf ein. Das ist nichts, was dem Zuhörenden am Ende des Tages weh tut, aber dem Redenden hilft das enorm und ich finde es bedenklich, dass ich auch wenn ich in Gesellschaft bin, wahrnehme, dass der Großteil des Kontaktes zwischen Menschen meistens so beim Small Talk endet, dass man da gar nicht so tief reingehen mag. Vielleicht hat das auch manchmal was damit zu tun, dass die Leute sich sagen, na ich kenne ihn ja nicht so richtig, vielleicht ist es unpassend, da jetzt irgendwie tiefer reinzugehen. Aber ich glaube, oft hat das auch was mit so einer Art, ja, sich über die letzten Jahrzehnte entwickelten Desinteresse zu tun, dass man irgendwie denkt, nee, ich bleibe auch lieber an der Oberfläche, nachher grabe ich da noch was auf, was ich gar nicht wissen will oder was mich selbst belastet. Das spielt natürlich auch eine Rolle. Das ist mir auch ganz klar. Mich hat auch schon mal jemand angeschrieben, Oton, Patrick, warum sind deine Podcast-Themen eigentlich so schwer? Du bist doch eigentlich ein ganz lustiger Typ. Ja, habe ich geschrieben, weil das Leben halt nicht immer nur lustig ist. Und Comedy-Podcasts andere. Ich möchte halt mal die andere Seite des Lebens beleuchten, nämlich die echte Seite mit allem, was dazugehört. Und das ist eben nicht immer nur lustig. Sabine Osterauer: Gut, lieber Patrick, dann würde ich sagen, wir haben es zusammen wieder einmal herausgefunden, warum so viele Menschen ein Problem damit haben, echt und mutig zu sein. Ich danke dir sehr, dass du da warst und alles zum Patrick habt ihr natürlich in den Show Notes. Stellt euch natürlich rein, das heißt, könnt natürlich nachdem ihr meinen Podcast gehört habt, natürlich auch bei Patrick hineinhorchen, ganz klar. Und ich freue mich, vielleicht sehen wir uns ja wieder mal und laden uns gegenseitig wieder ein. Das würde mich sehr freuen. Vielen Dank lieber Patrick, dass du heute bei mir warst. Patrick: Vielen Dank Sabine, hat mich sehr gefreut.