Latest / KUS-Innovation-Friday / Innovative Unternehmen: Janze & Janze GmbH
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- Marion Kühn: Herzlich willkommen zu Innovation Friday, ein Podcast für Menschen, neue Ideen schaffen. Mein Name ist Marion Kühn und ich freue mich auf meine heutigen Gäste Jana und Peter Janze von Janze & Janze aus Pfaffenhofen, Gründer und Transformationsexperten. Heute spreche ich mit Jana und Peter über Innovation für eine zukunftsweisende öffentliche Verwaltung. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Jana: Danke, dass wir da sein dürfen. Kristina: Heute zu Gast Jana und Peter, das Gründungsteam der JANZE und JANZE GmbH aus Pfaffenhofen. Peter Janze: Ja, vielen Dank. Marion Kühn: Ihr habt ja JANZO und JANZO 2024 gegründet und seid seitdem in den Bereichen Public Sector und Healthcare unterwegs. Ich möchte zu Beginn unseres Gesprächs jetzt gerne von euch wissen, welche Voraussetzungen ihr eigentlich mitbringt, um eine erfolgreiche Beratung in diesem Bereich leisten zu können. Also vereinfacht ausgedrückt, ich würde gerne wissen, wie wirkt man den Gründer eines Startups für öffentliche Verwaltung? Was hat man da für einen beruflichen Werdegang oder wie muss ich mir das vorstellen? Jana: beruflicher Werdegang. Ich glaube, da gibt es gar nicht so einen richtig klassischen beruflichen Werdegang. Zumindest das, wenn wir mit unseren bekannten KollegInnen sprechen. Das sind ganz, ganz, ganz unterschiedliche Dinge, die die Menschen so machen. Ich fange einfach mal, mache mal Ladies first, ich fange mal bei mir an, dann kann Peter ja gleich noch ein bisschen was über sich erzählen. Ich in der Tat mal ganz ursprünglich Kartografie und Geoinformatik studiert. Also was ganz anderes, aber trotzdem war irgendwie so bisschen die Leidenschaft in Richtung der öffentlichen Verwaltung für mich immer da. Und das ist auch das, warum ich das alles mache. Ich glaube daran, dass wir eine gute Demokratie brauchen und dass die öffentliche Verwaltung einer der Hebel dafür ist. Das fängt damit an, dass wir gute Verwaltungsprozesse innerhalb der Kommunen zum Beispiel brauchen. Und das merken wir alle tagtäglich. finde es total schön, dass unsere Straßen sauber sind, dass Müll weggeräumt ist. Dafür brauche ich natürlich eine Abfallwirtschaft, die gut funktioniert. Ich freue mich, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Dafür brauche ich die Stadtwerke. Ich freue mich aber auch, dass ich meinen Ausweis so halbwegs okay beantragen kann und den in einer halbwegs okayen Zeit dann irgendwann auch zugesendet bekomme. Und das sind so Dinge, die wir machen oder die wir begleiten. Und deswegen ist es etwas, was mich im Endeffekt wahnsinnig glücklich macht, weil wir machen etwas, was uns als Bevölkerung, als Gesellschaft voranbringt. Und ich glaube, das ist auch etwas, was alle Menschen, die sich mit der Digitalisierung der Verwaltung beschäftigen, so ein bisschen vereint. Peter Janze: Ich ergänze mal, also ich glaube der klassische Werdegang, also es gibt sicherlich einen klassischen Werdegang, man kann das auch speziell Verwaltungswirtschaft irgendwie studieren, aber z.B. mein Hintergrund ist eigentlich auch ein ganz anderer. Ich habe ursprünglich mal Wirtschaftsinformatik studiert und in der Versicherungsbranche gestartet, bin dann aber 2008 tatsächlich während meiner Laufbahn in der Beratung zu meinem ersten Public-Sektor-Projekt gekommen und dann sieht man schon, dass doch einiges da ein bisschen anders funktioniert, dass man da auch ein Ja, wie soll ich sagen, andere Herangehensweisen mit anderen Leuten zu tun hatten. Wie einer auch sagte, man hat natürlich was idealerweise auch zu tun, wo man für sich selbst sogar was macht. Das kann man sogar ganz egoistisch sehen. Also man gibt der Gesellschaft was zurück, man profitiert ja aber auch selber davon, wenn man halt hingeht und Prozesse digitalisiert oder sich mit digitaler Transformation auseinandersetzt. Und eins ist auch klar, das ist so bisschen mein Antrieb. Das Thema digitale Transformation ist in der Verwaltung noch mal ein bisschen anders gelagert zu verstehen, weil es gibt jetzt ja halt im Sinne eigentlich gar keinen Wettbewerbsdruck, die jetzt eine klassische Unternehmensheit untereinander halt haben, die im Wettbewerb zueinander stehen. Das gibt es ja so in der Verwaltung nicht und trotzdem muss eine Verwaltung sich transformieren oder auch modernisieren, lernen mit Ressourcen umzugehen, die weniger werden. Also wir haben weniger Leute in der Verwaltung künftig. Auf der anderen Seite haben wir aber auch, ich kann aber auch nicht einfach nur Leute in die Verwaltung reinbringen, ist auch klar, muss alles auch in einem Verhältnis stehen. Denn Verwaltung funktioniert ja quasi nur durch Steuereinnahmen, durch Steuergelder, die halt irgendwie auch verdient werden müssen. Und das ist, ich, halt so ein ganz großer Switch, vor dem auch eine Verwaltung insgesamt halt steht, egal auf welcher föderalen Ebene wir uns da eigentlich bewegen. Und wie gesagt, wir machen das einfach war beide auch schon sehr lange, wie gesagt bei mir seit 2008 tatsächlich. Ich kenne die Verwaltung jetzt nicht nur aus der Beratungsperspektive, sondern ich war auch selber Teil der Verwaltung. Es ist auch noch mal ein Unterschied, wenn man weiß, wie tickt das intern, welche Sprache sprechen die Menschen, vor welchen Herausforderungen steht man da und wie kriege ich auch die Menschen mitgenommen auf so eine Transformationsreise. Was bewegt denn die Leute intern? Ich glaube, das ist das, was es ausmacht und was auch einen ganz wesentlichen Beitrag dazu leistet, um das erfolgreich zu machen. Marion Kühn: klingt schon ziemlich spannend. ⁓ Ich finde, klingt viel nach Erfahrung macht es tatsächlich. auch natürlich so ein bisschen dieser, oder ist ein bisschen, ganz viel der eigene Antrieb daraus, die Lust an diesem Thema. Und was ich auch tatsächlich ganz spannend finde, bei all meinen Gästen, die ich jetzt hier hatte, hat eigentlich jeder erzählt, naja, eigentlich habe ich das gar nicht originär studiert, sondern ich bin irgendwann in dieses Thema gekommen. hat mich gefesselt und ich bleibe da und irgendwie finde ich jetzt auch so bisschen was, was Innovation tatsächlich auch auszeichnet. Es wird so ein Herzensthema und dann stürze ich mich da rein und engagiere mich da voll. Also von daher sehr spannend und ich bin jetzt auch total gespannt, was ihr mir noch alles so weiter erzählt und vor allem aus eurem beruflichen Alltag. Es ist ja so, dass ihr mit Janssen und Janssen zukunftsweisende Lösungen für die öffentliche Verwaltung, für den Staat entwickelt und die digitale Transformation vor allem begleitet. Und ich glaube, jeder von unseren Hörerinnen und Hörern, der schon mal versucht hat, sich einen internationalen Führerschein zu beantragen, ein Auto anzumelden oder vielleicht auch eine Baugenehmigung zu bekommen, weiß, welche bürokratischen Herausforderungen sich dahinter verbergen und auch, dass diese Vorgehensweise oft einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Und ja, ich denke, da sind wir uns auch alle einig. Aber wie kommt man denn dazu wirklich ein Unternehmen zu gründen, das hier Lösungen anbieten kann, das sich auf dem ja die Verwaltung auf dem Weg in die Modernisierung begleiten möchte? Also gerne als erste Frage mal. Was macht ihr denn bei Janzer und Janzer genau? Wie müssen sich das unsere Hörerinnen und Hörer vorstellen? Peter Janze: Also, was machen wir genau? Das ist... Also, ich sag mal so, unter dem Begriff digitaler Transformation kann man eigentlich ein sehr breites Themenspektum verstehen. Da ist natürlich digital drin, es ist transformationsdrin. Natürlich geht es darum, Modernisierung, ⁓ Technologie in die Verwaltung reinzubringen. Es geht natürlich sehr wohl darum, auch Prozesse zu automatisieren idealerweise. Also auch da muss man hin. Denn man muss auch eins sagen, der Staat hat im Endeffekt eigentlich alle Daten und wie wir das zu wissen, müssen wir eigentlich bei jedem Vorgang, den wir mit dem Staat zu tun haben, dann doch wieder alles eingeben oder in einem Formular ausfüllen. ich sage immer, ich das immer so schönes Beispiel, ich denke mir immer so, wenn ich bei Amazon so bestellen würde, wie ich mit dem Staat zu tun habe, wenn bei Amazon pleite... Also eigentlich, das ist wirklich sozusagen ein ganz dickes Brett, was man da bohren kann, wenn man da rangeht. Aber wie gesagt, die Reise ist an der Stelle. Es ist nicht einfach nur Technologie, was ich halt reinbringen muss, sondern der Transformationsteil ist ja im Endeffekt auch der Wichtige. Und da reden wir dann tatsächlich eigentlich über den nicht technischen Teil, also über alles, was mit Organisationen zu tun hat, mit dem, das halt auch funktioniert. Bei der Verwaltung kommen natürlich auch noch gesetzliche Rahmenbedingungen dazu, die auch ganz stark eine Rolle rein spielen, wie Prozesse abgearbeitet werden und die auch dafür sorgen, dass manche Dinge so funktionieren, wie sie funktionieren und dass ich sie eben doch nicht vielleicht doch ganz so einfach automatisieren kann, so wie ich mir wünsche. Aber nichtsdestotrotz ist ja der Anspruch, den wir halt haben. schon der, sich auch mal an ein dickeres Brett ranzutrauen und da auch hinzusteuern. Wie gesagt, das machen wir so in unserem Arbeitsalltag. Wir begleiten über diese breite Palette. Wir unterstützen, wie gesagt, von technischen Implementierungen. Wir haben mit KI zu tun, helfen Verwaltung, irgendwie den Sprung hinzubekommen oder überhaupt mal die ersten Berührungspunkte vielleicht auch irgendwie zu kriegen. und Lust darauf zu kriegen, was das eigentlich dann so in Folgemöglichkeiten mit sich bringt. Wir helfen ihnen aber auch, drauf zu schauen, wie funktioniert die Organisation, warum performt was vielleicht nicht so gut, wie es eigentlich sollte. Wie gehe ich mit einem Projekt ⁓ Wie funktioniert das überhaupt? Also was bedeutet das im Endeffekt auch für das ganze Thema Stellen, Zuständigkeiten, Verantwortungsübernahme? Es gibt eine ganze Menge an Schlagworten und wie gesagt, so diese Breite der Palette. Ich glaube, ist aber auch das, Was vielleicht unsere Erfahrungen, wo wir unsere Erfahrungen gut einbringen können, ist, dass es in der Regel nicht nur immer ein Themenkomplex ist, auf das man sich fokussiert. Wir machen jetzt nicht nur KI oder SAP oder was auch immer, sondern wir können diese Spannbreite bespielen. Das ist unsere Stärke, die wir haben. Dass wir wirklich wissen, ich will jetzt eine neue Technologie einführen oder einen Prozess automatisieren, aber wir gehen auch so weit und sagen, was hier Auswirkungen hat, oft die Organisation. Was muss man da vielleicht verändern und wie kann ich das erfolgreich voranbringen? Und umgekehrt, wir hatten auch schon Aufträge, wo wir gefragt worden sind, ob wir unterstützen können beim Thema Organisation. Da performt was nicht gut, das Team funktioniert nicht. Wir müssen mal drauf gucken, es hilft, externe Perspektive einzunehmen. Und wir haben aber festgestellt, okay, es ist nicht alles nur organisationsbedingt, sondern wir müssen auch tatsächlich mal über die Technik dahinter reden, mit denen die Leute zu tun haben. Und man stellt fest, man kann auch da Sachen halt verbessern. Und das ist eigentlich gar nicht originär das Problem. zu suchen, einfach kommt aus ganz anderen Rahmenbedingungen und so diese Spannbreite bespielen wir im Endeffekt in unserem Projektalltag, den wir haben. Jana: vielleicht noch einen Gedanken dazu, weil Peter hat es gerade schon gesagt, es sind so wahnsinnig unterschiedliche Themen und eine große Breite von Dingen, die wir machen. Und ich glaube, das macht uns auch aus, genau breiten Blick, die Erfahrungen, die wir mit reinbringen und auch die Erfahrungen eben aus diesen ganzen unterschiedlichen Projekten. Weil am Ende kann es nicht so eine Standardlösung sein, die man auf eine Organisation ⁓ draufsetzt. Alle Organisationen sind anders. Wir arbeiten ganz oft auch mit Kommunen zusammen und Kommunen sind immer wieder anders strukturiert. Sie sind anders aufgebaut. sind andere Menschen, die da arbeiten. Und dadurch kann man aus unserer Sicht zumindest nicht so ein ganz klassisches Framework einfach drüber setzen und sagen so, ihr müsst jetzt das machen, das, das, das, das, das und dann wird das schon funktionieren. Sondern genau diese Erfahrungen aus den unterschiedlichen Projekten, die wir mit reinbringen, sorgt eben dafür, eine gute und passgenaue Lösung dafür gesucht wird, was eine Organisation dann am Ende auch wirklich hilft. Und zudem vielleicht dann noch so ein kleines Klischee, was ganz viele Menschen auch haben, wenn sie an Verwaltung denken. Da denkt man ganz gerne mal so, so klassisches Beamtentum, Freitag ab eins, macht jeder seins, so da ist niemand da und so weiter. Und die Leute, haben keine Lust zu arbeiten und Beamten schlafen und so weiter und so fort. Ganz viele Vorurteile, da sind. Und ganz ernsthaft, das ist in keinster Art und Weise so. Wir arbeiten mit so vielen tollen Menschen zusammen, die richtig viel Lust haben, Dinge zu verändern, die Verwaltung attraktiver zu machen, dafür zu sorgen, dass innovative Projekte viel besser auch eine Sichtbarkeit bekommen, dass Lösungen eingesetzt werden können und so weiter. ist ... Also dieses Klischee, was da ist, das stimmt nicht. Und alleine das macht wahnsinnig viel Spaß, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die Lust haben, Dinge zu verändern und neu zu machen. Und da zum Thema ab Freitag ab eins, sind gerade in einem Projekt, wo wir auch relativ regelmäßig spät abends noch bis abends ⁓ neun oder zehn mal noch einen Call haben, weil einfach Dinge noch, Projekte noch, technische Projekte noch umgesetzt werden müssen. Und ich glaube, dass Das ist so ein Wandel, der auch gerade in den Verwaltungen passiert und das macht mir zumindest total viel Spaß. Marion Kühn: Das klingt jetzt alles schon richtig gut. Ich finde, das klingt auch sehr komplex, was ihr macht. Und habt ja auch gesagt, ihr bedient ziemlich viele verschiedene Themenfelder. Jetzt würde ich aber gerne von euch noch wissen, wie seid ihr denn auf die Idee überhaupt gekommen, Jans-Jansson-Jansson zu gründen und was gab denn auch diesen Ausschlag in die Gründung zu gehen? Weil du hast ja auch gerade gesagt, Jana, man hat ja dann doch schon gewisse Vorurteile gegenüber der öffentlichen Verwaltung und so. Aber ja, wie kommt man dazu dann tatsächlich? zu mutig zu sein und sich in dem Bereich selbstständig zu machen. Jana: Das sind ganz viele unterschiedliche Dinge, damit reingespielt sind, aus meiner Sicht zumindest. haben in der Tat, Peter hat es ja auch gerade in der Vorstellung schon gesagt, ähnliche Dinge, die wir machen. Peter ist seit 2008 in der Verwaltung und sorgt dafür, dass die Dinge im Endeffekt wirklich gut vorangehen, mit einem vielleicht anderen Schwerpunkt als ich. Ich bin auch seit... ewigen Zeiten in der Verwaltungsdigitalisierung unterwegs. Und am Ende, das ist so einer der Punkte, wir haben irgendwie festgestellt, dass wir viele ähnliche Dinge bearbeiten. ich meine, man kann uns, glaube ich, auch googeln und kann auch auf LinkedIn gucken und so weiter, wie lange wir das machen und bei welchen Arbeitgebern wir auch unterwegs waren und was wir gemacht haben. Aus meiner Sicht ist genau das aber auch so ein entscheidender Punkt. Wir arbeiten an den gleichen Dingen und ich habe Lust, diese Dinge auch gemeinsam mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenzudenken. dadurch dass wir zusammenarbeiten und auch Projekte zusammen machen, finden wir eine gute Lösung, weil wir aus unterschiedlicher Perspektive auf die Themen schauen. Und das macht mir auch total viel Spaß, einfach diese Challenge auch mit Peter zusammen. anzugehen und zu gucken, wie kriegen wir denn jetzt wirklich die aller, allerbeste Lösung für eine Organisation, für die Verwaltung hin. Weil am Ende, du hast es gesagt, wir sind verheiratet, ich möchte ganz gerne am Abendtisch sitzen und nicht irgendwie darüber diskutieren, wie denn jetzt die Organisation irgendwie am besten umstrukturiert werden kann oder welche Tools irgendwie eingesetzt werden müssen und so weiter, sondern wir finden dadurch einfach gut und schnell eine Lösung. Das ist so ein ein Punkt, der uns irgendwie antreibt. Und am Ende, meine natürlich, dadurch, dass wir ähnliche Dinge gemacht haben, ähnlichen Projekten auch unterwegs waren, auch teilweise gleiche Kunden hatten, hat es teilweise auch zu lustigen Situationen geführt, weil auch mit unterschiedlichen Arbeitgebern dann irgendwie Peter Morgens einen Termin mit einem Kunden hatte und ich am Nachmittag und die Kunden dann natürlich irgendwie lustige Witzchen darüber gemacht haben mit... Hoho, Frau Janzl, ich habe heute morgen mit Ihrem Mann gesprochen und so weiter und so fort. war auch so, es ist jetzt nicht der Hauptgrund, warum wir gegründet haben, aber natürlich auch für uns so einer der Punkte. Uns treiben die gleichen Dinge an, also dann lasst ihr uns auch gemeinsam machen. Peter Janze: Ja, ergänze das mal. Ich glaube, wir kombinieren unsere Stärken einfach hier mal ganz klar. muss man auch sagen. Auf der anderen Seite haben wir beide auch in unserer Vergangenheit Erfahrungen quasi auch außerhalb der, also vor der Gründung sammeln dürfen. Wie baut man denn eine Organisation? Wie transformiert man denn? Wie verändert man das? Wie gibt man denn Menschen auch? in einem Unternehmen, wo es Spaß macht. Wie baue ich so etwas auf? Da haben wir ganze Menge Erfahrung sammeln dürfen. Das wäre sicherlich auch nicht immer alles stattgegangen. Man lernt ja auch immer aus allen Sachen. Und zumindest, ich glaube, da spreche ich aber auch für Jahre, das ist nicht nur mein Antrieb, unser Antrieb ist natürlich schon noch, dass wir sozusagen mit unserer eigenen Gründung auch ein Unternehmen aufbauen, wo wir sagen, wir stellen und suchen eine ganz bestimmte Leute, die uns da verstärken, die diesem Themenfeld sich halt auch widmen. Und ich würde auch mal so weit gehen, wir denken auch das Thema Beratung halt anders, auch wie wir es noch außen tragen, wie die Leute innerhalb des Teams miteinander umgehen und arbeiten sollen. Und das ist ja auch das, wir nach außen tragen, wo wir auch der Verwaltung helfen wollen. Und die beste und glaubhafteste Geschichte lässt sich immer noch erzählen, wenn man selber Dinge vorlebt. Und das ist auch unser Anspruch und dass wir uns darauf fokussieren können. Da hilft die Gründung extrem, auch wenn das natürlich, also gerade so die ersten Jahre, du fängst bei Null an, also du hast ein Netzwerk, okay, aber du fängst trotzdem bei Null an. Verwaltung funktioniert ja nur mit Ausschreibungen und Referenzen und so weiter. Hast du einfach nichts, weil es geht immer ⁓ Unternehmensreferenzen. als Beispiel. das heißt, muss du schon, da fängst wirklich von null an, aber trotzdem der Anspruch, sowas aufzubauen, da muss man auch eine ganz hohe Motivation haben, ganz Bestimmtes dahin zu stellen und also auch eine bestimmte Umgebung zu bieten und wie gesagt, das ist auch so ein bisschen so die Blaupause, wo wir sagen und aus der Erfahrung, die wir dann auch schöpfen können, wo wir natürlich dann auch unseren Klienten dann weiterhelfen können. Einfach weil wir da selber Dinge vielleicht auch vorleben, die der Verwaltung auch gut tun sozusagen. Das lässt sich natürlich auch ganz anders erzählen, wenn man auch dieses Erfahrungsspektrum mitbringt. Marion Kühn: verstehe tatsächlich eure Motivation, gemeinsam gründen. Ihr habt ja auch gesagt, ihr ergänzt euch gut und habt unterschiedliche Stärken, die aber dann wunderbar zusammenpassen. Ihr macht das ja mittlerweile auch schon gute zwei Jahre, habt also auch schon viele Erfahrungen gesammelt. Aber ich würde trotzdem gerne von euch wissen, wo seht ihr denn gerade eure größten Herausforderungen? Peter Janze: Die Frage hättest uns vorher mal stellen müssen, was wir uns vorbereiten können. Jana: Hahaha! Marion Kühn: Wir können die auch anders formulieren. Letztendlich, wo habt ihr 2024, bevor ihr gegründet habt, eure größten Herausforderungen gesehen und haben sich die bewahrheitet oder steht ihr jetzt vor ganz anderen Herausforderungen, mit denen ihr vielleicht gar nicht gerechnet habt? Peter Janze: Hahaha! Ich kann es tatsächlich gar nicht so richtig beantworten, weil für mich war das so der Eintritt in gewisser Art und Weise blauäugig. Ich glaube, das muss man aber auch machen. ⁓ Also man muss da blauäugig rangehen und man darf nicht alles wissen ⁓ man darf sich auch nicht zu Tode grübeln da dran. ⁓ Für mich war die erste Herausforderung. Eigentlich geht es immer um die wirtschaftliche Seite an der Stelle. Ich sage mal so, würde das, dass es privat und beruflich gut zusammenpasst. Das könnte ein Aspekt sein. Der war für mich, hatte sich diese Frage gar nicht gestellt. Ich glaube, wir haben uns im Rahmen der Gründung nochmal ganz anders mit Themen auseinandergesetzt. Wir hatten vorher kein Testament. Wir haben Testament gemacht. Wir haben uns bei der Gründung auch wirklich 50-50 gegründet. Also nichts mit 51-49. Nur einer ist geschäftsfrohend, sondern wirklich. echte Gleichberechtigung, so wie sich das gehört. Das führt aber auch dazu, dass man Dinge wirklich bis zum Ende auch ausdiskutieren muss. Und wir haben uns natürlich auch vor der Gründung darüber auseinandergesetzt, gehen wir damit halt ⁓ Also dass man sich wirklich versucht mal dieses Themspektrum, das kann ja alles dabei sein, wir können uns trennen, können, einer stirbt, also das ist jetzt total blöd, aber das muss man ernsthaft einmal durchdiskutieren und da muss man Einigkeit erreichen. und das haben wir gemacht vor der Gründung, kann man Haken dran machen, gab es natürlich auch ein paar Aufgaben, die man da natürlich dann mit klären muss, aber wie gesagt der Fokus ist dann tatsächlich und deswegen ist aber auch der Begriff Herausforderung irgendwie so schwer greifbar, für mich zumindest, weil eigentlich war das ja wir haben im Endeffekt ja wirklich von Null gestartet und für mich war der wichtigste Punkt, kriegen wir denn trotz Netzwerk und allem irgendwie und der Erfahrung, die man mitbringt, aber wie kriegen wir denn den Markteintritt hin mit einem Unternehmen, was einfach komplett frisch ist und das braucht halt einfach seine Zeit und also für mich war der größte Erfolg, der mir auch so ein Stück weit vielleicht Angst genommen hat, also dass wir glaube ich so zwei Tage oder drei Tage so nach unserer Gründung irgendwie einen Anruf bekommen haben, einen Coldcall aus der Verwaltung, Personen kannten wir nicht. die uns aber gefragt hat, ob wir beim Thema Digitalstrategie helfen können. Und das hat mir so bisschen irgendwie, ich weiß nicht, die Angst vielleicht genommen oder, also das war so ein Durchschnaufen, weil du halt wusstest, okay, damit geht es los. Also wir haben uns halt nicht im Vorfeld irgendwelche Deals klar gemacht, sondern wir sind wirklich, am Tag 1 ging es los. Und dann wussten wir halt erst, kann es überhaupt funktionieren oder nicht? Und dann bist du halt in, ich weiß nicht, also man macht sich keine Gedanken, was die Herausforderung ist, sondern du guckst halt einfach, dass du das Ding ans Fliegen kriegst und dann schwimmst du halt. Jana: Ich glaube, in der Tat genau das, das Machen. ich meine natürlich, das ist wie überall, wir können irgendwie lustig lange Businesspläne und Konzepte schreiben und so weiter. Aber das hilft nicht, weil das ist ein schöner Plan, den ich irgendwie aufbaue. Und dann kommt die Realität und dann passiert irgendetwas und dann funktioniert der Plan nicht mehr. Deswegen das Machen ist, glaube ich, das Wichtige dabei. Peter hat das ganz am Anfang bei der Frage auch so bisschen gesagt, aus meiner Sicht so eine Herausforderung, vielleicht da ist, ist die Abwägung zwischen Wirtschaftlichkeit, Unternehmensaufbau. Wie geht das Hand in Hand? Weil unsere Maßgabe ist, dass wir keine Investoren in unser Unternehmen reinlassen wollen, sondern wir wollen ein Unternehmen aufbauen, was mit unseren Werten, mit unseren Prinzipien geführt wird. Und wenn wir andere Personen reinholen, die quasi keine Ahnung, vielleicht noch irgendwie Investments oder Sonstiges mit reingeben, könnten wir vielleicht schneller wachsen. Total, ne? Aber ist es dann das Unternehmen, was uns antreibt, warum wir gegründet haben, was die wirklich wichtigen Punkte sind, und da genau diesen Spagat zu finden zwischen wirtschaftlichem Handeln, Unternehmensaufbau auch hinzubekommen, die richtigen Menschen anzustellen. Auch das ist ein Punkt. gerade da, du hattest ja auch gefragt, wie gehen wir damit ⁓ wenn wir zum Beispiel neue Personen bei uns anstellen. Und auch das ist etwas, was mich wahnsinnig glücklich macht. Wir sind im Jahr zwei und wir sind ab bald zu fünf, was halt mega ist. Also wirklich, ich liebe das so sehr, dass wir gewachsen sind und dass wir richtig viele coole Personen bei uns im Team haben und das macht mir wahnsinnig viel Spaß. Aber genau dieser Punkt, wen stelle ich an? Was sind die ersten Personen, die ein Unternehmen entsprechend mit aufbauen? So, und das ist keine Entscheidung, die wir treffen, sondern das ist eine Entscheidung, die das Team trifft. Das heißt, bei Einstellungen, klar die erste Person natürlich noch nicht, aber bei allen anderen Einstellungen danach, wird das Team gefragt. Das heißt, wenn wir jemand Neues einstellen, dann lernen im Vorfeld, bevor die Person anfängt, alle Personen, die die Person kennen und wissen im Endeffekt auch, wer da Neues dazukommt. wir haben ganz klar auch gesagt, es gibt ein Vetorecht von egal wem. Also wenn auch selbst Sven-Peter und ich sagen, boah, das ist eine mega coole Person, die irgendwie unser Geschäft sonst wie toll entwickeln könnte und wir hier noch folgende große Aufträge haben, aber es vom Social-Fit nicht passt, wird die Person nicht eingestellt. Und das ist am Ende eine Teamentscheidung. das so, wie gehen wir damit ⁓ und wie wachsen wir auch. Das ist auch was, was wir im Team diskutieren. Und ich finde, das ist etwas, was uns auch ausmacht, am Ende natürlich haben wir eine Vision, was wir machen wollen und wie wir ein Unternehmen führen wollen. Das funktioniert aber nicht alleine, sondern das funktioniert nur mit einem guten Team. Marion Kühn: Dank und vor allem auch danke für die Beantwortung der Frage, die ja tatsächlich so bisschen fies auch immer ist, weil man halt so ganz viele verschiedene Dinge antworten kann, sehr standardmäßig oder eben auch sehr reflektiert, wie ihr das getan habt. An der Stelle muss ich auch echt mal sagen. Glückwunsch zu dieser Gründung, dass ihr das gemacht habt. Ich finde, das klingt einfach total gut. Also nicht nur so, als hättet ihr wirklich Spaß dabei, sondern ich finde, das hat auch so ja tatsächlich einen Sinn irgendwo dahinter und auch ja einfach diesen letztendlich gesellschaftlichen Mehrwert, den du halt durch die Arbeit mit der Verwaltung kriegst. Also von daher richtig toll. Vor allem auch toll, dass wir das im Pfaffenhofen haben. Das finde ich, muss man nämlich auch mal betonen, weil letztendlich ist es ja so ein Thema, man denkt bei euch natürlich automatisch an Großstadt. Aber es funktioniert halt. anscheinend auch ganz gut in einer ländlichen Region. Das ist natürlich für uns vom Kurs auch eine große Freude, dass ihr hier seid und wir auch so viele Sachen mit euch machen können. Jana: Für uns war es in der Tat auch eine ganz bewusste Entscheidung, zu gründen. Wir hatten es ja gerade schon auch so bisschen gesagt, wir haben auch im Vorfeld oder vor unserer Gemeinsam-Gründung auch schon andere Unternehmen gegründet, die halt irgendwie in München, in Berlin, in großen Städten einfach waren. Wir sind in der Tat, sind ja keine Urpfaffenhofenerinnen, sondern wir kommen aus anderen Regionen, haben auch in anderen Regionen in Deutschland schon gelebt und so weiter. Wir sind vor, ⁓ Peter Berichtige mich vor sieben Jahren nach Pfaffenhofen gezogen. Okay, Peter nickt, für alle, es jetzt nicht sehen natürlich, logischerweise. Genau, wir sind vor sieben Jahren nach Pfaffenhofen gezogen. ich, ganz ernsthaft, ich wollte nie nach Bayern ziehen, niemals. Und ich liebs aber mittlerweile so sehr. Und deswegen war es auch wirklich für uns eine Entscheidung zu sagen, nein, wir gründen ganz bewusst hier, wir... Wir glauben auch daran, dass die Region hier so viel mehr kann, als es vielleicht irgendwie so nach außen wirkt. Vielleicht mit einem Fragezeichen dran. Hier sind so viele coole Unternehmen. Wir sind in einer richtig tollen Region. Warum sollen wir nicht hier gründen? Warum sollte man das in Berlin machen, wenn man auch hier in Pfaffenhofen gründen kann? Peter Janze: Endeffekt sind wir auch ganz stark in der Region ja unterwegs, ich mal. Wobei, da muss ich glaube ich nochmal anders erzählen. Also im Endeffekt haben wir schon Projekte auf jeder föderalen Ebene, plus halt im Healthcare Sektor, also Gesundheitspflege. Ich finde es aber schon cool, die Erfahrungen zusammenzubringen. Das macht es auch einzigartig. Im kommunalen Bereich ist das jetzt auch eine Stärke. Wir sind halt eben selber als Unternehmen kein Riesenladen. Wir brauchen nicht irgendwelche Mindestvolumina, ⁓ Projekte überhaupt zu starten. Sondern wir können da ganz flexibel agieren. Und es macht doch total viel Spaß, einer kleinen Kommune, mit einer Gemeinde zusammenzuarbeiten und mal zu sehen, wie neugierig die sind, was die halt mal machen oder was die umtreibt. zum Beispiel gerade eine Anfrage von zwei Gemeinden, die sich zusammentun und mit uns was machen wollen, finde ich mega spannend. Also die sind auch super innovativ unterwegs. Also da freue ich mich schon richtig drauf. Auf der anderen Seite sind das die Erfahrungen, die andere glaube ich gar nicht machen können, weil man muss sich da auch an sowas mal ran trauen und gleichzeitig haben wir aber auch Projekte auf Bundesebene. Wo wir von der Erfahrung, die wir da haben, unheimlich profitieren. Wer bringt mit, vor welchen Herausforderungen eine kleine Gemeinde steht, die aber sehr wohl die selben Aufgaben haben wie eine Stadt München, die in einer ganz anderen Größenordnung personell unterwegs ist. Das sind ganz andere Dimensionen. Faktisch haben sie dieselben Aufgaben. Und das wiederum, die Erfahrungen, die man da sammelt und die Herausforderungen. das ist auch wertvoll, weil auf anderen föderalen Ebenen einbringen zu können. Marion Kühn: Okay, klingt gut. Ja, ich würde jetzt tatsächlich gerne noch auf das Gaff-Tech-Thema zu sprechen kommen. Ihr macht ja zum Beispiel regelmäßige Public Sector Netzwerktreffen, die deutschlandweit organisiert und bringt jetzt auch gerade einen Sammelband zum Gaftech-Thema heraus. Ich nehme jetzt mal an, dass viele von den Hörerinnen und Hörern mit dem Begriff nicht so wirklich was anfangen können und deswegen würde ich euch als erstes mal bitten kurz zu erklären, was man denn darunter überhaupt versteht und auch warum das relevant ist. Jana: ich glaube, wir kennen alle irgendwie Fintech. Zumindest ist das ja ein Thema, was irgendwie super viel auch durch die Presse gegangen ist, mit Gründungen zum Beispiel von neuen Banken oder es gibt das gleiche Thema auch im Versicherungsbereich zum Beispiel, ⁓ dann eben zum Beispiel InsurTech genannt wird. Und das Gleiche ist es im Endeffekt auch zum Thema Government, also der öffentliche Sektor übersetzt. ⁓ Und da eben die Kurzform, nämlich GovTech, Governmental Technology, wobei da in der Tat der Fokus wirklich auf gute Lösungen von Start-ups liegt. Und das ist so ein Thema, wirklich zu sagen, wie können gute Lösungen von jungen Unternehmen möglichst effektiv und effizient auch mit der Verwaltung zusammenarbeiten. Und da vielleicht auch noch so ein kleiner Hinweis in Richtung Bayern. Die eigentliche, ich sag mal, die Start-up-Bubble ist natürlich super stark in Berlin. Es gibt wahnsinnig viele Gründungen in Berlin. Mittlerweile hat München extrem aufgeholt. Und auch die Gaff-Tech-Szene, also Start-ups, die sich nur auf die Verwaltung konzentrieren, ist in München eine der größten. Und genau, deswegen also Gaff-Tech, wirklich Start-ups, die ihren Fokus auf Lösungen für die Verwaltung legen. Und das kann ganz, ganz breit sein. Das kann eben auch das Thema Finanzen zum Beispiel im Bereich der Kämmerreihen betreffen. Das kann das Thema Soziales zum Beispiel zum Thema Jugendarbeit betreffen. Das kann aber auch das Thema Wohngeldbeantragung sein, wo Lösungen entwickelt werden. Das Thema Ausländerwesen zum Thema Führerscheine und so weiter. Das können aber auch Lösungen sein, die Zuhörerinnen hier vielleicht alle irgendwie aus ihrem tagtäglichen Leben kennen, wenn ich irgendwie auf die Webseite von Pfaffenhofen gehe und da sehe, dass es zum Beispiel ein Chatbot gibt, mit dem ich diskutieren kann. Das sind in der Regel Lösungen, die von jungen Unternehmen angeboten werden. Peter Janze: noch eine Ergänzung was wir mit dem Buch vorhaben. Marion Kühn: Das wollte ich dich jetzt tatsächlich als nächstes fragen, weil ich habe aus sicherer Quelle gehört, dass es relativ umfangreich sein soll. Deswegen wäre es sehr schön, wenn du da noch bisschen was dazu erzählst. Jana: Hehehehehe Peter Janze: Ciao! Genau, das Buch selbst soll sich ja quasi rund ⁓ den Begriff Gaffthack drehen. Es wird umfangreich, weil wir versuchen mit dem Buch die unterschiedlichen Perspektiven der Akteure einzunehmen. Der Sektor bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Wir wollen damit versuchen, ein gegenseitiges Verständnis herzustellen. Warum sind GapTech oder Start-up-Lösungen für die Verwaltung interessant? Warum sollte ich nicht alles selber machen? auch kleine Anbieter sich damit auseinandersetzen oder warum sind die vielleicht insgesamt halt spannend und wo. Wie kriegt man halt eine Vergabe an der Stelle hin, wie sieht das aus? Das ist ja auch ein bisschen in dem Sektor spezifisch. Vielleicht kann ich einfach hingehen und buche irgendwas, sondern das muss man auch gut vergabetechnisch vorbereiten. Auf der anderen Seite soll es auch für die Start-up selbst einen gewissen Handlungsfaden bieten und Einblicke geben, wie funktioniert die Verwaltung, warum, welche Fragen, welche Fragestellungen kann ich überhaupt sinnvollerweise lösen. Wir wollen auch versuchen, bisschen Risiko rauszunehmen, ein Stück weit. Also Risiko deswegen, denn im Endeffekt geht es immer darum auch, wo dockt sich eine Lösung an, welche Probleme löse ich ganz konkret. Und je stärker ich zum Beispiel in Kernverwaltungsprozesse rangehe, habe ich mit etablierten Verfahrensherstellern zu tun, die da ja ⁓ schon gesetzt sind. Auf der anderen Seite natürlich auch mit einer gewissen Risiko-Aversität. Also welche Start-ups überleben denn? Also das muss man auch so sagen. Nicht jedes Start-up kriegt oder ist nach ein paar Jahren halt noch da und das sorgt natürlich für ein gewisses risiko wenn ich da jetzt in startup halte zunehmen zum beispiel kann ich das überhaupt machen ist das riskant ich habe da irgendwie meine verwaltungsdaten drauf wie gehe ich damit Es kommt natürlich auch das ganze Thema Datenschutz, Security wird eine große Rolle spielen. Es hat eine super breite Themenpalette. Wir versuchen mit dem Buch einmal irgendwie alles zu beleuchten und auch so zu beleuchten, dass da wirklich auch jeder, das Buch liest, irgendwo ein Mehrwert rausziehen kann. Jana: Du hast das gerade schon gesagt, wirklich diese unterschiedlichen Perspektiven. Und so ist das Buch auch aufgebaut. das war auch so ein Grund. Peter und ich haben das Buch nicht komplett alleine geschrieben, ⁓ Gottes Willen, weil am Ende, ich glaube, es wären über 600 Seiten. Und nein, das hätten wir nicht geschafft. Wir haben uns in der Tat noch einen Co-Herausgeber gesucht, nämlich den Moritz Koch, der kommt aus NRW. und beschäftigt sich ganz stark mit dem Thema Vergabe und Beschaffung. er bringt quasi so diese Expertise mit rein. Peter hat natürlich einen super starken Blick auf alle Themen, die rund ⁓ das Thema IT drehen. Ich schaue eher nochmal so diesen Dreiklang quasi abschließend in Richtung der Organisationen. Wie müssen Organisationen aufgestellt sein? Was macht das mit Menschen, wenn auf einmal so ein junges Start-up reinkommt, die irgendwie sagen so, hey, wir arbeiten jetzt aber ganz anders und keine Ahnung, ihr habt uns gestern eine Anforderung an die Lösung gegeben, hier ist es. Das ist eine ganz andere Art und Weise, wie gearbeitet wird. Und dieses gemeinsame Verständnis dafür zu schaffen, ist total wichtig. Und wir haben das ja auch da natürlich, wir waren zu dritt quasi als Herausgeber da. Aber gleichzeitig haben wir noch ganz viele Autorinnen mit dabei gehabt, die eben mitgeschrieben haben. Zum Beispiel eben auch, Marie und du, aus der Kursperspektive, weil auch das Thema der Förderung zum Beispiel ein wahnsinnig wichtiger Punkt ist. Nämlich was passiert denn, wie kann ich denn überhaupt gründen und gibt es da Fördermöglichkeiten, welche Systeme sind grundsätzlich da? Aber dann vielleicht eben auch wieder Investoren, die in Gaftech-Lösungen investieren. Was erwarten die denn überhaupt? Und da auch das Verständnis aus der Verwaltung heraus, nämlich dass ein Investor auch quasi ein Rückweg wieder erwartet, nämlich dass das Unternehmen wächst und größer wird und so weiter. Wenn Vergabeprozesse dann zu lange dauern, macht das was mit einem Investment, was in ein junges Unternehmen gesetzt wurde zum Beispiel. Also das sind ganz viele unterschiedliche Themen und wir haben uns einfach viele tolle Menschen zusammengesucht, die einem mitgeschrieben haben und die ihre Perspektiven eingebracht haben. Ich weiß gar nicht, Peter, dürfen wir schon teasern, wer alles mit dabei ist? So ein bisschen? Peter Janze: Also ich meine wir stehen ja wahrscheinlich schon kurz vor der Herausgabe. muss man sagen. Also es kommt ja jetzt demnächst. Also ohne dass wir da was sagen können. Aber also können wir schon. Jana: Na dann machen wir das doch, oder? Also wird zum Beispiel der Geschäftsführer des BA Systemhauses mit dabei sein, Stefan Natuski, der darüber berichtet, wie quasi die Organisation, also die BA zum Beispiel, aufgebaut ist. Er ist ja auch gleichzeitig noch der IT-Leiter der BA insgesamt. ⁓ Peter Janze: Ja dann sag ich schon bloß. Jana: Wir haben aber auch die Vizepräsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge dabei, die auch aus ihrer Perspektive, so rund ⁓ das Thema Organisation berichtet. Wir haben gleichzeitig aber auch die Geschäftsführungen oder Präsidentinnen von den IT-Dienstleistern dabei, die natürlich einen starken Blick auf die IT haben. Und da gucken wir auch wirklich komplett deutschlandweit, wirklich nicht nur auf Bayern geschaut, sondern auch darüber hinaus. nicht nur das, sondern wir gucken auch in Richtung Österreich. Wir haben einen, ich glaube es ist CIO auch, von einem Wiener Städtebau mit dabei, der quasi da auch nochmal einen ganz anderen Blick mit reinbringt und da auch nochmal eine andere Perspektive drauf setzt. Also wirklich so eine komplette Breite von tollen Menschen und ganz wichtig aber nicht nur weil ich es gerade gesagt habe, die Präsidentinnen oder Geschäftsführungen und so weiter, sondern auch die Mitarbeitenden. Also auch Personen, die auf der Sachbearbeitungsebene unterwegs sind und die tagtäglich mit Herausforderungen konfrontiert sind. Die werden natürlich genauso gehört bei uns. Und ich glaube, das macht es in der Tat so besonders, weil wir wirklich so einen umfangreichen Blick auf alles setzen. Jetzt haben wir genug geteasert, also ihr müsst dann alle das Buch kaufen. Alle, es zuhören, die jetzt zuhören. Marion Kühn: ganz genau. Peter Janze: Das ist bisschen schade. Ich habe gerade das Kreuzer und ich spicke so bisschen auf unsere Autorenliste. Und eigentlich müsste man dann der Fairness halber alle benennen. Da sind wirklich ganz tolle Leute dabei. ich würde glaube ich auch nicht zu viel teasern wollen. Also lieber dann wirklich in das Inhaltsverzeichnis mal reingucken. Das lohnt sich auf jeden Fall. Jana: Ja. Hehehehehe Marion Kühn: Ja, würde auch sagen, bei 600 Seiten und unglaublich vielen Autoren kriegen wir ein Zeitproblem, wenn wir sie jetzt alle nennen. Jana: Ja. Das krieg mal nicht hin. Peter Janze: Ja, das glaube ich gerne. Deswegen ist das schade, dass wir dann mal so bisschen jetzt teasern können. Aber wie gesagt, sind jetzt ganz viele Impulse dabei, halt aus jeder Ebene. Und das ist jetzt irgendwie nicht nur ein Buch, was quasi von Führungskräften geschrieben wird, sondern wir wollen das ja wirklich. Es soll ja am Endeffekt auch den Einblick und die Perspektiven der jeweiligen Sichten und Leute und Menschen geben. Und ich glaube, also ich bin der Überzeugung, wir haben das, glaube ich, auch ganz gut gemacht. Wollte ich jetzt einfach mal so sagen. Jana: Ich auch. Marion Kühn: können uns alle spätestens auf den Herbst freuen, wenn der Sammelband dann wirklich vorliegt, dann auch alle hier interessierten Hörerinnen und Hörer mal reinschauen können und wahrscheinlich die eine oder andere Inspiration für sich selber finden. Wir sind jetzt leider schon fast am Ende unseres Podcasts angekommen, aber ich darf wie immer noch eine letzte Frage stellen, nämlich unseren InnoTip. Und zwar würde ich jetzt hier gerne Jana, Peter von euch wissen. Habt ihr für unsere Hörerinnen und Hörer besondere Hinweise, Ideen oder Gedanken, wo ihr sagt, das ist für Innovation aus eurer Sicht ganz wichtig. Können auch irgendwelche Learning sein oder Wünsche. Einfach was, was ihr mitgeben wollt und sagen, so kann Innovation hier bei uns in der Region gut gelingen. Jana: Ich fange mal an. Es sind in der Tat zwei Gedanken, ich habe. Nämlich einmal verschiedene Perspektiven abfragen, mit reinnehmen. Nicht irgendwie alleine im eigenen Saft schmoren, sondern wenn ich eine Idee habe, die mit vielen Leuten besprechen. Das ist natürlich die Frage, wenn ich ein Start-up gründe, da muss man ein bisschen vorsichtig sein, damit man nicht irgendwie in IP-Verletzungen oder sonstiges dann potenziell hineinläuft. Aber grundsätzlich einfach verschiedene Sichtweisen dazunehmen, weil ich habe vielleicht was im Kopf, was irgendwie in meinem Kopf total viel Sinn macht. Vielleicht verstehen die anderen das ⁓ mich herum aber nicht oder noch nicht. Und vielleicht ist auch das, was ich mir überlegt habe, noch gar nicht hundertprozentig ausgereift. Also da wirklich eine diverse Sichtweise mit dazunehmen. Nicht nur die gleichen Leute fragen, die irgendwie so in meinem Umfeld sind, sondern wirklich unterschiedliche Perspektiven. keine Ahnung, mit den Großeltern drüber sprechen, mit den Eltern drüber sprechen, mit den Kindern drüber sprechen, mit Freundinnen drüber sprechen, mit Personen aus dem Sportclub drüber sprechen. Überall mal versuchen, so eine Idee davon zu erlangen, weil ich ganz ernsthaft, dieses Feedback ist aus meiner Sicht für Innovationen so extrem wichtig. Das ist so ein Thema. Und das andere, das hatte ich vorhin schon einmal ganz kurz gesagt, ich finde, das Machen. beim Thema Innovationen ist der absolut wichtige Punkt. Nicht kopflos irgendetwas machen, also ganz wichtig, nicht irgendwie jetzt hier, ⁓ ich habe eine coole Idee, super, ich gründe jetzt mein Unternehmen und ich mache jetzt mal dieses und jenes. Natürlich irgendwie noch mal drüber nachdenken, das, was ich gerade sagte, auch noch mal andere Perspektiven einholen, aber ansonsten auch mal machen und nicht irgendwie anfangen und so, ich weiß nicht so richtig, sondern ... Das wird schon. Wenn ich dran glaube und wenn andere Personen ⁓ mich herum auch daran glauben, dann werden noch mehr Menschen dran glauben und das muss man dann machen. Peter Janze: Ich würde mal ergänzen, also das Thema Netzwerk hatte ich auch für einen ganz wesentlichen Schlüssel, wobei ich würde noch eine Einschränkung dazu geben. Ich würde mir auf jeden Fall auch Leute suchen, mich auf die fokussieren, die vielleicht schon den Schritt gegangen sind, also an denen ich orientieren kann, weil ich meine, dass ich kann auch Leute fragen und die reden mir das aus. das sollte man natürlich auch, das muss man wirklich verfiltern, das muss man schon so sagen. Und auf der anderen Seite, das wäre meine Ergänzung, ansonsten neben dem Netzwerkthema ist, man sollte auf sein Herz hören. Also es ist ganz wichtig, dass man seinerlei nachgeht, auch Gründungen und Innovationen, neue Dinge anzustreben, die andere vielleicht noch nicht gemacht haben oder vielleicht auch gemacht haben und trotzdem an den mutigen Schritt gehen will, dass man sagt, man geht jetzt all in. Also zum Beispiel mit unserer eigenen Gründung, es gab da kein Vollbacknetz, wir haben das beide zusammen gemacht, also wir sind beide all in gegangen und es gab nicht jemand, gesagt hat, ich habe noch einen festangestellten Job und dann, geht schon, sondern wir mussten uns auch darauf konzentrieren. Aber wie gesagt, glaube der wesentliche Schlüssel ist auch tatsächlich das zu machen, wo einem selber das Herz für schlägt, wo man eine Leidenschaft für hat. ich glaube da sollte man sich jeden Fall nicht ausbremsen lassen. Das muss man ausprobieren. So einfach immer vor der Frage, würde ich es bereuen, wenn ich später mal in Rente bin oder was man das überhaupt so sagen kann. gibt es, weiß man nicht. Wenn man das macht, was man immer gerne macht, dann ist das eigentlich keine Arbeit. Also wenn man das findet, hat man eigentlich das Goldene losgezogen und das würde ich jeden wünschen, das für sich zu finden. Jana: Das war schön. Marion Kühn: Ja, total. Vielen herzlichen Dank euch beiden. Ich finde, die waren jetzt auch so authentisch, diese Tipps. Weil es genau das ist, was ihr eigentlich vorher schon erzählt habt, wie ihr auch arbeitet und euch entschieden habt, den Weg zu gehen. Von daher sehr schön. ja, zuerst mal vielen, vielen herzlichen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, dass ihr meine Gäste wart und so offen erzählt habt und ich finde, so viele wertvolle Tipps und Anregungen auch mitgegeben habt. Also, ja. Total schön, danke euch. Jana: Danke, dass wir da sein durften. Danke dir für die vielen Fragen. Peter Janze: Vielen Dank für die Einladung.