Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #83 Quit the feed: Warum Social Media uns mehr nimmt als gibt
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- Bianca-Maria Klein: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Beyond Expectations. Und ich bin schon wieder ganz aufgeregt, immer in dem Moment, wo ich auf Record drücke, obwohl wir schon ein paar Minuten gequatscht haben. Aber heute ist ein wieder mal so spezieller Gast und für mich so eine riesige, so ein Freuden Gast bei mir, Henriette. Wie schön, dass du da bist. Und wie immer mache ich erst mal ein paar kleine Eingangsworte, Einleitungsworte. Ich fuchtel hier schon mit einem Buch rum. Das verstecke ich jetzt gleich wieder, denn Henriette ist auch eine Autorin, aber ich lese ja immer ein bisschen vor, was ich vorbereitet habe. Und Henriette, wenn du da sagst, ach nee, Moment, falsch, dann gerätst du einfach rein. Und ansonsten freue ich mich riesig, dass du da bist und auf unser Gespräch. Henriette Hochstein-Frädrich: Ich freue mich auch sehr Bianca, ich freue mich total, dass ich da sein darf, dass ich immer auf meinem Buch, Spoiler, gleich mit ihr sprechen darf und ja, leg los! Bianca-Maria Klein: Ja, unbedingt und vor allem bei einem so spannenden Thema. Also wie gesagt, ich bin voll aufgeregt, habe total viele Fragen vorbereitet. Aber erst mal zu dir, Henriette, du bist Keynote-Speakerin, Moderatorin, erfolgreiche Unternehmerin und Autorin eines ganz frischen Buches und beschäftigst dich seit vielen Jahren unter anderem sehr intensiv mit der Frage, die uns eigentlich alle ja betrifft. Wie gehen Menschen eigentlich mit Wandel ⁓ Beruflich, persönlich und auch in der Gesellschaft? Und ich kann das nur bestätigen, es beschäftigt nicht nur mich, sondern auch viele meiner Kunden. Thema natürlich auch im Coaching und Workshops. Ja, total spannend. In deiner Arbeit verbindest du aber Psychologie, Unternehmertum, Storytelling und vor allem sehr viel deiner eigenen Lebenserfahrung. Und wie ich finde, immer sehr viel Humor, was ich ja besonders schön finde. Du stehst auf Bühnen, begleitest Unternehmen und Menschen in Veränderungsprozessen und bringst dabei oft Die Themen auf den Punkt, die viele spüren, über die aber viele selten offen sprechen. Als Unternehmerin hast du unter anderem die Plattform speakermatching.com gegründet und das ist eine super spannende, wie ich finde, weil ich ja sie auch kenne, eine Matching Plattform, die Unternehmen und Veranstalter schnell und einfacher mit passenden Speakern und Speakerinnen und auch Trainer oder Trainerinnen zusammenbringen. Unbedingt angucken nach dieser Folge, weil es wirklich ganz toll und vor allem super hilfreich ist. Ja, ein Thema, das sich aber aktuell besonders beschäftigt und sicherlich nicht nur dich, ist unsere Beziehung zu Social Media. Und in diesem wunderbaren Buch, was gerade meine Zugbegleitung war, deinem neuen Buch Quit the Feed, Social Media ist wie Rauchen, wie wir uns von Social Media befreien und uns das echte Leben zurückholen. In Klammern auf das bessere Leben. Richtig toll. Und in diesem Beruf stellst du eine sehr provokante und spannende Frage. Nämlich, was passiert eigentlich mit uns, wenn wir ständig im Feed leben? Und was gewinnen wir zurück, wenn wir bewusst aussteigen? Ja, du plädierst für mehr Selbstbestimmung, mehr Bewusstsein und mehr echtes Leben jenseits von Likes, Algorithmen und Dauerbeschallung. Und zu dir persönlich beruflich bist du viel unterwegs, was ich ja sehr spannend und beeindruckend finde, wie du das alles unter einen Hut kriegst, weil du lebst privat ein Leben zwischen zwei Welten. Mit deinem Mann, deinem Sohn und drei Hunden pendelst du zwischen Köln und der Provence. Ein Traum, den du dir erfüllt hast. Henriette, ich freue mich riesig, dass du hier bist und wir jetzt vor allem über dieses spannende Thema sprechen und dein Buch und überhaupt über die aktuellen Themen, die uns beschäftigen. Herzlich willkommen! Henriette Hochstein-Frädrich: Vielen Dank Bianca für die tolle Anmoderation. Wir haben uns jetzt ein Thema, glaube ich, auch dann direkt auch schon rausgepickt. Am Ende kann man über viele Dinge auch sprechen, aber wir haben gesagt, ich glaube, das gerade wirklich so in der Welt ist, dass unsere Ich nenne das jetzt mal toxische Beziehungen zu Social Media. Du hast ja auch schon reingelesen, denn so, wie geht es dir denn da bisher damit? Bianca-Maria Klein: Du, also, ich halte es nochmal in die Kamera für die, die uns hier per Kamera sehen. Ansonsten für die, die nur zuhören. Also allein dieses Cover ist ja schon so bezeichnet, das Telefon in der Zigarettenschachtel und die Asche drum herum. Und du vergleichst ja das mit dem Rauchen aufhören. Ich war tatsächlich nie wirklich Raucherin oder jedenfalls nicht so, dass ich irgendwie Schwierigkeiten hatte aufzuhören. Ich war so bisschen die typische Party Raucherin. Ich muss aber gestehen, dass ich mich hier wiederfinde, dass ich nicht nur die Party Social Media-Nutzerin bin, sondern genau das gleiche Phänomen fühle. Dass man eigentlich auch steigen will und sich überlegt, warum mache ich das nicht? Und als ich das gelesen habe, also abgesehen davon, dass ich die ganze Zeit den Eindruck hatte, du sitzt vor mir, weil ich natürlich deine Sprechart schon kenne und dass so du bist, ja, auch mit diesem Humor und diesen ... kleinen Spitzen, da kommen, wo man sich sofort ertappt fühlt. Richtig, richtig gut. Und vor allem, bereitest das ja auch wissenschaftlich vor. Das ist jetzt nicht so ein dünnes Buch, sondern das ist echt ein richtig gutes Pamphlet, würde ich sagen, ⁓ sich darüber Gedanken zu machen. Und wenn du mich fragst, was hat das mit mir gemacht? Mich hat es verwirrt mit dem Gedanken, ja, wie mache ich das denn jetzt? Brauche ich Social Media? Und ich weiß doch auch, dass es mir nicht gut tut. und ich viel zu viel Zeit damit verdaddel, da auf irgendwelchen Kanälen rumzugucken von Menschen, die mich überhaupt nicht interessieren und das mir eigentlich eher nicht gut tut. Und wir sind eingangs im Vorgespräch schon drauf gekommen, so brauche ich das eigentlich beruflich? Brauche ich das, wenn ich jetzt auch mit meinem Buch rauskomme? Von daher, also hochaktuell und hochbrisant auch für mich, wirklich in meiner Gefühlswelt. Henriette Hochstein-Frädrich: Okay, ja super. Genau so soll es natürlich sein. Das Buch spricht natürlich ganz, ganz viel an. Natürlich habe ich zum einen die Kerntese, das ist wie Rauchen. Nicht nur, weil es tatsächlich genauso funktioniert wie so ein klassisches Suchtding, sondern auch die Wahrnehmung. Das fand ich ja auch zum Beispiel ganz spannend. der Vergleich kommt ja nicht von mir, den habe ich ja nicht quasi erfunden. sondern das war tatsächlich so, als ich noch bei Social Media war, dass ich noch selber auch genutzt habe. Also ich bin ja seit Ende 2024 tatsächlich komplett raus. Da können wir gleich auch nochmal drüber sprechen. Wie habe ich es vorher genutzt? Was hat es vorher mit mir gemacht? Wie ist es jetzt? Und da habe ich tatsächlich in Social Media bei irgendeinem amerikanischen Coach, der dann auch irgendwie alle irgendwie besser machen will, dann auch, da hat er sich auch sehr kritisch mit dem Thema Social Media auseinandergesetzt, was ich auch sehr spannend finde. wenn selbst die, es sehr erfolgreich nutzen, schon ans Zweifeln kommen, dass er gesagt hat, irgendwann mal in paar Jahren wird Social Media für uns so wie Zigaretten und Rauchen sind. Also irgendwas, bäh ist, irgendwas, was, wie konnten wir nur, irgendwas in Anführungsstrichen zugeordnet zu Menschen, die ihr Leben nicht ganz so doll im Griff haben, ⁓ es jetzt mal nice auszudrücken. Also so verpönt. Also Rauchen ist ja mittlerweile auch, es ist einfach total verpönt und es ist ja auch gesellschaftlich geächtet, darf nirgends mehr rauchen, was ja auch absolut richtig ist. Und das war ja vor 20 Jahren noch völlig normal, dass man einfach überall rauchen durfte, im Flugzeug, im Zug, in den Restaurants, einfach überall. Und das hat sich ja komplett geändert. Auch mit ganz, ganz vielen gesellschaftlichen und politischen Maßnahmen. können wir auch gleich nochmal drüber sprechen. Das war ja auch nicht von ganz alleine. Das heißt, Plötzlich war das so da und ich fing dann plötzlich an darüber nachzudenken. Ach krass. Und dann ganz witzig, weil auch ganz zum Hintergrund mein Ex-Mann Stefan Friedrich, der ist ja auch vor vielen Jahren bekannt geworden, vor allen Dingen durch seine Nichtraucher Bücher. Günter wird Nichtraucher und Luft. Damit ist er auch unter anderem sehr bekannt und auch sehr erfolgreich geworden. Auch mit diesem Seminar Nichtraucher in fünf Stunden. Bianca-Maria Klein: Genau, der Schreinehund. Henriette Hochstein-Frädrich: Und irgendwie habe ich dann plötzlich beide so verknüpft, wie wäre das denn eigentlich, wenn wir Social Media genauso betrachten könnten. so was wie Ellen K. oder Stefan Friedrich für die Nichtraucher oder für die Raucher waren und dann für die Nichtraucher geworden sind, das quasi auch auf dieses Social Media System zu übertragen. Und dann hatte ich dann so die Idee, kann man Seminare machen, raus aus Social Media in fünf Stunden. Und das Thema hat mich einfach überhaupt nicht losgelassen. ich eben an, tatsächlich dazu zu recherchieren. Und Bianca, ich kann dir sagen, ich bin vom Hocker gefallen. Also mich hat das so schockiert. ich habe da natürlich dann gibt es Parallelen zwischen der Nikotinindustrie und der Social Media Industrie. Also nicht nur wie es wirkt, sondern eben auch das ganze Business dahinter. Und ich sass wirklich mit... völlig schockiert da oder das gibt es doch gar nicht. Also die Parallelen sind so unglaublich schockierend. Es ist komplett der gleiche Wirkmechanismus. Es ist eine Riesenindustrie. Es ist ein Milliarden-Business. Und beide, sowohl die Nikotinindustrie als eben auch die Social Media Industrie, die leben davon, dass sie ein diabolisch perfektes Produkt gekreiert haben. Nachdem wir süchtig sind, nach dem einen sind wir körperlich süchtig, nach dem anderen sind wir emotional und neuronalsüchtig. Und das hält uns eben drin. Und dadurch, dass es uns drin hält, dadurch, dass wir süchtig sind, ist es natürlich perfekt, weil es sich damit einfach Milliarden und Milliarden und Milliarden verdienen lässt. Und die Industrien sind einfach die Einzigen, ja, denen das dient, die damit ihr Geld machen. Und wer verliert, wir als Kunde und Kundinnen, wir als Nutzer und Nutzerinnen. Wir verlieren auf allen Ebenen. Und das hat mich einfach so schockiert. Und habe ich mein Buch auch tatsächlich so... auch aufgebaut, also in drei Teile. Also das klassische Entzugsprinzip, das klassische Entzug besteht ja in erster Linie erstmal die sogenannte Diagnose, dass wir erst mal verstehen. warum sind wir denn eigentlich süchtig? Das ist ganz wichtig, das wirklich zu kapieren. Und das habe ich auch so aufgebaut. ist vielleicht auch das, was dich beim Lesen dann auch so sagt, da passiert jetzt was. Also da ist natürlich mein Ziel auch, den Leser, die Leserin erst mal so richtig auch wütend zu machen. Also dieses zu erkennen, boah krass, was für ein krasser Scheiß ist das eigentlich, auch wütend zu werden auf sich, ein bisschen auf sich selbst. Bianca-Maria Klein: Voll. Henriette Hochstein-Frädrich: Warum mache ich das eigentlich? Auf die Industrie, da lege ich natürlich die Latte schon sehr hoch, weil diese Wut brauchen wir auch für diesen Entschluss zu sagen, ich will da nicht mehr mitmachen. Also auch für diese Entscheidung. Und der zweite Part ist dann natürlich, das ist nämlich auch das, was du auch schon angesprochen hast, das Dekonstruktion. Also erst mal haben wir verstanden, wie funktioniert es, warum sind wir süchtig, warum macht es uns süchtig. Und dass wir alle süchtig sind, das wollen wir natürlich nicht zugeben. ich war früher, ich bin auch nicht Social Media süchtig, aber natürlich, ich weiß nicht wie oft ich am Tag hier mit dem Ding da saß und in jeder leeren Minute, und ich denke so, was mache ich denn da eigentlich? Klar, weil wir so konventioniert sind. Also erstmal aus den verschiedensten Perspektiven zu verstehen, was macht's? Dann wollen wir es komplett zerlegen. Weil das ist nämlich auch ein großer Teil. die Lügen des Systems. Was hält uns denn eigentlich drin? Also es ist nicht nur, dass es uns süchtig macht, sondern natürlich auch die ganzen Mythen. Ich nenne es jetzt mal Mythen oder ich nenne es auch Ausreden. Also die ganzen Geschichten, die uns erzählt werden. Also früher hat man dann der Malbournemain, der irgendwie durch die Steppe geritten ist und das große Gefühl von Freiheit. Oder bei den Gourars, die coolen Franzosen, die sind so sexy. Bianca-Maria Klein: Fino. Henriette Hochstein-Frädrich: Also Rauchen wurde ja auch immer mit Konträr dem verknüpft, was es ja eigentlich macht. Es macht uns krank, es macht uns alt, es macht uns stinkig, es macht uns hässlich, es macht uns arm. wurde aber verknüpft mit, du bist so sexy, du bist so cool und Freiheit und bla bla bla. Und das ist das gleiche bei Social Media. Auf diese ganzen Ausreden können wir ja auch gleich noch mal paar auseinandernehmen, weil das ist natürlich immer, ja, aber das geht ja gar nicht ohne, doch, das geht. Und das hält uns natürlich auch noch im System. Also das System schützt ja auch das System. Und natürlich ist es mir auch immer wichtig, nicht nur zu motzen und nicht nur zu meckern, sondern alles böse, alles doof, sondern es geht ja dann auch immer ⁓ und deswegen ist der dritte große Teil von dem Buch Transformation der Exit. wirklich, also wirklich dieser, ich nenne das dem Buch, ein begleiteter Entzug. Wie kommen wir jetzt raus? Und da ist natürlich nicht nur einmal ganz praktisch, dass wir diesen Entzug, weil am Ende ist es tatsächlich ein Entzug, da durchgehen. Aber ganz klar möchte ich oder setze ich da den Fokus drauf, was du alles gewinnst, wenn du gehst. Und du gewinnst einfach alles, was gut ist, was dir dient. Davon gewinnst du so, so, viel zurück. Was verlierst du? Du verlierst alles von dem, was dir nichts bringt und was dir nichts gut... Also was dir auch nicht gut tut. Also du verlierst eigentlich alles, in Anführungszeichen plakativ schlecht und du gewinnst sehr, sehr, sehr viel Gutes. Und dann natürlich, also das ist dann der ganze Trip, die ganze Reise durch das Buch, man dann wirklich zum Schluss, wenn man fertig ist, dann in der Lage ist, diesen Entschluss zu fassen. So, ich mach das jetzt. Und das ist natürlich auch ein ganz, ganz großes Thema, weil es gibt ja viel so, nur so Digit Detox. Ich ein bisschen Digital Detox und ich finde es auch so absurd, dass wir mittlerweile so stolz darauf sind, ich habe mal am Wochenende, Samstag, Nachmittag, drei Stunden nicht auf mein Handy geguckt. So, yeah, super. Also Digital Detox bringt überhaupt nichts, weil ... Am Ende müssen wir komplett raus. Also Digital Detox ist auch nichts anderes als einfach nur eine Selbstverarsche und das einzige, was uns wirklich nützt und dient, ist, komplett rauszugehen. Und natürlich kommen da viele Fragen, weil es wirft natürlich dann auch ganze, ganz komplette Wirtschaft durcheinander, Gesellschaft und das beleuchte ich auch, weil, spinnen wir da mal los, wir könnten damit eine ganz... großartige fantastische globale Rebellion und Revolution anzetteln und losgehen, wenn immer mehr Menschen dieses toxische System verlassen. Dieses toxische System, was, glaube ich, auch für sehr, sehr viele Dinge verantwortlich ist, die nicht gut laufen in unserer Welt derzeit. Wenn wir da rausgehen, wäre das eine unglaubliche Revolution und Rebellion im guten Sinne. Jetzt habe ich schon ganz viel gelabert. Bianca-Maria Klein: Ja, Nee, total gut. du, du, du, das ist ja wichtig, dass du erst mal ein bisschen erklärst, wie ist das Buch aufgebaut, dass jemand auch wirklich Lust bekommt, es zu lesen, weil ich finde es extrem wichtig, dass du sagst, du bist jetzt hier nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger und so, sondern du hast das ja lange recherchiert. Du hast es erlebt. Du kannst uns beweisen, dass du trotzdem noch am Leben bist, auch wenn du aus Social Media raus bist und du bist auch noch gesund am Leben. Also da gehen wir gleich mal rein. Aber Was ja, ich bleib da mal bei mir. Ich hab das ja genauso gefühlt in diesem Buch und hadere ja immer noch mit mir. Und bevor wir aber da ins Hadern gehen und ich sage, was ich fühle, vielleicht erzählst du mal, was passiert in der psychologischen? Weil vielleicht hören das jetzt einige und können das aber eigentlich selber noch gar nicht greifen, was da passiert. Das Einzige, was mir immer wieder in Sinn kommt, ist ja, Gott, ich verpasse was. Dieses FOMO, Fear of Missing Out. wenn ich nicht auf Social Media bin. da du es ja mit der Sucht vergleichst, gehen wir doch mal da rein. Was passiert denn, wenn wir auf Social Media sind? Was wird uns da suggeriert? Und wofür haben wir Angst, wenn wir sagen, wir verlassen das? Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, also das ist natürlich mega mega komplex, weil wir haben da natürlich ganz ganz ganz viele verschiedene Ebenen. Also Social Media wirkt natürlich zum einen auf neuronal, auf unser Gehirn. Also das ist ja so aufgebaut, dass durch diese ganzen Klicks und Likes, dass es unvorhersehbar ist. Also es ist wirklich wie eine toxische Beziehung. Toxische Beziehungen sind so... Bianca-Maria Klein: Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: Wir bleiben in toxischen Beziehungen gefangen, weil sie unvorhersehbar sind. Weil mal ganz, ganz, ganz viel Liebe auf einmal kommt und auf einmal kommt der große Absturz und das hält, das ist so eine Achterbahn und das hält einen gefangen. Und genau dasselbe passiert eben im Gehirn. Also dieses Likes, dieses Ping, dieses ständige Benachrichten werden, dass man denkt, ich muss hier irgendwas sehen, hier passiert irgendwas. Das schüttet Dopamin aus bei uns im Gehirn. Und Dopamin verwechseln wir gerne mal mit einem Hormon, uns glücklich macht, ist es aber nicht. Dopamin sendet an unser Gehirn eigentlich nur ein Signal und zwar macht es noch mal. Also das will davon mehr und je mehr es davon bekommt, dann werden wir natürlich dann auch abgeschottet, abgestumpft, das ist es. Bianca-Maria Klein: gestumpft. Henriette Hochstein-Frädrich: immer mehr Reize, immer mehr und mehr und mehr, weil wir immer denken, okay, aber jetzt hinter dem nächsten, unter dem nächsten Post, ist jetzt irgendwie, erwarten wir, da ist jetzt die wichtige Erkenntnis. Deswegen stehen wir ja auch so voll auf diese ganzen Ratgeberposts, weil wir denken, da ist jetzt der eine Post, der mein Leben verändern wird, also aus der Konsumseite, dass wir denken, wir kriegen das so ein kleines Häppchen, da ist jetzt irgendwas Wichtiges für uns dabei. Dann gibt es natürlich auch noch die andere Seite, dass wenn wir, also die aktive Seite, wenn wir etwa posten, dass wir auch natürlich eine Erwartung haben. Bianca-Maria Klein: Das ist aber mein Thema, genau, da kommen wir noch drauf. Henriette Hochstein-Frädrich: dass da irgendwas kommt und das schickt uns halt auch auf so eine Achterbahn, dass dann kommt ein Like, da kommt ein Kommentar oder allein nur zu sehen, die Stories haben jetzt 30 Leute gesehen oder irgendwie so, das macht was mit uns, das hält uns eben halt auch da drin gefangen. So dann haben wir natürlich die psychologische Seite, dass wir in einem permanenten Vergleichsstudel sind. Wir vergleichen uns permanent. Und vergessen dabei, dass alles was aus Social Media geteilt ist, nur, es ist wie Fernsehen gucken, ist wie ein Film, es ist ja alles nicht echt, es ist kuratiert. niemand, und selbst die... User und Userinnen, die vermeintlich total authentisch Social Media benutzen. So, ich zeig euch hier heute mal meinen Chaos und heute weine ich mal, die dann so vor dem sitzen. Ich möchte euch heute mal... Also die missbrauchen ihre eigenen Emotionen, ⁓ die Emotionen der anderen Menschen zu missbrauchen, weil wir, weil das auch wiederum etwas ist, das nehme ich auch in dem Buch auseinander, weil das unsere Aufmerksamkeit bindet. Also alles, was vor allen Dingen schlechte Emotionen auslöst, hält uns gefangen. Deswegen auch Algorithmen sind es auch wissenschaftlich mittlerweile bewiesen. Das steht auch in dem Buch. Algorithmen funktionieren so, dass sie schlechte Bianca-Maria Klein: Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: Inhalte, also alles was Wut triggert, Empörung triggert oder besondere Emotionen triggert, dass die zigfach mehr ausgespielt werden als sachliche, neutrale, wirklich inspirierende Inhalte, von denen man was lernen könnte. Da passiert nichts und das hält eben auch nicht unsere Aufmerksamkeit. heißt also, dass das System ⁓ bespeist sich komplett selbst, also Psyche. So, dann könnte man ja sagen, ja ja, die Zigarette, die Kippe, die macht ja unseren Körper kaputt, zerstört die Lunge, it's obvious. Aber es ist tatsächlich so, auch Social Media, auch unser ständiger Griff zum Handy und scrollen, scrollen, scrollen und diese Endlossessions in den Feeds, auch das wirkt auf unseren Körper. Weil da wird dann wiederum Stresshormon, Cortisol ausgeschüttet. Das hält uns auch einfach wach. Also dann wundern wir uns, warum wir nicht schlafen können. Unser Nervensystem ist permanent auf Anschlag. Also wir sind in einem permanenten Stresssystem. Content, sowohl wenn wir den Content von anderen konsumieren, als auch wenn wir selber unseren eigenen Content teilen, weil auch das einen Stress in uns auslöst. Wer sieht das jetzt? Wer kommentiert das jetzt? Wer sieht es nicht? Wer kommentiert es nicht? Also das löst total Stress aus und das macht körperlich was. Also die Kippe, vergiftet uns mit Nikotin und mit Chemie körperlich und Social Media vergiftet homonell körperlich so dann haben wir uns natürlich noch die seelische die emotionale seite dass wir ja auch merken wir sind ja permanent online und wir wissen total viel in anfühlen wissen und wir sind ja voll connected mit unseren weiß ich nicht 400 3000 ich weiß nicht wie viel jeder durchschnittsmensch hat folgern und followerinnen aber wir sind fühlen doch trotzdem total leer also wir ballern permanent inhalt in uns rein und ich vergleiche das auch immer gerne mit. Das ist so, als würden wir uns rund ⁓ die Uhr Fast Food reinstopfen. Irgendwie kleine Häppchen hier, kleine Häppchen da und dann fühlen wir uns am Ende und dann wundern wir uns, warum wir am Ende des Tages irgendwie völlig erschöpft auf der Couch liegen. Irgendwie, wir sind zwar voll mit allem, aber gleichzeitig total leer. Also das ist ja auch so ein diffuses Gefühl, dass wir denken, hä? Also es ist so, ich glaube, das ist etwas, was jeder und jede wahrnimmt und auch spürt. Ich baller mir da alles Mögliche rein. Ich bin voll und ich bin gleichzeitig total leer. Also die Ebene haben wir auch noch. Und dann haben wir natürlich noch die gesellschaftliche Ebene. Wenn wir alle so sind, dann ist ja kein Wunder, so auch gesellschaftlich passiert. Dass jeder für sich ist. Ich nenne es auch, es auch natürlich, bin ich da auch sehr provokant unterwegs. Social Media macht doof, wir werden irgendwie alle immer doofer. Ja, dass viele, wir konsumieren unser Wissen aus irgendwelchen 30-Sekunden-Reals von selbsternannten Finanz- und Persönlichkeitsentwicklungs- und Gesundheitsinfluencern, die das nicht studiert haben, die keine Ahnung von irgendwas haben. Bianca-Maria Klein: Nein. Henriette Hochstein-Frädrich: Und dann wundern wir uns noch, dass dass dass das irgendwie Bianca-Maria Klein: Jaja, und das wird ja immer weniger. Also auf minimale Zeit musst du eigentlich rein theoretisch Content bringen. Ich merke es ja bei mir, wenn ich versuche Mehrwert zu geben, weiß ich, alles was ich in einem Video sagen will, muss eigentlich unter einer Minute sein. Das alleine stresst mich ja schon als Contentgeber und ich hoffe immer, dass ich versuche sozusagen Mehrwert zu schaffen. Ich fotografiere jetzt kein Essen ab und so, aber das alleine bestätige ich ja voll. Was für ein Stress. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja! Ja. Bianca-Maria Klein: Weil du weißt, länger als eine Minute hört dir ⁓ keiner zu. Das ist ja gesellschaftlich schon. Also sozial, ist überhaupt nur sozial. Das wäre ja so, als wenn ich mich maximal eine Minute mit dir unterhalten dürfte und dann zum nächsten muss. Speed Dating so. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, es wir sind. Genau. verwandeln uns gerade in Öl. Ich weiß ja nicht, in einem Zeller. Wenn Fruchtfliegen droht so viel aus. Weil wir nicht mehr der Lage sind, uns auch mal Zeit zu nehmen, mal in ein Thema reinzugehen, uns damit wirklich zu befassen, es auch aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das ist ja auch was. Das ist ja das nächste Thema, das Social Media uns in unseren eigenen Bubbles gefangen hält, wo wir uns selber bestätigen und wir ja keinerlei andere... Meinungen gelten lassen oder Das ist ja auch total absurd, also die Vielfalt. meine, in der Landwirtschaft wissen wir auch, was Monokulturen machen. Da geht alles den Bach runter. Alles geht kaputt. Und genauso ist es ja dann auch auf Social Media, dass wir da auch ja unsere eigenen Monokulturen züchten und alles da in unseren Feed reinlassen, was uns bestätigt oder was der Algorithmus glaubt, uns zu bestätigen müssen. Und das ist natürlich auch noch ganz spannend. Jetzt könnte man sagen, ja, ich könnte ja mal. Das ist zum Beispiel etwas, was ich auch versucht habe, ich komplett rausgegangen bin. Ich habe meinen Fiep dann komplett aufgeräumt und habe jetzt quasi nur Dinge, ja tolle Kanäle mit tollen Inhalten, coole Menschen und und so weiter. Wo du dann wirst, dann dachte, dann kriege ich ja nur noch das angezeigt. Nee, Pustekuchen. Das ist ja auch so spannend, dass du bist ja mittlerweile in deinem Feed und du kriegst ja, also du hast dann zwar den Leuten und Kanälen, denen du folgst, aber dazwischen ist zwischen jedem einzelnen Post, den du aktiv quasi dir in dein Feed geholt hast, weiß ich nicht, mindestens drei neue Vorschläge, mindestens vier Werbungen. Also auch das, das ist einfach überhaupt kein Da ist überhaupt keine Balance mehr dazwischen. Also wir kriegen da so viel Werbung, wir kriegen so viele Dinge reingespült, die wir überhaupt nicht sehen wollen eigentlich. Und woran liegt das? Ja natürlich, weil damit einfach unglaublich viel Geld verdient wird. die Zahlen sind einfach unglaublich. Es sind wirklich hunderte Milliarden, die die Social Media Unternehmen jedes Jahr verdienen. Großer Unterschied, Nikotinindustrie wurde ja wenigstens noch besteuert. Also da hatte dann quasi Bianca-Maria Klein: Ja, ja. Henriette Hochstein-Frädrich: die bisschen so Strafzahlung zurück an die Gesellschaft, so ungefähr. Das machen die Tech-Unternehmen nicht. Die sind ja auch alle so clever und smart aufgestellt, dass sie so sich überall verteilt haben, dass sie keine Steuern zahlen müssen. ⁓ Die verdienen einfach mit unserer Aufmerksamkeit so immens viel Geld. Und das Absurde ist ja dann auch noch, dass wir das System auch noch füttern. Also wir sorgen ja, wenn wir was posten, auch noch dafür, dass wir andere dort drin halten. Und wir sind auch, gerade wir in Anführungszeichen normalen Menschen, ich spreche jetzt nicht von den Influencern und Influencerinnen, die damit natürlich auch ihr Geld machen, aber das ist wie in der Modelindustrie. Also es gibt eine milliarde wunderschönste Frauen auf dieser Welt und zehn davon sind die Topmodels, die damit wirklich Geld verdienen und es ist dasselbe auch in der Social Media Industrie und es wird uns dann suggeriert, ja jeder kann es ja schaffen und es ist natürlich ein totaler Quatsch. Natürlich gibt es da ein paar, die damit gut Geld verdienen, aber der Großteil wird damit niemals Geld verdienen oder niemals Business machen und das ist auch etwas, worüber wir uns klar werden müssen. Da spreche ich glaube ich auch schon zum nächsten Part. Nützt es uns ein bisschen oder nicht? Bianca-Maria Klein: Ja, genau, erzähl mal, weil das wäre ja für mich jetzt, weil wir könnten da jetzt wahrscheinlich fünf Stunden drüber reden, weil ich habe so viele Fragen im Kopf und vor allem auch so Anmerkungen, weil in mir, während du das sagst, ist die ganze Zeit dieses krass, ja, sie hat so recht und du steigst da jetzt aus. Für mich, und ich bin jetzt mal voll transparent, für mich ist Social Media ein Riesendruck und Stress. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Hm? Ja, und ich glaube, da würden jetzt 95 Prozent der Zuhörer und Zuhörerinnen sagen, ja, für mich auch. Keiner, es ist keiner. Ganz kurz, Bianca, wie kommt denn nochmal, behalte den Gedanken. Niemand würde am Ende seines Lebens auf dem Sterbebett liegen und sagen, Mensch, wenn ich so auf mein Leben zurückblicke, hätte ich doch mal mehr Storys gepostet. Bianca-Maria Klein: Genau. Henriette Hochstein-Frädrich: Hätte ich doch noch mehr Content bei Social Media mir angeschaut und hätte ich doch noch mehr Zeit verplempern, dann NIE-MANT! Und ich kenne also wirklich keiner liebt Social Media. Alle hassen sie es. Aber trotzdem bleiben wir alle drin und dann will mir noch jemand sagen, das ist keine Sucht. So, jetzt habe ich dich unterbrochen, bitte verzeih. Bianca-Maria Klein: Ja, das bestätigt das ja. Und ich beschäftige mich ja auch mit diesem Thema. Und seit meiner Selbstständigkeit nutze ich Social Media. Ich war auch noch nicht mal, ich war am Anfang noch nicht mal auf Instagram und habe mir eigentlich auch gesagt, brauchst nicht, ich wusste gar nicht, was es ist. Und ich bin tatsächlich nur auf Instagram, auf Facebook. Früher war Facebook ja eigentlich, weiß ich auch nicht, das war ja wie so ein Freundschaftsbuch. Ich weiß gar wann ich damit gestartet habe. läuft irgendwie so im Hintergrund weiter, mache ich gar nichts und ich habe LinkedIn. Für mich ist LinkedIn eigentlich gehört irgendwie gar nicht mehr in diese Kategorie, und ich weiß dann, ist es genauso Social Media ist für mich tatsächlich das einzige Tool, wo ich auch Input hole für mich, der mir nicht so schadet. Deswegen, wenn ich Social Media im Kopf habe, es für mich vor allem, dieser Groll Instagram zu haben und das Bespielen in Einführungsstrichen zu müssen. Henriette Hochstein-Frädrich: Mhm. Bianca-Maria Klein: Und es tut mir null gut. es ist auch nicht besonders, also wer mir Folg weiß, auf LinkedIn habe ich irgendwie 11.000 Follower jetzt, ja toll. Auf Instagram 600 und es wird ja nicht mehr. Das ist ja das Spannende. Also ich merke ja, wir können noch so viel reinpushen und ich behaupte ja auch bei mir irgendwie Mehrwert hoffentlich drin. Aber es wird nicht mehr und das Spannende ist und ich... bin da so am hadern, weil sobald ich etwas ein bisschen Persönlichere ums mache, geht es wieder durch die Decke. Und da merke ich krass, was wollen die Leute eigentlich? Die Leute wollen ja eigentlich mehr von mir, so von mir irgendwie, meinem, wahrscheinlich privat und persönlichem Leben. Das bin ich aber nicht bereit zu geben. Also da ist schon das erste Dilemma. Ich bin nicht bereit, zu geben. Die Leute wollen es aber offensichtlich, weil nur dann bekomme ich mehr Zuspruch, so mehr Aufmerksamkeit. Und deswegen weiß ich ganz genau, es tut mir nicht gut. So, und jetzt kommt die Frage, die sich wahrscheinlich ganz viele dann stellen, wenn sie es hören, und ich dir aber stelle, so brauchen wir das überhaupt? Ja, also sind wir an einer Zeitpunkt angekommen, vor allem jetzt so als Selbstständige und ich spreche vielleicht auch viele, die nicht nur im Coachingbereich oder so sind, sondern vielleicht auch ihr eigenes, was weiß ich, Geschäft haben oder Nagelstudio oder egal was es ist. Brauchen wir das überhaupt? Also was passiert, wenn ich sage, nee beruflich, ich kappe das total, alles? So, wer sieht mich denn dann noch? Was sind denn die Alternativen zu Social Media? Und ich glaube, diesen Schritt gehen wir gar nicht, weil wir das ja haben. Also wir überlegen ja gar nicht, was ist denn die Alternative, mache ich jetzt Broschüren? Meine Antwort ist, dieses Jahr gehe ich auf viel mehr Veranstaltungen. Also ich weiß, mein Tool ist Netzwerk. Aber das machen ja viele gar nicht, sondern sie suchen gar nicht aktiv nach Alternativen zu Social Media, weil Social Media einfach so in einigen Strichen easy ist. Also wenn Menschen zu dir kommen und sagen, aber Henry, ich brauche das aber für mein Business. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Ja, also das ist, also okay, du hast ja da jetzt eine mega, mega viel... Nein, nein, nein, wichtig, aber das zeigt ja auch, wie komplex das Thema ist und wie viele Fragen da sind und wie sehr es ja uns beschäftigt. Eine, ich versuche, ich versuche, so viel wie möglich Dinge zu antworten. Erstens, LinkedIn ist ganz klar auch Social Media, in einer anderen Verpackung. Können wir auch gleich nochmal drauf zurückkommen. Bianca-Maria Klein: Ja, sorry. Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: Dann hattest du ja, wie, genau, brauche ich das? Wir können das ganz, ganz leicht umdrehen. Also zum Beispiel in meinem Buch, erste große Teil ist ja dieses wie funktioniert das System, wie funktioniert das Business dahinter? Und da ist eine ganz, ganz große Frage, die dann auftaucht, die ich glaube sich dann auch zum Schluss oder dann auch jeder an der Stelle dann auch stellen darf, ist, brauche ich Social Media oder braucht Social Media mich? Social Media braucht uns alle viel mehr. Social Media kann ohne uns und ohne uns Nutzer und Nutzerinnen nicht überleben. Aber wir können sehr gut ohne Social Media überleben. Völlig und viel besser. Natürlich, ich glaube auch hier in meiner Liste, ich brauche das für mein Wissen. Das ist natürlich die allererste Frage, die ich auch auseinandernehme oder ich nenne es Ausrede. Ich bin ja damals 2024, Ende 2024. Das war tatsächlich auch, das war mehr oder weniger von heute auf morgen. Also das war auch, ich habe auch kein großer, ich bin einfach zack raus, Also ohne theatralische Ankündigung und den letzten großen Abschiedspomst. Sondern ich sage so, boah, weg, raus, löschen, raus. Und ich habe mir auch ehrlich gesagt überhaupt keinen Kopf darüber gemacht, weil es einfach so klar war für mich, wie viel unnütze Zeit ich verplemper da drin. Das ist mir nicht dien, dass ich auch, also ich musste auch ganz klar, ganz ehrlich auch auf mich schauen. Natürlich, ich habe auch, ey, machen wir uns nichts vor, das Kapitel habe ich auch, so unser Angeber und Gockelgehen. Also warum... Warum wollen wir denn eigentlich auch immer alles teilen und zeigen? Schaut mal her, wie toll ich bin. Ich bin auch toll. Das ist ja auch etwas, und das hatte ich auch. Ich dachte, ich bin nicht erfolgreich, wenn ich das nicht auch die Welt wissen lasse. Das dann natürlich überall, wenn ich mal irgendwo aufgetreten bin, dann sofort die Story gepostet und sieh her, guckt mal, ich bin auch toll, bin die tolle Kino-Speakerin. Und guckt mal hier, mein toller Hund. hier jetzt mache ich sport und ich zeige euch jetzt meine bauchmuskeln ist ein rückblick wie ätzend ist das denn bitteschön also also das das ist ja mittlerweile auch so dass man sich okay hat jetzt der sonnenuntergang stattgefunden ist der wirklich schön wenn ich den jetzt nicht teile und bestätigung bekomme also das ist natürlich dann auch noch mal eine ganz spannende perspektive damit sich mag ja dinge auch dann auch immer sehr gerne auch so ein bisschen philosophisch und auch noch mal irgendwie ⁓ fünf ecken zu betrachten Bianca-Maria Klein: Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: Was macht das denn eigentlich, wenn wir permanent... Also wir können ja nicht einfach nur noch sein. Und im Hier und Jetzt sein, weil wir uns auch immer aus der Perspektive der anderen sehen. Gerade wenn wir in Social Media unterwegs sind, immer darüber nachdenken, wie wirke ich denn oder was bewirkt jetzt meine kleine Show. Und es ist tatsächlich so, dass Glücksforscher, Forscherinnen ganz klar, es ist eigentlich so einfach glücklich und zufrieden zu sein. Weißt du, was es braucht, ⁓ glücklich und zufrieden zu sein? Ein ganz großer Faktor ist, dass wir nicht permanent über uns selbst nachdenken, sondern einfach in unserem Tun ausgehen, in unserer Arbeit, in dem was wir machen, wenn wir mit unseren Kindern spielen, mit dem Hund rausgehen, mit dem Partner knutschen, dieses wirklich im Moment zu sein. Aber wenn wir permanent immer wieder in diesen Spiegel gucken und nichts anderes ist Social Media, dass wir uns halt auch permanent widerspiegeln und immer durch die Brille der anderen sehen, denken wir ja permanent über uns nach. Wer bin ich? Wie werde ich wahrgenommen? Werde ich gesehen? Das ist auch übrigens ein Thema, was auch evolutionär bedingt ist, dass wir glauben, wir brauchen den irgendwie immer Anschluss, wir dürfen nicht ausgeschlossen sein, Schutz in der Gruppe, wichtiger Überlebensfaktor. Ist aber alles ja gar nicht so relevant. Also das heißt, eigentlich ist es total einfach, glücklich zu sein, indem wir nicht permanent über uns nachdenken. Das heißt, wir müssen ja... Bianca-Maria Klein: Da kriege ich mal rein. Ich bin voll bei dir, Henriette, nur ich glaube, genau das ist der Kern, dass wir uns dessen nicht so bewusst sind, weil wir innerlich, und ich sage jetzt wir als Gesellschaft, uns unserer halt nicht so sicher sind. arbeite ja ganz viel auch mit Führungskräften und Teams eigentlich an diesem Thema Selbstsicherheit. Das hat ja ganz viel mit Erwartungen auch zu tun. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, wir brauchen das. Ja. Bianca-Maria Klein: eigene Erwartungshaltung, Erwartungen an andere, was erwarten andere von uns? Und wenn wir unserer nicht sicher sind, und ich mache immer automatisch so eine Geste, ich stelle mich gerade hin und mache die Brust so raus. Wenn wir uns alle so sicher sind und auch nichts befürchten und auch diesen Ausschluss nicht befürchten und ein soziales, gutes Netzwerk haben, eine Familie haben, die uns hält und so, dann ist ja dieser Drang nach dem Aufmerksamkeit von anderen bekommen. und ich muss etwas geben, sowieso gar nicht gegeben. Also das ist ja diese Quelle unserer eigenen Selbstwert, unsere Selbstliebe, würde ja dafür sorgen, dass wir das gar nicht brauchen. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Ja, aber das ist schon genau das ist ja schon das Thema. deswegen. Bianca-Maria Klein: Genau und deswegen diese Frage, wenn ja und die Frage, wenn du das nicht fühlst und ich wie gesagt, ich bin ja Hardrader selber noch mit mir, aber das wird für mich in diesem Gespräch noch klarer. Ich brauche das nicht, weil ich eigentlich ein völlig gutes Selbstbild von mir habe und mein Gefühl ist gut und mein Business läuft auch ohne Social Media. So, aber wenn das daran, müssen wir ja viel mehr arbeiten. Dafür sorgt ja auch dein Buch. Ja, dieses habt keine Angst davor. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Ja, also, noch das. Bianca-Maria Klein: Dein Selbstbild wird weder dadurch... Also eigentlich wird es eher schlechter als besser. Henriette Hochstein-Frädrich: wenn ich in Social Media bleibe. Absolut. Genau. Bianca-Maria Klein: Genau, genau. Und wenn du diesen Schritt schaffst, wirst du dir ja deiner automatisch viel bewusster, weil du viel mehr Zeit mit dir da verbringst. Henriette Hochstein-Frädrich: Genau, ich wiederhole ja auch immer so paar Dinge, auch echt so mantraartig, weil ich das so wichtig finde. Dein Selbstwert ist nicht vom Like abhängig oder davon, dass du online gesehen wirst. Dazu auch noch mal zwei Gedanken. Ich komme gleich auch noch mal zurück auf das Thema, ich brauche das für mein Business. Ein ganz, ganz wichtiges Ding, worüber wir auch, glaube ich, klar werden dürfen, ist erstens mal auch, dass wir uns auch selber die Erlaubnis geben dürfen, rauszugehen. Wir dürfen rausgehen. Wie dürft du darfst rausgehen? Du musst nicht bleiben. Das ist einfach auch so ein Perspektivwechsel, der total wichtig ist. Das Zweite ist, es ist am Ende auch ein bisschen Mathematik dahinter. Weil guck mal, wir wollen alle sichtbar sein. Also, Social Media ist ja wie ein riesiger Markt, wo wir alle unsere kleinen Buden aufgestellt haben. Und wir alle schreien laut, hier, hier, sieh mich auch! Und der eine macht Striptease und der andere stellt da seine Lachsavocado Bowl hin, der andere heult. Also wir machen alle eine unglaubliche Show! bettel sehen und wir alle schreien durcheinander. Wie willst du denn bitte in diesem Geschrei, in diesem Gewusel sichtbar sein und bleiben? Also es funktioniert ja nicht, schon allein rein mathematisch nicht. Also wenn alle hier schreien, hörst du niemanden, hier schreit. So. Übrigens auch ein großer Faktor, also über das bin ich, ich glaube auch, dass in Anführungsstrichen so nach dem Motto willst du was gelten, mach dich selten, offline ist das neue cool. Also das ist wie mit dem Alkohol. Wenn du auf einer Party sagst, nee ich trinke keinen Alkohol, bist ja sofort Gesprächsthema. Hä, wie, was, wieso und hä? Weil auch das ja so selbstverständlich ist. Und wenn ich irgendwo bin und sag, ja Ich nicht so, ne ich bin nicht auf LinkedIn, bist du insip, ne, also man ist ja im Moment noch so ein totales Alien, aber ich glaube, dass das wandelt sich auch, also ich will jetzt nicht sagen, ich finde das wahnsinnig cool oder irgendwie so, aber ich glaube da passiert schon auch was, auch so die, die, die, die, die, die was aus sich halten, die sich beschützen wollen, die das durchschauen, die gehen raus und das, und ich glaube, dass das, das, das erzeugt dann durchaus schon auch wiederum eine Aufmerksamkeit. Witzigerweise. und ironischerweise. Das ist natürlich ganz Spannendes. Bianca-Maria Klein: Okay, ganz kurz, Henriette, auf der Party, wir stehen da. Ganz kurz, auf der Party, ist genau, da glaube ich, ein wichtiger Punkt. Auf der Party bist du selbst sicher und sagst, nö, bin ich nicht, cool, oder nö, ich trinke nicht. Es gibt aber ja ganz viele, die dann voll ins Rechtfertigen kommen und dann fühlen, ⁓ scheiße, ich kann jetzt gar nicht mitreden. Dann reden die über irgendeine Instagram-Story, die gerade viral gegangen ist, so, ich kann nicht mitreden. Henriette Hochstein-Frädrich: Hm? Bianca-Maria Klein: Erster Punkt, warum glaube ich ganz viele sagen, ja, ich habe diesen Coolheitsfaktor noch nicht, weil ich immer noch das Gefühl habe, wenn ich nicht dabei bin, dann bin ich halt uncool oder ich verpasse was und ich kann nicht mitreden. Erster Punkt, das zweite, was ich gerade dieses Bild hatte von diesem Riesenmarkt. Richtig cooles Bild, weil ich sehe gerade hier so den Fischverkäufer, der die Fische durch die Gegend ruft und alles so und dann sagt aber jemand anders, na ja, aber wenn ich gar nicht auf dem Markt bin. Henriette Hochstein-Frädrich: Hm? Hm? Bianca-Maria Klein: Habe ich ja erst recht keine Chance. Henriette Hochstein-Frädrich: Nee, überhaupt nicht. Also pass mal auf. Pass mal auf. Jetzt passt es. Jetzt passt es. es. Jajaja, absolut. Absolut. Bianca-Maria Klein: Also das sind die Stimmen, die ich ja selber tue oder wahrscheinlich, wenn Leute zuhören und ja, aber dann bin ich ja ganz weg. Da kann ich ja gar nicht mehr mitreden und dann werde ich ja nicht bespaßt. Henriette Hochstein-Frädrich: Also den Zahnbitt möchte ich auf jeden Fall ziehen. Du bist sowas von nicht weg. Wenn du da raus bist, bist du nämlich zum ersten Mal da. Das habe ich tatsächlich auch bei mir gemerkt. ich dann raus bin. war eigentlich relativ... Also erstens mal der Entzug geht super schnell. Am Ende ist es einfach nur eine blöde Angewohnheit. Es ist eine Gewohnheit. Und du bist da superschnell. Also klar, am Anfang suchst du immer noch so das Icon auf deinem Handy. Aber das ist auch witzig, dass sich selber zu ertappen. Boah krass, wie das so eingespielt ist. Und dann irgendwann... Ja, ja, genau. Und es ist wirklich so... Also für mich war das eine totale Befreiung. Bianca-Maria Klein: Ja, Reflex, es ist ein Reflex, es ist ein Langeweile-Reflex auch. Henriette Hochstein-Frädrich: nicht erstens nicht mehr diesen ganzen Blödsinn zu konsumieren. Und auch da nochmal die Frage, was willst du denn verpassen, dass deine beste Freundin gerade in Croissant ist, dass das neueste Rezept für die 38. Lachs Avocado Bowl, von denen du schon 30 gespeichert hast und die du nie wieder aufgerufen hast, irgendeine Urlaubsinspiration, irgendein toller Ratschlag. meine, wir alle kennen das, wir haben alle diese Archive, wo wir Dinge ablegen und sagen, ⁓ das könnte ich mal, wir gucken da nie wieder rein. verwenden das nie, nie, nie wieder. Das ist nichts, wir verpassen gar nichts. was interessiert uns? Also wir verpassen einfach nichts und alles was wirklich wichtig ist, was relevant ist, gesellschaftlich, politisch. Ich meine, dann geh zum Kiosk und hol dir eine Zeitung von Journalisten, die das machen, die das gelernt haben, die wissen, wie man eine Story recherchiert, wie man eine Story verifiziert, wie man eine Story schreibt. Alles, was relevant ist. Also, hol ich mir. Und wenn es einmal die Woche die Zeit ist, reicht auch völlig. Also, wir müssen es nicht jeden Tag machen. Und alles, was wichtig ist von deinen Freunden und Freundinnen, kommt auch so zu dir. Man könnte dich auch mal anrufen. Crazy. Oder sich mal auf den Kabel. Bianca-Maria Klein: Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: Treffen und mal wirklich ein Gespräch führen. ist ein totaler Quatsch. Noch mal zurück zum Business. Als ich da raus bin, war seitdem noch nie so produktiv, wie seitdem ich aus Social Media raus bin, weil ich meine ganze Kraft, meinen ganzen Fokus, meine ganze Energie plötzlich auf meine Arbeit konzentriere und nicht auf die Show meiner Arbeit. Bianca-Maria Klein: Sag das nochmal Henriette, ich glaube das ist so ein relevanter Probe. Henriette Hochstein-Frädrich: Weil ich vorher auch so viel Zeit damit verplempert habe, irgendwelche Posts zu machen und Blogs zu schreiben. die dann auf Social also immer auch mit der Intention, es ist dann für Social Media. Seitdem ich mich davon, ich habe mich da völlig, völlig frei gemacht von. ich sage, ich haue es raus und natürlich muss ich auch auffindbar sein. Aber Gott, dann gibt es eine Million an wie Netzwerken. Ich bin auf der Meinung, wenn du deine Arbeit und deinen Job gut genug machst ... Braucht also kommt auch kommen die Kunden und Kundinnen auch so zu dir durch Word of Mouse, durch Weiterempfehlungen, durch Connections. und so weiter. das funktioniert auch so in dem Moment, wenn wir uns voll und ganz darauf konzentrieren. hatte plötzlich viel mehr Zeit. hatte plötzlich Zeit. Eben Speaker-Matching ist dadurch entstanden. Also da wird auf jeden Fall auch ganz, ganz, ganz viel Raum frei für die Dinge, von denen wir ja sonst immer behaupten, habe so wenig Zeit. Ja gut, hast du mal untersucht, wie viel du jeden Tag dumm dich dumm und dämlich scrollst? In den zwei Stunden. Was könntest du in den zwei Stunden jeden Tag machen? Und wenn es einfach nur ist auf der und mal in den blauen Himmel rauszugucken. Das würde uns auch viel mehr dienen. Bianca-Maria Klein: Also da noch kurz greife ich nochmal rein. Ich glaube, die wichtige Frage ist, und das ist ja die, die ich mir jetzt immer gestellt habe und auch eigentlich schon kurz davor bin, das sein zu lassen, die Zeit, die ich investiere, was kommt dabei raus? Also wenn ich wirklich jetzt nur auf dieses Argument runterbreche, ich brauche es beruflich, dann sich zu fragen, okay, wenn du es beruflich brauchst, beobachte mal, wie lange bist du auf Social Media, wie viel Zeit? benutzt du dafür? Und was kommt wirklich am Ende raus? Bei mir ist es ganz klar die Antwort. Die Kundengewinnung durch Social Media ist minimal. Und ich bin erfolgreich im Business. Also das heißt ja, das heißt eigentlich, da stimmt ja schon mal was nicht, dass ich das eigentlich weiterhin befüttere, obwohl ich eigentlich weiß, es ist nur ein Henriette Hochstein-Frädrich: Genau, das ist bei mir. Bianca-Maria Klein: in den Befüttern. Es geht ⁓ Reichweite, es geht ⁓ Sichtbarkeit, es geht nicht unbedingt ⁓ Kundengewinnung. Also ich glaube, diese Unterscheidung muss man nochmal machen. Also mache ich es fürs Business, damit Leute sich an mich erinnern oder mache ich es, ⁓ Kunden zu akquirieren oder mache ich es, ⁓ Mehrwert zu generieren und immer wieder diese Themen aufzubreiten. Also, dass man immer für sich entscheidet, wozu mache ich es und lohnt es sich dafür, dass ich da so viel Geld reinbrotbuttere, weil Zeit ist Geld, wenn du ein Business hast. Also, und da denke ich ja, ne, versuche ich ja immer mit zu argumentieren, dann entweder reduziert man die Zeit, du sagst jetzt so bisschen Detoxen oder weniger bringt nichts. Aber es geht, glaube ich, darum zu gucken, wozu machst du das und was bringt es dir? Wenn es am Ende, man da sitzt und sagt, es kostet mich zu viel Zeit, ja, ist ja ein Fehler drin. macht überhaupt gar keinen Sinn, dann weiterzumachen. Und das nochmal so zu differenzieren. wenn jemand sagt, ich brauche es für, weil wenn jemand nur ein Online-Business hat und nur auf Instagram dadurch Kunden gewinnt, dem würde ich natürlich sagen, naja, dann ist doch geil, ist das dein Business-Weg, dann ist das dein Kanal. Aber nur dann, wenn du eigentlich auf Veranstaltungen verkaufst oder irgendwie Kunden auf Veranstaltungen auch gewinnst, wo ist der Mehrwert? Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, absolut. das war zum Beispiel für mich eine totale Nullrechnung, dass ich gemerkt habe, ich administriere so viel Zeit und auch Energie und ... Ja, natürlich noch immer auch Herzblut rein. Und dann machst du das und dann stellst das online und dann Erwartung, denkst du passiert irgendwas, passiert nichts. Also ich hab, meine Anfragen kommen über meine Webseite, auf die ich mich natürlich fokussiere. Ich hab eine recht lebendige Webseite mit vielen Blogartikeln, da passiert immer was, immer wieder neue Einträge. Natürlich poste ich auf meiner Webseite, wo war ich zum Beispiel auch mit hier und da mal Fotos, mit Infos, wo ich dann denke, wenn sich jemand für meine Arbeit interessiert, interessiert, kann man sich auch da ein wunderbar... Bild von machen, welches natürlich auch klar logischerweise inszeniert ist. Also machen wir uns ja nichts vor. Natürlich würde ich mich ja auf meiner Website auch bestmöglich verkaufen, aber es ist halt dann ein Kanal, ich bespiele und ich weiß auch da entsprechend, wenn Leute jemanden suchen, Kino-Speaker, sie gehen am Ende immer irgendwie auch über Google, es ist jetzt das wenigste, dass sie jetzt wirklich über Instagram oder so gehen. Und natürlich ist dann auch, ne, LinkedIn hattest du ja vorhin auch, ⁓ angesprochen, es ist am Ende. Also ich bin der Manu LinkedIn, das, ja es ist der gleiche Wein nur in einem anderen Schlauch. Also es ist so, es wird uns, ja es ist ja beruflich, aber es hat am Ende, funktioniert genauso auch hier. die Jagd nach Followern, die Jagd nach Kontakten, die Jagd nach Wichtigkeit. Ich hab da auch immer wieder reingesneakt und dachte, meine Learnings, meine Lessons, muss mich nicht interessieren, das so ist. Klar, dann mal Kontakte zu sammeln, das kann ich schon auch verstehen, war jetzt auch eine Veranstaltung, ⁓ dann verconnectet zu bleiben. Aber am Ende, welche Kontakte haben denn wirklich Bestand? Das sind ja am Ende auch wirklich Pflege dann auch. Und das ist zum Beispiel auch noch ganz spannendes Thema. Das gibt ja diese berühmte Dunbar Zahl 150 von dem Wissenschaftler Dunbar. Bianca-Maria Klein: Ja, ja. Henriette Hochstein-Frädrich: der herausgefunden hat, dass wir überhaupt nicht darauf ausgelegt und angelegt sind, mehr als 150 Menschen im Kontakt zu sein. wir haben überhaupt nicht die Kapazität und deswegen macht es uns auch so fertig. dass wir jetzt auch wissen, was in der ganzen Weltgeschichte im Echtzeit-Ticker los ist. Das können wir überhaupt nicht verarbeiten. auch das ist dann kein Wunder, warum wir uns alle so erschöpft und unmächtig fühlen. Weil am Ende geht es darum, dafür zu sorgen, dass meine kleine Welt unmittelbar ⁓ mich herum bestmöglich ... funktioniert, dass ich mit den Menschen, die ⁓ mich herum sind, gut klarkomme, dass ich in meiner kleinen Welt möglichst wenig Schaden anrichte, gute Dinge tue, mich auf mein Kram konzentriere und wenn das jeder macht, mein Gott, dann wäre doch super so. Und ich überhaupt nicht darauf ausgerichtet, 3000 Leuten im Kontakt zu sein. Also, meine, kennst du deine 11.000 Follower? Bianca-Maria Klein: Natürlich nicht. Und ich glaube, da muss ich genau nochmal rein. Das ist ja so, wir wissen das doch alle. Also wir wissen jetzt nicht, dass es dann wahr ist, aber du brauchst dir nur zu erklären, kannst du, du kannst nicht mit 11.000 Leuten in Kontakt sein. So und was du gerade beschreibst ist, wir wissen alle und ich beziehe es jetzt auch nochmal auf meine eigenen Kunden, wie anstrengend das ist. Also diese Überforderung von diesen Medien. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, ja, ganz genau. Bianca-Maria Klein: Ja, also das heißt, wenn ich zum Beispiel mit Kunden da sitze, das sind Führungskräfte teilweise, die wahnsinnig überfordert sind, Workload hoch haben, die wie die Zitronen teilweise ausgepresst sind, die unten ein Thema haben, sonst wären sie nicht im Coaching und mir beschreiben, wie so ihr Alltag abläuft. Das fängt ja auch schon fast in dem eigenen digitalen Konzept der Firma an, dass ein Meeting nach dem anderen ist und so weiter. Und dann beschreiben die mir manchmal, wie sie dann trotz alledem zwischendurch dann auch noch irgendwie im Feed sind und Nachrichten gucken. Hatt ich gerade vor ein paar Tagen eine Kundin, dann so sagte, und das tut mir so, also das irritiert mich dann so, ich sitze in meiner Arbeit und bearbeite irgendeine Tabelle und dann höre ich wieder irgendwie, was im Iran los ist oder in Afghanistan oder in der Ukraine. Also jetzt, wenn wir von den Kriegen so sprechen, ja. Und dann kommt irgendwie eigene Politik, ja, und so. Das heißt also dieses, was dann mal erzählt, wir kriegen ja so viel Input, dass unser Gehirn das gar nicht auffassen kann. Aber wir können es ja auch nicht ausblenden. Also es macht emotional was mit uns. Also das heißt, wir wissen alles, es ist anstrengend, wir wissen alles, es überfordert uns. Wir sitzen schon in einem Coaching und analysieren, wie krass das alles gerade mit uns macht, was es mit uns macht. Und wir hören trotzdem nicht auf. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, genau, genau. da kommen wir wieder zum Anfang. Wir hören trotzdem, also weil das System schützt das System. Also A, es ist so designt. meine, bei den ganzen Tech-Unternehmen, bei den ganzen Plattformen, ich meine, da sitzt eine Horde an... Tech Bros Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen, Psychologen, Psychologinnen, dafür angestellt sind oder die dafür da sind, das System und den Algorithmus und alles genau so zu designen, dass wir möglichst lange drin bleiben und dass wir immer wieder kommen. es ist genauso wie die Zigarette so designt ist, dass sie maximal süchtig macht. Ist dasselbe. Das ist erst mal so wichtig zu verstehen. Also und auch zuzugeben, wahrzunehmend zu sein. Ja, weil niemand möchte sagen, ich bin Social Media süchtig. Nein, das sagt natürlich niemand. So, aber es kommt am Ende eben doch zu erkennen, fuck, ich sitze, und wenn es einfach ist zu erkennen, ich sitze hier einem System auf, das mich von vorne bis hinten verarscht. Mir aber genau mit diesen Ausreden, ich brauch's für mein Business, bleib nur wegen der Inspiration, ich vernetz mich doch nur, aber ich muss doch sichtbar sein, ich verliere den Anschluss, ich brauch's zur Entspannung, bla bla bla, bla bla bla. Also das sind ja dann auch noch diese Mythen, die dann noch on top kommen, die uns eben auch mal von der anderen Seite drin gefangen halten, weil es machen ja irgendwie alle und es ist doch wichtig und so weiter. deswegen nehme ich das ja auch dann wirklich so gnadenlos mit viel Humor da aber auch in meinem Buch auseinander, dass wir das verstehen. Also das wirklich, dass man sagt, fuck, ich muss da raus. Ich will da raus, zu sagen, krasser Scheiß. Ich will da raus, ich will da nicht mehr mitmachen. Und das ist genau das, also endlich sich einzugestehen. Weil meine, kennst du auch aus Veränderungsprozessen. Veränderungen beginnen dann, wenn wir uns endlich eingestehen. was wirklich, wenn wir wirklich hingucken, deswegen habe ich es glaube ich am Anfang auch von dem einen Kapitel auch sehr plakativ so, wir müssen jetzt schauen in den Abgrund, wir fressen jetzt den Frosch, wir reißen jetzt die Wunder auf, also wo ich dann auch so geschrieben habe, so ja ein bisschen viel Pathos, ja aber diesen Pathos brauchen wir, weil drunter machen wir es ja nicht mehr und das ist das eine und das andere und das ist mir auch noch ganz, ganz, ganz, ganz wichtig, weil diese Entscheidung, das zu verlassen, rauszugehen, Bianca-Maria Klein: Ja. Henriette Hochstein-Frädrich: denken immer noch, ist ein Verzicht. ⁓ mein Gott, ich verzichte auf die Zigarette, die mir Krebs schenkt und die mich stinken lässt und die mir jedes Mal 10 Euro aus der Kippe steht. Man sich denkt so, wuchauf bitte. Also diese positive Seite, du gewinnst so viel, du gewinnst Zeit, du gewinnst Kreativität, du gewinnst Glück, du gewinnst Zufriedenheit, du gewinnst echte Begegnung, du kannst wieder schlafen, du gewinnst Ruhe. Du wünschst Freihalt von diesem ständigen Vergleich. Du bist kreativer, bist produktiver. Du gewinnst einfach alles, was wichtig ist für dich und dein Leben, wenn du aus Social Media rausgehst. Und das ist mir natürlich dann auch der letzte große Part in dem Buch, was mir so wichtig ist dann, nicht nur auf der einen Seite das Licht auszuschalten, sondern auf der Seite dann auch das Licht ganz, ganz, ganz, ganz stark anzuschalten. Und guck mal. Deswegen sage ich auch immer, wenn ich die Winke von der anderen Seite zu, ist es so schön auf dieser Seite und ich verpasse nichts im Gegenteil. Bianca-Maria Klein: Weißt du, was mir gerade kommt? Noch mal in Bezug zur Erwartung. Das ist gerade so spannend. Wenn wir sagen, wir verzichten ja nicht, dann ist es auch nicht so, dass Leute das erwarten. Bei mir kam gerade der eigene Gedanke, aber warten eigentlich Leute darauf, dass ich auf Social Media bin? Und ich bin 100 % sicher, Antwort ist nein. Sie konsumieren es, weil ich es bespiele, aber kein Mensch hat mich Henriette Hochstein-Frädrich: Nein, das ist ja... Bianca-Maria Klein: Also klar, man wird gefragt, so bist du auf Social Media. Aber wenn ich nein sagen würde, findet man ja einen anderen Weg, Kontakt zu treten. Und witzigerweise bei mir persönlich ist immer so, ich sag dann immer noch dazu, ja, aber auf Social Media bin ich nicht so aktiv. Weil ich ja fast so denke, ja, ich hab da nur 600 Follower. nicht denken, bin, weißt du, da ist ja sofort so eine blöde Rechtfertigung. Henriette Hochstein-Frädrich: Absolut. Bianca-Maria Klein: Aber du hast natürlich völlig recht. ich sagen würde, ich bin ja auf Social Media, dann kommen die auf meine Webseite oder dann fragen sie mich nach meiner Telefonnummer oder nach meiner E-Mail-Adresse. es ist nicht nur nicht ein Verzicht, sondern es wird noch nicht mal erwartet. Henriette Hochstein-Frädrich: Absolut und das ist natürlich auch etwas, ja völlig bekloppt ist so von unserer eigenen Selbstwahrnehmung. Das muss man natürlich auch erstmal erkennen, dass wir ja auch, also jeder von uns lebt in seinem eigenen kleinen Universum. Und dieses Universum ist natürlich für uns das Wichtigste auf der Welt. Aber wir vergessen halt gerne, dass jeder andere auch in seinem eigenen kleinen Universum lebt und für den sein eigenes kleines Universum das Wichtigste auf der Welt ist. Und es ist einfach erstaunlich, wie wenig wichtig die Universen nebenan für uns sind. heißt jeder ist, ich nenne es jetzt mal plakativ, mit seinem eigenen Scheiß beschäftigt. Und niemand auf der Welt, das muss man sich dann auch erstmal klar werden, hat darauf gewartet, dass ich, Henriette Hochstein-Friedrich, Montagmorgen eine Ankündigung auf Social Media mache, wie ich meine Woche gestalte, dass ich Sport gemacht habe, dass ich mit den Hunden draußen war, wie süß mein Kind ist und überhaupt und dass ich gerade in Südfrankreich bin. Niemand. Und wenn ich es posten würde, würden sowieso, glaube ich, 90 Prozent denken, äh, die nervt. Bianca-Maria Klein: Naja, oder sie sagen auch, man ist die Toll und ich bin es nicht. Ja, also es ist nichts. Es ist der Mehrwert davon ist extremst oder wahrscheinlich gleich null. So und deswegen, aber das ist ja ein wichtiger Punkt, dieses so, wir sitzen alle in unseren Universen, wollen unser Universum präsentieren, wissen aber eigentlich ist jeder mit seinem eigenen Universum beschäftigt. also und mir kommt jetzt auch nochmal, weil das ist wirklich für mich ein total wichtiges Gespräch auch zu sagen. Henriette Hochstein-Frädrich: oder noch nicht mal das, sondern es ist doch wirklich so. Genau. Bianca-Maria Klein: Wir leisten ja eigentlich einen guten Beitrag zu unserer Gesellschaft, wenn wir vorangehen und sagen, ich bin da nicht mehr. Es tut mir nicht gut und es tut dir auch nicht gut, wenn ich da drauf bin. Henriette Hochstein-Frädrich: Absolut und ich glaube, Ja, also ich meine, ich halte es jetzt mal witzigerweise, weil ich gerade mit meinem Mann, lieben ja die Känguru-Stories von Marc-Uwe Kling und er hat ja ganz aktuell auch die Känguru-Rebellion rausgebracht. Großartig. Es ist großartig. Also wir haben Lachflashes ohne Ende und es ist so smart und es ist so gut und so. da gibt es dieses, ich rebelliere gegen die Zustände. Sie starten eine Rebellion und das ist, ja genau, und das ist auch das, worauf ich dann zum Schluss dann auch nochmal, also es geht ja nicht nur ⁓ den individuellen Faktor, Bianca-Maria Klein: Das kenne ich gar nicht. Henriette Hochstein-Frädrich: dass es jedem von uns besser geht und der glücklicher, zufriedener, erfüllte an seinem Leben ist, sondern wirklich es wäre auch eine absolut notwendige Medizin für unsere Welt. Weil wenn wir da rausgehen, ist ja eine Medizin auch nicht immer ständig etwas zu machen, sondern etwas nicht zu machen, nicht mehr zu machen, was uns schadet. Bianca-Maria Klein: Jaja und präventiv eigentlich daran zu gehen. Henriette Hochstein-Frädrich: Genau, und da verliert das dann natürlich immer mehr seine Bedeutung, weil wenn immer mehr Leute rausgehen, dann verlieren die die Plattform ihre Macht. Weil das ist eben auch etwas, es werden ja überall Verbote diskutiert. Verbote bringen am Ende gar nichts. Und es ist halt auch so absurd, dass wir es immer auf die Teenies und auf die Kids schieben. Aber weißt du was? Wir sitzen doch selber so, nimm du mal dein Handy und wir sind beim Frühstück da beim Abendessen. Wir haben dieses Scheißding permanent in der Hand. Also wir sind quasi die Junkie Eltern, die ihre Kids selber zu Junkies gemacht haben und sagen jetzt aber ohne dass wir bereits den Scheiß zu lassen Bianca-Maria Klein: Da wollte ich gerade darauf eingehen. Genau. Henriette Hochstein-Frädrich: komplett zu lassen. Ja, aber da brauchen wir ja Regelungen. Das ist so verlogen und das ist völlig, völlig falscher Ansatz. Das bringt überhaupt nichts. Das bringt uns darüber zu sprechen und das natürlich diese Awareness dafür zu haben, ganz klar. Bianca-Maria Klein: Aber glaubst du, dass der Ansatz Genau, dafür habe ich nämlich das einzige, was ich gedacht habe, okay, dann ist trotzdem ein Awareness, dass ist nichts, das ist was nichts Gutes. Das finde ich ja schon mal gut. Ich bin auch nicht für Verbote, weil ich bin nach 100 Prozent deiner Meinung. Aber ich denke mir ja wenigstens, dass es diskutiert wird, so wie damals diskutiert wurde, zeigen wir Zigarettenwerbung noch in den Kinos, dass man sich deutlich macht, das ist ja nichts Gutes. Aber ich bin völlig bei dir. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Bianca-Maria Klein: Also das ist ja so ein, also ich mich drüber aufregen dieses, wir halten unsere Handys in Hand, machen es selber die ganze Zeit und verbieten es unseren Kindern. Henriette Hochstein-Frädrich: Also nicht Also nichts ist machtvoller als der radikale Exit. Also wir stellen mal vor, wir würden alle rausgehen, dann würde doch von heute auf morgen, wie so Marke Sackersberg, Marke Sackersberg am Arsch. Und alles was daran hängt und... Bianca-Maria Klein: Ja, das System zusammenbrechen, Henriette Hochstein-Frädrich: Influencer, Influencerinnen, irgendwelche Fake News und diese Gesellschaft entzweien. Das Problem wären von heute an sehr viele Probleme, wären von heute auf morgen gelöst, wenn wir da zu sehr großen Teilen rausgehen, radikal rausgehen. Und deswegen wäre das also eine Rebellion und Revolution dadurch etwas zu gehen, zu gehen, einfach etwas einem drücken. Wir müssten noch nicht mal kämpfen oder irgendwas, sondern wir brauchen einfach nur bähm, löschen, zack, raus. Bianca-Maria Klein: Ja, jetzt wenn wir nicht Bäm sind, ich versuche hier immer nochmal, du merkst ja, ich versuche da immer ein bisschen dich auch zu so, das sind ja typische Argumente, die ich bringe, die du wahrscheinlich ständig hörst. Ich versuche gerade mehr zu überlegen und ich hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit Dirk Dievenbach, das ist eine andere Podcast-Folge, wo es ⁓ Abnehmen geht und wir sagen ja, dieses Radikale, so von heute auf morgen isst du halt jetzt keine Süßigkeiten mehr und so, das funktioniert ja nicht. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Hm? Bianca-Maria Klein: So, bei Social Media ist es ja irgendwie, weil es ja auch eine Sucht ist, könnte man jetzt auch sagen, okay, was tun wir, wenn du raus willst, aber es nicht sofort radikal bähm schafft? Und da ist ja mein Ansatz immer wirklich diese Fragen zu stellen, was hält mich ab? Was ist für eine Angst dahinter, wenn ich aussteigen würde? Ich bin mir sicher, durch das Gespräch, was jetzt die Leute hören, sind ja genau diese Fragen getriggert. Warum bist du da noch drin? Warum ist das für dich keine Option? Was denkst du denn zu verlieren? Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Bianca-Maria Klein: Was meinst du zu verzichten? Aber ganz krass auf die emotionale Ebene zu gehen, zu gucken, was macht es mit dir? Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, ja, also das ist gut, dass du das auch nochmal ansprichst. wir zerlegen das, wir haben die Diagnose, wir verstehen das, was es macht, warum es doof ist. Wir nehmen die Ausreden auseinander. Ich glaube, passiert auch schon ganz, also bis dahin ist schon ganz, ganz, ganz viel passiert beim Leser und bei der Leserin. Und dann ist ja der dritte Teil, ja, sag ich mal, die Transformation der Exit, Ausstieg. Und natürlich ist das nicht so, dass ich da, ne, dann so, so, und jetzt löschen. Kannste machen, das ist zum Beispiel das, was ich, komm, also ich werde weniger von heute fort, weil irgendwann, Dezember, ich ich, also, hm, hab ich ja, hab Bianca-Maria Klein: Ich erinnere mich, ja, ja, du warst einfach nicht mehr da. Henriette Hochstein-Frädrich: Ich Haarpfbekehrtgelegenheit, ich bin dann mal weg, sondern doch, ich bin dann mal weg, bin dann mal raus. Einfach so, geht. Wunderbar. Also es ist ja genauso. Es gibt die Raucher, von heute auf morgen aufhören und alles ist easy. Dann gibt es die Raucher, tatsächlich dann zum Beispiel so Buch lesen oder so ein Seminar machen. Nicht Raucher in 5 Stunden. Und im Prinzip habe ich es auch tatsächlich so bisschen in Anlehnung mit einem Augenzwinkern darin auch aufgebaut. Der große Entzug 5 Stunden, 5 Schritte. Also dass wir das auch wirklich nochmal untersuchen. Also dass ich sage, Stunde das mentale Fundament legen auch nochmal. Also wirklich genau diese Frage, die du gestellt hast, warum mache ich es eigentlich wozu, was erwarte ich, was kommt eigentlich wirklich zurück. Also uns wirklich darüber bewusst zu sein, bewusst zu werden, was mache ich denn, also warum, wieso, weshalb. Und das wird glaube ich schon sehr sehr sehr viel auch beleuchten und klar machen, wenn noch zusätzlich zu den Dingen, die bis dahin dann schon klar sind. Klar kommt dann natürlich irgendwann die Entscheidung. So ein Ding kann man natürlich auch wunderbar zelebrieren. Für jeden, der sagt, ich kann mich davon nicht trennen. So, das ist der Befreiungsmoment, Bianca-Maria Klein: Das wollte ich gerade sagen. hab gerade die Seite aufgeteilt. Henriette Hochstein-Frädrich: Das ist wie bei LK, bei den Nichtraucherseminaren macht man es ja auch, dass man dann, nachdem man dann schon wirklich verstanden hat, dass es scheiße ist und wo alle eigentlich überhaupt keinen Bock mehr drauf haben, ist es verpflichtend, dass du noch eine letzte Zigarette raust, wo alles schon so... Und da geht es dann so ein bisschen darum, dann geht es natürlich auch darum, auch mal zu gucken, da habe ich auch eingebaut, so dein letzter Tag Life Scroll Protocol, also beurteilen, das kann auch mehrere Tage sein, also mach mal ein Tagebuch oder Schreib mal auf, in welchem Moment scrollst du? Was siehst du? Warum scrollst du gerade? Ist es eine Ablenkung? Ist es irgendwie Erschöpfung? es, ich weiß nicht, aus welchen Gründen? Ist dir gerade langweilig? Bist du gerade wütend oder irgendwas? Warum und auch was löst das in dir aus? Also wirklich mal so, okay, ich sehe jetzt hier das, was macht das mit mir? Ich sehe jetzt das, ich sehe die Story von der Bianca und erfüllt mich das jetzt mit Glück. Also bei dir natürlich, Bianca. Aber ich sehe das, was macht das? Also, ich darüber bewusst zu werden. Und dann kommt natürlich dann irgendwann der Cut und da habe ich natürlich in dem Buch auch viele Sachen, okay, das kannst du machen, das kannst du machen. Ich habe auch eine Rückfallprävention, weil was passiert, wenn ich dann doch, wenn dann ihr Auto macht, also nicht, mach dann doch. Was passiert dann, mein Gott, fängst du halt wieder? Bianca-Maria Klein: Natürlich. Henriette Hochstein-Frädrich: Lässt es halt morgen wieder sein. Dann gucken wir uns auch an. Wie geht es dir die erste Stunde danach? Der erste Tag danach? Die erste Woche danach? Der erste Monat danach? Das erste halbe Jahr ohne. Also dann auch wirklich zu gucken, was kommt da eigentlich auf dich zu? Was passiert da? Und ja, nehme ich natürlich auch dann auch alle an die Hand zu sagen, das und das wird dir passen. Das könnte dir passieren. So könnte es dir gehen. Und aber auch dann gleichzeitig auch Das hilft dir, wenn du wieder das Verlangen spürst, dann könntest du das und das machen. Also klassischer Entzug. Also was machst du, wenn die kleine Stimme doch ruft? Bianca-Maria Klein: Ja, ja, total. Henriette Hochstein-Frädrich: Mich nehme ich auch auseinander. Ich habe es so genannt, der wunderschöne Zwischenraum, weil bis wir dann wirklich den Entzug durch haben, dann klar, am Anfang ist vielleicht so eine Leere. Aber am Ende ist es nichts mehr als eine Lehre und Lehre ist schön, weil Lehre können wir auf einmal füllen mit Dingen, die wirklich wichtig sind. Dann plötzlich Zeit für Dinge, wir Sport machen, mit dem Hund rausgehen, unsere eigenen Projekte, endlich mal das Buch anfangen zu schreiben, was wir schon immer schreiben wollten. all diese Lehre, Lehre ist so negativ, es entsteht Raum. Bianca-Maria Klein: Es ist Ruhe. Ich stelle mir das so als Ruhe im Kopf vor, weil ich habe ja immer diese Bilder dann im Kopf. für mich ist es so manchmal dieses abends entspannt, nochmal kurz vor dem Schlafengehen völlig absurd. Ich weiß genau, wie schlecht es ist. Null, null. Ich nehme dann diese Stimmen. Ich nehme diese Stimmen mit und vor allem diese Bilder nehme ich ja mit. Henriette Hochstein-Frädrich: Das widerlege ich, ist kein Entspannen, Ja. Bianca-Maria Klein: Ja, also das ist ja das, das ist wie so früher zappen im Fernsehen noch, damit man nicht vom Sofa hochkommt. Ich hatte kein Fernseher, deswegen, aber so stell ich mir das vor, so dieses immer zappen und immer noch mal weiter. Und das ist ja bei Social Media noch viel schlimmer, weil es ist ja nicht, es ist ja nonstop. Du kannst ja, also wenn du nicht aktiv das weglegst, hört es ja nie auf. Und das, dieses ins Bett zu gehen mit diesen Bildern und eine Sache, die ich auch noch so wichtig finde, diese Algorithmen. die mit uns was machen. Das ist ja nicht nur, ich bin Kunstbegeistert und mir werden nur die Kunstsachen durchgespielt, sondern dazwischen kommen, ob ich's will oder nicht. Bilder aus dem Krieg von irgendwelchen Nachrichtensendungen, ob ich die nun abonniert hab oder nicht. Dann kommt wieder irgendwas Lustiges, wo ich denke, witzig, das ist ja gut, und dann mach ich ja weiter. Und dann kommt wieder was Emotionales. Und dieses Emotionale speicher ich mir dann, das ist ein toller Spruch, schickste nach Freundin. Und dann kommt wieder irgendwas zur Kunst, ach guck mal, toll. Also ich will das nur noch mal bestätigen, was du sagst, das ist so psychologisch, so manipulativ aufgebaut, dass wir selbst, wir bevor wir ins Bett gehen, sind wir eigentlich schon geschädigt ins Bett gegangen. Und ich merke das bei mir, das ist so, ich muss dann immer so, alter krass, was war das denn jetzt wieder? Und dann will ich so das wieder so aus meinem Kopf löschen und dann höre ich mir vielleicht eine Meditationsmusik an. Aber wie absurd ist das? Henriette Hochstein-Frädrich: Es ist, es ist, es es ist, es es ist, ja! Ja. Mh. Bianca-Maria Klein: Also dass ich das mache, ⁓ eigentlich meinen eigenen Handlung wieder so zu reinigen. Das heißt also, was ich glaube, und das hilft mir auch gerade mit dir darüber zu sprechen, diese Ruhe, die dann entstehen kann. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Und das ist natürlich etwas, auch das haben wir verlernt. Ich kann sich erinnern, wir, Bianca, wir zwei, wir sind so alt. Wir hatten eine Kindheit ohne Handy und hatten wir nicht wunderschöne Momente mit Langeweile. Und wir brauchen diese Langeweile. Und auch unser Gehirn braucht diesen Leerlauf und dass man nichts ist. Wir müssen auch mal leer werden, wir neue Dinge... Das ist auch so wichtig. Wenn wir aus Social Media rausgehen, fangen wir auch plötzlich an, dass Dinge wieder aus uns selbst heraus entstehen. Dass plötzlich Ideen... oder plötzlich so Samen, sprießt irgendwas in uns. Wir hören unsere eigene Stimme wieder und auch diese und selbst wenn wir einfach mal nichts hören. Ich merke das zum Beispiel total. ich bin früher auch ständig Input und Podcast und ich muss ja lernen und ich brauche ganz viel und so. Ich bin im Moment richtig, wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe, früher immer mit Podcast oder irgendwas auf den Ohren. Ich kann es im Moment gar nicht mehr. Also es ist wirklich... Ich will keine, also diese Input, hör mal auf mit Input. ich will nicht mehr. Es ist nicht so, ich lese, ich lese Bücher, das ist alles viel, weniger geworden, weil ich merke, kann aus mir selbst heraus paradoxerweise viel mehr, wenn viel weniger umreinkommt. Bianca-Maria Klein: Ja, genau. Ja, natürlich, natürlich. Und ich glaube nochmal und ich muss ein bisschen auf die Uhr blicken, weil wir könnten wahrscheinlich jetzt hier noch weiter drei Stunden reden. Ein ganz entscheidender Satz von dir ist wirklich, wenn man damit aufhört, ist ganz viel in uns, was herauskommen darf mit der Zeit und der Ruhe, die wir gewinnen. Dann dieses, ich glaube, das wird dazu führen, dieses, neue cool ist, Social Media nicht mehr zu benutzen. Und für mich ganz wichtiger Punkt ist, Wenn du es brauchst, die Informationen, aus irgendeinem Grund gibt es Alternativen, die zu dem gleichen Ergebnis führen. kannst also, nenn nochmal, Nachrichten und ich will überhaupt kein Nachrichten-Bashing machen. Also das sind, wie du sagst, das sind Journalisten, die da natürlich recherchiert haben. Es kommt darauf an, welche Nachrichten. Du kannst ja auf verschiedene Kanäle angucken. kannst, YouTube oder im Internet gibt es auch genug Informationen, wenn du das unbedingt brauchst. Das muss nicht Social Media sein. Henriette Hochstein-Frädrich: Absolut! Bianca-Maria Klein: Und mein Plädoyer ist, geht verdammt nochmal aus dem Haus raus und geht zu Veranstaltungen, wo ihr Leute trefft, die euch inspirieren. Ja, also gerade so Musikleute oder Kunstleute. Für mich ist es so ein trauriges Bild. Wir sitzen in unseren vier Wänden, alleine teilweise, lassen uns von anderen Menschen inspirieren, die aber selber viel mehr davon hätten, wenn wir zu ihren Veranstaltungen, zu ihren Museen, Galerien. und sonst was gehen würden, wenn es ⁓ Inspiration geht oder aber halt auf Veranstaltungen, wo wir Menschen live treffen und viel schneller entscheiden können, das geht mir jedenfalls immer so, mag ich die oder mag ich die nicht? Weil wenn ich denen begegne, mag ich die vielleicht viel lieber, als wenn ich ihren Feed angucken würde, wo ich mich fremd schäme und sage, ⁓ Gott, das ist total peinlich, aber in Persona sind die total nett. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Bianca-Maria Klein: Diese Alternativen sind ja da. Und ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die das jetzt hier hören, ungefähr unsere Altersgruppe sind. Und ich glaube, ist eine... Deswegen war mir das so wichtig, mit dir zu sprechen und auch dieses Buch wirklich hier nochmal in die Kamera zu halten und zu sagen, weil das ist ja auch unsere Verantwortung. Deswegen finde ich das so gut, dass du das geschrieben hast und auch den Mut hast, zu sagen, hier, wichtiges Thema und dieses... Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Jenga. Ja. Bianca-Maria Klein: Die Verantwortung, die wir in unserer Altersgruppe haben, weil wir wissen, wie es ist ohne, stundenlang im Wald gespielt, da war halt zu Hause nicht das Handy, was gewartet hat. Und dann zu sagen, okay, und wir leben es vor. Also da bist du ja wirklich ein Vorbild für andere, nicht nur, weil du es geschrieben hast, sondern weil du es auch wirklich lebst. Also wer Henriette Friedrich in Social Media sucht, findet maximal alte Sachen oder halt auf einer Webseite oder das Buch. Nochmal das finde ich so wichtig zu sagen. Wir haben eine Verantwortung, damit anders umzugehen. Nicht nur für die Kinder, sondern für unsere gesamte Gesellschaft. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Und es ist ja dann auch wie gesagt auch die ganze Unternehmenswelt. Natürlich ist die im Moment auch alles noch sehr, Produkte, Dienstleistungen, alles wird auf Social Media vermarktet. Unternehmen haben eigene Social Media Abteilungen und so weiter. Wo ich mir denke, mein Gott, meine klar Marketing ist wichtig, gar keine Frage. Aber ich glaube auch das wird sich verändern und das habe ich auch im Buch. Also auch Beispiele unter Unternehmen und Social Media, Menschen und erfolgreiche Menschen und Social Media. Also ja, es geht. Bianca-Maria Klein: Ja, die gibt es. Henriette Hochstein-Frädrich: finde es auch ganz spannend, vielleicht noch so ein kleiner Einblick zum Abschluss. Das Buch habe ich ja im Eigenverlag rausgebracht. Weil Hintergrund ist zum einen, ich habe es natürlich Verlagen angeboten. Das Feedback, was ich bekommen habe, ja die erste Frage, ging, das ist halt auch so, das das Absurde am Verlagsbusiness generell, dass wir Reichweite verwechseln mit Inhalt und Relevanz. Da war natürlich die erste Frage, wie sollen wir denn ein Buch vermarkten, wenn du nicht auf Social Media bist? Also es geht im ersten Linie immer erst mal ums Vermarkten und ich freue mich auch einfach auf eine Zeit, wo Inhalt und Relevanz nicht mehr gekoppelt ist, automatisch mit Reichen. Wo wir auch wissen, dass sie gekauft werden kann und fragwürdig ist und so weiter. Und das war natürlich auch so krass. Und das zweite war, wenn dann mal jemand interessiert war, dann hieß es, ja, das kommt dann aber frühestens erst in zwei Jahren, weil wir so einen langen Vorlauf haben. Wo ich mir dann auch dachte, ey Leute, das Thema ist gerade. Also überall wabert, überall wird Social Media kritisiert, auf allen Ebenen, von allen Perspektiven. Dieses Thema ist jetzt Thema. Ich kann jetzt nicht noch zwei Jahre warten. Bianca-Maria Klein: Wahnsinn, ist ja schon, das zeigt ja schon die Absurdität. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja, genau. Aber in erster Linie war oder ist wirklich die Angst, wir kriegen das nicht verkauft. Also auch da wieder, da steht der Verkauf vor dem Inhalt. Und ganz ehrlich, Bianca, natürlich ist das für mich eine Herausforderung jetzt, ein Buch zu vermarkten ohne Social Media. Aber gleichzeitig, aber gleichzeitig weiß ich aber auch ganz ehrlich, hätte ich jetzt noch meinen Social Media Kanal mit meinen, was hatte ich früher, Publigen 4.000 Followern. Bianca-Maria Klein: Das wäre meine letzte Frage gewesen. Henriette Hochstein-Frädrich: das einmal gepostet, dann hätten vielleicht ob 10 geliked, einer hätte es gekauft und jetzt würde ich vielleicht immer mal wieder irgendwas daraus irgendwie posten und alle wären mittlerweile nur noch irgendwie genervt. Außerdem würde Instagram oder das überhaupt nicht ausspielen, weil es ist ja was Relevantes, das ist ja Inhalt. Dann kritisiert es auch noch das System wahrscheinlich, wenn es nicht funktioniert. hätte ⁓ nicht funktioniert. Also auch da glaube ich, Ende denke ich, ⁓ wäre es jetzt besser gewesen? Nee, ich glaube am Ende, nee, überhaupt nicht. Also deswegen konzentriere ich mich natürlich bei der Vermarktung auf andere Dinge. Ich mache viele Blogbeiträge im Moment zu dem Thema. Natürlich kontaktiere ich Redaktionen und natürlich versuche ich das auch auf anderen Wegen so viel wie Bianca-Maria Klein: Die hätten dich gleich rausgekickt. Henriette Hochstein-Frädrich: möglich an den Mann und an die Frau zu bringen und dafür Leser zu finden. Ich werde es auch in verschiedenen Sprachen veröffentlichen, dass es auch in verschiedenen Ländern erscheint. Ich da ganz gespannt und vielleicht trete ich ja da auch tatsächlich eine, kann dazu mit beitragen, kleine, große Revolution zu starten. Quit the feed, macht alle mehr. Bianca-Maria Klein: Quit the feed, quit the feed. Ja, und ich hab auch gerade überlegt, ja klar, mein selbst der Podcast hier, ne, lebt nicht davon, dass ich das auf Instagram poste. Ja, vielleicht ein bisschen linkend, ich weiß es gar nicht so genau, aber viele, weil sie mich kennen irgendwie, also das ist so ein interessantes Phänomen, ja, also dieses quit the feed, ich, ich spür gerade in mir die Revolution startet, ich werd das auch machen, ja, also, ähm, wirklich. Henriette Hochstein-Frädrich: Ja. Bianca-Maria Klein: Also ich muss es hier nochmal in die Kamera halten und ich katte jetzt meine anderen Fragen, weil ich glaube, was du eben erzählt hast, wie absurd es ist, dass du das im Eigenverlag machst, mutig bist, das Thema angehst, wirkliche Verantwortung übernimmst für ein extrem gesellschaftlich relevantes Thema. deswegen Leute, guckt euch das an, nicht nur angucken, sondern lest das Buch, weil es auch richtig gut zu lesen ist. Es macht Spaß zu lesen. Man hört deinen Style raus und Es passiert ja nichts, wenn man es liest und die Infos hat. Also im Sinne von, da passiert ja auch nichts Schlimmes, wenn man einfach das weiß und sich dann mal Gedanken machen kann. Ich glaube, der erste Schritt ist wirklich diese Selbstreflektion, sich zu fragen, was ja bei mir die ganze Zeit passiert, seitdem ich dich hier mit dem Thema oder wir uns über das Thema unterhalten haben. Was hält mich ab? Und das ist die entscheidende Frage. Finde ich so bisschen parallel, wenn ich in einer Beziehung bin, die mir nicht gut tut. Was hält mich ab eigentlich? aus der Beziehung auszusteigen. die Antwort ist meistens irgendeine Angst. Und Angst ist immer ein schlechter Berater und immer ein schlechter Grund. Henriette Hochstein-Frädrich: Parfait! Bianca-Maria Klein: Henriette, einfach nur mit Blick auf die Uhr. Ich werde hier das immer wieder betonen, wie wichtig das Thema ist, wie toll dein Buch ist und vor allem, wie wichtig deine Arbeit ist. mega lieben Dank, dass du hier warst und ich lass dir noch mal einen letzten Satz für dich. Magst du den Zuschauern noch irgendwas und Zuhörern vor allem noch was mitgeben? Außer auf deiner Webseite unbedingt zu gucken und zu... lesen, was du alles noch tolles machst. Weil wir haben jetzt über Speaker Matching gar nicht geredet. Das auch so eine geniale Idee von dir und über deine Keynotes und so. ja, nix. Henriette Hochstein-Frädrich: Nee, also das passt schon und das ist auch völlig richtig, Bianca. Also erstmal auch vielen Dank, dass du mir hier den Raum gegeben hast, über das Thema und über das Buch sprechen zu dürfen. glaube auch, ich konnte jetzt eine Stunde lang weiter sprechen, es gibt noch so viele Aspekte. Aber in der Tat müssen wir jetzt zum Ende kommen und ja, also ich kann einfach nur von der anderen Seite wirklich völlig glücklich erfüllt zuwinken und sagen Leute, kommt hier rüber, es ist gut hier. Und es gibt nichts zu befürchten, überhaupt nichts, gar nichts, im Gegenteil. Bianca-Maria Klein: Okay, ich springe, Henriette, ich springe. Mega, mega. Danke, danke für deine Zeit und wir bleiben ⁓ in Kontakt. nur kurz in den Show Notes werde ich deine Sachen verlinken, natürlich deine Plattform, also auch alle Speaker hier oder Unternehmen, die auf Veranstaltungen Leute suchen, unbedingt verlinke ich. Dann natürlich deine Webseite und Henriette Hochstein-Frädrich: Sehr gut. Bianca-Maria Klein: Die Infos zum Buch, wo man das auch bestellen kann. Also natürlich auf allen normalen Henriette Hochstein-Frädrich: kann man auch im Buchhandel bestellen. auch trotz Eigenverlag ganz normal kann man das auch in jedem Inzidenz. Bianca-Maria Klein: Ja, genau, genau. Aber auf jeden Fall, vor allem finde ich auch doch toll, wie du es aufbereitet hast, wenn man auf die Seite auch klickt, kriegt man ⁓ nochmal zusätzlich zum Buchen ein Infos. Also richtig gut. Vielen, vielen Dank, Henriette. Es war mir eine große Freude und Ehre, dass du hier warst. Henriette Hochstein-Frädrich: Danke Bianca, Dito, alles gesagt, alles sagt so schön. Danke Bianca. Bianca-Maria Klein: Alles bei dir. Danke dir. Tschüss.