Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Vom Bauernhof zum Unternehmer – Valentin Pfister über Edelvetica, Bodybuilding & Mindset
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von «Momentum». Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Und mein heutiger Gast, er ist ein absoluter Multi-Unternehmer. Und es ist ein bisschen eine Challenge, weil ich versuche gerade, einen über zwei Stunden Podcast zusammenzufassen. Weil wir haben über ganz, ganz viele Themen gesprochen.
- 0:21Siehe das. Bodybuilding. Natural Bodybuilding. Juiced Bodybuilding. Wir haben über Essen gesprochen. Wir haben über Unternehmertum gesprochen. Wir haben über seinen Brand Edelwetika gesprochen, den ich übrigens gerade angehört habe. Und... ultrabequemisch, also...
- 0:38Beziehen euch rein, was er hier auf die Beine gestellt hat mit einer riesigen Community. Er ist auf dem Bauernhof aufgewachsen, also hat er ganz viel Tierliebe in sich. Das sind alles Themen, die wir angesprochen haben und noch viel, viel mehr. Natürlich ist alles mit einem Timestamp in der Caption verlinkt. Also geh dort hin, wo es dich am meisten interessiert. Lass einen Like da, lass einen Kommentar. Schick dir eine Folge über den Weiteren, wo du das unbedingt erlösen kannst, weil da hat es über zwei Stunden Balte Energie in diesem Podcast.
- 1:05Alles Gute und an dieser Stelle, lieber Valentin, herzlich willkommen. Aber zuerst, du weisst es, Intro ab.
- 1:16Ich bin ein Bauernbub, also wohne auf einem Bauernhof, habe einen Bauernhof, habe eine Kleidermarke mit Schweizer Tradition. Ich habe die ersten Handel wahrscheinlich mit 11, 12 Jahren bewegt. Das war eine Frage, die ich mir so eigentlich nie gross überlegt habe. Ich hatte vom Trainingsaufwand Profi-Mentalität, aber im Kopf war ich es nicht. Also ich war nicht bereit, alleine zu gehen. Hast du nie den Drang gehabt, um auf die dunkle Seite des Bodybuilding zu wechseln?
- 1:42Ich finde es schön, wie du das beschreibst. «Hey, wann kommst du auf die dunkle Seite?» Nein, das ist nicht der Sinn der Sache. Dann sag doch wenigstens auf Stoff. Und Marco Fritsch war auch dort. «Hey, das Lieblis!» «Warte, es ist genau so ein Lieblis, wenn ich ab und zu brauche.» Du erwartest von mir, dass ich eine kurze Antwort geben möchte, wenn mir zu weit ist. Machen wir eine Aufzählung der fünf besten Länder für dich. Die Schweiz, Kanton Schweiz, Duken.
- 2:08Das ist deine Schnellfrage und nicht meine. Falls du es siehst, viel Spass und ich hoffe, du kannst zwei, drei Sachen mit rausnehmen.
- 2:21Valentin! Kevin, so geil, dass es geklappt hat. Nach langer Zeit. Nach langer Zeit. Du hast auch mega viel um die Ohren gehabt. Du hast auch ganz viele spannende Projekte gehabt in letzter Zeit. Ich habe ein bisschen im Intro erzählt, über was wir jetzt dann gleich alles reden werden. Wer du bist, was du machst. Aber für die, die noch nie den Namen Valentin Pfister gehört haben oder noch nie etwas von Edelwetiger gehört haben, wer bist du, was machst du? Weil du bist ein Multi-Unternehmen-Weltmeister.
- 2:51Wie ein Buch überschreibt? Ich bin da immer etwas vorsichtig mit dem Wort Unternehmer. Das ist für mich so... Kannst definieren, wie du willst. Ist jetzt noch schwierig so zu erklären, innerhalb kurzer Zeit für jemanden, der mich nicht kennt.
- 3:07Ich kann es mal so sagen, ich bin ein Bauernbub. Ich wohne auf einem Bauernhof, habe einen Bauernhof, habe eine Kleidermarke mit Schweizer Tradition, beziehungsweise mit Schweizer Traditionsmustern, die ich in die Zukunft bringen will. Dann war ich mal noch Fitnesstrainer, also hatte die Ausbildung als Fitnesstrainer. Dann doch noch Geschäftsführer von Edelwetika.
- 3:36Ja, wann hast du die Fitnessausbildung gemacht? Die habe ich, nachdem ich in Amerika war.
- 3:46Äh, was war das? Ich war gerade 20 und hatte dort den Fitnesstrainer. War das eine Online-Ausbildung? Nein, ich war bei den S.A.V.S. Bei den S.A.V.S.? Ja. Dort machte ich zuerst den Fitness-Instructor und danach noch Kurs für den Fitnesstrainer. Ja. Weil ich wollte mal Personal Trainer werden. Und dafür musst du danach nochmals eine Ausbildung für den Personal Trainer machen?
- 4:07Ja, müsstest du nochmal. Die hast du dann nicht mehr gemacht? Nein. Ich habe aber auch gemerkt, dass das schöne Sachen waren, die du gelernt hast. Aber ich sage jetzt mal, du lernst mehr, wenn du einfach machst. Ja. Zu dem Zeitpunkt, als ich die Trainerausbildung gemacht habe, hatte ich schon einen Bodybuilding-Wettkampf. Ich hatte schon ein Gym geleitet.
- 4:31Und dort habe ich natürlich wirklich gleich das Feingefühl bekommen. Also ich finde, ich fand es spannend. Ich konnte sehr viel mitnehmen, was ich schon gewusst habe, was nachher in der Schule erklärt wurde. Ich wusste, okay, dieses Szenario habe ich schon gehabt. Ich habe das und das so gelöst und so. Das war eigentlich nur ein Reminder. Aber es waren auch ein paar Sachen gut, also zusätzlich, dass man sieht, wie läuft das System halt ab. Dass es, wie soll ich sagen, kommerziell richtig läuft. Dass du Leute so betreust, dass
- 5:00Ein Gym kann auch wirtschaftlich funktionieren. Und nicht nur, dass du komplett tief in ein Personens-101-Coaching reingehst. Also, du hattest einen breiteren Einblick. Das spaltet ein bisschen.
- 5:17die Wirtschaftlichkeit eines Studios und die Zielorientierung eines Menschen, der etwas erreichen möchte in einem Fitness. Muss man dagegen arbeiten, dass es wirtschaftlicher ist für ein Studio? Das kommt natürlich ganz darauf an, wie das Studio ausgelegt ist, wie es aufgebaut ist. Es wäre völlig falsch, das pauschal zu behaupten, weil es sehr gute Studios gibt, die sehr gute Leute haben. Und ich sage jetzt auch immer,
- 5:45Du kannst dich unterscheiden. Mittlerweile hat sich das sehr gut getrennt. Ich sage jetzt mal, Leute, die fit bleiben wollen, gehen in ein anderes Studio als Leute, die pumpen wollen. Und dort hast du auch andere Ansprechpersonen. Es ist nicht total falsch, aber wir haben teilweise bei gewissen Ausbildungen schon gelernt, «Hey, sagst du dem Kunden, also dem Trainierenden, er soll diese Übungen machen?»
- 6:13Das Einsatztraining ist ja prädestiniert. So, hey, der soll da die Maschine einsatz machen, an die nächste, mit die nächste Person kann einer kommen. Das ist dann schon auch auf die Wirtschaft ausgelegt. In der Kontra. Ja, aber gleichzeitig muss ich sagen, wenn ein älterer Herr zum Fitbleiben einfach kommt, lieber macht er einfach das. 100%ig. Und einer schaut ihm ein bisschen zu, als wenn er gar nichts macht oder komplett alleine gelassen wird. Man muss es immer ein bisschen abwägen. Ich finde,
- 6:40komplett richtig zum Maximum rausholen ist es nicht, aber vielleicht passt das gerade für diese Person. Und das habe ich im Laufe der Jahre auch lernen müssen, dass das ich sage jetzt mal, wenn einer nicht den optimalsten Trainingsplan hat und er zieht ihn durch, kommt er immer noch weiter als einer, der gar nichts macht.
- 6:55sich den perfekten aufgeschrieben hat, das Zeug jahrelang studiert hat, aber nicht geht. Absolut. Ja, definitiv. Ich finde es übrigens mega schön, wie du alles so versuchst, sehr politisch korrekt auszudrücken. Weisst du, dass du sagst, hey, man kann das nicht pauschalisieren. Ich finde das schön, dass man nicht direkt irgendwie etwas bestens und schlecht macht, sondern dass man so ein bisschen, hast du vorher schon erwähnt im Vorgespräch, so ein bisschen die Vogelperspektive halten kann über gewisse Prozesse und Wirtschaftlichkeiten.
- 7:22Ja, das versuche ich immer. Das ist auch meine Art von Konfliktlösung. Ich versuche immer zu verstehen. Menschen machen ja meistens aus einem Grund, in den sie sich befinden. Oder aus etwas, das ihnen vorgeschrieben wird.
- 7:37Es gibt immer einen gewissen Grund. Ich finde es nicht korrekt, wenn man etwas pauschalisiert oder gegen etwas schiesst, weil irgendwo durch hat es seine Daseinsberechtigung. Ob es teilweise nur wegen Wirtschaftlichkeit ist oder gewisser Werte, die man vertritt. So Sachen versuche ich auch mal zu verstehen.
- 8:00Wann hast du das verstanden, dass man das eben nicht machen sollte? Dass man sich auch in andere Situationen hineinversetzen sollte und dass alles eigentlich da eine Rechtsberechtigung hat? Ist das nicht etwas, wo man sagt, hey, ich bin jetzt der Oberschreiber und ich habe das jetzt gelesen, aber jetzt mache ich es so. Das ist ein Prozess. Ja, man macht selber Fehler. Man reflektiert auch selber.
- 8:24Und das habe ich tatsächlich im Unternehmertum kennengelernt, als ich angefangen habe, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Das ist sehr spannend, wenn du Leute aufträgst und dann werden gewisse Sachen gemacht und dann regst du dich auf. Aber statt zusammenzuscheissen, fragst du dich zuerst,
- 8:39Warum? Weil es bringt ja nichts. Wenn du jetzt in die Plöge sagst, wenn ich zum Beispiel sage, ich kaufe mir ein neues MacBook und du bringst mir ein kleines in schwarz und ich sage, Kollege, wieso hast du es nicht in Silber gebracht? Du hast einfach gesagt, MacBook. Ich sage, klär doch das dann ab. Du musst einfach sagen, okay, er hat von mir die Infos gar nicht bekommen, um das zu machen, hat es aber jetzt da so und so gemacht. Dann suche ich den Fehler wieder bei mir. Ich muss sagen, ich hatte einen Wunsch,
- 9:07Ich konnte aber nicht klar definieren, was ich wollte. Ich dachte mir, der löst das für mich. Er kann es ja gar nicht so lösen, wie ich das will, weil ich es nicht klar kommuniziert habe. Bei solchen Sachen fängt es halt mal an. Das andere ist das Pauschalisieren. Menschen, ich meine das Gleiche wie Leute, die Extremsport machen. Ich habe Bodybuilding gemacht, bin auf die Bühne gegangen, habe mein komplettes, also ich habe Naturalbodybuilding gemacht, ich habe meinen kompletten Hormonhaushalt gestartet.
- 9:34Ich war fast bei null und die Leute fragten sich, wieso ich das mache. Man urteilt nicht, was das für ein Ego-Problem ist, wieso man Muskeln präsentieren muss. Das fand ich geil. Wenn Leute andere Dinge machen, muss das für sie irgendwo stimmen.
- 9:52Darum urteile ich das nicht pauschal, ob etwas richtig oder falsch ist oder gegen etwas schüsse. 100%ig, ja. Schön, ja. Eine sehr erwachsene und weise Herangehensart, um Dinge betrachten zu können. Das habe ich schon relativ früh gelernt. Vor allem merkst du, wenn da drinnen etwas nicht stimmt. Du siehst dann auch oft Leute an. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, ich habe mit 22 meine Firma gegründet, aber ich habe mit 20 schon ein Gym geleitet.
- 10:21Ja. Und ähm... Ja, ich habe mit 18 schon meine ersten eigenen Sachen versucht zu machen. Was war das? Also wir haben mit Fitnessfood mal angefangen und ich dachte dann auch, ich will mal richtig Personal Training gehen und so. Und eben mit 18 habe ich meinen ersten Wettkampf gemacht. Dort habe ich so viele Anfragen bekommen, «Hey, du hast das geschafft, kannst mich auch coachen?» Und ich habe gesagt, «Jungs, ich habe einen Wettkampf gemacht.» Ich bin dann nachher 19 geworden, im Verlauf der Diät.
- 10:49Ich dachte mir, ich weiss noch gar nichts vom Leben. Ich traue mich doch nicht dir vorzuschreiben, was du machen sollst, wenn ich selber... Und andere in meinem Alter waren schon die Insta-Fitnesscoaches. Und ich dachte mir, ich kann nicht mal dahinter stehen. Ich weiss ja selber nicht mal, was passiert. Mal schauen, was nach dem Wettkampf passiert. Ich weiss ja noch gar nichts. Wer hat dich damals geführt? Du bist mit 19 oder 18 am ersten Wettkampf, die erste Diät gemacht.
- 11:15Wie viel vorher hast du trainiert? Ich habe mit... ...also als Kind schon... ...eine Liebe für Muskelaufbau. Also trainieren. Das Problem war nicht mal Muskelaufbau, ich habe einfach gerne trainiert. Ich habe die ersten Handlungen wahrscheinlich mit 11, 12 Jahren bewegt. Mit... ...was war das? Ich habe am 23. Dezember
- 11:432009 hatte ich mein erstes Fitness-Abo gelöst. Donnerstag Nachmittag um 14 Uhr. Wieso weisst du das so genau? Ich habe gewisse Sachen, die vergesse ich nie. Wirklich? Ich weiss sogar noch, dass das Lied «Over the Rainbow» von dem Hamaner, das lief, als ich da reingelaufen bin. Nein. Ja.
- 12:02Okay, also am 09.23. hast du dein erstes Abo abgeschlossen. Warte, ich kontrolliere das nochmals. Am Mittwoch hatte ich das erste Gespräch und am Donnerstag, am Nachmittag, um 14 Uhr hatte ich mein erstes Einführungstraining. Jetzt sind es 15 Jahre, dass ich trainiere. Das war 2010. Das heisst, mit 19 bist du 95, oder?
- 12:32Ja, ich bin 95er. Okay. Crazy. Und dann mit 19 oder 18 der erste... Das war 2010. Also, 23 ist der Dezember 2010. Am Nachmittag um 14 Uhr habe ich mein Abo. Oder gerade 16... Ja, nachher im anderen Jahr.
- 12:53Crazy. Und dann, nach drei Jahren, oder nach zwei Jahren, hast du deinen ersten Weg gemacht? Ja, also nach zwei Jahren war ich 15,5 Jahre alt. Und drei Jahre später, mit 18,5, habe ich Rap gemacht. Und dort hat dich jemand geführt? Hast du jemanden gehabt, der dich begleitet hat?
- 13:13Ja, also es sind mehrere Leute da ins Spiel gekommen. Und eben dort hast du auch schon, weil du mich vorher gefragt hast, sachlich Sachen anzuschauen. Das habe ich dort schon gelernt, weil du kannst Realität nicht verdrehen. Also weisst du, ich sage jetzt mal, wenn du komplett ehrlich und sachlich zu dir selber bist. Ich habe dort mit 15 Jahren angefangen und ich wohne auf dem Bauernhof. Wir haben immer, bei uns hat es morgens, nachts, mittags, viertags gegeben. Und weisst du, viertags hat es teilweise, das Mami hat am Mittag,
- 13:39Gott hat Gordon Blue Spaghetti gemacht und dann hat es am Nachmittag um 4 Uhr, 5 Uhr, bevor mein Vater in den Stall ist, hat es das Gleiche nochmals gegeben. Und dann fertig gewesen, um 8 Uhr, halb 9 Uhr und dann hat es nochmals das Gleiche gegeben. Ich war als kleines Kind übergewichtig. Bist du so? Ja, ja. Meine Eltern sind übergewichtig.
- 13:59Ich war übergewichtig und am Anfang hat die Schule gesagt, vielleicht schwere Knochen, vielleicht gut bauen und so. Und dann habe ich mit Fitness angefangen. Ich habe gedacht, ich akzeptiere diese Aussage nicht, ich möchte es selber mal testen. Was ist da dran? Teilweise war es das Thema, ich möchte schon mit Ernährungsberater zusammenarbeiten. Und dann habe ich gedacht, ich möchte das zuerst selber mal für mich erleben, wie es so ist.
- 14:28Ich habe mit 15 Jahren im Fitness angefangen. Und dann war ich mit 16, 17, wenn ich das so schnell mache, 103 Kilo. Du bist recht gross. Damals warst du aber... Danke fürs Kompliment. Meine Kollegen nehmen mich immer hoch, weil sie sind grösser als ich. Ich bin 1,80 m. Das ist eine stattliche Grösse. Mit 103 Kilo, 17, 18...
- 14:56Ja, und dann war es auch so, dass von aussen alle Kollegen so voll der Fetzen, voll parat waren. Und dann war einer, der schon Natural Bodybuilding gemacht hat, der hat mich angeschaut und gesagt, «Ja, du bist schon schwer, aber du bist fit.» Und ich so, «Ah, okay.» «Dem höre ich jetzt mal die Neuer zu.» Ich meine, ich war dann nicht so, als würde jeder sagen, ich sei voll parat, voll Fetzen. Wirklich, ich meine, ich war der Schwerste, vor allem meine Kollegen rundherum. Und dann hat mir einer gesagt, «Hey, du bist einfach zu fit.» Und dann habe ich so, «Okay.»
- 15:26«Warum?» Da wollte ich wissen, warum sagst du das? Was ist deine Begründung? Eben so tiefer nach der Frage. Und nicht einfach sagen, «Ah, der ist sicher heifersüchtig.» Ich habe gesagt, «Warum sagst du mir das?» Da habe ich ihn angeschaut und gesehen, dass er wirklich sehr definiert war. Vollparade. «Ja, das ist fett.» «Ja, aber da ist sicher auch Muskeln drunter.» «Nein, das ist fett. Du willst mir eine gescheitere Richtung in die Ehe machen.»
- 15:46Da haben wir uns gefragt, ob wir einen Plan machen. Zeig mir, wie man eine Diät macht. Statt auf Konfrontationen. Ich sagte, du siehst so aus, also du weisst nicht, wovon du redest, weil du wirklich sehr definiert warst. Machen wir das mal. Dann haben wir einen Ernährungsplan gemacht. Da bin ich über den Winter richtig krass runtergekommen. Ah ja? Also wenn du 103 Kilo auf bist? Dann bin ich mal schneller runter. So 88 Kilo runter. Oder? Ja, ich denke 88, 90. Das weiss ich jetzt nicht mehr genau.
- 16:15Und danach hatte ein Coach, damals der Natural Bodybuilding Präsident, ein Seminar. Dann bin ich dem zugehört und es gab es bei uns im Fitness. Es war so eins nach dem anderen, es waren alles so Zufälle. Wo wolltest du aufwachsen? Duken, Kanton Schweiz.
- 16:31«Ober am Zürichsee» sage ich immer. Die Zürcher sagen «Ja, du meinst Thunachs?» Nein, nein, das ist «Ober am Zürichsee», sonst würde es nicht «Obersee» nicht «Ober» heissen. Nein, dann hatte ich ein Seminar und erzählte, dass Bodybuilding eigentlich schon mal geil wäre. Dann fragte ich mich so, «Hey, was ist so, wie schwer müsste man sein? Wie gut müsste man aussehen als Bodybuilder? Oder bis wann könnte man Junioren starten? Oder macht es überhaupt Sinn zu starten?» Dann schaut er mich so an.
- 16:58sagt so, ja, weisst du, es spielt eigentlich nicht so eine Rolle, die Erfahrung und so ist geil. Juniore war halt nur, glaube ich, was war Juniore? Bis 18? Oder war es bis 21? Ich weiss es nicht mehr genau. Nachher so, ja, was bist du denn? Ich so...
- 17:16«Wie alt bist denn du?» «Ich müsste schon noch etwas aufbauen.» «Wie alt bist denn du?» «17 Jahre.» Er hat mich so angeschaut. «Was?» «17 Jahre?» «Dein Ernst?» «Ja, wir reden nach der Show.» Alle, die im Seminar waren, haben mich so angeschaut. «Mir kennt jeder, wie ich trainiere.» Der Präsident des Verbandes hat mich so angeschaut. «Wir reden nachher noch.» «Was heisst das jetzt?» «Ich wusste nicht, wie gut ich parate.» «Du musst auf die Bühne.»
- 17:46«Ja okay, coach mich.» Ich habe mich nicht zu tief informiert. Ich habe einfach gesagt, «Okay, coach mich, wenn du mir das erzählst.» Ich bin so einer, wenn ich mit jemandem im Gespräch bin, «Okay, komm, machen wir das Zeug gleich zusammen.» Das hat mich im Geschäft weit gebracht, aber auch schon ein paar Mal zurückgerührt. Im Nachhinein würde ich es auch nicht mehr mit diesem Coach machen.
- 18:06Ich habe dann gemerkt, dass die Quantität und Qualität gute Erfahrungen gesammelt haben. Wie sollte man einen Athlet betreuen, wenn er das wünscht oder nicht. Die Diät ging relativ basic durch. Im Nachhinein muss ich sagen, Swiss hätte alles auf Google holen können. Aber ich bin halt einer, der lieber redet und vertraut dann an Leute.
- 18:28Dann habe ich das Zeug durchgezogen. Ich sah wirklich gut aus, bis eine Woche vor dem Wettkampf. Da wurden zwei, drei Anpassungen gemacht. Mit Entladen, Entwässern und dem ganzen Zeug. Salz und... Eben, es haben mir damals komischerweise gewisse Sachen gemacht, gewisse Sachen nicht gemacht. Ähm... Es war teilweise auch nicht immer erreichbar. Ich hatte keine Ahnung, es war mein erster Wettkampf. Und... Weisst du, so von Farbe einspritzen, Farbe auftragen, wie machst du das?
- 18:53Da hat er mir auch gesagt, Kreatin absetzen und so. Ja und wirklich, ich war dann auf der Bühne. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich bin sechs Monate vorher noch ins Casting gehen müssen, vor dem Wettkampf. Und dort haben mir sogar Athleten am Wettkampf gesagt, «Hey, ich habe dich dort gesehen, ich wäre fast nicht am Wettkampf.» Ich dachte, «Ja, dich habe ich eh keine Chance.» Ich war wirklich extrem geil parat. Ich sage jetzt mal, Top-3-Favorite. Jetzt im Nachhinein nach dem Wettkampf hätte ich sagen müssen, vor dem Wettkampf, wenn ich dort ausgesehen wäre, wäre ich so Top-3-Favorite gewesen.
- 19:23Aber die, die gewonnen haben, hatten keine Chance. Denn das waren damals Janis und Enis. Das waren sehr starke Athleten. Aber die letzte Woche vor dem Wettkampf sah es mir komplett aus wie ein Junge auf der Bühne. Ich hatte nicht mal ein Sixpack, weil ich so Wasser gezogen hatte.
- 19:41Ja, ja. Und dann war es so, kannst du sachlich bleiben oder nicht? Auf der Bühne, ich hatte gute Muskelmasse, man hat aber meine Eier nicht, den Bauch nicht gesehen und so. Dann war der Weg fertig, ich total am Boden. Ich so, krass, was ist jetzt passiert? Ich habe sechs Monate, ich habe mich
- 19:56Punkt 7 trank ich meinen Liter Wasser, den mir vorgeschrieben wurde. Punkt 12 habe ich das Zeug gegessen. Auf dem Bauernhof war auch Hoje am helfen. Da habe ich zwischendurch schon mein Zeug gegessen. Ich war auch mal in die Ferien in Mallorca. Ich war sogar ins Restaurant. Ich habe die Küche des Restaurants gesagt, wie es mir kochen soll. Dort war alles voll offen. Nachmittag um 3 Uhr am Strand mein Topf. Während andere Glace gegessen. Du musst dir vorstellen, 18 Jahre alt, Topform, Mallorca am Strand.
- 20:23Frauen, dieses und das, alles hat mich nicht interessiert. Ich wollte einfach dort entspannen, mein Zeug essen. Es sind auch Leute vorbeigelaufen. Die einen so «Kollege, willst du nicht mal dein Leben geniessen? Was isst du da am Strand?» Weil damals war das Fitness 2014, war das noch nicht so akzeptiert oder im Hype oder so im Bewusstsein von allen.
- 20:44Und da sind aber auch andere Leute vorbeigelaufen, so, Alter, Bruder, Respekt, so ein geiler Körper, aber du musst auch das dafür machen, Hut ab, du hast das verdient. Und dort habe ich auch mal so realisiert, egal was du im Leben machst, die einen finden es cool, die anderen nicht. Es hat eigentlich nichts daran geändert. Die, die mir das Kompliment gemacht haben, habe ich gesagt, danke. Die anderen, die gesagt haben, du hast kein Leben, habe ich gesagt, meine Entscheidung. Und unterm Strich habe ich dann gemerkt, es kommt eh darauf an, was ich will. Weil für mich hat es gestimmt.
- 21:12Aber dann hast du auch wieder gesehen, dass der eine das findet, der andere das. Darum kann ich das Thema vorher gar nicht urteilen. Da haben gewisse Leute einen Grund, warum sie das so sehen und so machen. Du hast vorhin etwas angesprochen, du bist auf dem Bauernhof aufgewachsen. Deine Eltern sind beide übergewichtig. Ja. Und du warst auch übergewichtig. Und dann hast du den Wandel gemacht und gesagt,
- 21:36Schluss jetzt, ich gehe jetzt zum Bodybuilding. Wie war das für Sie und wie war die Akzeptanz von anders zu essen als gewohnt? Also erstens kann ich sagen, dass ich bessere Eltern nicht habe. Sie haben mich alles machen lassen.
- 21:58Es war immer ein Konflikt mit dem Essen. Sie haben es nicht verstanden. Aber sie haben auch gesagt, wenn du das willst, ist es selber die Schuld. Rücksicht haben sie nicht genommen. Es ist auch lustig, als ich meine erste Diät hatte, wo mir der andere sagte, du sollst mal diäten. Da bin ich so in den Film reingekommen, okay, ich mache das. Als ich meine erste Diät in meinem Leben begann, am 6. Dezember,
- 22:23kurz vor Weihnachten. Weihnachtsgürtel, Tischgrill. Meine Mutter macht, ihr kennt mich alle, meine Mutter macht pro Monat drei, viermal Tischgrill. Mit dem Rindfleisch vom Hof, Käse, alles. Ich habe das 17 Jahre mitgemacht und habe gesagt, ich esse jetzt mein Bouillon-Rice.
- 22:43Und dann ist zuerst so «Wieso?» Und dann war auch die erste Frage «Wie lange machst du das jetzt?» «Ja, wieso sollte ich dann wieder wechseln?» Es war sehr schwierig, das Verständnis. Vor allem nach dem Sport Bodybuilding, weil das war auch so etwas, als ich das Fitness-Abo gemacht habe. Meine Eltern haben mich so angeschaut und gesagt, sie haben es mir schon gekauft, weisst du, aber es ist auch so «Hey!»
- 23:10Mein Vater, seit er sechs Jahre alt war, ist am Morgen früh in den Stall, damals dem Grossvater, geholfen, gemischt, körperliche Aktivitäten gearbeitet. Und dann beibringen, dass er trainieren gehen soll. Das war so. «Aha, kannst auch Heuballen herunterlöpfen.»
- 23:29Es ist nicht das Gleiche. Bring das den Leuten mal bei. Nein, sie haben mich alles machen lassen. Aber dadurch eigentlich noch mal grösser Respekt, weil sie das Leben lang krampfen. Auch meine Mutter. Am Morgen um 6 Uhr sind sie im Stall gestanden. Egal was es ist. Sonntag, schönes Wetter, schlechtes Wetter. Und dann kommt das, was man sagt, ein Fitness wegen der Bewegung. Ja. Das Unverständnis da ist absolut klar. Ja.
- 23:57Kannst du das gar nicht verübeln, weil sie kennen es ja nicht anders. Ihre Eltern haben das ja so gemacht. Von daher völlig verständlich. Wenn wir jetzt ein paar Jahre zurückgehen, du bist auf dem Bauernhof aufgewachsen. Was sind so...
- 24:13Ich hatte einen Kollegen, der hatte einen Bauernhof in Hermiken. Und die hatten Schweine und... Ich weiss nicht mehr. Auf jeden Fall einen schönen Bauernhof. Was habt ihr alles auf dem Bauernhof? Und wie war das als Kind auf einem Bauernhof? Also wie gesagt, ich hatte ein Traumleben.
- 24:36Ich habe das beste Leben gehabt. Ich bin gerade in dieser Generation, die langsam mit einem Luxus aufwachsen durfte. Vor allem meine Eltern haben alles für uns gemacht. Die haben immer gearbeitet. Der einzige Nachteil, den du langfristig hattest, war, dass mein Vater Bauer aus Leidenschaft war. Er war alles untergeordnet, was beim Bauernhof war. Er kannte sich auch gar nicht anders.
- 25:05Mein Vater war ein Sechser-Schüler. Ich sah sein Zeugnis, dem haben auch die Eltern angerufen. «Du musst ins Gymnasium.» Und dann sagte der Grossvater, er müsse den Hof machen. Wir sprechen von solchen Sachen. Er konnte diese Chance nicht nutzen, weil er sich verpflichtet fühlte, auf dem Hof zu bleiben. Das wollte er mir nicht machen. Er sagte, ich will nicht, dass ihr euch fühlt wie ich, sondern ich lasse euch machen. Das kann ich Ihnen hoch anrufen.
- 25:31Ich kann das gar nicht genug dankend sagen. Aber eben wie es war, Traumleben. Wir haben auch eine richtige Schweizer Familie. Nicht die Bünzli-Schweizer Familie, die man im Klischee kennt, sondern so, eigentlich blöd gesagt, wenn du bei uns nach Hause kommst, dann wurde auch für 10 Leute gekocht. Bei unserem Haushalt waren selten nur vier unter uns am Tisch. Da ist der geholfen worden.
- 25:57Ich sage jetzt mal, wenn da Ausländer zuhören, wie es so im Balkan ist, so «Ah ja, jeder kann schnell kommen, Fleischplatte auf den Tisch» und so. Eben nicht das Bünzli-Schweizerische, sondern das Landleben. Was ist der Unterschied? Der Bünzli-Schweizer im Landleben? Also, ich sage jetzt mal, der, der sagt «Ja, ich habe drei Erbsen» Ah ja, da nimmst du einen Recher, cool, du hast geholfen, komm.
- 26:23Es gab viele Vorteile, vor allem die Verbindung zur Natur. Du hast gesehen, wie das Arbeiten funktioniert. Du musstest ehrlich und realistisch sein, nicht schönreden. Du hattest 30 Kühe, die du melken musstest. Du konntest nicht einfach sagen, dass du es morgen machen kannst. Es musste jetzt gemacht werden, egal wie du dich fühlst.
- 26:48Das hat mich dann auch im Nachhinein beim Unternehmertum mitmotiviert. «Der Kuh ist doch scheissegal, ob du Kopfweh hast oder nicht.» Meine Mutter hatte noch Krebs, als ich 60 war. Sie hat Chemo gemacht, Glatze, total am Arsch. Damals noch die heftigen Mittel reinlassen.
- 27:07Sie stand trotzdem am 6. Morgen auf und schaute für uns. Das kann man gar nicht. Ich finde, in der heutigen Zeit kommt man einem Kopf in der Woche frei. Oder hat es gerade Burnout verschrieben. Ich vergiss das nie mehr. Klar, wenn ich meine Daten von der ersten Zeit ins Fitnessclub vergesse, komme ich vom Kindergarten und sage, «Mami, Mami, mach die Zimmertür auf, lege sie mit einer Glatze.»
- 27:35Wow. Und dann jeden Morgen fuhren sie uns immer noch in die Schule. Eigentlich muss ich mir jetzt auch sagen, Kollege, wieso bin ich einfach nicht gelaufen? Was hat sich dann gemacht? Ist ein Stall nachher gefahren, der Vater unterstützt. Die Kraft. Die Kraft ist abartig. Ja, das ist crazy. Und später hat mein Vater auch einen Unfall gehabt, Kreuzband gerissen. Er hätte trotzdem die Kühe melken müssen. Was wollte er?
- 27:58Einfach schnell dem Chef schreiben, ich komme nicht. Dann hat er den Kühen ein Whatsapp gemacht. «Hey, in zwei Tagen keine Milch mehr.» Ja, nein, das war schon sehr spannend. Isst du Fleisch? Ja, ja. Und du hast einen sehr respektvollen Umgang mit Tieren. Du bist mit Tieren aufgewachsen. Und das würde mich jetzt noch sehr wundern, im Sinne von, du isst Fleisch, hast aber auch, dass Tierwohl immer, ich sage jetzt mal, ist ein oberster Stil.
- 28:28Es gibt ja ganz viele extreme Veganer, Veganismus. Es gibt von allem immer ein Extrem. Was würdest du so einer Person sagen? Spannende Frage. Das habe ich mir so eigentlich nie gross überlegt.
- 28:47Also ich würde mal sagen, die, die voll fürs Tierwohl schauen, die haben ja auch eine Verbindung oder einen Wunsch zur Natur. Also nehme ich jetzt mal an, das ist jetzt wieder das grosse Ganzschlecht von oben drauf schauen. Und ich muss sagen, unterm Strich sind wir von der Welt, wir sind Menschen, alles zusammen ist auch ein Organismus, das zusammen funktioniert.
- 29:09Früher hat ein Mensch Fleisch gegessen, auch jetzt noch. Auch energetisch. Du merkst das Tier an, ob es ihm gut geht, ob es sich wohlfühlt. Und bei uns in der Schweiz, ich sage jetzt mal, wenn nicht gerade das Extrembeispiel, es gibt auch das Tierhaltung-Negativbeispiel,
- 29:28Aber wenn mein Vater zu diesen Tieren geschaut hat, wie es auch wir machen, den Auslauf, die Schweiz ist eh schon schön, dann merkst du, die sind gesund, ihnen geht es gut, denen wird geschaut. Und ich finde, das gehört auch zur Natur. Klar, wir geben ihnen ein schönes Leben, wir essen es dann aber auch.
- 29:48Aber ich sage jetzt mal, stell das Tier, ich sage es nicht immer so, wer sagt, das ist ein Mord oder das kannst du ethisch nicht vertreten. Du siehst, es gibt immer wieder Beispiele, wenn du siehst, dass ein Schaf gerissen wird.
- 30:04Und das ist pure Natur. Das wünschen sich ja die. Die Tiere sollten frei sein, sie sollten frei leben können und so. Weisst du, wenn einer schon wegen der Tierhaltung kommt, oder «Hey, du kannst doch die nicht essen.» Ja, ich habe schon ein paar Mal gesehen, dass es... Also, bei Videos sehen die Tiere aus, die in der freien Natur sind, können frei herumlaufen. Dann kam der Wolf.
- 30:22Und der Wolf beginnt teilweise auch aus Spass Tiere zu verletzen und halbleibig zu lassen. Ich habe schon gesehen, dass Schafe dort gelebt haben, einige Weide sind draussen gelebt und das hat noch gelebt. Und dann sage ich so, okay, wir sollen den Wolf am Leben lassen, aber Tiere wie das Schaf sollen auch komplett frei sein.
- 30:45Leben. Und dann siehst du, wie grausam Natur ist. Und dann soll keiner mehr vorwerfen, dass wir, die das Tier das Leben lang einen schönen Platz bieten, Wärme geben, Freiheit lassen, richtig füttern.
- 31:01Und ja, zum Ableben, ja, oder halt dann auch für unsere Nahrungsmittel. Wir stehen halt einfach, blöd gesagt, weiter oben in der Nahrungskette. Also ist dann halt einfach so, weil eben der Wolf reisst auch ein Schaf. Was willst du dem Wolf sagen? Wahrscheinlich viel brutaler, als der Mensch das macht.
- 31:17Ja, ja, ja. Also du kannst ja dem Wolf nicht sagen, «Hey, du darfst jetzt kein Fleisch mehr essen, weil das ist unethisch, aber den Wolf darfst du scharf halbleibig dort liegen lassen.» Spätestens dort ist für mich der Sinn der Diskussion schon gegeben. Wenn du es einem Menschen vorschreiben willst, oder ihn an Prangen wegen dem stellen willst, sagst du, «Schau mal, was in der Natur draussen läuft.»
- 31:39Ja. Achtest du, wenn... Ich nehme nicht an, dass du alles vom... dich nur rein vom Bauernhof ernähren kannst, vor allem wenn es um Fleisch geht. Oder vielleicht kannst du mich von einem Westerner belehren. Du gehst wahrscheinlich auch mal in Coop, Migros, was auch immer, dein Fleisch posten. Achtest du dort auf spezielle Haltungen, bevor du etwas kaufst? Wach... Ähm... Eigentlich nicht. Okay. Also... Ich schaue schon auf die Herkunft,
- 32:08Und gewisse Sachen weiss man halt einfach. Ich habe ja eine Bauernschule gemacht. Ich weiss... Was ist eine Bauernschule? Ich habe eine Bauernschule gemacht. Das ist der Ausbildungskurs, den ich überhaupt den Betrieb von meinen Eltern übernehmen konnte. Ah, okay. Das heisst Bauernschule? Ja, also Landwirtschaftliche... Landwirtschaftliche... Ich habe einen Schnellkurs gemacht. Weil ich ein gewisses Alter schon hatte und Arbeitsstunden auf dem Hof konnte ich machen.
- 32:35Dort lernst du den ganzen Prozess, wo das Fleisch hergeht, wie es dort abläuft. Darum sehe ich das Label nicht. Ich muss mich korrigieren. Es ist nicht so, dass ich nicht darauf schaue, sondern ich weiss es einfach schon. Okay, gut. Aber es gibt auch Sachen, die ich dann halt...
- 32:55In seltenen Fällen ist es auch mal so, dass... Also in einem Restaurant frage ich jetzt auch nicht, woher das kommt. Ja, weisst du, was ich meine? Voll, voll, voll. Also in einem argentinischen Steakhouse frage ich nicht, wo das Zeug herkommt. Aber du hast auch das andere Thema abschliessen, wegen Tierhaltung und Fleisch und Produktion. Also ich könnte beruhigt sein, in der Schweiz haben wir verdammt hohe Standards. Ja.
- 33:20sehr extrem kontrolliert werden. Also Kontrollen, die können täglich schauen, unangemeldet, teilweise angemeldet. Das passiert auch. Also von dem her, wenn man da die Extrembeispiele hört, das sind andere Länder. Und in der Schweiz ist es einfach nicht so. Also jeder, der da vorgehen will und am Tierleid zu lieben etwas machen soll,
- 33:41Wenn dir das so wichtig ist, fange dort draussen an und schaue, dass sie den Standard der Schweiz haben. Dann können wir da weiter schauen. Und teilweise ist es auch einfach auf dem Papier geschrieben. Du merkst teilweise, es kommt auch wieder darauf an von Rasse. Das heisst auch, du musst eine gewisse
- 33:57Das finde ich auch lustig. Heisst das, die Tiere brauchen eine gewisse Fläche, damit sie genug Platz haben. Es gibt aber z.B. gewisse Rassen, die sitzen den ganzen Tag aufeinander. Die können hektariges Land haben, sie sitzen 20 Stück aneinander. Die schwarz-weissen sind z.B. so.
- 34:14Ja, das war auch nochmal ein komplett anderes Verhalten. Das ist ganz lustig. Da denke ich mir auch, Kollege, du hast so eine Wiese, die mir extra unter die Klinge steht. Und da stehen sie einfach die ganze Zeit auf einem Fleck, auf einem Haufen. Und dort merkst du aber auch wieder, auch Kuhen sind teilweise Erziehungssachen. Also es gibt Herden, da kannst du hinlaufen, die sind aggressiv.
- 34:35weil sie teilweise immer auf der Alp sind oder nicht um Menschen herum. Und wenn man den ganzen Tag streichelt und so, dann können Wandergruppen vorbeilaufen, dann interessiert es nicht mal, dass dort einer vorbeiläuft. Das ist eben auch wieder lustig. Hunde kannst du ja dressieren, erziehen, Tiere widerspiegeln das auch. Also, das ist eben auch nochmal ein spannender Einblick in einen ganz anderen Bereich.
- 34:59Du hast zusammengefasst, bis jetzt. Du warst schon als Bodybuilder auf der Bühne. Du hast die Bauernschule gemacht und hast den Betrieb deines Vaters und deiner Eltern übernommen. Du hast, wie man schlecht erkennen kann, einen richtig geilen Fashion Brand gegründet. Wir haben über diesen noch nicht gesprochen, aber auf diesen kommen wir sicher noch zurück.
- 35:21Und du hast eine sehr weise Art, wie du an gewisse Sachen hingehst und wie du über gewisse Sachen redest und betrachtet tust. Spiritualität, ist das etwas, was in deinem Leben eine Rolle spielt? Ja, ich habe schon sehr früh in meinem Leben Sachen mitbekommen. Wirklich? Ja. Kannst du etwas erzählen? Können wir dort vertiefen? Boah, hast du noch mal zwei Stunden? Let's go. Ich habe genug Speicher.
- 35:51Boah, da machst du einen Fass auf. Ich sage das, wenn ich alles erzählen soll, wenn ich Dinge angehe. Wie du gesagt hast, ich habe eine weise Denkensweise, Herangehensweise und so. Das hat schon ganz früh in meiner Kindheit angefangen mit Sachen.
- 36:07Ich erlebe Sachen, nehme gewisse Sachen wahr und denke dann, okay, das ist noch spannend, das gibt es auch. Also eben, wie du gesagt hast, Bauernhof, da bin ich aufgewachsen, habe ich einen übernehmen von meinen Eltern, habe jetzt eine Betriebsgemeinschaft dort gegründet. Dann meine Tante hat ein Restaurant, wo ich auch als Kind schon damit geholfen habe, das kommt ja auch noch dazu. Dann Bodybuilding-Bühne, dann habe ich eine Kleidermarke gegründet, war noch Fitnesstrainer. Habe einen technischen Beruf gelernt, also Konstrukteur, Zeichner, das kommt ja auch noch dazu.
- 36:37Ich war als Kind im Jodelchörli, war gleichzeitig am Juten. Es gibt glaube ich wenige Sachen, die ich nicht probiert oder Einblick gehabt habe. Ja, also weisst du, dann ging ich sogar ins Jodelchörli singen am anderen Tag. Vor allem, als es darum ging, eine Lehre zu machen oder nicht.
- 37:01Ich hatte auch mal eine Probewoche in der Football Academy in Zürich gemacht. Also in einer privaten Football Academy in Zürich. Dann hast du mit diesen Leuten zu tun und gleichzeitig gehst du nach Hause und hast wieder mit komplett anderen Leuten zu tun. Da bin ich mal noch schwingen gegangen. Das ist auch nochmal ein ganz anderes Thema. Jetzt hast du auch gerade vor... Wir sind schon wieder am... Ja, Spiritualität. Ähm...
- 37:27Ja, also es ist wieder das gesamte Fonds. Ich frage anders. Wann hast du das erste Mal begriffen, dass Spiritualität in deinem Leben eine Rolle spielt? Oder wann hast du die ersten, ich sage jetzt mal, andeutigen Begegnungen gehabt in diesem Sinne?
- 37:49Oder Berührungspunkt? Ich weiss nicht, ob das zu Spiritualität gehört, aber ich sage jetzt mal, Körper, Geist, Seele, Natur, energetisch, schon sehr früh im Leben. Das war mir auch ein bleibender Moment. Da war ich in der ersten Klasse.
- 38:05Wir hatten eine Schulreise am anderen Tag. Ich hatte so Kopfschmerzen. Ich war ein wenig nervös, vor Freude. Und ich hatte so richtig... Wie wenn es mit Migräne anfällt. Ich weiss nicht, ob man in diesem Alter schon Migräne haben kann. Von was auch immer. Wirklich extremes Kopfschmerzen. Schon leicht fiebrig. Und da habe ich vollgebrüllt. Ich sagte, «Mami, ich will an diese Schulreise. Ich will mitgehen.» Dann hat sie gesagt, «Weisst du was, ich lüge schnell jemanden an, der kommt vorbei und schaut das schnell an.» Dann kam diese Person.
- 38:35Er hat mich angeschaut, nimmt die Hand, legt sie mir auf den Nacken, schnauft ein paar Mal durch, weg. Mir wurde die Hand draufgelegt, die Nase ist mir angefangen zu laufen, es ist mir ein bisschen mulmig geworden, er nimmt sie weg. Er sagt, es ist jetzt besser, es ist nichts mehr. Reiki, weisst du das?
- 38:57Ich habe keine Ahnung, Hand auflegen. Ein simples Hand auflegen. Und die Sachen, die du spürst, die hat die Hand draufgelegt, hat zu Beginn kribbelt, das ganze Körper. Und das in der ersten Klasse als Kind. Mir bleiben solche Sachen. Das sagt mein Bruder auch. Du kannst dich an Sachen erinnern, wo er nicht mal... Er sieht Fotos und weiss es nicht mal. Ich kann nur beschreiben, wie der Raum aussah. Ich nehme Sachen, ich speichere es emotional ab.
- 39:26Zum Beispiel den Namen kann ich mir fast nicht merken. Ausser ich habe eine Geschichte zu deinem Namen. Aber ich kann mir zum Beispiel merken, was die Leute für ein Outfit an diesem Tag hatten, wenn sie das gesagt haben. Wie ist was aufgebaut? Wo steht was rum? Ja, so energetisches Zeug, wenn es mir eine Emotion weckt, dann bleibt das komplett. Und das ist halt eben wie das, wenn ich sogar noch weiss, um welche Uhrzeit ich zum ersten Mal ins Fitnesscenter gelaufen bin, dass es dort «Over the Rainbow» gelaufen ist.
- 39:56Ja, zurück zu dem, das war mir dann ein bleibender Moment. Und dann gab es noch ein paar Sachen, das konnte ich halt keinem erzählen. Ich wollte zuerst Sachen erledigen oder selber gemacht haben, bevor ich etwas erzähle. Dann war mal ein ähnlicher Fall, ich habe Bänder gerissen am Fuss, vor einem Fussballturnier, wo ich unbedingt mitmachen wollte. Dann ging ich in den Spital.
- 40:21«Grönken alles? Okay, sechs Wochen Pause.» «Aber in zweieinhalb Wochen ist das Turnier.» «Ja, vergiss es.» Da dachte ich so, da hätte ja mal ein Typ mir die Hand draufgelegt und das geheilt. «Komm, ich mache das doch mal selber.» «Bei dir?»
- 40:36Dann hatte ich die Hand darauf, vorgestellt, wie sich das heilt. Zwei Wochen später stand ich an dem Turnier auf dem Platz. Ich war dort 14 Jahre alt. Ich konnte keinem erzählen, dass ich das simuliert habe. Alle von der Schule sagten, ich habe das simuliert. Das kann nicht sein.
- 41:01Eine Theorie. Denkst du an eine Theorie? Mache. Ich bin offen. Ich glaube, das, was du erzählst von Handauflecken, ich würde sagen, das ist Reiki. Reiki ist eine Energiearbeit, Energiekraft, die du hauptsächlich über die Hände übertragen kannst.
- 41:21Fun Fact, und darum kommt das jetzt in den Sinn, ich habe das mit 11 oder 12 gemacht. Ich habe eine Reiki-Ausbildung gemacht, mega, mega früh, weil meine Mutter auch sehr spirituell schon immer war. Und ich habe mit 11 oder 12 die Reiki-Ausbildung gemacht. Das ist genau mit der Hand auflegen, wenn du Schmerzen hast, weil du den Energiefluss wieder aktivierst. Und ich glaube, das ist einfach so ein...
- 41:46Du hast es wie in dir, dass du das spüren kannst und dass es bei dir funktioniert. Ohne dass du diese Ausbildung musstest. Ohne dass du das erwärmen musstest. Ja, einfach weil das Gefühl, das Gefühl, eben so die Reinheit mit dir selber. Du kennst Energieflüsse. Ich glaube, du bist ein Reiki-Meister. Nein, ich würde mich jetzt nicht als das bezeichnen. Vor allem bin ich auch der, der behauptet hat, das kann jeder. Wenn du einfach schaffst, bei dir zu sein, als Mensch.
- 42:14Ich habe das für mich gemacht und ich wusste, wenn es nicht klappt, ja noch. Nicht shooten gehen kann ich schon. Aber da gab es noch ein paar Fälle im Laufe der Zeit. Spirituell, das kannst du eigentlich keinem erzählen.
- 42:35Gewisse Sachen hatte ich mir vorfantasiert. Vorträumt, mit 14, 15, 16 Jahren. Und ... Ein paar Jahre später traf sich alles so ein, wie ich es damals so fantasiert habe. Ich musste es auch im Nachhinein realisieren.
- 42:55Ich hatte mit 15, 16, 17 Jahren Mühe, mit gleichaltrigen Leuten mich zu unterhalten oder auch Dinge zu machen. Irgendwie waren immer andere Interessen. Eigentlich wollte ich dazugehören.
- 43:15Ich habe gewisse Sachen einfach sehr gerne mitgemacht. Aber ich habe mit 15 Jahren angefangen zu trainieren. Und wenn ich das Fitness-Abo abschliesse, sagt meine Mutter, ich müsse dann aber auch gehen. Ich bin jeden Tag gegangen. Und dann wollte ich noch Fussballprofi werden, als ich 15 Jahre alt war.
- 43:32Nachmittag um 3 Uhr war die Schule fertig. Nach Hause um halb 4 Uhr war ich im Fitness. Bis um halb 6 oder 7 Uhr war es Fussball. Teilweise hatte ich auch noch zwei Fussballtrainings am gleichen Abend. Das Montag, Dienstag bis Freitag. Am Samstag hatte ich ein Match. Am Sonntag ging ich einfach ins Gym um mich zu erholen. Und es ging immer gut dabei?
- 43:58Wie meinst du? Weisst du, so mental, hast du immer den Drang gehabt, um das alles zu machen? Ich hatte richtig Spass. Geil, oder? Ist das nicht geil? Doch, doch. Also ich hatte richtig Spass, um zu sehen, ich kann etwas machen. Ich meine, mit 16 hast du Energie, du hast Feuer, du bist in der Wachstumsphase, du hast Testosteron, schraubst die ersten Wachstumshormone. Da willst du einfach Sachen machen.
- 44:21Damals sagte ich ADHS, aber das gibt es nicht. Das ist Energie, die nicht fokussiert ist. Sie muss gebündelt werden und irgendwo hinfliessen. Bei der sportlichen Aktivität hatte ich immer den Drang, Profisport zu machen.
- 44:37Und dann kamen wir bei gewissen Sachen weit. Dann gab es in der Schule einen Lehrerdest, der uns den Film «The Secret» zeigte. Ich weiss nicht, du kennst vielleicht das Buch, den Film. Da dachte ich mir, das ist ein spannender Ansatz. Alle anderen in der Klasse sagten, was schauen wir da für einen Scheissfilm. Dies, das, ich will mit der Frau etwas machen, mal rauchen, Skischabend, Party vielleicht schon.
- 45:02Ich dachte, das ist spannend. Ich schreibe mir ein paar Sachen auf, die völlig unrealistisch sind. Drei Monate später standst du dort. Ich war 15 und dachte mir, hä? Das kann nicht sein.
- 45:21Entweder habe ich in Zukunft gesehen, weil es so Sachen waren. Also ich wollte ja auch Fußballprofi werden. Dann habe ich mir etwas aufgeschrieben. Ich sage jetzt nicht genau wie, wo und was. Aber es war so. Ich habe mir ein surreales Ziel gesetzt. Ich will zum Klub, der ist ja bei den Azzian, dort in die Junioren. Und ich habe in der 2. Technik Klasse gespielt. Eigentlich vom Team her sehr unreal.
- 45:50Da habe ich mir einfach das Ziel aufgeschrieben. Dann sind es doch drei, vier Monate gegangen. Dann habe ich ein Telefon bekommen. Ich kann bei einem anderen Verein mittrainieren, der Coca-Cola-League spielt. Wow, cool, machen wir.
- 46:08Nachher... Es gab so eine Zeit, als ich in der 2. Technik-Klasse trainiert und gespielt habe. Bei Duggen. Damals teilweise noch bei Rappi. Coca-Cola-League gespielt. Also trainiert.
- 46:22Und die Ducke, Erste Liga, auch mittrainiert. Also, du musst dir vorstellen, ich habe vom Schlechtesten, den ich spielen konnte, zweitste Echiklasse, bis zur Erste Liga Mannschaft. Also, mit 15 habe ich dort mittrainiert. Und habe dort auch drei Freundschaftsspiele machen können. Und dann war es so, so...
- 46:42Krass, eigentlich sieht das gar nicht aus, wo du spielst, sondern wie du bist. Und in den drei Freundschaftsspielen habe ich auch kein Goal kassiert, das ich für die erste Liga machen konnte. Und dann kam eben so ein Telefon, hey, du kannst zu uns kommen. Ja, wir sind auch Partner von diesem Verein, der mit den Nazis anspielt.
- 47:06Junioren. Und ich dachte so, was habe ich mir aufgeschrieben? Ich habe null Connection, also null Bezug zu dem Verein. Ich weiss auch nicht, warum ich genau diesen Verein aufgeschrieben habe. Vielleicht einfach so aus Spass, komm probieren wir das mal mit The Secret. Und da dachte ich so, scheisse. Ist es jetzt Zufall, dass der Scheiss funktioniert? Ich habe diese Chance aber nicht ergriffen, weil ich war ein Zuhause-Hocker. Also ich muss auch sagen, ich hatte vom Trainingsaufwand her Profi-Mentalität.
- 47:35Aber im Kopf war ich nicht bereit, alleine zu gehen. Ein Kollege von mir ist zum Beispiel Fussballprofi geworden. Eigentlich ein paar, lustigerweise. Von Tuck, mit dem ich früher ein bisschen zu tun hatte, haben sie zwei. Florian Camberi ist Profi geworden. Er war bei GC und dann auch mal in den Ausland. Und Jan Bammer spielt jetzt bei Thun. Sie sind auch gut dabei in der AZA.
- 48:00Ich sah, was die für Aufwand gemacht haben. Das ist schon heftig. Schon massiv. Ja, du fährst von der Schule auch fast gleich nach Zürich. Ich war auch gleich nach der Schule trainiert, aber ich wollte zu dunkel bleiben. Und dann hast du deine Fussballkarriere langsam an den Nagel gehängt?
- 48:20Ja, ja. Dort hatte ich einen mentalen Punkt. Ich weiss auch nicht, war ich mental zu schwach oder zu wenig Durchschlagkraft? Ich habe nie gegen andere gekämpft.
- 48:33Es war noch lustig, was wirklich ein spannender Punkt war, warum ich aufgehört habe zu shooten und mich dann für das Bodybuilding entschieden hatte, war der Einfluss von aussen. Ich war gerne für mich selbst verantwortlich. Und dann war es so, ich habe mit dem «Tucke 1» in der ersten Liga mittrainiert, den ganzen Sommer. Ich konnte dreimal Freundschaftsspiele mitspielen, bekam kein Goal. Dann war der Punkt, «Tucke» spielt gegen Zürich Freundschaftsspiel, FCZ.
- 49:01Der grosse FCZ kam auf die Tücke. Danach sagte er auch... War Billi gefroren? Nein. Danach sagte der Trainer auch, dass ich im Kader sei.
- 49:11Geil, nachher der andere Goalie, der gespielt hat, so «Walli, jetzt kannst du mal gegen Profis spielen.» Ich so «Wollt voll, gell.» Mit 15 bist du plötzlich so... Sicher, ey, mega. ...dessen... Also ich weiss es auch nicht, es ist gerade so... Ich habe den Sommergeburtstag und es war so 15, 16, also... sagen wir 16, ja. Ich war so dort. Ähm... Ich glaube, du warst so am Einwärmen, nebenbei war der Rodriguez noch bei Zürich, der Dürrmitsch war noch bei Zürich. Ich dachte so «Alter, stell dir vor, ich kann jetzt einfach gegen dich shooten, man.» Weisst du, einfach so...
- 49:40Nach einem Stück waren es 7-0 und Verlierung. Die zweite Halbzeit war kein Thema für mich. Dann habe ich auf die Uhr geschaut. Nachher waren es 60-70 Minuten. Die anderen haben auch gesagt, dass ich Profi wäre und ich den anderen Goalie hätte. Dann waren es 70-75 Minuten.
- 50:08Langsam... Ja, die Chance... Eine Zeit läuft davon. In den 80er-Jahren sagte der Trainer mal, alle Gänge gehen einlaufen. Okay. Im Einlauf war es so... 10 Minuten, nehme ich trotzdem noch mit. Auch wenn ich 5 Minuten gegen die Profis gespielt habe.
- 50:24Ich bin am Einlaufen, 85, 88, 90 ist ich so, ja, Abpfiff, Spiel fertig. Er kommt zu mir, hey, sorry, gell. Nachher an der Kur, ich so, ich verstehe nicht, warum wir dich nicht reingemacht haben. Wir haben ihn eh verloren. Und das war für mich so. Also das war für mich so ein Punkt, einfach völlig random, aber das war für mich so, ich so...
- 50:47Krass, ich habe jeden Tag trainiert, ich habe... Er hat mich andere Spiele spielen lassen, warum jetzt einfach das nicht? Und dann habe ich gedacht so... Scheisse, ich habe alles abhängig gemacht, ich habe meine Freude abhängig gemacht... Von einer anderen Person? Von einer anderen Person. Das ist eigentlich völlig random, ich meine, es ist im Fussball völlig normal, dass man mal nicht spielt. Das hast du mit 16 Jahren nicht verstanden?
- 51:08Ja. Du hast ja das mit 16 gesagt. Ja. Nur schon das ist ja mega heftig. Dass jemand mit 16 so klare Gedanken macht und sagt, hey, habe ich wirklich meine Freude von einer anderen Abhängigkeit gemacht? Ja. Ich meine, ich kenne Leute, die sind 30, 30 und die können das nicht realisieren und verstehen.
- 51:27Ja, das hatte ich mit 16, weil ich nach Hause fast weinte, weil ich nicht spielen konnte. Und dann habe ich es realisiert, weil ich nicht immer so war, ich sei traurig, ok, warum? Weil ich nicht spielen konnte, ok, warum konnte ich nicht spielen?
- 51:41weil ich nicht eingewachsen wurde. Okay, kann ich etwas dafür? Nein. Klar, wenn ich wahrscheinlich die absolute Maschine gewesen wäre und noch besser, dann hätte er mich fix spielen lassen. Das soll ja auch kein Ausrätsel sein, weil das ist völlig normal.
- 51:58Man kann auch nicht erwarten, dass man mit 16 gegen Profis verhandelt, wenn du in der 2. Technikklass spielst. Er wird schon seine Gedanken haben. Ich kann mir auch nichts vorwerfen, das ist Fussball. Aber für mich war das das erste Mal, dass ich den Gedanken hatte, meine Freude um mein Ding sei abhängig von der Ehe.
- 52:16andere Person als von mir. Klar, da konnte ich mich umdrehen. Ich konnte drei Spiele spielen. Ich hatte wirklich Spass. Weisst du? Und danach war ich so, ich mache lieber Fitness. Dann kann ich selber entscheiden, wann ich spiele und wann ich trainiere. Und der Erfolg meines Körpers ist nur von mir abhängig. Nicht von einer anderen Person. Was hat dir Fitness am meisten beigebracht?
- 52:45Boah, das... Es ist alles zusammen. Es kommt das Spirituelle von als Bub, das ich mitnehmen konnte, um zu verstehen, Ernährungsberater, die dir da irgendwelche Pläne aufsetzen wollen,
- 53:03Studierte Leute, die uns beraten wollten in der Familie. Und ich einfach sagen musste, wenn ich mein Zeug mache, verbrenne ich mehr Kalorien als ich esse. Nehme ich ab. Das ist eine eigene Lebensschule, um meinen Körper kennen zu lernen. Und es ist immer noch nicht fertig.
- 53:19Und dann kommt auch mal so, ich meine, ich habe mich nie verletzt im Fitness. Ich habe immer auf meinen Körper gehört, das hast du gelernt zu hören. Bist müder geworden, warum? Auch dein Nervensystem belastet im schweren Training. Muskelkater ist nicht gleich schweres Training. Da fangen so Sachen an. Mal zuerst leben, spüren und dann habe ich mich informiert. Weisst du, ich meine, da hättest du mir einen Zettel gegeben, Muskelobersäuerung ist das und das.
- 53:44ja schön, jetzt habe ich es gelesen, was heisst das? Aber wenn du dann da bist und es brennt alles, dann weisst du, ah, das ist die Überseuerung. Ja, und so hat sich das dann halt auch weitergezogen. Im Spirituellen konnte ich auch nicht viel mit dem Training zusammenarbeiten. Ja, und dann sicher auch die Challenge. Ich finde es ab und zu auch wieder lustig, so Aufgaben, zum Beispiel psychologisch, 200 Kilo Knie biegen. So 190 easy, 195 easy, 200, boah, scheisse, schaffe ich das?
- 54:10Das ist das Gewicht. Hast du Angst vor dem Gewicht? Das einzige, was passieren kann, ist, dass du es nicht bewegen kannst. Aber was es hier oben auslöst... Ja, 100%ig. Das ist wie mit Hürden. Ich habe heute einen Vortrag von 100 Leuten. Was ist der Unterschied, ob es 1 oder 100 ist? Das Psychologische.
- 54:28Dich selbst pushen zu etwas durchziehen, ohne Angst vor jemandem zu haben? Ja, einfach machen, dass die Hürde im Kopf sitzt. «Ah, es stehen 200 Kilo da und ich bin nervös. Warum? Was habe ich Angst vor? Gewicht?» Wenn es nicht gerade an Gott geht. Ja, aber probiere es doch einfach. Und solche Sachen haben mich dann schon weitergebracht.
- 54:48Du hast ja immer Natural Bodybuilding gemacht. Ja, also Natural Bodybuilding einfach trainiert. Dann bin ich dann auf der Bühne. Und du bist auf der Bühne als Naturaler. Ja. Du hast nie... Props. Du siehst massiv aus. Du bist eh nicht so. Du bist eh nicht so. Du bist mehr als Knochen. Mehr als Knochen, genau. Also du hast wirklich einen sehr massiven Körper. Und auch die Bilder oder die Videos, die man gesehen hat, wo du auf der Bühne gegangen bist...
- 55:17Massiv definiert, also wirklich Props gratulieren zu diesem Erfolg. Was ist der tiefste KFH, den du hast? Darf ich schätzen? Ja. Ich würde sagen, der tiefste ist bei 6.5. Nein. 6.1. 6.1? Ja. Natural? Ja. Aber jetzt kommt eben auch der Punkt. Das sind auch wieder Dinge. Die Info, schön und gut. Ich habe den
- 55:48Das ist auch etwas, was ich gelernt habe. Woher kommt die Info? Wie hast du das gemessen? 6,1. Ich bin mal an die Elektromessgeräte gegangen. Wo kannst du auf die Waage stehen? Das hat man halt gesagt, 4,3%. Und da bin ich dann auch so, wenn ich dort stand, zu sagen, hey, das kann nicht sein. Ich glaube dem nicht.
- 56:06Ich hätte dann rumlaufen können und gesagt, dass ich 4,5 cm war. Aber es geht dann auch wieder ehrlich zu dir selbst. Ich schaue im Spiegel, ich habe keine Streifen. Ich schaue am Arsch, weil ich dort noch fit bin. Ich habe gar nicht bei 4,5 cm... Ich habe nicht angefangen, Realität zu erzählen. Oder ein Video gemacht, ich bin dieser Bodi, ich schaue 4,3 %, ich schaue diese Messung. Ich bin dann nach Hause gegangen und dachte, ich will die...
- 56:26bestmögliche Varianten machen. Ich bin in Texas gerne gemacht. Es ist ein Röntgenverfahren, nicht ganz so stark, das nur auf die Knochen und so geht. Und dort kam 6,1% dabei heraus. Also massiv tief für Natural Bodybuilder. Das ist wirklich sehr tief. Wie ging es dir dabei?
- 56:46ob andere dort noch tiefer sind. Wenn man es jetzt wieder aufs Sportspezifische... Also für einen normalen Menschen ist das verdammt tief, ja. Ich weiss jetzt nicht, sportspezifisch, weiss ich nicht, wie viel tiefer andere gehen können oder gehen können. Aber es gibt sicher auch in der Schweiz Leute, die schon tiefer gewesen sind. Das einfach mal zum Sport selber. Aber wie es mir ging, katastrophal. Also bei 6,5% hatte ich noch das Gefühl, beste Leben, ein bisschen hässlich ab und zu. Aber,
- 57:156,1 Prozent, da hat es mir den ganzen Hormonhaushalt verschossen. Also das ist auch spannend. Vielleicht könnt ihr mal in meinem Profil nachschauen, ich habe das gepostet oder werde es noch posten. Ich hatte eine Muskelmasse X, bei 6,5 Prozent. Dann bin ich bei einem Wettkampf auf Mailand. Dann habe ich nach Mailand noch weitergezogen, auf London, drei Wochen. Und habe in dieser Zeit von Mailand bis London,
- 57:43Von 6,5% Körperfit bin ich auf 6,1% aber 0,4% Körperfit verloren. Aber ich habe gleichzeitig 900g Muskeln verloren. Also fast 1kg Muskelmasse habe ich geopfert, um 0,4% Körperfit zu verlieren. Das heisst, alles was noch tiefer gewesen wäre, wäre noch steiler.
- 58:01Die Kurve ist so und dann boom. Und dort habe ich mir auch den Hormonhaushalt verschossen. Ähm... Hast du den Testo gelassen? Ja, ich bin Blut nehmen gehen gehen. Am Anfang dachte ich, da sitze ich massiv, bin ich ein Ausnahmetalent, vielleicht habe ich einen natürlichen, höheren Testospiegel oder weiss Gott was. Aber nein, das habe ich nicht, Kollege.
- 58:25Ich habe die Werke gesehen und dachte, nein, das habe ich nicht. Also, ich weiss nicht. Vielleicht kannst du mir mein Video verlinken, wenn ich die Zahlen einblende. Aber ich weiss nur, dass zum Beispiel beim freien Testosteron der Minimalwert, der Durchschnittswert, den man als gesunder, normaler Mensch, und das ist der Minimalwert, der
- 58:45Ich glaube, bei dieser Skala war ich bei 8.1 und ich hatte 1.6. Im Keller? Ja. Im Keller? Ja, mit deinem Nachnamen. Ich kann ehrlich sagen, durch den tiefen Fettgehalt stellt der Körper alles ein. Er geht auf Überlebensmodus.
- 59:10Ja, ja. Und du musst wirklich alles einstellen. Ich habe nicht mehr geschwitzt. Gut, ich habe auch nur noch wirklich gut gegessen. Ich habe... Hätte er nicht mehr Geld, um zu schwitzen? Ja, ich habe vier, fünf Wochen lang ohne Shampoo in der Dusche gemacht. Das hättest du nicht gemerkt. Die Haut. Rein. Wirklich. Also davon träumt jede Frau, die x Kosmetikartikel braucht. Das zeigt einfach, dass du Ernährung ziemlich vieles machen kannst. Ähm... Und... Jetzt haben die Männer gesagt, ich habe etwa vier, fünf Monate lang
- 59:40keine Ständer mehr bekommen. Auch am Morgen, das gab es nicht mehr. Und lustig war dann auch noch die Art Frauen. Weisst du, so ein Mann hat teilweise immer noch einen Trieb, so hey, die sehen gut aus oder vielleicht mal ein Date oder so.
- 59:55Ein absoluter Laser-Fokus auf Sachen, die du erledigen wolltest. Und null Ablenkung. Auch sexuell. Da haben wir die eine oder andere geschrieben, wie ich so gut aussehe, auch nicht er. Da hättest du eine Schreibbank geschickt, was du machen solltest.
- 1:00:15Wenn du geschäftlich nicht helfen kannst, brauche ich dich nicht. Aber ich kann auch intern in der Familie und bei den Kollegen am Anfang alles ablocken, weil du keine Energie mehr hattest. Auch mit den Eltern war es spannend. Sie kamen am Morgen und fragten, ob ich sie gesehen habe.
- 1:00:32Ist es ein Problem von dir, dass ich dir helfen muss? Nein. Ist es ein Problem von mir? Nein. Lassen wir das Gespräch bitte. Nur noch, was wirklich wichtig ist. Es war nicht nur das Thema Frauen, es war bei allem. Du hast einfach alles untergeordnet. Wieso...
- 1:00:50Ich war voll bei mir. Du wurdest auch voll humble. Das hat dich zurückgeholt ins Leben. Du hast wieder geschätzt, was Nahrung überhaupt ist. Essen. Ich hatte am Schluss gar nichts gewürzt. Du hast alles roh gegessen. Dann hast du gemerkt, was du isst, was das mit dem Körper macht. Wenn du mehr Cholhydrat gegessen hast oder Zucker, hast du gemerkt, was mit dem Insulin passiert, wie es die Ader rausdrückt, weil du gewisse Dinge hatte.
- 1:01:19Das ist eine geile Lebensschule und es ist richtig humble. Du bist dann auch so, hey, ich kann... Ich bin so tief mit dem Fett, ich brauche Energie. Du gehst nicht in den Mäck oder sonst wo hin, sondern ich kann dann mit Freude die trockenen Reiswaffeln essen, die ich gewusst habe, das ist die beste und schnellste Energieform, die ich zu mir nehmen kann. Das sind die spannenden Sachen, die so ein Wettkampf mitbringt. Und jetzt nach all dem,
- 1:01:50deinen Hormonspiegel in den Keller runterfahren, monatelangen Libidoverlust, weil du einfach so fokussiert auf etwas bist, hattest du nie den Drang, auf die dunkle Seite des Bodybuilding zu wechseln und in Hands zu arbeiten?
- 1:02:07Ich finde es schön, wie du das beschreibst, weil man letztes Mal auch gesagt hat, hey, wenn du auf die dunkle Seite kommst. Das ist eine Frage fürs Leben, die ich mir stelle. Ich habe mir eigentlich mal gesagt, ich weiss nicht warum, ich hatte damals den Wettkampf vor elf Jahren komplett verkackt.
- 1:02:27Vor elf Jahren. Der, der so schwämmig war, obwohl er eine Woche vorher aus El Viadones ging. Ja, genau. Da, wo ich eigentlich ein Favorit war, vorher und dann auf der Bühne katastrophal ausgesehen habe, bin ich dann auch Zehner geworden. Also wirklich auch verdienter Zehner. Die Publikum haben gesagt, jetzt musst du weiter. Ich so, nein, Jungs, das war alles richtig. Stimmt, weil du mich vorher angesprochen hast, wegen der Reife. Ich war mit 19 auf der Bühne.
- 1:02:52Ich war 19 Jahre alt. Bei diesem Sport ist es so, dass die Jury mich schlechter bewertet. «Schau, der andere sieht schlechter aus.» Ich war Favorit. Ich ging auch alles, was dort hingegangen war. Auf der Bühne sah ich scheisse aus. Dann haben sie mich auf den 10. Platz... Statt dass ich um das Podest ging, wurde ich 10. Danach kochte ich in die Jury. «Du hattest viel weiter vorne, du warst der Massivste, dies, das.»
- 1:03:17Leute, ich habe am Morgen, als du darauf ankommst, bei den Bewertungen, «Ich habe scheisse Ausgesehen und ich bin verdient dort hinten.» Das sind auch Leute, zu denen ich sage, «Kollege, du bist 18 und du bist der Einzige, der nicht...» Am Fluchen ist halt die Platzierung. ...motzt und sagt, «Hey, ich hätte sollen und die haben mich schlechter bewertet.» Du bist einfach der, der sagt, «Ja, ich habe scheisse Ausgesehen.» So konnte ich mit 18 schon eingestehen. Aber ja, nein, nachher jetzt, weil du fragst, ob ich auf die dunkle Seite wechseln will.
- 1:03:46Ich habe mir gesagt, ich will nur mal auf die Bühne. Ich ziehe das jetzt natürlich durch. Ich will auf die Bühne. Was danach ist, keine Ahnung. Die natürlichen Hormonwerte sind bei uns Menschen extrem gesunken. Ich will nichts verherrlichen, ich will aber auch nichts schlechtreden. Die werden auch immer angepasst.
- 1:04:11die Jugend heute, auch die Menschen, die sind mittlerweile immer femininer. Also, ich meine, da kann man ja darüber diskutieren, die Verschwörungstheorien im Abwasser, die Hormone, die drin sind und so. Aber man merkt schon, man wird feiner, man wird, ich sage jetzt mal, der natürliche Testosteronspiegel der Leute ist auch nicht mehr ganz so hoch, wird vor allem in den deutschsprachigen Ländern auch unterdrückt. Ich meine, wenn ein Junge, ein Kind mal ein bisschen mehr Power hat,
- 1:04:37Das Männliche, ein Junge ist. Nein, darfst du nicht, jetzt unterdrücken. Und da schaust du mal und so. Das wird in der Schweiz eh sofort unterdrückt. Darum hätte ich gesagt, mich würde es wundern, ob es gesund wäre, wenn man es so ärztlich begleitet. Es gibt ja die Testosteron-Ersatztherapie. Wenn ich meine Hormone, wenn ich die an einen Arzt gezeigt habe, haben die gesagt, wir könnten das hochfahren.
- 1:05:02ich könnte das ohne Probleme auch holen, vom Arzt betreut. Aber spannend war es. Ich habe gesagt, ich will den Frieden schliessen mit diesem Sport. Ich mache jetzt den Wettkampf. Da habe ich meilenlang gemacht. Da habe ich gesagt, ich gehe noch nach London. Ich war noch in London. Und dann habe ich gedacht, ja, ich informiere mich mal vielleicht. Ich habe mich nicht informiert. Ich habe nämlich...
- 1:05:20Ich kam nach Hause und für mich war das Thema Bodybuilding gleich wieder abgeschlossen, weil es gleich wieder um mein Geschäft ging. Ich habe eigentlich den Bodybuilding-Wettkampf ja nur gemacht, weil ich meinen Sporttrainer, meine ganze Sportkollektion mitentwickelt habe. Und ich habe mir einfach gesagt, als Stichtag will ich mit meinem fertigen Sporttrainer...
- 1:05:37an den Wettkampf anreisen als Athlet von mir selbst, also von Edelwetika, mit dem Sportoutfit. Darum habe ich den Wettkampf gemacht. Platzierung war für mich eh nicht ein Thema. Es hat mich eigentlich nie interessiert, was ich werde. Ich wollte einfach dort stehen. Ich habe mir vorgestellt, wie ich in Mailand vor dem Dom mit meinem Trainer an der Pause bin. Und in London habe ich dann so... In Mailand wurde ich nicht fertig mit dem Sporttrainer. Dort hatte ich nur den Prototyp dabei, der noch nicht...
- 1:06:05Das war gut. Genau. Darum habe ich London noch gemacht. Ich habe London nicht gemacht, weil ich dachte, ich mache nur einen Bodyweight-Wettkampf. Ich war bis jetzt voll am Arsch von dieser Diät. Dann habe ich gesagt, ich habe den Wettkampf gemacht, ich habe Bilder mit dem Prototyp, aber ich bin noch nicht fertig. Ich bin müde, aber nicht fertig. Ich bin erst fertig, wenn wir fertig sind. Dann mache ich weiter. Dann habe ich noch die drei Wochen in London gemacht. Die sind heftig gewesen. Ja, die haben mich komplett verschossen.
- 1:06:29Aber es hat mir geschäftlich viel gebracht. Laserfokus, Schärfer, alles was irgendwie einen negativen Einfluss hat. Früher hatte ich immer genug Energie, das akzeptiere ich, das kann ich machen. Nein, wirklich. «Hey, du hast nicht geliefert, ich habe dir einen klaren Auftrag.» Und dann habe ich zuerst für mich viel bewusster gesagt, «Klaren Auftrag, klare Dinge, du kannst das. Ja, ich mache dir das.» Dann kommt es noch, dass du sagst, «Hey, wir haben alles besprochen.
- 1:06:54Vor zwei Jahren habe ich das alles akzeptiert, vor einem Jahr akzeptiert. Aber jetzt mache ich es nicht mehr. Ich habe meinen Hormonhaushalt verschossen, weil ich das Projekt fertig haben will. Und das funktioniert nicht. Und gleichzeitig habe ich dann aber auch wieder gemerkt, was für ein geiles Team ich wirklich auch schon im Rücken habe. Also ich habe wirklich Leute, die alles geliefert haben. Sie sind sogar zu mir gekommen, so wow, weil ich noch geiler mit dir arbeite. Jetzt kommen einfach ganz klare Anweisungen. Und die haben dann einfach alles gemacht. Also wirklich ein geiles Team. Hast du dann aber auch gemerkt, wo die Blockaden sind? Ja.
- 1:07:23Und jetzt zurück zum anderen, wegen der Dunkelseite. Ich habe das die ganze Zeit überlegt, ich habe den Frieden mit dem Sport geschlossen. Mich würde es mal wundern, wie das irgendwie ist, ob es mir helfen würde. Aber ich bin nach dem Wettkampf so wieder direkt weg vom Bodybuilding.
- 1:07:41Wieder voll ins Arbeitsleben hinein. Das war für mich gar kein Thema mehr. Wie lange hast du nach dem Wettkampf wieder einen Bluttest gemacht, um zu testen, wo dein Testosteronspringl nach ist? Nein. Das hast du nachher nicht mehr gemacht?
- 1:07:56Ich glaube, desto mehr du mit deinem Körper arbeitest, desto besser lernst du ihn kennen und desto schneller merkst du, was genau passiert. Du hast gewusst, dass du seit 3-4 Monaten keine Erektion mehr hattest, weil der Testosteronspiegel so tief war, dass es gar nicht mehr ging. Du warst voll im Überlebensmodus.
- 1:08:19Nach dem Wettkampf nach London, wie lange ging es, bis es wieder angefangen hat zu funktionieren und du die Energie hattest? Das ist genau die spannende Erfahrung und darum bin ich auch nicht auf das andere eingegangen. Die TRT, das hat man ja, die Arzt, wenn du die Werkse ist, würdest du jetzt noch sagen, Kollege, nimm das wahrscheinlich. Aber...
- 1:08:43Das war spannend. Ich dachte, jetzt kann ich wieder essen, die Energie kommt wieder. Mein Coach sagte mir, das geht in ein paar Monaten. Ich sagte, ja. Auch wenn, ich bin jetzt eh bei diesem Punkt. Es ist wirklich eine sehr spannende Frage. Ich dachte, jetzt kann ich mehr essen, jetzt funktioniert das sicher alles wieder.
- 1:09:04Ich würde sagen, nach dem Wettkampf haben auch Fressattacken angefangen. Das hatte ich gar nicht mehr unter Kontrolle. Das ist eine ganz spannende Erfahrung. Und darum bin ich gar nicht auf das Thema aufgesprungen, jetzt etwas zu nehmen. Ich finde ja Körpergeist, die Erfahrung.
- 1:09:20Das finde ich richtig geil. Ich lerne gerne, wenn ich etwas sage. Ich habe immer noch nicht ausgelernt. Dann ist zum ersten Mal die Fressattack gekommen. Ich habe reingeschaufelt. Ich konnte sechs Monate Diät für den Wettkampf, kein Problem. Ich habe das Zeug nicht gewürzt. Komplett alles vertrocken gegessen. Ein- bis zweimal habe ich 0-Kalorien-Sauce gebraucht. Dann habe ich gemerkt, nein.
- 1:09:47Und danach ging es einfach fressenlos. Ich hatte keine Macht mehr. Kein Halt. Ja, und das fand ich ganz spannend. Es war so, jetzt einfach mal zum Beschreiben. Ich habe eine Dönerpizza,
- 1:10:06Wir sprechen jetzt nur von der Nacht. Ich habe eine Dönerpizza und Pommes gegessen. Dann noch ein Dürüm. Und meine Mutter hat noch etwas anderes gekocht. So Spaghetti mit Fleisch. Das könnte ich auch noch essen. Ich hatte eine Dönerpizza, Pommes, Dürüm. Plus noch eine ganze Bowl von dem, was meine Mutter gekocht hat.
- 1:10:28Und dann war ich vor der Fernsehergegangen und dachte mir, ich könnte noch ein Dessert haben. Und es war teilweise auch so, dass mein Bauch voll war, mir war übel. Hier oben, ich wusste, ich bin mehr als satt, ich bin überfressen. Aber hier drin war irgendwas, ich glaube, das ist ein Urtreib. Ein Urinstinkt, das vorkommt. Ich glaube, das versteht man echt nicht, wenn man nicht selbst in diesem Level war. Ich kann diese Kraft auch gar nicht beschreiben.
- 1:10:56Was hat das über mich gemacht? Ich war stark im Kopf, ich habe es sechs Monate durchgezogen. Aber ich wusste, mir war schlecht von Essen und Taten.
- 1:11:07«Iss, iss.» «Mir, mir.» «Weil mein Körper, der Urinst, wir haben ja gemacht, dass man merkt, das kommt fix von früher. Früher warst du tief im Körper und hast das Fett gebraucht, um zu überleben, weil du nicht täglich essen konntest. Und das Unterbewusstsein, das weiss ich ja nicht, dass das freiwillig gemacht hat, dass du dich so runtergekungert hast. Nein, wie ja. Und er hat gesagt, «Hey, da ist etwas zum Essen, iss.» «Holzer.» «Da ist etwas zum Essen, iss. Ja, wir brauchen wieder Fett, wenn du das wieder machst.» Und wirklich, also...
- 1:11:34Ich hatte keinen Schuss gegen den Trieb. Ich habe sogar Sachen angefangen zu essen. Ich war masslos satt. Ich wusste, ich verliere meine Form. Ich werde wieder fett. Und das sind sogar Sachen, die ich nicht mal gerne habe. Das habe ich gegessen. Im masslosen Überfluss. Das ist eine sehr spannende Erfahrung. Aber diese Erfahrung wollte ich auch mitnehmen. Und da habe ich nach einem Monat gedacht, jetzt ziehst du wieder an, das kann es jetzt nicht sein.
- 1:12:02einen Tag diätet, dann ist gleich doppelt der Gegeneffekt am anderen Tag gekommen. Da war ich schassenlos. Der typische Jojo-Effekt sozusagen. Ich würde sagen, Jojo-Effekt ist wahrscheinlich auch so ein Kommerzbegriff, damit einfach nicht, dass die Leute nicht diät machen, aber
- 1:12:18Das ist die Definition eines Jojo-Effekts. Ich wurde sehr schnell fett. Das ist dann mental... Ich weiss nicht, wie es mit Stoff ist. Ich rede jetzt für Natural Bodybuilder.
- 1:12:36Die Nachtdiät ist heftiger als während der Diät. Vor allem psychisch würde ich das jetzt strenger erklären, weil du gehst total aus der Form. Du hast immer noch keine Kraft, weil der Hormonaushalt am Arsch ist. Trainings, obwohl ich so viel gegessen habe, sind am Anfang nicht besser geworden.
- 1:12:56Und du siehst scheisse aus. Du fühlst dich leer. Du siehst scheisse aus, weil du plötzlich wieder fett bist. Zwei Wochen vorher war überall Streifen. Und dann war es voll Wasser. Ich habe wirklich so vollgeschwollene Beine. Das hatte ich mein Leben lang noch nie.
- 1:13:12Und dann schaust du in den Spiegel, bist voll verfettet und denkst, das ist speziell. Und eben der Trieb. Und eben der Vorteil ist, ich habe Bodybuilding nicht aus dem Ego gemacht, weil ich eben auf der Bühne zeigen wollte, «Hey, schaut euch das an, ich bin geil, liked meine Dings.» Ja, und auch für mich. Unternehmerisch, aber ich wollte auch im 8. Jahrhundert noch sagen, «Hey, das hast du jetzt noch verdient gehabt.» Weil damals wollte ich auch Fitnessmodel werden und so.
- 1:13:37Es war auch spannend, dass ich das Mailander realisierte. Ich wollte damals Fitnessmodel werden, den Bodybuilding Wettkampf machen. Ich war damals Favorit, hatte viele Angebote. Ich meine, wir sind von 2014, da hatte das Influencer noch nicht so gross. Ich wäre einer von den... Jetzt ist es schon recht neu. Jetzt ist YouTube gerade aufgekommen. Ich wäre einer der jüngsten und ersten Influencer, wenn man das so sagen kann. Aber das wollte ich damals nicht. Also ich wollte Modeln und so.
- 1:14:04Das hat damals nicht geklappt. Elf Jahre später habe ich einen Wettkampf gemacht. Gute Platzierung. Ich war dann auch Modell in Mailand vor dem Dom. Mit meinem eigenen Sport. Damals wollte ich für andere, jetzt habe ich für mich selber. Die eigene Kleidermarke nebenbei aufgebaut.
- 1:14:24Das war eine spannende Erfahrung. Die Nachwettkampfzeit, vor allem, wenn du in den Spiegel schaust, bist du fett. Weisst du, wie du vor zwei, drei, vier Wochen ausgesehen hast. Hast du die Bilder und alles. Und bist immer noch nicht ready. Der Hormonspiegel hat schon eine Zeit gebraucht, um deine Frage zu beantworten.
- 1:14:45Bei mir ging es 2,5 Monate, bis ich wenigstens wieder einmal am Morgen eine Erektion hatte. Schon krass. Da hatte ich über 6 Monate keinen Sex. Jetzt nochmal die Frage beantworten.
- 1:15:00Hast du schon jemals in Erwägung gezogen, um auf die dunkle Seite zu gehen? Nein. Das nicht? Also in Erwägung gezogen. Ich habe darum herum studiert, was wäre, wenn man würde... Aber das wäre jetzt eher gewesen, um zu schauen, was passiert mit dem Körper. Ist es anders? Weil ich höre auch Gutes von TRT, von der Ersatztherapie. Aber...
- 1:15:19Stand jetzt habe ich es nicht genauer abgeklärt. Ich meine, ich hätte es doch kommen können. Ich kann zum Arzt gehen und sagen, schau mir meine Werte an. Aber das ist jetzt für mich immer noch kein Thema. Ich glaube, es ist auf Social Media aktuell so krass präsent. Vielleicht war es auch wegen dem, weil ich so in die Szene und das Thema so präsent war.
- 1:15:44Wenn du jetzt schon auf YouTube schaust, hast du 16, 17, 18-jährige Jungs, die schon anfangen zu stopfen, weil sie an einem Fitness-Influencer gerecht werden wollen und so aussehen wollen, wie er aussieht. Das wird so verherrlicht, aber ich glaube, die ganzen Nebenwirkungen werden überhaupt nicht in den Weg gezogen, was alles passieren kann, vor allem in so einem jungen Alter.
- 1:16:07Ich glaube, das ist aktuell ein schwieriges Thema und deshalb finde ich es gut, dass du sagst, dass du es hier hast. Klar, ich habe es in Erwägung gezogen, ich habe mich informiert, aber ich bin natural, ich bin natural auf der Bühne und ich bin und bleibe natural. Also in Erwägung gezogen, ich kann es kurz durch den Kopf gehen, was wäre, wenn ich die TRT machen würde.
- 1:16:28Ich sehe den Sinn nicht für mich. Ich habe keine Tattoos, ich habe keinen Ohrenring, ich habe eigentlich nichts an meinem Körper gemacht. Ich habe einmal etwas an meinem Körper gemacht, also neben die Haare schneiden. Ich habe Locken machen lassen. Das ist das Unnatürlichste, was ich an meinem Körper je gemacht habe. Wie hättest du es sehen können?
- 1:16:53Ich kann mir die Futur gar nicht anmelden. Ich kann jetzt sagen, gut. An der Modenschau war ich mit der Tourwelle. Oh wirklich? Ja, ich kann eigentlich schon fast ein bisschen von Natur aus, wenn ich es jetzt nicht so mache wie jetzt. Ja, geil. Nein, aber...
- 1:17:11Das Thema auf Social Media ist recht speziell. Es wird fast verherrlicht. Und eben gerade bei 18-Jährigen. Das ist eben ein Punkt. Ich hatte wegen dem unter anderem keinen Erfolg als Personal Trainer. Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu trainieren. Und habe damals mit 19, 20 Jahren schon fast fünf Jahre Trainingserfahrung gehabt. Schon klar war ich all von meinem Alter voraus. Und die sind mit 18, 19 Jahren auf die Idee gekommen, ich will anfangen zu trainieren.
- 1:17:35trainieren zwei, drei Monate und sagen, wieso sehe ich nur noch nicht aus wie der Valentin? Ah, der ist fix auf Stoff. Wir dachten damals schon, ich sei auf Stoff. Aber der Fakt, dass ich schon das fünf Jahre gemacht habe, das ist völlig ignoriert worden. Aber gut, das könnt ihr auch gar nicht wissen. Weisst du, ich meine...
- 1:17:53Wenn du mit 18, 19 immer im Ausgang warst und dann mal anfängst zu pumpen, dann kennst du meine Welt vielleicht nicht. Und jetzt das Thema Stoff allgemein. Also Stoff, wie du gesagt hast, ist nebendürkig. Ich muss auch sagen, ich habe mittlerweile schon mit ein paar Leuten gesprochen, es gibt auch Ärzte, die verschreiben TRT. Und ich glaube, langfristig finde ich es nicht schlecht.
- 1:18:22Ich will es nicht verherrlichen, aber wenn du siehst, dass der natürliche Testosteronspiegel bei den Männern, vor allem bei den jungen Leuten, extrem sinkt,
- 1:18:32Ich bin ganz ehrlich froh, wenn es echte Männer auf dieser Welt gibt. Weisst du, was ich meine? Und die auch noch Mann sein dürfen. Ja. Genau. Und von dem her, ja. Aber die Leute haben es dann auch, wenn das jetzt aber zu sehr verherrlichst oder verharmlost ist, dann haben die, die hier oben ein Problem haben oder nicht fair zu sich sind...
- 1:18:53Ich habe schon mit einem geredet, der sagte, er mache TRT. Was heisst das? Wie viel nimmst du denn? Ja, mehr als 300. 300? Okay. Der kann sich nicht eingestehen, ich bin auf Stoff. Ja. Ich bin aber immer noch etwas dünner. Aber ich nenne es einfach TRT, weil das ist in aller Munde und es ist im Hype. Mhm. Weisst du, da muss ich auch sagen, nein, das ist nicht der Sinn der Sache. Dann sag doch wenigstens, du bist auf Stoff.
- 1:19:23Ja, aber eben, jeder hat seine Gründe. Ich hoffe, dass man einfach ehrlich zu sich selber ist, aber auch, eben, ich habe viele Leute, gerade damals, da war das Zeug ja noch weniger geprüft, unreiner und so, da habe ich Leute gesehen mit Nebenwirkungen, das ist...
- 1:19:41Boah. Willst du nicht? Nein, das willst du nicht. Ich sehe jetzt bei mir eben, das sind auch nicht... Ich bin mit meinen 102 Kilo jetzt wieder off-season. Bist du zu 102? Ich bin jetzt 102 Kilo. Bin ich auch zufrieden. Ich bin mir noch ein bisschen zu fett jetzt wieder. Ich denke mal, wenn ich mich wieder komplett normal einpendle, bin ich etwa bei 8,99 Kilo und sehe dann wieder...
- 1:20:04gut aus. Für meine Verhältnisse bin ich noch etwas zu fett. Aber das darf ich auch über den Winter. Hey, der Winterfach ist gut. Den brauchst du. Dann kann ich wieder Raclette essen. Nein, aber ich habe absolut kein Problem, mich so zu zeigen.
- 1:20:23Bevor ich jetzt das Resultat meiner Wettkämpfe gepostet habe, habe ich schon gepostet, dass ich wieder fett bin. 160 Kilo war ich übrigens im Peak vor dem 15. August. So dort umher. Also 16 Kilo über Wettkampfgewicht.
- 1:20:38Darf ich mal zeigen, wie extrem ich in diese Fresserei gekommen bin? Es ist abartig. Ja, es ist sehr spannend. Wir haben schon so viel, aber du hast mir schon vorgegangen. Du hast schon gesagt, dass du wahrscheinlich so weit rausgekommen bist. Und ich finde es richtig geil. Wir sind jetzt schon 1h20 dran. Und wir haben noch nicht einmal über Edelwetika geredet. Wir haben noch nicht einmal über deinen Brand geredet. Nein, das kannst du eigentlich noch. Wie geil ist das denn? Also, Edelwetika. Also, sind wir im Stadtblieben? Wir sind im Stadtblieben bei Edelwetika.
- 1:21:06Ja, dass wir noch gar nicht über das geredet haben. Wir haben eine kurze WC-Pause uns gekündigt, nach fast anderthalb Stunden. Und deshalb dien wir direkt wieder rein in das Thema Edelwetika. Über das haben wir noch gar nicht geredet. Wir haben geredet, dass du schon eine Fashion-Show gemacht hast, hin und her. Über das haben wir auch noch nicht richtig geredet. Geredet haben wir darüber noch nicht, nein. Aber das hatte ich. Aber wann ist Edelwetika und wieso ist Edelwetika entstanden?
- 1:21:34Ähm... Für die, die die ganze 1,5h vorher gehört haben, wisst ihr jetzt vielleicht, wie ich ticke. Das ist auch tiefgründig aus 2-3 Sachen passiert. Ich bin unternehmerisch ein bisschen... Ich habe damals mit 16 schon gemerkt,
- 1:21:55Ich will mein Glück nicht von anderen Personen abhängig machen, sondern für mich selbst verantwortlich sein. Das habe ich auch in der Lehre schon gemerkt. Konstrukteur, weil da hat es geheissen, du musst etwas zeichnen, das die Produktion entwickeln muss. Da ging man in die Produktion und fragte, ob man das machen kann. Da sagten die, so und so funktioniert die Maschine, zeichne es doch so. Da dachte ich, wow, geil, ich bin auf ins Büro.
- 1:22:18Ich wollte es so und so für sie machen. Dann meinte es, das gehe sicher nicht. Unsere Vorschriften sind so und so. Das muss eingehalten werden, das muss erreicht werden. Das, das. Die sollen dort das machen, was wir ihnen vorgeben. Ich bin dazwischen und sage, ich will doch, dass der in der Produktion Spass hat. Aber ich will auch, dass der Chef im Büro, also in der Konstruktion, sein Zeug hat, das er vorschreibt.
- 1:22:44Und dann haben sie sehr oft miteinander gestritten. Und ich war einfach der mittlere Mann. Ich wollte es doch beiden recht machen. Hey. Aber schwierig damals.
- 1:22:54Ja, und da habe ich gemerkt, dass der Druck mich belastet. Ich konnte es der Entwicklung nicht recht machen, weil ich auch nicht zu dir kommen wollte und gesagt habe, du musst jetzt duschen gehen, wenn du lieber schwimmen oder baden würdest.
- 1:23:18Ja, keine Ahnung. Einfach andere Sachen machen, die nicht optimal sind. Ja, und vor allem bin ich der Lehr 15, 16. Da kannst du nicht an Erwachsenen sagen, du musst das so machen. Es gibt Leute, die das können, ich konnte es nicht. Und nachher habe ich gefunden, ich will in die richtige Fitness gehen. Dann war ich drei Monate in Amerika. Sprachaufenthalt. L.A.
- 1:23:47Ja, so dort an der Küste entlang. Und dort ist mir so einige Sachen bewusst geworden. So eben vom Bauernhof zuerst mal so allein weg. Das war für mich eine ganz andere Welt.
- 1:24:04Von dem Bauernhof nach L.A. Also weisst du, der Kontrast. Ich wollte nicht mal meinen Verein wechseln vom Fussball, weil ich dachte, wieso muss ich mit dem Bus irgendwo hinfahren, wenn ich mit dem Velo kann. Ja, das Fitness ist übrigens auch zwei Minuten von mir daheim gewesen. Also weisst du, ich bin nie weit weg von mir daheim gegangen.
- 1:24:22Dann habe ich gesagt, ich habe Englisch begattet. Das war der letzte Jahrgang, der nicht schon sehr früh in der Schule Englisch hatte. Ich hatte Englisch erst in der Oberstufe. Das war beiläufig. Mein Englisch ist eine Katastrophe, für das ich noch eher jünger bin.
- 1:24:44Und dann fand ich, nach der Lehre, eine Zeitspazie drei Monate, bis ich ins Militär musste. Und dann fand ich, weisst du was, drei Monate voll arbeiten, schön und gut, aber drei Monate Englisch lernen, wenn ich das nachher mein Leben lang kann, was ist drei Monate gegenüber ja, mein ganzes Leben. Bin ich auf L.A. dort Sprachaufenthalt, Englisch gelernt. Das war auch so eine coole Geschichte. Das war auch das erste Mal einfach so, ich bin zwar ein Daheihocker, aber ich kann alles machen, wenn ich es will.
- 1:25:14Ich sagte dann einfach, dass ich drei Monate auf L.A. habe. Meine Eltern haben mir das mitfinanziert. Ich muss auch sagen, danke, dass sie mich das machen lassen. Damals, das ist nicht mal so weit weg, gab es Leute in der Oberstufe, die Englisch nicht als Fach genommen haben, weil sie sagten, wieso brauche ich Englisch, ich bin ja in der Schweiz.
- 1:25:34Weisst du was ich meine? Es ist nicht mal so weit weg, wo das aber noch zutreffend war. Leute haben teilweise diese Aussagen unterstützt. Weisst du, also 15 Jahre. 15 Jahre. Nachher ging ich eben nach L.A. Ich kann dir einfach ernst sagen, ich musste in London umsteigen. Und mein Englisch ist eine Katastrophe. Ich habe...
- 1:25:59nicht mehr die Basics holen können. «Hoi», «Ciao» und «Not» und «hier» und «dies» und «das». Dann musste ich in London umsteigen und ich flog auch zuerst alleine. Ich machte zuerst alles alleine. Dann war es so, «Fuck it, let's go, machen wir einfach. Meine Mama will auch so,
- 1:26:17Ich dachte, ich komme schon in die Ruhe. Das Urvertrauen und Grundvertrauen in mich funktionierten. Was will passieren? Dann ging ich nach London, umstieg und dort hat es schon angefangen. Ich in London, ich muss nach L.A. Die Arrival Department, dies, das. Ich wusste nicht mal, was diese Begriffe heissen.
- 1:26:41Und dann habe ich so in der Schweizer Familie neben mir durchgelaufen, «Hey, unser Flieger ist dort alleine.» Und ja, unser Flieger hatte Verspätung, ist zu spät gelandet. Das heisst, wir mussten voll stressen. Und ich schon nervös. Sonst schon drei Stunden vorher am Flughafen gewesen, damit ich ihn anbekommen konnte. An einem grossen Flughafen in London? Ja, der war auch noch gross. Eben so mit Transit ins Flughafen. Und ich meine, ich bin damals...
- 1:27:03Ich war schon so eingestellt, ich fliege von der Schweiz, ich muss fast sechs Stunden vor dem Flughafen sein. Und nachher jetzt London. Sie haben es schon im Lande gesagt, ja, wir sind spät, wir müssen pressieren. Ich so, scheisse.
- 1:27:15Dann habe ich dort rumgefahren. Da hat mich gerade einer geführt. Ich habe nachgehauen und eine Schweizer Familie gehört. «Aber unsere Flieger auf L.A.» «Die fliegen auf L.A.» «Anschlussflug» «Ich gehe dann nach.» Dann waren wir im Bus. Ich wusste noch nicht, ob ich überhaupt der Richtige war.
- 1:27:34habe ich sie gefragt. Ich so, hey, Entschuldigung, ihr fliegt auf L.A.? Ja, voll. Ich so, nein, dem fliegt. Ja, voll. Sag Gott sei Dank. So, nachher L.A. angekommen. Gepäckausgabe. Mein Koffer kommt nicht. Ja. Geh mal ohne Englisch jetzt. Ja, geh mal ohne Englisch. Dann bin ich so, security things. Dann bin ich so zu dem hin gelaufen. Sir, my bag is not here.
- 1:28:04«Ah, your bag.» Ich habe nichts verstanden, was er gesagt hat. Ich würde es jetzt wiederholen, wenn ich es verstanden hätte. «My bag is not here.» «I am in your luggage.» «My big bag is not here.» «I'll take this card, go to you.» «Dings, ähm, ja, wie heißt es?» «Airline.» Ich habe wenigstens ein bisschen Grundgedanken. Ich bin mit denen geflogen, das heisst, ich gehe jetzt zu denen.
- 1:28:31die Karte abgegeben und gesagt, my bag is not here. Dann gab es mir ein Dokument von etwa 20 Seiten, das musste ich unterschreiben. It will arrive tomorrow. Okay. Ja, fine. Ich habe nichts verstanden. Ich weiss nicht, was ich dort unterschrieben habe. Und sie gab mir noch 100 Franken.
- 1:28:51Damit ich Sachen einkaufen kann. Ich bin ja dort angekommen, ich hatte kein Unterwäsche dabei. Sie gaben dir dort 100 Franken? Ja, weil es nicht dort war. Also 100 Dollar, damit ich überleben kann. Oder etwas kaufen kann, um anzulegen.
- 1:29:06Dann hat die ganze Reise angefangen, um Englisch zu lernen. Aber da wurde mir einiges bewusst. Wenn du nicht weggehst aus deinem Fenster oder Vogelperspektive, die du gar nicht sehen kannst. Darum urteile ich nicht über Leute, auch nicht über Entscheidungen von Leuten. Das sind so Sachen, die du siehst, wenn du einfach mal in einem ganz anderen Szenario drin bist, nimmst du Sachen anders wahr. Ich kann nur sagen, Amerika, jeder von euch, damals in meiner Schulzeit, jeder träumt von Amerika. «Wow, ich will mal in Amerika, wow, so geil dort und so.»
- 1:29:36Ich dachte, es ist schon geil hier. Aber spätestens ab der dritten Woche, als ich gesehen habe, wie diese Menschen leben, die nicht in diesen Filmen sind, oder nicht die Stars, hat eine zum Beispiel angeboten, dass sie für 20 Stutz die ganze Nacht durchmacht und auf uns aufpasst, so eine, die uns das Quartier geleitet hat. Sie hat mir 20 Stutz gegeben und ich
- 1:29:58Wir haben den Pausenraum, den öffentlichen Raum, den wir auch gespielt haben, wo alle Schüler untereinander beaufsichtigt werden mussten. Und da ging immer noch die Säne zu. Sie sagte, für 20 Schutze macht sie die ganze Nacht durch und bleibt dort, damit sie einfach 20 Dollar mehr hat. Ich so, das ist der Lifestyle in Kalifornien. Und dann hatte ich auch zuerst mal die Gedanken wieder. Die Chérie ist dort riesig. Du hast dort sehr, sehr wohlhabende, aber du hast halt...
- 1:30:25Sehr viel, wo gar nichts... Da bin ich wieder zu dem Gedanken gekommen, wenn ich mal gesagt habe,
- 1:30:32Jeder träumt immer von Amerika. Und jeder sieht noch das Gute. Da ist mir das Bewusstsein gekommen, ich bin hier in Amerika, ja, es ist geil, aber wenn du hier lebst, ist es in der Schweiz viel schöner. Weil wenn die für 20 Stunden eine Nacht durchschauen, da gehen die Leute nicht mehr für 25 Stunden eine Stunde putzen. Weisst du, was ich meine? Und da ist mir bewusst geworden, die Leute leben einfach in einem Traum. Sie sind
- 1:30:59Ich habe ein Bild von Amerika vorgegaukelt. Da habe ich am Anfang im Marketing mehr verstanden. Man erzählt das, man kennt das. Jeder sagt, ich würde gerne auf Amerika, voll geil, wow, dort leben. Dann habe ich die Leute gesehen, die dort gelebt haben. Nicht die vollen Macher, sondern die normalen. Da habe ich gesagt, das ist wohl keiner von denen. Weisst du? Und dann kam mir das Bewusstsein so ein bisschen. Und dann ist mir dafür voran,
- 1:31:24haben sie einen Roadtrip gemacht. Ich, ein Slowak, ein Schwed und ein Holländer sind in den Yosemite Nationalpark gefahren.
- 1:31:33Man hat sich das typisch so vorgestellt, man hat einen Mustang gemietet, einen Roadtrip dorthin. Und das war auch spannend, das war auch ein Bild, das ich mir mit 16 mal aufgeschrieben habe, dass ich das machen werde. Das war auch etwas, das ich vor Manifestieren in der Kamera gesprochen habe und gesagt habe, ich werde mal nach Amerika gehen, ich werde einen Mustang mieten, Roadtrips machen und so.
- 1:31:55Genau so kam es dann heraus. Über Roadtrips machten wir mehrere. Einmal waren wir unterwegs mit zwölf Leuten. Leute aus der Klasse, Frauen, Männer, alles voll geil. Aber dieser Trip war so, dass mir am bewusstesten wurde, in den Nationalpark gefahren zu werden.
- 1:32:14Dann musste man zuerst Eintritt zahlen. Es gab so Schranken. Hey, du musst Eintritt zahlen, das kannst du im Nationalpark. Okay, schön und gut. Eintritt zahlen, zuerst habe ich mir nichts dabei gedacht. Und ich bin gefahren.
- 1:32:29Das ist eben auch so der Einblick, wo du denkst, andere Leute können das gar nicht verstehen. Jetzt sind wir ein bisschen bergauf, die Kurve habe ich gefahren, und ich dachte so, wow, Bro, bist du lebensmüde? Ich so, was? Und ich bin wirklich kein Raser. Ich fahre intelligent. Also würde ich jetzt behaupten. Und nicht schnell, nicht zum Aufspielen oder so.
- 1:32:48«Pro, wie du um diese Kurven fährst.» «Was? Ich fahre ja wirklich völlig normal. Das wäre bei uns das Atlet oder ein Pass drauf fahren, der Hirzel oder weiss Gott was.» «Pro, bist du lebensmütig? Da geht es so runter.» «Für mich war das völlig normal. Ich war bei unseren Bergen. Klar ist ein Steilhang nebenan, wenn du ins Vegetal hinterher fährst. Weiss Gott wo ich...» «Und dann habe ich so gecheckt, für dich ist das nicht normal. Für dich ist das etwas komplett Neues.»
- 1:33:17Und auch der Einzige, der es verstanden hat, war der Slowake. Aber sogar der Schwede hat gesagt, «Kollege, du fährst schon heftig da rauf.» «Aber bei uns ist ja jede Strasse so.»
- 1:33:28Und danach sahen wir Bäume. Bäume. Wälder. Die waren alle dort. Touristen. Tausende von Leuten. «Fotel, wow! Schau, diese Landscape!» Und ich stand da und dachte... «Der Schweizer ist genauso geil.» Nein, ich dachte wirklich so... «Hey, ich bin jetzt sechseinhalb Stunden gefahren... ...da in den Nationalpark... ...hab noch Geld bezahlen müssen... ...da stehen tausende Leute und foteln den Berg und die Bäume...
- 1:33:59Ich habe das in fünf Minuten vor meiner Haustür. Und dann ist mir Bewusstsein gekommen, so heftig. Das war für mich schon selbstverständlich. Auf dieser Reise, der Gedanke mit Edelwetiga? Unter anderem. Darum erzähle ich die Geschichte jetzt ein bisschen ausführlicher. Sorry für das. Es sind Bewusstseinszustände gekommen. In der Schweiz habe ich das auch. Die Leute so, wow, das ist doch ein Traum. Es ist so...
- 1:34:26Würden das jetzt die Schweizer hören, die die ganze Zeit sagen, wow, ich will mal nach Amerika? Ja, das war so ein Bewusstseinszustand. Ich bin auch der Einzige, der nicht grossfettig macht. «Hey, wieso machst du keine Fettig?» Also ich finde die Schweiz schöner. Das ist mir dort erst bewusst geworden. Aber ich musste das erleben, um zu verstehen, dass... Meine Grossmutter oder die Schwester meiner Grossmutter sagt immer, wir wissen gar nicht, wie schön es ist, dass wir es hier haben.
- 1:34:55Als Kind dachte ich immer, ich will auch mal auf Amerika. Und dort dachte ich auch, sie hatte immer recht. Und meine Eltern so, was willst du mehr aus unserem Hof? Schau mal die Aussicht, die wir haben, mit den Tieren und allem. Dort begann ich ein paar Dinge zu verstehen. Und dann kam ein wichtiger Punkt, auch dort in L.A.
- 1:35:15Ähm, gerade vor allem, ähm, deine Speech, gerade zu deiner Bodybuilding-Szene, da war ja Arnold einmal am Trainieren. Ich wollte das Zeug auch mal erleben. Und dann war es so,
- 1:35:27Bist du dort? All, wirklich so viele Leute. California-Liebling. Ein Tanktop von California. Ein Cali-Boy. Und so, weisst du, sogar billige Tanktops mit dem, was ist California? Rot-Weiss-Grün oder einfach Rot-Weiss. Und der Bär, der drauf ist oder so. Ja.
- 1:35:48Und jeder hat das dort gefeiert, auch mit den Leuten, die ich in der Klasse war. Nationalstolz? Ja, sogar Ort. Nicht nur national, sondern auch Ortstolz, also regional. Und da dachte ich mir, dass in der Schweiz gewisse Sachen auch der Stolz ist, aber man kann es nicht repräsentieren oder man wird teilweise nicht belächelt, sondern eher ins Lustige gezogen. Das ist das Schöne am «Tucke-Boy».
- 1:36:12Ja, Ducca City. Nein, nachher war es das Lustige. Jeder und jede, die dort kam, ich bin in die Restaurants gegangen und habe gesagt, hey, that's California, welcome to Venice Beach. Auch die Strassenmusiker, wow, I'm here in California, what else, best life und so. Und ich habe mir überlegt, die Schweiz ist...
- 1:36:36so schön, so viele schönere Sachen auch, plus ich sage jetzt mal, die Grundlebensqualität ist noch viel höher. Ja, also weisst du, das muss einem dann auch mal bewusst werden, weil ich sage jetzt mal, eine Woche Ferien in Amerika, denkst du, wow, beste Leben, geil, weisst du. Aber wenn du dann eben dort im Alltag drin bist, denkst du, nein, take me back, weisst du. Gut. Und dann bin ich eben wieder zurück in die Schweiz gekommen.
- 1:37:00Und ich war auch so. Ich hatte auch Kalifornienflaggen gekauft. Und nachher so «Wow, I miss California, was es so gibt.» Dann dachte ich so «Hey, das Geile, was du hier erlebt hast, war nicht nur der Ort, sondern die Leute rundherum.» Weil ich habe das mit den Leuten teilweise viel geiler gefunden, als wo das genau war. Das sage ich immer wieder, der Ort sollte nicht abhängig machen von wie «special» es ist.
- 1:37:22Du kennst das ja selber, du kannst am Abend irgendwo draussen hückeln mit so abgefuckten Stühlen. Beste Abendkarte. Ja genau. Und ich kam zurück in die Schweiz. Es war gerade Herbst, also Oktober. Die Rindchen sind von der Alp runtergekommen. Da war schon der Geschmack in der Luft. Ich dachte, ich habe das so vermisst.
- 1:37:44Klar, Amerika, wenn ich mich in eine Welt einlogge, bin ich dort. Ich bin wirklich total flexibel. Ich kann ins Jodelkörli gehen, ich kann in Schwinge gehen, ich kann in Zürich rausgehen. Ich bin teilweise auch mit Albanern in die Surinore gegangen. Alles gemacht, weisst du.
- 1:38:03Und ich kann mich überall einfügen. Und ich mache das dann auch gerne, weil ich so gerne diese Welt erlebe. Ja. Darum habe ich auch nie vorurteilt. Ich frage dann eher, «Hey, warum ist das so? Warum machst du das so?» Ja. Gut, dann bin ich nach Hause gekommen und habe meiner Mutter ihren Traum erfüllt. Meine Mutter hat immer gesagt, «Ich will, dass wir mal in den Bauernkalender gehen.»
- 1:38:23Ja, da habe ich gesagt, weisst du was, Mami, ich gehe im Bauernkalender dir zu lieb. Das mache ich. Das war dann aber ein Jahr später, also ich sage jetzt mal acht, neun Monate nach Amerika. Aber das Casting und so waren schon früher und dann ist das eine auf das andere gefolgt. Ich habe schon gedacht, hey, in der Schweiz haben wir gar nichts. Jeder hat Kalifornien gefeiert und ich sowieso feiert keine solche Schweiz. Wir haben es ja viel schöner da. Das war mein Gedanke, als ich nach Amerika kam. Ja.
- 1:38:50Und man kann Zufall sagen, oder man kann einfach sagen, vielleicht braucht es den Push vom Universum, dass du anfängst zu denken. Dann habe ich gesagt, «Mami, ich komme mit dem Bauernkalender.» Dann kam mein Bruder, «Ja, easy, ich komme auch.» Meine Mutter hatte total Freude. Und dann mussten wir uns anmelden. Und dann wurden wir für das Casting angenommen.
- 1:39:13Schaltet bei uns den Telefon. Ja, Regionalzeitung, Marktanzeiger, wir können ein Interview machen, wir gehen in den Bauernkalender. Und ich bin eben ein Mensch, ich erzähle sehr gerne von mir, aus Sachen, die ich gemacht habe. Nicht, was ich machen werde. Weil, wer weiss, was morgen passiert? Aber, was ich gemacht habe, erzähle ich gerne. Meine Erfahrungswerte, teilweise auch mit Stolz. Aber gewisse Sachen auch einfach als Learning. Die Leute Zeitung an.
- 1:39:40«Hey, wir wollen euch interviewen, ihr kommt ja in den Bauernkalender.» Ich habe gesagt, ich mache kein Interview, weil ich bin nur nicht angenommen, ich bin nur nicht im Kalender. Sie können mich ja ablehnen. Ich komme nicht in die Zeitung und erzähle, «Wow, ich komme jetzt in den Bauernkalender» und dann nehmen sie mich nicht. Die von der Zeitung hat gesagt, «Wie bist du eigentlich? Was wollen sie euch ablehnen?» Ich so, «Ja, ich bin nur nicht fix dort. Mein Bruder hat gesagt, «Du bist nicht da,
- 1:40:03«Komm doch einfach her, die werden uns eh annehmen.» Bevor ich etwas nicht gemacht habe, rede ich nicht darüber. Oder ich habe gelernt, nicht darüber zu reden, bevor ich es gemacht habe, weil weiss Gott, was sonst alles passiert. Ja. Ähm... Nachher kam eine Zeitung, dann kam eine andere Zeitung, weil diese Zeitung das auch gemacht hatte. Ähm... Ah, okay. Dann waren wir bei der Zeitung, ein Bild von uns, wir und mein Bruder, Burenkalender Boys, zwei Tugner,
- 1:40:34Auf diesem Bild hatte ich ein normales T-Shirt an. So Zürich-Style, Mode, Kommentare.
- 1:40:42«Das sind sicher keine Bauern, was wollen die? Das sind ja gar keine Schweizer, schau mal, die sehen nicht mal aus.» Bei mir haben sie eh das Gefühl, wenn sie mich zum ersten Mal sehen, ich sei ein Albaner. Also als Kind haben mich viele Leute auch erwachsen, auf Albanisch angesprochen und so. Ohne es eigentlich? Ja, ja. Gut, ich hatte auch teilweise Kollegen im Schweizer Bereich, aber auch viel mit Ausländern.
- 1:41:05Es war noch lustig. Ich bin auch immer in den Ohren. Die dachten, ich sei einer von ihnen. «Paschal Sotan, ich bin kein Albaner.» Nein, aber es war wirklich eine spannende Erfahrung.
- 1:41:24Sie haben es so kommentiert, das sind doch Hustlen. Vor allem auf mich, für mich war es sehr scharf. Frag mich nicht warum. Mein Bruder, heilig. Der war alles. Im Nachhinein kann ich noch dazu sagen, es war auch eine sehr spannende Erfahrung, die Wahrnehmung der Leute. Es hat auch mit Spirituellen etwas zu tun, und so energetisch, sehr spannend.
- 1:41:47Dann stand da, es seien gar keine Schweizer. Da habe ich mich aufgeregt. Wie sieht denn ein Schweizer aus? Was leidet der an? Edelweisshemden lege ich nicht an das Fette, weil das ist ja viel zu warm. Das sind ja die richtig robusten Hemden. Die Schwingerhemden. Ich dachte, weisst du was? Ich finde es wirklich schade. Wir können es nicht repräsentieren. Würde ich aber gerne. Aber ich lege kein Edelweisshemd an.
- 1:42:17Und ich lege nicht das rote Liebling mit dem Kreuz drauf, das du im Souvenirshop kaufen kannst. Wie willst du die Verbundenheit zur Schweiz zeigen? Das habe ich gefunden... Ich mache mal etwas für mich. Ich will auch ein bisschen.
- 1:42:3421? Du bist 21? 21, 22. Nein, das ist gerade im Jahr, in dem ich 22 geworden bin. Als du die Idee für eine Brand hatten? Nein, 21 bin ich sie, genau. Ja. Oh nein, warte, jetzt muss ich mich kurz überlegen. 2017, 22. Also auch wieder von 21 zu 22. Die Idee kam mit 21 und umgesetzt habe ich es mit 22.
- 1:42:58Am 23. Juli 2017, um 9.30 Uhr, ging ich online mit Edelweity. Online? Online, ja. Also so offiziell nach aussen. Aber eben die Vorgeschichte, da habe ich gedacht, ja okay, ich mache mal ein T-Shirt.
- 1:43:13Ähm, Edelweissstoff von meiner Mom dort. Schwarze Basic Liebling bestellt. Hände gehäuft, wie ich das annehmen wollte. Dann fand ich den Stoff nicht gut, bestellte einen anderen. Fand ich das gut, ging zu meinem Gotti. Kannst du mir das nähen? Jetzt hat es mich geneigt. Ich so, ja, jetzt muss ich jemanden finden, der mir das... Dann fragte ich das Gotti. Ich so, hey, willst du mir noch ein paar von denen nähen? Er so, nein, sie war stundenlang dran an diesem Arm und so. Ich so, okay.
- 1:43:39In dem Fall nicht, ich muss einen Produzenten suchen. Dann hat es angefangen mit dem Unternehmerischen. Und das eine führt zum anderen. Wenn du das Leben lang etwas machst, immer wieder Sachen machst, du kennst dann einfach Leute. Ich habe mal im Food-Bereich selbstständig werden versucht, als ich Fitnesstrainer werden wollte. Da habe ich auch für ein Start-up gearbeitet. Ich habe Kurier spielen gehen.
- 1:44:04Ich habe im Fitness gearbeitet, ich habe noch auf dem Hof mitgeholfen und bin dann nachts um 12 Uhr auf Basel gefahren von Duggen, um Essen zu holen, weil ich am anderen Tag Auslieferer bin. Und da habe ich Leute von der Fitnessbranche kennengelernt. Da habe ich mal für das Fitness ein paar T-Shirts machen lassen, damals in China.
- 1:44:21Ich habe mir gedacht, ich will mal ein bisschen selbstständig, also einfach mal ein Projekt machen. Das hat mich gekitzelt. Ich habe es gemacht für die, die haben gesagt, ja voll cool. Und dann habe ich beim Essen ausliefern einem erzählt, ich habe ein Liebling gemacht für das Fitness. Und der hat gesagt, ja, er hat auch jetzt ein Liebling machen lassen, aber bei einem da in Zürich. Wo aber ein Atelier in der Türkei hat. Ich so, okay, ja, nichts gedacht. Ich habe es weiter ausgeliefert. Zwei Jahre später ist es mit dem Bauernkalender gekommen. Dann habe ich es so, das ist der Prototyp gehabt. Ich so, hey,
- 1:44:50Ich rufe mal diesen Mann an, ich wollte nicht in China produzieren. Dann fragt er, ob ich die Nummer von dem und dem geben kann. Ja voll, da. Zwei Jahre vorher hast du kurz darüber geredet, zwei Minuten. Und dann bist du mir geblieben und dann habe ich meinen Produzenten kennengelernt. Den habe ich bis jetzt noch. Also es sind T-Shirts. Ja. Der ganze Stoff kommt von wo? Istanbul. Von Istanbul? Ja. Und der wird dann in die Schweiz geschickt?
- 1:45:13Nein, mit den Mitteln wird alles. Das meiste dort in der Gartenei vor Ort. Okay. Also Geschichte angefangen, auch das Edelweiss wird jetzt unten gedruckt. Das haben wir aber selber nochmal auf unsere Art gezeichnet. Ja. Aber ich erzähle schnell Geschichte im schnellen Durchlaufen. Das war auch so etwas. Dann habe ich mir eben, Mindset ist auch noch lustig, ich habe gesagt, ich gehe erst online
- 1:45:36wenn der Bauernkalender rauskommt. Weil ich habe in meinem Kopf zusammenfantasiert, wenn der Kalender raus ist, haben wir einen Hype. Dann komme ich gleich mit den Kleidern und so. Ich verstehe nicht, warum ich nicht voran denke. Ist aber auch die Komfortzone mich ein wenig rausgeschoben. Statt jetzt voll vorwärts zu machen, ja, ja, dann habe ich noch ein wenig Zeit. Dann fängst du mal Sachen im Kopf zusammenzureimen, die eigentlich gar nicht existieren. Das sind dann auch Mindset-Sachen, die ich im Nachhinein sagen muss, hätte ich das früher gewusst oder gelernt.
- 1:46:06Nein, das war noch lustig. Dann, weil so viele Zufälle entstanden sind, da hatte ich den Prototyp bei mir zuhause. Was passiert? Meine Mutter bekommt ein Telefon. Sie hatte mal Krebs. Und sie hat ein Telefon bekommen, hey, da haben sie ein Event, von Pink Ribbon war das, wo sie für Krebs-Awareness einen Ausflug machen. Im Letztengrund und dann... Genau, genau. Und dann haben sie mal eine Wanderung gemacht.
- 1:46:36Sie liefen bei uns vorbei und riefen nach meiner Mutter an. «Hey, ich koche für alle.» Das war einfach so, weil meine Mutter so ist. Dann hiess es, dass der Fernsehmoderator Marco Fritsche dabei sei. Er war als Promi die Wanderung am Leiter.
- 1:46:54Dann haben wir den Leuten von der Zeitung geschrieben, dass bei uns Pink Ribbon vorbei kommt. Mit denen, die uns beim Bauernkalender reingenommen haben, zwei Monate vorher. Dann haben wir geschrieben, dass wir einen Bericht über eine Wanderung machen wollen. Pink Ribbon hatte natürlich auch gerne diese Publicity-Awareness regional.
- 1:47:17Und dann hatte ich natürlich meinen Prototyp angehabt. Und wir haben mit Marco Fritsche gesprochen, weil er von «Bauer, ledig, sucht» war, der Moderator. Und wir waren da im Bauernkalender und meine Mutter hat das Event gehocht. Und der Prototyp hat es schon ähnlich rausgegeben? Ja, genau das. Genau das? Ziemlich, ziemlich, ja. Dort haben wir es noch nicht selbst gezeichnet, das hatte ich ja eingekauft.
- 1:47:39Und dann war da die Wanderung, Marco Frice. Und dann die von der Zeitung auch. «Hey, cooles Läppchen, von wo hast du das? Ich soll ja selber machen lassen.» «Was?» «Ja, ich werde eine Kleidermarke machen, die ist jetzt in Produktion.»
- 1:47:53Dann haben die beiden so gelacht und gesagt, du, ja, jetzt verarschst du uns. Ich so, nein, ich bringe die T-Shirts raus. Dann haben beide von der Zeitung gesagt, wenn du das machst, schreib uns. Wir machen einen Bericht darüber. Gehst du das dann? Ich so, cool. Aber sie so, aber machst du das wirklich? Ich so, ja, hab ich ja jetzt gesagt. Und nachher, Marco Fritsch war auch da. Er so, hey, geiles Liebling. Ohne sich etwas zu sagen, ich habe es einfach angeleitet.
- 1:48:18Ich so, danke. Nachher bin ich zu ihm, ich so, das ist schon ein bisschen nervös, ich so, Marco, darf ich dir so ein Lied schicken? Nachher schaut er mich so an, Valentin, das ist genau so ein Lied, das ich eigentlich ab und zu brauche.
- 1:48:38«Bringst du mir zwei?» Da hat er schon das Geld rausgenommen. Ich so «Marco, du musst doch das Zeug nicht zahlen.» Der Marco, das ist eben auch so ein geiler Sieg. Der war so «Hey, wenn du das lieferst, da ist das Geld. Ich lege das an.» Ich so «Marco, eigentlich bringst du mir einen riesen Mehrwert, wenn du das Zeug noch schon anleihst.» Und er so «Ja.»
- 1:48:58Ich will das zahlen. Marco ist auch nicht so einer, der sagt, er sei Moderator und alles gerade will. Er ist hinter der Kamera noch ein viel geilerer sich als vor der Kamera. Shoutout an Marco. Wirklich ein super Typ. Und dann war es lustig, das Foto, da haben wir ein Foto gemacht. Starke Jungs im Einsatz mit Pink Ribbon oder so. Da haben wir Marco Frice hochgehebt und das Foto kam dann sogar im Blick. Und ich mit dem Prototyp und so.
- 1:49:26Ja, aber... Und nachher habe ich gedacht, es war Sommer, dann habe ich gedacht, okay, ich gehe online dann eben im Herbst, wenn der Bauernkalender rauskommt. Dann ist aber eine negative Sache... Und auf dem Weg dorthin, ich wollte das wieder mit hunderten Kollegen machen,
- 1:49:43Teilweise, weil ich mir die Eier selber nicht hatte, um das zu machen. Oder ich hatte das Gefühl, wir machen doch alle. Ich wollte immer alle mitziehen. Mit dem Bruder, dann in einem Kollegen. «Hey, du kommst doch draus.» Ich habe mich nicht getraut, selber in diese Sachen hineinzugehen, weil ich dachte, ich kann es nicht. Das ist ein Mindset-Tipp, den vielleicht jemand mitnehmen kann. Am Anfang wirkt immer alles viel grösser, wenn man gar keine Ahnung hat, als wenn man mal angefangen hat.
- 1:50:10Ich wollte so viele Leute ins Boot holen, weil ich dachte, «Hey, du musst etwa...» Produzenten fand ich ja dort. «...die Webseite machen. Wie geht das?» «Das Logo designen. Ich habe doch keine Ahnung von solchen Programmen.» «Dann Marketing, Facebook-Werbung.»
- 1:50:28Alle fotografieren, Videos machen. So viele Sachen. Und ich war alleine mit der Revision. Ich wollte dann hunderte Leute reinholen. Dann haben wir gesagt, wir können mal das anschauen. Wir hatten viele Sitzungen. Wir haben schon Sachen besprochen, wie Sachen aussehen sollen, bevor wir angefangen haben. Darum kann ich dir einen Tipp sagen. Wenn ihr etwas im Kopf habt, fangt einfach an. Dann seht ihr schon, was der Weg wird sein. Dann ist eigentlich ein Ereignis gekommen. Und
- 1:50:56Ich habe den Komfort, wenn der Kalender kommt, möchte ich ihn. Das ist dann der richtige Zeitpunkt. Dann kam ein Zeitungsbericht von einem
- 1:51:08dass der Edelweiss-Caps rausbringt. Kannst du jetzt vorbestellen. Das war im Blick gross drin, das waren 20 Minuten. Und ich dachte, dann steht da, «Hey, ich will Edelweiss modernisieren.» Ich so, «Scheisse, das will ich ja auch.» «Mit dem bin ich ja dran.» Der ist im Blick, 20 Minuten. Dann habe ich gesehen, «Wenn du den jetzt bestellen kannst und Ende August ist das Zeug dann bei dir.» Und ich dachte dann so, «Nein, ich will der Erste sein, der das so macht.»
- 1:51:39Da wurde ich schon ein wenig nervös. Ich kam in einen Battle-Modus. Das habe ich Anfang Juli gesehen. «Weisst du was? Fuck it.» «Ich will vor dem 1. August online sein.» Da kam mir auf den Gedanken, wieso auf den Bauernkalender warten, wenn wir den 1. August als Nationalfeiertag haben. Ich habe andere Begründungen gesucht, warum das an dem Tag richtig sein sollte. Innerhalb von 22 Tagen
- 1:52:07Das Produkt, der Shop, alles online. Und hast du alles auch an Lager gehabt? Lager zuhause für mich. Also insgesamt waren es 23 Tage. Am 1. Juli war das, am 23. Juli 1939 ging ich auch online.
- 1:52:22Der Shop war dort, Bilder hatten wir. Alles ready bei mir zuhause. Also wenn man etwas wirklich sagen möchte... Von Namensschutz alles innerhalb von 23 Tagen. Wenn wir jetzt schnell ein wenig Werbung machen. Ich habe jetzt das Shirt an und es ist mega gutes Material. Ja. Es ist richtig angenehm zum tragen. Ja, das hat uns jetzt acht Jahre lang am Leben gehalten. Abartig.
- 1:52:48Mega. Freut mich. Danke. Danke für das. Very good job. Ja, da musst du auch ehrlich sein. Wenn du es schlecht machen willst, wirst du nicht acht Jahre lang auf dem Markt sein. Nein, das definitiv nicht. Ein einfaches Zeitungsartikel ist der ausschlaggebende Punkt gewesen, um zu sagen, hey fuck it. Dort habe ich zum ersten Mal gelernt, du musst dich von einem Kollegen, ich so, hey, wir müssen das jetzt online haben, schau, deine Aufgabe wäre das, das und das. Dann hat mein Kollege gesagt, hey, beruhige dich, wir haben noch Party das Wochenende.
- 1:53:16Nein, ich will... Jungs, dann mache ich es halt alleine. Weil dort hatte ich so den Challenge, eben das Feuer. Eigentlich hat mich dort wieder genervt, ich hätte es wieder von jemand anderem abhängig gemacht. Also wenn ich mit 16 im Fussball kann, dann so, nein, fuck it, ich mache es alleine. Und also alleine, dann habe ich jemanden gefunden, der mir die Webseite gemacht hat.
- 1:53:38Aber eine zuverlässige Person, die ich auch vom Fitness wieder erkannt habe. Weil ich damals schon für das Fitness die Webseite gemacht habe. Roger war wirklich super. Die Anfangszeit war sehr wichtig. Das werde ich auch nie vergessen. Und danach habe ich angefangen, das selber zu lernen. Ich konnte nicht immer auf andere... Bei Edelweitega, wie viele sind ihr? Machst du das alleine?
- 1:54:05Jetzt habe ich gleich ein bisschen das Blackout. Wie meinst du, Alain? Von den Bestellungen, über den Versand? Nein, nein. Zum höchsten Zeitpunkt hatte ich bis zu sechs Angestellte im Team. Also Freelancer, die ich aber fix in einen geholt hatte. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass das unrendabel ist. Da war ich als Chef persönlich noch nicht so weit, dass ich das auch handeln konnte.
- 1:54:32vom Geschäft her. Ich habe zuerst Leute eingestellt, bevor ich wusste, für was. Das ist ein langfristiges Learning, aber das würde den Rahmen noch viel mehr sprengen. Aber jetzt aktuell bin ich der Head of eigentlich alles, was neu ist. Alles, was neu ist oder was brennt.
- 1:54:54Ich habe aber wirklich Lukas, das ist mein Cousin auch, der in unser Team gekommen ist, der bewirtschaftet alles perfekt. Also bei neuen Sachen, ich bin wirklich der, der Sachen anfängt und irgendwie die Wege leitet, sodass es
- 1:55:11Er kann am Laufen behalten. Ich kann ein System aufbauen, wie alle Kunden uns schreiben und tun können. Aber ich gebe es ihm, um das Zeug zu bewirtschaften. Das ist das Beste, was mir passieren kann. Wir zwei sind im Kernteam. Da gibt es natürlich noch das Frenzy. Das ist Lukis Mami, meine Tante, die die Lager für alle Versendungen macht.
- 1:55:33Und dann hast du noch gewisse Leute im Team wie den anderen Luki, den Fotograf. Mit ihm wollen wir ihn jetzt stärker ins Geschäft holen als, ich sage jetzt mal, wie sagst du, den Creative Director, der Fotoshootings mehr plant oder Details unter sich hat.
- 1:55:55Ihr habt auf jeden Fall eine riesige Gemüte. Seine Gemüte ist riesig. Ja. Und ich glaube, das ist etwas, das ganz, ganz, ganz wenige haben. Also im Nachhinein, wenn ich mit Unternehmern spreche, da kommen wir noch mal zum anderen Punkt. Am Anfang bin ich auf den Zug Facebook-Werbungen aufgesprungen, damals im Jahr 2017. Wenn ich nur Geld verdienen wollte, hätte ich etwas anderes machen müssen.
- 1:56:19Weil, was ich erst jetzt langsam verstehe, umso älter ich werde, ist, dass wir eine Marke aufbauen. Eine Marke, die ein Gesicht hat, die die Leute mit etwas verbindet. Und gerade dieses Jahr war es extrem. Eben auch ganz grosse Schweizer Firmen haben sich mit uns eingekleidet. Also ich sage jetzt zum Beispiel,
- 1:56:36Suzuki Schweiz hatte auch an der Auto Zürich unsere Edelweisshemden an. Dann Ramsayer, die Getränke haben das auf das Schwingfest gemacht. Klarner Kantonalbank, Mobiliar, das sind alle mit uns eingekleidet. Und da muss schon Trust drin sein. Und das machst du nicht einfach mal schnell, wenn du ein Dropshipping-Produkt heute Morgen auf den Markt bringst. Aber, wenn ich jetzt mal Geld machen wollte, hätte ich so etwas machen müssen. Ich habe damals mit ein paar Leuten zusammen angefangen, die auch andere Sachen gemacht haben.
- 1:57:03Die haben jetzt verdammt viel Cash und ich habe einfach in jeder App immer wieder reinvestiert. Und ich habe auch sehr viel Geld in die Hand gesetzt bei Sachen, die ich eben nicht gewusst habe. Ja, das sind Learnings, die man am Anfang, wenn man nicht über die Hand, die weiss, wie, wo das Geld investieren, dann geht es so. Und ich war jetzt wenig klar. Weisst du, ich sage jetzt mal bei einem Handel, das ich einkaufe, das ist meine Zwischenmarge. Aber dann hast du mal noch Fotografen, dann hast du mal noch ein Essen mit allen Models, dann hast du nur das. Alles musst du einbereiten.
- 1:57:31Bei Facebook-Werbungen gab es, wenn es schlecht lief, immer noch etwas mehr. Dann war der Lagerbestand leer, weil ich das Produkt zuerst einkaufen musste ohne Lager, bevor ich es verkaufen konnte. Das hieß, mit anderen Vertriebssystemen. Bei Propshipping hattest du das nicht. Liquidität war dann auch so ein Thema. Ich hätte mich doch nie getraut, extern von einer Bank Geld zu holen.
- 1:57:57Ich bin beim Bauernhof aufgewachsen, ich hatte kein Board, das Geld hingeladen, dann war das Zeug erledigt. Dann hat mich mein Produzent in Zürich angeschaut. Er hat gesagt, die erste Lieferung kostet so und so viel. Gut, da kannst du es haben, fängst du an. Ich dachte, okay, ist gut, beruhige dich. Du brauchst keine Rechnung oder irgendwas? Ja, das ist bei uns... Ich bin nur ein Handschlagmensch und ich bin auch so aufgewachsen.
- 1:58:18Weisst du, also... Ja. Wenn ich dann im Nachhinein schon gemerkt habe, dass andere Geschäfte dann noch ein bisschen anders funktionieren. Klar, jetzt mit einer ganz grossen Summe, dann müsste es im Koffer rumlaufen. Aber, ähm, nein, also... Damals war das so, «Ah ja, komm, da fängst du mal an. Und da hast du das Geld, weisst du, so...» Mega. Ja.
- 1:58:36Und das alles mit meinem Lehrlingslohn damals noch bezahlt. Ach, warte. Ich habe mit 5'500 Fr. alles noch gemacht. Die erste Charge bezahlt, die Webseite bezahlt, Markenschutz, all das ganze Zeug habe ich noch gemacht.
- 1:58:53Ja. So hat das dann angefangen. Also Kompliment für wie du das alles aufgebaut hast, mit was du alles dahinter gegangen bist, all deine Learnings. Danke vor allem für die ganze Background-Geschichte. Ich glaube, das ist mega viel
- 1:59:08Wert, wenn jetzt da jemand zuhört, der sagt, hey, ich möchte schon lange etwas machen, aber ich komme irgendwie nicht in die Gänge, ich will einfach einfach loslegen. Genau, ich denke, das ist genau das. Einfach mal anfangen und dann im Prozess kommen die Sachen auf dich zu und dann kannst du sie immer noch lösen. Aber die jetzt Gedanken machen,
- 1:59:25Für was wäre wenn. Was könnte sein und dir das bringt alles mit. Weil zu 99% werden die Sachen nicht eintreffen. Ja. Vor allem ist ja, das kennst du wahrscheinlich auch, du machst dir zuerst gewisse Gedanken um Themen, wo du nicht rauskommst, aber die brauchst du vielleicht gar nicht mal. Und das Lustige ist, das habe ich jetzt nach all diesen Jahren teilweise immer wieder, aber ich kann auf das Bewusstsein greifen. Bodybuilding-Wettkampf auch. Hey, ich bin nicht der Bodybuilder, den sich alle vorstellen.
- 1:59:52Egal, ich habe einfach gefunden, ich mache den Trainer und ich mache den Wettkampf. Let's go. Ich habe sogar meine ersten Designs vom Trainer, wegen dem habe ich alles angefangen, habe ich über den Haufen gerührt, weil ich gemerkt habe, während ich joggen bin, dass das das falsche Produkt ist für das. Und das passiert mir auch nach acht Jahren. Es wird immer wieder passieren. Das ist Entwicklung, ja.
- 2:00:10Hätte ich zuerst gesagt, ich will zuerst das Prototyp vom Trainer haben und dann fange ich an mit der Wettkampfvorbereitung, wäre es zu spät gewesen. Hätte ich aber auch gesagt, ich mache zuerst die Wettkampfvorbereitung und gehe dann auf die Trainerinnen, wäre es vielleicht auch zu spät gewesen. Einfach mal machen. Klar musst du die Risiken ein bisschen abwägen. Wir haben jetzt von normalem Zugehen, also Risiken abwägen.
- 2:00:34Ja, was soll ich sagen? Du musst es tragen können, wenn es voll daneben würde gehen. Obwohl ich dann immer sage, Kollege, es gibt es daneben, wenn du willst. Ja, aber eben, einfach mal machen. Unbedingt. Einfach starten, der Rest kommt dann schon. Wir sind aber da, wir sind noch nicht ganz fertig. Auch wenn wir schon über zwei Stunden dran sind, auch wenn es mit der Pause abgezogen ist, sind wir immer noch über zwei Stunden. Was schon crazy ist, aber ich habe noch etwas für dich. Und zwar eine Schnellführrunde. Okay.
- 2:01:04Es sind so ein paar Fragen, um die zehn Fragen. Hast du mir am Anfang nicht gesagt? Das muss ich nicht sagen. Das muss ich nicht sagen. Das ist okay. Und wir schauen einfach mal. Vor allem erwartest du von mir, dass ich eine kurze Antwort gebe, nachdem wir zuerst ins Detail gegangen sind. Okay. Das ist jetzt genau das Problem. Will?
- 2:01:29Eigentlich passiert diese Schnellfeuerrunde nach einer guten Stunde. Und dann geht das ganze Gespräch vielleicht nochmal in 20-25 Minuten. Jetzt machen wir wirklich diese Challenge. ASAP antworten. Möglichst wenn ich überlege. Ist eine Challenge.
- 2:01:46Du hast ja gerne Schreien. Ja, okay. Also, ich nehme mich jetzt zusammen und gebe einfach die kürzeste Antwort, die ich noch habe. Gut. Es triggert jetzt schon. Ich will jetzt schon darüber reden, wie ich Antworten geben würde. Nein, musst du nicht. Okay. Also, wieso heisst Edelwetika Edelwetika? Edel wegen der schönen Schweiz und Wetika wegen der Schweiz. Also Edel ist eigentlich eine Ableitung. Also Ableitung. Edel, schöne Schweiz. Okay, sehr schön.
- 2:02:18Mach mal eine Aufzählung der fünf besten Länder für dich. Schweiz? Kanton Schweiz? Ducke? Nein, ähm... Kann ich so nicht sagen, aber... Ich schweiz einfach auf die Eins. Okay, schweiz auf die Eins. Ja, den Rest ist mir egal. Auf welches Essen kannst du nicht verzichten?
- 2:02:49Ich habe einen Wettkampf gemacht, ich kann auf alles verzichten. In diesem Fall ist es dein absoluter Lieblingsessen. Habe ich so nicht. Hast du nicht? Nein. Was ich mir aber ab und zu gönne, wo ich oftmals so wirklich genüsslich Bock drauf habe, sind Süsskartoffelpommes. Das ist auch sehr, sehr geil. Ja. Das ist sehr geil.
- 2:03:07Ich habe auch noch einen anderen. Sorry, bin ich dir überrascht. Das ist auch sehr, sehr geil. Ich hätte wirklich gedacht, ich könnte mir da so alten Makronen... Nein. Das isst sich schon auch.
- 2:03:22Ich habe einen Wettkampf gemacht, in dem ich nicht mal mein Zeug mitgewürzt habe. Alles geht. Ja, wenn es sein muss. Supplements, die du immer dabei hast oder die du nie verzichtest? Dabei nicht. Ich bin tatsächlich einer, der komplett ohne Supplements auskommen kann. Das fragen sich viele. Aber ganz klar Nummer 1 Supplement, das ich jedem empfehlen würde, der Sport macht, ist die Creatine. Das ist komplett natürlich und hat in meinen Augen nur Benefits. Dosierung?
- 2:03:525-10 Gramm am Tag. Ja, musst du täglich nehmen. Also musst du, ja. Schreibst nicht, wenn du es nicht machst, aber ich würde es täglich nehmen. Okay. Deine grösste Inspiration? Eigentlich sage ich meinen Vater. Schön. Wieso?
- 2:04:17Weil der alles für uns und unsere Familie aufgebaut hat. Mit der Mutter, also eigentlich Mutter und Vater. Was die alles für uns aufgebaut haben. Das Leben, das ich hier in der Schweiz leben kann. Ja und auch die Power eben. Mit Krebs, so morgens um sechs Uhr im Stall stehen und dann für die Kinder so schauen, als wäre es nichts. Das ist unglaublich. Ja. Was das angeht. So ja.
- 2:04:41Okay. Dann dein aktueller KFA? 20 plus. Nein! Ich habe es ja vorhin gesagt, es ist kein 20 plus. By far nicht. Ich würde lügen, wenn ich jetzt eine Zahl sagen würde. Schätzungsweise 15%. Ja. Ja.
- 2:05:04Mit zehn, neun, zehn ist für mich ein schöner Sweet Spot, wo ich das ganze Jahr sein könnte. Ich hätte weniger jetzt. Ja, ist vielleicht auch weniger, aber es interessiert mich nicht. Das ist jetzt gerade das Problem. Alright, dann wer darf den Podcast ja nicht verpassen? Keine Ahnung. Ich bin so einer, ich weiss nicht, ob das überhaupt jemanden interessiert, den ich hier erzählt habe.
- 2:05:36Keine Ahnung. Keine Ahnung. Dann, welches Klischee über die Schweiz nervt dich am meisten?
- 2:06:01Mich nervt eigentlich fast nichts. Also, nein. Bring mal ein Klischee. Sag mal eins. Dass die Schweizer geizig sind? Nein. Ich finde gar nicht. Nein, ich auch nicht. Darum... Hast du sonst noch ein Klischee?
- 2:06:22Hey, ist deine Schnauflage runter, Nini? Ein Plottwist, bist du nicht darauf vorbereitet? Okay, wenn ich etwas sagen kann, ist, dass es...
- 2:06:34So Edelweisssachen nur für die Bauern sind. Ah, okay. Ja, aber auch das habe ich in Deutschland gemerkt, dass das eigentlich ganz anders ist. An der Fashion Show in Deutschland wollten die das Zeug unbedingt anlegen. Da haben sogar Models, die in Mailand laufen, gesagt, ich will dein Edelweissbikini. Wie geil. Aber ob das ein Klischee ist? Okay. Ja. Ich habe noch zwei. Ja, super.
- 2:07:02Du bist Unternehmer. Was heisst für dich Unternehmertum? Jetzt können wir wieder ein Buch öffnen. Ja. Ich nenne es mal... Echte Lebensschule. Nicht Theorie. Echte Lebensschule. Sehr schön.
- 2:07:27Wenn man es selber praktiziert. Bist du überrascht, dass ich so kurz und knapp bin? Ja, ich finde es super. Lebensschul. Ich würde jetzt am liebsten aufmachen, weil der Titel heisst Lebensschul. Mega schön. Alright. Ich würde so gerne schon mehr erzählen, aber nein, ist gut, bleiben wir so. Alles gut. Und die letzte ist, der Podcast heisst Momentum. Was heisst für dich Momentum?
- 2:07:53Das ist eine geile Frage. Ich beziehe das oft mit dem Sport. Das ist etwas, das man spürt, wenn man in einen Lauf kommt, in einen Aufwind und gefühlt alles mit dir mitkommt. Und du das richtig leben kannst. Einfach mitnehmen. Du bist im Momentum drin. Einfach machen und es funktioniert alles.
- 2:08:15Ja, super. Was ist es für dich? Ich habe schon so viele Definitionen von Momentum gehört. Für mich, und ich glaube, ich ändere es auch immer wieder ein bisschen. Ich glaube, Momentum ist für mich der aktuelle Moment geniessen, das Jetztleben, Carpe Diem, Noten den Tag, wirklich der aktuelle Moment in vollem Genuss erleben und leben können.
- 2:08:46Ja, ich bin gerade bei mir in die ähnliche Richtung. Alles, was jetzt gerade ist, alles, was mitkommt, es ist jetzt. Right now. Ja, nur Genuss, also Genuss klingt immer so zu positiv in meinen Augen. Ich meine, ich finde es auch geil, wir hatten den letzten Monat, im August, unseren Rekordmonat. Da waren wir auch voll im Momentum drin, wir haben den Moment voll gelebt. Aber es war auch hart, weisst du.
- 2:09:11Trotzdem hatten wir auch krass heftige Rückschläge, aber du hast ihn trotzdem mitgenommen und auch gelebt und genossen. Darum sage ich, Unternehmertum ist Lebensschule. Lebensschule, absolut. Valentin, das ist deine Kamera. Wenn du noch etwas für deine Community sagen willst, ist das dein Moment. Ich glaube, du hast schon sehr viele tolle Sachen gesagt, die extrem wertvoll sind. Da kannst du noch einmal den Moment nutzen.
- 2:09:42Kommt das am Anfang als Teaser oder kommt das am Schluss? Vielleicht kommt es als Teaser. Ich wege es von dem ab. Wenn ihr mal wollt, ich würde es auf dich beziehen.
- 2:09:57Genau. Wenn du mal wissen willst, wie ich Edelvetica gegründet habe, was meine Hintergrundgedanken waren vom ganzen Bodybuilding, vom Natural-Wettkampf, was ich davon halte, von Leuten, die ähm, ja, stoffen oder was ich allgemein von diesem Stoff, Testosteron, aktuellen Hype halte, ja, darüber haben wir diskutiert. Oder auch, wenn du einfach sonst ein wenig hineinhören willst in mein Leben, wie ich vom Bauhof aufgewachsen bin.
- 2:10:24Dann lasst doch rein. Es ist ein bisschen länger gegangen, es ist eine längere Aufnahme, aber wir sind teilweise sehr detailliert reingegangen. Also, falls du es siehst, viel Spass und ich hoffe, du kannst zwei, drei Sachen mit rausnehmen. Perfekt. Ich glaube, aus dem mache ich sogar einen eigenen Reel. Definitiv. Okay. Aber ich kann auch noch abschliessende Wörter sagen. Ja, mach doch gerne. Ich kann es am Schluss noch reinhauen. Ja, mache ich schnell den Abschluss dann.
- 2:10:52Also Leute, ich hoffe, ihr habt zwei, drei Sachen aus diesem Podcast mitnehmen können. Eben ob es jetzt landwirtschaftlich ist, ob es jetzt im Bereich Fitness ist oder im Unternehmertum oder allgemein, wenn ihr mal ein Projekt für euch persönlich selber starten wollt und zu viel ins Overthinking gekommen seid, fangt einfach an.
- 2:11:10Und das Ganze hättest du jetzt nicht geschaut, wenn mich Kevin nicht eingeladen hätte. Von dem her möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken bei dir, Kevin, dass du mich in den Podcast eingeladen hast und den Zuschauern das ermöglicht hast. Danke.
- 2:11:26Danke dir vielmals. Es war mir wirklich eine Ehre, dass du dir Zeit genommen hast. Ich glaube, jeder, der den Podcast gehört hat, merkt, wie viel das bei dir läuft, wie viel du unterwegs bist, was du alles machst. Du bist ein Multi-Unternehmen, du hast ganz viele tolle Sachen auf die Beine gestellt.
- 2:11:44Du bist durch verschiedene Hindernisse überwältigt, um dich anzukommen, wo du jetzt bist. Also gratuliere zu dem, gratuliere zu deinen Erfolgen und gratuliere zu den Misserfolgen, weil die haben dich auch hierher gebracht. Also danke vielmals für deine Zeit.
- 2:12:00Und für euch alle, danke, dass ihr auch bis hierhin zugesungen habt. Wenn ihr bis hierhin gekommen seid, dann hat es sich definitiv gelohnt. Und ich möchte mich an dieser Stelle bedanken dafür und wünsche euch alles, alles Gute. Das war wieder einmal ein Podcast mit Valentin und somit inspirierende Menschen mit inspirierenden Geschichten. Dein Momentum Podcast. Alles, alles Gute. Danke vielmals. Nice. It's a wrap. It's a wrap. It's a wrap.