Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Büdchen-Öffnungszeiten, Besuch bei JazzSick-Records und alles zum Japan-Tag
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- Manchmal komme ich mir ja ein bisschen doof vor, wenn mich jemand fragt, was ich früher mal werden wollte. Also nicht wegen eines eventuell komischen Wunsches, da gibt es ja auch gar kein richtig oder falsch, sondern weil ich es halt geworden bin. Sängerin. Irgendwie ein bisschen kitschig dann immer. Aber it's true, ich stand Stunden mit meiner Bürste und irgendwann dann sogar mit einem richtigen Mikrofon, das ich im Studio meines Vaters geklaut habe, vorm Spiegel und habe performt. Jetzt halt mit meinem eigenen Mikro vor richtigen Leuten. Schon schön. Damit Musik auch die Leute erreicht, müssen ja viele Schritte passieren. Einige davon liegen in den Händen der Labels, die sich um die Veröffentlichung und alles drumherum kümmern. Philipp van Ennert hat ein solches, Düsseldorfs einziges Jazz-Label, Jazz Sick Records. Und ob das früher auch schon sein Traum war, das hat er mir verraten. Musik kann man überall machen, ganz sicher gibt es in der Stadt auch Bütchen, die eine Bühne bieten. Die kleinen Läden sind nicht selten Herzstück und Treffpunkt für ganze Viertel und das fast 24-7, also auch sonntags. Ob sich das in Zukunft, wie kürzlich geschehen in Mönchengladbach, ändern könnte und was er an Gütchen so besonders mag, erzählt Philipp Zeitner. Im Mai kommt nicht nur die Sonne schon fast zuverlässig raus, auch steht, nach dem Karneval natürlich, jährlich das erste richtige Groß-Event der Stadt an, der Japan-Tag. An die 650.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet. Auf dem Programm stehen wie immer kulinarisches Wettbewerbe und natürlich Musik. Highlight ist das große Feuerwerk am Abend. Und doch gibt es immer wieder was Neues. In diesem Jahr wird das ganze Spektakel zum Beispiel auf eine ganze Woche ausgeweitet. Was es sonst noch zu wissen gibt, weiß Angelina durch. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Mein Name ist Horst der Kormann. Ihr hört Folge 369. Music. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich wunderschöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen, wenn ihr Termine habt, auf die wir hinweisen dürfen Oder wenn ihr einfach mal eine Frage stellen wollt oder einen Kommentar da lassen, dann schreibt uns. Ihr erreicht uns unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de oder 016 080 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. In jedem Viertel der Stadt, wahrscheinlich sogar an jeder zweiten Straßenecke, gibt es ein Bütchen. Die kleinen Läden sind unterschiedlich gut sortiert. Meist bekommt man alles, was man braucht, auch am Sonntag. In Mönchengladbach, wo die Bütchenkultur wie in der gesamten Region auch einen großen Platz hat, müssen einige nun sonntags geschlossen bleiben. Das hat das dortige Ordnungsamt mit Verweis auf das in NRW geltende Ladenöffnungsgesetz beschieden. Ob das auch hier droht, was Gründe dafür und dagegen sein könnten und warum er großer Bütchen-Fan ist, erzählt Philipp Zeitner. Lieber Philipp, verrate ich zu viel, wenn ich hier offen mache, dass du gebürtig nicht aus dieser, der schönsten Stadt an reinkommst. Nein, es ist okay. Ich bin zugezogen. Aber ich lebe seit 13 Jahren hier. Ich finde, ich gehöre dazu. Ich finde auch, du gehörst dazu. Und hättest du mir nicht irgendwann mal erzählt, dass du nicht hierher kommst, ich hätte es auch nicht geglaubt. Also, mein Gott. Es gibt ja viele Sachen, die man dieser Stadt hier nachsagen kann. Viele gute, vielleicht ein paar auch nervige. Was hier und überhaupt in ganz NRW, auch im Ruhrpott und so natürlich sehr groß ist, ist die Bütchenkultur. Trinkhalle, Kiosk, nenn es wie du es willst. Da wo du herkommst, wie sieht es denn da aus? Also ist das was, was du hier kennengelernt hast? Ist das was, womit du auch aufgewachsen bist? Erzähl doch mal. Ich kannte den Begriff Kiosk tatsächlich, auch vorher schon. Ich komme aus dem Münsterland, allerdings nicht aus Münster, wo es sicherlich auch Kioske gibt. In der Kleinstadt aus der Echtkomburg allerdings gab es mal einen. Aber darin erinnere ich mich noch auf Waage aus der frühesten Kindheit. Ansonsten ist das da kein Thema. Was macht man? Wo hast du Kippen gekauft? Bei der Tankstelle, die 24 Stunden aufhört. Die ist aber natürlich nur an einem Ort, wo man relativ weit hin muss. Und das wurde trotzdem genutzt, weil es geht ja nicht anders. Aber die Kioskdichte ist... Ausbaufähig. Und als du dann hier hingekommen bist, hast du dich im Paradies gewählt, im Schlaraffenland. Du hast gedacht, hä, rund um die Uhr, egal, ich muss vielleicht mal einen Block laufen, vielleicht mal drei Blocks, vielleicht muss ich sogar eine Station mit der Bahn fahren, aber ich kriege meine Buttermilch auch abends um halb zwei. Ja, das war tatsächlich ein großes Highlight, als ich hierher gekommen bin. Ich habe in Friedrichstadt mit in Friedrichstadt gewohnt und da findet man natürlich sehr viele Bütchen. Dass die Bütchen hier wirklich eine große Rolle spielen, das ist, ich meine, es gibt den ganzen Tag, der dem gewidmet ist. Es gibt Lieder, es gibt Geschichten, es gibt Filme, es gibt Serien, also dass irgendwie diese ganze, wie gesagt, auch gerade im Ruhrgebiet und so, dass das irgendwie hier jetzt, das ist jetzt kein Geheimtipp und auch kein Thema, was überrascht, dass wir darüber sprechen. Es gibt ja von bis, also es gibt diese kleinen, wirklich. Minibütchen, die auch wirklich nicht so eine große Auswahl haben und dann gibt es ja die hin bis zu, die sind fast schon kleine Supermärkte mit frische Theke, mit frischem Obst und Gemüse, du kannst Blumen kaufen. Also die Bandbreite ist sehr groß. Jetzt ist es so, wie alles unterliegen ja auch diese Geschäfte irgendwelchen Auflagen. Es gibt Dinge zu erfüllen oder halt auch nicht. Darüber werden wir jetzt reden. Ich habe ein bisschen, eine Welle kam mir zu Ohren, das jetzt plötzlich im Raum steht, das sage ich jetzt einfach mal so, so ist das bei mir gelandet. Bütchen sollen jetzt sonntags zu haben. Da habe ich natürlich sofort Schnappatmung gekriegt, weil ich kann ja sehr viele Sachen sehr gut, Philipp, das weißt du Genau so gut wie ich. Was ich nicht so gut kann, ist planen. Zum Beispiel, wenn ich Leute zum Kaffee einlade, ob ich wirklich Kaffee da habe und so weiter und so fort. Das heißt, ich lebe von Bütchen. Ich liebe das auch. Ich habe natürlich auch, wie du auch, wir haben unser Stammbütchen. Das ist fast das Logistikzentrum des Viertels. Da werden Schlüssel hinterlegt, da kann man irgendwie Sachen bestellen, da treffen sich die Leute. Also wie gesagt, dieses Thema ist sowieso ein ganz eigenes und auch ein viel besprochenes. Aber als ich jetzt dann hörte, der sonntagliche Einkaufstrip um die Ecke ist vielleicht gefährdet, da habe ich gedacht, nein. Da frage ich aber mal nach bei Philipp Zeitner, der dazu sich erkundigt hat und ganz viele Artikel geschrieben hat. Genau, ich wurde nämlich auch nervös, als ich hörte, dass in einer nicht weit entfernten Nachbarstadt, weniger schön, aber trotzdem nur 20 Kilometer entfernt, in zwei Mönchengladbach. Ich dachte jetzt, du sagst Neues. Ratingen. Vielleicht sind es auch nicht 20 Kilometer an Klappbach, aber es ist nicht so weit weg. Und da hat das Ordnungsamt im März scheinbar eine, ja fast schon eine Art, eine Razzia, zumindest eine flächendeckende Kontrolle bei unter anderem Bütchen, vollzogen und festgestellt, dass viele gar nicht über die Konzession verfügen, die sie benötigten, um sonntags öffnen zu dürfen. Und daraufhin mussten dann einige Bütchen ab jetzt sonntags zumachen. Was ist diese Konzession? Was beinhaltet die im Gegensatz zu dem, was diese Bütchen dann nicht haben? Es gibt da verschiedene. Man kann für Sonntagsverkaufsstellen brauchen eine eigene Konzession. Das läuft dann irgendwie nach dem Ladenöffnungsgesetz Nordrhein-Westfalens. Und es gibt eine nach dem Gaststättengesetz. Das ist dann eine Trinkhalle. Wer das hat, der hat eine Trinkhalle und darf dann eben sonntags mehrere Dinge anbieten und auch geöffnet haben. Die haben da offenbar nicht alle gehabt. Jedenfalls ist die Stadt Mönchengladbach über das Ordnungsamt gegen diese Bütchen vorgegangen. Das war mein Ansporn mal zu fragen, Hilfe, was ist denn in Düsseldorf? Weil ich könnte ja wieder ins Münsterland ziehen, wenn hier die Bütchen nicht machen. Wenn die Bütchen nicht sind, ist eigentlich das Gleiche. Und genau, deshalb habe ich mal nachgefragt bei der Stadt, wie das so aussieht, ob es hier ähnliche Dinge geplant sind oder habe mich mal darüber informiert, was die überhaupt brauchen und habe auch mal bei Bütchen nachgefragt, wie die das so fänden. Die Konzession, die man da benötigt, habe ich schon erwähnt. Dadurch dürfen die dann eine gewisse Zeit lang geöffnet haben und gewisse Produkte anbieten. Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn so manchen Bütchen die Produkte, die angeboten werden, möglicherweise nicht mehr unbedingt unter diese Konzession fallen. Das heißt, wer sehr, sehr genau hingucken wollen würde, würde sicherlich hier auch ein paar Verschlüsse, auch was die Öffnungszeiten und so angeht, möglicherweise finden. Ich plädiere dafür, nicht so genau hinzugucken bei den Bütchen. Ja, ich finde auch, in manchen Fällen kann man das einfach machen. Das ist ein bisschen eine Ordnungswidrigkeit ohne Opfer. Und ich finde, das darf auch gerne so bleiben. Ja, und wie ist der Vibe? Hast du das Gefühl, das schwebt jetzt hier rüber und irgendwie, die stehen schon in den Startlöchern, um mal zu gucken? Passiert das sogar vielleicht? Also wie gesagt, in den Vierteln, in den Straßenzügen, wo ich mich jetzt viel bewege, gibt es einfach schon lange dieselben Bütchen und ich glaube, da würde wirklich, da würden Tumulte losbrechen, wenn die irgendwie geschlossen werden, aber wahrscheinlich schließen hier auch jeden Tag irgendwelche Bütchen, ne? Ja, also mein Eindruck ist, das sagt mir natürlich jetzt die Stadt nicht, weil das Organismusamt auch mir kaum verraten würde, wenn die jetzt sagen, wir machen jetzt am Sonntag, gucken wir, dass wir ihre Konzession haben, das wird nicht passieren, deshalb... Keine Ahnung im Prinzip, aber mein Eindruck ist nicht, dass hier, ich habe explizit nach so flächendeckenden Kontrollen gefragt und da hieß es, dass im Einzelfall und auf Hinweise und so schon so was mal geguckt werden würde. Das klang für mich jetzt nicht nach, wir planen sowas wie in Mönchengladbach, möglicherweise auch aus Sorge vor der öffentlichen Wahrnehmung von so einem Vorgehen. Ja. Und genau, deshalb, ich glaube nicht, dass es ansteht. Ja, verstehe. Du hast ja nicht nur quasi ein recherchiertes Stück dazu geschrieben, sondern du hast auch ein Meinungsstück dazu verfasst, wo du ein bisschen ein Plädoyer hältst und vielleicht auch deine Liebe zum Bütchen darbringst. Was war deine erste große Bütchenliebe? Meine erste große Büdchenliebe ist meine bis heute. Und zwar mein, seitdem ich hier lebe, Stammbütchen. Da gehe ich eigentlich immer noch jeden Samstag meistens hin und trinke morgens da einen Kaffee. Die haben da jetzt seit ein paar Jahren ein kleines Bänkchen vorstehen. Das ist das Allerschönste, wenn die anfangen, einen geilen Kaffee zu machen. Ja, und die haben wirklich erstaunlich leckeren Kaffee, der auch deutlich günstiger ist als in einem Kaffee. Wovon es natürlich in Bilk, Friedrichstadt, wo ich immer noch lebe, auch einige gibt. Genau, da gehe ich immer noch hin und das ist bis heute eigentlich mein Anlaufpunkt gewesen. Auch wenn ich abends nochmal mir ein Bier auf den Weg hole, wenn ich mal etwas vergessen habe beim Einkauf, dann würde ich auch da als erstes hingehen. Wobei ich diese Notfall- Einkaufsort-Sache finde ich schon, ist schon natürlich relevant, aber sehr praktisch. Das ist ja eigentlich ein emotionales Thema, das Bütchen. Ich finde, in den letzten In den letzten Jahren ist das so stark, oder habe ich so wahrgenommen, dass es stärker geworden ist, dass es von Berlin, von dieser Spätikultur rüberkommt, dass viel mehr los ist vor dem Bütchen. Sicherlich hat der Bütchentag auch dazu beigetragen, aber dass viel mehr auch jetzt Bänke davor stehen haben, Tische, wo man sich wirklich hinsetzen kann. Und dieses ganze ja fast schon irgendwie ein bisschen mediterrane Flair, was man da so hat. Die Leute sind auf der Straße, wenn es warm ist und auch wenn es kalt ist, sind die Leute davor. Also das ist eigentlich egal, es darf nicht regnen. Und ja, das ist eigentlich, finde ich, das Wichtigste an so einer ganzen Budengeschichte. Ja, das finde ich auch, dass man sich, ja, ein Treffpunkt, ein Ort, wie gesagt, wo wirklich auch, also was ich eben gesagt habe mit diesem Logistikzentrum, also da sind wahrscheinlich sämtliche Ersatzschlüssel deponiert, wie gesagt, da werden Gespräche geführt, da wird mal hier was abgegeben, damit der sich das dann, also ich habe das selber auch schon gemacht, irgendwie. Weiß ich nicht, ein Kleid, was meine Schwester abends brauchte und ich bin nicht zu Hause, dann gebe ich das ja schnell beim Bütchen ab. Also das ist ja auch, hat ja dann genau mit den Öffnungszeiten wenig zu tun am Ende. Also ob das jetzt sonntags oder so nicht passiert. Und was du sagst, das finde ich nämlich auch dieses, manchmal braucht man wirklich was an einem Sonntag und dann ist es gut, dass es das gibt. Aber ich finde auch allein die Möglichkeit zu wissen, ich könnte irgendwie. Ja, da vorbeigehen sie nochmal die kindlichen Freuden einer bunten Tüte zu entdecken. Und zwar für 5 Euro ohne Lakritz. Also wenn schon dann richtig. Oder machst du mit Lakritz? Ich mache es selten mit Lakritz. Ich mag schon Lakritz, aber das mache ich selten. Aber ja, 5 Euro, jetzt wo man dann auch das Geld eines Erwachsenen ein bisschen hat, ist natürlich dieser Einkauf noch ein bisschen anders als als Kind, den ich ja ohnehin nicht kenne, weil ich komme ja aus dem Land. Wir tun jetzt einfach so oft. Aber das ist natürlich, das ist alles einfach sehr schön. Das hat doch irgendwas, ich weiß nicht, fast schon so ein bisschen nostalgisch. Das ist so sehr einfach. Es ist nett einfach. Und auch, das ist so, dass ja fast alle Bütchen dann auch in den Nachbarstädten, in den wirklich wunderschönen, tollen. Erlebnisreichen Nachbarstädten, Da ist ja alles klar, also genau, wie du schon sagst, alle haben so diese Wand mit diesen irgendwie Gummitieren und genau, für eine süße Tüte irgendwie, gemischte Tüte. Alle haben irgendwie Zeitungen geordnet von unten, Mickey, Maus bis hoch, irgendwelche komischen Motordinger und so, Tageszeitungen. Also es gibt ja immer so den gleichen Flow, also es ist ja wie, also das Einzige, was ich nämlich manchmal komisch finde, ist, wenn ich in ein Mütchen gehe, was ich nicht kenne und dann gibt es da so ganz andere Sachen. Also, oder halt eben nicht diese ganzen Gummibärchen und diesen ganzen Süßkram und so. Aber dann plötzlich irgendwie, ja, ein Camembert oder ein Truffelkäse oder so. Ja, manche haben so zwischendurch ganz, ganz kuriose Dinge plötzlich in dem Sortiment irgendwie dabei. Da ist dann so ein Camembert oder eine Butter. Ja, oder diese Käse-Sticks, diese Käseleutern, finde ich, gibt es auch irgendwie öfter. Wenn es eine Kühlschweige gibt, dann oft das. Wie stehst du dazu, dass man an Bütchen mit Karte zahlen kann? Also kann man ja an vielen mittlerweile, aber jetzt wirklich auch erst neu, habe ich auch das Gefühl. Also wie findest du so, für den richtigen Oldschool-Vibe sollte man da auch immer seine 5-Cent-Stücke irgendwie rauspolen? Nee, das finde ich nicht. Ich finde, dieses Nostalgische sollte nicht dazu führen, dass man sagt, früher war mal alles besser und so. Das ist ja irgendwie dann die nervige Variante davon. Und eines meiner großen Ziele, je älter ich werde, dass ich da nicht hinkomme, immer zu sagen, früher war alles besser und heute ist alles blöd. Ich glaube, dass die Büdchen keine andere Wahl haben, als sich darauf einzustellen, dass die auch Kartenzahlungen anbieten. Zumindest viele. Auf Dauer zumindest. Sagen wir auf Dauer. Ich schätze, dass die meisten, ich zahle meistens auch bar in meinen Büdchen, weil ich auch kürzlich erst herausgefunden habe, dass die Kartenzahlungen anbieten. Das hat auch mir keiner gesagt. Das sagen die, glaube ich, auch bewusst nicht. Ich nehme an, weil die da Gebühren für zahlen müssen und sowas. Die meisten zahlen, so wie ich das ja mitbekomme, auch da einfach bar. Aber ich meine, das ist gerade da in Friedelstadt auf der Ecke zu Bild quasi, da ist halt nochmal auch sehr studentisch, da kommen Leute dazu, die, Dann auch jünger immer werden und dann vielleicht eher das gewohnt sind, mit Karte zu bezahlen. Deshalb, ich glaube, dass das angeboten wird, ist nicht ganz unwichtig. Oder man lässt natürlich anschreiben. Das ist ja beim wahren Stammbildchen. Aber da muss man ja erst die Vertrauensbasis haben. Dass man da hinkommt. Man muss sich ja so ein bisschen das verdienen. Das ist so ein schönes Gefühl. Ja, das ist herrlich. Also das ist ganz toll. Weil wenn man das erste Mal mit den Leuten begrüßt wird und die Leute zumindest eine Idee haben, wer man ist. Das finde ich ein sehr schönes Bild und das finde ich auch ein sehr schönes Schlussbild. Ich danke dir, dass du mit mir und mit uns deine Liebe zu Bütchen geteilt hast. Und ich freue mich schon auf das nächste Thema, was dich so bewegt und wo du dann uns nochmal... Ich werde mir nochmal ein Bütchen-Thema rausholen. Ja, ich meine, warum nicht mal? Wir können ja mal über den Bütchentag laufen und einfach die Podcast-Mikros mitnehmen und mal gucken, was da so passiert. Weil das ist natürlich auch ein schöner Tag. Da ist ein Netzwerk über die ganze Stadt gespannt und da kann man was erleben und da wird diese Kultur einfach gefeiert. Und wie gesagt, ich finde dieses Thema, da können wir vielleicht nochmal genauer reingehen. Das machen wir. Weil wir sehen, dass überhaupt alles herkommt und so und wie das in Zukunft ist und vor allem auch wahrscheinlich sonntags bleibt. Ich danke dir sehr, lieber Philipp. Sehr gerne. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Musik Musik Musik Musik Musik Musik, Musik hören wir alle. Bis ein Song oder ein Album die Öffentlichkeit erreicht, gibt es viele kleine und große Schritte. Einige davon liegen bei dem jeweiligen Label, bei dem die Künstlerinnen und Künstler oder Bands ihre Musik veröffentlichen. Zum Beispiel Jazzic Records, Düsseldorf einziges Jazzlabel. Betrieben wird es von Philipp van Endert, der auch als Gitarrist einen großen Namen hat. Wie die Branche sich verändert hat, ob es sich noch lohnt, Platten zu machen und warum es am Ende immer um die Musik geht, darüber haben wir uns unterhalten. Once again, I'm out of office. Nicht der Düsseldorfer Lokalredaktion im Konferenzraum, aka meinem privaten Podcaststudio, sondern ich bin in einem anderen Studio und zwar in einem, in dem ich mich, zu Hause fühle. Aller Transparent halber möchte ich darlegen, dass ich meinen Gast schon lange kenne, relativ gut kenne, auf verschiedenen Ebenen, sowohl persönlich als auch beruflich, weil ich bin ja auch Sängerin und Musikerin und mit Philipp von Endert, bei dem ich heute zu Gast bin, habe ich ein Duo und meine Platten kommen auch beim Label Jessy raus. Das möchte ich hier mal zu allerersten schon offenlegen. Also wenn das ein oder andere Mal fällt, dass man meine Platten auch kaufen kann, dann wundert euch nicht. Genau, jetzt habe ich dich hier schon so ein bisschen angeteast. Philipp, schön, dass du da bist. Herzlich willkommen. Ja, danke für die Einladung. Sag doch mal kurz, wer du so bist. Ja, also ich bin Philipp von Endert. Musiker aus Düsseldorf, geboren in Düsseldorf. Also mit zehn angefangen, Gitarre zu spielen. Hier an der Klara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf. Und dann kamen so die ersten Funk- und Jazz-Sachen da so rein, die ersten Schüler-Bands und dann ging es so mit 14, 15, wurde es dann immer interessanter Richtung Jazz und so. Genau, dann habe ich das immer intensiver geübt und bin dann nach Boston gegangen, 1991, war vier Jahre. Da habe ich am Berklee College of Music studiert und war eine ganz wichtige Zeit für mich, so vier Jahre komplett da so einzutauchen, nur von morgens bis abends zu üben, zu proben, diese ganzen Konzepte auszuchecken und so. Und dann bin ich 95 zurück. Ich möchte mal ganz kurz einhaken, weil du das immer so bescheiden in einem Nebensatz erwähnst. Also Berklee College of Music ist schon eine Nummer. Also da bist du in sehr, sehr guter Gesellschaft. Also das war schon toll, ja klar. Das war auch immer so ein Traum, da hinzugehen. Und ich wusste, er hat auch nicht gedacht, dass das funktioniert. Und als ich dann dieses Stipendium dann da gekriegt hatte, das war schon irre. Und dann ging das halt danach, als ich dann 95 wiederkam, habe ich recht viel mit dem Gitarristen Alex Gunja gemacht, ein sehr guter Freund, der hatte damals ein Studio in Köln, das ATM-Studio. Und da haben wir dann die ersten Platten gemacht und eingespielt. Er hatte so seine Projekte, ich hatte meine Projekte, wir hatten aber auch immer Sachen zusammen. Und dann kam irgendwann halt die Idee, unser eigenes Label zu gründen. Und eigentlich aufgrund von einer Platte, die wir zusammen gemacht hatten, die wir bei einem anderen Label gemacht hatten und wo wir ganz unglücklich waren, wie die promotet wurde, wie sich darum gekümmert wurde. Weil die Platte war halt dann raus, du kennst das ja selber, wenn so eine Platte mal raus ist, da ist so viel Zeit und Energie und Liebe drin. Und wenn das Plattenabel das dann aber verschärzt oder nicht richtig auf Zack ist, dann kannst du so eine Platte ja schlecht dann nochmal rausbringen. Die ist eigentlich dann verbrannte Erde. Das hat uns damals so gewurmt, dass wir gesagt haben, das soll uns nie wieder passieren. Wir sollen nicht unser eigenes Label machen, damit wir wirklich Kontrolle darüber haben, was mit unseren Produktionen passiert. Und das Ganze ist dann 2001 gegründet worden. Popsick kam halt dann auch dazu. Das haben wir dann als Nebennabel, weil wir dachten, okay, wir wollten auch ein paar Pop-Produktionen machen. Das ist aber noch, sind wir noch sehr klein. Die kommt ja eigentlich auf Jazz-Sick. Also was ist, weil ich meine, mit Sick würde man ja jetzt eher was, also ich weiß, es ist wahrscheinlich gemeint so Sick, weil das ist ja so ein, ey, Sick Playing Bro. Es ist ein total blödes Wortspiel einfach gewesen. Wir wollten einfach Jatzick, war die Idee. Ah, Jatzick. So reinisch. Klingt aber Jatzick. Ich bin hier seit zwölf Jahren bei euch im Label und keine Ahnung, was der Name heißt. Und dann hat mir jemand, der damals so ein Logo gemacht hat. Irgendwie fand ich das dann ganz cool. Aber ich weiß gar nicht, ob ich es heute immer noch so nennen würde. Aber es hat sich halt jetzt so etabliert. Und das ist ja witzig, weil wir sind ja eigentlich ein verhältnismäßig kleines Label. Aber dadurch, dass wir so lange jetzt schon am Start sind, das sind ja über 20 Jahre, die wir das Ding machen, Das hat sich einfach wirklich ganz gut etabliert. Also dieser Wechsel, wo ich eben drauf kam, wir hatten ja noch so ein paar andere Vertriebe dazwischen. Der Vertrieb ist übrigens, ich schere jetzt immer ein bisschen aus, der Vertrieb ist also wichtig, um im klassischen Sinne die Platten, CDs und Vinyls in die Läden zu bringen. Also in den verschiedenen Ländern in die Läden wirklich zu bringen. Und das ist, glaube ich, der Unterschied zwischen, ich mache mal einfach so ein Label und bringe mal eine Platte raus, Streaming-mäßig geht das natürlich sehr gut inzwischen. Du kannst natürlich weltweit veröffentlichen über Streaming. Aber wenn du willst, dass deine Platten auch in den Läden stehen oder bestellbar sind über Amazon, über JPC, international auch in den einfachen Plattenläden stehen, musst du einen Vertrieb haben, der die da auch hinbringt. Ja, und wenn ich jetzt sage, hier, ich möchte eine CD machen. Was macht dann das Label, was ich vielleicht nicht selber machen kann? Also das mit dem Vertrieb haben wir jetzt schon etabliert. Aber genau, wie ist das zum Beispiel finanziell? Welche Sachen werden abgedeckt? Welche Sachen mache ich als Künstlerin, als Künstler selber? Also was bleibt auch bei mir? Das ist ja auch immer die Frage. Es ist ja auch ganz gut, wenn ich möglichst viel selber in der Hand habe. Es gibt ja aber auch Labels, vielleicht gerade im Pop-Bereich oder dann große Jazz-Labels, vielleicht auch gar nicht in Deutschland, die sagen, okay, wir machen alles, aber dafür gehört uns auch alles. Also kannst du das da so ein bisschen mal durch den Prozess durcherzählen. Also ich glaube, das klassische Label, auch so wie es früher war, war auch immer so, dass wir wirklich Produktionen, also selbst mitfinanziert haben. Also das war eigentlich von vorne bis hinten, also dann von da, wo die Band im Studio ist, bis hin, um die Platte zu produzieren. Also das Artwork, also dann wurden die Grafikdesigner bezahlt, dann Fotos gemacht, Presse, Promotion, all diese Dinge wurden eigentlich komplett bezahlt vom Label. Dafür musstest du da, um das zu machen. Also es gibt es heute auch noch, glaube ich, also natürlich gibt es das noch, aber es muss schon einigermaßen groß sein, glaube ich, um das zu finanzieren. inzwischen. Gerade im Jazz ist es ganz oft so, dass die Künstlerinnen und Künstler das selber, finanzieren, zumindest schon mal ihre. Produktion und also dass man ein fertiges Album hat und dann damit hausieren geht und sagt hier, wir würden das gerne bei euch veröffentlichen. Und fertig ist auch schon gemixt und gemastert. Genau, zumindest gemixt, also gemastert manchmal wird manchmal noch gewartet, aber ja, Nur auch das als Zeiterklärung, also man nimmt was auf, dann wird es geeditet, also zusammengeschnitten, so wie zum Beispiel auch dieser Podcast, dann wird es gemischt. Das heißt, die... Man guckt, wie das Bass, Schlagzeug und alles in einem guten Verhältnis steht. Und das Mastern ist ja quasi wie die Veredelung. Also da wird es versiegelt, veredelt. Das sage ich jetzt ganz simpel. Da wird es jetzt vielleicht die ein oder anderen Masterleute aus Düsseldorf geben, denen sich die Fingernägel hochklappen, wenn ich sage, also beim Mastern wird gemacht, dass sich das auf allen Devices gleich gut anhört. Aber so merke ich mir das. Also das ist quasi, dass der Sound gegeben ist. Genau. Also ich komme mit einer gemixten, vielleicht schon gemasterten Platte zu dir. Dann gibt es ja, das Label hat dann auch, es gibt so sogenannte IRSC-Codes, die man dann jedem Track, also jedem Stück zuordnet. Das ist jetzt gerade durch Streaming sehr wichtig geworden. Das gab es bei CDs auch schon, dass zum Beispiel wir in Radiostationen die CD eingelegt haben und ein Stück gespielt haben, dass man anhand von diesem Code auch direkt nachverfolgen kann, welche Band war das oder welche Künstler, Künstlerin, wie heißt dieser Track und so weiter, welches Label, also all diese Informationen sind in diesem Code da drin. Und das ist jetzt über Streaming gibt es den natürlich auch und der ist sogar noch viel wichtiger geworden, weil die Radiostationen ja auch nur noch über solche Streamings senden. Also ich weiß, es wird kaum noch von Vinyl oder CD abgespielt oder sehr selten nur noch kleinere Radiostationen. Diese Codes sind wichtig. Was ich eben sagte, dass man Fotos hat, dass man ein Cover macht, dass dann Promotion gemacht wird, dass man mit dem Vertrieb abspricht, wann soll die Platte rauskommen, wie weit vorher fängt die Promotion an, wann macht man Werbung dafür. Meistens werden Promoter dafür angeheuert, die genau darauf spezialisiert sind, mit den Journalisten zu reden. Die CDs müssen da hingeschickt werden. Also da ist ein unheimlicher Vorlauf. Also man sagt immer so zwei, drei Monate, bevor so eine Platte rauskommt, geht eigentlich diese Promotion schon los. Also das sind alles so Zeitfaktoren, die man mit einkalkulieren muss, wenn man eine Platte rauskommt. Und bei unserem Label ist es halt so, je nachdem, wir haben auch schon mal Jahre gehabt, wo vielleicht sogar mal acht bis zehn Platten rauskommen. Manchmal kommen nur, also pro Jahr, manchmal auch nur vier, fünf, sechs Stück und so. Mit Sicherheit ist das nicht ein Ding, also wenn du das große Geld machen willst, dann gründest du kein Jazz-Label und wirst vor allem nicht Jazz-Musik. Also wenn du das große Geld machen willst, dann studierst du schon mal nicht Jazz. Also ganz einfach. Merkt euch das. Ja, das hat schon einen sehr idealistischen Anfangspunkt eigentlich und auf der anderen Seite ist es halt auch ein unheimlich, ich finde es ein unheimlich ehrliches Medium, weil du gerade in dem Bereich einfach auch nichts faken kannst oder nichts faken. Nichts vorgeben kannst. Du weißt nach acht Takten, wenn du mit jemandem spielst, wo der Hammer hängt, da kann der oder die vorher noch so toll getönt haben, dass sie die Größte oder der Größte ist. Und du weißt sofort, was los ist. Musik merkt alles. Man kann der Musik nichts vormachen. Das finde ich auch. Das finde ich unheimlich schön, weil das ist so unfassbar ehrlich. Man macht halt unheimlich auch auf sein Herz, Und um wirklich gute Musik oder Jazzmusik zu machen, musst du total aufmachen. Diese Punkte bei uns in dieser Jazz-Szene ist es ja auch ganz oft so, dass du Produktionen, also natürlich musst du gucken, dass du irgendwie auch Geld verdienst und irgendwie um die Runden kommst. Und das haben wir dann Gott sei Dank über die Jahre geschafft, Das glaube ich mit unseren Konzerten und dem Label und Hochschulunterricht und allem Pipapo. Wenn man das alles zusammenwirft, dann kann man eigentlich ganz gut davon leben. Aber als allererstes steht halt wirklich die Musik da. Und ich muss ja jetzt nochmal nach Berkeley zurückkommen. Ich hatte bei dem tollen Gitarristen Steve Kahn Unterricht, ein ganz toller Gitarrist aus New York eigentlich, der gesagt hat, das erste ist, egal welches Musikprojekt du machst, Das Erste ist, du fragst dich, wie gut ist die Musik? Also was gibt mir die Musik? Dann ist das Zweitwichtigste, wie gut ist der Hang? Wie sind die Leute drumherum? Kann ich mit denen zwei Wochen im Tourbus sitzen? Und so weiter. Und dann mal drittes, so langsam, was gibt es denn eigentlich an Geld? Und ich glaube, das ist wahrscheinlich eines der wenigen Businesses, wo das so rumfunktioniert. Was aber natürlich dann auch zur Folge hat, dass, ich sage jetzt mal, wir natürlich auch dann sehr flexibel sind. Also... Mache ja auch ganz offensichtlich noch einen anderen Job oder sogar noch zwei andere Jobs daneben sozusagen oder im schönsten Falle lässt sich das ja verstricken, also berührt es sich alles, aber genau, das ist ja Krux und Segen, dieses Business und auch dieser Entscheidung vielleicht sich irgendwie dem zu widmen. Ja, das ist auch sehr abwechslungsreich. Heute bin ich Sängerin, morgen bin ich Lehrerin an der Hochschule irgendwie, dann mache ich das und das. Das ist so man schlüpft immer in eine andere Rolle und trotzdem kommt immer in der Essenz irgendwie irgendwas Musikalisches meistens dabei raus. Das ist total schön. Also wir sind jetzt quasi am Ende dieses Weges, die Platte ist da, es wird gespielt, es wird sich gefreut, alle sind happy. Und dann natürlich die jetzt ganz offen gestellte Frage, lohnt es sich dann? Also es ist schon schwierig, also unterm Strich. Also als Künstlerin, aber auch natürlich von Labelseite. Was sind die Benefits? Meine Benefits weiß ich ja jetzt. Ich habe einen Überbau, ich kann eine Struktur benutzen, ich reihe mich ja auch ein in einen Katalog von, also das kommt ja auch noch dazu, dass man sagt, ich veröffentliche da und da, also man bekommt ja schon Lorbeeren mit, gerade als Newcomer, in als Newcomer vielleicht. Das gehört ja auch dazu, das fängt ja an an der Hochschule, wo man studiert hat, wie in allen anderen, also Recommendations halt, in allen anderen Jobs ist es ja auch so, wenn du deine Ausbildung irgendwo gemacht hast, dass du dann auch so und so wahrgenommen wirst. Also ich profitiere quasi davon und ich habe davon Freiheit in meinen künstlerischen Entscheidungen und eine sehr enge Begleitung und am Ende halt eine gut promotete Platte, wo das Label drauf steht. Aber was hast du davon? Nicht als Musiker, sondern als Philipp von Endland, Label-Boss von Jazz. Ich glaube, dieser ideelle Gedanke von guter Musik raus muss, bleibt auch letzten Endes da auch vorne. Wir haben bestimmt recht viele Platten auch auf dem Label rausgebracht, die finanziell vielleicht nicht so gut gelaufen sind, wo nicht so viele Stückzahlen von verkauft oder gestreamt wurden, die aber einfach, was einfach eine tolle Musik ist und die, wo ich am Endeffekt glaube ich trauriger gewesen wäre, wenn die nicht draußen wäre, diese Musik, als wenn die irgendwo verstaubt wäre und niemand würde sie hören. Zumindest ist sie available, die Leute können sie streamen, sie können sie kaufen. Aber es sind inzwischen natürlich schon, also selbst bei den Produktionen, die gut laufen und so, sind die Verkaufszahlen jetzt nicht so, dass ich, also ich könnte jetzt nicht von dem Label alleine leben. Dann müsste man, glaube ich, dieses Label auch komplett anders aufziehen. Also es ist ja, im Prinzip ist das ja eine Musikerkolchose, die wir hier haben, wo zwei Musiker, André Nenzer, nicht das Ding am Laufen halt. Und das sieht, glaube ich, auch wesentlich größer aus, als es letzten Endes ist. Letzten Endes sind wir hier in Düsseldorf in einem kleinen Büro und mit einem kleinen Lager und sowas. Und klar, wenn André oder ich oder irgendwelche Kolleginnen oder Kollegen vom Label, die also bei uns veröffentlicht werden, sagen wir mal jetzt die zwei großen Labels in Deutschland wären ECM und ACT, wenn ein Angebot von denen käme, würde jeder von uns mit denen natürlich eine Platte machen, weil das ist einfach noch eine andere Möglichkeit. Da sind andere, da sind Leute, da sind ein riesen Team an Leuten, die dafür arbeiten. Bei uns ist es ja eher so, wir haben eine neue Platte, wir suchen uns das Team zusammen, was diese Produktion begleitet und so. Aber solange das nicht passiert, ist, glaube ich, dann unser Label irgendwie eine ganz schöne Plattform für unseren Kameras rauszubringen und das schon sehr gut zu machen im Vergleich vielleicht zu anderen Labels, die es auch noch gibt. Und gerade Jazz-Labels, zumindest in Düsseldorf, ich wüsste jetzt nicht, ob es irgendein anderes Jazz-Label hier überhaupt gibt in Düsseldorf. Ich glaube, da sind wir so die Vorreiterfläche. Ja, vielleicht so ein bisschen One-Man, One-Woman-Shows. Also wie gesagt, ich kann mich ja auch entscheiden, ein Label zu gründen. Und wenn ich dann nur meine Platten rausbringe, dann ist es ja ein Jazz-Label einfach per Definition meiner Musikart. Also vielleicht gibt es da jemanden, also wenn wir jemanden vergessen, dann bitte verzeiht. Aber ich denke auch in dieser Größenordnung oder in dieser Reichweite und vor allem, also das auch nochmal zu betonen, ihr seid, euch gibt es auch einfach schon eine Weile und ihr seid mitgewachsen, habt euch mitbewegt. Jetzt ist Düsseldorf unserer beider Heimatstadt und auch die Stadt, in der wir jetzt beide zufälligerweise auch nicht unbedingt musikalisch groß, Also ich habe auch an der Klarischemann-Musikstunde natürlich angefangen mit Geige, keiner weiß mehr warum. Einfach plain die Frage, und das muss jetzt auch gar nicht eine Riesen-Ausgeholt sein, weil die Geschichte und so ist das eine, aber ist Düsseldorf eine Jazzstadt? Also würde ich schon sagen. Hier passiert schon eine ganze Menge. Also ich glaube, im Vergleich zum benachbarten Köln ist die Szene kleiner hier. Aber wir haben ja hier schon durch die Jazz-Chemie einen ganz tollen Club, der jetzt auch schon seit 30 Jahren existiert, fast. Also in ganz Deutschland, mit Sicherheit einer der besten Jazz-Clubs, die du in Deutschland findest. Also der gehört bestimmt zu den 10, 20 besten Jazzclubs in Deutschland, würde ich sagen. Also mit allem Dummer und mit von Anfang vom Team bis Equipment, Programm. Ich bin natürlich mit vielen Leuten hier aus der Szene groß geworden oder bin auch musikalisch mit denen sehr verbunden. Also egal, ob das Matthias Haus am Vibraphon ist oder Nico Brandenburg am Bass oder Sebastian Galapiano, Peter Weiß natürlich am Schlagzeug. Dann Rainer Witzel wir haben ja dieses Jazz Ensemble Düsseldorf mit denen spielt das schon mal ein Teil aber da gibt es ja auch viele, deine ganze Family alleine schon ist ja auch schon mal ein riesen Jazz Einschlag, Düsseldorfer Jazz Einschlag der da ist mit Georg und Marscha und dir und Paul Wunderkopf also ich glaube schon dass wir auch durch die Hochschule auch wenn das jetzt keine reine Jazz-Hochschule ist. Wir haben ja das Institut für Musik und Medien, wo Jazz und Pop mit unterrichtet wird. Also es gibt hier schon eine Szene und ich glaube, es kommen wiederum, das ist wieder ein Vorteil von Jazz. Es ist ja gar nicht so, dass du hier so eine lokale, unbedingt eine Düsseldorfer Szene per se haben musst, sondern es ist durch das Ruhrgebiet und durch Köln, es mischt sich ja alles. Du hast ja fast in jeder Band sind irgendwie Kölner oder Leute aus Dortmund oder wo auch immer, aus Essen, und wieder dabei. Ich glaube schon, dass hier recht viel passiert. Jazz Rallye war ein Riesending, jahrelang. Sehr schade, dass es die nicht mehr gibt. Also ich glaube schon, dass man das als Jazz statt... So benennen kann. Und genau, jetzt zum Abschluss die auch sehr offen gestellte Frage The Stage is Yours. Was bringt die Zukunft? Ich glaube, ich freue mich auf viele neue, weitere Produktionen. Für mich ist es natürlich unheimlich schön, dass ich, egal was ich jetzt als nächstes Projekt mache, ich weiß, dass das immer auf einem wirklich hohen Level und einem guten Level rausgebracht werden kann. Das gibt mir natürlich eine unheimliche. Plansicherheit, weil ich nicht mit meinen Platten irgendwie hausieren gehen muss und darum beten muss, dass irgendjemand das gefällt und mir vielleicht irgendwelche Zugeständnisse machen muss, auch musikalisch. Ich kann einfach meine Musik so machen und so produzieren, wie ich sie möchte und dann auch rausbringen. Egal, ob das meine Produktionen sind oder von André oder von dir oder von anderen Freundinnen und Freunden. Dass ich freue mich einfach auf viele weiter gute Musik da rauszuschießen und das ist eigentlich so dass der Hauptantrieb der uns da die ganze Zeit oben hält, egal was, was da jetzt wirklich finanziell raus, also muss ich natürlich irgendwie auch tragen und dass das dieser Aufwand schon in der Relation steht aber, das Wichtigste ist, dass einfach gute Musik rauskommt Lieber Philipp, ich danke dir sehr für dieses Gespräch für dieses schöne Interview und ich freue mich auf alles, was da kommt in jeder Hinsicht. Bis bald. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Die Saison der hiesigen Sommergroßveranstaltungen wird jährlich im Mai mit dem Japan-Tag eröffnet. Aber tausende Besucherinnen und Besucher kommen dann in die Stadt. Es gibt Essen, Wettbewerbe, Konzerte und das große Feuerwerk zum Abschluss. In diesem Jahr steht erstmals auch die Woche rund um den Japan-Tag ganz im Zeichen der asiatischen Kultur. Was es alles Neues gibt, was beim Alten bleibt und warum man viel Zeit mitbringen sollte, weiß Angelina Burch. Angelina Burg, back in the building. Vor dem Podcast-Mikrofon. Wie schön, wir haben uns so lange nicht mehr in diesem Zusammenhang gesprochen. Wie geht's? Gut, und dir? Mir geht's top. Die Sonne scheint, der Sommer kriecht langsam, aber sehr sicher aus seinen Löchern. Wo er sich immer versteckt, weiß ich auch nicht. Also ich finde es wirklich alles sehr schön. Das letzte Mal, wie du gerade schon ohne auf Record gedrückt zu haben gesagt hast, das letzte Mal haben wir uns tatsächlich über Karneval unterhalten. Da war es ja einfach noch ein bisschen kälter. Da war es noch kälter und das ist jetzt wirklich schon ganz schön lange her. Da waren wir noch mit Schal unterwegs, das weiß ich. Und dann auch dieser unsägliche Regensturmtag auf dem Weihnachtsmarkt. Also das ist jetzt hier das erste Mal sehen wir uns bei Sonnenschein. Wir sitzen zwar drin in der Lokalredaktion, aber der Ausblick ist ein schöner. Seit Karneval steht jetzt das nächste Groß-Groß-Ereignis an. Der Japan-Tag steht vor der Tür. Und du weißt wie immer, was abgeht, was passiert, was neu ist. Was vielleicht sich verändert hat, was wegfällt. Du hast ein Stück dazu geschrieben, das kann man auf rp.online auch nochmal nachlesen, wenn man die Details sich aufschreiben, merken, wissen möchte. Feuerwerk und Rockband. Das könnte auch eine Überschrift für andere Sachen dieses Jahr sein, weil ja irgendwie auch viele große Bands in die Stadt kommen. Aber jetzt geht es um den Japan-Tag. Feuerwerk sprechen wir gleich drüber. Wer ist denn die Rockband? Ja, jetzt, ich hoffe, ich spreche es irgendwie einigermaßen richtig aus. Also ich glaube, man kann es in verschiedenen Formen aussprechen. Also sie heißen entweder Real, Real oder wie auch immer. Also auf jeden Fall so auch geschrieben und kommen halt aus Japan und haben dann jetzt dieses Jahr ihre erste internationale Live-Show außerhalb. Japan. Und das ist halt schon dann auch ein größeres Ding. Das ist ein großes Ding. Am 24. Mai ist der Japantag, also an einem Samstag, was ja sowieso schon ein guter Tag ist für Freizeitaktivitäten und auch Konzerte. Wie viele Leute werden so im Schnitt erwartet? Also immer so zwischen 600 und 650.000 Leuten an einem Tag in der Stadt. Das hast du, glaube ich, sonst halt an Rosenmontag. Also da seinen ersten großen. Auftritt außerhalb des Heimatlandes zu haben, ist natürlich irgendwie krass. Also es werden nicht alle 600 bis 56.000 Leute vor der Bühne mit der Rockbein stehen, aber das ist schon eine Nummer. Ja und vor allem auch direkt vorm Feuer, also direkt bevor das Feuerwerk dann losgeht. Das heißt, da sind dann ja auch viele Leute, also wenn man da schon mal da war und auf dem Burgplatz schon mal stand, als das dann war oder dann direkt rund um den Marktplatz dann auch und das alles da miterlebt hat, wie viel da dann noch los ist an so einem Abend, was alle da dann irgendwie noch mitbekommen wollen und dann einfach auch noch den besten Platz dann fürs Feuerwerk. Bekommen, da merkt man schon, dass da einfach auch eine große Faszination einfach da ist. Musik ist ja sowieso ein großer Teil der asiatischen, der japanischen Kultur und dementsprechend auch des Japan-Tages, dass so rockigere Bands oder so ein bisschen Pop mehr passiert, ist nicht ganz so alt. In den letzten Jahren hat sich das mehr etabliert, oder? Genau, es gibt ja auch eine separate Pop-Kultur-Bühne und die Zonen so dafür, also das wird schon, also gehört schon mit dazu. Ja, wenn wir jetzt aber mal jetzt sind wir quasi vom Feuerwerk und dem davor stattfindenden Konzert. Spielen wir uns von hinten nach vorne durch. Aber jetzt lass uns einen Tag auf dem Japan-Tag verbringen. Es fängt an um 11 Uhr und was passiert dann? Dann werden erstmal die Stände eröffnet. Das sind dieses Jahr wieder knapp 90 Stück, was auch schon einiges ist. Genau, dann startet um 11.30 Uhr auf der Hauptbühne am Burgplatz das Programm. Genau, dann gibt Es gibt danach noch offizielle Eröffnungszeremonie, wo dann auch noch ein Sarkefass angeschlagen wird. Also so Fassanstich, das haben wir hier auch nur ein bisschen mit anderem Inhalt. Genau, und dann gibt es wirklich über, also in der ganzen Stadt am Rheinufer, auf der Wiese vom Landtag, überall verteilt ganz viele unterschiedliche Angebote. Ob das halt auch entweder was Popkulturelles ist, ob das japanische Gastronomie ist, ob das Gruppen sind, die auf den Bühnen auftreten oder... Was auch immer. Also da ist wirklich total viel dabei. Also es gibt dann wirklich auch zum Beispiel diese Sportangebote, das kann man sich dann auch genauer anschauen. Oder auch, also letztes Jahr war es auf jeden Fall auch so, dass man mitmachen konnte. Ich gehe mal stark davon aus, dass dieses Jahr wieder… Es kam ganz gut an, oder ist ganz gut, hat sich ganz gut etabliert. Also das ist auf jeden Fall, ich glaube generell, wenn man nicht nur sich was anschaut, sondern das selber mal mitmachen und lernen kann, glaube ich, kriegt man ja nochmal einen ganz anderen Bezug auch einfach dazu. Deswegen gehe ich mal von aus, dass das auch wieder gut angenommen werden wird. Also da gibt es zum Beispiel ja dann auch wieder Bogenschießen und so. Das klingt ja erstmal so, als könnte man sich da auch wieder selber dran beträgen. Und auch aus dem letzten Jahr habe ich mir gemerkt, es gibt ja irgendwie Wettbewerbe, also viele. Es ist ja Karaoke ist ein großer Teil auch dieser ganzen Welt. Und natürlich Cosplay, Costumering, Anime, Kultur. Das spielt natürlich eine Riesenrolle. Das ist ja auch eine der schönen Sachen am Japan-Tag, wenn man durch die Straßen geht, auch halt einfach als unbeteiligte Person und einem kommen überall diese wirklich fantastisch im wahrsten Sinne des Wortes kostümierten Menschen entgegen. Ja, total. Das ist ja eine Kunstform für sich und es wird auch bewertet dann hier im Zuge des Japan-Tags, weil es gibt Wettbewerbe, auf die man sich dann da irgendwie… Genau, also es gibt mehrere Wettbewerbe an dem Tag und erstmal auch zu dem Cosplay-Thema. Also das ist ja wirklich ein Riesenthema jedes Jahr und ja auch so viel Arbeit, die da reinfließt. Da hatte ich letztes Jahr auch eine echt große Geschichte noch zugemacht, wo so ein paar Cosplayer mal erzählt haben, wie viel Aufwand das eigentlich ist und wie lange sie sich darauf vorbereiten. Und wenn man das nicht selber so macht und nicht so erlebt, ist es total schwer vorstellbar. Wir sehen da nur das Ergebnis und denken so, wow, das sieht so aufwendig und so gut aus. Aber genau, was da alles so dahinter steckt, ist natürlich nochmal dann sehr intensive Vorbereitung auch und davon wird es wieder einige dieses Jahr geben, da bin ich mir sicher. Genau und ansonsten gibt es noch den Karaoke-Wettbewerb, das hast du gerade schon erwähnt, das ist dann beides auf dieser Popkultur-Bühne am Johannes-Rau-Platz. Und dann gibt es auch wieder einen Manga-Wettbewerb. Für Menschen, die gerne. Genau, also ein Manga-Zeichen-Wettbewerb, das kommt auch immer ganz gut an und damit deckt man, denke ich mal, ganz viele verschiedene kulturelle Parts auch einfach an diesem Tag ab, was ja auch einfach schön ist. Ja, und es wird dann, also wie du gerade schon auch gesagt hast, dieses Cosplay, das ist so viel Arbeit und so, das wird ja dann honoriert, weil man kann ja auch richtig was gewinnen. Also eine Reise nach Japan hin und zurück. Die Flüge auf jeden Fall. Und man kann auch spontan teilnehmen. Man kann sich an dem Tag quasi anmelden. Ich glaube, so ist es gedacht. Also wer sich jetzt nach dem Hören inspiriert fühlt oder vielleicht gar nicht wusste, dass man sich da irgendwie bewerben kann und damit machen kann, hin da, ich drücke euch allen die Daumen. Natürlich gibt es was zu essen. Ich denke gerade, dass ich noch nie auf dem Japan-Tag war und mich da irgendwie durch die Stände durchprobiert habe. Ja, das ist auch je nachdem, wann du kommst und was los ist, schwer möglich. Weil das teilweise wirklich so voll auch ist, dass du wirklich auch mal lange da stehst. Und das ist dann auch so, dass wenn du dann halt ausweichst, auch mal irgendwie in die Altstadt und denkst, ich hol mir jetzt hier mal gerade schnell irgendwie was zu essen, auch da sind die Schlangen langweilig. Wo sollen die 600.000 Leute an diesem Tag hin? Also wer an dem Tag Lust hat, sich das alles anzuschauen, sollte auf jeden Fall genug Zeit mitbringen, um sich verschiedene Sachen anzuschauen und auch mal wirklich mal eine halbe Stunde irgendwo anstellen zu können. Das soll jetzt gar nicht abschrecken, Aber nicht, dass man sich halt irgendwie wundert, wenn man hinkommt. So denkt, wow, warum sind denn hier überall die Schlangen so lang? Und wieso dauert das so lange? Ja, und vor allem bei dieser ganzen Kulinarik, bei dem Essensthema, denke ich, wir sind hier ja wirklich gut aufgestellt, was japanische, asiatische, in jeder Hinsicht Küche angeht. Vor allem die japanische. Was gibt es da nochmal anders? Ich meine, klar, wenn jetzt jemand aus Viersen oder Mönchengladbach oder Frankfurt kommt zum Japan-Tag, dann möchte ich natürlich da an einem Stand essen. Aber gibt es da noch mal was anderes, noch speziellere Sachen irgendwie, die ich nicht sowieso dann auch auf einen Donnerstag hier, wenn ich mal Mittagspause habe, essen gehe? Also detailliert, was es alles gibt, das weiß ich gar nicht. Ich glaube, das unterscheidet sich wahrscheinlich auch von Jahr zu Jahr nochmal ein bisschen, was vielleicht auch gerade so ein bisschen die Trends auch sind. Aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es dann, also weil wir ja auch so ein riesengroßes Angebot sowieso schon hier haben, kann ich mir kaum vorstellen, dass es irgendwas gibt, was wir hier in gar keiner Form haben und wenn, dann wirklich nur sehr kleinteilig. Aber auch das ist halt wirklich auch was, was mir total im Kopf geblieben ist aus letztem Jahr von dem Cosplay-Text, weil die alle meinten, Düsseldorf ist gefühlt ein Paradies halt einfach für die Szene und der Nordpark für dann Fotoshootings. So oft laufe ich da durch und werde, ich bin jedes Mal überrascht, aber es ist auch so eine schöne Kulisse, aber klar, da ist echt auch so ein Hotspot, ne? Genau und ich glaube deswegen, dann haben wir ja auch noch die Dukomi, die ja auch jedes Mal wieder 10.000 oder über 100.000 Menschen dann auch anzieht, also das ist... Einfach glaube ich, die Stadt hat generell ziemlich viel zu tun und da natürlich einfach alles nochmal geballter an einem Tag, an einem Fleck, aber ich glaube also normalerweise wird das schon auch so sein, dass gerade die Immermannstraße auch absolut überlaufen ist an so einem Tag. Ja, geht ja sonst schon auch sehr voll. Das Thema Nachhaltigkeit ist ja jetzt nicht auch nur bei der Rheinkirmes und im Karneval, sondern einfach in den letzten Jahren ja immer größer und wichtiger geworden. Das ist auch beim Japan-Tag so, also vielleicht, dass man sich da auch drauf einstellt. Es gibt ich glaube, das ist halt einfach nicht begrenzt auf Karneval, Kirmes und Co, sondern einfach wirklich auf Groß-Events und da ist halt einfach wieder Mehrwegpflicht aber ich finde, da muss man sich ja auch drauf einstellen, immer wieder, weil das haben wir jetzt zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt auch erlebt du kriegst dann was und dann muss es ja aber auch irgendwie wieder loswerden und das heißt, da muss man vielleicht sogar auch ein bisschen Zeit einplanen oder ein bisschen sich drauf einstellen einfach, ne? Genau, aber das dann, genau, das ist dann halt je nachdem, was man dann auch zu essen nimmt, dass es dann auch in entweder halt diese. Essbaren Umverpackungen, wie sie ja genannt werden oder wie man zum Beispiel halt auch Pommes einfach in so einer Tüte bekommt, so wird es da bestimmt auch das ein oder andere geben, was dann so serviert wird oder halt wirklich einfach in diesen Mehrwegdingen, die man dann wieder zurückbringen muss. Und der andere Punkt ist Awareness und ich finde, das ist etwas, da kann man sowieso nochmal viel genauer drüber sprechen, weil das ja immer größer wird, ich kenne das von Festivals, also von Music Festivals und Und von anderen Veranstaltungen natürlich auch angefangen oder beheimatet in einer bestimmten Szene, in einer bestimmten Welt, dass es einfach Menschen gibt oder Punkte, an die man sich wenden kann, wenn man sich in irgendeiner Weise nicht wohlfühlt, bedroht fühlt, im aller schlimmsten Fall, wenn man das Gefühl hat, hier läuft irgendwie was nicht so richtig. Also Leute, die im wahrsten Sinne des Wortes aware sind, also bereit und da, um zu helfen. Ich lese das zum ersten Mal tatsächlich so richtig. Also es wurde dieses Mal bei der Pressekonferenz zum ersten Mal auch so richtig hervorgehoben, so wie ich es in Erinnerung hatte jedenfalls. Und genau, dass das jetzt quasi erweitert wird und dann auch überall auf dem Gelände die QR-Codes sind und so. Und wo man sich dann melden kann, das ist halt gerade bei so einer riesengroßen Veranstaltung und auch wie du es eben gesagt hattest mit Menschenmassen und Co. Oder in welcher Form auch immer du dich dann halt unwohl fühlst, ist es ja absolut sinnvoll, das so zu tun. Ja, und das vor allem auch publik zu machen, weil wir alle kennen das ja auch. Also gerade, das ist jetzt ein Satz, den sagt man immer so und der ist so ausgelutscht, wie leider war, gerade als Frau kennt man das. Es gibt an den Bars, es gibt diese ganzen, auch wie man sich an den Barkeeper, an die Barkeeperin wendet. Ja, ist ja hier dann quasi auch der Coach. Genau, aber einfach, dass das auch nochmal klar ist, dass es auch auf Großveranstaltungen, das sind Leute, die laufen ja auch oft rum, die haben selber auch ihre Blicke drauf und so. Also das finde ich wirklich einen wichtigen Schritt und ein wichtiges Zeichen und ich hoffe, dass das gut angenommen wird und dass auch diese Leute dementsprechend irgendwie. Gut behandelt werden. Ja und das ist also halt auch und ich muss schon sagen, auch für das ganze Thema hat wirklich letztes Jahr diese Riesenrecherche zu diesem Cosplay-Thema einfach für viele Bereiche total geholfen, weil mir da auch, ich glaube, alle unabhängig voneinander gesagt haben, was sie halt immer wieder gemerkt haben, ist, dass Leute denken, nur weil sie jetzt irgendwie so verkleidet in ihren Outfits da rumlaufen, können die auch einfach Fotos von ihnen machen, ohne mal zu fragen, ohne sie mal anzusprechen. Das heißt, du wirst ständig da irgendwie auf offener Straße du fotografiert, egal ob du gerade isst oder sonst irgendwas, wo Leute denken, oh, die hat aber irgendwie was Cooles an und das kann ja auch schon irgendwie zu einer Art Unwohlsein führen und das, keine Ahnung, das ist deswegen, glaube ich, unabhängig davon von der Größe dieser Veranstaltung und von der Menschenmasse, die da vielleicht entstehen kann, ist das, glaube ich, einfach nochmal ein anderer Aspekt, der da vielleicht auch mit reingehört. Ja, darum finde ich das sehr gut, dass das jetzt so hervorgehoben wird, dass das quasi auch da steht und dass man einfach sich ein bisschen bewusst ist, in alle Richtungen. Also ich kann mich an jemanden wenden, aber es wird sich auch gewandt. Also es ist, die Augen sind offen, die Ohren sind offen, die, ja, die Awareness ist da. Und das ganz besonders an diesem Tag, aber wahrscheinlich auch die ganze Woche lang und hoffentlich sowieso 24-7, die Japan-Woche. What up? Ja, also dass der Japan-Tag jetzt zum ersten Mal auf eine Woche verlängert, also quasi als Japan-Woche jetzt gemacht wird, es ist natürlich trotzdem immer noch alles, der Hauptpart findet natürlich an diesem Tag noch statt, aber es gibt halt einfach die Woche drumherum auch Events und Aktivitäten, die da noch mit dazugehören. Und fängt die Woche an dem Samstag an oder hört die an dem Samstag auf? Also wo? Auf jeden Fall schon davor, aber ich weiß gerade gar nicht, wie lange, also auf jeden Fall auch noch bis zu dem Montag, weil der Wirtschaftstag Japan, der gehört da auch noch, wird da auch noch mit eingefasst, selbst der noch dazugehört und der ist glaube ich an dem 26. Genau, aber es gibt da dann halt auch irgendwie Clubs und so, die sich mitbeteiligen für dann halt die japanische Popkultur irgendwie da nochmal mit. Also einfach wirklich das Thema Japan in Düsseldorf noch größer machen. Und wie wir eben schon gesagt haben, dass es hier eine Community gibt oder dass Düsseldorf ein Standort ist, der diese Community sehr anzieht, haben wir gerade schon sehr deutlich klar gemacht. Und das soll auch in Zukunft einfach so weitergemacht werden. Also das ist jetzt nicht ein einmaliges Ding dieses Jahr, sondern einfach ein Versuch, das Thema Japan in Düsseldorf einfach noch ein bisschen präsenter zu haben. Und vielleicht ja auch eine Idee für Menschen, die jetzt nicht so Riesenfans von so Großveranstaltungen sind oder direkt so geballt, ist es ja auch, kann man sich das ein bisschen kleinteiliger zusammensuchen und vielleicht sagen, okay, diese Welt interessiert mich, die Kultur interessiert mich und aber ich habe dann eine Woche Zeit so ein bisschen, ausgebreitet, mir das zusammen zu kuratieren und muss vielleicht nicht mit diesem, also das heißt muss, aber ist nicht alles nur an einem Tag und ich muss das irgendwie mitbekommen, sondern das kann es ja auch ein bisschen entspannen, man kann das vielleicht planen, wenn man von außerhalb kommt, direkt ein ganzes Wochenende hier zu bleiben, also, Die Stadt wird wahrscheinlich auch wieder ein bisschen vibrieren die ganze Woche lang. Genau und auch selbst auch für den Tag. Also ich glaube, es ist halt wirklich auch einfach unfassbar viel dann an dem Abend dann noch los, wenn dann das Feuerwerk ist. Und das ist ja auch einfach immer super schön. Also das muss man gar nicht sagen. Da merkt man einfach, dass da wirklich Profis am Werk sind, wenn man sich dieses Japan-Tag-Feuerwerk anschaut. Und auch da bin ich mir sicher, das wird dieses Jahr sicherlich wieder richtig schön werden. Aber da ist es dann halt wirklich auch super voll. Das heißt vielleicht, wenn man sich einen kleineren, also mal einen Überblick in einem Umfeld verschaffen möchte, wo vielleicht noch nicht so die Menschenmassen da sind, ist es vielleicht an einem Vormittag noch ein bisschen ruhiger als dann über den ganzen Tag. Also nur, weil man dann kein Fan von Großvereinheitung ist, heißt es ja nicht, dass man gar nicht zum Japan-Tag kommen kann. Und wir wollten ja hier jetzt auch niemanden abschrecken. Nein, wir wollten nur ein offenes Bild darreichen und vor allem durch das Programm führen. Liebe Angelina, vielen, vielen Dank und ich hoffe, es dauert jetzt nicht bis zur Rheinkirmes, bis wir uns das nächste Mal hier sprechen. Und auch das wäre ja jetzt gar nicht mehr so lange, bis das geht. Jetzt ist es schnell, so im Sommer reitet es sich aneinander und schwupps stehen wir wieder auf dem Weihnachtsmarkt und essen Rouladen, aber das werden wir dann besprechen. Bis bald. Tschüss. Bis bald. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr mir, wenn ihr uns eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt und bewertet ihn mit Punkten, mit Daumen, mit Sternen. Lasst Kommentare da und teilt ihn. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kohlmann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Danke. Music.