Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / #18 Folge 7: Die übersehene Krise: Warum so viele Frauen in den Wechseljahren süchtig werden (Serienfinale)
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen. Ich freu mich riesig, dass du
- 0:03heute wieder da bist und dir Zeit nimmst.
- 0:05Zeit für dich, Zeit für deine Themen.
- 0:08Heute schauen wir uns was an, das oft, na ja, im Verborgenen
- 0:12bleibt eine Art unsichtbare Krise, sucht bei Frauen in den
- 0:16Wechseljahren, Wir stützen uns da auf einen wirklich sehr
- 0:20persönlichen und ja, aufrüttelnden Artikel von nelix
- 0:24Berlin. Und bevor wir da jetzt richtig
- 0:26tief einsteigen, ist mir 1 ganz wichtig zu sagen, Gabriel, der
- 0:30Mensch hinter nilex Berlin, der kennt das, worüber er schreibt,
- 0:33aus eigener bitterer Erfahrung. Er ist selbst durch sucht und
- 0:37psychische Krisen gegangen, 28 Jahre sucht dann die Recovery,
- 0:42das prägt natürlich seine Sicht und er teilt das auf seiner
- 0:46Webseite ganz offen, warum um dir zu zeigen, hey, wenn du
- 0:50kämpfst, du bist nicht allein, das ist keine Theorie, das kommt
- 0:53direkt aus dem Leben. Deshalb auch gleich eine kleine
- 0:57triggerwarnung klaren Alter über die Wechseljahre, also die
- 1:00Minopause und ja, auch über Depression, Angst, hormonelle
- 1:06Umbrüche, wenn dich das gerade sehr betrifft, sei bitte gut zu
- 1:10dir beim Zuhören, Gabriel beschreibt da was, dass ihm
- 1:13immer wieder auffällt, Frauen so Ende 40 Anfang 50.
- 1:18Oft die, die wir als die starken sehen.
- 1:20Weißt du, die die Karrierefamilie alles scheinbar
- 1:23locker gewuppt haben und dann fast wie aus dem Nichts
- 1:27rutschen, die in eine Abhängigkeit, Alkohol vielleicht
- 1:30oder Tabletten und fragen sich, was ist denn mit mir los, wie
- 1:34konnte das passieren? Die Antwort, die oft keiner
- 1:37ausspricht, die aber bei Gabriel im Mittelpunkt steht, die
- 1:41Wechseljahre, nicht nur das körperliche, sondern dieses
- 1:44ganze psychische Chaos, was da losbrechen kann.
- 1:48Starke Stimmungsschwankungen, Ängste, plötzlich krisengefühle.
- 1:51Genau das Glas Wein am Abend, das war vielleicht jahrelang
- 1:55einfach nur Genuss oder die Schlaftablette vom Arzt
- 1:58vielleicht ein bisschen zu schnell verschrieben und in
- 2:01dieser Phase wird das dann schleichend zu so einer Art
- 2:05Notfallmedizin, ein Weg, um die Kontrolle zu behalten, die
- 2:09inneren Stürme irgendwie zu beruhigen oder einfach ja den
- 2:12Tag zu schaffen. Gabriel nennt das eine
- 2:15übersehene Krise, eine. Ich sag mal unsichtbare
- 2:19Suchtepidemie bei Frauen genau in dieser Lebensphase.
- 2:22Die Kernbotschaft, die man aus Gabriels Text mitnehmen kann,
- 2:25ist wirklich eindringlich. Die Wechseljahre als eine Art
- 2:29Perfect Storm für sucht stell dir das mal vor, da kommt das
- 2:33biologische Chaos durch die Hormonumstellung und das trifft
- 2:36dann auf massive Lebenskrisen, Kinder aus dem Haus,
- 2:39Elternpflegebedürftig. Und obendrauf oft noch dieses
- 2:42Gefühl, gesellschaftlich irgendwie unsichtbar zu sein,
- 2:46nicht ernst genommen zu werden. Und in diesem Sturm, so
- 2:49beschreibt S. Gabriel, kann sucht, wieso n
- 2:51letzter verzweifelter Versuch wirken, wenigstens irgendwas
- 2:55noch kontrollieren zu können, wenn sonst alles aus den Fugen
- 2:58gerät. OK, Perfect Storm, das macht die
- 3:02Dimension echt klar. Lass uns das mal genauer
- 3:05anschauen. Gibt's denn da auch harte
- 3:09Fakten? Zahlen, die das irgendwie
- 3:11untermauern? Ja, die gibt es und die sind
- 3:13leider ziemlich deutlich. Gabriel fasst das gut zusammen,
- 3:17unter harte Fakten in Zahlen, die übersehene Suchtkrise 45
- 3:21plus, also was man sieht. Studien, zum Beispiel im Journal
- 3:26of Women's Health, zeigen nen klaren Anstieg von spätem
- 3:29Alkoholismus, also Late on Set bei Frauen zwischen 45 und 60.
- 3:35Das heißt, Frauen kriegen n Alkoholproblem, obwohl sie
- 3:38jahrzehntelang OK waren damit. Hormone und Gehirnchemie das
- 3:42hängt eng zusammen, wenn in der Perimenopause, das ist diese
- 3:45Übergangsphase vor der Menopause, die Jahre dauern
- 3:48kann. Wenn da das Östrogen sinkt, dann
- 3:50beeinflusst das direkt unsere Botenstoffe im Gehirn.
- 3:53Serotonin, Dopamin, die fürs Wohlfühlen weniger davon macht,
- 3:57uns anständiger, für Depressionen, für Ängste und
- 4:00eben auch für Suchtverlangen renommierte Fachjournale wie
- 4:04Nature Reviews, Endokrinology bestätigen das auch.
- 4:08Psychologische Dinge, das leere nestsyndrom Kinder aus dem Haus,
- 4:11das ist für viele Mütter eben nicht nur n Abschied, sondern n
- 4:15echter Stressfaktor, der das Risiko für Depression und
- 4:18Alkoholmissbrauch erhöhen kann und viertens die Verschreibungen
- 4:22Frauen über 50 bekommen auffällig oft Benzodiazepine,
- 4:26also Beruhigungsmittel, und diese C Substanzen Schlafmittel
- 4:30oft gegen Wechseljahressymptome wie Schlafstörungen, aber die
- 4:33Dinger haben eben ein hohes Suchtrisiko, das wird oft
- 4:36unterschätzt. Das sind wirklich ja
- 4:39alarmierende Fakten. Du hast die Perimenopause
- 4:42erwähnt, diese Phase, davor kannst du das noch n bisschen
- 4:45genauer erklären, was passiert da im Körper und in der Psyche,
- 4:49was diesen Perfect Storm auslöst.
- 4:51Absolut. Gabriel beschreibt das als ein
- 4:54Zusammenspiel, einmal der biologische Umbruch, dann die
- 4:58psychischen Belastungen. Also biologisch ist der
- 5:01Hauptpunkt der Östrogenabfall dieses Hormon macht ja viel mehr
- 5:05als nur den Zyklus, es beeinflusst massiv das Gehirn.
- 5:08Sinkendes Östrogen kann zu weniger Serotonin führen, das
- 5:12erklärt oft die Stimmungstiefs, die Reizbarkeit, Schlafprobleme,
- 5:16auch die Dopaminsysteme für Freude, Belohnung können leiden,
- 5:19das Gehirn wird also rein biologisch gesehen anfälliger
- 5:23für Instabilität und sucht. Und auf dieses biologisch
- 5:26veränderte System knallen dann oft heftige psychologische
- 5:30Themen drauf. Das leere Nest, klar, jahrelang
- 5:33war man die Kümmerin, und plötzlich fällt diese Hauptrolle
- 5:36weg, das kann echt ne Sinnkrise auslösen, Gefühle von
- 5:40Nutzlosigkeit, gleichzeitig sind viele Frauen ja in dieser
- 5:43Sandwichposition älter werdende Eltern, die vielleicht Pflege
- 5:48brauchen und gleichzeitig noch die Sorgen um die Kinder, auch
- 5:51wenn die schon ausziehen. Das ist ne enorme
- 5:53Doppelbelastung und nicht zu vergessen die Wechseljahre
- 5:58markieren ja auch ganz klar den Übergang in die zweite
- 6:00Lebenshälfte, die Konfrontation mit dem Älterwerden, mit der
- 6:04eigenen Endlichkeit, das ist psychisch echt ne Aufgabe, das
- 6:07macht die Anfälligkeit irgendwie verständlicher.
- 6:10Aber jetzt kommt dieser Punkt aus Gabriels Artikel, den ich so
- 6:13spannend fand. Er sagt, es trifft oft gerade
- 6:16die Frauen, die immer als stark galten, die, die alles im Griff
- 6:20hatten, das klingt doch erst mal paradox, oder?
- 6:23Ja, das ist genau die Falle der starken Frau, wie Gabriel das
- 6:26nennt. Das hat er oft beobachtet, außen
- 6:28die glänzende Fassade, die Frau, die alles packt, aber innen
- 6:32drin, da tobt ein Sturm, den keiner mitkriegt, die
- 6:35Gesellschaft übersieht das oft oder tut es ab.
- 6:37Diesen psychischen Kraftakt der Wechseljahre.
- 6:39Und gerade die Frauen, die es gewohnt sind, immer zu
- 6:42funktionieren, für andere da zu sein, eigene Bedürfnisse hinten
- 6:46anzustellen, die sind paradoxerweise echt gefährdet,
- 6:50ihre alten Strategien, stark sein, durchhalten, die greifen
- 6:55plötzlich nicht mehr und dann entsteht so ein Vakuum.
- 6:59Gabriel nennt da mehrere Gründe für erstens diese, ich muss
- 7:03funktionieren, falle. Wer das jahrzehntelang gemacht
- 7:06hat, hat oft keine guten Strategien für sich selbst
- 7:09entwickelt, für Selbstfürsorge. Wenn dann äußere Aufgaben
- 7:13wegbrechen wie die Kindererziehung, dann kann da
- 7:16eine riesige Lehre entstehen, man weiß gar nicht mehr, wer bin
- 7:19ich denn ohne diese Rolle, was brauche ich denn überhaupt,
- 7:23zweitens die ärztliche Seite, eine Frau kommt mit
- 7:27Schlafstörungen, Unruhe, Ängsten zum Arzt und.
- 7:30Und statt dass mal genau geschaut wird, ob das die
- 7:32Perimenopause sein könnte, gibt's vielleicht schnell ein
- 7:36Rezept, ein Beruhigungsmittel, ein Schlafmittel.
- 7:39Der Arzt meint vielleicht gut, aber verschreibt damit unter
- 7:42Umständen den Einstieg in eine Medikamentensucht, weil die
- 7:45Ursache die Hormone nicht erkannt wird und drittens diese
- 7:49gesellschaftliche Unsichtbarkeit über die psychischen Turbulenzen
- 7:52der Wechseljahre wird immer noch viel zu wenig offen geredet, es
- 7:56fehlen Vorbilder, es fehlt der Austausch.
- 7:59Viele Frauen fühlen sich deshalb total allein damit denken, sie
- 8:02sind die einzigen, die so kämpfen und dieses Gefühl der
- 8:05Isolation zusammen mit Scham. Ich müsste das doch hinkriegen,
- 8:09das ist der perfekte Nährboden für ne Stille sucht.
- 8:12Puh, das ist echt n düsteres Bild.
- 8:14Die Falle der starken Frau, die unsichtbare Krise.
- 8:18Aber Gabriel wäre nicht Gabriel, wenn er nicht auch Hoffnung
- 8:21machen würde, er sagt ja immer wieder, diese Phase ist auch ne
- 8:24Chance. Was kann Frau denn tun?
- 8:26Wie kommt man da sicherer durch, um in seinem Bild zu bleiben?
- 8:29Ganz genau. Für Gabriel ist das leere Nest
- 8:32eben nicht nur leer, sondern potenziell freier Raum, Raum für
- 8:36Neues für dich selbst. Die Wechseljahre als Einladung
- 8:41zur Neuerfindung, zur Kurskorrektur aber, und das ist
- 8:45wichtig, dafür braucht man Wissen und Strategien.
- 8:48Er nennt das Safer Use nicht wie in der Drogenhilfe, er als
- 8:53Metapher. Wie komme ich sicherer und
- 8:55stärker durch diese Zeit und er schlägt so eine Art Kompass für
- 8:58die zweite Lebenshälfte vor, mit konkreten Schritten erstens ganz
- 9:03grundlegend wissen ist macht, informier dich radikal gut über
- 9:07Perimenopause und Menopause, verstehe was in deinem Körper
- 9:11passiert, das nimmt schon mal viel Angst vor diesem
- 9:14Kontrollverlust. Es gibt tolle Bücher, Podcasts,
- 9:18gute Webseiten. Such dir.
- 9:19Die richtigen Ärzte, das ist oft nicht leicht, aber megawichtig
- 9:23eine Gynäkologin, ein Gynäkologe, der das Thema
- 9:26Wechseljahre, Hormone ernst nimmt, ganzheitlich denkt, nicht
- 9:31nur Symptome wegtherapiert manchmal ist auch ein
- 9:34Endokrinologe, also ein Hormonspezialist, gut.
- 9:37Wichtig ist, bestehe auf Aufklärung, stell fragen, lass
- 9:41dich nicht abspeisen, bau dir. Dein zweites Nest.
- 9:44Klingt vielleicht komisch, aber die Idee ist stark, wenn das
- 9:48erste Nest die Kinder leer ist, dann gestalte dir bewusst ein
- 9:51neues, aber diesmal nur für dich.
- 9:54Was wolltest du immer schon machen, ein Hobby, Ehrenamt, was
- 9:58Neues lernen, es geht darum, diese Lehre aktiv mit Sinn zu
- 10:01füllen, der aus dir selbst kommt und viertens auch sehr wichtig
- 10:06finde deine Peer Group. Sucht den Kontakt zu anderen
- 10:10Frauen in der gleichen Situation, ob online, in lokalen
- 10:13Gruppen, im Freundeskreis. Die Erfahrung, hey, ich bin
- 10:17nicht allein, den anderen geht s ähnlich, ist unglaublich
- 10:20entlastend, das bricht die Isolation auf das.
- 10:23Sind wirklich gute, konkrete Schritte.
- 10:26Gabriel geht ja in seinem Artikel auch auf Fragen ein, die
- 10:29ihm sicher oft gestellt werden. Lass uns die mal durchgehen, so
- 10:32als würde uns ne gute Freundin das Fragen, was würden wir ihr
- 10:36Antworten, basierend auf Gabriels Sicht ja.
- 10:38Gute Idee die erste Frage, die oft mit Unglauben kommt.
- 10:43Ich hatte doch nie ein Suchtproblem, kann ich wirklich
- 10:46mit 50 plötzlich süchtig werden? Die klare Antwort aus Gabriels
- 10:50Erfahrung und der Forschung? Ja, absolut.
- 10:54Dieses Phänomen Late on Set Abhängigkeit, also die späte
- 10:57Abhängigkeit, das gibt es wirklich.
- 11:00Die Mischung aus biologischem Stress durch die Hormone und
- 11:03psychischen Druck durch die Lebensumstände schafft ne völlig
- 11:06neue Risikosituation, das kann eben auch Frauen treffen, die
- 11:09vorher total stabil waren, wichtig das mal so klar zu
- 11:12sagen. OK, nächste häufige Frage
- 11:16Hormonersatztherapie HRT ist das die Lösung oder eher noch n
- 11:20Risiko das. Ist super individuell eine
- 11:22medizinische Entscheidung, die man nie pauschal treffen kann.
- 11:25Gabriel betont auch Das muss man mit einer spezialisierten
- 11:29Ärztin, einem Arzt ganz genau abwägen, was man sagen kann.
- 11:34Moderne HRT, oft mit bioidentischen Hormonen, also
- 11:38solchen, die den körpereigenen gleichen.
- 11:41Kann bei vielen Frauen die schlimmsten Symptome lindern,
- 11:44psychisch und körperlich, wenn dadurch Ängste, Depressionen,
- 11:48Schlafstörungen besser werden, kann das natürlich auch den
- 11:51Drang zur Selbstmedikation mit Alkohol oder Tabletten
- 11:54reduzieren, aber HRT ist kein Allheilmittel, hat auch Risiken,
- 11:59es ist eine Option, aber nicht die einzige und nicht für jede.
- 12:03Verstanden. Sehr differenziert dann die
- 12:06Situation, die viele kennen. Mein Arzt sagt meine
- 12:08Schlafstörungen und Ängste sind nur Stress, wie überzeuge ich
- 12:12ihn, dass es die Hormone sein könnten?
- 12:14Ja, das ist frustrierend und passiert leider oft.
- 12:17Gabriels Rat ist da sehr praktisch.
- 12:20Werde deine eigene Expertin und Dokumentier das führe ein
- 12:23Symptomtagebuch über Wochen, schreib alles auf, Schlaf,
- 12:28Stimmung, aber auch hitzewallung, Zyklus, Chaos,
- 12:31Konzentration. Gelenke alles mit so einer Liste
- 12:36gehst du zum Arzt, das macht die Beschwerden greifbarer und wenn
- 12:40du trotzdem nicht ernst genommen wirst, zweite Meinung einholen.
- 12:43Such gezielt nach Ärztinnen mit schwerpunktwechseljahre du hast
- 12:47ein Recht auf ne gute Diagnose. Super Tipp.
- 12:51Das mit dem Tagebuch jetzt was aus dem Alltag alle meine
- 12:54Freundinnen trinken abends ihr Glas Wein zum Entspannen.
- 12:57Wie merke ich denn ob es bei mir zu viel wird?
- 13:00Wo ist die Grenze? Ja, die.
- 13:01Knifflige Frage, weil der Vergleich mit anderen oft
- 13:04täuscht. Gabriels Ansatz schau nicht auf
- 13:07die anderen, Schau ehrlich auf dich selbst.
- 13:10Er schlägt vor, sich zu fragen, trinkst du?
- 13:12Gezielt, um Gefühle zu betäuben. Einsamkeit, Leere, Angst, Ärger.
- 13:17Wirst du unruhig oder gereizt, wenn du mal bewusst drauf
- 13:20verzichtest? Brauchst du inzwischen mehr als
- 13:23früher für dieselbe Wirkung verheimlichst du manchmal,
- 13:26wieviel du wirklich getrunken hast.
- 13:28Wenn du auch nur eine Frage mit ja beantwortest, sagt Gabriel,
- 13:31ist das ein Warnsignal. Dann geht es wahrscheinlich
- 13:34nicht mehr nur um Genuss, sondern potenziell um eine
- 13:36beginnende Abhängigkeit. Egal was die Freundinnen machen.
- 13:40Das sind sehr klare Fragen zur Selbstreflexion und die letzte
- 13:44aus dem FAQ auch extrem wichtig. Wie unterscheide ich Symptome
- 13:48der Menopause von Entzugserscheinungen, gerade
- 13:50wenn ich versuche weniger zu nehmen oder zu trinken, das ist
- 13:53oft wahnsinnig schwer, selbst für Profis.
- 13:56Weil sich die Symptome so ähneln, können Schlafstörungen,
- 13:59schwitzen, Hitzewallung oder Entzug, Herzrasen, Unruhe,
- 14:03Angst. Genau deshalb, das betont
- 14:06Gabriel immer wieder, ist absolute Ehrlichkeit mit der
- 14:09Ärztin, dem Arzt so wichtig. Überlebenswichtig nur, wenn der
- 14:13Arzt das ganze Bild hat, deine Hormone vielleicht durch
- 14:17Bluttests und deinen echten Konsum von Alkohol oder
- 14:21Tabletten, nur dann ist ne korrekte Diagnose möglich.
- 14:25Nur dann kann man unterscheiden, was sind Hormone, was ist Entzug
- 14:29und nur dann gibt s die richtige Hilfe da was zu verschweigen ist
- 14:33echt gefährlich, danke für. Diese ausführlichen Antworten.
- 14:37Wir haben jetzt viel über die Herausforderung gesprochen, die
- 14:39Fakten, die fallen, aber auch über Wege dadurch.
- 14:42Was ist denn so die Essenz, die Gabriel uns mitgeben will?
- 14:45Was bedeutet das jetzt alles für dich, die du zuhörst, Gabriels?
- 14:48Fazit ist trotz allem Ernst ein sehr hoffnungsvolles.
- 14:52Er wehrt sich gegen dieses Bild vom Herbst des Lebens.
- 14:56Für ihn können die Wechseljahre, wenn man die Herausforderung
- 14:59annimmt, der Beginn eines zweiten Frühlings sein,
- 15:03vielleicht sogar ein Wilderer ehrlicherer Authentischerer
- 15:06Frühling, als der erste es ist eben nicht nur Verlust.
- 15:09Das kommt natürlich stark aus seiner eigenen Recovery
- 15:12Erfahrung. Er sagt, die größten
- 15:13Wachstumsschübe kamen bei ihm immer aus den tiefsten Krisen.
- 15:17Die Krise ist nicht das Ende, sie kann der Anfang von was
- 15:20neuem sein, wenn man hinschaut und er spitzt es auf diese eine
- 15:24Frage zu, die in dieser Phase oft hochkommt, eine Frage, die
- 15:28befreien, aber auch Angst machen kann, wer bin ich eigentlich,
- 15:32wenn ich nicht mehr die Mutter, die Frau, die funktionierende
- 15:35sein muss, was will ich jetzt wirklich?
- 15:38Exakt. Und die sucht, so Gabriels
- 15:41Analyse, ist oft der Versuch, genau diese Frage zu betäuben,
- 15:44ihr auszuweichen. Recovery der Weg raus aus der
- 15:48sucht, aber vielleicht auch einfach der Weg durch diese
- 15:51Krise heißt dann, den Mut zu haben, sich dieser Frage zu
- 15:55stellen, die eigene Antwort zu finden und zu leben.
- 16:00Das, so glaubt Gabriel, kann der Staat sein für den vielleicht
- 16:03freiesten, echtesten Lebensabschnitt überhaupt.
- 16:07Wenn dir dieser. Einblick gefallen hat und du die
- 16:09Arbeit von Neelix Berlin wertvoll findest, würde sich
- 16:12Gabriel riesig über deine Unterstützung freuen.
- 16:15Du kannst Gabriel helfen, indem du diesen Beitrag auf Social
- 16:19Media teilst oder diese Analyse hier auf Plattformen wie Spotify
- 16:23oder Apple Podcasts bewertest und ein Like da lässt.
- 16:26Das Projekt Nilix Berlin wird komplett allein von Gabriel
- 16:30finanziert und erstellt jede Form der Unterstützung hilft
- 16:34Gabriel wirklich sehr mit diesem Projekt sich selbst und
- 16:37gleichzeitig anderen Betroffenen zu helfen.
- 16:40Gabriels persönliches Motto, das ihn antreibt, und das finde ich
- 16:43unglaublich stark, lautet aus allem schlechten in seinem Leben
- 16:48etwas Gutes zu machen und damit sind wir für heute am Ende
- 16:51unserer gemeinsamen Zeit. Vielen, vielen Dank, dass du dir
- 16:54diese Zeit genommen und zugehört hast, wenn ich hoffe, da war was
- 16:57Wertvolles für dich dabei. Vielleicht noch so eine kleine
- 17:00Frage zum Mitnehmen für dich, welche alte Rolle, welche
- 17:03Erwartungen, die du vielleicht jahrelang getragen hast,
- 17:06könntest du jetzt bewusst ablegen, um mehr Raum für dein
- 17:10echtes Ich zu schaffen? Was schlummert dein Dir, das
- 17:13jetzt endlich gelebt werden will?
- 17:16Pass gut auf dich auf und bis zum nächsten Mal.