Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #23 Vom Jeans Dealer zur Fashion Ikone - Johannes Ucan | JUCAN
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge von «Du entscheidest», deinem Podcast für Business, Erfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute haben wir einen wahren Pionier der Schweizer Modenszene bei uns im Studio. Und zwar hat er vor über sieben Jahren als damals 27-jähriger Modeverkäufer sich entschieden, sich selbstständig zu machen. Und das mit viel Leidenschaft, Passion und Eingabe für die Männermode.
- 0:27Mit seinen zwei Boutiquen in St. Gallen und in Zürich hat er es geschafft, «You Can» als etablierter Name in der Schweizer Szene zu festigen.
- 0:37Heute ist er der Ansprechpartner für nationale, aber auch internationale Stars. Und gemeinsam mit dem Nationalspieler, mit dem Chaka, hat er einen weiteren Brand, Graia, in die Welt gerufen. Und darum, schön, dass du da bist, Johannes Uggang. Danke vielmals. Alias der Jojo. Jojo, willkommen. Danke dir, Larick. Danke vielmals. Schön, dass du da bist. Danke für deine wertvolle Zeit. Sehr, sehr gerne. Danke dir. Wie hast du das? Wichtigste Frage. Mit dem fangen wir immer an. Wie geht es dir?
- 1:06Ich bin heute sehr gut aufgestanden, hatte einen wunderschönen Morgen, habe gut gegessen. Mir geht es blendend. Schön, dass ich hier sein darf. Du siehst auch mega fit aus, du strahlst, bist auch reingelaufen, frisch. Ja, ich gebe mir Mühe. Du gibst dir Mühe. Ich war gestern noch beim Barberg. Hast du so ein Morgenritual, wo du sagst, wenn ich am Morgen aufstehe, dann essen?
- 1:31Nein, nein. Mein Morgenritual ist eigentlich, ich stehe morgens auf, meistens um halb acht, acht. Ich dusche meistens kalt, gehe ins Training. Ich bin eigentlich viermal in der Woche im Training, nicht um mich...
- 1:46um mich breiter zu machen, damit ich nicht mehr in meine Anzüge nicht passe. Sondern mehr für mich selbst. Damit FIPI schon um 9,30 Uhr, 10 Uhr damit ich mit Tal schon stark in den Tag starten kann. Und für mich halt dementsprechend extrem wichtig, ein paar Tage am Morgen früh. Dass ich schon um 10 Uhr dann wirklich sage, du, let's go, komm, jetzt gehen wir hustlen. Ist der Tag schon gut am Morgen? Ja, ja, am Morgen. Wenn der Morgen einfach, ja, ich sage,
- 2:15stark aufstehst und du mental schon bereit bist, dann kann der erste Kunde eigentlich doch, egal wann er frei ist, ob er dich zufragt oder nicht, du bist locker, du bist entspannt. Und das ist das Coole daran.
- 2:28Ist das etwas, was du schon immer gehabt hast? Ich sage jetzt mal das Mindset, das positive Mindset und den Morgen gewinnen, weil dann egal was passiert, es gehört zu dir oder ist es etwas, was du dir antrainiert hast? Nein, überhaupt nicht eigentlich. Vor ein paar Jahren war es so, ich schlafe bis um 11 Uhr
- 2:45Ich habe dann eh noch etwas Zeit, um den Tag zu nutzen und kann am Nachmittag noch etwas Umsatz machen. Bis ich gemerkt habe, dass ich in der Morgenzeit schon ein paar Stunden früher aufstehe und bis Mittag die Hälfte des Tagesumsatzes erreicht habe, indem ich schon um 10.30 Uhr im Geschäft bin.
- 3:10Merkst du, wie der Tagesablauf anders wird, deine Motivation nach dem Mittag, um nochmals sechs, sieben Stunden zu arbeiten, ist anders, als ich schon um 10.30 Uhr, 11.00 Uhr aufstehe und nachher arbeiten gehe. Training, klar habe ich immer etwas gemacht, aber niemals so viel, wie die letzten zwölf Minuten. Ach so. Ja, ich mache es schon. Es ist nicht so, dass ich einen Sixpack antrainieren würde, das würde ich überhaupt nicht.
- 3:39Aber, also, das möchte ich nicht. Klar möchte ich das aber. Disziplin ist halt so. Ernährung ist halt immer noch so eine Sache. Wenn man sich nicht gut oder nicht sehr gut ernährt, dann ist halt auch immer so eine Sache mit dem Sixpack. Aber du, alles gut. Von dem her ist das okay für mich. Aber für mich ist es einfach wichtig, dass ich am Morgen schon mal wirklich etwas gemacht habe. Und so in den Tag starten kann.
- 4:06Vor allem ist es spannend, wenn ich überlege, du verkaufst eine Maske geschnitterte Herrenanzüge und du bist ja dementsprechend das Modell vor Ort. War das dann auch ein Ansporn, zu sagen, ich würde ja gut aussehen in diesem Anzug?
- 4:23Das war schon immer ein Aufprall. Ich habe immer gesagt, ich würde im Alter gut aussehen. Ich schaue extrem auf das. Klar, ich würde nicht übergewichtig sein, ich würde nicht meine 70 Kilo sein. Ich möchte einfach einen normalen Körper haben.
- 4:39Ich mag den Bauch nicht und das passt nicht zu mir. Deswegen schaue ich auch extrem, nicht extrem wann ich esse, aber wie oft ich esse. Wenn ich sehe, dass der Bauch wächst, fühle mich nicht mehr wohl in meinen Kleidern, dann merke ich, es ist gleich wieder 5 ab 12 Uhr. Also pass mal wieder 2-3 Minuten auf, damit dann auch wieder deine schönen Anzüge passen. Bei einem Massanzug merkst du es sofort.
- 5:09Wenn du 5-10 Kilo zunimmst und du den Bund nicht mehr zubringst, dann denkst du dir, es ist Zeit, 2-3 Kilo zu nehmen. Klar kann ich immer etwas erweitern. Stimmt, das kannst du jedes Mal. Man kann schon etwas erweitern. Mein Schneider sagt zu mir, dass ich wieder zunehmen soll.
- 5:31Zwei, drei Kilos. Ja, ja, zwei, drei Kilos. Schneidest du selber oder gibst du es in Auftrag? Nein, ich schneide selber. Also du hast deinen Schneider? Ich mache das Design, ich habe einen Schneider in St. Gallen, eine Schneiderin in Zürich und die machen alle Anpassungen. Aber Manufaktur, die habe ich im Ausland.
- 5:47Okay. Was heisst Manufaktur? Das ist eine Produktion, die mir die Anzüge herstellt, die Hosen herstellt natürlich. Und dementsprechend machen die den Anzug vor Ort. Das ist eine Produktion mit etwa 300-400 Mitarbeitern. Und ich schicke einfach den Stoff zu oder bestelle den Stoff beim Lieferanten
- 6:07Dann wird von Italien zu 90% in die Tschechei geschickt. Die machen dann den Anzug und schicken ihn in die Schweiz. Und dann musst du ihn dort noch perfektionieren? Ich sage es so, von zehn Anzügen sind mittlerweile neun. Acht bis neun sind perfekt. Da muss ich keine Anpassungen machen. Ich habe einen Anzug geschält und musste sechs Änderungen machen.
- 6:30Und jetzt hast du den Prozess so perfektioniert. Ja, und irgendwann hast du das Auge und du hast das Gefühl und du weisst, um welchen Zentimeter es sich hier handelt. Es ist auch viel stoffabhängig. Wenn ich jetzt einen Stoff auswähle, der etwas dicker ist, dann weisst du, da musst du vielleicht noch einen Santic 2 dazugeben. Oder einen Stoff, der etwas elastisch ist, dann weisst du, der könnte ich noch etwas enger machen. Und da musst du halt immer etwas abschätzen.
- 6:54Das ist extrem wichtig. Vor allem der Stil, der sich über die Jahre immer wieder ändert. Die Leute wollen gerne kürzere Beine und was ist gerade im Trend? Ist das dein Hauptfokus, um Trends zu erkennen und diese auf den Anzug zu übertragen?
- 7:15Ich mag eigentlich keine Trends. Trends ist so, der Hund und Gott. Ich möchte eigentlich für einen Kunden einen Anzug machen, wo ich weiss, er kann heute anziehen, er kann nächstes Jahr anziehen und er kann in fünf Jahren immer noch anziehen und er ist immer noch zeitgemäss.
- 7:32Ich bin nicht der Typ, der dem Kunden überdimensionale Hosen macht. Ich bin nicht der Typ, der dem Kunden zu viel Schulterpolster reintut, damit er dann so altgebacken aussieht und er einfach nur breit ist. Ich bin der Ästhetiker, der mehr aufs Optische schaut.
- 7:51Damit der Hund wirklich auch in den Spiegel schaut und sagt, hey, geil. Also voll classic. Classic, wirklich classic. Früher war ich ein Paradiesvogel. Ah ja? Es gibt keine Kombination, wo ich...
- 8:07was Anzüge anbelangt, nicht gemacht. Es gibt keine Kombination. Wenn ich einmal zurückdenke, so zehn Jahre später, und ich schaue mir so Fashion Week-Bilder an, wo ich einmal war, in Italien, in Mailand, in Florenz oder wo auch immer, dann schaue ich mir die Bilder an und denke so, Jojo, wie bist du eigentlich rumgelaufen? Ist alles klar bei dir? So ein richtiger Clown.
- 8:26Aber das ist die Entwicklung von mir. Da hat es einen Brauch gehabt. Um den Stil zu finden. Um mich in der Szene bekannt zu machen. Aber mit der Zeit, je unbekannter, desto mehr Bekanntheit hast du.
- 8:45umso weniger hast du auffallen wollen, weil dich die Leute sowieso erkennt haben. Und dann hast du eigentlich nicht mehr auffallen wollen mit gelben Hosen und einem grünen Blazer, sondern du hast einfach nur mehr sein wollen und gesagt hast, hey schau mal, der, der jetzt aus dem Auto steht, das ist im Fall der Jukka, der mit dem Maserzeug von der Schweizer Nazi oder von den Rapstars oder was auch immer, oder? Und das war schon eine kleine Prozedur vor ein paar Jahren, aber ja, es war cool.
- 9:12Wie bist du denn auf das gekommen? Warst du als Kind der, der sagte, ich werde in diesem Fashion-Bereich arbeiten? Hat sich das schon immer fasziniert? Nein. Ich bin der Automoteur gelernt. Oh, das ist das gleiche. Das habe ich mal gelernt. Das war im Jahr 2000 und 2002, 2003.
- 9:39Ich hatte einfach einen Leerstreit. Ich wollte einfach etwas machen. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich war eigentlich in den Schuhen, so ein bisschen mehr oder weniger der Letzte, der keinen Leerstreit hatte. Ich habe das Buch selbst rausgenommen und einfach alles angeguckt. Bäckerei, Quafförer, Garage, Elektriker und so weiter. Ich habe einfach alles angeguckt. Irgendwann haben sie gesagt, morgen könnt ihr schnuppern gehen. Ich bin mittwochs nachmittags schnuppern gegangen.
- 10:02Er sagte, dass der Job passen würde. Wir suchen sowieso noch jemanden. Wir hören uns am Samstag noch einmal an. Freitag noch einmal angerufen. Er fragte, ob ich am Samstag vorbeikommen kann. Ich sagte, dass sicher. Ich ging mit dem Motor vorbei. Ich war 14 oder 15 Jahre alt. Er sagte, dass er gerne auf den Sommer einsteigen wollte. Ich sagte, was? Er sagte, dass ich nicht gehen soll. Dann bekam ich die Lehre. In der Lehrzeit
- 10:26Nach einem halben Jahr entdeckte ich die Mode. Dort war die Szene, die Private Fiction. Ich habe genau an das gedacht. Private Fiction, z.B. zerstörte Hosen, kaputte Hosen, gefärbte Hosen usw. So Hosen habe ich früher gemacht. Während der Mittagszeit in der Autogarage. Das ist ja cool. Ja, das ist kein Witz. Ich bin Hosen kaufen gehen gehen, im H&M.
- 10:51Ich habe dann die Hose angekleidet mit einer Spiegelreflexmaschine, die man am Auto von der Farbe herabschläft. Ich bin dann einfach zu der Hose angegangen und bin immer dran, bis der Effekt in der Stoffe etwas aufgeraut ist. Dann sind die Federn rausgekommen und ich konnte immer noch daran ziehen. Irgendwann habe ich die Arke im Auge gesehen.
- 11:20Die Leute kommen zu mir und fragen, wo die Hosen von einer Marke sind. Die ist so, die habe ich gekauft. Wo? Die ist so, ich kann dir die Seite geben und hin und her. Sonst kann ich dir so eine machen. Du glaubst nicht, ich habe damals Hosen für etwa 150 Söhne verkauft. Die Hose hat mit 20 Franken gekostet im Haunde.
- 11:41Hättest du damals noch Social Media Covers? Nein, das hätte ich noch nicht gehabt. Eben! Das hätte ich noch nicht gehabt, glaube ich. Das war alles Mund zu Mund. Das war mein Bild. Tealight. Ja, so Tealight. Netlock. Laut und spitz, Tealight, Auskunft.ch. So Sachen, wo man... Alle mit Hosen am Posen. Ganz schlimm. So entdeckte ich die Leidenschaft zur Mode. Aber ich war immer auch Automonteur. Ich habe nie gedacht, da wird mal was.
- 12:10Nach der Lehrzeit war es so, dass ich mal ein Jahr arbeitslos war und ich nicht wusste, was ich machen soll. Keine Ahnung. Dann bin ich in die Stadt geschaut und habe einen Kleiderladen entdeckt. Bin dort reingelaufen und habe mir ein T-Shirt gekauft für 49 Franken. Bin am Abend in eine Bar reingetrunken und habe die Verkäuferin gesehen.
- 12:36Die Verkäuferin kommt zu mir und sagt, hey, du bist doch der, der heute mehrere T-Shirts gekauft hat. Und ich so, ja, ja, genau. Und sie so, Dienstag gefällt mir. Ich bin der normale Arzt auch selber, ich habe keine Wut. Dienstag gefällt mir. Und ich so, ja, ist cool, freut mich. Und sie so, ja, ich suche noch eine Aushilfe.
- 12:54Ich fragte sie, wie lange das dauert. Sie sagte, dass ich 20% der Ablösung einmal pro Woche habe. Ich sagte, dass ich das mache. Ich war einmal pro Woche am Arbeiten. Ich wurde verkauft. Sie sagte, dass ich zwei Tage pro Woche kommen soll. So war es über Monate. Irgendwann waren es 40%, 60%, 80%. Also ein Herrengeschäft? Das war ein kleines Herrengeschäft.
- 13:19Nur um zu wissen, ob es eine Frau war oder eine Mutter. Auf jeden Fall war ich dann dort drin, auch ein Jahr lang. Dann gingen die Konkurse. Also nicht Konkurse, sondern sie bekamen eine Anschlag von Prada, weil sie zu viele Sachen kopiert haben. Ein halbes Jahr später gründeten sie eine neue Brand.
- 13:46Als der dann ins Leben gekommen ist, haben sie mich noch am Lein gesteckt. Da war ich noch einmal eineinhalb Jahre Shopleiter. Der Shop war 50 Quadratmeter, wirklich nicht gross.
- 14:02Dazu hatte ich meine ersten Erfahrungen gemacht. Selbstständig, weniger arbeiten. Aber es war nichts Weltbewegendes. Der Lohn war nichts. Irgendwann ging eine Shopping-Renne auf in St. Gallen.
- 14:18Mein ehemaliger Chef, der mich eingestellt hatte, hat mich mitgenommen. Und ich sagte, geil, ich kann in Zara arbeiten. Dann war ich in Zara drei Jahre lang. Und in Zara hast du eigentlich alles gelernt. Du hast Kasse gemacht, Kabinettdienst, Aufruf, Lager gemacht. Du hast einfach alles gemacht. Und das war wie deine Ausbildung. Ich sage jedem Jungen von Koff, geh in Zara arbeiten drei Jahre und du kannst alles.
- 14:45Dann war ich dort drin, habe drei Jahre gearbeitet und irgendwann wurde ich abgeworben vom PKZ. Dann kam das ganze Social Media. Und ich im PKZ damals... Was, in einem Jahr sind wir jetzt?
- 14:58Jetzt sind wir etwa im 2011. 2011? Okay. Und dann ist Facebook gekommen. Dann ist Facebook heute gesichert, um 9.12 Uhr. Und dann habe ich immer meine Daily-Posts, die ich angekriegt habe, meine Outfits, habe ich immer hochgeladen. Hast du den Hashtag Outfit of the Day kreiert? Day of the Day, Foot of the Day. Ja, ja, ja, ganz genau.
- 15:29Du hast schon angefangen, einfach die Gedanken zu erzählen. Ja, wenn du meine ersten Posts scrollst, oder wenn ich jetzt mal scrollen gehe, dann waren meine ersten Posts 2010. Irgendwo dort rum. Ich habe jetzt gesagt, ich habe 2.9, 2.10, irgendwo dort. Also auf Instagram? Ja, ja, auf Instagram. Hast du das schon gestern? Ja, irgendwo so 2.10, 2.10. Bist du der Betatester zu dieser Zeit? Ja, ja, ich war sozusagen der erste... Kollege Zuckerberg. Ich war in der Schweiz mehr oder weniger der erste Modenblogger.
- 15:56Hätte ich es dort tot von raus gezogen. Aber ich war nicht der, der die ganzen Dinge schreiben konnte. Ich war immer der, der meine Outfits postete. Und das habe ich immer gemacht. Im PKZ Kleider... Jetzt mache ich extrem viel Werbung für dich, Gottverdammte. Egal. Ich entscheide ja. Kann man ja wählen. Auf jeden Fall hatte ich Outfits, die danach da waren.
- 16:18Und bei denen raus, hab's gefüttert, und dann haben sie hochgeladen, und die Leute haben reagiert. «Hey, cool, von wo ist das? Von wo ist das? Von wo ist deins? Von wo ist jenes?» Und ich habe immer vermittelt. Mhm. Etwa zwei Jahre lang. Und irgendwann bin ich zum Chef angegangen, und er so «Sie, ähm, schau mal,
- 16:35Ich verkaufe viel mehr, die Leute reagieren darauf und er so «Ach, hören Sie mal auf!» «Haut gerne an, arbeiten Sie jetzt einfach und machen Sie das Ding!» «Das ist nichts für uns, oder?» «Du bist schon Influencer gewesen.» «Wir sind da konservativ aufgestellt, wir machen so etwas nicht, oder?» «Heute haben es etwa 50 Leute, die nur Social Media machen.» «Sicher, crazy.» «Ich war noch der, der auf Urdorf ging, in die PKZ-Filiale, und ihnen angeboten hat,
- 17:01das Ganze mal ein bisschen zeigen, das Social Media. Da haben sie mich ausgelacht und ich so, okay, ist gut, alles klar. Kein Problem. Halbes Jahr später wollte ich eine Lohnhöhe vom PKZ. Ich hatte dann irgendwie 400-500 Franken verlangt, plus minus. Ich habe einen Zettel bekommen, also bei 50 Franken. Und dann bin ich gegangen. Dann bin ich gegangen, hätte ich damals 500 Franken bekommen. Glaubst du, ich wäre immer noch im PKZ? 100 pro. Gott sei Dank hat es noch keine gegeben.
- 17:30Danke vielmals für diese 5 Franken. So geil. Der Geschäftsführer, der jetzt im Pegel ist, ist immer noch dort und denkt immer so, Wahnsinn, wie ist das jetzt gegangen? Leute kommen mit den Bildern von dir zu uns und sagen, wir würden gerne so aussehen wie Jojo. Ich würde auch so einen Anzug. Den vermittelt alle Kunden zu mir. Krass.
- 17:54Ja, das Social Media war extrem. Das war extrem. Ich habe wirklich sehr, sehr früh angefangen. Ich hatte ein Netzwerk aufgebaut mit zigtausend Leuten. Ich kam schnell auf 10.000, weil mir halt andere Fashion-Seiten von damals repostet haben. Damals war es so, dass eine Seite 300.000, 400.000 Follower hatte. Und sie haben ein Bild von uns gepostet. Dann hast du 2.000 neue Follower bekommen. Ich poste die Seite mit 3 Millionen und die entfolgen fünf.
- 18:24Crazy man, so crazy. Ja, und dann hatte ich das Ganze so ein bisschen aufgebaut hin und her. Und irgendwann bin ich dann wahrscheinlich fertig auf Asien.
- 18:38Mit dem Kollegen und ich gingen wir nach Thailand. Ich habe mir dort einen Anzug am Strand machen lassen. Da gibt es ja extrem viele Schneidereien. Pakistan ist Inder, wo man innerhalb von 24 Stunden einen Anzug schneidet und ein paar Hemden. Für nichts, oder? Und ich sagte zu einem Kollegen, mach mal ein paar Stück. Wir haben ein paar Stück gemacht.
- 19:02Ich die auf Insta poste und die Leute so «Hey geil, von wo?» «Hast du jetzt Playzone?» «Mega geil, kann man bestellen?» Und du gerade so «Mh, okay.» Und ich so «Bro, Bro, das ist doch ein Businessmodell.» Und ich «Karri, ich war 26.»
- 19:17Ich hatte keine Ahnung von Business. Ich konnte einfach arbeiten und wusste, wie ich anziehen kann. Mehr oder weniger. Trotz der Clowny-Messung. Heute ein bisschen besser. Ähm... Und auf jeden Fall sage ich ihm so, hey... Das müssen wir in der Schweiz machen. Lassen wir doch ein paar Inder importieren in den Keller. Ein paar Töcher, dann sollen sie arbeiten. Das ging natürlich nicht, oder? Ich ging in die Schweiz. Der Kontakteur von Asien, mit dem angefangenen Schreiben hin und her.
- 19:45Er hat mir dann auch Stoffbücher geschickt. Ich hatte nie wirklich wahrgenommen, dass ich damit anfangen kann. Dann hatte ich einen Kollegen, mit dem ich mal gesprochen habe. Ich sagte ihm, dass ich in dieser Schiene gerne etwas machen möchte. Er sagte, dass das nichts für mich sei und ich ihm einen Kontakt gebe.
- 20:10Und Props an Pedro, adieu, Lierpro. Was sagt Pedro? Der hat mich dann mehr oder weniger dazu gebracht, um in dieses Business einzusteigen. Das sage ich offen und ehrlich, das sage ich allen. Und der hat mir dann gesagt, hör auf mit dem Oversize-Zeug, du musst Anzeige machen. Und dann hat er mir einen Kontakt gegeben, der Kontakt konnte Deutsch und ich konnte viel besser kommunizieren. Mit dem habe ich dann 1-2 Jahre lang gearbeitet.
- 20:40Und so dann in die ganze Modenszene reinkommen, einen Namen machen können. Aber schon gegründet? Ja, gegründet habe ich. Okay. Ja, ja, ja. Gegründet habe ich im November 2014. Da habe ich die Firma gegründet. Ah, 2014, ja. Den Showraum hatte ich im März 2015.
- 20:59Der erste in St. Gallen? Ja, das war ein kleiner Showraum, das war 20 Quadratmeter. Das war so gross wie die Bühne da oben. Das ist jetzt bald 10 Jahre. Ja, das ist Wahnsinn. Ich habe vor kurzem wieder darüber gesprochen. Verdammt, es ist schon bald 10 Jahre. 10 Jahre! Und klar, okay, zwei Jahre sind verflogen wegen Corona, das war nichts, sozusagen. Aber trotzdem, es sind 10 Jahre. Und wenn ich so zurückdenke, ich weiss noch ganz genau, als ich in der Handelsregisteramt war und gesagt habe, hey...
- 21:26Ich würde gerne eine Firma gründen. Und ich hatte keine Ahnung. Ich hatte wirklich keine Ahnung von nichts. Ja, ist gut, so auszufüllen, machen zu tun. Dann hat sie gesagt, ja, hast du jetzt eine Einzelfirma? Okay, cool, kann ich jetzt arbeiten? Und ich so, ja, gut. Bist du quasi einfach wirklich deinem Instinkt gefolgt? Ja, ich habe einfach gemacht. Ich habe nicht studiert. Ich habe wirklich kein Studium abgeschlossen. Ich habe nicht irgendwie recherchiert. Ich habe nicht irgendwie eine Schule gemacht, eine Weiterbildung oder was auch immer. Wirklich, ich habe nichts gemacht. Ich habe nichts gemacht. Aber ich habe mehr als das Maximum rausgeholt.
- 21:56Weil in deinem Herz, in deinen Gefühlen gefunden wurde. Weil einfach die Leidenschaft dabei war. Ich habe einfach immer gewusst, ich will Kleider machen. Und ich will für mich selber arbeiten. Und das ist immer so, wenn du für dich selber arbeitest, du arbeitest eigentlich gerne. Das ist ein Privileg. Für jeden Unternehmer ist das ein Privileg.
- 22:13Für dich selbst arbeiten können. Am Morgen aufstehen können und sagen können, ich gehe jetzt ins Geschäft. Das ist wie ein Fussballprofi. Er unterschreibt mit 14, mit 15 den Profivertrag. Und dann denkt er so, boah, ich habe es geschafft. Klar habe ich es geschafft, vorerst, aber du musst schon mal 15 Jahre daran arbeiten, du musst 15 Jahre trainieren, machen. Jeden Tag hast du ihn. Bis du wirklich mal ganz oben bist.
- 22:36Ich will jetzt nicht sagen, dass ich ganz oben bin, aber wir sind auch nicht in der Mitte oder weiter unten. Wir haben einen coolen Brand aufgebaut, wir kennen uns, wir sind ja... Wie war das Gefühl, das erste Mal, du gehst in den Ausgang, bist in einer Bar, bist mit deinen Jungs etwas zu trinken und jetzt hast du den ersten, du bist nicht mit dem rausgegangen, jetzt hast du einen, der mit deinem Anzug durchläuft.
- 23:02Hast du das schon erlebt? Ja, das war damals so krass geil. Schon, oder? Ja, das war ein geiles Gefühl. Geiles Gefühl? Er hat jetzt meinen Anzug an, hier drin. Er hat einfach meinen Brand. Brutal. Und ich denke immer so, wie baut man einen Brand auf? Wie geht das?
- 23:21Wie nimmt man eine Marke richtig wahr? Indem du immer verstreust und immer mehr und mehr Kunden hast. Und immer mehr und mehr zufriedene Kunden hast. Und die Kunden empfehlen dich weiter. Und du investierst viel in Werbung. Aber es war schon ein cooles Gefühl. Heute weiss ich ganz genau, jeden Tag gibt es irgendeinen Kunden, der meine Kleider anhat. Als Silvester war ich sicher,
- 23:45Ich habe 10, 15 Bilder bekommen. Bro, mit dem Anzug gehe ich ins neue Jahr. Zum Glück habe ich den Anzug gemacht. Jetzt bin ich Top-Anzug. Ich denke einfach so, geil. Egal wo, wirklich. Der eine war in Doha, der andere in Schweden, der in Dubai, der andere in der Schweiz im Club, der andere irgendwo in Zürich oder wo auch immer. Krass. Wann ist so der Zeitpunkt, wo du realisiert hast, mein Brand ist bekannt und es verbreitet sich jetzt wie von alleine?
- 24:15Ähm, das ist schwierig zu sagen. Aber ich würde sagen, dort wo ich gemerkt habe, ich habe es geschafft, war es, als Granit Xhaka gesagt hat, ich brauche Anziehung von dir. Oder ich will die Anziehung von dir.
- 24:35Nachdem ich ihn mal angeschrieben hatte. Wo er gesagt hat, ich würde gerne meiner Frau einen Hochzeitsantrag machen. Und du entscheidest, welcher Stoff es war. Und ich durfte wirklich entscheiden. Und dann kam er persönlich abgeholt. Und dann kamen natürlich die Medien. Dann kam «Blick», «20 Minuten», «Nah.ch».
- 24:57Ich war vor sechs, sieben Jahren schon eingeladen für ein Live-Interview bei TVO. Ich hatte noch gar nichts zu erzählen. Nur das von Granit. Aber das war das, was populär war, was alle wissen wollten.
- 25:17Ein kleiner Unternehmer macht einen Anzug für Granit Xhaks Hochzeit. Und er ist ja damals gleich so frisch gewechselt von Gladbach zu Arsenal. Und das war schon extrem gehyped. Und da habe ich die Gewissheit, wenn du jetzt lieferst und du immer noch korrekt arbeitest und du immer noch einen guten Ruf hast,
- 25:42Dann kann es etwas werden. War das die Brücke zu International? Zu den Fussballerszenen? Ja, ja. Bist du noch in die Fussballerszenen reingekommen? Nein, ich hatte vor ihm schon ein paar Fussballer. Ein Harry Seferovic zum Beispiel. Ich hatte einen Michi Lang. Ich hatte einen Dari Lopaka von St. Gallen. Ich hatte den Alguer Mamedi.
- 26:09Ich hatte zum Beispiel einen Timon Maia, einen Eishockey-Spieler. Und dann... ... bin ich zu ihm gekommen. Und vor ihm hatte ich noch einen Rapper, den Noisy. Er ist auch ein albanischer Rapper. Und der hat mir sozusagen den Kick gegeben.
- 26:24Der kam 2016 vorbei. Also random? Ja, random. An einem Sonntagabend. Ich am Shisha rauchen, in der Cherry Lounge in Harrisau, ich bekomme ein Telefon über, wir brauchen zwei Anzüge für morgen Abend, für eine Premiere von Blair im Destani, für den Film Frauen. Wir sind auch nächste Woche eingeladen, wir sind ja noch in Zürich im Kino, aber jetzt ist er in München. Hast du zwei Anzüge für uns? Und ich so...
- 26:52Ja, ich habe schon etwas. Und trotzdem hatte ich noch ein wenig Anzeige in der Kollektion. Ich hatte Anzeige gekauft von einem Onlineshop. Ich habe einfach den Brand weggenommen, habe meinen Brand gedreht und habe es so verkauft. Dürfen wir das sagen? Ja sicher! Du musst ja kreativ sein! Sicher schon, Mann! Hast du ja keinen Kontakt gehabt. Wie willst du das machen sonst? Du hattest trotzdem keinen Kontakt. Du hattest einfach Anzeige günstig gekauft, für 150 Schutze und hast sie für 350 verkauft.
- 27:21Und diese Anzeige habe ich dann gesponsert. Ich war froh, wenn er mich auf Instagram posten konnte. Dann hatte er einen Poster, ein knallhartes neues. Er hatte 50'000 oder 80'000 Likes. Und ich habe 3'000 neue Follower bekommen.
- 27:383000 neue Albaner, die davon 2000 heiraten. Am nächsten Tag ist mein Telefon... Mein Telefon ist nur am vibrieren. Eine reine Hochzeit in Albanien. Es war im März. Und im Juni, Juli, heiraten alle. Du warst gerade auf. Das war die erste Saison, in der du Cash machen konntest. Nur noch durch. Dort habe ich easy verdient. Und ich war ganz alleine. Ich habe alles noch alleine gemacht. Das ist so gut.
- 28:06Mit der Zeit immer mehr, mehr, mehr. Am Anfang nahm man die Leute natürlich nicht gross wahr. Bis dann der Granit kam. Als ich den dann bekam, sagten die meisten, er hätte es schon geschafft, der Granit. Und ich so, ja, geschafft, nicht geschafft. Ich sage immer noch so, es ist geil, aber es hat noch so viele Weltstars, die ich eindecken könnte. Wer wäre dein Traum?
- 28:35Ich sage es in jedem Interview. Es ist mein allererster Podcast, den ich mache. Exklusiv.
- 28:45Ich sage es gerne nochmal. Vielleicht hört ihr es ja. Vielleicht habt ihr es schon gehört, ich weiss es nicht. Aber es ist der Roger Federer. Okay, cool. Er ist unser nächster Gast. Ja, ist gut. Speak into existence. Never. Ich bin der, der da vorne steht. Never say never. Ich erzähle es dir, wir legen ein gutes Wort für dich ein. Ich hoffe es für euch. Er ist auf der Reiste auf jeden Fall. Merkt ihr die Worte? Jojo.
- 29:09Eines Tages ist genau das passiert, was wir hier am Redner sind. Merkt ihr das? Ja, ja. 100 Prozent. Ich sage auch immer... Roger Federer damit die Masse auf. Ich sage immer, irgendwann. Irgendwann kommt er. Vielleicht. Nein, nicht vielleicht. Fühl dich so. Ich habe auch das Gefühl, er kommt irgendwann. Mal schauen wann. Aber er ist schwierig zu bekommen. Schweizer Nazi hast du ja schon.
- 29:35Ich habe schon viele Nazi-Spiele. Aber das ist nicht offiziell? Nein, da bin ich ehrlich gesagt dran. Ich war in der Woche am Event des Schweizer Fußballverbandes. Ich hatte ein kurzes Gespräch mit dem neuen Marketing-Chef. Die brauchen tatsächlich neue Ausstattung. Für alle Schweizer Nazi-Delegationen. Für alle Nazi-Trainer.
- 30:01Wenn sie fliegen und so. Für die Spieler selber nicht, aber mehr für die Delegation. Also wirklich für die Funktionäre. Ja, ja. Nazi-Trainer, Direktoren, Sportchefe etc. Ich habe immer das Bild vor Augen der italienischen Nazis, wenn sie irgendwo auftreten, haben sie immer diese mega schönen Anzüge an.
- 30:23Es kommt immer darauf an. Wenn du die italienischen Nazie anschaust, dann denkst du, boah, die haben einen geilen Ausstatter. Und es gibt dann natürlich auch meine...
- 30:35Jenseits von Fußballvereinen, die einen Top-Ausstatter haben. Und da siehst du schon, wenn alle hinlaufen, dass die Top-Arzt-Sachen sind. Und du siehst aber auch welche, die hinlaufen und... Für Gelenk. Ja, es ist irgendetwas. Einfach irgendetwas. Da denkst du schon auch, so viel Kohle, jetzt investiert doch mal 20-30'000 Franken für coole Kleidung.
- 31:03Aber da sind wir wieder beim Zweckmäßigen, oder? Bei dem, der mit dem Auge dabei ist, der das fühlt, der das Feeling für das hat. Ja. Oder? So wahrscheinlich... Viele sehen es auch natürlich nicht. Viele sehen es nicht, ob es ein schöner Anzug ist oder ein teurer Anzug ist oder... ...eine schöne Kombination ist. Aber es macht einfach einen besseren Eindruck für die Gesamtmannschaft. Aber eben, du spielst wegen dem nicht besser.
- 31:30Aber es ist ein schöner Auftritt. Und wie ging es weiter? Dann ist der Granit, heisst er, oder? Wegen der Hochzeit, ging alles gut? Ja. Gute Anzüge ausgewählt, guter Stoff ausgewählt? Und danach hast du gemerkt, jetzt geht es, jetzt beginnt es dann. Ja, es war wirklich so, dass er dann gekommen ist und danach mehr oder weniger alle gekommen sind. Oder ich sage es so, nachdem ich den Granit hatte, hat jeder Fussballer in der Schweiz,
- 31:59war immer untersetzt. Dann haben sie gemerkt, wir fragen mal, ob er überhaupt Zeit hat. Ich habe immer Zeit, ich finde immer Zeit. Es gibt selten, wo ich sage, ich habe gar keine Zeit. Das ist ein Geschäft für mich, da schaffst du halt einmal 14, 15 Stunden, das ist gar kein Problem.
- 32:18Ich finde es cool, wenn so Superligaspieler kommen, ich finde es cool, wenn Nazi-Bestspieler kommen. Ich nehme jeden Fussballer gerne an, ich nehme auch jeden Kunden gerne an. Es ist einfach einfacher, den Kunden zu gewinnen,
- 32:36Weil du schon den grössten hast in der Schweiz. Du musst sie alle gewinnen, weil du noch beweisen musst. Ich habe im Jahr 2017 einen Beweis bekommen, den ich in der Granit bekam. Nachdem ich den hatte, kommen halt alle. Oder kommen sie einfacher zu dir. Sie kommen einfacher zu dir. Ich habe wirklich Kunden, die kommen zu mir und sagen so «Wo standst du in der Granit?» Nein. Ich komme jetzt. Ich würde genau dastehen. Ich würde genau dastehen. Krass. Ja, es ist wirklich extrem.
- 33:06Immer mehr und immer mehr. Ja, jetzt klar, mit dem neuen Brand, den ich mit ihm gegründet habe. Eben auf das wollte ich jetzt zukommen. Ist dann also mega lustig, er hat ja dich angeschrieben damals. Nein, oder du ihn.
- 33:18Ich habe ihn nachgeschrieben. Dann hat er angepissen wegen dem Anzug für die Hochzeit. Heute machst du, was machst du mit ihm? Ich habe mit ihm eine Kleiderkollektion, die heisst Graio. Die haben wir lastiert im Oktober, letztes Jahr. So gut, gratuliere. 23, danke vielmals. Das ist schon auch etwas Cooles, wo ich selber mal sage, hey, warte.
- 33:39Jetzt hast du einfach einen Brand mit Granit. Klar, für mich ist Granit mittlerweile ein sehr guter Freund. Ich schaue jetzt nicht mehr so, boah, es ist der Granit und hin und her. Wir reden viel zu viel über Granit. Es gibt noch viele andere Leute, die ich nicht kannte. Aber... So geil! Der Brand, wegen dem Brand haben wir auf ihn gesprochen. Ja, und jetzt haben wir mit dem Brand selber, oder?
- 34:01Ich mache coole Kleider. Es ist eher so eine casual Loungewear. So ein bisschen Trainer-mässig. So ein bisschen Strick-mässig. Nur für Männer? Ja, aber ihr könnt auch Frauen anziehen. Also dir wäre es noch schlecht. Ja, weil Trainer, ich und Trainer sind so. Schon, oder? Ja. Ich auch am Sonntag. Sonst muss ich Anziehung verkaufen.
- 34:21Es gibt ein bisschen mehr Umsatz. Und exklusiv nur bei dir erhältlich? Nein, das ist exklusiv eigentlich nur online Shop momentan. Es ist wirklich alles online. Es gibt nichts in meinem Shop. Okay. Wir sind uns überlegt, ob wir jetzt die nächste Kollektion dann auch bei uns im Laden repräsentieren können. Weil die Leute auch ein bisschen probieren wollen. Sie wollen es ein bisschen tragen. Welche Farben... Du hast ja schon eine Plattform, die du dort hast. Ja, natürlich.
- 34:47Aber es ist auch kompliziert. Oder stutzt sich mit deinem Anzug-Ding? Ich hatte auch schon Trainer im Laden von einer Brand.
- 34:59Aber es würde sicher passen. Aber wir haben am Anfang gesagt, wir machen es erst online, damit wir alles besser tracken können. Was wir verkauft haben, wo wir verkauft haben. Von der Webseite her, mit allen Daten, die wir da rausholen können, dann weisst du auch, was gut ist und was nicht gut ist. Oder was kommt besser oder was kommt nicht besser.
- 35:18Hast du auch schon irgendwelche Experiences von You Can übernehmen können in dieser Brand? Wann zum Online-Store? Hast du einen Online-Store? Ich habe einen kleinen Online-Shop bei You Can selber. Ja, was kannst du da bestellen? Was man da bestellen kann bei You Can ist, es sind Schuhe, es sind Krawatten, es sind Accessoires. Accessoires, auch okay. Es sind Strick-Sachen, aber es gibt keinen Blazer. Es gibt nicht irgendwie einen Anzug oder so zum kaufen.
- 35:47Ein Anzug kostet dementsprechend. Der Anzug muss perfekt sein. Es ist eine Beratung. Ich habe keine Angst, dass er mal ersetzt wird von Robotern. Die Beratung und alles andere, da will der Hund. Er gibt gerne Geld aus. Er will dementsprechend eine coole Beratung. Eine kompetente Beratung.
- 36:13Von dem her finde ich das Persönliche, wenn es um Anzüge geht, viel wichtiger als nur online fokussieren. Aber klar, wenn es um einen Trainer geht und du die fixwertigen Grössen nimmst, S, M, L, XL, XXL, dann passt es eigentlich. Dann weisst du ganz genau, wenn du eine grössere L hast oder eine grössere XS zum Beispiel.
- 36:41Nicht geschmeichelt. Von oben rauf, ja. Das ist einfach einfacher, Sachen zu verkaufen. Aber ein Blazer in einer 48 ist halt nicht immer ein 48er. Ein italienischer 48er ist wahrscheinlich noch schneller als ein englischer 48er. Und wenn der Kunde nicht so viel Ahnung hat, dann bestellt er etwas, das nicht passt. Da gibt es viele Retouren und Hin und Her. Und das möchte ich nicht.
- 37:06In diesem Fall sind ihr verblieben. Online-Shop läuft seit Oktober. Habt ihr weitere Ziele? Oder einfach mal hier weiter aufbauen? Ja, sicher. Wir sind jetzt an der nächsten Kollektion dran. Die wird eigentlich getroppt Anfang, Anfang Mitte März.
- 37:22Da habe ich ein bisschen Probleme mit der Produktion, weil die nicht so zuverlässig arbeiten. Ich muss dann gleich mit und euch verlinken. Da unten. Das dürfen wir anfangen. Da möchte ich unbedingt reinschauen.
- 37:39Und da wird jetzt eigentlich jedes Jahr, ich hoffe es wird mit der Zeit, eine 3-4 Kollektionen rausgebracht. Cool, mega cool. Aber es ist wirklich immer so, am Anfang mehr so etwas lounge, casual. Ich lege es jetzt immer an, wenn ich reise gehe, wenn ich einen Kurztrip habe oder so. Das ist ja sehr gut. Oder Flugzeug oder so. Ist geil, gell? Ich gehe letztens am Flughafen und dann sehe ich einfach jemanden mit dem Trainer.
- 38:02Das ist geil. Geil. Das ist schon cool. Es sind so coole Pastellfarben. Ja, absolut. Farben selber sind cool. Aber nicht für jeden Mann. Darum haben wir jetzt die neue Farbe rausgebracht. Die sind eher etwas dunkler. Schwarz, dunkelblau, dunkelgrün, Bordeaux. Halte so Farben. Und im Sommer gibt es eine neue Kollektion. Da gibt es wahrscheinlich wieder etwas helle Farben. Da gibt es auch wieder neue Styles. Im Herbst haben wir dann auch schon wieder neue Sachen, die wir jetzt am Ausarbeiten sind.
- 38:30Da musst du schon recht gut aufdenken. Ich bin da durch. Klar, Massanzüge ist das eine, aber das andere, das geht, das ist so schnelllebig. Das ist so schnelllebig. Du musst ja immer wieder verkaufen, verkaufen, verkaufen. Damit du wieder Neues produzieren kannst. Und klar verkaufst du nie immer die ganze Kollektion. Außer du machst eine Auflage von 50 Teilen. Dann kannst du schnell sagen, ja, wir sind ausverkauft. Aber wir denken eher ein bisschen gross und machen eine größere Kollektion.
- 38:57Wenn ich hier anhängen darf, wenn du groß denkst, ich mache eine grössere Produktion als 50 Stück und wenn du ein Teil nicht verkaufen kannst, was machst du damit? Wird ein Sale kommen oder wie kannst du nachhaltig so ein Business aufbauen?
- 39:20Das ist immer mit der Einstellung, ich sage nie, man verkauft nichts. Aber am Anfang, wenn du neu in diesem Business bist, weisst du nie, weisst du viel, weisst du wenig. Da weisst du erst nach zwei, drei Jahren, wie viele Teile ihr bestellen solltet, ungefähr, plus minus. Bei der ersten Kollektion habe ich voll reingeschossen. Ich habe 3'000 Artikel bestellt. Und verkauft haben wir viele, aber nicht alle.
- 39:47Ja, aber keine 3'000. Aber ich habe es auch so überlegt. Klar, der Grind hat seine 3 Millionen verloren. Ich habe noch meine plus minus 100'000. Dann durch Medienpräsent, die wir von...
- 40:02von Zeitschriften, geht sicher weg. Aber es ist nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Welt ist überhüft mit Online-Shops, mit Kleid und allem drum und dran. Und dann gibt es immer noch viele, die sagen, «Weisst du gar nicht, kenne ich gar nicht.» Warum? Ein Deutscher zum Beispiel oder ein Österreicher, interessiert ihn nicht. Bei uns sind es mehr die Schweizer, es sind mehr die Albaner, die sich für ihn interessieren.
- 40:24Musst du mal im Cosa Wagon Werbung machen? Ja, dort kann man es nicht schicken, weil es nicht die EU-Länder sind. Da ist immer so eine Sache, die wird dann verzollt. Da gibt es ein bisschen Problematik. Auch England zum Beispiel. Sonst wären die 3'000 fix. Ja, ja, ja, wahrscheinlich schon. Auch England zum Beispiel. Da ist jetzt auch mit dem Brexit, da kannst du nicht mehr auf England schicken. Er hat seine grösste Community wahrscheinlich in England. Und wir haben extrem viele Anfragen von dort, aber wir können sie nicht abschicken.
- 40:46Man könnte es schon schicken, aber der Kunde zahlt irgendwie... Keine Ahnung. Das Doppelte. Das Doppelte. Okay, spannend, spannend. Wegen Mehrwertsteuer und so. Ich habe ein mega cooles Logo. Es ist ein Herz. Ja, es ist ein Herz. Ich muss jetzt googeln, sorry. Wo das G und J ist, oder? Ja, genau. Ja, war ein cooles Wort. Ja, das G und dann das J. Man sieht es nicht richtig, aber... Man sieht es, aber Wanderer erkennt es. Es ist cool. Also wie heisst der Brand? Sorry, ich kann es nicht beantworten. Gajo. Gajo. Gajo. G-R-A-J-O. G-R-A-J-O.
- 41:16Ah ja, das Herz. Ich kann mich nicht verwechseln. Ich hatte sie ganz ineinander im Kopf. Du hattest sicher den Kleinen im Kopf. Ja, der andere Fussballspieler. Der Cerdan. Ich schwöre.
- 41:31Den haben sie auch schon eingekleidet. Den habe ich noch nicht eingekleidet. Wir kennen uns, waren auch schon an einer Hochzeit zusammen. Im Dezember hatten wir einen kurzen Austausch. Cooler Typ, super Typ. Er ist nicht gerade mein Lieblingskund, den ich bedienen möchte. Wahrscheinlich schwierig erwartet. Weil er einfach eine komplizierte Figur hat. Wem reden wir jetzt?
- 41:56Vom Cerdan. Der hat so Waden und Waden, Oberschenkel, schmale Taille, Klein... Das habe ich dir vorhin gesagt. Brutale Trainierung. Ja, verdammt. Brutale Maschine. Und wie sind so deine Kunden? Je bekannter, desto divahafter oder gar nicht? Nein, da lasse ich gerne nicht zu.
- 42:17Okay. Dann lasse ich gerne nicht zu. Okay. Ich führe die meisten Kunden. Ich führe sie selber. Ich habe sehr, sehr selten Diva's. Mhm. Also, das ist so das, was ich eigentlich gerne nicht will. Mhm. Weil ich habe gerne keine Erfahrung dafür. Mhm. Ähm, es gibt einmal ein oder zwei, die ein bisschen unschlüssig sind. Okay. Oder mal ein bisschen, wo du ein bisschen mehr erzählen musst oder so. Oder ein bisschen, mal ein bisschen, ja, ein bisschen, wie soll ich sagen, ein bisschen mehr, ja.
- 42:45was du im Privatleben erzählen musst, bis du es gewünscht hast. Aber sonst nicht. Nein, wirklich nicht. Welcher war dein schönster Besuch? Oder welcher war dein schönster Besuch? Also klar, ich sage jetzt, der, der mir am meisten was gebraucht hat, ist der Granit. Der ist da. Aber so,
- 43:09Ich hatte zum Beispiel den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ah ja, cool. Und er ist nicht Bundeskanzler, veröffentlich. Ja, ja, ja. Ich sage, er ist Stürzworch. Stürzworch. Von einem Skandal. Der war auch schon bei mir. Ich hätte ihn ja nicht gesehen. Er ist ja befreundet mit allen Kanzlern, also mit allen Politikern auf der ganzen Welt. White House. Das ist ja der Jüngste.
- 43:36Bundeskanzler, den es jemals gab in Österreich oder in Europa. Das ist schon etwas, wo mich Leute auch noch mehr wahrgenommen haben. «Hey, der hatte ehemalige Bundeskanzler.» Klar, Loredana zum Beispiel, wo man immer wieder coole Jungs vorbeibringt.
- 43:58Und das ist schon cool. Wenn du mit solchen Leuten zusammenarbeiten kannst, wo du dann immer wieder mit den Jahren den Kontakt abpflegen kannst. Das ist krass. Und wie bist du da völlig authentisch, wenn es dir nicht passt, wenn es nicht passt und du spürst, dass es dir scheissegal wäre, vor dir zu stehen und zu sagen, hey, es funktioniert nicht. Ich kann wirklich mit jedem umgehen.
- 44:25Alles. Ob ich jetzt einen Arbeitslosen habe, ob ich jetzt einen studierten HSG-Student habe, ob ich einen Professoren habe, ob ich einen Untersuchungsrichter habe, ob ich einen Kriminellen habe, ob ich irgendwie...
- 44:41Ein Fussballprofi, ein Eishockey-Spieler, Politiker, ich kann mit allen umgehen. Das ist wirklich eine Kunst, die ich habe, mit allen normal kommunizieren zu können. Gestern hatte ich einen 75-80-Jährigen, der auch extrem viel von mir wusste.
- 45:01Ich war auch etwas überrascht, weil ich so viele Dinge weiss. «Das ist ein interessanter Weg, den du gegangen bist.» «Kommt er rein?» «Ja, und ich so «What?» Ich habe schon vieles gelesen. Fast jedes Interview. «Wie bitte?»
- 45:17Ja, das ist schon, wenn ich sage, wow. Unglaublich. Hätte ich niemals gedacht. Unglaublich. Niemals. Und auch mit ihm, zwei Stunden, ein Gespräch mit ihm gesprochen, zwei Stunden, klar, er hatte auch einen Anzug noch gebraucht, weil seine Schwiegertochter nachher noch heiratete und, und, und. Und er hat immer gesagt, wenn ich mal einen Anzug brauche, dann komme ich zu Ihnen, Herr Ungarn. Und ich so, danke vielmals. Wow. Ja, das ist schon auch...
- 45:44Wo bist du hauptsächlich? St.Gallen oder Zürich? Ich bin meistens in St.Gallen, Zürich. Ich bin zwei, drei Mal in der Woche in Zürich. Die ersten paar Tage bin ich in St.Gallen. Am Montag, Dienstag und Mittwoch bin ich meistens in St.Gallen. Donnerstag, Freitag, ab und zu Samstag bin ich in Zürich. Der Rest der Tage ist der Mitarbeiter in Zürich. Und der andere Mitarbeiter ist noch in St.Gallen.
- 46:06Und ich dann immer hin und her. Aber du bist nicht nur auf Terminen? Ich arbeite eigentlich nur auf Terminen. Ah, eben. Ich arbeite eigentlich seit Tag eins nur auf Terminen. Das macht Sinn. Ja, ja, ja. Das ist schon für mich klar. Ich meine, auch für den Kunden. Der Kunde läuft jetzt nicht einfach in der Stadt herum und denkt so «Hey, komm, ich laufe jetzt mal hier rein, ich mache mal einen Anzug für 2'000 Franken.»
- 46:25Also es ist kein Spontankauf? Sehr, sehr selten. Ein Spontankauf sind wirklich Schuhe oder eine Hose zum Beispiel. Und für das sind dann die Mitarbeiter dort, die einfach offen sind? Klar, Ladeöffnungszeiten, wo man den Ladeabsetzer besitzen muss. Natürlich gibt es jeden Tag Termine. Oder jeden zweiten Tag zumindest haben wir Kundentermine. Es gibt mehrere Termine am Tag. Manchmal habe ich nur einen, zwei, manchmal habe ich vier.
- 46:50Vier Hochzehr am Tag und dann bist du am Morgen am Türren. Aber deine Mitarbeiter sind auch sauber? Ja, natürlich. Die können da schon fast besser als ich. So gut. Es ist cool. Es ist leider nicht einfach, gute Mitarbeiter zu finden.
- 47:07Die Guten sind meistens selbstständig. Oder machen sich selbstständig. Da ich sehr früh angefangen habe mit dem Business, gibt es immer mehr Junge, die dazukommen. Die das Business selber machen, sich selbstständig machen.
- 47:28Du kannst ein guter Lehrermeister werden. Ja. Was ist dein grösstes Learning aus dieser ganzen Journey, wenn du daran zurück denkst? Ich meine, du bist ja eigentlich in das hineingesprungen, ohne Ahnung sozusagen. Also das Learning, gross und ganz, ich würde behaupten, das ist das ganze Unternehmerische. Wie man anders denkt. Man denkt anders, man verkauft anders. Du gibst dich anders als der Mensch selbst. Aber...
- 47:58Ich sage es so, das Umdenken von einem normalen Verkäufer zu einem Unternehmer, das ist extrem. Das sehen 90% nicht. Wenn ein Unternehmer denkt, es geht um ein Produkt oder um einen Franken, um 5 Franken, wie du das im Jahr ausrechnest, wie viel das ausmacht. Als Verkäufer denkst du einfach so, ja, ja, bestell einfach. Oder, ja, ja, ist schon gut, ich mache einfach, aber mach es mal anders.
- 48:27Und dann wirst du sehen, wie viel das Ende Jahr das Ganze ausmacht. Und da habe ich extrem viel gelernt, also extrem gelernt in den letzten paar Jahren, so zu denken. Und da ist wirklich noch... Früher hätte ich niemals so gedacht, niemals. Und da ist so das Spannende an dem ganzen unternehmerischen... Wie ich das Ganze so ein bisschen anders sehe.
- 48:50Hast du gut etwas? Ich habe nur noch meine persönliche Ebene. Und wie hat sich das Ganze persönlich... Ich meine, okay, du lebst jetzt erfüllt, weil du jeden Tag das machen kannst, was du liebst. Aber hat es auch irgendwie persönlich irgendetwas? Ist das Hand in Hand gegangen? Oder was würdest du sagen, persönlich? Nicht nur unternehmerisch, sondern persönlich. Was hat es mit dir passiert?
- 49:09Ja, klar. Du hast viele Vorteile im Leben. Die Leute sehen dich gerne im Restaurant und sie machen dir mal schnell einen Platz. Du hast viel mehr Goodies im Leben als...
- 49:28eine bekannte Person. Es ist schon ein Mehrwert für dich selber, privat, wo du auch nachher kannst profitieren dafür. Es ist nicht so, dass ich es ausnutzen möchte oder so, aber wenn ich jetzt irgendwo in ein Restaurant möchte und es hat keinen Platz, komme ich gleich einen Platz über. Und
- 49:48Das ist das Coole, weil du ein gern gesehener Gast bist. Ob es jetzt in Zürich, St.Galle oder wo auch immer ist. Das ist das Coole an dem Ganzen. Wenn du die Entwicklung anschaust, die private Entwicklung, ist das schon cool.
- 50:03Ich wollte noch kurz auf Unternehmertum lernen, über die Jahre, diese Sachen aneignen. Das ist eine Frage, die ich ganz oft stelle unseren Gästen, und zwar, hast du jemanden gehabt auf dem Weg, der dich begleitet hat als Unternehmer? Hast du einen Mentor gehabt? Oder hast du dir alles selbst aneignen müssen?
- 50:21Ich habe früher mal einen gefolgt auf YouTube. Das war ein aggressiver Verkäufer. Ich glaube, ich weiss genau, wo du meinst. Du weisst wahrscheinlich, wo ich meine. Ich würde sagen, es ist ein Betrüger. Und...
- 50:42Ich war mit dem Kollegen immer ein paar Videos hin und her. «Boah, leck, schau mal, wie der verkauft!» «Schau mal, wie er es macht!» «Schau mal, wie er es aufbaut!» Und hin und her. Und ich habe immer gesagt, «So etwas, so einer möchte ich auch sein.» Einfach so... Mit dem, was Nerven zählte, habe ich versucht, es umzusetzen. Nicht eins zu eins, auf meine Art und Weise.
- 51:03Aber er hat schon vieles mir beigebracht. Nicht persönlich, sondern einfach vom Zuhören her. Wie ich sie dann umgewandelt habe. Aber sonst hatte ich keinen Coach oder Mentor, der mich wöchentlich oder monatlich begleitet hat.
- 51:24Ich habe ab und zu mal Interviews von Unternehmern gehört, von Coaching-Typen. Aber sonst hatte ich immer den Ziel vor Augen. Wenn du das Ziel vor Augen hast, weisst du ganz genau, du musst da hin. Und das ist schon cool.
- 51:49Nein. Musst du noch fragen? Ja. Wir haben ein Konzept. Genau. Ja, wir haben ein Konzept. Okay. Und zwar ist es so, dass jeder Gast, der vom nächsten Gast, du weisst nicht, wer der nächste Gast ist, es ist noch nicht der Roger.
- 52:02Maybe bald würdest du eine Frage stellen. Am nächsten Gast? Genau. Sam Roche. Was... Was... Aber jetzt Spaß beiseite. Was würdest du Roche gerne fragen, wenn du etwas fragen könntest? Wollte ich fragen? Mhm. Und wenn in dieser Zeit der Termin ist, dann am Anzug. Oh nein. Ganz ehrlich. Wie er einfach mit dem ganzen... Mit dem ganzen Raum... Mit dem ganzen... Seiner Persönlichkeit, allem drumherum, den er hat.
- 52:31so ein Mensch sein kann, so menschlich er ist. Er ist ganz normal und ich weiss, dass er ganz normal ist. Er wirkt auch total so. Er wirkt total entspannt und er ist cool und er ist locker. Relaxed. Relaxed und das macht mich ein bisschen wundern, wie er das Ganze... Er ist einfach so eine Person, die einfach sagen muss, Er ist einfach der, der auf unsere Tausendernote draufschaut muss.
- 52:58Das ist der, wirklich. Das ist wirklich der. Er ist für die Schweiz so ein Mehrwert, so eine Persönlichkeit. Er vertritt die Schweiz seit mehr oder weniger 20 Jahren. Er hat die Schweiz bekannt gemacht.
- 53:16Und da muss ich auch sagen, riesen Respekt. Vor allem, dass er 20 Jahre skandallos ist. Er ist 20 Jahre skandallos. Klar, er hat die Medien unter Kontrolle und allem drum und da. Man darf nicht einfach irgendetwas schreiben über ihn. Das ist völlig bewusst. Aber er ist skandallos. Er ist nicht irgendwie negativ aufgefallen oder was auch immer.
- 53:38Fast schon langweilig. Fast schon langweilig, aber trotzdem perfekt. Man hat vier Kinder, zwei Zwillinge, eine Frau. Zwei Zwillinge, Mann. Da musst du auch noch die Stahl reinbringen. Das ist eine andere Geschichte. Reden wir nicht gerade um dich. Die Frage für Roger hätten wir. Das Logo ist wirklich mega schön. Was ist schöner als... Nein, mega. Ich bin froh, dass du das so machst.
- 54:04Wieso? Weil heute machen sie es anders. Die Jungen machen das so. Die Nächten machen es so. Ich weiss nicht wie der Gast ist. Ich fühle mich so alt und nicht so jung. Auf jeden Fall, du darfst eine Frage stellen an unseren nächsten Gast. Und sobald du dich gestellt hast, bekommst du auch die Frage vom Letzten. Okay. Meine Frage am nächsten Gast ist...
- 54:32Wieso war er noch nicht bei mir im Laden? Das passt! Ja. Ah, okay. Oder war er schon da? Vielleicht war er da. Wir finden es raus. Wir finden es raus. We will find it out together. Okay, alright. Okay, aber ist gut. Das ist eine geile Frage. Jojo. Und falls er da war? Jojo. Und falls er da war? Ich kann dir gleich Werbung machen. Gibt es für ihn beim nächsten Kauf ein Masshemd?
- 54:58Okay, perfekt. Das ist ein Deal. Okay, schön. Ist ein Deal. Gut. Ich kenne es ja gerade, wenn ich erfahre, was es war. Wieso du nicht... Was war seine Frage? Wieso er noch nicht im Laden war. Wieso gehen wir vom Negativ aus? Nein. Wieso er noch nicht... Jetzt brauche ich einen Schluck Wasser. ...im Laden war. Ach, keine Ahnung. Uchan. Ukan. Dann deine Frage...
- 55:30von einer mega, wow, ich bin immer noch begeistert von unserer letzten Podcast-Folge. Was war deine grösste Niederlage im Leben und was hast du daraus gelernt? Die grösste Niederlage? Ganz ehrlich?
- 56:00Ich glaube, ich hatte noch nie eine Niederlage. Gut. Also eine krasse Niederlage hatte ich noch nie, wo ich sagen kann, die hat mich fertig gemacht. Hat sie nicht aus der Bahn geworden? Ist das ein State of Mind? Ja, ich lasse es gerne zu. Ich lasse es gerne zu. Als Krieger geboren? Nein, wirklich, ohne Spaß. Ich hatte noch nie eine krasse Niederlage, wo mich so fertig gemacht hat. Also sicher das Geschäftliche.
- 56:24Ich weiss nicht, vielleicht so ein bisschen... Wenn es um Beziehungen geht oder so. Aber nein. Noch nie so eine Niederlage gehabt, wo ich sagen kann, das hat mich so fertig gemacht, so aus der Bank geworfen, ich muss mich wieder aufreffen. Und so soll es bleiben. Aber weil du vielleicht aus jedem Hindernis oder Rückschlag gerade das Positive siehst? Oder unbewusst Bewusstsein dahingestellt? Oder ist es wie beim PKZ? Okay, wenn es mich nicht... Schau mal, was daraus entstanden ist. Ja, aber...
- 56:54Nein, also wirklich, ich weiss nicht. Den Gedanken von einer Niederlage oder so, den möchte ich gerne nicht. Ich will auch nicht den Gedanken von einem schlechten Service, den ich anbiete, oder von einer schlechten Qualität, das gibt es bei mir gerne nicht. Da gibt es bei mir Mindset gerne nicht. Ich will nur top und sonst höre ich auf. World class.
- 57:20Ich möchte immer noch das Beste. Klar, ich habe ein Produkt, das ich den Kunden geben möchte. Sie erwarten etwas. Wenn es auch dementsprechend etwas Perfektes ist. Ich kann nicht etwas Schlechtes geben. Oder eine Niederlage von einem Anzug. Weil ich sagen kann, dass es nicht so gut oder schön war. Das gibt es gar nicht.
- 57:43Aber allgemein, auch zu deiner Frage, wirklich, also, ich kann mich daran erinnern. Mega. Cool. Danke vielmals für diese ewig beantworteten Fragen. Ja, total. Und ich finde es mega spannend, die verschiedenen Facetten an Menschen und allgemein. Aber das ist eine andere Geschichte. Kevin, wolltest du noch fragen, wo deine Reise hinfährt? Jojo. Genau, und zwar, das ist deine Kamera. Nein, das ist ganz etwas anderes. Mich würde es noch wundern.
- 58:13Dann fragst du die Frage. Wenn du am Schluss die Frage stellst, dann fragst du immer noch die Frage, wo geht denn deine Reise hin? Meine Reise? Das hätte ich nie mit dieser Kamera zu tun. Ja, es ist so, ich plane sicher noch weitere Standorte. Ob es jetzt in der Schweiz ist oder international ist.
- 58:30In der Schweiz gibt es sicher ein oder andere ADG. Was wäre es noch ausserhalb? Wenn ich mich sehr auseinandersetzen kann, ist Dubai. Dort würde ich in der 25. Stunde einen kleinen Store aufmachen. Oder einen Showroom, den ich als Wohnung mieten würde. Und dort einen Showroom daraus machen würde und meine Kunden dort empfangen würde.
- 58:57Aber am liebsten ist es eine Store in Dubai, Downtown, wo ich meine Anzüge vertreten und präsentieren kann. Das ist eine sehr strategische Stadt. Die hat extrem viel Potenzial. Die Stadt trägt Anzüge, die Männer haben das nötige Kleingeld dafür.
- 59:23Ich finde, in einigen Clubs kommst du nur mit einem Anzug oder Jacket rein. Und Dubai ist wirklich eine Stadt, die in den nächsten 20 Jahren noch grösser, noch bekannter, noch besser wird. Ich bin jetzt 35 und ich denke, bis 50 möchte ich sicher arbeiten. Und für die nächsten 5-10 Jahre noch einen kleinen Teil in Dubai leben.
- 59:50Es ist nicht so, dass ich zwölf Monate im Jahr leben möchte, aber vielleicht mal für ein paar Monate. Über den Winter in der Schweiz oder so, wo dann mehr oder weniger Saison ist. In der Schweiz weniger läuft, aber du willst nicht im Mai, Juni, Juli in Dubai sein. Weil dann hast du das Geschäft einfach dort, wo es top funktioniert.
- 1:00:12Und wenn es dann in Dubai die Saison ist, im September, Oktober, November, Dezember, ist es in der Schweiz eher ruhig, weil auch viele Hochzeiten nicht mehr so viel stattfinden. Also wenn ich dir jetzt einen Zauberstab geben würde und sagen würde, das ist es, diesen Wunsch hast du frei, wäre es gerade Dubai oder hättest du eine andere Welt, die nicht zu strategisch ist, sondern einfach so, hey, das wäre so... Also Dubai ist schon das, was ich immer abheile. Das sind wirklich so meine Hashtags von etwa vier Jahren.
- 1:00:42Wenn ich einmal abscrolle, steht da so «Soon Dubai». Und das sage ich sicher schon bei so drei, vier Jahren. Aber jetzt werde ich es realistischer. Ich war vor vier Wochen in Dubai. Ich hatte auch ein, zwei Läden angelegt.
- 1:00:58Von dem her ist noch nichts unterschrieben, aber es ist sicher das nächste, was ich machen möchte. So «Yuka International». Steps sind auch so am Gleiten. Ja, Step by Step. Ich weiss, dass ich es machen werde. Die Frage ist nur, wann. Ob es jetzt dieses Jahr ist oder nächstes Jahr. Du musst nur wissen, was und warum und wie und wann. Ja, das ist dann etwas anderes.
- 1:01:19Cool, mega cool, viel Erfolg. Ja, sehr schön. Mega viel Erfolg dabei. Kein Problem. Ja, dann kommen wir jetzt nochmal zu deiner Kamera, und zwar das hier. Wir haben ganz viele junge Menschen, die zuschauen. Eigentlich haben wir Menschen von A bis Z. Die Jojo schaut auch zu. Jojo, genau. Sie schaut auch zu.
- 1:01:41Was würdest du ihnen auf den Weg mitgeben, wenn jemand sagt, ich habe Energie, ich habe Power, aber ich weiss nicht, wie die Umsetzung geht. Ich möchte etwas machen. Was würdest du ihnen auf den Weg mitgeben?
- 1:01:56Also ich sage immer so grundsätzlich, es gibt eigentlich nichts, was du nicht erreichen kannst, wenn du etwas erreichen willst. Klar, du brauchst immer ein Ziel vor Augen. Du musst etwas erreichen wollen. Du musst dafür einfach alles geben. Es reicht aber nicht nur, acht Stunden am Tag zu arbeiten. Und du musst einfach eine Vision haben im Kopf. Und wenn du diese Vision hast und du weisst...
- 1:02:21du willst es erreichen, ich mache es zu 10'000%, dass du es erreichen wirst, aber du brauchst einen Willen, du brauchst Leidenschaft, Schweiss, du brauchst einfach deine Energie, deine innere Energie, wo du einfach sagen kannst, hey, ich werde es machen, ich werde es schaffen und ich bin mir zu 100% sicher, dass er es schaffen wird oder sie es schaffen wird und ohne das, ohne diese Punkte,
- 1:02:49wirst du es nicht schaffen. Das geht nicht. Darum sage ich immer so, bleib dran, weil irgendwann geht eine Tür auf, irgendwann gehen zwei Türen zu und irgendwann gehen fünf Türen auf. Und wenn diese fünf Türen offen sind, dann ist es geschafft. Und dann musst du einfach nur noch arbeiten, arbeiten, arbeiten, und du wirst alles erreichen. Das, was du dir in den Kopf setzt, das wirst du erreichen.
- 1:03:12Auch ohne grosse Ausbildungen, ohne grosses Studium, ohne grosse Abschlüsse oder was auch immer. Ja, kein Abschluss. Ich bin wirklich, ich habe keinen Abschluss ausser meine Lehre. Und er hat es jetzt geschafft, wo ich jetzt bin und ich werde es dann weiter schaffen. Von dem her, ja, es gibt eigentlich kein Nein, es gibt immer ein Ja und ja, ich mache es. Ja, ich werde es schaffen. Ja, ich werde weiterkommen.
- 1:03:39Ja, ich mach's und that's it. Du musst einfach immer dranbleiben. Voll. Standing ovation. Standing ovation. Danke vielmals für diese coolen Abschlussworte. Mega schön bist du da gewesen. Mega, mega, mega. Eine riesen Bereicherung für uns. Ich konnte selber ganz viel mitnehmen aus deinen Worts, aus deiner Geschichte, aus deiner Erfahrung, die du da mit uns geteilt hast. Ich glaube für alle, die da zuschauen, denen geht es gleich.
- 1:04:07Danke, dass ihr auch dabei wart bei der nächsten Podcast-Folge, wo du entscheidest, dein Podcast für Erfolg, Business und persönliche Weiterentwicklung. Ja. Ich bin der Vorredner. Chill, chill. Falls ihr uns supporten wollt, und das wollt ihr, vergesst nicht zu liken, weiterleiten, uns supporten in jeglicher Form, die ihr nur könnt. Wir würden uns freuen.
- 1:04:35Wir verlinken natürlich alles. Jukka und Graujo verlinken wir alles in den Notes. Wir checken ab, mega Persönlichkeit. Vor allem persönlich, aber auch wirklich geschäftlich, was dieser Mensch angebracht hat, ist einzigartig. Ja, big up. Hey Jojo, vielen Dank für deine Begleitung. Kommen wir gerne wieder einmal. Ja, mit dem Röschchen. Ja, um die, ja. So gut. Danke. Ja. Hey, danke nochmal.