Latest / Business mit Pferd / #188 Mental Load, Abgrenzung & Netzwerk: Ehrliche Einblicke ins Therapeutinnen-Leben
Transcript
- 0:00Also meine Erfahrung sowohl aus meinem eigenen Werdegang als
- 0:05auch im Gespräch mit vielen anderen Therapeuten ist halt,
- 0:08ich sag mal, als erstes gibt es tatsächlich bis jetzt einfach
- 0:10gar nicht so dieses Gemeinschaftspraxis, ne so
- 0:12dieses man wird irgendwie angestellt, man arbeitet
- 0:15zusammen in einem gewissen Kontext, das heißt man ist als
- 0:17Therapeut so, das ist halt so, das war schon immer so, man war
- 0:21irgendwie alleine in Anführungszeichen, eifelkämpfer
- 0:24halt in seiner Praxis und hat das dann halt gemacht, ne, viele
- 0:26machen das ja nebenberuflich. Das heißt, da bist du dann ja
- 0:29auch sowieso irgendwie alleine selbstständig und machst das so.
- 0:32Und ich glaube, dass so so dieser Werdegang ist erstmal so,
- 0:36dass man alleine unterwegs ist und da kommt man gar nicht so
- 0:38auf die Idee, dass was anderes ist.
- 0:40Und dann kommt halt dieses OK, wenn jemand anders ja in dem in
- 0:43der gleichen Branche selbstständig ist, vielleicht
- 0:45auch sogar noch in meinem, in meinem Einzugsbereich, wird das
- 0:49natürlich als erstmal als Konkurrenz wahrgenommen.
- 1:11Hello und Willkommen zurück zur nächsten Podcast Folge zum
- 1:16nächsten Interview und ich freue mich, sie wieder zu Gast zu
- 1:19haben. Heute ist Dr. Silke Paret da.
- 1:21Wir haben schon mal eine Folge aufgenommen vor ich weiß nicht
- 1:24wie lange hatten glaube ich irgendwie einen technischen
- 1:26Struggle, irgendwas ist abgeschnitten, mittendrin oder
- 1:28so. Wir versuchen das heute zu
- 1:30vermeiden und wir unterhalten uns heute über die Oh Gott, ich
- 1:36hätte gerade philosophischen Hürden gesagt, aber viel eher
- 1:39Mindset, Themen, Abgrenzung, denn Silke ist nicht nur eine
- 1:43super kompetente Tierärztin und Therapeutin, sondern eben auch
- 1:47jemand, der sich sehr viel mit. Den den mentalen Hürden des
- 1:52Therapeutendaseins befasst hat und auch ganz tolle Projekte ins
- 1:55Leben gerufen hat. Dazu gleich mehr.
- 1:57Silke, stell dich noch mal kurz vor.
- 1:59Ja, vielen Dank erstmal für die Einladung, Gina, schön, dass wir
- 2:02auch mal auf dieser Ebene mal wieder rumquatschen.
- 2:05Ich freue mich sehr genau, also ich ja meinen Namen hast ja eben
- 2:10schon gesagt, ich bin Silke Paare, ich bin Tierärztin und
- 2:12habe mich halt so spezialisiert auf die.
- 2:14Chiropraktik, Akupunktur und so was sich dann über 10 Jahre
- 2:17alles so an weiteren Fortbildungen und Techniken
- 2:20irgendwie so ansammelt. Und genau, ich behandle Hunde
- 2:23und Pferde und ja, wie es dann so ist über die über die Zeit
- 2:27merkt man, oder ich habe zumindest gewisse
- 2:29Herausforderungen an verschiedenen Stellen gemerkt
- 2:31und habe dann so gedacht, okay in so einer Einzelpraxis, ja,
- 2:35gibt es wie gesagt gewisse Herausforderungen, die ich in
- 2:37der Gruppenpraxis als ich angestellt war oder
- 2:39Gemeinschaftspraxis nicht so. Gesehen habe mit dem
- 2:42Zusammensein, da hab ich gedacht, OK wir brauchen mal n
- 2:44bisschen mehr zusammen zusammen zusammen von Therapeuten an
- 2:47verschiedener Stelle. Deswegen hab ich dann letztes
- 2:49Jahr das Therapeuten Netzwerk gegründet und da ja darf
- 2:52irgendwie jetzt noch ganz viel draus wachsen und ja genau.
- 2:56Das ist ja, wir haben ja schon das angerissen, das ist ja jetzt
- 2:58schon, oh Gott, 3 Jahre her, 4 Jahre her, ich war noch
- 3:02schwanger, ich weiß, da hast du mein Pferd behandelt.
- 3:05Und du warst eben auch bei uns am Hof als Dozentin im Rahmen
- 3:09eines Ausbildungsprogramms einer anderen Trainerin warst du auch
- 3:12als Dozentin mit am Start und ich habe von Anfang angesagt,
- 3:15Mensch, Silke kann so toll erklären und bringt so Sachen
- 3:18auf den Punkt und kriegt auch so die wesentlichen Dinge einfach
- 3:22raus und zwar nicht nur in deiner Expertise am Pferd,
- 3:25sondern eben auch in diesem Zwischenmenschlichen allein.
- 3:28Die Art und Weise, wie du das mir damals erklärt hast, was mit
- 3:31meinem Pferd los ist, wie du das aber auch meiner anderen
- 3:33Therapeutin erklärt hast, weil die die.
- 3:35Die war ja damals dabei und durfte zugucken und war ja dann
- 3:37auch geflasht, was du da am Pferd gemacht hast.
- 3:40Also es war irgendwie nachgelagert, die war glaube
- 3:42ich, auch bei der Weiterbildung mit dabei.
- 3:43Ne The mind, ja, und da haben wir.
- 3:45Halt hier gesprochen, ja. Genau die Art und Weise, wie du
- 3:48dann vermittelt hast, die das war einfach so, so wertschätzend
- 3:53und wohlwollend mir als Besitzerin gegenüber, aber
- 3:56natürlich auch einer Therapeutin gegenüber.
- 3:58Und das ist ja auch eine Sache, die du für dich identifiziert
- 4:00hast, dass dir diese diese Verbindung und dieses
- 4:02Miteinander auf Augenhöhe total wichtig ist.
- 4:05Warum haben wir denn das so selten in Anführungszeichen im
- 4:09Therapeutenkontext? Viele sind ja irgendwie so
- 4:11gegeneinander und jeder versucht irgendwie seine Schäfchen ins
- 4:14trocken zu kriegen. Auf der anderen Seite wünschen
- 4:17sich aber glaube ich ganz viele auch mehr Austausch.
- 4:19Was ist so deine Erfahrung in den letzten Monaten, wo du ja
- 4:21auch das Therapeutennetzwerk getestet hast?
- 4:23Also meine Erfahrung sowohl aus meinem eigenen Werdegang als
- 4:28auch im Gespräch mit vielen anderen Therapeuten ist halt.
- 4:32Ich sag mal, als erstes gibt es tatsächlich bis jetzt einfach
- 4:34gar nicht so dieses Gemeinschaftspraxis.
- 4:36Ne so dieses man wird irgendwie angestellt, man arbeitet
- 4:38zusammen in einem gewissen Kontext, das heißt man ist als
- 4:40Therapeut so, das ist halt so, das war schon immer so, man war
- 4:44irgendwie alleine in Anführungszeichen, eifelkämpfer
- 4:47Halt in seiner Praxis und hat das dann halt gemacht, ne, viele
- 4:50machen das ja nebenberuflich, das heißt da bist du dann ja
- 4:52auch sowieso irgendwie alleine selbstständig und machst das so
- 4:56und. Und ich glaube, dass so so
- 4:58dieser Werdegang ist erst mal so, dass man alleine unterwegs
- 5:00ist und da kommt man gar nicht so auf die Idee, dass was
- 5:03anderes ist. Und dann kommt halt dieses OK,
- 5:05wenn jemand anders ja in dem in der gleichen Branche
- 5:07selbstständig ist, vielleicht auch sogar noch in meinem, in
- 5:10meinem Einzugsbereich. Wird das natürlich als erstmal
- 5:13als Konkurrenz wahrgenommen, weil genau, es ist halt einfach
- 5:16ein der ist da. Ich bin da, es gibt x Kunden
- 5:21eine Summe x irgendwie ne und irgendwie will jeder sagen OK
- 5:26ich ich habe keine Ahnung was heißt mehr Kunden ne weiß gar
- 5:28nicht ob das unbedingt der Anspruch ist, aber jeder hat ja
- 5:30irgendwie so dieses Ich möchte hier irgendwie mein Geld
- 5:33verdienen ich möchte hier meine Kunden haben so und.
- 5:36Ich glaube, daher kommt das so ein bisschen, dass einfach die
- 5:39Fragestellung häufig gar nicht ist.
- 5:41Arbeiten wir zusammen, weil auch da ist dann ja für die meisten
- 5:46ein okay final geht die Rechnung dann am Ende an mich oder an
- 5:49dich. Das ist dann halt ja auch so das
- 5:52Thema. Wie profitiert man von einer
- 5:54Zusammenarbeit, vielleicht am in Anführungszeichen gleichen
- 5:57Pferd, ist es irgendwie sinnvoll, was habe ich davon und
- 6:01das. Dann, ich glaube, es ist halt
- 6:03auch ein Thema, Zeit und Ressourcen häufigen Dingen und
- 6:08ich glaube, was auch ein ganz großes Thema ist, ist in dem
- 6:12Moment, in dem ich mich mit jemand anderem austausche, egal
- 6:15in irgendwelcher Form mache ich mich potenziell angreifbar, weil
- 6:20ich muss ja quasi zeigen, was ich kann, ich muss quasi sagen,
- 6:27was, was sehe ich hier, was ist meine Diagnose, was ist meine,
- 6:30was auch immer und. Und ich glaube, gerade in
- 6:34unserer vielleicht ist das auch sehr vorurteilsbehaftet, aber so
- 6:37in der Bubble, in der ich unterwegs bin, bei vielen
- 6:41weiblichen Therapeutinnen und Tierärztinnen, ist halt dieses
- 6:44Thema im Poster Syndrom leider einfach echt ein Thema.
- 6:48Perfektionismus ist ein Thema, Angst Fehler zu machen ist ein
- 6:54Thema sich selber. Als nicht kompetent und alle
- 6:57anderen können es eh viel besser wahrnehmen.
- 6:59Ne so so so alles was so in diese Richtung schlägt ist
- 7:02leider irgendwie relativ präsent und in dem Moment in dem ich
- 7:06mich damit jemand anders austausche und es ist ja ganz
- 7:08normal, dass jemand eine andere Person, eine andere Perspektive
- 7:11hat, das heißt derjenige sagt irgendwas und man denkt sich so
- 7:15krass. Das habe ich irgendwie gar nicht
- 7:17so gesehen und nicht mal zwingend, weil ich zu blöd war
- 7:20oder nicht die Expertise habe oder irgendwas, sondern weil man
- 7:24einfach gesagt hätte, okay in den Worten hätte ich es
- 7:26vielleicht nicht beschrieben. Ganz einfach also, selbst wenn
- 7:28man ähnlich ähnlichen Output hat, aber da ist dann so, dass
- 7:31man ganz schnell dahin kommt, dass man sagt, Oh okay, in dem
- 7:36Moment mache ich mich halt auch sehr angreifbar und meine
- 7:38Expertise angreifbar, also bleibe ich lieber bei, also sich
- 7:43wirklich, und es bedarf halt wirklich.
- 7:45Dieses sich auf Augenhöhe begegnen, ne, also wenn man mit
- 7:48Besitzern spricht hat es halt gerne ein.
- 7:52Wenn ich jetzt sage von oben herabklingt muss das ja nicht,
- 7:55man hat quasi zumindest ein Wissensgefälle ne, also da fällt
- 7:59vielleicht an mancher Stelle nicht auf was irgendwas ist und
- 8:02wenn man sich in ein ich bilde mich fort.
- 8:06Kontext begibt mit anderen Menschen hat man auch wieder ein
- 8:09Wissensgefälle. Da ist es okay, dass ich weniger
- 8:11weiß, aber in dem Moment, in dem ich mich wirklich auf Augenhöhe
- 8:14begegne, müssen beide bereit sein, das halt auch wirklich zu
- 8:18tun und weder dem einen Gegenüber zu sagen, ich bin hier
- 8:23schlauer als du, aber genauso wenig auch zu sagen, Oh Gott,
- 8:27ich weiß ja eh gar nicht, sag du mal was du meinst, weil dann ist
- 8:29ja auch dieses Austauschthema wieder irgendwie hinfällig.
- 8:32Und ich glaube, das ist die größte Herausforderung, dieses
- 8:35sich wirklich so wirklich auf Augenhöhe begegnen und sich
- 8:39nicht kleiner oder größer zu machen als der andere.
- 8:43Wie hat denn sich das für dich verändert?
- 8:44Ich meine, du bist ja jetzt schon sehr lange unterwegs, hat
- 8:48sich das für dich mit dem mit dem Muttersein verändert?
- 8:54Also dass das Thema mit dem Mama werden und Familie hat halt
- 8:59einfach gewisse Prioritäten. Noch mal also.
- 9:02Verändert also, und das vorher, als alle zu mir gesagt haben.
- 9:05Aber wenn das Kind da ist, dann veränderst du noch mal alle
- 9:07Prioritäten. Klang für mich immer so, dann
- 9:09schieb ich alles andere hinten an und das Kind ist immer Nummer
- 9:111. So das dachte ich immer, dass
- 9:13mir das alle sagen, hab ich immer gesagt, auf gar keinen
- 9:15Fall und hinterher hab ich dann irgendwie verstanden was oder
- 9:19zumindest hab ich so einen neuen Kontext gesetzt für mich, es war
- 9:22gar nicht zwingend dieses OK, alles andere ist jetzt
- 9:23unwichtiger, aber man hinterfragt halt einfach noch
- 9:26mal andere Dinge ne weil man man hat irgendwie andere Ressourcen
- 9:30zur Verfügung man. Guckt einfach noch mal mit einem
- 9:33anderen Blick auf die Welt und auf gewisse Dinge.
- 9:36So. Und ja, ich glaube das, das hat
- 9:39es schon verändert, dieses sich noch mal auch weicher als
- 9:45vielleicht so ein so ein Wort so weicher mit anderen Dingen noch
- 9:48mal auseinanderzusetzen irgendwie, und das glaube ich
- 9:52schon, ja, ja, ein Stück, also bestimmt, weil ich meine, machen
- 9:55wir uns nichts vor das es verändert einen irgendwie also.
- 9:59Das habe ich auch gemerkt, dass meine meine Ambitionen auch vor
- 10:04Business mit Pferden auch vorher die beruflichen Ambitionen waren
- 10:08noch mal andere, als als es nur ich war, so und mit dem
- 10:12Familienwachstum ändert sich halt wieder auch was die
- 10:14Perspektive, also es ist einfach eine Ressourcenfrage wieviel
- 10:18Ressourcen will ich denn wo reinstecken und ich glaube auch,
- 10:22dass dieses Thema mit der. Also das klingt jetzt sehr
- 10:25hochtragend, aber der Sinn des Lebens, also wer bin ich, was
- 10:29ist meine Identität und in dem Moment, wo du dich ja fast nur
- 10:33mit deinem Beruf befasst, ist das natürlich ein sehr großer
- 10:36Teil deiner Identität. Und wenn die, Oh Gott,
- 10:39identitätsressource sozusagen aufgesplittet wird, dann fragt
- 10:43man sich also zumindest war es bei mir so, frage ich mich schon
- 10:45okay ist das jetzt noch mein Nordstern oder hat sich die
- 10:49Richtung vielleicht so ein bisschen verändert, und das ist
- 10:52auch dann ja. Jetzt auch in dem in dem
- 10:54Business Coaching Kontext für mich eine Sache, die ich immer
- 10:57wieder beobachte mit meinen Kundinnen, dass das schon ein
- 11:01wilder Wechsel ist und dass da eine andere Sicht aufs Leben
- 11:04einfach stattfindet. Ja, und das, was du eben
- 11:08angesprochen hast, ist diese Identitätsfrage.
- 11:10Das ist schon. Ja, also das war für mich auch
- 11:14echt ein Ding, also diese diese Frage okay wer bin ich und wie
- 11:18viele, was mache ich jetzt hier irgendwie mit dem.
- 11:22Mit diesem ganzen Kontext, mit vorher auf einmal kommt halt da
- 11:26auch ja, also eine Ressourcenfrage ist es
- 11:29natürlich, es ist irgendwie Zeit und auch Energie, also ich
- 11:32meine, machen wir uns nichts vor, auch wenn man irgendwie
- 11:33schlechte Nächte hat und so weiter selbst wenn man
- 11:35vielleicht die Zeit hat, ist vielleicht halt nicht die
- 11:37Energie für gewisse Dinge da eine.
- 11:39Foltermethode Schlafentzug ist eine Foltermethode, das muss man
- 11:41sich mal überlegen. Ja, das ist nicht umsonst so.
- 11:44Also. Das ist so furchtbar.
- 11:47Und, und das ist das macht halt irgendwie was mit allem.
- 11:50Und dann dieses. Genau wie du auch gesagt hast,
- 11:53wenn man sich vorher sehr mit dem Beruf identifiziert hat und
- 11:56ich meine, ich bin ja auch selbst wenn ich eigentlich nicht
- 11:59immer Tierärztin werden wollte, wenn man sich jetzt quasi
- 12:01einfach meinen Lebenslauf anguckt, ich war halt immer das
- 12:03totale Pferdemädchen, ich war immer, immer, immer, immer im
- 12:06Stall und dann war es irgendwie für alle aus, von extern war es
- 12:11irgendwie nur die logische Konsequenz, dass ich Tierärztin
- 12:13werde, ich hatte mein eigenes Pferd dann in dem Moment, in dem
- 12:16ich es mir finanziell leisten konnte und angefangen habe zu
- 12:18arbeiten, das heißt, es baute so alles logisch aufeinander auf
- 12:21und es spielt. Spielte sich alles sehr im
- 12:23Kontext Pferd ab und dann fiel das natürlich erstmal zumindest
- 12:27ein Stück weit weg und dann war so ja wer bin ich denn ohne
- 12:32Pferd? Also ich war ja nicht ohne
- 12:33Pferd, aber so, ich konnte nicht mehr einfach Hobby und Beruf
- 12:39immer in das, also es richtete sich alles immer danach aus und
- 12:44das war dann halt und das war dann halt nicht mehr so und das
- 12:46war schon für mich auch ja eine Identitätskrise kann man schon
- 12:51so sagen. Und was ich halt auch wild
- 12:53finde, ist, dass wir, habe ich auch gerade wieder einen Post
- 12:56von einer Freundin von mir gesehen, die hat das schön
- 12:58aufbereitet mit dem Thema Mental Load Care Arbeit, wie sich das
- 13:02aufteilt du, es wird ja irgendwie erwartet, dass du
- 13:04dann, wenn du dein maximal Jahr Pause gemacht hast, dann musst
- 13:08du ja wieder in deinen Job, ne und dann musst du halt zusehen,
- 13:10wie du alles parallel hinkriegst.
- 13:11Und ich finde gerade dieses. Also du hast ja nicht nur mit
- 13:15der mit der zeitlichen Ressource zu tun, sondern auch mit der
- 13:18Energie, die dir zur Verfügung steht.
- 13:20Und dann hast du noch eine Identitätsfrage im Hinterkopf
- 13:22laufen und dann versuchst du irgendwie mit einer sich
- 13:25ändernden Welt dein Business weiter zu betreiben, zu leben,
- 13:29den Pferden gerecht zu werden. Dein Pferd hast du auch noch ne,
- 13:33dann kommt da noch ein Kind dazu, das ist einfach eine
- 13:35krasse Nummer für viele Frauen. Ja, nachvollziehbar und gerade
- 13:39auch dann, wenn man selbstständig ist und sagt, ich
- 13:41habe quasi auch einen Job, der ja.
- 13:44Der quasi es erfordert, dass ich eine gewisse Zeit x von meinem
- 13:46Kind irgendwie ja dann getrennt bin.
- 13:48Also wenn ich zum Beispiel sage, ich fahre irgendwie
- 13:50pferdetouren, dann ist es halt auch nicht sinnvoll zu sagen,
- 13:54ich mache das mal 23 Stunden, weil dann komme ich halt nicht
- 13:57besonders, weil das lohnt sich halt nicht so richtig, das
- 14:00heißt, als ich dann angefangen habe, wieder Pferde zu behandeln
- 14:03und ich habe halt echt richtig lange gestillt, weil das war für
- 14:06uns, war es der richtige Weg, einfach auch immer noch und da
- 14:11bin. Musste mein Wandern am Anfang,
- 14:15als ich angefangen hab zu arbeiten, wieder mit den
- 14:17Pferden, ist er halt mit Kind mitgekommen und hing dann mit
- 14:21ihr da irgendwie an den Stellen ab und hat dann zwischendurch
- 14:25immer gesagt, so jetzt möchte das Baby hier gerne mal trinken,
- 14:27dann hab ich gesagt gut Leute ich mach jetzt mal eben kurze
- 14:29Pause und dann sind die 2 wieder irgendwie rumgebutschert also
- 14:33das ja also das war halt einfach ein anderer Arbeitsalltag als
- 14:37vorher. Wie hast du es zwischendurch
- 14:40gemacht? Also als du nicht mehr am Pferd
- 14:43gearbeitet hast, weil du, weil du schwanger warst oder als das
- 14:45Baby noch ganz, ganz frisch war, hattest du da
- 14:48vertretungsregelungen oder sind wir da beim Netzwerk und
- 14:50Kollegen? Wie hast du das gemacht?
- 14:52Ich hatte tatsächlich eine, also da hatte ich so ein bisschen
- 14:55Glück und die Kollegin hatte auch Glück.
- 14:58Relativ kurz vorher hatte sich eine Kollegin hier im Umkreis
- 15:00selbstständig gemacht und dann habe ich das einfach nicht, weil
- 15:05die hatte dann natürlich auch richtig viel Kapazitäten frei.
- 15:08So, dann habe ich gesagt, so alle, die irgendwie bedarf
- 15:11haben, dürfen sich da gerne melden und genau so habe ich das
- 15:16dann mit der Mara gemacht, die hat dann quasi vertreten.
- 15:20Genau das ist ja für viele dann wieder ein Thema.
- 15:23Ich meine, du hast gerade schon, wir sind ja irgendwie fast alles
- 15:25Frauen, also ja, es gibt auch bei allen irgendwie Männer, aber
- 15:28ehrlich, der Großteil sind halt Frauen, ja genau der Großteil
- 15:33sind halt Frauen und das das trifft ja auch.
- 15:37Auch da nicht jeder mag, aber die meisten wünschen sich ja
- 15:39irgendwann Familie, Kind. Das ist zumindest das, was mir
- 15:42auch gespiegelt wird, das heißt, die Frage kommt ja irgendwann
- 15:45und dann halt jemand anderen Weiterzuempfehlen, facht ja
- 15:48wieder diese Existenz an. Oh, jetzt habe ich, jetzt kann
- 15:51ich gerade nicht, jetzt habe ich hier wen anders in der Region,
- 15:54den empfehle ich jetzt weiter auweia, Auweia, nicht dass die
- 15:57mir dann die Kunden wegnimmt, ja oder nicht, dass meine Kunden
- 15:59dann da bleiben und wenn ich zurückkomme, dann habe ich
- 16:00keinen mehr, der mit mir arbeiten will, dann kann ich
- 16:02keine Fälle mehr behandeln, das sind ja einfach reale Ängste von
- 16:05Therapeutinnen. Das.
- 16:07Da sind absolut reale Ängste, und das sind auch natürlich
- 16:11erstmal total valide Ängste und auch ja sorgen.
- 16:16Und gerade wenn ja auch die Familie vergrößert wird, ist
- 16:18diese Existenzfrage ja auch irgendwie noch mal realer, weil
- 16:23sie betrifft ja nicht mehr nur mich alleine, sondern sie
- 16:26betrifft ja dann auch noch jemanden, der von mir abhängig
- 16:28ist. Das macht es ja irgendwie dann
- 16:30halt noch noch realer. Und ja, was heißt realer aber
- 16:33noch? Ja, es kneift halt noch ein
- 16:36bisschen mehr. Also es ist so und ich habe da
- 16:40irgendwie auch mal mit einer mit einer anderen Kollegin drüber
- 16:41gesprochen, die hat vor 10 Jahren ungefähr ja genau, also
- 16:4510 Jahre vor mir ihr Kind gekriegt und die sagte auch,
- 16:49dass sie war halt auch dann voll selbstständig schon und sie
- 16:53sagte, sie hat relativ früh dann auch wieder angefangen zu
- 16:55arbeiten und final, gerade wenn du mit du musst dann einfach für
- 16:58dich entscheiden, was also auch da, man muss dann Prioritäten
- 17:01setzen, man, so doof das klingt, du kannst nicht alles, also du
- 17:03kannst nicht so. Vollzeit weiter arbeiten und
- 17:08Vollzeit für dein Kind da sein. Also so hart das ist hart, aber
- 17:13du musst dich im Final entscheiden und du musst dann
- 17:17auch. Also das darf sich dann kurz
- 17:19traurig und das darf sich dann auch kurz doof anfühlen, aber
- 17:22ich glaube, es ist dann egal für was du dich entscheidest, es ist
- 17:24dann auch gut, wenn du es loslässt, weil ansonsten ist es
- 17:28ist, dann seien wir fair. Es ist ja nie genug, weil du
- 17:30hast ja, wenn wir davon ausgehen, wir Menschen haben,
- 17:34und das ist ja auch für jeden super variabel, was 100% Energie
- 17:37sind. Also ich will jetzt überhaupt
- 17:39nicht sagen, dass eine Person gleich viel hat, aber quasi jede
- 17:42Person für sich hat ja erst mal 100% ja so, und wenn ich vorher
- 17:46100% aufgeteilt habe auf meinen Job, mein Pferd und mein Hund,
- 17:52ist jetzt ein Beispiel und. Vielleicht ein bisschen
- 17:54Privatleben. Vielleicht auch noch ein
- 17:55bisschen Privatleben. Vielleicht noch.
- 17:57Einen Freund. Ich habe jedermann, man hat dann
- 17:59irgendwie auch noch Freunde, man hat auch einen Partner, man hat
- 18:01auch vielleicht noch keine Ahnung, ein Haus zu renovieren,
- 18:04whatever ne, aber so, du hast irgendwie ja diese 100% und wenn
- 18:08du dann noch was da rein tust und sagst das muss ich auch noch
- 18:11mit diesen 100% bedienen, ja die Anteile werden geringer auch.
- 18:17Auf die einzelnen Lebensbereiche, das ist nun mal
- 18:19so, also je mehr du in deinem Leben haben willst, desto
- 18:22weniger konzentriert kannst du dich auf die einzelnen Bereiche
- 18:25und da muss man, das muss man Punkt akzeptieren, also oder man
- 18:31lebt halt, oder? Man hat einen Burnout.
- 18:34Kann ich nicht. Empfehlen also genau das, was du
- 18:36gerade sagst. Habe ich nämlich nicht
- 18:38akzeptiert. Als dann Kind 1 kam und ich habe
- 18:40gesagt, ja, es hat meine Perspektive gewechselt, aber bis
- 18:42mir das klar war, hat es erst mal ein paar Monate gedauert und
- 18:46dieser dieser Identitätsschiff, dieser Wechsel, dieses Erkennen
- 18:48von, nee, ich kann halt nicht alles zugleich machen und nein,
- 18:52es ist nicht einfach eine Sache, die ich dann auf meine
- 18:54Aufgabenliste mit Hinzufüge und fertig, das hat bei mir fürs
- 18:57Burnout gesorgt, nicht das Kind selber, sondern die Kombination
- 19:00aus. Ah ja, okay ich habe hier einen
- 19:03einen Hauptjob noch damals gehabt.
- 19:05Ich habe jetzt hier mein Pferdebusiness parallel, da
- 19:08hatte ich ja den Futterladen noch, da habe ich noch mitgehen,
- 19:10zusammen Futter gemischt, dann habe ich ja auch irgendwie noch
- 19:13ein Pferd, was bespaßt werden will und studiere noch einen
- 19:17Master nebenbei, also war eine richtig blöde Kombination und
- 19:21ich glaube, das muss man einfach mal sagen, dass es in Ordnung
- 19:24ist, nicht von sich selber zu verlangen, alle Bälle in der
- 19:27Luft zu halten, weil aus Erfahrung kann halt auch ein
- 19:30Burner draus werden, das Macht keinen Spaß und.
- 19:32Nee, das macht überhaupt gar keinen Spaß.
- 19:33Und ich, ich fühl das sehr. Also ich hab, weil ich muss auch
- 19:36sagen, ich war halt am Anfang krass verwöhnt von meinem Kind,
- 19:40die hat halt alles mitgemacht, ich hab mir die halt um Och
- 19:43gestellt, ich hab alles gemacht, also ich hab da war die ein paar
- 19:46Monate alt, da war ne Kollegin bei mir weil die irgendwie ein
- 19:49bisschen ins Training reingucken wollte, da hab ich quasi den
- 19:51ganzen Trainingstag zu Hause mit einer Kollegin gemacht und die
- 19:53hat auch 2 Kinder zu Hause, sie guckte mich immer nur an wie
- 19:55machst du das ne und ich hab das alles einfach mit Kind gemacht
- 19:59es ging ich hab quasi mit meinem Pferd gemeint und so weiter und.
- 20:02Dann kam halt irgend und ich habe auch am Anfang, ich habe,
- 20:05also ich behandle ja auch Hunde und die bei mir zu Hause in der
- 20:07Praxis, das heißt, es war halt auch super machbar, das Kind,
- 20:11solange es nicht gelaufen ist, hinzusetzen.
- 20:13Und klar habe ich meine Termine ein bisschen anders getimed und
- 20:16habe auch viel weniger gemacht, aber es war halt möglich, ne,
- 20:20also ich konnte die halt hinsetzen und solange die sich
- 20:22nicht bewegen konnte, hat sie halt zugeguckt und.
- 20:24Und dann haben die Besitzer vielleicht auch mal ein bisschen
- 20:26an der Wiege geschuckelt dann ne so, wenn sie dann genölt hat,
- 20:29habe ich zwischendurch gestillt und dann war ich wieder da.
- 20:32Ne also ich habe mir schon mehr Zeit slots gemacht, aber es war
- 20:34ich musste mich nicht so krass entscheiden und ich war halt.
- 20:36Eine kleine Änderung es ist eine relativ kleine Änderung.
- 20:39Du Justierst so ein bisschen nach bei dem, was aber bisher
- 20:43auch funktioniert hat. Genau.
- 20:44Und es war halt vor allem auch ein.
- 20:47Ich hatte mir von vorne, vorherein hatte ich mir quasi
- 20:50schon relativ viel Raum selber quasi zugestanden.
- 20:53Mit mal gucken wie es so läuft, mal sehen wie es kommt und dann
- 20:56ging es halt mega gut und dadurch kam halt auch diese
- 21:00krasse Erkenntnis okay es ist jetzt anders, genau wie bei dir,
- 21:03das sickerte halt erst so nach und nach ein als dann natürlich
- 21:07habe ich das alles parallel gemacht, aber machen wir uns
- 21:09nichts vor, es hat trotzdem halt Hammer viel Kraft gekostet also
- 21:12das war die war halt da, ich konnte das machen und das ging
- 21:15auch weil ich wollte das auch aber es war halt über eine
- 21:18gewisse Zeitdauer mit Stillen mit und bla bla ne war es halt,
- 21:24dass ich dann auch irgendwann gemerkt hab, so OK, das ist
- 21:27schon nicht zu unterschätzen und wir haben uns auch zum Beispiel
- 21:31dafür entschieden, dass er 2 Jahre nicht in Fremdbetreuung
- 21:34war, also ne mit Grippe oder so und.
- 21:37Das heißt, wir hatten ja 2 Jahre auch zu Hause, wir haben keine
- 21:39Familie hier vor Ort. Klar hat mal irgendwer irgendwie
- 21:42aufgepasst, aber das war schon sehr übersichtlich, wir haben
- 21:45halt uns tatsächlich beide, mein Mann und ich, abgewechselt mit
- 21:50Kind und Arbeit, und ich bin nach wie vor mega happy, dass
- 21:53wir das gemacht haben, das war genau die richtige Entscheidung
- 21:55für uns, aber ja, es war schon auch immer anstrengend, also da
- 22:01will ich jetzt mal auch keinem mir vorlügen, dass das nur
- 22:03romantisch war, also das war halt auch einfach scheiße
- 22:06anstrengend. Ich hab, ich hab es andersrum,
- 22:08ich hab das Kind viel zu früh in die Kita gegeben, zwar nur sehr
- 22:11kurz, dann irgendwie für 4 Stunden oder so, weil ich dann
- 22:14halt nur Teilzeit wieder angefangen hab, aber für mich
- 22:16rückblickend viel zu früh und ich hab wirklich den Mom Guild
- 22:20Level 1000 gehabt. Ich stand wirklich heulend vor
- 22:22der Kita, weil ich das Kind abgegeben habe und das ist auch
- 22:25wieder so n Ding na ja du du du wirst halt.
- 22:29Und es wird dir halt vorgelegt. Es wird vorgelegt als das
- 22:31normal, das auf eine bestimmte Art und Weise zu machen und je
- 22:35nachdem wie dein Umfeld das handhabt, wird dir halt ein
- 22:37normal vorgelegt, was dir selber vielleicht gar nicht so klar
- 22:40ist. Was dich aber prägt und das
- 22:41nächste Ding, was ich zum Beispiel auch, wo du gerade
- 22:43sagtest, als sie noch klein war, ging das alles noch, ja klar,
- 22:46als ich Kind einst, als sie klein war, habe ich die
- 22:48umgebunden, die war am Tuch und dann habe ich auf diesen
- 22:50Petziball gehubbelt, während ich meine Masterarbeit geschrieben
- 22:54habe, und ich habe halt mit Kind auf dem Arm und
- 22:57Marienkäferrassel in der Hand meine Masterarbeit verteilt.
- 22:59Verteidigt und das Ding ist ja. Du wirst ja dafür dann noch,
- 23:03also wirst ja dann bestärkt oder wie krass du bist ja so klasse,
- 23:07du machst das toll, wie toll du das alles unter einen Hut
- 23:10bekommst. Und ich weiß selber, dass ich
- 23:12früher ich mein bin hier im tiefsten Osten, da ist das
- 23:15irgendwie, da wird man damit groß, dass die Eltern beide
- 23:18arbeiten, während halt im tiefsten Westen, wenn man dieses
- 23:22Ost West denken noch machen möchte.
- 23:24Ja, ich bin auch im Osten groß geworden.
- 23:25Also wir sind dann. Da ist es halt normal, dass die
- 23:27Mama zu Hause bleibt, bis die Kinder erwachsen.
- 23:29Sind so ne, also nicht alle, aber dass es einfach viel
- 23:32normaler und akzeptierter ist und ich weiß noch, dass als als
- 23:36meine Mama damals auch rüber Richtung Richtung Köln gezogen
- 23:39ist, die Ecke, da haben wir auch darüber viel gesprochen, meine
- 23:42Schwester war da noch relativ, also was ist klein 1214, ich
- 23:46weiß es nicht mehr, müsst ich jetzt rechnen?
- 23:48Und da war so ja, na klar, geht meine Mama arbeiten, das war da
- 23:50eine wilde Geschichte und ich weiß, dass wir aus unserer
- 23:53Perspektive darüber geurteilt haben, warum gehen die nicht
- 23:56arbeiten, was machen die den ganzen Tag, ja, aber siehst du
- 23:59mal, wie krass diese Prägung ist.
- 24:01Und jetzt denke ich mir auch. Wie?
- 24:03Schade, dass wir uns dessen nicht bewusst sind, häufig.
- 24:06Und dass wir so über andere urteilen, obwohl es ja keinen
- 24:09richtig und falsch gibt, nur halt das, was du dann selber
- 24:12rückblickend in deinem Weg feststellst.
- 24:14Ach Scheiße, hätte ich mal. Ach Scheiße, hätte ich mal das
- 24:16Kind länger zu Hause behalten. Ach Scheiße, hätte ich mal was
- 24:19auch immer umgestaltet oder so, egal ob es jetzt länger oder
- 24:22kürzer ist. Auch da feel Free, aber
- 24:25irgendwie ruckelt es richtig krass am Leben, am Selbstbild,
- 24:31an allem rum. Und ich glaube, das, was du eben
- 24:33so in einem Nebensatz gesagt hast, ist glaube ich eigentlich
- 24:37das Wichtigste dieses. Den eigenen Weg finden und halt
- 24:42auch da wieder so ein bisschen den Bogen geschlagen, sich
- 24:46selbst auf Augenhöhe zu begegnen und nicht von außen dieses okay
- 24:50jemand anders bringt irgendwas mit, so dieses okay du machst
- 24:55das toll und du kriegst alles unter einen Hut oder jemand
- 24:57anders sagt dir, oh, was machst du arbeiten und Kind, also es
- 25:02sind ja beide Seiten real. Es sind ja beide Meinungen da
- 25:05draußen, irgendwie real. Und sich da halt nicht dann
- 25:09selbst vor sich hinzustellen und zu sagen, weil das konnte ich
- 25:13dann teilweise auch sehr gut. Wieso kriegst du das denn jetzt
- 25:16nicht unter einen Hut, wieso geht denn das jetzt nicht, wieso
- 25:18bist du denn jetzt zu schwach in Anführungszeichen und die
- 25:22Anführungszeichen waren leider nicht so präsent in dem Moment
- 25:24für mich, sondern das war halt echt ein reales Gefühl, dass ich
- 25:26mir selber erzählt habe, als ich es dann eine Zeit lang irgendwie
- 25:29nicht so gut hingekriegt habe, weil ich halt final auch zweimal
- 25:32am Tag anderthalb Stunden mit Einschlafbegleitung.
- 25:35Beschäftigten und danach war ich halt durch.
- 25:38Also wenn du halt anderthalb Stunden zentral vor.
- 25:41Allen. Dingen genau, wenn du halt dich
- 25:43anderthalb Stunden zweimal am Tag anschreien lässt, dann ist
- 25:47halt irgendwie danach auch erstmal okay.
- 25:49Ich muss mich erstmal selber managen und.
- 25:53Ja, und dann? Das ist dann halt auch eine Zeit
- 25:54gewesen, wo ich gedacht habe, boah, irgendwie, ich schaffe das
- 25:57alles nicht, also ich hatte da halt auch dieses Gefühl, ich bin
- 26:02für nichts gut genug, also ich kriege meinen Job, kriege ich
- 26:04nicht auf die Reihe, fürs Kind bin ich nicht gut genug da, weil
- 26:07ich halt nicht nicht geduldig genug bin, und wenn sie dann so
- 26:10ist wie sie, wenn sie halt auch eine schwierige Phase hatte, war
- 26:13das dann halt auch okay ich bin nicht gut genug, ihr hier zu
- 26:16helfen, wie auch immer man es dann nennen wollte.
- 26:20Dem Pferd, klar, natürlich war jetzt auch nicht prio Nummer 1,
- 26:23das heißt, dem Pferd wäre ich auch nicht gerecht geworden.
- 26:25Dem muss ja nichts mehr. Prio Nummer 1, das ist.
- 26:28Genau das ist es ja, es ist halt ne, wenn wir wieder von unseren
- 26:31100% ausgehen, ist es ja nichts mehr.
- 26:33Ne, du schaffst ja nichts gut genug so und das heißt das ist
- 26:37ja also das ist ja Straight Forward in ich.
- 26:41Ich bin unglücklich mit mir und der Welt, und das ist ja
- 26:43Scheiße. Also weil es ist ja von außen
- 26:46betrachtet hatte ich ja alles, weißt du, ich war selbstständig,
- 26:48aber warum? Bist du denn hä?
- 26:50Aber du hast noch einen tollen Job und jetzt hast du ja so ein
- 26:52zauberhaftes Kind und du kriegst doch das alles super unter einen
- 26:54Hut. Warum?
- 26:55Was ist denn jetzt das Problem und das da redet keiner drüber.
- 26:59Und das ist halt richtig, richtig traurig, weil ich
- 27:01glaube, wir sind halt sogar nicht alleine damit, sogar nicht
- 27:04gar nicht, gar nicht. Also ich glaube, es ist halt
- 27:06super real, dieses also. Was du eben gesagt hast.
- 27:10Mum Guild Mental load nicht gut genug, an keiner Ecke, das ist
- 27:16halt super real und ich glaube total weit verbreitet und egal
- 27:19bei wem du mal bereit bist zu sagen okay ich mache das
- 27:22irgendwie auf und alle so oh Gott sei dank ich fühle es so
- 27:26sehr und ich denke mir so okay und warum?
- 27:30Ist ne, warum spielst du dann diese Rolle so krass?
- 27:33Aber das ist das. Gleiche.
- 27:34Deswegen finde ich das so so cool, dass wir darüber sprechen,
- 27:36weil ich sehe, dass als Pendant eben auch bei den Therapeuten,
- 27:40bei den Pferdeprofis generell der absolute Großteil ist halt
- 27:44in diesem Einzelkämpfermodus unterwegs, und das ist ja das
- 27:47Gleiche im Grünen, wenn du immer davon ausgehst, du musst
- 27:50irgendwie alles alleine schaffen und du kriegst das schon hin und
- 27:52du musst alle Bälle in der Luft halten, das lässt sich ja 1 zu 1
- 27:56übertragen auf eben, dass das Mama da sein, dass irgendwie
- 27:59alle Mamas versuchen. Um das alleine zu regeln und
- 28:02hinzukriegen, und das muss irgendwie alles zusammenfinden
- 28:06und was nicht alles das Gleiche, haben wir ja einfach mit den
- 28:09Pferdeprofis, die der Meinung sind, sie müssen Ihren Job
- 28:11alleine hinkriegen, sie müssen Ihre Kunden alleine hinkriegen,
- 28:14sie müssen Ihren Alltag regeln, und alles das hält so Hand und.
- 28:19Hand alles sonst als Schwäche ausgelegt wird.
- 28:21Ja, das ist schon wild. Nur wieviel wieviel davon ist.
- 28:29Hat mit dem Beruf oder mit dem Kind zu tun, oder?
- 28:33Ich denke, der Großteil ist eigentlich gesellschaftlich
- 28:35geprägt. Ich meine, du bist ja da auch
- 28:36sehr, wir haben ja auch schon viel drüber gesprochen, Mensch,
- 28:39was wird von einem erwartet, wie geht man damit um, wo siehst du
- 28:43den größten Struggle aus der Gesellschaft heraus, ist es
- 28:48dieses, dass alle eine Meinung haben oder ist es, was vorgelegt
- 28:51wird? Ich kann das gar nicht so sagen,
- 28:54was quasi also, weil, weil gesellschaftlich bist du ja
- 28:57egal, so ein bisschen, in welcher Bubble du groß geworden
- 28:58bist. Wir haben das jetzt, wir haben
- 28:59ja beide Seiten gerade schon quasi schon angesprochen, ne,
- 29:01mit zum Beispiel bei Mama jetzt zu Hause bleiben oder nicht,
- 29:04aber ich ein Stück weit, glaube ich, ist das wirklich auch, ja,
- 29:08es ist gesellschaftlich geprägt mit, das war schon immer so, man
- 29:10hat das Halt immer schon so gemacht.
- 29:13Ne, das im im Pferdetherapeuten da sein man man war, man hat ja
- 29:17auch, man sieht ja von außen dann immer auch jeden quasi so
- 29:19alleine rumfahren und das machen und dann das wird halt so
- 29:23gemacht und ich glaube das ist auch ganz häufig so dieses wenn
- 29:27das schon immer so war, dann wird das halt auch Punkt gar
- 29:29nicht hinterfragt. Also ich glaube das ist ganz
- 29:32wenn du halt vielleicht auch gar nicht dann die die Zeit und die
- 29:35Ressourcen dafür hast mal darüber nachzudenken irgendwas
- 29:38anders zu machen, weil du halt in diesem ich arbeite meine
- 29:41Patienten ab und bin so da drin, dann fällt dir glaube ich halt
- 29:44auch gar nicht so richtig auf, dass da draußen quasi eine
- 29:48andere Möglichkeit bestehen würde, weil du hast gar keine
- 29:52Idee welche das sein könnte. Und auch da spricht ja wieder
- 29:55keiner drüber. Ne, dass dieses man traut sich
- 29:58nicht darüber zu reden, weil ja warum eigentlich, also warum?
- 30:02Genau und keine Ahnung warum ich ich.
- 30:05Ich glaube, es hat halt schon viel auch mit dieser
- 30:07Leistungsgesellschaft zu tun, dass dieses Thema von du hast es
- 30:11in dieser Podcast Folge mit dem Kapitalismus irgendwie mal so
- 30:14schön auch gesagt, ich korrigiere mich da, aber es war
- 30:17so ein bisschen dieses man darf halt Geld verdienen, aber das
- 30:21Geld muss auch quasi wert bringen, weil sonst ist quasi
- 30:25also Geld, Geld generieren, ohne einen Wert bringen ist halt
- 30:31eigentlich auch nicht so richtig.
- 30:33Schlau also, was heißt nicht so richtig schlau, aber wenn du es
- 30:35nachhaltig haben willst, muss es halt wirklich auch einen Wert
- 30:38haben und in unserer Leistungsgesellschaft ist halt
- 30:42dieses Werthaben ganz oft voll hinten runter, also fällt voll
- 30:50hinten runter. Also weil ich habe dann noch
- 30:53nicht mit einer Freundin wie du darüber gesprochen, das war halt
- 30:55so in diesem Kontext mit Familie und Partner und so das.
- 31:01Man sich zum Beispiel als Frau, wenn man sich dann ein Stück
- 31:03weit abhängig gemacht hat und der ne dieses Gefälle auch.
- 31:08Man verdient viel Frau verdient wenig oder gar nicht so und
- 31:11dann, warum auch immer gehen die beiden Partner getrennte Wege,
- 31:15sagen alle mal ja, die Frau ist ja krass abhängig und das ist
- 31:18total ne die ist jetzt am Arsch aber über.
- 31:21Quasi die andere Seite. Der Mann ist da gibt es ja auch
- 31:24Studien dazu, der Mann ist halt mental Hardcore am Arsch, der
- 31:27hat zwar das Geld, aber der hat gar nicht lebensfähig, ja, was
- 31:32heißt nicht lebensfähig, aber psychische Gesundheit, na ja,
- 31:36also tatsächlich. Und das ist halt auch was, wo
- 31:39man, glaube ich, halt so ein bisschen reinschauen darf in
- 31:41unsere Leistungsgesellschaft, das nicht nur wert bedeutet.
- 31:44Nicht welche Zahl an Geld schreiben wir irgendwo drin,
- 31:47sondern es gibt halt auch andere Dinge, die wert haben und Geld
- 31:52hat definitiv absolut seine Daseinsberechtigung, ne also so
- 31:57ich will jetzt gar nicht sagen, wir sollen das als abschaffen,
- 32:00aber ich glaube wir dürfen noch hinterfragen was.
- 32:02Was für andere Dinge auch noch wert haben in unserer
- 32:05Gesellschaft, auch diese ganzen sozialen Berufe sind ja
- 32:07wahnsinnig werthaltig für unsere Gesellschaft, pflegebedingt für.
- 32:12Arbeit als solche nicht mal. Als solche ist super werthaltig
- 32:16für unsere Gesellschaft, aber für uns ist halt wert, immer nur
- 32:20wenn eine Zahl dahinter steht. Und ich finde da dürfen wir
- 32:24einfach mal den Blick ein bisschen öffnen und sagen, gut,
- 32:26ja, natürlich, Geld ist schon wichtig, aber Geld.
- 32:32Hat ja, ich sag mal n Stück weit auch nur den Wert den ich ihm
- 32:36bemesse, weil Geld ist ja erstmal relativ neutral.
- 32:38So also als als als ist es ne Währung, ne was ich damit mache
- 32:44hängt dann ja davon ab was ich damit mache.
- 32:47Ne also vorher ist es stumpf ne Zahl und.
- 32:51Gerade im digitalen Zeitalter ist es ja nicht mal wie bei
- 32:55Donald Duck in meinem Keller, wo ich quasi sagen kann, ich mache
- 32:57einen Körper irgendwie in meine, in meine Scheine und in meine
- 33:02Dukaten da, sondern es ist ja einfach nur, ich gucke in mein
- 33:05Online Banking und da steht eine Zahl, und das heißt, das ist ja
- 33:08erstmal neutral. Und was ich zum Beispiel auch
- 33:11als viel oder wenig wahrnehme, ist ja mein privates Ding, es
- 33:14ist ja meine private Prägung. Für den einen sind 2000€ Puffer
- 33:17auf dem Konto. Super läuft ne und für den
- 33:22anderen da sagt er also unter 20000€ Puffer kann ich überhaupt
- 33:25nicht ruhig schlafen ne oder keine Ahnung, ist ja also das
- 33:27sind jetzt völlig wahllos gewählte Zahlen gewesen ne aber
- 33:29so und. Da ich weiß gar nicht, wie wir
- 33:33jetzt da hingekommen sind. Irgendwie dreh dieses.
- 33:35Wert. Ich finde das ganz spannend, ja,
- 33:37die sind quasi jetzt halt mit diesem Leistungsding und ich
- 33:40glaube, dass dieses, dass wir genauer hingucken dürfen, wo wir
- 33:45wie Leistung bewerten und ob das an Geld hängt, an an Wert für
- 33:51die Gesellschaft. Ja, also das kannst du ja auch
- 33:53in alle Richtungen sehen, also. Weil es, genau weil es wieder
- 33:58ein Konstrukt ist, ein Wertekonstrukt, nicht ein
- 34:02Wertekonstrukt. Was ist mir wie wichtig und da
- 34:05gibt es natürlich die, die sagen, ich finde es toll, ich
- 34:09bin gerne Einzelkämpfer, ich finde das hier richtig klasse,
- 34:12da alleine unterwegs zu sein und was auch immer, ich glaube, das
- 34:15ist für den Großteil ein durch die Gesellschaft geschaffenes.
- 34:19Konstrukt ist an Glaubenssätzen, an Prägungen und an Dingen, die
- 34:23Halt einfach vorgelebt werden und die wir für normal halten.
- 34:26Und dann kommt es eben dazu, dass wir alle irgendwie solo
- 34:29unterwegs sind, dann kommt es eben dahin, dass man ein Kind
- 34:31kriegt und der Meinung ist, man muss das alles selber wuppen und
- 34:33genau da fehlt für mich so dieser.
- 34:37Dieses Dorf, man sagt ja so schön, wenn man sich mit Kindern
- 34:40befasst. Naja, du brauchst halt ein Dorf,
- 34:42um ein Kind großzuziehen, und wir haben kein Dorf mehr, wir
- 34:44haben alle kein Dorf mehr, wir haben kein Business Dorf, wir
- 34:47haben kein das. Ist eigentlich voll gut.
- 34:49Trabeutendorf Wir haben, also wir haben keine Dörfer mehr in
- 34:52dem Sinne und durch diese, dieses gesamtgesellschaftliche,
- 34:57dieser Individualismus, der so vorne ansteht und der so normal
- 35:02geworden ist. Geht uns irgendwie dieses
- 35:04Miteinander verloren. Deswegen finde ich ja so toll,
- 35:05dass du das Projekt mit den Therapeuten gestartet hast, dass
- 35:09man da auf Augen miteinander reden kann, dass man eben nicht
- 35:11alleine ist. Und ich sehe da ganz klar ganz
- 35:13viel Chance für die Zukunft, dass wir mehr sowas brauchen, um
- 35:17auch wieder irgendwie ins Gleichgewicht zu kommen, weil
- 35:19ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kenne in meinem Umfeld
- 35:23keine selbstständige Mutter, der es gut geht, also der ist
- 35:28wirklich der, die wirklich sagt ich.
- 35:31Ich habe das so gemacht. Ich habe das so gemacht, wie ich
- 35:33das wollte und nicht ich habe das so gemacht, wie ich es
- 35:35machen musste, weil es musste das Geld reinkommen und ich habe
- 35:38so gemacht, wie ich es machen musste, weil es musste
- 35:40weitergehen oder ich musste alles unter einen Hut bringen.
- 35:42Der absolute Großteil ist dieses okay, ich zerreiße mich gerade
- 35:45zwischen zwischen carearbeit Erwerbsarbeit und allen
- 35:50Leistungsansprüchen, die ich an mich selber.
- 35:51Habe und ich glaube, da ist halt vor allem dann das das größte
- 35:55Thema und ich glaube der größte Hebel der.
- 35:58Der Leistungsanspruch an sich selbst also.
- 35:59Natürlich ist auch das Finanzielle muss irgendwie
- 36:04geregelt sein, also ganz klar, du musst irgendwie, wenn du
- 36:06sagst, ich, ich brauche hier ja Summe x um zu überleben, das ist
- 36:10real. Also natürlich, das will ich
- 36:13jetzt nicht runterspielen, auf gar keinen Fall, aber ich glaube
- 36:17das das Schlimmste eigentlich ist das was dann in unserem Kopf
- 36:20passiert mit ich zerreiße mich halt und genau dieses ich, ich
- 36:24werde halt keiner Baustelle wirklich.
- 36:28Gerecht habe ich das Gefühl und ich glaube, was das Schlimmste
- 36:33ist auch, dass wenn du du zerreißt, dich dann im Kopf und
- 36:36bist immer da, wo du eigentlich gerade nicht körperlich bist.
- 36:39Wenn du gerade bei deinem Kind bist.
- 36:40Ja. In Anführungszeichen.
- 36:42Ich müsste ja arbeiten. Wenn ich dann aber arbeite.
- 36:47Müsste ich ja bei meinem Kind sein.
- 36:48Also es ist ja so und ich glaube, das macht halt vor
- 36:50allem, das ist auch das ist halt auch wahnsinnig toxisch für
- 36:53einen selbst was das Erleben der eigenen Zeit angeht, und das ist
- 36:57ja auch so ein großes Ding in unserer Gesellschaft, dieses
- 36:59alle wollen reden über Zeitmanagement, alle wollen,
- 37:02alle haben zu wenig Zeit, und ich meine mal ganz ehrlich, wir
- 37:04haben heute so viele Tools wie noch nie, die uns Dinge
- 37:08abnehmen, also angefangen von einer Waschmaschine, einer
- 37:11Spülmaschine hinzu, man muss ja eigentlich nicht mal selber
- 37:15einkaufen, du kannst das liefern lassen, also einkaufen.
- 37:17Wirklich haben wir so viel in Anführungszeichen, haben wir so
- 37:20viel Zeit wie noch nie in der Geschichte.
- 37:25Aber das Gefühl von ich nutze, also ich, ich habe, also man hat
- 37:30nicht das Gefühl, man hat Zeit, sondern man verheddert sich dann
- 37:35einfach so krass in diesen Tätigkeiten, in dem okay und
- 37:39noch mehr und noch mehr und noch mehr und vor allem in dem, Ich
- 37:41nehme die Zeit gar nicht wahr, weil du.
- 37:43Wenn du immer woanders bist mit deinen Gedanken, dann ist der
- 37:46Tag vorbei und denkst, ich habe ja nichts geschafft, ich habe
- 37:48nichts gemacht, weil du immer gedacht hast, ich müsste was
- 37:50anderes und da ist halt der krasse Shift und das ist Ultra
- 37:54hart. Also das ist auch ultra
- 37:56schwierig, also nicht, dass ich das jetzt gemastert hätte, aber
- 37:59was für mich ein krasser Game Changer war und auch immer noch
- 38:03ist, ist dieses A sich wirklich aktiv entscheidend was will ich
- 38:08und dann tatsächlich auch damit leben, auch wenn es kurz
- 38:10schmerzhaft ist, dass man halt sagt.
- 38:12Okay ich will jetzt das Kind, dann muss ich sagen, ich arbeite
- 38:17jetzt nicht mehr 50 Stunden die Woche Punkt und dann darf das
- 38:20kurz weh tun und dann darf man das auch fühlen, dass man, dass
- 38:23man halt gewisse auch von gewisser Kundschaft vielleicht
- 38:26dann Abschied nehmen muss oder will, aber das eine, was man
- 38:30will, das andere, was man muss, und dann darf man dem aber dann
- 38:33nicht für immer hinterher trauern, weil das das macht dich
- 38:37ja nur unglücklich, weil es ändert ja nichts, das ist ja die
- 38:39Scheiße, das ändert ja nichts, also das ist so das eine,
- 38:42dieses. Wenn man Entscheidungen
- 38:43getroffen hat, auch wirklich sagen, dann ist das jetzt OK.
- 38:46Und wenn man dann merkt, es ist wirklich nicht OK, dann die
- 38:48Entscheidung neu treffen, aber sie halt aktiv treffen und nicht
- 38:52sagen ich. Versuch mal irgendwie alles,
- 38:55weil das seien wir ehrlich nicht.
- 38:57Dafür gibt es halt zu viele Möglichkeiten in unserer
- 38:59Gesellschaft heutzutage. Du kannst nicht alles, du kannst
- 39:02nicht mal in deinem ganzen Leben, selbst wenn du dich nur
- 39:03für Youtube entscheidest, kannst du, wenn du dein ganzes Leben
- 39:06lang nur Youtube guckst, kannst du nicht komplett youtube
- 39:08durchgucken, das heißt du musst selbst da dich entscheiden.
- 39:10Also das ist ein ganzes Beispiel, ich weiß nicht, ich
- 39:12hab es noch nicht gehört, ich dachte was wenn ich ein ganzes
- 39:15Leben darauf verwende, selbst dann schaffe ich es nicht, also
- 39:18weißt du, und das ist ja nur, das ist eine verdammte scheiß
- 39:21App ne also so und. Und ja, und das finde.
- 39:25Ich ganz spannend. Ja genau, also dieses.
- 39:28Ich muss mich entscheiden und dann sei auch fair und bleib da.
- 39:32Und das zweite ist wirklich dieses sei mit deinem Kopf da,
- 39:34wo deine Füße sind, weil nur dann erlebst du die Zeit, egal
- 39:39welche Zeit, egal ob du beim Kunden bist, egal ob du mit
- 39:43deinem Kind zusammen bist, egal ob du bei deinem Pferd bist.
- 39:45Aber wenn du dir währenddessen, was auch immer du tust,
- 39:48erzählst, du müsstest woanders sein, dann.
- 39:50Dann verdirbst du dir die Zeit, die du jetzt gerade hast.
- 39:54Und dann hat am Ende ja auch keiner was gewonnen, weil wenn
- 39:57du ein Beispiel du arbeitest und sagst, ich müsste jetzt bei
- 40:00meinem Kind sein, dein Kind hat da gar nichts von, dass du ein
- 40:03schlechtes Gewissen hast, gar nichts, außer dass du Abgehetzt
- 40:07hinterher dein Kind abholst und irgendwie abgehetzt und
- 40:11gestresst bist, ja. Freut sich das Kind total, wenn
- 40:16Mutti abgehängt und gestoßen ist?
- 40:17Hat es. Voll, wenn du nicht spielst und
- 40:18über die Arbeit nachdenkst, wird die Arbeit trotzdem nicht
- 40:20weniger und passiert nicht. Genau, genau, genau und
- 40:23deswegen. Das ist halt dieses aktive
- 40:25Erleben von Zeit, dieses Präsente Erleben von Zeit gibt
- 40:29halt vor allem Zeit, auch noch mal eine, also wir können es ja
- 40:33quasi einerseits messen mit Stunden, Minuten oder wir können
- 40:38es in Qualität messen. Und ich glaube, da dürfen wir
- 40:42halt auch wieder. Was wir vorhin beim Geld hatten.
- 40:45Es geht immer nur um diese reine Zahl, so geht es ganz oft bei
- 40:47Zeit auch nur um Zahlen, aber es geht nicht um Qualität, es geht
- 40:51nicht. Verbringe ich dann die Zeit am
- 40:53Kunden qualitativ wertvoll, habe vielleicht nur noch keine
- 40:57Ahnung. 50% der Kunden, die ich vielleicht vorher hatte, aber
- 41:01qualitativ so wertvoll für mich und für den Kunden, dass ich
- 41:04sage okay, das läuft, es funktioniert, es gibt mir was,
- 41:08es gibt dem Kunden was, es gibt den Pferden was und dafür ist
- 41:12das dann auch okay und dann kann ich sagen, gut, ich mache einen
- 41:15Job und der ist ja auch gut, also wer sagt denn, dass ich 40
- 41:18bis 50 Stunden die Woche arbeiten muss, damit es ein
- 41:22guter Job ist? Ja, das habe ich krass gemerkt,
- 41:25als ich nach Kind 2 die die Kapazitäten fürs Coaching so
- 41:29krass runtergefahren habe, wo ich wirklich gesagt habe, ich
- 41:31mache nur noch ganz, ganz wenige Kunden, aber die
- 41:35Betreuungsqualität und die Beratungsqualität ist so
- 41:38dermaßen hochgegangen dadurch, dass ich mich da halt fokussiert
- 41:42habe, dass ich sage, OK, unterm Strich mache ich gerade oder
- 41:45leiste ich gerade viel mehr Wertschöpfung, auch wenn es
- 41:49nicht in Zeit bemessen ist, sondern in dem, was dann daraus
- 41:52entsteht und was da passiert, das finde ich ganz, ganz.
- 41:54Ganz wichtig, das zu sagen, weil auch da dieses dieses Denken in
- 41:58Zeit gegen Geld ist halt auch so verankert.
- 42:00Das andere was du gerade sagtest war ne von wegen man muss erst
- 42:02mal mit sich selber, mein Kopf ist da wo meine Füße sind, das
- 42:06ist ja eine Sache die Regel ich mit mir selber, gleichzeitig
- 42:08haben wir ja aber auch ein Abgrenzungsthema und auch da
- 42:10haben wir schon ganz viel drüber gesprochen, es kommen ja aber
- 42:13eben die Erwartungen von außen, es kommen ja eben die Kunden, ne
- 42:16die die Hundebesitzer, Pferdebesitzer die von dir was
- 42:20wollen, die von dir was wollen. Man sich da abzugrenzen und zu
- 42:24sagen, nee, hier bis dahin und nicht weiter.
- 42:26Und ich habe nur diese diese Kapazitäten, ich will nur diese
- 42:29Kapazitäten geben, das ist ja auch ein super krasses Thema für
- 42:34so viele Therapeuten, wie oft höre ich, nein, ich kann das
- 42:37meinen Kunden nicht antun. Wir hatten gestern gerade wieder
- 42:39ein Meeting mit den Compactis, wo eine Teilnehmerin auch sagte,
- 42:42Oh, ich kann einfach die Preise dann nicht erhöhen, weil Oh ja
- 42:45Mimi, na den Leuten da, das sind die Kunden, da will sie
- 42:48eigentlich nicht mehr hinfahren, das sind Kunden, die sowieso zu
- 42:51wenig zahlen und. Die Tour passt, ist alles blöd,
- 42:54ja, und sie traut sich trotzdem nicht, den Preis hochzunehmen,
- 42:57aus Angst, da irgendwie vorm Kopf zu stoßen.
- 43:00Aber das ist ja also, das ist jetzt Ultraleicht gesagt, weil
- 43:04ich bin jetzt nicht in dieser, ich bin ja jetzt gerade nicht in
- 43:07dieser Situation, aber das, also, das passiert ja nur in
- 43:11ihrem Kopf, ne, das ist ja, das ist ja nirgendwo anders als in
- 43:17die ganz private Angst vor Angst.
- 43:21Ablehnung vor. Jemand sagt irgendwas schlechtes
- 43:25über mich. Ne also und wie gesagt ich ich
- 43:28fühle da, ich fühle da sehr mit also ne es ist nicht so, dass
- 43:30ich das ist real für sie und das ist auch das, das fühlt sich
- 43:36auch Scheiße an, aber final ist das finde das ja nur, also auch
- 43:41da man muss sich dann entscheiden ne will ich weiter
- 43:45entgegen meiner Werte entgegen meiner Prioritäten arbeiten.
- 43:51Und quasi dafür dafür, dass ich quasi nicht das Risiko eingehe,
- 43:57dass jemand sagt, also enttäuscht von mir ist, meine
- 44:02Entscheidung ablehnt oder solches, also das sind ja die
- 44:06Dinge, die sie wahrscheinlich nicht möchte, die sie umgehen
- 44:10möchte, sie möchte entweder nicht diejenige sein, wo jemand
- 44:15sagt, die ist aber geldgierig sie.
- 44:18Sie möchte nicht diejenige sein, die sagt, die hat mich aber
- 44:20hängen gelassen. Sie möchte also.
- 44:23Ich will uns jetzt so lange so drauf verlassen.
- 44:26Und jetzt? Geht es so genau so?
- 44:29Also, das heißt, die Frage ist ja, da darf man und ich meine,
- 44:33wir haben das alle, ich fühle das sehr, also versteht mich da
- 44:36nicht falsch, wenn ich da jetzt so ein bisschen aus der aus der
- 44:39Vogelperspektive auf die Situation drauf gucke, ich kenne
- 44:41diese Situation total gut, und die sind auch, die sind
- 44:44alltäglich. Da ist es halt immer wieder
- 44:47einmal muss ich entscheiden, aber da ist dann halt die Frage
- 44:51okay spreche ich meine Wahrheit, was mir wichtig ist und kann ich
- 44:55in den Spiegel gucken oder lebe ich damit, dass ich schon 3 Tage
- 45:01bevor ich da hinfahren muss, einen privaten Kotzkrampf und
- 45:05Blutdruck kriege? Weil ich.
- 45:08So, dann ist halt die Frage was priorisiere ich, priorisiere ich
- 45:11die Kunden oder priorisiere ich mich, meine Familie, meine
- 45:15Werte. So also auch da ist eigentlich
- 45:18wieder so Stumpf Runtergebrochen, ohne direkte
- 45:22Emotion ist das halt total einfach das zu sagen, aber genau
- 45:26die. Emotion und sagt.
- 45:28Ja, und vor allem, was dann halt auf auf einem kommt, ist dann
- 45:31Angst. Also weil dann kommt ja häufig
- 45:35ganz, ganz viel Angst in einem Hoch, die einem dann Geschichten
- 45:40erzählt über eine mögliche Zukunft, die daraus entstehen
- 45:43könnte. Also da könnte dann ja.
- 45:45Dann erzählt die Rum, dass ich eine schlechte Therapeutin bin,
- 45:48dass ich sie habe hängen lassen. Dann ruft mich keiner mehr an,
- 45:52dann sagen alle, ich bin geldgierig, aber ich will doch,
- 45:56das ist ja dann auch was wieder mit der eigenen Identität, aber
- 45:59ich will doch gar nicht reich werden damit, ich will doch nur
- 46:01den Pferden helfen, das ist ja sehr variabel, was man sich da
- 46:05erzählen kann, aber das erzählt man sich dann ja in seinem
- 46:08eigenen Kopf und da darf man, glaube ich, immer mal wieder
- 46:12auch. Und es ist schmerzhaft, aber es
- 46:15ist halt super hilfreich, immer mal wieder diese
- 46:16Vogelperspektive einnehmen und auf sich runtergucken und zu
- 46:18sagen okay, was heißt das jetzt hier gerade für mich und was
- 46:23will ich und welche Entscheidung muss ich final auch daraus
- 46:26treffen? Habt ihr über solche Teilen auch
- 46:30in eurem Therapeuten Netzwerk gesprochen, können wir mal
- 46:33Mäuschen spielen. Ja, also neulich hatte ich auch,
- 46:36ist quasi so ein bisschen auch dieses Angst vor Ablehnungsding
- 46:38hatte ich nämlich auch Newsletter geschrieben, der
- 46:40hatte. Ich hatte halt irgendwie was
- 46:44geschrieben, auch so ein bisschen persönliches.
- 46:46Und dann ich gucke mal, weil ich neugierig bin, dann auch rein ne
- 46:50ob irgendwer irgendwo hingeklickt hat, wenn ich quasi
- 46:52was zum Anmelden hatte oder dann sieht man halt auch immer bei
- 46:56diesem Tool wie viele Leute haben sich abgemeldet und dann
- 47:00hatte sich da jemand abgemeldet, den ich halt auch persönlich
- 47:02kenne, nicht nicht jetzt persönlich, also wir sind nicht
- 47:04quasi eng befreundet, aber wir kennen uns persönlich und das
- 47:08war schon so, dass ich so dachte, also das hat schon was
- 47:10kurz mit mir gemacht, dass ich so dachte.
- 47:13Hallo, sorry, das ist jetzt irgendwie hier.
- 47:15Was soll das? Und natürlich war ich getroffen,
- 47:19weil gerade jetzt, du hörst es ja vielleicht auch raus und ich
- 47:23meine du kennst mich ja auch ein bisschen, das sind halt ja alles
- 47:25auch persönliche Erfahrungen von mir, das ist alles auch, also
- 47:30das ist jetzt tatsächlich ein, ich glaube, dass es super
- 47:32wertvoll ist, aber ich kehre da, ich mache mich da auch, ja FINA
- 47:34sehr verletzlich, weil ich gehe da ja jetzt auch raus und mache
- 47:39irgendwie einen Weg auf das. Sehr, sehr neu ist also und den
- 47:47ich quasi auch glaube ich also den ich quasi ja damit auch
- 47:50aufmache, dass ich sage, OK ich, ich sehe eure Sorgen, ich fühle
- 47:54eure Sorgen, weil ich sie ja selber habe, das heißt, ich gehe
- 47:57ja raus und zeige ja meine Schwächen.
- 48:00Ja, ja, oder auch dieses, was du vorhin sagtest mit dem Okay.
- 48:02In dem Moment, wo man jetzt sagt, was man da fachlich
- 48:04gemacht hätte, macht man ja sich auch angreifbar, weil wer anders
- 48:07würde, das vielleicht fachlich gerade anders einschätzen, und
- 48:10das ist ja so eine coole Geschichte mit diesem
- 48:12Therapeuten Netzwerk, dass ihr da als Therapeuten gemeinsam
- 48:15auch auf Fälle guckt, gemeinsam darüber sprechen, wie könnte man
- 48:17das denn noch machen, was gab es denn da noch was, was war denn
- 48:20so Feedback bisher, also was habt ihr denn bisher?
- 48:23Vielleicht erzählt ihr ein bisschen über das Therapeuten
- 48:25Netzwerk, erzähl mal den Zuhörern, was ist da?
- 48:29Bisher genau so was echt getestet, was wurde wie
- 48:31angenommen, was sind so die Highlights gewesen?
- 48:35Ich habe letztes Jahr angefangen und habe gesagt, okay, irgendwie
- 48:37wollen wir hier was machen und ich habe tatsächlich erstmal
- 48:38angefangen mit wer irgendwie Bock hat schreibt sich jetzt
- 48:40hier mal auf die E Mail Liste rein und dann dann gucken wir
- 48:44mal was draus wird, so dass erstmal irgendwer da ist mit dem
- 48:46ich irgendwie sprechen kann. Ja.
- 48:47Und ich wollte, das habe ich dann auch gestartet, habe
- 48:50gesagt, okay, wir machen jetzt irgendwie alle 2 Monate erstmal
- 48:52online Stammtisch, dann treffen sich irgendwie die, die Bock
- 48:55haben und dann schauen wir auch erstmal so ein bisschen.
- 48:57Was kommt also, weil für mich war das.
- 48:59Das jetzt halt auch ein. Ich hatte noch gar nicht so
- 49:01dieses die Vision. Genau so soll es laufen oder
- 49:03auch nicht, sondern ich hatte halt einfach ein ich ich stelle
- 49:09mir das so und so vor und ich ich würde mir also ich hatte
- 49:12quasi diese Werte im Kopf von ne Verbindung gemeinsame
- 49:16Weiterentwicklung aber ich hatte noch nicht so diesen Rahmen wie
- 49:19das dann durchgeführt werden soll.
- 49:22Und ja genau dann hab ich gesagt, OK, wir treffen uns
- 49:24erstmal in so einem Stammtisch und dann bringt jeder erstmal so
- 49:27mit. Ne, dann kann man sich erstmal
- 49:29so erzählen. Also das haben wir gemacht und
- 49:30dann war es halt auch so ein bisschen variabel, da haben wir
- 49:33gab es Fragen zu wie kann man solche so oder so was in einer
- 49:37Praxisorganisation machen, fragen, Zufällen, fragen zu ich
- 49:42will mich selbstständig machen, also das war wirklich so durch
- 49:44die Bank weg Mindset Themen von. Der Kunde hat das und das
- 49:48gemacht, weil wie gehe ich jetzt damit um oder auch so was wie du
- 49:51jetzt gerade gesagt hast. Ich möchte irgendwie gewisse
- 49:53Kunden nicht bedienen oder auch wie gehe ich zum Beispiel damit
- 49:55um, wenn ich einen gewissen Ratschlag gebe, weil ich sehe,
- 50:00das Pferd hat hier gewisse Probleme und die Besitzer machen
- 50:03aber nicht, was ich denen empfehle, wie handhabe ich das,
- 50:06was mache ich damit und dann ist es ja auch, da gibt es ja dann
- 50:10nicht einen richtigen Weg, sondern da muss halt auch jeder
- 50:12für sich den Weg finden, der eine sagt.
- 50:15Okay es ist immer noch besser, wenn überhaupt irgendwer kommt
- 50:17und dem Pferd hilft und der andere sagt, das geht so nicht
- 50:20weiter, ich kann das nicht und ich möchte da auch nicht mit
- 50:22involviert sein, in was auch immer hier passiert und sagt
- 50:25okay, ich komme jetzt nicht mehr und ich glaube, beide Wege sind
- 50:28legitim, also da gibt es glaube ich kein, das ist perfekt,
- 50:31richtig, und das ist perfekt falsch, sondern da muss man,
- 50:33glaube ich, für sich und seine Werte und natürlich individuell
- 50:35in dem Fall auch schauen, wie stark ist das Tierwohl da
- 50:39gegebenenfalls gefährdet oder eben auch nicht.
- 50:43Ja, gibt es dann da halt irgendwie.
- 50:44So ist es ja sehr viel grau, genau, also den Stammtisch haben
- 50:47wir gemacht, dann haben wir uns tatsächlich einfach getroffen
- 50:51und haben wirklich Fälle besprochen und dann waren wir so
- 50:54mega cooles Expertenimpulse hatte ich es genannt, da hatte
- 50:58ich entweder selber was gemacht zu Themen so aus dem Alltag oder
- 51:02hatte mir andere Experten eingeladen und dann quasi wieso
- 51:04einen Fortbildungsabend gemacht und ich.
- 51:08Ja, jetzt, heute Abend, also wenn der Podcast rauskommt, ist
- 51:11es schon gewesen, aber heute Abend ist quasi der nächste
- 51:14Stammtisch jetzt für dieses Jahr der erste und dann ach so, genau
- 51:18weil du gesagt hast, was wir getestet haben.
- 51:19Ich hatte dann tatsächlich zum Ende des Jahres hatte ich dann
- 51:21noch eine kleine, charmante, ausgewählte Gruppe an
- 51:24Therapeuten eingeladen, für noch mal so ein bisschen, ich sag
- 51:26mal, konkreteren, direkteren Austausch über, wir hatten jetzt
- 51:30erstmal whatsapp gewählt, dass man so ein bisschen im Alltag
- 51:32auch sagen kann, Hallo, ich habe da mal eine Frage, weshalb die
- 51:36Öffnen, hält mir genau und. Und wir haben das tatsächlich
- 51:39viel dann über Sprachnachrichten gemacht, weil viele sitzen halt
- 51:41auch im Auto. Dann kann man sich das schön
- 51:42anhören und die eine, die Ärztin, sagt immer so schön, das
- 51:46ist so cool, ich habe jetzt jeden Tag meinen privaten
- 51:48Podcast hier im Auto von meinen privaten Experten, und da habe
- 51:53ich mich so gefreut, weil das ist genau das so, dieses Gefühl
- 51:55von okay ich bin irgendwie involviert, ich lerne von den
- 51:58anderen, es ist aber kein, ich muss jetzt hier krass abliefern
- 52:01und leisten, und das ist nicht so dieses fortbildungscharakter
- 52:04Ding, sondern ja, genau und das. Und ja, jetzt genau in diesem
- 52:10Jahr habe ich jetzt erst mal gesagt, wir gucken, also, wir
- 52:12starten jetzt mit dem Stammtisch wieder und jetzt bin ich gerade
- 52:14so ein bisschen in Erfindungsphase, da gibt es
- 52:16jetzt noch keinen perfekt konkreten Plan.
- 52:18Leider, wie es genau weitergeht, weil ich so ein bisschen noch
- 52:22für mich sortieren will, ja, was wird gewünscht, was wird nicht
- 52:27gewünscht, weil am Ende des Tages, es geht ja jetzt vor
- 52:30allem auch darum. Wo haben die anderen auch mit
- 52:32Bock drauf? Also es ist ja jetzt nicht nur
- 52:34mein Produkt, wo ich jetzt sage, wie ich bisher, wie ich in
- 52:37meiner Praxis als Dienstleister losgehe und sage, so, ich habe
- 52:39hier mein Produkt oder meine Dienstleistung, möchte es bitte
- 52:42irgendwer kaufen, sondern bei dem Netzwerk ist es ja auch,
- 52:46also natürlich ist es auch irgendwie von mir, aber es soll
- 52:49ja auch vor allem quasi dem Zweck dienen, die Therapeuten
- 52:53zusammenzubringen und da dieser muss, bin ich jetzt gerade am.
- 53:00Herausfinden, wie das auf welchem Weg das irgendwie am
- 53:03besten funktioniert. Ja, ich finde es so cool, weil
- 53:06das genau zu allem, was wir gerade gesagt haben, irgendwie
- 53:08passt. Dieses ok, wie können wir denn
- 53:10dieses Miteinander wieder mehr leben, wie können wir denn uns
- 53:13auf Augenhöhe austauschen, wie können wir denn eben nicht mehr
- 53:16Einzelkämpfer sein, und ich glaube, davon brauchen wir viel,
- 53:19viel, viel, viel mehr, auch modelarisch, wie man das
- 53:22Modelarisch machen kann, das besprechen wir auf jeden Fall
- 53:24noch mal für unseren Online Fachkongress rund ums
- 53:27Pferdebusiness da gehen wir auch noch mal mehr.
- 53:30Auch verschiedene Aspekte ein Thema.
- 53:32Abgrenzung werden wir noch mal nehmen, Kommunikation aber auch,
- 53:36eben wie können wir Modularisch dieses miteinander gestalten, da
- 53:38werden wir noch mal ja ein paar spannende Fragen beantworten.
- 53:42Ich freue mich erstmal, dass wir das überhaupt auch machen und
- 53:44dass du dich getraut hast, diesen unfertigen Gedanken zu
- 53:47teilen und das ist für viele ja ein Thema, sagen so, wenn es
- 53:49nicht fertig ist, darf ich nicht teilen und da finde ich einfach.
- 53:53Krass, was sich da. Schon entwickelt hat und was so
- 53:54das Feedback auch schon war, ne. Aber dieses unfertige Teil, das
- 53:59war für mich auch ein Riesending, und das war auch für
- 54:00mich in meinem Kopf halt ein Riesending.
- 54:01Dieses ich will das irgendwie machen, aber ich weiß es halt
- 54:04selber nicht. Also, und das war, das hat sich
- 54:05so scheiße angefühlt, tatsächlich am Anfang, dass ich
- 54:07gesagt habe, irgendwie so, das zieht mich da so hin, aber womit
- 54:11soll ich denn rausgehen, was soll ich denn tun, ich weiß ja
- 54:13gar nicht, wo es hingehen soll, und das war für mich echt ein
- 54:17Riesenthema und ist es auch, es ist immer noch tatsächlich ein
- 54:19totaler Wachstumsprozess für mich, das zuzulassen und zu
- 54:22sagen, okay, ich gehe jetzt einfach mal den nächsten
- 54:24Schritt, der nächste Schritt, der mir irgendwie Spaß macht.
- 54:26Der nächste Schritt, der irgendwie vielleicht auch
- 54:27anderen Leuten Freude macht. Und da so ein bisschen Folge der
- 54:30Freude, den den nächsten Schritt irgendwie zu gehen, das ist für
- 54:35mich definitiv jeden Tag eine neue Herausforderung, da auch in
- 54:38diesem Kontext her. Aber so, so cool, man kann sich
- 54:41auf jeden Fall für den User eintragen, das heißt, da wo du
- 54:44dann auch die Stammtische Ankündigst, wo du am Prozess
- 54:46teilhaben lässt, wie es dann weitergeht und auch so ein
- 54:50bisschen deine Gedanken aus dem Alltag mitteilst.
- 54:52Ich glaube, dass das wie gesagt. Ultra wertvoll ist dieses
- 54:56Miteinander wachsen und sich gegenseitig zu supporten, nicht
- 55:01nur im Therapeutenkontext, auch für uns als Frauen und Mütter
- 55:04und eben nicht alleine zu sein. Ich fühle das wirklich ein
- 55:07bisschen klein Ziel und es ist einfach, ja, ich finde da auch
- 55:10noch gerade so mein Weg, wie ich das auch für uns noch anders
- 55:14machen kann, jetzt mal ganz abgesehen vom Business wirklich
- 55:16auch auf privater Ebene, ich glaube, wir brauchen alle ein
- 55:18bisschen mehr Dorf voll. Voll und also ich glaube, diese
- 55:22Freiheit und der Individualismus, das ist alles.
- 55:24Das ist auch alles super wertvoll, aber ich glaube, die
- 55:27Balance ist halt das, wo wir jetzt wieder hin zurück müssen,
- 55:30ne also weil ich glaube der es schlägt gerade halt krass aus im
- 55:35Halt krassen Individualismus an mancher Stelle und ich glaube
- 55:38das das tut uns als Menschen gar nicht so gut, ja weil wir
- 55:42eigentlich wir sind halt doch irgendwie hemdtiere ne wie die
- 55:45Pferde auch also. Ja.
- 55:47Das ist das Leben mit der leichte, also in dem Moment, wo
- 55:49ich das, wo ich die Sachen Teile, wird es ja, wird es ja
- 55:52auch einfach auf allen Ebenen einfacher zu schaffen und ich
- 55:57finde es schade, dass man überhaupt sagen muss, ich muss
- 55:59es irgendwie alles schaffen, ja, wir wollen ja eigentlich die
- 56:01Zeit genießen und habe jetzt gerade das gerade gestern schon
- 56:05im Meeting gesagt mit meinen compactis ich habe jetzt hier
- 56:06vorgestern Abend mein Sauerteigbrot gebacken, ich bin
- 56:09hier wirklich quietschend durch die Gegend gelaufen, weil ich
- 56:12mich so gefreut habe, dass dieses Brot geil geworden ist.
- 56:16Und wie toll wäre diese Freude. Freude, wenn ich jetzt nicht nur
- 56:19für uns hier das Brot aufschneide, sondern halt auch
- 56:22dann noch für das Dorf sozusagen.
- 56:24Also ich mache das zum Beispiel total gerne, ich habe, das ist
- 56:27eine Sache, die habe ich im Bürojob total gerne gemacht, da
- 56:30hatte ich noch keine Kinder und noch kein Business und hatte
- 56:32mehr Zeit in meinem Leben, da habe ich gebacken, ich mache
- 56:35total gerne so Cupcakes, alles, was irgendwie backzeug ist, ist
- 56:39voll mein Ding, aber das mit anderen zu teilen macht es ja
- 56:42erst wirklich schön und und das. Satz an einfach in einem großen
- 56:46Stile zu überlegen, wie kann ich denn jetzt?
- 56:48Ich habe ein tolles Buch gelesen, womit wem kann ich
- 56:51darüber, warum funktioniert Book talk na ja, weil die Leute cool
- 56:53finden, miteinander über Bücher zu sprechen und das auch
- 56:55bewerten. Warum funktioniert denn Social
- 56:58Media und Youtube, na weil wir sehen wollen, wie andere sich
- 57:01entwickeln und ich glaube, das dürfen wir mehr ins reale Leben
- 57:03holen, sowohl arbeitstechnisch als auch im privaten Kontext,
- 57:07das ist eine Sache, die wünsche ich mir auf jeden Fall für
- 57:10dieses Jahr und für die kommende Zeit, dass es mehr Leute gibt,
- 57:13die sowas initiieren, das finde ich so cool.
- 57:15Ja, und die halt tatsächlich auch, weil bei Social Media zog
- 57:17sich bei mir gerade so ein bisschen der Magen zusammen,
- 57:19weil es ist halt einfach überhaupt, also es ist halt
- 57:22nicht immer Social und. Es kommt aus einem sozialen
- 57:27Bedürfnis. Genau.
- 57:28Es kommt aus einem sozialen Bedürfnis, aber ich glaube
- 57:31inzwischen, ich meine gut, das sollten wir jetzt, glaube ich,
- 57:32nicht mehr aufmachen nach einer Aufnahme, aber es.
- 57:37Macht ja inzwischen leider genau das Gegenteil mit vielen
- 57:40Menschen, vor allem im Business Kontext.
- 57:43Es steigert noch krass viel mehr das vergleichen, es steigert
- 57:47noch krass viel mehr von alle anderen machen es ja eh viel
- 57:50besser als ich alle genau Selbstzweifel befeuert es ja
- 57:53unfassbar und was es halt noch macht also da bin ich jetzt
- 57:58keine Neurologin, aber es macht ja quasi hormonell in unserem
- 58:04Gehirn Dinge die. Die wir auf gar keinen Fall
- 58:07gebrauchen können, wenn wir entspannt präsent vor Ort sein
- 58:12wollen. Also so, und das ist deswegen
- 58:16ist das Thema Social Media, finde ich, darf man sehr, sehr,
- 58:21sehr, sehr kritisch betrachten und auch sehr differenziert,
- 58:24aber grundsätzlich hast du vollkommen recht, das Bedürfnis
- 58:27und warum ja irgendwie doch alle da sind, ist eigentlich dieses
- 58:30super menschliche Bedürfnis nach Verbindung mit anderen Menschen.
- 58:33Und dann kriegt das Dopamin und dann kommt meine Hirnchemie
- 58:36durcheinander und dann bin ich im Suchtkreis.
- 58:38Schade Schokolade. Ich kann meine.
- 58:40Nachbarn backen. Lieber ein bisschen mehr Brot
- 58:43und Cupcakes für die Nachbarn backen.
- 58:44Da haben alle mehr von. Also sowohl du als auch deine
- 58:47Nachbarn. Schade, dass du nicht nebenan
- 58:49wohnst. Da würde ich mich sehr drüber
- 58:50freuen. Ja, ich habe neulich zur
- 58:54Weihnachtszeit habe ich Zimtschnecken gemacht und das
- 58:56war irgendwie schon nach Weihnachten, da habe ich
- 58:58gebrannte Mandeln gemacht und habe gebrannte Mandeln,
- 59:00Zimtschnecken gemacht und. Dann mal abgegeben.
- 59:05Ja, wir hatten hier, wo wir gerade über Nachbarschaft wir
- 59:08schwalten, jetzt fast gar nicht vom Thema.
- 59:10Wir hatten einen lebendigen Adventskalender hier in unserer
- 59:12Nachbarschaft, ich hab's übelst abgefeiert, wir sind jeden Tag
- 59:14waren wir bei jemand anders, zum Glühwein trinken oder fast
- 59:17derjenige sich halt überlegt hatte, wir haben zusammen
- 59:21gesungen, wir sagen. Jeden Tag Glühwein wäre
- 59:22fragwürdig, aber. Aber ich glaube tatsächlich, es
- 59:26waren von den 24 Tagen waren an 20 Tagen waren Events hier in
- 59:31der Nachbarschaft. Es war mega also und es ist so
- 59:34schön, was auch daraus jetzt geworden ist, dass man sich mit
- 59:36anderen Leuten noch mal mehr irgendwie ausgetauscht hat.
- 59:38Wir haben uns noch mal anders vernetzt, wir gehen jetzt
- 59:40irgendwie hier mal mit n paar Leuten zusammen essen, wir gehen
- 59:43zum Rudelsingen in n paar Wochen zusammen, es ist mega, also so
- 59:46ne dieses von zusammen, das macht halt auch auf so vielen
- 59:49Ebenen, das ist halt so wertvoll.
- 59:51Ja, voll das. Das lassen wir als Endwort auf
- 59:53jeden Fall stehen, sehr gern. Vielen Dank für deine Offenheit
- 59:57und für deine Einblicke und dass du auch so n cooles Projekt
- 1:00:00startest und und ein geiles Dorf machst.
- 1:00:04Das ist sehr, sehr schön zu hören und zu sehen.
- 1:00:06Ich danke dir für deine Zeit. Von Herzen Jahn, vielen Dank für
- 1:00:09die Einladung und genau für deinen Support immer.
- 1:00:13Ganz. Gut.