Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Wenn psychische Erkrankung Beziehungen belastet – Angehörige, Trauma und gewaltfreie Kommunikation
Transcript
- 0:07Das hier ist kein Reiß dich zusammen.
- 0:09Podcast das hier ist dein Safe Space.
- 0:14Willkommen bei Borderline, dem Podcast für Menschen, die sich
- 0:18oft zu viel fühlen und trotzdem nie genug sind.
- 0:22Hier geht's um Borderline, ADHS, Traumata, Beziehungen, Abstürze.
- 0:28Und Comebacks. Ehrlich, direkt, ohne
- 0:31Romantisierung, mitten in die Fresse, wenn du dich fragst, wer
- 0:36du bist, warum du so fühlst und wie du das alles jemals schaffen
- 0:40sollst, dann bist du hier genau richtig.
- 0:43Atme durch, denn du bist nicht allein und jetzt lass uns
- 0:48anfangen, so meine Damen und Herren, eine.
- 0:59Neue Folge Borderline Mein Name ist Sven, LKA, Borderline und
- 1:02Ich heiße euch herzlich willkommen zu dieser neuen
- 1:05Folge. Ich werde gemobbt, auch von
- 1:11meiner Partnerin, ich werde für Hausarbeiten missbraucht, muss
- 1:18Dinge tun, die ich nie gelernt habe und Sachen mir anhören, die
- 1:25mich zutiefst kränken. Nein, Spaß.
- 1:30Wer die letzte Folge gesehen hat von Beef in Love, weiß wen ich
- 1:34meine, was ich meine und was mein tatsächlich das Druggle
- 1:38ist. Ansonsten geht's uns eigentlich
- 1:40ganz gut so. Ja, worüber sprechen wir heute?
- 1:47Zuallererst möchte ich gerne mal wieder dazu aufrufen, mir
- 1:51vielleicht in den Kommentaren, wo auch immer ihr die seht.
- 1:57Vorzugsweise gerne Spotify und youtube.
- 1:59Bitte, ihr dürft auch gerne meinen youtube Kanal abonnieren
- 2:05und dort auch die Videos dazu gucken, die ich hier immer
- 2:11produziere und mir da einfach mal vielleicht Vorschläge
- 2:16entgegen wirft, über die ich vielleicht.
- 2:20In den nächsten Folgen dann sprechen werde respektive die
- 2:24ich aufgreifen werde. Ihr dürft noch gerne eine E Mail
- 2:27schreiben unter akademie@borderline.de, so dass
- 2:32ich vielleicht auch hier und da mal wieder auf eure Wünsche
- 2:36eingehen kann. Ja und es liegt so ein bisschen
- 2:39daran, dass mir gerade der Gesprächsstoff ausgeht, mit mir
- 2:42selber quasi, also brauche ich euch, helft mir los.
- 2:48Wir kommen hierzu. Ich weiß gar nicht, welche Folge
- 2:51wir mittlerweile haben, irgendwas über die 200 und was
- 2:54weiß ich keine Ahnung und es eine erst möchte ich erst möchte
- 3:01ich bitte darauf aufmerksam machen damit das alle am Schirm
- 3:03haben am 13 sechsten bin ich respektive sind wir von der
- 3:09Akademie live. In Darmstadt zu sehen, also in
- 3:14Weiterstadt bei Darmstadt. Den Rest könnt ihr da der
- 3:17Webseite entnehmen, da könnt ihr auch die Tickets kaufen
- 3:19www.borderline.de und ich würde mich über jeden Einzelnen
- 3:23freuen, diese Tickets sind oder diese Tickets sind tatsächlich
- 3:26exklusiv Tickets, das heißt es wird nur eine begrenzte Anzahl
- 3:30geben. Ich habe irgendwo so die Peilung
- 3:34zwischen 70 und 80, dann stoppe ich den Verkauf also.
- 3:41Ihr solltet euch jetzt schon um Tickets bemühen, wenn ihr gerne
- 3:44dabei sein möchtet, so dass dazu.
- 3:52Es ist häufig so, dass ich mich Frage, verhalte ich mich
- 3:59eigentlich immer konform und vor allen Dingen, wie reagieren
- 4:07Angehörige zum Beispiel auf mich?
- 4:11Mittlerweile ist es ja bei mir so, da gebe nicht mehr viel zu
- 4:14reagieren, weil ich der Meinung bin und auch viele die, die mir
- 4:20quasi ein ein Resümee oder eine Resonanz entgegenbringen, das
- 4:24mittlerweile echt alles takko ist so.
- 4:27Mir ist es aber wichtig, weil ich weiß und das auch zugetragen
- 4:31bekommen habe und auch ganz viele immer wieder davon
- 4:34sprechen, dieses Thema wieder aufzugreifen, auch wenn ich das
- 4:38vielleicht schon ein paar Mal behandelt habe.
- 4:39Und das ist das Thema Angehörige, Angehörige, Partner
- 4:44und so weiter an dieser Stelle gerne noch ein bisschen Werbung
- 4:47auf der Webseite www.borderline. De von mir findet ihr dazu
- 4:53onlinekurse für wirklich kleines Geld.
- 4:55Und maximal effektiv, so wie bis jetzt die Resonanz von den
- 4:59Käufern ist, verkaufen sich tatsächlich sehr, sehr gut und
- 5:03dementsprechend scheint da auch eine Qualität hinterzustecken
- 5:07kann ich zwar gar nicht glauben, weil ich die gemacht habe, aber
- 5:09na gut, wollen wir uns nicht drüber streiten, die gibt es
- 5:12halt für Angehörige, für Partner und so weiter und sofort das
- 5:14vielleicht nur so als Beibrot. Soll ja keine Angst, keine
- 5:18Werbesendung werden. Um Gottes willen, ich will
- 5:20einfach nur auch so ein paar Dinge dann vielleicht auch mal
- 5:22wieder loswerden, weil ich sonst eigentlich grundsätzlich für
- 5:27meine eigenen Produkte hier im Podcast überhaupt gar keine
- 5:29Werbung mache oder ich das vermeide, aber es steckt halt
- 5:33auch saumäßig viel Arbeit drin. Aktuell ist auch in Deutschland
- 5:38der einzig so aufgebaute Meditationskurs für psychisch
- 5:41Erkrankte jetzt bei mir online und.
- 5:45Das ist echt tatsächlich eine Neuerung, da habe ich wirklich,
- 5:50da ist massiv dran gearbeitet worden, der steckten Heiden
- 5:52Aufwand hinter, dass es überhaupt so zusammengetragen
- 5:55wurde und und und. Wenn ihr Bock auf Meditation
- 5:58hat, bitte gerne auch www.borderline.
- 6:01De so, jetzt aber zum eigentlichen Thema viele viele
- 6:06viele von euch haben struggle, sei es jetzt als Angehörige.
- 6:13Sei es jetzt als Betroffene mit Angehörigen, weil was ist für
- 6:19uns Betroffene so mit das Schlimmste, was man, was man
- 6:22machen und sagen kann, Abwertung, Abwertung ist ein
- 6:28riesengroßes Thema, stell dich nicht so an, was hast du denn
- 6:32jetzt schon wieder keine Ahnung, man hat seinen Partner
- 6:37versprochen, ja ich räume die Küche auf, der Partner kommen
- 6:40nach Hause und sagt immer. Das sieht ja immer noch Scheiße
- 6:44aus. Und das, obwohl wir uns echt
- 6:47Mühe gegeben haben, da echt ein vernünftiges Bild zu
- 6:50hinterlassen. Es ist nur ein Beispiel, das
- 6:53kann man jetzt auf ganz viele Alltagssituationen kann man das
- 6:55adaptieren und in dem Moment wo der Partner oder der Angehörige
- 7:02whatever uns so gegenübertritt, dann sind wir getriggert, klar,
- 7:11aber warum eigentlich? Was greift in diesem Moment bei
- 7:15uns? Es greift nicht der Augenblick
- 7:20jetzt gerade, es greift nicht der Moment, wo gesagt wird,
- 7:23sieht ja immer noch scheiße aus, nein, es greifen Muster, mit
- 7:29denen wir seit Jahren, Jahrzehnten zu kämpfen haben,
- 7:36die Rühren meistens aus der Kindheit und.
- 7:39Oder aus toxischen Beziehungen generell.
- 7:41Damit meine ich toxische Beziehung, die vielleicht die
- 7:43Eltern für uns verursacht haben, Partner oder ehemalige Partner
- 7:47wurde immer scheißegal. Daran werden wir erinnert, genau
- 7:53just diesen Moment, es ist nicht der Satz, der jetzt aktuell im
- 7:58hier und jetzt gesagt wird, weil vielleicht hat der Partner ja
- 8:01auch augenscheinlich recht, er wir haben nur mit einem halben
- 8:03Arsch aufgeräumt, wir haben im Spülwasser eingelassen und nicht
- 8:07vergessen, weiß der Henker der. Aber es findet in diesem Moment
- 8:13eine quasi eine Reise zurück in vergangenen Muster und
- 8:18Erlebnisse, in traumatische Ereignisse, findet dann dort
- 8:22statt, wir werden abgewertet und es entwickelt sich ein ganz
- 8:28mieses Gefühl bei uns. Das nennt sich Scham.
- 8:31Wir schämen uns, wir ärgern uns über uns selber, wir sind
- 8:36vielleicht sogar wütend. Weil Ey, das kennen wir alles
- 8:40schon, diese Abwertung kennen wir bereits und jetzt kommt der
- 8:46Mensch, mit dem ich quasi all meine private Zeit verbringe,
- 8:52mein mein Leben teile, mit dem ich zusammen lebe, der kommt
- 8:56jetzt her und haut wieder drauf, wir müssen die Schuld nicht bei
- 9:03diesen Menschen suchen. Der das jetzt gerade gesagt hat,
- 9:06der hat wahrscheinlich in diesem Moment auch so sein Päckchen zu
- 9:09tragen. Vielleicht war die Arbeit
- 9:10Scheiße, vielleicht gab es ein scheiß Gespräch, irgendein
- 9:13blödes Erlebnis oder hat einfach einen schlechten Tag und sagt in
- 9:17diesem Moment etwas, was er vielleicht gar nicht so meint,
- 9:21was er vielleicht überhaupt nicht so meint, aber für uns
- 9:27beginnt in diesem Moment innerhalb von Millisekunden eine
- 9:32lange, lange, lange Reise. Zurück in die Vergangenheit und
- 9:37auf dieser Reise ich wirklich, ich portioniere das jetzt echt
- 9:41und ziehe das wirklich ein bisschen in die Länge, damit das
- 9:44vielleicht viele verstehen oder auch vielleicht mal ihrem
- 9:48Partner erklären können und wenn nicht, lasst sie diese Folge
- 9:51hier hören. Für uns beginnt eine lange,
- 9:55lange Reise durch viele Erlebnisse und die führt uns.
- 10:01Zum Ursprung eines Traumas zurück.
- 10:05Diese Reise ist aber Gespekt voller Emotionen.
- 10:09Wie gesagt, Scham kann sein, Wut, Enttäuschung, Trauer, all
- 10:14die Emotionen, die dann tatsächlich negativ behaftet
- 10:19sind. Es gibt ja auch schöne
- 10:20Emotionen, und jede Emotion hat auch ihren Raum und ihren Platz
- 10:23und ihre Berechtigung, eine ganz klare Kiste, und das ist auch
- 10:27ein ganz wichtiger Punkt, der kommt gleich zum Tragen, dass
- 10:29Emotionen immer eine Berechtigung in.
- 10:31Und einen Ursprung haben. So, jetzt sind wir aufgrund
- 10:38dieses Satzes, dieser Aussage, quasi sind wir unterwegs ins
- 10:47Emotions Nirvana, Wir sind unterwegs in ja in die Reise in
- 10:55unser Nervenzentrum mit unserem Nervenzentrum auch vielleicht in
- 10:58der Reise ins Unterbewusstsein. Und dann findet eben in der
- 11:07Gegenwart etwas statt, was eigentlich in der Vergangenheit
- 11:13liegen sollte. Jetzt kann jeder sagen, jeder
- 11:19Angehörige oder ganz viele Angehörige sagen dann, ja, das
- 11:22habe ich auch mal erlebt, na und war doch gar nicht so schlimm,
- 11:26okay, dann soll mir mal bitte jemand erklären, was.
- 11:32Wo liegt der Unterschied in der Schwere eines Traumas?
- 11:37Und wo bitteschön ist die Berechtigung, dass mein Trauma
- 11:44oder meine Traumata entwertet werden?
- 11:48Wer hat das verdammte Recht, mir mein Trauma, was mich geformt
- 11:55hat, was mich mein Leben lang begleitet, was mich auch ganz,
- 11:58ganz lange Zeit vielleicht und. Oder sogar bis heute Runterzieht
- 12:04und mich in Zustände bringt. Wer hat das Recht, mir das
- 12:08abzusprechen, das in Frage zu stellen und zu sagen, Hör mal,
- 12:12das war ja bei mir auch nicht so, ich habe das auch mal
- 12:13erlebt, ja und ich bin auch gemobbt worden, ja und ich bin
- 12:16auch missbraucht worden, ja, und das ist ein Kommunikationsniveau
- 12:24unter, wie gesagt, unter den Menschen, die eigentlich sehr
- 12:27eng sein sollten. Da brauche ich euch jetzt glaube
- 12:30ich gar nichts über Sinn und Unsinn drüber zu erzählen.
- 12:33So Punkt 1.2. Wer zum Geier bestimmt, welches
- 12:43Trauma ist schwerer oder wiegt schwerer.
- 12:48Jetzt gebe ich euch ganz bewusst 2 krasse Beispiele, es hat
- 12:54jemand sexuellen oder körperlichen Missbrauch
- 12:58erfahren. Der andere ist emotional einfach
- 13:05nur vernachlässigt, wurde nicht gesehen worden.
- 13:08Jetzt frage ich euch, welches Trauma ist schlimmer, überlegt
- 13:15mal welches Trauma ist schlimmer, vielleicht kann auch
- 13:20jetzt gerade in diesem Moment ein Angehöriger mit euch in den
- 13:25Diskurs gehen und. Und der Angehörige soll jetzt
- 13:28mal bewerten, welches Trauma schlimmer ist.
- 13:35Ich trinke derweil etwas und werde mir einen Glimmstängel
- 13:40entzünden. Vielleicht diskutiert er gerade
- 13:43noch, was ist schlimmer, sexueller und körperlicher
- 13:50Missbrauch oder eine nicht Beachtung.
- 13:55Von Wünschen und Bedürfnissen. Und habt ihr ein Ergebnis?
- 14:10Ich hoffe es gibt doch einige unter euch, die das jetzt hören,
- 14:14die die vielleicht richtige Antwort haben und Tada die
- 14:21richtige Antwort ist beide Trauma oder Traumatas.
- 14:27Traumata wiegen gleich schwer. Jetzt wird der ein oder andere
- 14:34sagen, was ja, aber das eine ist da viel schlimmer als das
- 14:38andere. Augenscheinlich habt ihr sogar
- 14:41recht damit, augenscheinlich ist das so, aber es gibt diese eine
- 14:49Person, die ein Trauma erleben musste und dieses Trauma.
- 14:55Wiegt für diese Person extrem schwer.
- 15:00Daneben steht die andere Person, die hat ein Trauma erlebt, die
- 15:06hat den Missbrauch erlebt und für die Person wiegt dieses
- 15:10Trauma schwer. Eine Verletzung ist eine
- 15:17Verletzung, jeder geht damit anders um, manch einer bricht
- 15:23sich den Arm und. Und es ist alles cool.
- 15:26Kriegt ne Schiene drum. Es ist ein glatter Bruch, manch
- 15:32anderer bricht sich den Arm und der ist kompliziert.
- 15:35Ist auch nur ein Bruch, ist aber genauso kompliziert oder noch
- 15:40komplizierter so unterm Strich ist es aber ein Bruch und wie
- 15:47der Umgang damit dann ist, wie die Heilung verläuft.
- 15:53Ist in beiden Fällen komplett unterschiedlich, wie die
- 15:57Auffassung für den einen sagt. Der eine sagt vielleicht ja, ich
- 15:59habe einen Bruch, ich bin mal 6 Wochen außer außer außer
- 16:02Betrieb, für den anderen ist es die größte Katastrophe, weil
- 16:05vielleicht seine Existenz dranhängt und er nur
- 16:08vermeintlich mal eben 6 Wochen in die Heilung muss, kann aber
- 16:13den Arm nicht benutzen, ist vielleicht selbstständig ist
- 16:16Handwerker, ihr wisst genau was ich meine.
- 16:21Die Verletzung ist aber die gleiche, egal unter welchen
- 16:26Umständen dieser Bruch entstanden ist und egal, wie der
- 16:30Protagonist es wahrnimmt, die Schwere des Bruches und genauso
- 16:37verhält sich das mit einem Trauma.
- 16:40Ein Trauma ist ein Trauma, bleibt ein Trauma, und jeder
- 16:45Mensch, der irgendeine Art von traumatischen Erlebnissen hatte
- 16:50oder hat, ist bewertet und erlebt, die ganz individuell für
- 16:57sich das grundlegend sollten vor allen Dingen Leute auf dem
- 17:05Schirm haben, die meinen ein Trauma beurteilen zu müssen und
- 17:10die dann auch meinen, Ach, stell dich doch nicht so an, es würde
- 17:15mich für jeden Menschen auf dieser Welt freuen, wenn er kein
- 17:19Traum hat. Der kann dann für sich denken,
- 17:22das kann ich nicht nachvollziehen, das keine
- 17:27Ahnung, habe ich nicht erlebt, aber nur weil ich etwas nicht
- 17:34erlebt habe, habe ich nicht das Recht etwas zu entwerten oder
- 17:40abzuwerten, überhaupt zu bewerten.
- 17:50Ich habe nicht das Recht, das heißt ja unterm Strich, wenn ich
- 17:55das abwerten würde, ich spreche dir ab, dass du so was erlebt
- 18:02hast. Ich spreche dir ab, dass du
- 18:05damit nicht klar kommst. Und nur weil ich es nicht habe,
- 18:10kann ich wohl schlecht hergehen und sagen, stell dich nicht so
- 18:14an, oder? Ich sag ja auch nicht so jemand,
- 18:18der im Gips liegt irgendwo Mensch, stell dich nicht so an,
- 18:22du kannst ja trotzdem, du kannst dich ja bewegen, jetzt sind wir
- 18:28darauf geeigt quasi aufgrund unserer, Ich nenne es jetzt mal
- 18:33überspitzt, unserer Beeinträchtigung unseres
- 18:38Erlebnisses sind wir darauf geeigt quasi irgendwie zu
- 18:45funktionieren. Und zwar so zu funktionieren,
- 18:49dass wir dieses Trauma im besten Fall nicht noch mal erleben.
- 18:56Und das klappt auch immer eine Zeit lang und irgendwann kommt
- 19:00aber der Punkt, wo das Trauma wieder ausgelöst wird.
- 19:05Eine Retraumatisierung findet dann statt, meistens ausgelöst
- 19:12durch äußere Umstände. Das muss nicht immer ein
- 19:15Angehöriger sein. Das kann natürlich auch eine
- 19:17Fernsehsendung sein, ein Film sein, in dem die Handlung
- 19:20passiert. Es kann alles Mögliche sein, es
- 19:23kann natürlich auch ein Flashback sein, bei dem bei dem
- 19:25bei dem Betroffenen, wo es einfach wieder auf ploppt und
- 19:30der Betroffene gerade in diesem Augenblick vielleicht nicht
- 19:32weiß, wie er damit umzugehen hat, welcher Mensch hat das
- 19:39Recht? Das erstens in Frage zu stellen,
- 19:44zweitens zu bewerten, drittens zu verurteilen.
- 19:48Keiner, mich, ich und auch nicht ihr, egal wer, genauso geht es
- 19:55darum, ja du hast Borderline, ja, dahinter versteckst du dich,
- 20:00du hast ADHS, dahinter versteckst du dich damit,
- 20:04erklärt, alles ist grundsätzlich richtig, man darf sich da nicht
- 20:09hinter verstecken. Aber jetzt lass es doch mal
- 20:12jemanden sein, der seine Diagnose gerade frisch hat oder
- 20:15halt den Umgang damit noch nicht gelernt hat, der vielleicht
- 20:19keine Therapie oder kein Coaching gerade bei mir nicht
- 20:23gemacht hat und noch nicht wirklich weiß, wie gehe ich
- 20:26überhaupt mit mir, mit meinen Emotionen und vor allen Dingen
- 20:31mit meinem Nervensystem um. Und unser Nervensystem ist
- 20:35maximal dafür verantwortlich, dass wir.
- 20:39Zum Beispiel Retraumatisiert werden oder uns selber
- 20:43retraumatisieren. Was kann der Angehörige dann
- 20:49tun? Verächtlich gucken, sich drüber
- 20:54lustig machen, so gewisse saloppe Sprüche zu lassen wie
- 20:59halt kommt, stell dich nicht so an, so schlimm war es nicht,
- 21:02habe ich nicht so gemeint, musst du denn immer überreagieren?
- 21:10Und komischerweise kann das eine Eigendynamik entwickeln, und
- 21:15zwar in Form von stellt euch vor, es ist ein ein Paar zum
- 21:21Beispiel und der eine Partner weiß genau, wie er den anderen,
- 21:26man sagt immer so Läppisch wie man, wie er den Fuchst werden
- 21:30trifft, wie er den aus der Reserve lockt und.
- 21:38Und dann hat er gelernt, ja, wenn wir uns streiten, weiß ich,
- 21:42wie ich den anderen treffe, der andere, und das geht natürlich
- 21:47in beide Richtungen, ich möchte hier nicht den Eindruck
- 21:50erwecken, alle Angehörigen machen alles falsch, um Gottes
- 21:52Willen, darum geht es mir nicht, und da komme ich auch noch zu,
- 21:55so der andere allerdings, der gerade bewusst getriggert wird,
- 22:01wird in diesem Moment retromatisiert.
- 22:04Und dann reagiert er. Und da gibt es die
- 22:07unterschiedlichsten Formen, wie man reagieren kann.
- 22:10Man kann aggressiv reagieren, man kann weinen, man kann in
- 22:13eine Dissoziation Dissoziation verfallen, man kann, man kann,
- 22:17man kann, die Möglichkeiten sind da quasi endlos, wie man
- 22:22reagieren kann und welche Reaktionsketten daraus entstehen
- 22:25können, und dann wird hinterher gesagt.
- 22:32Du bist ja ein Monster, du bist. Du versuchst mich mit deiner Art
- 22:37und Weise zu manipulieren. Du versuchst mich, indem du
- 22:44angenommen, es gab einen richtigen heftigen Streit, man,
- 22:46es gab eine Auseinandersetzung, man es kam auch zum Äußeren, man
- 22:49hat sich getrennt oder so oder der Betroffene hat man wieder
- 22:53Dinge gemacht, die nicht gesellschaftskonform sind und
- 22:57man versucht dann als Betroffener.
- 23:01Diesen Fehler wieder gut zu machen und in dem Moment, wo wir
- 23:07auf der einen Seite so aggressiv reagiert haben, so so völlig,
- 23:12völlig nonkonform reagiert haben, versuchen wir auf der
- 23:15anderen Seite diesen Fehler wieder gut zu machen.
- 23:18Und auch da kann es sein, dass wir übertreiben oder dass der
- 23:23Betroffene übertreibt und ratzfatz haben wir den Stempel
- 23:28des Narzissten. Warum bei uns auf der einen
- 23:35Seite die Retraumatisierung beigebracht wurde, wir eine
- 23:42Reaktion gezeigt haben und daraufhin uns entschuldigen
- 23:49möchten. So, das ist die Sicht des
- 23:54Betroffenen und natürlich. Muss man da auch als als
- 23:59Angehöriger ganz klare Grenzen ziehen soll?
- 24:02Das hat in Nanzismus mal gar nichts zu tun, so, da gibt es
- 24:05aber ganz viele eigene Folgen, die ich schon zu gemacht habe,
- 24:08da will ich überhaupt jetzt nicht darauf eingehen, ich
- 24:11möchte nur für Angehörige jetzt oder für Partner einfach mal
- 24:15eine Lanze für die Betroffenen brechen, jetzt komme ich aber
- 24:20zur anderen Seite, jetzt möchte ich einfach mal.
- 24:27Dass sich ein Betroffener, der das hier hört oder sieht, auf
- 24:31Youtube oder sonst wo oder als real, dass der sich doch mal
- 24:37bitte versucht in den Angehörigen zu versetzen, das
- 24:43heißt, welche Art, ja ich bin, getriggert worden.
- 24:46Fangen wir so an. Ja, es gab ein Träger in die in
- 24:48die Richtung des des Betroffenen Okay und ja.
- 24:56Ich werde gerade emotional wieder jwd geschossen.
- 25:02Ab zurück in die Vergangenheit. Jetzt liegt es an an den
- 25:06Betroffenen, mit diesem Prozess zu lernen, umzugehen, das heißt
- 25:15also, wenn der Trigger kommt, muss sofort.
- 25:20Zwischen Trigger und Reaktion muss sofort quasi.
- 25:24Ich sag immer so schön ein Modul dazwischen geschaltet werden und
- 25:28dieses Modul heißt erstmal Stopp.
- 25:31Ich reflektiere, ich denke erst mal nach, was ist da gesagt
- 25:35worden, wie meint mein gegenüber das, aus welchen Intentionen hat
- 25:42er das gerade gesagt und dann findet ein Prozess des
- 25:45Reflektierens, des Nachdenkens. Des des Auseinandernehmens, der
- 25:50der Situation statt. Und dann haben wir die Chance,
- 25:55dann haben wir einfach die Chance, auch wieder eine
- 25:59Reaktion zu zeigen, aber eine andere, als wenn wir direkt
- 26:04straight zwischen Trigger und Reaktion durchschalten.
- 26:08Wir müssen eine Schleife einbauen und das liegt in der
- 26:13Verantwortung von jedem einzelnen Betroffenen.
- 26:17Ich gehe auch ganz bewusst hier auf die auf die, wie soll ich
- 26:22sagen, Ausnahmefälle ein oder auf die schwereren Fälle und bei
- 26:25manchen sind es auch Fälle, die irgendwie tagtäglich stattfinden
- 26:31und die dann halt zu den unterschiedlichsten Auswirkungen
- 26:35führen können. Ja, aber auch hier, ganz klar,
- 26:42wir können als Betroffene nicht erwarten.
- 26:47Dass man auf uns eingeht mit allem, was ich gerade so den
- 26:52ersten 20 Minuten erzählt habe, können.
- 26:56Aber im Umkehrschluss gehen wir her und sagen, ja, ich bin halt
- 27:01so, nämlich so wie ich bin, kann man machen, propangiere ich
- 27:07sogar sei, wie du bist, fühle dich gut, wie du bist und nicht
- 27:14die, nicht wir. Müssen zur Welt passen und dann
- 27:18nicht jeder, egal wer, jedes Individuum, muss nicht in die
- 27:21Welt passen oder in sein Umfeld passen, sondern umgekehrt.
- 27:24Das Umfeld muss zu mir passen, so wie ich bin und wenn es
- 27:28jemand nicht gefällt wie ich bin ist er falsch, aber aber ihr
- 27:36habt euch da für einen Menschen entschieden, mit dem ihr eine
- 27:39Partnerschaft eingeht, ihr habt ein Familienkonstrukt von Vater,
- 27:43Mutter, Kind oder Geschwistern, was auch immer.
- 27:47Und dann hat man auch eine Verantwortung zu übernehmen, für
- 27:52sich selbst, vor allen Dingen für sich selbst.
- 27:56Weil, wenn ich lerne, Verantwortung für mich zu
- 27:58übernehmen, für mich, um mein Handeln, mein denken, mein tun,
- 28:01meine Äußerungen, meine Aktionen, wenn ich dafür lerne,
- 28:07Verantwortung zu übernehmen, lerne ich im Umkehrschluss und.
- 28:12Auch Verantwortung für andere zu übernehmen oder die
- 28:16Verantwortung übertragen zu können, sagen wir so.
- 28:20Und diese Bereitschaft muss da sein, sonst werdet uns werdet
- 28:25ihr als Betroffene immer wieder und dann aber auch irgendwo
- 28:31nachvollziehbar bewertet abgestempelt.
- 28:41Oder gar verlassen, weil das das ganze Leben gerade in
- 28:49Beziehungsfragen ist. Eingeben und einnehmen es ist
- 28:53ein Spiel aus Kompromissen, aus Autonomie, aus Gemeinsamkeit und
- 29:02so wie ihr es verlangt, dass man mit euch umgeht.
- 29:07So müsst ihr es zumindest versuchen.
- 29:10Immer wieder versuchen, es zurückzugeben, weil nur so
- 29:14funktioniert eine gesunde Beziehung.
- 29:20Ihr seht dieses Ganze oder ihr merkt dieses ganze Thema,
- 29:26Angehörige retraumatisierungen Träger zusammenleben ist ein um.
- 29:35Ein unfassbar umfangreicher Punkt, den wir hier gerade
- 29:40besprechen und den ich gerade versucht mit euch zu besprechen.
- 29:44Und ich habe euch jetzt schon ganz viele Sachen um die Ohren
- 29:47geschmissen, wie Entwertung, Bewertung, Verachtung, keine
- 29:53Ahnung, träger ganz bewusst setzen und mein mein Ziel mit
- 30:00dieser Folge ist tatsächlich. Dass ein gegenseitiges
- 30:05Verständnis vielleicht da, wo es noch nicht ist, wohlgemerkt er,
- 30:11wo das einfach mal möglich wird, wo ein ein Verstehen des anderen
- 30:16stattfindet. Warum handelt der Angehörige
- 30:21oder der Partner so? Warum handelt der Betroffene so?
- 30:25Und dabei ist es völlig egal, ob wir hier von Borderline
- 30:27sprechen, ob wir hier von ADS sprechen, von von Autismus
- 30:32sprechen, von Depressionen sprechen, das ist eigentlich
- 30:34scheißegal, weil viele Reaktionsmuster ja gleich sind
- 30:42und deswegen es ist hier nicht eine reine Borderline Folge und
- 30:47sondern wirklich ein ein Appell quasi.
- 30:52Sich gegenseitig auf andere einzulassen und dabei sind zu
- 30:57folgende Punkte extrem wichtig, ganz extrem wichtig.
- 31:01Wichtig ich als Betroffener, ich als Angehöriger muss eine
- 31:10Situation bewerten, nehmen wir einen Streit, ich muss bewerten,
- 31:15was passiert hier gerade und. Als nächsten Schritt muss ich
- 31:20bewerten, was fühle ich gerade jetzt, gerade in diesem Moment.
- 31:26Ihr müsst lernen, als dritten Schritt einzubringen, was
- 31:32brauche ich jetzt in diesem Moment und der letzte Schritt
- 31:38sollte sein, dass ich dem Gegenüber einen Wunsch äußer ich
- 31:42wünsche mir von dir das und das. Ich wünsche mir, dass wir
- 31:46vernünftig miteinander reden und das alles, wenn ich die
- 31:51Situation bewerte und sagt, Wir haben Streit und ich schreie den
- 31:55anderen an. Ich fühle mich jetzt aber so und
- 31:57so, ich brauche das und das Macht der Ton, die Musik, ich
- 32:04brauche euch nicht zu sagen, dass sobald ihr egal welche
- 32:09Seite die Stimme erhebt, ihr laut werdet.
- 32:14Aggressiv werdet das wird eine Gegenreaktion auslösen.
- 32:19Gewalt erzeugt gegen Gewalt ist ein ungeschriebenes Gesetz und
- 32:24ein geschriebenes Gesetz von mir aus Gewalt wird immer gegen
- 32:29Gewalt erzeugen und das fängt schon in der Art und Weise, wie
- 32:34ich kommuniziere, fängt das ja schon an.
- 32:40Es gibt ein schönes Bild, das habe ich mal gesehen.
- 32:45Da steht ein Vater steht vor der Mutter und schreit die an, neben
- 32:50dem Vater steht das kleine Kind, das schreit mit, es sieht das im
- 32:58nächsten Bild Haut der Vater die Mutter, das Kind haut mit, es
- 33:05sieht das. Im letzten Bild übergibt der
- 33:10Vater der Mutter eine Rose. Es dürfte dreimal, dreimal
- 33:14raten, was das kleine Kind in der Hand hat.
- 33:17Genau eine 45 und nein, Quatsch, natürlich auch eine Rose.
- 33:23Was ich damit sagen will, ist mit dieser Metapher, er verhalte
- 33:27dich so wie du willst, dass man sich dir gegenüber verhält und
- 33:34dann habt ihr eine Rose in der Hand.
- 33:41Ich habe lange gebraucht, weil ich im Struggle mit mir selber
- 33:47war als Betroffene. Ich komme jetzt noch mal aus der
- 33:48Sicht des Betroffenen und da werden vielleicht diejenigen,
- 33:52die mich schon, die mich lange kennen, die man mit mir zusammen
- 33:54waren oder befreundet waren, verheiratet waren, wie auch
- 33:57immer, die werden wir jetzt zustimmen, ich habe lange
- 33:59gebraucht um. Die Emotionen, die Gefühle und
- 34:04auch teilweise die Grenzen anderer zu sehen, zu
- 34:08respektieren, zu achten. Es lag daran, dass ich im
- 34:15Struggle mit mir selbst war, das schon mein ganzes Leben, ich
- 34:18hatte so viel mit mir selbst zu tun, weil ich am Anfang viele
- 34:21Dinge nicht verstanden habe, warum bin ich, wie ich bin, habe
- 34:23mich dann so, so einfach als gegeben hingenommen.
- 34:27Und bis dann irgendwann mal raus kam.
- 34:29Alles klar, Junge hier Hauptgewinn 4 Diagnosen bla bla
- 34:32blub so dann habe ich gebraucht mich mit dem Scheiß
- 34:38auseinanderzusetzen, dabei habe ich aber eines gelernt, Punkt 1
- 34:46ganz wichtig setzt euch jeden Tag mit euch auseinander bin ich
- 34:52okay so für euch selber bin ich okay so.
- 34:56Wie ich jetzt gerade bin, bin ich zufrieden mit mir und was
- 35:01kann ich an mir ändern? Gab es gestern einen Streit okay
- 35:04welchen Teil habe ich dazu beigetragen und hört bitte auf,
- 35:08bitte bitte immer Schuld zu vergeben Schuld für euch selber,
- 35:16Schuld für andere damit blockiert euch nur selbst,
- 35:24reflektiert euch so und. Ich habe das in meinem Prozess,
- 35:29den ich durchgemacht habe. Und ja, der ging eine ganze
- 35:32ganze Weile, der ging. Über Jahre, habe ich irgendwann
- 35:36gemerkt, wenn ich die Emotionen des anderen genauso wahrnehme,
- 35:42wie ich meine gelernt habe, wahrzunehmen, und wenn ich die
- 35:49auch noch lerne, wertzuschätzen, so wie ich es ja auch für mich
- 35:54einfordere und. Dann wird auf einmal was ganz
- 35:59Unvorhersehbares eintreffen, und zwar Ruhe, Frieden innerhalb des
- 36:07Zusammenlebens, weil ich alleine für mich hergehe und Dinge
- 36:15erkannt habe. Und wenn ich im Umgang mit
- 36:19demjenigen, mit dem ich vielleicht auch vorher immer
- 36:22gestritten habe, weil ich direkt hochgefahren bin und.
- 36:24Aber der merkt irgendwann, Moment mal Stopp mal.
- 36:28Da findet eine Veränderung statt, irgendwas ist anderes.
- 36:30Die Qualität des Streites nimmt zu, damit meine ich okay es wird
- 36:36hier nicht mehr einfach nur roh und ungefiltert geschossen,
- 36:39sondern aber okay wir können vielleicht schon im Vorfeld
- 36:43dafür sorgen, dass es gar nicht zum Streit kommt, dummes
- 36:48Beispiel, ganz dummes Beispiel. Früher, wenn ich irgendwas
- 36:53umgebaut habe oder so und das kam sehr häufig vor und dann
- 36:59fing jemand an zu putzen, egal wer es war, hätte ich aus der
- 37:03Haut fahren können oder so, ey, mach das doch so und so und ich
- 37:07bin schon mittendrin, hätte ich aus der Haut fahren können, aber
- 37:11wo lag mein Fehler, hätte ich vorher gefragt, ey, sollen wir
- 37:16das so und so machen? Und wir kommen zu beider
- 37:21beiderseits zum Ergebnis, das ja geil aus und ich mache.
- 37:24Dann wird der Satz nicht fallen, warum machst du das so und so,
- 37:29weil es schon vorher eine Einigkeit gab, wenn ich genau
- 37:35weiß, ich mache irgendwo direkt durch meinen Umbau, durch meinen
- 37:39keine Ahnung, durch meine Sägerei bohrerei whatever, wenn
- 37:44ich genau weiß. Dass mein Partner aber so
- 37:47ordnungsliebe liebend ist und so sauberkeitsliebend ist, dass ich
- 37:52ihm das gar nicht zumuten möchte, dass er im Dreck lebt.
- 37:56Dann mache ich vielleicht Dreck. Erstmal Sorge ich dafür, dass er
- 37:59Dreck nicht so stark wird, aber ich respektiere auch dann die
- 38:03Bedürfnisse des anderen zu sagen, ich muss da eben
- 38:06hinterher putzen, früher, wenn ich gestrichen habe, zum
- 38:11Beispiel Tropfen am Boden, scheißegal.
- 38:15Machen wir danach weg, sagte meine Partnerin.
- 38:20Egal welche, sagte dann irgendwann so ja, aber wenn ihn
- 38:22dann getrocknet wird schwerer das Wegzumachen, dann kriegst du
- 38:24die kommen noch ab, er wird schon, lass mich in Ruhe machen,
- 38:28stör mich nicht, heute weiß ich warum soll ich dem anderen die
- 38:34Arbeit machen, wenn ich es doch einfach abdecken kann, wenn ich
- 38:37einfach eine plane ja dahin legen kann oder Filz dahin legen
- 38:41kann, so dass erst gar nichts am Boden kommt und.
- 38:45Dann habe ich in dem Moment Punkt 1.
- 38:48Habe ich mir die Arbeit leichter gemacht.
- 38:50Punkt 2 bin ich auf das Bedürfnis des anderen
- 38:55eingegangen und was glaubt ihr, was bekommt ihr dann zurück?
- 39:03Genau ihr bekommt Wertschätzung zurück, ihr bekommt ein
- 39:08positives Feedback, ihr bekommt vielleicht Respekt, bekommt ihr
- 39:13wieder. Und so Abgewichst, wie sich das
- 39:18jetzt anhört, ich ganz ehrlich, ist es tatsächlich der Markt
- 39:23jetzt ganz platt klingen dieser Spruch, ich sage ihnen trotzdem,
- 39:26ich sage immer, wenn du als Kerl abends einen geblasen, Chris,
- 39:29hast du tagsüber alles richtig gemacht, ihr werdet jetzt
- 39:32lachen, aber lasst euch den Satz mal durch den Kopf gehen oder
- 39:36wir können es auch ein bisschen runter runter schrauben wenn du.
- 39:41Wenn man abends als Paar gemeinsam auf der Couch liegt
- 39:44und sich im Arm hat sagen was so rum, haben beide wohl alles
- 39:48richtig gemacht. Dass abends zusammen im Arm
- 39:51liegen und von mir aus eine Serie gucken, setzt voraus und
- 39:56dass man sich dabei auch wohl fühlt, wenn man abends im Arm
- 39:58liegt, setzt voraus, dass man dem anderen tagsüber
- 40:02Wertschätzung entgegengebracht hat, Respekt entgegengebracht
- 40:05hat, ein ein ein Ich denke für dich und für mich mit.
- 40:12Das setzt das Voraus. Und dann, liebe Leute, kann ich
- 40:14euch 1 sagen, durch diese Erkenntnis, durch diese, durch
- 40:19diese Erlebnisse setzt ganz viel Heilung ein, oder es ist ein
- 40:26riesen Indikator für Heilung für.
- 40:32Es geht euch zumindest besser. Das alles schützt natürlich
- 40:35nicht davor, dass es auch mal ausufern kann, natürlich.
- 40:39Ich meine, wo lebe ich denn? Oder ich wäre ja doof, wenn ich
- 40:41denken würde oder ich wäre ja fernab jeglicher Realität, wenn
- 40:45ich denken würde, dass das nie wieder vorkommt in diesem Sinne.
- 40:55Ich hoffe, ich habe euch mit dieser Folge etwas mitgeben
- 40:59können und würde mich freuen, wenn du beim nächsten Mal wieder
- 41:02einschaltet. Mein Name ist Sven aka border
- 41:05allein und ich bin raus.