Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Digitale Liebe: Beziehungen im Social-Media-Zeitalter 📵
Transcript
- 0:00Hallo und ja, schön, dass du wieder dabei bist.
- 0:02FĂĽr unsere heutige Besprechung. Wir tauchen heute mal tief ein
- 0:06in ein Thema, das uns, glaube ich, alle irgendwie betrifft.
- 0:09Wie verändert die digitale Welt eigentlich unsere Beziehungen
- 0:12und unsere Grundlage dafĂĽr ist ein echt spannender Artikel von
- 0:15Gabriel, der ja unter nielix Berlin schreibt.
- 0:19Der Titel ist mehr Likes als Liebe wie die digitale Welt
- 0:22unsere Beziehungen verändert. Und was diesen Einblick finde
- 0:26ich so besonders macht? Gabriel teilt auf seiner
- 0:28Webseite extrem offen seine eigenen, Ja seine sehr
- 0:31persönlichen Kämpfe mit, Sucht mit psychischen
- 0:34Herausforderungen. Er ist, so beschreibt er das
- 0:36selbst, quasi auf dem Weg zurück ins Leben und lässt uns da
- 0:39direkt dran teilhaben, um sich selbst zu helfen, aber eben auch
- 0:42anderen, das gibt dem Ganzen eine, ja eine besondere Tiefe,
- 0:46finde ich. Absolut, das stimmt und wir
- 0:48schauen uns heute eben diese fallen genauer an, die Gabriel
- 0:51da so identifiziert. Da geht es um die ständige
- 0:54Vergleicherei, die Auswirkungen von Online Pornografie kennst du
- 0:58sicher auch und dieses ja seltsame Phänomen der Dating
- 1:02Apps aber, und das ist ganz wichtig, wir schauen uns auch
- 1:05an, was er vorschlägt, also Lösungsansätze, wie man wieder
- 1:09bewusster echte Verbindungen knĂĽpfen kann.
- 1:12Unsere Mission fĂĽr dich ist also, die Kernbotschaften aus
- 1:15Gabriels Analyse, die ziehen wir heute mal raus.
- 1:18OK, super. Lass uns das mal aufdröseln.
- 1:21Erste Falle, die Gabriel nennt, die Vergleichskrankheit, er
- 1:25beschreibt das echt gut, wie diese perfekt inszenierten
- 1:28Bilder diese Couple Goals auf Instagram, tik tok und so.
- 1:32Ja, genau die. Wie die einen unter Druck setzen
- 1:34können. Man scrollt da so durch und
- 1:37zack, die eigene Beziehung wirkt letztlich, na ja, vielleicht n
- 1:40bisschen grau daneben. Das ist psychologisch wirklich
- 1:45faszinierend. Gabriel weist eben darauf hin,
- 1:49dass wir ständig diese, ja diese kuratierten Hochglanzmomente
- 1:53sehen. Aus dem Netz halt, und die
- 1:55vergleichen wir dann mit unserem ganz normalen, manchmal eben
- 1:59auch chaotischen Alltag. Er spricht da von einer
- 2:02Scheinwelt, oft ja auch noch von Algorithmen befeuert, die dann
- 2:05irgendwie zum MaĂźstab fĂĽr die echte Liebe wird, und das kann,
- 2:09selbst wenn man es eigentlich besser weiĂź, also rational zu
- 2:13echter Unzufriedenheit fĂĽhren. Echt verrĂĽckt.
- 2:17Ja, total und n anderer Punkt den Gabriel anspricht, der ist
- 2:21deutlich heikler, aber er sagt er ist zentral fĂĽr das
- 2:25Verständnis moderner Beziehungen, die sogenannte
- 2:28Pornorealität Mhm. Es geht um die ständige
- 2:31VerfĂĽgbarkeit von oft, na ja, ziemlich extremer online
- 2:34Pornografie. Ja, und Gabriel erklärt das ja
- 2:37aus neurologischer Sicht, also dass diese konstante
- 2:40Konfrontation mit so ĂĽbersteigerten, auf total
- 2:44unrealistischen Reizen. Dass das zu einer Art
- 2:47Desensibilisierung fĂĽhren kann. Das Gehirn stumpft quasi ab, OK,
- 2:51und die echte menschliche Intimität, die kann dann im
- 2:54direkten Vergleich fast schon, na ja, langweilig wirken.
- 2:59Er geht sogar soweit, Porno induzierte Erektionsstörungen zu
- 3:02nennen und auch eine wachsende emotionale Distanz zum Partner
- 3:06wow als mögliche Folgen, eben weil diese digitale Fantasie
- 3:10droht, die reale Verbindung zu verdrängen.
- 3:13Krass. Und die dritte Falle, die kennen
- 3:16sich ja auch viele aus eigener Erfahrung, das Datingparadox.
- 3:19Ah ja. Dating Apps versprechen ja
- 3:21unendlich viele Möglichkeiten, aber führen oft eben nicht zu
- 3:24echter tiefer Verbindung. Man hat immer dieses GefĂĽhl, OK,
- 3:28hinter dem nächsten Swipe könnte die perfekte Person warten, aber
- 3:31am Ende landet man oft nur in so einer Endlosschleife von
- 3:34oberflächlichen Begegnungen. Kennst du das?
- 3:37Total. Und dahinter steckt eben, wie
- 3:40Gabriel das auch beschreibt, dieses psychologische Paradox
- 3:43der Wahl. Eine riesige Auswahl kann
- 3:46tatsächlich lähmend wirken, klingt komisch, ist aber so und
- 3:50macht paradoxerweise unzufriedener.
- 3:53Stimmt. Man investiert dann vielleicht
- 3:55weniger Zeit, weniger MĂĽhe ins Kennenlernen der einzelnen
- 3:59Personen, weil ja potenziell immer noch jemand Besseres
- 4:02kommen könnte, oder? Ja, die Angst, was zu verpassen.
- 4:05Genau. Die Verbindlichkeit leidet,
- 4:07alles bleibt irgendwie an der Oberfläche und das Ergebnis ist
- 4:11dann oft, wie Gabriel es schildert, eine Serie kurzer
- 4:14Dates und so ein GefĂĽhl der Lehre.
- 4:17Aber gut, was fangen wir jetzt damit an?
- 4:19Also mit diesen ganzen Erkenntnissen, glĂĽcklicherweise,
- 4:23und das ist das Gute, belässt es Gabriel ja nicht bei der
- 4:26Problembeschreibung, ergibt auch konkrete Tipps fĂĽr Paare, zum
- 4:30Beispiel schlägt er vor. Schafft euch handyfreie Zonen
- 4:34ganz klassisch das Schlafzimmer vielleicht.
- 4:38Guter Punkt. Oder macht regelmäßige Tech
- 4:41Check ins, also sprecht offen darĂĽber, wie ihr die
- 4:44Handynutzung des anderen empfindet und was das mit euch
- 4:46macht. Ja und ganz wichtig priorisiert
- 4:49gemeinsame aktive Erlebnisse offline statt nur nebeneinander
- 4:54auf die Bildschirme zu starren. Absolut und fĂĽr Singles oder
- 4:57Leute die gerade Daten da empfiehlt Gabriel so was wie
- 5:01Mindful Swiping. Also eine bewusstere Nutzung von
- 5:04Dating Apps, vielleicht mit festen Zeitlimits oder so.
- 5:07OK. Er betont auch, wie wichtig es
- 5:09ist, echten Treffen Priorität zu geben.
- 5:13Weil diese berĂĽhmte Chemie, die spĂĽrt man halt nicht ĂĽber
- 5:16Textnachrichten, ne. Stimmt.
- 5:18Und manchmal, so Gabriel, tut auch ein bewusster Detox gut,
- 5:22also ne komplette Pause von den Apps einfach mal abschalten.
- 5:26Ja, das kann ich mir vorstellen. Und eine Frage, die Gabriel laut
- 5:29seinem Artikel oft gestellt wird.
- 5:31Er greift das auch in seinen Fa QS auf, ist was mache ich denn,
- 5:35wenn mein Partner oder meine Partnerin scheinbar mehr Zeit
- 5:38mit dem Handy verbringt als mit mir?
- 5:40Ah ja, der Klassiker. Genau.
- 5:42Und sein Rat hier such das Gespräch, aber ganz wichtig
- 5:46nutze ich Botschaften also nicht, du hängst dir nur noch am
- 5:50Handy, das ist ein Vorwurf, sondern formuliere es aus deiner
- 5:54Perspektive. Ich fĂĽhle mich manchmal etwas
- 5:57allein, wenn du viel am Handy bist.
- 5:59Ich wünsche mir mehr ungestörte Zeit für uns, so was in der Art,
- 6:03ja. Das macht's fĂĽr den anderen viel
- 6:05einfacher zuzuhören, ohne sich direkt angegriffen zu fühlen.
- 6:09Guter Tipp. Der Kernpunkt, den Gabriel
- 6:11eigentlich immer wieder betont, ist diese Notwendigkeit der
- 6:14bewussten Nutzung. Es geht ihm nicht darum,
- 6:17Technologie zu verteufeln, gar nicht, sondern zu verstehen, was
- 6:22sie mit uns macht. Social Media ist halt oft nur
- 6:25eine Highlight, real eine Inszenierung, das muss man sich
- 6:28klarmachen, errät dazu sehr bewusst auszuwählen, welche
- 6:32Inhalte man konsumiert und darauf zu achten, wie fĂĽhle ich
- 6:35mich eigentlich dabei. Letztlich, sagt er, sind die
- 6:38wertvollsten Momente die, die wir wirklich erleben, nicht die,
- 6:41die wir posten. Das ist n schöner Gedanke und
- 6:44man darf halt echt nicht vergessen, diese ganzen
- 6:47Einsichten und Ratschläge, die kommen von Gabriel, also von
- 6:50jemandem, der selbst ganz offen ĂĽber seine Suchtvergangenheit
- 6:53schreibt, über seine psychischen Kämpfe.
- 6:57Und der seine Weg hier auf seiner Webseite teilt.
- 7:00Sein Blog ist sozusagen sein persönliches Logbuch auf dieser
- 7:03Reise genau sein erklärtes Motto ist ja auch, aus allem
- 7:06schlechten in seinem Leben irgendwie etwas Gutes zu machen
- 7:10und deshalb auch der Hinweis, wenn Dir dieser Einblick hier
- 7:13gefallen hat, wenn du Gabriels wichtige Arbeit vielleicht
- 7:16unterstützen möchtest. Dann teile doch den Artikel oder
- 7:19vielleicht auch diese Besprechung hier auf Social
- 7:21Media oder auf deiner Podcast Plattform.
- 7:24Auch ein Like hilft schon. Ja, unbedingt.
- 7:26Das Projekt Nilix Berlin das wird komplett von Gabriel allein
- 7:30finanziert und erstellt. Das muss man wissen.
- 7:33Jede Form der UnterstĂĽtzung hilft ihm wirklich dabei, auf
- 7:36seinem Weg weiterzumachen und damit hilft er nicht nur sich
- 7:39selbst, sondern eben auch anderen.
- 7:41Absolut. Und das fĂĽhrt uns vielleicht zu
- 7:44einer abschließenden Frage, die du, Liebe Hörerin, lieber Hörer
- 7:47fĂĽr dich mitnehmen kannst. Wie kannst du denn ganz konkret
- 7:50in deinem Alltag diese digitalen Werkzeuge so nutzen, dass sie
- 7:54deine echten menschlichen Verbindungen eher stärken,
- 7:57anstatt sie vielleicht unbeabsichtigt zu schwächen?
- 8:00Das ist doch mal was zum Nachdenken, oder?
- 8:02Definitiv ein guter Punkt zum Schluss.
- 8:05Ja, vielen Dank, dass du heute dabei warst und dir die Zeit fĂĽr
- 8:08diesen Einblick genommen hast. Bis zum nächsten Mal.
- 8:10Mach es gut.