Latest / ntv Wirtschaft / Fast jeder Zweite zufrieden im Job – doch KI-Angst sitzt mit im Büro
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- Zufrieden mit dem eigenen Job, das ist fast jeder zweite Beschäftigte in Deutschland. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass künstliche Intelligenz immer mehr Tätigkeiten ersetzt. Im Nahen Osten sorgt eine Feuerpause dafür, dass der Ölpreis deutlich fällt. Das schürt die Hoffnung auf günstigere Spritpreise. Und deutsche Exporteure zeigen sich, trotz Krieg, Zollstreit und Lieferkettenproblemen, erstaunlich robust. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Die Deutschen sind mit ihrem Arbeitsplatz wieder etwas glücklicher. Das zeigt eine aktuelle Gallup-Studie. Demnach ist der Anteil zufriedener Arbeitnehmer im vergangenen Jahr auf 48 Prozent gestiegen. 2024 waren es 45 Prozent. Auch fühlten sich weniger Menschen gestresst oder ausgebrannt. Und dennoch, Deutschland liegt in Europa damit nur im Mittelfeld, auf Rang 20. Länder wie Finnland, Island, Dänemark und Schweden schneiden deutlich besser ab. Gallup-Studienleiter Marco Nink spricht insgesamt von einem paradoxen Arbeitsmarkt in Deutschland. Also die Arbeitsplatzsituation ist für die meisten Arbeitnehmenden aktuell stabil. Sicherlich wird mit gemischten Gefühlen auf den Arbeitsmarkt geschaut. Auf der einen Seite nehmen wir wahr, dass Unternehmen Mitarbeitenden entlassen. Auf der anderen Seite sehen wir, dass Unternehmen händeringend Mitarbeitenden suchen. Das ist also ein paradoxer Arbeitsmarkt. Und das Gefühl ist sicherlich von Branche zu Branche auch sehr unterschiedlich. Aber im Großen und Ganzen ist der Arbeitsmarkt dynamisch und er bietet auch Möglichkeiten. Als großen Unsicherheitsfaktor empfinden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die künstliche Intelligenz. Eine Studie des Kreditversicherers Kofas zeigt, es geraten auch zunehmend komplexe Berufe unter Druck, also nicht nur einfache Routinen, sondern Jobs im Ingenieurwesen, in der Informationstechnologie, in Recht und Finanzen. Sogar kreative Berufe rücken stärker in den Fokus. Für Deutschland ist das besonders heikel, weil die Wirtschaft stark technisch und industriell geprägt ist. Widerstandsfähiger gelten eher Berufe im Handwerk, in der Pflege oder in der Gastronomie. Aber Arbeitsmarktexperte Enzo Weber warnt davor, nur Katastrophenszenarien an die Wand zu malen. Im Interview mit unserem Moderator Etienne Bell sagt er, Unsere Studien zeigen, es gibt einen Umbruch, keinen Einbruch und dementsprechend wirklich in die Berufe gehen, wo man sagt, ich will nicht nur das machen, was man heute in diesem Beruf ausübt, sondern ich habe auch echt Lust, mich mit diesem Beruf weiterzuentwickeln. Das ist die richtige Richtung und gibt uns auch viel mehr Mut und nicht immer diese KI-Katastrophenszenarien. Aber wer wird denn unter Druck geraten? Also was man heute durchaus schon sehen kann, ist, dass viele bereits digitalisierte Tätigkeiten schon unter Druck stehen. Durchaus auch Berufe, wo man dachte, da wird doch Boom ohne Ende. Zum Beispiel auch Informatiker selber. Da sieht man, KI kann heute Standardprogrammierungen ohne weiteres selber machen. Wir sehen das auch durchaus im naturwissenschaftlichen Bereich. Wir sehen es auch im geisteswissenschaftlichen Bereich, auch in Unternehmenszentralen. Aber das bleibt da ja nicht stehen. Also die nächste Welle ist die Robotisierung mit KI. Das heißt, da wird es dann auch wirklich in die handwerklichen Tätigkeiten in der Industrie gehen. Aber da liegen auch wieder ganz große Chancen für Deutschland drin, als wieder Industrieland Nummer eins zu werden, wenn wir unsere Hardware-Fähigkeiten da einsetzen können. Maschinenbau, Elektro, Sensortechnik und viele andere. Wenn ich jetzt im Beruf bin und ich habe das Gefühl, das geht nicht ewig gut hier in meinem Job, da gab es schon Warnsignale, der Job steht womöglich auf der Kippe. Wie stelle ich mich da auf? Wie kann ich mich weiterbilden, mich auch absichern? Also einmal sollte man auf den eigenen Arbeitgeber zugehen und auch wirklich signalisieren, ich möchte mich weiterentwickeln. Denn auch da gibt es ja häufig die Auffassung, naja, Leute, die schon lange im Job sind, da geht nicht mehr so viel, die sind nicht mehr so flexibel. Das muss ja nicht sein, das kann man ja gemeinsam anders in die Hand nehmen. Ansonsten, wenn es sich abzeichnet im selben Betrieb, geht es nicht weiter. Dann sollte man aber auch schauen, genauso wieder, wo sind meine Fähigkeiten gefragt? Ich muss nicht auf der nächsten Arbeitsstelle unbedingt dasselbe Produkt herstellen. Also wenn ich jetzt bei Verbrennermotoren zum Beispiel arbeite, kann ich auch durchaus als Maschinenbauer in andere Bereiche wechseln, vielleicht in die Windkrafttechnik. Und da sollte man sich gut beraten lassen, auch welche Qualifizierungsschritte da vielleicht notwendig sind und wozu wir der Politik auch raten, ist zu sagen, wer jetzt mit Abfindung seinen Job verlässt, der soll diese Abfindung steuerlich von dem neuen Arbeitseinkommen in der Zukunft absetzen können. Damit man auch wirklich finanziell nochmal so einen Schub bringt für diejenigen, die Bewegung reinbringen in den Arbeitsmarkt. Ein ganz anderer Unsicherheitsfaktor ist der Iran-Krieg. zwischen den USA, Israel und dem Iran. Jetzt haben die Beteiligten eine Feuerpause für zwei Wochen vereinbart und der Warenverkehr in der Straße von Hormuz soll wieder aufgenommen werden. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen für Öl- und Gastransporte weltweit. Nach der Einigung ist der Ölpreis regelrecht eingebrochen. Brent verbilligte sich um fast 13 Prozent auf rund 95 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI fiel sogar um rund 15 Prozent auf 96 Dollar. Für Verbraucherinnen und Verbraucher zählt jetzt vor allem eine Frage. Kommt dieser Preisrutsch auch an der Tankstelle an? Darüber spricht Etienne Bell mit dem Wirtschaftsprofessor Justus Haukapp. Wird Tanken jetzt billiger und vor allem wann? Ja, es wird billiger. Da gehe ich fest von aus, dass die Ölpreissenkungen durchgereicht werden an die Autofahrer. Das zeigt sich in der Vergangenheit, dass es manchmal nicht direkt am nächsten Tag passiert, sondern ein, zwei Tage Verzögerung häufig gibt. Das ist dieses Phänomen, die Preise schießen schnell hoch und fallen dann langsamer. Aber es zeigt sich auch, eigentlich werden die Ölpreisänderungen letztendlich doch immer durchgereicht. Sie haben das angesprochen, es geht schnell nach oben und langsam nach unten. Super im Moment so bei 2,20. Also da müssen wir noch ein bisschen warten. Also erst mal lieber das Auto stehen lassen, wahrscheinlich dann die Prognose. Schauen wir mal auf das, was passiert ist. Seit letzter Woche dürfen die Preise ja nur einmal am Tag erhöht werden. Hat sich dadurch wirklich was verbessert für die Autofahrer? Also die Preise, das haben wir ja gesehen, die sind nicht gesunken. Das haben auch eine ganze Reihe von Wettbewerbsexperten erwartet, dass das keinen nachhaltig preissenkenden Effekt haben wird. Es mag ein bisschen einfacher geworden sein, die Preise zu vergleichen. Aber letztendlich an dem sehr stark gestiegenen Ölpreis als auch an der Wettbewerbssituation zwischen Raffinerien ändert natürlich die 12-Uhr-Regel an der Tankstelle erstmal gar nichts. Und von daher hatte ich jetzt auch nicht unbedingt erwartet, dass das zu einer nachhaltigen Preissenkung führt. Sie hatten ja ohnehin für das Gegenteil plädiert, nur einmal am Tag den Preis senken. Warum eigentlich? Naja, eigentlich gibt es eine Logik, dass man sagt, wenn ich einmal am Tag den Preis erhöhen darf, dann ist doch die Gefahr, dass ich einen großen Schluck aus der Pulle nehme, mal gucken, was meine Nachbartankstellen so tun und wenn die alle mitziehen. Dann haben wir einen schönen Tag als Tankstellenbetreiber, sodass ich relativ gefahrlos Preise erhöhen kann und wenn es dann zu viel war, dann senke ich die halt immer noch. Die umgekehrte Logik wäre natürlich schwieriger, wenn ich nur einmal am Tag senken dürfte. Tatsächlich, dann habe ich gegebenenfalls überhaupt keine Kunden mehr, wenn mich meine Konkurrenztankstellen übertrumpft haben, sozusagen. Das wäre dann überhaupt nicht so risikolos möglich. Sozusagen die Preise eben zu erhöhen. Während die Märkte erst einmal aufatmen, zeigen sich deutsche Exporteure überraschend robust. Laut einer Umfrage von Allianz Trade rechnen fast acht von zehn deutschen Unternehmen in diesem Jahr mit steigenden Exportumsätzen. Das sind 85 Prozent der Firmen. Weltweit liegt der Durchschnitt nur bei 75 Prozent. Die meisten Exporteure erwarten ein moderates Plus von bis zu 5 Prozent. Volkswirt Björn Griesbach hat darüber mit Moderatorin Annika de Buur gesprochen. Wie kommt das, dass die deutschen Exporteure so optimistisch sind, trotz des Iran-Krieges und auch optimistischer als andere auf der Welt? Zum einen, und das bestärkt natürlich die Erkenntnisse, die wir seit heute haben, dass die Exporteure grundsätzlich davon ausgegangen sind, dass diese Krise eine temporäre Krise ist. Also dass wir ein Aufflammen dieser Konflikte hatten, Aber dass das kein dauerhafter Strukturbruch ist. So ein Strukturbruch war natürlich, dass eher dann damals 2022 Ukraine, Russland und letztes Jahr im Liberation Day, wo natürlich ein harter Cut es gab, wo Zölle dauerhaft, zumindest aus der damaligen Sicht, angehoben werden. Diesmal sind eigentlich alle davon ausgegangen, auch rückblickend auf die Ereignisse, wir hatten ja schon letztes Jahr mal einen Irankrieg, dass das Ganze nur eine temporäre Sache ist. Das ist mal der eine Punkt. Und der zweite Punkt ist, dass sich die Exporteure natürlich auch mittlerweile besser wappnen für solche geopolitischen Risiken. Und dann noch der Blick auf ein großes Übernahmethema aus der Musikwelt. Der amerikanische Investor Bill Ackman will das größte Musiklabel der Welt, die Universal Music Group, übernehmen. Bei dem Konzern stehen Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga, Billie Eilish und Elton John unter Vertrag. Ackmans Fonds, Pershing Square, bietet den Aktionären ein Paket, das den Konzern mit rund 56 Milliarden Euro bewertet. Ackman hält Universal für unterbewertet. Er will sich eine Zweidrittelmehrheit sichern und das Unternehmen anschließend in New York an die Börse bringen. Für die Aktionäre ist ein Mix aus Bargeld und Aktien einer neuen Gesellschaft vorgesehen. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast. Musik.