Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 075 Götter, Mythen & Wochentage: Welche Götter stehen für welchem Tag? | Vera Zingsem & Petra Baum
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- Petra Baum: Hallo zusammen, ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Serie. Ich bin Petra Baum von SpiritMind Energy und begrüße hierfür die Mythenforscherin, Autorin und Dezentin Vera Zingsem. Wir steigen heute gemeinsam ein in das Thema Mythen, in das Thema Gottheiten und werden uns mal die germanischen und die griechischen Gottheiten vornehmen und das in Bezug an die Wochentage, in denen sie gewirkt haben. Was sind Gemeinsamkeiten? Finden wir überhaupt welche? Und vor allem, sind die Unterschiede der verschiedenen Quartalten? Liebe Werra, ich freue mich sehr, dich als wirklich Profi in dem Bereich an meiner Seite zu haben und sag einmal deine Bühne, was hast du uns denn mitgebracht? Wir starten mit dem Donnerstag und du wirst uns auch gleich erklären warum. Vera Zingsem: Herzlich willkommen auch von meiner Seite. Ich bin also ganz beglückt, dass Petra mich da eingeladen hat. Da bin ich ganz dankbar dafür. Ja, weil es ist doch schön, Petra Baum: Ja. Vera Zingsem: mal über die Mythen zu reden. Ich beschäftige mich jetzt mit Mythen seit, ich weiß nicht, wie viele Jahr. Hat mit meiner Doktorarbeit angefangen und wurde immer schöner und bunter. Und dann habe ich irgendwann auch gemerkt, die griechische und die germanische Mythologie. sind sehr unterschiedlich und wir beziehen uns viel zu oft auf die Griechen, weil wir die Germanen gar nicht mehr kennen. Ich habe in einem Buch geschrieben, Freya, Iduna und Thor vom Zauber heimischer Mythen. Das ist ja so, dass die meisten gar nichts von unserer Mythologie erwarten. Eigentlich ist unsere Mythologie viel lebendiger und auch viel friedlicher und vor allem lösungsorientiert. Das möchte ich heute auch mal bisschen aufzeigen. Ich habe mir jetzt den Donnerstag rausgegriffen. Als ersten ist er vielleicht etwas unorthodox, aber im Augenblick ist ja eigentlich der Donnerstag. Der hat mit Thor und Dona, also Donnerstag, zu tun, Zeus, Jupiter, wäre das auf der griechisch-lateinischen Seite dann. da gibt es also sehr schöne Geschichten über das Korn und das Schneiden des Korns. Und im Moment ist ja genau Schnitterzeit. Wir haben ja dieses Lunasat und und Llamas, das ist ja im Keltischen die letzte Garbe. Und das wird also dann, das ist eigentlich die Hochzeit der Ernte und gleichzeitig der Tod des Korns. Also wir haben im Grunde beides ineinander. In dem Moment, wo Hochzeit ist, wird das Korn ja geschnitten. Und dann ist auf der einen Seite, ich finde es jetzt gerade unglaublich schön, wenn man da über die Felder geht, diese Felder, auch die abgeernteten, die leuchten immer noch wie die Sonne. Und deshalb sind auch viele Gottheiten, gerade auch bei uns zum Beispiel, sind Freier oder Frei oder so, die sind dann gleichzeitig Sonnengottheit und Korngottheit. Also das bei uns gerade Freier und Frei besonders. Und in Griechenland ist Demeter eben die Göttin des Kornes. Ich weiß also, die meisten, die Demeter-Produkte kaufen, wissen vielleicht gar nicht, dass Demeter eine große Göttin, also Erdmutter ist. Und beide, also genau diese Zeit, da gibt es also zwei Mythologien, die griechische wie die germanische, und die gehen auf dieses selbe Motiv, dass nämlich die Erde jetzt kahl wird. Also das Korn wird geschnitten und das heißt für die Erde aber... Da wo vorher ein wogendes sonniges Kornfeld war, ist jetzt auf einmal Ebbe. Da sind nur noch kurze Stoppen oder eventuell gar nichts. Petra Baum: Ja. Vera Zingsem: Da denkt man immer gar nicht dran, aber das ist in gewisser Weise ein Schock. Und hier in der germanischen Mythologie ist es eben der Gott Thor, der plötzlich sieht, seine Gemahlin liegt völlig kahlköpfig neben ihm. Seine Gemahlin ist die Göttin Sif, die kennt wahrscheinlich hier kaum jemand. Also Thor oder auch Dona, wie er dann heißt auch noch bei uns, dieser Thor mit dem Hammer. Der, also den Hammer hat er auch nur, das Eis zu brechen. Das ist also keine Waffe in dem Sinn. Also auf jeden Fall, er merkt eines Tages, neben ihm liegt seine Gemalin völlig kahl. Und er war völlig vernacht in ihren wundervollen blonden Haaren. Und er kann es nicht fassen. guckt und sagt, das kann doch nicht sein. Wie kann es denn sein, dass meine Gemalin überhaupt keine Haare mehr hat? Gestern hatte sie doch noch. Und gestern war sie, er strahlte sie im Glanz und er ist... vollständig geschockt. Bei den Griechen ist das auch ein Schock. hat man das nämlich mit dem Raub der Demeter, die Tochter der Demeter, in die Unterwelt geraubt. Das ist also im Grunde vom Motiv her die Erfahrung ist dieselbe, nämlich das Schneiden des Korns und das einerseits, ja, und das dann die Erde kahl wird und man dann eben neu aussehen müsste. Also auf jeden Fall ist im Sommer eben Ebbel sozusagen. Das wunderbare, wogende Kornfeld ist verschwunden. Das Haar der Erde wird auch bei Demeter so gesehen. Sie heißt Demeter Schönhaar. Das schöne Haar der Demeter ist eben das blonde Korn. Sie ist die blonde Demeter. Das ist die Gerste oder eben dieses Weizen, vor allem das Gerstenfeld in dieser gelben, sonnigen Gestalt. Das wird als Demeter Schönhardt verehrt. Sie hat mit ihrer Tochter Persephone, also die zwei, Corée, das Mädchen. Daher kommt auch unser Wort Korn. Corée ist sozusagen die Tochter der Demeter. Und Corée ist auch Korn, Herz. Das heißt, das Korn Petra Baum: Mhm. Vera Zingsem: ist das Herz der Erde. So kann man das eigentlich sehen. Nur, da wir kaum noch ländlich leben, kriegen wir das gar nicht mehr so mit. Also dann auch, also, serials zum Beispiel im Lateinischen heißt Demeter dann keres und dann haben wir die serials im Englischen, die kerealien. Also das sind alles diese Dinge, die haben wir alle noch in den Worten drin. Wir wissen nicht mehr, dass das eigentlich göttliche Kräfte sind, die dahinter stecken oder die in diesen Worten eigentlich leben, noch immer leben. Also wir haben sozusagen zwei Mythen, zwei verschiedene Mythologien, zwei verschiedene Geschichten zum Donnerstag eben. Da ist dann Thor und Zeus irgendwo spielen da eine Rolle. Aber das eine ist dann eben auch die Göttin Demeter, die ihre Tochter an die Unterwelt verliert. So wird quasi der Schock, dass das Korn geschnitten ist, hat eben auch damit zu tun, dass die Per se, von Neodichore, das Mädchen in der Unterwelt landet. Aber per Vergewaltigung. Also das heißt, in der griechischen Mythologie finden wir sehr Petra Baum: Vielen Dank. Vera Zingsem: häufig das Vergewaltigungsmotiv in Bezug auf Frauen. Das ist also auf Göttinnen auch. Also der Gott Zeus, der dem Gott Thor im Grunde entsprechen würde, der kann eigentlich an keinem weiblichen Wesen fast vorbei, ohne es zu vergewaltigen. Das kommt in der germanischen Mythologie als Motiv eigentlich gar nicht vor. Die haben da gar nicht so diese Vorstellung davon. Beispiel hat auch Sif, Thor hat mit Sif eine ganz harmonische Ehe. die haben drei Kinder zwei Söhne, eine Tochter, Trut heißt Kraft und sie wohnen auch in Trutwang im Kraftfeld. Thor ist auch ein Gott für die Landbevölkerung. Also das heißt, die germanischen Gottheiten, das kann man wirklich immer sehen, die germanischen Gottheiten wollen den Menschen etwas Gutes tun. Und sie erkundigen sich auch immer, ob es ihnen gut geht. Sie reisen zu den Höfen hin, zu den Häusern und sie gucken immer, geht es den Menschen gut? Wo kann ich ihnen helfen? Was kann ich für sie tun? Die Griechen genau andersrum. weg mit den Menschen, nur nicht zu nahe kommen, bloß nicht. Da haben wir ja auch vom Zeus dieses Beispiel mit dem Kugelmenschen. Das ist ja auch der Zeus Donnerstag, dass er sagt, also ursprünglich waren die Menschen mal ganz vollständig, sie waren rund und hatten acht Gliedmaßen und sie konnten dann sich wunderbar geradschlagend über die Welt bewegen. Ja. Damit konnten sie der göttlichen Welt schon zu nahe kommen. Was macht er? Teile und Herrsche. Er macht die Kugelmenschen, teilt sie in zwei Hälften. Und seitdem haben wir nur noch vier Gliedmaßen und nicht mehr acht. Und können auch nicht mehr als Kugeln und Räder über die Welt rollen, sind nicht mehr vollständig. Und dann ist eben die Sache, dadurch, dass er sie jetzt geteilt hat, sind sie darauf angewiesen, ihre Hälfte wiederzufinden. Da wird dann in gewisser Weise erklärt, warum die Menschen zur Liebe finden, weil sie müssen sich wieder vor Vollständigen. Auf der menschlichen Ebene ist es noch ganz okay, aber sie werden damit gehindert, die göttliche Welt zu betreten. Man versucht sie auf Abstand zu halten. Das ist auch manchmal, wenn zum Beispiel Athene als Weberin auftritt und eine Frau sagt, Ich kann genauso gut weben wie Athene, dann wird sie von Athene bestraft und in eine Spinne verwandelt. Das heißt, von den Griechen kommt immer Abstand. Die wollen die Menschen auf Abstand halten. Die Germanen bemühen sich, sie glücklich zu machen. So könnte man es auch sagen. Sie versuchen, ihnen zu helfen. Thor, als Gott der Landwirtschaft, der hat ja auch zwei Böcke vor seinem Wagen, richtig bukolisch. Der fährt auch zu den Menschen und fragt sie, was sie brauchen und ob er ihnen was helfen kann. Und nach dem Tod kommen sie auch alle, die ganzen Bauern kommen alle zu ihnen. Also das ist ganz klar, nach dem Tod ist für alle gesorgt, alle kommen dahin, wo es sie vom Herzen her hinzieht. Also der germanische Götterhimmel ist für uns offen. Und wir können alle nach unserer Fassung selig werden. Das ist eigentlich eine wunderschöne Geschichte, weil ich immer denke, wir haben alle die Möglichkeit, wenn es uns mehr in die Liebe zieht, dann kommen wir zu Feier. Also wir haben Auswahl. könnten sozusagen, da wo es uns unser Herz hinzieht, da werden wir dann nach dem Tod auch hinkommen. Das finde ich schon mal eine unglaublich schöne Vorstellung. da kann man sagen, da sind Griechen und Germanen ganz anders gepolt. Deshalb ist ja auch wichtig, sich mal damit mit unserer Mythologie zu befassen. Jetzt kommen wir mal wieder zurück zu Zeus und Dona. Wenn wir jetzt sehen, Geschichte der Demeter, wenn das Korn geerntet ist, dann ist Demeter in der Unterwelt und das wird so ausgedrückt, dass Hades, der Gott der Unterwelt, Hades, Pluto, der raubt sie und will sie auch nicht mehr hergeben. Wenn man es genau sieht, ist das Korn natürlich immer in der Unterwelt, denn alle Pflanzen wachsen aus der unteren Welt. Also vom Gedanken des Korns her ist das nicht verkehrt zu sagen, die Tochter der Demeter ist in der Unterwelt, denn jedes Korn wächst aus der Unterwelt und von da ist auch die Unterwelt ein Ort des Lebens, ein Ort der Wiedergeburt. Alles was wir haben, Wasser und Pflanzen, alles kommt aus der unteren Welt. Alles, woraus wir leben, das sind die Schätze der Unterwelt. Auf jeden Fall, die Tochter der Demeter wird von Hadis geraubt und Hadis ist der Bruder von Demeter, genauso wie Zeus, Zeus, Hades und Poseidon. das sind praktisch Brüder mit Demeter, Hera Hestia. Das sind Geschwister von der Mutter Hera. Das heißt also, die Persephone kommt zu ihrem Onkel und die Die Götter haben netterweise die Welt einfach unter sich zu dritt aufgeteilt. Das heißt also, Hades hat die Unterwelt zugeteilt bekommen, Zeus den Himmel und Poseidon das Meer. Die Göttinnen sind da mal ganz außen vor geblieben. Also die drei haben einfach mal unter sich die Welt aufgeteilt und dann wird auch immer gesagt zu Demeter, jetzt beklagt dich doch nicht. Deine Tochter Die hat doch einen tollen Mann. Dem gehört doch ein Drittel der Welt. Jetzt lasst es doch einfach. Und sie sagt, nein, die Tochter ist geraucht worden. Ich habe nicht zugestimmt, dass sie da unten hinkommt. Und es ist mir völlig egal, wie reich. Und diese typischen patriarchalen Argumente. machst doch nicht. Die hat doch einen reichen Mann. Soll doch zufrieden sein. Und Demeter sagt, nein, sie ist ohne meinen Willen. da hingekommen und das ist eigentlich das Entscheidende. Hätte er sie geworben, die Tochter, da hätte sie ihm die Tochter geben können. Aber da er sie geraubt hat, ist das ein Verbrechen. Und das finde ich also wirklich gut, dass Demeter darauf besteht und sagt entweder die Tochter kommt zurück oder ihr werdet mich kennenlernen. Natürlich Zeus und Hades, haha, was will die denn schon ausrichten? Demeter, ja, das werden Sie dann sehen. Demeter fragt natürlich und bittet und Persephone ist da unten auch nicht glücklich, weil sie ja da nicht eigentlich hin wollte. Und es wird auch keine schöne glückliche Beziehung, aber Demeter macht dann irgendwann den Sack zu und sagt so, wenn ich, wenn die Tochter nicht zurückkommt, dann lasse ich nichts mehr wachsen. Dann wird, dann kann, dann lasse ich dann wird eine Hungersnot, die geht halt zum Äußersten. Wenn die Tochter nicht zurückkommt, dann wird hier auf Erden nichts mehr wachsen, dann wird es kein Getreide mehr geben, ich lasse alles verkümmern, ich lasse alles vertrocknen, das ist die Macht der Erde. Und diese Macht der Erde, dem kann der Himmel nichts entgegensetzen. Also Zeus ist dann hilflos. Er merkt, also da geht ihm an die Substanz, denn er kriegt keine Opfer mehr. In dem Moment, wo die Menschen ihr Leben kämpfen und wo sie merken, wir müssen sehen, dass wir überhaupt noch was zu essen haben, da denken sie doch nicht an Zeus im Himmel, dem noch Opfer zu bringen. Und da merkt er auf einmal, er kriegt keine Energie mehr. Er wird gar nicht mehr verirrt, die Menschen vergessen ihn. Sie denken nur noch am Demeter, aber sie denken nicht mehr an ihn. Und an diesem Punkt... Da fängt er dann an einzulenken und zu sagen, ja, okay, dann schickt er andere Göttinnen, kleinere Götter und Göttinnen zu, Demeter, auch Hermes kommt dann und alles. Aber der Demeter sagt immer, ihr könnt machen, was ihr wollt. Entweder die Tochter kommt und alles andere lässt mich nicht beschwichtigen. Entweder sie kommt und dann muss er irgendwann klein beigeben. Da ist nichts mehr zu machen. Und Hades gibt dann auch die Tochter frei, aber er ist noch ein bisschen hinterhältig. Sie darf eigentlich in der Unterwelt nichts essen. Und dann schiebt er ihr, weil er sie doch gerne wieder haben möchte, schiebt er unbemerkt einen Granatapfelkern in den Mund. Und das gilt dann leider, dass sie da unten etwas gegessen hat. Und dann muss sie ein Drittel des Jahres noch mal zurück. Aber das ist ja sowieso die Zeit, wo das Korn in der Unterwelt Das ist eigentlich nur noch mal eine nette Geschichte darüber, dass das Korn drei Monate des Jahres in der Unterwelt ist. es zeigt eben, er möchte sie doch da unten haben. Aber wo sich dann Mutter und Tochter wiederfinden, dann heißt es, wie die Menaden springen sie aufeinander zu. voller Glück und sie umarmen sich und sie reden den ganzen Tag zusammen. Also das ist so eine richtige Freude. Freude finden sie aneinander und haben sie aneinander. Das ist so wirklich dieser Zusammenhalt von Mutter und Tochter und den finde ich schon auch ergreifend. Auch diese Mutter, die sich die Tochter nicht einfach wegnehmen lässt, die einfach sagt, das ist unrechtgeschehen und ich werde ein Unrecht nicht zurecht erklären. Da können Götter kommen, wie sie wollen. was unrecht ist, muss recht und darf nicht zu Recht erklärt werden. Das finde ich eben großartig an diesem Mythos, dass da diese Demeter hingeht. Und was noch schöner ist, in ihrer Trauer geht sie dann eben als altes Mütterchen über die wird davon an einem Königshaus aufgenommen. da ist sie zuerst auch nichts und gar nicht, dann findet sie aber, da in dem Königshaus, stiftet sie dann ihre Demeterweien. Da stiftet sie den Tempel und ihren ganzen Kult. In ihrer Trauer wandelt sie die Trauer dahin, dass ein neues Leben und eine neue Art des Kultes entsteht. Und dass man im Grunde auch Petra Baum: Okay. Vera Zingsem: diesen Kult dann diese ganze Geschichte kultisch nachvollzieht. da hat man dieses Telesterium, das man später gebaut hat, auch zur Römerzeit, waren 3000 Menschen, da reinkamen. Und da hat dann die Demeter Mysterien auch gestiftet. Da konnte man sich einweihen lassen. Männer in Frauenkleidern konnten sich aber eben nur in Frauenkleidern. Das war auch klar. Und was sehr beeindruckend ist, bei Demeter, dass die Demeter-Mysterien neun Tage lang gefeiert wurden. Immerhin. Und in dieser Zeit durften keine Kriege geführt werden. Da mussten alle Waffen holen. Das heißt also, ein Kult der von der großen Göttin oder dieser beiden, der hat tatsächlich politische Einwirkung gehabt. Das muss man sich doch schon auch mal überlegen. Neun Tage Gottes Frieden. Das ist keine Kleinigkeit und das wurde eingehalten. Es war auch neun Tage sexuelle Enthaltsamkeit gefordert, aber ich finde, dass da die Waffen zu schweigen hatten und dass das eingehalten wurde, da kann man sehen, wie weit auch Mythologie Petra Baum: Ich wünsche euch Vera Zingsem: friedensstiftend ist. Das ist schon Petra Baum: Ja. Vera Zingsem: beeindruckend, finde ich. Und es haben sich auch bis zur Christianisierung Es haben sich auch große Staatsmänner, auch wie Solon oder so, die haben sich alle auch einweihen lassen. Das war also, man hat praktisch neun Tage lang den ganzen Demeter Ritus, den Raub der Persephone, das hat man alles gespielt. Den Brunnen der schönen Tänze, wo die Demeter getrauert hat. der ganze Mythos wurde theatralisch aufgeführt. Man hat dann neun verschiedene Stationen, wo man das alles nachempfinden konnte. Also wie beim Kreuzweg eigentlich bei den Christen, nur eben in dem Fall eigentlich hat man das ganze Schicksal der Demeter nachempfunden und was dann aber in der bei der Einweihung geschehen ist, das wissen wir ja nicht. Da haben die ja immer Schweigemüter gewarnt. Aber wahrscheinlich wurde auch eine Ehre gezeigt und es wurde auch eine hohe Priesterin. Das ist auch interessant, dass die erste Ruhrpriesterin, der erste Hierophant, war eine Hierophantin. Das finde ich auch in Bezug auf das Tarot interessant. im Demeter-Kult gab es eine Hierophantin, also die das Heilige Zeit und das Heilige, Allerheiligste ist in dem Fall die Ehre. Denn ich meine, überhaupt die Ehre und Getreide zu kultivieren, das war eine große Kulturleistung. und die wurde mit dieser Geschichte dann ja auch nochmal gefeiert. Also das kann man eigentlich sehen, da ist dieser Kult wirklich grandios gewesen und der hat auch über Jahrhunderte bestanden, wenn nicht Jahrtausende. Also das ist schon eine großartige Geschichte und die endet in dem Sinn eben auch gut, dass die Demeter mit ihrer Tochter wieder zusammenkommt und somit eigentlich auch die weibliche Kraft gefeiert wird. Auch der Zusammenhalt zwischen Mutter und Tochter. Und das ist zum Teil auch in den Mythen auch bei Ovid. Das ist also ganz dramatisch. Aber es zeigt einfach, diese Demeter lässt sich die Mutter nicht vom Brot nehmen und lässt sich auch die Tochter nicht einfach rauben. Und es zeigt eben auch, das ist eben schon die Nahtstelle zum Patriarchat, wo die Frauen, wo die Göttinnen noch kämpfen müssen. Aber bei Demeter geht dieser Kampf zu ihren Gunsten aus. Und es zeigt sich eben auch, dass dieser Kult politisch wirksam wurde. Das ist natürlich auch eine große Geschichte. das wirklich Philosophen und Politiker haben sich da nicht gescheut, sich einbeizulassen. Also insofern kann man sagen, die griechische Mythologie hat da doch Großes geleistet. Also in dem Sinn. Aber eben diese Vergewaltigung Petra Baum: Ich würde sagen, sind jetzt schon bei dem ersten Tag wirklich in die Vollen eingestiegen, mit so viel drumrum an Geschichten. Wir haben bloß eines noch nicht erwähnt und zwar das römische Prinzip Jupiter, weil damit brauchen wir ja auch noch den Planeten, dem dieser Wochentag zugeordnet ist, richtig? Vera Zingsem: Das ist der Jupiter, das ist der Donaustadion. also die Römer haben eigentlich die griechische Mythologie eins zu eins übernommen. Die haben es sich bequem Petra Baum: Mhm. Vera Zingsem: gemacht. haben einfach das, also im Latein, die haben die Namen natürlich geändert, aber die Geschichten nicht. Also insofern kann man sagen, die Römer haben uns die griechische Mythologie dann auch noch. nahe gebracht, die Römer haben in dieser Hinsicht uns mit sehr viel großen Göttinnen und Göttern beschenkt. Natürlich Isis als die erste Universalgöttin nach Mainz gebracht. Das waren schon auch Glanztaten der Römer, dass wir da auch in Kontakt mit diesen Mythologien kamen. Aber ich kann andererseits sagen, unsere heimische Mythologie muss sich nicht verstecken, im Gegenteil, sie kann also mit anderen Dingen punkten. Also wenn ich jetzt mal auf den Donnerstag in der nordischen Mythologie gehe, dann ist das dem Gott Thor Gewalt und der Gott Thor kann man sagen, das ist ein bisschen der obeligste unter den germanischen Göttern. Also der Gott Thor ist von unfassbarer Kraft, also der hat Riesenkräfte und man hat eben und er hat eben auch diesen Hammer und dieser Hammer wird jetzt also der Hammer ist ein Fruchtbarkeitssymbol und dieser Hammer wird in dieser Donnerstagsgeschichte eigentlich dann auch erst erschaffen. Also da ist wieder der Ausgangspunkt. Die Erde ist kahl und Thor ist mit seiner Gemahlin Sif zusammen. Das ist eigentlich die germanische Demeter, also auch die Göttin des Kornes, die alles wachsen lässt. Die beiden haben aber eine harmonische Ehe. Das ist der Unterschied. In Griechenland gibt es keine harmonischen Ehen unter den Göttern und Göttinnen. Das ist auch so frappierend eigentlich. Auch Demeter kämpft ja. Die muss ja sehen. Bernd Thor und Sif kämpfen gar nicht. Sie sind harmonisch zusammen. Und er als Donner- und Blitzgott natürlich auch. Der macht im Frühling, dass die Erde überhaupt erst bebaubar ist. heißt also, Sif braucht ihn, damit sie etwas wachsen lassen kann. Also die arbeiten Hand in Hand. Nach dem winterlichen Eis, er muss auch immer gegen die Frostriesen sich behaupten und muss sehen, dass das Eis wegkommt, damit die Erde etwas wachsen lassen kann. Und das ist dann eben Sif, dann das Korn, die die Göttin des Korns ist. In dem Fall wird er eines Tages auch wach und sieht seine Gemahlin völlig kahl neben sich und kriegt einen Tobesuchtsanfall. Wie kann das sein? Gestern war sie noch blond und schön und die Haare walten und ich bin ja so glücklich. Er war so vernarrt in dieser Haare. Kann man natürlich auch sagen, er freut sich an dem Korn, das im Acker wächst, weil er ja dazu beigetragen hat. Das kann man ja auch so sehen. Und dann sagt er sich, da kann was nicht stimmen. Und er knöpft sich sofort den Gott Loki vor, rüttelt den und sagt, ich brech dir alle Knochen, du warst es sicher schuld, dass die Sif jetzt keine Haare mehr hat. Da hat er auch recht, weil Loki ist im Naturzusammenhang der warme Sommerwind. Also Loki ist sozusagen der warme Wind, der warme Frühlings- und Sommerwind. Und die zwei gehen immer zusammen weg. Das ist überhaupt ein Phänomen bei den Germanen, die gehen nie allein, die gehen immer in Gemeinschaft. Was immer sie tun, ist mindestens zu zweit, oft zu dritt. Aber nie alleine. Das sind gar keine Einzelkämpfer in dem Sinn. Das auch spannend. Das ist mir aber auch erst so nach und nach klar geworden, weil ich dachte, ja, die sind eigentlich immer... Und Thor ist gerne mit Loki unterwegs. Die haben auch ihre Abenteuer zusammen. Mit den Riesen meistens, aber... Im Grunde ist ja klar, dass Thor, wenn er das Eis bricht, gerne mit dem warmen Wind unterwegs ist. Wenn man das jetzt mal vom Naturzusammenhang erklärt, dann denkt man, ja, das ist genau richtig. Die zwei passen ja auch wunderbar zusammen. Und deshalb ist klar, durch die warmen Südwinde wird natürlich das Korn reif und dann geschnitten. Also haben wir da klar, hat er den Verursacher natürlich ausgemacht in gewisser Weise. Aber der Der Loki, dem flattert jetzt doch das Hemd, weil er sich sagt, der kann mir ja leicht die Knochen brechen, er ist ja nur ein Leichtgewicht. Auf jeden Fall, er überlegt sich, ich gehe zu den Zwergen und die Zwerge werden mir sicher irgendwas, die Zwerge sind die Kreativlinge in unserer Mythologie. Wenn irgendetwas Kreatives sein muss, geht man zu den Zwergen. Und die haben auch eine wundervolle Perücke aus reinem Gold gemacht. Und die ist so echt, sieht ganz echt aus, wie echte Haare. Und es wächst auch alles bei Sif wieder an und sie ist strahlend in ihrem wunderbaren goldenen Haar, in ihrer goldenen Haarpracht. Und sie freut sich und Thor ist natürlich glücklich und endlich und überhaupt. Und die Zwerge, die sehr kreativ, immer schöpferisch sind, die haben sich dann gesagt, ja, wenn wir schon eine Perücke machen, dafür lohnt es sich ja nicht, die Esse zu bewegen, wir machen noch zwei weitere schöne Gegenstände. Dann ist ein wunderbarer Speer dabei herausgekommen, Gungnir mit Namen, und den bekommt Odin. Das ist ein Speer, der nie sein Ziel verfehlt und immer zurückkommt in die Hände des Werfers. Also insofern hervorragend. setzt ihn auch wunderbar ein. Er setzt ihn sogar ein, wenn er sieht, dass ein Mädchen oder eine Frau vergewaltigt wird, dann geht er mit dem Speer dahin und zielt den Vergewaltiger weg. Also auch solche Dinge gibt es mit diesem Speer. Das ist wunderbares Gerät. Und dann kommt noch das Schiff Skidblattnir. Das ist also ein großes Schiff. Da haben alle Asen in voller Rüstung, wenn sie dann mal Ausflug machen wollen, Platz. Aber wenn sie das nicht brauchen, dann können sie es wie ein Tuch in die Tasche stecken. Das heißt, er wird das Tuch aus Wasser werfen und kommt ein Schiff heraus. Und wenn er es nicht braucht, dann kann er es wieder in die Tasche stecken und alles ist geritzt. Das bekommt der Gott frei. Das heißt also, von diesem einen Missgeschick, da hat jetzt Thor. natürlich, also seine Gemalien Ziff hat da jetzt den Vorteil, dann bekommen aber auch noch Odin und Frey auch noch ihr Teil ab. Das ist natürlich auch noch sehr schön. Dann sagt aber Loki, ja ich weiß doch, Ivaldis Söhne, das sind die besten Zwerge, es gibt, die können die tollsten Gegenstände machen. Also so, da geht nichts mehr besser. Das hört aber ein anderer Zwerg und sagt sich, nö, mein Bruder kann das noch besser. Und dann kitzelt er Loki heraus und Loki geht dann darauf ein und sagt, okay, glaube ich jetzt nicht, aber die Wette gilt. Und er wettet seinen, verwettet seinen Kopf. Jetzt ist natürlich die Sache schwierig. Ivaldis Söhne waren gut, aber Sindri und Brokk, die anderen Zwerge, da sieht man jetzt, die werden also noch sehr, sehr pfeffrig daran gehen und sie schmieden als erstes ein wunderbares, goldenes Schwein. Also ganz aus Gold, mit goldenen Borsten, Gullinborsti, der Goldborstige. Und das ist das Sonnensymbol mit dem Frey oder manchmal auch Freyja über den Himmel reiten. Also damit wird sozusagen die Sonne als ein Schwein gesehen. Also als ein fruchtbares, wunderbares Schwein, das sozusagen das Feld auf der Erde bestellt und dann die Sonne am Himmel repräsentiert. Also in beiden Richtungen ist das einfach ein wunderbares Geschenk und frei kann jeden Tag damit über den Himmel reiten und wir sehen die Sonne erstrahlen. Also dann ist die Sonne auch wieder ein Geschenk der Zwerge aus der unteren Welt und damit wird auch darauf angespielt, dass die Sonne ja für uns so aussieht, als wenn sie eine Nachtmehrfahrt macht. Das heißt, sie kommt aus den Zwergen und geht dann an den Himmel und nachts ist sie wieder bei den Zwergen letztendlich. Also sie wird dann geritten. Und dann haben wir noch den Ring Draupnir, von dem träufeln in allen neun Nächten acht weitere Ringe ab. Das bekommt dann auch Odin als Geschenk. Das sind wahrscheinlich sogar die Monate von Jahresanfang bis eben Septemberernte. das. Und dann kommt das Ding, was eben besonders wertvoll ist, der Hammer vom Tor. Also das heißt... In dieser Geschichte wird von Sifs Haarverlust auf der einen Seite die Goldperücke für Sif geschmiedet, aber es kommt dann auch der Hammer zutage. Also der Hammer, der dann sozusagen das Eis brechen wird. Also es wird ein wunderbarer Hammer. Nur hat Loki natürlich jetzt unglaublich Angst, seinen Kopf zu verlieren. Der sieht nämlich, dass der Zwerg schon ziemlich weit ist und der Hammer gedeiht und wird immer fester und größer und und er verwandelt sich in eine Schmeißfliege und sticht auf den armen Zwerg ein, dass der schon blutet und alles, aber der Hammer wird fertig. Er etwas zu kurz im Schaft und Thor wird dann Eisenhandschuhe brauchen und es also in dem Sinn ist aber trotzdem gut, hat seinen Kraftgürtel und das heißt dieser Hammer, der wird auch von allen gelobt. Also es ist einfach das wunderbare Fruchtbarkeitssymbol, ist auch wieder eins, das kann er in die Tasche stecken. Der Hammer, den kann er gegen die Riesen schmettern und er kommt wieder zurück in seine Hand und wenn er ihn nicht braucht, steckt er ihn einfach klein in die Tasche. Also ein klares Sexualsymbol auch in der einen Seite. Aber es ist eben auch, er geht damit gegen die Forstriesen vor, die sonst das Land, das ist wahrscheinlich auch noch mit den Eiszeiten, hängt das zusammen. Die Vorstellung war, wenn das Eis nicht weggeht, kann nichts wachsen und dann verhungern die Menschen. Also es ist eigentlich Petra Baum: Mh. Vera Zingsem: ein Kultursymbol. Es hat natürlich auch was für sich, dass gerade dieser gewaltige Hammer, für den Thor selbst Eisenhandschuhe braucht, von den Zwergen unter der Erde geschmiedet wird. Das hat ja auch wieder was lustiges Ansicht, dass dieser große Gegenstand tatsächlich von den Zwergen geschmiedet wird. Aber in dem Sinn ist jetzt Thor nicht irgendwie brutal. Er muss halt sehen, dass die Eisberge zerstäuben. Und das macht er eben mit diesem Hammer. Und die Riesen kriegen da auch immer ihr Teil ab. Aber es ist jetzt nicht, dass er damit Krieg führen würde. Er ist wirklich der Kulturbringer, der es seiner Gemalin ermöglicht, dann das Korn wachsen zu lassen. Insofern arbeiten die wirklich auch Hand in Hand. Und der Hammer steht dann auch für Donner und Blitz. Und das ist ja genau auch bei Zeus. Auch Zeus Jupiter sind ja Blitz- und Donnergottheiten. Und das hat auch mit der Fruchtbarkeit der Erde zu tun. Das ist nicht einfach nur irgendein Gewaltteil, sondern ist tatsächlich ein Symbol für die Fruchtbarmachung der Erde. Das finde ich auch sehr wichtig, dass man das auch mal sieht. Die Zusammenhänge sind uns manchmal gar nicht mehr so klar. Also insofern hat er mit dem Hammer einen Glücksgriff getan und freut sich auch. Und Loki schafft es auch, der Sache zu entgehen. Er kann seinen Kopf behalten, weil er sagt, sie müssen ja den Hals abschneiden. Und den Hals hat er nicht mitverwettet. Insofern können sie ihm da auch nichts. Loki ist der absolute Trickster, wie es den auch in Nord- und Südamerika gibt, in den Mythen. dem fällt auch immer was ein. Das heißt aber, dass im Grunde jetzt aus dieser einen Geschichte, die wie ein Unglück aussah ... jetzt das Glück sich versechsfacht hat. Und das finde ich unglaublich schön, zu sagen, okay, wir haben zwar das Unglück, aber wir haben es jetzt auf schöpferische Art gelöst. Und jetzt sind wir im Großen und Ganzen, ist unsere ganze Göttin- und Göttergemeinschaft sechs magische Gegenstände reicher geworden. Und das imponiert mir auch. Also, so kann man Geschicht kreativ lösen. Petra Baum: So kann man Geschichte wirklich sehr kreativ lösen. Und ich würde sagen, wir haben jetzt einen grandiosen Einstieg in den Donnerstag gemacht. Wir haben das mal in Kurzform erzählt Liebe Werra, vielen Dank an dieser Stelle und ich sag einfach, bis zum nächsten Mal. Tschüss! Vera Zingsem: Danke dir und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich. Und die Zwerge, die sehr kreativ, immer schöpferisch sind, die haben sich dann gesagt, ja, wenn wir schon eine Perücke machen, dafür lohnt es sich ja nicht, die Esse zu bewegen, wir machen noch zwei weitere schöne Gegenstände. Dann ist ein wunderbarer Speer dabei herausgekommen, Gungnir mit Namen, und den bekommt Odin. Das ist ein Speer, der nie sein Ziel verfehlt und immer zurückkommt in die Hände des Werfers. Also insofern hervorragend. setzt ihn auch wunderbar ein. Er setzt ihn sogar ein, wenn er sieht, dass ein Mädchen oder eine Frau vergewaltigt wird, dann geht er mit dem Speer dahin und zielt den Vergewaltiger weg. Also auch solche Dinge gibt es mit diesem Speer. Das ist wunderbares Gerät. Und dann kommt noch das Schiff Skidblattnir. Das ist also ein großes Schiff. Da haben alle Asen in voller Rüstung, wenn sie dann mal Ausflug machen wollen, Platz. Aber wenn sie das nicht brauchen, dann können sie es wie ein Tuch in die Tasche stecken. Das heißt, er wird das Tuch aus Wasser werfen und kommt ein Schiff heraus. Und wenn er es nicht braucht, dann kann er es wieder in die Tasche stecken und alles ist geritzt. Das bekommt der Gott frei. Das heißt also, von diesem einen Missgeschick, da hat jetzt Thor. natürlich, also seine Gemalien Ziff hat da jetzt den Vorteil, dann bekommen aber auch noch Odin und Frey auch noch ihr Teil ab. Das ist natürlich auch noch sehr schön. Dann sagt aber Loki, ja ich weiß doch, Ivaldis Söhne, das sind die besten Zwerge, es gibt, die können die tollsten Gegenstände machen. Also so, da geht nichts mehr besser. Das hört aber ein anderer Zwerg und sagt sich, nö, mein Bruder kann das noch besser. Und dann kitzelt er Loki heraus und Loki geht dann darauf ein und sagt, okay, glaube ich jetzt nicht, aber die Wette gilt. Und er wettet seinen, verwettet seinen Kopf. Jetzt ist natürlich die Sache schwierig. Ivaldis Söhne waren gut, aber Sindri und Brokk, die anderen Zwerge, da sieht man jetzt, die werden also noch sehr, sehr pfeffrig daran gehen und sie schmieden als erstes ein wunderbares, goldenes Schwein. Also ganz aus Gold, mit goldenen Borsten, Gullinborsti, der Goldborstige. Und das ist das Sonnensymbol mit dem Frey oder manchmal auch Freyja über den Himmel reiten. Also damit wird sozusagen die Sonne als ein Schwein gesehen. Also als ein fruchtbares, wunderbares Schwein, das sozusagen das Feld auf der Erde bestellt und dann die Sonne am Himmel repräsentiert. Also in beiden Richtungen ist das einfach ein wunderbares Geschenk und frei kann jeden Tag damit über den Himmel reiten und wir sehen die Sonne erstrahlen. Also dann ist die Sonne auch wieder ein Geschenk der Zwerge aus der unteren Welt und damit wird auch darauf angespielt, dass die Sonne ja für uns so aussieht, als wenn sie eine Nachtmehrfahrt macht. Das heißt, sie kommt aus den Zwergen und geht dann an den Himmel und nachts ist sie wieder bei den Zwergen letztendlich. Also sie wird dann geritten. Und dann haben wir noch den Ring Draupnir, von dem träufeln in allen neun Nächten acht weitere Ringe ab. Das bekommt dann auch Odin als Geschenk. Das sind wahrscheinlich sogar die Monate von Jahresanfang bis eben Septemberernte. das. Und dann kommt das Ding, was eben besonders wertvoll ist, der Hammer vom Tor. Also das heißt... In dieser Geschichte wird von Sifs Haarverlust auf der einen Seite die Goldperücke für Sif geschmiedet, aber es kommt dann auch der Hammer zutage. Also der Hammer, der dann sozusagen das Eis brechen wird. Also es wird ein wunderbarer Hammer. Nur hat Loki natürlich jetzt unglaublich Angst, seinen Kopf zu verlieren. Der sieht nämlich, dass der Zwerg schon ziemlich weit ist und der Hammer gedeiht und wird immer fester und größer und und er verwandelt sich in eine Schmeißfliege und sticht auf den armen Zwerg ein, dass der schon blutet und alles, aber der Hammer wird fertig. Er etwas zu kurz im Schaft und Thor wird dann Eisenhandschuhe brauchen und es also in dem Sinn ist aber trotzdem gut, hat seinen Kraftgürtel und das heißt dieser Hammer, der wird auch von allen gelobt. Also es ist einfach das wunderbare Fruchtbarkeitssymbol, ist auch wieder eins, das kann er in die Tasche stecken. Der Hammer, den kann er gegen die Riesen schmettern und er kommt wieder zurück in seine Hand und wenn er ihn nicht braucht, steckt er ihn einfach klein in die Tasche. Also ein klares Sexualsymbol auch in der einen Seite. Aber es ist eben auch, er geht damit gegen die Forstriesen vor, die sonst das Land, das ist wahrscheinlich auch noch mit den Eiszeiten, hängt das zusammen. Die Vorstellung war, wenn das Eis nicht weggeht, kann nichts wachsen und dann verhungern die Menschen. Also es ist eigentlich Petra Baum: Mh. Vera Zingsem: ein Kultursymbol. Es hat natürlich auch was für sich, dass gerade dieser gewaltige Hammer, für den Thor selbst Eisenhandschuhe braucht, von den Zwergen unter der Erde geschmiedet wird. Das hat ja auch wieder was lustiges Ansicht, dass dieser große Gegenstand tatsächlich von den Zwergen geschmiedet wird. Aber in dem Sinn ist jetzt Thor nicht irgendwie brutal. Er muss halt sehen, dass die Eisberge zerstäuben. Und das macht er eben mit diesem Hammer. Und die Riesen kriegen da auch immer ihr Teil ab. Aber es ist jetzt nicht, dass er damit Krieg führen würde. Er ist wirklich der Kulturbringer, der es seiner Gemalin ermöglicht, dann das Korn wachsen zu lassen. Insofern arbeiten die wirklich auch Hand in Hand. Und der Hammer steht dann auch für Donner und Blitz. Und das ist ja genau auch bei Zeus. Auch Zeus Jupiter sind ja Blitz- und Donnergottheiten. Und das hat auch mit der Fruchtbarkeit der Erde zu tun. Das ist nicht einfach nur irgendein Gewaltteil, sondern ist tatsächlich ein Symbol für die Fruchtbarmachung der Erde. Das finde ich auch sehr wichtig, dass man das auch mal sieht. Die Zusammenhänge sind uns manchmal gar nicht mehr so klar. Also insofern hat er mit dem Hammer einen Glücksgriff getan und freut sich auch. Und Loki schafft es auch, der Sache zu entgehen. Er kann seinen Kopf behalten, weil er sagt, sie müssen ja den Hals abschneiden. Und den Hals hat er nicht mitverwettet. Insofern können sie ihm da auch nichts. Loki ist der absolute Trickster, wie es den auch in Nord- und Südamerika gibt, in den Mythen. dem fällt auch immer was ein. Das heißt aber, dass im Grunde jetzt aus dieser einen Geschichte, die wie ein Unglück aussah ... jetzt das Glück sich versechsfacht hat. Und das finde ich unglaublich schön, zu sagen, okay, wir haben zwar das Unglück, aber wir haben es jetzt auf schöpferische Art gelöst. Und jetzt sind wir im Großen und Ganzen, ist unsere ganze Göttin- und Göttergemeinschaft sechs magische Gegenstände reicher geworden. Und das imponiert mir auch. Also, so kann man Geschicht kreativ lösen. Petra Baum: So kann man Geschichte wirklich sehr kreativ lösen. Und ich würde sagen, wir haben jetzt einen grandiosen Einstieg in den Donnerstag gemacht. Wir haben das mal in Kurzform erzählt Liebe Werra, vielen Dank an dieser Stelle und ich sag einfach, bis zum nächsten Mal. Tschüss! Vera Zingsem: Danke dir und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich.