Latest / ntv Wirtschaft / Viele Milliarden – und noch mehr Macht: Elon Musk mit SpaceX vor seinem Rekord-Börsengang
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- SpaceX steht vor dem größten Börsengang der Geschichte. Und Elon Musk lässt sich trotzdem nicht das Zepter aus der Hand nehmen. Bei Samsung droht derweil ein Riesenstreik, der weit über Südkorea hinaus Folgen haben könnte. Und auf unserem Arbeitsmarkt sehen wir, wie schnell Krieg und Unsicherheit Unternehmen vorsichtig machen. Hallo. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Wir starten mit SpaceX. Laut Medienberichten will Elon Musks Weltraum- und KI-Firma schon am 12. Juni an die Börse gehen. Und dabei bis zu 80 Milliarden Dollar einsammeln. Damit wäre der Börsengang der mit Abstand größte aller Zeiten. Die angepeilte Bewertung liegt je nach Bericht bei 1,75 bis mehr als 2 Billionen Dollar. Für den Markt ist das natürlich eine Sensation. SpaceX spielt nicht nur mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das US-Raumfahrtprogramm, sondern hat auch die Strahlkraft von Musk. Das zieht Investoren an. Aber sie sollen sich dafür offenbar auch mit sehr wenig Mitsprache zufriedengeben. Bislang unveröffentlichte Infos von SpaceX an die US-Börsenaufsicht zeigen die geplante Struktur. Demnach ist es Aktionären zum Beispiel ausdrücklich verboten, gegen das Unternehmen oder Musk juristisch vorzugehen. Aber hey, durch Aktien mit zehnfachem Stimmgewicht, die hauptsächlich nur Musk besitzen darf, behält der Gründer sowieso die fast vollständige Kontrolle. Auch in dieser Hinsicht also beispiellos dieser Mega-Börsengang. Patrick D. Wayne hat ihn für uns eingeordnet, mit dem Kapitalmarktstrategen Jürgen Mollner. Herr Mollner, was macht dieses IPO so besonders? SpaceX ist Elon Musk und Elon Musk ist Fantasie und das reizt die Anleger und die Vorstimmung, die Vorfreude ist sehr groß. Es werden am Freitag die Unterlagen für den Prospekt eingereicht, das heißt am Wochenende wird gerechnet von den Analysten, da kommen Kennzahlen raus, die im Moment keiner kennt und das wird natürlich dann am Montag prognostiziert, wie könnte es jetzt mit der Aktie werden und da warten wir alle drauf. Es könnte ja der größte Börsengang, oder das wird ja wahrscheinlich der größte Börsengang aller Zeiten. Aramco zum Vergleich hatte 25,6 Milliarden eingesammelt 2019. Es sind Zahlen kolportiert, die sind so 80 Milliarden. Das ist schon ein ordentliches Brett. Kann der Kapitalmarkt das so easy peasy einfach mal aufnehmen? Ja gut, wir sind ja jetzt in Amerika und in Japan an den Allzeitshoch dran. Wir setzen uns jetzt ein bisschen, also die Märkte sind vorbereitet auf diesen riesen Börsengang. Es kommen ja noch zwei danach, da können wir auch nochmal drüber sprechen. Die Märkte sind vorbereitet, die Märkte wollen das. Und jetzt schauen wir mal, wie die Gesamtlage dann ist. Sie haben gerade die Märkte angesprochen, vor allem KI und Chipwerte haben das Rennen gemacht. Sind sozusagen die KI und Chipwerte von morgen die Weltraumaktien oder wie darf man sich das jetzt vorstellen? Ja, man muss ja dazu sagen, SpaceX hat zwei Arme. Den Satellitenarm, also den Raketenarm und natürlich auch einen Arm über die Plattform X und noch ein Labor für künstliche Intelligenz. Und diese beiden machen das aus, wobei man muss aber deutlich sagen, dass die Satelliten 70 Prozent des Umsatzes machen. Das ist die Cashflow der Firma. Also Sie meinen Starlink und möglicherweise Satelliten, auch immer wieder das Thema Energiegewinnung im Weltall. Wird das alles in der Gemengelage eine Rolle spielen? Das wird definitiv eine Rolle spielen. Wie gesagt, es wird einen riesen Hype geben. Auch wir bei RoboMarkets merken das an Anrufen, können wir irgendwie da teilnehmen. Also es wird mehr und es wird unruhiger. Also die Menge freut sich drauf, die Aktionäre freuen sich drauf und dann warten wir einfach mal ab, was jetzt am Freitag passiert, respektiv am Montag. Aber ist es denn anlegerisch sehr schlau, nur in eine einzige Aktie zu investieren oder sollte man das nicht möglicherweise, wenn man an das Weltraumthema glaubt, in so ein Weltraum-ETF möglicherweise investieren? Da gebe ich Ihnen recht. Man sollte natürlich eher immer breit streuen, an der Börse auf eine Karte zu setzen. Kann nie gut sein. Insofern warten wir einfach mal ab, was jetzt passiert. Die Frage ist ja auch, ob SpaceX, finde ich, so ein bisschen das hinbekommt, weitere Aufträge zu bekommen von der Regierung. Jetzt war ja Trump gerade in China. Glauben Sie, dass da durch diesen China-Besuch nochmal Bewegung reingekommen ist oder denken Sie, das spielt eher keine Rolle? Die Presse hat eindeutig ihre Meinung zu dem China-Besuch gesagt. Das war ein Nullsummenspiel letztendlich. Die Chinesen haben eher Trump gezeigt, wo der Hammer hängt. Jetzt muss man einfach mal abwarten. Trump zündelt ja jetzt wieder am Wochenende. Der Iran-Krieg soll wieder neu angefacht werden. Die Börsen leiden jetzt gerade darunter. Ich könnte mir vorstellen, dass SpaceX und Trump sich wieder vertragen werden, also sprich Elon Musk, und dann warten wir mal, was passiert. Spannendes Thema auch für den gesamten Bereich, nämlich Rüstung. Northrop Grumman, Lockheed Martin, wie die alle heißen. Sie haben die anderen beiden möglichen IPOs noch angesprochen, nämlich OpenAI und Entropic. Denken Sie, die werden auch dieses Jahr kommen und möglicherweise früher, als man denkt? Ich könnte mir vorstellen, nur jetzt war wieder mal Elon Musk der Erste und jetzt warten die beiden großen anderen mal ab, was da passiert. Und dann werden wir mehr wissen. Sehr gut. Herr Mollner, ich danke Ihnen vielmals für die Einordnung. Also, wir haben gelernt, SpaceX, das größte IPO der Geschichte, wird am 12. Juni kommen. Wahrscheinlich ist es schlau, wenn man nicht zu viel alles auf eine Karte setzt, sondern auch da versucht natürlich das Risiko zu streuen, möglicherweise alternativ in einen Weltraum-ETF. Aber der Hype ist groß und möglicherweise wie Cerebras ähnliche IPO-Kursgewinne zu Beginn. Bleibt die Frage, wie viel Machtkonzentration Anleger akzeptieren, wenn nur die Wachstumsfantasie groß genug ist. Aber von SpaceX kommen wir jetzt zu einem Tech-Unternehmen, das gerade operativ mächtig unter Druck gerät. Und mit ihm eine ganze Branche. Bei Samsung drohen massive Streiks. Schätzungen zufolge könnten noch diese Woche mehr als 45.000 Beschäftigte in den Ausstand gehen. Und das für 18 Tage. Zumindest, wenn der weltgrößte Speicherchiphersteller und die Gewerkschaft des Unternehmens in ihren Tarifverhandlungen nicht doch noch weiterkommen. Die Regierung in Südkorea vermittelt, sogar der Präsident hat sich eingeschaltet. Das zeigt, wie ernst die Lage ist. Ein Streik könnte nicht nur Samsung an jedem Tag hunderte Millionen kosten, sondern ist für die ganze Chipindustrie heikel. Wenn bei Samsung die Produktion stockt, dann spüren das im Zweifel viele Branchen. Von Smartphones bis Rechenzentren. Tja, die Lieferketten bleiben eben empfindlich, besonders im Tech-Bereich. Aber Unsicherheit sehen wir gerade auch ganz woanders. Auf Europas Arbeitsmärkten nämlich. Der Iran-Krieg und seine Auswirkungen haben die Stellenmärkte in großen Teilen Europas durcheinandergewirbelt. Die Jobplattform Indeed hat sich neun Länder angeschaut und zeigt, dass die Stellenausschreibungen dieses Jahr bisher immer weniger werden. Im Schnitt sind sie um 5,6 Prozent zurückgegangen. In Deutschland liegt das Minus bei 4,6 Prozent. Stärker trifft es Großbritannien, Irland und Frankreich. Und dabei war die Zahl der Ausschreibungen zum Jahresstart noch gestiegen. Im März kam dann aber mit dem Kriegsbeginn der Einbruch. Unternehmen schalten also sichtbar in den Vorsichtsmodus. Sie halten sich mit Investitionen zurück. Und sie stellen eben auch weniger ein. In Deutschland schwächelt laut der Auswertung auch der Ausbildungsmarkt. Da passt es ja irgendwie besonders, dass heute die Woche des Praktikums beginnt. Eine Aktionswoche der Arbeitsagentur. Gut, jetzt ist ein Praktikum noch kein Ausbildungsplatz, aber es soll Orientierung geben und Türen öffnen, denn es bringt ja die erste so wichtige Berufserfahrung. Wie wird so ein Praktikum zum Erfolg und wie wichtig ist das für die Laufbahn? Mara Bergmann hat mit der Berufsberaterin Katrin Wilkens gesprochen und wir haben auch mal bei jungen Menschen nachgefragt. Was sagen Sie denn, wie wichtig ist mittlerweile ein Praktikum? Ach, Praktikum klingt für mich immer so nach 17, 18 Jahren, nach Schulpraktikum, nach ich muss Kaffee kochen, wenn man das Erfahrungszeit nennt. Oder ich war mal in einer Firma, die haben allen Mitarbeitern genau das angeboten, jederzeit woanders in anderen Abteilungen reinzuschnuppern und nannten das Perspektivwechsel. Finde ich auch schön, weil es weggeht von, ich habe noch überhaupt keine Berufserfahrung und will mal die allerersten Schritte wagen. Das ist ja so, wenn wir Praktikum hören, da denken wir wirklich erstmal wahrscheinlich an 16, 17-Jährige, haben wir alles gemacht, als wir so jung waren. Das heißt, für wen kommt das denn heute in Frage? Also nicht nur für junge Menschen? Nee, zunehmend auch für Ältere, auch da. Wir merken bei uns bei der Berufsberatung IDO in Hamburg zunehmend, dass es Ältere gibt, die sagen, suchen Sie mir einen Job, den man auch noch mit in die Rente hinüberrecken kann. Und wie einfach ist natürlich dann, einen allerersten Schritt mal in etwas ganz Neues, anderes zu machen, wenn man sich da umguckt und ein bisschen hospitiert. Auch das wäre vielleicht ein Wort, aber selbst ja auch was mit Tieren ist. Immer nach jungen Unerfahren und faltenfrei. Ich würde es Perspektivwechsel oder Erfahrungskompetenzzeit oder sowas nennen. Wahrscheinlich finden wir noch ein Wort. Sie bleiben gerade da, wo Sie sind. Wir wollen gleich noch mal zu Ihnen rüberkommen. Wir können das ja als Wettbewerb machen. Der, der den schönsten Begriff einschickt, der wird Namenserfinder des Jahres. So, das ist schon mal ein guter Vorschlag. Ich muss an der Stelle erst mal bei Praktika bleiben. Und das wollen wir uns nämlich mal ein bisschen genauer anschauen und wollen gleich aber nochmal mit Frau Wilkens sprechen. Also Praktiker gehören offenbar dazu. Viele von uns haben wahrscheinlich schon auch wirklich tolle Erfahrungen gemacht. Und wir haben mal nachgefragt, denn nicht immer läuft natürlich auch ein Praktikum so, wie wir uns das erwartet haben. Und deshalb wollten wir mal hören, welche Erfahrungen Leute gemacht haben. Wir waren in der Innenstadt von Kassel unterwegs und haben nach den schlimmsten Geschichten gefragt. Ja, ich war angestellt als IT-Praktikant. Dann habe ich sechs Monate lang die Kaffeemaschine gereinigt und Getränke aus dem Keller in die Kühlschränke geschleppt. Toiletten repariert habe ich da, die waren undicht. Da musste ich dann ran. Ich hatte natürlich auch keine Ahnung. Ich habe mich verlaufen, habe mich ausgesperrt und musste dann über die Dächer von Kassel, von Kassels Innenstadt, versuchen wieder unten in den Laden reinzukommen. Und da musste ich durch so eine Kanzlei irgendwie einsteigen von außen. Und es war kalt, ziemlich kalt, so Minusgrad, und da mussten wir so im Hof hinten so alles aufräumen. Das war bestimmt so zehn Jahre, wurde das nicht aufgeräumt. Das war meine schlimmste Erfahrung. Ich komme aus Franken und ich spreche kein Fränkisch. Und der Vorarbeiter, bei dem ich Praktikum gemacht hat, der hat gelispelt, genuschelt und Fränkisch gesprochen. Und es war laut und hat mich angeschrien, dass ich entweder ringsrum oder linksrum das machen soll. Ich habe nicht ganz verstanden, was es war und ich glaube, er denkt, ich bin ein bisschen blöd. Aber ansonsten war es sehr cool. Tja, wir haben natürlich nach wirklich schlimmen Erfahrungen gefragt, aber damit es nicht in die Hose geht, so ein Praktikum, denn meistens kriegt man ja auch kein Geld dafür. Worauf sollte man achten, Katrin Welkens? Smart wäre das tatsächlich, wenn man vorher bespricht, ob man irgendwie ein Projekt bearbeiten kann, ob man eine Aufgabe sich vorab ausdenken und besprechen kann. Also dass es nicht dazu führt, huch, morgen kommt der neue Praktikant, wir wissen auch nicht genau, was wir dem geben sollen, dann gucken wir doch mal, haben wir doch kaputte Toiletten? Ach ja, da sind ja welche. Wenn dieser Praktikant vier Wochen vorher gesagt hätte, ich hätte Lust, eine ganz kleine Marktforschung mit euch zu machen. Wer hat dafür Zeit? Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die sagen, nee, überhaupt nicht, weil wir haben nicht bei Projekt XY eingeplant, das musst du bitte machen. Oder die sagen, ja, warum nicht? Also sich vorher gut überlegen, was könnte man denn beisteuern, was könnte man inhaltlich Inspirierendes reintragen, dass man nämlich genau dann nicht zu dem Kaffeekocher wird. Aber schauen wir mal auf die Unternehmen. Wenn ein Praktikant da ist, dann kostet das natürlich auch viel Zeit. Das muss man einfach ganz klar sagen. Aber dahinter steckt wahrscheinlich auch eine Chance für das Unternehmen selbst. Ist das den Unternehmen eigentlich schon klar? Das ist vielen Unternehmen tatsächlich schon klar. Also nicht wenige machen inzwischen so eine Art Perspektivwechsel, dass sie auch den Mitarbeitern innerhalb des Betriebes die Möglichkeit geben, du darfst dir einfach mal bis dem Marketing, würdest mal gucken, wie der Vertrieb funktioniert oder du möchtest in die Logistik gehen. Mach das doch mal. Vier Wochen. Das hat nämlich noch einen zweiten großen Vorteil, den man so auf den ersten Blick gar nicht sieht. Es erhöht auch ganz wahnsinnig das Verständnis innerhalb der Abteilung. Also wenn ich als Beispiel zehn Jahre beim Marketing war und jetzt einmal in die Logistik wechseln, dann fällt mir auf einmal auf, die arbeiten in dem und dem Bereich völlig anders. Das ist kein Wunder, dass die immer gestresst sind, wenn wir in dem Moment anrufen. Also für die Unternehmen ist das nicht nur mit Kosten verbunden, sondern auch mit einer großen Toleranzerweiterung. Und wahrscheinlich auch noch Chance, in Zeiten von Fachkräftemangel gute Mitarbeiter zu finden und die schon mal während des Praktikums zu testen, zu checken. Ich danke Ihnen sehr und ich hoffe, wir haben dem einen oder anderen durch dieses Gespräch wirklich ein paar Tipps an die Hand gegeben und auch vielleicht ein bisschen den Mut, diese Bewerbung loszuschicken. Dankeschön an Katrin Wilkens, sie ist Journalistin und Berufsberaterin. Danke. Und das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.