Latest / Epoch Im Fokus / Polen verschärft Drohnenregeln: Abschuss künftig ohne Sichtkontakt möglich #178
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- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Drohnenvorfälle an der Grenze.
- 0:04Speaker 0: Polen verschärft Drohne regeln, Abschuss künftig ohne Sichtkontakt möglich.
- 0:10Speaker 0: Ein Artikel von Reinhard Werner vom threißigsten September zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
- 0:16Speaker 0: Am selben Tag eines erneuten Drohnentvorfalls nahe der ukrainisch-polnischen Grenze kündigt Polen an seine Einsatzregeln zu ändern.
- 0:24Speaker 0: Demnach soll künichtig unter bestimmten Bedingungen an Abschuss ohne Sicht Kontakt möglich sein.
- 0:30Speaker 0: Polens Regierung hat vor dem Hintergrund erneuter Drohnenvorfälle mit einer Änderung ihrer Einsatzregeln reagiert.
- 0:36Speaker 0: Fortan soll die Einsatzdoktrin für polnische Luftstreitkräfte in einer Weise geändert werden, die üblicherweise nur im Kriegszustand zum Tragen kommt.
- 0:44Speaker 0: Am selben Tag, Montag, der September, kam es zum Absturz eines strahlgetriebenen russischen Gerrand-Fünftrohne auf ukrainischem Gebiet nahe dem Grenzebegang Jahaudyn Dorohusk.
- 0:56Speaker 0: Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Vladislav Koziniak-Kamis sei es zu keiner Verletzung des polnischen Luftraums gekommen.
- 1:03Speaker 0: Allerdings habe sich die Einschlagstelle nur etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang entfernt befunden.
- 1:09Speaker 0: Zunehmende Sorge in Polen Todesopfer gab es in Folge des Vorfalls keine.
- 1:13Speaker 0: Allerdings ist das durch die Druckwelle zu Beschädigungen am Gebäude des ukrainischen Grenzpostens gekommen.
- 1:19Speaker 0: Auf polnischer Seite löste der Vorfall erhebliche Sicherheitsreaktionen aus, so kam es zu einer Evakuierung des Grenzübergangs.
- 1:25Speaker 0: Kontrollen wurden zeitwahrlich unterbrochen Kampfjets starteten und die Luftverteidigung wurde in erhöhte Bereitschaft versetzt.
- 1:33Speaker 0: Der Zwischenfall ist nicht der erste seiner Art in jüngster Zeit.
- 1:36Speaker 0: Bereits am thirzehnten September hatte es nach einem Grenzübergang Jachodin Dorohusk einen drohnen Einschlag gegeben, damals traf das russische Kriegsgerät einen LKW.
- 1:45Speaker 0: Einigen Quellen zufolge habe sich der Einschlagsort nur acht hundert Meter von der polnischen Grenze entfernt befunden.
- 1:51Speaker 0: andere Quellen sprechen von zwei Kilometer Entfernung.
- 1:54Speaker 0: An jenem Tag hatte man auf polnischer Seite ebenfalls mit Grenzschließungen und Alarmierungen reagiert.
- 1:59Speaker 0: Damit ist es im September im Zusammenhang mit Kampfhandlungen des Ukrainekrieges gleich zu mehreren Vorfällen in Polnische Grenzen je gekommen.
- 2:07Speaker 0: In Polen wachsen nun Befürchtungen, Russland habe seine vormalige Zurückhaltung bei offensivem Entlang der ukrainischen Westgrenzen aufgegeben.
- 2:16Speaker 0: Positive Identifizierung an Hand einer Kriterienliste.
- 2:20Speaker 0: Polenstellvertretender Verteidigungsminister Cesare Tomczyk verkündete am Montag die Einderung der Einsatzregeln für Piloten der polnischen Luftwaffe.
- 2:29Speaker 0: Auf X begründete er den Schritt, mit dir als gestiegen wahrgenommenen Bedrohungen durch Russland und den Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg – ihm zufolge müsse Polen inzwischen täglich mit der Möglichkeit rechnen, das Drohnen in sein Staatsgebiet eindringen!
- 2:43Speaker 0: Bislang galt in Friedenszeiten, dass ein Pilot ein unbekanntes Flugobjekt üblichweise visuell identifizieren musste bevor er befugt war es zu bekämpfen.
- 2:51Speaker 0: Er musste sich entsprechend dem Objekt nähern um nachsehen zu können worum es sich handelt.
- 2:56Speaker 0: Künftig soll eine sogenannte positive Identifizierung ausreichen.
- 3:00Speaker 0: dazu sollen Piloten einen Bündel an Informationen zusammenführen und berücksichtigen.
- 3:05Speaker 0: diese Reichen von Radarerfassung Geschwindigkeit, Flughöhe und Flugbahn über Einflugrichtungen fehlende oder fehlerhafte Freund-Feind-Kennung und Informationen anderer Sensoren bis zur Hinweisen verbündeter Staaten und Quellen.
- 3:18Speaker 0: Dabei soll auch Informationen aus der Ukraine eine entsprechende Relevanz zugemessen werden.
- 3:24Speaker 0: Neue Doktrien soll verkürzter Reaktionszeitrechnung tragen.
- 3:28Speaker 0: Über das weitere Vorgehen soll der Pilot oder der operative Kommandeur entscheiden.
- 3:33Speaker 0: Es gibt dem Ministerium zur Folge keinen Automatismus, wonach diese jedes unbekannte Flugobjekt abschießen dürften – es solle vielmehr eine Gesamtschau aller relevanten Indikatoren stattfinden.
- 3:44Speaker 0: Erst wenn aus dieser eine hinreichend eindeutige Einschätzung entstehe, dass sich um ein feindliches oder bedrohliches Objekthandle sei es gestattet den Waffeneinsatz freizugeben.
- 3:53Speaker 0: Zur Begründung hieß es, es sei bei Drohnen und Marschflugkörpern potentiell problematisch von einem Kampfflugzeug erst das Herstellen von Sichtkontakt zu verlangen.
- 4:02Speaker 0: Dies verkürzte die mögliche Reaktionszeit.
- 4:06Speaker 0: Tom Zyker klärte, die nunmärigen Möglichkeiten seien bislang eher für Kriegs- oder Ausnahmezustände vorgesehen gewesen – allerdings wolle man verhindern, dass Piloten ein potenziell gefährliches Ziel erst verfolgen müssten um es optisch bestätigen zu können.