Latest / Coding Buddies | Tech & Dev-Mindset / 3 Metriken mit denen du nicht deine Produktivität messen solltest
Transcript
- 0:00Um wieviel ist denn die Software besser geworden?
- 0:04Und anhand dieser Frage merkt man ja schon so was.
- 0:09Was was ist die Einheit von der Zahl, die du mir hören willst?
- 0:13Sowas? Sie ist 2 besser Coding Body
- 0:17deinem Podcast wohnt um Softwareentwicklung und
- 0:20aktueller Technews herzlich willkommen.
- 0:34Herzlich Willkommen zur neuen Folge des Cody Buddies Podcast.
- 0:37Schön, dass du wieder eingeschaltet hast, dass wir uns
- 0:39hier wieder versammelt haben. Ich bin natürlich wieder dabei,
- 0:41Tino und auch der fantastische Fabi, den ich jetzt begrüßen
- 0:44mag. Fabi, Was geht ab, wie geht es
- 0:47dir? Hallöchen.
- 0:49Halle schön, ich find. Es immer schön, wenn man
- 0:52angekündigt wird irgendwie. Ich weiß auch nicht.
- 0:55Fühlt sich so an, als wenn man so reinkommt.
- 0:56So reingelaufen. Kommt so.
- 0:58Ja, ich komm doch. Mal reingelaufen.
- 0:59Ja, stimmt. Klatschig Klatsch ich immer so
- 1:02mit der Wand ab. Ja, genau so virtuell.
- 1:06Und da ist er wieder, und da geht er auch wieder.
- 1:11Ja gut, geht es mir ganz gut. Soweit so gut, es ist n bisschen
- 1:15kühler geworden, das find ich ja mal super ne.
- 1:19Einfach mal nicht schwitzen. Ja, ist auch mal was Schönes.
- 1:22Ne, war ja teilweise n sehr warmer Sommer, obwohl.
- 1:26Ich es krass finde, weil eigentlich hab ich das Gefühl es
- 1:28hat die ganze Zeit nur geregnet und dann war es noch mal richtig
- 1:30heiß. Aber.
- 1:32So n Wechsel immer ne entweder Regen oder super warm.
- 1:34Ja, also immer noch n normaler deutscher Sommer, so wie man ihn
- 1:37kennt würd ich. Sagen ja, wie man ihn kennt und
- 1:40wie man ihn liebt. Aber jetzt kommt wieder die
- 1:42schöne muckelige Winterzeit sei ich schon Herbst erstmal Herbst
- 1:46ne, aber ich. Mag den Herbst überspringen wir
- 1:48ja scheinbar direkt, das ist ja super kalt geworden.
- 1:53Ja, so viel dazu. Aber ich würd mal sagen, starten
- 1:58wir in die Folge rein. Ja, ja, ich hab auch ein Thema
- 2:01mitgebracht, was krass oder Thema Pass auf was das war haben
- 2:07wir da schon mal vor einer Weile nicht im Podcast.
- 2:10Aber so mal drüber gesprochen und haben uns gesagt okay das
- 2:13kann man doch mal im Podcast beleuchten und zwar das Thema.
- 2:18Metriken in der Softwareentwicklung aber.
- 2:22Bezüglich der Produktivität innerhalb eines Entwicklungs
- 2:27Teams oder sagen wir mal die produktive eines Entwicklers,
- 2:30also Einzahl Mehrzahl so. Und ja, was gibt es da so für
- 2:34Methoden? Wie kann man das ganze Messen,
- 2:37macht es Sinn das zu messen? Das würd ich halt gern mal so n
- 2:41bisschen kritisch hinterfragen mit dir und mal.
- 2:45Gucken ja, auf welchen Nenner wir da so kommen oder wie wir
- 2:48beide das so betrachten. Weil es gibt natürlich, sag ich
- 2:52mal gerade denn von vom Manager, also von der Management Ebene
- 2:57den Wunsch gewisse Metriken zu haben um einfach zu überwachen.
- 3:02Wie produktiv ist denn mein Team?
- 3:04Was Produkt XY entwickelt zurzeit können.
- 3:09Wir, das messproduktivität ich find überwachen ist finde ich
- 3:12klingt so mies. Ja, aber also Monitoren im Sinne
- 3:16von Messen, sagen wir mal. Ne, verstehe ich.
- 3:19Genau und im Prinzip deshalb, weil man ja sehen möchte.
- 3:26Im besten Fall werden wir immer produktiver oder halt frühzeitig
- 3:28erkennen zu können, dass sie Produktivität nachlässt, dass
- 3:31man halt Gegenmaßnahmen einleiten kann.
- 3:33Deswegen sind solche. Metriken ja an sich erstmal vom
- 3:39Grundgedanken nicht schlecht, sag ich mal.
- 3:42Die Frage ist halt immer, wie gut funktioniert sowas und da
- 3:45gibt es natürlich verschiedene Ansätze und die würde ich jetzt
- 3:48gerne mal mit dir. Beleuchten ja auf jeden Fall.
- 3:51Das ist auch echt ein spannendes Thema, gerade im Bereich der
- 3:54Softwareentwickler. Also man versucht ja immer
- 3:55irgendwie eine gewisse Art von Produktivität oder Performance
- 3:59zu messen, das war ja irgendwie gefühlt schon immer so macht.
- 4:02Ja, auch Sinn. Man möchte ja auch irgendwie,
- 4:05man hat ja auch einen Anspruch an sich selber, also ich weiß
- 4:07nicht, es fängt ja schon finde ich so zu Hause an, wenn du
- 4:10sagst, ich möchte jetzt keine Ahnung Geschirr spülen, ich weiß
- 4:13nicht wie es dir geht, aber ich versuche halt auch irgendwie,
- 4:15dass das schnell geht oder versucht es halt zu optimieren
- 4:19oder so und deswegen das ist ja immer so auch ein Anspruch an
- 4:23sich selber und ob du jetzt als Einzelperson das machst oder in
- 4:26einem Team oder als Unternehmen, das ist ja finde ich.
- 4:29Irgendwie eine ganz normale Sache und gerade so bei also.
- 4:35Früher auch so bei also früher heute auch noch ne, aber da kann
- 4:38man das konnte man das ja mal super messen, wie zum Beispiel
- 4:41bei Fabriken finde ich, wenn du sagst, ey, wir produzieren
- 4:45heute. Weiß ich nicht. 1000 teile von
- 4:48irgendwas. In einer Fabrik ne, und jetzt
- 4:51sagt man zum Beispiel ja, hier kommt, dann kommt jemand und
- 4:55sagt, wir haben neue Maschinen und diese Maschinen, die
- 4:57produzieren viel schneller und viel genauer so und am Ende
- 5:01kannst du ja dann zum Beispiel bei so einer Fabrik dich
- 5:04hinstellen und sagen Okay, sagen wir mal, letztes Quartal hatten
- 5:07wir oder letzten Monat meinte Ich, glaube ich hatten wir 1000
- 5:10Teile produziert und diesen Monat sind es mit den neuen
- 5:13Maschinen zum Beispiel 5000 teile, das heißt, Wir haben
- 5:15unsere Produktivität um 5, also 5 mal, also das fünffache
- 5:19erhöht. Voll cool.
- 5:21Und dann kannst du vielleicht noch gucken, dass du sagst, OK,
- 5:23keine Ahnung, diese Teile, die wir hergestellt haben, sind
- 5:25tatsächlich auch besser verarbeitet und halten unter
- 5:28irgendwelchen Stresstests das Doppelte oder was auch immer ja
- 5:32bisschen kaputt gehen, so kannst du perfekt messen, nur total
- 5:35coole Sache und das blöde an der ganzen Geschichte ist ja, dass
- 5:40es bei Softwareentwicklung gar nicht so einfach ist.
- 5:42Weil wenn du jetzt zum Beispiel sagst okay, du hast irgendwie
- 5:44ein Produkt. Irgendwie ein Stück Software und
- 5:48dieses Stück Software hatte letzten Monat irgendwie eine
- 5:52bestimmte bestimmten Umfang und nächsten Monat hat es auch einen
- 5:55bestimmten Umfang, aber du weißt ja nicht immer hundertprozentig
- 5:59okay, aber welchen also? Was ist denn jetzt, welcher
- 6:05Umfang ist dazu gekommen? Also das ist ja nicht immer nur
- 6:07das, was du siehst. Das, was hinzugekommen ist.
- 6:09Und das ist ja dann sozusagen nicht so einfach, das Ganze zu
- 6:12messen, wenn du nicht genau siehst oder also wie in so einer
- 6:16Fabrik an Stückzahlen ey, das ist jetzt Bär geworden und
- 6:20deswegen ist halt natürlich die Frage okay wie kann man das zum
- 6:22Beispiel in der Software Entwicklung an irgendwie diese
- 6:25Performance eben messen. Und das Problem ist, dass dann
- 6:29halt oft willkürlich irgendwas gemessen wurde.
- 6:32Oder versucht wurde zu messen. Du hast da ja auch schon ganz
- 6:36guten Punkt so indirekt angesprochen und zwar?
- 6:41Ja, also in der Softwareentwicklung über n
- 6:43gewissen Zeitraum, den man jetzt beispielsweise mit seiner
- 6:46Messung betrachten möchte. Ist es mehr geworden, hast du ja
- 6:50gesagt, das heißt, gehen wir mal davon aus, es sind mehr Zeilen
- 6:54Code geworden, Mhm. Das heißt, die Software wächst,
- 6:58es kommt irgendwie ne Art Funktionalität rein, weil ich
- 7:02gehe jetzt mal davon aus, dass wenn mehr Zeilen Code drin sind,
- 7:04auch mehr Funktionalität in dem Produkt steckt, am Ende also in
- 7:08der Software. Und deswegen hat man ja immer
- 7:12überlegt, so im Laufe der Zeit gibt es ja so wie gesagt,
- 7:15verschiedene Metriken und so der erste.
- 7:19Irgendwo ja auch logischer Ansatz ist halt genau das zu
- 7:23messen, wie umfangreich denn diese Software ist.
- 7:26Beispielsweise und da sind. Wir dann wieder beim Thema.
- 7:31Wieviel Codezeilen sind denn? Dazu gekommen und deswegen ist
- 7:36gab es halt oder gibt es immer noch.
- 7:38Ich weiß nicht wer das einsetzt, aber gibt es halt grundsätzlich
- 7:42die. Metrik ist noch nicht
- 7:43ausgestorben. Genau, sie ist noch nicht
- 7:45ausgestorben, aber die Metrik Lines of Code quasi zum Messen,
- 7:49die dazugekommen sind, sprich als Entwickler schreibe ich so
- 7:53und so viele Zeilen Code am Tag, das heißt ich kann messen.
- 7:59Wie viele Zeilen kommen denn über einen gewissen Zeitraum
- 8:02durch die jeweiligen Entwickler dazu und kann dann vergleichen?
- 8:07Nimmt diese Zahl zu, schreiben sie immer mehr Code, schreiben
- 8:10sie weniger Code oder ist es relativ konstant?
- 8:14Das bringt natürlich. Probleme mit sich definitiv.
- 8:19Also ich bin auch gar kein Fan von dieser Metrik, aber ich
- 8:22glaube, es geht auch vielen so, weil man relativ schnell merkt,
- 8:26dass Lines of Code ja nicht die gleiche, also nicht jede Zeile
- 8:31Code, die dazu kommt, hat ja den gleichen Outcome am Ende also
- 8:37output. So gesehen ist gleich, ich habe
- 8:40eine Zeile Code mehr. Aber wenn wir jetzt mal den
- 8:43Mehrwert betrachten, dann kann der halt sehr, sehr stark
- 8:46variieren, von Zeile zu Zeile. Das heißt, ich kann 10 Zeilen
- 8:51Code geschrieben haben, an einem Tag, hab damit aber n
- 8:54signifikantes Problem beispielsweise gelöst oder
- 8:57vielleicht n Bug behoben. Na.
- 8:59Oder ich schreib 10 Zeilen Code und das hat eigentlich keinen
- 9:04großen Mehrwert gebracht, weil es vielleicht einfach nur ne
- 9:07kleine Änderung in der Oberfläche war oder was auch
- 9:10immer, aber halt vielleicht so ne Verschönerungsgeschichte war
- 9:14in der Software. Wenn sie jetzt ne Oberfläche hat
- 9:16und das andere hat aber ein signifikat signifikanten
- 9:21Sicherheits eine Sicherheitslücke geschlossen
- 9:23oder so, dann dann. Hat das ja extrem
- 9:26unterschiedlichen Wert diese Zeilen, da kann man sie ja
- 9:30einfach nicht vergleichen. Ich finde da merkt man ja
- 9:32relativ schnell, dass das eigentlich an sich keine gute
- 9:35Metrik. Ist na vor allem, stell dir mal
- 9:37vor, wenn du wenn du sagst Ey Entwickler werden dafür ich nenn
- 9:41s jetzt mal belohnt wenn Sie mehr Zeilen Code schreiben, dann
- 9:45kannst du dich als Entwickler oder Entwicklerin hinstellen und
- 9:47sagen ja okay ich kann diese Lösung die erforderlich ist kann
- 9:52ich mit 10 Zeilen Code hinkriegen, aber ich werde ja.
- 9:55Quasi sozusagen belohnt dafür, wenn ich mehr schreibe.
- 9:59Also mache ich quasi eher die aufgeblähte Lösung, weil dann
- 10:03sozusagen ich ja im Endeffekt besser dastehe und ne höhere
- 10:07produktiver gelte, produktiver gelte, weil du ja zum Beispiel
- 10:11dann auch bei keine Ahnung irgendwelchen Git changes oder
- 10:13sonst was siehst. Okay Oh guck mal wie viele
- 10:15Zeilencode hinzugekommen sind, und das ist natürlich eine
- 10:19absolute Schwachstellung. Genauso kann man sich hinstellen
- 10:22und sagen, naja. Welcher Entwickler oder welche
- 10:24Entwicklerin mag es denn nicht, wenn es eine Lösung gibt mit 10
- 10:28Zeilen, anstatt eine Lösung von 100 oder 1000 Zeilen?
- 10:30Welche würde man bevorzugen? Und da, das ist ein extrem guter
- 10:34Punkt, das ist auch genau dieser zweite Kritikpunkt, den auf den
- 10:38ich mit dir kommen wollte. Schön, dass du es angesprochen
- 10:40hast, weil. So gesehen sorgt.
- 10:46Das ja dafür, dass vielleicht Entwickler sich denken, oh, ich
- 10:48muss mehr zeigen, Code schreiben, diesen dann eventuell
- 10:52ist jetzt wie gesagt kein Vorteil oder so, aber
- 10:55vielleicht. Unüberlegter machen und mehr
- 10:58Code bedeutet auch mehr Wartung. Das heißt, diese ganze Software
- 11:01bläht sich auf, wird schwieriger zu warten sein und auch
- 11:06schwieriger zu Refact an sein, beispielsweise weil der Code
- 11:09sich halt einfach so. Extrem aufbläht, wenn man nach
- 11:13dieser Metrik bewertet wird und vielleicht im Hinterkopf hat, Oh
- 11:17verdammt, ich muss noch jetzt mal gehen wir mal davon aus, du
- 11:21musst sogar irgendwie ne gewisse Metrik schaffen, weil du dann
- 11:24als effektiv oder oder als produktiv gilt und denkst dir
- 11:28so, oh, ich muss heute noch 30. Zeilen hochschreiben.
- 11:30Wieso? Stell dir mal vor.
- 11:33Da merkt man ja schon, dass diese Metrik eigentlich gar
- 11:35keine Aussagekraft. Hat ich hab meine Aufgabe
- 11:37bereits erfüllt, aber ich muss noch 30 Zeilen Code scheiden.
- 11:42Das wäre echt totaler Quatsch. Aber könnte man sich da nicht
- 11:44hinstellen, jetzt mal eine produktive.
- 11:48Eine provokative Frage kann man sich jetzt nicht hinstellen und
- 11:51sagen, ja gut, dann könnte man ja ein Maß nehmen, wo man sagt,
- 11:55das Produkt in möglichst wenigen Zeilen Code, ist das dann ein
- 11:58besseres Maß, also nehmen wir das mal umgekehrt so, ja.
- 12:05Ja gut, wenn du es richtig umdrehst, dann mache ich den
- 12:07ganzen Tag nichts und bin der produktivste von allem, weil ich
- 12:09nichts geschrieben habe. Aber ja, na ja, natürlich.
- 12:15Wenn du jetzt komplett ins Gegenteil gehst und sagst, ich
- 12:18muss so wenig Code wie möglich schreiben um meine Lösung zu
- 12:21finden, dann neigt man ja wieder dazu.
- 12:25Unglaublich. Schwierigen Code im Sinne der
- 12:29Verständlichkeit zu schreiben, weil nicht jeder Code, der sehr,
- 12:33also nicht jede Funktionalität, die sehr mit sehr wenig Code
- 12:37gelöst wurde, ist am Ende gut umgesetzt, weil n Entwickler B
- 12:41der das nicht entwickelt hat, n Kollege beispielsweise sich das
- 12:45irgendwann anguckt und sich denkt, was passiert in diesem
- 12:47One Liner. Diese typischen One liner, ich
- 12:49schreibe die ganze Funktionalität in einer Zeile,
- 12:51weil ich, weil ich einfach Bock hab das so komplett komplex da
- 12:55abzubilden und. Alle anderen brauchen dann ne
- 12:58halbe Stunde um diese eine Zeile zu verstehen.
- 13:01Überspitzt gesagt, aber genau in diese Gefahr läuft man ja rein.
- 13:05Es ist ja nicht immer die beste Lösung, manchmal sind ein paar
- 13:08Zeilen mehr einfach super fördernd für die
- 13:11Verständlichkeit, dann halt auch ne.
- 13:14Ja, auf jeden Fall. Und da finde ich, ist es halt
- 13:16einfach. Da merkt man irgendwie, dass es
- 13:17so Lines of Code an sich, es ist halt ein trade off mit wieviel
- 13:21Zeilen Code man sozusagen seine Lösung für ein bestimmtes
- 13:24Problem. Oder für eine bestimmte Aufgabe
- 13:26umsetzt. Dass man sagt, OK, zu viel ist
- 13:29natürlich quatsch, warum sollte ich mehr nehmen als benötigt,
- 13:31wird aber immer noch irgendwie so viel, dass es auch noch
- 13:35trotzdem weiterhin verständlich bleibt und das also es wird
- 13:38relativ schnell klar, finde ich, wenn man einfach mal n bisschen
- 13:41darüber nachdenkt, dass Lions of Code vielleicht nicht das die
- 13:45beste Möglichkeit sind und ich finde, du hattest auch von von
- 13:48Mehrwert vorhin gesprochen und das ist oft auch ein Problem,
- 13:52wenn sich wenn sich auf die Produktivität von der von der
- 13:55Performance oder von einem Team wird, das halt eben diese dieser
- 14:01Output ne, also das Ergebnis was geliefert wird, zum Beispiel 100
- 14:05Zeilen Code einfach. Mehr beachtet wird als das
- 14:10eigentliche Outcome, also dieser dieser Outcome, der Mehrwert,
- 14:14der geschaffen wird, weil wenn du zum Beispiel sagst, Ey und
- 14:16ich find, das ist ja schon, du kannst.
- 14:20Es damit super darlegen, weil wenn du sagst.
- 14:23Ergibt also dieser Output ne wenn du sagst 1000 Zeilen Code
- 14:26output ne super krass kannst du auf dem Blatt Papier sehen.
- 14:29Ey das sind super viele Zeilen voll gut, da hat jemand
- 14:32produktiv gearbeitet oder man sagt zum Beispiel Na ja gut aber
- 14:35ne kleinere Lösung wäre halt auch schon schön okay 1000
- 14:38Zeilen Code ist jetzt auf einmal eine bisschen unrealistisch,
- 14:41aber egal wo man dann aber hinterher merkt, ja okay weiß
- 14:45ich nicht, ist zwar weniger Code aber der Mehrwert ist bei der
- 14:49einen Seite nicht geschaffen, weil du halt einfach viel zu
- 14:52viel Overhead hast und auf der anderen.
- 14:54Hast du auch keinen Mehrwert geschaffen, weil keiner mehr
- 14:56diesen Code versteht? So, und das ist halt so n
- 15:00kleines Problem sag ich jetzt mal oder einer der großen
- 15:03Probleme auch von den nachfolgenden.
- 15:06Performancekriterien, die wir ja auch noch n bisschen besprechen
- 15:09wollen. Dass sozusagen mehr auf dieses
- 15:11Ergebnis, auf diesen Output als auf den Mehrwert, diesen
- 15:14Outcome, den der Fokus gelegt wird.
- 15:17Ja, ja, was halt einfach auch daran liegt, dass du diesen
- 15:20Output quasi ja auch besser messen kannst als den Outcome.
- 15:26Also wie nehmen wir noch mal kurz dieses Lines of Code
- 15:29Beispiel, ich kann natürlich viel schneller auch
- 15:32automatisiert feststellen, wieviel Zeilen Code sind denn
- 15:35jetzt mit der letzten Änderung in die Software gekommen?
- 15:39Das lässt sich ja viel leichter ermitteln.
- 15:41Als wieviel Mehrwert wurde geschaffen?
- 15:43Genau. Wieviel also mal vereinfacht
- 15:46gesagt, um wieviel ist denn die Software besser geworden?
- 15:51Und anhand dieser Frage merkt man ja schon so was.
- 15:57Was ist die Einheit von der Zahl, die du mir hören möchtest?
- 16:00Sowas? Sie ist 2 besser.
- 16:04Und das ist halt, da merkt man einfach die Schwäche von dieser
- 16:07Metrik. Und deswegen, glaube ich, sind
- 16:09da auch relativ viele schnell von weggegangen und es wurden
- 16:14sich halt andere Metriken auch in der Zeit überlegt und die
- 16:16sind auf jeden Fall schon. Ne Ecke besser haben aber auch
- 16:21ihre vor und Nachteile und da würd ich gerne mal auf eine
- 16:24Eingehen, im Prinzip auf die. Die Geschwindigkeit in der
- 16:31Entwicklung wird ja oft belostet, also velocity.
- 16:34Ja genau, die Metrik wird oft Velocity genannt und da hat man
- 16:38sich dann halt überlegt, wie kann man denn das Messen, wie
- 16:42schnell mein Team entwickelt und ein ein Ansatz ist gerade ja,
- 16:47wenn man in der agilen Welt nach Scrum beispielsweise arbeitet
- 16:52oder allgemein Kanban nach Tickets halt.
- 16:56In der agilen Welt und ich, ich habe Tickets, die müssen
- 16:58erledigt werden und. Die sind ja, sagen wir mal, in
- 17:04üblichen geschätzt worden. Das heißt, man ermittelt
- 17:06ungefähr, wie lange dauert das, und dann erledige ich sie
- 17:10beispielsweise im Sprint, oder halt, ja, muss jetzt nicht nach
- 17:13Sprint sein in einer gewissen Zeit, und diese Zeit, die ich da
- 17:16nehme für meine Messung, kann ich ja gucken, wieviel habe ich
- 17:22denn erledigt, also beispielsweise, wir sagen, heute
- 17:26ist der Start so ein klassischer Sprint und wir machen.
- 17:29Jetzt 2 Wochen und wir nehmen jetzt haben im Team jetzt 10
- 17:34Tickets ja beispielsweise und im Schnitt haben die sagen wir 5
- 17:40Punkte, dann sind das ja 50 maximal erreichbar.
- 17:45Punkte in den 2 Wochen wenn ich sage, das ist jetzt mein
- 17:48Zeitraum und ich gucke, wie viele Punkte habe ich denn am
- 17:51Ende auch wirklich erreicht, sprich hab ich alle Tickets
- 17:55abgeschlossen, hab ich ja logischerweise alle 50 Punkte
- 17:58erreicht, das heißt nach meinem Maß habe ich genau meine
- 18:02Geschwindigkeit erreicht, die ich möchte.
- 18:04Ich bin schnell, weil ich schaffe das alles abzuarbeiten.
- 18:07Beziehungsweise wenn du sagst, du hast zum Beispiel keine
- 18:09Ahnung. In einer in einem Sprint zum
- 18:11Beispiel, sagen wir mal einfach Sprint 1.
- 18:13Hast du vielleicht 30 Punkte abgearbeitet?
- 18:16Sprint 2 hast du auf einmal 40 geschafft und Sprint genau. 3
- 18:19hast du dann. Irgendwie 45 geschafft.
- 18:21Das heißt deine Geschwindigkeit, deine Velocity von Punkten, die
- 18:24du sozusagen in deinem Zeitraum abgearbeitet hast, dieses
- 18:27gestiegen, also bist du schneller geworden.
- 18:29So genau. Das wäre nicht der Punkt, was
- 18:32ich jetzt sagen wollte ist genau was du meintest, weil wenn ich
- 18:35jetzt im nächsten Sprint auf einmal nur noch 20 Punkte mache,
- 18:37dann bin ich ja quasi halbiert, mehr als halbiert in meiner
- 18:41Geschwindigkeit und das wäre dann quasi so, wollte man die
- 18:44Metrik dann verwenden zusammen warum sind wir denn jetzt so
- 18:47langsam geworden, was ist passiert oder in deinem Beispiel
- 18:50super? Wir werden immer schneller,
- 18:54fantastisch und das klingt erstmal logisch, dass man sagt,
- 18:59ja, OK, ja gut, ich Messe halt wieviel oder wie schnell schaffe
- 19:03ich es meine Tickets abzuarbeiten, ja.
- 19:06Klingt ja erstmal schon viel besser als diese Lines of Code.
- 19:10Metric hat aber halt auch Probleme und zwar jeder der in
- 19:14der agilen Welt mal gearbeitet hat oder vielleicht aktuell tut.
- 19:18Liebe zuhören, lieber Zuhörer, falls es bei dir so ist, wirst
- 19:20du uns wahrscheinlich. Sehr wahrscheinlich zustimmen.
- 19:22Jetzt ist ja genau diese Schätzung, wie lange ein Ticket
- 19:27dauert und man dann halt quasi das mit Punkten verseht.
- 19:32Ein unfassbar schwieriger Punkt und ein sehr subjektiver Punkt,
- 19:37was bei dieser Metrik ja noch viel entscheidender ist, oder?
- 19:39Da haben wir. Übrigens auch mal eine Podcast
- 19:41Folge drüber gemacht. Falls dich das ein bisschen
- 19:43genauer interessiert. Liebe zuhören, lieber Zuhörer,
- 19:45damit das noch mal genauestens erläutert und warum es auch
- 19:49subjektiv und schwierig ist. Aber ich stimme dir total zu,
- 19:53Tino weil im Endeffekt ist es ja um das mal kurz
- 19:57zusammenzufassen, also wenn jetzt sagen wir mal, wir beide
- 20:00stellen uns irgendwo hin und sagen okay, was meinst du?
- 20:02Weit ist zum Beispiel der nächste Turm irgendwo da hinten
- 20:05entfernt. Dann werden wir wahrscheinlich
- 20:08weder das genau gleiche schätzen, also die genau gleiche
- 20:12Maßeinheit, die genau also nicht genau die gleiche meta Einheit
- 20:16schätzen sozusagen. Also ich sag dann.
- 20:17Grundsätzlich in Fuß schätze und ich in Meter.
- 20:21Ja, Instinkte fußmäßig Nein. Aber weißt du was ich meine?
- 20:26Also ich sag dann zum Beispiel keine Ahnung, es sind 50 Meter,
- 20:28du sagst es sind vielleicht 30 Meter oder was auch immer und am
- 20:32Ende unterscheidet sich unsere Schätzung aber auch sozusagen.
- 20:37Die unsere Schätzung wird sich auch von der Realität sehr
- 20:39wahrscheinlich unterscheiden und damit hast du natürlich auf
- 20:43jeden Fall schon mal ne Varianz drin, die dir definitiv.
- 20:47Die die, die sich, die sich definitiv mit einschleichen,
- 20:50wird in in diese sag ich mal, in diese Varianz deiner
- 20:55Geschwindigkeit von sag ich mal Sprint zu Sprint, Iteration zu
- 20:58Iteration und was ich auch sehr sehr kritisch dabei finde ist,
- 21:04dass wenn wir das jetzt mal weiter denken und sagen okay die
- 21:08Entwickler und Entwicklerinnen schätzen diese Tickets, also es
- 21:12wird irgendeine Story um eine Aufgabe genommen und.
- 21:16Man setzt sich zusammen und schätzt das und sagt Okay das
- 21:18ist jetzt vielleicht eine 1, eine 2, eine 3, je nachdem, nach
- 21:20welchem Maß man schätzt oder t Shirts heißt und.
- 21:25Dann wird hinterher gesagt, okay, ihr wart vielleicht, wenn
- 21:28ihr zum Management sagt, ihr Wart und Produktion produktiv.
- 21:31So was wäre denn der nächste Schritt, man könnte sich ja
- 21:34hinstellen und sagen okay, dann sagen wir beim nächsten Mal,
- 21:38wenn zum Beispiel vielleicht schätzt, dass dein Ticket eine 1
- 21:41wäre, sagst du okay es ist eine 3.
- 21:43So also bläst du im Endeffekt künftig.
- 21:48Ich das ganze auf, das heißt ne du schätzt einfach mehr ein als
- 21:52es überhaupt in Wirklichkeit einnimmt diese Aufgabe um dann
- 21:56hinterher dich feiern zu lassen, dass du so viel abgearbeitet
- 22:00hast. Und das ist halt natürlich
- 22:03wieder ne sehr, sehr schwierige Sache.
- 22:08Ja. Gerade wenn es ne sorry.
- 22:10Ja nee, es ist halt auch wie gesagt sehr subjektiv und wenn
- 22:15man aber sagt, man will jetzt projektweit diese Metrik
- 22:20verwenden, also über mehrere Teams hinweg, dann kannst du
- 22:24diesen subjektiven Faktor einfach nicht mehr einfangen,
- 22:26weil wie du schon meintest, die einen denken sich so, oh, bevor
- 22:31ich hier als unproduktiv gelte. Bewerte ich die Tickets lieber
- 22:35als komplexer oder zeitaufwendiger, je nachdem, ob
- 22:38man jetzt nach Komplexität oder wirklich nach Zeit schätzt?
- 22:41Ja, machen ja auch viele. Dass man denn sagt, nee, ich
- 22:45gehe lieber den sicheren Weg und gelte ja auch automatisch als
- 22:48produktiver, wenn ich es höher ansetze und es dann schaffe.
- 22:52Ist ja besser als zu sagen, Ach naja, es wird schon, ich bin da
- 22:55ziemlich optimistisch und nachher machst du schließt du
- 22:58keine Tickets ab und giltst halt als super unproduktiv, obwohl du
- 23:01quasi gleich performt hast als im letzten Sprint hast dich halt
- 23:04nur verschätzt im Prinzip. Ja, und das ist halt die Gefahr.
- 23:08Und andererseits kannst du halt auch andere Teams schlecht
- 23:13dastehen lassen, wenn du halt deine subjektive Einschätzung
- 23:17komplett abweichend ist zum zu den anderen Teams und du halt
- 23:21sage ich mal der High Performer in Anführungsstrichen bist der
- 23:2550 Punkte umgesetzt hat, was aber nur 2 Tickets waren oder
- 23:29wie auch immer, ist jetzt nur eine reine Zahl und die anderen
- 23:32sind im Schnitt bei 3035 punkten beispielsweise.
- 23:37Und ja, gelten ja dann als weniger produktiv, obwohl sie
- 23:42vielleicht einfach realistischer geschätzt haben.
- 23:45Ja, und dazu kommt ja auch noch, dass wenn du unterschiedliche
- 23:48Teams hast, die vielleicht in einem großen Bereich
- 23:52zusammenarbeiten, aber zum Beispiel irgendwie das
- 23:54Management will, diese Teams vergleichen.
- 23:57Du weißt ja gar, also das Management hat meistens wenig
- 23:59wissen darüber, in welchem Kontext jemand.
- 24:02Unterwegs ist so, und jedes Team hat sehr wahrscheinlich, also
- 24:06ich weiß nicht das. Da wirst du mir wahrscheinlich
- 24:08zustimmen. Aber wenn man in
- 24:10unterschiedlichen Teams gearbeitet hat, wird es auch
- 24:12wird auch unterschiedlich geschätzt und.
- 24:15Du kannst es halt im Worst Case gar nicht richtig vergleichen.
- 24:19Du kannst nicht sagen, dieses Team schätzt zum Beispiel nach
- 24:22Zeit dieses Team, schätzt nach Komplexität, schätzt nach einer
- 24:25anderen Skala, was auch immer und das Ganze dann hinterher
- 24:28wieder zu auf einen Nenner zu bringen, ist natürlich
- 24:31schwierig. Klar kann sich hinstellen und
- 24:32sagen, jeder macht das jetzt gleich, aber nichtsdestotrotz
- 24:35hast du immer noch eine Unsicherheit drin, der Kontext
- 24:38ist ein anderer, wie gesagt, ein Output ist ja nicht gleich
- 24:40outcome, also wenn jetzt zum Beispiel jemand sagt, EY, wir
- 24:42haben jetzt dieses Ticket und dieses Ticket ist wirklich sehr,
- 24:45sehr wichtig. Dann ist es vielleicht auch gar
- 24:47nicht so interessant, wie lange es dauert, wenn wir jetzt in
- 24:51Zeiteinheiten sind. Aber der Impact, der hinterher
- 24:54entsteht. Für das der ist ein.
- 24:56Absolvierendes Tickets, ne, das ist halt wichtig.
- 24:58Genau und das sind halt so. Punkte, die die, die passen
- 25:03einfach nicht zusammen. Und das Problem bei Velocity
- 25:06ist, weil wenn man jetzt kann man sich natürlich fragen ja gut
- 25:08velocity ja wozu ist es denn da? Also diese ganze Stories
- 25:13schätzen und einplanen. Das ist n Planungstool.
- 25:16Damit kann zu Kapazitäten planen.
- 25:18Damit kann man sagen OK. Es gibt Leute, die zum Beispiel
- 25:23das Team, das also das, das kann jetzt diese Kapazität an Arbeit
- 25:28aufnehmen, ne, aber? Das zu missbrauchen sag ich
- 25:33jetzt mal um ne Produktivität zu messen.
- 25:36Das ist halt schwierig und das kann halt auch im Endeffekt,
- 25:39wenn jetzt zum Beispiel ei das eine Team diese Punkte aufbläht
- 25:42und dadurch sozusagen vermeintlich auf n Blattpapier
- 25:44schneller ist als das andere. Auch wieder dazu führen, dass
- 25:47natürlich jetzt die Zusammenarbeit zwischen den
- 25:50Teams halt stark gefährdet wird. Ne?
- 25:52Ja. So, und das willst du auch nicht
- 25:54haben. Genau.
- 25:56Und jetzt kann man natürlich auch sagen, Na ja, gut, dann.
- 26:00Gehst du halt dich zum Beispiel über die Punkte, dass du sagst,
- 26:03OK, ich will, also ich angenommen du bist jetzt
- 26:06manager, du verstehst diesen Punkt von dir gerade und sagst
- 26:09ja OK, dann sind Punkte, kann man manipulieren, dann sagen wir
- 26:12OK wieviel Tickets fertig sind am Ende.
- 26:14Ne, dann können Sie ja sagen, das sind 30 Punkte, aber am Ende
- 26:17zählt wieviel Tickets fertig sind.
- 26:19Aber genau das kannst du wiederum ja auch manipulieren,
- 26:22indem du denn einfach deine Aufgaben so fein granular
- 26:24machst, dass du sagst keine Ahnung, ich mach ne kleine
- 26:28Änderung in der Software ist ein Ticket, also versteh mich nicht
- 26:31falsch, fein geschnittene Tickets sind Gold wert, weil
- 26:34umso besser kannst du sie dann beispielsweise schätzen oder
- 26:37überhaupt sind sie dann erst greifbar, aber.
- 26:40Wenn du das jetzt wieder in Metrik verpackst.
- 26:44Könnte man, könnte man auch wieder übertreiben und sagen,
- 26:45wir machen es richtig, richtig fein.
- 26:47Granulare Tickets und ich schließe 5 am Tag ab, überspitzt
- 26:52gesagt und dann ist das ganze auch wieder hinfällig und das
- 26:55ist halt das Problem bei der Velocity, was ich sehe, dass du
- 26:59halt immer einen Weg findest um künstlich deine Produktivität zu
- 27:04steigern, ohne am Ende diesen Outcome zu steigern, weil wie
- 27:09gesagt es ist. Ich finde das ist auch ein gutes
- 27:11Beispiel, es ist ja, wenn es eine Wichtige.
- 27:14Qualität ist spielt es keine Rolle, ob sie nach 2 oder 3
- 27:17Wochen da ist. Ja ne, ist ja nicht, dass der
- 27:20Manager sagt, du bist jetzt nicht fertig, du bist fast
- 27:22fertig ist egal. Ich will das jetzt nicht mehr.
- 27:24Es ist zwar wirklich, wirklich wichtig, dass diese
- 27:27Funktionalität in die Software kommt, aber jetzt.
- 27:29Nee, du hattest 2 Wochen. Weißt du, das spielt ja am Ende
- 27:32dann wirklich keine Rolle mehr, weil der Impact einfach groß ist
- 27:36für die Software, dass das dann reinkommt.
- 27:38Ja, ja, definitiv. Gebe ich dir recht, aber wenn du
- 27:42jetzt weiter guckst und sagst ne, weil ich jetzt das schon mal
- 27:44n bisschen angeschnitten hatte und man sagt jetzt Na gut, Pass
- 27:46auf, man nimmt das vielleicht als Planung ne und sagt dann
- 27:49vielleicht ne, dann könnt ihr ja vielleicht jetzt so n bisschen
- 27:51weiter spinnen das Ganze und sagen Na ja pass auf.
- 27:55Wir haben jetzt unsere unsere Stories und wir haben jetzt
- 27:59erfahrungsgemäß wissen wir, dass so oder also ich hab das glaub
- 28:04ich auch schon erlebt, dass man sagt OK ne pro.
- 28:08Entwickler oder Entwicklerin kann sozusagen können weiß ich
- 28:12nicht. Sagen wir mal 5 Stories in der
- 28:14Woche erledigt werden ne nur mal als Beispiel so, dann sag es
- 28:18dann gehst du nicht mehr dahin und sagst OK wieviel können wir
- 28:21abarbeiten, sondern man sagt OK. Ein Entwickler, eine
- 28:25Entwicklerin ist in der Lage, Roundabout 5 Stories storypunkte
- 28:30sozusagen ne, also diese geschätzten Punkte abzuarbeiten.
- 28:32Dann kann man sich ja hinstellen und sagen, ja gut, OK, das ist
- 28:35ja so ne Art von Utilisation oder Auslastung, dass du sagst
- 28:38ne. Wieviel, wenn wenn ich das weiß
- 28:41wieviel Punkte, also wieviel Tickets kann ich denn dann zum
- 28:44Beispiel einer Person zuordnen? Ne könnte ich ja zum Beispiel
- 28:47sagen, ja gut, wir haben jetzt 2 Tickets, wenn du von 2 Wochen
- 28:51redest 2 Tickets a 5 storypunkte oder?
- 28:544 Tickets mit 2 und 3 Punkten pro Woche oder was auch immer
- 28:58ne. Also kannst du ja dann zu.
- 28:59Ich muss ja. Ich muss kurz mit rechnen.
- 29:04Und das heißt, du kannst im Endeffekt ja ne gewisse
- 29:07Auslastung für eine Person irgendwie ne.
- 29:10Also wenn du jetzt sagst okay Pass auf jede Person ist 100%
- 29:14ausgelastet, hast du vielleicht eine größere Produktivität als
- 29:17wenn du sagst jede Person macht nix.
- 29:22Also jetzt war wirklich die absoluten Extreme so also also.
- 29:26Im Prinzip würde wahrscheinlich. Jeder zustimmen und sagen ja
- 29:29klar, wenn die Leute was tun, na dann ist besser, als wenn die
- 29:31Leute nichts tun. So und je mehr sie tun, desto
- 29:33besser. Okay verstehe ich, verstehe ich
- 29:36das heißt, die Metrik dahinter ist zu versuchen, die Auslastung
- 29:42möglichst hochzuhalten, und das spricht für eine hohe
- 29:45Produktivität, weil den Leuten böse.
- 29:49Gesagt, nicht langweilig wird. Genau das ist die Metrik dann am
- 29:52Ende. Das wäre die Metrik Utilization
- 29:54oder Auslastung eine. Ja, auch oft genutzt wird oder
- 29:58auch gerne genutzt wird, gerade vom Management, weil das
- 30:00Management dann das ist. Ja, das ist ja, das kommt ja
- 30:03alles immer so n bisschen, sag ich mal aus dieser Analogie von
- 30:06der Fabrik, ne, es ist ja nur gut, wenn zum Beispiel ne
- 30:09Maschine. Arbeitet so und wenn du sagst,
- 30:15OK, du hast jetzt zum Beispiel ein Fließband und eine Maschine,
- 30:18arbeitet und gibt dann das Teil. Keine Ahnung was auch immer,
- 30:22gibt es an die nächste Maschine weiter und du hast 5 Maschinen.
- 30:26Ne, und du sagst jetzt OK jetzt wird n Teil hergestellt, erst
- 30:29Maschine 1, dann gibt es das Teil Maschine 2 weiter Maschine
- 30:313 Maschinen 4 Maschine 5 Maschine 5 stellst fertig und
- 30:34dann ist es fertiggestellt und dann wird das nächste Teil
- 30:36angefangen. Da könnte man sich ja relativ
- 30:38schnell hinstellen und sagen na ja aber.
- 30:40Könnte man nicht sagen, dass 5 Teile immer gleichzeitig
- 30:43bearbeitet werden, anstatt dass du sagst ein Teil immer nur bis
- 30:47alles fertig ist? Ne würde ja erst mal Sinn machen
- 30:49und genauso kannst du ja von dieser Auslastung her auch
- 30:52ausgehen und sagen ja komm hier, das können ja auch Entwickler
- 30:54und entwicklerinnen können ja auch genau eine hohe Auslastung
- 30:57fahren. Also das ist im Prinzip kein
- 30:58Leerlauf. Gibt jetzt in der Fabrik, dass
- 31:01halt ständig jeder Teilschritt aktiv ist, sozusagen.
- 31:06Genauso wie im Team einfach jeder Entwickler dauerhaft aktiv
- 31:10ist, sozusagen und immer ein Ticket vor der Nase hat, sagen
- 31:13wir mal so. Und das klingt ja erstmal auf
- 31:17dem Papier nach einer guten Metrik zu sagen, naja, wenn alle
- 31:21bei 100% sind, dann ist es meine maximale Produktivität, fertig.
- 31:27Also jetzt kannst du sagen okay, jetzt gehen wir noch hier in
- 31:31absoluten Panic Mode und schalten auf 110 Produktivität
- 31:34hoch und 110%. Aber genau da ist ja auch die
- 31:38Frage, wie lange werden die Entwickler das Mitmachen, weil
- 31:42wenn du immer auf Anschlag läuft und da ist auch die Analyse.
- 31:46Zu Maschinen oder auch so Fabriken nicht schlecht.
- 31:50Du kannst ja nicht immer am Anschlag laufen, weil wie lange
- 31:54soll das gut gehen, das kannst du vielleicht für ne gewisse
- 31:58Zeit machen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass.
- 32:02Sich ne negative Stimmung einstellen wird, wenn die
- 32:06Entwickler quasi konstant das Gefühl haben am Limit zu sein.
- 32:12Ja, im roten Bereich sozusagen. Ja, genau das, also wenn du halt
- 32:17wirklich immer im roten Bereich drehst sozusagen und sagst, nee,
- 32:21komm bisschen noch noch 2 Wochen los, bisschen bisschen geht
- 32:24noch, dann ist halt wirklich die Frage, wie lange kann man das
- 32:27durchhalten. Und da gibt es ja auch
- 32:31verschiedene Studien dazu, sage ich mal, die sagen, OK, es ist
- 32:35eher schädlich, so eine hohe Auslastung zu haben, gerade in
- 32:39Hinsicht der Softwareentwicklung, und das
- 32:42kann ich mir halt gut vorstellen, weil ich, wie ich ja
- 32:44gerade schon meinte, wenn ich mir vorstelle, das ganze Team
- 32:47ist immer im roten Bereich, dann wird es irgendwann.
- 32:52Zu beispielsweise mentalen Problemen kommen, zu
- 32:54Motivationsproblemen und dann wird diese Produktivität ganz
- 32:58schnell in die falsche Richtung kippen.
- 32:59Ja, vor allem das witzige an der ganzen Geschichte ist ja auch,
- 33:02dass gerade bei wenn du jetzt mal wirklich diese Analogie zu
- 33:04einem Fließband nimmst, dann hast du ja eigentlich, sage ich
- 33:08jetzt mal. Im Normalfall eher das nicht,
- 33:12dass es kommt ja nicht auf einmal neuer Schritt rein, ne,
- 33:15dass du zum Beispiel sagst, so, ja jetzt müssen wir aber also ne
- 33:18irgendwie so Störfaktoren ne, also kann natürlich schon mal
- 33:21sein, dass du irgendwie sagst, ne Maschine fällt aus oder so
- 33:24klar gut gehen wir mal davon ab, sondern dass du sagst irgendwie
- 33:27ungeplante Arbeit in einem Fließband hast du eher weniger
- 33:30ungeplante Arbeit, weil es ist alles durchgetaktet, aber bei
- 33:33einer Softwareentwicklung in einem Team.
- 33:36In dem Produktteam, was auch immer und.
- 33:39Gerne mal. Also wenn jemand jetzt dagegen
- 33:42widerspricht, Liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, dann immer raus
- 33:44damit. Aber ich glaube, ich möge jetzt
- 33:47sprechen oder für immer schweigen.
- 33:49Genau. Aber Fakt ist es, dass ja
- 33:52wahrscheinlich. Also ich hoffe, dass das jeder
- 33:54kennt. Weil also ich kenn es auf jeden
- 33:55Fall zur genüge, du hast immer irgendwie ungeplante Arbeit, die
- 33:59irgendwie mal wieder reinkommt und wenn du sagst, OK, du hast
- 34:03bis zu 100% ausgelassen und jetzt kommt aber jemand und
- 34:06sagt, das müssten wir wirklich gerade noch mal einschieben, das
- 34:09ist gerade wirklich noch mal wichtig, wie kannst du Sachen
- 34:13einschieben, wenn du bei 100% ausgelastet bist?
- 34:16Oder vielleicht 110 das funktioniert ja nicht.
- 34:18Richtig. So, das kann man sich auch ganz
- 34:20gut vorstellen. Wie gut sind denn deine Jonglier
- 34:23Künste? Meine.
- 34:26Ja, also ich kann mit 3. Bällen kann ich jonglieren.
- 34:29Ja, 3 kriegst du hin und jetzt stell dir vor, das sind sind das
- 34:32deine 100%. Meine 120% sind das.
- 34:40OK, aber. Stellen wir uns mal vor, du, du
- 34:41machst das souverän. Das ist genau 3 Bälle ne das das
- 34:45schaffst du und jetzt stell ich mich hin und sag aha ich hab
- 34:49hier noch einen und wirf den einfach so zu dir rüber und auf
- 34:53einmal hast du 4 und musst weiter jonglieren.
- 34:55Wie lange wird das gut gehen und das ist ja genauso wenn du quasi
- 34:58am Anschlag bist und da einfach keine Zeit und keine keine
- 35:02Kapazität mehr über ist. Für diesen vierten Ball und dann
- 35:06kommt trotzdem irgendwann derjenige der dir diesen vierten
- 35:08Ball zuwirft und am Ende wird. Ich folgendes passieren, dass du
- 35:12alle Bälle fallen lässt und. 3. Bälle fallen lassen, ein Ball
- 35:16werf ich dir gegen Kopf und dann renn ich weg.
- 35:18Ja OK, gut, dann, das heißt, die Produktivität geht erst mal so
- 35:23auf, was 25 nee 20% 25% runter und dann auf 0, weil du den
- 35:28letzten Ball noch in meine Richtung wirst.
- 35:31Kommt drauf an, was man damit jetzt als produktiv versteht.
- 35:34Also das. Liegt ja am Auge.
- 35:35Des Betrachters. Nein, ich weiß was du.
- 35:38Meinst Plot bist ich hab auch 3 Fälle und mit 4 komme ich dann
- 35:41auch nicht klar und dann passiert bei mir genau das
- 35:43gleiche. Hast du schöne Kettenreaktion im
- 35:45Team? Aber ich finde das, das stellt
- 35:48es halt einfach sinnbildlich. Ich hoffe man konnte sich das
- 35:51jetzt vorstellen, einfach perfekt da, weil es wird nicht
- 35:54funktionieren dann und du hast es so schön gesagt, weil es ist
- 35:58unvermeidlich, dass irgendein Randthema reinkommt und wenn du
- 36:02dann keine Kapazität dafür hast, wird dir das Halt auf die Füße
- 36:06fallen am Ende. Also ich meine, selbst wenn du
- 36:08von einem Wasserfallmodell aus gehst, wo ihr eigentlich alles
- 36:11durchgeplant ist, von A bis z, wo du wirklich sagst das geht,
- 36:14hier geht's los, da ist es zu Ende und fertig und dann ist die
- 36:17Sache. Dieses Modell wurde ja nicht
- 36:19umsonst gechallend, weil du halt einfach ja genau diesen Effekt
- 36:22hast, dass du sagst, ey, es kommen neue Sachen rein
- 36:27ungeplante Sachen, es ist es kommen Störfaktoren, irgendwas,
- 36:31irgendwas muss noch mal angepackt werden oder wie auch
- 36:34immer und ja, da kommt man relativ schnell dazu, dass das
- 36:39halt einfach auch nicht das richtige Maß ist oder nicht das
- 36:42optimale Maß ist. Aber im Endeffekt können wir ja
- 36:46zusammenfassen, wenn wir jetzt sagen, Okay Produktivität
- 36:49messen. Wir haben jetzt 3 Sachen
- 36:51besprochen, die jetzt nicht so optimal offensichtlich laufen,
- 36:54also zum einen zum einen, aber die Lines of Code, als zweites
- 36:58noch die Velocity, die Geschwindigkeit und als drittes
- 37:01die Utilisation, die Auslastung und wie wir gerade einmal
- 37:06ordentlich dargelegt haben, sind das jetzt nicht die besten
- 37:08Metriken, um irgendwie eine Performance zu messen, eine
- 37:11Performance des Teams oder auch eine Einzelperson.
- 37:14Genau. Weil sie sich ja einfach ich
- 37:17finde, das kann man eigentlich bei allen sagen, sich halt zu
- 37:20sehr auf diesen Output konzentrieren und nicht auf den
- 37:24Mehrwert, also den Output. Bei der oder während der
- 37:28Entwicklung. Genau, ja, aber in dem Sinne
- 37:31würde ich sagen, das sind auf jeden Fall jetzt erstmal 3
- 37:34Metriken, die sich nicht unbedingt eignen.
- 37:36Und jetzt können wir mal. Trotzdem beliebt sind und oft
- 37:40stimmt gut. Dass das noch mal sagst, das
- 37:42wird nämlich trotzdem noch zu oft, wahrscheinlich auch einfach
- 37:45angewendet. Jetzt können wir einfach mal
- 37:47einen kleinen Cliffhanger machen und sagen okay, wir haben jetzt
- 37:50schon, glaube ich, genug gequatscht hier rüber und
- 37:53betrachten einfach mal und gehen einfach mal in der nächsten oder
- 37:57in einer der nächsten folgen, ich weiß es noch nicht genau,
- 38:00wann wir das besprechen, aber da werden wir uns dann mal angucken
- 38:04wie. Kann man es denn überhaupt
- 38:06besser machen? Was sind denn Metriken, die
- 38:08wirklich dazu führen, dass man vielleicht sinnvoll messen kann,
- 38:13wie produktiv sozusagen ein Team war, anhand der Software anhand
- 38:17des Ziels, was verfolgt wird? Genau weil da gab es ja über die
- 38:21Zeit auch Metriken, die es wirklich besser gemacht haben.
- 38:25Und ich finde es gut, dass wir es in der extra Folge machen,
- 38:27weil wir sind ja jetzt auch schon fortgeschritten in der
- 38:29Zeit und. Haben wir das cool getrennt?
- 38:31Gefällt mir gut, machen wir, so Fabi, gute Idee.
- 38:34Super und in dem Sinne würde ich sagen, können wir die Folge auch
- 38:38abschließen. Jo und ich hoffe, liebe Zuhörer,
- 38:43lieber Zuhörer, das hier die Folge gut gefallen hat und.
- 38:46Wenn du dich auch bei manchen dieser Metriken wiederfindest im
- 38:49Sinne von, es wird danach gemessen oder du kennst das, was
- 38:53wir gerade geschildert haben, dann schreib uns gerne mal.
- 38:55Oder du sagst vielleicht auch, nee, Moment, Moment, Moment, wir
- 38:58benutzen die und die Metrik und die funktioniert super dann.
- 39:02Das wissen, weil das ist natürlich einfach n sehr, sehr
- 39:04interessantes Thema auch und wenn du was hast.
- 39:08Dann schreib uns sehr, sehr gerne über unsere Podcast Mail.
- 39:11Die findest du in den Shownotes. Genauso kannst du auch wenn du
- 39:13sagst, Ey Coding Buddy ist ja Coding Buddies Podcast, das ist
- 39:16ne richtig coole Sache, die gefällt mir richtig super, ich
- 39:19bin total begeistert, dann gib uns auch gerne Feedback oder
- 39:24hinterlasse ne kleine Spende kannst du auch alles über die
- 39:26Podcast Mail machen in den Shownotes oder den Link zur
- 39:28Spende findest du auch in den Shownotes und ansonsten?
- 39:32Empfehle den Podcast gerne weiter und in dem Sinne würde
- 39:35ich sagen, verabschieden wir uns wieder von dir.
- 39:39Wir hören uns hoffentlich in der nächsten Folge wieder deine
- 39:41Coding Buddies. Gemeinsam besser.
- 39:52Was?