Latest / Gin And Talk / Peter Raue über Kunst, Kultur und Leidenschaft
Transcript
- 0:00Speaker 1: Dann fing ich an mit so ungefähr am ersten Examen ein bisschen Kunst zu kaufen, weil ich ein bisschen Geld verdient habe.
- 0:07Speaker 1: Kleines Blatt von Josef Albers gekauft.
- 0:09Speaker 1: und dann gab es Freundschaften mit Künstlern die heute vielleicht gar nicht mehr im Zentrum stehen, aber die ich damals sehr bewundert habe.
- 0:17Speaker 1: Und so ging das an.
- 0:18Speaker 1: also ich hab nie gesagt jetzt werde ich sammler.
- 0:21Speaker 1: Berlin war schon eine aufgeregte und aufregende Stadt.
- 0:25Speaker 1: Es gab keine Polizeistunden Deutschland ist sonst undenkbar.
- 0:31Speaker 1: Und es gab so sehr viele Experimente, Theater auch skandalöses Theater.
- 0:37Speaker 1: Es gab die Künstler Kneipen, ob das Zwiebefisch oder andere ist, die heute gar nicht mehr existieren in denen man sich getroffen hat und tüchtig gesoffen hat.
- 0:47Speaker 1: Also es war schon eine wirklich aufregende Zeit und ich habe die ersten zwei, drei Semester die Fakultät eigentlich kaum gesehen.
- 0:55Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 0:56Speaker 0: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr, euch heute zu einer neuen Episode Gen & Talk aus Berlin begrüßen zu dürfen.
- 1:04Speaker 0: Mein heutiger Gast ist Prof.
- 1:06Speaker 0: Dr.
- 1:06Speaker 0: Peter Raue.
- 1:08Speaker 0: Er isst Rechtsanwalt einer der bedeutendsten Kunstexperten Deutschlands leidenschaftlicher Sammler und ein unermüdlicher Förderer der Kunstszene.
- 1:18Speaker 0: Seit Jahrzehnten setzt er sich für Künstlerinnen und Künstlerein, hat den Verein der Freunde der Nationalgalerie mitbegründet und zahlreiche bedeutende Werke nach Deutschland geholt.
- 1:29Speaker 0: Ich wollte von ihm wissen welche Rolle Kunst in unserer Gesellschaft spielt, warum sie oft als erstes unter finanziellen Kürzungen leidet und was es bedeutet nicht nur Werke zu sammeln sondern Kunst als einen Dialog zu verstehen.
- 1:43Speaker 0: Außerdem sprechen wir über seine Anfänge, seine persönliche Leidenschaft für die Künste und warum er sich von digitalen Kunstform eher fernhält.
- 1:52Speaker 0: Wenn dir diese Episode von Genetalk gefällt folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcasts hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung!
- 2:01Speaker 0: Diese und viele weitere Episoden findest Du auch als Videopodcast auf unserem YouTube-Kanal.
- 2:07Speaker 0: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 2:13Speaker 1: Zwei Menschen,
- 2:14Speaker 0: eiskalte Drinks
- 2:16Speaker 1: und eine Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 2:21Speaker 1: Herzlich willkommen an unseren Bartresen!
- 2:24Speaker 1: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:29Speaker 1: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 2:37Speaker 0: Studio-Bar.
- 2:46Speaker 0: Lieber Herr Dr.
- 2:47Speaker 0: Rau, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier bei Ihnen im Büro in Berlin treffen können um über Kunst zu sprechen und ihre Sammlung über Künstler über Kreativität zu sprechen Und ein bisschen vielleicht auch noch über das Recht Das damit zusammenhängt.
- 3:01Speaker 0: herzlich willkommen
- 3:02Speaker 1: Danke.
- 3:03Speaker 0: Sie kommen ja quasi aus meiner Heimat aus München.
- 3:10Speaker 1: Ich
- 3:11Speaker 0: bin tatsächlich gebürtiger Münchner.
- 3:12Speaker 0: Ja,
- 3:13Speaker 1: ohne Dialekt?
- 3:13Speaker 0: Ohne Dialekt.
- 3:14Speaker 0: den letzten Rest habe ich mir irgendwann mal abtrainiert aber tatsächlich immer in München gelebt ja.
- 3:22Speaker 0: Wenn wir mal tatsächlich zu ihren Anfängen sozusagen zurückgehen... ...ich glaube es war eine Picasso Ausstellung im Haus der Kunst die sie ursprünglich mal für Kunst begeistert hat die sozusagen diesen diesen Funken entfacht hat.
- 3:37Speaker 0: Was genau hat sie da so fasziniert?
- 3:38Speaker 1: Das war die erste Picasso-Ausstellung überhaupt in Deutschland, die Nazis haben ihn ja nicht ausgestellt und es war im Jahr, glaube ich, in den Fünfzehnten.
- 3:47Speaker 1: Haus der Kunst war voll mit Arbeiten von Picasso.
- 3:49Speaker 1: am Eingang des Hauses stand das schlechthinnige Övre von ihm nötigernika an die Kriegsverbrechen der deutschen Spanien in der Francozeit umgehauen.
- 4:00Speaker 1: Das habe ich empört, was da erzählt wird.
- 4:04Speaker 1: Wie Leid durch einen Pferdekopf dargestellt werden kann und so.
- 4:08Speaker 1: Ich weiß das konnte mich gar nicht trennen.
- 4:11Speaker 1: Und dann war es ja eine Zeit wo man sich über Picasso totgelacht hat.
- 4:15Speaker 1: also dann gab's so Witze wie jemand steht auf.
- 4:20Speaker 1: Ja ich höre dich nicht, ich hab meinen Ohr am Arsch und solche Geschichten.
- 4:24Speaker 1: Das hab ich empört.
- 4:25Speaker 1: oder gab ihm ein paar Arbeiten gesehen die so einleuchtend waren?
- 4:29Speaker 1: Typisches Beispiel ist die Gitarre von eben einen Stoffwetzen, ein Loch irgendwo nicht wo so eine Gitarren hingehört und darauf zwei Stäbe.
- 4:38Speaker 1: Und das war eben Gitarret.
- 4:40Speaker 1: Da dachte ich was kann Kunst verkürzt sagen?
- 4:44Speaker 1: Es war aber eine Zeit wo ich schon gerne als fünfzehnjährige in eine Ausstellung gegangen bin also irgendwie war ich schon neugierig drauf.
- 4:52Speaker 1: Aber das war so ein Erweckungserlebnis und ich fand die Erwachsene die sich darüber lustig gemacht haben einfach zum Speiden.
- 4:57Speaker 1: Jetzt
- 4:59Speaker 0: war das ja eine Zeit, wo die Gesellschaft noch sehr gebeutelt war von den Kriegsnachwehnen.
- 5:04Speaker 0: Es ist unfassbar viel passiert.
- 5:05Speaker 0: Wir hatten damals dann auch in den Fünfzigern und Sechzigern die Zeit des Wirtschaftswunders.
- 5:10Speaker 0: Es wurde wahnsinnig viel angepackt.
- 5:12Speaker 0: Was würden Sie denn im Rückblick eigentlich sagen?
- 5:14Speaker 0: Wie war denn die Beziehung der Gesellschaft zur Kunst?
- 5:17Speaker 1: Also ich glaube, dass Wort Gebeutelt von den Ereignissen traf auf das Umfeld, in dem ich groß geworden bin... In Pohlachensäule Großgebäude, in Eckling bei Wolfarts Haus und in die Schule gegangen.
- 5:31Speaker 1: Da hatte ich nicht den Eindruck das sie gebeutelt waren.
- 5:33Speaker 1: Ich weiß heute dass viele Menschen mit denen nichts zu tun hat, viele Lehrer in der NSDAP waren also auf mindestens eine problematische Vergangenheit da hatten über die nicht gesprochen worden ist.
- 5:46Speaker 1: es war wahnsinnig viel Aufbau und Aufbruch und es kamen das Fernsehen auf und die Leute hatten alle ein eigenes Auto.
- 5:52Speaker 1: Das war einfach was man später als Wirtschaftswunder bezeichnet hat.
- 5:57Speaker 1: Und eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gab es zum Beispiel in meiner Schule überhaupt nicht, ich habe mit sechszehn Jahren ein langeres Film bei Nacht und Nebel gesehen die sich auch sehr bahnen wirft.
- 6:09Speaker 1: ja das war in der Schule kein Thema sondern wir sind heimlich damals ins Kino gegangen um uns das anzuschauen.
- 6:14Speaker 1: also das war eigentlich eher eine die Vergangenheitszudeckende als von der Vergagenheit gebeutelte Gesellschaft in der ich gelebt hab.
- 6:23Speaker 0: Jetzt gab es ja aber damals auch viele Kunstwerke, die das Thema aufgegriffen haben.
- 6:27Speaker 0: Sie haben gerade Picasso auch schon genannt mit den Kriegsverbrechen, die da eine Rolle gespielt haben.
- 6:36Speaker 0: Haben das denn die Kunstinteressierten in dieser Gesellschaft überhaupt verstanden?
- 6:41Speaker 0: dann zu dieser Zeit?
- 6:42Speaker 1: Es ist schwer zu sagen weil ich glaube dass die bildende Kunst auf diese Ereignisse sehr spät eingegangen ist.
- 6:50Speaker 1: man hat sich... für Kunst interessiert.
- 6:53Speaker 1: Man hat Kunst ausgestellt, gekauft, gesammelt nicht dich aber die Leute, die das konnten damals, die nach Deutschland nicht gekommen ist also der ganze Bereich des sogenannten Achvermeld Die französische Schule Das waren diese der Nachholbedarf.
- 7:08Speaker 1: In dieser Zeit kommt ja auch die erste Dokumente die eigentlich nichts anderes war als Max Ernst in Deutschland zu zeigen.
- 7:14Speaker 1: Das waren aber keine Auseinandersetzung mit den Kriegereignissen.
- 7:17Speaker 1: Das kommt aus meiner Sicht sehr viel später, sondern das war ein Nachholen.
- 7:21Speaker 1: da gab es Cobra also diese künstliche Vereinigung Kopenhagen Pustel Amsterdam mit denen man sich auseinandersetzte.
- 7:29Speaker 1: Aber eine künstlische Auseinsandersetzung in der Vergangenheit hat es eigentlich kaum gegeben.
- 7:35Speaker 1: Es kam dann im Theater schon eher mal der Trojanische Krieg findet nicht statt.
- 7:40Speaker 1: Tage mochte alle Fragen gehen den Kamer spielen wo das Thema Fahre hätte ich fast gesagt leise angespielt worden, aber die wirklich auseinandersetzung wie später Peter Weiß mit der Ermittlung zum Beispiel geschafft hat.
- 7:52Speaker 1: Die kommen sehr viel später.
- 7:54Speaker 0: Jetzt hatten Sie wenn ich das in der Recherche richtig verstanden habe ja auch nicht immer das leichteste Verhältnis zu Ihrer Schulzeit und haben davon Ihrem was sie dann erst später herausgefunden haben Nichtleiblichen Vater auch gerne mal eins auf den Deckel bekommen für nicht ganz so gute Leistungen Sind dann aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb in die Juristerei abgebogen?
- 8:15Speaker 0: Wann war denn für Sie der Punkt, wo sie gemerkt haben ich kann die Themen Kunst und Jura sozusagen miteinander verbinden.
- 8:25Speaker 1: Da gibt es keinen Punkt.
- 8:27Speaker 1: das hat sich zufällig oder so wie ist vielleicht nicht richtig Aber es hat sich ergeben.
- 8:33Speaker 1: mir war klar Ich wollte mal früher mal Schauspielerei machen.
- 8:35Speaker 1: da habe ich gemerkt dass einige Begabungen, die man unbedingt bräuchte bei mir nicht vorhanden sind und nicht entwickelt werden können.
- 8:43Speaker 1: Dann war Dior das nächste Ding, ich habe es in der Schule über Römisches Recht mein Referat gehalten.
- 8:49Speaker 1: also es hat mich interessiert und dann kam eben fast nebenbei diese Leidenschaft... Das muss jetzt dann für die Künste sein.
- 8:57Speaker 1: Ich bin eine Leidenschaft mit Theatergänger.
- 9:00Speaker 1: Sie fasst hier die Oper, die in Berlin gezeigt wird.
- 9:03Speaker 1: Es macht schon immer meinen.
- 9:05Speaker 1: mein Leben.
- 9:06Speaker 1: und dann finde ich an mit so ungefähr da am ersten Examen ein bisschen Kunst zu kaufen, weil ich ein bisschen Geld verdient habe.
- 9:13Speaker 1: Kleines Blatt von Joseph Albers gekauft, dann gab es Freundschaften mit Künstlern die heute vielleicht gar nicht mehr im Zentrum stehen aber die ich damals sehr bewundert habe.
- 9:24Speaker 1: und so ging das an.
- 9:25Speaker 1: also ich hab nie gesagt jetzt werde ich sammler oder wie verbinde ich das eine mit dem anderen?
- 9:30Speaker 1: denn diese Verbindung kam ja eigentlich erst mit dem Beruf Als ich dann anwalt war, das war im Jahr einundsiebzig.
- 9:37Speaker 1: Ich bin einundsechzig nach Berlin gekommen.
- 9:40Speaker 1: Vierzehn Tage nach dem Bau der Mauer.
- 9:42Speaker 1: Berlin war halblehr weil die Studenten aus der DDR oder aus der Zone wie wir damals sagten nicht zurückkommen konnten und nicht rüber konnten nach Berlin.
- 9:51Speaker 1: Und in den Beruf war immer mein Ziel auf dem Gebiet wo meine Leidenschaften sind nämlich auf dem Kunst- und Urheberbereich auch beruflich tätig zu sein.
- 10:01Speaker 1: Man kann sich nicht hinstellen und sagen, jetzt mache ich Urheberrecht.
- 10:05Speaker 1: Vor allem wenn man eine Einzelstandslei hat, wo nicht in einer großen Kanzlei eingebunden ist, sondern es kamen Künstler die irgendwie Probleme hatten.
- 10:14Speaker 1: Ich habe sehr früh mit den Großen Bob Wilson vertreten weil er da mit der Schaubühne hatte.
- 10:19Speaker 1: Und so wuchs das allmählich und ich konnte die anderen Gebiete, die ich gemacht habe vom Scheidungsrecht über das Verkehrsrecht bis zum Beamtenrecht eigentlich ... die ganze Bandbreite, mich immer mehr auf den Bereich konzentrieren, den ich nun seit ... ... zwanzigunddreißig Jahren ausschließlich mache.
- 10:37Speaker 0: Das war ja so!
- 10:37Speaker 0: Sie haben inzwischen zeitlich auch bei Turopa glaub' ich gearbeitet, haben dort Reisende begleitet, hatten zwischenzeitlich viel Zeit und die dann auch
- 10:46Speaker 1: ... Na ist das ganz richtig?
- 10:47Speaker 1: Ich habe ... ... einundsechzig im Sommer Abiktur gemacht, etwas früher... Und war dann einige Monate, zwei, drei Monate Paage bei Turopa.
- 10:56Speaker 1: Da haben wir ein gutes Geld verdient, weil man einen guten Tipp bekommen hat.
- 11:00Speaker 1: Und dann kam der Mauerbau und dann kam Berlin und da war diese Zeit vorbei.
- 11:04Speaker 1: Ich habe mir mein Geld, ich hab inzwischen meinen Studium selber finanziert auch kein BAföG bekommen und nichts habe ich mit schreiben oder mit Vorträgen
- 11:12Speaker 1: verdient.".
- 11:14Speaker 0: Aber Sie haben ja in der Zeit schon den Zugang zu den Künstlern quasi gefunden?
- 11:19Speaker 0: Ja!
- 11:20Speaker 0: Und haben da vielleicht auch so'n bisschen gelernt die... Das ist mal schwierig so pauschalisierend zu sagen, aber ein bisschen die Sprache der Künstler auch zu sprechen.
- 11:27Speaker 0: Es hat ihm dann nachwahrscheinlich auch sehr geholfen?
- 11:29Speaker 1: Ja also... Die Künstlern sprechen eine eigene Sprache.
- 11:32Speaker 1: Jeder gute Künstlerin in seinem Bereich ist zu keinem Kompromiss bereit.
- 11:37Speaker 1: Sonst ist er kein Künstlers.
- 11:39Speaker 1: Wenn wir kurz machen würden nach dem Motto Behetzungssystem gerne und deswegen sind die Freundschaften auch immer verlangen schon einen Sending von Eldim gegenüber.
- 11:48Speaker 1: Aber das habe mich fasziniert Und eigentlich war der Anfang eher in der Schauspielerei.
- 11:53Speaker 1: Ich habe eben die Schausspielerinnen und Schauspielen in der Showbühne damals eigentlich alle gekannt, Jutta Lampe, Edith Klever, Otto Sander, Peter Fitts – wie sagt man heute schon?
- 12:02Speaker 1: Nehmt mit!
- 12:03Speaker 1: Nicht nur gekannt sondern wir waren befreundet, ich ging in die Generalprobe, ich gingen in die Prämierin, dann hab' ich über Stücke gesprochen und das war natürlich schon ein
- 12:13Speaker 1: Eiobner.".
- 12:14Speaker 0: Wie muss man sich denn die Kunstszene in Berlin zu der Zeit kurz nach dem Bau der Mauer überhaupt
- 12:19Speaker 0: vorstellen?".
- 12:20Speaker 1: Also das war schon anders als in allen anderen Städten.
- 12:24Speaker 1: Ich habe Hamburg etwas erlebt, ich habe München sehr viel in Köln erleben und das Berlin war schon eine aufgeregte und aufregende Stadt.
- 12:33Speaker 1: Es gab keine Polizeistunden, das war damals in Deutschland sonst undenkbar und es gab auch sehr viele Experimente.
- 12:41Speaker 1: Der ist Theater, auch skandalöses Theater und es gibt die Künstler Kneipen ob das Zwiebefisch ist oder andere, die heute gar nicht mehr existieren in denen man sich getroffen und tüchtig gesoffen hat.
- 12:55Speaker 1: Also es war schon eine wirklich aufregende Zeit und ich habe die ersten zwei drei Semester die Fakultät eigentlich kaum gesehen.
- 13:02Speaker 1: Ich hab nebenbei Theaterwissenschaften ein bisschen studiert und Vorlesungen gehört und Seminare besucht.
- 13:08Speaker 1: Das hat mich interessiert!
- 13:09Speaker 0: Sie haben ja eben wie ich gerade gesagt habt ganz früh schon angefangen den Kontakt auch zu den Künstlern zu suchen.
- 13:14Speaker 0: Das ist ja was was sie bis heute losgelassen hat.
- 13:17Speaker 0: Also auch wenn sie heute sammeln, ihnen ist die Beziehung zum Künstler zu Künstlerin bis heute sehr wichtig und ich habe da ein bisschen darüber nachgedacht weil Sie haben irgendwann auch in einem Gespräch gesagt ein gutes Bild kann jeder rein technisch erstmal malen aber es ist ja auch so ein bisschen der Charakter die Persönlichkeit des Künstlers oder der Künstlerin die darin steckt.
- 13:42Speaker 0: Es ist dann mehr wirklich Die Geschichte hinter dem Bild?
- 13:46Speaker 0: Oder ist es mehr die Persönlichkeit des Künstlers oder der Künstlerin, die dann auch über einen langen Zeitraum hinweg erzählt wird, die am Ende das Kunstwerke ausmacht.
- 13:59Speaker 1: Das ist schwer zu sagen und auch gar nicht zu trennen.
- 14:02Speaker 1: Also ich sehe ein Bild ... Ich bin in einer Ausstellung und sehe mehr Bilder von einem Künstler als Künstlern.
- 14:09Speaker 1: Und sie sprechen mich an!
- 14:13Speaker 1: Nur Kunst von lebenden Künstlern gekauft haben.
- 14:15Speaker 1: Es war eines, ich habe kein Nolde gekauft oder hätte auch gar nicht gekonnt.
- 14:20Speaker 1: und dann fängt man an sich was ist sein Problem?
- 14:24Speaker 1: Warum verzichtet jemand im Bild auf eine Erzählung in dem Bild?
- 14:29Speaker 1: Warum sind die Leute lieber der Art der Poverer zu?
- 14:32Speaker 1: Dann haben sie sich abgewandt von der klassischen Malerei mit Fundstücken gearbeitet, mit Papier, mit Dreck gearbeitet mit Materialien, die wir nicht für Kunstfähig bis dahin gehalten haben, der die Essens-Tische konserviert hat und an die Wand gehängt hat.
- 14:49Speaker 1: Und dann kommst du mit den Künstlern ins Gespräch.
- 14:55Speaker 1: Da spürst du plötzlich die Intensität, die Echtheit der Suche nach einer sehr subjektiven Wahrheit.
- 15:02Speaker 1: Subjektiver, aber nach einer Wahrheit!
- 15:04Speaker 1: Dann fängst du an und sagst das überzeugt mich.
- 15:07Speaker 1: Dann versuchst du auch noch, wenn man ein bisschen kaufen will von einem Künstler... sich zu entscheiden, welches es eigentlich sein soll.
- 15:14Speaker 1: Und das ist wieder eine Auseinandersetzung mit dem.
- 15:17Speaker 1: und Es ist auch wahnsinnig schwer in Gegenwart eines Künstlers zu sagen ich will dieses Bild und damit auch ich will diesen Bild oder Skulptur oder Zeichnung was immer es ist will nicht haben.
- 15:30Speaker 1: also Ich war mal im Atelier von Gotthard Kraupen ein künstlerisch über alles verwundert habe und er hatte zwei drei großartige Bilder.
- 15:38Speaker 1: ich sag mal in gelb oder blau äußer meine Begeisterung gesagt, ja welches gefällt dir denn besser?
- 15:45Speaker 1: Das kann ich dir nicht sagen.
- 15:46Speaker 1: Es kann ich dich nicht sagen, er entscheidet dich doch mal.
- 15:48Speaker 1: also schon das Blaue und das Gelbe kannst du gar nicht leiden.
- 15:54Speaker 1: Sofort war das eine premieriert sozusagen und damit meint der Künstler das andere ist ihm nicht gelungen.
- 16:00Speaker 1: Also da muss man auch sensibel mit den Künstlern umgehen und es lernt man auch.
- 16:05Speaker 0: Gab es in dieser ganze Zeit mal Künstler, also ohne das jetzt Namen nennen müssen natürlich.
- 16:11Speaker 0: Aber wo sie danach gesagt haben, oh, es ging jetzt irgendwie in eine ganz andere Richtung als ich dachte und vielleicht nicht in die richtige?
- 16:17Speaker 1: Ja, natürlich!
- 16:18Speaker 1: Das gibt es.
- 16:19Speaker 1: Ich habe ein gutes Name, ich wirklich nichts nenne vor dem ich großartige Arbeiten habe und er hat geheiratet mit seiner Frau gemeinsam Kunst gemacht und das war einfach schrecklich so einfach.
- 16:29Speaker 1: der schiere Kitsch Hab die Arbeiten trotzdem behalten, weil ich sie für gut halte.
- 16:35Speaker 1: Aber da wendet sich dann auch der Markt davon ab.
- 16:37Speaker 1: Du siehst dich, keine arbeiten mehr vor dem.
- 16:39Speaker 1: Das gibt es schon ja.
- 16:41Speaker 1: Das könntest du einen Weg verlassen, den du gerne mitgegangen bist und dann sagst, bin ich nicht mehr.
- 16:46Speaker 1: Nicht schlimm!
- 16:47Speaker 0: Für Sie war sehr immer die Sammelleidenschaft, die Leidenschaft für die Kunst und nie dieses Ich... investiere jetzt mal ganz gezielt hier und da rein.
- 16:57Speaker 0: Und verkauf dann irgendwann wieder?
- 16:58Speaker 0: Gab es denn trotzdem mal Werke, von denen Sie sicher auch wieder getrennt haben?
- 17:01Speaker 0: Ja!
- 17:02Speaker 1: Es gab es... und vielleicht zwei oder drei in meinem Leben aber es schmerzt mich heute noch dass ich mich getrenn darf, sondern einfach für die Zellengeschichte brauchte Geld fürs Haus oder so ähnlich.
- 17:14Speaker 1: Dann habe ich mich schon einmal getrenned und ich erger mich halt noch fast zu.
- 17:17Speaker 1: Und das mache ich jetzt schon lange nicht mehr, verkaufe nichts.
- 17:19Speaker 0: Muss man sich irgendwann mal ein bisschen Also sie haben ja angefangen, da war es auch durchaus für Sie selbst dann noch immer eine große Investition.
- 17:28Speaker 0: Sicherlich wenn Sie was gekauft haben und dann würde ich jetzt mal behaupten irgendwann wurde das auch ein bisschen leichter, auch finanziell gesehen.
- 17:35Speaker 0: Muss man sich irgendwann auch mal rein aus ganz praktischen Gründen wie Platzgründen so'n bisschen zügeln?
- 17:42Speaker 1: Ja das ist eine Katastrophe bei mir weil in dem Büro, indem ich der Seniorpartner bin gibt's vier Etagen in dem Call-of-House am Potsdamer Platz, wo wir uns befinden.
- 17:54Speaker 1: Und es gibt immer Platz!
- 17:56Speaker 1: Das ist... und ich habe auch so eine Art pädagogischen Errors.
- 18:00Speaker 1: Ich will dass die Leute, die bei uns arbeiten von Lehrmitteln über diese Kriterien bis zu den Management Hauses und so, das die mit der Kunst leben.
- 18:12Speaker 1: Deswegen ist es auch so, dass sich in allen Zimmern, die wir hier haben, arbeiten, die mir gehören aber sage nicht, das Bild wird dort hingehängt.
- 18:22Speaker 1: Sondern die Leute da sind, schreibe ich dann, es sind zwei oder drei neue Arbeiten gekommen... Dann schauen sie sich an und suchen die Arbeit!
- 18:27Speaker 1: Oder sie wollen meine Arbeit tauschen.
- 18:29Speaker 1: Das geht ansoweit, dass wenn Sie nach mal dreißig Jahren das Büro verlassen, dann kommen sie und sagen jetzt lebe ich seit dreißiger Jahren mit der Arbeit.
- 18:37Speaker 1: kann ich die behalten?
- 18:39Speaker 1: Kann ich dir die abkaufen?
- 18:41Speaker 1: Da habe ich so den Eindruck, da hat was gezündet.
- 18:44Speaker 1: Und das sind oft auch Arbeiten Menschen, die sie ins Zimmer hängen gar nicht so akzeptiert haben.
- 18:50Speaker 1: Auf die sie vielleicht nur neugierig waren.
- 18:52Speaker 1: und wenn man täglich mit einer Arbeit konfrontiert wird dann sprichst du mit ihr und sie spricht zu dir.
- 18:58Speaker 0: Wenn wir mal einen jungen Kollegen hier zum Beispiel nehmen und durch die Arbeit mit ihnen und die Arbeit für sie kommt man dann ja zwangsläufig auch immer mehr mit der Kunst in Kontakt.
- 19:11Speaker 0: Und wenn dann so jemand zu Ihnen kommt und sagt, irgendwie bin ich jetzt auch wirklich begeistert für das Thema.
- 19:16Speaker 0: Und würde gerne selbst anfangen zu sammeln?
- 19:19Speaker 0: Was ist denn Ihr wichtigster Ratschlag an so eine Person?
- 19:23Speaker 1: Also erstens sage ich bravo!
- 19:25Speaker 1: Das ist auf jeden Fall richtig.
- 19:27Speaker 1: Zweites sage ich du musst dich unbedingt teuer kaufen... ...und kaufe nicht nach den Namen.
- 19:32Speaker 1: Nicht weil der Sammler XY die Arbeit gekauft hat, dann kaufst Du sie auch sondern versuche einfach... in deinen finanziellen Möglichkeiten eine Arbeit zu kaufen.
- 19:43Speaker 1: Man kann mit jedem Galeristen über Ratenzahlung reden, also ich hatte den einfach immer noch Lust zu kaufen.
- 19:51Speaker 1: und es gibt eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen hier die sammeln.
- 19:56Speaker 1: auch ist herrlich.
- 19:57Speaker 1: Dann tauscht man sich aus und das ist ein wunderbares Feld.
- 20:01Speaker 1: Ich tausche mich lieber mit meinen Kolleginnen und Kolleginnen über diese Frage aus Wie man Paragraph-Treizehundert elf BGB auslegt.
- 20:10Speaker 0: Wie entdecken Sie denn heute neue Künstler und Künstlerin?
- 20:14Speaker 1: Naja, ich gehe jetzt auf die großen Kunstmesseln wenn es irgendetwas geht.
- 20:18Speaker 1: Auf jeden Fall Köln und Basel ganz selten auch mal nach London oder nach Paris da sieht man ja viel durch die Galerien.
- 20:27Speaker 1: das Gallery Weekend was heute fast alle großen Städte haben hat er auch nicht.
- 20:31Speaker 1: mit Kölnen.
- 20:33Speaker 1: Da bin ich wie der Berliner so schön sagt feißig zu Gange.
- 20:37Speaker 1: Das heißt, das schaue ich mir an und dann passiert es schon immer, dass ich nach Hause komme zu meiner Frau sage.
- 20:43Speaker 1: Ich habe ein tolles Blick gesehen.
- 20:44Speaker 1: Geh mal doch da mal hin!
- 20:45Speaker 1: Und es ist ein gefährlicher Anfang.
- 20:47Speaker 0: Sie sind ja in der Szene kein Unbekannter längst mehr?
- 20:51Speaker 0: Ich könnte mir vorstellen, da kommen auch relativ viele Künstlerinnen auf sie zu und giten vielleicht ihre Arbeiten an oder wollen einfach mal eine Meinung haben.
- 20:59Speaker 0: Wie gehen Sie mit so was um?
- 21:00Speaker 1: Es ist schwer.
- 21:01Speaker 1: Es kommt immer mehr vor... Ich muss mir unbedingt die Ausstellung anschauen.
- 21:07Speaker 1: Es würde genügend, wenn ich eine halbe Stunde Physizzeit habe und dann muss ich oft sagen, ich bin vierundachtzig Jahre alt, ich arbeite noch jeden Tag in dem Büro, ich muss
- 21:15Speaker 1: haushalten.".
- 21:16Speaker 1: Das kann ich nicht!
- 21:18Speaker 1: Da ist die Gefahr natürlich, dass einmal jemanden verletzt hofft man hätte auch Auge-Uhr Zeit dafür.
- 21:26Speaker 1: das kann man halt nicht machen.
- 21:27Speaker 1: da muss man lernen einzusagen.
- 21:29Speaker 0: Unterscheiden Sie eigentlich Das Werke eines Künstlers beurteilen.
- 21:34Speaker 0: Unterscheiden Sie zwischen subjektiven und objektiven Merkmalen oder Maßstäben?
- 21:39Speaker 0: Oder ist es eigentlich immer so ein eher subjektives, sehr persönliches Gefühl?
- 21:44Speaker 1: Es ist immer, immer subjektiv!
- 21:46Speaker 1: Und ich merke auch dass wenn ich durch Ausstellungen gehe, messen gehe... ...und ich falle auf eine Arbeit rein, das ist eine Sprache die mich schon immer interessiert hat also die junge Leute heute die sprechen eine andere Sprache, die mich sehr häufig nicht mehr erreicht.
- 22:04Speaker 1: Da wo ich einfach sage... also auch schon im Hamburger Bahnhof, da stehe ich ziemlich ratlos davor.
- 22:10Speaker 1: Ich sage nicht dass das nicht gut ist und es ist nicht meine Sprache.
- 22:13Speaker 1: Ich mag leise Zeichnungen.
- 22:17Speaker 1: Man hat mir gesagt, ich kaufe Bilderwohnungs drauf.
- 22:21Speaker 1: Es ist immer wieder, merke ich doch, Vielleicht auch irgendwo bekennst du es bei mir.
- 22:29Speaker 1: Man kann nicht alles schön
- 22:30Speaker 1: finden.".
- 22:32Speaker 0: Sie haben über die ganzen Jahre auch sehr viel für die Kunstszene hier in Berlin getan, haben sich sehr eingesetzt und bis heute in ganz vielen Freundeskreisen und Fördervereinen für verschiedenste Institutionen tätig.
- 22:46Speaker 0: Wie hat sich denn die Kunstzene hier entwickelt?
- 22:49Speaker 0: Und wie würden sie sich heute tatsächlich
- 22:50Speaker 0: beschreiben?".
- 22:52Speaker 1: Also... Es sind ja zwei verschiedene Dinge.
- 22:54Speaker 1: Das eine ist, dass ich in der Tat in verschiedenen Organisationen bin.
- 23:00Speaker 1: Das Entscheidende war schon für mich die Gründung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie mit sechs anderen Männern – das waren damals nur Männer!
- 23:07Speaker 1: Und wir hatten damals entschieden, dass wir einen Mitgliederbeitrag von jährlich tausend D-Mark verlangen.
- 23:14Speaker 1: Da haben uns Leute für Geisteskrank erklärt und hier haben wir gesagt, lieber hundert Leute, die Tausend d-Mark geben als tausende Leute die Hundert geben.
- 23:22Speaker 1: Und dieser Verein ist heute wahrscheinlich der bedeutendste und für ganz käftigste Vereinen in Deutschland.
- 23:28Speaker 1: Wir haben über zwei Tausend Fünf oder Betrider, die ihre Zeit.
- 23:31Speaker 1: achthundert Euro glaube ich jetzt im Jahr.
- 23:33Speaker 1: Das ist ein substanzielles Ereignis.
- 23:37Speaker 1: Ja das halte ich schon für eine der Dinge auf dich gern zurückschaue weil ich das dreißig Jahre lang in der Vorsitzende war.
- 23:47Speaker 1: Es hat sich wahrscheinlich heute sehr geändert.
- 23:49Speaker 1: die Sammlerkreise Die Sammler sind heute jung, Start-ups frech.
- 23:55Speaker 1: Neugierig sammeln auch in Konkurrenz.
- 23:58Speaker 1: Ich hab das Bild gekauft und schauen mal, dass du das auch noch eins kriegst und so... Das ist schon ein lebendiger Austausch!
- 24:05Speaker 1: Und es gibt erstaunlich viele Sammlungen hochkarätige in Berlin von denen niemand was weiß.
- 24:12Speaker 1: Es gibt auch sehr discreet Sammeln.
- 24:15Speaker 1: Da meine ich jetzt nicht die Sammler, die ihre Noldes und Jablinskes kaufen.
- 24:20Speaker 1: Das ist eine ganz andere Welt Sondern genau diese junge Szene meinen Fördern.
- 24:26Speaker 1: Berlin hat mehr als alle anderen Städte in Deutschland, Galeristen die sich mit ganz brandaktueller Kunst auseinandersetzen und die kommen ihre Freunde und ihre Sammler und das ist gut so.
- 24:41Speaker 0: Was würden Sie sich denn wünschen damit hier noch mehr passieren kann?
- 24:45Speaker 0: Noch mehr Positives für die Szene passieren können?
- 24:49Speaker 1: Grundproblem ist für viele, viele Künstler dass sie die Mieten fürs Wohnen und für die Galerietätigkeit nicht zahlen können.
- 24:58Speaker 1: Und ich denke das Berlin da auch vieles verschlafen hat, dass man bei Verkauf des Postfuhramts, wo CEO die Galerie Fotogalerie drehen war, dass wir da nicht Auflagen gemacht haben, dass es für die Kunst zur Verfügung stehen muss.
- 25:11Speaker 1: Dass man bei der Stadtentwicklung nicht sagt wer das baut er muss eben auch Ateliers zur Verfügung stellen oder so.
- 25:17Speaker 1: Also da hat man vieles verschlafen.
- 25:20Speaker 1: Und ich habe auch die Sorge, wenn das so weitergeht und wir keine Lösungen und keine Angebote finden, dass die Karibane auch mal weiterzieht.
- 25:30Speaker 1: Wir hatten schonmal eine große Tendenz, dass viele Künstlerinnen in die Türkei gegangen sind weil sie dort billiger lebt und ein wunderbares Land ist.
- 25:41Speaker 1: Das hat sich mit dem Macht von Erdogan schlagartig geändert.
- 25:48Speaker 1: War das für die Kunst ein Segen?
- 25:49Speaker 1: Aber wenn wir nicht aufpassen, werden wir dann den Hotspot, den Berlin ausmacht.
- 25:55Speaker 1: Wir verlieren.
- 25:56Speaker 1: kennen alle den Satz von Klaus Woberheit.
- 25:58Speaker 1: Berlin ist arm aber sexy und wir können arm bleiben.
- 26:02Speaker 1: auch müssen sexy bleiben.
- 26:04Speaker 1: Und wenn man da nichts was dafür tut, dann habe ich Sorge dass der Bach runter geht.
- 26:09Speaker 0: Man hat ja auch das Gefühl immer dann, wenn es wirtschaftlich mal schwieriger wird Wenn die Steuereinnahmen nach unten gehen ist die Kultur meist genau der Bereich, an dem gespart wird?
- 26:20Speaker 1: Nicht nur ein Gefühl.
- 26:21Speaker 1: Es sind ja die Auseinandersetzungen, die wir in diesen Jahren, Ende den Jahrzehnten bis zum Jahrzehnzehnte haben, dass man mit Kürzungsverpflichtung auftaucht, die ganze Einrichtung ruinieren und zwar nicht nur die sogenannte Hochkultur wie die Opern- und großen Theater sondern vor allem auch die ganze junge Szenerie die eben im Stich gelassen wird.
- 26:43Speaker 1: Es gibt junge Tanzorganisationen, die großartig sind und die ja mit hunderttausend Euro unterstützt werden oder das Feld weggeladen haben.
- 26:52Speaker 1: Mit können sie auch nicht mehr weiterarbeiten.
- 26:54Speaker 1: also... Das ist eine Problematik, die Berlin vielleicht mehr hat als alle anderen Städte.
- 27:02Speaker 1: Berlin ist wie Frau Gülers mal formuliert hat hochstoffarm und mehr fern.
- 27:07Speaker 1: Das heißt, man kommt nach Berlin der Kultur wegen.
- 27:09Speaker 1: Und es ist ja auch durch Statistik und Umfragen bewiesen, dass etwa achtzig Prozent der Berlin-Besuch wegen der Kultur hierher kommen.
- 27:16Speaker 1: Wer nach Berlin kommt, der fragt, wenn ich treffe ihn, der sagt, wo muss ich hingehen?
- 27:20Speaker 1: Was muss ich mir anschauen?
- 27:21Speaker 1: Welches Theater ist wichtig?
- 27:23Speaker 1: Wenn meine... Ich habe das im Vertrieben gesagt, den München fragt man hier, wo steht's Hofbauhaus?
- 27:28Speaker 1: Oder wie komme ich in die Berge oder so?
- 27:30Speaker 1: Oder in Hamburg?
- 27:32Speaker 1: Kein Mensch fährt nach Hamburg und sagt was ist kulturell hier los!
- 27:35Speaker 1: Die haben großartiges Theater, großartige Oper.
- 27:38Speaker 1: Aber die DNA von Berlin ist der Kunstbereich und wenn man daran schraubt, dann schraube man an der blühenden Existenz dieser Stadt.
- 27:49Speaker 0: Welche Rolle?
- 27:49Speaker 0: Wir haben ja über die letzten Jahre auch ganz viele technologische Trends in der Kunstszene gesehen.
- 27:55Speaker 0: Welcher Rolle spielt denn digitale Kunst für Sie heute?
- 27:58Speaker 1: Gar keine.
- 27:59Speaker 1: Für mich!
- 28:00Speaker 1: Ich kann, das ist so ein Ding wo ich vorhin gesagt habe die sprechen eine andere Sprache.
- 28:05Speaker 1: Ich verstehe es nicht, ich kann es nicht händeln und es interessiert mich auch nicht weil ich ja immer noch überzeugt bin dass ich den persönlichen die, sag' ich jetzt etwas vorn, die Emanation der Persönlichkeit sucht in den Bildern, in der Ausnahnersetzung mit der Kunst Und alles was KI gesteuert ist, ist hochinteressant was da geschieht.
- 28:26Speaker 1: Wir haben beruflich sehr viel damit zu tun mit KI Problemen Aber für meine Kunstwelt schließt die Augen.
- 28:33Speaker 1: Das ist wie wenn einer jetzt hier reinkommt und ungerisch spricht, mit dem kann ich nicht reden.
- 28:38Speaker 1: Der spricht eine Sprache, die ich nicht verstehe – das ist auch der digitale Bereich.
- 28:42Speaker 0: Ist im KI gerade schon angesprochen?
- 28:44Speaker 0: Mal kurz zur Schwenk in die Juristerei... Sehen Sie da für die Kunstszene große Probleme auch kommen oder sind es eher Chancen, die sie sehen?
- 28:54Speaker 0: Weil man vielleicht mithilfe von KI ganz neue Dinge schaffen kann.
- 28:58Speaker 1: Es wäre gerade zu absurd wenn wir sagen würden das ist keine Chance.
- 29:01Speaker 1: natürlich ist eine Chance und es gibt ganze Bereiche wie Medizin und viele Verwaltung wo KI seinen Weg gehen wird.
- 29:11Speaker 1: als das Fernsehen eingeführt wurde gesagt dass brauchen wir nicht wir gehen lieber ins Kino.
- 29:16Speaker 1: Das ist die eine Seite, die andere Seite.
- 29:17Speaker 1: Es gibt natürlich eine Fülle von juristischen Problemen.
- 29:21Speaker 1: Jede Leistung der KI kommt ja zustande weil die Leistung anderer in die KI eingegeben wird und wir haben so was im Musikbereich für Gehme einen großen Prozess deshalb hier aus unserem Büro erlaubt.
- 29:36Speaker 1: Deshalb die Problematik dass wenn ein Musikstück KI generiert wird dann erfindet das nicht sondern er macht einen Mix aus verschiedenen Downloads anderer Kunstwerke.
- 29:48Speaker 1: Und da sagen diejenigen, die dieses Kunstwerk anschauen, das entscheide ich ob du meinen Kunstwerk verwenden darfst oder nicht und das gibt ganz neue Probleme.
- 29:57Speaker 1: Da ist auch die Gesetzgebung wie immer vom Recht, dass wir uns geboren sind und dem es leider nie die Frage heißt, was im Faust immer hinterher hinkt.
- 30:06Speaker 1: Es ist gar kein Vorwurf, das ist so.
- 30:07Speaker 1: Das heißt man muss erst mal das Problem sehen und dann die Lösung suchen auch europäische gesetzliche Regelungen.
- 30:16Speaker 1: Aber das ist ein Feld, was uns noch viel Arbeit machen wird bei der Stimmenimitation an, dass sie heute jede Stimme jedem Schauspieler unterlegen können, dass Sie werben können mit der Stimme eines Mannes einer berühmten Frau und jeder denkt, der Mann die Frau wirbt dafür, weil es genau das Gegenteil.
- 30:36Speaker 1: Und also das sind schon schwierige Fälle.
- 30:38Speaker 0: Jetzt könnte man natürlich auch so argumentieren, Jetzt mal die rein technischen Sachen wie Stimmkubin und ähnliches weg gedacht, nur auf die Kreativität bezogen.
- 30:49Speaker 0: Jetzt könnte man natürlich auch sagen jeder Künstler hat natürlich auch seine Inspirationsquellen, er hat bestimmte Dinge in seinem Leben gesehen, die ihr vielleicht irgendwo in seiner Arbeit aufgreift.
- 31:00Speaker 0: Gibt es denn aus ihrer Sicht so was wie den menschlichen Kreatives Funken oder sowas in der Art?
- 31:09Speaker 0: Der KI, auch wenn die KI vielleicht mit aller Kunst, die es jemals auf diesem Planeten gab und jedem Wissen über diese Kunst gefüttert ist.
- 31:16Speaker 0: Wo der Mensch aber am Ende dann doch... Vielleicht sehr philosophische Frage?
- 31:21Speaker 0: Aber wo der Mensch am Ende doch so einen menschlichen Funken an Kreativität hat, die eine Technologie nicht abbilden kann?
- 31:29Speaker 1: Das weiß ich nicht!
- 31:31Speaker 1: Ich bin immer noch davon überzeugt dass die KI keine eigene Idee reieren kann, sondern es ist eine Mixtur aus vielen, vielen Ideen.
- 31:41Speaker 1: Aus denen dann eben wegen des wiederhäufigen Vorkommens bestimmter Dinge das die schreiten können.
- 31:48Speaker 1: Also der Kilmer, der große Schriftsteller, der sich mit der Frage sehr befasst hat, der hat uns immer mal geschrieben, er fängt ein, schreibt einen einzigen Satz ich lass mich vor dir scheiden.
- 32:00Speaker 1: So!
- 32:00Speaker 1: Dann antwortet sie oder ihr warum?
- 32:03Speaker 1: Antwort ist, das habe ich dir schon hundertmal gesagt.
- 32:05Speaker 1: Sieh!
- 32:06Speaker 1: Aber ich möchte es noch mal hören.
- 32:07Speaker 1: Das ist ein wunderbarer Dialog aber er ist natürlich nicht wunderbar.
- 32:10Speaker 1: Er ist ja auch ein naheliegender Dialog mit dem man auch einen Stück machen kann.
- 32:14Speaker 1: Aber es fehlt natürlich jeder geniale Einschlag und ich glaube, dass Genie das neue überhaupt geschafft hat.
- 32:23Speaker 1: Dass er setzt die KI nie in meinen Überzeugungen.
- 32:25Speaker 1: Aber was weiß ich?
- 32:27Speaker 0: Sie haben irgendwann mal gesagt, die Kunst hier in den Räumen hängt bleibt da auch hier weil sie zur DNA des Berufs gehört und das Unternehmens am Ende auch gehört, der Kanzlei gehört.
- 32:38Speaker 0: Die Kunst die bei Ihnen zu Hause hängt wird irgendwann mal an Ihre Kinder gehen.
- 32:43Speaker 0: Jetzt gibt es ja da ganz verschiedene Modelle wie Sammler auch ihre... Ja, ihre Ableben- und Nachleben der Sammlung sozusagen planen.
- 32:53Speaker 0: Gab's dann einen Moment wo sie oder war es für Sie schon immer klar wie Sie damit umgehen wollen?
- 32:57Speaker 0: Oder wie ist...
- 32:58Speaker 1: Zuerst weiter!
- 33:00Speaker 1: unterscheide ich mich von vielen, vielen Sammlern dadurch dass ich überhaupt keine Sammlung habe.
- 33:04Speaker 1: Ich hab ein Sammelsurium aus allen Kunstrichtungen hyperrealistisch abstrakt minimalistisch also alles was die Kunst bietet.
- 33:13Speaker 1: das sind immer Liebesverhältnisse und insofern ist es ein Sammansurium das überhaupt keinen Anspruch erhebt für die Nachwelt geschaffen zu sein.
- 33:22Speaker 1: Für dieses Büro hier arbeiten Achtzig Anwälte.
- 33:26Speaker 1: Ist es schon eine DNA?
- 33:27Speaker 1: Man weiß, hier siehst du Kunst.
- 33:29Speaker 1: Wir sitzen hier in einem Raum mit dem alle arbeiten von einem sehr guten Freund von mir verschäumten Freund Jorgen Macherlthängen.
- 33:36Speaker 1: Deswegen war die Entscheidung dass die Bilder, die hier sind, mit Ausnahme der Bilder im Arbeitszimmer hängen und noch höchster persönlich sind als die anderen das hier bleiben wird.
- 33:49Speaker 1: was die Bilder zu Hause anbelangt so gibt es Bilder die bei der Frau jetzt gehören.
- 33:54Speaker 1: Oder sie sagt, wenn ich meine Frau mich überlebt, dann hätte ich gern das.
- 33:59Speaker 1: Das ist alles wunderbar gemeinsam geregelt und andere Arbeiten gehören bereits meinen Kindern.
- 34:05Speaker 1: Ich habe zwei Kinder gehören die hängen aber bei mir.
- 34:08Speaker 1: also das ist ganz persönlich Aber dass es einen Grund gibt die Sammlung zu erhalten.
- 34:13Speaker 1: Deswegen nicht der Fall weil es keine Sammlungen ist.
- 34:16Speaker 0: Sie haben gerade diese Liebesbeziehungen zu den Werken beschrieben.
- 34:20Speaker 0: Gibt's da sowas wie Lieblingsstücke oder kann man das gar
- 34:24Speaker 1: nicht?
- 34:25Speaker 1: Das habe ich natürlich oft gefragt, was redest du?
- 34:29Speaker 1: Das gibt es nicht.
- 34:30Speaker 1: Es gibt Künste, die mir besonders nahe sind wie die wunderbare Staub der Rebecca Horn und Jakob Martin-Max Neumann.
- 34:37Speaker 1: Das sind Künstler an dich ganz fest glauben von denen ich auch viele Arbeiten habe.
- 34:42Speaker 1: aber das ist ein ganz subjektives Umfeld.
- 34:46Speaker 0: Wir haben gerade gesagt dass wir uns sammeln in Surium auf verschiedenster Stile und Richtungen.
- 34:51Speaker 0: Ist es wirklich so Vielleicht mal heute dies und dann morgen was Vollkommanderes gesammelt haben?
- 34:56Speaker 0: oder gab es da Phasen?
- 34:57Speaker 0: Nein, es
- 34:57Speaker 1: gibt keine Phasens.
- 34:59Speaker 1: Es gab immer eine Vorliebe zur Art der Poverer auf der einen Seite und einer in der Sprache reduzierte also auf Bilder, Auf Erzählungen verzichten die Kunst auf der anderen Seite.
- 35:15Speaker 1: Das hat sich schon immer gegeben.
- 35:16Speaker 1: Aber deswegen habe ich Arbeiten von Konelles und Benonen oder diese italienische Richtung hier.
- 35:22Speaker 1: Und dann habe ich wunderbare Arbeiten, von dem verschabten Nitsch... ...und es ist auch interessant dass wenn wir hier durchgehen vielleicht achtzig Prozent der Künstler von den Arbeiten hier hängen.
- 35:34Speaker 1: Ich sage die lieben nicht mehr!
- 35:36Speaker 1: Ich bin vierundachzig Jahre alt, ich hab die Künstlerin vor sechzig Jahren kennengelernt und plötzlich sag so Der ist nicht mal da, der ist nicht mehr da.
- 35:43Speaker 1: Das heißt Also es ist eine Liebesbegleitung, die da stattfindet.
- 35:49Speaker 1: Die rückspersönlich ist.
- 35:50Speaker 1: nur ich weiß das Nikolas Lang aus Oversäulen stammelt der wunderbare Künstler was dem hier bedeutet und dass er nicht mehr da ist.
- 35:59Speaker 1: aber insofern sind es sind die Werke mehr als nur Bilder.
- 36:03Speaker 1: sie sind auch Erinnerungen an Gespräche, Erinnerung an Freundschaften, Erinnungen an Streitigkeiten und auch Trennungen die man gehabt hat.
- 36:11Speaker 1: also das Leben ist schon ein bisschen auch in den Bildern Und die Bilder in meinem Leben.
- 36:16Speaker 0: Wenn uns jetzt ein junger Künstler oder eine junge Künstlerin zuhört und er oder sie sich denkt, ich versuche seit Jahren irgendwie mit meiner Kunst den Durchbruch zu schaffen, Erfolg zu haben auch vielleicht davon leben zu können.
- 36:30Speaker 0: Haben Sie sowas wie einen Ratschlag was man machen soll?
- 36:34Speaker 0: Also
- 36:34Speaker 1: da ist die Frage kommt natürlich oft nicht mehr nur das du mir einen Galeristen nennst selbst Galeristin mit denen ich sehr befreundet bin wenn ich dann komm und sage ich hab den die Künstlerinnen gesehen, wie sie sich im Arsch haben.
- 36:45Speaker 1: Da kriegt er einen dicken Hals weil das erlebt der ja auch täglich.
- 36:48Speaker 1: da kann ich nur sagen du musst präsent sein Du musst versuchen Freunde zu finden Man muss kommunizieren aus manchen Künstlern schwerfällt Weil sie oft Menschen sind, die sehr zurückgesogen leben Weil sie ihr eigenkünstlerischen Welt leben.
- 37:05Speaker 1: Aber da gibt es kein Rad.
- 37:07Speaker 1: Es passiert auch immer wieder mit sechzig-siebzig Jahren berühmt werden.
- 37:11Speaker 1: Obwohl sie vierzig Jahre vorher großartig gearbeitet haben, Lucy Nevelson oder die Bourgeois ganz große zu nennen.
- 37:17Speaker 1: Die sind im hohen Alter überhaupt erst in die Erscheinung getreten.
- 37:21Speaker 1: Warum war plötzlich irgendjemand gesagt hat Donnerwetter?
- 37:25Speaker 0: Sie haben ganz am Anfang schon gesagt, Sie sind ein großer Freund der Künste.
- 37:29Speaker 0: also es ist ja nicht nur das Bild dass sie fasziniert.
- 37:32Speaker 0: Das ist auch die Darabbietung und so weiter.
- 37:34Speaker 1: Literatur
- 37:35Speaker 0: Literatur gab es mal einen Moment indem sie überlegt haben auch selbst, also abgesehenes mal von den frühen Karriereüberlegungen mit der Schauspielerei.
- 37:44Speaker 0: Aber wo Sie mal überlegt haben ich versuche jetzt selbst mal meinen Weg, mein persönlichen schaffenden Weg zur Kunst zu finden?
- 37:52Speaker 1: Never ever!
- 37:53Speaker 1: Ich sage mir ich kann keinen Tisch zeichnen vielleicht auch weil man mir immer gesagt hat dass ich das nicht kann weiß ich nicht.
- 38:00Speaker 1: aber schon mein solch Lehrer in der Schule ich hatte sehr gute Noten und er sagt Du weißt mehr als die anderen, ich wusste wer Franz Marc ist.
- 38:12Speaker 1: Ich wusste, wer Kirchner ist oder so.
- 38:15Speaker 1: Aber aktiv...ich kann wieder singen.
- 38:18Speaker 1: Ehe ist, würde ich sagen, kann nicht mit Sprache umgehen?
- 38:21Speaker 1: Das ist ein Hobby von mir dass man auch Anwaltsbriefe sucht schreibt das sie in der deutschen Sprache verfasst sind aber als künstler mich zu betätigen aussieht.
- 38:32Speaker 1: Ich habe eine großartige Tochter Rebecca Hauert, die fabelhafte Künstlerin ist und erfolgreich.
- 38:39Speaker 1: Da ist dieser Art aufgegangen, bei mir ist sie leider verschlossen geblieben.
- 38:43Speaker 0: Wir haben viel über die Beziehung zwischen der Kunst und den Künstlern gesprochen und ihrer Faszination auch für die Geschichten dahinter.
- 38:50Speaker 0: Können Sie denn dann mit Kunst wo Sie den Künster oder die Künstlerinnen nicht kennengelernt haben?
- 38:57Speaker 0: Oder auch nie kennen lernen können weil vielleicht schon verstorben?
- 39:01Speaker 0: wie ist da Ihre Beziehungen zu solchen Bergen?
- 39:03Speaker 0: finden Sie die Faszination darin?
- 39:05Speaker 0: trotzdem
- 39:06Speaker 1: Die Welt ist ja voll von Kunst, die einem total fasziniert.
- 39:10Speaker 1: Aber die ich nicht gesammelt habe weil sie gar nicht sammeln konnte.
- 39:13Speaker 1: Ich komme nie in die Nähe von Straßburg ohne den Eisenheimer Altar gesehen zu haben.
- 39:19Speaker 1: also es ist nicht nur die zeitgenössische Kunst sondern das ist natürlich diese große italienische Kunst.
- 39:25Speaker 1: Das interessiert mich alles wahnsinnig.
- 39:26Speaker 1: und was die neuere Zeit anbelangt da haben wir so Realismus Da haben wir den Dada.
- 39:32Speaker 1: Das sind doch alle Bereiche die mich tief aufwühlen und Erkenntnisse auch vermitteln.
- 39:38Speaker 1: Es gibt die politische Kunst, die es vor allem in der Weihnachtszeit und am Anfang der Tretlereiche gegeben hat oder noch geben konnte.
- 39:46Speaker 1: Das interessiert mich alles und bewegt mich und damit setzt sich ja auseinander.
- 39:49Speaker 1: Ich gehe auch in Ausstellungen so viel wie möglich.
- 39:53Speaker 1: Aber ich selber glaube – ich weiß nicht ob Sie eine Kunst hier finden, wo ich den Künstler nicht kannte?
- 39:59Speaker 1: Ich muss drüber nachdenken!
- 40:02Speaker 1: kannte Andy Warhol nicht, aber wir sind doch zwei oder drei Abende zusammengesessen und haben miteinander geredet.
- 40:08Speaker 1: Oder geschwieden.
- 40:09Speaker 1: war er ein großer Schweiger.
- 40:11Speaker 1: Aber fast eine Kunst hat mit mir zu
- 40:14Speaker 1: tun.".
- 40:15Speaker 0: Wenn Sie sich einen Künstler oder eine Künstlerin rauspicken könnten aus allem was sie jemals gesehen oder erlebt haben und mit diesem Künstlern oder dieser Künstlers einen Abend verbringen können und verstorben oder nicht verstorgen?
- 40:30Speaker 0: Wer wäre
- 40:31Speaker 0: das?".
- 40:32Speaker 1: Also jetzt kann ich ja nicht die Dinge, mit denen ich zusammengesessen habe oder bin.
- 40:36Speaker 1: Das ist für mich zu sagen muss ich es nachdenken.
- 40:42Speaker 1: Mich interessiert auch so ein Künstler wie Bill Bensky, ob wir nicht wissen wer das ist?
- 40:47Speaker 1: Ich hätte wahnsinnig werden seit Wombie kennengelernt in meinem Leben von dem ich noch mal sehr gute Drucker habe.
- 40:55Speaker 1: Es gibt eher auch aus der Vergangenheit Leute.
- 40:58Speaker 1: aber dass ich jetzt sage... Frustig nicht, ne?
- 41:01Speaker 1: Ich
- 41:02Speaker 0: danke Ihnen sehr für Ihre Zeit und dass wir über ihre Leidenschaft sprechen konnten.
- 41:07Speaker 1: Das war es leider schon!
- 41:08Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 41:10Speaker 1: – das Gespräch zu Ende.
- 41:13Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 41:15Speaker 0: Bitten
- 41:16Speaker 1: im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 41:18Speaker 0: wenn du die
- 41:19Speaker 1: Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.
- 41:29Speaker 0: Gin & Talk ist ein Podcast von Forty-Eight Forward, produziert in den Forty Eight Forward Studios in München.