Latest / FRAUENQUARTETT / 04 | Verlust & Neubeginn
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- Marietta Gädeke: Herzlich willkommen zu unserem Frauenquartett. Mein Name ist Marietta und ich bin ganz gespannt darauf, jetzt gleich wieder mit Sophie Bianca und Birgit ins Gespräch zu gehen. Und ihr Lieben, ich stelle euch einfach direkt die Frage, die uns umtreibt immer wieder. Was bewegt euch heute? Sophie: Dann mache ich mal den Anfang. Was mich gerade ziemlich bewegt, vor allem den Innen bewegt, ist, dass ich vor ein paar Tagen mit einer Freundin zusammen eine Aufstellung gemacht habe. Die macht Aufstellungsarbeit und hat sozusagen Aufstellungen fürs Business umgemünzt als Methode. Und es ging Ich will gar nicht so wahnsinnig lange ausholen. Ich war diejenige, die das Anliegen gegeben hat und habe die Frage gestellt, mit welchen meiner Aktivitäten, die ich so tue im Job, bin ich eigentlich erfolgreich. Das war eine verdeckte Aufstellung. heißt, die Stellvertreterinnen wussten Bianca Enderlin: Das war's Bis zum nächsten Sophie: weder die Frage noch, wer sie sind in dem Prozess. Ich hatte unter anderem als eine Aktivität das Coaching zum Thema Berufung für Menschen, die sich in beruflichen Umbruchphasen befinden. Ich muss ganz ehrlich auch dazu sagen, dass das kein ausgereiftes Konzept in mir ist. Ich habe das einfach als Möglichkeit mit in den Raum geworfen. Und die Stellvertreterin, für dieses Thema stand, die hat sich brutal unwohl gefühlt. Der war irgendwie heiß und dann hat die Herzrasen gehabt und dann wollte die so in den Rest der Gruppe wenig rein. War wahnsinnig sensibel dazu, wie meine anderen Aktivitäten sozusagen stehen, wie der Erfolg steht und hat Bianca Enderlin: und wir sind sehr froh, dass uns hier Sophie: auch relativ wenig. Also sie hat eine Verbindung gehabt zu der Person, die für mich stand und mich hat das total irritiert. Bianca Enderlin: Ich Sophie: Weil ich von außen als Beobachterin dachte, ich hab gedacht, jetzt bin ich verwirrt. Wo kommen diese Gefühle her, diese Unsicherheit her? Und ganz zum Ende löste sich das dann ein bisschen auf. bin dann die, meine Freundin, die die Aufstellung geleitet hat, dann sozusagen meine Stellvertreterin rausgenommen aus dem System und hat mich eingeladen, mich in das System zu stellen. Und die letzte Frage war Bianca Enderlin: und haben die wir die Menschen, in der Hand haben, die uns in Hand die uns die uns in der der der und Anwendung der der Anwendung der der Anwendung der Anwendung der Anwendung der Sophie: was es denn jetzt eigentlich bräuchte. Und dann habe ich so ganz, ganz aus dem Herzen heraus, aus dem Gefühl heraus gesagt, Zeit. Und dann haben wir die Zeit als Bodenanker in dem System sozusagen etabliert. Dann hat sich alles beruhigt und entspannt und auch diese Person, diese Stellvertreterin für das Thema Coaching zum Thema Berufung. Im Nachknapp haben wir das alles aufgelöst. Also habe ich das aufgelöst, habe gesagt, was war die Frage? Wer von euch war wer? Damit so bisschen eine Diskussion entsteht. Und was mich wirklich bewegt und bewegt hat seitdem ist, dass sie dann noch mal beschrieben hat, wie sie diese Traurigkeit empfunden hat. das Ende vom Lied war, es jetzt ein bisschen abzukürzen, das Ende vom Lied war, dass sie gar nicht für das Produkt in Anführungsstrichen Coaching zum Thema Berufung stand, sondern in Wahrheit zu meiner Berufung stand. Das hat sich dann irgendwie aufgelöst und das treibt mich seitdem Im Sinne von... Weil ich habe diese Traurigkeit dann total in mir gefühlt. Das war wirklich meine Traurigkeit, die sie da gespürt hat und die sie zum Ausdruck gebracht hat. Und es hat mich ganz... Also ein Stück weit demütig werden lassen davor, was meine Berufung ist, was meine Herzensthemen sind, die ich glaube ich ganz klar habe. Aber noch mal demütig werden lassen davor, dass diese Traurigkeit in mir ist und dass die da ist und dass die ganz offensichtlich, so fühlt sich es für mich an, wie so ein Membran oder so ein Filter. oder wie so eine Membran über dieser Berufung liegt. Und hat gleichzeitig in mir ganz viel Klarheit und Entspannung dazu gebracht, warum bestimmte oder warum ich häufig das Bianca Enderlin: und ist ein sehr, Sophie: Gefühl habe, beruflich nicht vorwärts zu kommen. Also, ich Dinge... anbiete, Leuten ins Gespräch bin, gehe Dinge aus, probiere. Ich bin ja so eine kleine Abenteurerin. Ich probiere gerne Dinge aus und bin ganz grundsätzlich auch total im Vertrauen zu meinem Erfolg. Das war auch sehr sichtbar in dieser Aufstellung. Marietta Gädeke: Mhm. Sophie: Und dass es diese Membran da gibt, mit dieser Traurigkeit. Und dass ich ganz offensichtlich, als ich sozusagen von vorne angefangen habe, beruflich vor jetzt zwei Jahren ungefähr, sind es ungefähr zwei Jahre, dass das relativ bald nach dem Tod meiner Mutter war. Und dass ich ganz offensichtlich, also wenn ich es jetzt wertend strategisch aus heutiger Sicht betrachten wollen würde, wahrscheinlich einfach zu früh angefangen habe. Ich habe mir zu wenig Zeit gelassen. Marietta Gädeke: dass quasi dieser Ursprung, dass der Ursprung Sophie: das alte abzuschließen. Genau, das alte. Marietta Gädeke: und die Traurigkeit irgendwie noch so verwoben sind miteinander. Sophie: Genau. Genau. Genau. Und dass ich mir zu wenig Ich glaube, ich habe zu wenig Raum gelassen, das Alte ziehen zu lassen, das Alte abzuschließen. Und dann eben gepaart Bianca Enderlin: und das ein sehr, Sophie: mit dem Brot meiner Mutter, der natürlich earthshaking war, vom Gefühl her. Und wie schnell ich eigentlich ... mir dann nicht mehr erlaubt habe, Vakuum, in diesem Nichtstun, in diesem Nichtwissen zu sitzen und gedacht habe, okay, jetzt wird es aber Zeit. Ich kann jetzt hier nicht so lange irgendwie Pause machen. Ich muss schon auch jetzt wieder anfangen zu arbeiten und muss irgendwie produktiv sein und sinnvoll sein. Und ja, Bianca Enderlin: und ist ein Sophie: Herr Schacker, ich habe jetzt die Freiheit, da haben wir das letzte Mal drüber gesprochen, die Freiheit selbst noch mal zu wählen, was ich eigentlich machen will und so. Und habe Also das war wirklich... Ich hab am Ende dieser Aufstellung gesessen und hab gesagt, ist der Wahnsinn, wie sehr mir das nicht bewusst gewesen ist und nicht bewusst geworden ist. Und wie doll das aber dieses nicht... Ja, dieser Start mit was, wie doll das noch verwoben ist mit... ...weltem Schmerz, Traurigkeit und... Da gibt's in meiner Lebensgeschichte wahrscheinlich genug Aspekte, die ich jetzt erzählen könnte, die da reinspielen. Aber das war so... Ich war und bin wirklich zutiefst dankbar für diese Möglichkeit, das noch mal irgendwie aufzustellen. Und was das für eine Klarheit bringt, von außen, ein Stück weit, zu sehen, wie sich real in dem Raum entfaltet, was wirklich ist. Bianca Enderlin: Ich dass sich mit der Arbeit mit Menschen mit Arbeit mit Arbeit mit den Arbeit Sophie: und wie oft Dinge da sind, die wir nicht sehen können, manchmal vielleicht auch nicht sehen wollen. Das war jetzt in dem Fall eine Konstellation. Das war eine Netzwerk-Treffen von einem Netzwerk, wo diese Freundin Mitglied ist. Die hat eigentlich im Netzwerk gefragt, jemand ein Anliegen geben? Bianca Enderlin: und das ist ein Ich sehr dass Arbeit Arbeit mit Arbeit mit der Arbeit Arbeit Sophie: Sie hat zu mir gesagt, Sophie, wenn sich da keiner meldet, weil so lange bin ich da auch noch nicht, vielleicht kennen viele das auch nicht, vielleicht ist das unangeht, würdest du mit einem Anliegen kommen, damit ich das den Abend gestalten kann? Das heißt, ich kannte da niemanden. und war noch niemandem von denen jemals begegnet. wie die sich darauf eingelassen haben und wie völlig unabhängig davon, ob die meine Geschichte kennen und mich wissen, sich am Ende im Raum in so einer Aufstellung zeigt, was ist und wie Klarheit entsteht, indem man manchmal auf den Wust, den man so in sich trägt, wie viel Klarheit das schafft, da mal von außen draufzuschauen. Und das bewegt mich. bewegt mich sehr. Bianca Enderlin: Vielen Marietta Gädeke: Ich finde es sehr spannend, weil das ja in zwei Richtungen geht. Zum einen das, was für dich persönlich dabei rausgekommen ist, diese Membran der Traurigkeit, die da über deinen beruflichen Anfängen liegt und auch die Frage. Was ist dann der Schritt? Also lässt sich die lösen? Gibt es da was? Und das Zweite, ja auch so diese Methode, wo manche Leute natürlich auch sagen so bei Aufstellungen, das klingt mir jetzt irgendwie wie Voodoo oder plötzlich Reaktionen aus dem Raum. weiß von Leuten, gar nicht wissen, worauf sie da eigentlich reagieren. Was aber ja irgendwo was auslöst. Es ist hochinteressant, dem nachzugehen und da reinzuspüren. Bianca Enderlin: Ja, und ich glaube, die Traurigkeit ist tatsächlich ein stark topoisiertes Thema. Und und zwar grundsätzlich Altes gehen zu lassen, statt sofort sich ins Neue zu stürzen. Jetzt auch gerade jetzt in dieser Phase, wir durchaus mal traurig sein dürfen, dass man sich vielleicht beim Druckern nicht mehr trifft, einen Schnack zu halten. Ja, es gibt Dinge, da Da dürfte einfach mal traurig drüber sein, so auch den Raum zu schaffen für das Neue. Aber indem wir es einfach, ich glaube gar nicht sehen wollen, sondern einfach nicht wahrnehmen oder nicht geübt darin sind, wahrzunehmen und es zuzulassen vor allem. Wann wird uns denn erlaubt, Trauer zuzulassen, traurig zu sein? Ach, sei doch nicht traurig. Marietta Gädeke: Wie geht das überhaupt? Wenn Bianca Enderlin: Mhm. Marietta Gädeke: wir es nicht mehr machen und nicht mehr Räume dafür haben, wie soll ich denn dann auch richtig traurig sein? Dann wird mir gesagt, nimm dir Zeit, aber wofür? Was mache ich denn dann mit dieser Zeit? Bianca Enderlin: Ja. Marietta Gädeke: Bei Tod ist das, ich, umso deutlicher, aber es fängt ja schon bei so kleineren Geschichten die Enden von einer Beziehung an. Und wie viele Leute mich eingeschlossen in ihr Vita sich versucht haben, von einer Beziehung in die nächste reinzustürzen, weil man es nicht aushält, allein zu sein oder weil das auch gar nicht normmäßig irgendwie im eigenen Kopf oder in der Gesellschaft vorgesehen ist. Das Ziel ist immer irgendwie verpartnert zu sein. Was machst du dann, wenn du dann plötzlich, ja gut, Bridget Jones-Cooking Schokolade essen kannst, auch nicht irgendwie länger als Wie viele Teile gibt es? Drei Tage. Ja, was bedeutet es heutzutage noch, Trauer zu haben, die länger als diese Schockphase andauert? Und das ist ja die echte Trauer, die tiefer geht. Bianca Enderlin: Ja, da vor allem die, die erst nach dieser Schockphase wirklich kommt. Und ich glaube, Trauer ist ja auch gerade, wir jetzt mal von der, der, sag mal, der Lebenstrauer absehen, von diesen anderen Dingen Altes loszulassen, glaube ich, vor allem der deutschen Kultur Altes gehen zu lassen, verknüpft mit der Form des Scheiterns. Und deswegen wird es so weggedrückt. Ich bin traurig bedeutet, da war irgendwas nicht gut. Und diese Erfolgskultur, ich glaube, die fehlt uns vollkommen und da gehört das Traurigsein für mich mit dazu. Birgit: Wir verlernen uns auch mehr, weil wir den... dem Bereich, in dem Traurigkeit und Trauern total toleriert und erlaubt sind, nämlich dann, wenn jemand stirbt. Und dem geben wir ja auch schon keinen Raum mehr, weil der Tod ja in unserer Gesellschaft immer unsichtbarer wird. Und zwar der wirkliche Tod, nicht der, den wir im Fernsehen, im Krimi und was der Teufel was sehen. Also der Tod ist allgegenwärtig, aber der Abschied nicht. Und wenn ich mir denke, dass es früher, also dort wo ich aufgewachsen bin, hat man immer vom Trauerjahr gesprochen. Die Frauen, hauptsächlich die Frauen, haben ein Jahr lang Schwarz getragen, wenn ihre Männer gegangen sind. Und der Gedanke dahinter war, dass wir wirklich einen Jahresablauf ohne diesen Menschen machen. Also jeden Feiertag. Ostern, Pfingsten, Weihnachten. gehe jetzt mal durchs Kirchenjahr in dem Fall. Und auf der anderen Seite dann aber auch den eigenen Geburtstag. Den Geburtstag der Kinder, jetzt ist der Vater nicht mehr da. wirklich so. Etappen des Lebens durchwandert, in denen ein Mensch da war und jetzt diese Lücke da ist, diese Lücke dann wirklich auch zu spüren. Und wenn wir das einmal durchschritten haben, dann können wir ins weitere gehen. Ins neue gehen. Und dann dürfen, so war das früher, Ich bin froh, dass es nicht mehr so ist, wirklich. Aber dann konnten Witwen, ich spreche jetzt aus dieser Frauensicht, ich weiß nicht wirklich, ob das bei Witweren auch so streng war, aber dann konnten Frauen sich wieder öffnen, eventuell eine neue Partnerschaft zu kriegen. Ich hoffe, stimmt, was ich sage. So ist es meine Wahrnehmung dieses Trauerjahr, so wie ich es erlebt habe. Marietta Gädeke: Ich kann traditionell bestätigen, bei meinem Opa, Birgit: Ja. Marietta Gädeke: der hat auch seine alte Flamme dann nach dem Tod meiner Oma erst ein Jahr später wieder ausgepackt und quasi der Familie präsentiert, schaut mal, ich durch Zufall wieder getroffen habe. Aber er hat auch aus dieser, ich sag mal, gesellschaftlichen vorgegebenen Perspektive dieses Jahr abgewartet. Auch glaube ich meiner Mutter dann auch den Raum zu geben. Weil es natürlich schon bekannt ist, jemanden aufzuwärmen, den man vorher schon mal und so. Aber andere Story. Aber deswegen glaube ich, für die Männer galt es genauso, weil sonst hätte Birgit: Andere Story, genau. Und wahrscheinlich haben wir... Sophie: W? Marietta Gädeke: er sich nicht an diese implizite Norm gehalten. Birgit: Und das kraftvolle darin ist, wenn man sich den Prozess wirklich hingibt und ich sage, ja okay, die Gesellschaft will und ich muss, mach das, weil Mann es, Frau es so macht, sondern wenn man sich den Prozess hingibt, dann kann man Dann kann man mit der eigenen Traurigkeit fertig werden. Und ich habe keine Ahnung, wie man das auf Abschiede, berufliche Abschiede zum Beispiel übertragen kann. Weiß ich im Moment jedenfalls nicht. Aber das Thema, was sich für mich an diese Traurigkeit immer auch knüpft, das ist, wann ist es eigentlich genug? Und auch darin liegt eine Stärke, wenn man diesen Jahresablauf sieht. Weil dann kann man... Also ich, meine Mutter ist vor 15 Jahren gestorben. Und ich habe immer nur Traurigkeit in mir. Aber es ist eine ganz andere Traurigkeit. Also es ist keine Trauer mehr, sondern diese Lücke, die sie als Mensch hinterlassen hat im Außen, die spüre ich immer noch. Wenn gleich ich auf der anderen Seite sage, kann ich trage sie vollumfänglich in mir. Und das Sophie: Absolut. Bianca Enderlin: Ja. Birgit: entbindet mich von der Traurigkeit. Und auch da ist es, da bin ich wieder an einer Stelle, die wir im letzten Podcast auch ein bisschen hatten, auch darin liegt in mir die Stärke zu sagen, woran knüpft sich das Gefühl wirklich. Also ist diese Traurigkeit, weil ich sie zuletzt so intensiv beim Tod meiner Mutter gespürt habe, Knüpft sich diese Traurigkeit immer an dieses letzte Bild oder was ist es ihm heute? Bianca Enderlin: Ja. Sophie: Also ich glaube, Birgit: versteht ihr was ich meine? Sophie: ich verstehe total, was du meinst. Und beim Zuhören spüre ich in mir, dass das, was du beschrieben hast, völlig unabhängig, also für mich völlig unabhängig davon ist, ob es Tod geht und dieses Trauerjahr oder ob es den beruflichen Abschied geht. ein ganz entscheidender Teil der Traurigkeit ist diese Lücke. Und ich habe ja meine Alte Agentur, meine alte Firma, mehr oder weniger zum gleichen Zeitpunkt. Wenn ich jetzt sage, losgelassen klingt das so, als hätte ich die schon losgelassen. Aber jedenfalls, das Ende dieser Firma ist zwar zeitlich parallel zum Tod meiner Mutter. Also da ist in meinem Leben, wenn ich es jetzt im übertragenen Sinne sage, ganz viel gestorben. Und ganz ehrlich gesagt ist auch ganz viel in mir gestorben in der Zeit. Und das ist, glaube ich, dieses Bianca Enderlin: Ich sehr glücklich, sich mit der Arbeit der Kanzlerin mitbekommen Ich sehr glücklich, dass Sie sich der Arbeit mit Kanzlerin Ich glücklich, dass Sie mit der Kanzlerin Sophie: Also das Gefühl darin ist Traurigkeit, die spüre ich auch. Und weil du das gerade gesagt hast, ist das an Gedanken geknüpft oder nicht? Es gibt bei mir einen Unterschied. Also ich fühle Traurigkeit, die bei jeder Gedanken ist. Und ich fühle natürlich auch Traurigkeit, die mit ganz vielen Gedanken verknüpft ist. Dann sind wir wieder ein bisschen bei der letzten Folge. Und wenn ich jetzt noch mal zurückspringe zu dem, was ich am Anfang gesagt habe, ist eigentlich, ich habe nicht genug Lücke gelassen. wirklich mit dieser Lücke zu sein, mit den Lücken, die entstanden sind, sondern ich habe zu schnell versucht, diese Lücken zu füllen und wieder zu stopfen. Zu deiner Frage, Marietta, was heißt denn das eigentlich, wenn ich dann traurig bin und traure und mir das erlaube? Was passiert denn dann eigentlich? Was mache ich denn dann? Und ich glaube, dieses Nicht-Wissen, was mache ich dann? Wie geht das? Wie geht trauern? führt dazu, dass man dann versucht, die Lücke möglichst schnell zu schließen. gepaart noch mit der Prägung, dass Traurigkeit, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, Bianca Enderlin: Ich weiß gar nicht, ob Citra ... Sophie: Deswegen lässt sich das, was du beschrieben hast, Bilgit, Jahreszyklus, und zwar nicht im Sinne der Zeit, sondern diese Stationen, wo man die Lücken fühlt, wo die Lücken sichtbar werden, die ganz bewusst zu leben. Und das tue ich jetzt zwei Jahre später, gibt es diese Momente immer noch, und zwar nur wohlbezogen auf die Firma, die ich losgelassen habe, die Menschen, darin verlor-, die darin gestorben sind, das jetzt mal so zu sagen. und der Tod meiner Mutter. Und na klar, es Momente, wo ich mich frage, Bianca Enderlin: Peace! Sophie: wo ich denke, was ist Scheiß, wieso musste das jetzt, wieso alles auf einmal und wieso mir? Die Momente gab es natürlich auch plenty. Und ich komme aber immer mehr dahin zu fühlen und anzuerkennen und auch anzunehmen, dass das so war und dass es seinen Grund hatte, dass es so war. Und durch diese Marietta Gädeke: Mhm. Sophie: Aufstellung, die das noch mal so gezeigt hat, dass es da offensichtlich in mir noch eine Verknüpfung gibt, die ich lösen darf, das war für mich jetzt eine ganz konkrete Anleitung, wenn du so willst, das zu sehen. Weil jetzt weiß ich, wo ich hinschauen darf. Bianca Enderlin: Ich frag mich, äh... Sophie: Und wenn ich das gelöst hab, ganz kurz, wenn ich das gelöst hab, Marietta, dann erzähl ich dir auch, was ich gemacht hab, damit sich's löst. Jetzt stand Marietta Gädeke: Haha. Sophie: heute, weiß ich's noch nicht genau. Marietta Gädeke: Sehr gut. Bianca. Bianca Enderlin: Ja, ich frage mich, es gibt ja viele Sachen, wo das eine ist Trauer im Sinne von, wie schade, und ist es nicht eigentlich der Schmerz, der mir nicht zulassen wollen? Ich glaube, die Trauer zulassen mit diesem, auch wie schade ist es, dass es nicht mehr ist wie früher, ist das eine und es darf ja durchaus Teil, Teil dessen sein, ja. Aber halte ich daran fest, krampfhaft, also wo ich das immer, immer, immer noch erlebe. Sind diese Momente? wo mir klappt. dass es die Familie nicht mehr gibt. Das ist Ideal der Familie, wie man sich das eben vorstellt. Und ich weiß noch, der erste Urlaub, die Kinder und ich alleine ohne ihren Vater, das war für mich echt krass, so inmitten all dieser Familien, wir als unvollständige Familie quasi. Und das macht nicht. Es macht mich traurig, weil ich merke, der Schmerz sitzt noch da. Und ich finde es immer wieder schade. Weihnachten, Geburtstage. dass diese Familie eben nicht mehr ist, wie es immer war. Ich vermute, dass so Punkt ist, sagt, man geht viel zu schnell. Man macht alles wie früher, man macht es genauso in der Hoffnung, dass es irgendwie besser macht oder heilt oder ... Dass es im Grunde noch genauso ist wie früher, same, same, but different. Ohne wirklich mal hinzugehen und sagen, okay, es ist jetzt anders. Und was ist es denn? Ist es die Bewertung dessen, dass ich es eigentlich selber gerne anders hätte nach wie vor? Kann ich es, will ich es noch nicht akzeptieren, dass es sich jetzt verändert hat? Wieder diese Abhängigkeit, diese Unfreiheit von außen. Ist irgendwas passiert, was mein Leben verändert hat? Ob jetzt beruflich, familiär oder was auch immer. Und möchte ich es nun nicht zulassen und kreiere dadurch Schmerz? Oder bin ich wirklich in der Lage zu sagen, okay, ich gehe jetzt einmal diese Lücke, diese halte das aus, schaue, was in dem Raum dann entsteht? Ich glaube, gibt es auch dieses eine Ja, das macht durchaus Sinn, eben alles einmal durchzuerleben. Aber es gibt Dinge, die begleiten uns ewig. Und ich glaube, das ist auch ein Stück weit gut so. Und gelingt es uns aber eben, Schmerz rauszunehmen oder diesen Schmerz zu verarbeiten oder zu heilen am Ende. Ja, aber ich glaube, traurig sein sollten wir viel öfter zulassen. Auch in den kleinen Dingen. und sei es nur mit einem Ovi-Shart. Auch das ist ja für mich eine Form der Traurigkeit, die wir zulassen dürfen, dann aber gleich sich auch Neues empfangen zu können. Das ist dieser große Haken, den wir machen, dann wieder beide Hände frei zu haben. Weil solange wir an dem Alten festhalten, wird es halt schwierig, die Hände für was Neues offen zu haben. Marietta Gädeke: Es ist immer dieses, das Alte endet und plötzlich müssen wir uns neu ausrichten. Wer bin ich ohne diesen Baustein? Wer bin ich ohne Bianca Enderlin: Ja. Marietta Gädeke: diesen Mensch? Es ist eine Identitätsfrage, die dann ganz häufig hochkommt. Auch Identität, Bianca Enderlin: Ja, absolut. Marietta Gädeke: so wie du beschreibst, als Familie oder Sophie, du als Tochter und gleichzeitig auch als Unternehmerin. Wir alle immer wieder so in diesem, wenn das wegfällt, fehlt dann ein Stück von mir. Natürlich, dadurch kommt, glaube ich, dieser Wunsch, das sofort zu ersetzen. Weil dann fehlt nichts mehr, ist die Illusion dahinter. Statt zu sagen, vielleicht muss ich mich insgesamt verändern und dadurch, dass quasi ein Stück von mir fehlt, aber vielleicht kann auch was Neues, noch was Neues wachsen, Traditionen, die das Alter irgendwie mitnehmen. Ich finde, da bin ich natürlich schon wieder voll in meiner Trainerinnenbrille, aber ich musste irgendwie so an die Teamentwicklungsur denken. Weil da gibt es ja den letzten Teil, wie sich das Team aufbaut und Norming, Performing und so weiter. Und dann gibt es aber Adjoining. Also als letzte Phase, wie gehen wir eigentlich auseinander? Und ich habe das einmal ganz intensiv leider auf unschöne Weise mitbekommen. Es war ein Riesenprojekt. Wir haben die Weltmeisterschaften im debattieren in Berlin organisiert und dann sollte es so ein letzten, also so einen Schlusspunkt geben, wo man auch nochmal das ganze Team völlig zerstreut aus ganz deutscher, kommt zusammen, trifft sich ein letztes Mal und man wollte irgendwie so eine kleine Party am Schluss wollten wir machen. Und dann kam aber von Teilen von der Gruppe auch raus, nein, und jetzt wollen wir aber irgendwie so das Gefühl, wir sind noch nicht fertig, wir müssen uns jetzt nochmal dem hingeben, wir müssen auch nochmal genau hingucken, was ist alles schlecht genau, daraus irgendwie zu lernen oder Bianca Enderlin: Ich Ich Marietta Gädeke: wie auch immer, abzuleiten. das zerbrach quasi daran so dieser Schlussmoment. Und danach zerbröselte das Ganze. Man kam nicht mehr zusammen, alle in alle Windesrichtungen zerstreut. Auch meine Kontakte zu meinem Team plötzlich non existent. Und ich hatte da wirklich so ein ganzes Jahr meines Lebens ganz intensiv reingebuttert. Und dann plötzlich stand ich ohne alles da. Und ich bin so richtig in so Loch gefallen. Da ist mir zum ersten Mal klar geworden, wie krass das ist, diese Phase nicht gelebt wird. Also wenn wir nicht diese diese Trauer so durchschreiten, das uns heißt, dass wir sie selbst begleiten. Dass es eben nicht einfach nur Zusammenbruch von allem ist, sondern ich schaffe es ganz wichtig, wenn es möglich ist, Höhe loszulassen oder Bianca Enderlin: Ich glücklich, dass hier sind. Ich glücklich, dass Sie hier Ich Marietta Gädeke: Wenn der geliebte Mensch gestorben ist, eben so Momente wieder zum Anknüpfen zu finden. Deswegen finde ich das auch so schön, wenn man irgendwie die Möglichkeit hat, noch mal zu einem Grab hinzugehen und da noch mal Raum zu schaffen oder so kleine Rituale noch mal. Da dann auch genau in diesen Schmerz reinzuspüren und zu sagen so. Und dann kann ich ihn aber dann Bianca Enderlin: Vielen Dank. Marietta Gädeke: stückweise bearbeiten. Bianca Enderlin: Ich Ich Marietta Gädeke: Ich glaube, ist so dieses, dass wir eben nicht denken, wir hacken uns da irgendwie die Hand ab und dann schnell eine Prothese drauf und gut ist. So ganz brutal. Aber manchmal ist es ja so brutal, Gefühl. Und manchmal sind wir auch so brutal mit uns selbst. Birgit: finde ich ganz wichtig, was du eben gesagt hast, Marietta. Wir hacken uns die Hand ab und fügen nicht gleich eine Hypothese. Ein Gedanke von mir. Bianca Enderlin: Vielen Dank. Birgit: Die Lücke darf bleiben. Und das Neue muss nicht die Lücke füllen, sondern das Neue darf neben der Lücke wachsen. So wie ein Baum, den man absägt, neue Zweige daneben treibt. Nicht genau an der selben Stelle, sondern daneben. Und das ist der Gedanke, ich gerade in mir entstehen lasse, dass darin die Kraft liegt und auch die Erklärung für mich dafür, dass meine Mutterlücke immer noch da ist, obwohl ich sie in mir trage und obwohl ich andere Menschen habe. Also nicht ersetzen. Wir gehen mit dem Schmerz. Und er wird einfach niemals so wichtig. Sophie: und mit der Lücke. Birgit: Und mit Marietta Gädeke: Mhm. Birgit: der Lücke. Genau. Bianca Enderlin: Ja. Sophie: Was ich noch darin finde, ist, ich glaube, diese Lücke annehmen zu können und sie da sein und weiter mitgehen zu lassen, Bianca Enderlin: Ich sehr glücklich, dass sich mir anrufen, dass ich Ihnen genießen Sophie: braucht es auch ein Erforschen und ein Betrachten dieser Lücke. gerade wenn jemand, also als meine Mutter gestorben ist, das war ja ein Moment, haben wir nicht gerechnet, dass das jetzt so sein würde. Und wenn ich jetzt so, wenn ich dir zuhöre Birgit und zurückschaue, Bianca Enderlin: Ich bin glücklich, dass Sie sich mir dass ich Ich bin sehr dass Sie mir dass ich Zeit Ich bin sehr glücklich, dass Sie dass Zeit Sophie: Also es hat bestimmt das erste Jahr gedauert. Ich nagehe mich jetzt nicht auf den Monat fest. Aber wie lange es überhaupt gedauert hat, bis ich die Dimension, die Beschaffenheit, die Tiefe dieser Lücke überhaupt fühlen und sehen konnte. Und das Gleiche war auch mit meiner Firma. Also überhaupt erst mal zu akzeptieren, dass das vorbei ist und dass da jetzt eine Lücke entsteht und die zu erforschen. Bianca Enderlin: und die Stärken Stärken Stärken der der Stärken der der Stärken der Stärken Stärken Stärken Stärken und das ist ein sehr, sehr, Sophie: Und ich glaube, das habe ich noch nicht ausreichend getan. Deswegen fällt es so schwer, fällt es mir manchmal so schwer, nicht durchgehend, aber manchmal so schwer, diese Zweige und Äste und diese Triebe, die danach ja daneben entstanden sind, wenn ich jetzt auf mein Berufliches gucke, dass die ganz schön viel Kraft in sich tragen. Bianca Enderlin: Ich sehr glücklich, dass der Arbeit mit mit Arbeit der Sophie: Aber diese Lücke ist nicht durchgehend. Aber an manchen Stellen, in manchen Momenten ist die noch wie so ein Vakuum, dass ich nicht greifen kann. Und deswegen... Ja, diese Lücke wird bleiben und die darf auch bleiben. Und ich glaube, die kann dann gut sein und kann dann aus der Lücke heraus auch Kraft für das Neue geben, wenn sie vollständig erforscht ist. Mir fällt jetzt kein besseres Wort ein als erforscht. Ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Bianca Enderlin: Ja, aber ... Sophie: Also sich wirklich gewahrt zu sein, diese Marietta Gädeke: Mhm. Sophie: Lücke ist, was die ausmacht. Bianca Enderlin: Wie oft erlauben wir den unseren Kindern traurig zu sein? Ich habe mal Nachbars Katz-Quatsch, Nachbars Hasen gefüttert. Die waren im Urlaub. Skiurlaub war das, glaube ich. Und am Freitag, bevor die weggefallen sind, hieß es noch, wir gehen noch schnell den Hasen impfen. Die sind in den Urlaub gefahren und zwei Tage später, einen Tag später lag der Hase tot im Käfig. Habe ich telefoniert. War Ostern. Ich die Spanker, du musst sofort einen neuen Hasen kaufen. Da sage ich, bitte was? Ja, schaut, er so ähnlich aussieht, ich bitte fast. Weil man dem Kind die Trauer nicht zumuten wollte. Ich fand es schrecklich. Und zwar schwierig, weil es war Ostern, die Hasen waren quasi ausverkauft. Und ich weiß nicht, wann ich das mal so ungern gekauft habe. das war für mich auch wirklich schrecklich. Und ich weiß, Marietta, du hast Mädels, da ist es vielleicht noch einfacher, aber wie oft erlauben wir unseren Kindern traurig zu sein? Marietta Gädeke: Hm. Bianca Enderlin: Wir wollen da auch immer auch, kriegst du einen Kakao oder meinem Sohn mache ich heute noch einen Pudding, wenn er schlecht, wenn er traurig ist, ja, auch eine Form damit umzugehen, uns zuzulassen. Aber erlauben wir es unseren Kindern dann überhaupt noch traurig zu sein? Oder sehen wir nicht ihre Freude als unseren Erfolg ein Stück weit und lassen deswegen die Trauer unserer Kinder nicht so, weil es Marietta Gädeke: Mh. Bianca Enderlin: Versagen unsererseits impliziert? Marietta Gädeke: überhaupt negative Gefühle. Sophie: Ich glaube, da steckt genau das drin. Bianca Enderlin: Weiß nicht. Sophie: Ja, das. Und da steckt genau drin, dass du jetzt mit diesem Hasenbeispiel, dass es ja noch nicht mal deine eigene Lücke und deine Traurigkeit ist, sondern potenziell Bianca Enderlin: Ne? Ne? Sophie: die Lücke, die im Leben deines Kindes entsteht, das kannst du ja noch weniger greifen und erforschen, als wenn es deine eigene Lücke und deine eigene Traurigkeit wäre. Und das irgendwie zuzulassen bei deinem Kind ist ja noch schwieriger. Und da sind wir ja Und eben immer daraus kommt, dass wir es überhaupt gar nicht geübt sind. Also wie du schon sagst Birgit, Bianca Enderlin: Ich sage ja, genau. Sophie: Tod, Trauer, Verlust, Lücken, Lücke im Lebenslauf, Lücke, weil jemand geht. aber ist so. ist doch so. Bianca Enderlin: Ganz schwierig. Ja, ja, absolut. Sophie: Lücken sind in unserem Leben, in unserer Gesellschaft, in unserer Prägung nicht so richtig vorgesehen. Bianca Enderlin: Nee, wenn ich mal Lückenfüller, Lückenbüße, gibt es eigentlich positive Worte, die verbunden sind mit Lücke. Marietta Gädeke: Das Batschike. Aber das ist auch eher was Neues. Ich musste Bianca Enderlin: Aber das hat auch geschmeckt, komm. Ja, das hat auch geschmeckt, komm. Marietta Gädeke: jetzt gerade auch dran denken, ich habe meine Tochter ausnahmsweise mitgucken lassen, was ich für mich geschaut habe, weil es schon viel zu spät war und eigentlich soll sie schon längst schlafen und ich hatte schon ein halbes Buch gelesen. Aber sie wollte nicht allein, also habe ich sie mitgucken lassen, während sie so im Bettchen lag. Wir haben uns eine Megan Marte angeschaut, wie sie Meeresfrüchte zubereitet in ihrer Show. Weil ich mir dachte, das ist so, da passiert nichts Dolles. Die Frau, backt, die kocht und nebenher bastelt. Das ist gut zum Einflassen. Ja, aber Meeresfrüchte zubereiten. ist dann schon so eine Spur härter. Als dann die Segen genommen wurden und man die bei netwendigem Leib aufschnitt, dann das Fleisch rauszulöffeln, merkten sowohl meine Fünfjährige als auch ich, dass das was mit uns gemacht hat. Und ich habe natürlich kurz überlegt, okay, macht man das jetzt aus? Und war dann natürlich Ich habe es nicht ausgemacht, weil ich mir dachte, ja, es gehört tatsächlich zum Leben, Bianca Enderlin: Mhm. Marietta Gädeke: auch zum Zubereiten von Essen. Wenn man jetzt nicht sich vegan ernährt, es gehört dazu. Sie sollte das schon irgendwie auch erfahren. Und es war jetzt ja nicht auf dramatische Art und Weise präsentiert. Also so, dass ich mir dachte, das kann sich schon ab. Ich war trotzdem froh, als sie dann nicht gezeigt haben, wie der Homer gekopft wurde. Aber man hat die Reaktion der Dame gesehen, die da neben uns und selber auch so. Aber ich habe dann den Weg gewählt und habe aber am nächsten Tag auch noch mal das Gespräch mit ihr gesucht. zu sagen Mensch, wie war das eigentlich für dich und was denken wir jetzt darüber und so und sie hat also ganz klar das mit dem Töpfern hat ihr besser gefallen. Das fand sie also auch irgendwie. Bianca Enderlin: Ja. Marietta Gädeke: Und ich finde genau das, also so dieser dieser Trauer in dem Fall der der Irritation und auch dem Was macht es mit mir? Was passiert da eigentlich gerade? Dem wieder Raum zu geben, dass und das auch unseren Kindern zuzumuten, dass die da auch mal drüber brüten dürfen, dass man aber hinterher nochmal. Das finde ich ganz wichtig, so dieses hintenher nochmal reinstören. Das hatte ich jetzt mit ihr natürlich quasi gemeinsam gemacht, aber für uns selber auch. sagen so und ich nehme dann zum Beispiel so Jahrestage. Ich gehe dann zum Grab und ich leg mein Flümchen hin und ich denke oder allein schon bei einer Beerdigung zusammen zu sitzen und sich nochmal an die Verstorbene oder den Verstorbenen zu erinnern. Manchmal vielleicht sogar ins Lachen zu kommen, weil man sich auch an die lustigen Sachen erinnert. Ich finde das ist so ganz wichtiger Teil von diesem Bianca Enderlin: Ich Ich sehr dass der Arbeit Arbeit mit mit der Arbeit mit der Arbeit Marietta Gädeke: Heilungsprozess und wirkt ja Heilung nicht im Sinne von da wächst dann an dieser Stelle was Neues, sondern Heilung, da darf sich diese Lücke langsam schließen. Eine Membran bildet, die heilt, wo aber wir nicht erwarten sollten, dass quasi genau aus derselben Stelle was rauskommt, sondern dass das dann Raum schaffen darf und so weit quasi wieder die Kräfte dann auch wieder schließt und schützt, dass wir dann wieder Kraft sammeln können, irgendwo anders nochmal neu auszuschlagen. Und eben auch genau uns neue Kontakte zu suchen oder nach einer Fehlgeburt den Weg zu gehen, doch noch ein zweites Kind zu machen und im Bianca Enderlin: und sehr, Sophie: ... Marietta Gädeke: besten Falle das auch zu kriegen. Sowas. Also und dann nicht zu erwarten, dass das eine das andere ersetzt. Das finde ich. Ganz, ganz, also tatsächlich nicht so viel. Da kommt die Membran plötzlich wieder hoch. Sophie: Ciao! Bianca Enderlin: Ja, und jedem Anfang wohnt ein Zauberinne, der dich trägt und der dich schützt. Sophie: Und wir sind mit der Lücke wieder eigentlich genau bei unserem Thema. Das ist nämlich auch die Lücke zwischen dem, was war und dem, was noch kommt. Marietta Gädeke: Wir nehmen mal diesen tiefen Atemzug mit, den das so gerade ausgelöst hat. schon bei euch gemerkt. Und ich danke euch für den ganz, ganz tiefen Austausch und so viel für tiefe Erkenntnis, die du da gewonnen und mit uns geteilt hast. Und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn wir sagen. zwischen dem, war und dem, was ist, mit euch da reinzuspüren in das, was uns in heute bewegt. Und für heute danke ich euch dreien, Bianca, Birgit und Sophie und allen Zuhörerinnen und Zuhörern, die mit dabei waren. Danke schön. Birgit: Danke auch. Bianca Enderlin: Tschüss! Sophie: Danke, ciao! Marietta Gädeke: Ciao!