Latest / Die Lage international mit Christian Mölling / Bewaffnete Drohnen am Leipziger Flughafen – “Es gibt die Bereitschaft, tödliche Gewalt anzuwenden”
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- 0:07Es ist Donnerstag, der 6. August. Herzlich willkommen zum Stern-Podcast Die
- 0:12Lage International mit Christian Mölling, Senior Advisor beim Brüsseler Think
- 0:17Tank European Policy Center.
- 0:19Guten Morgen, Herr Mölling. Hallo, guten Morgen, Herr Gattmann.
- 0:21Mein Name ist Moritz Gattmann. Ich bin Auslandsreporter für den Stern mit Schwerpunkt Osteuropa.
- 0:28Ja, Herr Mölling, wir erinnern uns, im letzten Sommer, da waren vermeintlich
- 0:32russische Drohnen, Drohnensichtungen über Deutschland das große Aufregerthema.
- 0:38Seitdem hat man darüber fast nichts mehr gehört. Nun aber, am Mittwoch wird
- 0:43auf dem Leipziger Flughafen eine sogar mit Sprengstoff bewaffnete Drohne gefunden
- 0:48und glücklicherweise entschärft.
- 0:50Zudem, das Ganze spielte sich ab in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge.
- 0:56Was ist davon zu halten? Naja, ich fange mal da an, wo Sie eingeleitet haben.
- 1:00Sie haben recht, wir haben so eine Wahrnehmungshöhe, so einen Wahrnehmungspiek
- 1:03gehabt bei dem Thema Drohnen.
- 1:05Irgendwann letztes oder vorletztes Jahr, ich weiß gar nicht mehr wann.
- 1:09Das ist mein letztes Jahr, ich habe nochmal nachgesprochen. Aber der Witz ist
- 1:12ja, die sind permanent da.
- 1:14Sie waren vorher da, sie sind auch nach der öffentlichen Wahrnehmung da gewesen.
- 1:19Und es gibt Zahlen, die in die Tausende gehen.
- 1:23Und von daher muss man einfach sagen, das ist ein Phänomen, dass man jetzt auf
- 1:27einmal, also Leipzig passiert nicht auf einmal, sondern es ist,
- 1:32mit Blick auf die Drohnensichtung ein relativ konstantes Ding,
- 1:36was neu ist, zumindest als Beobachtung, ist tatsächlich das,
- 1:40was hier mit Sprengstoff zu tun haben, an einer Drohne.
- 1:43Was mit Blick auf Leipzig auch noch nicht neu ist, was den Sprengstoff angeht,
- 1:46denn da einige erinnern sich, hatten wir mal ein Sprengstoffpaket in einem DHL-Flugzeug,
- 1:51das später dann dem russischen Geheimdienst zugeordnet werden konnte.
- 1:55Jetzt haben wir eine Situation, und das ist sicherlich neu, dass man sagen muss.
- 1:59Bei all denjenigen, die noch glaubten, es ginge nur darum, aufzuklären,
- 2:03wer auch immer diese Drohnen betreibt,
- 2:05um zu gucken, was in Deutschland so passiert und wie wir reagieren.
- 2:08Das ist es offensichtlich nicht mehr. Das darf man nicht mehr unterstellen,
- 2:12sondern muss unterstellen, dass es die Bereitschaft gibt, hier Gewalt anzuwenden
- 2:15und zweifelsvoll auch tödliche Gewalt anzuwenden.
- 2:17Das ist das, was man damit jetzt erstmal sozusagen für heute erstmal feststellen
- 2:22kann, dass das eine Veränderung der Lage oder auch eine Konsolidierung der Lage
- 2:25ist. Es gibt weniger Unklarheit darüber, was die Betreiber dieser Systeme bereit sind zu tun.
- 2:31Ich erinnere mich, dass dann im letzten Sommer natürlich von Innenminister und
- 2:35auch von den Ländern die Rede war, wir machen jetzt Drohnenabwehrzentren,
- 2:40bilden Taskforces und so weiter, dann können wir uns besser verteidigen in Zukunft.
- 2:46Was ist denn da am Ende draus rausgekommen? Also viele schöne Bilder mit Markus
- 2:51Söder, der Bayern sofort in die erste Front gebracht hat.
- 2:55Ich glaube, das Problem ist aber in der Tat, dass die Idee eines flächendeckenden
- 2:59Schutzes, den man dann versucht als Politiker, Politikerin zu versprechen,
- 3:03dass das relativ schnell klar ist, das funktioniert nicht.
- 3:05Also man muss sich mal vorstellen, damals in dieser Hochphase war der medialen
- 3:10Aufmerksamkeit, war eine Zahl, die kursierte, dass sie im Grunde um zehn Minuten
- 3:14Zeit haben zwischen der Drohnensichtung, bis sie wieder verschwunden ist.
- 3:16Also wenn sie in der Zeit etwas machen wollen, was ja auch nicht bedeutet,
- 3:19dass sie die Drohne abschießen, sondern sie erst mal klären müssen,
- 3:21ist das überhaupt ein Problem oder ist das kein Problem, dann sind wir da nicht
- 3:25wahnsinnig viel weitergekommen mit Blick auf, ich sag mal so,
- 3:29so ganz staatsmännische Dinge, wo man sagen kann, wir haben jetzt alles im Griff oder so.
- 3:33Das bedeutet nicht, dass nicht im Hintergrund ganz, ganz viel läuft an Diskussionen,
- 3:38natürlich vor allen Dingen die Betreiber kritischer Infrastrukturen,
- 3:41dazu gehört der Leipziger Flughafen,
- 3:43Aber auch die ganzen Energiebetreiber überlegen natürlich schon.
- 3:46Wie sie diesen Drohnen Herr werden können, weil die natürlich eine Gefahr für
- 3:50die Anlagen darstellen. Damit letztendlich auch für uns alle.
- 3:53Nicht nur mit Blick auf, dass da mal was in die Luft fliegen kann,
- 3:56sondern auch mit Blick auf die Versorgung der Bevölkerung.
- 3:58Da geht es voran. Das sind aber so tiefe Fachdiskussionen, dass die es gar nicht
- 4:04so sehr in die Schlagzeilen der Medien, geschweige denn der sozialen Medien
- 4:09schaffen, weil es eben keine großen Durchbrüche sind.
- 4:12Herr Mölling, schauen wir auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine.
- 4:17Da versucht Kiew seit einigen Wochen eine neue Strategie. Sie attackiert mit
- 4:22Langstrecken, Drohnen, Warenlager, Logistikzentren der Firma Wildberries.
- 4:29Ich glaube, die meisten Deutschen hören zum ersten Mal von Wildberries.
- 4:32Was ist das überhaupt und was erwartet die Ukraine sich von dieser Strategie?
- 4:36Also Wildberries ist bei uns in den Medien bezeichnet worden als das russische Amazon.
- 4:42Die Beschreibung ist, glaube ich, erst mal soweit ganz korrekt.
- 4:45Und warum greift die Ukraine das zurzeit an?
- 4:48Aus zwei Gründen. Der eine Grund ist, es ist.
- 4:53Gesagt worden, dass das quasi ein Hersteller oder ein Vertrieb von Drohnenkomponenten
- 4:56ist, was erstmal insofern naheliegt oder plausibel ist.
- 5:01Drohnen sind ganz normale kommerzielle Produkte, die wir auch über Amazon kaufen
- 5:04können. Das heißt also, man versucht natürlich die russischen Drohnenproduktionen somit zu hemmen.
- 5:08Und das andere Kalkül ist, den Krieg in die russische Bevölkerung einfach tiefer hineinzutragen.
- 5:14Ob das Zweite wirklich funktioniert und zu einer Art von Reaktion führt,
- 5:17die wirklich dann bedeutet, dass sich die Russen gegen ihr System stellen, das weiß ich gar nicht.
- 5:23Ich glaube, das ist möglicherweise sozusagen das falsche Kalkül,
- 5:27das die Russen auch mit ihren strategischen Bombardements gegen Kier von anderen Städten machen.
- 5:32Also die Idee, man könnte eine Bevölkerung durch mehr Leid in die Knie zwingen,
- 5:37ist möglicherweise falsch.
- 5:40Und das gilt in beide Richtungen. Es gibt wenige Studien, aber es gibt einige
- 5:43dazu, die sagen, dass sogenannte strategische Bombardement-Kampagnen nicht funktionieren.
- 5:49Das wird man sehen, ob das wirklich zum Erfolg führt, zumindest auf der Ebene
- 5:53der russischen Bevölkerung, ob man die im Grunde genommen Möbel machen kann damit.
- 5:58Nun haben wir in den letzten Tagen, so zynisch das klingt, aber die Antwort der Russen gesehen.
- 6:03Es gab schwere Raketen- und Drohnenangriffe, speziell auf Warenlager ukrainischer
- 6:10Händler. Also wir sprechen hier von Baumärkten, Lebensmittelketten und so weiter.
- 6:16Bedeutet das nicht am Ende nur wieder mehr Zerstörung und Probleme für die Zivilbevölkerung
- 6:21auf beiden Seiten, ohne eine wirkliche Veränderung der strategischen Lage?
- 6:26Die Möglichkeit besteht tatsächlich.
- 6:29Also was die Ukrainer möglicherweise erreichen können mit den Angriffen ist,
- 6:35dass sie den Absolutheitsanspruch und quasi den Anspruch des Kreml alles unter
- 6:40Kontrolle zu haben, damit natürlich ganz offensichtlich beschädigen und sicherlich
- 6:45auch die Dinge für die Russen schwerer machen.
- 6:47Aber ich glaube, wir müssen davon ausgehen, dass der Sicherheitsapparat Russlands
- 6:51immer noch so stark ist, dass das nicht dazu führen wird, dass die Russen deswegen aufbegehren.
- 6:57Von daher glaube ich, dass es tatsächlich erst mal dazu führt,
- 7:00dass sich der Konflikt auf andere Bereiche verlagert.
- 7:03Oder sie zusätzlich noch mit dazu nimmt. So muss man es, glaube ich, sagen.
- 7:06Wir schauen gleich noch genauer auf Russland und ein anderes Ereignis,
- 7:10was da möglicherweise bevorsteht, nämlich die Mobilmachung.
- 7:14Aber bleiben wir noch für einen Moment in der Ukraine.
- 7:16Ein neuralgischer Punkt der Ukraine ist die Stadt Odessa.
- 7:22Über die Häfen der Stadt oder des Großraums Odessa läuft der Großteil des ukrainischen Im- und Exports.
- 7:29Wir erinnern uns, 2022 stand das schon mal im Fokus. Da konnte die Ukraine auch
- 7:33nichts mehr über das Meer, über das Schwarze Meer exportieren oder importieren.
- 7:37Damals gelang es durch Druck und Verhandlungen doch wieder diese Handelsroute
- 7:42öffnen zu können. Man einigte sich irgendwie mit Russland.
- 7:46Nun, offenbar als Antwort auf ukrainische Angriffe auf Schiffe,
- 7:50die russische Häfen anlaufen, hat Russland Schiffe versenkt,
- 7:55die den Hafen Odessa anlaufen wollten.
- 7:57Und jetzt, ich glaube, seit Mitte, Ende Juli ist dort der Schiffsverkehr komplett eingestellt.
- 8:04Jetzt laufen nicht nur die Getreidelager voll in der Ukraine,
- 8:07wir haben gerade Erntesaison, sondern mehrere Bergbaubetriebe,
- 8:11die zum Beispiel Eisenerz exportieren, haben ihre Arbeit eingestellt.
- 8:15Wie kommt die Ukraine vor allem da wieder raus? Ja, also ich kann mir nur vorstellen,
- 8:20dass es eh nicht funktioniert wie beim letzten Mal.
- 8:23Die Tatsache, dass eben die Agrarprodukte nicht mehr exportiert werden können.
- 8:31Die internationalisieren und globalisieren diesen Konflikt, weil die Auswirkungen
- 8:35überall in der Welt zu spüren sein würden.
- 8:37Sodass ich mir schon vorstellen kann, dass Druck von allen Seiten,
- 8:40sowohl auf Russland als auch auf die Ukraine kommt, etwas Ähnliches nochmal
- 8:45zu machen wie den damals sogenannten Getreide-Deal.
- 8:48Dass man für eine gewisse Zeit lang es zulässt, dass Schiffe wieder passieren
- 8:51können und man so aus der Situation im Grunde genommen rauskommt,
- 8:55auch wenn die Situation nicht komplett vergleichbar ist. Die Ukrainer haben
- 8:58es ja geschafft, die russische Schwarzmeerflotte immer weiter und weiter zurückzudrängen.
- 9:03Möglicherweise haben sie auch mit der jetzigen Situation gerechnet,
- 9:05dass es diese Gegenangriffe geben wird.
- 9:08Aber in der Tat, ich kann mir vorstellen, dass das die schnellste Lösung ist,
- 9:12die man hier anstreben wird, weil keiner ein Interesse außerhalb der Konfliktkonstellation
- 9:17hat, aber auch die Russen und Ukrainer nicht.
- 9:21Dass das Korn und die Produkte verrotten im Grunde genommen.
- 9:27Hoffen wir mal auf den Herbst, dass sich da was tut in der Zeit.
- 9:31Ein anderes Thema im Hinblick auf den Herbst ist eine mögliche neue Mobilmachung Putins.
- 9:39Darüber sprechen besonders die Ukrainer sehr viel. Da ist natürlich auch zum
- 9:43Teil Propaganda dabei. Man will die Russen verunsichern. Auch im Westen wird
- 9:47sehr viel davon gesprochen.
- 9:48Russische Propagandisten und Regierungsvertreter wiegeln immer ab.
- 9:51Nein, es wird keine neue Mobilmachung geben.
- 9:54Aber das steht trotzdem im Raum. Warum möglicherweise wird Putin das verkünden nach den Duma-Wahlen?
- 10:00Vermutlich nicht vorher, um die nicht zu gefährden.
- 10:03Und damit könnte er 300.000 bis 500.000 neue Soldaten auf einen Schlag in diesen Krieg schicken.
- 10:10Für den Anfang vielleicht, Herr Mölling, was ist überhaupt der Unterschied zwischen
- 10:14einer Mobilmachung oder Teilmobilmachung und dem, was Russland ohnehin seit
- 10:18vier Jahren tut und wie es Soldaten aushebt?
- 10:21Ja, also man muss sich, glaube ich, vorstellen, dass die russische Armee oder
- 10:25das, was jetzt in der Ukraine kämpft, sich zusammensetzt aus Soldaten,
- 10:30die aktiv oder mobil gemacht sind, also frühere Soldaten und.
- 10:35Dann Reservisten, die dann wieder mobil gemacht worden sind.
- 10:38Und zusätzlich dazu mit Menschen, mit Soldaten, die quasi über Verträge,
- 10:43quasi als Zeitsoldaten oder als Söldner dort angestellt werden.
- 10:47Der Anteil der sogenannten Contracted Soldiers, also derjenigen,
- 10:51die mit Vertrag dort sind und nur für eine bestimmte Zeit dort kämpfen,
- 10:55ist deutlich größer als der der mobil gemachten oder der aktiven klassischen
- 10:59Soldaten. Das muss man, glaube ich, erstmal zur grundsätzlichen Einsortierung machen.
- 11:03Das heißt auch, dass in Russland noch ein erhebliches Potenzial an sowohl aktiven
- 11:09Soldaten vorhanden ist, als auch an klassischen Reservisten,
- 11:13die man jetzt mobil machen könnte.
- 11:15Darauf bezieht sich der Begriff der Mobilmachung. Also nicht mehr Verträge ausgeben
- 11:18für Söldner oder für Kurzzeitsoldaten, sondern tatsächlich für ehemalige Soldaten, also für Reservisten.
- 11:25Das muss man sozusagen als Grundkonstrukt haben. Und die Mobilmachung hat,
- 11:29glaube ich, zwei Aspekte. Es wird plausibler, dass das so ist,
- 11:32weil die Ukraine natürlich über ihre Erfolge quasi die Legitimation liefert.
- 11:37Also wir haben in Russland ja die propagandistische Entwicklung.
- 11:40Dass Russland sich oder der Kreml es so darstellt, als ob quasi erst der Hüter
- 11:45der Freiheit ist und sich gegen die gesamte Welt, ich übertreibe,
- 11:48jetzt ein bisschen verteidigen muss.
- 11:50Und das schafft aber gleichzeitig die Legitimation zu sagen,
- 11:52die Situation ist so außerordentlich, jetzt muss auch die russische Bevölkerung
- 11:57nochmal zusätzlich ran.
- 11:58Das ist ja was völlig anderes, als wir das erste Mal über die Mobilmachung gesprochen
- 12:02haben, wo das quasi, ich sag mal, überraschend im Raum stand und Putin da,
- 12:09ich will nicht sagen, ein blaues Auge bekommen hat, aber nicht sehr gut ausgesehen
- 12:12hat, die Bereitschaft gering gewesen ist,
- 12:14die Leute ausgereist sind, das wird dieses Mal sicherlich anders laufen.
- 12:18Dazu kommt auch der Faktor, dass offensichtlich die Russen ihre Wehrerfassung,
- 12:22komplett digitalisiert haben.
- 12:24Das heißt also jeder, der dann mobil gemacht wird, wird deutlich geringere Chancen
- 12:29haben auszureisen, weil sein Pass quasi gesperrt ist in dem Moment.
- 12:34Dritter, letzter Punkt, der glaube ich ganz wichtig ist, dass auf einmal ist
- 12:38glaube ich tatsächlich ein schreckendes Szenario, das so nicht realistisch ist.
- 12:41Weil so, wie soll man sagen, so menschenfeindlich das russische System ist,
- 12:47schickt es trotzdem die Leute immer noch, vor allem wenn sie mobil gemacht werden,
- 12:51immer noch mal in eine kurze Grundausbildung.
- 12:53Das heißt, dieser Durchlaufposten von Kasernen, in denen die noch mal ausgerüstet
- 12:59und mal ein Grundtraining bekommen, definiert die Anzahl der Soldaten,
- 13:03die quasi durchlaufen können und dann ins Feld geschickt werden können.
- 13:08Also es können nicht auf einen Schlag 500.000 sein. Das würde selbst Russland
- 13:12verstehen, dass das eine ineffiziente Nutzung ist der Ressourcen, die sie da haben.
- 13:17Eine ganz wichtige Frage zum Schluss. Welche Probleme könnten sich denn für
- 13:21die Ukraine ergeben, wenn Putin das tatsächlich macht?
- 13:24Naja, die Ukrainer haben zurzeit die Situation, dass sie ein bisschen mehr Luft
- 13:30gerade haben. Wenn diese Mobilmachung aber kommt, dann dauert es drei bis sechs
- 13:35Monate, bis die auch im Gefechtsfeld spürbar ist.
- 13:38Das bedeutet aber, dass 2027 dann ein deutlich schwierigeres Jahr wieder sein
- 13:44könnte. Die Russen haben jetzt ja deutlich damit zu kämpfen.
- 13:48Deswegen reden wir auch nur über die Mobilmachung. Die Ukrainer war in den letzten
- 13:52Monaten sehr erfolgreich, was die Bekämpfung russischer Streitkräfte angeht,
- 13:56also russischer Soldaten angeht.
- 13:59Und die Tötungs- oder Verwundungsrate lag deutlich über dem,
- 14:02was neu rekrutiert werden konnte.
- 14:04Und das führt zu einem Druckpunkt und weniger Handlungsmöglichkeiten auf der
- 14:07russischen Seite. Dann würde Russland wieder mehr Handlungsmöglichkeiten bekommen.
- 14:11Dann wird man sehen, es ist nie so, dass es genau so sein wird wie vor zwei
- 14:15Jahren oder so, weil der Krieg sich immer weiterentwickelt.
- 14:18Aber natürlich hat Russland in dem Augenblick wieder mehr Handlungsmöglichkeiten.
- 14:21Und das ist natürlich auch ein psychologisches Element, wie viel Sicherheit
- 14:25sie eigentlich haben oder wie viel Oberhand sie eigentlich haben in dem Zusammenhang.
- 14:30Vielen Dank für das Gespräch, Herr Möhrling. Ich danke Ihnen,
- 14:32Herr Gerdmann. Und wir hören einander wieder nächste Woche.
- 14:36Das war die Lage International. Übrigens sind wir ausdrücklich interessiert
- 14:41an Ihrer Meinung, also nicht an der Meinung von Herrn Möhrling,
- 14:44sondern an der Meinung der Hörer, zu dem, worüber wir hier sprechen.
- 14:48Schreiben Sie also gerne Kommentare, Fragen, Anregungen, entweder auf Spotify
- 14:54oder direkt an dielageinternational.de.
- 14:59Wir sind gespannt und lesen alles und antworten auch.
- 15:04Wie gesagt, die nächste Folge am kommenden Donnerstag auf RTL Plus und überall
- 15:08sonst, wo Sie gerne Podcasts hören. Danke für Ihr Interesse und bis bald. Bis bald.