Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Weihnachtsmenü-Tipps vom Sternekoch, Ärger um Kaution und Düsseldorfer Bäckereien in Deutschland-Ranking
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- Ich weiß, alle sagen das, aber es geht auf einmal ja dann doch immer irgendwie schnell, dass die Weihnachtszeit so in vollem Gange ist und auf einmal ist dein Heiligabend, dann Silvester und dann ist alles vorbei. Also das Jahr und dann geht's wieder von vorne los. Und weil ja in so einem Jahr wirklich eine ganze Menge passiert, vor allem hier in der Stadt, schenken wir euch zu Weihnachten wieder unseren Jahresrückblick. Nächste und übernächste Woche erzählen meine lieben Kolleginnen und Kollegen mir und euch, was ihre Themen des Jahres 2025 waren. Heute habe ich aber nochmal drei Geschichten für euch. Verena Kehnsbock erzählt, warum mehrere junge Männer den Mann verklagen, der ihnen ihre WG-Zimmer vermietet hat und warum alles auf eine Masche hindeutet. Lilly Stegner und ich haben gemeinsam einen kleinen Ausflug gemacht nach Bilk, wo uns Sternekoch Lukas Jakobi in seinem Restaurant 2023 seine ganz persönlichen Tipps für ein gelungenes Menü an Weihnachten verraten hat. Und damit es nach einem ausladenden Dinner am nächsten Morgen auch direkt mit einem guten Frühstück weitergehen kann, erzählt Helene Pawlitzki, welche Düsseldorfer Bäckereien zu den beliebtesten Deutschlands gehören. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 399 und der Rhein steht bei 3,59 Meter. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr wisst, wo Veranstaltungen sind, auf die wir hinweisen dürfen, wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln und auf der Seele brennen oder wenn ihr einfach mal was loswerden möchtet, dann erreicht ihr uns unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Zieht man in eine neue Stadt, ob temporär oder dauerhaft, ist die Wohnungssuche eine der größeren Aufgaben. Umso besser, wenn man von VermieterInnenseite direkt zu Beginn Unterstützung erfährt. In der WG-Anzeige, die Fabian B. im Internet gefunden hat, war genau das der Fall. Möblierte Zimmer in einer Wohnung im Zentrum, auch kurzfristig beziehbar, freundschaftlicher Vibe im Haus und sogar Hilfe beim Eröffnen eines Kontos in Deutschland wurde angeboten. Dazu eine recht akzeptable Miete und eine nicht allzu hohe Kaution. Als der junge Mann dann einzieht, wird allerdings klar, dass alles nicht ganz so ist, wie es scheint. Verena Kehnsbock erzählt, warum Fabian B. jetzt klagt, was die Kaution damit zu tun hat und wie einige Mieter auf die mutmaßliche Masche reagieren. Verena, herzlich willkommen ein weiteres Mal am Podcast-Mikrophone. Vielen Dank. Das Thema, über was wir heute sprechen, beziehungsweise das Stück, was du geschrieben hast, über das wir heute sprechen, ist beheimatet im selben Themenpark wie ein Thema, über das wir sowieso öfter uns unterhalten, Wohnen, Mieten. MieterInnenrechte und ein bisschen auch Schindluder, was damit getrieben wird. Aber diese Geschichte hat es irgendwie ganz besonders in sich. Und weil du sie recherchiert und geschrieben hast, möchte ich dir nicht wegnehmen, einfach drauf loszuerzählen, was mit dem Vermieter los ist, der Kautionen nicht zurückzahlt. So ist es. Ja, da hat sich auch für mich ehrlich gesagt ein ganz großes Thema geöffnet, womit ich vorher gar nicht so richtig gerechnet hatte. Also ich kann mal ein bisschen was über die Genese erzählen. Die ist auch schon spannend. Die ist so richtig, wie man sich manchmal diesen Redaktionsalltag oder diesen Beruf vielleicht so vorstellt. Weißt du, so da kommt eine Info und dann geht es so los. Ja genau, es fängt irgendwie klein an und dann rollte sich das relativ groß aus. Es hat sich ein junger Mann bei uns gemeldet, Fabian B. Wir haben seinen... Haben ihn dann ein wenig anonymisiert und er sagte, er hat bald einen Termin vor Gericht, weil er einen Rechtsstreit gegen seinen ehemaligen Vermieter führt, weil der die Kaution nicht zurückgezahlt habe. Und er sei eben nicht der einzige Betroffene, sondern das sei eine richtige Masche. Und dann war ich bei diesem Gütetermin vor Gericht und habe schon da einen weiteren Betroffenen kennengelernt, der als Zuschauer, als Interessierter in dem öffentlichen Prozess dabei saß und habe über Fabian und den anderen jungen Mann noch ganz viele weitere Kontakte bekommen von anderen Betroffenen. Und da hat sich dann wirklich ein total immer wiederkehrendes Muster gezeigt. Wie dieser Vermieter offenbar vorgeht. Unseren Informationen zufolge vermietet dieser Vermieter, der ist Anfang 60, in zwei Wohnungen in Düsseldorf insgesamt neun WG-Zimmer. Das sind aber ganz schön große Wohnungen, oder sehr kleine WG-Zimmer. Ja, ne, also die sind jetzt... Unterschiedlich groß logischerweise, aber die sehen wirklich total nett aus. Also ich habe mir mehrere Wohnungsanzeigen angeguckt, so mit Parkettboden und wirklich auch ganz nett eingerichtet, irgendwie mit ein paar Bildern an den Wänden. So ein bisschen möbliert. möbliert, also wirklich er schreibt auch in diesen Wohnungsanzeigen, dass das der, dass sie perfekt seien für den Einstieg in der Stadt und eine flexible Dauer möglich. Also es ist wirklich ausgelegt für Leute, die vielleicht für ein paar Monate nach Düsseldorf kommen oder die von da aus irgendwie nochmal sich was langfristiges suchen wollen. Oder Und er stellt in diesen Anzeigen auch gleich noch einige weitere Informationen bereit. Also man merkt, der ist auch auf internationale Leute eingestellt. Die Texte stehen auf Englisch. Da stehen schon Infos dazu, wie man ein Konto in Deutschland eröffnet, ein Bankkonto. Und er schreibt Wohnungssuche, Probezeit, Praktikum oder Kurzaufenthalt. Und sucht explizit Bewohner zwischen 19 und 33 Jahren. Und das führt dann auch dazu, dass vor allem Studenten, Vor allem männliche Studenten tatsächlich aus Frankreich, Spanien, Türkei, Großbritannien, also so alle, vor allem Studierende eben. Die hier irgendwie an die Uni gehen, für ein Erasmus-Semester, einer kam für ein Forschungsprojekt, dann da einziehen. Es ist sehr zentral gelegen, von da aus kommt man auch gut zur Uni und die ziehen dann ein und können dort eben auch für mehrere Monate einfach nur bleiben. Wie teuer ist die Miete? Die ist, wie in Düsseldorf üblich, nicht günstig, aber ist für die meisten okay. Ich würde sagen, es ist ein durchschnittlicher WG-Zimmerpreis. Also Fabian zahlte zum Beispiel für 18 Quadratmeter möbliert 554 Euro und 550 Euro Kaution. Ich finde, wenn du das jetzt so beschreibst, also wenn ich mir vorstelle, ich fange irgendwo ein Praktikum oder gerade ein Studium an oder all diese Situationen, die wir schon beschrieben haben und dann suche ich eine Wohnung, dann ist das ja eigentlich erstmal was, ich weiß jetzt nicht, ob ich persönlich auf sowas anspringen würde, aber es wirkt ja wie einfach ein sehr bemühter Mensch, der sagt, okay, ich weiß, wie das ist vielleicht, wenn man neu irgendwo ist und vielleicht auch nur temporär, deswegen, ich mache es euch so leicht wie möglich. Es ist möbliert, es ist ein okay durchschnittlicher Preis und ich schränke das so ein bisschen ein, um vielleicht auch, also das kann ja auch einen Rahmen geben, der vielleicht positiv aufgenommen wird. Also ich kann mir vorstellen, dass auf so einer Anzeige. Leute antworten, kann man jetzt ja auch anders umdrehen und sagen, ja okay, wenn er jetzt direkt, warum soll der mir sagen, wie ich ein Konto eröffne und wie alt ich sein soll, aber ich kann mir vorstellen, dass das, ja, wenn man gerade vielleicht aus dem Ausland kommt und einfach auch nicht weiß, wie das hier funktioniert oder so, was hier so die Gegebenheiten sind oder die Geflogenheiten, dass man je mehr Info und Service sozusagen, dass das schon auch anmacht. Die meisten von den ausländischen Studenten waren total dankbar dafür, dass es so unkompliziert war, Also der macht auch dann Besichtigungen per Videocall, das heißt man muss noch nicht mal zwingend da sein und der ist grundsätzlich auch offen für kurzzeitige Vermietungen, was dann viele schon gesagt haben, die allermeisten haben mir überhaupt nicht zurückgeschrieben, weil ich irgendwie nur drei Monate bleiben wollte. Und dann bekommt man da so ein perfekt möbliertes Zimmer. Ist natürlich total verlockend. Und in der Anzeige steht auch, dass es irgendwie ein sehr geselliges Leben, WG-Leben sein soll. Das stellte sich dann aber doch vor Ort für viele zumindest ein bisschen anders heraus. Also grundsätzlich sagten alle, es sei eher zweckmäßig gewesen als freundschaftlich. Ist ja klar, wenn Leute nur für drei, vier, fünf Monate da wohnen, dann kann sich, also wie tief kann so eine Bindung werden, wenn man wegen des Jobs oder so hier hinkommt. Genau, aber man könnte ja irgendwie denken, dass gerade wenn ausländische Studenten, die jetzt hier kein großes Netz haben, dass man auch mal was zusammen macht. Aber das war wohl tatsächlich eher ein bisschen zweckmäßig, was ja jetzt nicht unbedingt schlimm ist. Aber es haben mehrere Leute gesagt, dass sie einiges eher seltsam fanden. Und das geht schon damit los, dass es neben, also über diese eine WG, über die wir sprechen, da gibt es fünf WG-Zimmer und dann gibt es noch einen sechsten Raum. Und in dem lebt der Vermieter zumindest zeitweise selbst. Und das, also…, Weckte bei mir direkt so ein bisschen ein Gefühl, das ist natürlich, ist das nicht, um Gottes Willen, nicht strafbar und irgendwie auch okay, wenn das für alle Beteiligten okay ist. Aber dass ein Anfang 60-Jähriger sich noch fünf weitere Studenten in die Bude holt, auch irgendwie seltsam eben. Und einige störte das überhaupt nicht, andere sagten auch wiederum, das war komisch. Einfach komisch. Das ist jetzt ein Wort, was mir auch erst mal einfallen würde. Ja, und er sei dann aber auch immer mal wieder da gewesen, dann aber auch wieder tagelang nicht. Und keiner habe so richtig erfahren, was er eigentlich beruflich macht, der Vermieter. Also das war auch so etwas rätselhaft. Irgendwas mit Tourismus war meistens so die Vermutung. Dann gab es aber noch ein paar andere seltsame Beobachtungen. Also zum einen steht an dem Klingelschild nur quasi WG, keine Namen. Und der Vermieter soll sich auch geweigert haben, die Namen am Briefkasten anzubringen. Geht das überhaupt? Du musst doch eine Postanschrift, also du musst doch auffindbar sein, oder? Also man kann ja diese WG-Anschrift angeben, dann kommt die Post ja theoretisch an. Aber einige sagten natürlich, ich würde irgendwie gerne noch Post von meiner Familie bekommen, was auch immer. So rum meine ich genau, also du musst ja irgendwie erreichbar sein. Und das wollte er irgendwie nicht, hat er sich geweigert. Außerdem wurden die Bewohner angewiesen, die Tür nicht zu öffnen, wenn es klingelt. Ach. Und auch das habe er nie plausibel erklären können. Er habe einfach nur gesagt, tu es nicht. Tu es einfach nicht. Also, ja, du siehst mich hier völlig untypisch für mich irgendwie sprachlos, aber auch mit so einem leichten, kopfschüttelnden fast Lächeln, weil ich so denke, entweder starten wir jetzt hier gerade in eine True Crime Folge rein, also so ein bisschen, ne, also es ist ja schon irgendwie super fishy, wie du auch gesagt hast. Beziehungsweise ich frage mich, also ich würde dann schon da dann vielleicht doch nicht mehr den Mietvertrag unterschreiben, beziehungsweise gucken, dass ich da schnell wieder rauskomme. Also bei den meisten war es ja dann, dann ziehst du ja ein und bist vielleicht für vier Monate in Düsseldorf, suchst du dir dann wirklich was anderes, wenn du schon den Mietvertrag unterschrieben hast und das Zimmer eigentlich okay ist. Also das ist natürlich so ein bisschen schwierig, gerade hier bei dem Wohnungsmarkt. Aber es geht noch weiter. Der Vermieter ließ sich nämlich die Miete auf ein belgisches Konto einzahlen, was viele sich nicht erklären konnten. Außerdem hatte er Handynummern, erst eine in Kuba, dann eine in Spanien, aber auch keine deutschen Nummern. Und auch diese anfängliche Freundlichkeit, also er war wohl am Anfang sehr hilfsbereit, wenn es darum ging, neue Mieter zu gewinnen und den Mietvertrag zu unterschreiben. Aber das wich dann irgendwann relativ streng Regeln und einem raueren Ton in der WG. Also mir haben mehrere Betroffene, mit denen ich gesprochen habe, berichtet, dass sie Streit mit ihm hatten, dass sie sich von ihm unter Druck gesetzt fühlten, dass er ständig irgendwie Vorwürfe gegeben habe wegen zum Beispiel des Putzplans. Wer da nicht rechtzeitig geputzt habe, dem wurde unter anderem auch mit dem Rausschmiss gedroht und zwei Bewohner sagten mir, sie hätten irgendwie die Mietzahlung auch mal so ein, zwei Tage zu spät überwiesen, da wären sie auch fast rausgeschmissen worden. Also so sehr extreme Reaktionen auf Dinge, die man vielleicht relativ einfach lösen könnte im Gespräch. Wirklich problematisch wurde es aber bei allen dann mit dem Auszug. Nämlich, also alle sind irgendwann logischerweise ausgezogen, die waren ja nur für ein paar Monate da und irgendwann hat der Vermieter gesagt, er werde die Kaution erst zurückzahlen, wenn er die Nebenkostenabrechnung habe und wisse, ob die Untermieter ihm vielleicht noch Nebenkosten schulden. Einige sagten zu mir, er hätte ihnen zuvor vermittelt, dass mit dieser Mietzahlung, mit diesen knapp 550 Euro, auch alle anderen Kosten abgedeckt seien. Also auch die Nebenkosten wie Wasser, Heizung, Strom. Die meisten beließen es dann aber erstmal dabei und kontaktierten ihn dann irgendwie noch mehrfach über seine ausländischen Telefonnummern. Und in allen Fällen brach er aber früher oder später den Kontakt ab. Und reagierte weder auf E-Mails noch auf WhatsApp-Nachrichten. Und einige soll er auch blockiert haben. Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind. Ich habe allein mit fünf Betroffenen gesprochen und weiß noch von mindestens drei weiteren. Da muss ich direkt mal einhaken. Haben die alle zur selben Zeit da gewohnt? Wie gesagt, ich sitze hier völlig mit offenem Mund und schüttelt die ganze Zeit den Kopf und so, weil ich so denke, also ob der Aktion dieses Vermieters sowieso, also das ist ja, da müssen wir gar nicht drüber sprechen, aber weil ich mich auch frage, also ich würde doch, wenn ich da schon wohne und jetzt denke, okay, ich bin noch zwei Monate hier, Augen zu und durch, vielleicht habe ich ja auch irgendwie jemanden kennengelernt, wo ich immer mal übernachten kann, keine Ahnung so. Aber sobald da doch ein 19- bis 33-jähriger anderer Mensch reinkommt, also wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass der so Zielgruppen genau sind, dann versuche ich doch schon mindestens mit Blicken und wohlgesetzten Kommentaren vielleicht klarzumachen, hey, ich bleibe jetzt zwar noch hier, weil ich weiß nicht so, aber don't do it. Also das frage ich mich. Oder ist das natürlich, gehört das zur Masche, sich auch vielleicht Leute zu suchen, die dann nämlich vielleicht im Zweifelsfall denken, ach komm, weil 550 Euro ist zwar sehr viel Geld, aber ist ja auch eine Kaution, die gibt es ja auch in ganz anderen Dimensionen. Also ich stelle mir vor, dass man auch ein bisschen abwägt. so, dieser Typ ist super weird, ich habe jetzt versucht, das zurückzubekommen, mein Gott, dann habe ich halt, sind das halt irgendwie 550 Euro, die ich nicht wiederbekomme, aber dafür habe ich meine Ruhe und beschäftige mich nicht weiter damit. Also offenbar ist ja der Mensch, mit dem du gesprochen hast, also Fabian, der Erste, der auch vor Gericht geht. Ist er nicht, tatsächlich. Also es gab schon mehrere, ich habe mit dem Gericht gesprochen, mit dem Amtsgericht, bei dem solche, also es ist ja ein relativ geringer Streitwert von 550 Euro. Die Gerichtssprecherin sagte zu mir, es finde sich eine Vielzahl von Verfahren zu dem Namen und es seien tatsächlich so viele, dass es den ... Die Möglichkeiten des Gerichts übersteigen würde, die alle durchzuarbeiten. Also für meine Presseanfrage durchzuarbeiten. Es waren einige, also sie konnte mir nicht genau sagen, wie viele davon jetzt schon abgeschlossen sind und wie viele vielleicht noch offen. In dieser Woche war nochmal ein Termin. Also es gibt da wohl einige Verfahren und einen Teil mit Sicherheit auch zu diesem ganzen Komplex. Und wir, also die RP und auch die Bild-Zeitung hatten auch in der Vergangenheit schon mal über andere Verfahren berichtet. Also es zieht sich wohl schon über einen längeren Zeitraum. Die Betroffenen, mit denen ich gesprochen habe, waren nicht alle gleichzeitig da. Die kannten sich jetzt auch nicht alle gegenseitig. Die waren alle so in den vergangenen ein, zwei Jahren da. Also auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Verstehe. Aber es macht natürlich in der WG die Runde. Also irgendwann meinten alle so, naja, ich habe irgendwann erfahren, ich werde wahrscheinlich meine Kaution nicht wiederbekommen. Aber dann, sie erfahren es halt, wenn sie den Mietvertrag unterschrieben haben, die Kaution gezahlt und schon da wohnen. Und dann mit anderen Mitbewohnern ins Gespräch kommen. Und dann ist der Drops ja gelutscht. Krass. Ja. Also ich bin völlig, also ja. Ähm. Also vielleicht nochmal zur Einordnung. Es ist tatsächlich so, dass Vermieter die Kaution bis zu einem Jahr zurückbehalten dürfen, solange diese Nebenkostenabrechnung aussteht. Also es ist nicht so, dass das grundsätzlich falsch ist. Und es gab jetzt auch ein paar Betroffene, mit denen ich gesprochen habe, bei denen war dieses Jahr noch nicht komplett rum. Aber es gibt halt auch viele ehemalige Bewohner, die nie wieder etwas gehört haben und die eben ihre Kaution auch in diesem einen Jahr nicht zurückbekommen haben. Also ein Jurastudent sagte zu mir, er wurde einfach zu einem Geist. Ich habe nichts mehr gehört. Und zu diesem Zeitpunkt sind die meisten dann eben in ihren Heimatländern wieder zurück. Die sind wieder in Spanien, in Frankreich, in Großbritannien, wo auch immer. Die WG ist weit weg, die Kaution ist weit weg. Viele scheuen den deutschen Rechtsweg. Die kennen sich mit dem System hier nicht aus. Also das klingt ganz, ganz, ganz doll so, als würde darauf einfach gebaut. Und die, ich meine, wir reden von 550 Euro, das ist für Studenten extrem viel Geld. Und trotzdem ist es nicht so viel, dass ich für die meisten irgendwie eine Klage loben würde. Ja, ich verstehe, ich verstehe. Weil die Kosten, also einer meinte zu mir, naja, allein nach Deutschland zu fliegen, nach Düsseldorf und mir hier noch eine Unterkunft zu nehmen für einen Gerichtsprozess, das würde mich mehrere hundert Euro kosten. Ja, das lohnt sich einfach nicht und dann ist das Geld halt einfach weg. Und deshalb, also obwohl es eine Vielzahl an Verfahren gegen diesen Vermieter gibt, werden das wahrscheinlich längst nicht alle sein. Weil ganz viele gesagt haben, sie wollen, also sie haben halt nichts gemacht, weil sie nichts machen können. Jetzt gibt es ja trotzdem dieses Verfahren, um ein bisschen jetzt das zum Abschluss zu bringen, was passiert dann jetzt? Also trotzdem, weil ich meine, wie du schon sagst, es gab ja vorher schon Verfahren, also ist das von Fabian jetzt ganz besonders... Also nochmal eins höher gegangen in der Institution oder so, also warum bleibt er da dran? Also er hat gesagt, er ist halt Deutscher, einer der wenigen Deutschen, die da gewohnt haben und er wohnt auch immer noch in Düsseldorf, deshalb wäre jetzt glaube ich für ihn die Hemmschwelle, hier vor Gericht zu gehen, nicht so hoch und er hat gesagt, ihm geht es auch gar nicht so sehr um die 550 Euro, sondern ums Prinzip. Und trotzdem, obwohl es eben diese vielen Fälle gibt, wird das Vorgericht als ein Einzelfall behandelt. Der Vermieter war vor Ort in diesem Gütetermin und er berief sich da wieder auf diese Nebenkostenabrechnung und dann stellte die Richterin aber ziemlich schnell klar, dass er das schon könne mit der Nebenkostenabrechnung, er könne aber nicht einfach die gesamte Kaution zurückhalten, sondern nur eben einen angemessenen Teil. Also wenn die Nebenkostenabrechnung regulär 100 Euro beträgt, dann kann er nicht einfach 550 Euro einbehalten. Der Vermieter hat jetzt noch Zeit, um eine Schätzung der ausstehenden Nebenkosten abzugeben. Das konnte er, das wusste er nicht oder er sagte, er wüsste es nicht, wie hoch die in der Regel seien. Und dann wird es nochmal quasi Schriftverkehr zwischen den Parteien hin und her geben und dann erst eine Entscheidung. Also das steht noch aus. Werden in der Zeit die WG-Zimmer weiter vermietet oder ist da jetzt wie so ein… Die sind weiterhin online. Ja. Du kannst eins sehen. Ja, vielleicht hört ja der eine oder die andere das, die tatsächlich Berührung mit Leuten haben, die gerade auf WG-Suche sind und da drüber stolpern, also you know what to do. Was vielleicht noch wichtig ist, wir haben natürlich versucht, mit dem Vermieter nochmal zu sprechen und eben nicht nur über diesen einen Fall von Fabian, bei dem wir ja im Gericht waren, sondern auch über alle anderen und über dieses generelle Vorgehen und diese ganz vielen Vorwürfe. Wir haben ihn aber unter seinen ausländischen Handynummern nicht erreicht. Und wir haben natürlich auch an der Haustür geklingelt. Aber es hat natürlich niemand aufgemacht. Es wurden ja alle angewiesen, die Tür nicht zu öffnen. Und insofern war er auch für uns nicht erreichbar. Ich bin mir sicher, da wird noch einiges kommen. Auch bin ich mir sicher, du wirst uns allen davon berichten, wenn es Neuigkeiten gibt. Und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich auch. Vielen Dank. Und bis zum nächsten Mal. Gerne. Tschüss. Weihnachten und Essen ist ein Thema, das mehr emotionales Potenzial birgt, als man allgemein hin wohl denken könnte. Wer kocht? Wann wird gegessen? Und vor allem, was gibt's? Diesen Fragen muss sich auch ein Sternekoch stellen. In diesem Fall Lukas Jakobi, der in der Stadt einige Restaurants und Cafés betreibt. In einem davon, dem 2023, haben Lilly Stegner und ich ihn besuchen dürfen und mit ihm über genau diese Dinge gesprochen. Was bei einem Spitzenkoch an den Feiertagen auf den Tisch kommt, welches recht simple Gericht ihn schon lange begleitet und vor allem, welche Menüvorschläge er unseren Hörerinnen und Hörern macht. Wir haben einen Gast hier heute. Ja, mal wieder. Mal wieder. Also das stimmt ja nicht, ständig haben wir Gäste, aber extern. Aber ein Gast, der nicht Lokalredakteur bei uns ist. Und wir sind vor allem unterwegs. Wir sind unterwegs, genau. Wir sind nämlich bei Lukas Jakobi im Restaurant 2023 in Bilk. Hat der ein oder andere von euch bestimmt schon mal was von gehört. Vielleicht war auch sogar schon mal jemand hier essen. Einer am Tisch auf jeden Fall. Yay. Aha. Das war sehr gut. Ich kann es nur weiterempfehlen. Sehr gut. Und ja, wir wollen heute über das reden, was für mich persönlich zumindest mit das Schönste ist an Weihnachten. Das Essen. Wie ist es bei dir, Tosja? Bist du auch so ein Weihnachtsessen? Tatsächlich, weil ich finde, also nicht nur was es gibt, das ist ja das eine, da reden wir ja jetzt auch gleich drüber. Das macht ja ganz viel aus. Aber ich finde einfach auch dieser Moment, wir sind eh eine Küchenfamilie. Also wir sind jetzt nicht viele. Ich habe viele Geschwister. Es gibt Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins, alles. Und wir kommen sowieso oft alle zusammen, aber natürlich auch an Weihnachten. Und dann ist so dieses, genau, dass man zusammensitzt und sich Zeit lässt, vielleicht auch anders als im Alltag oder so. Und irgendwie das Ganze ein bisschen zelebriert. Deswegen, ja, liebe ich Essen auch an Weihnachten. Lukas, wie ist es bei dir? Ich arbeite in der Regel. Du arbeitest in der Regel. Auch Weihnachten ist nicht unbedingt frei für die Gastro. Nee, das stimmt. Das vergessen die Leute manchmal. Aber wir haben immer am 24. und 25. zu. Da ist einmal meine Familie, einmal die Familie von meiner Freundin. Und am 26. darf ich arbeiten, weil da hat man ja auch keine Lust mehr auf die Familie. Das ist die perfekte Ausrede. Ich muss leider arbeiten. Das Jahr war nicht gut. Wir brauchen den Umsatz. Ich bin nicht so der Weihnachtsmensch. Gar nicht das Happening. Weil wir sind früher mal Weihnachten in Urlaub gefahren. Dann war das irgendwie immer eine Zehn-Schwund-Fahrt in die Schweiz, ankommen. Dann ist das ein anderes Feeling. Und wir haben jetzt auch keine große Familie, sagen wir es mal so. Aber gibt es denn bei euch, habt ihr ein traditionelles Weihnachtsessen? Oder gibt es da irgendwie, seid ihr Team Kartoffelsalat und Würstchen? Oder gibt es irgendwie, keine Ahnung? Die traurige, ehrliche Antwort ist Tomaten-Mozzarella-Soße von Maggi mit Spaghetti nach dem Urlaub. Traurig, ne? Aber leider, deswegen bin ich Koch geworden wahrscheinlich. Ja gut, irgendwo muss man sich's holen. Nee, gibt's bei uns wirklich nicht. Und sonst wenn Raclette, Raclette oder Fondue. Das, was alles nie Länge zieht. Das sind ja auch große Klassiker, bei denen ich immer noch die Überzeugung bin. Da geht's gar nicht ums Essen, sondern um das Tun, um das Machen. Bei uns gibt's auch oft Raclette. Ja, man sitzt halt drei Stunden schon mal da. Da ist der Abend schon fast vorbei. Ja, und auch tatsächlich, wenn jetzt verschiedene Menschen involviert sind, Und man auch, also gerade bei uns, wir decken so alles ab, sowohl vom Alter als auch, es gibt FleischesserInnen, es gibt VeganerInnen, da kann man so ein bisschen auf alles eingehen. Also das ist ja schon auch das am leichtesten Herstellbare, dass alle irgendwie auf ihre Kosten kommen. Das ist ja auch oft die Schwierigkeit, wenn man in der Verantwortung ist, ein Weihnachtsessen zuzubereiten. Man muss erstens auf super viele Leute Rücksicht nehmen, die vielleicht irgendwie andere Essgewohnheiten haben. Aber man hat natürlich auch irgendwie ein bisschen die Budgetfrage. Man will was Geiles machen, aber es soll ja jetzt auch vielleicht nicht unbedingt das komplette Dezember-Budget auffressen. Gibt es denn so Sachen, Lukas, wo du sagen würdest, da darf man nicht dran sparen? In der Regel immer in der Qualität von Lebewesen, so doof wie sich das anhört. Ich esse kein Industrieessen mehr. Es gab vor einem Jahr vor Weihnachten auch Theater, weil ich keinen Supermarkt-Racklett-Käse essen wollte. Da habe ich mir meinen separaten Racklett gekauft und die anderen haben sich ihren Racklett genommen. Das heißt Fleisch, Milchprodukte, Eier, diese Sachen. Ich bin schon ein kleiner Produktfetischist und da geht es sehr viel um Produktqualität und ich kann nicht das predigen und selber nicht machen. So jetzt nicht heißt das, ich auch nicht mal bei Meckes esse oder so, aber ich möchte keine Massentierhaltung unterstützen und das impliziert halt wirklich Milch, Käse, Wurst, Fleisch. Und ich glaube, wenn man an Weihnachten sparen soll, soll man vielleicht das Rest des Jahres sparen, um an Weihnachten nicht sparen zu müssen und sich mal vielleicht das gute Fleisch kaufen und nicht das Beligides-Counter-Fleisch. Das ist meine Ansicht. Das liegt aber auch am Einkommen. Vielleicht kann man es sich wirklich nicht leisten, dann ist das ja auch fein. Aber ich glaube, es gibt mehrere Menschen in Düsseldorf vor allem, denen es jetzt auch nicht so schlecht geht. Und dann vielleicht auch lieber einen richtig geilen Gang machen und nicht viel Gänge vorbereiten und alle sind irgendwie so halbgar. Also ich ganz ehrlich, ich würde es, also ich habe einmal aufwendig für Weihnachten gekocht, da gab es in der Vorspeise ein bisschen Langgorsch, Mehl, Wasser, Salz, Hefe, das kann sich jeder leisten. Wird frittiert und dann hatte ich halt ein bisschen Büffelfilet. Aber ich habe jetzt auch ein Restaurant, wo man Proben bekommt. Das ist jetzt auch ein Vorteil, um Weihnachten um die Leute manchmal nicht. Aber dann kostet du da ein bisschen, machst du ein paar Salate, ein bisschen Gemüse, zwei, drei Dips und dann machst du ein Stück Fleisch, vielleicht einen Fisch, da brauchst du ja auch nicht so viel, belegst das selber. Und dann ist es glaube ich auch egal, ob dein Lachs jetzt 5 Euro kostet oder 10 Euro. So doof, wie sich das leider anhört. Und ich habe jetzt schon rausgehört, du bist nicht Klassiker versessen an Weihnachten. Mein Körper ist nicht gemacht für Gänseenten und jegliches Geflügel. Ach so, du verträgst es gar nicht. Ich bin allergisch gegen Geflügel, also wenn ich eine Ente esse, sterbe ich. Krass, das habe ich noch nie gehört. Eine Frage, die ich habe, wenn du Geflügel zugeweistest, wie ist das? Wir machen kein Geflügel im Restaurant in der Regel. Weil du auch, wenn du nur damit in Berührung kommst, wird es schon hart. Sie hatten mal einen allergischen Schock, weil ich Pute zum Personalessen in der Ausbildung gebraten habe. Und dann durch die Atemwege eine allergische Reaktion erzeugt habe. Dann fast erstickt bin, ins Krankenhaus gefahren bin. Und dann Ärger bekommen habe, warum ich nicht zum Abend-Service da war. Obwohl ich noch in der Notaufnahme lag. Den Betrieb habe ich danach gewechselt übrigens. Ja, verstehe. Okay, krass. Also jetzt salopp gesagt, Gans gibt es bei dir dann nicht. Naja, also wir machen ein Dessert mit Hühnerhaut und ein Dessert mit Gänse-Dschü. Das machen wir schon immer jedes Jahr Richtung Weihnachten. Ich überlege das auch dieses Jahr, in beiden Desserts zu spielen. Das wird zweimal Fleisch im Dessert, weil ich ja kreativ bin. Und wir hatten einen Hauptgang mit Maispolat. Ich habe auch sehr gute Köche um mich rum. Aber das müssen die dann übernehmen. Ja, aber das haben wir jetzt einmal gemacht, machen wir dann auch nie wieder. Ja, dann probiere ich schon so ein bisschen. Dann probiere ich es trotzdem. Dann kriege ich direkt mit einem kleinen Fingerspitze schon einen Pickel im Gesicht. Und das ist einfach nicht Sinn der Sache. Und dann die Allergietabletten direkt hinterher. Ja, ich sollte eigentlich einen Adrenalin-Pen dabei haben. Habe ich natürlich, Mama. Ich bin ja erwachsen und seriös. Aber dementsprechend gibt es bei mir an Weihnachten auf jeden Fall keine, ganz, keine Ente. Ich gehe immer auf die Roulade. Ruhlade ist schon stabil. Ruhlade gibt es bei uns ehrlich gesagt auch wirklich oft zu Weihnachten. Also ich komme ja, ich glaube, das habe ich auch jetzt schon zehnmal erzählt in diesem Podcast, ursprünglich aus der Pfalz und der ist natürlich im Pfälzerwald. Im Pfälzer Saumage, super. Ja gut, den gibt es jetzt nicht an Weihnachten, aber das Wild, was in diesem Pfälzerwald rumrennt, das ist dann natürlich irgendwie zu Weihnachten immer besonders begehrt. Aber das heißt, man kann auch mal durchaus an Weihnachten sich mal ein bisschen rauswagen. Mal ein Curry zu Weihnachten, warum nicht? Also ich glaube, man sollte immer das machen, worauf man Lust hat. Ich glaube schon, dass es aber auch eine Jahreszeit hat, wo man Lust auf Tradition hat, weil das so wärmend ist und Essen ja super emotional ist und ich glaube, dass jemand, der in Deutschland lebt, lange in Deutschland lebt oder Deutscher ist, auf Roulade, Gänse, Rotkohl, Klöße anders reagiert wie auf einen Curry, nicht besser oder schlechter, aber ich glaube, in so Momenten, Hat ja schon einen Grund, warum man im Winter süßer und herber kocht und ein bisschen deftiger. Weil es ja auch ganz viel mit so Erinnerungen und auch Kindheit wahrscheinlich zu tun hat. Deswegen gibt es bei mir jetzt Tomate und Mozzarella. Und deshalb gibt es wahrscheinlich auch immer noch die Würstchen- und Kartoffelsalat-Fraktion, die das irgendwie auch einfach damit verbindet, dass das Frühjahr eben einfach immer, dass es das gab. Tatsache kenne ich keinen einzigen, der an Weihnachten Würstchen- und Kartoffelsalat isst. Also ich kenne wirklich keinen. Ich auch nicht. Siehst du, vielleicht ist das einfach ein Glück. Ich glaube, das ist vielleicht so ein Mittagsessen, weil es schnell geht und die Mama keinen Bock hatte zu kochen, was am Abend vorbereitet ist vielleicht. Aber ich kenne, glaube ich, wirklich keinen, der das isst. Ich glaube, die Oma von meiner Freundin macht das. Ja, aber auf 94, das ist dann noch was anderes. Aber ich kenne keinen, der Kartoffelsalatwürstchen isst. Aber jetzt mal quasi ans andere Ende der Skala, wenn ich mal so richtig auftrumpfen will an Weihnachten und sage, heute gönne ich mir, ich habe irgendwie mir das ganze Jahr sonst über Sachen gespart und kann jetzt mal in die Vollen gehen beim Weihnachtsessen. Was wäre dein Go-To? Also ich würde schon ein gängiges Menü machen, aber ich würde auch nicht overpacen. Soll heißen, Weihnachten auf jeden Fall Family-Style, in die Mitte, keine Teller anrichten, weil das ergibt ja wirklich keinen Sinn zu Hause. Vorspeise würde ich wirklich was machen, was quasi fertig ist, bevor die Leute kommen und vielleicht noch eine Sache, wie jetzt mein Beispiel mit den Langosch. Die frittierst du ab, wenn alle kommen, da ist halt einer mal 10 Minuten in der Küche. Topf nicht zu hoch mit dem Füllstand, damit das Öl nicht überquellen kann, dass man keine Sorge hat. Heißt exorbitant großer Topf. Ganz, ganz wenig reicht. Ja, nicht ganz wenig Öl, du müsst ja schon frittieren, aber nur ein Drittel von dem Topf füllen mit der Ölmenge, dann kann ja nichts passieren und dann ist quasi alles voll abgefüllt, alles ist geschnippelt, steht schon am besten auf dem Tisch und dann, oder man verdonnert die anderen, wenn man das macht, den Tisch zu decken. Das kann aber auch nur Wurst, Käse, bisschen Brot sein, paar Oliven, schön eingelegtes Antipasti, Gemüse, gepickeltes. Dann vielleicht noch eine Suppe, wenn man wirklich auf die Kakao möchte, weil das ist theoretisch auch vorher fertig. Kann man immer einen ganz guten Geschmack transportieren. Und eine Suppe ist eigentlich relativ simpel, wenn man versteht, wie es funktioniert. Das ist aber bei allem im Leben so, um das für die Zuhörer einmal kurz zu fassen. Zwiebeln, dein Obst, was du als Suppe machen möchtest, dein Gemüse, was du als Suppe machen möchtest. Shiny Sellerietrüffel ist jetzt ein cooler Keul, wenn man Geld angeben möchte an Weihnachten, weil die Leute denken, das wäre cool oder machen eine leichte Konsumee mit den Gänsekeulen oder sowas übrig bleibt. Aber Zwiebel, Knoblauch, dein Gemüse, anschwitzen mit ein bisschen Butter, Salz, Zucker, glasig werden, Alkoholika drauf, komplett wegreduzieren, Fohr drauf, zur Hälfte reduzieren, Creme Fraiche, Sahne, Butter mixen, fertig. Und dann habe ich schon mal eine geile Suppe. Ganz simpel theoretisch. Ja, da hast du eine Suppe, die ist fertig, schön laktisch, schön cremig, schön leicht. Dann machst du eine Einlage oder eine kleine Ravioli oder so. Also so eine Schmelzzwiebel-Konsumé mit Bergkäse-Sellerie-Ravioli ist auf jeden Fall cool. Das ist aber wirklich dann schon auch ambitionierter Hobbykoch. Aber so eine kleine Sellerie-Cremesuppe, Kartoffel-Cremesuppe. Ist machbar. Wichtig ist wirklich ordentlich mixen. Am liebsten einen Thermomix nehmen oder einen Standmixer und Vollgas geben und nicht mit einem Stabmixer-Ali-mäßig. Ich habe die ja gemixen und die hat ja halt Stücke. Und dann hat man doch noch ein Kartoffelstück drauf. Und man sollte sich vielleicht die Mühe geben, das durch den Sieb zu streichen. Das ist dann aber auch mein innerer Autismus, der das nicht kann, dann das nicht der Fall ist. Genau, dieses Weihnachtsmenü, was man sich dann sowieso gönnt und auch vorbereitet mit viel Zeit, das sind dann die kleinen Kniffe, die es dann tatsächlich auch ein bisschen... Ja, das ist die Liebe. Das ist der Unterschied zu Nicht-Weihnachten. Sich die Mühe geben, dieses total mehr zu machen. Weil Essen und Kochen ist immer Liebe. Man wendet Zeit auf, um mir mal anderem Gefallen zu tun. Ich kriege jetzt auch oft die Frage, was ich denn zu Hause koche oder wie das ist, wenn andere für mich kochen, ob man dann sehr kritisch ist. Wenn mich ein Freund nach Hause einnimmt, wenn wir was zusammen kochen oder für mich kocht, dann opfert er ja Zeit von sich, mir einen Gefallen zu tun, was Bärchen für einen Arsch, das zu kritisieren. Das ist ja lieber so hinten rum. Dafür mag ich die ja in der Regel. Das machen wir nur bei den Kollegen. Das war ein Spaß. Das war ein Spaß. Ich meinte auch. Das ist immer Liebe. Und dann diese Soße durchstreichen, eine schöne kleine Einlage. Also wenn wir jetzt beim Sellerie bleiben, Sellerie ein bisschen anschwitzen, vielleicht mit einem leichten Chili-Öl oder ein bisschen Olivenöl mit einer Chili-Trimpfe, ein bisschen Schärfe, für Salz, Zucker, bisschen frischer Apfel, bisschen Zwiebel, da hast du noch mal ein bisschen Süße mit dabei, geräucherte Mandel für eine Textur und dann aufgießen, dann ist jeder happy. Hauptgang würde ich safe klassisch gehen. Ich würde aber Servieteknödel machen. Keine Kartoffelknödel, sondern... Ja, kann ich nicht. Kann ich wirklich nicht. Knödel sind nicht meine Stärke, leider. Also alle Teige. Und Servieteknödel kannst du auch fertig haben und brätst dir an, ist auch lecker. Bisschen Buttergeschmack. Rotkohl, bin ich ehrlich, würde ich zuhause nie selber machen. Das heißt, da tut es auch der aus dem Glas, den man ein bisschen aufpimpt. Ja, die würde ich nochmal ansetzen, genau. Aber keine Ahnung, also einen Rotkohl, der braucht mal sechs Tage. So sehr hat man seine Familie nicht lieb, um dann am 18. Dezember anzufangen, Rotkohl zu schneiden. Da muss man auch eine Woche vor Weihnachten Urlaub haben, um das zu machen. Haben aber in der Regel leider viele, ne? Eben. Weihnachten ist nicht gut für Gastronomen dieses Jahr, wenn die Sonntag, Mutters, Dienstags geschlossen haben. Sagen wir es mal so rum. Das ist auch wahr. In zwei Wochen drei Tage auf, super. Aber einen gut gekauften Rotkohl und dann vielleicht nochmal einen kleinen Karamell, Portwein, Rotwein runterkochen. Geheimtipp, bisschen Johannisbeersaft. Weil er so ein bisschen mehr diese Süße reinbringt, ohne so dumpf Preiselbeermarmelade zu sein, weil es dann eben ein bisschen mehr Fruchtsüße ist. Und dann den Kohl damit runterkochen. Relativ viel Apfel, Zwiebeln nochmal mit reinhobeln. Also schön vierkant halbe. Muss sich auch keiner ein Gebrechen tun, dass sich das ein bisschen ausbrät. Rotkohlglas drauf, nochmal runterkochen, lecker abschmecken. Am Ende ein bisschen Butter für den Glanz. Und den kann ich ja auch schon am Tag vorher machen. Ja, genau. Ja, die Butter vielleicht aller Menü. Was du wirklich diesen Fettschimmer hast durch die Emulsion, dann halt leckere Rouladen, schöne Gans, schöne Ente, also das ist ein Schmorgericht, kann ja wirklich alles sein, was geschmort ist, vom Sonntagsbraten, so ein Gulasch, ein Braten, Ragu. Und wahrscheinlich möchten die Leute, wenn sie ein bisschen auf die Kacke hauen, eher einen Rehrücken braten. Aber dann denke ich mir so, na okay, also ich bin nicht der größte Fan von kurzgebratenem. Weil das Handwerk, glaube ich, im Schmoren liegt und nicht im Kurzbraten, obwohl die Leute das leider erwarten. Aber dann hast du zu Hause auch nichts zu warm halten, dann schnellst du den Rehrücken drauf, hat doch einer auf dem Teller, dann kühlt der aus. Und Schmoren kriegt im Topf, bleibt auch einfach länger warm. Da kannst du, wahrscheinlich hat die Oma auch noch so einen kleinen Kerzen ständig für unter den Topf, dass der warm bleibt ein bisschen. Und wenn ich das mit einem kurz gebraten Stück mache, dann gart das durch, wird kalt, trocknet an und dann, aber auf jeden Fall was Geschmortes, viel Seele, viel Soße. Was wäre da eine vegetarische Alternative? Also gibt es was, wo du sagst, okay, das kann man auch schmoren oder dann in diesen... Also ich hatte gestern letzte Woche mit dem Koch von mir geredet, mit dem David, über eine vegane Gänsekeule, wo man Austernpilze in Reispapier einrollt und die anbrät. Habe ich auch schon gesehen bei TikTok Ich bin ja leider ein Hardliner in allem, Ich glaube, man sollte nichts veganes oder vegetarisches Also ich meine, wir sind vegane Sterne-Restaurant einer der wenigen in ganz Deutschland so, Und da bin ich immer auch komisch in meinen Aussagen, wenn ich das tätige. Ich bin gar kein Fan von so Ersatzprodukten. Nee, aber es gibt ja darum fraglich. Es gibt ja auch einfach, genau, dass du sagst, man kann irgendwie wunderbar eine Schwarzwurzelknolle anbraten. Und ich weiß nicht, ob es Schwarzwurzel gibt, aber ihr wisst ja auch. Das kann man, gibt es. Das ist tatsächlich auch sehr lecker. Schwarzwurzelkopf, Salat, Kaffee, sehr gutes Foodpairing. Hatten wir mal ein Vordessert, war sehr spannend. Ich glaube, mein Ansatz ist der unkonventionelle. Wenn du vegetarisch-vegan bist, was möchtest du denn am Weihnachten essen? Klos mit Soße. Du machst einfach alles genauso, machst die Soße aber vegetarisch. Tipp von mir, viel Pilze und geröstete Sellerieschale quasi. Nochmal, wenn du ein Sellerieschale schießt, die separat anders ist wie Knochen. Und ein bisschen Kohl mit in den Soßen ansetzt, weil du halt durch Wurzelgemüse viel Süßhauch hast. Und deswegen vegetarische Soßen, weil vegane Soßen sehr oft süß werden. Was aber auch nicht schlimm an Weihnachten wäre. Aber wenn wir das ausbauen, dann mal ein Löffchen Preisewärmarmelade in die Soße tun können, sind glaube ich alle ein bisschen happier. Und dann machst du einen leckeren Rotkohl, machst der Klöße, machst eine vegetarische Soße, machst vielleicht noch einen Bratapfel mit dazu, und ich glaube, dieses alles zusammen gibt dir dieselbe Emotion, weil die ganz dann egal ist, ehrlich gesagt. Ja, verstehe. Aber man kann, also wir machen gerade einen Sellerie-Sauerbraten, das ist ja auch so ein bisschen Richtung Weihnachten, wir garen den im Ganzen in der Schale, 225 Haushaltsöfen, kriegen 225 hin, ne? Aber eigentlich haben wir 250, das kriegen schon nicht alle hin und am liebsten 300. Aber so 250, Also alles, was er rufen kann. So eine Dreiviertelstunde, dass es wirklich schön schwarz an außen wird und innen aber eher noch so halb roh ist, dass er diesen ersten Knack noch hat. Dann schälen und dann glasieren wir das mit einer Linsen-Shojo, also einer Linsen-Shoja-Soße, wo wir quasi dann aber mit Apfelkraut und Aromaten so eine Art Sauerbraten-Teriaki machen. Glasieren dann mit dem Sellerie und dörren den dann. Dann kriegst du mehr dieses tiefe, schmorrigere und dann glasieren wir den, machen den mit einer Sauerbraten-Shojo, ein bisschen Pumpernickel-Mandel und so. das ist vielleicht zu aufwendig für zu Hause. Theoretisch ist aber Tatsache machbar. Man muss dann in den Ofen, wenn ich so auf 80 Grad über Nacht, mit einem Holzlöffel eine Stelle auflassen, dass der Dampf auch rauskommen kann. Aber da hast du auf jeden Fall viele Energiekosten. Ja, das stimmt. Aber es ist ja Weihnachten. Und dann kommen wir zur, für viele Königsdisziplin, das Dessert. Ich weiß. Dass es dir ähnlich geht wie mir, dass du gar nicht so der Typ für süß bist. Aber wir machen gute Dessert. Das tut ihr, aber weil sie nicht so süß sind, war meine. Bei uns gab es meistens, weil ein Großteil meiner Familie geht es wie mir, und da gab es meistens die Plätze, die Oma gebacken hat, und Käse. Weil wir alle eher Käse als Abschürzt sind. Also Käse immer ein guter Kohl. Also habe ich mir auch mal zum Beispiel meine Mutter gewünscht, aber das würde ich dann erst so zwischen Essen und Bescherung. Auf einmal stehen ja so ein paar Käsesorten vorbei. Ich glaube, da freut sich tatsächlich jeder Mensch auf der Welt. Die können da ja auch eine Weile stehen bleiben. Ja, umso mehr es stinkt, umso leckerer wird es in der Regel bei Käse. So, eben. Äh, Alkese ist Tatsache sehr, sehr gut. Und das ist dann auch da nicht sparen und nicht jetzt den vorgeschnittenen jungen Gouda kaufen, sondern vielleicht mal so einen Gouda, der schon Salzkristalle hat. Dann brauchst du ja auch nicht so viel, weil es viel intensiver ist. Und dann irgendwie hast du sechs verschiedene Sorten. Jeder kann zweimal reinpicken. Ähm, Dessert an Weihnachten. Ich glaube, Bratapfel ist immer cool, aber Bratapfel ist auch wieder relativ viel Arbeit. Mhm. Nein, es geht, also ich habe schon sehr viele Brater für meine Ausbildung gemacht, sagen wir es mal so. Aber es dauert halt eine Zeit. Ja, ausschächten, Masse, stopfen, dann musst du es eine Stunde garen, das heißt irgendwie bist du ja dort dran, als Hausfrau gehst du ja auch nicht zwingend eine Stunde als Hausmann oder als Hobbykoch, weiß ich jetzt nicht, also hier läuft die Soße über Nacht, gehe ich weg, weil mich es dann nicht interessiert, weil ich weiß, dass nichts passiert, aber ich glaube zu Hause, wenn eine Stunde Garzeit ist, glaube ich, viel für zu Hause, ich mag auch nicht diese Rezepte. Zubereitung 10 Minuten, Dauer eine Stunde, ja, dann machten die Leute das nicht, weil es eine Stunde dauert. Was wir gerade im Ross machen, in unserem Bistro, was ich tatsächlich sehr, sehr cool finde und wahrscheinlich auch am Weihnachten gemacht hätte, wenn wir nicht im Urlaub sind. Ein Apfel-Crumble, also quasi ein Bratapfel dekonstruiert, als kleines Kompott angeschnitten, kurz angezogen, Karamell, bisschen Rum mit drauf, dann in Apfel ein paar eingelegte Rosinen, das ist aber auch sehr nicht so, viele Leute mögen keine Rosinen. Ich weiß nicht, warum. Ja, ich bin auch raus. Komisch, du? Ich liebe Rosinen und tatsächlich gab es bei uns die letzten Jahre immer genau das als Dessert. Ja, so einen kleinen Apfel-Crumble, ein bisschen Gerühr zu rein. Da hast du am besten sogar eine kleine Form für jeden eine. Schön kleinen Crumble drauf, ein Teil Mehl, ein Teil Zucker, ein Teil Butter. Kleiner Geheimdienst von Mehl statt Butter nimmt Nussbutter, also gebräunte Butter, wo die Molke karamellisiert. Schmeckt noch besser. Ein paar salzige Nüsse mit rein. Hast du das und machst vielleicht ein cooles Zimteis, aber ein Eis ist dann auch wie, aber mach dann leckere Zimt, Mascarpone, so ein bisschen Mascarpone, Puderzucker, Salz, bisschen Zimt, dann hast du da schön was Fettiges, Kaltes, Cremiges, kannst da durchgehen, das ist safe, cool. Kaiserschmarrn, ich glaube, das mag jeder Mensch auf der Welt, also du kannst ja mit keinem Dessert Menschen glücklicher machen wie Kaiserschmarrn. Ist hier natürlich auch nicht so viel Arbeit, das kannst du alle Minuten anrühren oder machst den Teig vorher fertig, das Eiweiß schickst auch bevor die Leute kommen sind auf und dann machst du einfach... Komm, ich geh nochmal fünf Minuten in die Küche, heb's unter, bäckst das ab. Aber dann hast du auch wieder den Herd in Benutzung, vielleicht ist die Küche auch schon sauber, weil der Hauptbaum schon raus ist und was vorher gut schon. Dann ist die wieder dreckig und dann crumbl ist halt fertig, in den Ofen rausschicken und danach Käse. Und dann Eierlikörchen für die Omi. Der ist wichtig, ja. Ich merke gerade, also es sind ja hier viele Nebengeräusche zu hören oder auch nicht, die Bahn fährt vorbei und so. Und auch knurrt mein Magen, weil ich habe ein Talent dafür, Gespräche über Essen oder Restaurants immer in die Zeit zu legen. Und du beschreibst das alles so so bildlich und so doll, dass ihr, also falls ihr es im Hintergrund knurren hört, das ist mein Magen. Das klingt auf jeden Fall alles schon mal ziemlich gut. So ein Kloß mit Soße jetzt wäre schon echt geil. Irgendwie schon. Ich habe da was vorbereitet. Ist das lecker. Aber ich finde tatsächlich so, ab jetzt kann ich sowas auch essen. Du hast schon recht. Wir haben ja darüber gesprochen. Ich finde, alles geht immer und wir hatten auch schon Weihnachten oder jetzt um diese Zeit, dass es dann wirklich irgendwie mal so fast mediterran angehauchte Fischsachen in Salzkruste oder tatsächlich auch mal ein Kaurier. Spargelröhrchen. Aber ich finde so, ab jetzt, ich kriege immer im Herbst und im Winter, ich nenne das meinen Brauhausanfall. Also ich muss dann so wirklich, ich kriege dann so Verlangen nach so diesem ganz deftigen, so dicken Käse, also Röhrchen und so. Und dazu gehören für mich auch Clues. Wir machen Donnerstag zum Personal, der ist ein Grünkohl, weil wir auch uns drüber unterhalten haben. Man hat jetzt Bock drauf, jetzt habe ich überlegt, ob ich mal auf den Sonntag im Advent Pop-up mache mit Grünkohl, Grünkohl 2023, Glühwein, Grünkohl, werkt ganz geil, glaube ich, aber da habe ich auch... Aber da sind wir, glaube ich, auch wieder bei dem Punkt, dass das eigentlich das ist, was ein Weihnachtsessen so gut macht, dass sich jemand erstens die Mühe gibt und sich da hinstellt, das mit Liebe kocht und das vielleicht auch einfach was insofern Besonderes ist, dass man sich das, also ich glaube, die wenigsten Leute machen Dienstagabend nach der Arbeit nochmal Grünkohl, weil dauert auch viel zu lange. Du hast ja auch Zeit, du hast ja nichts zu tun. Du guckst schlechte Filme, die du schon dreimal geguckt hast, snackst, trinkst, Familie ist da und dann kochst du. Das ist halt Weihnachten. Ja, und auch die Zeit finde ich danach. Also ich finde, ich liebe ja wirklich auch fast nichts mehr als diese Zeit, also das ist ja auch wirklich nichts Neues zwischen Weihnachten und Neujahr, wo man dann, wo auch dieses Resteessen, ich liebe das, ich liebe morgens zum Frühstück oder… offizielles Resteessen etabliert, wo nämlich dann am zweiten Weihnachtstag gegen Abend wirklich alle Freundinnen der Familie, also wir waren teilweise irgendwie 50 Leute tatsächlich und alle haben mitgebracht. Was sie noch übrig haben und so. Also das war, ich liebe das auch. Und danach fängt ja vielleicht dann auch ein bisschen die Zeit an, wo man dann tatsächlich mit ein bisschen mehr Muße und Ruhe nochmal Sachen ausprobiert. Ich habe mich noch zwei Sachen gefragt. Das sind ja jetzt, Gerichte, die du beschrieben hast, also dieses schon etwas ausladendere, aufwendigere Menü, würdest du sagen, das ist auch was, was man zusammen machen kann, weil das ja auch manchmal so ist. Wie gesagt, bei uns wird es in Chaos enden, weil wir relativ viele sind und viele Köche in den Falle haben ja auch den Brei und so. Gibt es da auch so Momente, wo du sagst, okay, das kann sogar was sein, wo die nicht immer mithilft oder wo auch Leute eingebunden werden, weil man sich ja auch unterhält dabei. Also schnibbeln und reden ist ja fast das Schönste am ganzen Kochen. Da fragst du die falsche Person hier am Tisch, weil ich bin Profikoch und dann nervt mich das. Aber wir können ja die Lilly fragen, weil sie hätte ja natürlich auch einen Koch zu Hause und ist selber kein Profikoch. Und ich glaube, das macht keinen Spaß, ehrlich gesagt. Ich mag das. Dann nimmt er dich wirklich keinen Spaß. Das stimmt schon, wenn wir zu Hause kochen, einer von uns beiden muss dann Chef sein, sonst funktioniert das nicht. Und der andere wird auch meistens nach dem Zwiebelschneiden verbannt aus der Küche. Aber an Weihnachten, finde ich, ist das ganz gut aufteilbar, weil man Dinge ja auch, also es muss ja nicht einer das komplette Menü kochen. Bei uns in der Familie ist das zum Beispiel so. Ich kenne das nicht anders. Bei uns ist das so, weil ich halt koche. Das war auch schon als Kind so, weil ich ja schon immer Koch werden wollte. So, aber bei uns ist das meistens so, der Onkel bringt die Vorspeise, meine Mutter macht den Fleischteil, ich kümmere mich um Salat und Dessert. Also bei uns wird das immer aufgeteilt, aber nicht im Sinne von, wir stehen alle gleichzeitig in der Küche, weil auch da, das gibt Chaos. Aus, auch bei uns, obwohl wir nicht so viele sind. Aber man kann ja trotzdem irgendwie Dinge aufteilen. Ich bin schwierig, was das leider angeht, weil für mich ist Kochen kein Spaß. Und egal, was ich tue, das muss das Beste sein, was geht. Und wir waren mal in Thailand bei meinem ehemaligen Zuschafter, dem Joni, ein Freund von mir, bei seinem Freund in Thailand, bei denen zu Hause und wir durften eine Nacht übernachten, weil wir da die Fähre nicht gekommen haben. Blablabla. Da habe ich als Dankeschön für die mal Deutsch gekocht, war einkaufen. Und da dachte auch meine Freundin der Joni, dass wir jetzt irgendwie cool zusammen kochen. Und ich denke, nee, die Die denken jetzt gerade ein deutscher Sterne kocht, der für die kocht. Der ist ein anderer Anspruch. Ja, das ist ganz schwierig. Das ist wahrscheinlich auch eine Charakterschwäche von mir. Ich glaube, das ist ganz normal. Ich kann jetzt das Kochen nicht genießen. Also ich habe auch kein Problem, wenn jetzt einer was kocht und ich ein bisschen zuschnibbelt oder so, weil ich so Idiotenarbeiten machen muss. Wir machen zusammen Frühlingsrollen. Dann macht meine Freundin die Füllung und ich roll das halt einfach und bin still. Das ist schon okay. Aber dann dauert es zu lange, dann ist das nicht fein genug. Im Kochen gibt es ja immer richtig und falsch. Und mein Leben ist schon so definiert, dass ich zum Glück entscheiden darf, was richtig und falsch ist. Und das muss ich ja dann auch erstmal bei mir rausbekommen, wenn man in einem privaten Rahmen kochen möchte. Ja, verstehe ich. Deswegen einer putzt und einer kocht. Das ist bei uns die Aufteilung. Okay, also wenn man jetzt aber vielleicht nicht das große Glück hat, einen Sterne kocht zu Hause zu haben. Also weil ich gerade so gedacht habe, gerade sowas wie am Ende die Käseplatte herrichten. Also bei uns ist es, mein Neffe macht traditionell die Vorspeise halt. Also einfach, weil wir, das hat irgendwann, als der noch kleiner war, angefangen. Und das macht, das ist jetzt so klar. Also ich glaube, das macht Tatsache auch Spaß, wenn man da so ein bisschen easy going, der eine rollt die Knödel. Ja, dann haben alle so ein bisschen auch eine Aufgabe. Der eine schneidet den Apfel und ich finde es schon schön, auch als Happening so, vor allem wenn man dann eh schon sich vormittags trifft und dann abends erst isst und das zusammen macht, dann hat das schon wahrscheinlich Schönes. Und die andere Sache, die ich mich gefragt habe, weil wir ja bestimmt auch einige Hörerinnen und Hörer haben, die Menschen unter 15 zu Hause an Weihnachten bewirten, klar, Rotkohl, Klöße und so, dass Kinder alles auch mit essen, ist ja klar, aber hast du noch sowas, wo du sagst, da kann man auch, und wenn es irgendwie genau Spaghetti mit Tomatensauce gibt, es gibt noch so einen, Tomat-Mozzarella. Tomat-Mozzarella, Entschuldigung. Genau, hast du noch so ein Go-To-Kinder oder etwas kleinere Menschen, jüngere Menschen Gericht, wo du sagst, da kann man dann auch da ein bisschen abheben? Ja, Kartoffelpüree. Also wir haben ganz viele Stammgäste hier, die dann auch immer mit ihren Kindern kommen. Und dann möchten die aber auch noch eine Portion vom Kinderessen mitessen. Das ist immer Vichy-Karotten, also süße Karotten, Kartoffelpüree und Fleisch. Ja. Sensation. Also Kartoffelpüree lieben die Menschen einfach, weil das halt auch direkt Liebe umarmt und wir wissen alle hoffentlich das Geheimnis von Kartoffelpüree. Butter. Ja, aber die, wir kochen ja manchmal, setze ich dann nochmal eine Soße an, wenn noch Gäste hier sitzen und so, dann habe ich letztens eine Beblon angesetzt und dann gehe ich halt wirklich mit 10 Kilo Butter an den Topf ran und mache dann da einfach 40 Pakete, also 40 Pakete Butterblock, in die Soße und dann denken die Leute immer, uiuiui. Und ich bin auch nicht zwingend der größte Fan von für zu Hause so viel Butter im Kartoffelpüree, also nicht 50-50, weil das ist ja, das theoretische Geheimnis im Kartoffelpüree ist, so viel Butter, dass das abscheißt, also quasi sich das wieder trennt und du nur Butter und Kartoffeln hast und dann so viel Butter nacharbeiten, so viel Milch nacharbeiten, dass das quasi wieder emulgiert. Aber das einzige Geheimnis, glaube ich, bei zu Hause für ein gutes Kartoffelpüree ist mutig das Kartoffelwasser salzen, weil das Salz, was du da nicht reinbekommst, das hebt so viel Kartoffelgeschmack, dass es danach flach ist und zu Hause ein bisschen ausdämpfen Also quasi abschütten, dann nochmal in den Topf rein, nochmal so auf wenig Hitze auf dem Herd, dass es ein bisschen ausdampft, dass du halt Wasser rausbekommst. Und dann bin ich, glaube ich, zu Hause auch ein größerer Fan vom Kartoffelstampf als vom Kartoffelpüree. Weil dann sind wir wieder in meiner Welt, dass Kartoffelpüree glatt sein muss und nicht gestrichen sein muss. Und Stampf ist ja auch lecker. Ja, verstehe. Kartoffelfrei. Und dann... Klingt nach einem guten Kinder-Alternativ. Und Soße. Leute, Knödel mit Soße. Das war, glaube ich, die ersten acht Jahre meines Lebens, mein Weihnachtsessen. Und ganz ehrlich, ich wäre nicht traurig, wenn das heute immer noch daraus gestimmt. Also wir haben im Ross, haben ja eigentlich Kloß und Soße. Da gibt es auch nur noch ein bisschen Rotkohl-Gepickel für Säure. Wildrahmsoße, Knödel und eine polnische Butter. Polnische Butter wichtig. Also Pankow oder Paniermehl, Butter. Kennst du das nicht? Also diese Knödelschlotze quasi. Und dann ein bisschen, Rauchöl, ein bisschen Chiliöl und ein bisschen Orangenzeste, damit man noch ein bisschen den Funk an Weihnachten reinbekommt. Also es wird hier nicht besser mit meinem Magen. Ich wollte gerade sagen, ich glaube, die eigentlich Kartoffelpüree machen. Die Einkaufslisten. Ich mache heute Abend echt Kartoffelpüree. Die Einkaufslisten unserer Hörerinnen und Hörer werden länger und länger, glaube ich. Es gibt, wie wir gehört haben, ganz, ganz viele Dinge, die man machen kann. Man muss nicht klassisch sein, man kann machen, was man will, Hauptsache es schmeckt einem und ich glaube, die Föhl ist das Wichtigste, wenn man nachts isst. Das war sehr reinig für eine Fälzerin, das Gefühl. Und was es dann zu trinken gibt, da reden wir nochmal gesondert drüber. Das machen wir. Das ist natürlich auch ein großes Thema. Fremde Cassis, Tonic, Eiswürfel. Super. Okay. Haben wir das auch schon geklärt. Danke, Lukas, dass du uns hier ein bisschen mitgenommen hast. Danke, Tosja, dass ich mal wieder im Rheinpegel zu Gast sein durfte. Aber hallo. Und euch allen zu Hause, wunderschöne Weihnachten und guten Appetit. Guten Appetit. Ciao. Das Falsdorf-Magazin hat wieder mal ein Ranking veröffentlicht. Diesmal geht es um die beliebtesten Bäckereien Deutschlands. Und wenig überraschend finden sich auch zwei Läden aus Düsseldorf in der Liste. Hinkel, wo inzwischen die fünfte Generation am Ofen steht, und Bulle, eine der jüngeren Bäckereien, die nichtsdestotrotz sehr etabliert ebenfalls eine große Fangemeinde hat. Was die Kriterien des Rankings waren und welche Klassiker in den Regalen der beiden Läden zu finden sind, das weiß Helene Pawlitzki. Helene, du kochst ja fantastisch. Danke. Bis dann, tschüss. Und du backst auch ebenso gut. Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung. Ich durfte schon das eine oder andere Mal in den Genuss kommen. Auch hier live im Podcast haben wir Kekse probiert. Kekse, gucke ich wie gestern. Und da träume ich immer noch von diesem sich in meinem Mund zerschmelzenden Schokoladenobjekt, was du mir da kredenzt hast. Das heißt, wenn jemand prädestiniert wäre, gutes Backwerk in dieser Stadt auszuzeichnen, dann wärest du das. Aber das Pfalzdorf-Magazin hat dir diese Aufgabe. Einfach alleine. Ich würde einfach alleine losgehen und sagen, ich bestimme das jetzt. Gut, gut, ja. Nicht gut. Oder nicht gut. Genau, Pfalzdorf-Magazin hat gekürt nicht nur Weinbars und Restaurants, sondern auch Bäckereien. Jetzt ist es ja so, ich finde, dass wir hier in Düsseldorf durchaus gut ausgestattet sind mit Bäckereien, zu denen man guten Gewissens gehen kann und eigentlich immer solide ein gutes Brot. Kriecht. Hast du eine Go-To-Bäckerei? Nö, ich habe ein paar, die ich gut finde. Geht mir auch so. Ich habe auch nicht so, ich finde, ich puzzle mir das so richtig zusammen. Also bei den einen mag ich die Croissants, bei den anderen irgendwie das Brot und bei den dritten die Dinkel-Croste. Auch ein bisschen was am Wegrand liegt, muss man sagen, ne? Wo man langkommt. Zwei Düsseldorfer Bäckereien haben es in einem Ranking geschafft, in das Ranking geschafft. Für mich wenig überraschend, ehrlich gesagt. Nicht sehr überraschend, muss man leider wirklich sagen. sag. Also, ich will kurz was zum Ranking sagen. Bitte. Weil Full Disclosure, ich weiß nicht ganz genau, wie es zustande gekommen ist. Fallstuff ist ein Genussmagazin, was sehr oft Rankings macht. In diesem Fall haben sie Online-Befragungen gemacht, beziehungsweise sie haben Leute online abstimmen lassen und waren auf der Suche nach der, man muss sagen, nicht der besten, sondern der beliebtesten Bäckerei. Wobei man natürlich sagen muss, ich gehe stark davon aus, dass die Leute eine Bäckerei dann lieben, wenn sie auch gute Sachen macht. Ja. Und die haben halt bundesweit geguckt. Haben für jedes Bundesland, wo ausreichend Bäckereien ins Voting aufgenommen wurden und dann genug Stimmen bekommen haben, dann Listen gemacht. Und auch für Nordrhein-Westfalen gibt es eine, ich glaube, 10 Punkte lange Liste. Und auf dieser Liste finden sich zwei Bäckereien, die aus Düsseldorf sind. Und die meisten Leute, die irgendwas von Brot verstehen werden, sich denken, welche es sind. Es ist die Bäckerei Hinkel und es ist die Bulle-Bäckerei. Und das finde ich auch, wie du sagst, um dich da direkt zurückzuzitieren, auch wenig überraschend. Weil das natürlich, also ich bin von beiden auch Fan durchaus. Was ich spannend finde, ist, dass die ja schon verschieden herkommen. Also Hinkel ist ja wirklich schon auch sehr etabliert, schon lange etabliert in der Stadt. Ich weiß gar nicht, seit wann es die gibt. Weißt du das aus dem Kopf? Ich weiß es nicht als Jahreszahl, aber ich kann dir sagen, dass die aktuelle Geschäftsführerin Sophie Hinkel die fünfte Generation ist, die das macht. Also das heißt schon eine ganze Weile. Und Bulle Bäckerei ist mindestens genauso etabliert, Also es ist genau so ein geflügeltes Wort. Ja, ich finde schon, dass man die kennt. Das ist jetzt kein Geheimtipp mehr. Die haben ja auch echt aufgestockt an Filialen. Es gibt auch Burger, es gibt ein Bistro, es gibt sogar eine Weinbar inzwischen. Wo wir gerade waren, deswegen lacht sie so. War sehr schön. War sehr schön. Aber trotzdem sind die ja noch relativ neu. Und dann, dass das in so schnell oder in so kurzer Zeit so beliebt geworden ist, dass es dann tatsächlich auch in dieses Ranking irgendwie spielt, finde ich schon beeindruckend. Ja, also ich glaube, es sind zwei Sachen. Das eine ist, die gibt es jetzt seit acht Jahren, die Bulle-Bäckerei. Das ist ja schon eine ganze Weile. Also es ist jetzt kein Start-up mehr, würde ich sagen. Kein neues Unternehmen, so mehr oder weniger. Natürlich im Vergleich zu Hinkel relativ jung oder sehr jung. Ja und es gibt ja auch andere Bäckereien in der Stadt, die es schon lange gibt und die auch beliebt sind. Bäckereien denken ja eher so in Jahrzehnten. Also acht Jahre, aber es ist jetzt nicht mehr so, dass sie sich gerade erst etablieren müssen. Das andere ist, dass sie natürlich sehr wiedererkennbar sind. Also ich glaube, von der Marke her ist das genial gemacht, weil es halt doch noch eine deutlich andere Optik hat in vielem, was es tut. Und auch die Backwaren, die Bulle hat, sind ja sehr distinkt. Also viele Sachen, die die machen, haben, finde ich, eine ganz bestimmte Optik. Die sind nicht so, wie man jetzt zu einem ganz normalen, in Anführungsstrichen, Bäcker geht, wo alles irgendwie sehr plump und sehr rösch und sehr kross und sehr glänzig und sehr, weißt du, so fett ist, sondern weil die nicht mit Backtreibmitteln arbeiten, sind die Sachen, finde ich, tendenziell dann eher doch ein bisschen kleiner. Vielleicht ist das auch eine Entscheidung, die Portion nicht so groß zu machen. Also gerade so, was jetzt das Kleingebäck angeht, was die machen, das sind jetzt keine, die backen tatsächlich kleine Brötchen, finde ich. Was gar kein Qualitätsurteil ist. Aber ich finde, man sieht irgendwie schon, das ist Bulle. Und die haben ja auch ein Sortiment, was immer mal wieder variiert und so. Ein paar Klassiker sind, glaube ich, immer dabei, aber die wechseln das ganz gerne mal durch. Und auch die Art und Weise, wie sie ihr Branding machen, auch was sie noch machen, Wie sie sozusagen, Sie reden ja selber vom Bulle-Versum, wie sie sozusagen ausgebranched sind. Ich glaube persönlich ja, dass die Bekanntheit von Bulle in einem ganz bestimmten demografischen Segment von Düsseldorf, also quasi in unserer Bubble, sehr groß ist. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es ganz viele Leute gibt, denen Bulle gar nichts sagt oder die auch nicht wüssten, wo sie es finden. Und bei Hinke vermute ich, dass mehr Leute das wüssten. Und Hinkel macht natürlich auch sehr gutes Marketing, ist auch recht wiedererkennbar. Und natürlich auch so ein Düsseldorfer Ding da. Ist eine Institution. Ich glaube auch Leute, die von außerhalb kommen, gehen da natürlich hin. Ja, plus ich habe mal irgendwo gelesen, dass Hinkel eine der deutschlandweit bekanntesten Bäckereien ist, ohne dass ich das jetzt belegen kann oder der Autor das tatsächlich belegt hätte. Aber kann ich mir schon vorstellen, die versenden auch deutschlandweit ihre Backwaren. Und sie kooperieren natürlich unheimlich viel. Das macht Bulle auch. Also ganz oft sieht man auf irgendwelchen Karten von irgendwelchen Brunchlokalen oder Hotels oder was auch immer mit Brot von Hinkel oder Brot von Bulle. Und das ist natürlich auch ein sehr schlauer Schachzug, weil dadurch immer wieder dieser Markenname auf einen kommt. Ja, weil du gerade von Klassikern gesprochen hast, was fällt dir von the top of your head ein bei Hinkel und bei Bulle? Also so... Das finde ich total schwer, weil es gibt ein paar Sachen, die, glaube ich, bei Bulle und bei Hinkel immer gut laufen. Hinkel ist ja relativ bekannt für, häufig für Brote nach sogenannter rheinischer Backart, also relativ dunkel gebacken. Ich weiß das, weil ich mal ein Stück gemacht habe vor langer Zeit, da hat die Europäische Union, glaube ich war es, eine neue Gesetzgebung erlassen. Da ging es um Temperaturen, in denen Sachen gebacken werden dürfen. Das hatte was mit Acrylamiden zu tun. Und da war eben tatsächlich die Frage, kannst du eigentlich so ein Brot nach rheinischer Backart dann noch verkaufen? Weil gerade diese Derken, die dann sehr dunkel gebacken werden, das gilt auch für Pizza und für Zwieback und ähnliche Sachen oder Lebkuchen oder sowas. Genau, finde ich auch gut, aber ist nicht ganz ungefährlich. Und da war tatsächlich die Frage, ob Hinkel das weiter machen kann. Also dafür ist, glaube ich, Hinkel sehr bekannt und ich glaube, Hinkel ist ja auch einfach fürs Brot sehr bekannt. Also die machen natürlich auch alles Mögliche und ganz viel Kleingebäck. Sind aber wirklich ein klassischer Bäcker, das heißt mit allem, was so Richtung Patisserie geht, geben die sich, glaube ich, gar nicht so furchtbar viel ab. Der ein oder andere Keks mag mal dabei sein, aber unterm Strich ist das schon die Bäckerei der Brotfreunde, wie sie sich selber nennt. Und man sieht das dann auch, wenn man an den Schaufenstern vorbeiläuft in der Altstadt und in der Karlstadt, dass da einfach die Fülle an diesen dunkel gebackenen und sehr vielfältigen Broten sind. Also, ich weiß nicht, was der ein Klassiker ist. Ich habe mir ihr Sortiment jetzt für diesen Artikel mal angeguckt und ein Brot, was mir besonders ins Auge gesprungen ist und was ich demnächst unbedingt mal probieren will, heißt Casanova. Ist ein langes, sehr dunkles Brot mit Cranberries und Lakritz. Ich kann das empfehlen. Crazy. Ich kann es empfehlen. Ich werde das auf jeden Fall probieren. Ja. Ich sage Zeus-Stange... Zimtschnecke. Okay. Ja, Zimtschnecke habe ich da noch nie probiert. Nein, bei Bulle würde ich sagen. Bei Bulle, okay. Also bei, ich glaube, die Zeussstange ist irgendwie bei Hinkel, das höre ich oft oder das ist so, was man dann nochmal so mitbringt und Zimtschnecken bei Bulle. Also beide arbeiten ja auch viel mit Sauerteigen. Ich finde, Bulle ist da nochmal mehr betonter, was den Sauerteig angeht. Der Chef von Bulle, Michael Gauert, ist ja ein ehemaliger Mitarbeiter, langjährig von Hinkel. Das heißt, die sind ja auch gar nicht so weit voneinander weg und sich auch überhaupt nicht spinnefeind in irgendeiner Form. Ich glaube, die haben beide ihre Segmente ganz gut so abgesteckt. Bulle macht ja an der Oststraße und in Flingern an der Birkenstraße hat er zwei Verkaufsstellen und an der Oststraße wird dann eben auch noch Burger verkauft. An der Birkenstraße hat er das Bistro mit der Weinbar, wo es übrigens Brotpommes gibt. Also something I have to try. Also ganz schön coole Idee. Und am Staufenplatz haben sie jetzt auch einen Kiosk, wo es auch teilweise Backwaren gibt und auch eben Burger. Also der, finde ich, der verteilt sich so ganz gut über die Stadt und spricht, glaube ich, dann einfach auch ein tendenziell vielleicht etwas Jüngeres, durchaus, glaube ich, auch sehr qualitätsbewusstes, vielleicht auch etwas finanzstärkeres Publikum an. Und was auch interessant ist, finde ich, nochmal bei Bulle ist natürlich, dass da sehr viel so offen gebacken wird. Also man sieht das dann teilweise auch. Und die Leute, die da arbeiten, sind ja auch so... Bisschen ein Typ, ne? Also das so etwas jüngere, etwas punkiger aussehende Typen, die da backen und Frauen natürlich auch. Also das hat schon so seine Identität. Ja, und Hinkel auch, finde ich. Ja, auf jeden Fall auch, genau. Anders aber auch, ja, auf jeden Fall. Wenn wir so reden, es ist ja, das Jahr geht zu Ende, das heißt, es stehen auch wieder die ganzen Neujahrsvorsätze an und die eine oder der andere wird sich vornehmen, weniger Brot zu essen. Macht es nicht, macht es nicht, esst mehr Brot, esst weiter mehr Brot, vor allem bei Hinkel und Bulle, aber auch bei allen anderen Bäckereien. Das Schwierige ist ja, dass man vielleicht einfach nicht noch mehr Brot essen sollte, sondern Brot statt was anderem vielleicht essen sollte. Ja, Brot. Brot ist toll. Helene, ich danke dir. Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Ein Hauch einer Inversionswetterlage macht sich so langsam bereit. Und die Tiefs, die zumindest jetzt noch im Laufe der Woche für den Samstag und auch für Mitte nächster Woche berechnet worden sind, die werden jetzt in einem großen Bogen um Deutschland herumgeleitet. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Naja, das Wetter, das gestaltet sich gerade ein bisschen komplizierter, sagen wir mal so. Eigentlich sollte die Großwetterlage schon zum Mitte Dezember so langsam wieder in die Brüche gehen und zumindest dann aus dem Norden her wieder kühlere Luft zu uns kehren. Das Ganze wurde jetzt erstmal weggerechnet Und das Ganze soll sich jetzt eher so in Richtung Ende Dezember gestalten. Und wenn ich von Ende Dezember spreche, dann liegt es ja nahe, zumindest mal kurz drüber nachzudenken, wie denn das Ganze mit Weihnachten dann sein wird. Kümmern wir uns gleich drum. Erstmal gucken wir auf das Wochenendwetter und da wird es so sein, dass der Freitag relativ viele Wolken bringen wird. Es sind so tief hängende, kompakte Wolkenfelder, die werden zum Nachmittag hin mal ein bisschen mehr Lücken aufweisen und dann kommt die Sonne dann zwischendurch mal durch und das Ganze dann bei 7 bis maximal 10 Grad. Der Samstag zeigt sich relativ ähnlich. Die erste Tageshälfte, viele kompakte, tiefhängende Wolkenfelder. Am Nachmittag setzt sich dann häufiger die Sonne durch, das Ganze dann bei 7 bis maximal 9 Grad. Und der Sonntag, der wird das Ganze nochmal wiederholen. Aber diesmal werden es nicht tiefhängende Wolkenfelder sein, sondern eher Nebel sein. Nebel und Hochnebel, dieser soll sich zum Nachmittag hin auflösen und dann liegen die Temperaturen bei Frühwerten rund um 3, 4 Grad. Und zum Nachmittag gibt es maximal 8 Grad. Die neue Woche machen wir noch ganz kurz. Da wird es auch eher wieder sonniger werden. Und das Ganze dann bei einem auffrischenden Südostwind. Und bis maximal 10 Grad. Jetzt zu Weihnachten. Daher, dass das meine letzte Folge in diesem Jahr sein wird. Gibt es zumindest schon mal so einen kleinen Ausblick dahin. Denn die Wetterkarten, die deuten im Moment eine Großwetterlagenumstellung rund um den 18. bis 21. Dezember an. Und das bedeutet auch, dass wenn sich diese Großwetterlage dann umstellt, dass wir dann eher kühleres Wetter bekommen werden. Dieser Hochdruckblock, der im Moment noch über den Balkan liegt, der wird in sich zusammenfallen. Damit fällt auch der Block weg, der diese kühle Luft aus dem Norden noch weghält und damit wird das Ganze dann in sich zusammenbrechen, diese ganze Stütze, sage ich jetzt mal. Und das bedeutet wiederum, wenn dann das Tief, was bei Island liegt, nicht mehr bei Island bleiben wird, sondern dann eher mal in Richtung Osteuropa rutschen wird und einen ganzen Trog auslosen wird, dass wir dann in eine nördliche Strömung kommen und dann werden die Temperaturen deutlich zurückgehen. Im Schnitt so um rund 5 bis 7 Grad, zumindest was die Luftmasse angeht. Wenn es dann windstill wird, haben wir relativ schnell auch dann Nachtfrost. Dazu Temperatur in der Höhe deutlich kälter als aktuell. Da gehen die Temperaturen so fast um 15 bis 20 Grad runter, das ist schon enorm. Und das bedeutet auch, dass wir dann deutlich mehr Labilität bekommen, also deutlich mehr Schauerwetter bekommen werden. Und somit kann es dann zumindest sein, dass wir tagsüber so eine Mischung aus Schauer, Graupelschauer, vielleicht ist auch mal ein Schnee- oder Schneeregenschauer dabei. In der Nacht, wenn es dann Schauer geben wird, werden die relativ sicher als Schnee runtergehen. Und so könnten wir zumindest mal sagen, weiße Weihnacht müssen wir abwarten, aber zumindest vielleicht in den Morgenstunden eine kurze weiße Überraschung. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende. Ein schönes Weihnachtsfest und natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir hören uns dann vor allem im neuen Jahr dann wieder. In diesem Sinne euch das Allerbeste und bis nächstes Jahr, der Wetterstruksi. Tschüss. Mehr Düsseldorf Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. JensStrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Bewertet ihn und lasst uns Kommentare da. Und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt. Oder noch viel besser, der oder die das gefälligst bald lernen soll. Mein Name ist Tosja Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Rheinpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Danke. Bis zum nächsten Mal.