Latest / justETF Podcast – Antworten auf deine Fragen zur Geldanlage mit ETFs / #233 Investieren ab 60: Was im Alter wirklich zählt
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- 0:00Speaker 0: Stell dir vor, du bist siebzig.
- 0:02Speaker 0: Du liegst entspannt in deiner Hängematte denn zusätzlich zu deiner Rente hast du auch ein gut gefülltes Depot das dafür sorgt dass du genauso bequem weiterleben kannst wie vor der Rente.
- 0:13Speaker 0: und dann das... Der Markt stürzt ab und plötzlich reißen die Verkäufe ein großes Loch ins Depot.
- 0:20Speaker 0: wird es viel früher aufgebraucht sein als gedacht?
- 0:23Speaker 0: Oder hast du vorher schon so geplant dass du gelassen bleiben kannst?
- 0:27Speaker 0: Wie du das hinkriegst, darum geht's heute.
- 0:30Speaker 0: Ich erkläre dir wie du deinen Vermögen fürs Alter clever strukturierst, entnahm, planst und steuerliche Fallen umgehst!
- 0:37Speaker 0: Ich bin Susanne und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.
- 0:40Speaker 0: Just ETF Wissen!
- 0:51Speaker 1: Marketing-Meteilung Kapitalanlagen bergen Risiken.
- 0:54Speaker 1: Wartest Du immer noch auf den perfekten Moment, um an der Börse zu starten?
- 0:58Speaker 1: Aus Angst vor dem nächsten Crash lassen viele ihr hart verdientes Geld lieber auf dem Sparkkonto liegen.
- 1:02Speaker 1: Aber ist das wirklich die bessere Wahl?
- 1:04Speaker 1: Die ETF-Anbieter Vanguard hat es einmal durchgerechnet.
- 1:07Speaker 1: Was wäre, wenn du in den letzten dreißig Jahren ein super schlechtes Timing gehabt und immer exakt am Höhepunkt von einem historischen Börsencrash investiert hättest – also zum Beispiel direkt vor der Dotcom Blase oder der Corona-Krise!
- 1:18Speaker 1: Das Ergebnis?
- 1:19Speaker 1: Selbst als absoluter Pechvogel hättetst du mit einem breitgestreuten Welt-ETF dein Geld am Ende etwa vervierfacht und damit das Sparkonto deutlich hinter dir gelassen….
- 1:29Speaker 1: Trotz schlechter Market-Timing konnte eine Kombination aus Zeit am Markt und Zinsistenz das klassische Sparkonto also klar schlagen.
- 1:36Speaker 1: Wer da diszipliniert investiert bleibt, muss keine Angst vor dem nächsten Crash haben!
- 1:40Speaker 1: Also lasst dich nicht länger vom perfekten Moment aufhalten.
- 1:43Speaker 1: Vanguard ETFs findest du bei deiner Bank oder deinem Broker?
- 1:46Speaker 1: Mehr Infos zu Vanguard ETF's sowie alle Details zum Pechvogelanleger findest Du wie immer in den Show Notes.
- 1:52Speaker 1: Und damit zurück zur Folge.
- 2:02Speaker 0: Das ist falsch.
- 2:04Speaker 0: Im besten Fall entnimmst du immer nur so viel, wie du gerade brauchst und lässt den Rest investiert.
- 2:09Speaker 0: Je nachdem, wie groß dein Depot ist und wieviel du davon verbrauchst steckt dein Geld also auch im Rentenalter noch für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte in Aktien & Co.
- 2:19Speaker 0: Der Vorteil?
- 2:20Speaker 0: So kann es für dich weiterhin Erträge erwirtschaften!
- 2:24Speaker 0: Das ist besonders wichtig für alle, die es spät mit dem Investieren angefangen haben.
- 2:28Speaker 0: Damit das funktioniert und ein Börsencrash dich nicht kalt erwischt, solltest du aber strategisch vorgehen und deine Entnahmephase gut planen.
- 2:37Speaker 0: Deshalb ist diese Folge auch dann wichtig für dich wenn du noch jünger bist denn sie hilft dir dabei optimal vorbereitet zu sein!
- 2:47Speaker 0: Dein größter Feind?
- 2:48Speaker 0: Die Krise.
- 2:51Speaker 0: Zunächst solltest Du die Frage klären wie viel Geld Du entnehmen willst.
- 2:54Speaker 0: Dabei musst Du vermutlich abwägen.
- 2:56Speaker 0: Einerseits willst du genug zusätzliches Einkommen, um deinen Lebensstandard zu sichern.
- 3:01Speaker 0: Andererseits soll das Geld möglichst lange reichen!
- 3:04Speaker 0: Eigentlich ist es ja eine schöne Sache wenn du länger lebst – problematisch ist es aber, wenn dir frühzeitig das Geld ausgeht.
- 3:10Speaker 0: In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Langlebigkeitsrisiko.
- 3:15Speaker 0: Um die Dauer der Entnahmephase zu planen, scheint es naheliegend sich an der durchschnittlichen Lebenserwartung zu orientieren.
- 3:22Speaker 0: Und es gibt sogar Rechner mit denen du deine mittlere Rest-Lebenserwartungen ausrechnen kannst!
- 3:27Speaker 0: Allerdings solltest du besser Großzüglich planen – solche Rechler gehen in der Regel von Medianwerten aus.
- 3:33Speaker 0: Das heißt, es gibt eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit das du länger lebst oder kürzer.
- 3:39Speaker 0: Diese Zahlen bieten dir also nur eine grobe Orientierung.
- 3:43Speaker 0: Wenn du einen festen Betrag zugrunde legst, hast du aber noch ein Problem was dazu führen kann das dein Portfolio vorzeitig dahin schmilzt.
- 3:51Speaker 0: Nämlich das Rendite-Reihenfolge-Risiko.
- 3:54Speaker 0: Oft wird auch der englische Begriff Sequence of Returns Risk verwendet.
- 3:59Speaker 0: Es beschreibt das Phänomen dass Krisen sich auf das Vermögen zu Beginn der Entnahmephase sehr viel stärker auswirken und dadurch sogar dazuführen können dass dein Kapital viel früher verbraucht ist als gedacht.
- 4:12Speaker 0: Stefan Poles vom Block Guiding Data hat das mal am Beispiel des MSCR World durchgerechnet.
- 4:19Speaker 0: Dabei wurde ein Portfolio von rund hunderttausend Euro über zwanzig Jahre hinweg entspart, und zwar mit einer Rate von fünftausende Euro pro Jahr – also fünf Prozent des Ausgangswertes – wobei diese Beträge jedes Jahr um zwei Prozent angehoben werden, um die Inflation auszugleichen.
- 4:36Speaker 0: Im ersten Fall startete sie die Entnahme nineteenhundertfünfundneunzig.
- 4:41Speaker 0: Trotzdem wird das Vermögen im Debut zunächst nicht weniger.
- 4:45Speaker 0: Aufgrund der guten Entwicklung der Börsen wächst es in den ersten Jahren auf über zweihunderttausend Euro an.
- 4:52Speaker 0: Anfang der Jahr zweitausender platzt die Dotcom-Blase, was dafür sorgt dass das Portfolio wieder auf einhundert tausend euro zurückfällt.
- 4:59Speaker 0: Danach wächst das Depot wieder bis zum Beginn der Finanzkrise, aber auch in dieser Zeit fällt es nur bis ungefähr zum Einstandskurs zurück.
- 5:08Speaker 0: Danach wext das Vermögen erneut an – bis es am Ende der zwanzig Jahre bei fast zweihunderttausend Euro liegt.
- 5:14Speaker 0: wie gesagt trotz einer regelmäßigen Entnahme von fünf Prozent pro Jahr plus Inflationsausgleich.
- 5:21Speaker 0: Anders ist die Lage wenn man einen anderen Zeitraum wählt.
- 5:24Speaker 0: Beginnt die Endsparfase im Jahr zweitausend, sorgt das Platzen der Dotcom-Bubble für einen Einbruch bis auf ca.
- 5:31Speaker 0: vierzigtausend Euro.
- 5:33Speaker 0: Im Zuge der Finanzkrise sinkt der Wert schließlich auf dreißigtausende Euro ab.
- 5:37Speaker 0: Der Portfolio wert ist so geringen dass die gute Entwicklung der Börsen im darauffolgenden Jahrzehnt das Depot nicht mehr retten können.
- 5:45Speaker 0: Durch die Entnahme wird das Kapital bis Anfang des Jahrzehrs praktisch komplett
- 5:49Speaker 0: aufgezährt.".
- 5:50Speaker 0: Also noch vor dem eigentlichen Ende der angepeilten zwanzig Jahre.
- 5:55Speaker 0: Wenn der Beginn der Entsparrphase nur ein Jahr früher gewesen wäre, also in den Neunzehnten und neunundneinzig, hätte das Depot übrigens für die kompletten Zwanzig-Jahre gereicht, schreibt Polz.
- 6:05Speaker 0: Das zeigt ja so sehr deutlich wie massiv sich Krisen am Anfang der Entnahmenphase auswirken können!
- 6:11Speaker 0: Das gleiche gilt übrigens auch umgekehrt.
- 6:13Speaker 0: Zu Beginn der Ansparphase solltest du sogar auf Krisen hoffen, denn weil dein investiertes Kapital noch nicht so groß ist haben sie keinen großen Einfluss darauf.
- 6:21Speaker 0: Dafür kannst Du nun aber günstig einkaufen!
- 6:24Speaker 0: In dieser Phase sorgt das Rendite-Reihenfolgerisiko also für einen Renditeboost vorausgesetzt – Du hast genug Geld zum investieren.
- 6:35Speaker 0: Was kannst Du tun?
- 6:38Speaker 0: Verluste von Krisen kannst du aber zumindest ein Stück weit abfedern, und zwar mit der richtigen Asset Allocation.
- 6:44Speaker 0: Also der Verteilung deines Vermögens auf Risikoarme- und Risikoreiche Investments!
- 6:50Speaker 0: In guten Börsenphasen schöpfst Du Gewinner aus dem risikoreichen Anteil ab – in schlechten Phasen greifst Du auf den Risikoarmenanteil zurück.
- 6:58Speaker 0: Im besten Fall kannst Du so vermeiden Verlust zu realisieren und schonest damit Dein Depot.
- 7:04Speaker 0: Wie groß der Anteil des Risikoarmen Investments sein sollte, ist sehr individuell.
- 7:09Speaker 0: Es hängt beispielsweise davon ab wie hoch dein Einkommen ist – also beispielsweise die Rente, Einkünfte aus Versicherung oder Mieteinnahmen falls du eine vermietete Immobilie hast und wie viel Geld du darüber hinaus aus dem Depot ziehen musst um deinen Lebensunterhalt zu decken.
- 7:23Speaker 0: Es gibt aber auch eine Faustregel, die dir eine Orientierung geben kann.
- 7:27Speaker 0: Hundert- oder Hunderzehn Minuslebensalter ergibt deine Aktienquote.
- 7:33Speaker 0: Der Rest geht in die risikoärmeren Anlagen.
- 7:36Speaker 0: Wenn du zum Beispiel fünfundsechzig bist, läge deine Aktienkote also bei fünfunddreißig oder vormundvierzig Prozent.
- 7:43Speaker 0: Der Vorteil dieser Regel ist, dass du deinen Risikoharmenanteil nach und nach steigerst – was du nämlich auf keinen Fall tun solltest.
- 7:51Speaker 0: zu einem Stichtag alles auf einmal umschichten!
- 7:54Speaker 0: Denn dabei fallen Gebühren für Kauf- und Verkauf an und vor allem musst du auf einen Schlag Steuern zahlen.
- 8:01Speaker 0: Wenn du früh genug anfängst, reicht es einfach deine Sparpläne anzupassen.
- 8:05Speaker 0: Im besten Fall zahlst du also gar nichts dafür!
- 8:09Speaker 0: Es gibt natürlich noch ausgefeiltere Strategien wie du dein Vermögen für die Entnahmephase aufteilen kannst – zum Beispiel folgende von Portfoliomanager Dr.
- 8:17Speaker 0: Andreas Beck bei der du deinen Investment auf drei Töpfe aufteilst.
- 8:22Speaker 0: Der erste Topf ist der Verbrauchstopf.
- 8:25Speaker 0: Darin liegt das Geld für die kommenden zwölf Monate.
- 8:28Speaker 0: Hier ist der Vermögenserhalt besonders wichtig.
- 8:31Speaker 0: Deshalb eignet sich dafür ein Tagesgeldkonto oder vor allem, wenn die Summe größer sein sollte als ein hunderttausend Euro einen Geldmarkt ETF.
- 8:39Speaker 0: Um Wechselkursrisiken auszuschließen, sollte der entweder währungsgesichert sein – anspricht auch von Hatch- oder besser noch direkt in deiner Heimatwährung denominiert sein!
- 8:49Speaker 0: Wir haben übrigens auch einen ETF Guide zu GeldmarktETFs, der hilft dir, den passenden ETF für dich zu finden.
- 8:55Speaker 0: Den Link dazu packe ich dir in die Beschreibung.
- 8:58Speaker 0: Im zweiten Topf liegt eine Summe, die ungefähr für drei Jahre reicht – auch hier sollten die Schwankungen nicht zu hoch sein!
- 9:06Speaker 0: Das Geld wird zu einem großen Teil in Anleihen investiert.
- 9:09Speaker 0: Der Rest landet im Investitionstopf.
- 9:12Speaker 0: Hier darf das Risiko mit einer Aktienquote von fünfzig bis achtzig Prozent noch mal deutlich höher sein.
- 9:19Speaker 0: Wie läuft die Entnahme ab?
- 9:21Speaker 0: Im ersten Jahr ist es klar, du entspaßt den Verbrauchstopf.
- 9:24Speaker 0: Nach Ablauf des Jahres füllst Du ihn wieder auf und dabei kommt es darauf an wie es gerade an den Aktienmärkten läuft.
- 9:31Speaker 0: Ist die Lage gut nimmst Du Geld aus dem Investitionstopf.
- 9:35Speaker 0: Stecken Sie mitten in der Krise.
- 9:37Speaker 0: entnimmst du Geld aus einem zweiten Topf.
- 9:40Speaker 0: Wenn nach einem Jahr immer noch Krise ist, füllst du wieder aus dem zweiten Topf auf.
- 9:45Speaker 0: Wenn nicht, nimmst Du Geld aus dem Investitionstopf um sowohl den Zweiten als auch den ersten Topf zu füllen.
- 9:52Speaker 0: Im Zweifelsfall kannst Du eine bis zu drei Jahre dauernde Krise abfedern bevor Du an den Investitions-Topf heran musst!
- 9:59Speaker 0: Auch hier ist es wichtig dass Du Deine Asset Allocation frühzeitig planst – denn wie gesagt das ist keine gute Idee an einen bestimmten Stichtag umzuschichten.
- 10:09Speaker 0: Günstiger ist es in der Regel, wenn du die Asset Allocation über die Jahre in kleinen Schritten anpasst bis du mit Beginn der Entsparphase deine angestrebte Verteilung erreicht hast.
- 10:21Speaker 0: Die magischen vier Prozent.
- 10:24Speaker 0: Einen anderen Punkt auf den Dr.
- 10:26Speaker 0: Andreas Beck hinweist ist dass die Gesamtsumme der Entnahme trotzdem nicht zu hoch sein sollte.
- 10:32Speaker 0: Stellt sich also die Frage wie viel kannst Du nun entnehmen?
- 10:35Speaker 0: Eine erste Orientierung bietet die sogenannte vier Prozentregel.
- 10:39Speaker 0: Sie wurde von Wissenschaftlern der Trinity University in Texas aufgestellt und besagt Folgendes.
- 10:45Speaker 0: Ziehst du jährlich vier Prozent deines Startkapitals ab, reicht dein Geld mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für mindestens dreißig Jahre.
- 10:54Speaker 0: Portfolios mit einer höheren Aktienquote schnitten dabei besser ab als Portfolius die zum Großteil aus Anleihen bestanden.
- 11:01Speaker 0: Diese Regel basiert auf historischen Kapitalmarktrenditen von nineteenhundertundzwanzig bis neunzehnhundertsehnundneunzig.
- 11:09Speaker 0: Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte.
- 11:12Speaker 0: Erstens die Datenlage – für die Aktienrenditen haben die Wissenschaftler den SMP-Fivehundred zugrunde gelegt, für die Anleihen zwei Indizes auf US-Staats und Unternehmensanleihen.
- 11:23Speaker 0: Die Daten beziehen sich also ausschließlich auf den US-Markt.
- 11:27Speaker 0: Zweitens.
- 11:28Speaker 0: Siebzig Jahre sind zwar ziemlich viel aber die einzelnen Perioden sind ja wiederum dreißig jahrelang.
- 11:35Speaker 0: Es gibt also nur dreiundvierzig Zeiträume, die einander noch überlappen.
- 11:39Speaker 0: Das macht die Berechnung anfällig für Fehler.
- 11:42Speaker 0: Drittens, die Studie berücksichtigt weder Gebühren für den Verkauf noch Steuern die Anfallen.
- 11:48Speaker 0: Dementsprechend ist der Betrag, den du netto entnehmen kannst geringer.
- 11:52Speaker 0: Deshalb bietet die Vierprozentige nur eine grobe Orientierung.
- 11:56Speaker 0: Eine andere Option ist immer nur einen bestimmten Prozentsatz zu entnehmen.
- 12:01Speaker 0: So wirst du das Portfolio nie vollständig aufbrauchen, allerdings kannst du nur schwer kalkulieren denn du weißt nie wie viel Geld du wirklich zur Verfügung haben wirst.
- 12:10Speaker 0: Rechnen wir das mal beispielhaft durch sagen dir dein Portfolios steht anfangs bei einer Million Euro und du legst eine Entnahmerate von vier Prozent fest.
- 12:19Speaker 0: dann entnimmst du im ersten Jahr also vierzigtausend Euro.
- 12:23Speaker 0: es bleiben neunhundertsechzig tausend euro übrig.
- 12:26Speaker 0: Bis zur nächsten Entnahme ein Jahr später, fallen die Märkte um zehn Prozent.
- 12:30Speaker 0: Dein Depot steht da nur noch bei achthundertsechzigtausend Euro und du kannst vierunddreißigtausen fünfhundertsächzig Euro entnehmen.
- 12:38Speaker 0: Im dritten Jahr steigen die Märkte um sieben Prozent und dein Depot ist achthundertsiehn und achtzigtauzentfünfhundert Euro wert.
- 12:46Speaker 0: Deine Entnahme liegt dann bei fünfhund dreißig tausend Fünfhunderte Euro!
- 12:50Speaker 0: Bei anderen Strategien werden beide Ansätze, also konstante Beträge und prozentuale Raten miteinander kombiniert.
- 12:57Speaker 0: Das macht es allerdings auch komplizierter.
- 12:59Speaker 0: Und natürlich gibt es noch einen wichtigen Aspekt den du bei der Berechnung berücksichtigen solltest – die Inflation!
- 13:06Speaker 0: Weil Güter-und Dienstleistungen mit der Zeit teurer werden verliert dein Vermögen an Kaufkraft.
- 13:11Speaker 0: Die Zentralbanken streben eine Inflationsrate von ungefähr zwei Prozent pro Jahr an.
- 13:17Speaker 0: Was bedeutet das für dich?
- 13:18Speaker 0: Nehmen wir an, anfangs reichen dir zehntausend Euro im Jahr zusätzlich zur Rente um deinen Lebensstandard zu halten.
- 13:25Speaker 0: Bei zwei Prozent Infationsrate brauchst du nach zehn Jahren gut zweitausendzwei hundert Euro mehr für dieselbe Kaufkraft.
- 13:32Speaker 0: Nach zwanzig Jahren sind es rund viertausend neunhundert Euro und nach dreißig Jahren über acht tausend Euro.
- 13:38Speaker 0: Du müsstest dann also gut achtzehntausend euro jährlich aus dem Depot entnehmen – fast das Doppelte im Vergleich zum Anfang!
- 13:47Speaker 0: In welche ETFs kannst du investieren?
- 13:51Speaker 0: Neben der Aufteilung über verschiedene Asset-Klassen kommt es natürlich auch darauf an, in welche Assets du genau investierst.
- 13:57Speaker 0: Wenn Du für den risikoreicheren Anteil einen breit gestreuten Welt ETF als Basis hast, musst Du nicht unbedingt etwas verändern.
- 14:05Speaker 0: Du kannst aber auch hier das Risiko reduzieren indem Du auf ETFs setzt die weniger stark schranken!
- 14:11Speaker 0: Bitte bedenke auch hier, dass du diese Umschichtung am besten frühzeitig angehst und über einen längeren Zeitraum streckst um Steuern und Gebühren weitgehend zu vermeiden.
- 14:21Speaker 0: Eine Option sind Low Volatility ETFs.
- 14:24Speaker 0: Diese ETFs fokussieren sich auf Unternehmen die in der Vergangenheit geringere Wertschwankungen aufgewiesen haben als der breite Markt.
- 14:31Speaker 0: Damit bist du defensiv unterwegs.
- 14:33Speaker 0: das bedeutet aber auch Dass Du weniger von Boom Phasen profitierst.
- 14:38Speaker 0: Sogenannte Burggraben oder Mode ETFs können ebenfalls in Frage kommen.
- 14:43Speaker 0: Burggrabe bedeutet hier, die enthaltenen Unternehmen haben einen klaren Wettbewerbsvorteil – zum Beispiel weil die Marke sehr bekannt ist, weil sie wichtige Patente haben und ein gutes Netzwerk.
- 14:55Speaker 0: Wer einen Wettbewerbsvorteil hat, kann meistens höhere Preise durchsetzen und damit auch höhere Margen einstreichen als die Konkurrenz.
- 15:03Speaker 0: Deshalb sind solche Unternehmen meistens rentabler – allerdings sind sie meistens hoch bewertet.
- 15:09Speaker 0: Weitere Möglichkeiten sind Quality Factor ETFs.
- 15:13Speaker 0: Sie kombinieren Wachstum mit Resilienz weil sie vor allem auf Unternehmen setzen, die sich durch eine hohe Eigenkapitalrendite geringe Verschuldung und stabiles Gewinnwachstum auszeichnen.
- 15:24Speaker 0: Diese Merkmale wirken sich in der Regel langfristig positiv auf die Entwicklung eines Unternehmens aus.
- 15:30Speaker 0: Der Nachteil ist, dass solche Unternehmen in einigen der am härtesten umkämpften Bereichen der Wirtschaft tätig sind – es kann also sein, dass sie auch mal eine Weile anderperformen.
- 15:41Speaker 0: Auch Dividenden Aristokraten könnten infrage kommen!
- 15:44Speaker 0: Diese ETFs enthalten Unternehmen, die ihre Dividende regelmäßig jedes Jahr erhöht haben und das seit zwanzig oder sogar fünfzehn Jahren.
- 15:53Speaker 0: Sie haben sich also auch in Krisenphasen, beispielsweise während der Corona-Pandemie oder der Finanzkrise, dass es im Jahr ist.
- 16:02Speaker 0: Allerdings sind diese Unternehmen meistens nicht so wachstumsstark.
- 16:06Speaker 0: Für all diese ETFs haben wir übrigens auch ETF-Guides, sodass du den passenden für dich finden kannst.
- 16:12Speaker 0: und weil wir gerade beim Thema Dividenden sind hast du bisher hauptsächlich auf tessoriierende ETF gesetzt und überlegst jetzt ob du auf Ausschütter umschränken solltest?
- 16:21Speaker 0: Tatsächlich klingt das erstmal praktisch.
- 16:24Speaker 0: Durch die Ausschütter bekommst du regelmäßig Geld aufs Konto, ohne Anteile verkaufen zu müssen.
- 16:30Speaker 0: Tatsächlich ist es aber oft zu kurz gedacht – der Dividendenfluss ist ja nicht planbar sondern schwankt!
- 16:36Speaker 0: Das ist besonders problematisch wenn du daraus deinen Lebensunterhalt bestreiten willst.
- 16:41Speaker 0: Im einen Monat sind die Ausschlüttungen zu geringen und du musst trotzdem Anteilen verkaufen im anderen Monat sie zu hoch und es wäre sinnvoll das Geld erneut zu investieren.
- 16:50Speaker 0: Letztlich ist die Entscheidung, ob es Ausschüttende oder tessoriante ETFs sein sollen.
- 16:55Speaker 0: Also auch im Alter Geschmackssache!
- 16:58Speaker 0: Bei Anleihen und Anlein-ETS spielen vor allem zwei Faktoren eine Rolle für Rendite und Risiko.
- 17:04Speaker 0: Der erste ist die Bonität des Schuldners – also der Staaten oder Unternehmen, die die Anleien herausgeben.
- 17:11Speaker 0: Praktischerweise musst du die nicht selbst herausfinden sondern kannst dich an Ratings von großen Agenturen wie SMP, Moody's oder Fitch orientieren.
- 17:19Speaker 0: Die Abstufungen können unterschiedlich sein, aber in der Regel gelten Anleihen mit einem Rating von AAA bis BB als Investment-Grade.
- 17:29Speaker 0: Die Schuldner haben eine gute bis sehr gute Bonität.
- 17:33Speaker 0: Ab BB sind die Anleien als eher spekulativ zu bewerten.
- 17:37Speaker 0: Du gehst ein höheres Risiko ein – dafür hast du aber auch Chancen auf höherer Renditen!
- 17:43Speaker 0: Entsprechende Anleihen in die C's erkennst du übrigens daran, dass sie in der Regel High Yield im Namen tragen.
- 17:49Speaker 0: Je nach Agentur steht C oder D für einen Zahlungsausfall.
- 17:54Speaker 0: Der zweite wichtige Faktor ist die Laufzeit.
- 17:57Speaker 0: Je kürzer der Zeitraum bis zur Tilgung des Darlehens, umso kleiner ist auch das sogenannte Zinsänderungsrisiko.
- 18:03Speaker 0: So nennt man die Gefahr dass die Marktzinsen den Coupon also den festgelegten Zins der Anleihe übersteigen und die Anleiher damit weniger attraktiv sind Steuern.
- 18:16Speaker 0: was musst du beachten?
- 18:18Speaker 0: Das Thema Steueren ist jetzt nochmal deutlich wichtiger als in der Ansparphase denn nun stehen Verkäufe an und dabei fallen in der Regel auch Steuere an.
- 18:27Speaker 0: Vorab dazu ein Hinweis.
- 18:28Speaker 0: Wir können hier nur auf einige allgemeine Regeln hinweisen, die für Anleger in Deutschland gelten.
- 18:33Speaker 0: Bei individuellen Fragen oder komplexen Themen wende dich bitte an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.
- 18:41Speaker 0: Grundsätzlich musst du Kapitalertragsteuer und Soli zahlen – gegebenenfalls auch Kirchensteuer!
- 18:46Speaker 0: Damit landest du bei ... Tausend Euro an Kapitalettregen, d.h.
- 19:00Speaker 0: Zinsen, Dividenden und Gewinner aus Verkäufen sind jedes Jahr für dich steuerfrei!
- 19:05Speaker 0: Wenn du verheiratet bist oder in einer eingetragenen Partnerschaft lebst und ihr gemeinsam steuerlich veranlagt seid, habt ihr natürlich zweitausend EUR zur Verfügung – die könnt ihr aufsplitten.
- 19:15Speaker 0: aber ihr könnt euch auch dafür entscheiden dass nur eine von euch die kompletten zwei tausend euro in Anspruch nimmt.
- 19:22Speaker 0: Den Betrag nutzt du in der Entnahmephase vermutlich voll aus.
- 19:26Speaker 0: Auch davor solltest Du darauf achten, dass Du ihn voll ausschöpfst Denn offene Beträge kannst Du nicht ins nächste Jahr mitnehmen – sie verfallen da einfach.
- 19:35Speaker 0: Am besten richtest Du dafür einen Freistellungsauftrag bei Deiner Bank bzw.
- 19:39Speaker 0: deinem Broker ein.
- 19:40Speaker 0: Dann wird der Sparer-Pauschbetrag automatisch berücksichtigt.
- 19:44Speaker 0: Alternativ kannst Du Dir die zu viel gezahlte Steuer auch über die Steuererklärung zurückholen.
- 19:50Speaker 0: Das sogenannte FIFO-Prinzip spielt in der Entnahmephase auch eine wichtige Rolle.
- 19:55Speaker 0: Was das bedeutet und was das Problem daran ist, habe ich in unserem Steuerniebdive erklärt!
- 20:01Speaker 0: Die Abkürzung steht für First In – First Out.
- 20:04Speaker 0: Du kennst es vielleicht aus der Logistik?
- 20:06Speaker 0: Die Sachen die am längsten im Lager liegen werden als erstes verkauft.
- 20:11Speaker 0: Bei deinen ETF Anteilen ist es genauso.
- 20:13Speaker 0: Bei einem Verkauf gehen als erstens die Anteile über die Ladentheke, die du als Erstes gekauft hast Die Ältesten also.
- 20:21Speaker 0: Das sind natürlich auch die, die über die Zeit am meisten an Wert gewinnen konnten – hoffentlich jedenfalls!
- 20:27Speaker 0: Das bedeutet aber auch es fallen mehr Steuern an als wenn du jüngere Anteile mit weniger Wertgewinn verkauft hättest.
- 20:33Speaker 0: Ein Beispiel Du hast vor zehn Jahren dreihundert ETF-Anteile gekauft und dafür insgesamt dreitausend Euro bezahlt.
- 20:41Speaker 0: Fünf Jahre später hast du dreihundert weitere Anteilen vom selben ETF gekauft.
- 20:49Speaker 0: Heute verkaufst du dreihundert Anteile wieder und bekommst dafür viertausend Fünfhundert Euro.
- 20:54Speaker 0: Mit den älteren Anteilen hast Du also einen Gewinn von ein tausend fünfhundert Euro erzielt, könntest Du die jüngeren Anteine zuerst verkaufen, während es nur neunhundert Euro gewinnen.
- 21:05Speaker 0: Das FIFA-Prinzip kannst Du mit einem Trick umgehen – nämlich mit einem Depotübertrag!
- 21:10Speaker 0: Wenn Du Anteiles von einem Depot in ein anderes verschiebst, läuft das auch nach dem FIFA-Prinzip ab… d. h., Die älteren Anteile wandern in das neue Depot.
- 21:21Speaker 0: Im Ersten bleiben die jüngeren Anteilen zurück, die du dann verkaufen kannst.
- 21:25Speaker 0: Achtung!
- 21:26Speaker 0: So ein Depot-Übertrag kann eine Weile dauern.
- 21:30Speaker 0: Wenn Du das FIFO-Prinzip schon in der Ansparphase berücksichtigt hast, hast Du noch zwei weitere Optionen.
- 21:36Speaker 0: Entweder planst Du von Anfang an mit zwei Depots und bespaßt den ETF erst im einen, dann im anderen Oder du bespaßt etappenweise mehrere ETFs, die die gleiche oder eine möglichst ähnliche Ausrichtung haben.
- 21:48Speaker 0: Dann kannst Du zuerst die jüngeren ETS verkaufen!
- 21:52Speaker 0: Ein anderer wichtiger Punkt den Du schon in der Ansparphase berücksichtigen solltest ist die sogenannte Teilfreistellung – sie betrifft allerdings nur ETFs die Aktien enthalten.
- 22:02Speaker 0: Wenn der Aktiental hoch genug ist musst Du für einen Teil der Gewinne keine Steuern zahlen.
- 22:07Speaker 0: Dabei gibt es zwei Grenzen.
- 22:09Speaker 0: Liegt die Aktienquote bei mindestens einundfünfzig Prozent, sind dreißig Prozent der gewinne Steuer frei?
- 22:15Speaker 0: Liegt sie zwischen fünfzig und zwanzig Prozent?
- 22:19Speaker 0: Sind das immerhin noch fünfzehn Prozent?
- 22:21Speaker 0: In der Regel ist die Lage bei Aktien ETFs klar – aber bei Swap ETF solltest du zur Sicherheit immer nochmal im ETF-Profil auf unserer Webseite nachschauen!
- 22:30Speaker 0: Da gehen wir den Steuerstatus des ETF an….
- 22:33Speaker 0: Swap ETFs können nämlich auch in andere Wertpapier- und Assetklassen investieren, als der Index eigentlich vorgibt.
- 22:39Speaker 0: Dadurch kann der Aktienanteil niedriger sein als gedacht.
- 22:43Speaker 0: Auch bei Multi Asset ETFs die in mehrere Asset Klassen investierten solltest du auf den Steuerstatus achten.
- 22:50Speaker 0: Dann gibt es noch einen dritten Punkt.
- 22:52Speaker 0: Eigentlich wirst Du natürlich vermeiden Verluste zu realisieren.
- 22:55Speaker 0: Das ist aber nicht immer möglich.
- 22:57Speaker 0: Zumindest kannst du sie aber steuerlich für dich nutzen, denn Du nimmst Verluste automatisch ins nächste Jahr mit.
- 23:03Speaker 0: Wenn Du dann Gewinne machst werden diese erstmal mit den Verlusten aus dem Vorjahr verrechnet oder Du machst einen Verluster Rücktrack – damit kannst Du Verlüste aus dem aktuellen Jahr mit Gewinnen aus dem vorjahr berechnen.
- 23:15Speaker 0: Das musst Du über die Steuererklärung beantragen.
- 23:18Speaker 0: Mit Aktienverlustem geht das allerdings nicht Der richtige Broker.
- 23:25Speaker 0: Was du auch noch mal prüfen solltest, ist ob dein Broker noch zu dir passt.
- 23:29Speaker 0: Die Gebührenstruktur mag für die Ansparphase perfekt gewesen sein – aber ist sie das auch noch für die Entnahmephase?
- 23:36Speaker 0: Wenn dein Brocker fixe Ordergebühren hat, ist es günstiger größere Trangin zu verkaufen statt viele kleine.
- 23:43Speaker 0: Möglicherweise werden jetzt auch andere Serviceleistungen für dich relevant zum Beispiel das Thema Entnahmepläne.
- 23:49Speaker 0: Das ist im Prinzip so was wie ein Sparplan nur umgekehrt!
- 23:52Speaker 0: Die Verkäufe finden also regelmäßig automatisiert statt.
- 23:56Speaker 0: Du musst dich nicht groß kümmern und bekommst trotzdem dein Geld aufs Konto.
- 24:00Speaker 0: Allerdings, nicht alle Broker bieten automatische Entnahmepläne an – möglicherweise ist also einen Wechsel nötig!
- 24:07Speaker 0: Dabei solltest du aber aufpassen….
- 24:09Speaker 0: Häufig sind Verkäufen über Entnahmeplane teurer als wenn du selbst verkaufen würdest weil die Broker dafür höhere Gebühren verlangen.
- 24:16Speaker 0: Deshalb solltest Du die Kosten- und die Gebührenstruktur genau prüfen.
- 24:21Speaker 0: Welche Brokerentnahmepläne ermöglichen und wie viel du generell für Verkäufe bezahlen musst, verrät dir die Tabelle in unserem Artikel zum Thema Entnahmeplanner.
- 24:30Speaker 0: Auch diesen Link findest Du in der Beschreibung!
- 24:35Speaker 0: Vererben & Verschenken.
- 24:38Speaker 0: Braust du dein gesamtes Vermögen selbst oder kannst und möchtest du einen Teil vererben oder verschenken?
- 24:44Speaker 0: Da gibt es einige steuerliche und rechtliche Aspekte zu beachten.
- 24:48Speaker 0: Gerade bei großen Beträgen ist es auch hier wieder sinnvoll, gut zu planen und frühzeitig zu handeln um Steuern zu minimieren.
- 24:55Speaker 0: Das Wichtigste habe ich schon mal in unserem Video zur Geldanlage ab fünfzig zusammengefasst!
- 25:01Speaker 0: Auch bei der Erbschaftssteuer gibt es Freibeträge deren Höhe abhängig davon ist wie nahe du und die Erben miteinander verwandt seid.
- 25:09Speaker 0: Für Ehepartner sind es fünfhundertausend Euro für jedes Kind vierhunderttausend Euro – das gilt übrigens auch für Stiefkinder.
- 25:16Speaker 0: Besteht gar keine Verwandtschaft und ihr seid auch nicht verheiratet, sind es nur zwanzigtausend Euro.
- 25:22Speaker 0: Also Achtung wenn du dein Vermögen deiner Lebenspartnerin vermachen möchtest!
- 25:26Speaker 0: Das könnte für sie sehr teuer werden.
- 25:29Speaker 0: Wenn es mehrere Erben gibt die alle nah mit dir verwandt sind ist die Wahrscheinlichkeit hingegen groß dass Sie gar keine Steuern zahlen müssen.
- 25:37Speaker 0: Für Schenkungen gelten übrigens die gleichen frei Beträge und zwar immer für den Zeitraum von zehn Jahren.
- 25:43Speaker 0: Du könntest deinen Kindern also alle zehn Jahre steuerfrei vierhunderttausend Euro schenken.
- 25:49Speaker 0: Alles was über den Freibeträgen liegt, muss vorsteuert werden!
- 25:52Speaker 0: Der Steuersatz liegt irgendwo zwischen sieben und fünfzig Prozent.
- 25:57Speaker 0: Wie hoch er genau ist hängt einerseits vom Wert des Erbes ab andererseits von der Steuerklasse der Erben.
- 26:02Speaker 0: Achtung die hatten nichts mit der Einkommenssteuerklasse zu tun sondern auch wieder mit dem Verwandtschaftsgrad.
- 26:08Speaker 0: Enge Verwandte, wie zum Beispiel Kinder, Ehepartner und Enkel kommen in Steuerklasse eins.
- 26:14Speaker 0: Besteht gar keine Verwandtschaft landen die Erben in SteuerKlasse drei.
- 26:18Speaker 0: alle anderen also zb Geschwister, Neffen oder Schwiegereltern haben die Steuerkasse zwei.
- 26:25Speaker 0: Ich habe dazu zwei Beispiele für dich aus unserem Video zum Thema Depoterben.
- 26:29Speaker 0: Kleiner Hinweis ist es auf der Perspektive der erbenen Person formuliert Wenn du von deinem Vater einen Vermögen in Höhe von fourhundertfünfundsiebzigtausend Euro geerbt hast, sind vierhunderttausende Euro vom Freibetrag gedeckt.
- 26:42Speaker 0: Die restlichen seventy-tausend Euro musst du mit sieben Prozent versteuern!
- 26:46Speaker 0: Du zahlst also fünftausenden zweihundertfünftig Euro.
- 26:50Speaker 0: Du hattest ein sehr gutes Verhältnis zu deiner reichen Nachbarin und sie vermacht dir ihr gesamtes Vermögend in Höfe von sechs.
- 26:56Speaker 0: Komma fünf Millionen Euro?
- 26:58Speaker 0: Dann habe ich schlechte Nachrichten.
- 26:59Speaker 0: Der Freibetrag von zwanzigtausend Euro fällt kaum ins Gewicht und den Rest musst du mit fünfzig Prozent versteuern, es bleiben also nur noch etwas mehr als drei Millionen Euro
- 27:10Speaker 0: übrig.".
- 27:11Speaker 0: Bei einem Depot kann's ja immer mal hoch-und runtergehen – wie wird da eigentlich der Wert des Erbes bestimmt?
- 27:17Speaker 0: Es gilt das Stichtagsprinzip, also der Wert am Todestag.
- 27:22Speaker 0: Gerade bei sehr volatilen Assets wie Bitcoin kann das ziemliche Auswirkungen haben – im schlimmsten Fall zahlen die Erben mehr Steuer als dass Depot am Ende wert ist!
- 27:31Speaker 0: Auch das solltest du also bedenken wenn du deinen Depot vererben willst.
- 27:35Speaker 0: Möglicherweise ist es sinnvoller, sehr volatile Assets vorzeitig aus dem Depot zu entfernen.
- 27:40Speaker 0: und noch ein Tipp Es kann sehr hilfreich sein, wenn du deinen Erben oder den Beschenken mitheißt was deine Anlagestrategie war.
- 27:48Speaker 0: So können sie besser beurteilen welche Ziele du verfolgt hast und ob diese Strategie auch zu ihnen und ihrer Lebenssituation passt.
- 27:58Speaker 0: Unser Fazit Du siehst es gibt einiges zu beachten.
- 28:03Speaker 0: deshalb habe ich zum Schluss noch eine kleine Checkliste für dich.
- 28:06Speaker 0: Rechner aus wie viel du jedes Jahr entnehmen kannst bzw willst.
- 28:11Speaker 0: Prüfe deine Asset Allocation.
- 28:13Speaker 0: Kannst du in schlechten Börsenphasen auch auf andere Assets zurückgreifen?
- 28:18Speaker 0: Überlege, ob die Ausrichtung der ETFs noch für dich passt!
- 28:22Speaker 0: Vermeide größere Umschichtungen in kurzer Zeit um Steuern und Gebühren zu sparen.
- 28:27Speaker 0: Checke deinen Broker.
- 28:29Speaker 0: Stimmt die Gebührenstruktur das er auch in den nächsten Jahren ein guter Begleiter für dich
- 28:33Speaker 0: ist?!
- 28:34Speaker 0: Falls du das noch nicht gemacht hast richte einen Freistellungsauftrag ein.
- 28:39Speaker 0: Mach dir einen Plan, welche Assets du als erstes entnehmen willst.
- 28:43Speaker 0: Beachte dabei vor allem das FIFO-Prinzip und bespricht dich im Zweifel immer mit einem Steuerberater!
- 28:50Speaker 0: Ich hoffe, damit kannst du gut vorbereitet in die Entnahmephase starten und freust dich auf diese Zeit.
- 28:56Speaker 0: Wenn dir der Podcast gefallen hat, lass uns doch ein Abo da!
- 28:58Speaker 0: Und wir freuen uns natürlich auch über eine gute Bewertung auf Spotify, Apple-Podcasts oder einer Podcastapp deiner Wahl.
- 29:05Speaker 0: Vielen Dank an Kia für die Redaktion und Johannes für die Post – Du hörst Just ETF den Podcast mit mir, Susanne.
- 29:12Speaker 0: Dir viel Erfolg beim Anlegen und bis zum nächsten Mal.