Latest / ntv Wirtschaft / Von Apollo zu Artemis - Houston, wir haben ein Geschäftsmodell
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- Die Artemis-Mission bringt Menschen zurück Richtung Mond und zeigt, wie sehr Raumfahrt zum Geschäft wird, während SpaceX sogar den Gang an die Börse vorbereitet. Donald Trumps Zollpolitik entpuppt sich als riskante Wette mit Nebenwirkungen. Und beim Dieselpreis gibt es einen neuen Rekord. Und damit wächst auch der Druck auf die Politik für eine Entlastung. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Es ist ein Moment, der ein bisschen nach Vergangenheit klingt. Und gleichzeitig sehr stark nach Zukunft. Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren ist wieder eine bemannte Mission auf dem Weg zum Mond. Artemis 2 ist gestartet. Vier Astronautinnen und Astronauten umrunden den Erdtrabanten, Landen werden sie noch nicht, aber genau das ist der nächste Schritt. Dieses Projekt funktioniert anders als die Apollo-Missionen früher. Damals ging es um Prestige im Kalten Krieg. Heute geht es um etwas, das man fast schon als Geschäftsmodell beschreiben kann. Die NASA arbeitet eng mit privaten Unternehmen zusammen. Allen voran SpaceX von Elon Musk und Blue Origin von Jeff Bezos. Die Idee dahinter? Der Mond soll kein einmaliges Ziel mehr sein, sondern eine dauerhafte Station. Eine Art Sprungbrett für Rohstoffe, für Forschung und perspektivisch für Missionen zum Mars. Und genau deshalb investieren Staaten und Unternehmen Milliarden. Spannend ist auch, Europa spielt eine wichtige Rolle. Das Service-Modul der Orion-Kapsel kommt aus Bremen. Es liefert Antrieb, Energie und Versorgung. Dazu kommen deutsche Strahlungsdetektoren und sogar ein kleiner Satellit eines Berliner Start-ups. Die Raumfahrt hat sich verändert. Es ist nicht mehr nur ein staatliches Prestige, sondern ein international vernetztes Industrieprojekt. Mit vielen Gewinnern. Christoph Teuner hat mit der Raumfahrtexpertin Claudia Kessler gesprochen. Die BBC deutet an, es habe vor dem Start ein paar kleinere Ruckler gegeben, nicht alles sei Plane Sailing gewesen. Was könnte gemeint sein? Ja, das ist eigentlich normal, wenn eine Rakete nach so langer Entwicklungszeit zum ersten Mal startet, dass nicht alles hundertprozentig so läuft. Wie es vielleicht, wie es geplant war. Ich kann Ihnen nicht genau sagen, was gemeint war, aber es waren sicherlich keine großen Störungen, sonst wäre der Start abgebrochen oder pausiert worden. Was ja nicht der Fall war, es ist ja wirklich reibungslos abgelaufen gestern alles. Was für Erkenntnisse erhofft sich die NASA von dieser Mondumrundungsmission? Gut, es ist erstmal ein Testflug für die ganzen Systeme, denn die sollen ja weiterhin dann in den nächsten Jahren wieder Menschen zum Mond bringen. Das heißt, alle Systeme an Bord, Orion werden zum ersten Mal mit Astronauten getestet, die Rakete selbst eben. Dann, gerade auf der Rückseite des Mondes, ist es natürlich immer spannend. Es waren über 50 Jahre keine Menschen dort und vorher war man natürlich mit einer anderen Technologie ausgestattet. Man wird auf jeden Fall nach Lande Orten Ausschau halten auf dem Mond. Das heißt, wo am besten die nächsten Astronauten dann landen können, wo Mondbasen gebaut werden können. Es sind eine ganze Reihe wissenschaftlicher Experimente an Bord, die den Mond untersuchen werden auf Ressourcen, auf Eis und Wasser, das ja schon gefunden wurde, wo die größeren Vorkommen sind, sodass man eben für die Zukunft wirklich gut planen kann, wo man eine Mondbasis bauen wird. Was unterscheidet die für 2028 geplante Mondlandung von den Mondlandungen der späten 60er und frühen 70er Jahre? Ja, die Technologie ist natürlich eine völlig andere heutzutage. Außerdem will man ja auf dem Südpol vom Mond landen. Das heißt, das ist eine ganz andere Gegend, als in den 60er Jahren, als in der in den 60er Jahren gelandet wurde. Geplant ist ja mittelfristig, Sie haben es schon bestriffen, der Bau einer permanenten Station auf dem Mond. Was sind denn da die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Bau einer solchen Station? Gut, die Herausforderungen des Weltalls sind immer ähnlich. Auf dem Mond ist natürlich ein Vakuum. Das heißt, die Astronauten müssen Raumanzüge tragen. Der ganze Bau ist sehr viel schwieriger als auf der Erde. Die Landung auf dem Mond ist erst mal schon nicht einfach, weil der Mond keine Atmosphäre hat. Das heißt, es gibt keine Luft zum Atmen. Eben Vakuum, aber auch zur Landung. Keine Möglichkeit mit Fallschirm zu landen. Das heißt, man muss wirklich mit Raketentriebwerken landen, was immer eine Herausforderung ist. Dann die Temperaturschwankungen, die von minus 150 bis plus 150 Grad reichen können auf dem Mond, je nachdem, in welcher Zone man sich befindet. Also es sind eine ganze Reihe von riesengroßen Herausforderungen. Man versucht natürlich, so viele Ressourcen wie möglich zu nutzen, die auf dem Mond schon vorhanden sind. Das heißt, es gibt schon ganz viele Experimente, jetzt den Regulit, den Mondstaub sozusagen zu nutzen, um Strukturen auf dem Mond zu bauen, um mit 3D-Druckern auch den Mondstaub zu verwenden, um eben Strukturen, Backsteine sozusagen herzustellen. Soweit die Raumfahrtexpertin Claudia Kessler. Wir bleiben noch etwas beim Thema. Denn SpaceX könnte schon bald den nächsten großen Schritt gehen. An die Börse. Berichten zufolge hat das Unternehmen erste Unterlagen für einen möglichen Börsengang eingereicht. Es könnte der größte Börsengang aller Zeiten werden, mit einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar. Damit spielt sich der neue Wettlauf ins All nicht mehr nur zwischen Staaten ab, sondern auch an den Finanzmärkten. SpaceX ist längst mehr als nur ein Raumfahrtunternehmen. Es ist ein zentraler Akteur in einem Markt, der gerade erst entsteht. Satelliteninternet mit Starlink, Raketenstarts, Mondmissionen – all das wächst rasant. Ein Börsengang würde diesen Markt noch einmal verändern. Zum einen, weil Investoren plötzlich direkten Zugang zu diesem Zukunftsfeld bekommen. Zum anderen, weil frisches Kapital in Milliardenhöhe neue Projekte ermöglichen würde. Und während oben im All Milliarden investiert werden, verschärft sich unten auf der Erde ein Konflikt mit direkten Folgen für die Weltwirtschaft. Donald Trump wollte mit seiner Handelspolitik Stärke demonstrieren. Zölle, Druck auf Handelspartner, ein klarer Kurs, Amerika zuerst. Doch unterm Strich ist diese Strategie nicht aufgegangen. Die erhofften Effekte für die US-Wirtschaft bleiben aus. Lieferketten haben sich verschoben, Unternehmen haben reagiert. Und viele Belastungen sind am Ende bei den eigenen Firmen und Verbrauchern gelandet. Und jetzt kommt eine neue Ebene dazu. In einer Rede in der Nacht droht Trump dem Iran offen mit noch mehr Gewalt. Wörtlich spricht er davon, das Land in die Steinzeit zurückzuversetzen. Das ist nicht nur politische Rhetorik. Solche Aussagen erhöhen die Unsicherheit an den Märkten. Denn jede Eskalation im Nahen Osten hat unmittelbare Folgen, vor allem für Energiepreise. Die große Frage, was bedeutet diese Mischung aus gescheiterter Handelspolitik und wachsender geopolitischer Spannung für die Wirtschaft? Darüber hat Frank Mayer mit Holger Schmieding gesprochen. Er ist Chefvolkswirt der Bärenberg Bank. Donald Trump ist wohl der wichtigste Mann in der Welt im Moment. Die Märkte hören auf ihn und reagieren entsprechend. Und die Politik ist teilweise erratisch. Holger Schmieding, heute Nacht hat er wieder eine Rede gehalten. Viel Konkretes hat er nicht gesagt. Aber was sollt ihr auch schon sagen? Nun, er hätte ja ankündigen können, dass der Krieg wirklich bald zu Ende ist. Das hat er nicht gemacht. Er hat in Aussicht gestellt, vielleicht haben die USA in zwei, drei Wochen ihre Ziele dann vollständig, statt fast vollständig erreicht. Der Krieg mag dann Ende. Für Klarheit hat Trump überhaupt nicht gesorgt. Hat aber auch schon früher gesagt, das dauert nur ein paar Tage oder zwei Wochen. Wir sind inzwischen in der fünften Woche des Krieges. Ja, entsprechend. Die Märkte sind nervös, reagieren nervös. Wenn es kein klares Signal von Trump gibt, sind die Märkte halt weiterhin schwach. Aber das ändert wenig daran. Die Rede ist auch ein Zeichen dafür, dass Trump innenpolitisch unter Druck ist. Darum hat er ja die Rede offenbar gehalten, um innenpolitisch zu erklären, zu erklären, zu versuchen, was er da macht. Deshalb für mich die Hoffnung bleibt weiterhin, dass in zwei, drei Wochen tatsächlich wegen der innenpolitischen Lage in den USA dieser Krieg weitgehend vorbei ist. Ist denn der Schaden, der angerichtet ist in der Reputation von Trump inzwischen schon so groß, dass der Gewinn der Midterms auf dem Spiel steht? Es sah schon vorher so aus, dass die Republikaner die Mehrheit in einem der beiden Häuser des Parlaments in den USA verlieren werden, im Abgeordnetenhaus. Das hat sich nochmal verstärkt. Es ist wahrscheinlicher geworden, nochmals wahrscheinlicher, dass Trump ab den Wahlen im November eine lahme Ente ist. In dem Sinne, dass er zwar noch als Oberkommandierender die Truppen hierhin schicken, da hinten schicken kann, dass er aber nicht mehr vom Kongress das Geld bekommt, das er für größere Militäreinsätze auf Dauer brauchen würde. Aber bis dahin kann er noch eine ganze Menge anstellen bis zur Wahl. Trump kann noch eine ganze Menge anstellen, hin und her, aber wir haben bisher schon einiges von Trump verkraftet. Wir werden auch dies überleben, leider mit erheblichen Schäden für unsere Wirtschaft, vor allen Dingen aber mit erheblichen Schäden auch für die Wirtschaft in ärmeren Ländern, die sich anders als wir höhere Preise für Öl, die sich anders als wir möglicherweise höhere Preise für Düngemittel kaum leisten können. Und auch für die Nahrungsmittel, wobei das sieht eben so charttechnisch aus, als ob da auch die Teuerung reinkommt. Nach der letzten Umfrage, 30 Prozent stehen noch hinter Trump in den USA, die Mehrheit eben nicht. Wenn es zu einem PAD kommt, dann ist das natürlich auch schwer einzuschätzen, wohin dann Amerika steuert. Es ist angesichts der jetzigen Lage eigentlich zu hoffen, dass es in Amerika ein gewisses politisches PAD gibt. Das heißt ja, solange Trump Präsident ist und es gibt ein PAD im Kongress, kann er wesentlich weniger machen und damit auch weniger Schaden anrichten, als das jetzt der Fall ist. Wo er ja in beiden Häusern des Kongresses eine knappe Mehrheit hat. In der aktuellen Lage wäre eigentlich ein PAD in den USA für uns gar nicht schlecht. Man hat ja vor Trump gesagt, wenn der kommt, dann geht Amerika unter, aber Amerika steht ziemlich stark da. Man hat sich von der Seite aber auch geirrt. Dass Amerika stark dasteht, das würde ich bezweifeln. Amerika ist bei künstlicher Intelligenz deutlich voran. Amerika hat deutlich niedrigere Energiepreise, das hilft den USA. Aber wenn wir auf die Wirkung der Zölle schauen, die Preise für Verbraucher sind höher. Wenn wir auf den Arbeitsmarkt schauen, der schwächt sich ab. Wenn wir darauf schauen, dass in die USA keine Einwanderer mehr kommen, die das Land eigentlich dringend braucht, dann sehen wir, die US-Wirtschaft verliert nachhaltig an Schwung. Das Trendwachstum in den USA geht nach unten und das bei einem Staatshaushalt, der überhaupt nicht unter Kontrolle ist. Die USA gehen langsam, langsam, langsam über noch viele Jahre auf eine Finanzkrise zu. Seit Tagen sind die Spritpreise ein Dauerthema. Die neuen Regeln für Tankstellen haben auch heute keine Erleichterung gebracht. Der Dieselpreis in Deutschland hat gestern im Tagesdurchschnitt einen neuen Höhepunkt erreicht. Mit 2,33 Euro ist er auf dem gleichen Stand wie kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges im März 2022. Auch heute sind die Preise pünktlich um 12 Uhr angezogen, doch um einiges stärker. Beim Diesel zum Beispiel um mehr als 10 Cent pro Liter. Für viele Pendler wird das zur echten Belastung. Hier eine Einschätzung der ADAC-Pressesprecherin Katrin van Randenborg. Die Tatsache, dass Mineralölkonzerne die Preise nur noch einmal am Tag, nämlich mittags um 12 Uhr erhöhen dürfen, wird an dem hohen Preisniveau tatsächlich wenig ändern. Im Gegenteil, wir haben auch heute schon gesehen, dass diese mangelnde Flexibilität, die die Konzerne haben, eher dazu führen, dass dieser einmalige Zeitpunkt dazu genutzt wird, die Preise nochmal extra hochzunehmen und im Zweifel einen Risikopuffer einzuplanen. Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass sie tatsächlich nicht mehr abends besonders günstig tanken, sondern eher mittags vor 12 Uhr. Das ist für viele natürlich ungünstig, die arbeiten müssen und dann gar keine Zeit haben, zum Tanken zu fahren. Und gleichzeitig braucht es jetzt aus unserer Sicht tatsächlich auch die Unterstützung des Bundeskartellamtes, weil jetzt ist klar, um 12 Uhr transparent werden die Preise einmal erhöht. Und da kann das Bundeskartellamt doch nochmal sehr viel deutlicher hinschauen, ist es angemessen oder eher unangemessen. Soweit eine Einschätzung der ADAC-Sprecherin Katrin van Randenborg. Eine kurzfristige Besserung scheint bei den Tankpreisen nicht in Sicht. Deshalb kommt jetzt eine neue Forderung auf. Ein sogenanntes Mobilitätsgeld. Umweltverbände schlagen vor, Menschen mit längeren Arbeitswegen gezielt zu entlasten. Die Idee dahinter, wer auf das Auto angewiesen ist, soll Unterstützung bekommen, unabhängig vom Einkommen. Kritiker warnen allerdings vor neuen Kosten für den Staat und möglichen Fehlanreizen. Fest steht, die Energiepreise entwickeln sich wieder zu einem zentralen wirtschaftlichen Thema. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV. In der App, im TV oder hier im Podcast.