Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Türkisch-Unterricht an Schulen?
Transcript
- Music. Um die Forderung an Hamburger Schulen auch Türkisch als Fremdsprache zu unterrichten. Weitere Themen. Carola Veith ist zur Bürgerschaftspräsidentin gewählt worden. Eine Studie untersucht die politische Einstellung von Polizisten. Und Omas kochen in einem Restaurant. Dazu gleich mehr. Zunächst wie immer die drei meistgelesenen Themen und Texte auf abendblatt.de. Auf Platz 3. Überraschende Trennung von HSV-Trainer. Das sind die Gründe. Und da geht es natürlich nicht um den Trainer der Fußballherren, die gerade auf Platz 1 in der 2. Bundesliga sind. Auf Platz 2 Reizgas an Schulen versprüht. Polizei rückt mit Großaufgebot an. Und auf Platz 1 weitere Strecken, mehr Fähren. Das bringt der neue Haddock-Fahrplan. Music. Das waren, das sind die Top 3 auf abendblatt.de. In geheimer Abstimmung haben 102 der 120 anwesenden Abgeordneten bei der 1. Sitzung der Bürgerschaft nach der Wahl Carola Veith zur Bürgerschaftspräsidentin gewählt. 18 stimmten mit Nein. Die 51 Jahre alte Rechtsanwältin ist bereits jetzt die dienstälteste Parlamentspräsidentin aller Länder und des Bundes. Zum Ende der Legislaturperiode 2030 wird sie auch den Hamburger Rekordhalter Herbert Dau überholt haben, der 18 Jahre lang von 1960 bis 1978 die Sitzung der Bürgerschaft leitete. Veiths Antrittsrede durchzog die Sorge um das Ansehen der Demokratie in der Bevölkerung und das Erstarken des Rechtsextremismus, aber auch den Umgang der Abgeordneten untereinander. Sie sagte, ich zitiere, der Ton ist rauer geworden, auch unter uns und manchmal hat man den Eindruck, es geht weniger darum, was gesagt wird, als vielmehr, wer es sagt. Legen Sie den Finger in die Wunde, bewerben Sie Ihre Ideen gern euphorisch, aber bleiben Sie ehrlich und sprechen Sie auf Augenhöhe mit unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Das gab Karola feit den Abgeordnetenkollegen mit. Türkisch soll als zweite oder dritte Fremdsprache an Hamburgs Schulen fest verankert werden. Das fordern der türkische Elternbund und der türkische Lehrerverein, jetzt vom Hamburger Senat. Wörtlich heißt es, ich zitiere, wir setzen uns dafür ein, dass das bisherige Angebot an den Schulen deutlich erweitert wird, damit auch deutsche Kinder das Fach wählen können und türkische Kinder in ihrer Kompetenz gestärkt werden. Schon jetzt befindet sich der Fremdspracheunterricht im Wandel. Immer weniger Sechstklässler in Hamburg belegen traditionelle Fremdsprachen wie Französisch und Latein. Inzwischen ist, das wusste ich nicht, Spanisch an Hamburg-Schulen die beliebteste Fremdsprache in der sechsten Klasse. Polizisten, die mit überproportional problematischer Klientel zu tun haben, haben von diesen Gruppen eine schlechte Meinung. Das ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes Demokratiebezogene Einstellungen und Werthaltung innerhalb der Polizei Hamburg, kurz DWPOL, an dem auch die Akademie der Hamburger Polizei beteiligt war. So sind es vor allem Schutzpolizisten und Angestellte im Polizeidienst, die schlechte Erfahrungen mit Asylbewerbern oder Langzeitarbeitslosen gemacht haben wollen und bei denen diese Erfahrungen in ihre Meinungsbildung eingeflossen sind. Fast jeder vierte befragte Polizist ordnet sich laut Studie rechts oder rechtsaußen ein, wobei offen bleibt, was rechts ist. Und 33 Prozent der Beamten seien für populistische Ideen anfällig, 6,8 Prozent würden Verschwörungstheorien anhängen. Festgemacht wird das an der Frage, ob Politiker Marionetten der dahinterstehenden Mächte seien. Die Aussage, die demokratischen Parteien zerreden alles und lösen sich Probleme nicht, stimmten immerhin 35 Prozent zu. Teil genommen hatten an der freiwilligen Umfrage 2018 Beamte, von denen einige die Befragung abgebrochen haben. Befragte aus der Kriminalpolizei und der Wasserschutzpolizei stimmen Aussagen, die von Populismus und Verschwörungsglaube zeugen, signifikant weniger zu als Befragte aus der Schutzpolizei, der Verwaltung und den Angestellten im Polizeidienst. Viele Baustellen und Staus, Abbau von öffentlichen Parkplätzen, lange Suchen nach einem freien Stellplatz. Für Autobesitzer in Hamburg ist das Frustpotenzial hoch. Aber sind die Rahmenbedingungen bei uns in der Stadt tatsächlich besonders autounfreundlich oder ist das vielleicht doch nur so ein Gefühl? Antworten auf diese Fragen liefert eine neue Studie, die untersucht, wie autofreundlich oder eben unfreundlich es in 49 großen Städten in Deutschland zugeht. Um unmissgleich vorweg zu sagen, in der Gesamtschau gilt Bonn laut der Studie als die autounfreundlichste Stadt, dicht gefolgt von Berlin. Und Hamburg belegt nur Platz 12 unter den 49 untersuchten Städten. Also das ist ja alles gar nicht so schlimm offensichtlich. Das war es für heute mit den Hamburg News. Mehr Podcasts des Hamburger Abendblatt finden Sie unter www.abendblatt.de. Und wir, wir hören uns dann morgen wieder um 17 Uhr. Bis dahin. Tschüss.