Latest / BZ am Ohr / Kochen, essen, posten (2): Mira Maurer ist immer hungrig auf Neues
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- Ich finde, man muss sich auch immer ein bisschen Herausforderungen stellen und das ist mein ganzes Leben immer so. Also immer was Neues, immer neue Herausforderungen. Nie müde zu werden, irgendwas Neues zu machen, das ist schon wichtig. Nie müde werden, Neues ausprobieren und immer wieder die nächste Herausforderung suchen. Genau das treibt Mira Maurer an. Die Freiburger Köchin ist ein echtes Multitalent. Sie ist Küchenmeisterin, Fernsehköchin, Instagram-Köchin, Pop-up-Köchin, BZ-Kolumnistin und noch einiges mehr. Viele von euch kennen sie von Instagram, aus dem Fernsehen oder aus der badischen Zeitung. Mit ihren ehrlichen Beiträgen und ihrem badischen Dialekt hat sie sich dort eine richtig große Community aufgebaut. Was sie antreibt, warum gutes Essen für sie mehr ist als nur ein Job, welche Zutat sie zuletzt komplett begeistert hat und natürlich, was bei ihr an Weihnachten auf den Tisch kommt, darüber spricht Mira Maurer bei BZ am Ohr, dem Podcast der Badischen Zeitung. Mein Name ist Gina Kuttgart, ich bin Redakteurin der BZ. Und diese Folge ist Teil 2 einer kleinen Serie, unserem Drei-Gänge-Menü zu Weihnachten. In der ersten Folge erzählen Sina und Marcel Hildmann, wie ihre vegane Festsparstube an einem Wanderweg mitten im Schwarzwald bei den Leuten ankommt. Und im dritten Teil spricht Gourmetköchin und Instagram-Star Viktoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen, hin zu ihrem eigenen Restaurant und ins neue Jahr. Diese Folge erscheint am 23. Dezember. Und jetzt geht's direkt ins Gespräch mit Mira Maurer. Viel Spaß! Mira, wir treffen uns heute an einem ganz kalten, regnerischen Tag im November. Es wird draußen irgendwie nicht richtig hell, es ist nasskalt. Was würdest du an so einem Tag kochen? Also ich finde, sowas schreit ja schon nach einer warmen Suppe, Eintopf, irgendwie sowas. Es ist gerade Kürbiszeit, finde ich immer total lecker, eine tolle Kürbissuppe. Vielleicht ein bisschen mit Chili, mit scharfen Aromen, wo ein bisschen das von innen wärmt. Ich glaube, sowas würde ich heute am liebsten essen, ja. Genau, also was Aufwärmendes, irgendwie so ein bisschen Wohlfühl essen. Genau. Hat Essen für dich auch dieses Wohlfühlelement, würdest du das sagen? Auf jeden Fall. Also Essen ist für mich vieles. Also Wohlfühl, mein Leben, mein Beruf, es verbindet mich mit allen Teilen meines Lebens und ja, da gehört auf jeden Fall Wohlfühl auch dazu. Es begann ja wahrscheinlich auch schon so in deiner Kindheit, dass du so mit Essen in Berührung kamst. Du kommst aus einer Winzerfamilie aus Gottenheim. Was sind so deine frühesten Kindheitserinnerungen, die mit Essen zu tun haben? Hast du da so ein Bild vor Augen? Also meine Mutter hat immer frisch gekocht für uns, war viel in der Küche und ich glaube, das hat mich einfach schon inspiriert. Ich war immer viel mit ihr dabei, habe mitgekocht. Natürlich gab es erst mal einfache Gerichte, wo man mitgemacht hat, aber es verbindet mich seit der Kindheit, das Kochen mit meiner Mama und bei der Oma, Plätzchen gebacken, Kuchen gebacken. Ja, das war früher schon noch so dieses Familienzusammenkochen und daher habe ich wahrscheinlich die Liebe zum Kochen entdeckt und mache das seither. Oder mit 17 dann die Ausbildung angefangen. Genau, du hast mit 17 dann die Ausbildung zur Köchin gestartet im Kolumbi-Hotel in Freiburg. Tiemlich jung eigentlich, musstest du dich da irgendwie durchsetzen oder war das von Anfang an kein Problem so mit dem Selbstbewusstsein? Also ich kam ja auch nicht aus einer Gastrofamilie, vielleicht ist mir das auch ein bisschen gewöhnt, dieses Gastronomie-Leben. Es war schon ein kleiner Kulturschock für mich am Anfang mit 17 in so einer großen Küchebrigade. Also viele Köche, ja auch körperlich war das am Anfang eine Umstellung, man steht den ganzen Tag, man schneidet, aber total viel gelernt, hatte sehr, sehr viel Spaß dran und mir gefällt es bis heute. Und du hast dann nachher aber noch Erfahrungen in Sterneküchen gesammelt, bist also nochmal so raus aus der Region. Das war dir irgendwie wichtig. Warum denn? Warum hast du das nochmal gemacht? Ja, ich bin nach meiner Ausbildung dann nach Österreich. Es war auch so ein haubengekröntes Restaurant. Ich wollte einfach mal weg, was Neues sehen und natürlich die österreichischen Mehlspeisen kennenlernen von Kaiserschmarrn. Einfach diese süße Patisserie der Österreicher ist einfach mega und will ich nicht missen wollen. Ist das dein Wohlfühlessen sozusagen? Auf jeden Fall. Kaiserschmarrn geht immer. Aber der richtig gut gemacht ist, ist natürlich sehr, sehr lecker. Und dann hast du quasi nochmal so den Blick über den Horizont gewagt. bist dann aber... Wieder zurück in die Regierung gekommen, hast viele verschiedene Sachen gemacht. Du hast wirklich schon vielfältige Dinge erlebt. Worauf ich jetzt aber mal zu sprechen kommen wollte, ist ein bisschen dein Instagram-Business. Weil die meisten Menschen kennen dich ja jetzt heutzutage durch dein Instagram-Dasein. Also da bist du eben Köchin, postest viel, bist auch seit zehn Jahren schon Fernsehköchin beim SWR. Aber Instagram hast du dann Ende 2023 angefangen und mittlerweile folgen dir 111.000 Menschen. Das ist ja eine ganz schöne Menge. Was glaubst du denn, warum läuft es bei dir so gut? Und was ist so dein Erfolgsgeheimnis? Also viele schreiben mir einfach das so authentisch. Ich habe einen Dialekt, den werde ich auch niemals ablegen können. Ich mache es einfach gerne, ich liebe es zu kochen und die Leute damit zu inspirieren, zu zeigen, hey, das ist einfach easy, mach das nach. Auf Instagram wollen wir halt auch Rezepte zeigen, die nicht die mega lange Liste an Zutaten haben. Einfach schnelle, tolle Rezepte mit so einem kleinen Twist und das inspiriert die Leute zum Nachmachen. Und dann schauen die halt auch die Videos an, folgen mir, haben Lust drauf auf neue Rezepte und einfach ich zu sein, einfach authentisch zu sein, zu kochen und zu zeigen, hey, das macht Spaß, macht es nach. Und das ist wahrscheinlich das Erfolgsrezept von meinem Kanal. Und es sieht ja immer ziemlich einfach aus, so wie du da stehst in der Küche, so locker vom Hocker schnibbelst du und kochst was. Wie viel Arbeit steckt denn in so einem Video? Kannst du das ungefähr schätzen? Also natürlich schon mal die Ideen zu sammeln, was kocht man als nächstes, was passt in die Saison. Also ich lasse mich immer so ein bisschen an dem Gemüse inspirieren oder an dem Obst, was es gerade so gibt. Und vielleicht an verschiedenen Trends, die gerade so zurzeit sind. Und dann natürlich muss man das planen, entwickeln das Rezept, schon mal Probe kochen. Und dann geht es für die Leute, die mir den Schnitt machen, Gott sei Dank, ist natürlich auch sehr aufwendig, dann den Schnitt zu machen, zu posten, zu antworten, was die Leute an Fragen haben. Also schon mehr Aufwand, wie ich anfangs gedacht habe. Aber natürlich ein tolles zweites Standbein für mich. Und gibt es auch Seiten an Instagram, die du nicht so positiv siehst? Ist ja auch schon mal was Negatives passiert. Also ich habe glücklicherweise echt sehr nette Follower. Vielleicht auch nicht so die... Rezepte sind jetzt vielleicht nicht so die Angriffsfläche für Kritik oder sowas. Da habe ich sehr, sehr viel Glück. Ich glaube, da gibt es andere Influencer, die da schon auch mal nicht so schöne Kommentare bekommen. Ich habe mal nachgeschaut. Dein erster Post, oder der jetzt halt noch öffentlich ist, war am 19. September 2019. Da hast du ein Foto von Dry Aged Beef gepostet. Und seitdem hat sich dein Kanal aber noch viel, viel mehr verändert und weiterentwickelt. Es gibt eben, du hast ja schon angesprochen, Rezeptvideos, mal fünf Fragen an Mira. Also auch Persönliches, Küchenhacks, Restaurantempfehlungen. Was kommt denn besonders gut an? Also wo merkst du das so auch an den Zahlen, das gucken die Leute einfach am liebsten? Also wir machen manchmal so einen Spaß, bevor wir die Videos posten, so ein Ranking, was wird erfolgreich. Und das, was wir am wenigsten sagen, das wird meistens erfolgreich. Also man kann es gar nicht abschätzen, an was es wirklich liegt. Meistens diese schnellen, kurzen Videos sind schon am beliebtesten. Manchmal auch so One-Pot, also einfach so Gerichte, wo in einer Pfanne einen Topf gemacht werden können. Wir hatten auch so einen banalen Meerredig eingelegt. So was wurde total viral über eine Million Views. Also man kann es gar nicht genau sagen, an was man es festlegen kann. Auch nicht die Uhrzeit, wann man es postet oder so. Also eher immer so ein bisschen Zufall. Ja, was gerade gefragt ist, was die Leute gerade Lust haben. Und die Leute schreiben dir ja auch viel. Also man sieht ja die Kommentare unter den Videos, dann kriegst du ja wahrscheinlich auch persönliche Nachrichten. Gibt es so eine Frage, die dir immer wieder gestellt wird? Also ne, eine Frage, wo es immer kommt, nicht, aber manchmal für wie viele Personen das dann nochmal ist oder kann ich das variieren gegen irgendwas anderes oder wir hatten jetzt zum Beispiel die rote Beete, so in der britischen Zeitkolumne, dann hat auch jemand gefragt, kann ich vorgegarte rote Beete nehmen oder so. Um das Gericht vielleicht noch ein bisschen einfacher zu machen oder zu variieren. Das gibt schon die meisten Fragen. Oder kann ich es ohne Nuss machen, weil jemand eine Nussallergie hat? Solche Fragen. Also eher so Rezeptverträglichkeiten. Geht es ohne Sahne? Und das antwortest du dann auch immer schön brav? Wenn die meisten auf jeden Fall. Also ich gebe mir schon Mühe, das zu beantworten. Aber man schafft manchmal nicht mehr alles. Weil es halt nicht nur Instagram ist, was ich mache. Auf jeden Fall kommt alles sehr gut an. Ich habe einen Kommentar gefunden, da hat eine Dame geschrieben, liebe Mira, mit dieser feinen, begeisternden Art solltest du als Jurorin zur Küchenschlacht. Also für alle, die das nicht kennen, das ist eine Sendung im Fernsehen, wo, glaube ich, normale Leute gegeneinander kochen und Fernsehköche oder Star-Köche bewerten das dann und testen das dann. Wäre das eine Option für dich? Ja, man spricht immer mal wieder neue Fernseh- oder neue Sendungen. Guckt man immer mal wieder, ob man was Neues macht. Aber ich bin sehr, sehr happy mit SWR, mit dem Café oder Tee. Das ist zeitlich sehr gut machbar. Das nimmt jetzt nicht so viel Platz ein. Das mache ich einmal im Monat und dann noch einmal im Monat oder so circa oder alle zwei Monate einen Marktcheck. Das kann man sehr gut handeln und ich fühle mich eigentlich sehr, sehr gut zu den anderen Themen, die ich noch habe. Aber man weiß ja nie, vielleicht kommt noch mal eine neue Sendung dazu. Ich sage, jeder sagt immer, ja, wie geht es weiter mit dir? Aber ich weiß es, also es gibt ja immer so viele neue Themen und ja, will ich mich gar nicht festlegen, weil es ist einfach so ein Privileg ist, was ich habe, ja. Also du liebst es ja auch, dass es so vielfältig ist. Also du machst ja wirklich, wirklich viel. Ich habe es ja am Anfang alles aufgezählt. Ist es dir manchmal nicht auch zu viel, dass du denkst, ach Mensch, wäre ich doch mal einfach Sterneköchin geworden und würde jetzt in meiner Küche jeden Tag stehen? Also manchmal denke ich es schon. Also obwohl es ja auch sehr stressig ist, jeden Tag, ein eigenes Restaurant zu bespielen. Aber es ist natürlich ein vorgegebener Rahmen. Man hat sein Menü, das wechselt man. Vielleicht manchmal ... Nicht einfacher, aber man isst so ein bisschen nicht überall. Also ja, genau, das ist vielleicht so das Ding. Aber ich glaube, das ist schon echt Glück, was ich dadurch hatte mit dem Instagram, mit SWR. Ich hatte ja ein eigenes Pop-Up-Restaurant für ein Jahr. War eine ganz, ganz tolle Erfahrung. Aber ich schätze natürlich auch das Leben, was ich jetzt führen darf. Und wie groß ist dein Fame? So wirst du in Freiburg auf der Straße erkannt? Also schon immer öfters, ja. Aber ich finde es ja nett. Es sind aber nette Begegnungen, wollte ich jetzt gerade fragen. oder sagen, sie gucken gerne die Videos an, sie kochen es total gerne nach. Oftmals beim Einkaufen oder sowas, dass dann jemand kommt und das sagt. Das freut mich auch. Manche trauen sich da nicht, aber ich finde es ja eher schön, wenn man dann sich kurz austauscht und sagt, ja, das Rezept hat sie nachgemacht oder derjenige. Finde ich total schön und nett. Und ich glaube, was bei dir auch so ein bisschen die Besonderheit ist, dass nicht nur so Instagram-Publikum halt deine Videos guckt, sondern halt auch so ein bisschen du genauso auch die älteren Menschen inspirierst, die dich dann wahrscheinlich wieder vielleicht aus dem SWR gehen oder auch aus der Badischen Zeitung. Aber das ist so ein bisschen, du sprichst jetzt nicht nur ein Publikum an, ich glaube, das ist vielleicht auch ein bisschen Erfolgsrezept. Ja, das wurde durch Instagram schon nochmal eine andere Zielgruppe, muss man sagen. SWR war schon eine etwas ältere Zielgruppe und jetzt spiele ich so ein bisschen beide und so ist es ja auch in der Badischen Zeitung mit der Kolumne. Die Printleser sind wahrscheinlich etwas älter und die, wo die Kolumne auf Instagram anschauen, sind wieder ein bisschen jünger. Und das macht es auch aus bei der Kolumne, dass wir halt auch so ein bisschen hippe Cafés mal bewerben oder zeigen, was die machen und dann halt auch mal wieder in ein schönes Gasthaus, wo vielleicht eher die Printleser hingehen und das finde ich total toll und das ist auf SWR und Instagram und so ist auch bei der Kolumne. Bevor wir gleich nochmal genauer auf die Kolumne zu sprechen kommen, du hast ja gerade schon gesagt, Instagram ist so ein zweites Standbein von dir. Mit was verdienst du noch? Also du verdienst wahrscheinlich mit Instagram auch Geld. Könntest du davon alleine auch leben? Nee, also das denken ja immer alle, das ist immer so. Der Schei nach außen, man wird da sofort reich. Das ist auch für die jungen Leute wichtig. Also erst mal eine gute Ausbildung, ein fundiertes Fundament schaffen und dann kann man sowas dazu machen, aber nur davon zu leben, ja, also bei mir reicht das nicht und will ich auch gar nicht. Also ich liebe auch diese Caterings, die wir machen bei Privaten, bei Hochzeiten. Das ist so dein Hauptstand bei? Ja. Und was halt jetzt auch miteinander einspielt, dass dann sagen, okay, beim Catering, wir wollen noch ein Reel, ein Video dazu für Instagram und dann ist das natürlich wieder so ein Gesamtpaket, was für mich toll ist, was ineinander einspielt, ja. Du hast ja eben auch schon so ein kleines Team im Hintergrund erwähnt, dass zum Beispiel die Videos schneidet und so. Was kannst du denn zum Beispiel, also was sind so Skills neben dem Kochen natürlich, was du noch so gut kannst? Bist du gut im Plan, bist du eine Organisiererin und was kannst du vielleicht nicht so gut? Also organisieren im Küchenbereich bin ich sehr gut. Alles, was dann im Büro zu tun hat, ist schon eher so das Chaos. Da liegen dann die Zettelbriefe. Und in der Küche muss immer alles ganz sortiert sein so bei dir und sauber. Sauber sowieso, aber halt ordentlich aufgerollt. Also sehr hundertprozentig, sehr ordentlich, sehr sauber. Warst du schon immer so oder hast du das mitbekommen in deinen Lehrjahren? Nee, ich habe schon so einen Ordnungstick, wenn man das so nennen mag. Also ich mag schon lieber sehr geordnet, sauber. Und ich finde es ja auch wichtig in der Küche, also allein von der Hygiene her. Und das ist mir schon sehr, sehr wichtig, dass es da so geordnet ist. Und das Chaos ist dann eher im Büro. Im Büro. Du hast eben schon die BZ-Zusammenarbeit angesprochen. Jetzt ganz aktuell hat am Samstag das BZ-Druckhaus-Dinner stattgefunden. Da hast du zusammen mit Amadeus Kura und Hans-Albert Stechel ein Drei-Gänge-Menü für schätzungsweise 100 Leserinnen und Leser gekocht. Das alles war für einen guten Zweck. Wie lief es denn so aus deiner Sicht und was war das Herausfordernde daran? Ich glaube, das Herausfordernde ist immer, wenn man in eine Location kommt und dann keine Infrastruktur für eine Küche ist. Das heißt, Strom liegt da, aber man muss ja die ganze Geräte aufbauen. Wir hatten den Hauptgang, da braucht man ein paar Geräte, die das Essen natürlich warm machen, weil wir nichts gewärmt bringen. Wir wollen, dass es frisch ist, dass es nicht schon ewig warm ist. Und das ist immer die größte Herausforderung, da ein bisschen was aufzubauen. Aber die Technik in der Badischen Zeitung ist sehr, sehr gut. Wir hatten keinen Stromausfall. Das hatten wir schon öfters, dass die Induktionsplatten eingesteckt wurden und beim Hauptgang alles an ist und Strom weg. Aber das war sehr, sehr gut. Das ist immer so die größte Herausforderung, alles mitzubringen. Aber es war einfach eine mega tolle Veranstaltung in der Druckhalle mit den Papierrollen, die hohen Decken, dieses Loftige, dieses ganz Besondere. Ich glaube, das war schon ein richtig tolles Event und was hoffentlich den Leuten, die das miterlebt haben, lange im Gedächtnis bleiben. Und ja, mit Amadeus Kura und wir haben einfach perfekt zusammen das alles angerichtet. Hans Albert noch, der das Dessert gemacht hat. Habt ihr euch da vorher abgesprochen, wer kocht was und wer darf da zuerst sagen, was er macht oder sie macht? Wir haben einen Spaß drüber gemacht. Wir haben uns in der Löwengrube getroffen beim Amadeus Cura. Und dann hat er gesagt, er wird die Vorspeise machen, wenn es keinem was ausmacht. Und dann haben wir schon gelacht. Aber er hat dann die Vorspeise gemacht und dann habe ich gesagt, sehr verständlich mache ich den Hauptgang. Und der Hans Albert hat dann das Dessert gemacht. Was hast du denn als Hauptgang gekocht? Ich hatte ein zweierlei vom Reh. Wir hatten die Keule geschmort und den Rücken als Krepinett gemacht, also mit einer Farce eingepackt und rosa gegart den Rücken. Und dann hatten wir so Kartoffelmaronenbällchen dazu und ein Wirsingblatt gefüllt mit cremigem Wirsing und ein bisschen kaltgekröte Preiselbeeren. Und ich glaube, das war so ein richtig schöner Novemberhauptgang. Ja, schön, da drückt mein Magen gleich schon. Werbung. Welches Tablet liegt bei euch unter dem Weihnachtsbaum? Zur Vorweihnachtszeit haben wir ein tolles Angebot für euch. Bestellt BZ Digital Premium und erhaltet ein Samsung Galaxy Tab A11 Plus oder ein Apple iPad der 11. Generation kostenlos dazu. Mit BZ Digital Premium habt ihr vollen Zugriff auf alle digitalen Inhalte der BZ, wie zum Beispiel die Digitale Zeitung, BZ Online oder BZ Smart. Geht auf mehr.bz.w-tablet oder schaut in die Shownotes und sichert euch euer kostenloses Tablet. Das Angebot gilt nur noch bis zum 21. Dezember. Werbung Ende. Die BZ-Kolumne Mira empfiehlt, läuft ja auch sehr erfolgreich. Jetzt ist ja so redaktionelle Arbeit für eine Zeitung nochmal was anderes, als was auf Instagram zu posten. Und wie gehst du das an und was ist vielleicht auch so der Unterschied zu der Arbeit, die du auf Instagram machst? Also ich schreibe den Artikel schon auch selber. Das ist schon eine Herausforderung als Köchin, so einen Artikel zu schreiben. Natürlich habt ihr nochmal super Leute, denen ich den Artikel schicken darf, der gelayoutet wird, der nochmal korrigiert wird. Genau, nochmal vielleicht ein schönerer Satzbau, wie ich erstellt wird, aber so, ich glaube, die Expertise als Köchin in dem Artikel soll sichtbar sein und das versuche ich auch da reinzupacken, dass man sieht, okay, da ist jemand vom Fach, der guckt das nochmal aus einer ganz anderen Perspektive an und dann, ja, werde hier gelayoutet, nochmal korrigiert, gedruckt und das ist schon nochmal was anderes wie auf Instagram. Da rede ich halt den Text quasi und wird schon nochmal eine Caption drunter geschrieben, aber da ist halt vielmehr das Video wichtiger und in der Printversion halt eher der Text wie das Foto. Ja, und macht Schreiben dir Spaß oder ist das eher so, dass du denkst, oh jetzt muss ich mich wieder hinsetzen und ist eher so eine Arbeit halt? Also ja, also man muss sich schon dahinsetzen und den Text schreiben, das stimmt schon. Also es fällt mir schwieriger, wie das losdrehen. Das ist mein ganzes Leben immer so. Also immer was Neues, immer neue Herausforderungen. Nie müde zu werden, irgendwas Neues zu machen, das ist schon wichtig, ja. Und dann gibt es ja auch noch Instagram-Videos, die du eben auch mit der BZ zusammen machst. Zum Beispiel testest du da Restaurants aus Freiburg oder auch in der Umgebung. Wie suchst du die aus und was sind da so deine Kriterien? Also viele Restaurants kennt man oder kenne ich halt schon, weil ich viel essen gehe oder mir solche Sachen gerne anschaue. Und wenn ich was Neues teste oder gehe ich einmal hin, probiere das, sage ich, das ist gut, es kommt in die Kolumne. Weil ich fand einfach wichtig, dass es heißt Mira empfiehlt. Weil es sind trotzdem Kollegen von mir und ich möchte es irgendwie nicht schlecht machen. Und deswegen kommen nur Dinge in die Kolumne, wo ich sage, das ist richtig gut und da kann man hingehen. Und das ist auch sehr der Ansatz dahinter gewesen, weil immer hieß ja Mira, wo gehst du denn zu essen, wo ist es gut, wo kann man hin? Und so entstand dann auch ein bisschen die Kolumne. Und deswegen ist mir einfach auch wichtig, dass es Mira empfiehlt ist und dass es gute Restaurants sind. Das heißt, wenn du jetzt mal in irgendein Restaurant gehst und da schmeckt es dir nicht, dann kommt es erstmal nicht in die Kolumne wahrscheinlich. Aber wie ist das so als Privatmensch? Sagst du offen, wenn dir ein Essen nicht schmeckt in dem Restaurant? Ich finde, das ist ja so unter Freunden immer, ist das bei uns immer so eine Frage, sagt man es oder sagt man einfach Danke, war gut. Also ich finde, es kommt immer darauf an, wie gravierend der Fehler ist. Also wenn es jetzt wirklich was Schlechtes ist, dann finde ich es auch gut, wenn man es zurückgehen lässt. Wenn man sagt, ich bezahle ja auch dafür und das soll eine solide Qualität haben, das soll was Gutes sein. Finde ich es legitim, wenn irgendwas verbrannt ist oder irgendwie, wenn man das zurückgehen lässt. Also wenn wirklich was Schlimmes ist oder es komplett versalzen ist. Ich finde es auch gut für den Gastgeber, dass er weiß, okay, da habe ich jetzt was falsch gemacht, das kann ich mich verbessern. Das muss ja auch nicht immer negativ belastet sein, sondern einfach man was Positives rauszieht und sagt, Ah ja, der hat vielleicht recht, das habe ich gar nicht bemerkt, dass ich da zu viel Salz reingemacht habe oder so. Ja, finde ich dann schon, wenn es ganz schlimm ist, darf man auch mal was sagen. Und wie gefällt dir so die Freiburger Restaurantlandschaft? Du bist ja auch viel unterwegs, kennst andere Städte, auch vielleicht in dem gleichen Größenbereich. Du arbeitest ja auch in Baden-Baden zum Beispiel. Hat Freiburg da viel zu bieten oder ist da noch Luft nach oben? Ja. Also ich finde es echt, in den letzten Jahren hat sich sehr, sehr viel getan. Auch neue Konzepte, sei es Havara, sei es Jacobi, sei es auch mal ein Simon & Paul oder irgendwie so ein Kaffee-Danz. Ich finde, es ist schon sehr vielfältig geworden in den letzten Jahren. Auch junge Leute, die einfach Lust haben, was Neues zu machen, neue Konzepte. Auch italienische Bereich, echt tolle Sachen mit Pizza, mit tollem Pasta. Also ja, schon in den letzten Jahren einiges getan in Freiburg. Wir sind im Süden ja sehr privilegiert, was die Gastronomie angeht, auch im Sternebereich. Wir hatten noch nie so viele Sterne in Freiburg, schon was Besonderes. Ich glaube, uns geht es in Freiburg schon sehr, sehr gut, muss man sagen. Und jetzt hast du ja schon ein paar Namen in Freiburg genannt. Und bevor wir jetzt irgendwie hier eins besonders hervorheben, kannst du vielleicht auch eine andere Stadt nehmen. Gibt es ein Restaurant, so auf Reisen, wenn du unterwegs bist, das du immer wieder besuchst, das du so als deinen absoluten Lieblingsort definieren würdest? Also in Berlin gehe ich ganz gerne ins Crackers. Das ist so eine ehemalige Diskothek, eher eine Disco und die wurde umgebaut in so ein Restaurant, das ist ganz cool gemacht. Man geht erstmal durch so eine große Stahltür, so einen Gang nach hinten und kommt an der Küche vorbei, die so türkis gefließt ist und dann kommt man in den Essbereich, der eigentlich keine Fenster hat, sehr dunkel ist, mit auch cooler Musik, einer toller Bar und das ist immer so ein Ding, wo ich in Berlin immer ganz gerne hingehe. Gibt es eine warme Prio schon am Anfang, dann startet der Abend schon mal perfekt. Es gibt so Dinge, die vielleicht für andere gut sind, aber das ist einfach, man verbindet was damit. Es ist oftmals so eine Geschichte, wo man sagt, da geht man immer hin, weil das einfach toll ist, immer gut ist und, Macht einfach Spaß, da hinzugehen. Muss ja nicht immer ein Stern sein, sondern einfach solche. Oder hier in der Region auch, wenn ich in den Kaiserstuhl gehe, gehe ich ganz gerne in den Schwarzen Adler, weil das ist einfach eine richtig gute französische Küche und dann weiß man, was man kriegt und ist immer sehr lecker und man hat eine tolle Weinkarte. Manchmal ist auch die Weinkarte. Eine tolle Weinkarte beim Restaurant. Einen tollen Wein auszusuchen, auch was Gutes, ja. Und passiert es dir hier auch noch, dass du in der Region in ein Restaurant gehst und niemand erkennt dich? Oder bist du immer gleich? Leider immer. Immer weniger. Und was heißt leider? Ist ja auch schön. Aber wenn man mal einfach an so einem Sonntag irgendwie voll schnüffelig rumläuft und einfach nur schnell was essen will, kann doch auch mal nerven, oder nicht? Ja, aber dann koche ich wahrscheinlich eher zu Hause. Da willst du nicht ausgehen. Ja, stimmt auch wieder. Wenn wir jetzt mal zum Thema Essen, Kochen und so kommen, da mal so ein bisschen tiefer reingehen. Welche Zutat hat dich zuletzt so richtig überrascht und warum? Also ich bin ja so eine Zitrusliebende. Also ich mag das total gerne, so einen Abrieb reinzumachen. Und das, also so Zitrusfrüchte, Jutsu, finde ich immer noch mega. Ist nicht mehr ganz so, sag ich mal, der Trend, aber Jutsu hat einfach so einen speziellen Geschmack und verwende ich total gerne. Das ist schon so. Also Zitrusfrüchte, auch mal eine Bergamotte, also schon mein Ding. Und noch so ein paar Lebensmittel, die immer so zu deinen Standards gehören, die du immer da hast, die du am häufigsten verwendest. Was gehört da noch dazu? Also was ich halt immer, die Saison, also die Gemüsesorten, Also jetzt total gern Wirsing, Kürbis. Ich könnte gar nicht sagen, dass ich immer ein Produkt ganz... Also, ja, was hat man immer zu Hause? Eier hat man immer zu Hause, finde ich. Mit Eier kann man total viel machen. Was hat man noch zu Hause? Butter? Butter, bestimmt auch, ja. Parmesan habe ich immer im Kühlschrank. Ich finde, für so ein schnelles Nudelgericht, da braucht es sich viel, so Cacio e Pepe, ein bisschen Pfeffer, ein Pecorino oder Parmesan zu Hause, ein bisschen Nudelwasser rein und schon hat man ein Nudelgericht. Also Parmesan ist, glaube ich, immer bei mir zu Hause. So ein Produkt, wo ich jetzt sage, Das ist jetzt so mein Ding, wo ich es gerade überall verwende. Schwierig, ja. Und gibt es in deinem Haushalt auch mal eine Situation, wo du sagst, boah, heute habe ich überhaupt keinen Bock zu kochen, heute wird mal bestellt? Oder passiert das bei dir zu Hause nicht? Ja, doch. Auch mal, wird mal eine Pizza geholt oder sowas. Aber schon immer gute Produkte, einfach wo ich weiß, der macht das richtig gut. Dann hole ich sowas schon mal ab und mache mir sowas schnell zu Hause warm. Aber schon eine Ausnahme. Aber ich finde, eine gute Pizza kann man auch mal irgendwo abholen. Ja, okay. Das beruhigt mich etwas. Es gibt ein Instagram-Video von dir, da hast du so Kochfehler geratet. Da ging es zum Beispiel um Nudelwasser, das nicht gesalzen wird oder Zwiebeln und Knoblauch, die gleichzeitig angebraten werden. Gibt es noch was Schlimmeres für dich, was man so als Kochfehler machen kann? Also ja, wenn was verbrennt, ist es wirklich schwierig, den Geschmack da wieder rauszukriegen. Versalzen kann man auch nur strecken. Also es wird auch schwierig, finde ich, sind solche... Wenn was verbrannt ist oder versalzen, ist schon worst case, das zu retten. Kann man nicht wieder gut machen. Also ich finde, wenn man halt eine Cremesuppe versalzt, dann kann man vielleicht nochmal ein bisschen mit Sahne oder Milch das zu strecken versuchen. Aber so der Grundgeschmack geht ja auch wieder ein bisschen verloren. Also man möchte nicht nur Sahne oder Milch drin haben, aber versalzen ist schon echt schwierig. Wenn ich das so beurteile, aus meiner nicht professionellen Sicht, hast du jetzt dich keiner besonderen Richtung angeschlossen. Also du bist nicht vegan, du bist nicht vegetarisch. Wie würdest du denn deinen Stil so beschreiben? Ich koche gern vegetarisch, also auch beim Pop-Up-Restaurant hat man immer einen Gang, wo komplett vegetarisch war, weil Gemüse ja so viel hergibt, einfach auch in verschiedenen Texturen das mitzuarbeiten, und ich würde es eher sagen, mir ist wichtig die Basics zu können, also deswegen bin ich auch ganz froh, klassisch Französisch gelernt zu haben, sei es in Kolumbia oder auch in der Zehnerstube, wo ich dann lange gearbeitet habe, die Soßen anzusetzen, einfach die Basis das Fundament zu haben. Das war mir ganz wichtig, das Französische. Und sonst lasse ich mich total gerne Einflüsse einfließen aus asiatischem Bereich, italienischem Bereich, also das ganze Mittelmeer, durch die Fischgerichte, was ich gerne mache. Ich lasse mich sehr gerne inspirieren von neuen Sachen, neue Gewürze. Aber ja, wichtig ist, diese Basis zu bewahren. Und das war mir immer wichtig, was uns vielleicht auch ein bisschen von den Hobbyküchen abgrenzt. Also, dass man richtig gute Soßen ansetzt, über Tage hinweg sich die Zeit nimmt, weil die brauchen einfach Zeit, um gut zu werden. Und ja, das ist mir immer wichtig gewesen, dass man das rausschmeckt aus meinen Gerichten. Und das sagen auch ganz viele, dass man das merkt, dass da richtig gekocht wird. Aber mit neuen Inspirationen, dass das einfließt. Also das wird nie stehen bleiben. Auch wenn ich jetzt ein Catering mache, Habe ich keine Bankettliste, wo ich sage, okay, das sind meine drei Menüs im Frühjahr, meine drei Menüs im Sommer, sondern ich schreibe das immer wieder neu. Natürlich tun sich Dinge wiederholen, aber eigentlich kriegt jeder sein individuelles Menü. Also es ist immer was anderes. Du hast ja am Anfang gesagt, saisonales Gemüse oder saisonale Produkte inspirieren dich. Was sind noch so Punkte oder wo inspirierst du dich sonst noch so? Also auf Reisen oder im Internet? Ja, bestimmt auf Reisen. Also ich gehe jetzt wieder in die USA, da gibt es auch echt tolle Restaurants, da lässt man sich bestimmt inspirieren und sagt, ah, die Kombination habe ich jetzt noch gar nicht im Kopf gehabt, das mache ich jetzt so in meine Variante. Wenn jetzt jemand sagt, der lässt dich nie irgendwo inspirieren, das glaube ich auch nicht. Man macht es ja nicht genau nach, aber sagt man jetzt, ah ja, jetzt Jakobsmuschel mit Granny Smith, könnte man jetzt mal kombinieren oder sowas. Das hat man jetzt auch noch nicht so gemacht. Oder ja, ich finde, man lässt sich schon durch Einflüsse oder man geht irgendwo durch die Straßen und sieht einen tollen Fisch und denkt, ah ja, den Fisch habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Den müsste ich jetzt mit sowas kombinieren. Oder wenn ich ein Menü schreibe, denke ich auch oftmals, ah ja, was hat jetzt Saison? und dann sage ich, ah, jetzt ist so Kraut, wir singen Geschichten, da passt es wieder super in Zander dazu oder so. Also man tut sich immer so ein bisschen an der Saison inspirieren und dann, was passt dazu, was kombiniert man noch dazu? Mal eine Nuss oder so, welches Mehl oder mal ein Grieß oder so tue ich dann meine Gerichte zusammenstricken. Interessant. Jetzt ist es ja so, du bist ja wahrscheinlich auch in deinem Freundes- und Familienkreis, die köcheln schlechthin. Trauen sich andere noch für dich zu kochen? Das ist echt selten geworden. Ja, schade. Aber ich sage das immer, ich bin total unkompliziert und ich freue mich über eine richtig gute Bolo oder, keine Ahnung, was ganz Einfaches. Es gibt wenige Freunde, die das gerne machen, weil die mich halt gut kennen und sagen, ja, die Mira ist eh total unkompliziert. Okay. Aber ja, viele haben so ein bisschen eine Hemmschwelle, sagen wir es mal so. Man hätte immer denken, man darf es halt dann nicht packen. Aber die einfachen Gerichte sind manchmal auch super lecker und die liebe ich genauso wie die Sterneküche. Also Appell an die Freunde, mal wieder eine Bolle auf. Ja, mal wieder einladen. Irgendwann wieder kochen. Wenn wir jetzt mal so Richtung Weihnachten schauen, für viele eine ganz stressige Zeit. Nicht nur alle oder vielleicht auch vor allem wegen des Essens an Heiligabend und an den paar Tagen danach. Wie sieht das so bei euch zu Hause aus? Kochst du da? Gibt es da immer klassisch das Gleiche? Kannst du uns da mal ein bisschen mitnehmen? Ja, also meine Mama hat immer Schäufle gemacht und Kartoffelsalat, so wie man das kennt hier. Aber ich jetzt mittlerweile finde ich so ein Raclette-Fondue-Geschirr auf dem Tisch und an Heiligabend ganz nett, weil man einfach so ein bisschen eine Zeit lang essen kann, bevor es halt irgendwie für Kinder Geschenke gibt oder so. Und dann ist man so ein bisschen beschäftigt mit dem Essen. Jeder muss eigentlich nicht viel vorbereiten, ein paar Soßen machen, die Brühe kochen. Und dann ist man schon vorbereitet für den Abend, das finde ich immer ganz nett. Und am 1. und 2. gehen wir oftmals essen. Also da ist es entspannt für mich. Das sind gute Tipps, ja. Was ich immer toll finde, halt auch, wenn man irgendwas gut vorbereiten kann, einfach für ein Weihnachtsmenü, wenn man sagt, man möchte kochen, aber ich schmore schon was vor oder so wie ich es jetzt gemacht habe bei dem, Bei dem Bizzet-Dinner, dass man zum Beispiel ein Teil von dem Tier schon mal vorschmoren kann. Da hat man schon die Soße fertig, die man abends nur warm machen kann. Die Knödel kann man vorbereiten. Ich finde solche Gerichte halt schon dankbar, wenn man am Abend was Tolles kochen möchte. Aber das kann man schon am Vortag machen. Jetzt ist ja gerade auch das schnelle Rotkraut-Rezept, glaube ich, bei dir auf dem Kanal erschienen. Das könnte man sich ja vielleicht auch, würde ja auch zu Weihnachten passen. Kommen jetzt noch ein paar Rezepte, die so weihnachtlich sind? Oder ist wahrscheinlich auch schon viel auf deinem Kanal? Kann man sich da noch was... schon viel von letztem Jahr halt auch. Also es sind noch Rezepte drauf. Dies ist echt ein bisschen wenig gewesen mit Weihnachtsrezepten, weil wir viel Catering hatten. Aber es kommt noch was auf jeden Fall. Aber ja, so ist es halt manchmal. Es wird im SWR ein Weihnachtsgericht geben. Man muss halt manchmal gucken, welches Portal man jetzt bespielt und wo es gerade das Weihnachtsgericht gibt. Aber es kommt noch was, ja. Wenn wir jetzt mal so einen kleinen Mira-Maurer-Ausblick 2026 geben. Du sagst ja, du kannst das immer nicht so gut beantworten, weil bei dir immer so viel und auch viel spontan passiert. Aber hast du irgendwas, was du jetzt vielleicht schon sagen kannst oder was steht noch auf deiner To-Do-Liste, was du unbedingt nächstes Jahr angehen möchtest? Das Thema eigene Produkte haben wir jetzt so ein bisschen angefangen. Wir hatten jetzt ein eigenes, oder es gibt ein eigenes Mira-Öl. Mira ist mit Rosmarin Zitronen auf Rapsbasis, weil ich wollte, dass es regional ist, dass es aus der Region ist und Bio-Öl. Und wir hatten natürlich eben die Makarau-Kooperation, wo wir jetzt zweimal gemacht haben. Das war auch richtig toll. eigene Miramacarons, ein neues Gewürz ist im Raum, vielleicht mal ein Kochbuch, was halt sehr zeitaufwendig ist. Hätte ich jetzt auch gefragt. Aber schon so ein Traum, so ein eigenes Kochbuch zu machen. Ja, das sind so die Themen, die anstehen und alles andere natürlich ausweiten, größer machen. Ja. Vielleicht noch ein paar Follower dazugewinnen, neue Kooperationen. Es bleibt vielfältig, spannend und es macht mir einfach riesen Spaß, dass es so vielfältig ist. Also schon ein Privileg. Ja, und das, finde ich, sieht man dir auch an und hört man dir auch an, wenn du davon sprichst. Vielen Dank, dass du heute bei uns im Podcast zu Gast warst und viel Erfolg weiterhin. Und ja, wir hören uns nächste Woche bei BZ am Ohr. Danke fürs Zuhören. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!