Latest / insights! mit Joubin Rahimi / 131 3 Maßnahmen, die dir im Großhandel schnell Abschlüsse und Vertrauen bringen
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- 0:06Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights!
- 0:10Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi und heute mit dabei, Adrian Seeger.
- 0:15Hallo Adrian. Hallo Joubin, danke für die Einladung.
- 0:17Total gerne. Danke, dass du kommen konntest.
- 0:19Magst du erst mal zwei bis drei Sätze für die Personen sagen, die dich
- 0:22vielleicht nicht kennen sollten?
- 0:23Ja, mein Name ist Adrian Seeger.
- 0:25Ich bin seit mittlerweile 20 Jahren im Großhandel,
- 0:29in verschiedenen Branchen, im technischen, im Elektro-und
- 0:32im Bergstoffbereich und habe regelmäßig Unternehmen in so
- 0:37Veränderungssituationen begleitet.
- 0:39Am Anfang haben wir viel mit E-Comm gemacht.
- 0:42Dann haben wir mal das ganze Thema Digitalisierung besprochen.
- 0:45Dann haben wir das Thema Kundenzentrierung gemacht.
- 0:47Dann kamen die ganzen CRM-NPS-Tools.
- 0:51Heute haben wir natürlich auch viel Transformation im Bereich
- 0:54Restrukturierung, was der wirtschaftlichen Lage vielleicht geschuldet ist, aber
- 0:57grundsätzlich bin ich schon sehr lange in dieser Branche.
- 1:01Und die verbindet uns.
- 1:02Ich glaube, der erste Kunde, der bei der synaigy unterschrieben hat,
- 1:06war Wilhelm Koch.
- 1:09Gibt es nicht mehr in Osnabrück.
- 1:11Das war das erste Projekt.
- 1:14Aber wir haben weiterhin viele, viele Kunden in dem Umfeld und das ist ja
- 1:18jetzt heute auch die Folge, die es geht.
- 1:21Was zeichnet die Branche aus oder vor welchem Berg steht die Branche gerade?
- 1:26Weil Berg ab geht es gerade ja nicht.
- 1:28Also Berg ab, von wegen es geht Einfacher.
- 1:31Das ist irgendwie ziemlich doppeldeutig.
- 1:33Absolut richtig.
- 1:35Also ich glaube, die Branche selber leidet unter derselben konjunkturellen
- 1:40Entwicklung wie auch alle anderen.
- 1:43Das ist ganz klar.
- 1:44Und immer dann, wenn es etwas enger wird, dann stellt natürlich grundsätzlich
- 1:48irgendeiner in dieser Kette die Frage: Brauchen wir denn diese
- 1:51Zwischenhändler-Strukturen?
- 1:52Das ist ganz normal.
- 1:53Diese Diskussion wird gebetzmühlenartig immer wieder diskutiert, wenn so was ist.
- 1:58In anderen Regionen der Welt gibt es das auch nicht immer in der Form, oder?
- 2:02Nein, es ist eine fast schon deutsche Situation, wo wir über
- 2:07eine Dreistufigkeit sprechen, dass wir einen Hersteller haben, einen Großhändler,
- 2:10dann einen Einzelhändler oder wenn es im B2B-Bereich ist, dann den Verbraucher.
- 2:16Aber diese Form hat sich halt etabliert hier im Markt.
- 2:19Sie macht ja auch Sinn.
- 2:20Es gibt viele Vorteile, die da drin sind, einen Finanzierungseffekt, einen
- 2:23logistischer Effekt und so weiter.
- 2:26Aber man muss sagen, das ist heute schon ein Thema, was da belastend ist.
- 2:31Gestiegene Zinsen drücken auf die Kosten.
- 2:34Dann haben wir ganz klar eine ganze Menge digitale neue Tools,
- 2:40die den Großhändler herausfordern, da jetzt mitzumachen oder eine
- 2:44Entscheidung zu treffen, es zu tun.
- 2:47Aber sie schaffen natürlich auch Möglichkeiten für Hersteller im
- 2:50Hintergrund, vielleicht ähnlich aktiv zu werden, damit dann sozusagen ein Stück
- 2:55weit einen Beipass legen zu können für große Projekte, für
- 2:58A-Kunden und so weiter.
- 3:00Das ist sicherlich ein Stück weit bedrohend.
- 3:03Und dann haben wir natürlich auch vielleicht ganz einfach gesprochen, auch
- 3:08eine Situation, wo Kunden heute einfach anspruchsvoller geworden sind.
- 3:11Ganz natürlich, weil sie einfach besser informiert sind.
- 3:14Das hat sich einfach geändert.
- 3:16Sie sind sowohl, was das Produkt angeht, gut informiert, als aber auch, was
- 3:20die Möglichkeiten des Services angeht.
- 3:22Da muss man einfach auch in der heutigen Zeit als Großhändler darüber nachdenken,
- 3:26wie man da einfach mehr macht.
- 3:28Und Service ist in meinen Augen da sicherlich einer der ganz wesentlichen
- 3:31Punkte, die in der Zukunft bestimmend sein müssen, weil sie ein
- 3:35echtes Differenzierungsmerkmal sind.
- 3:37Also der Großhandel muss sich eigentlich emanzipieren und in die
- 3:39Wertschöpfung des Kunden eintreten.
- 3:41Und ob das jetzt mit digitalen Tools, mit logistischen Themen oder auch mit
- 3:46Produktthemen ist, ist dabei im Grunde abhängig von der Situation.
- 3:51Ja und der dritte, der letzte Punkt, den ich sehe, das Thema Personal,
- 3:57das ja auch eine knappe Ressource ist.
- 4:00Ist nie ein Thema gewesen in der Komplexität wie heute.
- 4:06Wir haben auf der einen Seite die Gen Z, die mit Sicherheit eine etwas andere
- 4:09Arbeitsethik hat als die Generation X, wo ich noch zugehöre.
- 4:15Aber wir müssen vielleicht auch sagen, es gibt ganz einfach viel weniger
- 4:21Bewerber und auch viel weniger junge Kolleginnen und Kollegen, die von
- 4:25Hochschulen und aus der Schule kommen und die werden sich alle ranken.
- 4:30Und leider ist es schon historisch immer so gewesen, dass der
- 4:34Handel dann hinten ansteht.
- 4:35Und es ist ja irgendwie doppelt schlimm, weil durch die Demografie geht es ja jetzt
- 4:41einfach auch in das Rentenalter für ganz, ganz viele Menschen.
- 4:43Genau.
- 4:44Und Da braucht ihr ja noch mehr Nachwuchs als in normalen Zeiten.
- 4:47Absolut.
- 4:48Ich möchte aber sagen, wenn man diese Herausforderung zusammennimmt,
- 4:52dann bedeutet das nicht, dass das alles dramatisch ist, sondern ich glaube, das
- 4:58bietet genau jetzt die Gelegenheit, um Dinge zu verändern und auch mutig
- 5:04mal in eine andere Richtung zu gehen.
- 5:07Bei der Personalakquisition, also dem Einstellen junger Leute, gibt es die
- 5:12Möglichkeit, wenn ältere Generationen in Ruhe stand, gehen,
- 5:15Karriereperspektiven aufzuzeigen.
- 5:16Das ist eigentlich die Chance, die da drin steckt und das ist super.
- 5:19Und ohne, dass das Unternehmen wächst, sind Karriereperspektiven definierbar.
- 5:24Das finde ich eine total coole Sache und das kann man heutzutage machen.
- 5:27Wir können über Arbeitszeitmodelle reden.
- 5:29Das kann man auch in so einer Situation tun, die vielleicht anders sind als früher
- 5:33und das bietet sich in so einem Umfeld auch an.
- 5:36Das Gleiche, wenn wir über digitale Tools reden.
- 5:40Ich glaube, der Großhandel sitzt genau in der Schnittstelle zwischen dem Hersteller
- 5:44und dem Kunden und ist dafür eigentlich total prädestiniert,
- 5:49digitale Tools als Vorreiter auch zu nutzen und auch
- 5:54damit die ersten Erfahrungen zu machen und die Vorteile dessen zu nutzen.
- 5:59Und deshalb halte ich nicht für eine Bedrohung, im Gegenteil,
- 6:02sondern für eine tolle Sache.
- 6:03Und ihr bietet selber, was das angeht, gute Möglichkeiten an, um diese Dinge
- 6:08auszuprobieren und dann auch, sagen wir mal, einen schnellen Quick Win draus zu
- 6:11machen, der zeigt, es macht Sinn, sich damit zu beschäftigen.
- 6:14Was ich sehe, das ist eigentlich das Tolle an der Branche, an der Situation:
- 6:20Die drei Herausforderungen nehme ich aber noch mal mit.
- 6:23Ich habe den Kostendruck, ganz, ganz viel. Ich habe den Kostendruck.
- 6:27Gleichzeitig will und muss ich den Service erhöhen und meine
- 6:32Personalstruktur verändert sich.
- 6:34Die Personalstruktur ist nicht der höchste Kostenfaktor, aber in Bezug
- 6:38auf Services ist es einer.
- 6:40Und das ist jetzt eigentlich super passend,
- 6:44dass mit AI, wenn ich da reingehe und Sachen finde, ich dann den
- 6:49Service besser machen kann.
- 6:51Ich kann mehr machen mit weniger Personal, also ich bekomme weniger Personaldruck
- 6:56und das zu geringeren Kosten.
- 6:58Und das ist eigentlich das Spannende jetzt.
- 7:00Wenn ich das richtig angehe, kann ich mich als Großhändler gegenüber anderen
- 7:05echt anders positionieren. Absolut.
- 7:07Das ist jetzt so die Zeit, wo ich …
- 7:09Ich habe über Wilhelm Koch ja gesprochen.
- 7:12Die haben es nicht geschafft.
- 7:13Und im Nachgang, das ist jetzt auch echt 15 Jahre, zwölf Jahre her,
- 7:18sehe ich auch relativ klar, warum.
- 7:20Da war halt kein Mut mehr drin, nur noch abgewickelt.
- 7:24Aber diejenigen, die wirklich was verändern, die machen den Sprung nach
- 7:27vorne und das sehen wir wahrscheinlich in fünf Jahren, wenn wir hier sitzen.
- 7:30Das, was du sagst, setzt ja voraus, dass der Mut da ist, die Entscheidung
- 7:35für so etwas zu treffen.
- 7:36Also ist es eine Leadership-Frage.
- 7:39Ist aber schwierig, dass wir gesagt haben, die Margen sind ja ganz gering,
- 7:42ein Fehler in der Entscheidung. Absolut.
- 7:44Und dann ist die Marge aufgebraucht.
- 7:47Das heißt, natürlich braucht man eine saubere Auswahl, aber man muss auch sich
- 7:51darüber klar sein, so Situationen, wie sie jetzt im wirtschaftlichen Moment sind.
- 7:54Wir sind in Deutschland im dritten Jahr ohne signifikantes Wachstum,
- 7:58also eher gar kein Wachstum.
- 7:59Wie viele Jahre gehst du davon aus, wird es noch sein?
- 8:01Das ist schwer zu sagen.
- 8:02Also wenn wir davon ausgehen, dass im nächsten Jahr der Investitionsbooster
- 8:06kommt, dann ist das eine Sonderkonjunatur.
- 8:08Die könnte zu Wirtschaftswachstum führen, weil dann im Grunde auch alle Händler,
- 8:13die insbesondere im baunahen die eigentlich unterwegs sind, gefordert sind
- 8:17und da wird auch etwas hängenbleiben.
- 8:19Und ich sage mal, 500 Milliarden ist ja schon eine große Summe.
- 8:22Dazu das andere Investitionspaket, was sich mehr in die Wehrtechnik orientiert,
- 8:27wird dazu führen, dass der Maschinenbau, aber eben ob die Zulieferer dahinter, also
- 8:31auch wieder Händler, dort mitmachen können, dann wird
- 8:35es Wirtschaftswachstum geben.
- 8:36Das ist vielleicht ein Anfang, das es ihnen trägt.
- 8:40Man darf aber grundsätzlich nicht vergessen, Deutschland ist mit 80% Export
- 8:43einfach ein Geschäftsmodell, das vor allen Dingen im Export stark ist und im Moment
- 8:51kreisen wir ja Handelsbeschränkungen.
- 8:53Wir sehen, dass bestimmte Märkte sich einfach verändert haben.
- 8:57Automobil in China hat sich einfach geändert, und zwar sehr, sehr schnell und
- 9:02zwar aus eigener Kraft, ohne dass eben dort Luxusmarken, wie sie
- 9:07früher in großen Mengen verkauft worden sind, weiter noch gefragt sind.
- 9:10Das hat sich alles mal verschoben.
- 9:12Aber auch da Ich glaube, dass diese Situation eine Chance bietet, sich jetzt,
- 9:18so wie du es gerade gesagt hast, eben auch mit neuen Technologien,
- 9:22vielleicht auch mal mit einer etwas veränderten Strategie
- 9:25hinzustellen und dann auch tatsächlich mal den USP zu verändern.
- 9:30Und wenn ich als Händler heute sage, früher habe ich,
- 9:33als ich begonnen habe, im Großhandel zu arbeiten, habe ich im technischen
- 9:35Großhandel gearbeitet, haben am Anfang schon viel Kisten geschoben.
- 9:39Das war auch normal.
- 9:41Dann haben wir das ganze Thema E-Comm gemacht
- 9:44und haben dann Edelkisten geschoben, aber im Grunde haben wir es nur
- 9:47noch schneller gemacht.
- 9:48Dann haben wir das bis ins Lager gebracht und jeder hatte seinen Scanner
- 9:51und wusste genau, was zu tun ist.
- 9:52Es war also ein voll digitaler Prozess, bis der Kunde dann irgendwann
- 9:55auch noch gescannt hatte.
- 9:56Dann war das Thema erledigt.
- 9:57Dann konnten wir die Rechnung schicken oder direkt abbuchen.
- 10:01Heute müssen wir darüber reden, dass wir eigentlich die Nachfrage des Kunden
- 10:05voraussehen, und zwar so voraussehen, dass wir unsere Belagerung so organisieren,
- 10:10dass sie möglichst kostenoptimal für uns ist oder im Netzwerk organisiert ist.
- 10:14Dann ist der Händler auch der Partner, weil was will denn der Kunde?
- 10:18Der Kunde hat leider immer noch genau denselbe Blick da drauf.
- 10:22Er möchte einen guten Preis für eine schnelle Lieferzeit
- 10:26und ja, er nimmt den Service auch gerne mit, aber am Anfang ist
- 10:30es immer das Gleiche.
- 10:30Es ist eine große Überzeugungskraft, die zu leisten ist?
- 10:33Denn normalerweise geht der Kunde ja davon aus, das ist alles im Preis drin.
- 10:38Man muss es aber ihm irgendwann beibringen, dass es eben
- 10:41eine separate Leistung ist.
- 10:42Und auch da muss man sagen, hat sich der Großhandel ja in tolle Dinge
- 10:46hineingebracht, Dinge übernommen, Wertschöpfungsteile übernommen.
- 10:50Das hat mal begonnen mit der Bereitstellung von Stammdaten.
- 10:54Das waren so die ersten Dinge.
- 10:55Das kann der Großhandel natürlich perfekt.
- 10:58Dann ging das bis in logistische Themen On-Desk-Belieferungen waren so die Dinge,
- 11:02die immer mal vor 15 Jahren im Großen und Ganzen gekommen sind.
- 11:05Das ging dann nachher bis in die Werkstatt-Belieferung.
- 11:08Es wurden Zentralläger bei Kunden abgeschafft, weil man hat gesagt: „Okay,
- 11:11das kann der Handel mir machen und wenn er es gut kann, logistisch, dann kann
- 11:14er es auch auf dem Werk verteilen.
- 11:16Das haben wir damals begonnen, solche Dinge.
- 11:19Das ist heute totaler Standard.
- 11:20Dann hat man über so Programme wie C-Teile-Management gesprochen.
- 11:25Eigentlich ein super Thema.
- 11:27Viele haben es leider immer noch nicht vollständig umgesetzt,
- 11:30weil wir immer noch darüber reden, dass Äpfe mit Birnen verglichen werden.
- 11:33Das alte Spiel ist, da guckt der Einkauf auf den Preis.
- 11:37Er hat einen Preis für ein Produkt.
- 11:39Der eine hat das C-Teile-Management integriert.
- 11:41Dann ist die Marge logischerweise, die Kosten drauf und der andere nicht.
- 11:45Und dann reden wir wieder darüber, dass das im SAP nicht abbildbar ist.
- 11:48Da kommst du in so Diskussionen, die unendlich sind.
- 11:51Aber klar ist, das ist der einzige Weg des Handels.
- 11:55Er muss sehen, dass er in die Wirtschaftung reingeht und dann auch
- 11:57intelligent da reingeht oder ganze Projekte übernehmen, die beim Kunden
- 12:01vielleicht eher Randgeschäft sind, Fertigung zu organisieren.
- 12:05Das kann er ja meistens, weil seine Kunden sind ja diejenigen –
- 12:09und dann so ein Stück weit auch so ein Intermediär in der Spinne zu werden.
- 12:12Und ich glaube, wenn er das macht, gepaart mit intelligenten, guten digitalen
- 12:16Werkzeugen, die auch ein Stück weit Mehrwert bieten.
- 12:20Also ich glaube, eine Bedarfsplanung auch dem Kunden mal zu zeigen, was wir
- 12:24erwarten, was er bringt, das ist sehr erhellend auf beiden Seiten.
- 12:29Und ich glaube, Und das bringt dann auch die notwendige Augenhöhe des
- 12:32Ernstnehmens, sodass man …
- 12:34Man muss aufpassen, dass man aus dieser Ecke des Einkaufs rauskommt.
- 12:36Man muss nämlich Partner werden auf Augenhöhe.
- 12:39Ich sehe da noch neben den Kerndigitalthemen, die wir ja
- 12:43immer bedienen, gerade die Schnittstelle zu den digitalen und
- 12:48physikalischen Produkten.
- 12:49Also alles wird mehr Smart Home.
- 12:52Und egal, ob es dann im Badezimmer ist oder in der Küche.
- 12:56Und du hast dann unterschiedliche Menschen, die diese Gewerke machen
- 12:59und die haben alle keinen Plan.
- 13:01Und für einen Handwerker ist es natürlich noch mal viel schwieriger zu
- 13:04sagen: „Ich fräße mich da rein.
- 13:06Ich habe dann immer unterschiedliche Hersteller und sei es, ich will eine
- 13:10LED-Beleuchtung – das ist ja noch nicht mal Smart Home –, eine LED-Beleuchtung im
- 13:13Bart haben und sage: Ich mache Fliesen.
- 13:17Und da sehe ich eine richtige Lücke, da dann halt als Großhändler reinzugehen,
- 13:23hin auch zu: „Wie kann ich die Arbeit erleichtern?
- 13:25Also das Thema Fliesen, großflächige Fliesen ist ja ein super Trend.
- 13:30Die zu verlegen ist sehr anstrengend.
- 13:33Die Fliesenleger werden auch immer älter und auch nicht gesünder in dem Zuge.
- 13:38Thema Exoskelette.
- 13:39Wer kümmert sich darum, zu sagen: Okay, ich gehe mal rein und sage: Okay, wenn du
- 13:44mit uns arbeitest, leihen wir dir so ein Exoskelett, mit dem du
- 13:49immer noch zu zweit die Fliege verlegst, aber dann mit viel weniger
- 13:53persönlichen Kraftaufwand.
- 13:54Ich glaube, da gibt es eine Menge Sachen, die kannst du dann machen.
- 13:57Das Thema Oberbegriff Maschinenverleih.
- 14:02Damit haben wir auch mal begonnen vor einigen Jahren, das zu tun.
- 14:07Das war aber wahrscheinlich nicht so der Knüller, oder?
- 14:09Das war überhaupt nicht der Knüller, es klar zu sagen.
- 14:12Man hat sich viel mehr davon versprochen, als es dann nachher geworden ist.
- 14:15Eigentlich war es eine andere Form der Finanzierung der Maschine.
- 14:19Also die Miete war dann beendet und dann konnte die Maschine behalten.
- 14:24Aber die Idee, die du gerade äußerst, ist ja eine andere, nämlich
- 14:28zu wissen, wie die Problemlage ist vor Ort, um dann eine Hilfe anzubieten, die
- 14:33aber nicht immer gebraucht wird, weil er muss sich dieses Hilfsmittel ja nicht
- 14:37zulegen, wenn er es nicht jeden Tag braucht, sondern nur zweimal im Monat.
- 14:41Und das ist ja so ein modernes, das ist ja so ein Sprung.
- 14:45Das ist vielleicht so drei, vier, fünf Jahre und dann hat das jeder auch.
- 14:48Aber als Großhändler wird mich das ja erst mal differenzieren
- 14:53und kann sagen: Okay, ich helfe dir bei deiner Arbeit, und dadurch kannst
- 14:56schneller die Bäder machen.
- 14:58Du hast meistens ja Festpreise drin Also kannst du mehr Bäder machen oder du bist
- 15:02früher zu Hause und musst nicht Samstag arbeiten.
- 15:05Genau, das ist es.
- 15:06Also gerade im Handwerksbereich, glaube ich, sind das Dinge, die absolut kommen
- 15:11müssen, weil das Problem, das ist ja auch da, ist, wir treffen auf eine immer in
- 15:15seiner werdende Gruppe und man muss halt deren Partner bleiben.
- 15:19Und das kann man nur, indem man ihnen hilft.
- 15:22Noch nicht mal so sehr über das Thema Wertschöpfung kommend, sondern eher, dass
- 15:25man ihnen hilft, ihre Arbeit zu machen, damit sie gemacht wird.
- 15:28Sonst machen sie andere und man muss hinten anstehen.
- 15:31Wenn man das im B2B-Bereich betrachtet, also sprich im einfachsten Fall in die
- 15:37Instandhaltung, im schwierigsten Fall ins Produkt, also in die Fertigung,
- 15:42dann kann man es etwas einfacher verstehen, weil dort halten Unternehmen ja
- 15:47auch Abteilungen vor, Läger vor, die heutzutage, wenn man ehrlich ist,
- 15:51eigentlich so nicht mehr notwendig sind, weil die Virtualität des Lagers
- 15:55kann man heute digital herstellen.
- 15:57Das heißt, eine Verfügbarkeit kann man anzeigen und die Frage ist,
- 16:01wie schnell ist es dann da?
- 16:02Ist eine Frage der Vereinbarungen, wo man es dann lagert.
- 16:06Und selbst es dann auf dem Gelände dahinzubringen oder selbst, wenn man
- 16:12ehrlich ist, zu sagen: Von 17 bis 23 Uhr bringen wir den
- 16:18Handwerker mit, weil ihr habt nur einen und der hat dann irgendwann Feierabend.
- 16:23Dann kommt man in den Bereich, wo man sagt: So, jetzt übernehmen wir auch
- 16:26tatsächlich Funktionen, eine Störungsfunktion.
- 16:30Das ist sicherlich etwas, wo man nach vorne denken kann, wo auch eine
- 16:34Möglichkeit da ist im industriellen Fertigungsbereich,
- 16:37also wenn man tatsächlich …
- 16:39Sorry, das ist richtig eine Chance. Absolut.
- 16:42Wir haben eine Weilandheizung, wohnen auch in Remscheid.
- 16:46Klar haben wir dann eine Weilandheizung. Natürlich.
- 16:48Oder was von Weiland und da war was kaputt.
- 16:52Da wäre sie gebraucht.
- 16:54Und dann habe ich den Handwerk angerufen und gesagt: Keine Ahnung,
- 16:57wir tauschen mal was aus.
- 16:59Habe ich irgendwas ausgetauscht, aber funktioniert der immer noch nicht.
- 17:02Und dann habe ich Weiland angerufen und die gesagt: Ja, nein, wir
- 17:04machen halt nicht direkt.
- 17:07Gehe zum Handwerker.
- 17:08Das war immer so ein Hin und Her.
- 17:10Und da wir jetzt in Remscheid wohnen und dann auch in der einen oder anderen
- 17:14kannten, sind wir in so eine B2B-Sparte reingekommen und die
- 17:17haben uns dann geholfen.
- 17:19Aber das fand ich auch spannend.
- 17:20Das ist für mich auch voll die Lücke für einen Großhandel.
- 17:23Absolut.
- 17:23Zu sagen: Ja, ich biete das an und unterstütze das
- 17:27dann halt auf einer ganz anderen Ebene.
- 17:30Im B2B-Bereich gibt es solche Unterstützung schon.
- 17:32Was du gerade schilderst, da ist das schon ausgeprägter, dass man im
- 17:36Firmenkundenbereich schon Leistungen mitmacht und auch
- 17:40ganz normal schon Dinge mitmacht und der Kunde auch das Vertrauen schon
- 17:44hat, sich darauf zu verlassen, weil das ist die Voraussetzung,
- 17:47es machen zu können.
- 17:49Aber in diesem Handwerker-Bereich ist das deshalb auch noch nicht ausgeprägt, weil
- 17:53es setzt Professionalität auf zwei Seiten voraus.
- 17:56Und man darf nicht vergessen, man redet natürlich hier in so einer Funktion
- 18:01Eins-zu-M, während das andere schon eine 1-zu-1-Beziehung ist.
- 18:04Die ist schwieriger zu organisieren, die Eins-zu-M-Beziehung, aber
- 18:08trotzdem ist das die Chance.
- 18:09Unbedingt, ganz klar.
- 18:12Und trotzdem muss ich auch sagen, so schlecht wie es denn dann auch jetzt
- 18:18läuft, weil ich glaube, viel ist natürlich auch von extern gemacht,
- 18:21wo eigentlich auch gar keiner was dafür kann, weil viele andere Branchen laufen im
- 18:24Moment auch nicht besonders gut, gibt es aber trotzdem im Moment so eine
- 18:28Chance, wo einfach die Zeit da über neue Ideen nachzudenken,
- 18:33die man dann auch angeht.
- 18:34Man braucht den Mut, das zu machen.
- 18:37Jetzt kommen wir eigentlich wieder zum …
- 18:38Eigentlich, das war alles Overtüre jetzt. Absolut.
- 18:41Aber was sind die Sachen, wo du sagst, da kannst du als Großhändler Einsparung
- 18:47treffen und gleichzeitig den Service?
- 18:50Mir fällt auch was ein, aber du bist ja der Held dieser Reise.
- 18:56Lass uns mal …
- 19:00Ich betrachte den Großhändler immer so, dass er für den Kunden da ist.
- 19:04Das heißt, wir fangen mit dem Kunden an.
- 19:07Und wenn wir den Kunden ins Zentrum aller Maßnahmen stecken, dann ist das alles gut.
- 19:12Ich freue mich richtig, deswegen habe ich ihn in die Kamera gelächelt, weil es dann
- 19:16kein Finanzer-Blickwinkel ist, sondern einer, der nachhaltiger ist.
- 19:21Der Vorteil ist, wenn du …
- 19:23Ich möchte nicht über dieses Platte-Wort „Customer-Centricity" reden, weil
- 19:26das ist so ein bisschen abgegriffen.
- 19:28Ich glaube, Kundenzentrierung muss anders gedacht werden.
- 19:31Sie muss da anfangen, dass du vorne verstehst, was der Kunde wirklich braucht,
- 19:36und die ganze Firma muss es verstehen.
- 19:37Und es gibt Abteilungen, die sind sehr weit weg vom Kunden,
- 19:41eine HR-Abteilung beispielsweise, weil sie gar nicht in Kontakt kommt mit
- 19:45dem Kunden, aber auch sie muss verstehen, was die Bedarfe des Kunden sind, denn sie
- 19:48müssen die richtigen Menschen einstellen.
- 19:50Also muss man im Grunde ein Mindset ändern.
- 19:53Das kann man beginnen, indem man über gute Projekte redet, Leuchtschirme macht,
- 19:58darüber auch mal Leute mit zum Kunden nimmt und ihnen
- 20:02die Möglichkeit gibt, das zu verstehen.
- 20:04Das funktioniert. Einsparung war deine Frage.
- 20:07Einsparung muss man auf zwei Ebenen betrachten.
- 20:09Also zum einen kurzfristig betrachtet im eigenen Unternehmen, um einer gewissen
- 20:13Situation gerecht zu werden, weil es im Moment gerade mal verlustigt ist.
- 20:18Die Möglichkeiten sind da, sehr einfach gesprochen.
- 20:21Prozessoptimierung sind immer da, indem wir beginnen, Prozesse neu zu denken und
- 20:28sie idealerweise dann auch digitalisieren oder
- 20:32Prozesse zusammenfassen, sie zentralisieren, gegebenenfalls dann auch
- 20:37in anderen Stellen zu machen, wo es günstiger ist.
- 20:40Das ganze Order-Processing-Thema heutzutage ist normalerweise System
- 20:45vorgegeben, muss nicht an vielen Stellen gemacht werden, kann an
- 20:48einer Stelle gemacht werden.
- 20:49Ist eine riesen Einsparung, ist aber auch ein riesen Hebel,
- 20:52weil darüber wird Transparenz geschaffen, die dem Unternehmen wieder bietet:
- 20:57Was macht der Kunde eigentlich?
- 20:58Weil diese Informationen Kunden sind nicht da.
- 21:01Das zweite Thema zum Thema Kunde: Man muss heute über innovative Formate
- 21:07nachdenken, wie man Kunden besser versteht.
- 21:11Es gibt eine ganz einfache Frage, die ich auch immer wieder mal
- 21:16mit Kollegen diskutiere.
- 21:18Wenn man mal die Frage stellt, wie viele Geschäftsführer, CEOs, CSOs und so weiter,
- 21:24denn in den letzten Jahren mal beim Kunden waren, dann kommt leider häufig Schweigen.
- 21:33Und daran sieht man eigentlich das Problem.
- 21:35Wir beschäftigen uns zu sehr mit uns selbst.
- 21:40Das ist alles richtig, was da gemacht werden muss, aber am Ende des Tages gibt
- 21:43es ja nur eine Geldquelle im Unternehmen, nämlich die des Kunden.
- 21:48Also muss ich mich auch konkret mit dem beschäftigen und seine Wünsche verstehen.
- 21:53Und deshalb ist es nicht nur die Aufgabe des Vertriebs, als Oberster in dieser
- 21:57Pyramide da diese Brücke zu machen, sondern Ich halte es für total wichtig,
- 22:02dass das Management auch zum Kunden geht, und zwar nicht nur zu dem A-Kunden, zum
- 22:06Abendessen, sondern vielleicht auch mal zu einer Vertragsverhandlung oder zu so einem
- 22:10Claim-Gespräch und das Gleiche auch mal bei einem
- 22:12mittleren und einen kleinen Kunden macht.
- 22:14Und wenn man das gemacht hat, dann weiß man, wo der Hase läuft.
- 22:17Und dann versteht man auch ein Stück weit, was man tun muss.
- 22:20Und dann müssen sich alle Prozesse danach orientieren.
- 22:23Und dann sind wir bei dem Thema Effizienz.
- 22:26Dann wirst du auch sofort die Frage beantworten können: Wo
- 22:28kannst du Kosten sparen?
- 22:30Natürlich können wir heute hingehen und sagen, wir machen jetzt den
- 22:32Buchhaltungsprozess anders, weil wir ihn machen müssen, weil
- 22:35der staatlich vorgegeben ist.
- 22:37Weil das ist ein Thema.
- 22:38Ab einer gewissen Unternehmensgröße habe ich bestimmte Dokumentationspflichten.
- 22:41Das heißt, ich bin darauf angewiesen.
- 22:43Aber wenn ich verstanden habe, was der Kunde will und dann in mein Unternehmen
- 22:48gucke und feststelle, was ich da überhaupt habe, stelle ich möglicherweise fest, das
- 22:53sind Dinge, die will der Kunde gar nicht.
- 22:55Und dann bin ich bei dem Thema Kosten oder,
- 22:59lass es uns anders sagen, dann bin ich bei dem Thema Chancen, weil dann kann ich
- 23:02nämlich vielleicht das, was ich da im Moment an Aufwand habe, in Umsatz umbauen.
- 23:06Wir werden auch immer wieder mal gerufen, dass wir so Befragungen durchführen,
- 23:10Prozesse optimieren, weil – und das möchte ich auch
- 23:13unterstreichen – viele der Geschäftsführer halt wirklich nicht die Kundensicht haben.
- 23:19Und total, das ist überhaupt nicht rocket science und betrifft uns genauso
- 23:24und betrifft jedes Unternehmen.
- 23:25Wenn ein Kunde ein Angebot haben möchte, will er ja nicht lange warten,
- 23:29weil Der Mensch, der dahinter steht, der holt sich drei, vier, fünf Angebote
- 23:34ein und will ja eigentlich eine zügige Entscheidung haben.
- 23:37Oder die Möglichkeit einer zügigen Entscheidung.
- 23:39Kann sein, dass sie intern länger brauchen, aber eigentlich
- 23:42wird er es schnell haben.
- 23:43Und da sind viele Firmen echt immer langsam und auch ganz platt.
- 23:48Wenn eine Firma langsam bei der Angebotserstellung ist,
- 23:51habe ich dann als Kunde das Gefühl, die sind schnell bei der Umsetzung?
- 23:55Nein.
- 23:56Wenn das da schon langsam ist, dann ist die die Maßnahme anders.
- 24:01Ich würde bei dem Thema vielleicht einfach nur Zahlen, Statistik bemühen.
- 24:08Die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Auftrag bekommst, wenn du innerhalb einer
- 24:13bestimmten Zeit, 48 Stunden dein Angebot legst und zwar lesbar zur Verfügung
- 24:18stellst, ist 40% höher, als wenn es acht Tage dauert.
- 24:24Kommst du mit dem Angebot nach 14 Tagen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du
- 24:28den Auftrag kriegst, gar nicht mehr da.
- 24:30Heißt also, wenn du nach 48 Stunden dein Angebot
- 24:34gelegt hast, kannst du sogar höhere Preise reinschreiben,
- 24:38weil die Entscheidungsfähigkeit nicht nur der Preis ist, sondern auch die Tatsache,
- 24:43der kann das schnell legen, der kann da ja auch liefern.
- 24:45Und auch, er hat schon ein paar Mal gemacht.
- 24:48Er muss nicht alles noch mal neu erfinden.
- 24:50Das soll natürlich immer noch persönlich sein.
- 24:52Und das ist auch so ein Thema, wo ich glaube, da können wir einfach mit den
- 24:58gegebenen Mitteln heute schon viel erreichen, wenn Geschwindigkeit
- 25:03als Wettbewerbsvorteil verstanden wird.
- 25:05Und ich glaube für mich ganz klar, das ist ein absoluter Wettbewerbsfaktor
- 25:09heutzutage geworden, nicht nur in der Lieferung, sondern auch
- 25:13in der Bereitstellung von Informationen wie Angeboten oder auch in der
- 25:18richtig zeitgerechten Abrechnung.
- 25:21Es ist ja auch eine Frage: Wie vereinbaren wir da die Abrechnung?
- 25:24Und dann muss das aber auch funktionieren.
- 25:26Und die besten Geschäfte, die ich organisieren durfte, war, wenn wir mit
- 25:32einem Kunden tatsächlich so weit waren, dass er irgendwann gesagt hat: Du
- 25:37kriegst von mir die Möglichkeit, den Betrag abzubuchen.
- 25:41Das heißt, wir haben im Grunde ein Gutschriftenverfahren umgesetzt
- 25:44und das war super, weil damit ist das Vertrauen so hoch.
- 25:48Natürlich müssen wir das dokumentieren. Das ist keine Frage.
- 25:50Das muss auch allen möglichen Nachprüfungen natürlich gerecht sein.
- 25:54Aber spart Zeit auf beiden Seiten.
- 25:57Die Rechnungsprüfung in dem Unternehmen – das war, als ich im technischen Handel
- 26:02war –, die natürlich dann ganz viele kleine Positionen prüfen
- 26:05muss, das entfällt.
- 26:06Das kann man heute als digital machen, keine Frage.
- 26:09Aber auch dieser gesamte Buchungsvorgang entfällt, weil er wird einfach gemacht.
- 26:13Vertrauen durch Geschwindigkeit.
- 26:15So, und ich glaube, dass Geschwindigkeit ein Wettbewerbsfaktor
- 26:18ist, der heutzutage …
- 26:19Das kann auch nur wieder der Großhändler machen, weil er sitzt ja im Driver Seat.
- 26:23Und das ist so ein Thema, so Leistungsverzeichnisse.
- 26:26Da haben wir das auch super festgestellt, dass die sagen: Okay, wir können schneller
- 26:30antworten, zeigt unsere Kompetenz, schafft Vertrauen und wir können mehr
- 26:34beantworten, auch verrückt.
- 26:36Und das in Kombination auch mit der Statistik, die du gesagt hast, führt ja
- 26:40dazu, dass ich einfach einen strukturellen Wettbewerbsvorteil aufbaue.
- 26:44Das Thema Leistungsverzeichnisse ist ja eines der Themen, die heute Standard sind.
- 26:49Das wird herumgeschickt an alle möglichen Leute, sondern dann fängt jeder mit
- 26:53seinem Programm an und beantwortet das.
- 26:56Und heute gibt es Möglichkeiten, ihr selber seid in dem Thema
- 27:00auch nicht ganz untätig.
- 27:01Witzigerweise, aktuell sind ja immer noch sehr viele
- 27:04erfahrene Menschen da hinten dran und müssen das irgendwie steuern.
- 27:07Und die können es auch nur, weil sie Erfahrung haben.
- 27:09Und irgendwann sind wir an dem Punkt, dass die dann in Ruhe stand gehen
- 27:12und dann haben wir ein Problem. Und die Gen Z macht das halt nicht.
- 27:15Genau, die wollen das vielleicht auch nicht.
- 27:18Trotzdem muss man sagen, ich finde, das ist eigentlich ein schönes Beispiel, ist
- 27:21eine komplexe Anfrage, braucht ein komplexes Angebot.
- 27:25Und wenn wir das auch hier wiederum digital unterstützen können, dass es
- 27:30sehr schnell zur Verfügung gestellt werden kann, dann habe ich einen
- 27:33strukturellen Wettbewerbsvorteil.
- 27:35Wir sind drauf gekommen, weil dann die Kunden
- 27:39sagen: Ja, wir haben auch schon so einen Service, der ist aber nicht so gut.
- 27:42Wir müssen viel nacharbeiten.
- 27:44Und wenn wir dann sagen wollen, wir wollen aber beispielsweise unsere Produkte
- 27:48reinbringen oder die Marge erhöhen oder möglichst günstig sein oder
- 27:52wir brauchen das jetzt über den Hersteller, weil wir dann noch eine
- 27:55Gutschrift Ende des Jahres bekommen und es gibt ja ganz viele andere Überlegungen,
- 27:58noch das zu schneiden, dann steigen die aus, weil keiner pumpt da
- 28:02die Preise rein oder die EK-Sachen oder andere Themen.
- 28:06Und eigentlich, sagst du es ja richtig, diese Grundprinzipien des Großhandels
- 28:12musst du ja in so eine Kalkulation einbinden.
- 28:15Das Thema, dass ich beispielsweise mit einem Hersteller ein Volumen vereinbart
- 28:18habe, um einen Bonus zu bekommen.
- 28:20Also sehr einfache Logik, ganz klassischer Standard, aber muss ich
- 28:24ja in so einer Logik drin haben.
- 28:26Für den Fall, dass ich als Hersteller Eigenmarken anbieten
- 28:30möchte, sei es auch nur alternativ, muss ich hier sie ja mit anbieten,
- 28:34um dem Kunden auch zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt.
- 28:37Das ist hochkomplex. Das ist superkomplex.
- 28:38Wo hast du die, wo nicht?
- 28:39Du hast eigentlich zwei Angebote dazu oder ein komplex aufbereitetes Einangebot.
- 28:44Richtig.
- 28:44Und ich glaube, dass gerade in diesem Fall, also gerade über Eigenmarken,
- 28:49kann man sehr lange reden.
- 28:50Es gibt viele Gründe, die heute dafür sprechen, weil sie einfach
- 28:55margensteigernd sind und gerade im Verbrauchsbereich, der auch vielleicht
- 29:00nicht sichtbar ist, sehr sinnvoll sind, im Werkzeug beispielsweise, weil die
- 29:05Qualität ist absolut vergleichbar.
- 29:07Aber es gibt natürlich immer noch den anderen Fall, wo sehr stark
- 29:12markenorientiert unterwegs sein kann.
- 29:14Das hat dann was mit Boni zu tun.
- 29:17Es ist immer so die Frage, wo man es abdeckt.
- 29:18Ich glaube, dass es immer eine sowohl als auch Strategie geben muss.
- 29:22Es darf nie eine entweder oder Strategie geben, sondern man muss
- 29:24schon beides können.
- 29:26Und da muss man natürlich dann auf der Angebotslegungsseite schon in der Lage
- 29:30sein, dem Kunden auch zu zeigen, du kannst das Marke haben,
- 29:33aber wir würden auch in dem und dem Fall vielleicht eine Option mal empfehlen.
- 29:37Und ich finde, auch das ist ein Service, den kann nur der Großhandel bieten.
- 29:41Man muss natürlich auch diesen Service entsprechend kommentieren.
- 29:44Man muss denen sagen, dass wir im Grunde das Know-how dazu haben,
- 29:48so etwas überhaupt tun zu können.
- 29:49Das heißt, ich muss schon das Produkt kennen, ich muss das Alternativprodukt
- 29:54kennen und das ganze Know-how er mündet dann nachher
- 29:58nur in einem Angebot.
- 30:00Und ich glaube, da muss man sehr klar drüber sein, dass man so etwas heutzutage
- 30:04eben unterstützen lassen muss, denn es ist leider heute nicht so, dass man
- 30:08die Angebote bezahlt bekommt.
- 30:10Also das hat bisher noch keiner umsetzen können.
- 30:13Aber wenn man weiß, was dahinter steht, wäre das eigentlich total sachlogisch.
- 30:17Du kannst das Angebot ja noch schön erweitern, gerade wenn du zwei Varianten
- 30:20hast, auch wenn es Spezialisten sind, die Handwerker, die dann das Angebot lesen.
- 30:26Und du hast im Sanitärgroße …
- 30:29Oder nein, Elektro ist noch mal komplexer.
- 30:31Du bringst noch eine neue Marke rein mit ein paar neuen Funktionen.
- 30:34Ein Vertriebler schreibt das ja gar nicht alles auf.
- 30:37Und wenn du dann per AI sagst: Okay, ich habe das Angebot zu dem Preis, du kannst
- 30:40aber auch das bekommen und du hättest noch die und die Vorteile für deinen Kunden,
- 30:44weil der Handwerker steht ja auch häufig im Wettbewerb,
- 30:48dann hast du was zum gleichen Preis, was besser ist oder für ein bisschen mehr
- 30:51Geld, viel besser, wie auch immer.
- 30:54Absolut. Und diese Prosa, die fehlt ja komplett.
- 30:56Das sind ja keine Texter, die Handwerker.
- 30:58Und was wichtig ist, dass man andere Medien nutzt dafür, dass man
- 31:02sie auch insoweit schult.
- 31:05Das klingt jetzt sehr hochtrabend, aber es reicht ja aus, dass es über eine einfache
- 31:09Möglichkeit Ihnen der Nutzen dieses Produktes
- 31:13verständlich gemacht wird, damit er sie auch zum Kunden transportieren kann, weil
- 31:16er steht ja nun mal in der ersten Reihe und das kann man heute.
- 31:21Oder auch so einen Link mit gibt.
- 31:22Oder ich glaube, was auch bald kommen könnte, so als Idee, automatisch
- 31:27dafür ein Video zu generieren.
- 31:29Also ganz platt, ich habe ja die ganzen Assets drin.
- 31:32Die sind ja da.
- 31:32Generiere ich damit ein Video, dass, ich glaube, wenn man es jetzt macht, dann
- 31:37vielleicht noch ein bisschen holprig ist, aber ein halbes Jahr, Jahr,
- 31:40hast du ein kurzes Erklärvideo, was der Unterschied ist und was du deinem
- 31:43Kunden noch mitgeben kannst.
- 31:45Es gibt ja heute für jedes Produkt Erklärungen, aber du willst ja nicht drei
- 31:49Videos angucken, sondern was du brauchst, ist im Grunde die
- 31:52Synthese daraus und sagen: Okay, es gibt A, B und C und das hat den Vorteil, das
- 31:57andere hat den Vorteil und das Dritte hat diesen Vorteil und je nachdem, wo dein
- 32:01Nutzen liegt, empfehlen wir dir, in diese Richtung zu denken.
- 32:05Und wenn man das einfachst kundenindividuell produzieren kann
- 32:09und es mitgeben kann zu diesem Angebot, zu dem Leistungsverzeichnis,
- 32:15ich glaube, dann ist man beyond.
- 32:16Und dann vielleicht noch einen Schritt weiter gedacht und sagt: Ich habe noch
- 32:20eine zweite Version, die schickst du deinem Kunden oder deinem Interessenten.
- 32:24ich habe für dich das Angebot gemacht.
- 32:26Das sind die Unterschiede.
- 32:27Kann er sich angucken, anhören oder lesen?
- 32:31Ich glaube, dann sind wir auch wieder schließlich der Kreis beim Kunden.
- 32:35Der Kunde fragt heute etwas an, möglicherweise, weil er
- 32:40glaubt, das zu kennen.
- 32:42Er kennt vielleicht auch nicht die Komplexität.
- 32:44Im Elektrobereich ist das so.
- 32:46Aber ihm jetzt die Möglichkeiten zu bieten, zu sagen: Es gibt neben dem, was
- 32:50du angefragt hast, gibt es auch noch A, B und C und wir zeigen dir mal, was geht und
- 32:54wir bringen dir auch gleich mal einen Vergleich mit.
- 32:56Und wenn man den in einer sehr einfachen Art und Weise bekommt, dass
- 33:00er auch konsumierbar ist, wie du es gerade geschildert hast, eben nicht durch eine
- 33:04Tabelle, sondern vielleicht auch durch ein visuelles Erlebnis,
- 33:08na ja, das ist kaufentscheidend.
- 33:09Unglaublich kaufentscheidend.
- 33:11Und der Service wird auch besser.
- 33:13Also gerade, jetzt mal, Elektriker nehmen wir mal Klnx oder nicht klnx?
- 33:16Genau.
- 33:16Weil ich habe da auch die Fragestellung, ich wollte Smart Home und dann ist
- 33:20ja auch, KNX, was kostet es dann?
- 33:21Da stand dann einfach eine Summe drauf.
- 33:24Gibt es da Alternativen? Was schwierig.
- 33:26Es gibt Alternativen, habe ich später erfahren, wo sich ein guter Freund von mir
- 33:29reingedrillt hat, der Elektroingenieur ist.
- 33:32Klar, dass der sich dann reindrillt.
- 33:34Ich habe mich dann für Meta entschieden.
- 33:36Würde ich es noch mal machen?
- 33:38Weiß ich nicht.
- 33:39Ich glaube, das, was mein Freund da gemacht hat,
- 33:42wäre ich auch schwach geworden.
- 33:44Aber wer kann dich da wirklich beratetnund deswegen tausche ich nicht ein
- 33:47Gewerke beim Generalunternehmer aus. Nein.
- 33:50Wenn du dann auch so einen Zeitplan hast, wenn du einfach on the fly merkst.
- 33:54Als Kunde, glaube ich, wird es dann schwierig, wenn du grundsätzlich
- 33:56Entscheidungen treffen musst und eigentlich die Optionen gar nicht kennst
- 34:00oder den Option Raum nicht kennst.
- 34:02Oder wenn du Grundsatzentscheidungen treffen musst, aber weißt, dass die
- 34:06Technologie sich weiterentwickelt und du nicht weißt, ob die eine Entscheidung
- 34:10jetzt irgendwann zu einem Ende kommt und du dann aber neu entscheiden musst.
- 34:14Das sind so die komischen Themen und hier kann man unterstützen, weil das
- 34:19ist auch keinem zumutbar, das sauber zu beraten.
- 34:22Aber hast du die Datenhoheit im Hintergrund und hast du auch die Strategie
- 34:25der Produkte, die dahinter steht, dann kannst du sehr wohl zu
- 34:28so einem Thema was sagen.
- 34:30Und der Vorteil des Großhändlers bleibt Neutralität.
- 34:34Er ist in der Lage, mehrere Produkte zu
- 34:38verkaufen, also kann er sie auch beraten, also kann er sie auch bewerten.
- 34:42Und ich finde, dass das ein ganz wichtiges Thema ist.
- 34:45Wir haben oft immer darüber gesprochen, der Kunde weiß, was er will und so weiter,
- 34:48aber das Beispiel, was du gerade genannt hast, zeigt ja genau, das mag in
- 34:53bestimmten Bereichen so sein, aber es ist vielleicht bei anderen Bereichen auch
- 34:55genau eine Beratungskompetenz notwendig.
- 34:59Und ich glaube, dort, wo das zusammenkommt, entsteht echter Mehrwert.
- 35:03Und dann kannst du auch ein tolles Angebot machen und dann bist du auch tatsächlich
- 35:08in den Entscheidungsprozess eingebunden.
- 35:11Und ich glaube, das ist ein super Schlusswort, denn die
- 35:15Herausforderungen, die sind da und die Möglichkeiten sind auch da.
- 35:20Absolut.
- 35:20Das ist jetzt totaler Tipping Point, nach vorne zu gehen.
- 35:23Was glaubst du, in fünf Jahren wird sich der Markt der Großhändler, der
- 35:27Anzahl der Großhändler reduzieren oder werden neue Player kommen, die auf
- 35:30einmal das Game ganz anders spielen?
- 35:33Ja, ich glaube schon, dass der Markt sich verändern wird.
- 35:35Das hat damit zu tun, dass es ein sehr fragmentierter Markt ist und sehr, sehr
- 35:39viele kleinere und milttlere dabei sind, die aus verschiedenen Gründen
- 35:43möglicherweise nicht mehr da sind.
- 35:44Es gibt ja dieses Nachfolgethema, was wir in Deutschland hier ungelöst haben.
- 35:48Das trifft auch diese Branche.
- 35:50Es gibt aber auch das Thema, dass im Grunde Skaleneffekte ab einer gewissen
- 35:53Größenordnung erst tatsächlich Sinn machen, die da nicht erreicht sind.
- 35:57Und dann musst du einfach sagen, du hast ja auch einen Investitionsdruck,
- 36:00insbesondere wenn es technologische Dinge geht und die muss man sich leisten können.
- 36:04Also gibt es bestimmte Größenordnungen, die möglicherweise
- 36:08das alleine nicht schaffen, aber das heißt ja nicht, dass sie es nicht schaffen.
- 36:11Das kann ja bedeuten, dass sie sagen: Okay, dann finde ich Kooperation.
- 36:14Dann kommen wir Da gibt es auch eine Menge.
- 36:16Da gibt es Verbünde.
- 36:17Da gibt es ja viele Optionen, die man da machen kann.
- 36:20Und ich glaube, das ganze Thema muss auch weitergedacht werden in diese Kette rein,
- 36:26beispielsweise auch beim Kunden den Pain nehmen.
- 36:30Wir haben heute die Situation, dass viele Kunden auf der schlicht und ergreifenden
- 36:34Liquiditätsseite Short sind.
- 36:37Okay, also muss ich mit einem Großhändler zusammenarbeiten, der mir
- 36:41Finanzierungslösungen mit anbietet?
- 36:43Und es gibt bestimmte Großhandelsbranchen, da war das überhaupt
- 36:45nicht üblich, das zu tun.
- 36:47Aber es gibt ja auch mittlerweile sehr innovative Verbundgruppen, die
- 36:51bringen heute eine Bank mit.
- 36:52Und die bringen eine Bank mit, weil sie erkannt haben, ich muss also dem Kunden,
- 36:58also dem Großhändler dann, eine Möglichkeit bieten, seinem Kunden
- 37:01wiederum Finanzierungsoptionen anzubieten.
- 37:03Und wenn man sich darüber klar ist, dass der gesamte Automarkt so entstanden ist,
- 37:08dass Leasing angeboten wurde und erst dadurch dieses Wachstum in dem
- 37:13Markt zustande gekommen ist, dann ist das für mich die nächste logische Folge.
- 37:17Und wenn man im Einzelhandel guckt, insbesondere wenn man in die großen
- 37:21Saturns-und Mediamärkte reinguckt, na ja, da wird ein Großteil der Produkte
- 37:25heute finanziert über mehrere Raten.
- 37:28Das ist ganz normal geworden.
- 37:29Das sind diese Mikro-Kredite.
- 37:31Und so gesehen, glaube ich, wird das im B2B-Geschäft auch
- 37:34irgendwann Einzug finden.
- 37:36Und der, der so etwas heute anbietet und innovativ ist und gesagt hat: Ja,
- 37:40ich mache das mit, der ist dabei.
- 37:42Und Projektfinanzierung sind heutzutage durchaus machbar.
- 37:46Wir haben es selber gemacht bei größeren Projekten mit Kunden zusammen
- 37:52und ich glaube, das ist dann wieder das Thema Kunde, mein Lieblingsthema,
- 37:56was dann echt bindet, weil ich bringe ja dann auch mehr mit, nicht nur ein Produkt
- 38:00oder eine Dienstleistung, sondern ich kümmere mich auch darum,
- 38:03dass er es bezahlen kann.
- 38:04Und damit bin ich total aus dem Wettbewerb weg und dann bin ich
- 38:07der Möglichkeit Macher. Genau.
- 38:09Und insofern …
- 38:10Gutes Abschlusswort.
- 38:11Danke, Adrian.
- 38:12Seid Möglich-Macher. Genau.
- 38:14Danke für deine Zeit. Danke schön, dass ich da sein durfte.
- 38:16Total gerne. Danke für die Insights.
- 38:17Und wenn ihr Fragen habt, gerne postet hier einfach drunter oder schreibt uns an.
- 38:22Wir beantworten die total gerne. Absolut.
- 38:25Nutzt Adrians Kompetenz in dem Umfeld und seid mutig und ich
- 38:31freue mich auf die nächste Folge mit dir.
- 38:33Danke schön.