Latest / FOMtastisch - Daily Handball Podcast / WAS FÜR EIN JAHR! Yves Grafenhorst über sein 2025
Transcript
- 0:00Ich habe ein Interview von dir gefunden aus dem Jahr 2015.
- 0:03Also als du noch gespielt hast, dass du auf die Frage, ob du
- 0:06Tipps hast, auch für Nachwuchsspieler und wie ich
- 0:08immer besser werden kann als Spieler geantwortet.
- 0:11Zitat finde deine Schwächen heraus und mach sie zu deinen
- 0:14Stärken. Hat denn dieser SC Magdeburg von
- 0:17heute aktuell oder irgendwo schwächen?
- 0:22Vom Tast der Daily Handball Podcast.
- 0:30Diese und mehrere Fragen zum SC Magdeburg, die klären wir heute
- 0:34in einer neuen Ausgabe von fantastisch in der ersten 2026.
- 0:38Erstmal wünsche ich euch ein frohes neues Jahr, freue mich
- 0:40sehr, dass ihr heute mit dabei seid, nur das Beste für euch und
- 0:44danke schon mal jetzt fürs Einschalten in diesem
- 0:47Kalenderjahr. Wir haben viel vor, nicht nur
- 0:48heute, sondern generell die Europameisterschaft steht vor
- 0:51der Tür in den kommenden Tagen gibt es aber noch ein paar
- 0:53Jahresrückblicke unter dem Motto unter der Überschrift Was für
- 0:57ein Jahr und und das kann man oder muss man natürlich auch im
- 1:00Zusammenhang mit dem SC Magdeburg sagen.
- 1:02Wir sprechen jetzt mit dem Co Trainer Yves Gravenhorst über
- 1:05dieses fantastische, so konstante Jahr des SC Magdeburg.
- 1:08Nur 4 Niederlagen wettbewerbsübergreifend in dem
- 1:12Jahr 2025, das ist eine sensationelle Statistik.
- 1:15Wie ist es eigentlich, wenn man dabei gewesen ist?
- 1:18Das erzählt uns jetzt Yves Gravenhorst, der Mann an der
- 1:20Seite von Bennet Wiegert, über den wir so viel gesprochen haben
- 1:23im Dezember, alleine schon, weil er sein Jubiläum gefeiert hat.
- 1:2710 Jahre als Chefcoach des SC Magdeburg, was ist sein
- 1:31Geheimnis in Anführungsstrichen, also seine Stärke, die Bennet
- 1:34Wiget als Trainer einfach auszeichnet auf diesem hohen
- 1:36Niveau, das wollte ich von Eve wissen, genauso natürlich wie
- 1:39die Tatsache, wo kommt dieser Hunger her, den diese Mannschaft
- 1:42intrinsisch, ja fast schon aus sich heraus auszeichnet.
- 1:46Das ist alles bemerkenswert, wie sieht Eve Grafenhorst das ganze,
- 1:49das Ganze jetzt, wenn euch der Podcast gefällt, dann lasst doch
- 1:51gerne ein Like oder ein Follow da euch jetzt ganz viel Spaß mit
- 1:54Eve Grafenhorst. Hier ist die 1.
- 1:56Folge 2026 und ich sage Guten Morgen, Eve.
- 2:00Guten Morgen, fang. Schön dich zu sehen.
- 2:02Wie geht es dir am Ende eines sehr intensiven Jahres?
- 2:06Ja, ich glaub, wir haben viel erlebt und es gilt viel zu
- 2:12verarbeiten. Jetzt am Ende des Jahres in der
- 2:14Winterpause viel aufzuarbeiten und ich glaube aber, es gibt
- 2:20schlimmere Jahre zu verarbeiten, deshalb machen wir das mit
- 2:24einem. Lachendem Auge, denk ich.
- 2:26Wann realisierst du denn, dass ein Jahr zu Ende ist?
- 2:29Also kommt man wirklich auch mal raus aus diesem Tunnel?
- 2:31Spät, aber ja, und bei mir braucht es gerade im Winter
- 2:36schon die die Zeit vielleicht auf dem auf der auf der
- 2:39Berghütte bei einem Glühwein oder so.
- 2:45Ja, ich bin nicht der Typ, der darin gut ist, Dinge schnell zu
- 2:48verarbeiten, der braucht wirklich Zeit, um
- 2:52runterzukommen. Ja, ich brauche da den richtigen
- 2:57Gesprächspartner für. Vielleicht bist du es heute um
- 3:01um dann gewisse Dinge aufzuarbeiten, noch mal bewusst
- 3:05werden zu lassen. Ich bin nicht der bewussteste
- 3:07Typ, ich habe zum Glück in meinem Umfeld Freunde und
- 3:11Familie, die, die mir dabei gut helfen, das aufzuarbeiten, so
- 3:15wie einer wie Christoph Theuerkauf, den du heute fragen
- 3:18kannst, wo er vor 20 Jahren gegen.
- 3:21Meinetwegen Henning Fritz hingeworfen hat.
- 3:24Das kann er dir genau sagen, da bin ich schon immer schlecht
- 3:26drin gewesen, deshalb ist es gut so solche Leute an der Seite zu
- 3:29haben. Erst das Gedächtnis des SC
- 3:32Magdeburg von so vielen anderen Dingen auch.
- 3:35Aber also ich, ich werde mich bemühen, ich werde mein Bestes
- 3:38geben, ich würde einfach mal ganz offen, vielleicht auch ganz
- 3:42leicht oder auch ganz schwer einsteigen.
- 3:44Wie würdest du denn persönlich dein sportliches Jahr?
- 3:47Beschreiben. Mit dem Sommerhighlight, dass
- 3:50wir die Champions League ein zweites Mal in 3 Jahren gewinnen
- 3:54konnten, kann man es schwer als schlecht einordnen.
- 3:59So es ist einfach schwierig zu sagen, wenn man mitten in diesem
- 4:07Lauf ist. Mitten in dieser Phase ist, die
- 4:09wir jetzt gerade haben, so ne Mannschaft.
- 4:13Jeden Tag zu sehen, wie sie arbeitet, wie sie an an Maximum
- 4:17arbeitet, das ja dabei zu genießen, ist schon nicht so
- 4:22einfach, weil jeder neue Tag lässt den Erfolg von gestern
- 4:27wieder vergessen und und es bedarf es auch, wenn man die
- 4:31höchsten Ziele anstrebt. Deshalb ist es nicht so einfach,
- 4:34aber wir genießen oder wir versuchen es zu genießen, dass
- 4:38wir jetzt gerade da sind, wo wir stehen und.
- 4:42Sind natürlich noch lange nicht satt.
- 4:43Wir wollen alles raus pressen aus der Zitrusfrucht, was drin
- 4:49ist. Ich hab mich im Vorfeld bei der
- 4:51Recherche und Vorbereitung gefragt, was ich persönlich
- 4:55eigentlich beeindruckender finde.
- 4:56Den Champions League Titel zu gewinnen oder aber die brutale
- 5:00Konstanz, die ihr nicht nur davor, sondern auch noch danach
- 5:03in der Folge gezeigt habt. Weil stand heute habt ihr in
- 5:06diesem Kalender ja 4 Niederlagen wettbewerbsübergreifend
- 5:08hinnehmen müssen, das ist, das ist der Wahnsinn.
- 5:11Ja, also kann ich nur unterstreichen.
- 5:14Da zählen halt viele Faktoren dazu.
- 5:18Ich glaube, dass in dem Kalenderjahr zuvor hatten wir
- 5:22auch entscheidende Leistungsträger nicht immer mit
- 5:25an Bord, wir haben jetzt in dem Jahr, ja haben wir auch die
- 5:32glücklichen Umstände gehabt, dass wir nahezu vollständig
- 5:36waren, meistens, und das sagt Bennet ja auch, das ist.
- 5:40Wir spielen da mit Wahrscheinlichkeiten und je
- 5:43kompletter unser Kader ist, desto größer ist die
- 5:46Wahrscheinlichkeit, dass wir auch erfolgreich sein können.
- 5:49Da gibt es dann nur noch kleinere Stellschrauben, die man
- 5:52drehen muss bei dem Team, was wir haben, um ja alles
- 5:57rauszukitzeln. Auf der anderen Seite ich mein,
- 6:01du hast ja recht letzte Saison wart ihr arg
- 6:03verletzungsgebeutelt, da hat man ja zwischenzeitlich gedacht,
- 6:06kommt da noch einer, wer kann sich überhaupt noch verletzen?
- 6:09Und am Ende werdet ihr trotzdem zweiter und spielt Trotzdessen
- 6:12eine fantastische Saison. Das ist ja auch irre eigentlich
- 6:17gewesen, wenn man so von außen drauf schaut und der Champions
- 6:20League Titel garniert, dann das Ganze prägt dieses Jahr im
- 6:23Grunde ja das ganze und bevor wir aber aufs Final Vorschauen,
- 6:25würde ich gerne auch noch mal diesen Weg nachzeichnen.
- 6:28Weil ich sofort, wenn ich an Magdeburg 2025 denke, an vespram
- 6:31denken muss. Diese Aufholjagd, die
- 6:32Camperparade von Hernandez, dann das Tor kurz vor Schluss von von
- 6:37Gisley Christiansson wie hast du das damals erlebt?
- 6:41Ja, wie in einem Film. Also Vespram galt ja auch
- 6:44eigentlich, ähnlich wie Barcelona als Unein
- 6:47uneinnehmbare Festung und dadurch, dass sie das
- 6:52Viertelfinal Hinspiel zu Hause hatten, ist es jetzt nicht die
- 6:55allergünstigste Position, ein Ergebnis.
- 6:58Irgendwie zu gestalten. Wenn du das Rückspiel in Vesprem
- 7:01hast. Und da geht es dann um das Final
- 7:04vor was für Vesprem auch eine enorme Bedeutung hatte oder hat.
- 7:09Und ja, deshalb galt es eigentlich in beiden Spielen ans
- 7:13Leistungsmaximum zu kommen und dass das Spitz auf Knopf
- 7:18ausgeht, das haben wir uns gewünscht, weil ich glaube,
- 7:21niemand geht davon aus, dass man vesprem einfach so irgendwie von
- 7:24diesem Ziel abhält, ins Final vorzukommen.
- 7:27Und dass wir dann am Ende das glücklichere Ende hatten, das
- 7:31war einfach märchenhaft. Ich hab schmie so immer noch im
- 7:34Ohr, wie er gisli ruft ganz laut und dann der das Spiel
- 7:38kommentiert und Magdeburg fährt nach Köln.
- 7:40Es war wirklich das war wirklich Gänsehaut, dann Halbfinale
- 7:43Barcelona und im Grunde ja dasselbe, da sogar noch später,
- 7:46das war wirklich der Buzzerbieter von Tim Hornke,
- 7:49wieder so dramatisch. Ja, da ist der Glaube bei uns
- 7:54auch groß gewesen, weil wir ja auch so n ähnliches Déja vu
- 7:57Erlebnis mit Barcelona im Halbfinale bei unserem Champions
- 8:01League Sieg schon schon hatten und mit dem Schmerz des
- 8:05Vorjahres im Halbfinale gegen Alburg aus geschieden zu sein,
- 8:10hat uns das glaub ich noch mal ja n Stück weit gieriger wieder
- 8:15gemacht das Finale zu erreichen. Mit all den Wechseln, die es in
- 8:20diesem Spiel gab. Wir lagen ja erste Halbzeit
- 8:24schon glaub ich mit 4 Toren zurück und die KM hat überragend
- 8:28aufgespielt, haben uns dann wieder zur Halbzeit rangekämpft
- 8:32und zweite Halbzeit ist so n bisschen ähnlich, dass es wieder
- 8:35erstmal so in den Rückstand gerät, dann kämpfen wir uns ja
- 8:39völlig Stunde vor Ende glaub ich auch schon wieder auf
- 8:41Unentschieden und eintoreführung wann?
- 8:45Dann kamen die Geschichten mit den den roten Karten, die
- 8:48Barcelona im Nachhinein nicht so toll fand.
- 8:52Aber ich glaube, bei allen Dreien gab es den Videobeweis,
- 8:56wenn ich mich nicht recht erinnere, so dass ja das für
- 9:02mich jetzt nicht so fragwürdig war, wie es für Barcelona
- 9:05vielleicht war. Ja, die Hallenbohnengeschichte,
- 9:10die die ja dann. Sich durchs Wochenende zog die,
- 9:14jetzt ja. Neu war für alle Beteiligten
- 9:18irgendwo. Du meinst, dass immer ständig
- 9:19irgendwer ausgerutscht ist? Ja, dass man da schon vorsichtig
- 9:22sein musste, dass man nicht auf n Topspieler verliert.
- 9:27Wer wichtig ist, wie es Berlin passiert ist, was deren Spiel er
- 9:32noch aufs neue Level gepusht hat, wie ich fand in dem Spiel
- 9:36auf jeden Fall. Ja, gab viele Geschichten auf
- 9:38jeden Fall, um das Feine vor, um es, um es kurz zu machen.
- 9:41Wir hatten auf jeden Fall den Glauben dran, Barcelona im
- 9:44Halbfinale schlagen zu können, das hat man uns angesehen, dass
- 9:48wir die Ruhe hatten, auch bei Rückständen einfach ja drin zu
- 9:52bleiben, im Spiel dran zu glauben und ja, wie es dann mit
- 9:56dem Buzzer Beater geändert ist. Von Tim Hornke, der nervenstark
- 9:59gegen Nielsen schon rechts außen den am Ende Reinmacht, das war
- 10:04natürlich traumhaft. Bist du denn eigentlich, wenn du
- 10:07dann tatsächlich mal rauskommst und dann in der Sommerpause das
- 10:10wie gesagt Verarbeitest und du Übersprichst, guckst du dir
- 10:13solche Szenen noch mal an. Nicht direkt, aber später.
- 10:16Auf jeden Fall. Ja, ich hab hab auch das Final
- 10:20vor, also ich bin bei uns so dafür verantwortlich, dass ich
- 10:23unsere eigenen Spiele schneide, weil Benno dann doch noch
- 10:26emotionaler dabei wäre, unsere eigenen Spiele zu schneiden und
- 10:31überlass das gern mir, deswegen hatte ich da noch mal das
- 10:35Vergnügen. Alles sehen, noch mal
- 10:37durchzugehen. Also er macht dann, er übernimmt
- 10:39dann quasi die Gegner, bereitet die anderen Spiele vor.
- 10:42Ja, das sowieso. Wir sind meistens vorwärts
- 10:45gerichtet, da wir alle 3 Tage spielen, haben wir wenig sehr
- 10:50sehr wenig Zeit uns selbst viel zu analysieren, passiert dann
- 10:55mehr dann an der Rückrunde wo wir mehr sehen was wir gemacht
- 10:59haben. Ja, er schneidet auf jeden Fall
- 11:03die aktuellsten Spiele der Gegner und fügt alles zusammen
- 11:06was was ich noch mitgemacht hab, unser unser Torwarttrainer,
- 11:11sodass wir auf viel Input, viel Würfe und viel taktischen Input
- 11:17kommen, um den Gegner bestmöglich zu analysieren.
- 11:20Und dann kommt im Finale Berlin, gerade deutscher Meister
- 11:24geworden, der Rivale aus der Saison.
- 11:27Um vielleicht erst mal ganz kurz die Dramaturgie eines solchen
- 11:30Wochenendes darzustellen. Was kann man eigentlich noch
- 11:33machen, weil spätes Halbfinale, dann hast du noch nur noch den
- 11:38Abend schlafen und irgendwann geht es ja nach dem Frühstück
- 11:40schon wieder Richtung Halle, wann, was kann man überhaupt
- 11:42noch machen, was sind deine Aufgaben an so einem Wochenende,
- 11:44das sind ja nur n paar Stunden. Ja, das ist n ereignisreiches
- 11:49Wochenende auf jeden Fall. Ich kann sagen, dass Bennet an
- 11:52dem Wochenende eigentlich gar nicht schläft, also er arbeitet
- 11:56auch die Nacht. Durch ich hab meinen Großteil an
- 12:01Anschnitt bis dahin schon erledigt, weil ich alle Gegner
- 12:04natürlich das Final Force schon vorbereite sozusagen und ihm den
- 12:08Schnitt gebe von den Spielen die wir ausgemacht haben, die uns
- 12:12helfen könnten den Gegner zu analysieren.
- 12:15Und Bennet ist eher so drauf abergläubig wie man ihn kennt,
- 12:20dass er eigentlich nicht spekuliert wer könnte.
- 12:25Ins Finale gehen und er bereitet dann nur einen Gegner vor.
- 12:28Es dauert halt seine Zeit und er möchte natürlich immer das
- 12:31aktuellste Spiel halt noch mit rein haben, sprich das
- 12:33Halbfinale, was dann entweder vor uns stattfand oder nach uns
- 12:36stattfinden wird, das nimmt er dann auch noch mit rein, so dass
- 12:40das Sortieren und zuordnen was erwarten uns für
- 12:45Abwehrformationen, was gibt es vielleicht für Neuerungen, was
- 12:48gibt es für Veränderungen, was gibt es speziell für
- 12:50Vorbereitungen für das Final vor vom Gegner, dass er das alles
- 12:53mit Einpflegt. Und dann schauen wir natürlich,
- 12:56dass wir am Abend noch ne Sitzung reinkriegen, damit das
- 13:02ja Arbeitsgedächtnis der Spieler am Spieltag selbst dann nicht
- 13:06mehr ganz so überfordert wird. Ja, wir, wir haben dann mehr im
- 13:11Video vorbereitungs Training sozusagen für die Jungs, dass
- 13:17wir dann am Spieltag natürlich am Morgen und am Mittag sie noch
- 13:21mal zusammenholen und. Unseren Matchplan immer mehr
- 13:24verfeinern und sie vorbereiten. Ja, also für Bennet heißt das
- 13:27wenig Schlaf, für mich, wie gesagt, ich hab die Vorbereitung
- 13:30meistens im Vorfeld dann schon erledigt, für mich heißt es dann
- 13:33zu unterstützen und zu gucken und zu besprechen mit Benno ja
- 13:38was, worauf legen wir unser Augenmerk, was müssen wir
- 13:43priorisieren, was müssen wir vielleicht noch besprechen.
- 13:44Also weil es gab das erste Final vor mit Gysis legendärer
- 13:50Schulter. Rückkehr da ist so viel
- 13:53passiert. Was, was Bennet da nebenbei
- 13:55gemanagt hat, mit Ärzten und Physiotherapeuten und
- 13:59Geheimtraining am Morgen noch ob wie sie überhaupt irgendwie n
- 14:03Ball fangen und werfen kann, das das Sucht seinesgleichen was was
- 14:08da ja passiert, das kann man eigentlich in einem gesonderten
- 14:13Buch glaub ich aufschreiben, wenn man, wenn man da affin ist,
- 14:16ich bin da echt schlecht drin, wie gesagt um das alles zu
- 14:19verarbeiten und das alles wieder hochzuholen.
- 14:22Da bräuchten wir jetzt, glaube ich, hier noch links und rechts
- 14:24neben mir meine Gedächtnisse, die die, die mir da helfen,
- 14:30teuer ist. Ja, bei den Final Force meistens
- 14:32auch als Unterstützung noch mit dabei, ob es jetzt nur als
- 14:37Ablenkung ist oder er hatte damals glaube ich auch das
- 14:40Geheimtraining mit Gysi in der Halle geleitet, damit wir uns
- 14:45auf das Video und auf den Gegner vorbereiten können. 2023 ist ja
- 14:50im Halbfinale da auch passiert. Diesmal hat die Schulter zum
- 14:53Glück bei allen gehalten und ihr konntet dann ins Finale gehen
- 14:57gegen Berlin und ich mein, ihr habt dieses Jahr viele
- 15:00fantastische Spiele gemacht, aber war das somit das Beste
- 15:03eines der besten? Es wirkt so, weil es relativ
- 15:08dominant gestaltet war das Spiel.
- 15:10Wir haben ja, wir haben eine unglaubliche Intensität, wir
- 15:14haben n überragenden Sergej in dem Spiel.
- 15:17Wir haben gute Abwehr gespielt gegen eigentlich Spieler, die
- 15:21schwer zu verteidigen sind. Wenn man auf der anderen Seite
- 15:24den Welthandballer hat, der gerade nach dem Halbfinale glaub
- 15:30ich sich auf die Fahne geschrieben hat, das Finale
- 15:32jetzt irgendwie bisschen PAYBACK zu geben.
- 15:35Wo er, wo er rot bekommen hatte. OK, ja genau, das war uns
- 15:38natürlich im Vorfeld klar, dass er jetzt das Spiel an sich
- 15:40reißen will, was wir für uns vielleicht auch in dem Spiel n
- 15:44bisschen mit nutzen wollten. So war jedenfalls das.
- 15:47Das vornehmen, was klar ist, wenn der Welthandballer im
- 15:52Halbfinale ausscheidet, dass er im Finale der Mannschaft ein
- 15:54Stück weit zurückgeben will und 100% motiviert ist und
- 15:57vielleicht ja die Intention hat, dass da ein bisschen mit alleine
- 16:02zu wuppen muss, haben wir versucht, für uns zu nützen,
- 16:06dass man das natürlich über 60 Minuten, dass er da intelligent
- 16:11genug ist, das auch zu erkennen und.
- 16:16Da seine Lösung zu finden, das ist natürlich auch klar, wir.
- 16:19Sind ja jetzt unter uns. Am Ende dieses Jahres.
- 16:22Ich hab mich oder oder ich denke mir auch, ihr wart doch auch
- 16:24maximal unabhängig davon, dass es Champions League Finale ist.
- 16:27Das größte Spiel der Saison, ihr wart doch auch alleine schon
- 16:30maximal angezündet, weil Berlin Euch in der Liga geschlagen hat
- 16:34und am Ende ganz knapp vor euch gelandet ist.
- 16:37Da noch mal was gerade zurück. Ja, ich glaube, wir hatten mal
- 16:41diesen einen Tag. Den Berlin vielleicht zum
- 16:44Zelebrieren ihrer ersten deutschen Meisterschaft genutzt
- 16:47hat, hatten wir, glaube ich, um uns mehr auf das Final
- 16:52vorzukonzentrieren. Nichtsdestotrotz konzentrierst
- 16:55du dich ja nicht aufs Finale in der Woche zuvor, sondern.
- 16:58Du bist auch bewusst, dass wenn es dann ins Spiel sozusagen
- 17:00reingeht, sag ich mal so. Absolut.
- 17:02Das ist auf jeden Fall ein Aufbau, der über das Jahr
- 17:05hinweg. Was ich gerade schon
- 17:07angesprochen habe mit mit dem Halbfinale zuvor mit dem Jahr
- 17:10zuvor gegen Alburg, das das Tat weh, dann die Meisterschaft, du
- 17:16hast es angesprochen, ich glaube, wir waren ja am letzten
- 17:18Spieltag zur Halbzeit gegen Bietigheim waren wir ja Meister,
- 17:22zu dem Zeitpunkt sozusagen, also waren wir ne Halbzeit davon weg,
- 17:25als die Berliner das Spiel gegen die Rhein Neckar Löwen gedreht
- 17:28haben. Das Tat auch schon wieder ein
- 17:30bisschen weh, weil die Hoffnung hältst du ja am Leben bis zur
- 17:34letzten Sekunde am letzten Spieltag.
- 17:36Du musst das ja da auch deiner Mannschaft vermitteln, die
- 17:39Mannschaft muss damit dran glauben und muss alles raushauen
- 17:43und dann ist das natürlich trotzdem auch wieder so ein
- 17:46kleiner Rückschlag, der aber auch dazu beigetragen hat, daran
- 17:50glaube ich ganz fest, dass wir am Ende das deutsche Finale
- 17:54gewonnen haben. Also gut spielen könnt ihr, das
- 17:57haben wir schon öfters festgestellt.
- 17:58Wie gut kann Magdeburg denn feiern?
- 18:02Also mit Sicherheit können das sehr viele ganz, ganz gut.
- 18:06Ich bin da wie gesagt auch nicht ganz gut, ganz so gut drin, ich
- 18:09ziehe mich da gerne auch zurück, bin gerne der Beobachter und
- 18:15lasse dann natürlich die Jungs ja alles rauslassen, das muss
- 18:22ohne Traineraugen ganz gut gehen, ich glaube benner.
- 18:25Kann das auch nicht so ganz ganz gut die Mannschaft ausgelassen
- 18:30zusehen. Aber zelebriere euch beide dann
- 18:33danach mit eurem Trainerteam und stoßt mal n Glas Wein an oder
- 18:37sagt sich Bennet Wiegert, dann Schlaf ich jetzt nach dem Spiel
- 18:39halt erst mal 8 Stunden oder wie läuft das?
- 18:42Also wir haben dann schon gewisse, also den gewissen Tag
- 18:46danach mit mit Balkon und zelebrieren vor den eigenen Fans
- 18:50noch mal. Das das gehört alles mit dazu.
- 18:53Dann hat man auch noch mal n Bankett wo die Familien mit
- 18:55dabei sind und so aber irgendwann am Abend
- 18:58verabschieden wir uns und lassen die Jungs machen, da sind wir
- 19:04dann raus, da hören wir dann auch nichts und das soll auch
- 19:07so. Sein ich hab n Foto von dir
- 19:09gesehen. Du hast den Pokal mit in deine
- 19:10Heimat gebracht hat hatte das für dich noch mal ne große
- 19:13Bedeutung. Weniger für mich als für die
- 19:17Heimat, die angefragt hat, ob ich nicht mal vorbeischauen
- 19:20könnte. Ich habe dann mir war das jetzt
- 19:24nicht so bewusst, dass das irgendwie so ein großes Ding
- 19:27ist. Aber ja, für die Heimat.
- 19:30Ich habe auch einen Zeitungsartikel dann zugesandt
- 19:32bekommen, war es dann habe ich dann mitbekommen, wie wie schön
- 19:36das für sie war. Es gab auch viele Leute, die
- 19:38sich gemeldet haben und wollten dann auch noch mal daran
- 19:42teilhaben, aber. Ja, also für für mich persönlich
- 19:46ist es jetzt schön, meinen meinen Freunden und Familien und
- 19:50der Heimat n gefallen zu tun. Aber ist jetzt nicht so, dass
- 19:53ich mich mit dem Verein durch, mit dem mit dem Pokal durch die
- 19:57Stadt oder durch die Heimat irgendwie feiern lassen muss.
- 20:01Also ihr seid der Champions League Sieger, habt ne tolle
- 20:03Saison gespielt und insgesamt n tolles Jahr was ich mich immer
- 20:08frage bei all dem Erfolg, ich mein das ist der größte Titel im
- 20:10europäischen Handball, wie schafft es der SC Magdeburg?
- 20:15Und du bist da, seitdem du 13 bist.
- 20:18Wie schafft es der SC Magdeburg trotz des Erfolgs und auch der
- 20:21letzten Jahre, wo man sich ja fast schon zu so einem zu so
- 20:23einem Weltclub von der Marke her sag ich mal, entwickelt hat,
- 20:26trotzdem familiär zu bleiben? So wirkt es zumindest.
- 20:31Ja, ich glaube, das liegt an den handelnden Personen und da sind
- 20:35natürlich vordergründig, wenn er wieder Marc Schmidt zu nennen
- 20:39auch. Unser Präsident Dirk
- 20:42Rosswandovic und alle, die dort dann mitarbeiten, das sind halt
- 20:49alle, denen bewusst ist, dass wir hier ein Arbeiterverein
- 20:52sind, die mit vorbildlichem Einsatz vorangehen, mit der
- 20:58Passion, und dann wirkt das natürlich ganz automatisch, dass
- 21:03wir hier versuchen, auch irgendwo bodenständig zu
- 21:06arbeiten. Dass unser Manager nicht mit der
- 21:10größten Karosserie durch die Stadt fährt, um irgendwie den
- 21:14Sponsoren eine Vision zu erklären, wo wir hinwollen, das
- 21:17ist, glaube ich schon oder drückt schon die Bescheidenheit
- 21:20und die Demut aus, mit der wir tagtäglich arbeiten dürfen, dass
- 21:24wir wissen, was wir hier für einen Leuchtturm in Sachsen
- 21:29Anhalt zu betreuen haben, dass das außergewöhnlich ist und dass
- 21:34es auch nichts Selbstverständliches, das ist,
- 21:35glaube ich, so der Ansatz. Der wichtig ist, um hier das
- 21:42familiäre Umfeld halt auch irgendwo n Stück weit mit zu
- 21:45pflegen. Der Hunger der Mannschaft ist ja
- 21:48auch n Leuchtturm. Das ist das, was dieses Team
- 21:51auszeichnet und nach dem Sieg in Flensburg hatte ich Bennet
- 21:56Wiegert im Interview bei Dyne und da hab ich ihn auch auf
- 21:59diesen Hunger angesprochen und. Ich glaub ich hab ich hab die
- 22:02Frage so formuliert, so nach dem Motto ob er eigentlich auch
- 22:04manchmal überhaupt noch überrascht ist, wie krass
- 22:06abgezockt dieses Team auch sein kann oder eigentlich immer ist.
- 22:09Da hat er gesagt, Nee, der Hunger ist ja intrinsisch und
- 22:13das ist doch aber ein Mix. Also ja, der Hunger kommt
- 22:15mittlerweile aus der Mannschaft heraus, aber ihr habt ihn ja
- 22:18auch gewissermaßen überall, diese Saisons, all die Jahre
- 22:21injiziert sozusagen, also wie wie erklärst du diesen Hunger?
- 22:27Das ist tatsächlich nicht so einfach.
- 22:28Ich weiß halt auf jeden Fall, dass.
- 22:32Bennet, das vorlebt tagtäglich, dass er nie zufrieden ist, dass
- 22:35wir auch die Mannschaft an ihr Bestes sein messen.
- 22:39Also es ist ja nicht so, dass wenn wir ein Spiel gewinnen,
- 22:42dass wir unbedingt super zufrieden danach sind, dass wir
- 22:46schon viel zu meckern haben, was noch besser geht, weil wir
- 22:48wissen, was diese Mannschaft zu leisten imstande ist.
- 22:51Und ich glaube, das weiß sie halt auch, die Mannschaft weiß
- 22:55beziehungsweise die Spieler wissen, wie gut sie sind, sie
- 22:57wissen, wie gut Ihre Mitspieler sind und.
- 23:01Damit pushen sie sich halt auch und sind halt nie zufrieden mit
- 23:05dem Erreichten, sondern wissen, dass so ne Saison auch lang ist.
- 23:08Dass wir auch uns für das jetzige noch nichts kaufen
- 23:11können, dass die Titel nachher am Ende auch entschieden werden,
- 23:16dass wir über eine Saison konstant Leistung bringen
- 23:19müssen, gerade was die Meisterschaft angeht.
- 23:23Meine die Champions League hat ja letztes Jahr gezeigt mit mit
- 23:27der Ausnahme, dass wir wirklich keine optimale Gruppenphase
- 23:30hatten. Dann im Final Four nachher
- 23:35Mannschaften waren glaub ich die oder 3 Mannschaften waren, die
- 23:38sich nicht unter den Top zweien qualifiziert hatten in ihrer
- 23:41Gruppe, das war auch irgendwie neu, da hat sie gezeigt, dass
- 23:46dass sie halt auch am Ende, wenn es drauf ankommt noch mal mehr
- 23:50rausholen können. Dieses Jahr läuft das ja anders,
- 23:53da habt ihr 10 Spiele bislang absolviert und 10 Siege geholt.
- 23:57Seid so Durchmarschiert, absolut konstant die Füchse Berlin 9
- 24:01Spiele gewonnen, eine Niederlage aus deutscher Sicht überragend,
- 24:07auf der anderen Seite zeigt es das Finale war erstmal keine
- 24:11Eintagsfliege, aber es war doch all die Jahre immer so, dass
- 24:14auch viele Superstars gesagt haben, boah, ich möchte
- 24:15eigentlich gar nicht in die Bundesliga, weil dann kann ich
- 24:18ja Champions League keinen Erfolg haben.
- 24:20Alle 34 Tage n heftiges Spiel und dann noch international hat
- 24:23sich das komplett gerade gedreht wie wie beobachtest du das?
- 24:26Ich hab die Diskussion ja in den Podcasts auch mitverfolgt und
- 24:29hab mir auch so meine Gedanken gemacht.
- 24:31So die super Lösung dafür hab ich jetzt nicht.
- 24:34Ich kann jetzt auch nicht sagen, dass alle Superstars gesagt
- 24:37haben, wir gehen nicht in die Bundesliga, das wäre ja auch
- 24:39jetzt irgendwo nicht der Realitätsvorstand formuliert das
- 24:43ja, also ich glaube schon, dass es für den ein oder anderen
- 24:47Superstar. Wichtig ist in der Bundesliga
- 24:50gespielt zu haben, aber das nicht über seine ganze Karriere,
- 24:53damit er halt einfach eine längere Karriere hat.
- 24:56Das ist schon ein Abnutzungskampf, wenn man das
- 24:59hier so durchzieht, wie das unsere Superstars der Liga über
- 25:02die Jahre gemacht haben, deshalb kann man es verstehen, dass
- 25:07woanders ja auch attraktive Vereine sind, die bereit sind,
- 25:12die Champions League zu gewinnen, dass das für so ein
- 25:14Profi. Vielleicht ne längere
- 25:16Haltbarkeit bedeutet aber so richtig verstehen tu ich es auch
- 25:21nicht, was dieses Jahr passiert. Wir haben natürlich einfach 678
- 25:26Supermannschaften in der Bundesliga, die einfach auf
- 25:29diesem europäischen Spitzenniveau sind, das hat die
- 25:34Euro League ja schon immer gezeigt oder vorher der EAF Cup,
- 25:38dass die Breite in Deutschland einfach viel viel größer ist als
- 25:40in anderen Ligen, aber was die Champions League angeht, ist das
- 25:44natürlich erstaunlich. Und ich glaube, wenn Flensburg,
- 25:48Melsungen und damit in der Champions League noch drin
- 25:51wären, dass die ähnlich gute Resultate machen würden, ja.
- 25:55Deshalb ist es einfach bemerkenswert, was, was da
- 25:58gerade passiert, aber so ne richtige Erklärung, warum das
- 26:02gerade so dominant ist, kann ich dir gerade gar nicht geben dann.
- 26:07Kommen wir zu einem anderen Meilenstein.
- 26:08Noch Ende des Jahres. Zehnjähriges von Bennet Wiegert
- 26:12als Trainer beim SC Magdeburg. Was weiß die Welt noch nicht
- 26:18über ihn? Wir sind ja, wir sind ja unter
- 26:20uns. Als meiner ist so oft in
- 26:25sämtlichen Formaten in Interviews Interessekonferenzen.
- 26:30Er ist sehr authentisch, deshalb gibt es nicht so viel, was die
- 26:35Welt noch nicht weiß. Was ich jetzt verraten könnte,
- 26:40ja, er ist einfach mit Leib und Seele.
- 26:45Trainer macht das 24 7 Weil wer Benno kennt, der Weiß, der ist
- 26:51für jeden da. Jeder Spieler würde in erster
- 26:55Linie ihn anrufen, wenn er n Problem hat, egal ob das 03:00
- 26:58Uhr nachts ist oder ja in der Freizeit, weil Benno Halt hier
- 27:04für jeden auch alles regeln kann.
- 27:07Also ist ein Schlüssel gewissermaßen auch die Art und
- 27:09Weise seiner Kommunikation. Das ist der größte Schlüssel,
- 27:12dass er ein. Maximal kommunikativer Mensch
- 27:16ist der, auch gute Antennen hat, der noch n.
- 27:19Gutes, Empathisches, empathische Fähigkeiten hat, sofort
- 27:26mitbekommt, wenn da irgendwo was ist, der dann ja dem Spieler
- 27:31maximal helfen will n gute Performance zu zu bringen.
- 27:36Also erst man merkt das ja auch an der Langlebigkeit die Spieler
- 27:40bei uns sind, also ob das. Jetzt Mika Damgard oder Marco
- 27:45Beziak oder die aktuellen Spieler.
- 27:47Ich weiß nicht wie lange die außen jetzt mittlerweile bei uns
- 27:50sind, das oder ein Christiano Sulleven, der jetzt schon lange
- 27:55bei uns ist. Das das bedeutet ja auch, dass
- 27:58dass die Zusammenarbeit ja auch gewünscht ist und auch irgendwo
- 28:04akzeptiert und gemocht wird, das hat ja nicht nur was mit den
- 28:07Voraussetzungen zu tun, dass wir jetzt vielleicht erfolgreich
- 28:10sind oder dass man hier vielleicht.
- 28:14Einen vernünftigen Vertrag bekommen kann, sondern das hat
- 28:17auch was mit Wohlfühlen zu tun. Alle bei uns haben mittlerweile
- 28:20Familien, wir sind nun auch ein Familienverein, was was die
- 28:23Mannschaft angeht, sodass sich die Mannschaft auch darüber
- 28:28gewisse Privilegien auch erspielt haben über über den
- 28:32Erfolg mit der Zeit, dass wir familiäre oder gute
- 28:37Trainingszeiten haben, damit man für die Familie den Rest der
- 28:40Zeit auch gut da sein kann als Sportler.
- 28:44Das sind halt schon viele Sachen, die der Trainer durch
- 28:48sein, durch seine Entwicklung, durch sein Einfühlungsvermögen
- 28:52dort aufbieten kann. GC Christian Zorn hat ja
- 28:56ähnliches auch berichtet, wie wohl er sich fühlt plus die
- 28:58Tatsache, dass man eben um alle Titel auch mitspielt in in
- 29:01Magdeburg bei seiner Vertragsverlängerung.
- 29:03Das war sicherlich auch n sportlicher Meilenstein in
- 29:05diesem Jahr, genauso wie die Verabschiedung von Damgard auf
- 29:07sehr emotionale Bilder, die es dort.
- 29:10Zu sehen gab und und die G Tech Arena da gemeinsam auch ne Träne
- 29:14glaub ich verdrückt hat so mit Lachen und weinendem Auge ihn da
- 29:18nach all all den Jahren verabschiedet hat, würd aber
- 29:21gerne noch mal zu Benno zurückkommen.
- 29:22Wie war das denn eigentlich, als du damals noch Spieler warst?
- 29:27Also ihr habt ja auch zusammen gespielt so und jetzt wird er
- 29:30dein Trainer wie mir fehlt das Wort, war es wie war das für
- 29:36dich sozusagen, dass der Mitspieler plötzlich der Chef
- 29:38wird sozusagen. Ja gut, bei ihm war ja dann noch
- 29:42die Phase dazwischen, dass er Jugendkoordinator und Trainer
- 29:45der zweiten Mannschaft war, sie da schon seine Entwicklung quasi
- 29:49startete, aber von Grund auf war Benno eigentlich schon oder
- 29:55beziehungsweise von klein auf war Benno eigentlich schon
- 29:57irgendwo ja der Trainer, weil er hat das mit in die Wiege gelegt
- 30:03bekommen, sein Vater ist Trainer gewesen, unser Sportlehrer an
- 30:06der Sportschule gewesen, wir haben.
- 30:10Oder beziehungsweise Benno in fast Vollzeit hat viele
- 30:14Trainingscamps für Kids mitgeleitet, weil sein Vater da
- 30:18der Verantwortliche für die frühen Nike Gee und Camper Camps
- 30:21war. Ich war da oft auch mit als
- 30:24junger deutscher Spieler mit gefangen genommen worden,
- 30:28sozusagen damit man die Stars irgendwo zu Hause lässt zur
- 30:32Regeneration und. Ja, darüber war schon klar, dass
- 30:37dass Benno sowas mit in die Wiege gelegt bekommen hat, wie
- 30:40er das Ganze dann natürlich angegangen ist am Anfang.
- 30:43Ich kann mich noch genau an ans an sein erstes Spiel erinnern,
- 30:47das war Göppingen zu Hause vorweihnachtsspiel wie er die
- 30:52Mannschaft da angezündet hat, das das war schon auf jeden Fall
- 30:57n absolutes Kontrastprogramm zu den.
- 31:01Vorherigen kühlen Gers Wendsson, der nicht so über die emotionale
- 31:05Schiene kam, sondern ja über das faktische und über das System
- 31:11und über das Vertrauen, was er uns gegeben hat.
- 31:14Das das hat A schon Eindruck gemacht, dann wie er das
- 31:18taktisch aufbereitet hat mit der Akribie, mit der Videoanalyse,
- 31:22das war auch noch mal neues Level, und was mich am
- 31:27allermeisten beeindruckt hat als Spieler.
- 31:30Wie er in Krisenzeiten umgegangen ist, da hab ich noch
- 31:34vor Augen, dass wir zu Hause einer der höchsten Niederlagen
- 31:36eingesteckt haben gegen Hannover.
- 31:41Und danach gab es natürlich ne Krisensitzung und alle haben
- 31:47irgendwie erwartet, dass es irgendwie wie immer läuft und er
- 31:50hat ja Ruhe bewahrt, hat der Mannschaft Vertrauen gegeben,
- 31:55hat inspirierend gewirkt auf mich.
- 32:00Aber das hat so n krassen Eindruck auf mich gemacht, dass
- 32:02das für mich klar war, dass das nur ne erfolgreiche Karriere
- 32:07werden kann. Wenn man diese Faktoren alle
- 32:10hat. Also man hat taktisch n Plan,
- 32:12man weiß wie man es aufbereitet, man ist akribisch und
- 32:14passioniert dabei, man kann ne Mannschaft motivieren und
- 32:17inspirieren und man kann in Krisenzeiten vorweggehen, die
- 32:23Mannschaft zusammenhalten beziehungsweise ja durch die
- 32:27Krise führen. Das hat für mich dann auch schon
- 32:31alles klar gemacht, dass das nur erfolgreich werden kann.
- 32:34War es denn für dich persönlich auch so?
- 32:36Klar, irgendwann selbst auch mal nach der Karriere an die
- 32:40Seitenlinie sozusagen zu wechseln?
- 32:43Nicht direkt, also klar ist das der Traumjob ist, der aktive
- 32:48Spieler zu sein, aber ich hab mir schon.
- 32:50Während der Karriere Gedanken gemacht, was ich machen möchte,
- 32:53dass ich dem Handball verbunden bleiben möchte, das war für mich
- 32:55auch klar. Ich hatte während der meiner
- 32:57aktiven Karriere auch die Trainerlizenzen gemacht, B und a
- 33:00Schein und für mich war es dann eigentlich der Traumjob
- 33:06Jugendchor, dem Autor zu sein, weil ich dem Verein, aus dem Ich
- 33:09stamme, durch ja durch alle Abteilungen gegangen zu sein, da
- 33:13irgendwo was zurückzugeben und irgendwo auch.
- 33:16Die Tradition zu bewahren und irgendwo auf ein neues Niveau zu
- 33:20führen, an an Jugenderfolge weiter anknüpfen zu können, das
- 33:23war so mein Bestreben. Was, was ich mir vorgestellt
- 33:28habe, das zu machen, und das lief ja im ersten Jahr auch eher
- 33:33in in diese Richtung, als ich das dann übernommen hatte und
- 33:37war so quasi nebenbei der Co Trainer von von Benno war ihm
- 33:41extrem dankbar, dass er mich. Bei der Bundesliga sozusagen nah
- 33:45dran gehalten hat, dass ich da weiter auch von der anderen
- 33:49Seite ein bisschen profitieren konnte, ein bisschen lernen
- 33:51konnte, mitwachsen konnte und dann wurden die Aufgaben und
- 33:55Ansprüche natürlich immer größer und sodass Benno Michael Jahr
- 34:01für Jahr so ein Stück weit mehr zur Bundesliga mit zum
- 34:04Bundesligatrainer mit rüber genommen hat und mir da.
- 34:09Die Wertschätzung gegeben hat ja, mich mit Ausleben zu können
- 34:13und deshalb haben wir es dann eher so gemacht, dass dass mir
- 34:17im Nachwuchs koordinatorenbereich jemand mehr
- 34:21zur Seite gestellt wird, um das Bürokratiegedöns mit abzunehmen
- 34:26und ich halt quasi noch die sportliche ja Kompetenz mit, hab
- 34:33dort drüber zu schauen und meine Expertise mit einzubringen.
- 34:37Aber jetzt einfach durch den Alltag, der jetzt enorm bis in
- 34:41der Bundesliga den Hauptjob, ja Co Trainerassistenz für Benno zu
- 34:49sein. Daraus ergeben sich jetzt auch
- 34:51schon wieder so viele Fragen über diese ganze Zeit.
- 34:53Aber es sollte ja ein Jahresrippling sozusagen werden.
- 34:56Deswegen würde ich mich freuen, wenn wir uns an anderer Stelle
- 34:59normal verabreden und vielleicht noch mal überall die letzten
- 35:02Jahre so sprechen, vielleicht zu deinem Zehnjährigen, das ist
- 35:04dann ja auch nicht mehr so lange hin, aber.
- 35:07Letzte Frage noch, denn ich hab ein Interview von dir gefunden
- 35:11aus dem Jahr 2015 also als du noch gespielt hast, dass du auf
- 35:14die Frage, ob du Tipps hast, auch für Nachwuchsspieler und
- 35:17wie ich immer besser werden kann als Spieler geantwortet.
- 35:20Zitat finde deine Schwächen heraus und mach sie zu deinen
- 35:24Stärken. Hat denn dieser SC Magdeburg von
- 35:28heute aktuell oder irgendwo schwächen?
- 35:31Also wir haben definitiv mehr stärken als Schwächen, aber.
- 35:35Ohne jetzt dort den zukünftigen Gegner ne Hilfe zu
- 35:40gewährleisten, würde ich schon sagen, dass wir natürlich auch
- 35:43Schwächen haben. Jedes System hat schwächen, jede
- 35:47Persönlichkeit hat ihre Schwächen, das wäre arrogant zu
- 35:51sagen, dass wir ja da nicht auch irgendwie frei von sind, so, ich
- 36:00muss aber sagen, dass dieses Zitat von damals vielleicht.
- 36:04Sinn macht und gut klingt. Heutzutage würde ich aber auch
- 36:07sagen, dass man seine Stärken nicht vernachlässigen sollte und
- 36:09auch weiter daran arbeiten sollte.
- 36:13Das sagt Ja glaube ich auch jeder Nachwuchstrainer, dass
- 36:17man, wenn man sich nur auf die Schwächen konzentriert,
- 36:20vielleicht nicht unbedingt das Beste für den Sportler im Sinn
- 36:23hat, sondern das, was man gut kann.
- 36:25Daran sollte man auch den Spaß behalten und weiter arbeiten,
- 36:29weil das ist ja auch das, was man, was einen abhebt von den
- 36:33anderen. Man hebt einen ja nicht die
- 36:34Schwäche, die in Dir steckt ab, sondern das, was du gut kannst.
- 36:38Also behalte dir das bei, hat Spaß daran und sei akribisch,
- 36:45das ist das Wichtigste. Ehrgeizig sein hat auch ein
- 36:49bisschen was mit Motivation zu tun und.
- 36:55Wenn du dich selbst bis zum Äußersten motivieren kannst,
- 36:58dann ist Erfolg eigentlich oder kommt dann neben nebenbei.
- 37:05Sagt Eve Grafenhaus könnte sein besseres Schlusswort geben.
- 37:08Jetzt sind wir schon richtig deep drin, ich möchte dir ganz
- 37:11herzlich danken, dass du in eurem Zeitplan von englischer
- 37:13Woche zu englischer Woche. Ja, dir ein bisschen Zeit
- 37:17genommen hast, mit uns ein bisschen über dieses Jahr
- 37:19gequatscht hat und hast und jetzt noch so viel mehr.
- 37:21Wünsch dir erstmal n ganz tollen Jahreswechsel und vor allem
- 37:24natürlich, dass du das alles n bisschen verarbeiten kannst,
- 37:26bisschen runterkommen kannst und gesund bleibst.
- 37:29Vielen Dank und ich schau täglich dein Daily Podcast so
- 37:36mach weiter. So ist schöner Input mit
- 37:40sympathischen Menschen und. Ja, ich freu mich über alles,
- 37:45was kommt. Ein Glück ist es fast nur
- 37:47Podcast. Nicht dass ich noch rot werde
- 37:48jetzt hier. Vielen dank dir.
- 37:51Und das soll es für den Moment gewesen sein.
- 37:53Danke für euer Interesse bis hierhin und ihr habt ihn gehört.
- 37:56Ich hoffe auch in den nächsten Tagen gibt es einige coole
- 37:58spannende Gäste. Und Gespräche hier in diesem
- 38:01Podcast. Morgen zum Beispiel.
- 38:02Dann ist Patrick Wienzek zu Gast, der im Sommer letzten
- 38:05Jahres seine Karriere beendet hat.
- 38:06Wir sprechen über das letzte Jahr seiner Laufbahn und vor
- 38:10allem die Zeit danach. Wie hat er sich eingelebt in
- 38:12seinem normalen Joballtag, sozusagen auf der
- 38:14Geschäftsstelle des THW Kiel, da so n mehr morgen bis dahin habt
- 38:18einen tollen Freitag alles gute euer vom und Tschüss.