Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Schluss mit „Immer“ und „Nie“! So stoppst du deine Selbstsabotage und findest Klarheit
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen zur neuen Folge Borderline.
- 0:03Mein Name ist Sven aka Borderline Hallo Hallo Herr
- 0:11Border Herr Borderline, Hallo, herzlich Willkommen zu der neuen
- 0:17Folge Borderline, mein Name ist Sven aka Borderline ihr lieben,
- 0:26wir machen Fehler. Wir machen alle Fehler, mal
- 0:32große, mal kleine und irgendwann wird einfach die Summe der
- 0:38Fehler vielleicht eine Gleichung, die ja die irgendwie
- 0:45zu hoch ist beziehungsweise wo das was unterm Strich steht
- 0:50einfach ein zu hohes Ergebnis ist, dass wir nicht mehr handeln
- 0:54können und. Auch ich mache Fehler.
- 0:59Auch ich verhalte mich fehl. Ich glaube, das geht jedem so,
- 1:04also ich glaube, es gibt keinen, der ansatzweise perfekt ist.
- 1:10Der eine Macht mehr Fehler, der andere weniger und dann gibt es
- 1:15die die die Fehler, die man an sich selber vielleicht gar nicht
- 1:18sieht und jetzt wisst ihr alle, die ihr betroffen seid, dass im
- 1:24ersten Hieb ein. Ein Fehler, der einem
- 1:28vorgeworfen wird, erstmal was mit einem Macht so von wegen ja
- 1:33Moment mal, ich bin mir gar keiner schuld bewusst und das
- 1:36habe ich sogar nicht gesehen, so wie du es siehst.
- 1:39Also wie du es siehst sehe ich das gar nicht so und dann kommt
- 1:47man automatisch in diesen Struggle wo man sich denkt so
- 1:52okay ich werde angegriffen, ich werde angegriffen.
- 1:55Man, man sieht mich nicht mehr. Man sieht mich vielleicht,
- 1:58vielleicht sogar mit ganz anderen Augen und man kann damit
- 2:02nur sehr schnell wirklich sehr, sehr schwer mit umgehen, so rum
- 2:07und das wie gesagt passiert nicht nur mir, das passiert
- 2:14wahrscheinlich jedem da draußen, aber unter dem unter unter ein
- 2:20Bezug sage ich mal der emotionalen Flexibilität, die
- 2:26wir haben, die ja auch nun mal relativ schnell nach oben, nach
- 2:28unten schießen kann, selbst wenn man ein Meister im Regulieren
- 2:33ist. Und ich behaupte mittlerweile,
- 2:36dass ich da relativ gut aufgestellt bin, kann das
- 2:40passieren aus dem Nichts heraus über Dinge, wo man sich vorher
- 2:44überhaupt gar keine Platte drüber gemacht hat, oder
- 2:48Eventualitäten, die bis eine Minute vorher gar nicht gar
- 2:53nicht vorhanden waren. Aber man merkt irgendwie,
- 2:57irgendwas liegt in der Luft, irgendetwas liegt in der Luft so
- 3:01und ich bin jemand, ich hinterfragt mich dann sofort und
- 3:05denkt so okay was hast du gemacht?
- 3:07Also schuld erstmal ich grundsätzlich pauschal, ich muss
- 3:11ja irgendwas gemacht haben, damit eine Stimmung kippt damit
- 3:14ein. Ja, ein Gefühl entsteht, mit dem
- 3:19ich in dem Moment nicht umgehen kann, weil ich nicht weiß, was
- 3:24ist hier überhaupt am Bach, was ist hier überhaupt los und was
- 3:29zum Geier kreist hier über mir, was ich nicht sehen kann, und
- 3:36das macht mich wahnsinnig, das macht mich natürlich wahnsinnig,
- 3:39sondern kommt man irgendwann, kommt man, Moment mal erstmal
- 3:43Kaffee, oder? So, und dann kommt man
- 3:49irgendwann dieser Thematik näher oder kriegt sie näher gebracht.
- 3:52Wie auch immer, dann denkt man sich so, ja Moment mal.
- 3:56Aber ich suche jetzt schon quasi seit Stunden oder seit Tagen
- 4:01suche ich nach einem Auslöser, den ich vielleicht verursacht
- 4:05haben könnte, kommt zu keinem Ergebnis, ergo habe ich erstmal
- 4:10pauschal an nichts, aber auch gar nichts eine Schuld.
- 4:13Beziehungsweise bin mir keiner Schuld bewusst.
- 4:15Das Wort Schuld ist immer so schwierig für mich, aber den
- 4:21anderen, also mein Gegenüber hat irgendetwas hart getriggert, ne
- 4:27Handlung von mir ne Aussage von mir, was auch immer ja auch ich
- 4:33kann natürlich dafür sorgen als Betroffener, dass ich selber
- 4:36Trigger und jetzt kommt das zu tragen.
- 4:42Was ich auch beim letzten Live Event ganz klar thematisiert
- 4:45habe, als ich mit meiner Partnerin, der Angie auf der
- 4:47Bühne war. Auch wir sind einfach
- 4:53verpflichtet, wir sind einfach dazu verpflichtet, uns auch
- 4:59selber zu hinterfragen und auch Fehler einzugestehen oder
- 5:04zumindest zumindest anzuerkennen, dass.
- 5:11Dass das, was man gemacht oder gesagt hat, vielleicht einfach
- 5:14nicht korrekt war, auch wenn man es selber gar nicht so
- 5:17empfindet, auch wenn man selber vielleicht ne ganz andere
- 5:20Meinung zu irgendetwas hat, heißt das noch lange nicht, dass
- 5:26wir immer auf dem rechten Weg gehen, sondern.
- 5:32Dass das, was wir in Ordnung finden oder als völlig gegeben
- 5:36empfinden und als völlig normal und keine Ahnung, dies, das
- 5:40jenes, dass das anderen Menschen aber vielleicht wehtut, das
- 5:46Verhalten kriegen wir entgegengebracht, aber man darf
- 5:50mal 1 nicht vom Schirm lassen, auch wir sorgen dafür quasi,
- 5:57dass wir dieses Verhalten auch anderen entgegenbringen.
- 6:03Und dann muss man sich hinterfragen, dann muss man
- 6:05einfach mal hergehen und sagen okay, was hast du gemacht, wie
- 6:11schlimm war es für dich, also wieso ein Realitätscheck und wie
- 6:15schlimm war es für den anderen, weil sobald ich mich doch auf
- 6:19eine Beziehung einlasse, auf eine Freundschaft einlasse, muss
- 6:25ich kompromissbereit sein, das muss ich, ich habe gar keine
- 6:29andere Wahl. Ich habe keine andere Wahl, weil
- 6:33der andere hat andere Wahrnehmungen als ich.
- 6:35Andere Moralvorstellungen, andere Wertevorstellungen als
- 6:38ich möglicherweise, und nur weil ich mit meiner Moral, mit meinen
- 6:44Wertevorstellungen durchs Leben gehe, die für mich auch absolut
- 6:48in Ordnung sind und die ich auch nach wie vor verteidige.
- 6:51Aber aber, und jetzt kommt das große, aber ich.
- 6:56Ich muss auch die des anderen akzeptieren und respektieren.
- 7:00Ansonsten brauche ich mich nicht auf irgendeine Ebene mit ihm zu
- 7:05begeben, sprich eine Bindungsebene, also eine
- 7:08Beziehungsebene, eine emotionale Ebene oder oder oder.
- 7:11Und wenn es so eine Freundschaftsebene ist,
- 7:15Entschuldigung, so, das heißt, sage ich zu einem Menschen, ja.
- 7:24Dann sage ich auch ja zu seinen Werte und seinen
- 7:28Moralvorstellungen. Ganz klare Kiste und da greift
- 7:34für mich einfach nicht der Grundsatz.
- 7:36Ja, aber ich habe Borderline oder ich habe ADHS oder ich bin
- 7:40shizzo oder ich bin dies oder ich bin das, es greift in dem
- 7:46Moment nicht Grundsatz also der Grund nur vom Grundsatz her muss
- 7:51es so sein, dass ich sage, dass. Alles klar, ich lasse mich auf
- 7:56dich ein, also lasse ich mich auch auf deine Werte ein, auf
- 8:01deine Moral ein, auf deine Empfindungen ein, auf deine
- 8:05Gefühle, auf was auch immer, ich lasse mich auf dich ein und ich
- 8:09habe für mich, habe ich beschlossen, ich gehe damit
- 8:13schwanger, ich bin damit dacor ich bin damit fein, ich bin
- 8:16damit einfach fein, das gebe ich, und das erwarte ich.
- 8:24So, und dann haben wir wieder dieses dieses Modell. 2 Amöben,
- 8:292 Einzeller, Einzeller, die kreisen umeinander.
- 8:33Das eine bin ich, das andere ist mein Partner oder meine
- 8:35Partnerin und da gibt es eine Schnittmenge von diesen beiden
- 8:39Amöben und diese Schnittmenge nennt sich Beziehung.
- 8:43Diese Schnittmenge ist die Beziehung, das heißt aber nicht,
- 8:46dass die beiden Amöben ineinander verschmelzen müssen
- 8:50und. Und mit allem, wirklich mit
- 8:52allem und jedem schwanger gehen müssen.
- 8:56Nein, es gibt diese Schnittmenge, je größer die
- 8:59Schnittmenge, desto geiler. Natürlich braucht man nicht
- 9:02drüber reden, hat man nur so eine ganz kleine Schnittmenge,
- 9:04wo sich dann die Beziehung abspielt, ist es immer ein
- 9:08bisschen schwierig, finde ich jedenfalls, aber das muss jeder
- 9:11für sich selber rausfinden, wie er da am besten mit mit fein
- 9:16ist. Aber ich bin.
- 9:19Oder ich vertrete die Meinung, dass ich mich auch als
- 9:23Borderliner auf den anderen einzulassen habe.
- 9:27Das heißt, ich muss ihn respektieren und akzeptieren, so
- 9:31wie er ist. So habe ich ihn kennengelernt,
- 9:34so habe ich ihn, so habe ich mich vielleicht auch verliebt,
- 9:37so liebe ich jemanden und ich kann nicht hergehen und
- 9:41erwarten, dass er für mich. Irgendetwas ändert.
- 9:46Und natürlich erwarte ich auch, dass dieselbe Erwartungshaltung
- 9:49mir gegenübergestellt wird, dass ich nichts ändern muss.
- 9:54So lernen sich Menschen kennen, so lernen sich Menschen kennen
- 9:59und so entscheiden sich Menschen für eine Zusammenkunft
- 10:04miteinander und das passiert, das passiert auf so vielen
- 10:08Ebenen, auf so vielen Ebenen. Und das passiert auch in in
- 10:14Gruppen, zum Beispiel, da passiert das genauso, da tun
- 10:18sich Menschen zusammen, die sich erstmal gut tun und dann
- 10:20natürlich kristallisiert sich dann hinterher raus, der eine
- 10:23ist so, der andere ist so, aber ich habe mich auf etwas
- 10:26eingelassen, also muss ich pauschal erstmal dazu bereit
- 10:29sein, die Meinung, die Gefühle und vor allen Dingen auch die
- 10:36Weiterentwicklung von anderen Menschen zu akzeptieren und zu
- 10:40respektieren und vielleicht sogar zu feiern und.
- 10:43Weil was bin ich denn für ein Freund oder für ein Partner,
- 10:46wenn ich die Weiterentwicklung der anderen Person nicht feiern
- 10:50würde? Das wäre natürlich, die ist
- 10:52maximal negativ, aber das ist auch wiederum nur mein
- 10:55Empfinden, ja, aber ich glaube ihr wisst worauf ich hinaus
- 11:00will, so was, was bin ich denn für ein Arschloch, wenn ich
- 11:03sage, ey du hast dich verändert, du hast dich verändert und ich
- 11:08komme nicht mehr mit dir klar Punkt, keine Ahnung.
- 11:12Ja, dass der andere aber vielleicht Fortschritte gemacht
- 11:15hat und vielleicht vorher, ich sag mal, ein halbes Jahr vorher
- 11:20im im minus Bereich unterwegs war und jetzt im plus Bereich
- 11:24unterwegs ist. Dann ist es doch toll.
- 11:27Dann ist das doch eine Geilheit, dann feier ich ihn doch dafür
- 11:32und gib ihm auch die Props, die ihm zu die ihm einfach zustehen,
- 11:36dass ich sage ey ich find's cool, dass du dich entwickelt
- 11:40hast und. Und dass du die Dinge jetzt auch
- 11:42anders sehen kannst als vorher, kann ich das nicht, zeigt mir,
- 11:50dass pauschal erstmal nur 1, dass ich scheinbar in meiner
- 11:56Entwicklung stehen geblieben bin, der andere an mir
- 11:58vorbeigezogen ist und ich damit n Problem hab.
- 12:02Punkt. Ich kann nicht akzeptieren, dass
- 12:05der andere sich entwickelt, aber ich bin stehen geblieben.
- 12:08Der andere, der schafft das, der andere macht dies, der andere
- 12:12macht das. Leute, wenn ich mich immer an
- 12:17den anderen orientieren würde, ja dann bin ich, dann bleib ich
- 12:24minus, dann bleib ich minus oder der hat immer der Macht immer
- 12:31das. Bei mir klappt das nie, der hat
- 12:36immer Glück und. Ich nie.
- 12:41Ich weiß nicht, ob euch oft an den beiden Sätzen etwas
- 12:43auffällt, der hat immer ich habe nie, jetzt würden die meisten
- 12:50wahrscheinlich denken, so, ja, das ist Neid, welche Eigenschaft
- 12:55das ist, welche Emotion das ist, will ich jetzt erstmal komplett
- 12:58außen vor lassen. Mir geht es darum zu sagen, ey,
- 13:02solange ich meinem Gehirn doch erzähle.
- 13:06Der andere hat immer oder bei mir war es schon immer so, es
- 13:11wird sich nicht ändern. Ich habe nie Glück, nie habe ich
- 13:14Glück, das manifestiert sich doch in eurem Schädel, in eurem
- 13:21Hirn, ihr suggeriert eurem Gehirn, doch das war schon immer
- 13:25so, das wird sich nie ändern, alle sind gleich und wenn ihr
- 13:32dieses Denken behaltet. Werdet ihr auf der Stelle
- 13:35treten? Ich sage immer, hau das Wort
- 13:38muss, ich muss raus und ersetze es gegen, ich möchte genauso
- 13:43sage ich aber auch diese Worte immer und nie in der falschen
- 13:47Konstellation können euch euer euer Genick brechen, euer euer
- 13:52Denkgenick brechen, sage ich mal, weil ihr einfach eurem Hirn
- 13:58suggestiert in beiden in beiden fällen ich kann nichts, ich bin
- 14:03es nicht wert. Es war ja schon immer so, ändert
- 14:08sich nie. Dann könnt ihr 1000 Techniken
- 14:12könnt ihr erlernen, wie man im Alltag besser umgeht, wie man
- 14:16sich besser motiviert, wie man das Mindset ändert und so weiter
- 14:19die Techniken ja, aber da fängt die Mindsetänderung an, nur
- 14:24durch das Weglassen in dem Fall dieser beiden Wörter immer und
- 14:28nie so. Wenn ich aber immer hergehe ja
- 14:35und versuche mein meine Moralvorstellung, meine
- 14:42Wertigkeit durchzupressen und die des anderen zu ignorieren,
- 14:45weil ich es ja schon immer so gemacht habe, werde ich in egal
- 14:50welcher kommenden Beziehung auf die Fresse fliegen.
- 14:54Ich werde auf die Fresse fliegen, es findet keine
- 14:56Weiterentwicklung statt, ich werde quasi von meiner Seite aus
- 14:59immer dieselben Beziehungen führen, nur.
- 15:02Die Statisten ändern sich, mein Gegenüber ändert sich, aber mein
- 15:05Mindset bleibt das gleiche und da müsste ich mir schon einen
- 15:08relativ dummen Menschen suchen, der das mitmacht.
- 15:11Ist so klingt hart, klingt unfair, ist aber so, wenn ich
- 15:21mir sage, das wird sich nie ändern, wird es das auch nicht
- 15:28tun. Wenn ich mir aber sage, ich
- 15:30werde das ändern und. Das war auch nicht immer so und
- 15:34vor allen Dingen muss es auch nicht so bleiben.
- 15:36Ich kann es ändern, ich kann mein denken auch ändern, ja,
- 15:41dann gehe ich schon mal einen ganzen Schritt weiter und das
- 15:43bezieht sich jetzt nicht nur auf Beziehungsebenen, sondern aufs
- 15:46komplette Leben, auf das komplette Handling des Lebens,
- 15:51darauf bezieht sich das, aber wir bleiben im kleinen Rahmen,
- 15:54wir sprechen jetzt einfach nur darüber, was macht das direkt
- 15:59und wirklich direkt. Mit uns und mit anderen.
- 16:03Ja, wenn ich dem anderen sage, ständig, du wirst dich nie
- 16:06ändern, könnte er das nicht tun, der kriegt quasi wie ein Befehl
- 16:11von mir, du wirst dich nie ändern, warum soll er das tun,
- 16:18warum gehe ich nicht her und sage, ich glaube schon, dass wir
- 16:21uns verändern können, irgendwie auf die coole Nummer, so auf die
- 16:25ganz coole Art und Weise können wir uns ändern.
- 16:31Ich will auch nicht, dass es immer so bleibt, sondern ich
- 16:34will einfach, dass wir ganz neue Ressourcen kriegen und so weiter
- 16:37und sofort. Aber wenn ich Menschen darauf
- 16:42reguliere, ja oder reduziere, ja, das ist so, das machst du
- 16:47so, das bleibt so. Entweder lebe ich damit oder ich
- 16:51lasse es dann reglementiere ich mich selber und gestehe dem
- 16:56anderen auch nicht zu, sich ändern zu dürfen und.
- 16:59Dinge anders sehen zu dürfen, Dinge vielleicht sogar zu
- 17:04erkennen und zu akzeptieren, weil es ist nicht nur das, was
- 17:09ich mir denke, es ist immer so, nie kann ich das sage ich ja
- 17:14nicht nur mir, sondern das sage ich ja auch meinem Gegenüber,
- 17:19und dann drehen sich beide plötzlich im Hamsterrad, dann
- 17:23drehen sich beide im Hamsterrad und keiner kommt irgendwie nur
- 17:26einen Zentimeter weiter und. Was soll ich euch sagen, wo, wo,
- 17:30wo Hamstert das denn hin? Xhamster, xhamster laufen da rum
- 17:38ja fast beim Thema Entschuldigung, der muss so sein
- 17:43entschuldige bitte nein Quatsch Spaß dann hamstert der Hamster
- 17:50in seinem Hamsterrad und er hamstert und Hamstert und
- 17:54Hamstert. Und kriegt immer dickere Backen,
- 17:57bis sie explodieren. Deswegen einfach vielleicht mal
- 18:04die Perspektive wechseln. Ich sag immer so schön Kinder,
- 18:11ihr wisst, soll man nicht tun ist Ungesundheit rauchen, nur
- 18:16nicht für mich, ich bin da resistent, sagte er war egal.
- 18:23Wenn man die Perspektive ändert. Und zwar habe ich immer ein ganz
- 18:25cooles Beispiel, ich stehe auf einem Bordstein und gucke so
- 18:30schräg nach unten, und das ist eine Pfütze und hinter der
- 18:34Pfütze ist ein Ghetto, so, da gucke ich in diese Pfütze und
- 18:38denke, so scheiß Pfütze, scheiß Ghetto, scheiß Umgebung, dann
- 18:44drehe ich mich um 180 Grad und. Bleibe in der selben Situation
- 18:51an der selben Position stehen, dreh mich aber einfach mal 180
- 18:55Grad, sodass ich mit dem Rücken zur Pfütze steh und guck in den
- 18:59mega geilsten Sonnenuntergang, den ihr je gesehen habt, obwohl
- 19:04ich immer noch in der selben Scheiß Ghetto Situation,
- 19:09Pfützen, Ghetto, Ghetto, Pfützen Situation bin, aber die liegt
- 19:12jetzt gerade hinter mir. Und ich gucke einfach in den
- 19:17Sonnenuntergang, der mir so viel gibt.
- 19:20Würde ich mich wieder zurückdrehen, habe ich wieder
- 19:22negativ Eindruck Pfütze Ghetto, also bleibe ich doch lieber in
- 19:26der Position stehen und gucke mir in den Sonnen und gucke in
- 19:28den Sonnenuntergang, gucke mir den an und genieße den und lass
- 19:32diese Pfütze einfach hinter mir, ohne dass ich nur einen Schritt
- 19:37getan habe. Ich habe mich nur um 180 Grad
- 19:40gedreht, also tippelschritte. 180 Grad Ende.
- 19:45Ich bin aber keinen Meter davon weggegangen.
- 19:48So und genauso verhält sich das im Leben auch.
- 19:51Ich muss zwischendurch doch einfach mal meine Perspektiven
- 19:54auch wechseln, ja guck mal, wenn ich einem Menschen irgendetwas
- 20:00ankreiden möchte, kann ich das tun, wenn ich auf meiner
- 20:03Perspektive stehen bleibe, kann ich das tun.
- 20:06Wenn ich ihm nicht zugestehe, ey, ist doch geil, du hast dich
- 20:10geändert, es ist doch geil, du hast deine, deine ganze, deine
- 20:13ganzen Empfindungen sind andere geworden, deine ganze Draufsicht
- 20:17ist eine andere geworden, wenn ich ihm das nicht zugestehe,
- 20:21bleibt ihr vor der Pfütze stehen und guckt ins Ghetto, wenn ich
- 20:25in irgendeiner Gruppe bin und ändere meine.
- 20:32Drauf, sich auf die Gruppe erstmal nicht, sondern prangere
- 20:35quasi nur an, wie sich andere verhalten.
- 20:38Zeig mit dem Finger auf die so Baba, Baba Baba, dann bin ich in
- 20:44der Position der der Irrsinnige ist der der Idiot ist der das
- 20:49Arschloch ist, was einfach alles von sich auf andere schiebt, ja
- 20:54bloß nicht bloß nicht mit mit irgendeiner Reflexion bei sich
- 20:58selber anfangen. Sondern immer schön auf andere
- 21:02zeigen. Das ist der leichteste Weg.
- 21:07Das verhält sich genauso, wenn mir jemand etwas sagt, du Pass
- 21:11mal auf, Sven, Ich glaube oder ich finde, du verhältst dich
- 21:15hier richtig scheiße, ich kann natürlich hergehen und sagen,
- 21:19Leck mich am Arsch, aber hinter dieser Aussage, du verhältst
- 21:26dich gerade scheiße, steck dir ein Gedanke, steck dir eine
- 21:29Empfindung des anderen. Und die muss ich erst mal
- 21:32pauschal ernst nehmen, weil der andere wird das nicht aus
- 21:35Langeweile sagen, der andere wird nicht hergehen, wird
- 21:39morgens aufwachen und sagen, so, heute sage ich ihm Sven einfach
- 21:43mal, der ist scheiße, einfach so, weil ich es kann und es
- 21:46macht ja keiner und wenn es jemand macht, tut den ganz
- 21:48schnell weg so also der hat ja eine Motivation, so was zu
- 21:53sagen, der hat ja eine Intention zu sagen was.
- 21:56Du pass mal auf, das finde ich scheiße und begründet das dann
- 21:59auch noch aus seiner Sicht. Und was für ein Hurensohn bin
- 22:03ich denn, wenn ich mir davon nichts annehme, wenn ich da
- 22:08nicht wenigstens mal drüber nachdenke und sage, ey, du hast
- 22:11recht, selbst wenn ich mich im ersten Augenblick vielleicht
- 22:14angegriffen fühle, ertappt fühle, was weiß ich, wie ich
- 22:17mich fühle, aber grundsätzlich. Sollte man darüber nachdenken,
- 22:23ob der andere recht hat und vielleicht dann auch mal sein
- 22:26eigenes Verhalten einfach mal überdenken?
- 22:31Dreht euch mal 180 Grad guckt nicht in die Pfütze, ihr könnt
- 22:37auch vor der Pfütze stehen und sagen, die war schon immer da,
- 22:40die geht nie weg. Ja stimmt stimmt und ich habe
- 22:46schon immer auf die Pfütze geguckt, die ändert sich nie.
- 22:50Und steht ihr vor dieser Pfütze. Aber einfach mal nichts sagen
- 22:55und sich umdrehen und die Dinge mal anders zu sehen und zu
- 22:59bewerten, in diesen Sonnenuntergang gucken, ja Oh,
- 23:04der war nicht schon immer da. Hoffentlich geht der nie weg,
- 23:09die Worte immer und nie bleiben, aber sie kriegen eine neue
- 23:12Bedeutung, sie kriegen einen viel tieferen Sinn.
- 23:19Und sie ändern ganz viel in eurer Wahrnehmung.
- 23:24Ihr habt quasi ein Muster durchbrochen.
- 23:27Ich gucke nicht in die Pfütze, ich drehe mich um, aber
- 23:32hoffentlich bleibt es für immer, das darf nie so, das darf nie
- 23:35weggehen, das darf ruhig für immer bleiben, das ist schön und
- 23:40nicht die Pfütze, die schon immer da war und nie weggehen
- 23:42wird, weil sie scheiße aussieht und das Ghetto dahinter ist und
- 23:47so. Verändere ich doch auch den
- 23:51Umgang mit Menschen und ich glaube, das sollte nicht nur ich
- 23:57mir selber ne Scheibe für mich abschneiden, was ich getan habe
- 24:00und was ich tue jeden Tag, sondern da sollten sich andere
- 24:04mal ne ganz große Scheibe von abschneiden, die sich in
- 24:08irgendwelchen öffentlichen oder nicht öffentlichen Gruppen
- 24:12bewegen und. Und Leute vorverurteilen und
- 24:15dafür anprangern, dass sie sich verändert haben, ohne Mal zu zu
- 24:20beleuchten, wie war es denn vorher bei den Menschen?
- 24:23Es ist doch viel geiler, wenn jetzt jemand plötzlich keinen
- 24:26Alkohol mehr trinkt und sich entwickelt hat und sagt, Alkohol
- 24:31ist nicht mehr meins, als dass er weiter trinkt und sich kaputt
- 24:35macht, aber. Nur weil ich zum Beispiel sage,
- 24:39ich möchte heute Abend ein Bier trinken, aber der trinkt nicht
- 24:42mit mir voll, voll, ein Arschloch, der hat sich voll
- 24:44verändert. Was bin ich denn für ein
- 24:47Arschloch, wenn ich so denke, anstatt mich zu freuen darüber,
- 24:53dass der andere endlich von seiner sucht Losgekommen ist,
- 24:57prangere ich ihn dafür an, indem ich sage, der hat sich aber
- 25:00verändert, der trinkt gar nicht mehr mit mir und diskreditiere
- 25:04diesen Menschen. Vielleicht solltet ihr euch
- 25:10einfach mal überlegen, wenn ihr das nächste Mal ein ein, nennen
- 25:16wir es Streitgespräch oder oder oder, eine Diskussion mit eurem
- 25:19Partner zum Beispiel führt und der euch Dinge vorwirft,
- 25:24vorwirft. Vielleicht solltet ihr erstmal
- 25:28hergehen. Und drüber nachdenken, warum
- 25:32sagt der andere das? Mit welcher Begründung sagt er
- 25:35das, das muss ja irgendwo in seiner Wahrnehmung eine Art von
- 25:40Fundament haben, wo liegt der Beweis dafür, dass dieser Mensch
- 25:42recht hat, was spricht dagegen, wie fühle ich mich damit einfach
- 25:49mal beleuchten und wenn ihr ehrlich zu euch seid, werdet ihr
- 25:52wahrscheinlich in 50% der Fälle mindestens zu dem Schluss
- 25:55kommen. Irgendwie hat er hat mir
- 25:59gegenüber recht. Irgendwie hat er recht, das ist
- 26:04scheiße, weil ich mache, das ist Scheiße, was ich gemacht habe,
- 26:07es ist scheiße, was ich vorhabe, es ist Scheiße, wie ich mit dir
- 26:10umgegangen bin oder eben nicht. Es ist wahnsinnig schwer,
- 26:19Kompromisse einzugehen, diese Amöben zusammenzuführen zu einer
- 26:24maximal möglichen Schnittmenge, ohne dass sich der Einzelne
- 26:27verliert. Es ist schwer im Alltag, das
- 26:30weiß ich selber. Aber zum Abschluss die Sprache,
- 26:37die ihr mit euch selber sprecht, die entscheidet über sein oder
- 26:45nicht sein noch mal. Wenn ich mir immer sage, das
- 26:49wird nie etwas, ist das eine Sprache, eine Sprache, die ich
- 26:55mir selbst gegenüber ausspreche und.
- 26:59Und mein Gehirn kennt nur meine Sprache.
- 27:02Und wenn ich meinem Gehirn sage, das war schon immer so, das
- 27:06ändert sich nie, dann wird es auch nicht passieren.
- 27:10Ich war schon immer so, ich änder mich doch nicht oder ich
- 27:14werde mich nie ändern, dann wird das nicht passieren, das muss
- 27:19auch dann nicht passieren, wenn ihr absolut fein mit euch seid,
- 27:22super, aber wenn ihr absolut fein mit euch seid und eine
- 27:27Beziehung habt, dann. Und der andere vielleicht
- 27:30irgendetwas, was für ihn elementar wichtig ist, an euch
- 27:33auszusetzen hat. Dann seid ihr auch nicht
- 27:35komplett fein, dann stimmt irgendwas nicht.
- 27:38In dieser Konstellation jedenfalls nicht, und da muss
- 27:42man die Größe haben zu sagen okay, ich denke mal über mich
- 27:44nach, aber im besten Fall sagte er, Ich bin fein mit mir und der
- 27:48andere hat überhaupt nichts auszusetzen an euch, ey, alles
- 27:50ist geil, dann darf das auch immer so bleiben, weil es nie
- 27:55schöner. Sein könnte in diesem Sinne mein
- 27:59Name ist Sven aka Borderline und ich bin raus.