Latest / Gin And Talk / Ulrich Walter über Unendlichkeit, Physik und Raumfahrt
Transcript
- 0:00Speaker 0: Und das, und so wird es sein, wird uns verändern.
- 0:04Speaker 0: Und zwar zum Positiven!
- 0:06Speaker 0: Wir werden verstehen – wenn man einmal die Erde im Ganzen sieht – wir werden verstehen dass wir alle in einem Boot sitzen nämlich die Erde und dass wir da uns um selber kümmern müssen.
- 0:15Speaker 0: Es wird uns keiner helfen.
- 0:17Speaker 0: Wir werden in den nächsten tausend Jahren nicht zu einem anderen Stern fliegen.
- 0:22Speaker 0: Wir sind Gefangene unsere Sonnensystems.
- 0:26Speaker 0: Das heißt mit den unendlichen Dimensionen Ist es nicht so weit bestellt?
- 0:31Speaker 0: Unendlichkeit ist ein rein mathematisches Konzept, zu dem der Mensch keinen Zugang
- 0:38Speaker 1: hat.
- 0:39Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:40Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch mit unserem heutigen Gespräch mit in die unendlichen Weiten des Universums nehmen zu können.
- 0:48Speaker 1: Mein Gast ist Ulrich Walter – erst einer der wenigen deutschen Astronauten, die es bisher ins All geschafft haben.
- 0:55Speaker 1: In den letzten Jahren war er Mitglied der Space Lab Mission D-II und begeistert seither unzählige Menschen von der Faszination der Raumfahrt.
- 1:04Speaker 1: Heute ist er Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrtechnik an der Technischen Universität München, hat mit seinem neuesten Buch dem Bestseller die verrückte Welt der Physik sogar meine Begeisterung für Physik wecken können!
- 1:17Speaker 1: Ich habe mich mit Ulrich Walter in einem Münchner Hotel getroffen und möchte mich schon einmal vorab für die Hintergrundgeräusche entschuldigen, die sich dieses Mal leider nicht vermeiden ließen.
- 1:40Speaker 1: Wenn euch Gin & Talk gefällt, folgt uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
- 1:47Speaker 1: So verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden!
- 1:50Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:13Speaker 0: Mach es dir gemütlich,
- 2:15Speaker 1: lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:30Speaker 1: Lieber Herr Walter ich freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können um über das Weltall über ihr neuestes Buch und über Physik am Ende des Tages zu sprechen.
- 2:40Speaker 1: herzlich willkommen!
- 2:41Speaker 1: Ja
- 2:42Speaker 0: ich danke Ihnen übrigens ohne Gin so wie ich das gerade sehe.
- 2:45Speaker 1: Ja, das ist eine alte Geschichte bei diesem Format.
- 2:49Speaker 1: Weil die allerwenigsten wirklich etwas trinken bei der Aufnahme...
- 2:53Speaker 0: Also ich hätte nichts dagegen, aber das lassen wir's mal!
- 2:55Speaker 1: Aber Sie sind herzlich eingeladen beim nächsten Mal dann im Studio an der Bar.
- 2:59Speaker 1: Ich
- 2:59Speaker 0: komme drauf zurück.
- 3:02Speaker 1: Sie haben da ein tolles Buch geschrieben was gerade ja auch sehr erfolgreich läuft Und Sie haben etwas geschafft, was ich nicht mehr so ganz für möglich gehalten hätte.
- 3:12Speaker 1: Nämlich dass ich mich tatsächlich in diesem Leben auch noch mal für Physik begeistert kann...
- 3:16Speaker 0: Oh das freut mich zu hören!
- 3:18Speaker 1: Denn ich hatte das große, große Pech in meiner Schulaufbahn.
- 3:21Speaker 1: Dass ich irgendwie immer Lehrer hatte die ... Und ich hab das in einem Interview mit ihnen auch gehört, dass sie das ein Stück weit kritisiert haben.
- 3:28Speaker 1: Ich hatte immer Lehrer, die sehr besessen auf Formeln und auswendig lernen waren.
- 3:34Speaker 1: Das hat in mir so gar keine Begeisterung gehabt.
- 3:36Speaker 0: Ja, das versteh' ich sehr gut!
- 3:38Speaker 1: Was können wir denn machen, damit wir gerade auch Schüler und Kinder so ein bisschen mehr heranführen?
- 3:45Speaker 1: Und ihnen erklären warum dieses Thema dann so wichtig ist.
- 3:50Speaker 0: Ich denke das ist recht einfach.
- 3:52Speaker 0: Jugendliche lassen sich schön gut begeistern aber eben nicht mit Formeln sondern mit der Faszination einer Sache an sich.
- 4:00Speaker 0: Nehmen mal das Pendel.
- 4:01Speaker 0: Das hat sicherlich jeder in der Schule mal gesehen.
- 4:03Speaker 0: da pendelt irgendwas vor einem und dann sagt der Lehrer So jetzt schraube ich mal die Die Formel für die Periode, also wie lange dauert ein Hin- und Her-Schwing an?
- 4:12Speaker 0: Dann wird das Formeln geschrieben.
- 4:14Speaker 0: Aber das fasziniert doch nicht!
- 4:15Speaker 0: Was faszineert an einem Pendel ist doch... ...die Dauer eines Hin-und-Her-Schwings ist unabhängig von dem Gewicht was dranhängt.
- 4:23Speaker 0: So könnte man sich vorhin hinstellen sagen, wie kann es sein dass das Gewicht keine Rolle
- 4:26Speaker 0: spielt?!
- 4:28Speaker 0: Und da finde ich das fassinierend.
- 4:29Speaker 0: Da ist die Physik tatsächlich eine sehr interessante, die dahinter ist Und sowas müsste man eigentlich machen, nur die Faszination fehlt am Anfang.
- 4:36Speaker 0: Darüber reden warum die Natur so ist dass man da später dann mit Formeln beschreiben kann ist doch eine ganz andere.
- 4:42Speaker 0: das sollen sie später mal mit Tour machen oder bei mir an der Universität.
- 4:45Speaker 0: das kommt dann hinterher alle Mal.
- 4:47Speaker 0: ich habe das Gefühl dass man in der Schule sozusagen diese Formel so als Anker begreift.
- 4:53Speaker 0: man hängt sich daran weil wenig Arbeit haben will und so was.
- 4:58Speaker 0: Und das ist eigentlich der falsche Zugang, ich weiß von meinen Studenten und ich weiß es vom Schülern weil ich viel mit Schüleren zusammen arbeite.
- 5:04Speaker 0: die Begeisterung ist das Entscheidende und wenn sich jemand erst mal begeistert hat dann ist man auch dran und dann wählt man das vielleicht sogar für seinen Beruf.
- 5:12Speaker 1: Wo kam denn bei Ihnen persönlich die Begleisterung?
- 5:15Speaker 1: Es
- 5:15Speaker 0: war genau das!
- 5:16Speaker 0: Das war genauso.
- 5:17Speaker 0: mein Vater ist nämlich Volksschullehrer muss man wissen und er war so ein begeisterter Kerl hatte auch nichts mit Formeln gehabt.
- 5:23Speaker 0: Ich kann mich erinnern, da kam eines Tages nach Hause und hatte einen Kreisel.
- 5:28Speaker 0: Ein sogenannten kardanisch-aufgängten Kreisel war mir vollkommen neu für all die, die das nicht wissen.
- 5:33Speaker 0: Das ist also ein Kreisel, so ein Ding was sich dreht.
- 5:35Speaker 0: Und außen rum so Gelenke, sodass man den Kreisel irgendwie in alle Richtungen bewegen kann.
- 5:40Speaker 0: aber da ist es genau anders.
- 5:41Speaker 0: Er hat ihn gedreht und dann hat der Außen das Gehäuse beliebig gedreet und der Kreise blieb immer in einer Richtung stehen!
- 5:50Speaker 0: war für mich sozusagen der Klick.
- 5:51Speaker 0: Ich hab gesagt, das kann doch nicht sein!
- 5:52Speaker 0: Wie kann es sein?
- 5:53Speaker 0: Dass der Kreise genauso immer steht obwohl ich außen machen kann was ich will.
- 5:57Speaker 0: und damals weiß noch habe ich gesagt ich möchte verstehen warum das so ist hat etwas mit Träger zu tun.
- 6:04Speaker 0: und deswegen war mir klar und es wagte mein Vater da musst du halt Physik studieren.
- 6:08Speaker 0: und damals war mein Beschluss.
- 6:09Speaker 0: also war ich dreizehn mal vierzehn Jahre alt ich werde Physik Studierend.
- 6:12Speaker 0: genau das habe ich gemacht.
- 6:15Speaker 1: Jetzt hat sie dieses Physikstudium am Ende des Tages ja sogar ins Weltall gebracht.
- 6:20Speaker 1: Sie haben auch in ihrem aktuellen Buch ein paar Beispiele gebracht, zum Beispiel dass der berühmte Bleistift über den Feld davon fliegt oder in der Luft stehen bleibt kann man vielleicht verraten.
- 6:32Speaker 1: er fällt aber langsamer als auf der Erde.
- 6:34Speaker 1: So
- 6:34Speaker 0: ist es?
- 6:34Speaker 1: Wann kam denn dieser dieser Moment das sie gesagt haben?
- 6:39Speaker 1: Da werden Wissenschaftler gesucht, da werden Leute gesucht die Interesse haben ins All zu gehen.
- 6:45Speaker 1: Das ist was, was ich gerne machen
- 6:47Speaker 1: würde.".
- 6:48Speaker 0: Ich werde zunächst aufgefragt, wollten Sie immer schon im Weltraum fliegen?
- 6:50Speaker 0: Die Antwort leute nein!
- 6:52Speaker 0: Weil als ich ein kleiner Junge war, das waren sechziger Jahre... Wir waren Deutschland, wir sind nicht in den Weltraum geflogen.
- 6:58Speaker 0: Das haben die Russen und Amerikaner gemacht, die haben das unter sich ausgemacht.
- 7:01Speaker 0: Deswegen wäre ich nie auf die Idee gekommen, Astronauts, wenn wir das andere Leute machen.
- 7:05Speaker 0: Erst als die Deutschen, das war in den Achtzigerjahren gesagt haben.
- 7:08Speaker 0: So wie machen jetzt Weltraum-Experimente und suchen dazu Astronauten?
- 7:13Speaker 0: Und da hat es bei mir sofort Klick gemacht weil ich war wissenschaftlich.
- 7:15Speaker 0: Ich war auch ein guter Wissenschaftler und das dann noch im Welthorben zu machen ist ja wie Torte mit Schlagsameln drauf!
- 7:22Speaker 0: Die Schlagsammel nehmen mich gerne und deswegen habe ich mich dann auch direkt beworben.
- 7:25Speaker 1: Jetzt reden wir immer viel darüber dass man da hochfliegt, dass man der Zeit verbringt und all die lustigen Dinge die sie wahrscheinlich schon hundertmal beantwortet haben.
- 7:35Speaker 1: Was mich interessiert hat, sie als Wissenschaftler dort oben im All.
- 7:39Speaker 1: Was haben Sie denn da eigentlich tatsächlich gemacht?
- 7:42Speaker 1: Also woran haben Sie da gearbeitet?
- 7:44Speaker 1: was haben Sie versucht zu erforschen herauszufinden?
- 7:48Speaker 0: Man muss das so verstehen.
- 7:49Speaker 0: ein Weltraumlabor ist dazu da damit wissenschaftler weltweit dort Experimente machen können.
- 7:57Speaker 0: Und der Astronaut ist eigentlich nur die ausführende Person, genauso war ich das.
- 8:01Speaker 0: Allerdings um diese Experimente und wir hatten insgesamt neun, achtzig Stück davon gut umsetzen zu können muss man jedes Experiment in Detail kennen.
- 8:09Speaker 0: also man fährt so den Wissenschaftler hin fragt ihn was möchtest du mit deinem Experiment machen?
- 8:13Speaker 0: Erzählt er einem das und dann fragt man ja wenn etwas nicht funktioniert und so ist es bei Experimenten natürlich immer auch im Labor hier auf der Erde irgendwas funktioniert was muss sich denn machen?
- 8:21Speaker 0: Ja die Idee ist die und die weil sie auch noch nicht da braucht ein bisschen Spitzengefühl, das muss man lernen.
- 8:28Speaker 0: Und mit dieser Einstellung fliegt man umhin und da funktioniert vieles haltig wie eben auch im Labor auf der Erde auch und dann kommt es eben darauf an das Letzte aus diesem Experimenthaus zu holen.
- 8:37Speaker 0: Das ist die Aufgabe der Astronauten im Weltraum genau zu wissen was mache ich wenn etwas nicht so läuft wie man sich das vorstellt?
- 8:44Speaker 0: Wenn Experiment automatisch läuft mache ich an und nach zwei Tagen komme ich wieder am Masse aus.
- 8:49Speaker 0: Das ist wie auf der Erde auch, aber das sind nicht die interessanten Experimente.
- 8:53Speaker 1: Die spannende Frage ist immer herauszufinden, gerade für Sie als Physiker?
- 8:57Speaker 1: Wie verhält sich dort oben etwas, was ich vielleicht hier am Boden schon ausprobiert habe?
- 9:03Speaker 1: Wo sind die Unterschiede in Schwerelosigkeit unter anderen Druckbedingungen?
- 9:09Speaker 0: Die Situation ist noch ein bisschen was anderes.
- 9:11Speaker 0: Es gibt gewisse Experimnte, die kann ich auf der Erde nicht machen, weil ich diese Gravitation, weil Und das ist ja gerade der Grund, warum man da oben hingeht.
- 9:21Speaker 0: Ich kann die Gravitation ausschalten um andere Effekte wie viel schwächer sind als die Gravitationskraft studieren zu können.
- 9:29Speaker 0: Das ist die Grundidee.
- 9:30Speaker 0: also gehe ich nach oben hin und studiere zum Beispiel mal ein schwieriges Wort zu sagen Marangoni Konvektionen, die es auf der Erde so nicht studierbar sind.
- 9:38Speaker 0: Also das ist die grundidee und das funktioniert wunderbar.
- 9:41Speaker 0: mit dieser Erfahrung und diesem Wissen kann ich wieder auf die Erde zurückgehen.
- 9:45Speaker 0: was machen?
- 9:45Speaker 0: Ich gebe mir ein schönes Beispiel Wenn wir ein Auto fahren, dann gibt es ja im Motor, im Zylinder die Verbrennung.
- 9:51Speaker 0: Die ist normalerweise Konvektionsgetrieben.
- 9:54Speaker 0: also da gibt's irgendwelche Studel die sozusagen das Benzin gut mit der Luft verteilen.
- 10:00Speaker 0: Jetzt weiß man aber auch dass es eine Diffusion gibt Also einen ganz kleiner Beitrag von dem man bisher glaubt ihr spielt keine Rolle.
- 10:08Speaker 0: und jetzt ist in den Weltraum gegangen.
- 10:10Speaker 0: dort oben gibt diese Konvektion nicht und hat festgestellt Diffusionsspiel bei Verbrennung nur große Rolle.
- 10:15Speaker 0: Und so mit diesem Wissen kommt man wieder zurück und kann auf der Erde dann Motoren optimieren, die auch mit der Diffusion mehr anfangen können.
- 10:22Speaker 0: So muss man das verstehen!
- 10:23Speaker 0: Deswegen betreiben wir Wissenschaft im Weltraum um es besser machen zu können.
- 10:29Speaker 1: Bevor sie da hochgeflogen sind damals, dreiundneunzig hatten Sie ein langes Training zu absolvieren und wurden natürlich auf die Situationen und ganz viele Eventualitäten vorbereitet.
- 10:40Speaker 1: Gab's denn trotzdem etwas wo Sie gesagt haben als Sie dann dort waren?
- 10:43Speaker 1: Das hat mich jetzt doch überrascht.
- 10:45Speaker 1: also das war doch nicht so oder noch mal ganz anders als ich mir das vorher bei all der Vorbereitung vorgestellt habe.
- 10:52Speaker 0: Ja muss aber denken Ich bin ja von Hause aus Physiker.
- 10:54Speaker 0: es gibt auch biologische medizinische Experimente von denen ich bisher ... überhaupt keine Ahnung habe.
- 10:59Speaker 0: Das war das Tolle an dem Beruf, man muss sich ja in alle Disziplinenmedizin... Ich bin heute, ich hab' Medizin ein bisschen von Pharma zieh', weil wir biotechnologische Experimente machen.
- 11:09Speaker 0: Das fand ich das Faszinierende!
- 11:12Speaker 0: Ich wollte immer den Natur verstehen und mit dem Beruf habe ich sie besser verstehen gelernt allein im
- 11:17Speaker 0: Vorfeld.".
- 11:18Speaker 0: Wir wurden von den besten Fachwissenschaftlern damals in die Medizin und Biologie eingeführt.
- 11:24Speaker 0: Und dann auch die Experimente dort oben zu machen, hat mir neue Einsichten gegeben also gerade biotechnologische Experimnte wovon ich vorher keine Ahnung.
- 11:31Speaker 0: es gab Experimenten.
- 11:32Speaker 0: da habe ich gesagt wow!
- 11:34Speaker 0: Es funktioniert genauso wie man sich das vorgestellt hat.
- 11:37Speaker 0: auf der Erde geht's nicht aber hier oben gehts und dass ist beeindruckend.
- 11:41Speaker 0: glauben sie es mir wenn man sozusagen nur eine Idee hat Es aber auf der Erde nie verwirklichen kann und sagt so müsste es gehen, wenn man dann dort ist.
- 11:50Speaker 0: Und es funktioniert wirklich!
- 11:51Speaker 0: Das ist faszinierend.
- 11:53Speaker 1: als sie zurückkam jetzt hat man ja so als Otto-Normal-Bürger die Vorstellung, ins All zu fliegen ist.
- 11:59Speaker 1: So das Nonplus-Ultra was man irgendwie wahrscheinlich
- 12:03Speaker 0: erleben kann.
- 12:03Speaker 0: Ist es auch?
- 12:04Speaker 0: Das muss ich sagen!
- 12:04Speaker 1: Das ist es auch vermutlich.
- 12:05Speaker 0: Leider ist etwas teuer noch jedenfalls.
- 12:07Speaker 1: Richtig relativiert das eigentlich danach viele Dinge.
- 12:11Speaker 1: also wenn man wieder zurück auf der Erde ist dass man vielleicht sich von vielen Dingen gar nicht mehr so sehr beeindrucken lässt.
- 12:17Speaker 0: Ja und nein Es gibt Bereiche Da relativiert sich nichts.
- 12:22Speaker 0: Ein schönes Beispiel, was tatsächlich bei mir so gewesen ist... Ich habe eine Tochter, zwei Töchter.
- 12:27Speaker 0: die ältere Töchter kommt aus der Schule zurück und sagt Papa ich hab eben Mathe in den Fünf!
- 12:32Speaker 0: Ja dann kann ich nicht sagen ach weißt du liebes Kind wenn Du einmal die Welt von dort oben gesehen hast?
- 12:37Speaker 0: Dann wirst Du das relativieren.
- 12:39Speaker 0: Nix sie hat da jetzt nur fünf und darüber ist sie traurig und Sie weiß was das ihr für einen weiteren Werdegang bedeutet.
- 12:45Speaker 0: Was ich damit sagen will Der Alltag ist schon sehr wichtig, es oft erschlagen.
- 12:50Speaker 0: Aber und das eben die andere Seite der Medaille wenn ich dann Muße habe und Zeit und über Dinge nachdenke Und im Fernsehen da taucht es besonders oft auf diese oft doch einseitige Meinung gerade auch der deutschen See wie man die Welt zu sehen hat wo sie doch ganz anders ist Wissen Sie, sie schauen runter und sehen in Europa.
- 13:12Speaker 0: Sie sehen keine Grenzen.
- 13:13Speaker 0: Da fach man sich wie kommen die Menschen darauf?
- 13:15Speaker 0: Im Dirkartlas, den jeder kennt aus der Schule da einmal Frankreich-Gelb und Deutschland grün oder rot zu malen das gibt es nicht.
- 13:22Speaker 0: Schaut runter, sie gibt keine Grenze.
- 13:23Speaker 0: Die Grenzen gibt's nur in unserem Kopf!
- 13:26Speaker 0: Warum machen die Menschen das wo die Welt doch nicht so ist?
- 13:29Speaker 0: Und dann merkt man eben unser Denken über die Welt ist nicht richtig.
- 13:35Speaker 0: Die Welt isst anders aber dass Verstehen Sie nur dann, wenn sie es mit eigenen Augen gesehen haben?
- 13:42Speaker 0: Es nützt nichts mal ein Bild zu sehen oder so.
- 13:45Speaker 0: Sie müssen das selbst erleben.
- 13:46Speaker 0: Das ist dasselbe, wenn wir über italienische Kultur reden Musik- oder Essen.
- 13:51Speaker 0: da können wir drüber reden.
- 13:52Speaker 0: Es schmeckt toll!
- 13:53Speaker 0: Nein, Sie müssen hingehen.
- 13:54Speaker 0: Wir müssen dann irgendwie in einem Restaurant ersetzen.
- 13:57Speaker 0: Da ist diese Abendduft.
- 13:58Speaker 0: Sie kennen das ja.
- 14:00Speaker 0: Diese milde Luft und sie essen eine schöne Pizza die ganz anders ist bei uns.
- 14:04Speaker 0: Das alles zusammen ist italienische Kultur und die erleben sie nur dann, wenn Sie auch mal hinfahren.
- 14:09Speaker 0: Und genauso ist das mit dem Weltraum!
- 14:11Speaker 1: Ist es dieser berühmte Blick von außen der dann so ein Stück weit hilft Dinge einzuordnen?
- 14:16Speaker 1: Genau
- 14:16Speaker 0: da ist das und dafür gibt's sogar einen Wort Overview-Effekt.
- 14:20Speaker 0: Das heißt Es selber sehen diesen Überblick den Overviews selber zu sehen und dann anders denken ja so ist es.
- 14:29Speaker 1: Wie hat sich denn die Raumfahrt eigentlich verändert, seitdem sie im All gewesen sind?
- 14:34Speaker 1: Gab's da signifikante Veränderungen?
- 14:36Speaker 0: Ja.
- 14:36Speaker 0: Sehr große sogar!
- 14:37Speaker 0: Sie ist öffentlicher geworden.
- 14:39Speaker 0: Raumfahrtt wurde bisher immer nur von Raumfahrten Nationen gemacht – Amerikaner Russinnen und auch die Deutschen ein bisschen.
- 14:44Speaker 0: Nein das ist heute anders.
- 14:46Speaker 0: Öffentlich heißt man kann sich einen Ticket kaufen.
- 14:48Speaker 0: Sie gehen zum Elamas jetzt oder zu wem anders, oder zum Richard Branson und sagen ich möchte jetzt mal auch eine Weltraum bringen.
- 14:54Speaker 0: Das ist nicht ganz günstig aber ja sie können das und besser noch die Planungen laufen lauten dass wir in etwa drei Jahren Weltraum Hotels haben werden.
- 15:04Speaker 0: Das heißt wir werden dort oben hinfliegen.
- 15:06Speaker 0: Eine Woche reicht schon aber eine Woche sich das mal zu gönnen das macht man nicht jedes Jahr das macht ein einmal im Leben.
- 15:13Speaker 0: Die Preise werden fallen auf etwa zwanzig, dreißigtausend Dollar und einmal im Leben kann man sowas machen.
- 15:19Speaker 0: Und das – so wird es sein – wird uns verändern.
- 15:23Speaker 0: Und zwar zum Positiven!
- 15:25Speaker 0: Wir werden verstehen wenn man einmal die Erde im Ganzen sieht.
- 15:29Speaker 0: wir werden verstehen dass wir alle in einem Boot sitzen nämlich die Erde und dass wir da uns um selber kümmern müssen und es wird uns keiner helfen.
- 15:36Speaker 0: der Krieg jetzt in Ukraine geht schon mal in die Richtung.
- 15:39Speaker 0: aber wenn sie einmal das Ganze als eins gesehen haben Das Schiff kann man nicht verlassen, das ist eben prägend.
- 15:47Speaker 1: Jetzt ist es ja nicht zuletzt auch ihnen zu verdanken dass gerade in der Bayerischen Politik eine wahnsinnige Faszination für den Weltraum entstanden ist und daraus auch Initiativen wie Bavaria One entstanden sind.
- 16:03Speaker 1: Glauben Sie, dass wir solche regionalen Initiativen brauchen?
- 16:07Speaker 1: Die auch wirklich mit dem entsprechenden Budget da tiefer reingehen und sagen Wir nehmen das jetzt mal in die Hand und versuchen dieses Thema zu pushen.
- 16:16Speaker 1: Und zu fördern?
- 16:18Speaker 0: mir wäre es lieber gewesen wenn Deutschland das insgesamt gemacht hätte denn der Raumfall davon bin ich überzeugt wird ein großer wirtschaftlicher Faktor werden aber auch für die für das Wohlergehen der Gesellschaft insgesamt.
- 16:32Speaker 0: denn die Informationen, die wir da drüber haben.
- 16:34Speaker 0: Was weiß ich?
- 16:35Speaker 0: Der Meeresspiegel steigt pro Jahr um ein paar Millimeter.
- 16:38Speaker 0: Die kriegen wir nur mit Satellitendaten.
- 16:40Speaker 0: Da gibt es keinen wie in Förster jährlich durch über's Meer läuft und dann den Wasser standen ist.
- 16:46Speaker 0: Das bekommen wir nur mitsateliten.
- 16:47Speaker 0: Das sind die Menschen noch nicht so ganz verinnerlicht glaube ich aber das sind ganz wichtige Informationen.
- 16:52Speaker 0: Umweltinformation haben wir nur über Satelliten ausschließlich.
- 16:55Speaker 0: Aber es ist eben wie immer in der Geschichte der Menschheit.
- 16:59Speaker 0: Einzelne Personen setzen sich ein, sehen das als Überzeugung dass man das machen muss und dann weitet sich das aus wie einen Flächenbrand.
- 17:07Speaker 0: Und genauso sehe ich das hier auch in Bayern.
- 17:09Speaker 0: da gibt es eine Person Söder der ist davon überzeugt.
- 17:11Speaker 0: so hat er es mir auch gesagt Das is die Zukunft.
- 17:14Speaker 0: wir wollen mit dabei sein Wir wollen unsere Gesellschaft aber auch Wirtschaft fördern und dann macht er das einfach So und Ich bin davon zeugt in paar Jahren wird das ganz Deutschland das sehen wir jetzt auch im New Space ist das Schlagwort ja das andere Bundesländer, aber auch ganz Deutschlandes übernehmen wird.
- 17:30Speaker 1: Jetzt haben Sie gerade schon das Thema Satellitenbilder angesprochen.
- 17:33Speaker 1: Sie haben sich in Ihrem Leben ja auch eine Zeit lang sehr intensiv damit beschäftigt.
- 17:38Speaker 1: Wie geht es Ihnen denn damit, dass wir alle heute auf unseren Smartphones irgendwie eine App öffnen und die ganze Welt von oben anschauen können?
- 17:46Speaker 1: Das
- 17:47Speaker 0: ist toll!
- 17:48Speaker 0: Ich finde da sowas von toll.
- 17:50Speaker 0: Denn für uns wird Weltraum näher dadurch.
- 17:53Speaker 0: Jeder schaut mal runter.
- 17:55Speaker 0: Wir verstehen... dass man auf sich selber runterschauen kann, das wir nicht nur hier unten rumkrebsen jetzt wie in diesem Raum wo wir jetzt sind sondern dass man ganz anderen Blick haben kann.
- 18:05Speaker 0: Das ist der erste Zugang zum andern Denken und der nächste ist dann eben selber mal hochfliegen was mit eigenem Auge sehen.
- 18:11Speaker 0: ich finde das klasse.
- 18:12Speaker 0: dafür habe ich immer gekämpft und ich freue mich sehr dass wir jetzt diese Satellitenbilder haben die allgemeinen Zugang finden
- 18:18Speaker 1: können.
- 18:19Speaker 1: Was würden Sie denn jemandem sagen, der ganz ketzerisch sagt?
- 18:22Speaker 1: Wir haben irgendwie auf der Erde genug Probleme.
- 18:24Speaker 1: Da müssen wir nicht ins All fliegen um dort Probleme zu erfinden oder herauszufinden.
- 18:31Speaker 1: Wie würden sie so eine Argumentation entgegnen?
- 18:33Speaker 0: Die ist bekannt.
- 18:34Speaker 0: aber wenn man das konsequent zur Ende denkt dann heißt es ja auch keine Fußballspiele mehr kein Theater keine Opern weil das alles braucht man hier auch nicht sondern als Geld.
- 18:44Speaker 0: und kommt jetzt halt irgendwas in Umwelt.
- 18:47Speaker 0: Nein, so ist die Menschheit nicht!
- 18:49Speaker 0: Wir haben sehr unterschiedliche Anforderungen kulturelle wie allerdings auch zu wissen wie die Umwelt funktioniert und dazu brauchen wir Satelliten.
- 18:57Speaker 0: also wir brauchen eine Ausgewogenheit.
- 18:59Speaker 0: Das ist übrigens ein besonderes Merkmal der Deutschen immer in Extreme zu fallen.
- 19:04Speaker 0: sowas nennt man moralischen Absolutismus.
- 19:06Speaker 0: das kann man übrigens mal googeln.
- 19:08Speaker 0: moralische absolutismus heißt ich unterstelle mein ganzes Leben einer Ideologie Und die Idodili lautet im Augenblick Umwelt oder wie auch immer.
- 19:18Speaker 0: Aber so ist der Mensch hier.
- 19:19Speaker 0: Die Engler dazu haben eine ganz andere, den nennt das Utilitarismus.
- 19:23Speaker 0: also... ...die Frage?
- 19:26Speaker 0: Wie kann ich eine Ausgewogenheit meiner Ansprüche einer Erwartung an mein Leben und zwar der Gesamtheit erreichen?
- 19:34Speaker 0: Und dazu ist Umwelt, Raumfahrt, Kultur sind verschiedene Facetten.
- 19:38Speaker 0: Und alles muss sich unter einen Dach bringen!
- 19:40Speaker 0: Also die Antwort lautet ja natürlich müssen wir auch Geld jetzt für die Ukraine wie auch immer Kriegs all das aber eben auch Kultur und auch Raumfahrten.
- 19:49Speaker 1: Jetzt haben Sie gerade schon gesagt, Raumfahrt wird öffentlicher und öffentlich zugänglich für jeden.
- 19:54Speaker 1: Wie viel Angst muss ich denn eigentlich vor den Risiken eines solchen Fluges einer solchen Reise noch haben?
- 20:01Speaker 1: Ist Raumfahrts generell auch sicherer geworden?
- 20:03Speaker 1: Ja!
- 20:04Speaker 0: Es ist zwar sicher geworden aber es ist nicht sicher.
- 20:07Speaker 0: Das ist ein großer Unterschied genauso wie Autofahren vor hundert Jahren ziemlich unsicher war.
- 20:13Speaker 0: Ist es sicher geworden?
- 20:15Speaker 0: Und es ist heute sogar sicher, nicht nur sicherer Aber dazu braucht man viele Jahrzehnte und so wird das mit der Raumfahrt auch sein.
- 20:21Speaker 0: Wir machen die Raumfahrte erst seit ein paar Jahrzehn, wirklich ja noch nicht mal öffentlich oder also kommerziell sondern eigentlich bisher war es immer nur nationale Art.
- 20:30Speaker 0: Die Sicherheit wird immer größer werden, aber in den Bereichen wo wir immer an die Grenzen gehen.
- 20:35Speaker 0: Also wir fliegen zum Mond um am Beispiel zu sagen Wir werden zum Mars fliegen In diesen Bereichen Wo wir an die grenzen gehen genauso wie damals die ersten Polarexpedition.
- 20:44Speaker 0: Es Tote gab.
- 20:44Speaker 0: Immer wenn sie Neuland betreten wissen Sie nicht was kommt und da geht man hohe Risiken an.
- 20:50Speaker 0: Raumfahrt ist so ein Bereich Der kommerzielle Bereich, ich hatte gerade Weltraum-Hotels genannt.
- 20:56Speaker 0: Da wo es dann dauernd hin jeden Tag oder jede Woche einmal hin und her wird's immer sicherer werden und in den dreißig Jahren kann ich Ihnen sagen wird kaum mehr was passieren.
- 21:05Speaker 0: aber die Mondflüge?
- 21:06Speaker 0: Da wird etwas passieren!
- 21:08Speaker 0: Das kann ich ihnen jetzt schon sagen.
- 21:10Speaker 1: Sie haben grade den Mars schon angesprochen.
- 21:12Speaker 1: Haben sie denn eine Prognose wie lange es noch dauern wird bis ein Mensch den Mars betritt?
- 21:18Speaker 1: Wissen
- 21:18Speaker 0: Sie das ist ne Frage des Geldes und des Volens.
- 21:21Speaker 0: Wollen wir zum Mars?
- 21:22Speaker 0: Die Wissenschaftler sagen sofort ja, denn der Mars ist für uns einzigartig.
- 21:27Speaker 0: Denn dort könnten wir eine Antwort auf die Frage finden sind wir allein im Universum.
- 21:31Speaker 0: Denn die Grundfrage dahinter lautet kann Leben auf anderen Planeten entstehen?
- 21:36Speaker 0: und Mars ist der einzige Planet andere Planet in unserem Sonnensystem wo es hätte auch passieren können weil es dort vor etwa dreieinhalb Milliarden Jahren eben klimatisch gute Verhältnisse gab.
- 21:47Speaker 0: also müssen zu Mars.
- 21:49Speaker 0: Aber Wissenschaft ist eine Sache, die Finanzierung ist eine ganz andere.
- 21:53Speaker 0: Und die Amerikaner werden es nicht allein machen und die Europäer werden sie nicht alleine machen, die Chinesen werden sich an.
- 21:57Speaker 0: Wir müssen zusammenarbeiten!
- 21:58Speaker 0: Das ist der Dreh- und Eingelpunkt.
- 22:00Speaker 0: Erst wenn wir gemeinsam und schließen als Menschheit das zu wollen dann werden wir uns hier machen bis auf einer Ausnahme.
- 22:07Speaker 0: da gibt's noch diesen Karl Elon Musk und er sagt ich habe genug Geld und ich möchte in den Geschichtsbücher der Menschheit eingehen.
- 22:18Speaker 0: Ich möchte der sein, der die Menschheit auf den Mars gebracht hat.
- 22:22Speaker 0: Und dieser Kerl hat genug Geld um das wirklich zu schaffen!
- 22:25Speaker 0: Er investiert pro Jahr eine Milliarde Dollar aus seinem persönlichen Eigentum.
- 22:30Speaker 0: Das finde ich sehr beeindruckend.
- 22:32Speaker 0: und jetzt könnte man sagen da ist so ein plenerter Kerl und was weiß ich?
- 22:36Speaker 0: Nein wenn man sich seine Pläne anschaut und zwar jetzt unter technischen Gesichtspunkt er hat die besten Leute weltweit gesammelt, er hat sie angestellt, er bezahlt sie und die haben ein ganz hervorragendes Konzept.
- 22:50Speaker 0: Wenn Sie mich fragen, er kann dieses Konzept sein Maßkonzept eins zu eins umsetzen?
- 22:55Speaker 0: Es ist nur noch eine Frage der technologischen Readiness.
- 22:59Speaker 0: heißt das Zuverlässigkeit.
- 23:01Speaker 0: Die ist noch nicht da!
- 23:02Speaker 0: Das heißt wir brauchen ungefähr zehn bis fünfzehn Jahre, um die technische Zufallessigkeit zu haben.
- 23:07Speaker 0: Wir wissen genau welche Technologien wir brauchen.
- 23:10Speaker 0: Zuverlässigkeit wenn ich zum Maß fliege möchte ich mindestens neunzig Prozent Zufällessigkeit haben, dass ich auch wieder zurück komme Und die haben wir leider auch noch nicht, aber in zehn, fünfzehn Jahren werden wir sie haben.
- 23:23Speaker 1: Sie haben gerade Leben im All schon angesprochen, wenn wir uns vorstellen, dass diese unendlichen Weiten unendlich viele Möglichkeiten bieten?
- 23:33Speaker 1: Wie ist denn Ihre ganz persönliche Meinung?
- 23:35Speaker 1: Glauben Sie da draußen gibt es noch wehen oder ... Allein schon wissenschaftlich so unwahrscheinlich, dass da niemand ist.
- 23:43Speaker 1: Dass man eigentlich davon ausgehen muss das irgendwo leben gleich welcher Art auch immer existiert.
- 23:49Speaker 0: Jetzt kommt der Wermutstropfen der Raumfahrt.
- 23:54Speaker 0: Ja unendliche Weiten aber Die weiten sind zu groß Das wir selbst zum nächsten Stern Poxy Centauri der vier Komma drei Lichtjahre entfernt liegt.
- 24:07Speaker 0: was bedeutet das selbst als licht?
- 24:09Speaker 0: Und nichts geht schneller als das Licht.
- 24:11Speaker 0: Vier Komma drei Jahre braucht, wenn ich mit meinem Schatten und das Flug schon sehr schnell mit achtundzwanzigtausend Kilometer pro Stunde, wenn nicht mit der Geschwindigkeit zur Proxizentauri fliegen wollte, wäre ich habe immer ausgerechnet ungefähr fünfzigtausende Jahre unterwegs?
- 24:25Speaker 0: Und daran sieht man was für gewaltige Dimensionen es ist.
- 24:28Speaker 0: Warum sage ich dass wir werden in den nächsten tausend Jahren nicht zu einem anderen Stern fliegen?
- 24:35Speaker 0: Wir sind gefangene unsere Sonnensystems.
- 24:39Speaker 0: Das heißt, mit den unendlichen Dimensionen ist es nicht so weit bestellt.
- 24:44Speaker 0: Und wenn man mich fragt, wohin fliegen wir denn dann in unserem Sonnensystem?
- 24:47Speaker 0: Dann lautet die Antwort naas!
- 24:50Speaker 0: Es gibt nichts anderes.
- 24:51Speaker 0: Ja vielleicht noch ein paar da draußen.
- 24:53Speaker 0: Asthoriden ja aber sie sind jetzt nicht so interessant.
- 24:57Speaker 0: Wir brauchen nicht zum Jupiter pflegen.
- 24:58Speaker 0: das ist ein Gasplanet der nur nicht meine feste Oberfläche.
- 25:01Speaker 0: Der hat keine Oberflächen.
- 25:02Speaker 0: Was wollen wir beim Jupiter?
- 25:04Speaker 0: was wollen wir bei Uranus Saturn alles Gasplaneten.
- 25:07Speaker 0: Die einzigen festen Planeten, wo man drauf stehen kann sind Erde, Mars, Venus und Merkur.
- 25:14Speaker 0: Und Venus und Mercury haben eine oberflächende Temperatur von vierhundertfünfzig Grad Celsius.
- 25:20Speaker 0: Wollen sie da sein?
- 25:21Speaker 0: Nee, da möchte kein Mensch sein!
- 25:22Speaker 0: Also bleibt ne Erde und Mars, Erde kennen wir... ...und Mars ist der einzige, der wirklich interessiert.
- 25:28Speaker 0: Also das mit der Unendlichkeit bedeutet Mars.
- 25:31Speaker 0: Mars, Mars und dann ist Schluss jedenfalls für den Menschen.
- 25:36Speaker 0: Unbemannt ist es noch was anderes, aber auch eine unbemannte Sonne braucht bis zum Ende unserer Sonnensystems zig Jahre.
- 25:44Speaker 0: Also das ist schon sehr bescheinend, dass wir da können.
- 25:46Speaker 1: Wie würden Sie denn eigentlich ein Physik-Legastheniker wie mir Unendlichkeit erklären?
- 25:53Speaker 1: Weil für mich also mein Kopf schaltet ja dann irgendwann ab.
- 25:58Speaker 1: Das muss ja dann auch wieder irgendwo drinstecken und da muss ja wieder irgendwas drumherum sein usw.
- 26:03Speaker 1: Und dann steige ich irgendwann
- 26:05Speaker 1: aus.".
- 26:05Speaker 0: Die Antwort lautet, Unendlichkeit ist ein rein mathematisches Konzept zu dem der Mensch keinen Zugang hat.
- 26:15Speaker 0: Punkt!
- 26:16Speaker 0: Wir können uns das nicht vorstellen.
- 26:17Speaker 0: Ich gebe Ihnen ein Beispiel.
- 26:19Speaker 0: Wie viel isst unendlich mal unendlig?
- 26:22Speaker 0: Also Sie haben unendliche.
- 26:23Speaker 0: und wenn Sie das mit unendlichen Mal nehmen wie viel was kommt denn raus... Mathematisch gesehen, kommt wieder unendlich raus.
- 26:28Speaker 0: Und zwar dieselbe Menge!
- 26:30Speaker 0: Nicht mehr und nicht weniger.
- 26:32Speaker 0: Unendlich mal unendliche ist die selbe Menge...unendlich.
- 26:36Speaker 0: Jetzt werden Sie sagen das macht doch überhaupt keinen Sinn weil wenn ich etwas habe und mal unendinglich nehmen muss unendlicherweise mehr herauskommen?
- 26:42Speaker 0: Nein!
- 26:43Speaker 0: Darin sehen sie diese nicht zugängliche Logik von unendlichen also nochmal reine Mathematik für einen Menschen nicht vorstellbar.
- 26:54Speaker 0: und ich denke da brauchen wir uns nie tiefer drüber Gedanken machen, das ist einfach so.
- 26:59Speaker 1: Gehört es zu den Dingen von denen Sie mal in einem Interview gesagt haben?
- 27:02Speaker 1: Ich weiß jetzt schon oder die Physik weiss jetzt schon welche Dinge wir nicht wissen werden.
- 27:08Speaker 0: Das hat ein bisschen was damit zu tun weil Lundlichkeit ein mathematisches Konzept ist.
- 27:13Speaker 0: Das was sie gerade angesprochen haben ist ein physikalisches Konzert.
- 27:18Speaker 0: Warum geht's?
- 27:18Speaker 0: Die Physik möchte gerne wissen was können wir überhaupt wissen?
- 27:22Speaker 0: Das ist die sogenannte Wissenschaftstheorie.
- 27:24Speaker 0: Also schon mal vorhin vorzudenken, wo hört es denn auf mit dem Wissen?
- 27:28Speaker 0: Und da lautet die Antwort ein berühmter Herr Gödl in den dreißiger Jahren hat gezeigt, dass wir nie und das können wir heute schon beweisen, nie alles wissen werden können!
- 27:40Speaker 0: Und das finde ich sehr beeindruckend.
- 27:42Speaker 0: D.h.,
- 27:43Speaker 0: die Wissenschaft kann sich einen Spiegel verhalten und bereits jetzt schon sagen, also reflektieren über sich selber Gürtelche Unvollständigkeitstheorien, so heißt das offiziell finde ich sehr beeindruckend und das wissen wir heute bereits.
- 27:57Speaker 0: Da brauchen wir nicht darüber diskutieren da kommen Leute zu einem Eil wie auch immer?
- 28:00Speaker 0: Nein!
- 28:00Speaker 0: Das wissen wir Und deswegen müssen wir immer aufpassen und unsere Ansprüche ein bisschen zurückschalen.
- 28:05Speaker 0: also unsere Überheblichkeit sozusagen dass wir sagen Wir werden immer alles wissen oder irgendwann wenn man alles ist nein das wird nie so sein aber das Tolle ist.
- 28:13Speaker 0: Es ist sozusagen die andere Seite der Medaille.
- 28:15Speaker 0: wir werden immer mehr missen.
- 28:17Speaker 0: Aber weil sozusagen das Wissen praktisch nennlich ist werden wir immer mehr wissen, aber nie alles.
- 28:23Speaker 0: Und das ist die Aussage von Goethe.
- 28:24Speaker 1: Jetzt haben wir vorhin schon viel über Weltraumtourismus gesprochen.
- 28:29Speaker 1: Für Sie persönlich würden Sie gerne noch mal ins All fliegen?
- 28:34Speaker 1: Sofort!
- 28:35Speaker 1: Wenn
- 28:35Speaker 0: Sie mir das Geld geben können, Deal machen ... Sie geben mir das Gelb, ich fliege hoch würde ich das sofort auf der Stelle nochmal machen.
- 28:41Speaker 0: Es ist im Augenblick wirklich nur eine Geldfrage.
- 28:44Speaker 0: Die Ansicht von dort oben... Ich wende mich jetzt an den Zuhörer.
- 28:49Speaker 0: Lieber Zuhörer, wenn immer Sie genügend Geld haben.
- 28:52Speaker 0: Wenn sie am Ende ihrer Lebenszeit sind und noch ein bisschen Geld als Geäre haben.
- 28:56Speaker 0: Nehmen Sie das Geld kaufen sich davon einen Flug und ich garantiere Ihnen Es ist unvergesslich und Sie werden sagen dass es das bestangelegte Geld in meinem Leben.
- 29:06Speaker 0: Ich weiß es kostet im Augenblick zweihundertfünfzigtausend Dollar jedenfalls von Branson.
- 29:11Speaker 0: Der Preis wird runtergehen in den nächsten zehn Jahren.
- 29:13Speaker 0: behalten Sie also das Geld und vielleicht in zehn Jahren, aber das lohnt sich.
- 29:18Speaker 0: Und wenn ich das Geld hätte, würde es jetzt schon
- 29:19Speaker 1: machen.
- 29:19Speaker 1: Gibt's eigentlich so was wie ein Alterslimit?
- 29:21Speaker 1: Wo Sie sagen würden ... Nein!
- 29:23Speaker 0: Das Alters-Limit geht nicht.
- 29:24Speaker 0: Das glauben die Leute.
- 29:24Speaker 0: Das ist eine der Mythen über die Raumfahrt genauso.
- 29:27Speaker 0: Astronauten an keinem Blumen in den Zähnen oder irgendwie sowas.
- 29:30Speaker 0: Nein!
- 29:31Speaker 0: Es gibt keine Alters Limite.
- 29:32Speaker 0: Wozu auch?
- 29:33Speaker 0: Schauen Sie, brauche ich meinen Körper in der Schwerelosigkeit?
- 29:37Speaker 0: Nein, der steht vollkommen automatisch.
- 29:39Speaker 0: Ich brauche keinen Kreislauf!
- 29:40Speaker 0: Ich brauch überhaupt kein Körper!
- 29:42Speaker 0: Ich brauch nur einen gesunden Geist.
- 29:43Speaker 0: und das ist das was überhaupt bei der Auswahl tatsächlich großer Bett gelegt wird.
- 29:48Speaker 0: Bist du wirklich voll wach?
- 29:50Speaker 0: bist du dabei?
- 29:51Speaker 0: Und solange das garantiert ist und dass Portemonnaie ausreichend gefüllt ist kann jeder in der Welt wollen.
- 29:57Speaker 0: Das schönste Beispiel ist für mich immer der John Glenn.
- 30:00Speaker 0: er war der erste amerikanische Astronaut also der eine Erdumkreisung gemacht hat mit siebenundsiebzig Jahren noch mal auf dem Shuttle geflogen.
- 30:09Speaker 0: Mit siebensebzig und er hat gezeigt, das geht!
- 30:13Speaker 0: Und da sollte sich jeder anschauen und sagen auch ich fliege nochmal mit siebzig.
- 30:17Speaker 1: Das heißt ich könnte jetzt auch von hier zu ihren Masken fahren und in die nächste Rakete steigen?
- 30:24Speaker 1: Ja ohne dass ich irgendeine Art von Training oder ähnliches vorher gemacht habe.
- 30:29Speaker 1: Aber
- 30:29Speaker 0: ich kann mir schon sagen also nehmen wir den Richard Branson, der hat über siebenhundert Anmeldungen.
- 30:34Speaker 0: Der muss erst mal die Sieb-Hundert abarbeiten bevor sie dann dran sind und geht genauso jetzt mit ihm was.
- 30:39Speaker 0: Ich will damit sagen es gibt schon so viele Anmellung und die Leute zahlen schonmal diesen Preis.
- 30:45Speaker 0: also es gibt eine ziemlich lange Schlange und jeder muss sich hinten anstellen.
- 30:48Speaker 1: das heißt wir tragen unser Besten jetzt schon in die Warteliste ein?
- 30:52Speaker 0: Das wäre das Beste ja!
- 30:55Speaker 1: Und ich danke Ihnen auf jeden Fall für die Einblicke und für das spannende Gespräch.
- 30:59Speaker 0: Es war mir eine Freude Das war
- 31:01Speaker 1: es leider schon.
- 31:02Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken,
- 31:04Speaker 0: das
- 31:05Speaker 1: Gespräch zu Ende.
- 31:06Speaker 1: Vielen
- 31:07Speaker 0: Dank
- 31:07Speaker 1: fürs Zuhören!
- 31:09Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 31:12Speaker 0: wenn du die Bar verlässt
- 31:14Speaker 1: aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button
- 31:17Speaker 0: zu
- 31:30Speaker 1: klicken.