Latest / justETF Podcast – Antworten auf deine Fragen zur Geldanlage mit ETFs / #226 – Reich, aber arm dran? Die emotionalen Fallen der Geldanlage
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- 0:00Speaker 1: Als ich das erste Mal diesen Rat gegeben habe, hab' ich ja selber fast körperlich gelitten.
- 0:04Speaker 1: In dieser Mögensverwalter.
- 0:06Speaker 1: Ich lebe davon vernünftige Portfolien zu machen und dass die auch funktionieren!
- 0:10Speaker 1: Und dann guck ich ins Portfolio und es sieht komplett anders aus!
- 0:13Speaker 1: Da gibt's so einen riesigen Knowing-Doing-App.
- 0:16Speaker 1: Also zu glauben man könne... Ein Vermögensaufbau dadurch lösen, dass man irgendwann mal deutlich mehr verdient und dann fängt man richtig zu sparen.
- 0:24Speaker 1: Das ist häufig eine Illusion.
- 0:25Speaker 1: Das Leben ist genau jetzt.
- 0:26Speaker 1: also zu glauben ich brauche noch so viel mehr Geld und so viel Einkommen, dann habe ich alles was ich braue und da bin ich glücklich!
- 0:34Speaker 1: Der Moment kommt garantiert nie!
- 0:42Speaker 2: Marketingmitteilung.
- 0:44Speaker 2: Kapitalanlagen bergen Risiken.
- 0:46Speaker 2: Den Markt kannst du nicht steuern, die Kosten deiner Geldanlage allerdings schon.
- 0:50Speaker 2: Das ist für deinen Anlageerfolg entscheidend – denn hohe Kosten bremsen logischerweise auch deine langfristige Rendite!
- 0:57Speaker 2: Der ETF-Anbieter Vanguard steht seit fünfzig Jahren schon für günstiges Investieren.
- 1:02Speaker 2: Der Unternehmensgründer John Bogle legt da eins den ersten Indexfonds für Privatanleger auf mit dem Ziel, bereitgestreut und gleichzeitig kosteneffizient zu investieren.
- 1:13Speaker 2: Eine Besonderheit an Vanguard?
- 1:15Speaker 2: Das Unternehmen hat genossenschaftliche Wurzeln.
- 1:17Speaker 2: Gewinne werden daher nicht
- 1:18Speaker 1: an externe
- 1:19Speaker 2: Eigentümer ausgeschüttet, sondern können in Form von Kostensenkungen direkt an dich als Anleger weitergegeben werden.
- 1:26Speaker 2: Auch heute arbeitet Vanguard kontinuierlich daran, Kosten weiterzusenken – damit mehr von der Rendite für dich übrig bleibt!
- 1:33Speaker 2: Im Durchschnitt zahlen Anlegers in Vanguard ETF's derzeit nur Null-Kommer eins drei Prozent.
- 1:39Speaker 2: Vanguard bietet damit laut Morningstar die im Schnitt.
- 1:57Speaker 0: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Expertengespräch hier auf unserem Kanal.
- 2:02Speaker 0: Und über unseren heutigen Gast freue ich mich ganz besonders, denn… Ich muss sagen – ich lese gar nicht mehr so wirklich viele Finanzbücher!
- 2:11Speaker 0: Finanzbücherlese, dann ist es nicht mehr ganz so auf der Fall.
- 2:15Speaker 0: das was neu ist drin steht.
- 2:16Speaker 0: Was mich wirklich inspiriert und deswegen freue ich mich ganz besonders dass Dr.
- 2:21Speaker 0: Nikolaus Braun bei uns zu Gast ist.
- 2:23Speaker 0: heute herzlich willkommen!
- 2:24Speaker 0: Danke
- 2:24Speaker 1: für die Einladung, freu
- 2:25Speaker 0: mich.
- 2:26Speaker 0: wenn man bei Justitief ein paar Jahre arbeitet und das Geld selber auch anlegt dann weiß man ungefähr wie man Geldanlage meistert oder halbwegs rational gut meistern vielleicht nicht zu hundert Prozent perfekt aber gut genug ja?
- 2:38Speaker 0: Das ist ja auch schon mal genug eigentlich an der Stelle.
- 2:42Speaker 0: Aber was Sie so toll unter anderem in Ihrem neuen Buch endlich gut mit Geld!
- 2:47Speaker 0: Dazu haben wir auch einen Link unten in der Beschreibung, wenn ihr mehr dazu erfahren wollt.
- 2:50Speaker 0: So schön machen ist Geschichten erzählen aus ihrem Alltag denn sie sind Honorarberater.
- 2:55Speaker 0: Sie schreiben nicht nur Bücher sondern er sind länger schon Honorar-Berater und waren davor im klassischen Bankengeschäft tätig.
- 3:02Speaker 0: vielleicht können sich die Community einmal vorstellen wie kamen sie dazu was sie heute machen?
- 3:08Speaker 0: Und dann gehen wir gerne ein bisschen mehr auf ihre Bücher ein und auf das was mich eigentlich mehr interessiert als jetzt sie harten Zahlen, Datenfakten die wir sonst hier natürlich auch gerne auf dem Kanal beleuchten.
- 3:19Speaker 0: Ja
- 3:20Speaker 1: genau wie meine das wesentlich haben sie ja eigentlich schon gesagt.
- 3:22Speaker 1: also ich war mal ursprünglich auf der dunklen Seite also klassisch im Finanzvertrieb gemacht.
- 3:26Speaker 1: bei einer Großbank habe dann fast zehn Jahre lang für Deutschlands erste Honoraberattungsbank den Münchner Standort mit einem Team aufgebaut Und danach haben wir uns dann, also wie heißt man heutiger Soziös und damaliger Mitgründer Stefan.
- 3:40Speaker 1: Und ich gedacht, oh jetzt sind mal zwanzig Jahre die zweitbeste Lösung.
- 3:44Speaker 1: Kann es das eigentlich sein?
- 3:45Speaker 1: Ist das Leben nicht zu kurz für Kompromisse?
- 3:47Speaker 1: Dann haben wir damals mit der neunvierzig unser eigenes Unternehmen gegründet aus dem Wunsch heraus autonom zu sein.
- 3:54Speaker 1: Wir haben mir das mal genannt unter unseren eigenen Fehlern zu leiden.
- 3:57Speaker 1: Das Bücher schreiben ... Da gab's ein paar Gründe.
- 4:01Speaker 1: Eine war Pandemie.
- 4:02Speaker 1: Ich wollte einfach irgendwie mal mich auf irgendwas konzentrieren, was nicht mit dem RKI und der Pandemie zu tun hatte.
- 4:09Speaker 1: Ich wollte irgendwo anders hin.
- 4:10Speaker 1: Wir hatten viel Zeit, denn das war ja eigentlich los!
- 4:14Speaker 1: Viel zu Hause gewesen... Und da ich ja ursprünglich mal Geschichte studiert hatte, hatte ich unglaublich Lust wieder Geschichten zu erzählen und wieder mal einen Buch zu machen.
- 4:23Speaker 1: Die Idee ist die Idee des, was wir in unserem Beratungsalltag für eine sehr kleine Gruppe von eher privilegierten Menschen machen ein Stück weit zu demokratisieren und rauszukriegen.
- 4:33Speaker 1: Diese Botschaft, das waren so die Motive dafür... Sie haben es ja selber gerade gesagt ich lese überhaupt nicht gerne Finanzratgeber und ich habe mir gedacht wie müsste denn so einen Ratgeber ausschauen?
- 4:44Speaker 1: oder Ratkleber?
- 4:45Speaker 1: Klingt ja schon furchtbar!
- 4:46Speaker 1: Also Ratschläger sind auch schon Schläger.
- 4:47Speaker 1: aber wie müsste ein Finanzbuch aussehen was sich selber gerne lesen würde?
- 4:51Speaker 1: und so bin ich dann dazu gekommen mittlerweile drei Bücher über Geld zu schreiben.
- 4:56Speaker 1: und also lustigster Kommentar meiner Tochter irgendwie, Papa wie kann man nur so per Schnitt mit Geld sein?
- 5:02Speaker 1: Bestes d'Englisch.
- 5:05Speaker 1: Ja ich mag das Thema.
- 5:05Speaker 1: Ich finde es gut.
- 5:06Speaker 1: Und ich find's hat wesentlich mehr mit unserem Leben zu tun als mit Zahlen, Daten und Fakten als meine gemeine Mind.
- 5:12Speaker 0: Ja genau!
- 5:13Speaker 0: Das ist halt der Punkt der finde ich sehr sehr gut dargestellt wird in all den Büchern.
- 5:18Speaker 0: Ich glaube jetzt ohne zu viel weggreifen zu wollen aber in einem Buch Wo der Ratgeber Teil größer ist in dem zweiten Buch, Geld oder Leben haben sie sich ja ganz gezielt auf Mandantenstories quasi fokussiert und klären da dreißig sehr einprägsame Geschichten wie ich finde.
- 5:37Speaker 0: Also für mich sogar... Das einprägsamste Buch.
- 5:41Speaker 0: Dazu sprechen wir auch gleich noch mal zu ein paar Stories, die mich da sehr bewegte haben und ich finde man kann sehr viel draus lernen für das eigene Leben.
- 5:51Speaker 0: Da haben sie beispielsweise zum Thema ETF-Sparplan für einen Privataushalt, Privatanleger eigentlich geschrieben.
- 5:58Speaker 0: Also Aktienallokation, MSCR, Aquimie... und gut ist an der Stelle.
- 6:05Speaker 0: Und so einfach ist es, zumindest wenn man es natürlich besser machen, aber zumindest für die meisten Privathaushalte ist an dieser Stelle schon sehr viel richtig gemacht oder sehr sich viel besser gemacht als in... anderen Lösungen drinstecken.
- 6:18Speaker 1: Genau, also das war jetzt der Hintergrund.
- 6:19Speaker 1: ich meine muss ja sagen als ich das erste mal diesen Rat gegeben habe zum ersten Mal auch in meinem ersten Buch schon geben, da hab' ich ja selber fast körperlich gelitten.
- 6:27Speaker 1: Ich bin Vermögensverwalter, ich lebe davon vernünftige Portfolien zu machen und dass die auch funktionieren.
- 6:32Speaker 1: Und natürlich ist das Ding in Anführungsstrichen viel viel so einfach aber es hat einfach gut genug und für einen Selbstentscheider ist glaube Das Wichtigste an der Investmentstrategie ist eine, die ich durchhalten kann.
- 6:48Speaker 1: Und wenn ich irgendein Menschen was asset allocation und Investing wirklich bewunder und für mich immer Orientierung ist natürlich Gerd Komma.
- 6:58Speaker 1: Ich schätze den Gerd außergewöhnlich und wir verdanken ihm so viel.
- 7:02Speaker 1: erst mal die Community aber auch ich persönlich verdank ihn viel also.
- 7:05Speaker 1: er hat mir damals im Kontakt zu meinem Verlag hergestellt.
- 7:08Speaker 1: wie gesagt Gerd kannst du dafür sorgen dass sich das Explosee nicht gleich löschen?
- 7:11Speaker 1: Dann hat er einen sehr netten Maid eingeschrieben und gesagt, lese das mal.
- 7:14Speaker 1: Und der hat mich auch animiert Bücher zu schreiben.
- 7:17Speaker 1: Ja?
- 7:17Speaker 1: Und trotzdem lerne ich immer wieder Menschen kenn die sagen Ich hab die Bücher von Komma alle gelesen.
- 7:23Speaker 1: Und dann guck' ich ins Portfolio und es sieht komplett anders aus!
- 7:27Speaker 1: Da gibt's so ein riesigen Knowing-Doing-Gap.
- 7:30Speaker 1: Also je komplexer das wird... Manchmal reichen schon vier, fünf Wertpapiere umso mehr umbiegen die Leute irgendwo falsch ab und wollen hier noch mal was optimieren, dann da noch ein bisschen etwas anders.
- 7:43Speaker 1: Und das klingt auch noch interessant!
- 7:44Speaker 1: Darum habe ich gedacht, ein Ding lass gut sein leg dich an den Strand.
- 7:49Speaker 1: und das ist das Portfolio ein gutes Stück vielleicht nicht ganz so optimal ist.
- 7:54Speaker 1: Also es ist ja eher auf der Risiko-Seite, die nicht so optimal.
- 7:57Speaker 1: Auf der Rendite Seite müsste er eigentlich ziemlich gut passen.
- 8:00Speaker 1: Solange du nicht so viel hinschaust und dich an meinen Rad hältst um sich zu unterhalten lieber irgendwie ins Konzert in Europa, an Strand, ins Kino, in Zirkus zu gehen... Zum
- 8:09Speaker 0: Fußball?
- 8:09Speaker 1: Und NICHT!
- 8:10Speaker 1: Sich mit Finanzen zumindest nicht mehr mit Investing auseinanderzusetzen dann sitzt du das alles gemütlich aus und fährst besser als vermutlich achtundneinzig Prozent dieser deutschen Bevölkerung?
- 8:23Speaker 1: Ja,
- 8:23Speaker 0: sie haben jetzt schon angesprochen was Sie so an Portfolios sehen.
- 8:26Speaker 0: Ich meine sie sind Tonoraborater, sehen sehr viele Portfolius oder auch ja doch im Prinzip schon Depots von Menschen die kann man so sagen sehr wohlhabend sind vom größtenteils millionären und erfolgreiche Unternehmer usw.
- 8:42Speaker 0: Gibt es da etwas wo Sie sagen also den Fehler denen seh'n Sie besonders oft in diesen Portfolio's?
- 8:48Speaker 1: Also diese einzig aufstellen würde ist Das Millionärs-Portfolio sieht im Wesentlichen nicht anders aus als das Portfolio von Lieschen Müller aus dem Retail Banking.
- 8:58Speaker 1: Ich mache ja auch immer im Rahmen dieser Kolumne, die ich da schreibe mal Interviews mit Leuten und es ist ein bisschen diverser von der sozialen Schichtung und nicht so exklusiv.
- 9:05Speaker 1: Und ich habe ja früher auch selber die Produkte verkauft in der Großbank.
- 9:08Speaker 1: Im Großen und Ganzen sind das die gleichen Fehler.
- 9:11Speaker 1: also erste These, zweite These ist... ...das was man von der Theorie erwarten würde ist auch das was er in der Praxis sieht nämlich dass die der Anleger eigentlich zwei große Fehler hat oder zwei große Feinde hat.
- 9:22Speaker 1: Das eine ist die Finanzindustrie, die halt irgendwie provisionsgeschwängerte ineffiziente aktiv gemanischte Produkte verkauft.
- 9:29Speaker 1: also bin ich ja bei Just DTF natürlich genau in richtigen Adressen, ne?
- 9:31Speaker 1: Das heißt eben nicht just best of active manage...
- 9:36Speaker 0: ...aktive force!
- 9:37Speaker 0: Five
- 9:37Speaker 1: stars Relaxed Express, hier haben wir da immer tolle coole Namen.
- 9:41Speaker 1: Also dieses Interessenkonflikt das ist das eine.
- 9:44Speaker 1: Ja.
- 9:44Speaker 1: Das ein mächtiger Gegner und dann noch mächtigere Gegner.
- 9:48Speaker 1: Das berühmte Quote von Benjamin Graham, der größte Feind des Investors ist er vermutlich selber.
- 9:53Speaker 1: Die eigene Emotionalität und die kognitiven Verzerrungen, die viele Entscheidungen das nicht durchhalten können einer vernünftigen Strategie und so.
- 10:03Speaker 1: Und das ist glaube ich ein Leitmotiv was ich als häufig sehe.
- 10:08Speaker 1: Ich muss sagen es ist in den letzten Jahren ein Stück weit besser geworden.
- 10:12Speaker 1: Ich treffe immer wieder mal Leute, die auch self-directed relativ gute Entscheidungen fallen.
- 10:17Speaker 1: Also Entscheidungen, die zumindest gut genug sind?
- 10:19Speaker 0: Ist das ein Generationending, würden Sie sagen?
- 10:22Speaker 0: Ist es mehr bei jüngeren Mandanten oder Menschen, die vielleicht einfach in der jüngere Generation besser angekommen oder eigentlich durch alle Schichten?
- 10:32Speaker 1: Im Prinzip glaube ich schon dass ein Stück weit ein Generationending ist.
- 10:35Speaker 1: aber ich habe zum Beispiel vor einem Jahr haben wir mal Taktor auf den Tür gemacht und gesagt jeder, der reinkommt wird beraten, kostet nix.
- 10:43Speaker 1: Wir machen so eine Art Speed-Dating, dreißig Minuten was du schon mal immer wissen wolltest und versuchen dann Menschen Hinweis zu geben, mach mal soweit wie bisher oder unterhalte ich mal lieber?
- 10:52Speaker 1: Oder liess mir das Buch.
- 10:53Speaker 1: ne also das war keine Idee um Kunden zu gewinnen sondern wir hatten einfach Lust aufs pralle Leben!
- 10:59Speaker 1: Und da haben mich auch auffällig viele ältere Menschen auffällig viele Frauen, weil ja Frauen eigentlich häufig noch mehr mit dem Investment fremdeln einfach Basisrate.
- 11:11Speaker 1: Gesehen die nach relativ vielen auch Fehlentscheidungen irgendwo beschlossen haben ich mache das jetzt selber, ich lass mich nicht mehr irgendwas verkaufen und die eigentlich ziemlich gute rationale Strategien durchziehen ist aber natürlich eine Bayes was es sind Leute die zu uns kommen und irgendwie vorenformiert sind.
- 11:30Speaker 1: Ich glaube dass im Prinzip schon so ist dass die junge Generation da gibt's So eine Art Conventional Wisdom, kauf dir ein MSCI World oder ein MSI All Country World ETF.
- 11:39Speaker 1: Bespaar den, guck nicht mehr hin leg dich an Strand.
- 11:43Speaker 1: Da gibt's schon so ne Generation ETF Die das auch sehr unaufgeregt macht die sich da nicht weiter viel in Kopf macht sondern es einfach irgendwie in einer Anführung schrichen kapiert hat.
- 11:53Speaker 1: und daneben gehts glaub ich furchtig aus ne Generation Zocker Generation, Trade Republic, Top-Top-Trade und hast du hier nicht gesehen oder da rein oder raus?
- 12:02Speaker 1: Und morgen den nächsten heißen Scheiß.
- 12:04Speaker 1: Die gibt es parallel dazu.
- 12:06Speaker 1: aber ich glaube schon dass die jüngere Generation da gibt's schon ein starkes Empowerment uns hat glaub ich auch viel mit der Influencer Szene zu tun.
- 12:15Speaker 1: Ich meine da gibts jede Menge Mist.
- 12:17Speaker 1: also muss man schon sagen gerade aus dem verschwörungstheoretischen Abgrund viel Unfug.
- 12:24Speaker 1: Aber es gibt halt auch wirklich gute Kanäle und viele rationale Stimmen in den Bereich, die Menschen wirklich helfen selbstbestimmt mit ihrem Geld umzugehen.
- 12:34Speaker 1: Und da gibt's schon eine signifikante Verbesserung.
- 12:37Speaker 0: Jetzt haben sie vermutlich zwei Mandantengruppen, die ein Stück weit rausstechen Einmal ganz natürlich eigentlich Unternehmer, Menschen Vielleicht nach dem Unternehmens-Exit eine größere Summe Geld zur Verfügung haben und die die anlegen wollen oder vielleicht schon angelegt haben.
- 12:55Speaker 0: Und dann zu ihm kommen, aber auch natürlich in diesem Umfeld Menschen, die sich um ein Erbe kümmern müssen.
- 13:01Speaker 0: Das sind zwei Personengruppen wo sie auch ganz spannende Stories in ihren Büchern zugeschrieben haben, nämlich was da alles schiefgehen kann.
- 13:10Speaker 0: Also zum einen vielleicht starten wir mit den Unternehmern weil die machen gerne bestimmte Fehler in der Geldanlage, die ja ein bisschen auf kognitive Verzerrung glaube ich hindeuten.
- 13:21Speaker 0: Weil eigentlich würde man denken Unternehmer erfolgreicher Unternehmer warum sind die in vielerlei Hinsicht dann so schlechte Investoren?
- 13:29Speaker 0: Warum haben sie da oft oder das beschreiben Sie in ihrem Buch auch ganz schön oft ähnliche Gespräche oder auch so das Gefühl, da trinke ich vielleicht sogar manchmal gar nicht durch.
- 13:38Speaker 1: Ich muss sagen also Unternehmer sind gleichzeitig die besten und die furchtbarsten Kunden.
- 13:46Speaker 1: Also es gibt tatsächlich bei Unternehmern ein Thema wie so'n Leitmotiv was immer wieder durchscheint insbesondere bei Unternehmern die noch aktiv sind.
- 13:58Speaker 1: Und zwar dass sie letztlich die Erfolgsrezepte ihres Unterneemertums ... auf die Kapitalanlage übertragen.
- 14:04Speaker 1: Und wenn ich das jetzt einmal von der Meterebene anschaue, ein bisschen abstrakter zu formulieren ist... ...die hat Job eines Unternehmers es unsystematisch Risiken zu nehmen.
- 14:13Speaker 1: Das heißt in meiner Branche mit meinem spezifischen Geschäftsmodell... ...schlauer zu sein als alle anderen und das Relais zwischen dem hohen Risiko und dem hohem Return... ...ist die eigene Fähigkeit und das eigene
- 14:26Speaker 1: Unternehmer-Tum.".
- 14:27Speaker 1: Und da gibt es an der Stelle in gewisse Kontrolle, häufig auch eine Kontrollillusion.
- 14:31Speaker 1: Also wenn man Ex-Post mit Unternehmen redet dann werden die immer sagen mein Gott haben wir zwischendrin wahnsinnig viel Dusel gehabt.
- 14:36Speaker 1: also wenn sie mich jetzt fragen warum unseren Unternehmer auf einmal so erfolgreich ist Dann würde ich sagen könnte ich Ihnen tolle Erfolgsgeschichte erzählen was wir alles richtig klug gemacht haben.
- 14:45Speaker 1: aber wir haben ja mal manchen Ecken Wahnsinnig wie Dusel gab und vor allem bei manchen ecken zumindest mal ein kleines richtiges Pech.
- 14:51Speaker 1: Aber trotzdem Unternehmer geht Risiko ein.
- 14:53Speaker 1: das ist sein Job Und wir lernen naturgemäß nur die, kennen die nicht pleite gegangen sind.
- 14:58Speaker 1: Weil ohne Geld funktioniert unser Geschätzmodell wirklich schlecht.
- 15:01Speaker 0: Wir
- 15:02Speaker 1: haben eine extrem starke Survivorship bei uns!
- 15:05Speaker 1: Am Kapitalmarkt habe ich einen kompletten Kontrollverlust.
- 15:09Speaker 1: Niemand interessiert sich was Herr Dr.
- 15:10Speaker 1: Brünson von der Dunkel auch wenn er in seinem Bereich Biotech, Digital Pharma oder Digital Health oder meines Weges auch nur herstellen von irgendwelchen speziellen Schrauben.
- 15:20Speaker 1: da war dir der Held Aber ich.
- 15:22Speaker 1: jetzt interessiert sich kein Mensch dazu oder dafür, was der eigentlich kann und mag.
- 15:27Speaker 1: Er ist vollkommen raus an einem eventuell relativ informationseffizienten Markt.
- 15:33Speaker 1: Und da ... Ich sag das manchmal, wissen Sie in der Vergangenheit waren Sie im Driver's Seat?
- 15:37Speaker 1: Sie haben entschieden wo sie abbiegen.
- 15:39Speaker 1: Sie sind am Steuer.
- 15:40Speaker 1: Sie sehen die Risiken eingegangen.
- 15:42Speaker 1: Sie sitzen heute im Bus In der letzten Reihe.
- 15:46Speaker 1: Und sie könnte nur staunend aus dem Fenster schauen wo er hinfährt aber sie sinkt nicht mehr Dabei.
- 15:52Speaker 1: Und wenn das ein Unternehmer kapiert, klicken wir auf.
- 15:55Speaker 1: gerade nach dem Exit, kapieren es sehr viele.
- 15:58Speaker 1: dass das Programm vermögend werden und vermögen bleiben vollkommen unterschiedlich ist und vor allem die mit uns zusammenarbeiten müssen sie irgendwann kapieren weil sonst kommen wir ja nirgends wohin ne?
- 16:09Speaker 1: Wenn die das mal kapiert haben sind das Superkunden und Mandanten weil die natürlich Risiken gewöhnt sind nicht sofort anfangen zu zittern Und ein hohes Verständnis haben wir wirtschaftliche Zusammenhänge.
- 16:22Speaker 1: Aber dieses Gap ist furchtbar breit und ich hab's tatsächlich mal geschafft mit einem Blockbeitrag einen Mandanten zu verlieren, also der war danach wirklich sauer.
- 16:33Speaker 1: Es war ganz lustig weil das ein Mandant war wo Stefan und ich davor schon gesagt haben wie kriegen wir den eigentlich woanders hin bewegt?
- 16:39Speaker 1: sagen muss man so wer wollte ihn jetzt nicht direkt kündigen aber ich habe gesagt Stefan ich glaube dem wirst du nicht mehr glücklich.
- 16:46Speaker 1: Und dann war er nach diesem Blogbeitrag irgendwie eingeschnappt und hat gekündigt.
- 16:49Speaker 1: Und wir waren ganz happy!
- 16:52Speaker 0: Können Sie da auf den Punkt nochmal eingehen?
- 16:54Speaker 0: Warum war er damit nicht ganz glücklich, was haben sie da... Er fühlte
- 16:57Speaker 1: sich persönlich angegriffen durch diese These das Unternehmer schlechtere Kapitalanleger sein könnten, wenn sie genau diesen Fehler machen.
- 17:07Speaker 1: Die meisten unserer Mandanten wissen es ja zu schätzen dass wir die Themen offen ansprechen und sagen immerzu hier gibt's eine unterschiedliche Versuchsanordnung.
- 17:15Speaker 1: und ich sage auch jedem unserer Mandaten immer Es ist noch nie einer bei uns vermögend geworden.
- 17:21Speaker 1: Ist nicht unser Job Mein Job ist nicht das du vermögen wirst Das ist dein Job Manchmal der Generation davor.
- 17:27Speaker 1: Aber der Vermögen kommt aus dem Unternehmen schon.
- 17:30Speaker 1: Risiko Unterjob is alle vermeidbaren Risiken aus der Gleichung rauszunehmen.
- 17:35Speaker 1: Und dann bleibt er immer noch gespenstisch wie Risiko über, der Kapitarmarkt ist ja nun wirklich eine angsteinflößende Angelegenheit und das ist eine vollkommen unterschiedliche Versuchsanordnung.
- 17:46Speaker 1: Und nachdem ich vorhin schon meinen Lieblingsmitbewerber den Gerd Kommmer erwähnt habe, der zuletzt einen sehr schönen Blog geschrieben darüber wo sind denn eigentlich diese ganzen Milliardäre hin?
- 17:56Speaker 1: Also die von vor hundert oder von vor fünfzig Jahren?
- 18:02Speaker 1: Warum sind das nicht mehr die gleichen Familien?
- 18:03Speaker 1: Also irgendwie aneknotisch aus dieser Vanderbilt-Familie gibt es offenbar keinen einzigen Millionär mehr.
- 18:08Speaker 1: Man wird dieses Vermögen, wenn man nicht aufpasst relativ schnell los und dafür zu sorgen dass das Potenzial erhalten bleibt ist eine valide Dienstleistung.
- 18:17Speaker 1: Und große Probleme eben ist, dass viele glauben, dass der Vermögensarbeiter Rendite macht.
- 18:22Speaker 1: Macht er nicht!
- 18:23Speaker 1: Die Rendite machen den Markt.
- 18:25Speaker 1: Vermögenshauer schaut, dass die Portfolio-Struktur funktioniert und dass sie irgendwas mit dem Leben des Mandanten zu tun hat.
- 18:31Speaker 1: Und nicht irgendwie das Ziel hat, der jetzt so reich wie es geht stirbt.
- 18:36Speaker 0: Jetzt haben Sie gesagt, das Vermögen zu bewahren was man selber erschaffen hat oder was die Generation vor einem erschaffen ist.
- 18:46Speaker 0: Da sind wir nämlich beim Punkt Erben und da haben Sie eine eindräcksame Story von einer Naja, ich glaube es war nicht mal ne Mandantin.
- 18:54Speaker 0: Es waren ne Mandanten die sie... oder eine potenzielle Mandante die sie ansprechen wollten wo sie... Sie sind glaub ich ein sehr optimistischer Mensch.
- 19:02Speaker 0: Wo sie sehr optimstisch zu der potentiellen Mandantinnen gefahren sind und eigentlich in dem Glauben ja schöne Ausgangssituation also natürlich nicht schön weil ich glaube der Vater gestorben war aber zumindest finanziell ne sehr sehr gute Situation für die Frau in dem Fall.
- 19:22Speaker 0: Trotzdem sind sie am Ende desillusioniert weggefahren und die Frau, ihr geht's eigentlich nach diesem Erbe viel schlechter als davor.
- 19:31Speaker 0: Woran lag das?
- 19:32Speaker 0: Und können Sie vielleicht zu dieser Story noch was erzählen?
- 19:34Speaker 0: Das war einer der besten Stories in dem Buch, fand ich.
- 19:37Speaker 1: Vielen Dank können Sie sich aufzureden!
- 19:42Speaker 1: Die Geschichte ist schon relativ lang hier, wenn ich mich nicht total täusche... Das ist zu zwölf oder zu dreizehn.
- 19:48Speaker 1: Zu einem Zeitpunkt, wo ich respektive wir relativ kurz erst angefangen hatten diese rationalen knochentrocknen B&H Portfolien mit denen zur arbeiten und wo wir die Frage was hat eigentlich jetzt das Geld mit deinem Leben zu tun?
- 20:04Speaker 1: Was gibt es denn für andere Fragen außen rum?
- 20:07Speaker 1: ja wie Generation davor?
- 20:09Speaker 1: danach welche Verpflichtungen welcher Ängste?
- 20:12Speaker 1: wie kann denn Geld eigentlich für dich mehr Lebensqualität bedeuten?
- 20:15Speaker 1: Wo hast du blinde Flecken im
- 20:16Speaker 1: Risiko?".
- 20:17Speaker 1: Da waren wir ganz am Anfang.
- 20:18Speaker 1: Wir haben mal gefragt, ob jemand eine Patientenverfügung oder Vorsorgevoll macht hat aber wir haben das noch nicht.
- 20:22Speaker 1: ehrlich gesagt... Wir waren auch nicht so weit, wir hatten es zu gut durch uns schon nicht richtig kapiert und war für mich der Fall relativ einfach.
- 20:29Speaker 1: Dann kommen ein paar Millionen.
- 20:30Speaker 1: Vom Stiefvater war's in dem Fall diese Person die war Lehrerin, die lebte in Vergleichsweise ... Die war also gut bürgerliche klassische Mittelschicht Aber ihren Job hat sie nicht so richtig gemacht.
- 20:42Speaker 1: die Wohnung, finde ich, ohne ihr zu nahe treten zu wollen.
- 20:45Speaker 1: Er war jetzt auch nicht wirklich hübsch und er dachte okay das ist irgendwie der Checkport eigentlich finanziell?
- 20:52Speaker 1: Und nachdem das Verhältnis mit dem Stiefvater alles andere als gut war, weil glaube ich auch die Trauer nicht so diesen Groß oder so.
- 20:57Speaker 1: Jetzt müssen wir es nur rational anlegen und dann geht's diesem Menschen deutlich besser!
- 21:01Speaker 1: Was sich überhaupt nicht aufm Radar hatte, wie ich schon mal gesagt habe... Ich war da selber noch in so einem Moment, wo ich dachte Geld hat eigentlich hauptsächlich was mit Accesspraycheats, Taschenrechnern, Zahlen, Datenfakten.
- 21:12Speaker 1: Drei Faktor Modell ja irgendwie Capital Asset Pricing und Korrelation zwischen verschiedenen Essenklassen zu tun und das ist auch handwerklich irgendwo wichtig.
- 21:21Speaker 1: aber das Problem dieser Person lag ganz woanders nämlich dass der Vater oder Stiefvater sehr dominant.
- 21:27Speaker 1: er hat sich viel mit dem Geld beschäftigt Niemanden da reinschauen lassen.
- 21:32Speaker 1: Sprich also irgendwie stundenlang irgendwie Börsenzeitungen gelesen, später dann im Netz recherchiert.
- 21:38Speaker 1: zum klassischer Patriarch aber auch... Es gibt ein netter Patriarchen, aber nicht so ganz so nett.
- 21:44Speaker 1: Einer der das nutzt um damit zu regieren, um Wohlverhalten zu belohnen, Fee-Verhalten zu sanktionieren gewisse Sachen durchzusetzen.
- 21:52Speaker 1: und jetzt hat diese Frau eigentlich sowie kleine Kinder sozusagen Feuerwehrmann oder Arzt oder Polizist spielen, hat die sozusagen das Verhalten ihres Fahrts emittiert und hat Tag und Nacht im Netz recherchiert Und da fuhr alles Karussellen, also seriöse Quellen.
- 22:09Speaker 1: Gut Informationen gemischt mit Verschwörungstheorien und das war wie so ein Flipper-Spiel.
- 22:14Speaker 1: Also fing sie hiermit Gold an und dann fingen Sie damit an.
- 22:16Speaker 1: oder weil damals Eurostaatsschuldenkriser die Welt untergeht und diese komischen EFTs... Das war ja sowieso total suspekt!
- 22:25Speaker 1: Und ich hab natürlich versucht irgendwie rational zu argumentieren, warum?
- 22:29Speaker 1: ETFs sind Hochliquide die bildenden Index an.
- 22:32Speaker 1: Niedriges Risiko, niedriger Kosten, weltweite Streuung und es war natürlich diese... Ich habe ja komplett auf dem falschen Kanal gefunkt, weil die Frage wäre natürlich gewesen, wo hast du eigentlich so wahnsinnig viel Angst?
- 22:46Speaker 1: Was müsste mit diesem Geld passieren damit ein Leben ein Stück weit besser wird?
- 22:51Speaker 1: und wie möchtest du eigentlich leben?
- 22:53Speaker 1: gefälzt dir hier eigentlich?
- 22:55Speaker 1: Gehst du gerne in die Schule da?
- 22:58Speaker 1: und wenn du selber mit dem Geld nichts anfangen kannst, wer könnte davon profitieren?
- 23:02Speaker 1: Gibt es irgendeinen Traum den du dir dein Leben lang nicht erfüllt hast.
- 23:05Speaker 1: Und wie können wir sicherstellen dass das Potenzial aus diesem Vermögen für dich für den Rest deines Lebens reicht?
- 23:10Speaker 1: sondern wenn man durchrechnet über eine Finanzplanung Wie viel Stress und wie viele schlechte Szenarien deinen Vermögens aushält Und vielleicht hätte ich hier einfach mal provokant sagen, sondern ihr lasst sich einfach mal ein Jahr beurlauben.
- 23:21Speaker 1: Dann fahren sie einem jahrelang um die Welt und vielleicht kommen sie irgendwie auf den guten Gedanken für was dieses Geld bei ihnen gut sein kann außer darauf aufpassen Angst darum
- 23:30Speaker 1: haben.".
- 23:31Speaker 1: Ich weiß noch, wo Sie dieses Thema ETF-Gut ist, war in dem Jahr zwanzig zwölf.
- 23:34Speaker 1: War jetzt ETF auch noch vergleichsweise ein bisschen neuer?
- 23:38Speaker 1: Aber es war nicht total innovativ!
- 23:40Speaker 1: Also ich kann noch nie erinnern, da sind wir ja im Jahr zum Jahr ab dem Jahr, eigentlich nur noch mit der ETF gearbeitet.
- 23:47Speaker 1: Ich glaub damals gab's in den Deutschland-Sechtsig-Sitzig-EDFs, die man überkaufen konnte.
- 23:51Speaker 1: Und die meisten Leute haben Kopf geschüttelt und konnten sich nicht vorstellen was das ist.
- 23:56Speaker 1: Aber das war ja im Jahr zweitausend zwölf schon ein gutes Stück weiter.
- 23:59Speaker 1: Das war für mich der Subzone H-Erlebnis, dass ich da so kolossal gescheitert bin.
- 24:04Speaker 1: Der Kontakt kam zustande auf Empfehlung von einer Ankammer an denen, die ich schon lange kannte und es war eine Verwandte von ihr.
- 24:11Speaker 1: Und ich dachte, das ist eigentlich wie mein Bayernser Gagmar Division hat aber ... relativ viel bei mir ausgelöst, darüber nachzudenken was ist eigentlich der Job von dem Vermögensaualter oder vom Vermögenberater.
- 24:24Speaker 1: Ein Portfolio kann ich schon ein gutes Portfolium machen.
- 24:28Speaker 1: Ich möchte da niemanden kleinreden.
- 24:30Speaker 1: Aber am Prinzip kann das auch einen Algorithmus und eine gute AI.
- 24:36Speaker 0: Robert Weiser wie auch immer alles möglich.
- 24:38Speaker 0: Ja
- 24:39Speaker 1: aber der Mehrwert entsteht ja sozusagen dem, dass dein Gegenüber das Gefühl hat, was verstanden, worum sie mir im Leben geht.
- 24:47Speaker 1: Und du passt auf, dass er selber sich nicht über seine Füße stolpert.
- 24:52Speaker 0: Genau also das war ein eindruckvolles Beispiel ... Sie haben dann eine Ahnung... Man kann
- 24:56Speaker 1: nicht therapieren können!
- 24:57Speaker 1: Also wenn ich heute finde ich das Wüsste-Selberfall und ich wüsste sozusagen vorher, du kriegst die zweite Chance.
- 25:04Speaker 1: Selberfall, Zeitreise, fahr dahin, du könntest nochmal irgendwie
- 25:08Speaker 0: mit einem anderen Ansatz...
- 25:09Speaker 1: Ich könnte also mal Gespräch führen.
- 25:11Speaker 1: Ich würde da hinfahren, um einfach zu gucken was in dem Gespräch passiert.
- 25:14Speaker 1: Und das meine ich überhaupt nicht abwertend.
- 25:16Speaker 1: Das war eine wirklich bedauernswerte Person ja aber die hätte definitiv einfach therapeutische Hilfe gebraucht.
- 25:23Speaker 1: Aber das Gespräch noch mal führen um an der zweite Chance und zu gucken... ...das hätte ich alleine aus Sportsgeist würde sich vielleicht schon ganz gerne nochmal machen!
- 25:31Speaker 0: Ja, aber da ist Geld ja wirklich wie ein Brandbeschleuniger oder wie so einen Brennglas dass es vielleicht jemanden ohnehin ängstlich durchs Leben geht, noch viel mehr Angst gemacht hat.
- 25:44Speaker 0: Weil soviel dann da war was man dann potenziell hätte verlieren können?
- 25:48Speaker 1: Ich hab ja als ich das Buch im Kälte oder Leben geschrieben habe vor ein paar Jahren diese Geschichte aus dem Jahr zwei tausend zwölf versucht nochmal nachzurecherchieren.
- 25:54Speaker 1: bin er noch mal auf die Person, die diese Person empfohlen hat zugegangen und gesagt Mensch wie geht's denn eigentlich?
- 25:59Speaker 1: Was macht ihr?
- 26:01Speaker 1: Und das klang gar nicht gut.
- 26:03Speaker 1: Also über das Erbe gab es einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bruder der Halbbrüder.
- 26:10Speaker 1: Es ist auch so ein Klassiker, dass im Streit über das Erbe wird ausgehandelt, wen Mama und Papa lieber hatten.
- 26:15Speaker 1: Also gerade wenn das Testament nicht gut gemacht ist, wenn vorher der Verstorbene nicht vernünftig kommuniziert hat, dann gibt es immer irgendwelche Ungleichheiten und dann wird sozusagen die Konflikte aus der Kindheit werden er häufig dann über den Streit um das Erben ausgetragen.
- 26:30Speaker 1: Und also soweit ich verstanden habe eine sehr einsame Person geblieben und vielleicht noch mehr geworden?
- 26:38Speaker 0: Aber es gibt auch positive Beispiele.
- 26:40Speaker 0: Eines meiner Lieblingsbeispiele, ich habe hier ein Stichwort Biotech Exit.
- 26:44Speaker 0: wenn ich das richtig in Erinnerung hab, das war dann Ende der Neunziger beschreiben sie das zwei befreundete Unternehmer die im Biotec Bereichen Exit schaffen am Prinzip dann kann man sagen gemachte Männer sind und dann aber mit dem verdienten Geld an den falschen Berater gekommen sind und quasi das Geld investieren Kurz vor der dot.com Bubble, genau in diese tollen Text Stories.
- 27:10Speaker 0: Das Problem war am Ende.
- 27:12Speaker 0: dann ist halt passiert was passiert das an bei der New Economy Bubble?
- 27:16Speaker 0: und die beiden standen mit fast nichts da oder sogar tatsächlich mit Nichts mehr.
- 27:21Speaker 0: also dass erst mal mental klar zu bekommen man schafft es ein Lebenswerk Zu versilbern im Prinzip Und könnte sagen okay jetzt ist eigentlich Jetzt muss ich umschalten von Vermögen aufbauen zu vermögen erhalten.
- 27:35Speaker 0: gute vermutlich waren die beiden zu dem zeitpunkt noch nicht an den punkt aber.
- 27:39Speaker 0: Vielleicht können sie dazu noch ein paar versetzte sagen weil auch wie das dann weitergeht und endet es ist deutlich positiver als in der story davor.
- 27:47Speaker 1: ja dass er die geschichte mit der geld oder leben beginnt also eine meine lieblingsgeschichten aber vor allem auch einer meiner Lieblingsmenschen, mit denen ich bis heute zusammenarbeit und fast wirklich ich mag die Beiden unglaublich gern.
- 28:02Speaker 1: Und vor allem, was mich von Anfang an so abgeholt hat als ich die kennengelernt habe ... Es gibt eigentlich zwei Paarbeziehungen.
- 28:07Speaker 1: Das eine ist die Paar-Beziehung zwischen diesem Unternehmer und seinem Sozius, die gemeinsam aus der Uni heraus quasi aus dem Nichts dieses Unternehmen gründen größer machen Werkstudenten mit denen sie teilweise Kommilitonen sind einstellen das Ding in dieser Bubble großmachen und dann an einen anderen Biotech-Hype gehyptem Unternehmen verkaufen.
- 28:34Speaker 1: Und das ist in der Zeit ... Ich hab das selber noch mitgekriegt, die Dotcom-Blase, wo ja die irrewitzigsten Bewertungen für die irrwitzigen Firmen aufgerufen wurden.
- 28:45Speaker 1: Das hier eine Paarbeziehung.
- 28:46Speaker 1: Die zweite PaarBeziehung ist zwischen meinem Protagonisten und seiner Frau, die sich in den Studenten verliebt und auch irgendwie gemeinsam mit dem ihr Leben plant und die gemeinsam Kinder haben.
- 28:58Speaker 1: Und auf einmal hat die so ein, das sind gute Partien.
- 29:01Speaker 1: Ein echt multimillionärer da sich geangelt und was gar nicht hier ansinn war, die kommen beide aus sehr, sehr bodenständigen gesunden, geerdeten Verhältnissen.
- 29:11Speaker 1: oder auf einmal ist halt so irrsinnig viel Geld.
- 29:13Speaker 1: Dann passieren letztlich zwei entscheidende Fehler.
- 29:15Speaker 1: Das eine ist, die verkaufenden Unternehmen nicht für harte Euro und Dollar sondern für Gutscheine, nämlich an dem übernehmenden Unternehmen.
- 29:23Speaker 1: Klar, geht ja immer nur nach oben.
- 29:25Speaker 1: Die übernehmende Unternehmen hat noch eine bessere Story gehabt.
- 29:29Speaker 1: und das zweite ist insbesondere mein heutiger Mandant dann einen sehr wenigen Finanzberater gekommen ist oder vielleicht auch nur selber verblendet und dachte super dass ein bisschen Cashversicht da hatte.
- 29:41Speaker 1: Das lege ich jetzt natürlich auch in diesen wachsenden Märkten an indem ich selbst an Typhon bin.
- 29:48Speaker 1: Und vielleicht hätte er mal nachdenken können, dass auch die Bewertung zu dem sein eigenes Unternehmen verkauft wurde.
- 29:51Speaker 1: Vielleicht relativ sportlich war und vielleicht das ein generelles Problem war.
- 29:54Speaker 1: Und dann hat er so eine schöne New Economy gekauft und dieses Geld war eigentlich da um die Steuern zu zahlen.
- 30:03Speaker 1: Wer für die, die nicht dabei waren, das muss man mal erlebt haben.
- 30:06Speaker 1: Also dieser NEMAC-Fünfzig, die Blue Chips der New Economy hat im Schnitt über neunzig Prozent verloren.
- 30:12Speaker 1: Der gesamte Index über fünfzig Werte vom Höhepunkt verloren bis wenn ihn dann aus Imagegründen eingestellt hat diesen Index.
- 30:21Speaker 1: Und gleichzeitig auch das Unternehmen, was ihn gekauft hat.
- 30:23Speaker 1: Da hatte er diese Form von Gutschein, die Stocks bekommen, hat auch massiver einen Wert verloren und der war in dieser Lockup-Period drin, wo er die Werte gar nicht verkaufen konnte um den Strand zu fahren.
- 30:32Speaker 1: Mein Mandant ist tatsächlich dann sechs plus eins Jahre durch den Privatunserwins gegangen.
- 30:38Speaker 1: Was ich so irre finde es dass auch diese Beziehung zwischen dem beiden Businesspartnern und die Beziehungen zwischen meinem Helden sozusagen und seiner Frau Beide gehalten haben.
- 30:52Speaker 1: Also diese, was macht das mit Menschen?
- 30:55Speaker 1: Du gründesten Unternehmen du bist multimillionär und auf einmal bist du pleite!
- 30:58Speaker 1: Du bist richtig...
- 31:00Speaker 0: Das ist noch weiter
- 31:02Speaker 1: in der Privatinsolvenz.
- 31:03Speaker 1: Du musst jeden Ende des Monats gucken dass du bloß noch einen Center drauf hast damit du deine Wohlverhaltenspflicht neidest.
- 31:10Speaker 1: Und das habe ich in den Buch so reingeschrieben und es klingt so abgeschmackt aber es ist die Wahrheit.
- 31:14Speaker 1: Der hat seiner Frau erzählt wir sind jetzt wirklich völlig im Eimer an dem Tag wo sie gesagt schatz ich bin wieder schwanger.
- 31:21Speaker 1: Also in dem Moment, so eine Demütigung und dann hält diese Beziehung das aus.
- 31:27Speaker 1: Und wird noch stärker.
- 31:28Speaker 1: und sein Business Partner der war eigentlich nur zu letagesches Geld anzulegen.
- 31:32Speaker 1: Der hat dann gerade noch die Steuern irgendwie zahlen können nochmal mit einem Kredit inne aufgenommen hat zum Teil und dann haben wir ihn nochmal zusammen gegründet.
- 31:39Speaker 0: Ja.
- 31:39Speaker 1: Und er war ja in der Privatunserwänze durfte gar nichts haben und da haben sie eine relativ gute Beratung gehabt und einen relativ guten Move gemacht und er hat ihm tatsächlich dann als Privatunservent vorbei.
- 31:49Speaker 1: Ich hab's nie so ganz kapiert, wie es genau gelaufen ist.
- 31:51Speaker 1: Aber er hat ihm tatsächlich am Ende fünfzig Prozent des neu gegründeten Unternehmens rübergeschoben.
- 31:56Speaker 1: Das war damals schon ein paar Millionen wert.
- 31:59Speaker 1: Nicht irre viel aber drei vier Millionen war das schon wert und da hat sich einfach an diesen Handshake erhalten.
- 32:05Speaker 1: Und ich fand diese Qualität von Beziehungen... ...und dann haben sie das Ganze nochmal gemacht.
- 32:10Speaker 1: Und diesmal mit einer sehr guten juristischen Beratung.
- 32:13Speaker 1: Sie haben sich auch neben der kleinen Rückbeteiligung sehr viele harte Dollar.
- 32:18Speaker 1: Das ist jetzt nicht ganz objektiv, aber hat sich auch eine wesentlich bessere ... Gute
- 32:22Speaker 0: Beratung.
- 32:23Speaker 1: Ja, um was sagen?
- 32:25Speaker 1: Sein Partner, der ist nicht Mandant bei mir geworden, ist so ein Medvielwerber gegangen und auch ne sehr gute Adresse.
- 32:32Speaker 1: Der hat sich also auch eine sehr gute Beratungen geholt nur nicht leider bei mir.
- 32:37Speaker 1: Und die haben sozusagen all die Feder beim letzten Mal korrigiert.
- 32:40Speaker 1: Trotzdem ist er immer noch dieser einen unglaublich geerdeter bescheidener, kluger Mensch der sich Gedanken darüber macht was dieses Geld wohl mit seinen Kindern anfangen könnte.
- 32:52Speaker 1: Das fand ich.
- 32:53Speaker 1: für mich war das sowohl von einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte aber vor allem diese menschliche Größe auch die auch die Loyalität seiner Frau also die sagt Du hast schon
- 33:06Speaker 0: ein Kind hier zuhause und das zweite ist... Ich hocke
- 33:09Speaker 1: mit rein.
- 33:11Speaker 1: Da wäre man ja ganz schnell im Bereich, wo man Schulzuweisungen und Konflikte hat die so eine Ehe auch an die Wand fahren.
- 33:18Speaker 1: Das beeindruckt mich sehr, sehr beeindruckend.
- 33:23Speaker 1: Und wie gesagt auch sehr nette Menschen.
- 33:25Speaker 0: Ja, genau diese Stories
- 33:28Speaker 1: geht ja über
- 33:29Speaker 0: über die reine Ebene Geld weit hinaus und ist trotzdem so wichtig, so spannend und inspirierend.
- 33:37Speaker 0: Deswegen sage ich, die Bücher geben quasi auf einer anderen Ebene noch mal einen Blick auf das ganze Thema was auch für Privatanleger sehr lehrreich ist.
- 33:45Speaker 1: Ich würde sagen bei Unternehmern auch nur ein Thema ist, was erleben wir eigentlich auch bei sehr erfolgreichen Managern?
- 33:50Speaker 1: Und ich glaube es ist etwas auf kleineren Flammen alle Menschen ein Stück weit betrifft ist, man häufig die Illusion hat irgendwann bin ich fertig mit meinem Beruf.
- 33:59Speaker 1: Dann hab' ich das verkauft, mein Unternehmen verkauft oder ich bin im Ruhestand habe genügend Geld und genüge Zeit dann fällt mir ein Sonnloch.
- 34:06Speaker 1: also man glaubt man is in Paradies und auf einmal is bei der Vorhölle Und das sind nicht auch... Das ist ein Thema was wir auch gelernt haben dass man es sehr stark mit begleiten muss Menschen vorher zu warnen.
- 34:17Speaker 1: du musst damit klarkommen
- 34:18Speaker 0: Ja
- 34:20Speaker 1: Mit der Freizeit.
- 34:20Speaker 1: Also ein sehr netter Mandant von mir Der hat das mal sehr umgangssprachlich formuliert Du, Nikky.
- 34:27Speaker 1: Ruhestand ist scheiße!
- 34:30Speaker 1: Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit.
- 34:32Speaker 1: aber man sollte dann nicht blind reinlaufen.
- 34:34Speaker 0: Ja gut speziell bei Unternehmern, die ja wirklich nicht nur vierzig Stunden eine Woche haben im Durchschnitt da kann ich mir das sehr gut vorstellen dass man in so ein Loch fällt dann.
- 34:44Speaker 0: Ist ja Identität einfach auch.
- 34:46Speaker 1: Genau Identität, das sind soziale Kontakte, es ist intellektuelle Herausforderungen Es ist der Adrenalin, Strom der Permanente und auch noch die Beschädigung durch den Cashflow.
- 34:57Speaker 1: Weil nicht ob sie dieses Buch kennen.
- 34:58Speaker 1: Und du
- 34:59Speaker 0: bist ein Status natürlich.
- 35:00Speaker 0: Ja
- 35:00Speaker 1: von dem Ken Honda, dieses Happy Money, der ja irgendwie unterscheidet zwischen diesem Geld was fließt und im Flow ist und dem was eigentlich sozusagen steht.
- 35:09Speaker 1: Ich glaube das macht einen Unterschied.
- 35:10Speaker 1: also ihr merkt mir immer dass Menschen die da auf einmal sehr viel Geld haben sich deutlich schwerer tun damit das auszugeben.
- 35:18Speaker 1: Auch wieder als wenn es sozusagen dieser Durchfluss ist oder noch im Aufbau beschäftigt.
- 35:24Speaker 0: Kommen wir da nochmal zurück zum Privatanleger und zu Personen, die vielleicht jetzt gerade am Anfang stehen?
- 35:32Speaker 0: Da haben Sie nämlich auch gesagt in dem Buch beispielsweise geschrieben... früh im Leben Geld ausgeben ist eigentlich die beste Entscheidung, die man treffen kann und das ist ja eigentlich völlig kontraintuitiv.
- 35:46Speaker 0: Moment mal!
- 35:47Speaker 0: Also je früher.
- 35:48Speaker 0: es habe ich schon gelernt, je früher mal ein ETF-Sparplan gefüttert wird und je länger der Zinsistenz arbeiten kann, desto besser hinten raus die exponentielle Kurve und desto größer dass das endvermögen.
- 36:01Speaker 0: aber das ist quasi konträr gegen diese eigentlich herrschende Meinung oder?
- 36:07Speaker 1: Naja, also das was ich gesagt habe stimmt natürlich.
- 36:09Speaker 1: Richtig ist richtig und ich würde diesen Rat auch erstmal teilen aber nicht unangeschränkt.
- 36:15Speaker 1: Natürlich funktioniert der Zins-Zins-Effekt über die langen Zeit rein und dieser Hockeykurve wird ja hinten spannend und kommt dann nie hinten an wenn ich nicht vorne relativ früh anfange.
- 36:26Speaker 1: Das ist das eine.
- 36:27Speaker 1: Das zweite, was für dich fast noch wichtiger ist, dass wenn ich mich schon von vornherein mir angewöhnt habe immer ein bisschen weniger auszugeben als ich verdiene dann werde ich da nie rauskommen.
- 36:36Speaker 1: Dann wird jede Gehaltserhöhung verpuffen und das höhere Niveau von jetzt in ab kürzester Zeit des neuen Normal.
- 36:42Speaker 1: zu glauben man könne einen Vermögensaufbau dadurch lösen, dass man irgendwann mal deutlich mehr verdient und dann fängt man richtig zu sparen ist häufig ne Illusion weil es einfach Last In First Out ist das sozusagen relativ schnell, man wird sich da nicht umprogrammieren.
- 36:59Speaker 1: Deshalb sind so Dinge wie dieses berühmte Pay Yourself First am Anfang was abzwacken Gehaltserhöhungen nutzen, um die Sparroharte zu erhöhen.
- 37:07Speaker 1: Das ding ich auch in dem Endlichgut mit Geld versucht habe zu beschreiben, mit einfachem Psychotricks weiterzukommen.
- 37:14Speaker 1: aber eine Sache sollte man ihm nicht übersehen und es finde ich elementar.
- 37:17Speaker 1: Es ist nämlich das Geld über den Zeitverlauf ein abnehmenden Grenznutzen hat.
- 37:23Speaker 1: Also nicht nur die absolute Höhe, also der Unterschied ob ich zwanzigtausend Euro minus habe oder zwanzichttausende Euro plus.
- 37:31Speaker 1: diese vierzig tausende euro können der unterschied zwischen Himmel und Hölle sein.
- 37:34Speaker 1: quasi, betreiben wir!
- 37:36Speaker 1: Der Unterschied zwischen zwanzigtausend Euro gut haben und zweitnachfünfzigtausen ist sicherlich auch nochmal irgendwie groß.
- 37:41Speaker 1: aber da ob ich dann irgendwann mal eineinhalb Millionen habe oder eins Komma acht Das ändert irgendwie nichts am Leben.
- 37:48Speaker 1: Also man hat eine abflachende Kurve, mindestens genauso sicher wichtig und das wird glaube ich häufig übersehen ist dass der Grenznutzen über die Zeit abnimmt Und das mache ich damit.
- 37:57Speaker 1: Wenn Sie das Lied kennen Aaronic heißt irgendwie An Old Man Turn Ninety Eight Run the Lottery and Die The Next Day.
- 38:04Speaker 1: also das ganz auch evident.
- 38:06Speaker 1: wenn ich Millionär bin am nächsten Tag sterbe.
- 38:08Speaker 1: habe Ich nicht davon jetzt übertragen auf dieses Beispiel Frühgeld ausgeben.
- 38:12Speaker 1: wenn sie jetzt Mitte Ende zwanzig sind und da sind meine wegen nach ihrem Studium, nach ihrer Ausbildung noch fünftausend Euro über.
- 38:20Speaker 1: Dann sollten sie doch in Gottes Namen, wenn Sie anfangen zu arbeiten, ein besseres Budget und ein bessers Einkommen haben als während der Studentenzeit.
- 38:26Speaker 1: Sonst haben Ihren NWL dann Ihnen zu viel reingeschoben oder hat keinen Job gefunden.
- 38:32Speaker 1: Das heißt mit diesen fünftaussend Euro kann ich jetzt theoretisch ein halbes Jahr, ein dreiviertel Jahr durch die Welt reißen.
- 38:38Speaker 1: Diese in fünftausend Euro reichen nie wieder so weit wie jetzt!
- 38:41Speaker 1: Ich kann unendlich viele Erinnerungen dadurch erleben, also Bill Perkins spricht da von der Erinnerungsrendite, von denen ich den Rest meines Lebens abknappere und zwar einerseits hat es mich freut aber auch weil ich glaube ich kühliger werde, ich werde besser in Entscheidungen nicht, habe mir gesehen und zwischen Studium und Berufsleben hab' ich auch noch einen guten Pauso-Fälle ja gar nicht so aufnimmt, bring mal ein halbes, drei, vier Jahre nicht weg... Nicht da ne?
- 39:03Speaker 1: Ich habe also viel länger Zeit das sich mich daran erinnert Und deshalb empfehle ich ja auch, eben diese unterschiedlichen Töpfe zu bilden.
- 39:11Speaker 1: Dass man neben einem Spartopf für den langfristigen Altersvorsorge und dafür dass mein Leben nachher näher mehr nicht der Sprit ausgeht immer auch einen Konsumtopf befülle und die nicht vergessen ihn auszugeben war das Leben auf die Zukunft zu verschieben ist einfach wahnsinnig doof!
- 39:27Speaker 1: Das Leben ist genau jetzt.
- 39:28Speaker 1: also zu glauben Ich brauche noch so und so viel mehr Geld und so undso viel mehr Einkommen dann habe ich alles was ich brauche.
- 39:35Speaker 1: Der Moment kommt garantiert nie.
- 39:38Speaker 1: Er wird einfach immer nur dieser Goalpost ein weitergeschoben und wenn ich nicht jetzt anfange, jetzt zufrieden mit meinem Geld zu sein und was davon zu haben und es zu nutzen dann wird das auch später nicht stattfinden.
- 39:48Speaker 1: Ich finde dass ist auch gerade wenn ich dann Generation übergreifend übergeilt nachdenke jetzt bei egal ob das große oder kleine Vermögen sind.
- 39:55Speaker 1: Und ich erlebe das manchmal dass Leute mit geringeren Vermögens häufig sogar klüger machen als mit größerem diese Idee.
- 40:02Speaker 1: Mama und Papa setzen sich gegenseitig als Erben ein.
- 40:05Speaker 1: Und wenn die weg und nicht mal da sind, kriegen sie Kinder.
- 40:08Speaker 1: Dieses sogenannte Berliner Testament zum Beispiel.
- 40:10Speaker 1: Naja das hat in den zwanzig Jahren des letzten Jahrhunderts natürlich funktioniert ja?
- 40:16Speaker 1: Du wirst im Schnitt ein bisschen über setzig... ...und dann sind deine Kinder irgendwie vierzig, fünfundvierzig und dann kriegen die das jeder will dass man das sozusagen der überlebende Partner noch abgesichert ist.
- 40:27Speaker 1: wir leben aber irgendwie langsam in einer Welt wo Siebzigjährige, ihre neunzeigjährigen Eltern beerben.
- 40:33Speaker 1: Ich hab das mal im Blog bei uns auf dem Block von der Neunvierzig-Prins Charles-Syndrom genannt.
- 40:38Speaker 1: Was für eine Gestaltungsmöglichkeit habe ich denn jetzt zum Beispiel wenn ich mit siebzig noch eine halbe Million erbe?
- 40:43Speaker 1: Das ist schön!
- 40:45Speaker 1: Da kann man schon was mitmachen.
- 40:46Speaker 1: ja da kann man vielleicht nochmal ein Urlaub fahren wenn man gerade noch es von den Knochen hinkriegt und vielleicht hilft's einem als Sicherheit wie die Pflege.
- 40:53Speaker 1: aber verglichen damit dass ich vielleicht auch nur zwei Drittel davon mit Anfang vierzig bekommen hätte, was hätte ich damit machen können?
- 41:02Speaker 1: Was hätte ich meinen eigenen Kindern also aus der Sicht des Erderbenen an den Enkel ermöglichen können.
- 41:08Speaker 1: An vielleicht bessere Ausbildung, an gemeinsame Erlebnissen, an kultureller Teilhabe?
- 41:14Speaker 1: ist doch ganz logisch dass weiter vorne im Leben Ich mir diesem Geld mehr anfangen kann.
- 41:20Speaker 1: und das ist etwas was ich versuche Ja, systematisch irgendwie auch unser Mandant nahezubringen.
- 41:28Speaker 1: Diese Idee sich zu überlegen wann hat dieses Geld den größten Impact für mich?
- 41:34Speaker 1: Gut ist es jetzt um ihr Problem unserer Mandanten die meisten werden es nicht schaffen das Geld noch auszugeben.
- 41:38Speaker 1: dann gibt's doch das was du nicht brauchst.
- 41:40Speaker 1: auch lieber jetzt weiter klang mal auf solange du deine Kinder nicht damit kaputt
- 41:45Speaker 0: machst.
- 41:46Speaker 0: also viel
- 41:46Speaker 1: zu früh ist gefährlich auf alle Fälle.
- 41:48Speaker 0: Deswegen schreiben sie auch Geld dass sie nicht ausgegeben ist wie Geld dass Sie nie besessen haben finde ich auch einen ganz spannenden Satz
- 41:55Speaker 1: gewesen.
- 41:56Speaker 1: Ja, ist natürlich auch ein bisschen provokant auf
- 41:58Speaker 0: jeden Fall.
- 41:59Speaker 0: Aber zu Recht!
- 42:03Speaker 1: Ich finde es gehört zu einer guten Vermögensberatung Menschen auch in Rücken zu stärken und ihn zu erlauben, zu vermitteln dass das legitime ist ihr Geld auch auszugehen.
- 42:11Speaker 1: weil so viele Menschen haben durch viel harte Arbeit, durch Spanen aber häufig auch durch Unternehmeres Risiko und Vermögen angehäuft und haben große Probleme damit.
- 42:21Speaker 1: Aber weil sie so konditioniert sind, ist auch wieder zu nutzen.
- 42:24Speaker 1: Das macht doch keinen Sinn irgendwo!
- 42:26Speaker 0: Ich würde sagen an der Stelle es ist ein schönes Schlusswort.
- 42:30Speaker 0: Vielen Dank für ihre Zeit.
- 42:32Speaker 0: Vielen dank euch auch für eure Zeit.
- 42:34Speaker 0: wenn ihr weitere Fragen habt oder euch das Gespräch gefallen habt gerne einen Daumen nach oben da lassen und das Video kommentieren.
- 42:41Speaker 0: Und wer weiß vielleicht treffen wir uns hier nochmal in Berlin in unserem Studio und teilen Eure Fragen mit Dr.
- 42:48Speaker 0: Nikolas Braun.
- 42:50Speaker 0: Bis zum nächsten Mal.
- 42:51Speaker 1: Vielen Dank für die Einladung und ich bin ja sicher gerne dabei!