Latest / Beyond expectations - the art of mastering life and business / #82 In Konflikten zeigt sich, wie respektvoll du wirklich bist
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- Bianca-Maria Klein: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge meines Podcasts Beyond Expectations. Heute als Solo-Folge mal wieder mit einem Thema, Respekt. Und zwar Respekt als Haltung. mir ist dieses Thema so, so, wichtig, dass ich tatsächlich sogar bisschen länger gezögert habe, die Folge aufzunehmen, weil mir immer wieder was einfällt, was ich eigentlich dazu sagen will. Und jetzt habe ich eine gute Lösung gefunden. für einige, die das vielleicht schon wissen. Ich bin ja gerade in den finalen Zügen meines Buches. Ich schreibe ein Buch über Erwartungsmanagement tatsächlich, was bei dem Springer Verlag veröffentlicht wird, wenn alles gut geht, ja so wahrscheinlich im November. Und ein Kapitel ist tatsächlich Respekt als Haltung. dann habe ich mir überlegt, Moment, ich habe ja ein ganzes Kapitel schon darüber geschrieben, dann kann ich das ja eigentlich auch als Folge aufnehmen, denn auch wenn es in dem ganzen Zusammenhang des Buches ist trotzdem das Thema so einzigartig und so wichtig, dass ich mir jetzt die Zeit nehmen möchte, ⁓ darüber zu sprechen und habe mir aus meinem Kapitel in dem Buch tatsächlich die wichtigsten Punkte für mich rausgesucht, die sich als Folge ereignen. Ich möchte tatsächlich dieses Thema vertiefen, weil es für mich ganz, ganz stark im Zusammenhang steht mit Erwartungsmanagement. Also da ist eigentlich das Thema Respekt zentral. Und Respekt ist für mich keine irgendwie nette Ergänzung zu Kommunikation und zu Beziehung, sondern es ist eine Voraussetzung. Also es muss die Haltung zwischen Menschen sein. Und hier betone ich ganz bewusst, es muss. Denn rein theoretisch müssen wir alle die Haltung haben, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und die Würde ist mit Respekt zu behandeln. Das heißt also, jeder Mensch gehört mit Respekt behandelt. Deswegen ist das für mich eine Voraussetzung, sobald Menschen miteinander zu tun haben. Wenn wir alleine auf einer einsamen Insel wohnen würden oder in einer Höhle, brauchen wir maximal Respekt uns selbst gegenüber. Aber in dem Moment, wo wir mit anderen Menschen zusammen arbeiten oder zusammen leben, ist das die Basis. Denn überall dort, wo Menschen sich ja begegnen, gibt es bewusste und unbewusste Erwartungen. Das ist, wer mich hier schon länger kennt und mir folgt, eigentlich ja so mein Grundmotto. Wo Menschen sich begegnen, entstehen Erwartungen. Und wenn Erwartungen nicht ganz klar definiert sind und ausgesprochen sind, bleiben sie oft unbewusst und unausgesprochen. Und damit bilden sie ein Potenzial für Streit und Konflikte und Reibung. Oder nur alleine schon Spannungen. Das heißt, diese unbewussten Erwartungen sind eigentlich genau die Erwartungen, wie der andere sein sollte, wie wir selbst sein sollten, wie er oder sie reagieren sollte, wie er oder sie kommunizieren sollte oder wie er oder sie sich verhalten sollte oder halt das Ganze auf uns bezogen und gleichzeitig auf das, was wir glauben, andere von uns erwarten. Und das gilt nicht nur in engen Beziehungen mit dem Partner, sondern natürlich im Beruf. Und eigentlich in allen Begegnungen, selbst wenn es nur kurze Begegnungen sind mit anderen Menschen. In dem Moment, wo wir aufeinandertreffen, sind auch Erwartungen im Raum. Und einige wissen das, ich arbeite als zertifizierte Comunico-Respektbotschafterin. Und Comunico arbeitet nach der Methode von dem großartigen René Bourbonus, der auch ein Mentor von mir ist. Und wer ihn noch nicht kennt, unbedingt mal nachgucken. hat auch wunderbare Bücher geschrieben, auf eins komme ich später zu sprechen. Und René hat mit seinem Team eine so großartige Idee entwickelt. Tatsächlich während der Corona-Zeit. dann erlebt er auch von Workshops und Reden und Vorträgen. Und dann kam er auf die Idee, Botschafter für das Thema Respekt auszubilden. Und ich bin eine von denen. Es war eine mehrtägige Ausbildung und ein wirklich unfassbar wertvolles Tool für mich, in dem ich immer wieder noch von mir selbst was lernen kann, aber was ich wirklich als Botschafterin in die Welt tragen will. Und deswegen mache ich dazu auch Workshops und Trainings mit Teams. Und es ist unfassbar, was da entstehen kann. Das heißt also, in meiner Arbeit mit Führungskräften und Teams, aber auch in Einzelcoachings, unterstütze ich also die Personen dabei, respektvolle Kommunikation ganz bewusst als Instrument einzusetzen. Als Führungsinstrument, aber als Instrument mit zwischenmenschlicher Arbeit. Also in zwischenmenschlichen Beziehungen und Erwartungshaltungen. Und weil mir das Thema so wichtig ist, also fachlich, aber auch so persönlich, möchte ich da heute wirklich tiefer einsteigen. Das Wort Respekt wird ganz oft benutzt, ist aber eigentlich erst mal unklar, was das bedeutet. Und deswegen finde ich ja immer sehr spannend. Ich liebe ja Sprachen und auch Herkunft von Sprachen und Wörtern. Und das Wort, da gehe ich gleich nochmal drauf ein, wird aber so oft verwendet. Und ich finde, es wird eigentlich dem Ursprung des Wortes oft nicht gerecht. Aber wir benutzen das Wort ständig in Unternehmensleitbildern, ganz oft. Ja, dass wir respektvoll miteinander umgehen oder Respekt zum Kunden, Respekt zu den Mitarbeitenden. In Teamwerten oder in meinen Erwartungsworkshops steht es ganz oft wie erwarten voneinander Respekt. Dann in Verhaltenskodexen. Codexen heißt das, Codex, Codexis, ich weiß es so manchmal nicht so genau. Dann überhaupt in Konfliktgesprächen oder überhaupt in Unterhaltungen, die vielleicht auch bisschen hitzig zugehen können, dann heißt es ja Hier fehlt es an Respekt oder wir wünschen voneinander respektvolleren Umgang. Da gehe ich jetzt gar nicht so tief drauf ein, aber Respekt wird auch mit anderen Begriffen oftmals fälschlicherweise gleichgesetzt, mit den Wörtern Höflichkeit, Toleranz oder Wertschätzung. Das sind aber, und das ist zum Beispiel ein Teil gleich in der Ausbildung, die ich begonnen hatte, erstmal diese Unterschiede voneinander zu kennen. eigentlich vier völlig unterschiedliche Wörter sind und auch andere Bedeutung haben. Sie hängen zwar zusammen, sie bedeuten aber nicht dasselbe. Und gleichzeitig wird Respekt dann häufig genannt, wenn Zusammenarbeiten halt scheitern. Ja, dann heißt es oft, ja, hier fehlt es an Respekt oder kein Wunder, dass wir unzufrieden sind bei diesem respektlosen Verhalten. Setze, die ich oft in den Workshops höre. Und deswegen sage ich immer, ja, dann lass uns doch mal hinschauen. was wir uns eigentlich wünschen und was denn anders sein soll. Was bedeutet Respekt eigentlich wirklich? Woran zeigt sich Respekt ganz konkret und woran merken wir denn, dass Respekt fehlt? Und diese Aussagen, dieses so, ja, kein Wunder und das ist alles so respektlos und es fehlt hier, das macht mich total traurig, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass wir als erwachsene Menschen in unserem Wohlstandsystem das eigentlich als selbstverständlich sehen sollten und auch wissen sollten, was es bedeutet. Das Ganze, das mich das traurig macht, das zeigt sich aber auch in Befragungen seit Jahren. Denn vielleicht kennt ihr das, unter anderem ist auch die Gallup-Studie eine ganz bestimmte, eine ganz bekannte Befragung von Mitarbeitenden und daraus wird ganz ersichtlich, dass Menschen Unternehmen oder Teams nicht verlassen aufgrund der Aufgaben oder irgendwie Überforderung oder Stress und Belastung. Was oftmals fälschlicherweise einfach angenommen wird, so von wegen die Leute sind nicht mehr. resistent und resilient genug, gehen mit Stress nicht ⁓ hier Generation Z hat keine Lust zu arbeiten und so. Nein, oftmals gehen sie, also verlassen sie das Unternehmen, aufgrund des direkten Arbeitsumfeldes. Also wegen der Art und Weise, wie Führung sie im Alltag belastet oder wie ihnen überhaupt Führung, nämlich respektlose Führung, Alltag begegnet. Und das ist ex- extremst traurig. Also wenn es wenigstens dann die Aufgaben wären, dass sie zu einem nicht passen oder wenn es in Anführungsstrichen wenigstens wäre, dass die Leute überfordert sind, aber sie gehen, weil die Menschen miteinander respektlos umgehen und die Zahlen sind erschreckend. Das heißt also meine Beobachtung und überhaupt wir wissen, dass jeder Mensch Respekt wünscht. Also ich kenne niemanden, der grundsätzlich sagt, naja ich wünsche mir, dass man mich respektlos behandelt. Aber halt nicht jeder weiß, wie Respekt im Alter konkret aussieht und vor allem, wie man respektvoll miteinander umgeht, wenn Herausforderungen gerade da sind, wenn es Situationen sind, die schwierig sind, wie man im Streit und Konflikt trotzdem respektvoll miteinander umgeht. Das ist oft gar nicht bekannt. Und unter anderem wird Respekt oft auch so sporadisch angewendet und nicht konsequent durchgezogen als Haltung. Ja, ich kenne so viele Menschen, so gar nicht jetzt bekannte oder Freunde, wo man sagen würde, ja, die verhalten sie eigentlich respektvoll. Aber wenn es dann plötzlich ⁓ Themen wie Migration oder Arbeitsmoral geht, haben sie extremst respektlose Sätze, die sie von sich geben. Und das verwirrt mich und das macht mich traurig und das macht mich auch ärgerlich. Deswegen glaube ich, das Thema Respekt gehört an die Schulen. Also die Respekt-Botschafter, wir werden Gott sei Dank immer mehr und immer mehr machen diese Ausbildung und René Bobonus ist da auch ganz aktiv am Weiterbringen von sozusagen diesem Thema. Aber das gehört an die Schulen. Respektlosigkeit zeigt sich nämlich nicht nur in offenen Beleidigungen oder lautem Streit, sondern so ein bisschen, wie ich gerade gesagt habe, das zeigt sich häufig in kleinen, subtilen Verhaltensweisen oder Aussagen. Also Verhaltensweisen, wie wenn wir einander unterbrechen, überhaupt nicht zuhören. Ich habe gerade vor ein paar Tagen noch die Folge zum aktiven Zuhören aufgenommen. Also nicht zuhören, sich unterbrechen, sich nicht auf den anderen konzentrieren. oder wirklich schlimmer, das lächerlich machen, bewusst ignorieren. Auch das passiert so oft am Arbeitsplatz. Dann abwerten von Gefühlen, dominieren von Gesprächen, also Machtausübung in Gesprächen oder in Positionen. Das belosstellen von anderen in einer Gruppe, dann überhaupt sich darüber lustig machen, bestimmte Themen, also sozusagen Witze auf Kosten von anderen. Dann, was auch Respektlosigkeit ist, das Brechen von Zusagen ohne Erklärung. Das behandle ich tatsächlich als Ghosting sogar in meinem Buch als eigenes Kapitel. Dann mit wiederholtem Gefühl, also nicht wichtig, nicht ernst genommen oder nicht wahrgenommen zu sein. Das bedeutet, dass jemand respektlos mit mir umgeht, wenn ich das fühle. Und diese kleinen, subtilen und doch so wahnsinnig wichtigen Verhaltensweisen, die haben eine Riesenwirkung auf andere Menschen. Und dann vor allem, wenn sich das wiederholt. Also gerade wenn wir von Thema Mobbing oder Bullying bei der Arbeit sprechen, das ist alles respektloses Verhalten, weil da Menschen mit anderen Menschen nicht so umgehen, wie sie es sicherlich selbst wünschen würden. Kommen wir mal zu dem Wort überhaupt Respekt, die Herkunft des Wortes. Das finde ich ja so hilfreich jedes Mal. Das Wort Respekt kommt vom Lateinischen Respectus zurück und hängt mit Respizere zusammen. Und da steckt das Wort Re, also Respizere, zurückschauen, Spizere. Zurückschauen, hinschauen und im Endeffekt ist es Rücksicht nehmen, ja. Zurückschauen, Rücksicht nehmen. Das bedeutet Respekt. auch beim Wort respektieren, ja, steht dieses berücksichtigen. Und deswegen glaube ich, es bedeutet wirklich dieses Schauen, Sehen, Rücksicht haben. Das heißt also, ich sehe den anderen. Das ist Respekt. Und für mich bedeutet das wirklich im Kern zum anderen Hinsehen, noch einmal hinschauen, den anderen wahrnehmen, ihn oder sie nicht vorschnell auf sein Verhalten reduzieren oder zu bewerten. Mitdenken bei den Perspektiven, die den anderen betreffen. Und wisst ihr, dieses Hinschauen, den anderen sehen, ist auch genau bei dem Thema Erwartungsmanagement der Kern. Ich muss gucken, was steckt denn hinter den Erwartungshaltungen, den Bedürfnissen von anderen. Also ich muss Rücksicht nehmen auf das, was jemand erwartet und sich wünscht, weil da wahrscheinlich viel mehr hintersteckt und wahrscheinlich etwas anderes als bei mir hinterstecken würde. Und ganz wichtig auch zu unterscheiden, Respekt bedeutet nicht, alles gut zu heißen. Ich muss mal kurz hier umblättern, meine Notizen. Also Respekt bedeutet nicht, alles gut zu heißen, keine Grenzen zu setzen, jede Meinung stehen zu lassen, jede Meinung oder auch gewaltvolles Verhalten stehen zu lassen. Oder wie manche denken, sich selbst zurücknehmen, nur damit es friedlich bleibt. Das ist nicht Respekt. Respekt ist auch nicht Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit, sozusagen ist mir doch egal und lass die anderen alle machen. Und es ist auch nicht Konfliktvermeidung und auch nicht Anpassung ⁓ jeden Preis. Das bedeutet nicht Respekt. Ja, was Respekt stattdessen ist, wie wir miteinander sprechen, also das Wie miteinander sprechen, wie wir zuhören, wie wir widersprechen, wie wir in Diskussionen gehen, wie wir uns streiten. Da zeigt sich Respekt. Ja, wenn wir alle harmonisch, friedlich sind, alle die gleichen Bedürfnisse und Werte haben, ist es einfach, respektvoll zu sein. Aber genau dann zeigt sich der echte Respekt, wenn da Widerstände sind, wenn da Ungleichheiten sind, wenn Menschen anders denken und anders leben. Es zeigt sich, wenn wir die eigenen Grenzen auch benennen können. Es zeigt sich, wenn wir die Grenzen anderer einhalten, ganz bewusst. Und nochmal, wie wir in schwierigen Situationen oder in herausfordernden Situationen wirklich den Respekt haben, die Würde des anderen nicht leichtfertig zu verletzen. Wenn einem das schon mal bewusst ist, was es wirklich bedeutet und was es nicht bedeutet, sich dann zu fragen, tue ich das eigentlich grundlegend als Haltung, als sozusagen Basis? Denn wer diese Haltung tragen kann, auch wenn es emotional ist, auch wenn man unter Druck steht, auch wenn man emotional vor herausfordernden Diskussionen steht oder wenn man enttäuscht wird, wenn er eigene Erwartungen enttäuscht wird, vielleicht weil man verlassen wurde, weil man entlassen wurde, weil irgendjemand etwas zu uns gesagt hat, was uns weh tut, in solchen Momenten trotzdem respektvoll miteinander zu kommunizieren und sich respektvoll dem anderen gegenüber zu verhalten. Das ist der eigentliche Kern. Und das bedeutet Wachstum als Mensch. Also im Prinzip wirklich darauf bedacht zu sein, sich menschlich zu verhalten. Wann wird es respektlos? Respektlos wird es immer dann, wenn der andere nicht mehr als Mensch mit Würde gesehen wird. Wenn wir plötzlich meinen, der andere ist eigentlich das Problem, der andere ist die Störung, der Gegner. Oder wir benutzen den anderen als Mittel zum Zweck. Deswegen haben wir oft auch fast intuitiv manchmal so Verhaltensweisen. So kleine Signale, die wir aussenden, aber total wirkungsvoll sind. Wir haben genervten Ton, wir rollen mit den Augen, wir gucken demonstrativ weg oder haben so Handbewegungen, die, mich sehen, so dieses ach komm, lass stecken und so. Also diese ganz abwertende Körperhaltung. Dann machen wir ironische Bemerkungen, also Ironie, das ganz mit Vorsicht zu betrachten. Denn Ironie funktioniert nur, wenn sie so erkannt wird. oder überhaupt auch Humor, muss man manchmal auch bisschen aufpassen, dann wird es respektvoll, wenn wir abschätzliche Kommentare machen, wenn wir uns einfach nicht zurückmelden oder wenn wir ganz bewusst Menschen übergehen. Sowas sehe ich oft in Teams, wenn einfach jemand als Störfaktor gesehen wird und dann wird es absichtlich ignoriert oder nicht eingeladen oder in Gruppen weggelassen. Und dann kriegt man irgendwann mit, ist so eine Parallelgruppe. ohne die eine Person. Also so ganz wirklich fürchterliche Dinge und respektlose Dinge, die da passieren. Und wenn ich im Zusammenhang mit Erwartungsmanagement über Respekt spreche, sage ich immer, wie wichtig genau dann, wenn wir unsere Bedürfnisse, unsere Werte eigentlich verteidigen wollen, wie hilfreich da und entscheidend da Respekt ist. Denn Wenn wir über unsere Erwartungen sprechen oder versuchen, die Erwartungshaltung von anderen zu verstehen, sind wir empfindlicher, sind wir angespannter und sind natürlich schneller verletzt, weil wir wollen ja in unseren Bedürfnissen gesehen werden. Und wenn unsere Bedürfnisse und Erwartungshaltung nicht erfüllt werden, dann sind wir ja ⁓ schon unter Spannung und irgendwie traurig oder gestresst. Und dann ist es umso wahrscheinlich gar, dass wir, weil wir uns verteidigen wollen, dann den anderen nicht respektvoll Und hier entscheidet sich, wie wir Erwartungen dann formulieren oder eigene Enttäuschung ansprechen können. Und ganz klar, ohne Respekt klappt dann so eine Kommunikation nicht. Also nochmal, ich mache das seit Jahren, auch diese Erwartungsmanagement-Workshops. Und da kann man sofort spüren, ob jemand die eigene Erwartungshaltung oder die der anderen mit Respekt betrachtet. Und nochmal, es geht auch manchmal ⁓ die eigenen Erwartungshaltung. Deswegen teile ich nochmal hier so drei Kerngedanken. Also eine Erwartung, die ohne Respekt formuliert wird, klingt schnell wie ein Befehl. Wenn wir jetzt über Erwartungsmanagement nachdenken. Eine Enttäuschung, also ich würde sagen, eine Erwartung, die ohne Respekt formuliert wird, klingt schnell wie ein Befehl. Also ich erwarte, dass du das bis morgen abgibst. Klingt ja eher eigentlich wie ein Befehl. Ist nicht besonders respektvoll. Eine Enttäuschung, die ohne Respekt geäußert wird, wird schnell zur Abwertung. Ja, also ich habe mir da schon gedacht, dass du das nicht für mich erledigst. wäre jetzt mal so ein Beispiel. Oder ein Bedürfnis, das ohne Respekt vorgetragen wird, wird schnell zu einem Vorwurf. Ja, also wenn ich eigentlich möchte, dass man mir zuhört und was man mich sieht und dann sagt, naja, du hörst mir ja ⁓ nicht zu. Ja, das seint das Bedürfnis, ich möchte gesehen werden, man soll mir zuhören, aber es klingt natürlich wie ein Vorwurf. Und eine reife Reaktion, eine erwachsene, respektvolle Reaktion bedeutet dann, nicht sofort zurückzuschlagen, ja, oder wenn jemand so einen Satz sagt, dass ich dann genau das Gleiche tue. Sondern Respekt zeigt sich dann in solchen emotionalen Momenten klar zu benennen, was gerade passiert. Und dann sind dann solche Formulierungen, wenn man spürt, da geht gerade etwas kochter hoch und der andere hat uns respektvoll, ist uns respektvoll gegenübergetreten, da kann ich ganz klar formulieren, ich möchte gerne mit dir sprechen, aber nicht in diesem Ton. Wenn wir das klären wollen, dann bitte respektvoll. Oder, ja, ich merke, dass mich die Art, wie du gerade mit mir sprichst, mich verletzt. Lass uns gerne über den Inhalt sprechen, aber nicht auf so eine abwertende Weise. Also lass uns bitte konstruktiv und sachlich bleiben und nicht persönlich werden oder abwertend. Ja, oder eine andere Formulierung wäre, ich merke, dass ich von dir gerade keine Rückmeldung bekomme. Für mich ist es schwierig, weil ich nicht weiß, woran ich bin. Ich wünsche mir an dieser Stelle eine klare Antwort. Das wäre zum Beispiel auch etwas, wenn Teams so Informationen einfach verloren gehen oder sogar wenn jemand sich einfach lange nicht meldet. Wenn man dann auch noch erklärt, was hinter dem Bedürfnis steht, ist es meistens für den anderen besser nachvollziehbar. Manche, ich unterstelle ja auch gar nicht, manchmal ist die Absicht ja gar nicht böse. Aber das bedeutet respektvoll kommunizieren. Also ich kommuniziere auf respektvoller Art, was ich möchte. Das heißt, es ist wichtig, respektvoll zu bleiben in emotionalen Situationen. Klar zu sein, würde bewahren, sich selbst und den anderen gegenüber und in dem Moment für genau dieses Verhalten Verantwortung zu übernehmen. In der Respektbotschafter Ausbildung von Comunico habe ich tatsächlich Und jedes Mal, wenn wir uns dann treffen, wir treffen uns auch einmal im Jahr, das hat jetzt gerade erst stattgefunden vor zwei Wochen und das ist so wunderbar mit diesen Menschen, die alle sozusagen das gleiche Ziel haben und diesen Wunsch haben, in einer respektvollen Welt zu leben, sich treffen. Es ist jedes Mal so viel Lernfelder dabei und tatsächlich heißen die Themen, die wir dort in unseren Trainings dann auch machen, Lernfelder. Also wir können nicht für einen Workshop oder ein Training alle Lernfelder benutzen. Es sind so ⁓ die 25 und es werden wahrscheinlich auch noch mehr. Aber jedes Mal, wir uns treffen, lerne ich unwahrscheinlich viel dazu. Über mich selber, aber auch wirklich, wie wir Kommunikation noch besser machen können. Und mir wird dann immer wieder deutlich, Respekt ist ein zentraler Wert jeder funktionierenden Gemeinschaft. Wie ich anfangs gesagt habe, egal wo Menschen aufeinandertreffen, brauchen wir Respekt. Respekt zeigt sich konkret im Verhalten und Respektlosigkeit lässt sich, wenn wir es wirklich wollen, auf jeden Fall vermeiden. Und man kann lernen, sich selbst vor Angriffen und Verletzungen besser zu schützen. Zum Beispiel mit solchen Sätzen, wie ich es eben gesagt habe. Man kann lernen, unterschiedlichen Meinungen und Kommunikationsstilen oder Lebensweisen so umzugehen, dass Gespräche nicht Distanz schaffen, sondern Neugierde. Auch das ist so Riesenthema. Wenn ich immer sehe, wenn Leute aufeinander losgehen, weil sie anders denken, wie wäre es denn mal, wenn wir uns interessieren, warum sie so denken und ein paar Nachfragen stellen und fragen, warum denkst du das denn so? Was hat denn dazu geführt, dass du so denkst? Und seit wann ist das so? Also nur weil sie anderer Meinung sind, heißt das doch noch lange nicht, dass ich mich mit denen nicht beschäftigen muss. Und vielleicht ... komme mich selber entschwanken, weil ich meine eigene Meinung hinterfragen darf. Genau dann zeigt sich Respekt. Ich finde es immer spannend, Diskussionen zu gehen, wenn Leute andere Meinungen sind. Natürlich muss meine Meinung klar definiert sein und muss dazu stehen. Ich habe manchmal Situationen, sage, ich kenne mich in dem Thema nicht genug aus, ich agiere aus dem Bauch heraus. Das ist eine emotionale Begründung. Aber ich darf das sagen. Ich kann mich ja nicht in jedem Thema gut auskennen, vor allem nicht irgendwie Politik oder in den Finanzen oder so. Aber dann kann ich trotzdem argumentieren und mir die Meinung von anderen anhören. Und eine kleine Anekdote, ich teilen muss, unter anderem, warum es dazu geführt hat, dass ich das Buch geschrieben habe, ist tatsächlich ein sehr konstruktives, aber auch intensives Gespräch mit René. Denn als ich bei meinem ersten Teil der Ausbildung mit ihm über das Thema Erwartung gesprochen habe, hat er mich richtig herausgefordert und hat geprüft, ja, das habe ich natürlich hintererst verstanden, aber er hat eigentlich geprüft, wie sehr stehe ich hinter diesem Thema und was meine ich eigentlich damit. Also er hat mir Ja, Intensivfragen gestellt, die dazu geführt haben, dass ich da wirklich so bisschen in Rage war und das verteidigen wollte. Und dann kam diese Idee, Mensch, ich stehe so dahinter und ich bin so überzeugt davon, dass in unseren Teams und in Führungskräften und überhaupt in unseren Beziehungen das Thema Erwartungen und Erwartungsmanagement so relevant sind und dass vieles einfacher sein könnte, wenn wir das Thema angehen, dass ich dann gesagt habe, so ich muss da ein Buch zuschreiben. Also im Endeffekt bin ich René natürlich sehr dankbar und das vor allem, das verrate ich jetzt schon, kleiner Spoiler, wie man das ja nennt. Er hat das Vorwort geschrieben und das ist natürlich für mich eine sehr, sehr, sehr, sehr große Ehre und ich habe mich riesig gefreut, dass er das macht. Genau, aber als ich mit ihm über das Thema Erwartung gesprochen habe, ist es mir halt noch mal viel klarer gemacht, dass wir Erwartungen sichtbar machen müssen. Ja, dass Beziehungen ohne respektvolles Kommunizieren von Erwartungen eigentlich die Gefahr laufen, dass wir sie beschädigen. Und wenn ich das managen kann, respektvolle Kommunikation mit Erwartungsmanagement, dann bleibe ich handlungsfähig, dann bin ich wirksam weiterhin. Und ich kann dann ganz klar bleiben, ohne irgendwie Härte und Macht ausstrahlen zu müssen. Also diese Klarheit, die ich bekomme, wenn ich weiß, Respektvolles kommunizieren gehen, ist Gold wert. Also da bekommst du Stärke, ohne dass du sie nutzen musst. Wenn wir Klarheit haben, die wir ganz, ganz dringend brauchen, wenn wir miteinander kommunizieren und arbeiten wollen, dann brauchen wir diese Klarheit auch, wenn wir formulieren wollen, was uns wichtig ist, unsere Bedienungsanleitung sozusagen formulieren und auch die richtigen Fragen zu stellen, ⁓ die Bedienungsanleitung von anderen zu verstehen. Ja, aber was ich oft beobachte, ist, dass Klarheit ohne Respekt da ist. Das heißt, dann funktioniert das nicht. Dann ist das erfolglos und ohne Wirksamkeit. Also dann ist Klarheit und unnütz. Oder aber wir haben Respekt ohne Klarheit, dann bleibt es auch vage. Das ist ja schon mal ein Ansatz, wenn ich schon mal respektvoll bin. Aber wenn ich da in meiner Kommunikation nicht klar bin, dann bleibt das vage und bleibt das so undurchsichtig. Das heißt, diese Dinge gehören alle miteinander zusammen. Also Erwartungsmanagement setzt Klarheit voraus und Klarheit braucht Respekt bzw. Respekt funktioniert besser, wenn wir klar sind. Ich glaube, diese Zusammenhänge habe ich jetzt ganz gut dargestellt. Warum? Und das fällt mir noch mal ein. Wenn ich Erwartungen gut erklären kann, fühle ich mich ja auch sicher, ehrlich zu sein. Und gleichzeitig bin ich klar genug, ⁓ dann für diese Gefühle und Erwartungen und Bedürfnisse Verantwortung zu übernehmen. Und wenn ich das kann, dann kann ich auch viel schneller auf die Erwartungen von anderen eingehen. Also das ist wirklich so ein Kreis, also im positiven Sinne. Ein Kreis, das eine geht ohne das andere nicht. Und tatsächlich, da möchte ich nochmal kurz, also es ist hier eine kleine Werbetrommel für den René Bourbonis, aber er hat ein wunderbares Buch geschrieben in seiner ganzen Reihe, aber das Buch Klarheit, der Schlüssel zur besseren Kommunikation, da steht das auch alles so ausführlich drin, wie man Klarheit bekommt. Und ich habe, wie gesagt, diese Brücke geschlagen zwischen Klarheit und Erwartungsmanagement. Und die erkenntens daraus Wir müssen dann auch Dinge priorisieren, also unsere Erwartungshaltung priorisieren und die dann sozusagen mit Respekt behandeln. Also unsere Bedürfnisse gehören mit Respekt behandelt. Und deswegen können wir dann auch klar sagen, warum es eigentlich geht bei unseren Bedürfnissen. Und je präziser wir sind, desto eher funktioniert respektvolle Kommunikation und respektvolles Mitternacht. Klarheit und Respekt orientieren. Wenn du den Respekt als Haltung hast, schaffst du einen Rahmen, damit du überhaupt als Mensch in deiner Zusammenarbeit und im Zusammenleben akzeptiert wirst. Ich hoffe, ich konnte diese Zusammenhänge ganz gut definieren. Was mir wichtig ist, und ich gucke immer auf die Uhr bei den Solo-Folgen ... Also ich hoffe, es kommt schon mal rüber, dass ich dieses Thema so unfassbar wichtig finde, dass wir uns alle mit diesem Rücksicht nehmen auf den anderen viel mehr beschäftigen. und, wisst ihr, wenn wir zusammen leben, es lässt sich nicht vermeiden, dass wir uns enttäuschen. Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir uns manchmal auch verletzend verhalten. Aber Unter anderem wird auch nicht jeder sich so verhalten, wie wir uns das wünschen. Also nochmal, ist Enttäuschung sicherlich vorprogrammiert. Gerade in Arbeitskontexten, wenn wir uns unsere Mitarbeitenden und Kollegen auch nicht immer aussuchen können. Also geht weg von diesem Gedanken, dass wenn ich respektvoll bin, dann passiert das nicht mehr. Das ist es nicht. Aber wir können dann lernen, in genau solchen Situationen. Bedürfnisse und Erwartungshaltung viel früher zu erkennen, weil wir den Respekt in uns tragen. Und wir können dann respektvoll miteinander sprechen, das klar auszusprechen und respektvoll zu diskutieren, wenn wir nicht einer Meinung sind. Dieses I agree to disagree ist ganz respektvoll. Das ist eigentlich nur die Tatsache, hey, haben gerade nicht anderer Meinung. haben, Entschuldigung, wir sind gerade nicht anderer Meinung. Aber was bedeutet das genau und wo kann das denn jetzt hinführen? Und nochmal in schwierigen, herausfordernden Konfliktsituationen zeigt sich, ob Menschen gelernt haben, respektvoll miteinander umzugehen. Und deswegen sind diese drei Dinge für mich ganz, ganz entscheidend im Erwartungsmanagement Klarheit mit Haltung, Grenzen auch mit Würde und Respekt zu haben und zu akzeptieren. Und dann natürlich im Ganzen ist auch ehrlich zu sein, weil auch das bedeutet respektvoll sein, dass man ehrlich und offen ist, vor allem ehrlich. ja, aus diesem Grund wollte ich diese Folge aufnehmen, denn ich wünsche mir so, so sehr, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Respekt auseinandersetzen. Schaut euch auch die Webseite von der Comunico Agentur von René Bobonus an. Da wird es auch noch mal ganz wunderbar beschrieben. Und vielleicht habt ihr ja sogar Lust, der Ausbildung teilzunehmen, weil es ist so eine schöne Ansammlung von Menschen, die alle das Gleiche wollen und die dieses Thema so wichtig finden. Aber auch lernt man unwahrscheinlich viel über sich und über das eigene Kommunizieren, über die Betrachtungsweise und der Welt. Ja, also Respekt ist für mich genau dort, wo wir aufhören. den anderen als Problem zu betrachten, sondern wo wir anfangen, den anderen wirklich zu sehen. Ja, in diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen weiteren Tag oder Abend und verabschiede mich hier voller Respekt dafür, dass ihr hier zugehört habt und hoffentlich was mitgenommen habt. Vielleicht habe ich euch auch ein bisschen den Impuls gegeben, dieses Wort nachzudenken. In diesem Sinne ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Mal. Und natürlich, wenn ihr Fragen habt oder Kommentare, einfach melden oder einfach hier in die Textfelder eintippen. Alles klar, vielen Dank, liebe Grüße. Tschüss.