Latest / Erebos.Nights – Der Podcast über Götterwelten, Mythen, Spiritualität / #2.15 - Die Göttin, die dich ruft | Meditation
Transcript
- 0:02Heute darfst du eintauchen, nicht in ein Bild, nicht in eine
- 0:07Theorie, sondern in einer Erfahrung, die weit älter ist
- 0:12als alles, was du über dich zu wissen glaubst.
- 0:16Denn heute wirst du ihr begegnen, der Göttin, die dich
- 0:20jetzt ruft, nicht irgendeiner, nicht einer aus einem Buch, aus
- 0:27einer Liste, aus einem Ritual. Sondern der einen, der dich
- 0:32sieht, die dich gemeint hat, die dich.
- 0:36Erinnert und. Bevor wir beginnen, nimm dir
- 0:43einen Moment, um ganz anzukommen hier in deinem Körper, in diesem
- 0:53Moment nur du. Kein müssen, kein sollen, kein
- 1:05Ziel, nur dein Atem. Atme tief durch die Nase ein und
- 1:19durch den Mund langsam wieder aus.
- 1:27Noch einmal. Ein und aus und.
- 1:42Noch einmal einatmen, tiefer und ausatmen, vollständiger, während
- 2:01du weiter atmest. Spüre, wie dein Körper weicher
- 2:04wird, wie sich deine Schultern etwas sinken lassen, wie deine
- 2:12Stirn glatt wird, wie dein Bauch sich sanft hebt und senkt.
- 2:23Du musst nichts tun, nur sinken, sinken in dich.
- 2:32In deinen Körper. In dein.
- 2:35Inneres mit. Jedem Atemzug gleitest du etwas
- 2:42tiefer in eine Schicht unter der Oberfläche.
- 2:52Eine Welt, die dich kennt, die auf dich gewartet hat.
- 3:02Stell dir jetzt vor, du liegst nicht mehr in diesem.
- 3:05Raum du. Befindest dich auf einem weiten
- 3:09Steinboden, der Boden unter dir ist glatt, aber unregelmäßig.
- 3:17Kühl und. Dennoch wohltuend warm von innen
- 3:24um dich herum eine riesige Halle.
- 3:27Rund gebaut aus altem, dunklem Stein.
- 3:32Der Raum ist hoch offen und erfüllt von einem warmen,
- 3:37goldenen Licht. Du kannst die Wände sehen, sie
- 3:45sind verziert mit Symbolen, eingeprägt in den Stein,
- 3:51Spiralen, verschiedene Tierformen.
- 3:58Göttliche Augen, Symbole, die älter wirken als Sprache.
- 4:11In der Mitte dieser Halle brettern Feuer, es lodert nicht,
- 4:18es glüht still, ruhig. Kraftvoll.
- 4:29Der Rauch steigt in dünnen Spiralen nach oben, verschwindet
- 4:34in der Dunkelheit über dir. Dieser Raum riecht nach.
- 4:41Murre. Nach Erde, nach etwas rauchigem,
- 4:46schwerem und zugleich süßem wie warme Holzasche, gemischt mit
- 4:52Blütenstaub. Du nimmst diesen Duft tief in
- 5:00dich auf und irgendwas in deinem Inneren sagt dir, ich war schon
- 5:10einmal hier, du stehst langsam auf barfuß, du spürst den Stein
- 5:23unter deinen Füßen, er ist lebendig, als würde er dich
- 5:28tragen, nicht nur halten. Du gehst auf das Feuer zu, nicht
- 5:39schnell, nicht zögerlich, einfach Schritt für Schritt um
- 5:54das Feuer herum sind Zeichen in den Boden geritzt, ein Kreis,
- 5:59ein Dreieck, ein Auge, ein Spiegel, du verstehst sie nicht
- 6:07mit dem Kopf, aber dein Körper erinnert sich.
- 6:20Dann bemerkst du etwas auf der anderen Seite des Raumes ist ein
- 6:24Durchgang, ein dunkler Torbogen, kein Türrahmen, kein Holz, nur
- 6:32dunkler Stein mit schwarzem Stoff behangen, der sich nicht
- 6:36bewegt, keine Luft, kein Wind, aber du spürst.
- 6:45Und dort beginnt etwas. Du gehst drauf zu.
- 6:52Langsam. Der.
- 6:58Boden unter dir ist ruhig fest. Jeder Schritt lässt dich tiefer
- 7:06in dich selbst sinken. Als du vor dem Vorhang stehst,
- 7:17hältst du kurz inne. Dein Herz schlägt ruhig, aber
- 7:23stark wie Trommeln in der Ferne. Dann atmest du ein und gehst
- 7:36hindurch, du betrittst einen Gang, dunkel, eng, aber nicht
- 7:46bedrohlich. Sondern wie der Geburtskanal zu
- 7:51einer tieferen Welt. Du bist geführt, nicht von mir,
- 7:59sondern von deiner inneren Weisheit.
- 8:08Die Wände des Ganges fühlen sich feucht an wie Erde nach Regen,
- 8:17du riechst Moos. Altes Holz, ein Hauch von
- 8:22Granatapfel. Du gehst weiter.
- 8:29Mit jedem Schritt wird dein Geist Stiller, klarer, weicher.
- 8:44Dann öffnet sich der Gang und tritt s in einen Wald, es ist
- 8:48Nacht, aber keine Dunkelheit. Der Himmel über dir ist violett,
- 8:57durchzogen von Nebelstreifen und überall zwischen den Bäumen
- 9:01leuchten kleine goldene Lichtpunkte wie Glühwürmchen,
- 9:07wie Sterne, die zu Boden gefallen sind.
- 9:16Der Boden unter deinen Füßen ist feuchtes Moos, warm, lebendig.
- 9:24Ergibt leicht nach und bei jedem Schritt spürst du, wie die Erde
- 9:28dich. Aufnimmt du?
- 9:35Gehst einen schmalen Pfad entlang.
- 9:38Es schlängelt sich zwischen alten, moosbedeckten Bäumen
- 9:41hindurch, manche sind hohl, manche tragen Zeichen.
- 9:53In der Ferne hörst du Wasser, ein Fluss vielleicht oder ein
- 10:00Quellbecken. Der Duft hier ist süß und herb,
- 10:07nach Beeren, nach feuchte Rinde, nach Rauch von etwas, das
- 10:14langsam vergeht, um etwas Neues zu gebären.
- 10:23Und dann spürst du es. Du bist nicht allein, da ist
- 10:28etwas eine Präsenz, eine Kraft, die sich nicht versteckt, die
- 10:36dich kennt, die dich erwartet. Du bleibst stehen vor dir,
- 10:47zwischen 2 knorrigen Bäumen öffnet sich eine Lichtung.
- 10:54In der Mitte siehst du ein runden Stein, ein Altar,
- 10:58vielleicht ein Zentrum, und da steht sie, die Göttin.
- 11:10Nicht eine Idee, nicht ein Bild, sondern eine Kraft, die sich
- 11:16zeigt. Sie steht ruhig, Ihr Blick rot
- 11:23auf. Dir sie.
- 11:28Trägt keine Krone. Und doch wirkt sie wie ein
- 11:31ganzes Reich. Ihr Körper ist stark, nicht
- 11:38makellos, sondern echt, ihre Haut trägt Spuren, vielleicht
- 11:46Namen, vielleicht Zeichen sie. Vielleicht die ganze Geschichte
- 11:52dieser Welt. Ihr Blick durchdringt dich und
- 12:01halt dich im selben Moment, sie sagt kein Wort, aber du hörst
- 12:08sie und du gehst auf sie zu, langsam.
- 12:17Mit jedem Schritt lässt du etwas zurück.
- 12:21Eine Maske, eine Lüge, eine Angst.
- 12:29Bis du vor ihr stehst. Du spürst.
- 12:39Sie sieht nicht dein Gesicht, sie sieht dich.
- 12:43Jetzt Sie. Hebt die Hand und berührt dein
- 12:51Herz. Nicht körperlich, energetisch.
- 12:59Ein Strom fließt sanft durch dich, mir ist nicht heiß, nicht
- 13:05kalt, sondern ewig und du beginnst dich zu erinnern, wer
- 13:16du warst, wer du bist, wer du wirst.
- 13:32Fühle wie die Energie immer noch durch dich hindurch fließt.
- 13:44Erinnere. Dich wer?
- 13:50Warst. Du wer?
- 14:00Bist du wer?
- 14:11Wirst du sein? Wenn du möchtest, kannst du sie
- 14:40jetzt fragen, was möchtest du mir wecken, was möchtest du mir
- 14:48zeigen, woran soll ich mich erinnern, wie kann ich mit dir
- 14:58weitergehen, wer bist du? Und dann lausche.
- 15:15Vielleicht kommen jetzt Wörter zu dir, vielleicht Gefühle,
- 15:24vielleicht Musik, vielleicht Bilder.
- 15:35Lass die Antworten zu dir kommen.
- 16:30Langsam beginnt die Göttin, sich zurückzuziehen, aber nicht aus
- 16:35Entfernung, aus Vertrauen. Sie weiß, du wirst sie nicht
- 16:43mehr vergessen, du wirst sie fühlen, wenn du wach wirst, wenn
- 16:51du zweifelst, wenn du aufstehst, wenn.
- 16:56Wenn du atmest, der Wald verblasst langsam, der Gang
- 17:11formt sich neu, du gehst. Zurück nicht.
- 17:17Als die Person, die du warst, sondern als die, die erkannt
- 17:22hat, die, die sich erinnert hat. Spüre nun deinen Körper wieder,
- 17:42deine Schultern, deine Beine, deinen Atem.
- 17:51Und wenn. Du so weit bist, öffne langsam
- 17:59die Augen. Willkommen zurück und nun bleib,
- 18:13trink etwas Wasser. Schreib auf, was du gesehen
- 18:18gefühlt oder gehört hast oder leg dich einfach still.
- 18:22Hin aber. Geh nicht sofort zurück in die
- 18:29alte Welt, denn sie ist nicht mehr dieselbe.
- 18:37Du bist nicht mehr dieselbe Person.