Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / Lebenslüge Teil1
Transcript
- 0:00Ich muss dieser Folge eine absolute Triggerwarnung
- 0:03vorausschicken. Bitte, wenn ihr gerade in einem
- 0:05nicht stabilen Zustand seid, hört euch die Folge bitte später
- 0:08an oder gar nicht. Borderline, der Podcast für
- 0:14psychisch Erkrankte und deren Angehörige, kommt mit in eine
- 0:18Welt, die du vielleicht nicht kennst oder viel zu gut kennst.
- 0:22Kommt mit in meine Welt und lass dich leiden herzlich willkommen
- 0:26zu einer neuen Folge Borderline. Die Folge heute werde ich wohl
- 0:34aufteilen müssen, schätze ich. Ich weiß nicht, wie weit ich
- 0:37damit kommen werde, weil ich glaube, dass diese Folge mehr
- 0:45beinhaltet, als ich mir jetzt gerade, wo ich anfange, es mir
- 0:49vorstellen kann. Das ist quasi jetzt ein Thema,
- 0:57das mir. Seit ein paar Tagen sage ich mal
- 1:02bewusst, ist allerdings schon lange bewusst ist, und zwar seit
- 1:08vielen, vielen Jahren. Und zwar geht es um mich oder
- 1:15geht es geht es, geht es darum, dass ich über viele Jahre etwas
- 1:22als, nennen wir es Liebe und. Angesehen habe, dass ich für
- 1:32mich irgendwann stark revidieren musste, um das mal
- 1:35runterzubrechen. Ich werde versuchen, in dieser
- 1:38Folge oder in den eventuell darauffolgenden Folgen nicht so
- 1:43ins Detail zu gehen, zu zu gehen, um einfach auch andere
- 1:50Leute da nicht mit reinzuziehen, ja.
- 1:57Wenn irgendwann der Punkt kommt, dass ihr oder dass man
- 2:02feststellt, dass das, was man als absoluten Höhepunkt der
- 2:09Liebe bezeichnet, als absoluten, keine Ahnung, Vertrauensbeweis,
- 2:15dies, dass jenes, den man allerdings künstlich
- 2:19herbeiführt, sag ich mal, wenn ihr dann feststellt, Alter.
- 2:25Das ist es nicht. Du machst das nicht, weil du da
- 2:31den maximalen Liebesbeweis bekommst oder den maximal
- 2:37möglichen Höhepunkt erreichst, sondern weil du dich selbst
- 2:42verletzt, weil du dir eine Welt aufgebaut hast, in der du denkst
- 2:48oder es für dich rechtfertigt, dass das genau richtig ist und.
- 2:56Und du einfach den Fakt auf Seite drückst, dass es eine
- 3:00reine Selbstverletzung ist, die tief, tief, tief in die
- 3:06Emotionen greift. Das ist keine Selbstverletzung,
- 3:13die man offensichtlich sieht, es ist keine, wo jeder mitbekommt,
- 3:22was los ist. Und es ist eine
- 3:26Selbstverletzung, die man so tief in seine Psyche und auch in
- 3:33sein Herz vordringen lässt, dass man irgendwann der ganzen Sache
- 3:43gegenüber abstumpft. Ich weiß, ihr merkt, ich merkt,
- 3:48dass da extremst. Viele Emotionen hochkommen
- 3:53gerade und ich bin auch ich bin der Meinung, einfach für mich,
- 3:58ich muss das rauslassen, deswegen spreche ich das hier
- 4:02an, man kann das alles positiv sehen, das ist ein Prozess, der
- 4:08gerade bei mir stattfindet, der wirklich in diese ganze
- 4:11Metamorphose, in diese Ganze, in dieses Ganze aufarbeiten, was in
- 4:16mir stattfindet. Natürlich reinpasst und das n
- 4:21Riesenteil davon ist. Aber das kam für mich
- 4:24tatsächlich wie n Hammerschlag wirklich wie n Hammerschlag.
- 4:32Ich habe die Details in meinem ganzen Leben noch keinem
- 4:38Menschen erzählt, ich habe noch nie erzählt warum und weshalb
- 4:46wieso. Obwohl mein Trauma was das
- 4:48angeht begraben liegt. Noch nie in meinem ganzen Leben,
- 4:52nicht keinem, keiner Therapeutin, keiner ehemaligen
- 4:57Partnerin, niemandem, niemandem, bis gestern bis gestern.
- 5:05Und ich habe das erste Mal in meinem Leben erzählt, wie es
- 5:08wirklich war, wie ich wirklich in mein Trauma reingerutscht bin
- 5:14und nicht so. Wie die, ich sag mal, wie die
- 5:19Geschichte drumrum, die ich mir aufgebaut habe, um es für mich
- 5:22zu erträglich zu machen, die ich auch von mir selber aufgebaut
- 5:26habe. Und ich glaube, irgendwann auch
- 5:27geglaubt habe, es ist keine bewusste Lüge, sondern das ist
- 5:34ein ein absoluter Selbstschutzmechanismus, der da
- 5:39gegriffen hat, um mir nicht das Leben zu nehmen.
- 5:48Ich kann das jetzt. Es ist alles sehr frisch, es ist
- 5:56alles sehr frisch und es es tut extrem weh und da kommen so ein
- 6:04bisschen in das in das perfide, es tut extrem weh, die Wahrheit
- 6:08rausgelassen zu haben, weil ich habe mich quasi so angreifbar.
- 6:14Wie nur irgend möglich gestern gemacht.
- 6:19Ich habe quasi meine Seele komplett geöffnet und dass das
- 6:23allererste mal, dass ich dazu überhaupt in der Lage war, und
- 6:30zwar nicht nur, was die letzten Jahre, vielleicht auch
- 6:32Jahrzehnte angeht, sondern was die Ursache angeht, wo es
- 6:37herkommt. Ich habe irgendeine Schublade
- 6:42gestern geöffnet. Von deren Existenz ich weiß.
- 6:47Aber diese Schublade habe ich immer krampfhaft, da habe ich,
- 6:52da habe ich einen Tisch vorgestellt, einen Schrank
- 6:54vorgestellt, eine Anbauwand, und danach habe ich es zugemauert.
- 6:58Also, und das alles in dem Tresor, wo ich den Schlüssel
- 7:01nicht für habe, ihr könnt euch also vorstellen, wie gut das
- 7:04abgesichert war und selbst die Menschen, das tut mir wahnsinnig
- 7:09leid, aber es ist so, selbst die Menschen, die glauben, mich in
- 7:12und auswendig zu kennen und. Haben vielleicht mal eine
- 7:17Vermutung gehabt, das mag sein, das war, das kann ich nicht
- 7:18beurteilen, aber es ist weit, weit weg von mich kennen glaube
- 7:27so wie ich mich aktuell, ich hole weitaus im letzten Jahr
- 7:32mich kennengelernt habe und mir Sachen angeeignet habe für mich,
- 7:38das kann jemand der mich lange kennt wahrscheinlich noch nicht
- 7:42mal jemand nachvollziehen. Und dann entwickelt sich
- 7:45natürlich so, dass das Verständnis, dass, dass ich ein
- 7:52komplett anderer bin und mich ja total verändert habe, ja, das
- 7:56stimmt. Habe ich aber meiner Meinung
- 7:58nach zum Positiven, dass das was zählt, das, was ich da gestern
- 8:05rausgehauen habe vor einem anderen Menschen.
- 8:12Und das sage ich auch ganz explizit vor meiner Partnerin
- 8:16habe ich so noch nicht mal in meinem größten Drogenrausch
- 8:21rausgehauen, noch nicht mal ganz im Gegenteil, da habe ich es
- 8:24verherrlicht, da habe ich es verherrlicht, hat das als das
- 8:28größte angesehen und so wie ich empfinde, meine Emotionen und
- 8:33was ich toll finde, dies, dass jenes, das ist das einzig wahre.
- 8:41Das Einzige, was die Drogen gemacht haben damals, war es mir
- 8:46leichter zu machen, diese Verletzungen überhaupt zu
- 8:49ertragen, weil es ist immer nur unter Drogen passiert.
- 8:57Ich habe mich so krass selbst verletzt, dass ich Wochen,
- 9:01Wochen gebraucht habe, um gewisse Erlebnisse von einem
- 9:05Abend ansatzweise nur ansatzweise zu verarbeiten.
- 9:09Ich habe da aber keinen Teil daran teilhaben lassen.
- 9:12Ich habe das so derbe Emmig reingefressen, dass es überhaupt
- 9:21überhaupt kein Mensch mitbekommen hat, warum, weshalb,
- 9:25wieso. Was ist eigentlich mit ihm los?
- 9:29Lapidare Erklärung ja beschissen runtergekommen dies das jenes.
- 9:37Das hat mich oftmals an den Rande, wirklich an den Rande der
- 9:41Verzweiflung gebracht, an dem an den Rand gebracht, weitermachen
- 9:46zu wollen mit mir selber. Ich brauche das, glaube ich,
- 9:50nicht weiterzuführen, allerdings muss ich dazu sagen, habe ich
- 9:58die Ursache verharmlost, sogar verherrlicht.
- 10:04Ich bin so und so aufgewachsen, dem und dem Umgang habe ich
- 10:07gehabt, die und die Erfahrung habe ich gesammelt, schon mit
- 10:101314, das hat mich geprägt und deswegen mag ich dieses, mag ich
- 10:16jenes, deswegen habe ich die Auffassung von der maximal
- 10:20erlebbaren Liebe wie nur irgendwie möglich, weil ich ja
- 10:24damit gewachsen bin, was wirklich passiert ist, dass ich
- 10:30einem Missbrauch auch ausgesetzt wurde.
- 10:34Und mich auch selber dem Missbrauch ausgesetzt habe.
- 10:37Das habe ich keinem erzählt, sei es aus Scham.
- 10:44Ich meine, ich meine nicht den den sexuellen Missbrauch, den
- 10:47meine ich gar nicht, der ist nicht passiert, also nicht in,
- 10:50nicht in dem Sinne, sondern ein ein Missbrauch, der tief, tief,
- 10:55tief in mein Leben eingegriffen hat, denn es emotional und auch
- 11:00körperlich. Aber da müsste ich zu sehr in
- 11:03die Details gehen und das möchte ich nicht a um mich selbst zu
- 11:07schützen, A um sämtliche Leute aus meinem Umfeld zu schützen,
- 11:13möchte ich darauf nicht weiter eingehen, weil ich hoffe ihr
- 11:15habt dafür Verständnis, aber das ist natürlich darum geht, dass
- 11:19man quasi eine kranke Ansicht über über Liebe, über Sex.
- 11:32Und Praktiken entwickelt. Das ist, glaube ich jedem klar.
- 11:38Nur wie gesagt, ich werde keine Details nennen, keine keine
- 11:42Verbindungen schaffen zu irgendwelchen Leuten, auch ex,
- 11:46partnerinnen, Freunde und so hören diesen Podcast und das
- 11:51möchte ich nicht. Der Fakt, dass ich gestern die
- 11:58Ursache zugelassen habe und. Hat mich die hat mich in einen
- 12:04in einen Zustand versetzt, den ich jetzt gerade immer noch
- 12:08nicht richtig greifen kann. Das ist wahrscheinlich auch der
- 12:10Grund, warum ich dieses, was ich jetzt hier einspreche in 2 oder
- 12:153 Teile machen will, nicht weil ich das nicht in einer halben
- 12:17Stunde unterkriegen würde, sondern man hat mir auch den Rat
- 12:21gegeben, lass da mal ein paar Tage drüber ins Land ziehen und
- 12:24dann rede weiter da drüber noch mal ein paar Tage ins Land, rede
- 12:28weiter da drüber, was macht es mit dir?
- 12:31Ich mache auch diese Folge und die nächsten Folgen.
- 12:35Die sind nicht nur für mich, sondern auch für euch, damit ihr
- 12:38es vielleicht mitbekommen könnt, was da gerade für eine
- 12:42Entwicklung, eine kurzfristige Entwicklung stattfindet.
- 12:44Wie geht man mit einer, Ich nenne das ganz bewusst einer
- 12:48Lebenslüge mir selber gegenüber, wie geht man damit um, wie geht
- 12:52man damit um und wie erschreckend ist das für einen
- 12:56zu sehen, was man vielleicht. Alles verpasst hat, was man sich
- 13:02vielleicht selber oder wessen man sich selber vielleicht
- 13:04beraubt hat, immer unter dem Deckmantel der Selbstverletzung.
- 13:13Wir haben immer gesagt, ich bin nicht der, der sich selbst
- 13:15verletzt, klar, ich habe mir mal hier unter den Kopf aufgehauen
- 13:19mit der mit der Faust für die Wand geboxt, das war nach außen
- 13:23meine Darstellung über meine Selbstverletzung, also mein
- 13:26Selbstverletzungsbereich ist. Klein zu anzusehen, der ist ganz
- 13:31klein anzusehen und hat dabei bewusst verschwiegen, dass ich
- 13:38mir maximal die Rasierklinge durch mein Hirn ziehe, und zwar
- 13:43von innen. Ich, ich, ich fällt auch mir
- 14:02schwer. Dafür Worte zu finden.
- 14:07Es fällt auch mir schwer, das zuzugeben und es fällt auch mir
- 14:10wahnsinnig schwer, nur ansatzweise rückblickend jetzt
- 14:17zu sehen und zu fühlen, vor allen Dingen, was es tatsächlich
- 14:21mit mir angestellt hat, wahrscheinlich auch
- 14:24wahrscheinlich auch viele, viele, viele Beziehungen
- 14:27gekostet hat, vielleicht auch viele Freundschaften gekostet
- 14:30hat, viele. Dinge mich gekostet hat, die
- 14:37vielleicht wertvoll, mich wertvoll für mich gewesen wären.
- 14:41Ich will aus dieser Podcast Folge hier nicht eine Sekunde
- 14:44rausschneiden, keine Pause verkürzen, sondern ich lasse
- 14:48euch die so roh wie sie ist zu. Ich muss immer wieder mich neu
- 14:59konzentrieren ein. Den Faden nicht zu verlieren, um
- 15:03auch nicht abzuschweifen und trotzdem eine gewisse Logik zu
- 15:06hinterlassen, die ich selber gerade kaum spüre.
- 15:09Ich spüre momentan nur den absoluten Schmerz in mir, aber
- 15:13ich habe gestern gesagt, das ist so, als ob eine fremde Person
- 15:18jetzt endlich aus meinem Körper geht, dies endlich raus und ich
- 15:23kann sauber empfinden, ich kann sauber empfinden.
- 15:30Was Emotionen angeht, was Liebe angeht und was Sex angeht und
- 15:40das wie gesagt das Gute an der ganzen Nummer ist, dass ich mir
- 15:45quasi mein selbstverletzungsverhalten, ich
- 15:49habe die Tür aufgemacht ist rausgetreten die Türe dazu
- 15:51gemacht mit dem absoluten Willen, dass dieses Verhalten in
- 15:58meinem Leben. Kein Platz mehr hat ich habe,
- 16:00ich habe weit mehr als die Hälfte meines Lebens um, da muss
- 16:08ich an ein Coaching von mir denken, wir sind gleich alt, ich
- 16:11sag denselben Satz, ich habe da keinen Bock mehr drauf, mich
- 16:13selbst zu verletzen, ich habe keinen Bock mehr darauf, eine
- 16:17andere habe ich nicht verletzt, es ist immer davon ausgegangen,
- 16:24dass ich irgendetwas gerne habe, gerne mache.
- 16:28Gerne so sehr gerne Emotionen fühle, wie auch immer.
- 16:32Und ich hab das auch immer glaubhaft verkauft, dass dass
- 16:36genau das das Ultimo ist, das absolute Ultimo, dass das
- 16:40ultimative, das absolut größte, was man empfinden kann und
- 16:47komischerweise ich will. Der einen oder anderen Personen
- 16:53in meinem Leben gar nicht absprechen, dass es gemerkt
- 16:55wurde. Ja, ich will das nicht
- 16:57absprechen, weil das, das weiß ich jetzt, so, eine
- 17:01Retrospektive, aber niemals, niemals im Leben, nie hätte ich
- 17:08das zugegeben, niemals hätte ich das erzählt, was ich jetzt in
- 17:14ganz abgeschwächter Form erzählen und was ich gestern in
- 17:17kompletter Form erzählt habe und ich?
- 17:24Diese diese, diese Tatsache, dass ich selbst zu den Leuten,
- 17:30wo ich vertrauen hatte, wirklich viel Vertrauen hatte, dachte ich
- 17:34jedenfalls, dass ich selbst den Leuten davon nicht erzählen
- 17:38konnte, weil ich mich einfach vor mir selber geschämt habe,
- 17:42mich vor mir selber. Ich will nicht sagen Geekelt
- 17:46habe, aber es geht in die Richtung.
- 17:50Und wo ich mich von mir selber, ich hätte mir einfach selber in
- 17:53die Fresse kotzen können, mit wachsender Begeisterung in die
- 17:57Fresse kotzen können und habe mein Spiegelbild noch mehr
- 18:03gehasst, noch mehr verachtet und noch niederträchtiger gesehen,
- 18:09als ich sowieso schon gesehen habe.
- 18:17Ich hoffe, ich möchte, was ich damit erreichen.
- 18:19Warum erzähle ich das alles überhaupt, ich hätte es auch für
- 18:21mich behalten können, Punkt 1. Ich muss es rauslassen wie
- 18:23erwähnt, Punkt 2 ist vielleicht, vielleicht kann sich irgendwer
- 18:28da draußen aus dieser Geschichte, aus diesem ersten
- 18:31Teil oder wie auch immer, ich weiß nicht ob es den nächsten
- 18:33Teil davon gibt, ich weiß es nicht, ich weiß nicht was in
- 18:36einer Woche ist, aber vielleicht kann sich irgendwer da draußen
- 18:40daraus was ziehen, vielleicht fast irgendwer da draußen auch
- 18:45den Mut. Vor sich selber, vor sich selber
- 18:50die Stärke zu entwickeln, zu sagen, alles klar, auch ich
- 18:57macht das und das schon so und so lange und am Ende wollen wir
- 19:01noch alle eigentlich nur 1, wir wollen überleben, aber ich sag
- 19:08euch, so kann man nicht leben. Das ist ein ständiges, ein ein
- 19:24ständiger Ritt auf Messer. Schneide die Klinge, mit der
- 19:29sich viele vielleicht schneiden, auf der steht ihr dann und immer
- 19:34bereit, zur falschen Seite umzukippen, und man sucht
- 19:39irgendwann immer neue Herausforderungen.
- 19:40Wie kann man sich noch mehr weh tun?
- 19:42Ihr kennt das alles. Ihr kennt das alles, man sucht
- 19:47immer nach diesem einen, nach diesem mehr.
- 19:52Wie schaffe ich es, mir noch mehr weh zu tun?
- 19:56Wir fangen klein an, aber wo endet das, in welchen, in
- 20:00welchen Dimensionen endet diese Verletzung, die man sich da
- 20:04selber weh tut und inwieweit, inwieweit ist man bereit?
- 20:12Sich kaputt zu machen und ganz genau zu wissen, dass man dieses
- 20:19Leben freiwillig beenden wird. Ich weiß, ich weiß, dass ich
- 20:30viele von euch jetzt gerade trigger, ich weiß das, aber ich
- 20:37glaube, ich glaube für mich. Es ist ein positiver Träger
- 20:42unterm Strich, wenn ihr euch darüber Gedanken macht, weil es
- 20:45geht in die richtige Richtung, aber es wird viele von euch
- 20:51wahrscheinlich auch dahingehend in einen in einen sog werfen,
- 20:58der der ja quasi mit der Selbstbeschäftigung zu tun hat.
- 21:04So Scheiße man Selbsterkenntnis zu tun hat, so scheiße man man
- 21:08merkt. Verdammt, das trifft mich gerade
- 21:12verdammt, der spricht mich persönlich an, verdammt, der ist
- 21:17gerade in meinem Kopf, ich weiß, dass meine Stimme gerade bei
- 21:19vielen in den Köpfen ist. Ich weiß das, ich weiß das, aber
- 21:30ich hab keine böse stimme, ich will, dass ihr vielleicht der
- 21:37Stimme zuhört, so wie ich meiner eigenen Stimme.
- 21:39Auch zugehört habe ich sag das noch mal.
- 21:43Ich hatte gestern das Gefühl und hab das jetzt noch intensiver,
- 21:47da geht jemand aus meinem Körper raus und zwar ne komplette
- 21:50Person, nicht irgendein Gefühl, nicht irgendein Erlebnis.
- 21:57Sondern eine komplette Person, die verdammt noch mal dieselbe
- 22:01Fresse hat wie ich. Den selben Körperbau hat wie ich
- 22:04und dasselbe trägt wie ich dasselbe t Shirt an hat wie ich
- 22:06dieselben Tattoos hat wie ich den gottverfluchten selben
- 22:10Augenblick hat wie ich den selben Blick hat wie ich, der
- 22:15aber meiner Seele ein ganzes Stück Platz macht, das sind die
- 22:26harten Momente. Die dazu gehören, wenn man weit,
- 22:33weit über der Akzeptanz hinausgeht oder über die
- 22:36Akzeptanz hinausgeht und sich irgendwann in einem Modus
- 22:39befindet, wo man dann sagt, und jetzt will ich mich befreien von
- 22:43dieser ganzen Last, die sich eben nennt, ist die sich
- 22:46Borderline nennt, ist mir scheißegal, wie diese ganzen
- 22:49Kackkrankheiten heißen, ist mir scheißegal.
- 22:55Von mir aus nennt mich a typisch b typisch a hörnchen, B
- 22:59hörnchen. Borderline nennt mich irgendwie,
- 23:01aber das was ich mit mir trage, ja das was mich wirklich fertig
- 23:06macht oder fertig gemacht habe, das ist durch keine Krankheit zu
- 23:13beschreiben, sondern die Krankheit, die habe ich mir
- 23:15selber eingepf, die habe ich mir selber eingepflanzt oder die ist
- 23:18mir eingepflanzt worden, scheißegal wie, aber sie ist da
- 23:23und. Ich weiß, viele, die jetzt
- 23:27zuhören, die vielleicht noch im Anfangsstadium sind, die gerade
- 23:29ihre Diagnose haben. Ich weiß, dass das vielleicht
- 23:35für euch jetzt wie eine Mammutaufgabe wirkt, die auch
- 23:38noch vor euch habt und ja, das ist es auch, ich will euch da
- 23:40überhaupt kein Honig ums Maul schmieren, das ist es.
- 23:44Mich hat das jetzt 4 hart, ich glaube das sind die härtesten
- 23:50Jahre meines Lebens, hat mich das gekostet mit.
- 23:55Glück aber auch mit so viel, so viel Schmerz, so viel Schmerz,
- 24:00den könnt ihr euch nicht vorstellen, aber es ist nicht
- 24:04annähernd so viel Schmerz, als wenn ihr es in euch behaltet.
- 24:10Es ist nicht annähernd so viel Schmerz wie der Schmerz, der
- 24:16euch oder der irgendwen dazu führt, dass er diesen Schmerz
- 24:19nicht mehr aushalten kann, da hilft auch keine Ibo.
- 24:29Ich möchte die Folge hier beenden, weil ihr merkt selber,
- 24:34das nimmt mich komplett mit. Manch einer wird sagen warum
- 24:40macht er das öffentlich, hat er ein Geltungsbedürfnis, fickt
- 24:44euch, fickt euch einfach die die er das denkt, fickt euch.
- 24:50Von mir aus denkt von mir, was ihr wollt, ist mir scheißegal,
- 24:55interessiert mich nicht. Ich bin lange über den Punkt
- 24:58heraus den Menschen gefallen zu wollen, lange, lange, lange und
- 25:03ich glaube, das ist auch ein wichtiger Schritt dahingehend,
- 25:06dass ich jetzt auch Leute aus mir rauslassen kann, die mich
- 25:09selber betreffen, und zwar ich Abbilder von mir gehen aus mir
- 25:13raus, weil es mir scheißegal ist, wohin sie gehen,
- 25:16scheißegal, auf wen sie treffen und scheißegal.
- 25:19Wer was über mich denkt, interessiert mich nicht.
- 25:27Ich hoffe nur, dass diese und die vielleicht folgenden folgen
- 25:31euch helfen, so wie sie mir helfen, so wie sie meinem ganz
- 25:35nahen Umfeld gerade helfen und das vielleicht Leute, die in
- 25:43einer schwierigen Lebens Situation sind, wo sie sich
- 25:45entscheiden müssen zwischen. Mir ist was Schlimmes passiert,
- 25:50ich drifte ab, ich gehe in die Kriminalität, Kriminalität,
- 25:53Kriminalität, ich nehme Drogen, ich fange an zu trinken, ich
- 26:01Prügel Leute kaputt, ich versuche jemanden totzuschlagen,
- 26:06ich weiß, wovon ich hier rede, Leute, ich war selber an dem
- 26:11Punkt okay und alles das, was ich gerade erwähnt habe, ja, das
- 26:15war mein Leben früher. Und ich möchte jeden dazu
- 26:23aufmuntern. Vielleicht die Folge denjenigen
- 26:26auch vorzuspielen, die gerade an dem Scheideweg zu stehen, in die
- 26:31Illegalität zu rutschen, ihr Leben vielleicht nicht mehr
- 26:34kontrollieren zu können. Ich kann euch 1 sagen, das
- 26:38kostet euch Jahrzehnte eures Lebens und ganz viel Schmerzen
- 26:42und ganz viel Schmerzen, die euch selber antut, die ihr
- 26:44vermeiden könnt. Und damit schicke ich euch in
- 26:51den keine Ahnung, wo ich euch hin schicke, hoffentlich in die
- 26:59ja ins Reich des Überlegens, des Überlegens so rum, nicht
- 27:04Überlebens, überlegens und wir hören uns nächste Woche wieder.
- 27:12Passt auf euch auf, seid wachsam, seid achtsam, seid
- 27:16alles das, was ihr sein müsst, um gut zu sein.